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JUNI 2011

SOMMERBLUMEN HOCHZEITSFLORISTIK AMSTERDAM BLÜHT


die schlossherrin


F O T O S Schlossherrin Stephanie von Pfuel hat jüngst ihr zweites Dekorationsbuch mit vielen Blumenbeispielen veröffentlicht und lädt vom 1. bis zum 3. Juli zu den Gartentagen auf Schloss Tüßling.

PERSÖNLICHKEITEN

Sie erbte ein ab 1585 erbautes Schloss und machte aus einer »Ruine« eines der besterhaltenden Renaissanceschlösser Deutschlands. Sie ist diplomierte Forstwirtin, sie moderierte im MDR die TV-Sendung »Einmal im Leben«, und ihr Gesicht ist vielen aus einer Kaffeewerbung bekannt. Sie macht Bücher, managt ihr Schloss als Event-Zentrum und findet doch immer wieder Zeit, sich intensiv dem Thema Dekoration zuzuwenden. Stephanie von Pfuel ist jenseits aller Quotendiskussionen in vielen unterschiedlichen Bereichen erfolgreich und findet doch auch Zeit für gesellschaftliches Engagement. Etwa für ihre Arbeit als Gemeinderätin, für ihren Einsatz in verschiedenen Verbänden und ihr Engagement als SOS-Kinderdorfbotschafterin. Neben all diesen Aspekten gehört ein weiteres Faible der Dekoration, insbesondere der Dekoration mit Blumen. In ihrem neuen Bildband (Decorations at Home, teNeues Verlag) zeigt sie Selbermach-Ideen, die häufig ohne großen Aufwand überraschende Effekte mit sich bringen. Da werden Kerzenleuchter zu Vasen oder alte Glühbirnen zu Blütenhängern. Ihre Materialien sind häufig gewöhnliche Dinge, die eine neue Verwendung finden. Solche Um- und Verwandlungen entsprechen ihrer Abneigung gegen jegliche Art vonVerschwendung, auch Geschenkbänder oder Folien werden mehrfach verwendet.

»Bloß keine öde Harmonie, das langweilt mich maßlos«, erklärt sie ihr Dekorationscredo. Viele Werkstoffe stammen aus dem Wald und dem Garten, Moos ist ein Lieblingswerkstoff. Eine ganz besondere Rolle in ihrem nun schon zweiten Dekorationsbuch spielen Blumen, die selten fehlen. »Wenn ich einen Blumenstrauß bekomme, dann versuche ich ihn so zu inszenieren, dass er jedes Mal ein bisschen anders aussieht«, erklärt sie. Blumen, Pflanzen, Garten, Dekoration – das sind die Themenschwerpunkte, die Stephanie von Pfuel auf den Gartentagen ihres Schlosses Tüßling (unweit des bayerischen Altötting) abdeckt. Von Wasserspielen über Kunst bis zu Hängematten reicht die Präsentation, allein im Bereich Garten- und Wohnaccessoires gab es 2010 über 50 Aussteller. Die Gartentage, zu denen im vergangenen Jahr 25.000 Interessierte pilgerten, zeigen viel von den ManagerQualitäten der Schlossherrin. Wer sich in der romantischen Kulisse von Schloss Tüßling inspirieren lassen möchte, kann dies anlässlich der Gartentage vom 1. bis zum 3. Juli tun. Oder einen Blick in ihren neuen Fotoband werfen. »Wenn schon, denn schon« hat Stephanie von Pfuel ihre 2007 erschienene Autobiographie genannt. Das klingt gradlinig – und wirklich, ihr vielfältiges berufliches Wirken war häufig kompromisslos. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande hat dabei (nicht nebenbei) sechs Kinder groß gezogen. Und nicht ohne Stolz sagt sie: »Meine Kinder sind von meiner Dekoliebe auch schon angesteckt.«

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natürlich...

F R I S C H E T I P P S Damit Sommerblüten möglichst lange optisch attraktiv bleiben, achten Sie bitte besonders auf saubere Vasen, ein paar Tropfen Chlor (beispielsweise Klorix) sind hilfreich beim Reinigen. Nötig ist die Sauberkeit, um Bakterien keinen Nährboden zur Vermehrung zu geben. + + + Schneiden Sie die Blumenstiele vor dem Einstellen mit einem scharfen Messer an. + + + Verwenden Sie ein Frischhaltemittel, das die Schnittblumen mit Nährstoffen versorgt und gleichzeitig das Bakterienwachstum verhindert. + + + Setzen Sie die Blütenpracht nicht der prallen Mittagssonne und Zugluft aus.


F O T O S Zu den schönsten und filigransten Sommerblüten gehören die Cosmeen (kleines Foto links) und die Gloriosen (unten und links). Sie bringen die »Leichtigkeit des Seins« in unser Leben …

SOMMERBLUMEN

Sommerblumen haben eine große Fan-Gemeinde. Verständlich, denn sie leuchten in wunderschönen Farben und begeistern mit den unglaublichsten Formen. Wobei sich die Farbpalette im Laufe der Zeit verändert. Es beginnt im Spätfrühling mit den sanften Pastelltönen, geht dann im Sommer über zu klaren, reinen Farben und endet im Frühherbst mit den warmen Nuancen des Indian Summer. Zugegeben: Sommerblumen sind nicht pflegeleicht und nicht von schier unbegrenzter Haltbarkeit. Aufgrund der meist reichlich vorhandenen Blattmasse verdunsten sie viel Feuchtigkeit, benötigen also viel Wasser. Auch erfordern die oft zarten Blüten eine pflegliche Behandlung. Aber dafür überzeugen Sommerblumen entweder mit einer zauberhaften filigranen Leichtigkeit, einer exquisiten Eleganz oder einer jetzt so angesagten rustikalen Ländlichkeit.

S C H W E B E N D E S C H M U C K S T Ü C K E Zu den besonders filigranen Sommerblumen gehören Cosmeen, bekannt auch als Schmuckkörbchen, und die Gloriosen, die einer Orchidee in Punkto Schönheit in nichts nachstehen. Cosmeen gehören zu den Korbblütlern und sind in Arizona (USA), Mexiko, Guatemala und Costa Rica beheimatet. Man findet diese von Weiß über Rosa bis Violett blühende Sommerschönheit bei uns in vielen Gärten und als Schnittblumen in naturhaft gestalteten Sträußen oder – wie auf unserem Foto oben – als zauberhafter Tischschmuck. Gloriosen gehören zu den Kletterpflanzen, die bis zu zwei Meter hoch wachsen. Sie gedeihen hervorragend im Kübel und sind ein exquisiter Blumenschmuck für Balkone und Terrassen. Die zarten, orchideenähnlichen Blüten sitzen an 10 bis 20 Zentimeter langen Stielen und eignen sich sehr gut als Schnittblume, wie unser Foto unten zeigt.

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SANSEVIERIA – DIE SKYLINE

Sansevierien – gern auch Bogenhanf oder »Schwiegermutterzunge« genannt – hatten ihre Hochzeit in den 1970ern. Damals gab es kaum eine Wohnzimmerfensterbank ohne diese absolut pflegeleichte Zimmerpflanze. Derzeit erlebt sie eine Renaissance. Allerdings nicht in ihrer ursprünglich bekannten Wuchsform (Foto unten), sondern mit runden Blättern, die mehr als einen Meter hoch wachsen können. Sansevieria cylindrica ›Skyline‹, die es auch mit zum Zopf geflochtenen Blättern gibt (Foto links), sorgt durch ihr außergewöhnliches Äußeres für Aufsehen. Sie hat ihren Sortennamen ›Skyline‹ übrigens einem Wettbewerb einer großen niederländischen Tageszeitung zu verdanken. Kreative Leser durften dort ihre Namensvorschläge für diese interessante Pflanzenzüchtung einreichen. Die fächerförmig angeordneten Blätter, die aufrecht in die Höhe ragen, haben wohl dazu inspiriert, die

für die ZIMMERPFLANZEN Sie gehören zu den Menschen, die das Außergewöhnliche schätzen, sich mit dem »Normalen« nicht zufrieden geben. Jetzt, wo die meisten beim Zimmerschmuck auf Blütenpflanzen setzen, bevorzugt die Trendsetterin grüne Gewächse. Immerhin ist Grün die Top-Farbe dieses Sommers – sie steht für Natur und Gesundheit. Wir empfehlen als Präsent für die Trendsetterin eine ungewöhnliche Sansevieria, eine grüne Kalanchoe oder eine zauberhafte Tolmiea.


Pflanze mit der Skyline einer Metropole zu vergleichen. ›Skyline‹ ist äußerst widerstandsfähig, beansprucht wenig Pflege und kommt mit der trockenen Wärme einer Zentralheizung bestens klar. Selbst an den Standort stellt sie keine besonderen Ansprüche. Gegossen werden muss nur etwa alle drei Wochen, wenn die Erde oberflächlich abgetrocknet ist. Schäden sind fast nur durch übermäßiges Gießen möglich. Für die Trendsetterin sicherlich eine gute Wahl. TOLMIEA – H U C K E PAC K P F L A N Z E

Das Besondere an der Tolmiea ist, dass sie ununterbrochen für Nachwuchs sorgt (Foto oben). Die neuen Pflänzchen sitzen huckepack auf den alten Blättern. Darum wird sie übrigens auch »Huckepackpflanze« genannt. Zu Hause ist diese Pflanze in Nordamerika. Dort findet man sie überall in küstennahen Wäldern, von Alaska bis Kalifornien. Die Tolmiea wächst im Schatten von Bäumen, mit einem krie-

chenden Wurzelstock, aus dem die herzförmigen Blätter sprießen. Als typische Waldbodenpflanze wächst die Tolmiea am liebsten an einem leicht schattigen Platz. Auch ein Nordfenster ist ihr recht. Vor allzu greller Sonne muss man sie schützen. Die Temperaturen sind ihr ziemlich gleichgültig: Im 10 Grad kühlen Treppenhaus gedeiht sie genauso wie im warmen Wohnzimmer. Noch nicht einmal trockene Heizungsluft stört sie im Wachsen. Ähnlich anspruchslos wie beim Standort ist die Huckepackpflanze auch in der Pflege. Im Sommer allerdings darf man das reichliche Gießen nicht vergessen. Ist es trotzdem einmal passiert und die Blätter hängen schlapp herunter, hilft ein Tauchbad in einem Eimer mit Wasser der Pflanze wieder auf die Beine. Im Winter wird dann gegossen, wenn die Erde sich trocken anfühlt.

KALANCHOE – MAGISCHE GLOCKEN

Die Kalanchoe (oben) gehört zu den pflegeleichten Dickblattgewächsen, die eigentlich fast jeder kennt. Eine ungewöhnliche Sorte, und damit für die Trendsetterin bestens geeignet, ist Kalanchoe ›Magic Bells‹. Diese Züchtung zeichnet sich durch eine eher untypische Blütenform aus. An den Enden der Blütenstiele sitzen Blütentrauben mit hellgrünen, lampionartigen kleinen Luftpolstern, später formen sich glockenför-mige Blüten. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 70 Zentimetern und blüht acht bis zehn Wochen. ›Magic Bells‹ bevorzugt einen hellen Standort mit nicht zu starker Sonneneinstrahlung. Sie kommt mit wenig Wasser aus, und die Erde sollte vor dem erneuten Gießen antrocknen.

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F O T O S Selbst der Blauregenbewuchs (links) an der Klinkerfassade lässt kaum erahnen, dass rückwärtig ein 1.000 qm großer Garten zu finden ist (rechts). Im französisch inspirierten Garten Keizersgracht 672 (unten) werden sogar Opernarien aufgeführt. (Fotos: Sabine Mey-Gordeyns)

amsterdam Auf Das Thema Garten ist en vogue – nicht nur in ländlichen Regionen, auch in G Ains R TBlütenmeer ENSTÄDTE I Großstädten. Doch wo findet man diese oft versteckten Refugien? Und: Welche Metropole folgt welcher Gartenbautradition? Solche Fragen möchten wir in mehreren Beiträgen beantworten, die sich, in Anlehnung an die DVA-Buchserie »Die geheimen Gärten«, mit gestalteten Oasen in europäischen Großstädten beschäftigen. Den Anfang macht der Fotoband von Karin Greine und Sabine Mey-Gordeyns, die sich in Amsterdam auf Spurensuche begeben haben. Blumen und Holland? Ja, sicher, das leuchtet ein wie Grachten und Rembrandt zu Amsterdam. Dass aber die niederländische Metropole auch eine Gartenstadt ist, verwundert doch zunächst. Schließlich wirkt Amsterdam eng und verschachtelt. Die Bevölkerungsdichte ist sieben Mal höher als in Venedig, wo bleibt da Platz für Gärten? Auf rund 800.000

Einwohner kommen zudem noch jährlich 20 Millionen Touristen. Doch die sehen eher selten Gärten, da sich diese häufig rückwärtig hinter den eng beieinander stehenden Häusern verstecken. Die Gartenkultur, die die Autorin Karin Greiner und die Fotografin Sabine Mey-Gordeyns entdeckten, folgt der städtischen Parzellierung Amsterdams. Die Grund-


F O T O Karin Greiner mit Fotos von Sabine Mey-Gordeyns, »Die geheimen Gärten Amsterdam«, Deutsche Verlags-Anstalt, 176 Seiten, ISBN 978-3-421-03711-4

stücke sind häufig sechs Mal so tief wie breit, und doch findet man das ganze Repertoire klassischer Gartengestaltungen. Geometrisch, romantisch, naturhaft, mal nach historischen Vorbildern, mal dem japanischen Zen gewidmet, häufig in Verbindung mit Wasser – hinter den Hausfassaden frönen die Holländer ihrer Blütenleidenschaft. Dem niederländischen Hang zu Toleranz und Leichtigkeit ist es zu verdanken, dass an so manchen Stellen die schmalen Gärten zaunlos ineinander übergehen. So entstehen Gartenanlagen von 1.000 qm Grundfläche. Es bleiben einzelne, individuell gestaltete grüne Zimmer, doch die Kleinteiligkeit erfährt eine großzügige Umsetzung. Solch »grenzenlose«

blüht Gartengestaltung ist sicher einzigartig in Europa, und Karin Greiner verdeutlicht dies an einem Häuserkomplex, der – wir sind in Amsterdam – 1980 besetzt wurde. Viele Gartenbesitzer in Amsterdam lieben es »te gek« – etwas schrullig, abgefahren, pittoresk, aber mit Schmunzeln. Im Gegensatz dazu dann das französisch inspirierte Refugium Keizersgracht 672. Eingefasst in Buchs- und Eibenhecken, mit Abbildungen von Flora, Bacchus und Apoll verziert, ist der für Amsterdamer Verhältnisse große Garten stiller Zeuge der vielen honorigen Besitzer, die in dem 1672 erbauten Gebäude lustwandelten. Heute gehört das Areal zu einer Stiftung.

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Im vergangenen Jahr war der Brautstrauß »Once in a lifetime« aus der Fleurop deluxe-Kollektion ein floristischer Höhepunkt. Rechte Seite: So sieht es aus, wenn heute junge Paare aus der Hochzeit ein Ereignis machen wollen und so kann ein Standesamt aussehen: das Schloss Sinzig.

FOTOS

tag der tage


H O C H Z E I T S F L O R I S T I K Im Jahreslauf gibt es zahlreiche Daten von besonderer Bedeutung. Da sind die Festtage christlichen Ursprungs wie Weihnachten oder Ostern. Da sind Geburts- und Namenstage, da gibt es Valentins-, Frauen- und Muttertag sowie private und übergeordnete Gedenktage. Für viele Menschen sind solche Daten soziale Anker, die helfen, das Leben einzuordnen. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt dabei der Hochzeitstag ein. Nicht zuletzt, weil die Paare sich das Datum auswählen können.

Prinz William heiratete Kate Middleton an einem Freitag, den 29. April (unser Titelbild). Auf den ersten Blick kein Datum, das sofort ins Auge springt. Und doch hat das britische Paar durchaus ein Faible für prägnante Zahlenkombinationen, denn das überlieferte Verlobungsdatum – verbracht in einer Lodge in Kenia – ist der 20.10. 2010. Das ist sicher kein Zufall! Die Standesbeamten wissen das: Solche Zahlenspielereien sind für viele Paare Teil des Vergnügens, wenn es darum geht, aus dem Hochzeitstag ein unvergessliches Ereignis zu machen. Und das scheint den jungen Paaren von heute noch wichtiger zu sein, als der Elterngeneration. Alles soll stimmen! Das prägnante Datum, der Ort, die Auswahl der Kleidung und das Festambiente – der Hochzeitstag ist heute für viele wieder deutlich mehr als ein bürokratischer Akt. »Selbst Traditionen, die schon am Verschwinden waren, blühen wieder auf. Etwa der Wunsch, den Brautstrauß zu trocknen«, hat Blumentechniker Hans-Jürgen Meyer aus Sinzig festgestellt. Obwohl die Kleinstadt mit rund 18.000 Einwohnern nicht gerade die Größe für verstärkte Hochzeitsvorberei-

tungen hat, gibt man sich dort oft das Ja-Wort. Ein Grund: Das Standesamt ist im romantischen Schloss Sinzig (Foto unten) untergebracht. Ein klassisches Ambiente, das auch Brautpaare aus dem Ausland, etwa Japan, schätzen. Ein zweiter Grund: Hans-Jürgen Meyer organisiert mit »Gleichgesinnten« einmal jährlich eine Hochzeitsmesse (www.hochzeitsmesse-sinzig.de) an einem prägnanten Datum, an dem man sich auf dem Standesamt im Schloss trauen lassen kann. Auch für Hans-Jürgen Meyer ist das Zahlenspiel wichtig, im vergangenen Jahr war es der 10.10. 2010. Nun ist es die Zahlenfolge 9-10-11. Am 9.10. 2011 werden also etwa 35 Aussteller in Sinzig zahlreiche Facetten für Ereignis-Hochzeiten vorstellen. Geheiratet wird natürlich auch, doch dem Blumentechniker geht es mit seiner Initiative »vor allem um Information. Die zunehmende Anzahl von Hochzeitsmessen zeigt doch, wie groß das Interesse ist. Für uns Floristen ist die Hochzeitsfloristik traditionell die Königsdisziplin. Da liegt es nahe, für den Tag der Tage ein Informations- und Erlebnisforum zu bieten«, erklärt Hans-Jürgen Meyer.

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sommergenuss KAFFEEKLATSCH In diesem Monat laden wir Sie zu einem Kurzurlaub nach Österreich ein. Schließlich ist die Wiener Kaffeehauskultur legendär. Wobei wir uns nicht ganz so sklavisch an die Gebräuche unserer Nachbarn halten. Dort serviert man den Apfelstrudel nämlich nicht wie bei uns mit Vanilleeis und Sahne, sondern nur mit Puderzucker überstäubt. Zum Kuchen gibt es eine Kaffeespezialität, die man in Österreich als »großen Braunen« kennt. Wir wünschen guten Appetit. S O N N E N F A R B E N Unsere Kaffeeklatsch-Szene

steht ganz im Zeichen des Frühsommers, unverzichtbar sind da Gelb und Orange. Warme Farben, die vor Lebensfreude nur so sprühen. Im Juni – zum Start in die Sommersaison also – sind diese Farben durchaus angesagt, da spielt der »Abkühlfaktor« noch keine Rolle. Gelb und Orange verstärken optisch die Sonnenwärme, kühle Töne mit einem mehr oder weniger großen Blauanteil passen besser in den Juli und August. K A F F E E U N D K U C H E N Wer schon in Öster-

reich, speziell in Wien zu Gast war, kennt die unvergleichliche Atmosphäre in einem Kaffeehaus. Und die umfangreiche Getränkekarte. Wir haben für die Kaffeeklatschrunde im Juni einen so genannten »großen Braunen« gewählt. Es handelt sich hierbei um die Maxiversion eines »kleinen Schwarzen«, der mit Kaffeeobers (=Kaffeesahne) serviert wird. Als österreichische Kuchenspezialität gibt es dazu einen warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne. Die Rezepte erhalten Sie bei Ihrem Fleurop-Floristen.

F O T O S Farbintensiv, sympathisch und dekorativ mutet unsere Tischdekoration im Juni an. Die warmen Farben Gelb und Orange passen hervorragend in den Frühsommermonat Juni. Das ist Genuss pur!

B L U M I G E R T I S C H S C H M U C K Für die blumige Dekoration der Österreich-Stippvisite hat unser Kaffeeklatsch-Florist mit Calendula, die den schönen deutschen Namen Ringelblumen tragen, vorwiegend runde Blütenformen gewählt. Diese wirken generell ruhig, voluminös und füllig und können durch die Rundungen nicht anecken. Genau das Richtige also für die gemütliche KaffeeklatschRunde im luftigen Wintergarten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Neben den orangefarbenen und gelben Ringelblumen wurden Rosen, Asclepias und Schneeball zu einem dekorativen Gesteck verarbeitet. Das Porzellangefäß ist farblich auf das Geschirr abgestimmt und bietet ausreichend Raum für Frischblumensteckhilfe. Ein Tipp noch: Calendula verdunsten viel Feuchtigkeit, benötigen also viel Wasser. Halten Sie die Steckhilfe bitte immer gut feucht. Am besten geht das mit einer Gießkanne mit langer Tülle oder einer so genannten Pipettenflasche. Die bekommt man in der Apotheke.


S E L B E R M A C H E N Zur gepflegten Gastlichkeit gehört nicht nur ein blumiger Tischschmuck, sondern auch

eine kleine Blüte an jedem Gedeck. Benötigt werden pro Gast zwei Ringelblumen, ein Stiel Beiwerk, rund 30 cm Vliesband und 50 cm Schmuckband. Blüten und Beiwerk werden im unteren Stieldrittel zusammengefasst und mit dem Vliesband umwunden. Das schmale Schmuckband sorgt dafür, dass alles fest zusammenhält. Um die Blüten gut mit Wasser zu versorgen, kommt ein mit Kappe verschließbares Röhrchen hinzu.

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IMPRESSUM Fleurop-Feelings erscheint zwölf Mal im Jahr und ist kostenlos im Fleurop-Fachgeschäft erhältlich. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Herausgebers. H e r a u s g e b e r (v. i. S. d. P.) Fleurop AG 12200 Berlin Tel: 030/713 71-0 Fax: 030/713 71 198 Schriftleitung Winnie Maria Lechtape Redaktion Bahia Büro Angelica Langley, Martin Hein Gotenstr. 11 20097 Hamburg Tel: 040/430 54 38 Fax: 040/430 58 09 E-Mail: feelings@fleurop.de Grafik Christof Brüggemann, Esther Hartmann, Hamburg litho Druckerei in St. Pauli, Hamburg Druck Evers Druck, Meldorf Fotos XXXXX

FEELINGS IM JULI FESTE & FETEN

Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten: Im Sommer feiern alle Menschen gern im Freien. Gelegenheiten dazu findet man sicherlich viele. Und wenn nicht gerade ein Geburtstag und ein Jubiläum anstehen, dann kann man auch zu einer Motto-Fete einladen. Etwa zum Rosenblüten- oder Lampionfest, zur Spanferkel-Fete oder einer Kräuter-Party. Dekorationen für solche Anlässe stellen wir im Juli-Feelings vor.

FLEUROP-FEELINGS-SUDOKU

Auch in diesem Monat gibt es wieder etwas zum Knobeln. Die Lösung verraten wir im Mai-Feelings.

9 1 4

4

Haben Sie unser Feelings-Sudoku im März lösen können? Hier sind die richtigen Zahlen. 4 1 2 5 6 7 3 8 9

8 6 9 1 4 3 7 5 2

7 5 3 8 2 9 1 4 6

9 3 4 6 1 5 2 7 8

1 2 5 7 9 8 4 6 3

6 7 8 4 3 2 5 9 1

2 8 7 9 5 1 6 3 4

3 9 6 2 7 4 8 1 5

5 4 1 3 8 6 9 2 7

8 3 5 6 5 4 7 2 7

1 6

2 1 9 8 8 7 5

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N A M E N STAG E

UNICEF-AKTION B L Ü T E N , D I E H E L F E N

IM JUNI

Die Provinz Amhara in Äthopien – das ist die Heimat des mystischen christlichen Priesterkönigs Johannes und die Region, in der mit den Felsenkirchen von Lalibela ein Unesco-Weltkulturerbe an christliche Ursprünge erinnert. Amhara und die Nachbarprovinz Afar gehören aber auch zu den Regionen Afrikas, in denen deutlicher Wassermangel herrscht. Rund 70 Prozent der Menschen dort haben nicht genügend sauberes Wasser zum Leben. Fast die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren ist auf Durchfallerkrankungen zurück zu führen, deren Ursprung in mangelnder Hygiene und verunreinigtem Wasser liegt. Fleurop will helfen, diese unmenschlichen Lebensbedingungen zu verbessern. Zwischen Juni und August werden unter www.fleurop.de und in allen beteiligten Fleurop-Geschäften eigens gestaltete Unicef-Sträuße angeboten. Wie 2010 werden auch in diesem Jahr die Hilfsgelder in Brunnen und Hygiene-Projekte in den äthiopischen Provinzen Amhara und Afar investiert. Unicef hat sich die Aufgabe gestellt, dort 80 neue Grundwasserbrunnen zu bohren und langfristig bei der Errichtung von 28.000 neuen Latrinen mit zu wirken. Um einen nachhaltigen Erfolg zu sichern, wird die Bevölkerung in der Instandhaltung der Anlagen geschult. Nun bereitet ja eigentlich schon jeder normale Fleurop-Gruß für Empfänger wie Versender viel Freude – Blumen sprechen eben eine emotionale Sprache. Ein spezieller Unicef-Fleurop-Gruß besteht darüber hinaus aus Blüten, die konkret helfen.

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Ronan Eugen Hildburg Christa Winfried Kevin Gottlieb Helga Gracia Diana Barnabas Andrea Ortwin Gerold Gebhard Dieter Volkmar Dolores Michaela Adalbert Eva Rotraud Edeltraut Iwan Günther David Harald Ekkehard Gero Trude

Quelle: Namenstage gemäß J. Torsy »Der große Namenstagskalender« aus dem Herder Verlag

F O T O Blüten, die helfen. Für jeden Unicef-Fleurop-Gruß werden 2 Euro für Wasser- und Hygiene-Projekte in Äthiopien zur Verfügung gestellt.

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der sommer duftet ... … und prickelt – zumindest für zehn Leserinnen oder Leser von Fleurop-Feelings. Die Fleurop-Partner verlosen in diesem Monat zehn floristisch dekorierte Flaschen Schlumberger-Sekt. Wer in den Genuss dieses besonderen Fleurop-Sommer-Geschenkes kommen möchte, sollte wissen: In welches Land fließen die Gelder der diesjährigen UNICEF-Aktion? Die Antwort lautet: _ T _ I _ _ I _ N

Mein Vor- und Nachname

Meine Adresse: Straße und Nr.

PLZ und Ort

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2011. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung des Gewinns nicht möglich. Coupon bitte ausschneiden, auf eine Postkarte kleben und einsenden an: Fleurop AG Stichwort Fleurop-Feelings 12200 Berlin

Mein Lieblingsflorist, bei dem ich Fleurop-Feelings erhalten habe, ist:

Name des Geschäfts

Straße und Ort

G E W I N N S P I E L

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