Issuu on Google+

mag azin

FEBRUAR 2012

A KTI O N S -TH E M A W I NTE R F R U ST- B LÜTE N LU ST EV E NT- F LO R I STI K B LÜTE N FÜ R JA PA N M A R K E TI N G -S E R I E S C H AU F E N STE R & P O S


2

dornröschen

wach geküsst


3

Erlebnis Floristik – wie Frühlingsblüher zur Geltung kommen können, wenn man sie am POS durch entsprechendes Ambiente aufwertet, zeigt dieses Foto beispielhaft.

FOTO LINKE SEITE

I N H A LT INTERN

von

Der direkte Draht Dienstag ist Valentinstag Medienpräsenz zum Valentinstag Valentinstagsstrauß 2012 Annahmeschluss Valentinstag Ordertracking nicht vergessen Zusatzartikel bestellen FLP vorrübergehend konsolidiert Neuer Fleurop-Leitfaden zum Download Am 8. März ist Frauentag Preisvergleich lohnt sich Kommen Sie zur Regionalversammlung Herzlich willkommen Geburtstage und Jubiläen Übermittlungsfehler Vorschau März 2012

ANJA U N D CH RISTA SCHMI DT

ERLEBNISFLORISTIK Als wir im vergangenen Oktober das elterliche Geschäft »DornRöschen« übernommen haben, war klar: Wir müssen etwas ändern! Wir – das sind die Schwestern Christa Schmidt, ausgebildete Floristin und seit 20 Jahren im elterlichen Blumenfachgeschäft engagiert, und Anja Schmidt, lange Zeit in Hamburg als kaufmännische Angestellte tätig. Wir teilen uns die unternehmerischen Aufgaben entsprechend unserer Ausbildung und unserer Talente. Unsere gemeinsame Überzeugung war, dass einem reinen Blumengeschäft, wie es unsere Eltern noch erfolgreich führen konnten, kaum die Zukunft gehört. Wir führen unser Geschäft »DornRöschen« in St. Michaelisdonn in Schleswig-Holstein. Zu den 4 500 Einwohnern kommt noch die Bevölkerung der umliegenden kleinen Dörfer, für die unser Ort ebenfalls die nächstgelegene Einkaufsstätte ist. Wie andernorts sind aber auch bei uns in der Vergangenheit zahlreiche Geschäfte geschlossen worden, was der Attraktivität als Einkaufsort natürlich geschadet hat. Da die Verbraucher von heute extrem mobil sind, kommt eins zum anderen – die Gefahr der Konsumentenabwanderung ist immer gegeben. Also sah unser neues Konzept vor, mehr zu bieten als »nur« Floristik. Mehr an Produkten – und vor allem mehr an Erlebnis. Wir haben das Produkt-Portfolio konsequent erweitert. Nun führen wir Kleidung und Schmuck, Genussmittel wie Tee, Wellness-Produkte wie Badekugeln und vieles mehr. Unsere Zielgruppe sind Frauen, und denen bieten die anderen Geschäfte in St. Michaelisdonn nicht viel. Etwa 50 Prozent unseres Angebotes besteht nunmehr aus non-floralen Artikeln. Zugleich haben wir von Anfang an den 1. Donnerstag eines jeden Monats zum »Erlebnistag« ausgerufen. Da gab es schon einen bayerisch anmutenden Hüttenzauber im November, einen Winterzauber mit Glühwein im Dezember, ein Happy New Year im Januar und einen Frauenabend im Februar. Für den März haben wir Hochzeit auf dem Programm, im April geht es am Gründonnerstag um Ostern, im Mai werden wir Pflanzen thematisieren. Unser Geschäft »DornRöschen« hat zu solchen Anlässen bis 22 Uhr geöffnet, beworben wird das Ganze durch Flyer und Anzeigen in der Lokalpresse. Der Erfolg macht Mut. Rund 200 Gäste konnten wir bisher jeweils begrüßen. Die Besucher kommen aber nicht nur, um zu kaufen. Vielmehr geht es vielen von ihnen um das »Erleben«, um das »Stöbern« in verschiedenen Produktgruppen, um Anregungen und nette Gespräche bei »Häppchen«, einem Glas Sekt oder Glühwein. Zunächst überwogen die Stammkunden, die aber ihre »Erlebnisse« durch Mund-zu-Mund-Propaganda weiter trugen. Mittlerweile können wir auch zahlreiche Neukunden begrüßen. Ein weiterer positiver Aspekt ist es, dass durch Aktionen und das erweiterte Produktportfolio das durchschnittliche Alter unserer Kunden deutlich gesenkt wurde. Viele kommen, »nur mal so«, um zu schauen, um sich inspirieren zu lassen. Besser gesagt: Um etwas zu erleben! Durch unser breit gefächertes Angebot etablieren wir etwas vom großstädtischen Einkaufserlebnis. Und haben zugleich das zwischenmenschliche Flair eines Nachbarschaftsgeschäftes. Wir sind sicher, mit unserem Konzept den Erlebniseinkaufswünschen der heutigen Konsumenten gerecht zu werden. Wir haben »DornRöschen« wach geküsst.

4 16 16 16 16 16 16 17 17 17 17 17 29 29 29 29

FLORISTIK

Blütenlust gegen Winterfrust Herzenswünsche Renaissance der Kleinen Frühling in Köln, Rose in Berlin Heimat: Tor zur Welt

6 10 12 28 30

Europäischer Blumenmarkt Anlässe zum Blumenschenken Schaufenster erleben Präsentation ist Kunst Floristik erleben

14 19 20 22 24

HANDEL

BEILEGER

Top-Sträuße im Februar TITEL

Auch solche kleinen Frühlingsinszenierungen verführen die Verbraucher zum Kauf von Blumen. FOTOS

IZB (Titel, S. 2, S. 4 o., S. 5), Flora Dania (S. 4 u., S. 6/7), BBH & FDF-Strauß-Offensive, J. Manegold (S. 10/11), Blumenbüro Holland (S. 12/13), Flora Holland (S. 14/15), PJK Atelier Köln/UNUK Fotografie Karlsruhe (S. 24-27), Blumengroßmarkt Köln (S. 28), Stefan Albrecht/Adele Marschner (S. 30/31, Beileger), T.S.-Fotodesign – Fotolia.de (Beileger/Postkarte)

IMPRESSUM Das Fleurop-Magazin erscheint zwölf Mal im Jahr und wird allen Partnerfloristen im Rahmen ihres Vertragsverhältnisses zugestellt. Das Heft ist unverkäuflich, die Weitergabe außerhalb des genannten Kreises nicht gestattet. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Herausgebers. HERAUSGEBER

Fleurop AG / 12200 Berlin / Tel.: 030/ 71371-0 Fax: 030/ 71371198 / E-Mail: info@fleurop.de SCH RI FT- U N D ANZEIGEN LEITU NG

Winnie Maria Lechtape Tel.: 030/ 71371-213 / Fax: 030/ 71383-213 Es gilt die Anzeigen-Preisliste Nr. 21 vom 1.1. 2011 REDAKTION

Angelica Langley, Martin Hein Bahia Büro / Gotenstraße 11 / 20097 Hamburg Tel.: 040 / 4305438 / Fax: 040 / 4305809 E-Mail: magazin@fleurop.de GRAFIK

Esther Hartmann, Sandra Lajain / Hamburg LITHO & DRUCK

Druckerei in St. Pauli Große Freiheit 70 / 22767 Hamburg


4

BLICK IN DIE ZENTRALE VII Der Kundenservice gehört personell zu den größten Bereichen in der Fleurop-Zentrale und teilt sich gegenwärtig noch in die drei Teams Servicetelefon, Onlineshop sowie Import/Export und Zentraler Auftragsservice (ZAS) – für Partner ohne Merkur – auf. Diese Aufteilung ist historisch gewachsen. Der Direktvertrieb in der Zentrale begann 1997 mit dem Service-Telefon, es folgte der Onlineshop und dann ZAS. Da alle drei Teams Fleurop-Aufträge annehmen, bearbeiten, weiterleiten und sich um Rückfragen der Kunden und der Fleurop-Partner kümmern, sollen in den kommenden sechs Monaten die Aufgaben neu strukturiert und sinnvoll zusammengefasst werden. Für die Kunden und die Fleurop-Partner wird dies dann bedeuten, dass alle Mitarbeiter zu jedem Auftrag Aussagen treffen können. Da es noch nicht so weit ist und der gesamte Kundenservice schon allein personell breit aufgestellt ist, beginnen wir bei der Vorstellung des Gesamtbereichs zunächst einmal mit dem Team des Fleurop-Servicetelefons.

Nani-Lina Rode leitet das Team Servicetelefon, zu dem noch Anja Mansoornia, Crystina Weiermüller, Sandra Brandenburg und Sabine Schädlich zählen. Zu den Aufgaben dieses Teams gehört seit einiger Zeit auch die Betreuung der Telefon-Zentrale. Das Servicetelefon-Team ist von 7:00 Uhr am frühen Morgen bis um 18:30 Uhr erreichbar. Kunden wie Fleurop-Partner können aber an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden täglich anrufen, da außerhalb der Geschäftszeiten ein Call-Center die Aufgaben übernimmt. Das CallCenter wird auch dann automatisch eingeschaltet, wenn alle Mitarbeiter in der Fleurop-Zentrale Kundengespräche führen. Das Team arbeitet hauptsächlich in zwei Richtungen. Zum einen geht es um die Kunden, die Aufträge aufgeben oder Rückfragen haben. Und es geht um die Fleurop-Partner, mit denen ebenfalls häufig kommuniziert wird. Bei der Auftragsannahme müssen am Telefon alle für die Auftragsweiterleitung relevanten Angaben aufgenommen werden: Adressen und Telefonnummern von Auftraggeber und Empfänger, Lieferdatum, Preis, Grußkartentext und für die Bezahlung Kreditkartennummer oder Kontonummer beim Lastschriftverfahren. Bei beiden Zahlungsarten werden die Angaben auf ihre Richtigkeit überprüft, bevor der Auftrag ins System eingespeist wird. »Unser Beratungsschwerpunkt liegt bei individuellen Sträußen«, erläutert Nani-Lina Rode. Und wirklich – an keiner Stelle im Direktvertrieb geht es so deutlich um individuelle Beratung, um Kunden- und Lösungsorientiertheit. Der eine möchte zwölf rote Rosen in einer bestimmten Länge und eine Auslieferung noch am Tag der Bestellung, die andere einen saisonalen Strauß mit den genau bezeichneten Lieblingsblumen der Empfängerin. Die eine hat eine klare Nachricht für die Grußkarte, der andere hat von der Möglichkeit eines Grußkartentextes noch nie gehört und ist dann froh über die Beratung des Teams. Es sind also in der Regel immer ganz individuelle Fleurop-Sträuße, und der Beratungsaufwand ist hoch – zwischen fünf und zehn Minuten ist die Regel. »Wenn der Kunde keine genauen Angaben macht, beraten wir häufig in Richtung saisonal ori-

entierter Sträuße, damit der Fleurop-Partner möglichst viel Kreativität ausspielen kann«, erläutert Nani-Lina Rode. Die bezüglich der Kundenberatung anschließt: »Bei sehr spezieller Beratung wie beispielsweise bei Brautsträußen empfehlen wir den Kunden immer einen direkten Kontakt zu einem Fleurop-Partner in der Nähe und geben Name und Anschrift der jeweiligen Geschäfte weiter.« Die Form der Beratung schließt mit ein, dass auch oft die FleuropPartner eingeschaltet werden. Etwa wenn Preise für bestimmte Blumensorten oder knappe Auslieferungstermine erfragt werden müssen. Solche Telefonate werden nicht selten geführt, während der Kunde noch wartet. Ist dies nicht möglich, wird über einen Rückruf aus der Zentrale oder eine Antwort via E-Mail weiter kommuniziert. Erst wenn alle Informationen beieinander sind, wenn durch die Prüfung der Zahlungsangaben die Buchung autorisiert ist und der Auftrag eine Code-Nummer erhalten hat, wird er weitergeleitet. Jeder Fleurop-Auftrag muss also zweimal in die Hand genommen werden, eine automatische Weiterleitung gibt es nicht. Und wer nutzt heute in Zeiten des Internets noch das Fleurop-Ser-


5

Das Team des Fleurop-Servicetelefons (v. l. n. r.): Sandra Brandenburg, Crystina Weiermüller, Nani-Lina Rode und Sabine Schädlich (sitzend). Anja Mansoornia war bei dem Fototermin abwesend.

FOTO

man für diese Tätigkeit eine gewisse Freude am Telefonieren, man sollte eine angenehme Stimme haben und geduldig sein«, erläutert sie einige Anforderungen an das Team. Das natürlich nicht nur Aufträge entgegennimmt und weiterleitet, sondern auch Fragen von Kunden und Fleurop-Partnern zu beantworten hat. Etwa fünf Prozent aller Telefonate beschäftigen sich mit der Beantwortung solcher Fragen, weniger als ein Prozent mit Reklamationen. Relativ deutlich festmachen lassen sich die Stoßzeiten. Zwischen 8:00 und 10:00 Uhr am Morgen und dann wieder zwischen 14:00 und 16:00 Uhr klingelt das Telefon am häufigsten. Blumenklassiker am Servicetelefon sind nach wie vor rote Rosen – aber auch Lilien und Calla werden oft geordert. »Ein aktueller Trend sind Orchideenpflanzen«, haben Nani-Lina Rode und ihr Team festgestellt. Nicht vergessen darf man die Telefon-Aufträge aus dem Ausland. Das sind zwar in normalen Zeiten nur drei bis vier Prozent, doch zum Valentinstag oder Muttertag können es dann schon acht Prozent sein. Kommuniziert wird in Deutsch oder Englisch, die USA gefolgt

der direkte

draht

vicetelefon? »Es gibt keine Regel. Es gibt Geschäftsleute, die von unterwegs Fleurop-Sträuße bestellen. Es gibt ebenso die ältere Dame, für die eine Online-Bestellung ein Buch mit sieben Siegeln ist«, beschreibt Nani-Lina Rode die Nutzer. Es sind jeweils etwa zur Hälfte Frauen und Männer aller Altersklassen. Auffällig ist, dass es zum Wochenanfang mehr Männer sind – nicht wenige, die sich bei ihrer Wochenendbekanntschaft ganz klassisch mit Blumen in Erinnerung bringen möchten. Apropos Männer: Das Thema Liebe und der Hochzeitstag sind für sie wichtige Anlässe, bei Frauen spielen Geburtstage eine große Rolle. Durch die Möglichkeit der individuellen Beratung liegen die durchschnittlichen Auftragswerte höher als bei Online-Bestellungen. Zugenommen hat wie in anderen Bereichen des Direktvertriebs die Kurzfristigkeit. Was strategisch gesehen gut ist für die Fleurop-Partner – denn kein anderes Unternehmen der Branche kann so schnell sein wie Fleurop. »Der weitaus größte Teil der Kunden ist offen für unsere Beratungen«, freut sich die Teamleiterin Nani-Lina Rode. »Mitbringen muss

von Skandinavien liegen in der Länderliste vorne. Individualität ist also ein Schlüsselwort für den Erfolg des Servicetelefons. Viele Kunden wünschen jenseits genormter »Produkte« ganz spezielle Fleurop-Sträuße, sie haben klare Vorstellungen. Viele Kunden suchen auch einfach nur Beratung. Die finden sie beim Team des Fleurop-Servicetelefons. Dieser Aspekt unterscheidet auch das Fleurop-Servicetelefon von vielen anderen Telefonserviceangeboten, bei denen der beratende Kontakt keine Rolle mehr spielt und in vielen Fällen eine mechanische die persönliche Stimme ersetzt hat. Ein Hinweis auf diese Beratungsqualität ist auch die Tatsache, dass mehrfach im Jahr über am Servicetelefon angenommene FleuropAufträge Heiratsanträge ausgesprochen werden. Wer das tut, der dokumentiert sein großes Vertrauen.


6

FEBRUAR-AKTION Nahezu jeder vierte Bundesbürger leidet an SAD. Hinter diesem Akronym verbirgt sich die »saisonal abhängige Depression«, die im Februar ihren Höhepunkt hat und zu der Otto-Normalverbraucher schlicht »Winterfrust« sagt. So mancher Mediziner empfiehlt, als Therapie Farbe zu tanken. Farbbrillen, Farbbäder oder farbige Spar-Glühbirnen sollen fürs Wohlbefinden sorgen. Viel einfacher und um einiges attraktiver ist es, SAD mit Blumen entgegenzuwirken. Die leuchtenden Blütenfarben und zarten Frühlingsdüfte von Tulpen, Hyazinthen & Co bereiten sofort gute Laune. Nutzen Sie die Erkenntnisse der Medizin und präsentieren Sie Ihren Kunden im Februar ganz offensiv und plakativ »Blütenlust gegen Winterfrust«. Im zweiten Monat des Jahres bieten alle Vermarkter – die Großen in den Niederlanden ebenso wie die regionalen Blumengroßmärkte, Abholmärkte und Breitfahrer – das komplette Frühlingsblumen-Sortiment an. Dazu gehören nicht nur die bekannten Zwiebelblüher wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen, die Kleinen, etwa Schneeglöckchen, Krokusse und Muskari, sondern ebenso zarte Anemonen, duftende Freesien, knuffige Ranunkeln und schachbrettgemusterte Fritlliarien. Nicht zu vergessen Primeln, Violen und das frühlingsfrische Beiwerk. Sie alle passen wunderbar zur Februar-Aktion »Blütenlust gegen Winterfrust«. Tipp: Lassen Sie aus dieser Präsentation konsequent das bewährte Ganzjahres-Sortiment heraus. Werben Sie mit regionaler Frühlingsfrische – aber nur dann, wenn die Blütenpracht wirklich in Ihrer Region kultiviert wurde. Ehrlichkeit hat heute einen besonders hohen Stellenwert!

F O T O S Frühlingsblüher wie Tulpen (oben und großes Foto rechts) und Primeln in den neuen Trendtönen (rechts) sind ein probates Mittel gegen den Winterblues im Februar.

TULPEN – AM LIEBSTEN SOLO Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose... Diese Worte von Gertrude Stein kennt wohl jeder. Gemeint hat sie damit, dass die Königin der Blumen rein gar nichts um sich herum benötigt, um ihren Zauber voll und ganz zu entfalten. Ähnlich verhält es sich mit Tulpen. Mit einem Unterschied: Eine Rose übermittelt schon als Einzelblüte ihre Botschaft, eine einzelne Tulpe hingegen macht das nicht. Als »Single-Frühlingsgruß« braucht sie Begleiter, etwa duftenden Ginster oder zartes Birkengrün. Ein »Arm voller Tulpen« wiederum wirkt auch ohne Beiwerk, ohne konkurrierende Blüten wie ein gewaltiger Frischekick...ganz besonders im letzten Wintermonat, dem Februar. Übrigens gibt es noch einen weiteren Grund, warum man Tulpen am besten »solo« anbieten sollte: Sie wachsen in der Vase nämlich noch ein beachtliches Stück und würden Blütenpartner schnell um Längen überragen. VERK AU FSFÖRDERN DE BLÜTEN FARBEN Farben versetzen Menschen in unterschiedliche Stimmungen. Denn sie sind Schwingungen, die von unserem Organismus aufgenommen werden und sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche wirken. Farben haben somit einen großen Einfluss auf unser Lebensgefühl und unser Wohlbefinden, man kann sie durchaus als visualisierte Gefühle bezeichnen. Wer hier ungläubig abwinkt, dem sei versichert: Für die Tatsache, dass Farben als Energiestrahlung vom menschlichen Körper deutlich wahrgenommen werden, erbrachte der Begründer der rationalen Lichttherapie,Professor Nils Finsen, den wissenschaftlichen Beweis. Für seine Forschungsarbeit über Licht und Farben erhielt er schon 1903 den Nobelpreis für Medizin. Lange Vorrede kurzer Sinn: Präsentieren Sie Ihren Kunden in den Februarwochen nicht einfach »nur« kunterbunte Blumensträuße, sondern bieten Sie ihnen das ganz besondere Stimmungselixier – wahlweise in den Farben Gelb, Rot, Orange, Violett, Rosa oder auch Cremeweiß.


7

blütenlust gegen winterfrust

MUNTERMACHER GEGEN WINTERFRUST Das Muntermacher-Frühlingsblüher-Sortiment ist sehr vielfältig. Ob Schnittblumen oder Topfpflanzen, ob Mini oder Maxi, ob Alltägliches oder Besonderes: Für jeden Verbrauchergeschmack und für jeden Geldbeutel findet sich das geeignete Angebot. Acacia dealbata (Silberakazie), Bellis perennis (Gänseblümchen), Crocus (Krokus), Freesia Hybriden (Freesien), Fritillaria meleagris (Schachbrettblume) Galanthus nivalis (Schneeglöckchen), Hyacinthoides hispanica (Blauglöckchen), Hyacinthus orientalis (Hyazinthe), Ixia-Hybriden (Ixien), Muscari armeniacum (Muskari), Narcissus poeticus (Dichter-Narzisse), Narcissus pseudonarcissus (Osterglocke), Narcissus tazetta ssp. tazetta (Tazette), Papaver nudicaule (Mohn), Primula vulgaris (Primel), Prunus triloba (Mandelbäumchen), Scilla (Blaustern), Tulipa Hybriden (Tulpen), Vibrunum opulus ‘Roseum’ (Gefüllter Schneeball), Viola cornuta (Hornveilchen), Viola odorata (Duftveilchen), Viola tricolor (Stiefmütterchen)


8

WER BR AUCHT WAS? Wer ein Siegertyp sein möchte, voller Energie, positiver Gedanken und ausgestattet mit lässiger Heiterkeit sowie unbändiger Kreativität, der braucht einen Strauß oder ein Pflanzarrangement ganz in strahlenden Gelbtönen. Mit Narzissen, Tulpen, Ranunkeln oder Freesien – natürlich ganz in Gelb – besiegt man den grauen Winterfrust. Wer nach beschaulichen Monaten jetzt mal eine ordentliche Portion Dynamik, Leidenschaft und Vitalität braucht, sollte ohne Wenn und Aber alles auf Rot setzen. Wer an Geselligkeit interessiert ist, den dringenden Wunsch hat, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen und gleichzeitig seiner Lebensfreude mit Optimismus und innerer Wärme Ausdruck verleihen möchte, sollte in Blüten in sattem Orange schwelgen. Wer latent aggressiv ist, sich selbst auf den Wecker geht und das dringende Bedürfnis nach guter Laune empfindet, muss ganz dringend ruhiger werden, sanfter, gelassener und nachgiebiger. Das erreicht man, wenn man sich mit einer rosa- bis pinkfarbenen Blütenfülle umgibt. FRISCH ETI PPS FÜ R DEN FACH HAN DEL Sieben Tage Frischegarantie – das gehört für viele Fleurop-Floristen inzwischen zur Selbstverständlichkeit. Damit man dieses Versprechen aber auch guten Gewissens halten kann, muss man nicht nur beim Wareneinkauf ein Auge für Qualität haben, sondern auch selbst etwas tun. Hier die wichtigsten Frischetipps für Frühlingsblüher. Anemonen: Beim Einkauf darauf achten, dass sie kräftige, gerade Stiele haben. Diese sind für ein gutes Aufblühen wichtig. Das aufrecht stehende Lagern beugt dem Verkrümmen vor. Ware in wenig Wasser stellen, Schnittblumennahrung zugeben und bei 2 bis 5 Grad Celsius lagern. Hyacinthus: Bei Hyazinthen lässt man immer ein wenig Zwiebelboden am Stiel. Für eine optimale Wasseraufnahme sollte dieser nicht entfernt werden. Muscari: Die kleinen Perlhyazinthen werden in Papier eingerollt in Kartons geliefert. Die Blumen müssen so kühl wie möglich, jedoch frostfrei gelagert werden. Je höher die Temperatur, desto schneller öffnen sich die Blüten. Zugabe von Schnittblumennahrung ist empfehlenswert. Narcissus: Diese Zwiebelblüher sollten zwischen 2 und 5 Grad Celsius gelagert werden. Der abgesonderte Schleim ist für andere Blumen schädlich. Narzissen daher separat 24 Stunden zum Ausschleimen in Eimer stellen. Günstig ist, spezielle Schnittblumennahrung für Narzissen zu verwenden. Primula: Botrytis (Fäulepilz) ist für Primeln eine ernste Gefahr. Ver-

meiden Sie daher starke Temperaturschwankungen. Die sich dadurch bildende Feuchtigkeit auf der Pflanze kann zu Botrytis führen. Angegriffene Pflanzen wegen der »Ansteckungsgefahr« sofort entsorgen (nicht auf den Kompost). Wichtig: Substrat nie austrocknen lassen. Prunus: Diese Blütenzweige behalten ihren Zierwert sieben bis zehn Tage. Es hat sich bewährt, dem Vasenwasser ein spezielles Mittel für Schnittzweige beizugeben. Die Zweige in ausreichend handwarmes Wasser stellen. Eine Lagerung bei 2 bis 8 Grad Celsius ist empfehlenswert. Tulipa (Schnitt): Nach dem Schneiden wachsen Tulpen noch ein paar Zentimeter weiter, was bei der Gestaltung unbedingt berücksichtigt werden sollte. Schlappe Stiele werden wieder kräftig, wenn sie angeschnitten und in Papier eingerollt für eine halbe Stunde an einem kühlen Ort in Wasser stehen. Lagertemperatur: 2 bis 5 Grad Celsius. Tulipa (Topf): Topftulpen benötigen keinen Dünger, da die Zwiebeln die notwendige Pflanzennahrung enthalten. Wenig gießen. Beim Einkauf darauf achten, dass die Blütenknospen ausreichend reif sind. Viburnum: Schlappe Blütentrauben werden verhindert, wenn die Zweige sich voll saugen, ohne dass die Schutzhüllen entfernt werden. Nach zwei Stunden kann man die Zweige verarbeiten. Verwenden Sie warmes Wasser.

FRÜHLINGSBLÜHER-CHARTS Bei den Verbrauchern stehen die vielfarbigen, duften Muntermacher hoch im Kurs: 1. Tulpen (als Schnittblume in vielen Farben und Formen und vorgetrieben im Topf) 2. Primeln (in einer umfangreichen Farbpalette, fröhlich bunt oder in Pastelltönen) 3. Narzissen (leuchtend gelb im Schnitt und im Topf ) 4. Hyazinthen (mit pastelligen Blüten in Weiß, Rosa, Rot und Blau bringen den Frühlingsduft ins Haus – als Schnittblume und im Topf ) 5. Stiefmütterchen (sind beliebt wegen ihrer ausdrucksstarken Blütengesichter für Balkon, Terrasse und Garten...und auch getopft im Zimmer) 6. Schneeglöckchen (die allerersten Frühlingsblüher im Garten sind auch im Topf als Zimmerschmuck begehrt) 7. Krokus (erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als gepflanzter Frühlingsbote im Zimmer) 8. Perlhyazinthen (werden zusammen mit Bellis und Primeln als kleine Frühlingssträußchen gekauft – solo im Topf schmücken sie Tisch und Fensterbank) 9. Vergissmeinnicht (in Zartblau, Rosa oder Weiß...mit einer Aussage, die jeder versteht) 10. Anemonen (in leuchtenden Farben mit schwarzem »Herzen«)


9

Primeln gehören zu den in Massen produzierten Frühlingspflanzen, die auch in Bau- und Supermärkten sowie bei Discountern angeboten werden. Nicht aber die hier abgebildeten besonderen Arten wie Primula malacoides (links oben), die gefüllten Primula vulgaris (großes Foto) oder das attraktive Pflanzarrangement.

FOTOS


10

STRAUSS-OFFENSIVE Valentinstag und Winterfrust sind die beiden Themenbereiche, die bei der FDF-/BBH-Verkaufsförderungsaktion »Strauß-Offensive« im Februar im Blickpunkt stehen. Von der Optik und der Aussage her sind die beiden hier vorgestellten Floral-Unikate auf zwei unterschiedliche Zielgruppen abgestimmt – und doch eint sie eines, nämlich die Sehnsucht nach Wärme. »Mitten ins Herz« richtet sich eher an familienorientierte und »Lass den Winter zurück« eher an businessorientierte Menschen.

»Mitten ins Herz« ist eine Straußkreation von Floristmeister Meik Schnitger. Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Dorrenbach führt er »Die Blumenwerkstatt« in Kleve. Es ist ein außergewöhnliches Blumenfachgeschäft in Anbindung an das SOS Kinderdorf Niederrhein. Das exklusive Unternehmen ist gleichzeitig Lehrwerkstatt für Auszubildende aus dem Kreis Kleve. Im Kontakt zum floristischen Nachwuchs sieht Meik Schnitger die Chance, Trendentwicklungen unmittelbar auf Akzeptanz und Umsetzbarkeit in die Praxis zu überprüfen. Floristisch schätzt der kreative Floristmeister klare Formen, liebt Kontraste und mag es dekorativ. »Lass den Winter zurück« zeigt ganz klar die Handschrift von Manfred Hoffmann. Der florale Allrounder aus Düsseldorf ist nicht nur

AKTIONSSTRAUSS »LASS DEN WINTER ZURÜCK!« für businessorientierte Verbraucher Floral-Design: Manfred Hoffmann Material: 2 weiße Protea 3 violettfarbene Vandablüten 2 Mini-Anthurien ‘Midori’ 3 Viburnum (Schneeball) 1 Phalaenopsispflanze mit limonenfarbenen Blüten 5 grüne Nelken 4 cremefarbene Hypericum 2 Cucumisfrüchte (Ziergurken) 5 Netzcalathablätter 10 Chiccoblätter 6 Stiele Ligusterbeeren 2 Sukkulenten, gedrahtet 3 Bromelienblätter, gedrahtet 1 Basis aus Muehlenbeckia Verkaufspreis: etwa 90,00 Euro »Lass den Winter zurück« verbindet ausgefallenes Design mit energievoller Ausstrahlung und ist als extravaganter blumiger Eyecatcher eine willkommene Abwechslung im tristen winterlichen Grau. Eine emotionale Vitaminspritze, die schon jetzt Vorfreude auf Sommer, Sonne und Urlaub weckt. Mit seinem Blattwerk in sattem Grün strahlt dieses Bukett Kreativität und Optimismus aus – genau das Richtige für dynamische Selbstbestimmer.


11

AKTIONSSTRAUSS »MITTEN INS HERZ« für familienorientierte Verbraucher Floral-Design: Meik Schnitger Material: 4 Matricaria (Kamille) 2 Viburnum (Schneeball) 8 rosafarbene Astrantia 6 cremefarbene Eustoma 4 rosa-pinkfarbene Phlox 4 rosafarbene Freesien 7 rosafarbene Tulpen 3 Ammi visnaga (Bischofskraut) Beiwerk: Birkenzweige Eukalyptus 1 Herz, gewickelt aus Tillandsia usneoides (Dschungelmoos) 1 Herz, geformt aus goldfarbenem Schmuckdraht Verkaufspreis: etwa 65,00 Euro Dieses florale Arrangement zeigt deutlich, dass die Königin der Blumen in der Symbolfarbe Rot nicht zwangsläufig für die Aussage »Ich liebe dich« notwendig ist. Dieser Motivstrauß trifft – jenseits aller Platituden – mit seiner Natürlichkeit mitten ins Herz. Die individuelle Aussage wird durch das Accessoire in Herzform verstärkt, und er überbringt mit seiner romantischen Ausstrahlung die Hoffnung auf unvergessliche Momente zu zweit. Dieser liebevolle Strauß drückt über die direkte Botschaft hinaus aus: »Ich freue mich auf den Frühling an deiner Seite«.

herzens

wünsche

Inhaber zweier exklusiver Blumenfachgeschäfte »A La Casa del Fiore«, sondern betreut als Kreativ-Direktor des Fachverbandes Deutscher Floristen das Projekt »Strauß-Offensive« in leitender Funktion. Er ist im Kreis der Fleurop-Floristen auch als kreativer Gestalter der deluxe-Floristik wohl bekannt. M O N AT S A K T I O N E N Marketing-Experten fordern zu Recht, den Erlebniskauf im Blumenfachgeschäft zu intensivieren (Lesen Sie dazu die Seiten 22/23). Verbraucher wollen immer wieder zum Blumenkauf angeregt werden, brauchen die visuellen Anregungen, den Kaufimpuls. Da reicht es längst nicht mehr aus, ein buntes Sammelsurium herrlicher Schnittblumen oder attraktiver Blumensträuße aufzubauen. Masse ist passé, klasse Ideen und kaufanregende Inszenierungen sind angesagt.

Die vom Blumenbüro Holland und dem Fachverband Deutscher Floristen initiierte »Strauß-Offensive« bietet Ihnen die Anregungen für monatlich wechselnde florale Aktionen. Richten Sie in Ihrem Fachgeschäft – wenn noch nicht geschehen – eine oder mehrere Aktionsflächen ein. Aber Vorsicht! Überfordern Sie Ihre Kunden nicht mit Aktionsfülle, sondern selektieren Sie sorgsam. Direkt neben der »Strauß-Offensive« sollten keine konkurrierenden Aktionen (etwa der Astrostrauß des Monats, die Zimmerpflanze des Monats oder ähnliches) stehen. Und ändern Sie die jeweiligen Standorte im Laufe des Aktionsjahres nicht wesentlich, das verwirrt Ihre Stammkunden nur unnötig. Veränderungen bringen die Blumensträuße und das Umfeld, in denen diese Arrangements platziert werden. Sie sind es, die immer wieder neue Kaufimpulse setzen.


feelings

12

renaissance

der kleinen


13

Z I M M E R P F L A N Z E D E S M O N AT S Über den Sinn und Zweck der BBH-Verkaufsförderungskampagne »Zimmerpflanze des Monats« haben wir Sie im Januar-Magazin bereits informiert. Neu ist, dass diese Aktion ab der März-Ausgabe auch in der Kundenzeitschrift Fleurop-Feelings prominent auf jeweils einer Doppelseite publiziert wird. Aus gutem Grund – hat doch der Blick auf den deutschen und europäischen grünen Markt gezeigt, dass die Verbraucher verstärkt Zimmerpflanzen kaufen. Dieses Geschäftsfeld sollten daher auch Blumenfachgeschäfte nicht nur nicht vernachlässigen, sondern konsequent ausbauen. Die monatlich wechselnde Präsentation der »Zimmerpflanze des Monats« ist ein Weg, sich in diesem Bereich zu profilieren. Zumal in diesem Jahr recht außergewöhnliche Pflanzen im Blickpunkt stehen. Im März geht es bei den »Zimmerpflanzen des Monats« um Bonsai-Bäume, die auch in Räumen für Furore sorgen.

Zimmerpflanze des Monats März sind die Bonsais. Mit diesen Gewächsen kann sich das Blumenfachgeschäft gegenüber anderen Anbietern profilieren.

FOTOS

Das japanische Wort Bonsai (deutsch: Anpflanzung in der Schale), kommt aus dem chinesischen Pénjng »Landschaft in der Schale« (pén = Schale, jng = Landschaft, Szene). Das Wort Bonsai besteht aus den beiden Wörtern bon = Schale und sai = Pflanze. Nach altem chinesischem Verständnis ist Bonsai die Kunst, eine Harmonie zwischen den Naturelementen, der belebten Natur und dem Menschen in miniaturisierter Form darzustellen. Die belebte Natur wird hierbei meist durch einen Baum dargestellt. Die Naturkräfte vertritt ein Stein und feiner Kies, der traditionell in Gärten Wasser symbolisiert. Der Mensch wird in Form seines Werks, einer Pflanzschale, dargestellt. Nur der Einklang dieser drei Elemente macht übrigens einen gelungenen Bonsai aus. BONSAI WESTLICH Bei uns wird unter Bonsai im Allgemeinen nur der Bonsai-Baum verstanden. Bonsai als Natur- und Weltanschauung wird damit auf das Formale und Ästhetische reduziert. Der Bonsai ist ein in einem Pflanzgefäß gezogenes Bäumchen, das durch Kulturmaßnahmen wie etwa Formschnitt, Wurzelschnitt, Blattschnitt und Drahtung klein gehalten und in künstlerischer Gestaltung in eine gewünschte Wuchsform gebracht wird. Diese folgt den Prinzipien des Wabi und Sabi der Zen-Kultur und den – teils konfuzianisch, teils taoistisch beeinflussten – Baumdarstellungen der klassischen chinesischen Malerei. In Japan werden Bonsai im Garten oder in der Tokonoma, einer

gestalterisch hervorgehobenen Nische im Zimmer aufgestellt. Bonsaibäume können bei guter Pflege auch bei uns viele hundert Jahre alt und sehr wertvoll werden. GEEIGNETE PFLANZEN Für Bonsai eignen sich eigentlich alle verholzenden, kleinblättrigen beziehungsweise kleinnadligen Baum- und Straucharten gut. Traditionell werden Kiefern (beispielsweise die Mädchen-Kiefer), Wacholder, Ahorne (Acer buergerianum und Acer palmatum), asiatische Ulmenarten (besonders Ulmus parviflora), Azaleen, Fruchtbäume wie Kulturapfel oder Japanische Aprikose (Prunus mume) verwendet. Man kann aber auch einheimische Bäume als Bonsai nutzen. In unseren Breiten nimmt man vorwiegend einheimische Gehölze, die an unser Klima angepasst sind, aber auch winterharte Pflanzen aus Japan und anderen Ländern. Besonders beliebt sind kleinblättrige Ahornarten – unter ihnen die rotblättrigen japanischen Ahornsorten – Kiefern, Fichten, Buchen und Wacholder. Dies ist sogar empfehlenswerter, weil diese schon auf unser Klima eingestellt sind und dadurch ganzjährig im Freien stehen können. Allerdings sollten Bonsai vor starken Frösten geschützt werden, indem sie zum Beispiel im Boden eingesenkt oder mit einer Mulchschicht bedeckt werden.

Z I M M E R P F L A N Z E D E S M O N AT S IN FLEUROP-FEELINGS Ab März wird die »Zimmerpflanze des Monats« in der Kundenzeitschrift Fleurop-Feelings groß herausgestellt und zwar jeweils auf einer Doppelseite. Da liegt es auf der Hand, diese Verkaufsförderungsaktion des Blumenbüros Holland im eigenen Fachgeschäft zu nutzen. Entsprechendes Werbematerial stellt das BBH auf seiner Internetseite (www.blumenbuero.org) für den Fachhandel zum Download zur Verfügung. Tipp: Legen Sie einige Fleurop-Feelings-Exemplare zu Ihrer Aktions-Präsentation – aufgeschlagen beim Thema »Zimmerpflanze des Monats« versteht sich.

Ab März geht es Monat für Monat um folgende Pflanzen: März – Bonsai April – Kalanchoe Mai – Topfrose Juni – Kaktus/Sukkulente Juli – Palme August – Oncidium September – Zamioculcas Oktober – Rhipsalis November – Cyclamen Dezember – Azalea


14

E U RO PÄ I S C H E R B LU M E N M A R K T Im Januar-Magazin haben wir den deutschen Blumenmarkt beleuchtet und als Fazit festgestellt, dass die Nachfrage hierzulande stark witterungsabhängig ist. Das betrifft nicht nur das Geschäft mit den Outdoorpflanzen, sondern ebenso die Schnittblumen. Eine generelle Änderung der Präferenzstruktur der Verbraucher gab es in Deutschland nicht. In diesem Magazin blicken wir nun auf die europaweiten Entwicklungen im grünen Markt. Dr. Marianne Altmann von der Co Concept Marketingberatung hat im Auftrag der IPM Essen entsprechende Zahlen, Daten und Fakten zusammengetragen und ihre Schlüsse daraus gezogen.

Generell kann man sagen, dass der europäische Blumenmarkt auf hohem Niveau verweilt. Die Nachfrage in den konsumintensiven Ländern stabilisiert sich. In den EU-Ländern mit geringem Nachfragevolumen und auch außerhalb der EU wachsen neue Märkte zwar langsam, aber stetig. Die wichtigsten Blumen- und Pflanzenmärkte in Europa sind neben Deutschland als Spitzenreiter mit einem Marktvolumen in Höhe von 8,3 Milliarden Euro der britische Markt mit 4,5 Milliarden Euro, der französische mit 3,3 Milliarden Euro und der italienische mit 2,2 Milliarden Euro. In Bezug auf den Pro-Kopf-Verbrauch zeigt sich ein anderes Ranking: Hier stehen Dänemark und Norwegen mit 156,00 Euro an der Spitze, gefolgt von Deutschland mit 102,00 Euro, Österreich mit 96,00 Euro und den Niederlanden mit 90 Euro. Außerhalb Europas stehen übrigens die USA mit einem Marktvolumen von 23 Milliarden Euro an der Weltspitze bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 74,00 Euro. U NTE R S C H I E D E I N E U RO PA Die Entwicklungen im Blumen- und Pflanzenabsatz sind in den einzelnen EU-Ländern sehr unterschiedlich: z Die nordeuropäischen Länder zeigen sich stabil. z Bedingt durch die Wirtschaftskrise fallen die Verbrauchsvolumina in den stark betroffenen Ländern, beispielsweise in Griechenland, Spanien und Portugal. z In den osteuropäischen Mitgliedsstaaten entwickeln die Märkte sich wieder positiv mit steigender Nachfrage. Dabei sind die Produktbereiche in ihrer Entwicklung – ebenso wie in Deutschland – gegenläufig. Der Schnittblumenverbrauch ist, auch unabhängig von der ökonomischen Situation, in vielen Ländern tendenziell fallend, während der Topfpflanzenabsatz tendenziell leichte Zuwächse verzeichnen kann. Dieser Trend ist durch geändertes Verbraucherverhalten zu erklären.

Der moderne Blumen- und Pflanzenhandel ist heute ohne computergestützte Kulturführung, klimatisierte Riesen-LKWs und anregende Produktpräsentation kaum denkbar.

FOTOS

stabil POSITIVE SIGNALE Der Topfpflanzenmarkt zeigte sich mit kontinuierlichen Zuwachsraten in der Vergangenheit weitaus stabiler als der Schnittblumenmarkt. Der innereuropäische Handel mit Zimmerpflanzen hat jedoch im 1. Halbjahr 2011 noch nicht das Vorjahresniveau erreicht (rund zehn Prozent minus). Ein anderes Bild spiegelt die niederländische Exportstatistik wider. Von Januar bis August 2011 sind die Topfpflanzenexporte auf 1,45 Milliarden Euro und damit um drei Prozent zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Die Steigerung wurde zur Hälfte in den Binnenmarktländern realisiert. Hier wurde der britische Markt wieder verstärkt beliefert (plus 14 Prozent), auch Skandinavien mit plus 20 Prozent, während beispielsweise die Lieferungen nach Italien abnahmen (minus sieben Prozent). Die andere Hälfte des niederländischen Exportwachstums entfällt auf Drittstaaten wie den russischen Markt (plus 20 Prozent). Das heißt, dass die Niederlande ihre Marktstellung als Topfpflanzenexporteur weiter festigen. Expertenmeinungen bestätigen die positive Entwicklung auf dem russischen Markt. Diese habe es schon in den vergangenen Jahren gegeben. Sie gehen aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation von keiner stabilen, sondern von einer fluktuierenden Situation aus. Die niederländischen Versteigerungen berichten für das 1. Halbjahr 2011 einen Rückgang der Angebotsmengen bei Grünpflanzen. Insgesamt stiegen die Preise für Grünpflanzen um zwei Cent pro Topf und erreichen einen Durchschnittswert von 1,56 Euro. Nach Jahren des Wachstums ist zum ersten Mal die Angebotsmenge für Phalaenopsis um 20 Prozent zurückgegangen, was die Preise positiv beeinflusst hat.


15

UNEINHEITLICHER SCHNITTBLUMENMARKT Im 1. Halbjahr 2011 zeigte sich die Importaktivität in den einzelnen EU-Ländern sehr unterschiedlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich laut Eurostat die Schnittblumenimporte in Tschechien, der Slowakei und Litauen deutlich erhöht, im Gegensatz zu Irland, Griechenland und Portugal mit stark gefallenen Importvolumina. Dies bestätigt auch die niederländische Exportstatistik: Rückgänge der niederländischen Exporte zeigen sich in den ersten acht Monaten 2011 im Vergleich zu 2010 in die EU-Länder Portugal mit minus 26 Prozent, Irland mit minus 12 Prozent, Griechenland mit minus 7 Prozent und Spanien mit minus 6 Prozent. Zum Vergleich: Geringe Einbußen bis Stagnation gab es bei Exporten nach Deutschland mit minus 2,1 Prozent und Zuwächse bei Italien mit plus 0,4 Prozent. In den südeuropäischen Ländern sind es vor allem wirtschaftliche Gründe (vermutlich Liquiditätsprobleme des Handels und gezielte Kosteneinsparungen der institutionellen Nachfrager wie der Verbraucher), die zu einem Rückgang der niederländischen Exportwerte von Schnittblumen führen.

Im Gegensatz dazu wuchsen bis August 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die niederländischen Exportwerte in osteuropäische EU-Länder: Slowakei plus 48 Prozent, Litauen plus 42 Prozent und Lettland plus 27 Prozent. Ebenfalls stark stieg der Exportwert nach Russland mit plus 32 Prozent. Der nordeuropäische Schnittblumenmarkt zeigt sich stabil beziehungsweise weiter wachsend. In den ersten acht Monaten des Jahres 2011 stieg der niederländische Exportwert nach Skandinavien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent an. Insgesamt entwickelt sich der Schnittblumenmarkt vor allem in den osteuropäischen Ländern weiter, und die Nachfrage steigt, wenn auch mit geringerem Nachfragevolumen als auf dem nordeuropäischen Markt. Der durch die Wirtschaftskrise erlittene Dämpfer 2009/2010 scheint überwunden. Beispielsweise steigerte Litauen im 1. Halbjahr 2011 (Januar bis Juli) seine Importe um 70 Prozent im Vergleichszeitraum zu 2009, die Slowakei um 40 Prozent und Tschechien um 25 Prozent. Mit steigendem Aufschwung in diesen Ländern erhöht sich auch der Anteil des Eigenbedarfs der Verbraucher an Blumen und Pflanzen. Einer neueren Studie zufolge stiegen die Verbrauchsausgaben für den Eigenbedarf in Polen in der 1. Hälfte 2011, verglichen mit 2009, um fünf Prozent auf 31 Prozent. Im Vergleich dazu liegen die Käufe zum Eigenbedarf in Deutschland bei über der Hälfte der Gesamtausgaben. Für Polen wurde für 2011 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 3,9 Prozent prognostiziert.

bis durchwachsen


16

Am Dienstag g. ist Valentinsta

A M D I E N STAG I ST VA L E NTI N STAG Setzen Sie jetzt in der heißen Phase vor dem Verkaufsschwerpunkt den »Störer« im Querformat mit dem konkreten Hinweis auf den »Tag der Verliebten« in Ihrem Fachgeschäft ein! Damit garantiert kein Kunde vergisst, ohne Blumenstrauß oder aufgegebenen Fleurop-Auftrag für die Liebste oder den Liebsten Ihr Geschäft zu verlassen. Viel Erfolg!

VA L E NTI N STAG S STR AU S S 2012 Der zauberhafte Strauß »Von Herzen« wird der Valentinstagsstrauß auf www.fleurop.de. Es ist davon auszugehen, dass der Strauß vielfach von den Online-Kunden bestellt wird. Bitte schauen Sie sich deshalb die zu verarbeitenden Werkstoffe an, und stellen Sie sich sicherheitshalber darauf ein (siehe Magazin-Beileger).

MEDIENPRÄSENZ Z U M VA L E NTI N STAG Zum diesjährigen Valentinstag wird Fleurop wieder kräftig die Werbetrommel rühren. Vor allem in der letzten, entscheidenden Woche vor dem 14. Februar wird die Marke in allen Medien präsent sein. Zur Ergänzung der Aktivitäten am Partner-POS werden neue, abverkaufsorientierte TV-Spots geschaltet, auf Großflächenplakaten werden die Konsumenten an das Ereignis erinnert und im Internet werden von Bannerwerbung bis hin zu Facebook alle Möglichkeiten genutzt, um einen erfolgreichen Valentinstag zu erreichen.

ANNAHMESCHLUSS VA L E NTI N STAG Inland: Der Valentinstag fällt 2012 auf einen Dienstag. Die Vermittlung von Aufträgen zum 14.2. ist daher am selben Tag bis 15.00 Uhr möglich. Ab 0.00 Uhr desselben Tages wird, wie gewohnt, der Expresszuschlag fällig. Aufträge über den zentralen Auftragsservice müssen bis spätestens 14.00 Uhr vermittelt sein. Ausland: Für Aufträge ins Ausland gelten frühzeitigere Termine und Preise laut Hauptumsatztagen (siehe Merkurverzeichnis). Für Europa ist am 14.02. um 13.00 Uhr Schluss, in Richtung USA geht es noch bis 15.00 Uhr. Wegen der Zeitverschiebung sind Valentinstagsgrüße nach Fernost nur bis zum 13.02. um 18.00 Uhr garantiert.

ORDERTRACKING NICHT VERGESSEN Bitte achten Sie bei Aufträgen ins Inund Ausland auf vollständige Lieferanschriften inklusive Rufnummern des Empfängers, und denken Sie an das Ordertracking – markieren Sie bitte jeden Auftrag gleich nach der Lieferung. Das informiert den Vermittler, schafft Übersicht über die offenen Aufträge und reduziert Nachfragen. Danke! JETZT NOCH Z U S AT Z A R T I K E L B E ST E L L E N ! Sie haben ein ++-Kennzeichen in Merkur? Dann können Sie kurzfristig zum Valentinstag Aufträge mit Zusatzartikeln wie Schlumberger, Lindt, Vasen, Teddy oder Motivkarte erhalten. Denken Sie bitte daran, Ihre Bestände zu prüfen und jetzt noch zu bestellen. Sollten Sie über die Fleurop-Zusatzartikel verfügen, aber noch kein ++-Kennzeichen in Merkur haben, melden Sie sich bitte noch vor dem Valentinstag beim Team Partnerservice in der Fleurop-Zentrale. Tel.: 030/713 71-171


17

KURZ UND WICHTIG

FLP VORÜBERGEHEND KONSOLI DI ERT Wie schon im Fleurop-Magazin berichtet, steht das Flower-Label-Programm (FLP) vor Schwierigkeiten. Der in Köln ansässige Verein teilte aber nun mit, dass das FLP-Büro wieder erreichbar ist. Durch die geringeren Betriebskosten hätte sich auch wieder eine stabile finanzielle Situation eingestellt, heißt es in einer Anfang Januar verbreiteten Pressemitteilung. Allerdings sind die bisher das Programm mit tragenden Nichtregierungsorganisationen wie »Brot für die Welt« oder »terre des hommes« sowie die IG BAU mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 ausgetreten. Man ist bei FLP e.V. aber zuversichtlich, dass diese Institutionen nach Abschluss einer grundsätzlichen Neuorientierung das Label wieder mittragen werden. Auf der Vollversammlung des Vereins am 1. November 2011 war zudem beschlossen worden, die Zertifizierungen auf dem Stand von 1.11. 2011 bis zum 30.6. 2012 einzufrieren, da gegenwärtig die administrativen Möglichkeiten für Farmkontrollen nicht gegeben sind. Sorgfältig geprüft würde auch eine Angliederung an TransFair, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Der Wunsch nach Prüfung dieser Option geht vor allem auf die Nichtregierungsorganisationen und die IG BAU zurück.

N EU ER FLEU ROP-LEITFADEN ZUM DOWNLOAD Seit Anfang des Jahres ist das Verzeichnisbuch nicht mehr gültig. Alle relevanten Partnerinformationen finden Sie ganz einfach im MerkurPortal. Sollten Sie eine wichtige Frage rund um den FleuropAuftrag haben, hilft Ihnen jetzt der neue Fleurop-Leitfaden weiter! Das Dokument steht ebenfalls im MerkurPortal zum Download bereit. A M 8 . M Ä RZ I ST F R AU E NTAG Der 8. März ist traditionell der Internationale Frauentag. Damit Sie den wichtigen Blumengeschenkanlass rechtzeitig – am besten direkt nach dem Valentinstag – bewerben können, haben Sie bereits Werbematerialien für den POS vorliegen. Die Plakate in DIN A1 und DIN A3 wurden ohne direkten Hinweis auf den Frauentag gestaltet, so dass sie auch nach dem 8. März ihre Gültigkeit behalten. PREISVERGLEICH LOHNT SICH Das Sortiment »Floristikbedarf« im FloristShop wird in 2012 weiter ausgebaut. Ein Preisvergleich lohnt bei jedem der zahlreichen Markenartikel. Es empfiehlt sich daher, regelmäßig einen Blick ins MerkurPortal zu werfen, um sich über die neuesten Angebote auf dem Laufenden zu halten. Bestellungen, die bis 15 Uhr in der

Fleurop-Zentrale eingehen, werden noch am selben Tag per DHL versendet. Das Pauschalporto beträgt 3,95 Euro. KOMMEN SI E ZU R R E G I O N A LV E R S A M M L U N G ! Die Regionalversammlungen sind neben der Hauptversammlung die beste Gelegenheit für die FleuropPartner, sich über die aktuellen Geschäftsverläufe und Planungen zu informieren. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte Ihrer persönlichen Einladung. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. 23.02.2012 Region Berlin-Brandenburg-Altmark 2 7. 0 2 . 2 0 1 2 Region Hannover-Bielefeld 2 7. 0 2 . 2 0 1 2 Region Chemnitz-Dresden 28.02.2012 Region Bremen-Osnabrück 28.02.2012 Region Regensburg-Passau 29.02.2012 Region Hamburg 29.02.2012 Region München-Augsburg 01.03.2012 Region Schleswig-Holstein 01.03.2012 Region Franken 02.03.2012 Region Mecklenburg-Vorpommern 02.03.2012 Region Erfurt-Leipzig 05.03.2012 Region Karlsruhe-Stuttgart 05.03.2012 Region Nord- und Osthessen 06.03.2012 Region Schwäbische Alb-Bodensee 06.03.2012 Region Niederrhein 0 7. 0 3 . 2 0 1 2 Region Südbaden-Schwarzwald 0 7. 0 3 . 2 0 1 2 Region Köln-Bonn-Koblenz 08.03.2012 Region Eifel-Saar-Pfalz 08.03.2012 Region Ruhrgebiet-Sauerland 09.03.2012 Region Rhein-Main


18

ANZEIGEN

FÜR BRAUNSCHWEIG Beim Klinikum und im Zentrum.

5891

Wir beliefern

Tel. 492 05

zuverlässig ganz Nürnberg

Blumen-Unger KG

Alle Postleitzahlen

Inh. Jörg Badermann

Schmuckbänder Kranzbänder Trendline Gutes muß nicht teuer sein!

Fleurop Nr. 24350

Testen Sie

Fleurop-Feelings im Probeabo.

fe e ling s FRÜHLIN G S E R WA C HEN VA L E N T I N S TA G H E I M AT S ACHSEN

Kundenbindung zum Nulltarif!

Info: www.claus-lackner.de

+

3 x 25 Kundenzeitschriften bestellen unter:

Tel. 02935 / 95 28 08 Fax 02935 / 95 29 59

merkurportal.fleurop.de/fleurop-intern die blume

MICH AEL HENG STERM ANN SCHW ALBA CHER STR. 99 65183 WIES BADE N TEL 0611 / 406 05 72


19

anlässe zum

blumenschenken AKTIONSPLANUNG 2012 Mal ganz ehrlich: Ist Ihre Jahresplanung für 2012 schon komplett? Wenn ja, dann können Sie unsere »Anlässe zum Blumenschenken« nutzen, um noch einmal zu überprüfen, ob Sie an alles gedacht haben. Wenn nein, dann verstehen Sie die unten stehende Liste als »roten Faden« für Ihre individuellen Verkaufs- und Deko-Aktionen in diesem Jahr. Generell liegen die Verkaufsschwerpunkte 2012 günstig für den Blumenfachhandel. Der Valentinstag beispielsweise fällt auf einen verkaufsfreundlichen Dienstag, der Internationale Frauentag auf einen ebenso attraktiven Donnerstag. Mutter- und Vatertag folgen mit dem 13. Mai (Muttertag) und dem 17. Mai (Vatertag) dicht aufeinan-

der. Das wäre doch mal ein guter Grund für eine »Gemeinschaftswerbung« für »Mamas und Papas«. Die sechs Dekofeste Ostern (7./8. April), Pfingsten (26./27. Mai), Erntedank (7.Oktober), Halloween (31. Oktober) sowie Advent und Weihnachten (Dezember) verteilen sich schön gleichmäßig auf das Jahr – lediglich im Sommer gähnen quasi einige geschenk- und festtagsfreie Wochen. Vielleicht bewerben Sie den Sommeranfang (21. Juni) und den Internationalen Freundschaftstag (5. August) und stellen diese beiden Geschenktage in den Mittelpunkt einer speziellen Aktion. Übrigens: Die Blume der Freundschaft ist die Gerbera, die es in vielen trendigen Rosa-, Pink- und Violett-Tönen gibt. Bitte beachten Sie: Der Februar 2012 hat 29 Tage. Freitag, den 13. gibt es 2012 im Januar, April und Juli. Auch das sind Möglichkeiten, den Umsatz anzukurbeln. Eine Aktion »Glückspflanzen« bietet sich an.

Neujahr Heilige Drei Könige

Sonntag, 1. Januar Freitag, 6. Januar

Valentinstag Rosenmontag

Dienstag, 14. Februar Montag, 20. Februar

Herbstanfang Dankeschöntag

Samstag, 22. September Donnerstag, 27. September

Internationaler Frauentag Frühlingsanfang

Donnerstag, 8. März Dienstag, 20. März

Tag der Deutschen Einheit Erntedank Halloween

Mittwoch, 3. Oktober Sonntag, 7. Oktober Mittwoch, 31. Oktober

Gründonnerstag Ostern

Donnerstag, 5. April Sonntag/Montag, 7./8. April

Tag der Arbeit Muttertag Christi Himmelfahrt/Vatertag Pfingsten

Dienstag, 1. Mai Sonntag, 13. Mai Donnerstag, 17. Mai Sonntag/Montag, 26./27. Mai

Allerheiligen Weltmännertag Volkstrauertag Totensonntag 1. Advent

Donnerstag, 1. November Samstag, 3. November Sonntag, 18. November Sonntag, 25. November Sonntag, 2. Dezember

Fronleichnam Sommeranfang

Donnerstag, 7. Juni Donnerstag, 21. Juni

Barbaratag Nikolaustag Weihnachtsstern-Tag Winteranfang Heiligabend Silvester

Dienstag, 4. Dezember Donnerstag, 6. Dezember Mittwoch, 12. Dezember Freitag, 21. Dezember Montag, 24. Dezember Montag, 31. Dezember

Internationaler Freundschaftstag Sonntag, 5. August Mariä Himmelfahrt Mittwoch, 15. August


20

erleben schaufenster SERIE MARKETING TEIL XIV Die Zeiten ändern sich im Einzelhandel, doch es gibt auch Kontinuität. Etwa die Bedeutung des Schaufensters als eines der wichtigsten Marketinginstrumente. Insbesondere für den Blumenfacheinzelhandel ist das Schaufenster von enormer Bedeutung, kommen doch häufig mangels entsprechender Werbeetats anderweitige Marketing-Aktivitäten gar nicht erst zum Zuge. Das Schaufenster war, ist und bleibt also im Fokus – doch hat sich das, was dort wie dargestellt wird, in vielerlei Hinsicht geändert. Spätsommer 2010 in Berlin, die Tage der Hauptversammlung der Fleurop AG, Bummel durch die hauptstädtische Einkaufswelt. Vor dem Schaufenster eines Shops der Marke »Diesel« steht ein Pulk junger Menschen und gestikuliert wild. Auf den ersten Blick zeigt das Schaufenster eine Sperrmüllhalde: Zertrümmerte Regale mit Krempel, zersplitterte TV-Bildschirme, zerschlissen anmutende Kleidung. Auf den zweiten Blick wird klar, dass es sich um ein interaktives Schaufenster handelt. Ein Screen und eine versteckte Kamera nehmen die Bewegungen der Passanten auf, diese können durch Handbewegungen Symbole anticken. Je nachdem, was sie machen, wird im Schaufenster eine Aktion durchgeführt (Wind bläst, es blitzt usw.). Mit anderen Worten: Es passiert etwas, Interaktivität wird ausgelöst, das Schaufenster ist ein Spiegelkabinett, eine Theaterbühne, die Menschen davor sind die Hauptdarsteller und zugleich das Publikum, das etwas erlebt. Das Ergebnis ist, dass sich der Menschenpulk vor dem Schaufenster kaum auflöst, jede gestikulierende Gruppe zieht eine andere an. Ohne zu wissen, wie sich diese Schaufenster-Erlebniswelt auf den direkten Umsatz ausgewirkt hat, darf man sagen: Das ist zeitgemäßes visuelles Marketing, zielgruppengenau ausgerichtet auf die jungen Verbraucher der Marke »Diesel«. SCHAUFENSTER ALS SPIEGELKABINETT Das Beispiel ist nicht nur ein Hinweis auf die vielen neuen technischen Möglichkeiten der Schaufensterpräsentationen, sondern verweist auch auf eine Grundregel. Die Schaufenstergestaltung ist der Imagebildung zuzurechnen, sie hat einen höheren Anspruch als das bloße Verkaufen. Es geht um Erlebnis, um Fantasie, Zauber, Einzigartigkeit, Magie. Es geht nicht vordergründig um den Preis. Und es geht keinesfalls darum, alles zu zeigen, was man hat. Und doch ist es genau das, was allzu viele Schaufenster (nicht nur) im Blumeneinzelhandel überlastet – jede Ecke wird voll gestellt. Man blickt in den sprichwörtlichen Wald, den man vor lauter Bäumen nicht sieht. Am Imagegewinn orientierte Schaufenster-Präsentationen haben sich längst davon gelöst. Die Kunst liegt nicht im Zeigen, sondern im

Weglassen. Die Redundanz, die Einfachheit der Darstellung wird zunehmend zum Erfolgsfaktor. Dabei geht es darum, bestimmte Lebensgefühle anzusprechen, Zugehörigkeit zu vermitteln, Identifikation zu stiften. Dies ist unter anderem gemeint, wenn MarketingFachleute darauf beharren, dass am POS »Geschichten« erzählt werden sollten. Schnell erfassbare »Geschichten«, die möglichst zum Verweilen ani-


21

MYTHOS NARZISS In die Kunstgeschichte ist eine Aktion eingegangen, bei dem der spanische Surrealist Salvador Dali die Hauptrolle spielt. Er wurde 1939 von einem New Yorker Kaufhaus gebeten, ein surreales Schaufenster zu entwerfen. Dali thematisierte den Mythos Narziss. Er stellte eine mit Schlamm gefüllte Badewanne ins Schaufenster, und setzte eine Schaufensterpuppe, die blutige Tränen weinte, in den Matsch. Um sie herum drapierte er zahlreiche »Hände«, die Spiegel hielten und in denen sich wiederum auch das Publikum sehen konnte. In gewisser Weise also ein interaktiver Ansatz, wie ihn auch das eingangs geschilderte »Diesel«-Schaufenster in Berlin verfolgte. Den Kaufhaus-Direktoren war das zu viel, sie entfernte die im Schlamm sitzende Puppe. Daraufhin stürmte Dali das Geschäft, zertrümmerte die Reste seiner Gestaltung und bei der Gelegenheit auch gleich das Schaufenster. Was zu seiner Verhaftung führte – und ihn in den USA erstmals in die Schlagzeilen brachte.

mieren – darin liegt die Kunst. Vor allem auch deshalb, weil der zeitliche Rahmen dies vorgibt. Untersuchungen zeigen, dass der Einzelhändler nur rund drei Sekunden Zeit hat, um durch eine Schaufenster-Präsentation beim Passanten das Interesse zu wecken. Allerdings wird bei einer Verweildauer von neun Sekunden die Wahrscheinlichkeit, dass der Passant auch das Geschäft betritt, schon signifikant erhöht. Das Schaufenster muss also nicht nur »Geschichten« erzählen, es muss sie auch schnell erzählen. 3 000 WERB EBOTSCHAFTEN TÄGLICH Hinzu kommt, dass die Konsumenten heute in einer permanenten Situation der Übersättigung stehen. Täglich wird in Deutschland für

mehr als 50 000 Marken geworben. Otto Normalverbraucher wird Tag für Tag mit etwa 3 000 Werbebotschaften angesprochen. Das kann kein Mensch erfassen – das führt aber natürlich unbewusst zu einer sinkenden Produktloyalität. Die Märkte sind gesättigt – da macht der Blumenmarkt keine Ausnahme. Die Austauschbarkeit von Produkten nimmt immer mehr zu – sich als Fachgeschäft zu positionieren wird also nicht einfacher. In diesem Umfeld wächst die Bedeutung der Schaufensterpräsentation. Sie muss die Passanten emotional packen, sie muss Spannung erzeugen, Ereignisse darstellen. Sie kann lustig oder ernst, plastisch oder subtil sein – immer muss sie die Fantasie beflügeln und unterhalten. Schließlich ist heute durch viele Untersuchungen gesichert, dass über 70 Prozent aller Kaufentscheidungen unbewusst und emotional fallen. Und mehr als die Hälfte aller Kaufentscheidungen wird unmittelbar von Maßnahmen am POS beeinflusst. Diese Fakten beweisen auch, dass Sie als Blumenfacheinzelhändler durch Ihr Schaufenster mehr selbst in der Hand haben, als Sie vielleicht glauben. Und doch ist die Realität eine andere, ist das Verhältnis der FloristenBranche zu ihren Schaufenstern häufig durch den Tunnelblick geleitet. Wer sich umhört, wird feststellen: In der Regel wird vier (manchmal fünf) Mal jährlich, jeweils zum Saisonwechsel, Hand angelegt. Wenn Frühling ist, wird Frühling gezeigt. Häufig mit dem Argument, dass »die Kunden das erwarten«. Aber erwarten die Kunden das wirklich? Oder sehnen sich die Kunden nicht genauso stark nach dem Unerwarteten, nach Originalität? Schließlich kann man auch Frühlingsgeschichten jenseits langweiliger Klischees erfinden und erzählen. Und in diesem Aspekt liegt das eigentlich Surreale im Umgang der Floristen-Branche mit ihrem wichtigsten Marketing-Instrument, dem Schaufenster. Es gibt wohl keine andere Branche, in der so viele ausgebildete Gestalter (Geschichtenerzähler) arbeiten, die eigentlich ein ausgeprägtes Faible für ihre Schaufenster-Präsentationen haben müssten. Es gibt auch keine Branche, die mit so vielfältigen und positiv angesehenen Produkten handelt. Und doch werden die Chancen, die darin liegen, noch lange nicht konsequent genutzt.

Die Montage verweist beispielhaft darauf, dass man ein Schaufenster in Teile zerlegen kann, wenn man eigene Geschichten erzählt. In diesem Fall ist die Gestaltung so angelegt, dass die Betrachter weit in das Geschäft hinein schauen können. Wichtig ist dann eine Beleuchtung, die zugleich alles klar erkennen lässt und doch warm wirkt. Das Foto zeigt die Schaufensterdekoration von Fleurop-Partner Hornstein & Hoffmann in Darmstadt direkt nach dem Weihnachtsfest.

FOTO


22

präsentation ist

kunst

SERIE MARKETING TEIL XV Viele Grundsätze, die eine gelungene Schaufenster-Präsentation ausmachen, haben auch im Verkaufsraum (POS) ihre Gültigkeit. Das Warenangebot darf nicht überfrachtet wirken, einzelne Warengruppen sollten durch Akzentuierung getrennt wahrgenommen werden und eigene »Geschichten« erzählen, der Verkaufsraum sollte auf einen Blick erkennbar und möglichst auch begehbar sein. Eine massive Thekenlandschaft, die das »Territorium« des Personals von dem der Kunden trennt, wirkt heute abschreckend – Betreten verboten! Noch wichtiger als in der Vergangenheit ist das Thema Beleuchtung, bei der der Innovationsschub seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

Bedarfsdeckung ist heute nur noch in seltenen Fällen das primäre Kaufmotiv. Shoppen ist längst Teil der Freizeitgestaltung, Entertainment und Inszenierung werden von den Konsumenten nicht nur gewünscht, sie werden erwartet! Untersuchungen zu dem boomenden Segment der Städte-Kurzreisen zeigen, dass Shoppen als Reiseanlass vor allen anderen Aktivitäten die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen bleibt. Die Ladengestaltung muss die Erlebniserwartungen aufnehmen und dabei Grundregeln beachten. SICHTZONE AM VERKAUFSTRÄCHTIGSTEN Eine dieser bewährten und gültigen Regeln nennt sich Arena-Prinzip. Danach werden die Waren vorne flach und nach hinten hoch präsentiert. Diese Präsentationsform ist weitgehend bekannt – und wird doch oft nicht eingehalten. Daher an dieser Stelle noch einmal die Definitionen. Ganz im vorderen Bereich liegt die sogenannte Bückzone (bis 80 cm hoch), die sich insbesondere für Massenartikel eignet. Aber Achtung, die Waren sollten nicht direkt auf den Fußboden gestellt werden. Schon gar nicht, was heute noch häufig der Fall ist, vorgefertigte Sträuße. Es folgen die Ebenen Griffzone (80 bis 120 cm) und die Sichtzone (120 bis 170 cm), die von allen Ebenen die verkaufsträchtigste ist. Über der Sichtzone liegt die Reckzone (170 bis 220 cm). Dort gilt es, Signalartikel zu platzieren, die von weitem sichtbar für die komplette Warengruppe des jeweiligen Präsentationsbereiches stehen. Darüber liegt nur noch die Infozone, die ohne direkte Warenpräsentation auskommen muss. Wesentlich ist, dass die Konsumenten eine Massierung der Waren als Signal für »preiswert« werten. Ein verschwenderischer Umgang mit Platz unterstreicht hingegen die Exklusivität. Bewährt hat sich auch, etwa bei fertigen Sträußen, drei Größenordnungen zu präsen-

tieren. Die Konsumenten neigen dann dazu, zumindest die mittlere und nicht die kleine Lösung zu wählen. Zum Allgemeinwissen der Ladengestaltung gehört ebenfalls, dass klug eingesetzte Raumteiler und Trennwände bestens dazu geeignet sind, Deko-Inseln zu akzentuieren ohne sie zu isolieren. Dies ermöglicht es dann, unterschiedliche »Bühnenbilder« zu entwerfen und zugleich den Eindruck eines einzigen »Theaters« beizubehalten. Neben solch bewährter Präsentationstechnik werden seit jüngerer Zeit bei Vorreitern des Facheinzelhandels verstärkt Animationselemente eingesetzt, bei denen Technik eine gewisse Rolle spielt. So schafft dezentesVogelgezwitscher (Beschallungsanlage) eine als angenehm empfundene Atmosphäre, eine Beduftung der Räume kann den Grad der Inszenierung ebenfalls erhöhen. Häufiger sieht man


23

LOKALE GESCHICHTEN Ob im Schaufenster oder im Verkaufsraum – es gilt, die Verbraucher emotional auf der Erlebnisschiene anzusprechen. Dies lässt sich am wirkungsvollsten erreichen, indem man in den einzelnen Dekobereichen wie ein Regisseur im Theater Ereignisse thematisiert oder wie ein Maler in seinen Bildern »Geschichten« erzählt. Die Herkunft solcher »Geschichten« ist dabei grundsätzlich offen, nur sollten sie möglichst einen aktuellen Anlass haben, in der Luft liegen. Solch ein »internationales« Thema ist beispielsweise die Fußball-EM in diesem Jahr. Es kann aber genauso gut – oder sogar noch besser – das Jubiläum des örtlichen Fußballvereins sein. Je näher die »Geschichten« am unmittelbaren (Er)-Leben Ihrer Kunden hängen, umso wirkungsvoller. Das lokale Fußball-Jubiläum ist also nur beispielhaft gewählt – es können alle erdenklichen Ereignisse und Themen aus dem lokalen Umfeld sein. Wenn sich Ihre Kunden mit Ihren »Geschichten« identifizieren können (und sei es »nur« durch räumliche Nähe), dann haben Sie ihre Sympathie (und einen Teil ihres Geldbeutels) gewonnen. Daher sollte es eine ständige unternehmerische Herausforderung sein, die vorhersehbaren lokalen Ereignisse im Jahreslauf auf das Thema »Geschichten erzählen« abzuklopfen.

Kleine »Geschichten« – einfach, aber sofort erkennbar. Mit den ersten Frühlingsblühern und dem Ganzjahresprodukt Kerzen wurde gleich nach Weihnachten auf die Frühlingssehnsucht der Verbraucher eingegangen. Der Schornsteinfeger vor dem Schlumberger-Sekt gibt seine »Botschaft« ebenfalls sofort zu erkennen.

FOTOS

flexibler Einsatz möglich, der etwa auf bestimmte Verkaufsaktionen oder auch Jahreszeiten eingehen kann. Je nach der gewünschten Rauminszenierung kann die Beleuchtung somit anregend oder entspannend wirken. Allerdings weisen Beleuchtungsspezialisten darauf hin, dass sich die Technik noch in einer Übergangsphase befindet. Mit organischen LED (OLED) kündigt sich bereits die nächste technische Innovation an. Durch die geringe Wärmestrahlung können diese Systeme problemlos in Oberflächenstrukturen eingebaut werden und erfordern auch keinen zusätzlichen Klimatisierungsaufwand. Intensiv geforscht wird auch bei der Entwicklung transparenter OLED-Platten. Sie sollen tagsüber wie normale Fenster funktionieren und am Abend zu Lichtquellen werden, die natürliches Licht imitieren oder eine außergewöhnliche Innenbeleuchtung bieten. Das ist Zukunftsmusik – aber diese Zukunft ist nicht allzu weit entfernt. Für die Gegenwart nicht unwichtig ist, dass LED-Lösungen in der Regel zwar höhere Anschaffungskosten als konventionelle Systeme haben, aber bis zu 90 Prozent Energieersparnis winken kann. Die Senkung von Betriebskosten ist dabei eine Sache. Eine andere Sache ist unter dem Stichwort Nachhaltigkeit ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen – dies wird von den Konsumenten jetzt schon gewünscht und sollte heutzutage selbstverständlich sein.

mittlerweile Flachbildschirme (Digital Signage), über die in Endlosschleifen Filmsequenzen gezeigt werden. Allerdings muss man bei all diesen Möglichkeiten immer beachten, dass sie auch langfristig angelegt sind. Wer sich für Digital Signage entscheidet, der muss auf entsprechend vielseitiges Filmmaterial zurückgreifen können – sonst wirkt das ganze für Stammkunden schnell langweilig. NEUE LICHTTECHNIK Einen großen Sprung nach vorne hat das Thema Beleuchtung unter dem Stichwort LEDs gemacht. In Leistung und Lichtqualität kommen LED-Leuchtsysteme der Lichtqualität herkömmlicher Lichtquellen durchaus nahe. Durch digitale Steuerungssysteme ist ein sehr

S H O P P E N I ST T E I L D E R F R E I Z E I TG E STA LT U N G , L A D E N G E STA LT U N G M U S S DA H E R E R L E B N I S E R WA RT U N G E N AU F N E H M E N


24

floristik

erleben SERIE MARKETING TEIL XVI Zugegeben – es ist etwas gewagt, diesen Beitrag als Teil unserer Marketing-Serie zu veröffentlichen. Geht es doch eigentlich um eine humanitäre Initiative, um floristische Gestaltung, um die Großveranstaltung »Flowers in Concert«, die Steffen Teuscher am 11. Dezember in der Jugendstilfesthalle in Landau auf die Bühne brachte. Doch berührt diese Veranstaltung einen Marketing-Aspekt der Floristen-Branche, der zukünftig immer wichtiger werden dürfte – Floristik erlebbar zu machen. »Flowers in Concert« hat außerdem einen Pilotcharakter, da Floristik auf höchstem Niveau zelebriert wurde, in dem edlen Ambiente einer Festspielhalle, durch Musik und Gesang Genre übergreifend präsentiert, mit vielen einzelnen »Geschichten«, die doch ein Gesamtbild ergaben.

Auslöser für »Flowers in Concert« war die japanische Naturkatastrophe im März 2011. Dieses im Rückblick als historisch zu bewertende Ereignis brachte Steffen Teuscher und seine Frau Diana Stietz-Teuscher auf die Idee, durch eine Charity-Veranstaltung Spendengelder für die DRK-Japanhilfe zu sammeln. »Von dem Tag an bis zum 11. Dezember haben wir jeden Tag an dem Projekt gearbeitet«, erinnert sich Steffen Teuscher an die Mammutaufgabe. Die, das sei vorweg genommen, erfolgreich war – mehr als 20 000 Euro wurden eingespielt, mit 900 Zuschauern war die Festspielhalle quasi ausverkauft. Möglich war dies nur, weil alle 21 teilnehmenden Floristinnen und Floristen nicht nur auf ein Honorar verzichteten, sondern sogar die Kosten für Ware und die Anreise selbst übernahmen. »Diese Solidarität in der Branche zählt zu den schönsten Erfahrungen, die ich durch dieses Projekt gemacht habe«, hebt Steffen Teuscher hervor. Auch der beteiligte Chor und das Orchester traten ohne Honorar auf. Trotz dieser Voraussetzungen mussten natürlich Sponsoren gefun-


25

F O T O S Die Moderatoren mit den japanischen Gästen (ganz unten). Ein Werkstück von Emiko Tsukuda (links) sowie die Gestalterin bei der Kreation einer Arbeit zum Thema »Land des Lächelns« (Mitte). Klaus Wagener erläutert auf der Bühne sein Werkstück.

den werden. Das war nicht einfach, denn es gab ja keine Referenzen, kein Vorbild. »Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten, fanden dann aber doch zahlreiche offene Ohren«, erklärt Steffen Teuscher. Zu den Hauptsponsoren von »Flowers in Concert« zählten schließlich Blooms, die FleuroMetz Gruppe, die Bedarfsartikelhändler Trautz und Kwoka, Smithers-Oasis, Florissima und ebenfalls die Fleurop AG. Zur fiskalischen Abwicklung des Charity-Events wurde übrigens ein Verein gegründet, der offiziell als Veranstalter auftrat. Die inhaltliche Gestaltung des Abends lag bei dem engeren Team um Steffen Teuscher. Die beteiligten Floristen arbeiteten am 11. Dezember nach Themen, die im direkten Zusammenhang mit der Naturkatastrophe, mit Japan oder mit dem Verhältnis Europa-Japan standen. Themenbereiche (also »Geschichten«, die erzählt wurden) waren beispielsweise »Naturgewalten«, der Begriff »Wehrlos«, »Rot« (als Farbe für Glück und Hoffnung in Japan und für Liebe und Leidenschaft in Europa), »Kiefer« (als japanischer Symbolbaum für

Glück und Kraft) und »Land des Lächelns«. Das letztgenannte Thema wurde von den drei japanischen Floral-Designerinnen erarbeitet und war für Steffen Teuscher und viele Besucher »der vielleicht bewegendste Moment des Abends«. Bewegende, emotionale Momente, etwas fühlen, etwas »erleben« – das war es, was die Veranstaltung im Kern ausmachte. »Nicht zuletzt durch die Kombination von Floristik und Musik wurden viele unterschiedliche Emotionen ausgelöst. Manchmal herrschte tieftraurige Stimmung, dann wurde es wieder heiter, fröhlich«, resümiert Steffen Teuscher, der zugleich Organisator, inhaltlicher Kopf, Bühnengestalter, Regisseur, Moderator und vieles mehr war. Und der gelernt hat, dass diese Masse an Aufgaben kaum zu bewältigen ist: »Bei der Generalprobe bin ich an meine Grenzen gestoßen«. Der freischaffende Floristmeister schätzt, dass rund 40 Prozent des Publikums aus Laien ohne direkte Beziehung zu Floristik oder Musik bestand. Stellt sich die Frage: Warum besucht Otto Normalver-


26

braucher solch eine Veranstaltung, hat Floristik so viel (ungeahnte) Anziehungskraft? »Ich glaube, ja«, antwortet Steffen Teuscher. »Es scheint mir nur sehr wichtig zu sein, dass solche Erlebnisveranstaltungen auf hohem Niveau stattfinden. Es muss wie eine Theatervorführung sein. Spannend, dramaturgisch vielfältig inszeniert, die Bühnenbilder sind nicht unwichtig, ein ansprechendes Programmheft sollte wie bei einer Theater-Uraufführung die Wertigkeit dokumentieren.« Und, so die Anschlussfrage: Was bleibt beim Publikum hängen? »Es war schon auffällig, wie viele Zuschauer allein mir gegenüber geäußert haben, dass sie nun Floristik mit anderen Augen sehen«, freut sich Steffen Teuscher. Der allerdings betont, dass es ihm nicht vordergründig um eine Floristik-Veranstaltung ging. »Unsere eigentliche Motivation war die

karitative Hilfe für ein Land, mit dem wir freundschaftlich verbunden sind. Was bei ‘Flowers in Concert’ vermittelt wurde, war ehrliches Gefühl, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Gemeinsamkeit.« Steffen Teuscher sieht sich durch seine Erfahrung allerdings bestätigt, dass in der Erlebbarkeit von Floristik eine der großen Herausforderungen (und Chancen) für die Zukunft der Branche liegt. Dabei müssen es nicht immer Großveranstaltungen wie »Flowers in Concert« sein. Auch sehr viel kleinere Rahmen kommen in Frage – ja, selbst ein Blumenfachgeschäft kann als Bühne gelten. »Wichtig ist vor allem, dass die Wertigkeit unserer Arbeit betont wird. Es geht darum, Emotionen zu wecken, den Menschen Erlebnis zu vermitteln, es geht um Ehrfurcht vor der Blüte, um Respekt gegenüber meisterlich gestalteter Floristik.«


27

Das hohe Niveau des Abends brachte es übrigens mit sich, dass die redaktionellen Vorankündigungen im Kulturteil und nicht in der Veranstaltungsrubrik der örtlichen Presse veröffentlicht wurden. Wobei die programmatische Kombination von Musik und Floristik dafür sicher den Ausschlag gab. Ein weiterer Hinweis darauf, dass solche Veranstaltungen »funktionieren«, ist in derTatsache begründet, dass die Verantwortlichen der Jugendstilfesthalle von Landau Ausschnitte des Abends in ihre Akquisitions-Präsentation einbauen werden. Auch das ist dann Marketing – zum Wohl der gesamten FloristenBranche.

(von links oben im Uhrzeigersinn): Top-Floristik von Andreas Geissmann (Wehrlos), Jasmin Center (Rot), Anja Thiele (Weiß), Petra Konrad (Kiefer – Glück und Kraft), Björn Kroner (Rot) und Marion Baumann (Wehrlos). Konzentriert bei der Bühnenpräsentation: Die japanische Floral-Gestalterin Chie Ishiguro (oben).

FOTOS

DIE KÜNSTLER Das Programm von »Flowers in Concert« wurde auf die Bühne gebracht von dem Gospelchor »Good News Landau«, dem Genuit Quartett der Musikhochschule Karlsruhe sowie (in Reihenfolge ihrer Nennung im Programmheft) den FloralGestaltern Britta Ohlrogge, Daniel Santamaria, Sandra Möller, Felix Geiling-Rasmus, Anja Thiele, Manuela Ostertag, Michael Frings, Andreas Geissmann, Raphaela Heine, Marion Baumann, Jasmin Center, Brigitte Heinrichs, Marion Schmid, Laurence Hanauer, Thomas Gröhbühl, Klaus Wagener, Petra Konrad, Björn Kroner, Shinobu Awara-Assmann, Chie Ishiguro und Emiko Tsukuda. Die Moderation des Abends lag in den Händen von Britta Schäfer und Steffen Teuscher.


28

frühling in rose köln in berlin

Wer anlässlich des 100-jährigen FleuropJubiläums in Berlin 2008 die Deutsche Meisterschaft der Floristen besucht hat, der wird sich von der Öffentlichkeitswirksamkeit von Top-Floristik überzeugt haben. Viele tausend Passanten zeigten sich damals in den Potsdamer Platz Arkaden beigeistert von den dort gearbeiteten und präsentierten Wettbewerbsarbeiten. Floristik live erleben (beachten Sie dazu bitte die Seiten 24-27) – das kann das Publikum auch am 17. und 18. August anlässlich der Deutschen Meisterschaft der Floristen in den Einkaufsarkaden am – bei Touristen und Berlinern – beliebten Potsdamer Platz. Das floristische Top-Ereignis des Jahres 2012 wird erstmals in Kooperation des FDF-Bundesverbandes und der Fleurop AG durchgeführt. Nachfolgend schon ein erster Blick auf das Ereignis in Berlin – und nach Köln, wo der traditionelle Frühlingswettbewerb die Branche lockt.

Während man sich auf Landesebene über die »Silbernen Rosen« für die Deutsche Meisterschaft der Floristen qualifizieren muss, reicht für die Teilnahme am »Kölner Frühling« eine abgeschlossene Berufsausbildung zur Floristin/zum Floristen. Schon aus diesem Grund verfolgen beide Veranstaltungen unterschiedliche Zielrichtungen. In Köln will man interessierten Gestaltern eine »Bühne« ohne die Hürden eines Bundeswettbewerbes bieten. Insbesondere für den Nachwuchs ist der Wettbewerb also eine gute Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu stellen. In diesem Jahr ist der 3. März Anmeldeschluss für den »Kölner Frühling«, der

am 17. März auf dem Blumengroßmarktgelände der Domstadt durchgeführt wird. Gearbeitet werden müssen eine floristisch gestaltete Handtasche, ein Stehstrauß, ein Brautstrauß sowie ein frühlingshaft dekoriertes Füllhorn. Eine Fachjury bewertet die Werkstücke, der Kölner Blumengroßmarkt beteiligt sich an den Kosten mit EUR 250,00 Startgeld und einer Fahrgelderstattung. Für die ersten fünf Platzierten winken Geldpreise, immerhin EUR 1 000,00 für das oberste Treppchen. Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet und selbst aus dem Ausland werden unter Tel. 0221/976 566-0 entgegen genommen. 17. und 18. August: Deutsche Meisterschaft der Floristen Mit vereinten Kräften des Fachverbandes Deutscher Floristen und der Fleurop AG wird in diesem Jahr erstmals die Deutsche Meisterschaft der Floristen durchgeführt.


29

WETTBEWERBE H ERZLICH WI LLKOMMEN

50 JAHRE 01.02. Margit Kröner, Sontheim

Sechs Fleurop-Lieferpartner und ein Agentur-Partner verstärken seit Dezember 2011 die Fleurop-Gemeinschaft. Zusätzlich sind in dem Monat drei Agenturen zu Lieferpartnern geworden. Alle neuen Fleurop-Kolleginnen und -Kollegen heißen wir herzlich willkommen und wünschen Ihnen geschäftlichen Erfolg.

01.02. Hans-Günther Schmidt, Battenberg 02.02. Joachim Hagedorn, Welver 05.02. Albert Schweikl, Reisbach 05.02. Gabriele Masche, Neuhardenberg 08.02. Ralph Reinecke, Göttingen 09.02. Johannes Schneider, Zahna-Elster-Zahna 09.02. Heinz-Dieter Berling, Twist 10.02. Nicole Heide, Berlin 11.02. Karin Michellitz, Halberstadt

GEBU RTSTAGE U N D J U B I L ÄEN

13.02. Dirk Hinrichsen, Großhansdorf 13.02. Marion Schulze, Königs Wusterhausen-Senzig

Herzlichen Glückwunsch und für die Zukunft weiterhin alles Gute, Glück, Gesundheit und Erfolg! Wir gratulieren zum Geburtstag:

13.02. Germar Huwald, Diepholz 14.02. Veronika Olschewski, Ahrenshagen-Daskow 16.02. Silvia Andreß, Weil 18.02. Karin Krebs, Bornheim

80 JAHRE

20.02. Doris Dittmar, Bestensee

08.02. Hertha Zimmermann, Berlin

21.02. Marion Noeres, Langenfeld 22.02. Manuela Offenhaus, Bonn

75 JAHRE

22.02. Rita Kock-Engler, Brunsbüttel

20.02. Gerda Cierpka, Magdeburg

23.02. Angela Sändig, Schwarzenberg 23.02. Karola Freund, Bad Neuenahr-Ahrweiler

70 JAHRE

25.02. Christine Wolf, Merchweiler-Wemmetsweiler

09.02. Uta Friedauer, Bad Friedrichshall

25.02. Margot Leiser, Wittichenau

13.02. Hanna Ferchl, Weilheim

27.02. Marita Marienwald, Köln

15.02. Wilfried Krüger, Dippoldiswalde

27.02. Norma Schürgers, Meerbusch

15.02. Jürgen Gehrung, Stuttgart 25.02. Christine Heiber, Wolfen

40 JAHRE 02.02. Thomas Rülcker, Kloster Schäftlarn

Die Veranstaltung am 17. und 18. August zielt in zwei Richtungen – nach außen und nach innen. Erreicht werden soll durch die Präsentation in den Potsdamer Platz Arkaden eine möglichst breite Öffentlichkeit. Die Veranstaltung soll Werbung für den Berufsstand sein, für die Kunst der Gestaltung mit Blumen. Schließlich ist die in zweijährigem Rhythmus durchgeführte Meisterschaft das Top-Ereignis der Branche. Kaum ein Blumen-Event eignet sich besser, die kreativen Leistungen der Floristen-Branche hervorzuheben – in einer Metropole wie Berlin, die weltweit Kult-Status genießt. Geworben werden soll aber ebenfalls nach innen. Die diesjährige Meisterschaft wird dazu beitragen, das Selbstbewusstsein in der Branche zu pflegen. Schließlich gilt – nur wenn man selbst von seinen Leistungen überzeugt ist, kann man auch andere überzeugen.

65 JAHRE

03.02. Stefan Kollmann, Castrop-Rauxel

01.02. Elisabeth Dreyer, Münster

04.02. Kathrin Krause, Forst

02.02. Rolf Jakobs, Voerde

04.02. Bernd Hartung, Dermbach

04.02. Ilona Schadt, Groß-Gerau

05.02. Yvonne Nakosky, Altentreptow

06.02. Walter Willms, Aurich

06.02. Maximilian Prentl, Rosenheim

07.02. Dieter Löbel, Hohburg

06.02. Andrea Rettel, Lutherstadt Wittenberg

08.02. Siegfried Meyerdrees, Bissendorf

09.02. Jeannette Donle, Eching

10.02. Ingeborg Meier, Lünen

09.02. Corinne Meyer, Magdeburg

11.02. Anke-Marita Gnirke, Lübeck

11.02. Christian August, Nordhausen

13.02. Ingrid Dominy, Neu-Isenburg

13.02. Michaela Chironi-Kraft, Mettmann

14.02. Helga Mertens, Münster

14.02. Anna Rocznik, Nürnberg

17.02. Klara Oldiges, Emsbüre

18.02. Melanie Dittmann, Garbsen

18.02. Sylvia Hinz, Hamburg

18.02. Angela Emmerth, Würzburg

23.02. Alwin Wolf, Ludwigshafen

18.02. Simone Lau, Riesa

24.02. Brigitte Centgraf, Grünheide

28.02. Hatice Izdemen, Steinbach

24.02. Margit Prager, Gera

Wir gratulieren zum Firmenjubiläum: 60 JAHRE 01.02. Petra Brenn, Trusetal

50 JAHRE

01.02. Martin Zecha, Gaildorf

16.02. Gärtnerei Pfister, Thea Pfister, Burladingen

02.02. Georg Marchl, Lam 02.02. Marie-Luise Euchner, Villingen-Schwenningen 02.02. Christa Wenz, Pirmasens 04.02. Horst Henkel, Diedorf 05.02. Elisabeth Dauner, Gerstetten 05.02. Rita Vianden, Bonn 06.02. Ingo Triebel, Lauscha 09.02. Dietrich Schlie, Hannover 09.02. Werner Pein, Halstenbek 10.02. Monika Hartel, Forst 17.02. Marianne Bossog, Schwielowsee-Caputh 17.02. Heinz Peter, Rostock 21.02. Maria Hangebruch, Dortmund 22.02. Werner Drescher, Leipzig 25.02. Roland Münz, Prüm 27.02. Dieter Schönegge, Freising

ÜBERTRAGUNGSFEHLER Durch einen Übertragungsfehler wurden in der Geburtstagsliste der Januar-Ausgabe Claudia Hoffmann aus Bayreuth, Andrea Dilger aus Aichwald sowie die Hamburger Fleurop-Partnerinnen Birgitt Hester-Faber und Linda Seifert fälschlicherweise in die Rubrik der 60-Jährigen aufgenommen. In Wirklichkeit wurden sie 50 Jahre alt – wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

VORSCHAU MÄRZ z V E R A N STA LT U N G : G O L D E N E R O S E 2 0 1 2 z FLORISTIK: TISCHINSZENIERUNGEN z MARKETING: KLEINE GANZ GROSS


30

feelings

torzur welt


31

H E I M A T: H A M B U R G

D I E R E G I O N Die Freie und Hansestadt Hamburg, angesiedelt im Norden Deutschlands, gehört neben Bremen und Berlin zu den drei so genannten Stadtstaaten. Auf 755 Quadratkilometern leben knapp 1,8 Millionen Menschen. Geprägt ist die Hansestadt vom Wasser – den zahlreichen Fleeten, Flüsschen, Kanälen, der Alster, der Bille und der Elbe, die 110 Kilometer weiter nordwestlich in die Nordsee fließt – und von Brücken. Mit 2 500 baulichen Wasserüberquerungen hat Hamburg mehr Brücken als Venedig, Amsterdam und London zusammen. Hamburg, das ist quirlige Innenstadt mit viel Shopping, Kunst und Kultur, lebendiger Hafen, der liebevoll »Tor zur Welt« genannt wird, »sündige« Meile, aber auch riesige Parks und ländliche Bezirke. H I S T O R I E Die Geschichte Hamburgs reicht bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts zurück. Hamburg, als Stützpunkt zur Missionierung der Sachsen gegründet, wurde seit dem Mittelalter einer der bedeutendsten Handelsplätze Europas. Neben der günstigen Lage des Hamburger Hafens stärkte die jahrhundertelange politische Unabhängigkeit als Freie und Hansestadt die Entwicklung Hamburgs zur zweitgrößten

Stadt Deutschlands nach Berlin. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Hamburg nicht über seine mittelalterlichen Stadtgrenzen hinaus. Die heutigen Stadtteile St. Pauli, Altona und St. Georg lagen lange vor den Toren der Stadt. Um 1850 betrug die Bevölkerung nur 50 000 Menschen. Erst ab 1860, mit der einsetzenden Industrialisierung, wurden immer mehr umliegende Ortschaften eingemeindet. Um 1900 betrug die Stadtbevölkerung eine Million. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 erhielt Hamburg dann die bis heute gültigen Grenzen. H A M B U R G K U L I N A R I S C H Eine typisch hamburgische Küche gibt es heute leider nicht mehr, zu groß waren die Einflüsse des norddeutschen Umlandes. Aber noch heute bestimmen Fischgerichte, beispielsweise die Finkenwerder Scholle, Gemüse und Obst aus der Region, etwa Spargel und Erdbeeren, gepaart mit exotischen Leckereien aus der ganzen Welt den Speiseplan in traditionellen Hamburger Familien. R E I S E T I P P Eine Städtereise nach Hamburg lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Man kann Touren durch die Stadt mit einem Musical-, Theater- oder Opernbesuch verbinden. Nicht versäumen sollte man

einen Bummel über Hamburgs »sündige Meile«, den Kiez, das Besteigen des MichelKirchturms mit einem überwältigenden Blick über die Stadt und eine Hafenrundfahrt in einer der kleinen Barkassen. H E I M A T F L O R I S T I K Hamburg, das ist für Nicolaus Peters vor allem der Hafen, der die Hansestadt mit der ganzen Welt verbindet. Es sind die vielen Waren aus aller Herren Länder, die Farbenvielfalt, die unvergleichlichen exotischen Düfte, die sich mit denen der Produkte aus der Region harmonisch vermischen. Hamburg, das ist für den leidenschaftlichen Floristen auch der riesige Blumengroßmarkt am Oberhafen, der ihn immer wieder neu inspiriert. Die Stadt ist voller Gegensätze – das hat Nicolaus Peters mit seiner HamburgInszenierung zum Ausdruck gebracht: Der prachtvolle, edle, üppige Stehstrauß steht in einem spannenden Kontrast zu nassem Asphalt, rohen Mauern und mit Obst gefüllten Kisten. Fantastische Gloriosen, Calla, Proteen, Mimosen (die ja eigentlich Akazien sind) und ausdrucksstarke Blätter sind für den Berliner ein Synonym für eine Stadt, in der sich die ganze Welt zuhause fühlen kann.



fm0212_archiv_0