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feelings

S E P T E M B E R 2 01 2

CH RYSANTH EMUM-SKU LL N EU E DIMENSION EN: GEFÄSSE H EIMATFLORISTI K: H ESSEN


floristin

volle kanne

Eva Rick, Fachmoderatorin der ZDF-Sendung ÂťVolle KanneÂŤ und Jury-Mitglied der Deutschen Meisterschaft der Floristen 2012 in Berlin.

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PERSÖNLICHKEITEN

Lampenfieber hat sie immer noch, doch »wenn die Kamera läuft, ist die Nervosität von einem Moment auf den anderen verschwunden.« Eva Rick hat sich durchaus schon Souveränität erarbeiten können, obwohl sie erst seit einem Jahr als »Stilexpertin«, als Fachmoderatorin für Floristik bei der beliebten ZDF-Vormittagssendung »Volle Kanne« Anregungen und Tipps vermittelt. Zu Advent und Weihnachten, zu Ostern oder zum Muttertag – im- F O T O Blumengestaltungen, die nachvollziehbar sind – mer dann,wenn Blumendekorationen unverzichtbar die ZDF-Sendung »Volle Kanne« wird auch von dem Flosind, geht die in Aachen lebende Floristmeisterin ral-Designer Björn Kroner moderiert. auf Sendung. Ihre Beiträge, ihre floristischen Ideen sind serviceorientiert, am Profil der Sendung ausgerichtet. Die Zuschauer sollen in die Lage versetzt werden, das Gesehene zu Hause nacharbeiten zu können. Es geht hier also nicht um Top-Floristik, für die eine fundierte Ausbildung und viel gestalterische Erfahrung notwendig sind. »Wir wollen kleine, aber feine und nachvollziehbare Ideen präsentieren, die unsere Zuschauer selbst mit Blüten und Pflanzen dekorieren können«, erklärt die freiberufliche Floristmeisterin. Die Redaktion von »Volle Kanne« lässt Eva Rick bei der Entwicklung ihrer Ideen freie Hand, sie ist die Expertin. »Das Grundthema wird besprochen. Dann entwickle ich die Arbeiten zunächst einmal in Eigenregie und leite meine Vorschläge an die Redaktion weiter«, erläutert die in der Eifel geborene Mutter einer Tochter. Eine Herausforderung ist es für sie, in der etwa achtminütigen Sendezeit »die Inhalte so rüberzubringen, dass sie verständlich sind.« Der Auftritt wird vor der Sendung nur ein einziges Mal durchgespielt. Dann muss er funktionieren, denn »Volle Kanne« wird live gesendet. Ganz wichtig für den Erfolg vor der Kamera ist für Eva Rick eine gewisse Spontane-

ität. »Die Moderatoren-Fragen sind nicht bis ins Detail durchgesprochen. Man muss schon im Thema stecken, fachlich versiert sein, um unmittelbar und richtig antworten zu können«, erklärt sie. Ihre floristischen Ideen sind nach der Sendung auf der Internet-Seite von »Volle Kanne« nachzuvollziehen (www. vollekanne.zdf.de). Natürlich wird auch spezielle Zuschauerpost beantwortet. »Dabei haben wir dann die Gelegenheit, noch stärker auf die Themen einzugehen«, freut sich Eva Rick. Sie gehört zu den wenigen Experten, die in deutschen TV-Sendern die Gelegenheit haben, die Gestaltung mit Blumen und Pflanzen zu erläutern. Doch arbeitet die freischaffende Floristmeisterin auch auf anderen Feldern. Sie gibt Fach-Seminare, konzipiert floristische Ausstellungen, arbeitet an der Entwicklung von Fachmedien mit und war im vergangenen Monat Jury-Mitglied bei der Deutschen Meisterschaft der Floristen in Berlin. Ein besonderer beruflicher Höhepunkt, an den sie sich bis heute gerne erinnert, war 2006 die Mitarbeit bei der floristischen Ausstattung der Hochzeit des Kronprinzen von Bahrain. »Das war sehr prunkvoll und eine tolle Erfahrung«, freut sie sich.

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FLORAL-DESIGN

Saison für Saison inszeniert Michael Michalsky auf der Fashion Week Berlin das, was Modefreaks und Presse den Höhepunkt der Woche nennen. Das war auch dieses Mal so – 1.500 geladene Gäste besuchten seine StyleNite. Sie erlebten einen fantastischen Abend mit Mode, Musik, Entertainment – und Blumen. Für diesen Event hatte Michael Michalsky, einer der bekanntesten deutschen Modedesigner, ein außergewöhnliches Objekt, den Chrysanthemum-Skull, entworfen.

skull

chrysanthemum

by michael michalsky


K R E AT I V M I T C H RY S A N T H E M E N

Das Herzstück des riesigen Totenkopfes sind Chrysanthemen. Diese Blumen gibt es in vielen Formen und Größen. Ihre Blüten leuchten intensiv in einer umfangreichen Farbpalette, die von strahlendem Weiß über Gelb, Orange, Rosa und Pink bis zu einem dunklen, fast magischen Violett alle Töne abdeckt. Chrysanthemen sind aber nicht nur schön, sondern auch extrem robust und haltbar, daher waren der Kreativität von Michael Michalsky kaum Grenzen gesetzt. Der Modeschöpfer zeigte sich begeistert: »Die Chrysantheme ist für mich eine der interessantesten Blumen überhaupt. Nicht so klassisch und nicht so besetzt in ihrer Bedeutung wie andere Blumen. Die Chrysantheme ist gut für viele Überraschungen. Ich wusste überhaupt nicht,wie viele Varianten es gibt.« STARS AU F DEM L AU FSTEG

Flankiert von zwei überdimensionierten Chrysanthemum-Skulls traten die Models auf den Berliner Laufsteg. Die neue Kollektion des gefeierten Designers wurde mit viel Beifall bedacht, die stilvolle Inszenierung begeisterte die Gäste. Umgesetzt wurden die von Michael Michalsky entworfenen Skulls von dem bekannten Floral-Designer Björn Kroner. Wer sich für die technische Ausführung interessiert, dem sei verraten, dass das »Grundgerüst«, die innere Form sozusagen, aus Styropor besteht. Diese wurde von einem Bühnenbildner-Meister gefertigt.

Die kreative Ausgestaltung übernahm der Floral-Designer Björn Kroner. Er sagt: »Die Blüten mussten handverlesen und mit einem Spezialmittel vorbehandelt werden. Schließlich sollten sie möglichst lange optisch attraktiv bleiben. Mit tausenden Stecknadeln wurden die Chrysanthemen dann auf die Grundform gesteckt. Bei den riesigen Dimensionen des Objektes war das eine äußerst anspruchsvolle Arbeit, die nicht nur ein gutes Auge für Formen und Farben verlangte, sondern ebenso ein großes Durchhaltevermögen.« TREN DMOTIV TOTEN KOPF

Das Motiv des Chrysanthemen-Objektes, der Skull (Totenkopf), liegt im Trend, es findet sich in der Mode genauso wie in der zeitgenössischen Kunst. Als Floral-Objekt ist der Chrysanthemum-Skull bisher jedoch einzigartig. Es besticht durch seine Ausdrucksstärke und Eleganz. Ob als stilvolles »Centerpiece« für die elegant eingedeckte Tafel oder als DesignWohnaccessoire, der »Chrysanthemum-Skull by Michael Michalsky« ist ein Blickfang, der alle Sinne anspricht. Seine Farbigkeit erinnert an die exotische Folklore Südamerikas und passt hervorragend zu den bunten, leuchtenden Ethno-Mustern, die aktuell Mode und Interieur-Design beherrschen. Sie sind vom »Chrysanthemum-Skull by Michael Michalsky« begeistert? Er ist exklusiv bei Fleurop Deluxe erhältlich: www.fleurop.de/Deluxe

F O T O S Teamwork: Der Chrysanthemum-Skull wurde von Modedesigner Michael Michalsky (unten) entworfen und von Floral-Designer Björn Kroner gestaltet.

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PRÄSENTE

Im September verabschiedet sich der Sommer. Nicht abrupt, sondern zum Glück kaum merklich. Die Sonnentage sind noch herrlich warm, im Garten duftet es nach reifenden Früchten, die Blumen zeigen sich in den allerschönsten Farben. Genau die richtige Zeit also, um vor dem Herbsteinzug noch einmal draußen zu feiern. Wer keinen eigenen Garten hat, freut sich natürlich besonders über eine Einladung zur SeptemberGartenparty. Und fragt sich sogleich: Was soll ich als Dankeschön mitbringen? Mit den hier gezeigten blumigen Präsenten oder auch zauberhaften Einzelblüten werden Sie garantiert gut ankommen.

danke IM KORB

Viele Wochen Blühfreude bereitet ein mit Spätsommer- und Herbstpflanzen gefüllter Korb. Edel mutet das mit Calla und Dahlien bestückte Gefäß an (Foto links). Eher rustikal wirkt die Bepflanzung aus weißen Callunen, Alpenveilchen und leuchtend grünem Pfennigkraut (Foto oben rechts). Bepflanzte Körbe passen wunderbar zu den jetzt aktuellen Gartenmöbeln aus Hartholz oder nachwachsenden Tropenhölzern, die ihre Pendants aus Kunststoff zunehmend verdrängen.


VON HERZEN

Wer sich von Herzen über eine Einladung freut, kann dies offen zeigen. Und zwar mit einem trendig rostpatinierten Gefäß, das seine Botschaft eindeutig zeigt (rechts). Es ist gefüllt mit weißen und lilafarbenen Eriken. Dazu passen wunderbar die ersten Stiefmütterchen in dunklem Rot-Violett und die farblich harmonierenden Schmuckbänder.

für die einladung ZWECKENTFREMDET

Gießkannen sind nützliche Helfer im Garten, meist sind gleich mehrere davon griffbereit. Aber sie können auch als Pflanzgefäße zweckentfremdet werden. Ein hübsches Geschenk ist diese mit verschiedenen Heidesorten, kleinen Kürbissen und Rebzweigen bestückte Kanne (rechts). Sie kann als hübscher Tischschmuck dienen und später im Jahr, wenn die Heide nicht mehr so attraktiv aussieht, mit Frühlingszwiebeln bestückt werden.

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weiteres dem Glanz und Schein des Metallischen. Von hohem gestalterischem Interesse ist auch das, Pflanzen werden bei den Deutschen immer belieb- was Klaus Wagener »Greige« nennt, die farbliche ter. Diese Entwicklung entspricht einerseits sicher Nuancenvielfalt zwischen Grau und Beige. einem neu erwachten Bewusstsein für eine natürliche Umgebung. Ein zweiter Aspekt dürfte die un- Viele der außergewöhnlichen Gefäße können über gewöhnliche und neue Vielzahl an Gefäßen sein, den Handel bezogen werden, eine Herstellerliste im die den Pflanzungen erst den richtigen Rahmen ge- Anhang des Buches macht die Suche nach den Beben. Auffällig dabei sind die enorme Größe sowie zugsquellen leicht. Es gibt aber auch außergewöhndie neuen Materialien bei Gefäßen. Wobei – wie liche Gefäße, die der Weltmeister der Floristen selbst insgesamt im Innendesign – Naturmaterialien deut- entworfen hat. Etwa eine große Bodenschale aus lich den Trend bestimmen. Einen hervorragenden verholzten Brakteen der Kokospalme, dem Material Einblick in das aktuelle Zusammenspiel von Räu- entsprechend tropisch bepflanzt (Foto rechte Seite men, Gefäßen und Pflanzen bietet der großforma- unten). Ein weiteres Objekt hat er aus vielen dünnen tige Fotoband »Architektur & Pflanze«. trockenen Zweigen gearbeitet und mit fragil erscheinenden Orchideen bepflanzt. Solche Gefäßunikate Vorgestellt werden dort Pflanzideen in zumeist sehr haben natürlich ihren bleibenden Wert und können außergewöhnlichen Gefäßen. Das Spektrum reicht durch immer wieder neue Pflanzungen ihren Chavon mannshohen Raumobjekten für Empfangshal- rakter verändern. len und repräsentativen Wohnräumen bis hin zu kleineren Pflanzungen, die in jedem Wohnraum einen Bleibenden Wert haben ebenfalls die weißen PorPlatz finden würden. Der für das Floralkonzept und zellangroßgefäße – die allerdings viel Platz benötiStyling verantwortliche Gestalter der Werkstücke ist gen, um ihre Wirkung zu entfalten (Fotos unten und Klaus Wagener, 1985 Weltmeister der Floristen so- rechts). Sehr viel kleiner, aber ebenso ins Staunen wie Herausgeber zahlreicher Bücher zu Floristik und versetzen Glasbassins mit Schwimm- und WasserInnenraumgestaltungen mit Pflanzen. pflanzen, ergänzt um Granulate oder Steine (unten). Eingeteilt ist das Buch in verschiedene Farbwelten, Schon diese wenigen Beispiele zeigen, wie vielfältig die auf die unterschiedlichen Einrichtungsstile ein- das Gefäßangebot heute ist. Sie zeigen zudem, dass gehen. Natürlich werden die Klassiker Schwarz und in der Regel die geschulte floristische Hand notwenWeiß behandelt, ebenso aber die Top-Trend-Farbe dig ist, um aus Gefäß und Pflanze eine harmonische Braun. Ein Kapitel ist der Transparenz gewidmet, ein Gestaltung wachsen zu lassen. PFLANZE & GEFÄSS


neue dimensionen Repräsentativ: Großgefäße aus Porzellan für noble Empfangsräume und Gefäß-Unikate von Klaus Wagener (links). B U C H T I P P Klaus Wagener, »Architektur & Pflanze«, Blooms GmbH, ISBN 978-3-8001-7780-6, EUR 79,90. FOTOS

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nicht nur f端r studenten:

zamie


Die äußerst pflegeleichte, optisch interessant gewachsene Zamie gedeiht auch unter ungünstigen Bedingungen hervorragend.

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ZIMMERPFLANZE DES MONATS

Die Yucca, viele Jahrzehnte als unkaputtbare Mitbewohnerin in der Studentenbude bekannt, hat eine Nachfolgerin gefunden. Ihr Name Zamioculcas geht zwar nicht so leicht von der Zunge, aber in Sachen Pflegeleichtigkeit steht sie der Yucca in nichts nach. Die Pflanze braucht nur wenig Fürsorge und bringt trotzdem Grün und Leben ins Haus, beziehungsweise ins Studierzimmer.

D I E Z A M I O C U L C A S ist im tropischen Ostafrika zu Hause und erst seit 1996 bei uns bekannt. Sie hat aber schon die Herzen vieler Menschen im Sturm erobert. Das mag mit ihrem recht eigenwilligen Äußeren zu tun haben – zu den 08/15-Gewächsen gehört Zamioculcas nämlich so gar nicht. Aus einem horizontal wachsenden knollenartigen Rhizom entspringen Sprossen, die nur ein einziges Blatt mit fünf bis 12 Blattfiedern bilden. Die Stiele dieser Blattfiedern sind am Grund stark verdickt und dienen als Wasserspeicher. Bei Trockenheit kann ein Teil des gefiederten Blattes als Verdunstungsschutz abgeworfen werden, und der Stiel bleibt als Wasserspeicher zurück.

G R Ü N E S S C H E N K E N Die Zamie ist das perfek-

te Geschenk für Leute ohne grünen Daumen, denn diese Pflanze kriegen selbst die unbegabtesten Zimmergärtner nicht kaputt. Für viel beschäftigte Studenten also überaus geeignet. Zimmertemperatur, ein Standort ohne direkte Sonne und gelegentlich ein wohl dosierter Schluck Wasser – mehr braucht es nicht, um sie am Leben zu halten. Die einzigen Bedingungen, die sie nicht erträgt, sind Staunässe und sehr niedrige Temperaturen, zum Beispiel im Winter in einem ungeheizten Treppenhaus. Selbst in einer dunklen Zimmerecke zeigt Zamioculcas nach vier Wochen ohne Wasser keine Anzeichen von Stress – im Gegenteil. Bei Lichtmangel werden die Blätter erst richtig schön dunkelgrün. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sind die Lichtverhältnisse besser, ändert das Grün seine Intensität und wird heller. Auch trockene Heizungsluft macht der Pflanze nichts aus, und Schädlinge haben an ihr ebenfalls keine Freude. Die Zamie wächst bei »stiefmütterlicher Vernachlässigung« langsam und wird etwa 60 Zentimeter hoch. Wenn sie schneller wachsen soll, muss man sie nur hell und warm stellen, regelmäßig gießen und ab und zu mit Grünpflanzendünger versorgen. Dann kann diese Pflanze bis zu 1,50 Meter hoch werden.

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H EIM AT: H ESSEN

kontraste land der

DAS BUNDESLAND

Hessen ist mit einer Fläche von 21.114 Quadratkilometern das siebtgrößte deutsche Bundesland. Es liegt in der Mitte der Bundesrepublik und gehört vor allem mit seinen südlichen Landesteilen, wozu auch das Rhein-Main-Gebiet zählt, zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstärksten Regionen. Und doch ist fast die Hälfte Hessens von Wald bedeckt.

Die Landeshauptstadt ist Wiesbaden, die größte Stadt Frankfurt am Main, wegen seiner atemberaubenden Skyline gern auch »Mainhattan« genannt.

DIE GESCHICHTE

Das heutige Bundesland Hessen wurde am 19. September 1945 unter dem Namen Groß-Hessen gegründet und hatte als erstes, noch heute bestehendes Land

der Bundesrepublik eine neue demokratische Verfassung. DIE LANDSCHAFTEN

Hessens Landschaft besteht aus zahlreichen Mittelgebirgen, etwa der Rhön, mit dem höchsten Berg dieses Bundeslandes, der Wasserkuppe, dem Taunus, dem Rothaargebirge … Ein Kontrast dazu: das Oberrheinische Tiefland mit dem Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet.


Florist- und Ikebana-Meister Nicolaus Peters hat eine mittlerweile rare hessische Landschaft inszeniert: »Es ist so schade, dass nur noch wenige Idealisten bereit sind, sich um den Erhalt von Streuobstwiesen zu bemühen.«

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Ma inh att an Gre eti ng s fro m

H E I M AT F L O R I ST I K

Es ist schlecht bestellt um eines der wichtigsten hessischen Kulturgüter. Die Streuobstwiese stirbt. Diese Meldung hat den Floristund Ikebana-Meister Nicolaus Peters zu seiner floralen HessenInszenierung bewogen: Eingebettet in eine statische Form aus vielen Zieräpfeln auf kleinen Holzspießchen sind filigrane Blüten in warmen Farben. Verarbeitet hat Nicolaus Peters orangefarbene Pompon-Dahlien, Blüten und Blätter der Kapuziner Kresse, Dill und Hopfenranken. Eine zauberhafte Kreation, die sich harmonisch in die Streuobstwiese einfügt und doch für staunende Aufmerksamkeit sorgt.

D I E K U LT U R

Hessen hat auch kulturell viel zu bieten. Im ganzen Land finden international angesehene Veranstaltungen statt wie die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden, die Bad Hersfelder Festspiele, das Rheingau Musik Festival oder die Verleihung des Georg-BüchnerPreises in Darmstadt und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in Frankfurt. Sehenswert

sind die fünf hessischen Stätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit, etwa das karolingische Kloster Lorsch, das Obere Mittelrheintal oder der Nationalpark Kellerwald-Edersee. DIE REGIONALE KÜCHE

Die Küche Hessens ist genau so typisch wie die Hessen selbst: leicht eigensinnig, aber qualitativ hochwertig. Maximalen Genuss

versprechen Äppelwoi, der Apfelwein mit dem sehr eigenwilligen Geschmack, »Grie Soß«, wie die Hessen ihre Kräutersauce nennen, die vorzugsweise zu kaltem Braten oder Fisch gereicht wird, Handkäs, ein früher mit der Hand geformter Sauermilchkäse oder Ahle Wurst, eine lange gereifte Rohwurst.

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BUCHTIPP: DAS BESONDERE KRÄUTERKOCH BUCH

»Das besondere Kräuterkochbuch« von Jekka McVicar, Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), ISBN 9783421038548, EUR 29,99.

ABB.

Schon in seiner Aufmachung unterscheidet sich »Das besondere Kräuterkochbuch« von Jekka McVicar von anderen Werken dieser Gattung. McVicars Tochter Hannah illustrierte das Buch sehr zurückhaltend und setzte bei der Gestaltung ausschließlich auf grafische Elemente zur Abbildung der Pflanzen. Schnell wird deutlich: Hier stehen ganz klar die Texte im Vordergrund. McVicar verrät auf 350 Seiten alles über ihre 50 Lieblingskräuter: Dazu gehören bekannte Arten wie Minze, Oregano oder Schnittlauch, aber auch Exoten wie Vietnamesischer Korian-

der, Lavendel, Veilchen oder Stevia, das »Süßkraut« ohne Kalorien. Jedes Kraut wird ausführlich vorgestellt, mit Wissenswertem zu Anzucht, Pflege und Ernte, kulinarischen Besonderheiten sowie medizinischen Eigenschaften. Es folgen über 250 originelle Rezepte – für herzhafte Gerichte, Desserts und Gebäck, aber auch erfrischende Getränke –, die Lust machen, mit Kräutern zu kochen, zu backen und neue Ideen auszuprobieren. Geadelt wird das Buch durch ein Vorwort von Starkoch Jamie Oliver, der die Autorin liebevoll die »Queen of Herbs« nennt und rät: »Lassen Sie sich von diesem großartigen Buch inspirieren zu einer neuen, guten Küche.«

IMPRESSUM Feelings erscheint zwölf Mal im Jahr und ist kostenlos im Fleurop-Fachgeschäft erhältlich. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Herausgebers.

H e r a u s g e b e r (v. i. S. d. P.) Fleurop AG 12200 Berlin Tel: 030/713 71-0 Fax: 030/713 71 198 Schriftleitung Winnie Maria Lechtape Redaktion Bahia Büro Angelica Langley, Martin Hein Gotenstr. 11 20097 Hamburg Tel: 040/430 54 38 Fax: 040/430 58 09 E-Mail: feelings@fleurop.de Grafik Esther Hartmann, Christof Brüggemann, Hamburg litho Druckerei in St. Pauli, Hamburg Druck Evers Druck, Meldorf Fotos Blumenbüro (Titel, S. 4/5, 10/11) IBulb (S. 3, 6), Azerca (S. 7, 15) »Architektur & Pflanze« (S. 8/9, 16) Stefan Albrecht/Adele Marschner (S. 12/13) BBH/FDF-Strauß-Offensive/ J. Manegold (S.16)

FEELINGS-SUDOKU

Auch in diesem Monat gibt es wieder etwas zum Knobeln. Die Lösung verraten wir Ihnen im Oktober-Feelings.

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SELBERMACHEN: SEPTEMBER-GIRLANDE

Selbermachen macht Spaß. Ganz besonders dann, wenn man dabei die Kreativität von Kindern wecken kann. Es darf nur nicht allzu kompliziert sein, und das Ergebnis muss überzeugen. So wie unsere September-Girlande, die die Kinderzimmertür schmücken kann oder auch als Traumfänger am Fenster böse Nachtgeister vertreibt. Für die Girlande benötigen Sie je nach Länge ein bis drei Heidetöpfe. Ob Weiß, Rosa oder Violett —— die Auswahl ist groß. Hinzu kommen einige Lampionblumen, Hagebutten und Blätter. Aus dem Werkzeugkoffer kommen Schere und Rosenschere, aus der Bastelkiste dünner Bindedraht, eine dicke Stopfnadel und ein stabiler Faden hinzu. Zunächst werden Heidezweige geschnitten und mit Draht zu kleinen Tuffs gebunden. Dann können alle »Zutaten« aufgefädelt werden. Dazu ein Stück stabilen Faden in Girlandenlänge abschneiden und nach Lust und Laune Heidebündel, Blätter, Lampions und Hagebutten aneinander reihen. Bleibt am Schluss nur noch, einen tollen Platz für das Kunstwerk zu finden.

NA MENSTAGE IM SEPTEMB ER 1 7 . Hildegard

2 5 . Gottfried

2 . Stephan

1 . Ruth

1 0 . Theo

9 . Otmar

1 8 . Lambert

2 6 . Meinhard

3 . Gregor

1 1 . Daniel

1 9 . Lucia

2 7 . Vincenz

4 . Ida

1 2 . Maria

2 0 . Andreas

2 8 . Konrad

5 . Roswitha

1 3 . Tobias

2 1 . Moritz

2 9 . Michael

6 . Magnus

1 4 . Irma

2 2 . Lene

3 0 . Hieronymus

7 . Regina

1 5 . Roland

2 3 . Thekla

8 . Adrian

1 6 . Cornelius

2 4 . Rupert

Quelle: Namenstage gemäß J. Torsy »Der große Namenstagskalender« aus dem Herder Verlag

Ist leicht zu basteln und sieht schön aus: die SeptemberGirlande zum Selbermachen.

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Haben Sie unser Feelings-Sudoku im Juli lösen können? Hier sind die richtigen Zahlen.

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GEWI N NSPI EL

herbsttöne

… verlosen nach diesem durchwachsenen Sommer die Fleurop-Partner in diesem Monat. Zu den 30 Herbststräußen gesellen sich noch drei großformatige Fotobände von Klaus Wagener zum Thema »Architektur & Planze«. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, sollte wissen: Welches HeimatThema hat Nicolaus Peters in diesem Monat floristisch umgesetzt? Die Antwort lautet: S _ R _ U _ B _ _ W _ E S _ _

Mein Vor- und Nachname

Meine Adresse: Straße und Nr.

PLZ und Ort Mein Lieblingsflorist, bei dem ich Fleurop-Feelings erhalten habe:

Einsendeschluss: 30. September 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung des Gewinns nicht möglich. Coupon bitte ausschneiden, auf eine Postkarte kleben und einsenden an: Fleurop AG Stichwort Feelings 12200 Berlin

Name des Geschäfts

Straße und Ort


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