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INHALTSVERZEICHNIS

Dat Franchize boy Jizzal Man im Interview Der Rapper exklusive im Interview.

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Roccett im Interview

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Don Canon im Interview

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Jayonna Fabro im Interview

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DJ Ron im Interview

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ARTISTS Snoop Dogg Deutschlands vergessene Kinder 2 Interview Automatikk 2 Jahre später: Pimp C Timbaland Coast2Coast CEO Lil Fats im Interview Gucci Mane Donato

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ENTERTAINMENT Shorty‘s CD Reviews Throwback Gossip - Streets are talking DJ Charts Kino DVD PSP Go FIFA 10 NBA 2K10

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LIFESTYLE Trendy Stuff Girl des Monats: Kiwi BMW vs. Chrysler Plumpe Anmachsprüche

Vorwort Im Dezember wartet man auf Weihnachten und Neujahr. Doch seit diesem Jahr gibt es ein weiteres Highlight, dann man im Kalender makiert hat. Die Rede ist natürlich vom Flavor Magazine, welches bereits die fün fte Ausgabe stellt. Diesmal haben wir diverse Inte rviews für Euch geführt, etwas für Euren Life style raus gekramt und wieder zwei sexy Gir ls für Euch. Wir hoffen, dass ihr wieder Spaß an der aktuellen Ausgabe habt und hoffen, dass wir uns im neuen Jahr wieder sehen, wen n wir bereits die sechste Ausgabe des Flavor Magazine veröffentlichen. Seit schon einma l gespannt! Aber jetzt erst einmal viel Spaß bei m lesen. Und natürlich später im Monat, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Euer Flavor Mag -Team!


Eminem füllt die Tabletten-Box wieder auf... Eigentlich hätte ja Ende des Jahres der Nachfolger zu seinem im Mai erschienenem „Relapse“ Album erscheinen sollen. Da „Relapse 2“ jetzt aber auf 2010 verschoben wurde und Eminem seinen Fans dennoch neue Musik in diesem Jahr versprochen hat, veröffentlicht er jetzt „Relapse: Refill“. So soll es neben den bereits enthaltenen Songs von „Relapse“ sieben neue Tracks auf dem Silberling geben. Erscheinen soll das Album, welches jetzt als 2-CD-Pack daher kommt, am 18. Dezember über Interscope Records/Universal. Somit gibt es auch wieder etwas Neues von Marshall Mathers unter dem Weihnachtsbaum.

Neues vom Brooklyn Rapper Sean Price Im Dezember gibt es wieder Neues vom Brooklyn Rapper Sean Price, welcher „Kimbo Price“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Mixtape, welches in Deutschland ab dem 11. Dezember zu beziehen ist. Vertrieben wird das Ganze von Groove Attack. Dabei handelt es bei der neuen Scheibe um einen Vorboten von Sean Price‘ neuen Album „Mic Tyson“, welches im kommenden Jahr erscheinen soll. Zusätzlich soll es auch bald etwas von Random Axe, Sean Price neuer Rap-Gruppe, auf die Ohren geben. Hier gibt es jetzt erstmal 23 neue Songs inklusive Features von unter anderem Petro, Royce the 5‘9‘, Flood Diesel, L.E.G.A.C.Y., Buckshot und Skyzoo.

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Das Element der Freiheit.. Nachdem die Sängerin Alicia Keys auf JayZ‘s Track solch eine gute Figur gemacht hat, meldet sie sich im Dezember gleich mit einem eigenem und neuen Album zurück. Erscheinen soll „The Element of Freedom“ am 11. Dezember über J. Records und Features von Mariah Carey, Jay-Z und Beyonce beinhalten. Insgesamt wird die Scheibe mit 15 neuen Tracks einen recht gelungenen Eindruck unter den Weihnachtsbäumen der Deutschen Musik-Liebhaber machen.

Wu-Tang Clan Meets the Indie Culture Part Two Das es mehr gibt, als nur den Mainstream Hip Hop, dass muss man wohl den wenigsten Leuten mitteilen. Und so nimmt es der Wu-Tang wieder einmal in die Hand, dem Underground etwas Licht zu verleihen, und veröffentlicht „Meets the Indie Culture Vol.2“. Erscheinen soll der Nachfolger zu Teil Eins am 4. Dezember über iHipHop. In Deutschland wird der neue Silberling über Groove Attack vertrieben. Dabei handelt es sich um eine Doppel-CD mit insgesamt 19 Songs. Und auch wenn es sich hier nicht um den Mainstream handelt, so braucht sich eigentlich keiner auf dem Werk zu verstecken. So finden wir unter anderem Namen wie MF Doom, Canibus, DJ Paul von Three 6 Mafia, Ras Kass und Busta Rhymes. Also ein absolutes Muss für jeden Hip Hop Head.

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isher kannte man dich vor allem durch deine Zusammenarbeit mit DJ Drama und den Aphiliates. Zu Beginn des Jahres hast du dich aber nach sieben Jahren von ihnen getrennt. Was waren die Gründe, und wie wird es jetzt mit dir weitergehen? Prinzipiell kann man sagen, dass wir zuletzt vermehrt Differenzen bzgl. unseres Sounds und der Kreativität hatten, was schlussendlich zu der Trennung geführt hat. Ehrlich gesagt will ich darüber aber gar keine weiteren

Zeit noch kommen wird. Alle Künstler mit denen ich bisher zusammengearbeitet habe wollten meine Tracks als Single auskoppeln, wurden dann aber von ihren Labels und den A&R’s überstimmt. Mit Young Jeezy’s „Circulate“ habe ich zumindest mal den Song der neuen Belvedere Vodka Kampagne produziert. Ich hoffe, dass mich das auf ein neues Level bringt, wo dann auch Hits möglich sind. Aber wie gesagt, es ist nicht unbedingt mein Fehler, dass ich noch keinen Top-10 Song hatte, sondern der der Labels.

Heutzutage geht es nur mehr um Namen und Status, da die Typen in den Büros ja in Wahrheit keine Ahnung von Musik haben. Worte verlieren. Ich habe mit Ebony Son, welches u.a. DTP-Präsident Chaka Zulu gehört, bereits ein neues Management gefunden, und werde ansonsten versuchen etwas Eigenes aufzubauen. Niemand, oder zumindest ich nicht, möchte sein ganzes Leben als freier Produzent verbringen. Mein nächstes Ziel es ist daher meinen Namen noch bekannter zu machen und dann ein eigens Label zu gründen. Entschuldige, aber eine Frage zur Trennung möchte ich dir trotzdem noch stellen. Was ist mit den ganzen Künstlern, die du und Drama gemeinsam unterstützt habt? Diesen werde ich selbstverständlich treu bleiben. An meiner Beziehung zu Asher Roth hat sich deswegen ja nichts verändert. Wir haben zusammen an seinem Debüt gearbeitet und werden das auch in Zukunft weiterhin tun. Dasselbe gilt natürlich auch für Willie Da Kid, der ebenso auf meine Hilfe zählen kann. Vor allem junge Künstler benötigen viel Unterstützung, um sowohl als Mensch als auch als Musiker reifen zu können. Auf der Majorbühne bist Du allerdings selbst noch ein relativ neuer Produzent. Beunruhigt es dich, dass du aufgrund deines *Cannon* Sounds und deiner Beats eigentlich sehr beliebt bist, du bisher aber noch keinen einzigen Charthit landen konntest? Nicht wirklich, denn ich weiß, dass meine

Wie siehst du als Produzent das aktuelle Musikgeschäft? Heutzutage geht es nur mehr um Namen und Status, da die Typen in den Büros ja in Wahrheit keine Ahnung von Musik haben. Ich will die A&R’s wirklich nicht runtermachen, denn es ist schon verständlich, dass man in Zeiten wie diesen den finanziellen Erfolg vor alles andere stellt, aber dadurch bekommen unbekannte Produzenten keine Chance mehr. In gewisser Weise werden ja auch die Künstler von den Plattenfirmen erpresst. We need a Timbaland, we need a Swizz – ansonsten wird nichts veröffentlicht. Das ganze Geschäft ist viel hitorientierter als früher. Damals gab es einen Pete Rock oder Organized Noize, und man hat sich zusammengetan um gute Musik zu machen. Da wusste man noch nicht, ob es wirklich ein Hit wird oder nicht. Dieses Risiko geht man nicht mehr ein und setzt daher auf Marken anstatt auf Qualität. Versteht mich nicht falsch, ich respektierte Cool & Dre und Timbaland… their shit is hot, aber es bleibt kaum noch Platz für neue Produzenten. Einige wenige bekommen ihre Möglichkeit, die man dann aber auch wirklich nützen muss. Es kommt mittlerweile aber auch immer öfter vor, dass Produzenten sich einfach dem Trend anschließen und sich so dem Markt anbiedern… Für mich kommt das aber nicht in Frage. Ich mache was mir Spaß macht und weil ich dazu in Stimmung bin – ich finde das

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ist sehr wichtig beim Produzieren. Es kann sein, dass ich mal einen ganzen Tag nur Balladen mache und am nächsten Tag wieder richtig harte Scheiße. Anders könnte ich mir das ehrlich gesagt gar nicht vorstellen. Mich ins Studio zu setzen, mit dem Ziel eine Clubnummer für die Ladies zu produzieren, ist für mich schier unvorstellbar. Da fehlt es dann einfach an der Magie… Wie hast du eigentlich begonnen? Mit fünf hat mir mein Onkel ein paar DJMoves gezeigt, mit neun habe ich dann zu rappen und zu produzieren begonnen. Ich hatte da so eine Karaoke Maschine mit der man Sounds loopen konnte, und mit dieser habe ich dann meine ersten Beats produziert. Seit dem habe ich eigentlich alles in meinem Leben der Musik untergeordnet. Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht was ich tue, da für mich das Produzieren wie Zähneputzen zu meinem Leben gehörte. In meiner Kindheit haben die anderen Videospiele gespielt, ich hingegen habe produziert. Am College haben alle gelernt und gefeiert, und ich? Ich habe produziert – das war einfach immer so. Gibt es Leute, die dich besonders inspiriert haben? Als Junge und DJ aus Philly war natürlich DJ Jazzy Jeff das Maß aller Dinge, aber auch DJ Ren und mein Onkel Keith Boyd hatten großen Einfluss. Später haben mich auch noch Leute wie DJ Clue, Chubby Chub und Doo Wop fasziniert, und als Produzent vor allem DJ Premier, Pete Rock und Diamond D. Wir haben vorher ja bereits kurz angerissen, wie dein kreativer Prozess bei der Arbeit abläuft, aber vielleicht kannst du uns ja noch etwas genauer erzählen wie ein Tag bei dir im Studio abläuft. Zuallererst, ich mag den Ausdruck Arbeit nicht. Produzieren ist keine Arbeit. Ansonsten läuft das genau so ab, wie ich vorher schon erwähnt habe. Du sitzt da und machst Musik. Allerdings gibt es eine Sache die ich pardou nicht leiden kann, nämlich wenn andere versuchen sich einzumischen und mir ihren Input mitteilen wollen. Kreativität ist ein persönliches Ding. Die Art und Weise wie ein Modedesigner eine reguläre Jeans umstylt, ein Basketballspieler seinen Dunk vollführt oder wie ein Koch eine Hühnerbrust

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zubereitet. Du kannst dann auch nicht in die Küche gehen und sagen, dass er das Hühnchen besser mit Salz und Knoblauch zubereiten soll und nicht mit Paprika. Wenn ich produziere weiß ich selbst genau wie das Ergebnis klingen soll, und daran wird dann auch solange gefeilt bis ich zu 100% davon überzeugt bin. Du setzt bei deinen Produktionen auch vermehrt auf Samples. Wie oft sieht man dich noch im Plattenladen? Platten sind reine Zeit- und Platzverschwendung. Ich hatte über neun Tausend Vinyls, habe sie aber mittlerweile alle digitalisiert und danach verkauft. Es ist einfach praktischer alles auf einer Festplatte zu haben, wo man es mit einem Klick abspielen kann ohne stundenlang suchen zu müssen. Nichts gegen die ganzen Digger da draußen, ich habe mir auch erst kürzlich wieder 500 Scheiben gekauft, aber wie gesagt, ich werde sie nicht allzu lange behalten. Gibt’s eigentlich Nummern wo du neidisch bist, dass nicht du den Song produziert hast? Coole Frage. „Buy U A Drank“ oder auch „Can’t Believe It“ fand ich sehr stark und haben mich irgendwie an die Zeit erinnert als ich mit dem Produzieren begonnen habe. T.I.’s „I’m Illy“ gefiel mir ebenfalls sehr gut, und „Heartless“ von Kanye, weil er damit bewiesen hat, dass man sich nicht zu viele Gedanken darüber machen sollte, ob ein neuer Sound beim Publikum ankommt. Was kann man von dir in Zukunft erwarten? Ich arbeite momentan an einer Menge Beats, will aber nicht zuviel darüber erzählen, damit ihr später überrascht seid wenn ihr meinen Namen in den Credits findet. Eigentlich wollte ich 2008 auch ein Album veröffentlichen, habe mich aber kurzfristig dazu entschlossen zuvor meine Marke zu stärken. In Zukunft möchte ich auch mehr Pop und R&B Elemente in meine Produktionen einbinden, und einfach meine Musik mit der Welt teilen.

Interview: Daniel Gräbner Foto: Hannibal Matthews Photography


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er Doggfather aka Snoop Dogg meldet sich zurück und kündigt sein neues Album für den Dezember an. Erscheinen soll „Malice ´N` Wonderland“ in Deutschland am 4. Dezember über Capitol (EMI) und somit kommen wir sogar vier Tage vor den Amis in den Genuss der neuen Scheibe. Dort folgt der Release nämlich erst am 8. des Monats. „Malice ´N` Wonderland“, welches zugleich Snoop Dogg‘s 10. Studio-Album ist, wurde unter anderem von Nottz, The Neptunes, The-Dream, Terrace Martin, Tricky Stewart, Lil Jon und Scoop DeVille produziert. Dabei sollen die Features von unter anderem R. Kelly, Soulja Boy, Problem, Pharrell Williams, Brandy und Nipsey Hussle kommen.

Insgesamt erwarten uns 14 neue Tracks, inklusive Intro und Outro. Dabei sind die Songs „Gangsta Luv“, That‘s Tha Homie“, „I Wanna Rock“ und „Upside Down“ aus dem Album bereits veröffentlicht worden. Seit November wurden diese Songs nach und nach im Internet geleaked und von diversen Webradios und DJ‘s aufgegriffen. Ob uns der Doggfather mit dem Nachfolger seines „Ego Trippin‘“ überzeugen kann bleibt abzuwarten. Wir schauen allerdings gespannt auf die Veröffentlichung und freuen uns schon einmal auf neues Material des Doggfathers. Text: Timothy Morrell

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ellowvibes Media und die Arche haben bereits den zweiten Teil von „Deutschlands vergessene Kinder“ veröffentlicht, auf welchem zahlreiche Künstler komplett auf ihre Gage verzichten und somit alle Einnahmen an die Arche gehen. Zu diesem Projekt haben wir jetzt ein Interview mit Jan Pasutti von Mellowvibes geführt. Am 20. November erschien jetzt der zweite Teil von „Deutschlands vergessene Kinder“. Seid ihr bisher mit den Zahlen und dem Feedback zufrieden? Ja, aber es geht sicher noch mehr. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in die Arbeit der Künstler mit den Kindern und Jugendlichen in den ARCHE. Um das Projekt weiter auszubauen, brauchen wir weiterhin Spenden. Mit dem Soundtrack haben wir eine attraktive Möglichkeit geschaffen, großartige Musik zu bekommen, und gleichzeitig noch etwas Gutes zu tun. Für den ersten Teil von „Deutschlands

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vergessene Kinder“ habt ihr ja den Street Award 2009 erhalten. Ehrt euch so etwas und stärkt es einen vielleicht auch, dass man das Richtige macht?

Der Award ist eine Bestätigung der Idee hinter „Deutschlands vergessene Kinder“, sprich: durch den Verkauf eines Soundtracks ein eigenes Jugendprojekt zu finanzieren. Gleichzeitig hebt er das Projekt nochmal auf eine andere Ebene. Denn in der Regel, wenn Musik ausgezeichnet wird, geht es nur um die Media Control-Ergebnisse. Da haben Verleihungen wie die „Street Awards“ schon eine tiefergehende Bedeutung. Jetzt ist aber wie gesagt der zweite Teil des Samplers da. Und neben der Tatsache, dass es für einen guten Zweck ist, dürfte die Tracklist wohl die Herzen so einiger Fans höher schlagen lassen. So findet man darunter unter anderem


Curse, Prinz Pi, Die Firma und Jonesmann, um nur ein paar zu nennen. Wie trommelt man so viele Künstler zusammen und war es schwer, diese für solch ein Projekt zu begeistern? Wirklich schwer ist das nicht, nur extrem zeitaufwendig. Hier müssen Studiotermine koordiniert werden, dort fehlt noch der Mixdown eines Songs, jemand anderes hat die Verträge noch nicht unterschrieben usw. Es müssen massenhaft Songs gehört und bewertet werden. Dann müssen wir abwägen wer auf den Sampler kommt, um auch die Vielfalt und Abwechslung nicht zu vernachlässigen. Einige der Künstler waren ja schon im letzten Jahr mit dabei und die anderen musste man auch nicht wirklich extra begeistern, der Charity-Gedanke überzeugt auch so. Neben den eigentlichen Künstlern, habt ihr aber auch diverse Synchronsprecher von Hollywood-Stars gewinnen können. So gibt es ja unter anderem die Stimmen von Will Smith, Bruce Willis und Jennifer Aniston zu hören. Das ist ja dann doch eher ungewöhnlich auf einem Hip Hop Projekt. Wie kommt man an solche Leute ran und waren diese gleich überzeugt? Die waren sofort dabei, nicht zuletzt, da die ARCHE einen großen Bekanntheitsgrad und ein hohes Ansehen genießt. Alle Kontakte kamen über die Berliner Theaterschauspielerin Margot Rothweiler zustande, die Gefallen am „ARCHE HipHop-Projekt“ fand. Wir hatten sie an einem Workshop-Tag dabei, haben ihr alles erklärt und gezeigt. Anschließend gab ein Wort das andere und schließlich war die Idee geboren, Fakten über Armut und Kinderarmut in Deutschland von so prominenten Stimmen einsprechen zu lassen. Was erwartet den Hörer jetzt eigentlich auf dem Sampler. Was stell ich mir in das CD-Regel, wenn ich den Sampler jetzt kaufe? Man wird sich eine CD mit 20 Songs ins Regal stellen, 20 Songs die exklusiv aufgenommen wurden, um Deutschlands vergessenen Kindern zu helfen. Diese Songs sind durch 11 Skits von sehr bekannten deutschen Synchronstimmen miteinander verbunden. Man wird spannende, traurige, erschütternde, aber auch wütende Geschichten und Gedan-

Man wird sich eine CD mit 20 Songs ins Regal stellen, 20 Songs die exklusiv aufgenommen wurden, um Deutschlands vergessenen Kindern zu helfen. ken von großartigen Künstlern der deutschen Rap-Landschaft erwerben, die alle Subgenres von Rap-Musik abdecken. Vor allem aber wird man mit dem Kauf der CD in vollem Umfang das „ARCHE HipHop-Projekt“ unterstützen, das einen kleinen Teil versucht beizutragen, dass Kinder in Deutschland nicht verloren gehen. Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen, solch ein Projekt zu starten? Kennt ihr vielleicht Menschen die selbst betroffen sind? In meinem persönlichen Umfeld ist niemand von extremer Armut betroffen. Allerdings ist der Weg dahin auch nicht mehr weit. Stellenabbau und Lohndumping tun ihr Übriges. In Deutschland bröckelt die Basis derzeit auf voller Breite. Die Unternehmensinsolvenzen schnellen in Höhe, das Bildungs- und Gesundheitssystem krankt, Frauen ab 40 und Männer ab 50 haben kaum noch Chancen auf Arbeit. Die Mitnahmementalität wird noch weiter steigen, als es heute schon der Fall ist. Die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter auseinanderklaffen und die Folgen werden verheerend für das ganze Land sein. Wie kam es dabei eigentlich zur Zusammenarbeit mit der Arche? Ende 2007 sahen wir Herrn Büscher, den Sprecher der ARCHE, in der ARD-Sendung „Maischberger“. Dort ging es u.a. um den Einfluss von Rap-Musik auf Jugendliche. Das hat uns interessiert, darum haben wir uns in den nachfolgenden Tagen mit Herrn Büscher getroffen. Im Laufe der Gespräche entstand die Idee, mit einem exklusiven Soundtrack und dem „ARCHE HipHop-Projekt“ zu helfen. Und das Geld, dass durch den Sampler eingenommen wird, gibt die Arche wo-

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für aus? Also welche Projekte werden damit unterhalten und was bekommen die Kinder geboten, was sie sonst nicht bekommen hätten? Die ARCHE verwendet das Geld ausschließlich, um das „ARCHE HipHop-Projekt“ durchzuführen. Mit dem Kauf des Albums unterstützt man also direkt die Arbeit der Künstler und Trainer mit den Kindern und Jugendlichen. Die ARCHE bietet verschiedenste Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung an, konkret im HipHop-Bereich gab es aber noch nichts und genau der interessiert sie alle. So wie die ARCHE auf Spenden von Unternehmen und Privatpersonen angewiesen ist, ist das “ARCHE HipHop-Projekt“ auf die Erlöse aus dem Verkauf des Soundtracks angewiesen. Ich hoffe sehr das wird auch so erkannt von den Leuten. Oft hört man in der Presse ja auch Negatives über Rap. Er sei voller Gewalt, Sexismus und verderbe unsere Kinder. Denkst du, dass man durch solch ein Projekt jetzt vielleicht auch ein bisschen das Gegenteil beweisen kann?

Mellowvibes erhält den Street Award 2009

Ich sehe nicht, dass das Gegenteil überhaupt gewollt ist. Allgemein ist das ein Kampf gegen Windmühlen. Künstler lassen sich nach wie vor von A&Rs und Productmanagern reinreden. In Interviews sprechen sie dann nach, was Schlagzeilen bringt. Die wissen schon genau, wie das Prinzip funktioniert. Bestimmte Medien wiederum - und ich meine nicht nur die privaten - lechzen nach goodvs-bad Geschichten, Schicksalen, Verwahrlosung. „Bad news are good news“ ist eine klassische Faustregel unter Journalisten. Im Fernsehen wird mit Vorführ-Formaten inzwischen jeden Tag gegen die Menschenwürde verstoßen - Artikel 1 GG - aber man hat sich halt daran gewöhnt. Letztendlich hat alles auch mit der Sensationsgier des Menschen zu tun.

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Im Rap-Bereich selber fand über die letzten Jahre eine extreme Abstumpfung statt. Vieles blieb unkommentiert oder wurde wortlos abgenickt. Ohne Unterstützung oder Unterlassen der Musikmedien hätten es bestimmte Künstler nicht so schnell so weit gebracht. Wo waren denn die kritischen Stimmen? Interviews sind heute viel zu oft Ringelpiez mit Anfassen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen herrscht ganz klar die Tendenz, ein Thema - gern auch mit waghalsigen Formulierungen - lieber wegzuloben, als kritisch und unabhängig zu berichten. Dabei müssen gerade Journalisten unbequem sein! Aber auch nicht jede Platte, über die eine Kritik erscheint, wurde tatsächlich zuvor gehört. Die Leute müssen darum anfangen viel mehr Fragen zu stellen und kritischer zu werden. Angesichts dessen ist es für uns erstmal nicht von Bedeutung, ob der Soundtrack für ein besseres Image von Rap-Musik sorgen kann. Kannst du uns auch etwas zu dem HipHop-Projekt der Arche erzählen, wohin ja die Einnahmen fließen? Was bekommen die Kinder dort alles geboten? Wir bieten Workshops in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport an. Die Kids haben so die Möglichkeit, den Künstlern, die die Workshops leiten, über die Schultern zu schauen und mit ihnen gemeinsam Sachen zu erarbeiten. Rap, Breakdance und Graffiti bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, neue Stärken, Fähigkeiten und Talente an sich zu entdecken. Im Kern geht es allerdings um Wertevermittlung und das Realisieren der eigenen Probleme. Die emotionale Armut ist oft ein viel zu unterschätztes Problem. Wir fangen da ganz vorne an. Das darf nicht vergessen werden. Dafür muss zunächst Vertrauen aufgebaut werden. Insofern nutzen wir HipHop als Schlüssel für unsere Arbeit. Und welches ist bei den Kindern am beliebtesten? Also wo ist der Andrang am stärksten? Anfangs wurde eine ganze Palette an Workshops angeboten. Es hat sich aber recht schnell herauskristallisiert, dass die klassischen HipHop-Elemente am beliebtesten sind. Derzeit sind das die Rap- und Breakdance-Workshops. Da haben wir immer guten Andrang.

Interview: Timothy Morrell


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as Rap nicht immer aus Berlin oder dem Pott kommen muss zeigen zum Beispiel die Jungs von Automatikk. Das aus Nürnberg stammende Rap Duo machet seit 2002 die Szene in Deutschland unsicher. Die beiden sind nicht nur in der Welt der Musik ein Paar, sie sind auch im wahren Leben mit einander verbunden, denn sie sind Brüder. Ihr Debüt feierten die beiden mit dem Album „Klick Klack“. Allerdings mussten die Fans dann gleich zwei volle Jahre auf das Folgealbum warten. Aber 2004 war es dann so weit und „Wir fikken alless“ wurde auf den Markt geschmissen. Danach folgte der Wechseln von Gangbang Records zum Label Amstaff. Hierüber folgte dann das Album „Wir fikken immer noch alles“. Das letzte Album, dass die Brüder Rokko81 (Ayhan Gökgöz) und Atillah78 (Gökhan Gökgöz) gemacht haben, trägt den Titel „Jenseits von Eden“. Bekannt wurden die beiden Fitness Junkies vor allem durch Features von bekannte Rap Größen wie Sido, B-Tight, Bass Sultan Hengzt oder Massiv.

Und jetzt, im Dezember 2009, veröffentlichen die beiden ihr neues Album über Murderbass, genauer am 11.Dezember 2009. Auf der neuen Plastik Scheibe hören wir neben Automatikk auch Interpreten wie Fler, KIZ, Orgi, Vork, Jack Orsen und Sarah Ann. Das Ganze dann auf 16 fetten Tracks die an den bekannten Style von Automatikk aus der Vergangenheit Anschluss finden. Produziert wurde das Alles von lan, DJ Smoove, Djoerkaeff und dem Nürnberger Star DJ, DJ Polique. Wir können uns also alle mal wieder auf guten Rap freuen, der nicht aus einer der Mainstream Städte hier in Deutschland stammt. Naja, zumindest die Künstler nicht. Und in der Zwischenzeit vertreiben wir uns die Zeit des Wartens mit einer Automatikk Philosophie, wir gehen ins Fitness Studio und „drücken die Hantelbank“. Text: Thorsten Streb

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wei Jahre sind bereits ins Land gezogen, als eine Meldung durch die Hip Hop Gemeinde ging, welche sich schneller als ein Buschfeuer ausbreitete. Chad Butler aka Sweet James Jones aka Tony Snow aka Mick Jagga ist tot! Der bei den meisten besser bekannt als Pimp C, wurde am Morgen des 4. Dezember 2007 tot in einem Hotelzimmer des Mondrian Hotel aufgefunden. Was Fans Anfangs eher als schlechten Witz verbuchen wollten, mussten sie dann jedoch als bittere Realität annehmen, als immer mehr Berichte über den Tot des Musikers auftauchten. Während die Todesursache zu Beginn noch etwas unklar war, stellte sich später heraus, dass diese auf eine ungewollte Überdosis von Kodein und dem Rapper seiner Schlafapnoe-Syndrom Krankheit zurück zu führen ist. Diese beiden Faktoren führten dann letzten Endes zum Tode von Pimp C.

Life“ erschien im April des Jahres 2009. Die erste Neuigkeit, welche Pimp C wohl sehr geehrt und gefreut hätte, kam nur zwei Tage nach seinem Tod. Dann nämlich wurde er zusammen mit seinem Rap-Partner Bun B für einen Grammy in der Kategorie Bester Rap eines Duos oder einer Gruppe nominiert. Diesen konnte UGK dann jedoch leider nicht mit nach Hause nehmen. Am Ende der Grammy-Verleihung wurde allerdings eine Traueranzeige eingeblendet, mit welcher der Rapper bedacht wurde.

Aber jetzt wollen wir doch einmal schauen, was zwei Jahr später von Pimp C übrig ist. Musikalisch folgt ja logischer Weise nicht mehr viel. Im Juli folgte dann der letzte Release des Rappers in Form einer „Greatest Hits“ Sammlung, welche im Juni 2008 über Asylum Records veröffentlicht wurde. Ein Jahr später folgt dann auch das letzte UGK Album mit seinem Partner Bun B. „UGK 4

im Alter von nur 34 Jahren.“

Rapper Lil Flip mit einem „R.I.P. Pimp C TShirt“ bei seinem Auftritt in Deutschland.

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„Rapper Chad Butler aka Pimp C verstarb am 4. Dezember 2005

In der nächsten Zeit konnte man viele Künstler sehen, welche in irgendeiner Weise den Künstler bedachten. So zum Beispiel Lil Flip, welcher nur kurze Zeit später während seiner Club-Tour durch Deutschland zog. Je mehr Zeit allerdings verging, desto weniger hörte man den Namen Pimp C in den Medien. Diese hörten spätestens nach der Beerdigung des Künstlers am 13. Dezember damit auf und konzentrierten sich auf andere Themen, welche gerade durch die Hip Hop Gemeinde zogen. Seine Fans jedoch, hören wahrscheinlich auch Heute noch regelmäßig seine Musik. Und auch den einen oder anderen neuen Fan wird er seit seinem Tot dazu gewonnen haben. Denn so traurig es auch ist, kommt der große Durchbruch eines Künstlers meist nach dem Tot. Und so können sich die neuen aber auch die alten Fans, auf ein neues Album von Pimp C freuen. Denn wie Bun B jetzt bekannt gab, wird


ein Posthumes Album für die Veröffentlichung geplant. Dabei fiel die Wahl des Titels auf „The Naked Soul Of Sweet James Jones“. Einen genauen Termin gibt es bislang allerdings noch nicht. Hier soll uns aber kein 0-8-15 Album erwarten. Bun B meinte zwar, dass sehr viele Vocals zur Verfügung stehen, er aber nicht einfach ein paar Beats packen und die Vocals drauf schmeißen will. So will er das Ganze Projekt wie ein richtiges Album behandeln und auch aufbauen. Es gibt nur eine Chance, aus den Vocals ein gutes Album zu fertigen. Wenn sie jetzt Mist bauen, sind die Vocals in den Wind geschossen. Weil sobald diese einmal draußen und bekannt sind, kann man sich für keine neuen Tracks, welche etwas bewirken sollen, verwenden. Es gibt also nur eine Chance. Kein Wunder also, dass Bun B, wie er in eigenen Worten ausdrückt, das Projekt nur mit Samthandschuhen angeht. Wir sehen also, dass Pimp C auch nach zwei Jahren weiter lebt. Zwar hat die Medienpräsenz etwas abgenommen, dennoch ist er nach wie vor da. Und wenn wir ehrlich sind, hatte er vor seinem Tot ja auch nicht jeden Tag einen Artikel in den Medien. Wir freuen uns auf jeden Fall auf neues Material des Rappers und gedenken ihn am 4. Dezember. Text: Timothy Morrell

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as jetzt wohl jeder wissen möchte, ist ob du noch immer cool mit den Franchize Boyz bist? Ja, das ist in letzter Zeit echt ein gefragtes Thema und eine große Frage.. Mir schreiben die Leute über Myspace und sonst was für Seiten und fragen ob ich mit den Jungs noch down bin. Aber es ist DFB for life. Es ist einfach für immer und wir sind weiter zusammen. Wir machen auch weiterhin unser Ding, so wie ihr es gewohnt seid. Im Moment sieht es einfach so aus, dass wir eigene Projekte veröffentlichen. Zudem wollen wir schauen, was es Label mäßig noch gibt. Okay, das bringt mich auch bereits zu meiner nächsten Frage. Wie steht es momenten um euch und Capitol Records? Ja, wir sind soeben erst aus dem Vertrag mit Capitol Records entlassen worden. Wir haben schon seit zwei Jahren versucht den Vertrag beim Label aufzulösen, seit dem Jermain das Label verlassen hat. Und die (Capitol Records) haben ein weiteres Album von uns veröffentlicht. Das Ganze lief über einen Vertriebsdeal mit Koch. Dabei haben sie allerdings keinerlei Promotion für den Release gemacht. Ein haufen Leute haben nicht mal gewusst, dass wir ein neues Album auf dem Markt haben. Viele wissen bis Heute nicht einmal, dass Dem Franchize Boyz bereits ein drittes Album veröffentlicht haben. Du verstehst also was ich damit sagen will. Im Moment arbeiten wir an soviel neuer Musik, welche wir einfach veröffentlichen. Alle vier Mitglieder haben bereits Mixtapes veröffentlicht und ich bin der letzte, der jetzt nach zieht. Titel der Scheibe ist „The Jizzal Bread Man“. Wir sind aber momentan daran auch ein paar digitale Sachen zu releasen. Wir müssen jetzt halt erst einmal ein neues Zuhause finden. Ist die Tatsache, dass vieles vom physikalischen zum digitalen geht, für den Künstler eher förderlich oder macht es das Ganze schwerer? Ich muss ehrlich gestehen, ich habe das digitale Zeugs kommen sehen und viele Leute haben bereits darüber gesprochen, ehe es überhaupt soweit war. Aber für Künstler, insbesondere up-coming Künstler, ist es mehr als förderlich. DJ Greg St. meinte zu mir, „die beste Promotion ist digital“. Weist

„Ein Haufen Leute haben nicht mal gewusst, dass wir ein neues Album auf dem Markt haben. Viele wissen bis Heute nicht einmal, dass Dem Franchize Boyz bereits ein drittes Album veröffentlicht haben.“ was ich meine.. das Internet und die digitalen Downloads.. Das ist was er zu mir sagte. Und für uns, dass wir mehr als fünf Millionen Klingeltöne verkauft haben, ist mehr als stark. Wir waren glaub ich sogar die erste Rap-Gruppe, die Platin für den Verkauf von Klingeltönen bekommen hat. Was ist der größte Unterschied, den du zwischen der Musik in den Staaten und der in Deutschland siehst? Ich meine, hier ist es ganz einfach. Im Moment tun wir hier alle swang serfin. Damals war es mehr ein lean wid it. Jetzt steigt jeder auf swang serfin ein. Übersee ist es eher so, dass sie alles ein bisschen später bekommen. Somit ist ein Track, welcher hier schon wieder am abklingen ist, in Deutschland was Neues und die Leute nehmen es gerne an. Für sie ist es in dem Moment einfach etwas Neues und sie finden es einfach fresh. Und mit was für Produzenten hast du in der letzten Zeit so an deinen neuen Projekten gearbeitet? Was die Produktionen angeht, habe ich einen neuen Jungen. Er ist vom Home Team Backdraft. Ansonsten habe ich noch weitere neue Produzenten wie etwa Protkal, Lil Mistro und Maisto. Ich habe eine ganze Gang von neuen Produzenten auf meinem Release. Ich habe einen haufen Tracks und eine lange Liste an neuen Produzenten und Namen darauf. Es sind aber alles gute Produzenten, von denen man sehr bald mehr zu hören bekommen wird. Wo siehst du dich eigentlich in fünf Jahren? Ich meine, wer weis das schon? Du weist,

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der Himmel ist das Limit. Ich habe jede Menge, was ich machen möchte. So habe ich unter anderem mit meinem Bruder mein eigenes Label gestartet. Allerdings ist dieser jetzt verstorben. An dieser Stelle ein rest in peace an ihn. Mein Hauptziel in den nächsten fünf Jahren ist es, seine Träume am Leben zu erhalten. Am Ende des Tages mache ich es, weil ich es liebe. Ich mache es für meine Familie und für die Liebe der Fans. Und mit wem möchtest du in der Zukunft noch gerne zusammen arbeiten? Eminem und Dr Dre.. Ganz genau, Eminem und Dr Dre. Yup, Em und Dre... Und wann kommst du mal wieder nach Deutschland? Im Moment arbeite ich an der Veröffentlichung des Jizzal Man Mixtape‘s. Das ist was ich im Moment mache. Derzeit mache ich eine Art Promo-Tour in Atlanta. Aber ich werde schon auch bald mal wieder Deutschland kommen. Da könnt ihr euch drauf verlassen. Jetzt weis ich ja, dass du ein Auto Narr bist und eine schwäche für exotische Autos hast. Mit was fährst du derzeit durch die Gegend? Was die Autos angeht, da fahr ich echt voll drauf ab. I meine, die Leute wissen es mittlerweile, da ich es jetzt schon öfters erwähnt habe und auch im Internet ein paar Sachen zu dem Thema zu finden sind. Ich hatte mal acht bis neun Autos. Im Moment habe ich es aber wieder auf fünf Stück runter geschraubt. (lacht) Heute bin ich in meinem 2G Lack unterwegs. Genau so wie im Video zu „Get Your Roll On“. Perl Weiß mit netter Leder Ausstattung. That‘s how i‘m rolling today..

„Im Moment arbeite ich an der Veröffentlichung des Jizzal Man Mixtape‘s. Das ist was ich im Moment mache.“

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Und was für ein Handy rockst du? Was das angeht, bin ich auf meinem Metro Slide Up unterwegs. Aber wenn ich Übersee bin, dann habe ich mein Samsung Handy. Wie Lil Wayne sagte, „you can‘t reach me on my Samsung“. Okay. Und was darf Santa Claus Jizzal Man in diesem Jahr bringen? Er kann mir eine neue Label-Situation bringen. Eine mit der ich leben kann und auch genug Kontrolle über meine eigenen Projekte habe. Genau das kann er mir bringen. (lacht) Welche Top 3 Alben pumpst du derzeit? Zum Beispiel in deinem schicken Auto. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das neue Blueprint Album derzeit rocke... Ist mir egal was die Leute sagen aber Jigga finde ich im Moment recht cool.. Und Rihanna. Sie ist echt heiß! Ich habe zwar noch nicht das komplette Album g e hört


aber es ist dennoch heiß. Wenn du das noch nicht hast, dann musst du es dir echt holen. Und sonst höre ich derzeit in erster Linie noch diverse Mixtapes. Gut, das war es dann auch schon wieder. Die letzten Worte gehören natürlich dir. Also.. leg los. Merkt euch, dass ist mein neues Statement: „I Want In“. Das ist mein neues Ding. Wenn drei Typen auf so nem Dolla Bill sind.. I Want In! (lacht) Du weist was es ist.. I Want In. Und haltet die Augen offen für „The Jizzal Bread Man“, welches schon sehr bald veröffentlicht wird. Interview: Ron-Lo Fotos: M. Feilds Photography

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ackt die verstaubten Tanz-Treter aus, schmeißt euch in den lässigsten PartyFummel und ab geht es in die nächste Disco. Denn Produzent und Rapper Timbaland ist mit einem neuen Album am Start und hier können wir ganz sicher sein, dass es wieder ordentlich Beats gibt, zu denen ihr die Hüften schwingen könnt. Und so zog Timbaland auch diesmal wieder durch das Land um die Besten der Besten für das Teil als Feature zu verpflichten. Die nötigen Beats kommen ja aus seiner eigenen BeatSchmiede. Und be-

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reits im Vorfeld machte er eine klare Ansage. „Shock Value ist wirklich wie der ‚das nenne ich Musik!’ Sampler. Genau das ist mein Ziel, nicht mich als Künstler zu präsentieren.“

Und das sich sein Name meistens mit Zusätzen wie „Super-Producer“ oder „Überproduzent“ schmückt, hat seinen Grund. Bereits seit Mitte „Ich habe a der 90er kann man sich bei seinem Na- kommen ne men sicher sein, Album auch dass man etwas dickes auf die Ohren bekommt, wie beim Bio-Siegel man sicher ist, dass nicht gespritzt wird. So bildeten seine unverkennbaren Produktionen bereits das Rückrad zahlreicher Tracks von namenhaften Künstlern wie etwa Jodeci, Aaliyah, Ginuwine, Missy Elliott, Destiny’s Child, Ludacris, Snoop Dogg, 50


Cent und Jay-Z um nur ein paar zu nennen. Wie bereits beim Vorgänger zu „Shock Value II“ will Timbaland auch diesmal aus dem Genre-denken ausbrechen und „das bestehende System schockieren und erschüttern“. Unterstützung bekommt er auch diesmal wieder von angesagten Künstlern aus dem Musikgeschäft. So ließt sich die Feature-Liste wieder mal wie ein Who-is-who der Musik. So tummelten sich Justin Timberlake, Nelly Furtado, SoShy, Katy Perry, Miley Cyrus, The Fray, JoJo, Daughtry, Chad Kroeger von Ni-

um kann man sich dieses Album auch immer wieder von Anfang bis Ende anhören, denn jeder Song ist so einzigartig und die Bandbreite der Künstler so unglaublich groß. Ich kann es kaum abwarten, dass meine Fans die neuen Songs hören!“ Die erste Single aus dem Album ist der Track „Morning After Dark“, auf welchem Timbaland von Nelly Furtado und seiner französischen Neuentdeckung SoShy gefeatured wird. Bei uns ist diese bereits seit Ende letzten Monats erhältlich. „SoShy und ich rap-

alles daran gesetzt, sämtliche Albumgäste in einem volleuen Licht zu präsentieren. Darum kann man sich dieses h immer wieder von Anfang bis Ende anhören.“ ckelback, Jet, OneRepublic, Brandy, Drake und Keri Hilson zusammen mit Timbaland im Studio. Letztere stand Timbaland ja bereits bei den Hits „The Way I Are“ und „Scream“ zur Seite. „Ich bin wahnsinnig stolz auf das Kaliber von Künstlern, die an diesem Album mitgewirkt haben“, sagte er über die Fortsetzung seiner Schocktherapie. „Und ich kann Euch versprechen, dass ihr Katy Perry, The Fray oder Brandy so noch nie zuvor gehört habt! Ich habe alles daran gesetzt, sämtliche Albumgäste in einem vollkommen neuen Licht zu präsentieren. Dar-

pen darauf zusammen. Der Song ist einfach nur komplett anders als alles andere, was man sonst so geboten bekommt.“ Zuvor wurde auch der Song „Carry Out“ im Internet veröffentlicht, auf welchem Timbaland von Justin Timberlake gefeatured wird. Wie gewohnt bekommen wir hier die Timbaland typische Bassline und dass die beiden Künstler gut zusammen harmonieren, hatten die beiden ja bereits des Öfteren bewiesen. Insgesamt finden sich 18 Tracks auf der neuen Scheibe. Der erste ist dabei das Intro, bei welchem DJ Felli Fel Timbaland zur Hand geht. Erscheinen wird „Shock Value II“ am 4. Dezember über Interscope Records / Universal Music. Text: Timothy Morrell Foto: Albert Watson

Shock Value II 4. Dezember 2009 Interscope / Universal Music

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eute kann sich die Mixtapes schon fast gar nicht mehr weg denken. Und ein Name dürfte in diesem Bereich so einige Glocken zum bimmeln bringen. Die Rede ist natürlich von Coast2Coast Mixtapes, welche jetzt bereits mehr als 100 Ausgaben der Mixtape-Serie veröffentlicht haben. Dabei werden die einzelnen Tapes in der Regel auch von bekannten Major Artists gehostet und darauf zu finden sind fast immer neue Banger aus den Bereichen Hip Hop, R&B und Raggaeton. Für uns war dies jetzt Anlass genug, uns einmal mit dem Gründer des Ganzen, Lil Fats, zu unterhalten. Gleich zu Beginn, wieso hast du dich entschieden das Ganze Coast2Coast zu nennen? Wir haben uns für den Namen Coast 2 Coast entschieden, da wir eine Mixtape Serie veröffentlichen wollten, bei der wir uns nicht nur an eine Region halten müssen. Dazu kommt, dass wir an der Westcoast ansässig sind und wir das New Yorker Mixtape Game auch zu unserer Küste bringen wollten. Aus diesem Grund ist es einfach Coast 2 Coast. Das größte Projekt, dass ihr den Leuten bietet, ist eure Mixtape-Serie. Derzeit habt ihr ja schon mehr als 100 Teile davon veröffentlicht. Ist es eigentlich schwer, an soviel Musik zu kommen, um so viele Tapes zu füllen? Nein, die Musik zu bekommen ist der einfachste Teil an dem Ganzen. Heute gibt es soviel Musik, die veröffentlicht wird. Da ist die größere Arbeit, durch all die Musik zu gehen und neben dem ganzen Müll das zu finden, was die Leute wirklich hören wollen. Auf den Mixtapes bietet ihr ja Beides. So gibt es die Major Artists auf der einen Seite und auf der anderen die Independent Künstler. Was denkst du, was die Leute hören wollen? Sind es eher die Independent Künstler oder die neuen Banger der Major Artists? Ich denke, dass die Leute in erster Linie die Major Artists hören möchten. Weil das sind die Künstler, die sie kennen und lieben. Wie auch immer nutzen wir das, um die Leute dazu zu bringen, die Mixtapes anzuhören und runter zu laden. So bekommen wir sie

auch dazu, die Musik der independent Künstler anzuhören, welche sie sonst vielleicht nie zu hören bekommen hätten. Und so haut es für alle Seiten recht gut hin.

„So bekommen wir sie auch dazu, die Musik der Independent Künstler anzuhören, welche sie sonst vielleicht nie zu hören bekommen hätten.“ In der Vergangenheit hattet ihr bereits Künstler wie The Game, Fat Joe, Bobby Valentino, Flo Rida, Nas, LL Cool J, Maino, David Banner und Chris Brown als Host der Mixtape Serie. Wie bekommt ihr diese? Kommen die Künstler von alleine auf euch zu oder kontaktiert ihr diese und schaut einfach wer Bock darauf hat. Ein paar der Künstler kommen von alleine auf uns zu. Etwa wenn sie ihre neue Single in Umlauf bekommen wollen, ihren Namen festigen möchten oder sonstige Promo planen. Bei manchen Künstlern fragen auch wir schon einmal an, ob nicht Interesse besteht. Und ansonsten arbeiten wir auch mit einigen Managern, A&R‘s und PR-Agenturen zusammen, welche dann wollen das die Künstler es machen. So oder so kommen wir also immer irgendwie zusammen. Jetzt wissen alle, dass ihr ein Mixtape nach dem anderen veröffentlicht. Aber ihr bietet den Künstlern ja auch mehr als nur die Mixtapes. Was bekommt ein Künstler geboten, wenn er sich an Coast 2 Coast wendet? Independet Künstlern bieten wir natürlich in erster Linie an, auf unsere Mixtapes zu kommen. Zudem bekommt er natürlich auch seine eigene Seite auf unserer Website. Dort laden wir auch seinen Track hoch, auf welchen dann die ganzen Coast 2 Coast DJs zurgriff haben. Dabei geht es eigentlich ganz einfach. Die Künstler können sich ganz unkompliziert auf coast2coastsubmissions. com an uns werden und ab dort nimmt das

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Ganze dann seinen Lauf. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, welche wir den Künstlern bieten können. So zum Beispiel auch unser digitales Magazine oder eines unserer anderen, vielzähligen Projekte. Aber auch DJ‘s bietet ihr die Möglichkeit an eurem Movement Teil zu haben. Hier in Form der Coast2Coast Mixtape DJ‘s. Was hat ein DJ davon, wenn er Teil wird und was braucht er, damit ihr ihn auch annehmt? Wichtig ist auf jeden Fall, dass er mindestens ein Mixtape pro Monat veröffentlicht. Hier versuchen wir die Zahl auch übersichtlich zu halten. Aber dies muss er schon erfüllen. Damit wollen wir sicher stellen, dass unsere

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DJ Coalition eine Gruppe von Leuten ist, die auch wirklich etwas bewegen und Produktives machen. All unsere DJ‘s bekommen von uns die Cover kostenlos erstellt, exklusive Tracks, Drops von den Künstlern mit denen wir zusammen arbeiten und die Möglichkeit, dass Ganze auf unseren Server zu laden und von hier aus auch zu verbreiten. Das sind so die wichtigsten Punkte. Jetzt hast du Coast2Coast ja bereits im Jahr 2006 gegründet. Seit dem ist bereits einiges an Zeit vergangen. Wie zufrieden bist du Heute mit dem Projekt? Ich bin recht zufrieden, mit dem was wir als Firma geschafft haben. Allerdings gibt es natürlich immer Sachen die man besser ma-


chen kann oder zusätzlich angreifen möchte. Wir greifen bei allem, dass wir tun, immer nach den Sternen. Ihr könnt also damit rechnen, dass wir bald noch mehr und bessere Sachen über Coast2Coast bringen.

Müll raus zu picken. Das ist wo wir ansetzen. Jeder weiß, dass er von Coast2Coast immer gleichbleibende Qualität, offizielle Mixtapes und einen hohen Standard erwarten kann. Und das mit jedem Volume, das Woche für Woche erscheint. Jetzt neigt sich das Jahr ja so langsam dem Ende. Hast du dein persönliches Ziel für 2009 erreichen können?

Und hast du Anfangs je daran gedacht, dass das Ganze irgendwann mal so groß sein wird? Als ich das Ganze gestartet habe, hatte ich es schon mit dem Ziel getan, es so groß zu bekommen. Also ja, irgendwo hatte ich also schon damit gerechnet. Aber dennoch bin ich fast täglich darüber erstaunt, wie weit wir es Heute schon gebracht haben. Ich kann mich jetzt zurück lehnen und mir denken - „wow, wir sind größer als ich es mir je erwünscht hätte“. Und wenn wir uns das Mixtape Game Heute anschauen, was denkst du darüber? Denkst du, dass es immer noch größer wird oder glaubst du eher, dass die Leute so langsam aber sicher doch genug davon haben? Ich meine, Heute kann man auf fast jeder Webseite im Netz ein kostenloses Mixtape finden.

Wir setzen unsere Ziele immer so hoch, dass ich gar nicht weis, ob wir diese jemals exakt treffen werden. Aber bislang war das Jahr für uns mehr als gut und ich kann mir nicht vorstellen, wie wir es besser machen hätten können. Und was sind deine Ziele für 2010? Was können die Leute von Coast2Coast in den ersten Monaten erwarten? Unser Ziel für 2010 ist es, alles was wir jetzt machen, noch besser zu machen und das nächste Level damit zu erreichen. Zusätzlich wollen wir unsere Coast2Coast Marke aber auch auf anderen Bereichen festigen, wo wir bislang noch nicht wirklich tätig waren. So haben wir jetzt auch eine neue Blog Coalition, wir schmeißen Events und haben auch eine neue Webseite, auf welcher wir Informationen über die Musik Branche bekannt geben. Anschauen könnt ihr euch das Ganze unter www.newindustrytips.com. Und als jemand, der viel mit Independent Künstlern zusammen arbeitet, auf

Ich denke, dass es das Mixtape Game immer geben wird. Auch wenn es nur in digitaler Form, in dessen Richtung es sich ja jetzt schon entwickelt. Ich denke, dass es das Mixtape Game immer geben wird. Auch wenn es nur in digitaler Form, in dessen Richtung es sich ja jetzt schon entwickelt, sein wird. Mixtapes gibt es ja bereits seit Beginn des Hip Hop, nur dass sie jetzt, wie du bereits erwähnt hast, recht große Beliebtheit erlangt haben. Das Problem jetzt ist lediglich, dass es so viele Leute gibt, die ohne irgendein Ziel ein Mixtape veröffentlichen und es ins Netz werfen. Somit wird es halt lediglich für den Verbraucher schwer, die guten von den mießen Tapes zu trennen und sich das Beste zwischen all dem

wen sollten wir ein Auge haben. Wer wird deiner Meinung nach der nächste Künstler, der seinen großen Durchbruch hinlegt? Meiner Meinung nach, sollte man ein Auge auf Illaj (www.myspace.com/illaj), Tone Trump (www.myspace.com/tonetrump) und Sha Stimuli (www.myspace.com/shastimiuli) haben. Interview: Timothy Morrell

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uch wenn der Alabama Rapper Gucci Mane momentan eine Haftstrafe absitzen, so erscheint dennoch in diesem Monat sein zweites Studio-Album. Und wie könnte der Titel passender sein als „The State vs. Radric Davis“? Als Termin für die neue Scheibe wurde der 8. Dezember genannt und beim schreiben der Gästeliste hat Gucci Mane auch mehr geklotzt als gekleckert. Wer derzeit irgendwie heiß ist, der erhielt auch eine Einladung. So lesen sich die Produzenten wie folgt: Fatboi, Polow da Don, Drumma Boy, Bangladesh, Shawty Redd, Scott Storch, Zaytoven, Jazze Pha, J.U.S.T.I.C.E. League und Mannie Fresh. Aber auch bei den Features finden sich einige bekannte Namen wieder. So folgten etwa Lil Wayne, Cam‘ron, Soulja Boy, Waka Flocka Flame, Usher, Jason Caesar,

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Keyshia Cole, Bobby Valentino, Trina, Nicki Minaj, E-40, Bun B, OJ da Juiceman, Plies, Jadakiss, Birdman und Devin the Dude der Einladung ins Studio. Dabei entstanden 20 Tracks, inklusive Intro und Interlude. Zu den bereits bekannten Songs gehören „Wasted“, „Spotlight“, „Worst Enemy“ und das am 25. November geleakte „Heavy“. Letzteres ist auch zugleich die neue Single. Ob uns Gucci Mane mit seinem neuen Werk überzeugen kann, muss ich also am 8. Dezember zeigen. Dann nämlich erscheint das neue Werk, auch wenn Gucci Mane momentan im Knast sitzt. Aber allem Anschein nach kann er sich ja auf sein Label verlassen. Text: Timothy Morrell


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er Ruhrpott spuckt mal wieder was in Sachen Musik aus. Donato kommt mit seinem 2ten Album. Kennt man ihn überall? Das wissen wir nicht. Wenn nicht, dann sollte man sich die Zeit nehmen mal reinzuhören. Wer aber den krassen Gangster RAP sucht ist hier an der falschen Adresse, eher diejenigen, welche sich mit mehr oder weniger kritischen Texten auseinander setzen können oder wollen, sind hier an der richtigen Stelle. Sein neues Album „Angst“ erzählt aus der Zeit die vergangen ist seit er sein Debüt Album „Damals wie Heute“ vor 4 Jahren gebracht hat. Mit Texten, die so ziemlich jedem aus der Seele sprechen werden und mit denen sich die meisten Identifizieren können, hat er seine neue Platte voll gepackt. In seinen Tracks geht es diesmal um Angst und Depressionen, wie man es schon vom Album Titel ableiten kann. Der schreckliche Selbstmord von National Torhüter Robert Enkes wird von Donato aufgegriffen und er Produzierte kurzer Hand einen Charity Remix. Dieser wird nur über die

üblichen Download Portale angeboten und der Erlös daraus wird komplett einer Stiftung zur Verfügung gestellt. Zu hören sind hier Donato, Fiva, Doze, Inferno79, mnemonic und Franksta. Das Album „Angst“ sollte ursprünglich am 11.09 erscheinen, dieses Wunschdatum konnte aber leider nicht eingehalten werden und der Release wurde auf den 04.12.2009 verschoben. Zu hören sein werden neben Donato Künstler wie Morlockk Dilemma, Inferno79, Absztrakkt, Soundboy Boogie & Wuakyla Styles. Produziert wurde die Scheibe von Brisk Fingaz, Screwaholic, Beatgees, Empulse, Ill-Luzion, 12bit, Blazin Hand, Bjet, Drop One, Daktusbeats & Zaehre. Freuen wir uns auf ein neues Album aus dem Ruhrpott und wünschen Donato einen guten Erlös für seine Charity Aktion. Album Release ist der 03.Dezember 2009. Text: Thorsten Streb

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er Westcoast Rapper Roccett macht schon seit längerer Zeit mit zahlreichen Mixtapes auf sich aufmerksam. Jetzt hat er auch kürzlich mit DJ Drama sein Street Album „The Free Agent“ gedroppt. Wir haben mit Roccett jetzt mal ein Interview geführt und sprachen unter anderem über seine Projekte, die Westcoast von der musikalischen Seite gesehen und dem Internet, welches ja vieles im Musik Business geändert hat.

Jetzt bist du ja bereits seit längerer Zeit im Game. Dennoch denke ich, dass dich in Deutschland noch immer nicht all zuviele Leute kennen. Kannst du dich und deinen Style ganz kurz beschreiben? Ich bin Roccett und komme aus Carson, Kalifornien und ich bleib immer real. Ich mache Musik über mein tägliches Leben und meine täglichen Erfahrungen. Wenn du also real bist und durch echte Probleme gehst, dann kannst du dich auf jeden Fall mit meiner Musik identifizieren. An dieser Stelle auch ein Shout an Desh und das internationale Roccett Team. Desh wird sicher gehen, dass unserer Movement auch in Deutschland ein Thema ist. Du bist ja von der Westcoast, wo man derzeit allerdings nicht soviel zu hören bekommt. Denkst du, dass es als Künstler von der Westcoast schwerer ist erfolgreich zu sein, als wenn man wie viele der angesagten Künstler aus dem Süden kommt? Ich denke, dass die Musik ihre Runde macht und der Süden hatte seinen Lauf jetzt bereits für einige Zeit. Ich glaube nicht, dass es schwerer ist an der Westcoast erfolgreich zu sein. Man muss nur härter arbeiten und bereit sein, wenn der Lauf an die Westcoast zurück kommt. Dann können wir ihn auch lange halten. Ebenso wie der Süden jetzt. Ich persönlich bin aber auch im Süden tätig. Ich will auf keinen Fall begrenzt sein, weil ich nur regional tätig bin. Der Süden ist eine einzigartige Region, weil so viele große Städte, Staaten und Märkte nah bei einander liegen. Und glaubst du, dass die Westcoast schon bald wieder an der Reihe sein wird? Ja, ich denke, dass wir schon sehr bald wieder an der Reihe sein werden. Hier gibt es soviel gute Musik und talentierte Künstler. Arbeitest du derzeit an einem Album und wenn ja, was können wir darauf erwarten? Ich habe kürzlich erst mein neues Street Al-

bum „The Free Agent“ zusammen mit DJ Drama gedroppt. Checkt es und meine anderen auf jeden Fall einmal auf www.itunes. com/roccett aus. Derzeit arbeite ich bereits an meinem neuen Street Album „West in Full 2“. Das werde ich im Januar oder Februar veröffentlichen. Aber auch einer EP arbeite ich im Moment. Ich konnte mich bislang aber noch für keinen Titel entscheiden. Neben den Projekten werde ich aber auch mit meinem Homie, Europes Finest DJ Maaleek, arbeiten. Haltet also schon einmal die Augen offen.

„Das Internet ist der Grund, dass wir mit Informationen und Musik überflutet werden. Das ist auch der Grund, weshalb die Hörer eine kürzere KonzentrationsSpanne haben.“ Bist du derzeit eigentlich auf der Suche nach einem Major Label oder willst du lieber Independent bleiben, damit du weiter machen kannst was du willst? Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Ich werde auf jeden Fall weiter am Ball bleiben und gute Musik veröffentlichen. Ich werde einfach weiter machen, was ich machen muss und warte ab was sich noch so ergeben wird. Ich habe allerdings auch kein Problem damit, weiter Independent zu arbeitet. So haben wir bislang auch gute Ergebnisse erzielen können. Get Your Green Up wird immer mein Movement bleiben. Und bist du bereits in Gesprächen mit Major Labels? Ja, derzeit bin ich im Gespräch mit ein paar Major Labels. Aber auch einigen Major Label Künstlern. An die Labels, die noch nicht

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nach mir gegriffen haben, meldet euch und lasst uns sehen was geht. Aber im Ernst, ich bin derzeit in Gesprächen und schaue einfach alles durch. Ich muss sehen, wer das beste Angebot macht und zugleich die beste Situation für mich und mein Movement macht. Aber natürlich auch nach dem besten Gewinn. Ich denke, dass zuviele Künstler einfach darauf aus sind, mit einem Major zu unterschreiben ohne zu wissen, wo sie rein kommen. Nur weil du bei einem Major Label unter Vertrag genommen wirst, heisst es noch lange nicht, dass du auch erfolgreich sein wirst. Wenn du dir jetzt so das Musik Geschäft ansiehst, dankst du es geht mehr und mehr bergab? Oder denkst du, dass es langsam aber sicher auch wieder besser wird? Ich denke nicht, dass es bergab geht. Ich glaube einfach, dass es sich über die Zeit ganz schön verändert hat. Ich denke auch, dass es sich weiter verändern wird. Aber ja, ich denke oder ich hoffe zumindest, dass es wieder besser wird. Wenn man sich das Ganze so ansieht, dann werden wir mit Künstlern und Musik einfach nur überflutet. In so vielem steckt Heute gar kein Gefühl und Leben mehr. Auch die Promotion für neue Musik läuft immer kürzer und kürzer. Wir hören uns Heute neue Musik an und nach ein paar mal hören, stempeln wir das Ganze bereits als alt ab. Wir müssen dahin zurück, dass wir gute Musik und Künstler supporten und nicht irgendwelche Trends und Hypes. Und wir als Künstler müssen dahin zurück, dass wir wieder classic Alben machen und nicht nur ein paar heiße Singles. Jetzt schieben ja viele Leute die Schuld auf das Internet. Denkst du, dass das Internet ein Fluch oder ein Segen ist? Ich denke es ist beides. Das Internet ist der Grund, dass wir mit Informationen und Musik überflutet werden. Das ist auch der Grund, weshalb die Hörer eine kürzere Konzentrations-Spanne haben. Das Internet ist auch der Grund, dass so viele Leuten denken, sie seien Künstler. Es ist halt mehr als nur einfach seine Musik ins Internet zu stellen. Aus diesem Grund ist es in meinen Augen ein Fluch. Wie auch immer ist es aber auch eine gute Möglichkeit für Independent Künstler ihre Fanbase auszubauen. So erreichen sie auch Märkte und Regionen, welche sie sonst

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nie erreichen könnten. In der Vergangenheit hast du ja bereits mit Leuten wie Young Jeezy, Fabolous, Killer Mike, Knoc‘turn‘al, Young Buck und Akon zusammen gearbeitet. Denkst du, dass dies dir geholfen hat, einen Buzz auf deinen Namen zu bringen? Ich denke nicht, dass es mir wirklich geholfen hat einen Buzz zu starten. Aber es ist immer gut, mit solch erfolgreichen Künstlern zu arbeiten, deren Musik ich selbst respektiere. Bei jedem habe ich während der Arbeit wieder etwas dazu lernen können. Und mit wem hattest du den meisten Spaß an der gemeinsamen Arbeit? Ich hatte mit allen meinen Spaß. Sie sind meine Freunde, meine Leute. Also werden wir auch Spaß haben, wenn wir nicht gerade zusammen arbeiten. Du bist ja auch offizielles Mitglied von U.S.D.A. und CTE Crew. Wie hast du denn Young Jeezy, welche es gegründet hat, kennen gelernt? Ich und Jeezy haben viele gleiche Freunde. Als wir Anfangs zusammen abgehängt haben, wusste er noch nicht einmal das ich Musik mache. Eines Tages hörte er


mich dann rappen und ab da war ich Teil des Ganzen. Momentan konzentriere ich mich aber auch mein eigenes Movement, Get Your Green Up. Warst du eigentlich schon einmal in Deutschland? Und wenn ja, wie hat es dir gefallen? Ich was bisher noch nicht in Deutschland. Ich weis aber, dass ich irgendwann nach Deutschland muss, weil die Deutschen lieben Hip Hop und gute Musik. Ich habe auch Familie und ein Teil meines Teams dort. Von demher kann ich es nicht abwarten, endlich mal raus zu kommen. An dieser Stelle auch e i n

Aufruf an alle Promoter. Kontaktiert mich und holt mich nach Deutschland. Du hoffst also schon bald zu kommen? Termine hast aber noch nicht? Ja, auf jeden Fall! Termine gibt es aber bislang noch keine. Aber wie gesagt, Promoter, kontaktiert mich. Okay, die letzte Frage ist dann auch eine einfache Frage. Welche drei Alben, die kürzlich erschienen sind, sollte jeder sein Eigen nennen? Auf jeden Fall Roccett und DJ Drama‘s „The Free Agent“, Jay-Z‘s „Blueprint 3“ und „Deeper Than Rap“ von Rick Ross. Die Leute sollten aber eigentlich all meine Releases haben. Noch irgendwelche letzten Worte? Checkt mich auf jeden Fall unter www.iamroccett.com, www.myspace.com/roccett, www.youtube.com/RoccettTV und folgt mir auf www.twitter.com/iamroccett. Supportet meine Musik auf www.itunes.com/roccett. Auf jeden Fall vielen Dank für das Interview und euren Support. Interview Timothy Morrell

FACTS

Name Jerome Rockett Alter 23 Jahre Herkunft Carson, Kalifornien Jerome Rocket, besser bekannt als Roccett, wurde 1983 in Carson, Kalifornien geboren, wo er auch aufwuchs. Eigentlich wollte Roccett mal Profi Basketballspieler werden, musste diesen Traum aber schon bald aufgeben. Im Alter von 16 Jahren fand er dann seine Liebe zum Hip Hop, welche er bis Heute noch nicht verloren hat.

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ENTERTAINMENT:

CD REVIEWS

Stereotype Blitz The Ambassador

(30. Oktober 2009 / Jakarta Records)

Nachdem uns Ghana’s HipHop Botschafter in der letzten Ausgabe noch Frage und Antwort stand, ist es nun an der Zeit sein Album „Stereotype“ auf den Prüfstand zu stellen. Blitz The Ambassador versprach uns eine gehaltvolle Alternative zum heutigen Einheitsbrei, frei von Klischees, und stattdessen mit musikalischem Tiefgang.

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Und tatsächlich sollte man als Hörer nur wenige Sekunden benötigen um die Vision hinter diesem Versprechen zu erkennen. Nämlich wenn im „Prelude“ die erste Pianosaite anschlägt und sich mit den Klängen von Trompete und Kontrabass verbindet. Mit der eigenen Big Band Embassy Ensemble legt Blitz sehr Jazz-lastig los und lässt mit „Something To Believe“ und „Breathe“ keinen Stein auf dem anderen. Lange ist es her, dass Hip-Hop so lebendig geklungen hat, und dabei wurde noch gar nicht erwähnt, dass der Wahl-

Brooklyner auch ein hervorragender Rapper ist. Unabhängig vom Tempo schmiegt sich seine charismatische Stimme an die Musik, und spricht dabei absolut unbekümmert über Liebe („Love Remorse“), Ungerechtigkeit („Ghetto Plantation“) und sein Leben („Dying To Live“). Ohne das Konzept des Albums zu vernachlässigen, ist es ihm zudem gelungen jedem Song eine eigene Note zu verpassen. Entsprechend der jeweiligen Stimmung, von ruhig bis aufgebracht, transportieren Saxophone, Flöten und Gitarren, sowie soulige Samples, die Gefühle der Songs nahezu perfekt. Blitz lässt dabei aber auch seiner Band sehr viel Raum, und so kann ein Track aufgrund diverser Instrumentalpassagen auch mal etwas länger dauern („Remembering The Future“). Kurz und knapp, „Stereotype“ ist ein grandioses Album in das man eigentlich reingehört haben muss. Text: Daniel Gräbner


Till The Casket Drops The Clipse

(04. Dezember 2009 / Sony BMG) Als musikalische Ziehsöhne von Superproduzent Pharrell Williams ist Malice und Pusha T der Einstieg ins Hip-Hop Geschäft nicht allzu schwer gefallen. Immerhin kam dem Duo seit ihrem Debüt „Lord Willin’“ das Privileg zu Gute sich ausschließlich beim Beat-Katalog des Kreativgenies bedienen zu dürfen. So wurde die Mischung aus Drogendealer-Geschichten und zum Teil äußert kontroversen Neptunes-Kompositionen sehr rasch zum Markenzeichen von The Clipse. Mit ihrem letzten Album „Hell Hath No Fury“ spalteten sie ihre Hörerschaft in zwei Lager. Während das renommierte Hip-Hop Magazin XXL erst zum fünften Mal eine XXL-Wertung vergab, konnte eine große Masse gar nichts mit dem Sound der Platte anfangen. Mit ihrem neuen Werk „Til The Casket Drops“ wollten die beiden eigentlich eine neue Route einschlagen, doch zur Freude der einen und zum Ärger der anderen, hat sich nun doch kaum et-

was verändert. Immer noch drehen The Neptunes an den Reglern, und auch textlich bleibt alles beim Alten. Größter Unterschied zum Vorgänger: es wurde deutlich weniger experimentiert, was vor allem dem Durchschnittshörer entgegen kommen dürfte. Mit Cam’ron rockt das Duo zu flotten Pianoklängen („Popular Demand (Popeyes)“), „Door Man“ lässt mit einer starken Bassline Köpfe nicken und Songs wie „I’m Good“ und „Life Change“ sind typische Neptunes Slow Jams. Zwischendurch sind es dann genau die fremd-produzierten Nummern, die der Scheibe noch mal eine Extraportion Würze verleihen. Sean C & LV zeigen sich für den rockigen Opener „Freedom“ verantwortlich und DJ Khalil trifft mit dem Banger „Kinda Like A Big Deal“ sowie dem jamaikanischen „There Was A Murder“ mitten ins Schwarze. Text: Daniel Gräbner

J.O.S.E. 2 (Jealous Ones Still Envy) Fat Joe

(16. Oktober 2009 / SMC Recordings)

Der Dicke ist mit seinem 9. Studio-Album zurück. Die Rede ist natürlich von Fat Joe, welcher letzten Monat sein neues Album „J.O.S.E. 2 (Jealous Ones Still Envy)“ veröffentlicht hat. Features gibt es hierbei von unter anderem Lil Wayne, Ron Browz, Akon, T-Pain, Pleasure P, Lil Kim und Swizz Beatz. Aber hat sich das Warten jetzt gelohnt? Wir erinnern uns, es hätte eigentlich bereits im April des Jahres erscheinen sollen. Bereits im Vorfeld gab es die erste Single „One“, welche Akon gefeatured hat. Anfangs ein recht guter Song, nervt das one von Akon derzeit schon etwas sehr. Gefolgt wurde die erste Single von „Aloha“. Hier wird Fat Joe von Pleasure P und Rico Love gefeatured. Und hier muss ich gestehen, mir gefällt der Song recht gut. Auch wenn er in meinen Augen mehr für den Sommer ist. Ansonsten bekommen wir auf „J.O.S.E. 2“ noch das rockige „Joey Don‘t Do It“, das dudelnde „Put You In The Game“ featuring T-Pain und Oz, welches ein reiner Radio-Song ist, das dreckige „Porn Star“ featuring Lil Kim und „Blackout“ featuring Swizz Beatz, welches auch einen wahren Swizz Stempel bekommen hat. Dies nicht zuletzt durch die Produktion von Swizzy. Wenn man sich das Werk im Gesamten betrachtet, dann kann man, so sehe ich das zumindest, schon behaupten, dass Joey hier eine recht solide Platte abgeliefert hat. Hier und Dort vielleicht noch etwas verbesserungsfähig, insgesamt aber ein gelungenes Album, auf welches viele Fans wahrscheinlich eine ganze Weile gewartet hatten. Text: Timothy Morrell

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ENTERTAINMENT:

CD REVIEWS

The G-Files Warren G

(16. Oktober 2009 / TTL Records)

Die ehemals so erfolgreiche Westküste ist seit Jahren nur mehr ein Schatten ihrer selbst. Im Mainstreamgeschäft hat man mit Game und Snoop Dogg gerade mal zwei nennenswerte Künstler positioniert, und auch diese beiden machen nicht gerade mit klassischem WestcoastSound auf sich aufmerksam. Ansonsten gibt es viele unbekannte Nachwuchsartisten und natürlich die 90er-Veteranen, die zwar heute nicht mehr viel zu melden haben, sich aber nach wie vor aktiv beteiligen. Die „Regulate“Legende Warren G zählt zweifelsfrei zu Letzteren und so steht mit „The G Files“ erneut ein frischgepresster Silberling in den Läden. Darauf gibt es zwar nicht immer konsequent, aber zumindest im Ansatz jenen typischen Sound, den man von Warren G erwartet. Gleich zu Beginn verkündet er zu chilligen Pianoklängen was eigentlich kaum noch jemand für möglich hält –„West Is Back“ – doch nach Songs

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wie „Suicide“ und „Masquerade“ möchte man dem sogar Glauben schenken. Auch Nate Dogg’s Gesang auf dem von Raekwon gefeatureten „100 Miles And Runnin’“ erinnert an die glorreiche GFunk Ära und macht durchaus Lust auf mehr. Leider bleibt Warren G diesem Konzept aber nicht treu und so produziert er zwar weiterhin gemütliche Songs, diese geben aber weder Anlass zur Kritik noch setzen sie musikalische Glanzlichter. Die chillige Kulisse ist zu repetitiv, und so macht es auch keinen großen Unterschied ob Drummer Travis Barker („Let’s Get High (420)“) oder Sänger Ray J („Crush“) das Geschehen begleiten. Einzig die Synthie-Nummer „Swagger Rich“ mit Snoop Dogg sticht aus der Masse, ein Highlight ist aber auch diese nicht. Es bleibt ein solides Album in das man reinhören kann, aber definitiv nicht muss. Text: Daniel Gräbner

All Or Nothing Jay Sean (04. Dezember 2009 / Universal)

Der

britische R&B Sänger Jay Sean möchte mit seinem dritten Studio-Album Alles oder Nichts. So ist nämlich auch zugleich der Titel des neuen Albums: „All Or Nothing“. Und während die Scheibe in den Staaten bereits letzten Monat veröffentlicht wurde, folgt jetzt am 4. Dezember auch der Deutsche Markt. Zuvor machte der Sänger mit seiner Single-Auskopplung „Ready“ etwas Wind. Der Song, auf welchem er von Lil Wayne gefeatured wird, schaffte es in den Billboard Hot 100 sogar auf die Eins. Somit stehen die Aussichten gar nicht einmal so schlecht. Und wahrlich, „All Or Nothing“ kann sich wirklich sehen lassen. Wir bekommen mit seinem dritten Album eine wirklich solide Scheibe, welche neben Wayne auch noch Features von Sean Paul, Lil Jon und Jared Cotter bietet. Dabei wurden die meisten Songs von J Remy und Bobby Bass produziert. Stil-technisch gibt es in alle Richtungen ein bisschen etwas. Einmal für die chilligen Stunden Zuhause („Do You“, „Ride It“), sowie für die Clubs („Do You Remember“, „If I Aint Got You“). Alles in Allem handelt es sich bei „All Or Nothing“ um ein wirklich gelungenes Werk, wo ich gerne vier Sterne gegeben hätte. Allerdings musste ich mich ganz knapp für die 3,5 entscheiden. R&B Fans sollten allerdings umbedingt einmal in das Album rein hören und für solche ein kompaktes Geschenk ist schließlich immer noch Platz unter dem Baum. Text: Timothy Morrell


K.O.D. Tech N9ne (02. Oktober 2009 / Duck Down)

Während der Hip-Hop Industrie immer wieder mangelnde Kreativität vorgeworfen wird, sitzt Tech N9ne zufrieden in Kansas City und lässt sich von Fans und Kollegen auf die Schulter klopfen. Seit Jahren macht der Rapper nicht nur mit auffälligen Frisuren und Gesichtsbemalungen auf sich aufmerksam, sondern auch mit regelmäßig hochwertigen Veröffentlichungen. Mit seinem letzten Soloalbum „Killer“ brach er 2008 die magische Grenze von insgesamt eine Million verkauften Tonträgern, und das ohne auch nur eine Sekunde lang von einem Majorlabel unterstützt worden zu sein. Tech N9ne ruht sich auf diesem Erfolg allerdings nicht aus, sondern veröffentlicht mit „K.O.D.“ bereits sein zweites Album in diesem Jahr. Richtig düster soll es diesmal zur Sache gehen, versprach uns der laut Akronym selbstbetitelte König der Dunkelheit. Und genauso kann man das auch bestätigen, denn Tech N9ne erfin-

det sich wieder einmal neu und entführt den Hörer in eine durchaus beklemmende Klangwelt. Eine in der alles möglich ist und in der es keine Grenzen gibt. Tech N9ne zeigt sich erneut als Wandlungskünstler und mischt gekonnt Hochgeschwindigkeitsraps („Check Yo Temperature“) mit gesprochenen Passagen („Shadows On The Road“) und RepresenterTracks („Strange Music Box“) mit kannibalischem Storytelling („Pinocchiho“). Rockelemente wie auf „Killing You“ und „Low“ unterstützen perfekt die Stimmung, wirken aber nie aufgesetzt. Auch die zahlreichen Stilmittel wie Kindergesang („Demons“) und Verzerr- bzw. Halleffekte setzen den Schreien und dem kranken Gelächter die Krone auf. Die Vorgabe ein geniales Hip-Hop Album zu produzieren verlor Tech N9ne dabei aber nie aus den Augen. Text: Daniel Gräbner

Priceless Birdman

(20. November 2009 / Universal Music) “Priceless“ ist der Titel

von Birdman‘s vierten SoloAlbum, welches letzten Monat über Cash Money/Universal Music erschien. Und beim Blick auf die Titel, kann man sich von Anfang an schon einmal auf oberflächliche Texte einstellen. Aber wer Birdman kennt, der weis eh, dass dieser am liebsten über seine Kohle und den dazu gehörigen Swagger spricht. Und dies unterstreichen Titel wie „Been About Money“, „Money To Blow“ und „Money Machine“ nochmals ganz dick mit dem Rotstift. Aber wer sich ein Birdman Album zulegt, der weis das normal eh schon im Vorfeld. „Been About Money“, welches gleich nach dem musikalischen Intro folgt, gefällt mir allerdings dennoch recht gut. In erster Linie wird dies am eingängigen Beat liegen, welcher einfach stur nach Vorne drückt. „Money To Blow“ ist mir aber hingegen wieder etwas zu eintönig geworden. Das macht auch der Einsatz des übernutzen Autotune nicht weg. Gefeatured wird er hier von Lil Wayne und Drake. Lil Wayne selbst ist aber auf nochmal fünf weiteren Tracks mit von der Partie. Aber auch Drake war Stammgast im Studio. Er ist ebenfalls auf zwei weiteren Songs vertreten. Andere Gastbeiträge kommen noch von Bun B, Kevin Rudolf, T-Pain und Mackmaine. Alles in Allem ist „Priceless“ nicht schlecht aber auch keine Meisterleistung. Bei mir wird der Silberling aber wohl eher nach einiger Zeit wieder komplett aus dem Auto verschwinden. Text: Timothy Morrell

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ENTERTAINMENT:

THROWBACK

Text: Timothy Morrell

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ir haben bereits die Jahre 1990 bis 1992 durch. Dabei haben wir auch das eine oder andere Highlight in Form eines Albums gehabt. Doch das Jahrzehnt hat noch mehr zu bieten und somit legen wir jetzt auch gleich mit dem Jahr 1993 los. Denn auch hier gab es so einige geniale Alben.

1993 war auch das Jahr, indem der legendäre Wu-Tang Clan sein Debüt-Album veröffentlicht hat. Genauer gesagt war es der 9. November, als „Enter the Wu-Tang (36 Chambers)“ über Loud Records/RCA Records veröffentlicht wurde. Das Album gehört wohl auf jeden Fall zu den besten Hip Hop Alben aus den 90ern. Um es genauer zu sagen, es war auch eines der einflussreichsten im ganzen Jahrzehnt. Textlich ging es auch hier um die ShaolinKampfkunst, Marihuana und Straßenkämpfe. Aber auch die Heimat, New York, wird repräsentiert. Die Produktionen stammten damals von The RZA und waren eigentlich nicht recht hoch was das

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Niveau angeht. Mit vielen Samples aus dem Soul und Martial-Arts-Filmen schafften sie es dennoch, sich in den Köpfen der Heads einzuprägen. Durch die zwölf Tracks schafften es später auch die einzelnen Künstler Method Man, Ol‘ Dirty Bastard, Raekwon und Ghostface Killah zu erfolgreichen Karrieren. Während man sich streiten kann, ob Nas oder der WuTang Clan, den Hip Hop zurück nach New York holten, können wir sagen, dass sie zumindest einen großen Teil beigetragen haben.

Erst knallte uns Dr Dre ein Klassiker mit seinem „The Chronic“ Album hin, dann produzierte er den nächsten. Die Rede ist von Snoop Dogg‘s Debüt-Album „Doggystyle“, welches am 23. November erschien. Damals war er allerdings noch unter dem Namen Snoop Doggy Dogg bekannt, welchen er dann später kürzte. Den großen Durchbruch schaffte er mit dem Track „Who Am I (What‘s My Name?)“. Zu einer Zeit, wo Rap noch nicht so populär war, schaffte es der Videoclip dazu auch auf MTV.

Neben Dr Dre produzierte hier auch Daz Dillinger, von dem man in den 90ern auch noch mehr zu hören bekommen sollte. Noch Heute zählt das Werk zu einem der erfolgreichsten Rap-Alben aller Zeiten.

Am 28. September erschien auch das erste, offizielle Album von KRS-One, welches noch Heute als sein bestes Album überhaupt gehandelt wird. Dabei schaffte es „Return Of The Boom Bap“ am 16. Oktober sogar auf Platz 37 der Billboard Top 200 Charts. 1998 wurde das Album auch unter den 100 besten Alben des Source Magazins gelistet. Ursprunglich hatte es eine Wertung von vier Sternen erzielt. So produzierten neben KRS-One auch DJ Premier, Kid Capri, Showbiz, Norty Cotto und Douglas Jones an den 14 Tracks. Features gab es damals lediglich von Ill Will und Kid Capri. Die erste Single war der Track „I Can‘t Wake Up“. Gefolgt wurde diese dann von der zweiten, welche auch zugleich die letzte Auskopplung war, „Sound Of Da Police“.


Das Beste aus 1990 - 1999 gehört das Teil wohl in jede echte Tupac Sammlung und auch jede 90er Sammlung wird das Werk wohl mehr als aufgewertet.

Zu der Zeit, als er das Album veröffentlicht hatte, kannte den Namen 2pac wohl noch nicht jeder. Heute sieht es da schon anders aus. Egal welche Altersgruppe - den Namen kennt man Heute einfach. Erschienen ist „Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z.“ am 16. Februar und auch wenn es nicht ganz zum Klassiker gereicht hat, ist es ein verdammt gutes Album. Dabei stand das „N.I.G.G.A.Z.“ für Never Ignorant Getting Goals Accomplished Executive Producer für das Album war damals Atron Gregory und dabei enstanden Tracks wie „Holler If Ya Hear Me“, „Keep Ya Head Up“, „I Get Around“ und „Papa‘z Song“. Weitere Produzenten waren Akshun, D‘Flow Production Squad, DJ Daryl, Bobby Ervin, Laylaw, Special K und Underground Railroad. Das Album stieg dabei auf Platz 24 der Billboard Top 200 ein. Bei den Top R&B/Hip Hop Album Charts reichte es sogar für einen guten, vierten Platz. Die beste Chart-Platzierung erzielte die Single „I Get Around“, welche bei den Billboard Hot 100 auf die Nummer Elf schaffte. Heute

Die 90er waren definitiv die Jahre von Cypress Hill. Zu dieser Zeit waren sie nämlich am erfolgreichsten und dabei entstand auch ihr zweites Album „Black Sunday“, welches am 20. Juli erschien. Schon früh wurde vorallem B-Reals Stimme zum Aushänge Schild von Cypress Hill. Es stieg damals auf Platz Eins der Billboard 200 ein und wurde dreifach mit Platin ausgezeichnet. Dabei ist der bekannteste Song aus dem Album die Single „Insane In The Brain“. Aber auch, dass die Songs „Hits From The Bong“ und „I Wanna Get High“ in dem Kult-Film „How High“ verwendet wurden, trugen wohl maßgeblich zum Erfolg der Scheibe bei. Produziert wurde „Black Sunday“ von DJ Muggs und T-Ray. Erschienen ist der Klassiker über Ruffhouse/ Columbia Records. Auch Cypress Hill profitierte wohl vom Hype der Westcoast, denn auch wenn die Jungs

nicht den typischen G-Funk drauf hatten, so stammen sie dennoch aus Cali.

Auch wenn die meisten wohl denken, dass „Creepin On Ah Come Up“ das erste Album von Bone Thugs-NHarmony war, gab es bereits 1993 einen Release. Damals noch unter dem Namen Bone Enterpri$e. „Faces Of Death“ war der Titel der Scheibe, welcher 1995 neu digitalisiert nochmals veröffentlicht wurde. Dazu gab es dann auch ein neues Cover, welches nicht mehr ganz so schlecht aus sah. Und auch wenn dieses Album wahrscheinlich nicht das Beste aus 1993 ist, so gehört es wohl dennoch in jede ordentliche Sammlung. Und jetzt habt ihr wieder die Zeit eure Sammlung aufzustocken, falls euch eine der Scheiben fehlen solltet. Denn bereits in der nächsten Ausgabe, bringen wir euch wieder sechs Alben, die jeder besitzen sollte. Bis dahin viel Spaß beim shopppen und in der Vergangenheit schwellen.

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Jay and 50..beef brewing?

Letzte Woche bei den American Music Awards, erhielt Rapper Jay-Z einen Award und bevor er seine Rede beendete, sagte er noch „Männer lügen, Frauen lügen, Nummern lügen nicht“. Zur selben Zeit soll Rapper 50 Cent Backstage gewesen sein und so verwundert es nicht, dass die Gerüchteküche jetzt wieder brodelt. Schnell ging man davon aus, dann Jay-Z damit auf die schlechten Verkaufszahlen von 50 Cent‘s neuen Album „Before I Self Destruct“ meint. hmm... ist hier ein neuer Beef am ausbrechen?

Obama Party Crashers

Michaele Salahi und Tereq Salahi, beide Realiyt TV Stars, sollen in Obama‘s Dinner Party im Weißen Haus gecrasht sein. Der Secret Service prüft derzeit in seinen eigenen Reihen, nachdem das Paar aus Virginia an einem Dienstag Abend einfach in den Saal spazierten und das, ohne dass sie auf einer Gästeliste gestanden hätten.

J lo Sex tape battle

J.Lo hat jetzt eine 10 Millionen Dollar Klage gegen Ojani Noa ins rollen gebracht und will damit verhindern, dass ihr Ex-Ehemann Ojani ein gemeinsames Sex-Tape veröffentlicht. Noa gab über seinen Sprecher bekannt, dass er in den kommenden Tagen trotz der Klage einige private und intimie Videos raus bringen wird. Bereits 2004 hatte sie ähnliche Absichten von Noa blocken können.

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ie immer, präsentieren wir euch auch diesmal wieder einen DJ in unserer DJ Corner. In diesem Monat haben wir DJ Ron von Phlatline Records für Euch, welcher Mitglied der Czar Squad DJ‘s ist, eine eigene Radioshow hat, bereits für Sido, Harris, Curse und Tefla & Jaleel produziert hat und auf dem splash! Festival schon fast nicht mehr weg zu denken ist.

Gleich zu Beginn. Wieso der Name DJ Ron? Wie bist du zu dem gekommen? Ganz einfach! Mein richtiger Name ist Ronny aber den fand ich nicht so prickelnd. (Sorry, Mama!) Deshalb halt die Abkürzung Ron. DJ Ronny würde ja auch richtig bescheuert klingen, wa?! Du bist ja auch Mitglied der Czar Squad DJs in Amerika. Wie kam es hierzu und wie kam der Kontakt zustande? Ich hatte gelesen, dass die gerade eine DJ Crew zusammenstellen und da habe ich mich bei denen gemeldet. Die haben sich meine Referenzen angeschaut und dann haben wir uns geeinigt. So richtig mit Vertrag und so. Aber bis heute ist darüber ehrlich gesagt überhaupt nix entstanden. Weder irgendein Mixtape noch einen Drop von einem Künstler den Czar im Management hat. Also eher eine passive DJ Crew. Das sind aber wahrscheinlich die meisten DJ Vereinigungen in Amerika. Aber gehen wir noch mal kurz zum Beginn. Wie bist du überhaupt in die Szene gekommen und was brachte dich dazu DJ zu werden? Puh, das ist von heute aus betrachtet gar nicht so einfach zu beantworten. Ich hab damals schon mit Doppelkassettendecks so kleine Mixes von Songs gemacht. Also einfach prägnante Stellen in einem Song paarmal hintereinander wiederholt. Das war aber halt nur Spielerei. Ein bisschen später hab ich dann die Turntables für mich entdeckt und mich dann auch gleich über den Plattenspieler von meinem Vater hergemacht. Den hab ich dann irgendwann mit einem Miniatur-Taster aus dem Kühlschrank umgebaut, so dass ich dann eine Art Crossfader hatte. In die Szene rutscht man halt so nach und nach rein. Man lernt immer mehr Leute kennen und ist dann halt irgendwann mittendrin. Und Mitte der Neunziger waren ja eh alle noch auf dem Community Film. Von daher war das eine ganz natürliche Entwicklung.

In deiner Laufbahn hast du ja bereits mehr als 20 Mixtapes veröffentlicht. Welches ist denn Heute dein Favorite? Momentan höre ich mir immer noch gerne das „Boomboxx 2“ Mixtape von DJ Shusta und mir im Auto an. Da sind halt einfach meine Lieblings R&B Songs aus den 90ern drauf und das kann man immer mal wieder anhören ohne das dich die Musik dann irgendwann nervt. „Double XL“ aus dem Jahr 2001 zählt auf jeden Fall auch noch mit zu meinen Favorites. Aber das ist ja noch auf Kassette und das habe ich deswegen ehrlich gesagt auch schon lange nicht mehr angehört.

„In die Szene rutscht man halt so nach und nach rein. Man lernt immer mehr Leute kennen und ist dann halt irgendwann mittendrin.“ Aber auch in den Clubs bist du unterwegs. So warst du ja auch schon Support-DJ für Künstler wie 50 Cent, Samy Deluxe, Outkast und Xzibit. Wo ist der Unterschied bei solch einem Gig und einem „normalen“ Abend im Club? Also erst einmal fühlt man sich natürlich geehrt mit solchen Künstlern auf derselben Bühne zu stehen und ist in aller erster Linie auch Fan. Früher waren die Konzerte oft so angelegt, dass es danach gleich in der Konzert-Location weiter ging mit der Aftershow-Party. Da hab ich dann oft bisschen zum Warm-Up aufgelegt und nach dem Konzert zur Aftershow. Dort sind die Leute auch meistens geblieben. Heutzutage geht ja in den meisten F��llen nach dem Auftritt das Saallicht an und dann war’s das. Du bist ja beim splash! Festival auch nicht mehr weg zu denken. Ist es jedes Mal ein neues, unvergessliches Erlebnis oder wird es langsam zur Routine-Arbeit?

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Naja, ich glaube das das splash! Festival auch sehr gut ohne mich stattfinden kann. ;) Früher hatte ich da ja auch ein wenig mit der Organisation zu tun und war 2 Jahre lang Pressesprecher des Festivals, aber mittlerweile beschränkt sich das ja nur auf das Auflegen beim Festival. Sei es in einem der Zelte oder auf der VIP Party. Aber ich weiß was du meinst. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Jahre, und wie aufregend das alles war. Heute nach 12 Festivals ist man da natürlich ein bisschen routinierter. Aber es gibt sie immer noch, diese Momente die daraus ein unvergessliches Erlebnis machen!

Jeder hatte seinen Standpunkt dazu und man sah gerade auch am Beispiel Curse, das Label und Künstler nicht immer derselben Meinung sind. Wenn wir schon beim splash! sind. Du bringst ja auch immer ein offizielles splash! Mixtape. Doch dieses Jahr gab es etwas negative Schlagzeilen durch Abmahnungen von Sony. Wie ist denn deine Meinung hierzu? Curse hatte sich ja auch bereits im Vorfeld dazu geäußert. Ehrlich gesagt hab ich letztes Jahr das erste Mal das Splash! Mixtape gemacht. Früher hatte das meistens DJ Kenny D mit DJ Shusta oder DJ Maxxx gemacht. Das war tatsächlich das erste Mal. Durch die Abmahnung diverser Webseiten, die das kostenlose Mixtape verlinkt haben, stand das dann auf einmal im Mittelpunkt zwischen Künstler, Label und Blogger. Jeder hatte seinen Standpunkt dazu und man sah, gerade auch am Beispiel Curse, dass Label und Künstler nicht immer derselben Meinung sind. Mir hat es nur gezeigt, dass die großen Majorfirmen noch immer mit dem Thema Web 2.0 überfordert sind und was das angeht, hilflos in alle Richtungen schießen. Und was steht für nächstes Jahr alles auf deiner To-Do Liste? Was können wir von dir erwarten? Ich war die letzten Monate wieder in einigen Städten wie z.B. Moskau, Paris, Stockholm

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und Sofia auflegen. Dubai & Abu Dhabi stehen noch an. Das will ich nächstes Jahr ausbauen und noch mehr international spielen. Meiner Website widme ich auch schon sehr viel Zeit, aber da werde ich in Zukunft auch noch mehr Gewicht darauf legen und ein bißchen mehr bloggen. Neue Mixtapes sind natürlich auch in Planung. Gut, dann die letzte und einfachste Frage. Welches Album pumpst du derzeit am häufigsten Daheim, im Auto und auf deinem iPod? Jay-Z „Blueprint 3“ läuft natürlich ab und zu bei mir. Was ich zum Beispiel auch richtig, richtig gut finde ist das Drake „So Far Gone“ Mixtape. Das ist zwar schon ein bisschen älter aber das findet echt immer wieder seinen Weg in meinen CD Player. In Sachen Deutsch-Rap feiere ich gerade das neue Monroe Album. Interview: Timothy Morrell

FACTS - DJ Ron hat bereits veröffentlicht

23 Mixtapes

- pro Jahr spielt er durchschnittlich

Shows

100

- Ron hat bereits als Support-Act für so

50 Cent, Samy Deluxe, Outkast, Xzibit, Curse, The Roots, Freundeskreis, Ol’ Dirty Bastard hochkarätige Künstler wie

und vielen anderen gespielt

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Jahren auf dem Splash! - legt seit Festival auf und hat dort schon vor über

20.000 Menschen gespielt - hat als Executive Producer bei Phlatline Records bereits weit über

Platten verkauft

100.000


DJ CHARTS DEZEMBER

DJ RON //CHEMNITZ Phlatline Records

www.djron.net 01. 02. 03. 04. 05. 06. 07. 08. 09. 10.

B.O.B. ft. Bruno Mars “Nothing On You” Ludacris & Shawna “How Low Can You Go” Clipse ft. Cam’Ron “Popular Demand (Popeye’s)” Usher ft. T.I. “In My Bag” Monroe ft. Curse, Olli Banjo & Ercandize “Viel Zu Sehn” Rakim ft. Tracey Horton “Won’t Be Long” Birdman ft. Drake & Lil Wayne “4 My Town” Snoop Dogg “I Wanna Rock” Timbaland ft. Drake “Say Something” Blakroc ft. Jim Jones, Billy Danze & Nicole Wray “What You Do To Me”

DJ RICHIE //NÜRNBERG Holla Back Productions

www.myspace.com/djrichiehollaback 01. 02. 03. 04. 05. 06. 07. 08. 09. 10.

Chris Brown „I can transform ya“ Drake „Forever“ Omarion ft. Lil Wayne „I get it in“ Jay-z ft. Alicia Keys „Empire state of Mine“ 50cent „I get it in“ Amerie ft Lil Wayne „Heard em all“ New Boyz „You‘re a yerk“ Flo Rida „Be on you“ Gucci Mane „Wasted“ Birdman ft. Lil Wayne & Drake „Money To Blow“

DJ TREUNDA //NEW YORK Time Signature Inc.

www.myspace.com/treunda 01. Drake „Do what you do“ 02. Nispsey Hussle ft Jadakiss „Last party“ 03. Birdman ft Drake, Lil Wanye „Money to blow“ 04. Fabolous „Never let it go“ 05. Snoop Dogg „Protocol“ 06. Game ft Gucci Mane, Timberland „Gridin making money“ 07. Jayz ft Swiss Beatz „On to the next one“ 08. Amerie ft Fabolous- „More than love“ 09. Ryan Lesie „Call my number“ 10. Tre Songz „Say ahh“

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rar ist. Was das optische angeht, bin ich eigentlich nicht so anspruchsvoll. Ich liebe Männer, die eine tolle Persönlichkeit haben. Einfach jemand, der mich zum lachen bringt und mich liebt.

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as war der Grund, dass du umbedingt Model werden wolltest?

Ich wollte eigentlich schon immer modeln. Letzten Endes bin ich dann zum Modeln gekommen, nachdem ich einen Kalender für einen Club in Ohio gemacht habe.

Und das perfekte Date mit deinem Traummann sieht wie aus? Ich liebe es, wenn ich auf Händen getragen werde. Aber die einfachen Dinge im Leben erfreuen mich ebenso! Ich gehe gerne mit meinem Mann in die Stadt aus. Aber ebenso finde ich Gefallen daran, es sich einfach Zuhause gemütlich zu machen und einen Film anzuschauen.

Ich will einfach nur einen guten Mann. Aber es sieht so aus, als ob diese Sorte Mann sehr rar ist. Was das optische angeht, bin ich eigentlich nicht so anspruchsvoll. Und was war deine schlimmste Erfahrung während eines Foto- oder Videoshoot?

Auf einer Skala von eins bis zehn, welche Chance gibst du den Typen, die soeben deine Bilder im Magazin anschauen?

Ich hatte zum Glück bis jetzt noch keine schlechten Erfahrungen bei einem Auftrag sammeln müssen.

Jungs, ich würde euch eine Chance geben!

Welchen Teil deines Körpers magst du am meisten und vorallem, weshalb? Auf jeden Fall meine Augen! Wenn ich die Klamotten mit der richtigen Farbe trage, steche diese richtig herraus. Und viele Leute machen mir wegen meinen Augen auch Komplimente. Wo würdest du deine Karriere gerne in den nächsten fünf Jahren sehen? Was ist dein Ziel als Model?

Nenne uns eine Sache, welche die Leute über dich vermutlich nicht wissen. Ich habe meinen College Abschluss mit 3,8 gemacht. Und was ist der schnellste Weg zu deinem Herzen? Gefühl und Ehrlichkeit!! Und der schnellste Weg einen Korb zu bekommen?

Ich will eigentlich nur erfolgreich sein. Ausserdem versuche ich derzeit auch, ins Radio und Fernsehen zu kommen. Ich würde auch gerne ein paar Rollen als Schauspielerin übernehmen.

In dem er Fake ist und lügt. Jungs, bleibt ehrlich mit mir.

Und dein Traummann stellst du dir wie vor? Wie soll er sein und aussehen?

Ich muss einfach eine dicke Haut haben.. Angst zu haben wird mich in diesem Geschäft nicht weit bringen.

Ich will einfach nur einen guten Mann. Aber es sieht so aus, als ob diese Sorte Mann sehr

Und was war die schlechteste Anmache,

Nenn uns eine Angst die du hast, ein up & coming Model zu sein.

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die du zu hören bekommen hast? Ich habe einfach schon zu viele dumme gehört.. (lacht) Was ist denn der größte Irrglaube über das Modeln? Da gibt es so viele... Ich weis gar nicht wo ich hier anfangen sollte. Welche Künstler hörst du zur Zeit gerne? Im Moment sind es Trey Songz und Lil Wayne. In einer Beziehung. Nimmst du da gerne oder gibst du lieber? Beides. In einer Beziehung gebe ich gerne, nehme aber natürlich auch gerne. So, jetzt wird es intim. Was ist deine lieblings Stellung? Ich probiere gerne eigene Stellungen. Ich liebe es, Neues zu probieren. Ziehst du dich gerne sexy an oder lieber nur hin und wieder mal?

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Immer. Ich liebe es meine Dessous zu tragen. Und deine lieblings Stimmungs-Musik? Natürlich R&B, was denn sonst? Du erwischt deinen Freund beim Fremdgehen. Was machst du? Rächst du dich an ihm oder legst du dir eine neue Nummer zu? Ich lege mir eine neue Nummer zu. Er hat seine Chance gehabt und sie vermasselt. Damit muss er jetzt leben. Und was ist dein bester Workout Tip? Ausdauertrainung und Crunches. Das hält auf jeden Fall fit. Zu guter Letzt, wo können Leute dich auschecken? www.JayonnaFabro.com www.Twitter.com/JayonnaFabro www.Myspace.com/JayonnaFabro www.Facebook.com/JayonnaFabro Interview: Dolla Skillz


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Auf deinem Bild sehen wir dich provokant vor einem Herrenklo stehen. Kann man dich da öfters antreffen? Nee, ich glaube lieber nicht. In dem Club, wo das Bild aufgenommen wurde, war dass auch keine sehr angenehme Sache. Zum Glück hatte ich hohe Schuhe an, dass ich nicht direkt in den Pfützen stehen musste. Wenn ich mal ein Herrenklo finden sollte, wo ich mich auch reintrau, werde ich euch natürlich informieren. Du möchtest uns aber mit dem Bild nicht irgend eine Message rüber bringen oder? Ein Comingout? Hmm, so genau hab ich mir da noch keine Gedanken gemacht. In dem Moment wars beim Shooting einfach nur sehr lustig, die Stimmung gut und wir haben eigentlich ein bisschen „rumgealbert“. Es sollte einfach frech sein und den Männern zeigen, dass die Frauen keine Angst vor dem Männerrevier haben. Wenn man dich in der Disco trifft, was muss „Mann“ machen um deine Aufmerksamkeit zu bekommen? Aufmerksamkeit kann man natürlich positiv als auch negativ sehn. Ich steh ganz und gar nicht auf die total betrunkenen, die einen erst mal anlallen oder gleich mal zugreifen müssen. Schön anzusehn ist es natürlich, wenn er richtig gut tanzen kann aber ich bin glücklich vergeben von daher wird nur gekuckt. Wenn du mal zurückdenkst, was ist das Verrückteste das du jemals gemacht hast? Gab so einige Dinge in meinem Leben bisher, die ausergewöhnlich waren. Ich hatte ein Bodypainting, was eine ganz besondere Erfahrung war, auch sehr untypisch für mich, vor einer Gruppe von Fotografen halb nackt und nur bisschen mit Farbe angemalt zu posieren. Man stellt Dich vor die Wahl. Ein aufregendes Jetset Leben führen oder eine gut funktionierende Familie haben. Was wäre für dich die Wahl?

Also Karriere ist mir schon wichtig. Ich bin sehr ehrgeizig in meinem Beruf und will immer mehr erreichen und mehr erleben. Aber die Wahl würde auf die Familie fallen. Ohne funktionierende Familie hat man keinerlei Rückzug um sich auch mal entspannen zu können oder einfach mal einen ruhigen Tag genießen zu können. Es kommt ein Mann zu dir der sagt, dass er dir einen Wunsch erfüllt, egal was. Geld spielt keine Rolle. Für was würdest Du dich entscheiden? Ich würde zu meiner Familie in die USA ins schöne Florida fliegen und erst mal eine gewisse Zeit da bleiben. Einen Teil hab ich das letzte Mal vor ca. 15 Jahren gesehn und würde sie gern mal wieder sehn. Klar hat man in den Zeiten von Myspace und Facebook den Kontakt nicht verloren aber es ist halt doch was schönes jemanden live vor sich zu haben als nur online und über Bilder zu kommunizieren. Die letzte Zeile gehört Dir. Sag den Leuten da draußen, was du schon immer mal loswerden wolltest. Glücksbärchiiiii - Style (lacht)

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LIFESTYLE:

TRENDY STUFF Text: Timothy Morrell

Diesel „Only The Brave Wir erinnern uns? Diesel und Common gaben ihre Zusammenarbeit bekannt und jetzt ist das Baby geboren. Die Rede ist natürlich vom „Only The Brave“ Wässerchen. Und wenn wir uns die Flasche so anschauen, dann lohnt sich ein Kauf alleine schon wegen der genialen Flasche. Bei uns in Deutschland gibt es das Ganze schon für rund 35 Euro (35ml Flasche). Die 125ml große Flasche liegt dann bereits bei 72 Euro. www.onlythebrave.com.au

Tony Hawk Ride

Das Wetter ist scheiße, du hockst daheim und kannst nicht skaten.. du zockst Tony Hawk auf deiner Konsole aber irgendwie ist es nicht das Gleiche. Hier kommt vielleicht die Abhilfe! Denn für die Wii gibt es jetzt das Tony Hawk Ride Skateboard. Damit wird dein Spielerlebnis noch intensiver und auch bei miesem Wetter kommst du jetzt auf deine Kosten. Zu haben ist das Teil ab 100 Euro. www.thride.com

Hugo Boss Handy

Nach zahlreichen anderen Labels hat jetzt auch Hugo Boss ein eigenes Handy eingekleidet. Dabei hat man allerdings nicht das Rad neu erfunden. Denn für das Hugo Boss Handy hat man sich mit dem Handy-Hersteller Samsung zusammen getan und hier handelt es sich um das Samsung F-480. Man sticht allerdings die Konkurrenz aus. Es ist nämlich der Nachfolger des Armani-Phones Samsung P520. www.hugoboss-phone.com


Bapex Watch

Neu in der Ursus Kollektion von Bape ist diese Uhr, welche in Zusammenarbeit mit Mr Tet of (w) Taps entstanden ist. Dabei hat man hier auf edles Leder für das Band verzichten, dennoch sieht sie einfach nur top aus. Die glücklichen Käufer bekommen hierzu ein weiteres Band, sowie ein Tasche, damit die Uhr stets gut aufgehoben ist. Wer jetzt noch das nötige Kleingeld hat, kann gerne zugreifen. Der Preis liegt bei rund 790 Dollar. www.bape.com

Atlanta Braves Dog Ear Basic 59FIFTY

Nur weil man auf Caps steht, will man ja schließlich noch lange nicht kalte Ohren im Winter haben. Dies wissen auch die Jungs von New Era und schmeißen somit diese Atlanta Cap, pünktlich zur kalten Jahreszeit, auf den Markt. Zu haben ist das Teil für rund 40 Dollar. www.neweracap.com

LRG Geldbeutel

Du willst beim bezahlen im Laden auch einen guten Eindruck machen? Dann mach es, indem du beim nächsten Einkauf deinen neuen LRG Geldbeutel zückst. Im trendigen weiß bietet dir dieses Teil genug Platz für deine Stacks und die nötigen Karten. Auch deine ID-Card bekommt einen würdigen Platz geboten. www.l-r-g.com


SAW VI

Ich möchte ein Spiel mit dir Spielen.“ Dieser Satz hat sich zum wohl bekanntesten Spruch aus dem Genre der Horror Filme gemauschelt. So ziemlich alle haben mindesKinostart tens schon einen Teil 03. Dezember 2009 gesehen und alle haben schon von ihm gehört. SAW ist der erfolgreichste Horror Film der neuen Filmgeschichte, wenn man mal von Horror Klassikern absieht. Mit seinen fünf, mehr als erfolgreichen Teilen, haben die Macher der SAW Filme bewiesen, dass sie die Geschichte um Jigsaw immer wieder aufs Neue Interessant gestalten können und die Zuschauer immer wieder aufs neue Fesseln können. Dort wo die meisten Filme schon nach dem 2ten Teil langweilig zu werden drohen und nach dem dritten Teil dann endgültig Schluss ist, Attentäter leben gefährlich setzt SAW erst neu an. Und so kommt nun bereits der 6te Teil in die Kinos. Falls es doch Leute gibt, die nicht wissen von was wir hier Reden, ein kleines Up-

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date. SAW erzählt die Geschichte eines von der Polizei und dem FBI gesuchten Mörders, der sich selber den Namen „Jigsaw“ gegeben hat. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, diejenigen die in seinen Augen Böses getan haben zu bestrafen, indem er sie in perversen Spielen vor die Wahl stellt, Leben oder Tot. Ausgeklügelte Mechanismen und Apparate sind das Markenzeichen des Jigsaw Killers. Die Gefangenen müssen sich in den Spielen entscheiden, ob sie sich selber Leid zufügen um zu entkommen, andernfalls werden sie nach Ablauf der nur wenige Minuten andauernden Frist getötet. Die Spiele gehen immer auf die Psyche der Menschen und auf deren Urinstinkte zurück. Fressen oder gefressen werden. Im sechsten Teil ist Jigsaw Nachfolger Detective Hoffman immer noch nicht Enttarnt und führt das Vermächtnis seines Vorreiters fort. Doch gelten die Regeln des Jigsaw überhaupt noch? Oder ist es längst so, dass Hoffman auf eigene Faust handelt? Im neuesten Teil macht sich Jigsaws Witwe Jill auf die Suche nach der Wahrheit. Und auch Hoffmans Kollegen begreifen, dass sie mit dem FBIMann Strahm den Falschen verdächtigt haben. Doch was immer die Mitspieler auch hera u s f i n d e n , es gibt einen, bei dem alle Und so schließt sich der Kreis Fäden zusammenlaufen: Jigsaw! Text: Thorsten Streb


ZOMBIELAND

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er Planet Erde hat sicherlich einige Probleme und gerade als wir dachten, dass wir alle aufgedeckt hätten, kommt ein ganz neuKinostart es Globales Problem 10. Dezember 2009 auf uns zu. Zombies! Wenn die Welt von den wandelnden Toten heimgesucht wird, muss man sich einiges Einfallen lassen, um zu Überleben. Doch wie Überlebt man in einer Welt die von Zombies heimgesucht wird? Columbus (Jesse Eisenberg), einer der Hauptdarsteller in diesem Film, ist eigentlich ein totales Weichei. Um zu Überleben hat er sich seinen eigenen „47 Punkte Überlebensplan“ aufgestellt. Dieser Plan funktioniert eigentlich ganz gut. Doch die Zombies werden mehr und aufdringlicher. Da kommt es ihm gerade Recht, dass er einen Gleichgesinnten trifft. Tallahassee

(Woody Harrelson), der augenscheinlich das totale Gegenteil von Columbus ist. Furchtlos und Unerschrocken hat er sich durch den Alltag mit den Zombies geschlagen. Jetzt, da sie sich gefunden haben, wollen die beiden den Zombies im Tag –Team den Gar ausmachen. Doch dabei müssen die beiden zuerst den allergrößten Schrecken in die Augen sehen: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden dann noch 2 weiteren Nicht-Zombies, Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin), die genau wie die beiden Herren ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, sich in einer Welt voller Untoter zu behaupten. Ab jetzt geht das Chaos erst Richtig los. Die vier müssen sich schon bald überlegen was schlimmer ist: Es miteinander Auszuhalten oder sich seinem Schicksal zu ergeben. Also immer schön an Regel Nummer 37 denken: „Auch mit den Hosen unten immer schön die Knarre hochhalten!“

ZWEIOHRKÜCKEN

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r ist einer der Erfolgreichsten Deutschen Schauspieler seiner Zeit. Und seit seinen gigantischen erfolg mit den Manta Manta Teilen kennt man ihn überall. „Zweiohrküken“ heißt Kinostart der neue Teil, was die 03. Dezember 2009 Fortsetzung von „Keinohrhasen“ ist, in dem Til Schweiger wieder die Hauptrolle spielt und gleichzeitig die Aufgaben als Co-Autor, Produzent und Regisseur übernimmt. Zusammen mit seinem Barefoot – Film – Team ist Til wieder ein klasse Film mit Kuschelfaktor 10 gelungen. Da das Film Team um Schweiger schon wieder, wie bei den Dreharbeiten zu eineinhalb Ritter, früher als geplant die arbeiten abgeschlossen haben, wurde der Kinostart auf den 03.12 vorverlegt. Neben Til Schweiger und Nora Tschirner in den Hauptrollen, sind auch Matthias Schweighöfer und Emma

Schweiger als Cheyenne-Blue wieder mit dabei. Für heftige Eifersuchtsszenen sorgen Ken Duken als Annas Ex-Freund Ralf und Edita Malovcic als Ludos Ex-Freundin Marie. In weiteren Rollen sehen wir Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht, Denis Moschitto, Thomas Heinze, Marc Hosemann, Pegah Ferydoni, Jasmin Gerat und Thomas Kretschmann. In Zweiohrküken finden wir uns 2 Jahre nach dem ersten Teil wieder. Bei Ludo und Anna ist der Alltag eingekehrt. Doch da taucht plötzlich Ludos alte Flamme wieder auf, ein Grund für Anna die Eifersuchtstur zu fahren. Und das zu Recht, denn die Ex scheint noch starkes Interesse an Ludo zu haben. Ludo gehen die Kontrollversuche von Anna auf die Nerven und er fordert mehr Freiraum. Doch als dann auch Annas Ex- Freund auftaucht findet er sich selbst in der Nebengleis Rolle wieder, plötzlich mag im der geforderte Freiraum gar nicht mehr so recht gefallen.

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JACKASS

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enn man blaue Socken zu einer grünen Hose anzieht wird man schon mal leicht als Verrückt erklärt. Wenn man dann noch Hasenohren auf dem Kopf hat, wird man direkt als Spinner abgestempelt.

DVD: 03. Dezember 2009 Jetzt Kaufen

Es gibt aber ein paar Jungs, die das alles noch Toppen können. Die Rede ist von Johnny Knoxville und seinen Kumpels. Sie haben sich auf einem Fahrenden Auto ein Tattoo stechen lassen, sie fahren mit allen möglichen Dingen gegen Wände, lassen sich von wilden Tieren anfallen, essen ekelhafte Sachen oder lassen sich mal eben die Pobacken zusammen Piercen. Es gab ein Omelett aus erbrochenem, mit einer Schrotflinte geladen mit Bohnensäcken haben sie sich beschießen lassen und diese Liste kann man ewig weiter führen. Das sind aber noch die harmlosen Sachen, welche man bei der MTV Kult Serie Jackass

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zu sehen bekam. Was haben wir über die Jungs gelacht und wie haben wir mit ihnen gelitten. Gewundert hat man sich über sie, aber auch Bewundert. Jetzt haben die Macher von Jackass eine DVD zusammengestellt, mit all den Szenen die im Fernsehen nicht gezeigt werden durften und die welche schon lange als Verloren galten. Mit dabei Johnny Knoxville, Bam Margera, Steve-O, Chris Pontius, Ryan Dunn, Preston Lacy, Wee-Man, Danger Ehren und Dave England. “Self Defense Test”, “Stun Collar”, “Unicycle Poo Barf”, “Fast Food Football”, “Roller Jump” und das Original- “Satan vs. God”, sind nur einige der Szenen die wir auf der brand neuen DVD zu sehen bekommen.


HARDWIRED

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enn man sich vorstellt in einer Welt zu Leben, in der alles und jeder miteinander vernetzt ist, in einer Welt in der die Computerfirmen die totale Kontrolle haben. Was für ein Leben mag das sein? In genau so einer Welt DVD & BluRay: findet sich Luke Gib10. Dezember 2009 son (Cuba Gooding Jetzt kaufen Jr.) in Hardwired wieder. Nach einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem seine Frau ums Leben gekommen ist, wird er schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Als er nach der Notoperation wieder erwacht,

Diagnose, Zahnstein

muss er feststellen, dass sich sein bis dahin so idyllisches Leben in ein einen ausgewachsenen Alptraum verwandelt hat. Bei der OP wurde ihm ein Mikrochip ins Gehirn eingesetzt, durch den er unter der ständigen Überwachung eines Mitarbeiters von Hope Industries (Val Kilmer) steht. Verschärfend kommt noch dazu, dass Gibson von heftigen Visionen und Eindrücken aus seiner Vergangenheit geplagt wird, an die er sich allerdings nicht erinnern kann. Sein scheinbar einziger Weg dem ganzen Gewirr, das er nun sein Leben nennen muss zu verstehen, liegt darin, dass er sich mit ein paar mehr als merkwürdigen Hackern zusammenschließen muss. Denn die scheinen als einzige nicht mit dem Konzern unter einer Decke zu stecken. Außerdem macht es den Anschein, als hätten diese Hacker das Wissen und die Möglichkeiten dem Industrie Riesen das Handwerk zu legen und Gibson aus seiner gefährlichen Situation zu befreien. Doch sie müssen sich beeilen bevor es zu spät ist.

OPEN GRAVES

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enn man von einem Brettspiel hört, dass ungeahnte Kräfte besitzt die unsere Welt aus den Angeln heben kann, dann denkt man doch zuerst mal an „Jumanji“. Doch da wo Jumanji als Komödie daherkommt, welche DVD Verleih: die Zuschauer in eine 08. Dezember 2009 Bunte bezaubernde Welt versetzt, kommt dieser Film als knallharter Horror Streifen daher. Die rede ist von „Open Graves“, ein Film um das Spiel „Mamba“. Der Film handelt von einem jungen Mann Namens Jason (Mike Vogel), der

Ich bin mir sicher, da war eine Flosse!

als Surfer seinen Sommerurlaub in Spanien verbringt. Zusammen mit seiner Freundin, gespielt von „Eliza Dushku (Buffy) und deren Freunden, verbringen sie ihre Zeit die Wellen an den Stränden Spaniens zu reiten. Bei einem Einkaufsbummel entdecken sie das Spiel „Mamba“, dass nach einer alten Legende, aus den Knochen einer verbrannten Hexe hergestellt wurde und dem Gewinner einen Herzenswunsch erfüllen soll. Doch was die vier nicht wissen ist, dass die Unterlegenen Spieler vom Tod heimgesucht werden. Trotz aller Warnungen des Verkäufers können sie der Versuchung nicht widerstehen und wagen das Spiel. Ein wettlauf gegen die Zeit, gegen den Tod und gegen das Spiel entfacht. Unsere vier finden sich in den schlimmsten Szenen des Mittelalters wieder. In den Tod und verderben lauern. Texte: Thorsten Streb

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BMW vs. CHRYSLER Elegance trifft auf Bully

W

ir vom Flavor Magazine lassen für euch wieder zwei Gegner in den Ring steigen. Zwei ebenwürdige und doch gänzlich verschiedene Typen. Diese Jungs wissen wie man die Männerherzen höher schlagen lässt aber auch die Damenwelt kommt bei diesen beiden Muskelprotzen nicht zu kurz. In der roten Ecke wartet für euch der Chrysler 300c auf seinen Geg-

ner. In der blauen Ecke, der BWM 530i. Zwei Wägen, denen man die Kraft und die Elegance nicht ansieht. Um zwei gleiche Wägen zu Präsentieren zu können, haben wir uns auf der Seite des Chryslers für den kleinsten Benziner entschieden. Doch wenn man bei den Amis klein sagt, dann ist das ein 5,7Liter Geschoss. Der Chrysler 300c 5,7l HEMI wartet mit folgendem Kampfgewicht auf.

Chrysler 300c 5,7l HEMI

5Stufen Automatik V8 Motor 5,7 Liter 340 PS bei 5000U/min 12,3 Liter Super im Durchschnitt 250km/h Spitze

tung von kennt die Bedeu d un n le ie sp e Muskeln erikaner lässt di Der bullige Am nicht einmal. Zurückhaltung Hintergrundbild: SFAntti / Flickr.com

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Jetzt können sicher einige sagen, es ist nicht Fair einen 5,7Liter V8 neben einen 3Liter 6Zylinder zustellen. Doch sagen wir, denn wir haben aus jedem der beiden Automarken den Mittelwert genommen. Den BWM 5er gibt es zwar noch als 550i der dann mit einem V8 und 367PS auf seinen Bändiger wartet. Allerdings liegt dieser beim Grundpreis schon 20.000Euro über dem 530i und ist somit kein Mittelmaß

mehr. Doch zurück zu unseren beiden Modellen. Bullig kommen sie daher, in diesem Punkte stehen sie sich in nichts nach. Der BWM im alten, dennoch neu aufgemöbelten Gehäuse, wirkt Kraftvoll und Stilecht. Der Chrysler dagegen, sieht im direkten Vergleich der Wägen nicht ganz so Kraftvoll aus. Eher wie eine Luxusschleuder zum Krusen. OK, dass soll er auch. Das ist von den Machern so gewollt. Dennoch steht


Wir werfen wieder zwei Gegner in den Ring

der Ami in Punkto Kraft seinem Image in nichts nach. Wer also einen Luxus Wagen will, mit dem er wenn es sein muss auch mal etwas Kraftvoller an der nächsten Ente vorbeiziehen kann, für den führt der Weg ins Hause Chrysler. Wenn man die Türen dann durchschritten hat, trennen einen lediglich noch schlappe 56.290 Euro vom American Way Of Life. Wem das Ganze zu viel „Bling Bling“ ist, der setzt auf Deutsche Wertarbeit. Der BMW 530i ist in der Grundaustattung schon für 46.500 Euro zu haben. Man sieht also auch hier, dass der große Motor im Chrysler auch seinen Preis hat. Wer bereit ist diesen zu bezahlen, der bekommt ein Luxus Kraftpaket Made in

America. Wer ein Auto will, dass die Kinderkrankheiten längst angelegt hat und solide mit beiden Beinen auf dem Boden steht, der hält sich an „Made in Germany“ und somit an BWM. Für welches Fahrzeug man sich also entscheidet, ist eine Frage des Geldbeutels und eine Frage des Geschmacks. Beide Wägen haben für sich ihren ganz eigenen Charme.

Text: Thorsten Streb Fotos: Daimler AG, Chrysler AG

BMW 530i

7Stufen Automatik 6 Zylinder Reihe 3 Liter Hubraum 231 PS bei 5900U/min 9,6 Liter Super im Durchschnitt 250km/h Spitze

In München ve rpackt man de n Wolf gerne im ordentlicher M Schafspelz. Hie uskeln stets el r bleibt man tr egant. otz

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PSP GO

Full-Entertainment in deiner Tasche

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ereits im Oktober 2009 schickte die Firma Sony Computer Entertainment Europe einen neuen Anwärter für die beste mobile Spiele Station ins Rennen. Die Rede ist von der neuen Sony PlayStation Portable Go. Bereits ihr Vorgänger, die Sony PlayStation Portable, begeisterte die Nutzer vom ersten Tage an und tut dies bis Heute. Schon damals war das Format unglaublich schlank gehalten, so dass man sein persönliches Spielerlebnis überall in vollen Zügen genießen konnte. Und mit der Sony PlayStation Portable Go, toppt die Firma Sony das Ganze noch einmal. Noch handlicher, noch schlanker und mit ebenso vielen Talenten kommt das neue Gerät daher. Da wurde zum Beispiel das UMD Laufwerk der PSP durch einen unglaublich Leistungsstarken 16Gig Flash Speicher getauscht, der jedem genügend Speicherplatz für seine Musik, Bilder und Spiele bieten soll. Das Gerät ist selbstredend auch mit W-Lan ausgestattet und bietet mit der neu eingeführten Software Media Go3, zugriff auf die Unterschiedlichsten Entertainment Inhalten. Die neu entwickelte Software für die PSPGo und PSP „SensMe“ verwandelt die PSP Produkte in ein voll ausgestattetes Media Center. SenseMe Ana-

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lysiert hierbei die Musik und gliedert sie in verschiedene Kategorien wie Relax, Dance, Upbeat und bietet mit seinen Vorschlägen zur Abspielung stimmungsabhängiges Musikerlebnis der Oberklasse. Natürlich ist auch der ständig weiterentwickelte PlayStation ® Store mit der PSPGo zu erreichen und wartet mit seinem riesigen Angebot aus allen Bereichen der digitalen Spiele Welt auf die Nutzer von Morgen. Des Weiteren besitzt das Gerät einen Bluetooth Controller, welcher das Nutzen von allen gängigen Bluetooth Geräten wie Kopfhörer und Co. erlaubt, sowie das verbinden zu den PSP3 Wirerless Controllern ist möglich. Zuletzt zu erwähnen ist der Bildschirm der PSPGo, der wie bei einem Slider über die Tastatur geschoben wird, dadurch ist die schlanke Form der PSPGo erst zu erreichen und passt so in jede Hosentasche. Das war bei der PSP zwar auch schon so, aber mal ehrlich, dann war die Tasche mehr als voll. Wir sagen Daumen hoch für die PSPGo, eine kleine aber Leistungsstarke Spielemaschine die den Aspekt Multimedia voll getroffen hat. Text: Thorsten Streb Foto: Sony Computer Entertainment Inc.


Plumpe

TOP 10 10

Ich denke ich könnte dich sehr Glücklich machen! Warum? Gehst du schon?

Anmachsprüche 09 So kontert Frau gekonnt 08

Dein Körper ist wie ein Tempel! Heute ist aber keine Messe!

D

a wir in der letzen Ausgabe das verhalten der Männlichen Bevölkerung beim Flirten betrachtet haben und uns darum gekümmert haben, dass die schlechtesten Anmachsprüche nie wieder von einer Frau gehört werden müssen, betrachten wir dieses mal die Antworten der Frauen. Ich meine, wenn es dennoch einige Männer gibt, die selbst nach unserem Ratgeber noch dumme Sprüche bringen, wollen wir den Frauen die Möglichkeit geben schlagfertig antworten zu können. Denn wenn man nur mit Ignoranz oder einem Kopfschütteln auf diese Sprüche reagiert, werden diese Ausgaben des Männlichen Geschlechts bestimmt nicht verstehen, dass man kein Interesse an ihnen hat. Doch wenn man einen flotten Spruch entgegen setzt und sich somit auf gleiches Niveau begibt, begreifen die meisten recht schnell welchen Stellenwert sie einnehmen. Und den Proleten dieser Welt muss Einhalt geboten werden, genauso Parole, denn ansonsten werden sie mit dieser Tour noch so einige Frauen nerven und diese sind dann für wirklich tiefgründige Gespräche nicht mehr empfänglich. In diesem Sinne haben wir die TOP 10 der flippigsten Sprüche und deren Antworten aufgestellt. Für alle, die auf die Anmache eine schnelle Antwort auf Lager haben wollen.

Text: Thorsten Streb Foto: lightwerk / flickr.com

Gehst du am Samstag mit mir aus? Sorry, an diesem Wochenende habe ich Kopfschmerzen!

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kommt es das du so schön bist? Ich habe deinen Anteil dazu bekommen!

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ich dich nackt sehen dürfte würde ich Glücklich sterben! Wenn ich dich nackt sehen müsste würde ich vor Lachen sterben!

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Stört es dich wenn ich Rauche? Mich würde es nicht mal stören wenn du brennst!

04 03

Ziemlich laut hier was? Dann halt doch die Fresse!

Platz!

Wow ist das voll hier, was? Dann verpiss dich doch, dann gibt es

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Ist dieser Platz frei? Ja, und dieser auch wenn du dich hinsetzt!

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Kann ich dir einen Ausgeben? Danke, ich möchte lieber das Geld!

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Text: Daniel Gräbner Foto: Electronic Arts Inc.

Es ist mal wieder soweit, die Fußball Bundesliga hat begonnen, die Champions League läuft auf Hochtouren, und in den Kneipen dreht sich alles nur um das runde Leder. Passend dazu geht mit FIFA10 die 17. Auflage der EA Sports Fußballsimulation an den Start. Im letzten Jahr machte die Reihe erneut einen großen Schritt in die richtige Richtung und setzte damit zum Überholmanöver gegen den bisherigen Throninhaber Pro Evolution Soccer an. Ob dieses Vorhaben in diesem Jahr realisiert werden konnte, und ob es sich um mehr als ein jährliches Update handelt wollen wir uns nun gemeinsam ansehen. Alles beim Alten? Kommt man nach dem Intro in der Arena an, macht vieles den Eindruck man hätte nach wie vor den Vorgänger FIFA09 im Laufwerk, denn weder an der Grafik noch an der Menüführung hat sich sehr viel verändert. Hält man den Controller aber erstmal in der Hand, fallen schon nach wenigen Bewegungen die ersten Unterschiede auf. Alles ist irgendwie flüssiger, fühlt sich freier und lockerer an. Also gleich mal ein Freundschaftsspiel gestartet, und auch hier sticht sofort die erste Verbesserung ins Auge. Die Ladezeit wurde auf ein Minimum reduziert, auf Spielereien in der Arena kann verzichtet werden, und so findet man sich bereits nach Sekunden am Platz seines Lieblingsklubs. Anstoß. Die neue 360°-Steuerung macht sich hier erst richtig bemerkbar. Im Gegensatz zum Vorgänger ist man nun wirklich Herr der Dinge, kann auch mal ohne Dribbelsteuerung am Gegner vorbeiziehen, kann Pässe und Schüsse genauer steuern, und sich knapp an die Außenlinien wagen ohne sich aufgrund ungenauer Steuerung um Einwurf, Eckball oder Abstoß sorgen zu müssen. Auch die Reaktion der virtuellen Kicker wurde deutlich erhöht und so erreicht man erstmals eine Direktheit, die sich fast mit der Konami Konkurrenz messen kann. Die Zweikämpfe sind sehr intensiv und so wird in den höheren Schwierigkeitsgraden wortwörtlich um den letzten Zentimeter gekämpft. Flanken und Schüsse kommen mitt-

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lerweile auch um einiges satter an als in der Vergangenheit, perfekt ist die Ballphysik aber noch lange nicht. Details im Auge des Betrachters Neben dem tollen neuen Spielgefühl wurden viele kleine Veränderungen vorgenommen, mit denen das Spiel einfach noch ein Stückchen näher an das reale Fußballgeschehen heranrückt. So lassen sich endlich, wenn es die Situation zulässt, Freistöße schnell ausführen, die Schützen via Schnellauswahl wechseln oder die Mauer verrücken. Klingt zwar alles irgendwie selbstverständlich, leider musste man auf diese Features aber bisher verzichten. Zum Glück hat man sich bei Electronic Arts aber endlich darum gekümmert und mit der Möglichkeit eigene Freistoßtricks zu entwickeln sogar noch eins draufgelegt. So kann man nun für verschiedene Freistoßpositionen Laufwege der Spieler programmieren, die sich im Spiel über das Steuerkreuz abrufen lassen. Auch der Trainingsmodus feiert in FIFA10 sein notwendiges Comeback, genau wie die Niederländische Nationalelf, die erstmals seit vielen Jahren wieder vollkommen lizenziert zur Auswahl steht. Zudem gibt es mit dem königlichen Estadio Bernabeu eine neue Spielstätte, das Rasenmuster der diversen Stadien ist frei einstellbar und man kann jedem Verein ein beliebiges Oval als Heimstadion zuweisen. Das Wettersystem wurde ebenfalls erneuert, welches uns es neben Sonnenschein und Flutlicht, auch richtigen Regen und optisch hübschen Schneefall beschert. Führe Deine Mannschaft zur Meisterschaft Auch bei den Spielmodi hat man bei EA Sports wieder einiges verändert. Erstes Beispiel ist der Manager Modus, der gegenüber der 09er Version deutlich verbessert wurde. Zwar sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass dieser Modus im letzten Jahr mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, dennoch ist es erfreulich, dass man sich diesen auch wirklich angenommen hat. Tages- und Jahreszeiten haben es endlich auch in den


Karrieremodus geschafft, für Transfers wurden Ablösesummen aus den realen Marktdaten übernommen, zudem soll es durch eine bessere KI noch schwerer sein, prominente Spieler von ihren Vereinen loszueisen. Auch die simulierten Partien liefern ab sofort authentischere Ergebnisse, und verhindern Freiburger oder Nürnberger Meisterfeiern. Ein Punkt der im letzten Jahr ebenfalls für viel Ärger gesorgt hat, war das abrupte Ende des Manager Modus’ nach dem man vom Verein gefeuert wurde. Auch hier wurde entsprechend gehandelt, und so kann man nun seine Laufbahn auch nach einer Entlassung fortführen – je nach Restprestige darf man sich über einen Vertrag bei einem Zweit-, Dritt- oder Viertligisten freuen. Mittendrin statt nur dabei Ebenfalls kein vollkommen neues, aber sinnvoll aufgemotztes Feature ist der „Virtual Pro“-Modus, der der „Be A Pro“ Variante des letzten Jahres entsprungen ist. Über die EA-Homepage lässt sich

nun das eigene Gesicht in ein Gameface umwandeln, welches vom Internet schlussendlich auf die Konsole eurer Wahl geladen wird. Danach heißt es aus dem richtig miesen Kicker einen Weltfußballer zu machen. Nicht nur durch euer Abschneiden in Spielen, sondern auch durch diverse Herausforderungen im Training und der Arena, bekommt ihre Skillpoints mit denen ihr euren Spieler verbessern könnt. Im ausgesprochen flüssigen Onlinemodus, dürft ihr euch dann im selbst gegründeten Verein mit Gamern aus der ganzen Welt messen, und beweisen, dass eure Figur das Zeug zum Superstar hat. Fazit: FIFA10 ist Stillstand und Fortschritt zugleich. Graphisch hat sich kaum etwas verändert, von neuen Ligen oder Lizenzen ist weit und breit keine Spur und auch kleine Mängel, wie fehlende Siegesfeiern, geben nach wie vor Anlass zur Kritik. Allerdings wurden gegenüber dem Vorgänger sehr viele Mängel behoben, und durch die tolle 360°Steuerung und dem freieren Spielgefühl, kürt sich FIFA10 ganz klar zum besten FIFA aller Zeiten.

Positiv: - 360° Steuerung - authentische Zweikämpfe - viele notwendige Verbesserungen seit FIFA09 - verbesserte Defensive - toller Online-Modus - eigenes Gesicht integrierbar Negativ: - Grafik praktisch unverändert - Lizenzpaket entspricht dem des Vorgängers - Ballphysik bei Weitschüssen noch ausbaufähig - Schwierigkeitsgrad von Profi auf Weltklasse unausgewogen - dt. Kommentar noch mal schlechter geworden

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Text: Daniel Gräbner Foto: 2K Sports

Der Videospielherbst gehört den Sportsimulationen, so war es in der Vergangenheit, so wird es in Zukunft sein und so ist es auch in diesem Jahr. Neben Fußball und American Football darf natürlich auch der orange Lederball nicht fehlen. Die National Basketball Association hat am 27. Oktober zum 64-ten Mal die Pforten ihrer Arenen geöffnet, und auf PC und Konsole darf sogar schon seit dem 9. Oktober drauflos gespielt werden. 2K Sports veröffentlichte nämlich mit NBA2K10 den neuesten, und mittlerweile bereits zehnten, Ableger ihrer erfolgreichen Basketballsimulation. Seit Jahren wird die Konkurrenz aus dem Hause EA Sports auf den zweiten Platz verwiesen, und gerade zum Jubiläum soll sich daran auch nichts ändern.

Virtuelle Realität Aus diesem Grund wurde mit Kobe Bryant gleich mal der Superstar des regierenden Meisters für das Cover verpflichtet, und mit Kanye West’s „Amazin“ auch der offizielle Song der diesjährigen Playoffs. Vor allem Letzteres ist ein klares Zeichen, dass 2K nicht nur nach spielerischer Perfektion strebt, sondern auch die Präsentation und das Randgeschehen noch näher an die Realität heranführen möchte. Und damit ist man bereits auf einem äußerst guten Weg, denn was sich hier noch vor dem Tip-Off auf dem Bildschirm tut, lässt den Spieler wirklich mit offenem Mund und Augen erstarren. Einzeln animierte Zuschauer sorgen mit Plakaten und Fangesängen für Stimmung, zudem

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heizen die offiziellen Maskottchen der 30 NBA-Teams und ihre Cheerleader dem Publikum zusätzlich ein. Kommentatoren, Kameraführung und Präsentation stehen einer TV-Übertragung dabei um Nichts nach. Statistiken vergangener Spiele, Vorschau auf kommende Events und Highlights des Spiels wurden sehr schön und vor allem mit viel Liebe in Szene gesetzt. So gibt es zu Feiertagen wie Thanksgiving und Weihnachten ein spezielles Layout, außerdem sorgen Marken wie T-Mobile, Gatorade und Jordan für zusätzlichen Realismus. Auch nach Spielbeginn kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Die Trainer laufen am Spielfeldrand nervös auf und ab, während die Ersatzspieler im Trainingsanzug auf der Bank schmoren. Das Publikum treibt die eigene Mannschaft lautstark nach vorne und lässt keinen Zweifel daran, ob man als Heim- oder Auswärtsteam auf dem Platz steht. Die Spielermodelle und -animationen sind ebenfalls detailreich wie nie zuvor, und so sehen die virtuellen Superstars in ihren flatternden Jerseys nicht nur fantastisch aus, sondern bewegen sich auch wie ihre realen Vorbilder. Zwar gab es das alles auch schon ansatzweise in den Vorgängern, so viel Spaß gemacht hat es aber noch nie. Wenn Shaquille O’Neal oder Tim Duncan an der Freiwurflinie stehen, oder Lebron James nach einem heftigen Dunk unerwartet den Bodenpolierer samt Wischmob zu Boden reißt, kann man sich als Spieler sein Freudenlächeln kaum verkneifen. Fluch oder Segen? Während sich in Sachen Ingame-Präsentation manch Entwickler ein Scheibchen von NBA2K10 abschneiden könnte, sollte man sich bei 2K Sports hingegen bei der Gestaltung ihrer Spielmenüs beraten lassen. Ein leider äußerst verwirrendes System kann den Spieler schon manchmal wirklich zur Verzweiflung treiben, wenn sich ein gewisses Untermenü einfach nicht finden lässt. Vor allem wo es bei gerade NBA2K ausgesprochen


viele Einstellungsmöglichkeiten gibt. Diese eigentlich positiv zu bewertende Spieltiefe ist für alle Neueinsteiger allerdings ein Fluch, denn fehlende Erklärungen und Tutorials machen einem den Zugang zum Spiel sehr schwer. Unzählige taktische Einstellungen, Schieberegler ohne Ende und das äußerst simulationslastige Gameplay werden den Spaßzocker daher im ersten Moment abschrecken. Einfach auf den Korb loszulaufen wird nämlich nur in den wenigsten Fällen zum Korberfolg führen, vielmehr heißt es die Vorteile des Teams und all seiner Mitspieler auszunützen. Über die Schultertasten und das Steuerkreuz lassen sich Spielzüge einstellen, Defensivzuweisungen verändern oder kommende Auswechselungen planen. Die Steuerung selbst ist nach wie vor sehr komplex, hat man die Tastenbelegung aber erstmal verinnerlicht, ist NBA2K10 aber absolut fesselnd.

Das Umfangmonster Bis zum nächsten Oktober und NBA2K11 ist ja noch eine Weile hin, deshalb ist es besonders erfreulich, dass 2K Sports den Umfang des Spiels nochmals ordentlich erweitert hat. Der Managermodus „The Association“ ist gewohnt bombastisch und wurde mit der verstärkten Einbindung der D-League Nachwuchsliga und der Möglichkeit eine eigene Draft Class zu integrieren noch etwas fordernder. Im Gegensatz dazu lädt der „NBA Blacktop“ zu 3-Point-, Dunking- und Dribblecontests, sowie schnellen 1-On-1

Matches ein. Das Herzstück von NBA2K10 ist allerdings wie bei so vielen Spielen heutzutage der neue „My Player“ Mode, in dem es darum geht einen selbst erstellten Spieler durch seine Karriere zu begleiten. Im Summercamp eines Teams beginnend, muss man sich durch gute Leistungen im Training und in Testspielen beweisen, um danach bei einem NBA oder D-League Team zu landen. Bis in die Starting Five ist es ein harter steiniger Weg, der aber aufgrund der guten Präsentation wirklich Spaß macht und ein gewisses Suchtpotential besitzt. Fazit: NBA2K10 lässt zu keiner Sekunde auch nur den geringsten Zweifel aufkommen, und präsentiert sich auch im zehnten Jahr als nahezu makellose Sportsimulation. Die einzigen Kritikpunkte sind die Komplexität der Steuerung und die extreme Spieltiefe, ist man allerdings ein Basketball-Jünger so wird man gerade deshalb auch dem neuesten Ableger zu Füßen liegen.

Positiv: - realistisches Gameplay - großer Umfang - TV-ähnliche Präsentation - viel Liebe zum Detail - sehr guter Soundtrack - genialer „My Player“ Modus - flüssiges Onlinespiel - via „NBA Aktuell“ über echte Ergebnisse informiert Negativ: - schwierig für Einsteiger - schlechte Menüführung - auf der PS3 Probleme mit Treppenbildung - auf der Xbox-360 hingegen Slow-Downs

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Impressum Büro Forchheim: Flavor Magazine Timothy Morrell Forchheimer Str. 15 91358 Kunreuth timothy@flavormag.de Büro Fürth: Flavor Magazine Thorsten Streb Amonstr. 3 90762 Fürth thorsten@flavormag.de

Authoren dieser Ausgabe Timothy Morrell, Thorsten Streb, Daniel Gräbner, Ron-Lo und Dolla Skillz.

Fotos dieser Ausgabe Hannibal Matthews Photography, Timothy Morrell, M. Feilds Photography, Albert Watson, lichtbildstudien.de, SFAntti / Flickr.com, Daimler AG, Chrysler AG, Sony Computer Entertainment Inc., lightwerk / flickr.com, Electronic Arts Inc., 2K Sports

Satz & Layout Timothy Morrell

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Flavor Magazine Dezember 2009