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25etrhsary

D M EP Anniv

AZ

CIGARREN, DRINKS & MEHR

MR CHEEKS DIE ANFÄNGE DER LOST BOYS

& TIPPS FÜR EINSTEIGER

SAMO SOTO vom neuen Film „Battle of the Year“

Janelle Monae SPRICHT ÜBER ANDROIDEN, MUSIK UND DIE ZUKUNFT

EMINEM * KENDRiCK LAMAR * LADIES OF HIP HOP * CLUBCRUSHERS


FLAVOR M INHALT

04 Urban Shortys

24 Samo Soto

07 Kendrick say what?!

28 Clubcrushers vs DJ Mustard

08 Eminem

30 CD Reviews

09 Yo Gotti

34 Ladies of Hip Hop

09 Pusha-T

24 Kino

10 EPMD

38 Heimkino

12 Mr Cheeks

39 Play

16 Janelle Monae

40 Ride of the Month

Holt euch einen Überblick, über die Geschehnisse im vom neuen Film „Battle of the Year“ im Interview Geschäft. Kendrick Lamar sorgt für reichlich Gesprächsstoff The Marshall Mathers LP 2 I Am

My Name Is My Name Strictly Business: 25th Anniversary Edition Mr Cheeks exklusiv im Interview „The electric Lady“ exklusiv im Interview

20 AZ

Rapper AZ exklusiv im Interview

Jacking for beats?

Lohnt sich der Kauf?

Festival & Workshop von Frauen für Frauen was läuft auf der großen Leinwand? Zu faul ins Kino zu gehen? Neue Filme auf DVD! Gametime?! Dann zockt doch „GTA V“ Der Tesla Model S


Magazine Alle Fotos, auch die ohne Kennzeichnung, sind und bleiben Copyright des jeweiligen Urhebers! Alle mit Namen gekennzeichneten Artikel spiegeln die Meinung des Autors und müssen nicht unbedingt die, des Herausgebers sein.

FLAVOR INTRO Hier bei FLAVOR ist es an der Zeit für Veränderungen und im Hintergrund arbeiten wir bereits hektisch an unseren Aktivitäten um euch ein stärkeres Magazine mit weiter gefächertem Inhalt bieten zu können.

Beim FLAVOR MAGAZINE hat sich schon immer alles um Anführer gedreht. Wir wurden nicht geboren um jemandem zu folgen, sondern mit Substanz etwas zu Kreieren und zu entwickeln.

Wir möchten keinen Teil von dem, was Groß war, Groß sein wird oder der Schlüssel zum Urban Lifestyle ist, vernachlässigen. Wir sind dazu bestimmt, euch Qualität zu liefern. Und natürlich das, was in einer Welt voller falschen Zeichen, echt ist. Wir verkaufen keine Träume. Wir würden euch gerne weiter in den Kreis von FLAVOR einführen, welcher nach Vollständigkeit verlangt. Sobald die Vollständigkeit der Struktur beeinträchtigt ist, droht das „Gebäude einzustürzen“.

Wir hoffen mit Verantwortung zu inspirieren, zu informieren und zu unterhalten. Mit all dem gesagt, würden wir gerne mit euch gemeinsam unsere neuesten Mitglieder La Sean und M Dez begrüßen. Aber natürlich auch die hinter den Fotos und Videos, welche wir euch präsentieren werden.

Das FLAVOR MAGAZINE wird nie auf Grund irgendwelcher Gimmicks einen Kompromiss eingehen. Auch nicht dann, wenn es andere machen (Monkey see, monkey do).

Und jetzt lasst uns zurück in die Zukunft. Es ist uns eine Ehre euch unseren Cover Künstler des Monats zu präsentieren. Die Multi-talentierte Janelle Monae. Viel Spaß! - Ron

FLAVOR MAGAZINE übernimmt keine Haftung für ungefragt eingesandete Fotos, Texte und sonstiges Material. Für Anfragen, Interviews, Reviews, Gewinnspiele oder Sonstiges, einfach eine E-Mail an info@flavormag.de senden. Wir behalten uns das Recht vor, bestimmte Themen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

Wir möchten uns auch nochmal für die Unterstützung der Events bedanken und hoffen euch in 2014 auch bei unseren Veranstaltungen zu sehen.

impressum Flavor Magazine Forchheimer Str. 15 91358 Kunreuth Germany


URBAN SHORTY’S Auch in der letzten Zeit ist wieder einiges in der Welt der urbanen Music passiert. Wir helfen euch auf die Sprünge und fassen das wichtigste noch einmal zusammen.

Kanye West will YouTube Mitgründer Chad Hurley Verklagen Jimmy Henchman bekommt Lebenslänglich

Kein “Knast Kochbuch” von Rapper Ja Rule

James Rosemond, wie Jimmy Henchman richtig heißt, wurde jetzt in Brooklyn zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Ein Radio Interview ging letzten Endes so aus, dass alle glaubten schon bald ein Kochbuch von Ja Rule zu bekommen. Darin: Rezepte, welche er im Knast gekocht hat. Jetzt stellt er allerdings klar, dass es nur ein Witz war und kein solches Kochbuch erscheinen wird.

Das Gericht befand es als erwiesen, dass Henchman im großen Stil mit Drogen gehandelt hat. So soll der ehemalige Manager, von unter anderem Game, die Drogen zusammen mit Tour-Equipment von Küste zu Küste transportiert haben. Mit der gleichen Tour soll er dann auch gleich das Drogengeld gewaschen haben. Trotz seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft, muss er sich auch schon bald in einem weiteren Mordprozess verteidigen. Dabei soll er am Mord eines Angehörigen von 50 Cents Clan geholfen haben. Die Verhandlung soll in Manhatten ausgetragen werden.

04 // FLAVOR MAGAZINE

Diddy: Schon Bald erster Afroamerikanischer NFL-Team Besitzer?

Wie berichtet wird, wollen Rapper Kanye West und Kim Kardashian den YouTube Mitgründer Chad Hurley verklagen. Grund des Streites ist Videomaterial vom Kanye West’s Heiratsantrag an Kim Kim Kardashian. Angeblich hätten auch alle Gäste ein Vereinbarung unterschreiben müssen, dass kein Bildmaterial nach Außen dringt. Gerade aus diesem Grund sieht Kanye West genug Gründe dagegen vorzugehen. Die beiden, Kanye und Kim, haben bereits eine Tochter, North West, welche am 15. Juni geboren wurde. Wir denken uns, als Star steht man eben im Rampenlicht und muss wohl oder übel damit leben.

Diddy hat in seiner Karriere ja schon bereits so einiges geschafft. Und so wie es jetzt aussieht, will er auch der erste Afroamerikanischer Besitzer eines NFL-Teams werden. Gegenüber bloomberg.com erwähnte er, dass er ein echter Freund des Sports ist. Allerdings ist er mehr der Besitzer Typ und so liebäugelt er damit, sich ein Team der Football Liga zu kaufen. Auf welches Team er es genau abgesehen hat, ist nicht bekannt. Allerdings kann man sich wohl sicher sein, dass Diddy seinen Traum noch wahr machen wird.


Master P: Frau reicht die Scheidung ein

Wie TMZ berichtet, hat Master P‘s Frau, Sonya Miller, die Scheidung eingereicht. Als Grund nannte sie nicht überwindbare Differenzen. Damit gehen die beiden dann nach 24 Jahren Ehe wieder getrennte Wege. Das Sorgerecht für die Kinder will Sonya Miller für sich beanspruchen. Natürlich hat sie hier schon angekündigt, auch Unterhalt für diese einzufordern. Das bekannteste Kind der beiden ist wohl Romeo Miller. Master P hatte unter seinem Label No Limit Records zahlreiche Alben veröffentlicht. Sein Geschäftsfeld hatte er über die Jahre auf No Limit Films, No Limit Sports Management und P. Miller Youth Centers ausgeweitet.

Quincy Jones will $10 Millionen von Michael Jackson Obwohl Michael Jackson schon länger tot ist, hat er alleine in diesem Jahr noch mehr als $160 Millionen Dollar verdient. Von diesem Kuchen möchte jetzt auch Quincy Jones etwas ab bekommen. Wie dieser jetzt nämlich dem Gericht vortrug, schulde ihm der verstorbene Michael Jackson noch rund $10 Millionen Dollar, welche aus den Rechten an der Musik resultieren. Quincy Jones ist der Mann, welcher Michael Jackson von einem Kinder-Star zum King of Pop gemacht hat.

Chris Brown mal wieder verhaftet

Timbaland bereitet Fans auf “Textbook Timbo” vor

Der R&B Star Chris Brown wurde am Morgen des 27. Oktober mal wieder verhaftet. Berichten zufolge sei er mit einem noch unbekannten Mann in einen Streit geraten, welcher dann zu einer handfesten Auseinandersetzung wurde. Dabei soll Chris Brown seinen Kontrahenten so verletzt haben, dass dieser sich im Krankenhaus von Washington DC stationär behandeln lassen musste. Das wird wohl noch ein Nachspiel geben.

Vanilla Ice: Ich habe Rap zum Mainstream gebracht Den Track „Ice Ice Baby“ von Vanilla Ice kennt wohl so ziemlich jeder. Selbst Heute noch kann man das Album kaufen. Und genau auf diesen Erfolg bezieht sich der Rapper, als er jetzt sagte, dass er Rap zum Mainstream brachte. Auch das samplen habe er angefangen und damit den Weg für alle anderen geebnet. „Ice Ice Baby war der erste Rap-Song, welcher es auf Platz 1 der Pop Charts schaffte“, so Vanilla Ice. Die Single hatte sich über 160 Millionen mal verkauft und auch das Album gehört zu den Alben, welche sich am schnellsten verkauft haben.

Richtig gelesen. Der neue Titel von Timbaland’s neuen Album soll jetzt “Textbook Timbo” sein. Zu Beginn sollte es noch “Shock Value 3” heißen. Dann sind wir zu “Rebirth” gewechselt und jetzt “Textbook Timbo”. Einen genauen Termin gibt es für das neue Werk allerdings noch immer nicht. Um die Wartezeit jedoch etwas zu verkürzen, hat er kürzlich eine neue Kollabo mit Rapper und Freund Jay-Z veröffentlicht. Egal wie das Album letzten Endes heißen wird, wir freuen uns schon einmal! FLAVOR MAGAZINE // 05


Kendrick SAY WHAT?! by Ron-Lo

Zeitgleich zum neuen Big Sean Album ist auch ein Track mit dem Titel “Conrtol” (Hall of Fame) im Internet aufgetaucht. Der Song hat eine Menge Diskussionen entfacht, nachdem dieser Künstler wie Drake, Meek Mill, Mac Miller, A$AP Rocky und viele weitere erwähnt. Obwohl es sich hierbei um einen Song von Big Sean handelte, disste Kendrick auch diesen darauf. Klar also, dass hier jede menge Antworten folgten. Nicht nur von Fans, sondern auch von den Rappern, welche ins Studio gingen um ihre Version von „Crontrol“ aufzunehmen und Kendrick zu antworten. Falls du den Song nicht kennst, haben wir für dich hier ein paar Zeilen daraus. “I heard the barbershops be in great debates all the time Bout who’s the best MC? Kendrick, Jigga and Nas Eminem, Andre 3000, the rest of y’all New n***as just new n***as, don’t get involved I’m usually homeboys with the same n***as I’m rhymin’ wit But this is hip hop and them n***as should know what time it is And that goes for Jermaine Cole, Big KRIT, Wale Pusha T, Meek Millz, A$AP Rocky, Drake Big Sean, Jay Electron’, Tyler, Mac Miller I got love for you all but I’m tryna murder you n***as Tryna make sure your core fans never heard of you n***as They don’t wanna hear not one more noun or verb from you n***as What is competition? I’m tryna raise the bar high Who tryna jump and

get it? You better off tryna skydive Out the exit window of 5 G5’s with 5 grand With your granddad as the pilot he drunk as f**k tryna land With the hand full of arthritis and popping prosthetic leg Bumpin Pac in the cockpit so the s**t that pops in his head Is an option of violence, someone heard the stewardess said That your parachute is a latex condom hooked to a dread” Danach folgten dann die magischen Worte.. der Satz “I’m not only king of LA but king of NY”. Dieser einfacher Satz löste eine Welle an Antworten, quer über das Land, aus. Die erste kam von Slaughter House Rapper Joel Ortiz. Dann Queens Rapper Grafh, dann B.o.B., Cassidy und Papoose. Man könnte auch darüber streiten, ob sie

einfach die Gelegenheit nutzen, ihr Können einmal mehr unter Beweis zu stellen. Fakt ist aber, dass der Streit um die „Krone“ wieder mit 16 Bars bestritten wird. Was hat Kendrick mit dieser Aktion also erreicht? Wo geht dies hin? Die Zeiten des Westcoast, Eastcoast Beefes sind vorbei. Vielmehr geht es darum, den Straßen auf dem Beat zu zeigen, wer das sagen hat. Rap hat sich wieder von der Gewalt entfernt und trägt es jetzt wieder auf dem Vinyl aus. Das bis jetzt noch nichts passiert ist, nach all der Zeit seit dem Release, bestärkt uns nochmal in der These. Dies bleibt beim Vinyl und weg von der Straße. Zudem zwingt es Kendrick und seine Leute dazu, ihr Skills weiter zu verbessern und dies ist wahrlich ein Gewinn für die Musik. FLAVOR MAGAZINE // 07


EMINEM THE

MARSHALL MATHERS LP 2 Er ist zurück! Marshall Mathers aka Eminem meldet sich im November mit seinem neuen Album im Hip Hop Biz zurück. Während Eminems letztes Album bereits ganze drei Jahre zurück liegt, freuen sich die Fans umsomehr auf den neuen Longplayer. Und bei der Titelwahl, sind die Erwartungen natürlich auch recht hoch gesteckt. Dass weiß aber Eminem selbst auch, wie er in einem Interview mit dem Rolling Stone verriet. So musste er schon bei der Produktion immer wieder abwägen, ob das Ergebnis auch die Erwartungen erfüllen kann. Keine leichte Aufgabe, welche die Produktion ebenfalls in die Länge zog. Doch Marshall Mathers hat es gemeistert und so steht das neue Werk ab November im Handel. Bei den Produktionen hat er natürlich selbst Hand angelegt. Unterstützung bekam er allerdings auch von Rick Rubin, Dr. Dre, No ID und Symbolyc One (S1). Features kommen von Skylar Grey, Rihanna und Fun. Frontman Nate Ruess. Von den Rap-Kollegen finden wir lediglich Kendrick Lamar auf dem neuen ALbum. Erscheinen wird „The Marshall Mathers LP 2“ am 5. November. Text: Timothy Morrell Foto: Universal Music


iyoam gotti “I Am” ist das bereits sechste Studio Album von Rapper Yo Gotti und kommt mit Features von unter anderem T.I., J. Cole, Jeezy und YG. Die erste Single aus „I Am“ war der Song „Act Right“. Allerdings stieg dieser lediglich auf Platz 100 der Billboard Charts ein. Produziert wurde der neue Longplayer von P-Lo, David Versis und Arthur McArthur. Insgesamt entstanden so 13 neue Songs. Erscheinen soll das Album am 19. November via CMG / Epic. Text: Timothy Morrell

my name isPUSHA-T my name Am 28. Oktober ist das Solo-Debüt Album von Rapper Pusha-T erschienen. Produziert wurde der Longplayer von Kanye West, 88-Keys, Beewirks, DJ Mano, Don Cannon, Glass John, Hudson Mohawke, No I.D., Nottz, Pharrell Williams, Rico Beats, Sebastian Sartor, Swizz Beatz, The-Dream und The Twilite Tone. Features kommen auf “My Name is My Name” von unter anderem Rick Ross, Young Jeezy, 2 Chainz, Kanye West, Big Sean, Future, Pharrell Williams, Chris Brown und Kendrick Lamar. Insgesamt erwarten einen 12 Songs auf dem Album. Text: Timothy Morrell FLAVOR MAGAZINE // 09


Strictly Business

25th Anniversary E

rick Sermon und Parrish J Smith, zusammen besser bekannt als EPMD, sind im Hip Hop bereits wahrlich ein Urgestein. Schon seit 1986 machen die beiden zusammen als EPMD Musik. Ihr erstes Album „Strictly Business“ veröffentlichten sie dann im Jahre 1988. Vier Monate nach der Veröffentlichung wurde das Debüt-Album von der RIAA bereits mit Gold ausgezeichnet. Durch die Bank erhielt es, auch bis Heute noch, gute Kritiken. Das Werk zeichnet sich durch seine leichten Partys Raps sowie die funky Samples, welche darauf verwendet wurden. Vier Singles stammen aus dem Album, welches damals noch gänzlich ohne Gast-Produktionen oder

10 // FLAVOR MAGAZINE

Edition

Features auskam. Lediglich DJ K La Boss steuerte für den Song „D.J. K La Boss“ seine Scratches bei. Bereits ein Jahr später folgte ihr zweites Album „Unfinished Business“. Es fällt auf, dass auch dieses das Wort Business bereithält. Und diese Tradition führte sich über alle Releases fort. Alle Alben hatten das Wort mit im Titel. „Strictly Business (1988)“, „Unfinished Business (1989)“, „Business as Usual (1990)“, „Business Never Personal (1992)“, „Back in Business (1997)“, „Out of Business (1999)“ und „We Mean Business (2008)“.


“business”muss sein Seit ihrer Gründung gab es aber nicht nur Höhen sondern auch Tiefen. Daraus resultieren auch zwei Trennungen von EPMD, weshalb wir nur auf 25 Jahre, statt 27 kommen.

getrennte Wege Das erste Mal trennte man sich im Januar von 1993. Grund der Trennung waren wohl diverse Umstände. So wurde Smith‘s Hause wohl im Jahr 1991 von bewaffneten Polizisten durchsucht. Dabei soll wohl auch Sermon‘s Name gefallen sein. Er habe sie angeblich dafür bezahlt, dass Haus zu durchsuchen. Sermon wurde auch verhaftet und befragt, allerdings wieder ohne Strafe auf freien Fuss gelassen. Beide gingen dann Solo im Musikgeschäft weiter. Sermon veröffentlichte sein Debüt in 1993 mit „No Pressure“, gefolgt von „Double or Nothing (1995)“, „Def Squad Presents Erick Onasis (2000)“, „Music (2001)“ und „React (2002)“. Smith veröffentlichte 1994‘s „Shade Business“, gefolgt von“Business is Business“ in 1996.

“In der 8. Klasse zog Erick in meine Nachbarschaft. Wir haben uns dann immer getroffen und Freestyles gekicked.” 1997 meldeten sich die beiden MCs gemeinsam mit dem bereits fünften Album „Back In Business“ zurück. In den Billboard Rap/R&B Charts schaffte es das Album sogar bis auf den vierten Platz nach oben. Insgesamt bot das Album 16 Songs. Darunter auch die beiden Singles „Da Joint“ und „Richter Scale“. 1998 veröffentlichten sie dann noch einen Remix von „Strictly Business“. 1999 veröffentlichten sie dann ihr letztes Album „Out of Business“. Das Werk erschien damals als normale, sowie auch als Limited Edition CD. Damit schafften EPMD es dieses Mal sogar bis auf den zweiten Platz der Rap/R&B Album Charts.

2006 rauften sich die beiden Rapper dann erneut zusammen und gabe ihre zweite Reunion bekannt. In New York gaben sie beim B.B. King Blues Club & Grill ihr erstes Konzert nach acht Jahren. Mit dabei waren auch die Hit Squad Mitglieder Keith Murray, Das EFX und Redman. 2008 folgte dann ihr bis Heute wirklich letztes Album „We Mean Business“. Produziert wurde es damals von Erick Sermon, Parrish Smith, DJ Honda, 9th Wonder, Marc Berto, Tyrone Fyffe und JFK. Features gab es darauf von Raekwon, Havoc, KRS-One, Redman und weiteren.

anniversary edition Jetzt am 22. November erscheint also die 25th Anniversary Edition ihres ersten Album „Strictly Business“ via EMI (Universal). Wer das Album bislang also noch nicht sein Eigen nennen kann, der sollte auf jeden Fall zugreifen. Ihr werdet damit dann ein Stück Geschichte in den Händen halten. Text: Timothy Morrell

EPMD’s größter Hit bis Heute ist noch immer “Crossover” aus dem Jahr 1992, kurz vor der ersten Trennung. Er stieg damals auf Platz Nummer 42 der Billboard Hot 100 ein und wurde mit Gold ausgezeichnet. FLAVOR MAGAZINE // 11


Mr

Cheeks INTERVIEW

So, wie war dein Auftritt in BBKings gestern Abend? Das war der Hammer! Happy Birthday Dj Envy, alle waren da. S/O BBKings, die sind immer gut zu mir, die Zuschauer, wir sind in New York, die lieben mich hier.

Okay und in welchem Jahr hat denn alles angefangen?

Ja, mit Spigg Nice ,das ist halt eine schwierige Situation aber ansonsten ist alles klar mit uns. Hardbody, das neue Album kommt bald raus.

Wie sind denn die Lost Boys entstanden? Wie seid ihr alle zusammenkommen und habt euch entschlossen gemeinsam die Musik zu starten?

In den neunziger Jahren, 95-96, da bin ich mit dem ersten Album raus gekommen ,“Legal Drug Money” und ich bin immer noch mit dabei. Habe ein paar Kumpels verloren, Freaky Tah und Spigg Nice, hoffe er kommt bald nach Hause.

Wir sind alle zusammen in derselben Schule gewesen und Tal kannte ich von meiner Oma. Wir haben bei ihr zusammen in der Küche gesessen, wenn sie gekocht hat. Wir kamen alle aus derselben Nachbarschaft, haben uns dann nach der Schule getroffen und manchmal haben wir es gar nicht erst zum Unterricht geschafft.

Ihr seid immer noch befreundet und in Kontakt miteinander?

Kinder bitte geht weiterhin in zur Schule!

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(lacht) Ja bleibt in der Schule Kids! Aber so hat das angefangen. Dann sind wir nach Virginia mit my Nigga Tim Doch und dann ging es richtig los. Da haben sie mich entdeckt in VA Chesapeake, da haben wir gebattled. Zu der Zeit war Rumshaker beliebt.

fangen hast?

Haha ok ok. Was kannst du denn den jungen Rappern mitgeben? Was würdest du ihnen raten, wie kann man in der Musik Branche Fuß fassen?

Wie hat sich deiner Meinung nach Hip Hop in der heutigen Zeit verändert? Im Gegensatz zu den neunziger Jahren, als ihr euer Ding gemacht habt?

Du musst an dich glauben, egal was passiert und immer die Konzentration behalten. Es hat zehn Jahre gedauert, bis ich meine erste Hit Record hatte. Gib nicht auf.

Damals haben wir echte Musik produziert. Du musstest wirklich Talent haben und lyrisch begabt sein um überhaupt ernst genommen und entdeckt zu werden. Heutzutage, weiß ich überhaupt nicht, was man das nennen kann und was da los ist. Jeder kann einen Song aufnehmen und einen Hit bekommen, jeder sagt er ist ein “Beast” , damals musstest du der

Wer war denn einer deiner Vorbilder, als du noch jung warst und mit Musik ange-

MC Sham, LL Cool J, Run DMC, Fat Boys, Heavy D, die ganzen Cats, die Musik und Hip Hop ins Leben gerufen haben. Wir können Rakim natürlich auch nicht vergessen.

FLAVOR MAGAZINE // 13


“Nigga” sein, der von allen respektiert wird, um den Titel zu bekommen. Den hast du dir nicht selbst gegeben, der wurde dir gegeben. So ist das, ich hab da nicht viel zu sagen, ich mach einfach mein Ding, bringe meinen Einfluss und Style.

Das bringt mich zu meiner nächsten Frage. Was kannst du zur heutigen Musik beitragen? Echten Hipp Hop! The Feel to the Game! Heutzutage hört sich alles und jeder gleich an. Selbst die Gera (Mode) ist komisch. Ich kann mich damit überhaupt nicht mehr identifizieren. Niggas haben jetzt die super engen Jeans an.

Oh, keine “Skinny Jeans” für dich? (lache) (lacht) Noooo!!! Auf keinen Fall! Ich muss atmen können. (lacht) Skinny Jeans Funeral Nigga! Wir werden das tun, was wir gut können, wir haben eine zweite Chance und wir werden sie nutzen. Wir bringen die gute Musik zurück, die BBQ Musik, die Musik, bei der man sich gut fühlt, verstehst du? Jeder hat Beef miteinander, wir alten Cats, wir schauen uns das an und denken “Was ist denn aus dem Love for Hip Hop geworden?” Aber egal, wir kommen zurück “Comeback Time”.

LIGHTS, CAMERA- ACTION (lache) Cheeks: (lacht) Ganz genau!

Stell dir vor, dass Hip Hop eine Frau wäre, mit der du seit all den Jahren zusammen bist. Was würdest du zu ihr sagen? Ich liebe dich, aber du musst ins Fitness Studio Schatz! (lacht) Du hast dich ein Bisschen gehen lassen! (lacht) Aber ich liebe dich!

(lacht) Aber du bist ja trotz allem immer noch mit ihr zusammen, nach all den Jahren! Ja! (lacht). I love the game! I love the music game in general.

Dann erzähl uns mal, was du für ein neues Projekt geplant hast? Wie läuft das? Ja, das sind einige neue Projekte aber das eine an dem wir im Moment arbeiten ist mein neues Album “Raged”. Das erste seit langer Zeit. Dann hab ich meine neue Single “Take My Hand”, wir haben gerade das Video dazu gedreht. We workinnnn!!!! Das Album ist klasse, tolle Producers. Steve Marley zum Beispiel, dann MAD Beats, Ninth Wonder, einige bekannte Namen.

Und andere Features? Ja, aber das wird eine Überraschung! Das sag ich euch noch nicht!

Und sag doch mal unseren Flavor Mag

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Lesern, kommst du denn bald mal wieder nach Deutschland? Ja ich komme wieder nach Deutschland!

Sprechen Sie Deutsch? (lache) Ummm well what up? (lacht) I smoke to that. (lacht)

(lache) Also nein! Sie hat mich erwischt! (lacht) Aber ich war eine Zeit lang oft in Deutschland! Wie schon gesagt, alles ist am Gange, we about to Pop Off!

Alles klar! Mr Cheeks is back!!! Ich hab ein paar Songs gehört und es hört sich echt gut an. Eine unserer beliebten Fragen bei Flavor Mag.. Stell dir vor, du wärst für drei Monate lang in einem ekligen, nassen Keller eingesperrt, wo die Ratten und Kakerlaken rum rennen,…. Nein! Warum? (lacht)

Weil ich das dir sage! (lache). Nein aber ernsthaft, du bist da eingesperrt und kannst nur ein Album mitnehmen, welches wäre das? Snoop

Ja? Welches Album? Doggy Style natürlich! Nachdem ich da unten sein muss mit Ratten und allem (lacht). That Album is Hard! Das ist echter Hip Hop, Alben wie Chronic, das ist Musik

Dann sag mal deinen Fans und unseren Lesern, wo und wie sie dich finden können. Auf Instagram unter @realmrcheeks auf Twitter @mrcheekslbfam und auf Facebook bin ich Timothy Mc Daniels und der Webseite www.mobmusicinc.com und Shout Out an meine Artists Freck Dem und Chaz Money, Six1, Problem, Sah Blvd, Big Leo, Pretty Smoke und Bobby Garcia.

Alles klar dann viel Erfolg, das neue Album kommt bald. S/O to you and Potent1Media wie immer. Interview: GiaGetsItAll

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Janelle Monae “The Electric Lady “ Interview by Ron-Lo

Die Matrix der Musik wurde gestaltet um Karbon, sowie digitale Kopien davon, zu veröffentlichen. Was funktioniert, soll wieder und wieder gemacht werden. So sieht es das System vor. Und all zu oft versuchen Künstler in eben dieses System zu passen. Doch in genau dieser Matrix gab es eine Panne. Janell hat sich gegen das System und dafür entschieden, sich selbst als einzigartiger Androide zu präsentieren. Genau genommen, wird sie als ein Androide bezeichnet, welcher im Labor zum Super Musiker entwickelt wurde. Eine Art Kreuzung aus James Brown, Judy Garland, André 3000 und Steve Jobs mit einem Hauch des “Cotton Club” (Berühmter Club in Harlem, NY). Ihre Markenzeichen sind schwarz weiße Smokings, sowie ihre durchtriebenen Tanzschritte. Diese Kombination hat ihr bereits eine beachtliche Sammlung an Auszeichnungen eingebracht. So etwa einen Grammy für Song of the Year („We Are Young“) und einen MTV Video Music Award. Aber auch den Award „Young, Gifted & Black Award“ bei

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den Essence Awards. Dies sind jedoch nur ein paar der Trophäen, welche sie bereits daheim auf dem Sims stehen hat. Ihre Fähigkeit das Tanzen und ihre Stimme zu einem zu verbinden, macht sie in dieser Matrix zu solch einem leistungsfähigen Androiden. Sie nimmt die 0er und 1er der Computer-Sprache und wandelt sie um in Emotionen. Und dies gelingt ihr bei allem, was sie angeht. Da ich selbst viele Jahre als Künstler und Tänzer mit zahlreichen Awards im Geschäft unterwegs war, bin ich mir sicher dass auch die skeptische Roboter erkennen muss, dass Janell etwas sehr spezielles ist. Es wird ja bereits seit sehr langer Zeit gesagt, dass Elektrizität nicht bei dir beginnt und bei mir endet. Die Zukunft ist hier. Alle Androiden, E-Bots, iRobots.. Macht euch auf in das Zeitportal und haltet die Checklisten bereit. Bitte hackt die folgenden Punkte ab: Metropolis Sweet von 2008, The ArchAndroid 2010 und um die Liste komplett zu machen, geben wir euch jetzt „Electric Lady“.


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Was braucht es für ein Girl aus Kansas um auf die Bühne zu gehen?

sich so zu entscheiden und dann seinen eigenen Weg einzuschlagen?

Naja, ich muss wohl zugeben, dass man künstlerisch doch immer wieder mal etwas verrückt sein muss. Es gab aber auch genug Zeiten, in welchen ich mehrere Jobs gleichzeitig hatte. Ich war oft einfach am Ende aber als ich begriffen habe, dass Musik meine Bestimmung ist, hat sich für mich als Künstler einiges verändert. Als ich anfing meine Talente zu nutzen, hatte ich richtig Spaß. Ich habe mich alleine darauf konzentriert, auf der Bühne einzigartig und stark rüber zu kommen, Ich bin wahrlich davon überzeugt, dass Musik die Emotionen und Gefühle von jedem auf eine gewisse Art und Weise ansprechen kann. Zu dieser Überzeugung brachte mich unter anderem die Musik von Stevie Wonder.

Ich wollte eigentlich schon immer auf eine Musikschule gehen. Als es dann getan habe, war das Timing einfach perfekt weil ich genau zu dieser Zeit anfing mich selbst zu entwickeln. Ich wollte aber nicht den Weg gehen, welchen alle gehen. Ich war schon immer etwas individuell und so wollte ich auch, dass meine Musik etwas Einzigartiges ist und nicht das selbe, wie es alle anderen machen. Also habe ich die Schule wieder verlassen. Dennoch habe ich weiter daran gearbeitet, mich als Künstler weiter zu entwickeln.

Für eine gewisse Zeit warst du ja auch Schüler einer doch eher angesehenen Musik Akademie in New York. Diese hast du dann jedoch verlassen um deinen eigenen Weg zu gehen. Was braucht es 18 // FLAVOR MAGAZINE

Erzähl und doch ein bisschen etwas über deinen Style und was du Heute als deinen einzigartigen Sound bezeichnest. Ich höre, dass die Leute wissen möchten wo ich hin gehe und vor allem auch, wo ich herkomme. Es ist aber auch etwas wie mein Geheimnis, verstehst du? Meine Location.. Für mich als Zeitreisenden ist es also nicht immer gut, wenn jeder einem


in die Karten schauen kann. Lass mich einfach so ausdrücken.

Ich verstehe.. Aber ehrlich, wohin siehst du dich gehen? Was wird dein Endspiel sein? Das ist eine Frage, welche man wohl nicht so einfach beantworten kann. Ich glaube nicht, dass ich diese Information bereits habe. Ehrlich gesagt will ich es eigentlich auch gar nicht wissen. Das Leben ist ja schließlich eine große Überraschung. Ich denke, wenn am Ende eine Überraschung wartet, dann ist das Leben viel aufregender. Ich selbst bin einfach dankbar meine Freunde sowie große Schwestern und Brüder haben. Ich schaue einfach nur nach Vorne und will weiter als Künstler meinen Weg gehen. Und dies am besten weiterhin mit der Motivation und der Vorfreude auf alles was noch passieren wird.

Mit wem würdest du in der Zukunft gerne einmal zusammen arbeiten?

Am liebsten würde ich mich mit Albert Einstein hinsetzen und mich unterhalten. Aber auch Tim Burton und The Wachowski Brothers. Ich bin für alle Projekte offen, welche meine Musik weiter entwickeln und diese noch mehr formen. Man ist nie am Ende angekommen.

Wann kommst du denn mal wieder durch Deutschland? Eigentlich war ich sogar erst kürzlich in Deutschland. Aktuell planen wir aber schon wieder eine Tour für 2014. Ich werde also schon bald wieder da sein.

Hast du noch irgendwelche letzten Worte, welche du los werden möchtest? Ich möchte euch auf jeden Fall erst einmal für das Interview danken. Und ich hoffe, dass euch meine Musik inspiriert und euch durch die Woche hilft. Ich gebe mein Bestes, euch schon bald neue, tolle Musik zu bringen. Viel Spaß..

FLAVOR MAGAZINE // 19


AZ

IM INTERVIEW

A

n jenen Sonntag, an dem du dein Radio eingeschaltet hast, konntest du sicher sein von den ikonischen Sounds von NYC’s Own AZ begleitet zu werden. Egal ob es ein genialer Hit mit Rapper Nas, ein legendärer Song mit The Firm oder Liste von A Class Künstlern war. AZ hat die Musik Szene definitiv beeinflusst und so bringt er auch noch Heute unverkennbare Sounds. Bekannt für sein gutes Aussehen, seine smoothe Stimme und seinen guten Geschmack für Mode, hat AZ die Messlatte für Hip Hop gesetzt. Seine Schwäche sind bekanntlich prickelnde Wässerchen und exklusive Zigarren. Lass uns doch kurz mal nach dem AZ in 2013 schauen. Wie erwartet, war AZ begeistert über unsere Interview-Anfrage. Seit also auf einen aufgeregten AZ bekannt, welcher uns einen netten Einblick gewähren wird. Hier ist was die Legende zu hat.

AZ, vielen Dank für dieses Interview. Wir fühlen uns auf jeden Fall geehrt. Wir wissen, dass du eigentlich beschäftigt mit Studio Zeit bist. Umso mehr ist deine Zeit geschätzt. Kein Problem. Euch aber auch einen Dank für die Gelegenheit. Lass uns los legen.

Basierend auf deinem Erfolg und deiner steilen Karriere, wie hast du gewusst, dass du mit solch einem Können gesegnet bist und dein Weg im Hip Hop einfach geebnet ist? Ich habe es eigentlich nie gewusst. Am Ende des Tages habe ich das Ganze eigentlich nie so wirklich ernst genommen. Alles hat sich eigentlich geändert, nachdem ich meinen Part auf „Lifes A B!tch“ von Illmatic bekommen habe. Danach wusste ich, dass die Leute mir jetzt zuhören werden.

Du weist, auf der Straße sagt man, dass du einer der größten Rapper aller Zeiten bist. Nicht nur in New York, sondern bei Hip Hop Liebhabern auf der ganzen Welt. Wie denkst du darüber? WOW! Es ist gut zu wissen, dass die Straßen noch immer über mich sprechen (lacht).

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Erzähl uns doch mal, an was deiner ersten Show du dich noch erinnern kannst. Wie war es, als du das erste Mal auf der Bühne standest? Hmmm.. die erste Show. Auf jeden Fall bist du nervös. Du hast ja keine Ahnung, was für eine Resonanz zu bekommen wirst. Meine erste Show war sogar recht groß. An alles was ich mich noch erinnern kann, sind die Lichter und das Publikum, welches ich sah. Was ich allerdings am meisten geliebt habe, war dass das Publikum die ganzen Texte meiner Songs kannte.

Das war sicher ein tolles Gefühl! Vor allem, wenn du dann vielleicht an Orten warst, an welchem eine ganz andere Sprache gesprochen wurde. Aber AZ konnten sie dann dennoch fließend sprechen. Absolut. Es war einfach ein tolles Gefühl das Publikum zu sehen und den Respekt zu spüren, welchen sie einem entgegen brachten.

The Firm war ja eine der Stärksten Collabs überhaupt. Erzähl uns doch mal wie es war, mit den anderen Mitgliedern von The Firm zu arbeiten. Ich sag dir, dass war eine Erfahrung. Wir alle liebten Musik und wir alle haben das geliebt, was wir getan haben. Wir alle wollten immer zu im Studio sein. Die einzigen Probleme kamen dann auf, nachdem wir alle bei verschiedenen Labels und verschiedenen Managements waren. Es wurde manchmal ganz schön chaotisch. Auf der geschäftlichen Seite saßen verschiedene Energien am Tisch. Aber auf der kreativen Seite war alles sehr harmonisch. Wir kannten uns alle und sind sehr gut mit einander ausgekommen. Das Projekt war einfach nur heiß. Shout out an Trackmasters und Dr Dre.

Du hast in deiner Karriere ja bereits mit zahlreichen Leuten zusammen gearbeitet. Was war bislang dein liebstes Projekt? (lacht) Ja, wir haben schon sehr viele Collabs gemacht. Ich habe sie alle geliebt. Aber als ich mit DJ Premier und D‘Angelo am „You‘re My Lady Remix“ Projekt gearbeitet habe, war


einfach nur alles genial. Premier ist definitiv Hip Hop pur. Das ganze Projekt war einfach nur der Hammer. Das war zu der Zeit, als D‘Angelo heiß war und ich einfach mein Ding gemacht habe. Auch der Videodreh mit all den Gästen war einfach nur gut. Es war ein tolles Projekt.

Und was war dein liebstes Solo-Projekt? Du hattest ja so viele heiße Projekte. Asiatic. Zu dieser Zeit ging es mir einfach nur gut und es passierte sehr viel. Das ist auf jeden Fall mein Favorite.

Alle deine Alben sind ein Hit! Da ich ja aus der Radio-Szene komme, habe ich auch bereits viele andere Künstler interviews. Dabei kommt auch oft dein Name und die Tatsache auf, das du ein lyrisches Genie bist. Durch diese Tatsache waren wir uns alle nicht sicher, was du als dein Favorit Projekt

bezeichnen wirst. (lacht) Jetzt wisst ihr es ja.

Wir kennen ja dein Können, deine Liebe für den Hip Hop und dein Talent. Was treibst du also aktuell und was können wir als nächstes von dir erwarten? Ich habe kürzlich erst „Do Or Die 2“ und „I Excel“ veröffentlicht. Ich hatte ja bereits zahlreiche Freestyles veröffentlicht, um etwas auf meine Releases hin zu weisen.

Du bist auf jeden Fall der Lieblings Rapper der Rapper. Wer sind denn eigentlich deine Favoriten so? Ich mag ein paar der Rapper, die aktuell dort draußen sind. So ganz spontan würde ich jetzt wohl J-Cole, Wiz Khalifa und Drake sagen, um nur ein paar zu nennen.

Was ist dir wichtig, wenn du mit einem anderen Künstler zusam-

„Wir alle liebten Musik und wir alle haben das geliebt, was wir getan haben. Wir alle wollten immer zu im Studio sein. Die einzigen Probleme kamen dann auf, nachdem wir alle bei verschiedenen Labels und verschiedenen Managements waren.“ FLAVOR MAGAZINE // 21


men arbeitest? Besonders bei neuen Künstlern. Sie müssen den Willen haben. Aber die Entschlossenheit und die Passion zu ihrer Musik ist wichtig.

Da kenne ich schon welche, die unbedingt einmal mit dir arbeiten wollen. Ich hatte da zum Beispiel kürzlich ein Interview mit einem Herren namens Syce da Hitmaker aus Baltimore. Dieser meinte, dein Style wäre einfach der Wahnsinn und wärst einer seiner liebsten Rapper. Wenn er AZ einmal treffen und mit ihm arbeiten könnte, wäre dies das Größte für ihn. Dann gibt es noch einen Produzenten mit dem Namen Benjamin Enfield aus England, welcher heiße Samples macht. Dieser würde deine Vocals auch nur zu gerne einmal auf einen seiner Beats legen. Du bist einer seiner liebsten Rapper überhaupt. Was für ein Gefühl ist es für dich, wenn du hörst wie diese jungen Leute unbedingt einmal mit dir arbeiten wollen und dir nacheifern?

würde, in welchem Auto würde er dann vom Hof fahren? Maaaan.. jedes Auto, welches mehr als $100.000 kostet. Die Jaguar‘, Maseratis.. Du verstehst. Nur das Beste..

Ich habe auch gehört, dass du ein sehr großer Zigarren Liebhaber bist. Welche sind denn deine Listen? Ich liebe sie alle! Sie schmecken alle unterschiedlich und ich würde am liebsten alle einmal probieren. Ich liebe die authentische, alte Zigarre. Ich liebe den Geschmack und den Geruch. Ich liebe einfach Zigarren. Da gibt es ja so eine große Vielzahl zu wählen.

Und wenn du dir jetzt etwas einschenken würdest, was wäre es? Das kommt ganz auf die Stimmung drauf an. Aber auch ganz auf den Anlass. Aber ich liebe Sangria. Ich würde aber auch mit einem Glas Champagner anstoßen. Patron ist auch immer Gold richtig. Es kommt ganz auf die Nacht drauf an.

Wow! Es sagt mir, dass ich irgend etwas richtig machen muss. Ich fühle mich auf jeden Fall geehrt.

Wenn du jetzt im Urlaub wärst, welche Touristen Tour würdest du mit machen?

Wenn AZ jetzt zu einem Autohändler gehen

Touristen Tour? (lacht) Ich würde Dubai sagen. Dort gibt es

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Ich liebe das Motown Movement. Es war eine echt gute Lektion in Sachen Musik. Ich habe da zwar noch nicht gelebt aber sie haben Musik echt geliebt. Zu dieser Zeit waren die Kultur und die Musik noch voller Passion und Liebe. jede menge Kultur zu sehen und zu erleben.

Ich habe gehört dass du „Motown The Musical“ gesehen hast. Wie ist dein EIndruck? Oh man, ich liebe das Motown Movement. Es war eine echt gute Lektion in Sachen Musik. Ich habe da zwar noch nicht gelebt aber sie haben Musik echt geliebt. Zu dieser Zeit waren die Kultur und die Musik noch voller Passion und Liebe. Die haben echt gute Arbeit geleistet. Es bringt echt das Motown Movement zur Geltung. Ich wünschte mir echt, ich wäre in dieser Generation geboren worden.

Die Motown Mode ist doch am kommen! Swing Skirts, Hot Pants, Bell Bottoms, Anzüge.. einfach alles aus dieser Zeit. Wenn wir jetzt in deinen Kleiderschrank schauen würden, was würden wir da finden? Wow.. Manchmal gehe ich damit zu weit aber ich stehe einfach auf meine italienischen Labels. Mein Louie, Gucci.. Ich ich versuche es nicht zu übertreiben. Ich liebe natürlich auch meine Jeans und meine Jordans.

Alles klar. Ich danke auf jeden Fall für deine Zeit, es war echt toll. Hast du noch irgend welche Shout Outs?

I’ve got nothing but love for the UK, shout out to Flavor Mag, Ich komme schon bald dort auf Tour. Und natürlich ein Shout Out an all meine Fans.

Okay aber bevor wir jetzt gehen, kommt hier noch die Millionen Dollar Frage an dich. Ich weiß, dass du weißt, dass ich dies fragen werde.. (lacht) Aber kommen du und Nas schon bald mit einem neuen, heißen Projekt um die Ecke? Die Leute warten! Ich hoffe es doch! Das wäre etwas, auf das sich alle freuen könnten.

Okay Nas.. Auf geht es. Worauf wartest du?! Hast du eigentlich gewusst, dass es eine Facebook Seite gibt, welche heißt. „Bringt Nas und AZ zurück“? Was?! Nein, das habe ich nicht gewusst, Wow, das ist ja echt verrückt. Ich hatte keinen Plan.

Aber ja. Es gibt eine Seite um dich und Nas zurück zu bringen. Du solltest mal vorbei schauen und sie wissen lassen was AZ macht. Das ist echt verrückt. Ich muss jetzt dann gleich mal nach der Page schauen!

Also, wo können dich die Fans dann finden? Wie können sie dir folgen? Folgt mit auf Twitter, Facebook oder Instagram unter dem Namen „Ouiet AZ Money“. Wenn das nicht der Name ist, bin es auch nicht ich.

Noch irgend etwas, was du los werden möchtest? Holt euch „Do Or Die 2“. Es kommen aber auch noch ein paar Bücher und Filme. Also schön die Augen offen halten.

Widmest du dich jetzt dann dem Film- und Buchgeschäft? Das ist heiß, weil wir können uns natürlich noch an „Belly“ erinnern.

Ja und zwei AZ Seiten. Aber die Fans erreichen dich ja nicht, Ja! Es könnte passieren. Haltet einfach wenn es nicht die offizielle Seite die Augen offen. ist.. True true..

Interview: LaSean Rinique Shelton “Mz Optimizm”

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Samo Soto Flavor Magazine im Interview mit Samo Soto - Cast Member von Battle of the Year - über Dance, wie er zum Film kam und die Arbeit mit Chris Brown.

A

dachten auch immer wir seien Brüder. Und wie das so ist, lernt man immer neue Leute. Irgendwann auch die Jungs von Step Fenz und X Fenz. Die ganzen Leute Brentwood Long Island eben. Die hatten es echt drauf.

Repräsentierst du also Brentwood New York? Ja, ich repräsentiere Brentwood aber geboren wurde ich in Brooklyn. Aufgewachsen bin ich dann in Long Island.

Dann lass uns doch mal über den neuen Film „Battle of the Year“ sprechen. Wie bist du denn dazu gekomMir geht es gut. Ich mache einfach men? Hast du hierfür ein Casting Und wie bist du jetzt eigentlich zum mein Ding. besucht? Tanz gekommen? Welche Art von Tanz betreibst du Genau genommen arbeitete eine FreunIn erster Linie durch das schauen von Mu- din für den Direkter und sie hat mir dann und wie bist du dazu gekommen? lso, was geht Samo?

Eigentlich habe ich als Kind schon angefangen und bin dann zum Hip Hop und House Tanz gekommen. Aber richtig angefangen hat meine Reise im Jahr 2000 als ich zur Junior High School ging. Es wurde

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dann irgendwann zu meiner Leidenschaft und später zu meiner Arbeit.

sik Videos. Als ich dann damit anfing, gab es kein halten mehr. Anfangs war ich nicht einmal wirklich gut darin. Zum B-Boying bin ich dann durch meinen Kumpel Brandon Soto gekommen. Wir hatten den gleichen Namen. Echt verrückt. Die Leute

das Casting in New York klar gemacht. Sie haben ja in New York und in Los Angeles gecasted. Sie informierte also alle B-Boys und Jungs aus der Szene, welche sie kannte, über das Casting. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade in Montreal als sie mich


Anfangs war ich nicht einmal wirklich gut darin. Zum B-Boying bin ich dann durch meinen Kumpel Brandon Soto gekommen. anriefen und zum Gig einluden. Ja, das ist in etwa wie ich dazu gekommen bin (lacht).

Cool.. Wie sieht denn Heute eigentlich die Szene in New York aus? Ganz ehrlich.. Nach all diesen Städten, in welchen ich war, kann ich sagen dass es fürs Tanzen keinen vergleichbaren Ort wie die Clubs in New York gibt. Meine Leute haben mir immer erzählt wie es sei und ich kann es wahrlich nur bestätigen. Irgendwann habe ich dann auch begonnen mich im House Bereich zu bewegen und die Kombination aus beiden Szenen ist einfach der Wahnsinn. Auch der Tanz wird dadurch einzigartig. Man verbindet einfach das Beste aus beidem.

(lacht) Nein, ernsthaft? Ja, wenn ich es dir doch sage (lacht). Ich meinte dann nur: „Ich bin Latino.. wie kommt ihr da überhaupt auf Rasta?!“ (lacht).

Wenn es wenigstens „Blacktino“ oder so etwas gewesen wäre.. (lacht) Ja, das wäre ja wenigstens halb hingekommen. (lacht weiter) Aber nachdem sich die meisten über die Namen beschwert haben, ließen sie uns die Namen einfach ändern.

Und wo wurde der Hauptteil von dem Film gedreht? Am meisten wurde in Los Angeles gedreht. Aber auch in Montpillier in Frankreich.

Und wie lange hat das Ganze gedauert? Für uns waren es in etwa drei Monate. Den ersten Monat ging das Ganze jeden Tag von 9 bis 17 Uhr und es war eine echt tolle Erfahrung. Ich habe im Film echt etwas Neues für mich entdeckt und ich honoriere die Arbeit jener, welche es ständig machen. Am Ende haben wir dann in Frankreich gedreht. Battle of the Year war das erste mal in Frankreich also musste für den Film einiges von der originalen Stimmung eingefangen werden. Viele wissen nicht einmal, dass wir tatsächlich vor einem echten Publikum tanzen. Und der Laden war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Den Rest des Sommers waren wir dann wieder in LA um die restlichen Szenen aus zu nehmen.

Wen spielst du in dem Film? Genau genommen habe ich mich selbst gespielt. I spiele Samo. Anfangs hatten sie uns alle neue Namen gegeben. Scheiße, sie wollten mich Rocket nennen (lacht). Das hat einfach nicht funktioniert. Keiner fand es eine wirklich gute Idee aber es war eben einer dieser Momente, an welchen du dir denkt: „Ach, egal..“. Ich wollte einfach los legen, verstehst was ich meine. Rocket war mein erster Name. Dann wollten sie mich noch Rasta nennen... (lacht sich schlapp)

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Und ist Hollywood jetzt etwas für dich, nachdem du ja den ersten Geschmack daran gefunden hast? Nachdem du ja Wild Style, Beatstreet, Breaking 1 und 2 gesehen hast. Wie ist der Vergleich im echten Leben? Wir leben in einer ganz anderen Generation als damals bei Beatstreet und so. Hip Hop ist nicht mehr so, wie es einmal war. Heute ist es mehr die „Step Up“ Generation als gab es auch ein ähnliches Script als wir zum Set kamen. Es gab einige Sachen, die wir vielleicht ein bisschen anderes gemacht hätten. Aber es lief ganz gut. Man fragte uns auch nach unserer Meinung und wie man es authentischer machen könnte.. Sie haben dann die Love Story in dem Film gestrichen. Keiner wollte in diese Schiene abrutschen.

Also kein „Save The Last Dance“ Flair? Ganz genau.. Sie haben glaube ich einen ganz guten Kompromiss zwischen der Story und der Authensität gefunden. Hierzu hatten wir ihnen aber auch geraten. Hier sollte es ja mehr um die Steps gehen, die Flips und die Freezes. Man sollte sehen, wie wir diese Moves entwickeln und perfektionieren. Der Film hat jetzt den richten Dance Feel..

Ich denke, alle wollen jetzt noch wissen wie die Arbeit mit Breezy „Chris Brown“ war. Hat er es wirklich drauf gehabt?

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Es war schon echt aber er musste natürlich erst einmal die Abläufe lernen. Aber er war gut dahinter. Er hat Celebrity Seite zuhause gelassen. Wir haben dann die Russen Szene in LA gedreht und er wollte es wirklich gut machen. Er hat uns auch immer nach Tipps gefragt wie er dies und das noch etwas besser machen kann. Er war keines Falls abgehoben sondern hat uns und unsere Arbeit respektiert. Ich hätte nicht gedacht, dass es so locker ablaufen würde und wir uns letzten Endes so gut verstehen werden.

Und was steht als nächstes bei dir an? Aktuell mache ich mit meiner Firma recht viel und wir haben ein paar echt coole Events veranstaltet. Wir haben auch das erste House „Smoked“ Battle veranstaltet. Aktuell planen wir auch die ersten Two on Two House Battles. Es läuft also alles recht gut. Haltet einfach für mich und meine Crew die Augen offen..

Cool. Samo, vielen Dank dass du bei uns vorbei gekommen bist. Hast du noch irgendwelche Shout Outs um das Ganze abzuschließen? Ja, Shout an jeden in Deutschland und ganz Europa. Dann natürlich meine Crew Step Fenz x-fenz Family. Und schaut euch den Film an! Interview: Ron-Lo


Clubcrushers vs DJ Mustard Jacking for Beats?

Article by Nosa Obasuyi.

Hat sich DJ Mustard seine Inspiration für Kid Ink‘s neue Single „Show Me“ featuring Chris Brown von Deutschlands Club Crushers geholt? Ummm ja, wir denken schon. Am 4. September hatte Rapper Kid Ink seine Single „Show Me“ featuring Chris Brown auf LA‘s Radio Sender Power 106 mit Yesi Ortiz und DJ Felli Fel premiert. Und während ich etwas hörte, dass nach einem echten Hit klang, kam mir der Sound irgendwie recht bekannt vor. Ich habe nachgeschaut, wer das Teil produziert hat und dann ergab alles einen Sinn. Produziert wurde der Track vom Los Angeles DJ/Produzent DJ Mustard, welchen wir bereits von Hits wie Tygas „Rack City“ und 2 Chainz‘ „Im Different“ kennen. Der Song bedient sich an einem echt catchy Sample aus dem ähnlichen Dance Track „Show Me Love“ von Robin S aus dem Jahr 1990. Daran gibt es ja auch eigentlich gar nicht auszusetzen. Hip Hop ist dafür bekannt sich an diversen Samples zu bedienen und dieses wurde über die letzten Jahre zahlreiche Male verwendet und neu gemischt. In diesem Fall von Sweedish House Mafia, Laidback Luke and Hardwell bis hin zum Pop RnB Sänger Jason Derulo. Interessant für mich, macht sich erst die Tatsache dass DJ Mustard durch den LA Rapper YG eine Verbindung nach Deutschland hat. Im Jahr 2011 hatte DJ Mustard einen Club Banger namens „Im Good“ für YG produziert. Ein Jahr später haben die Hip Hop Produzenten DJ Rapture, DJ Hard2Def und Valentino Moroder den Song neu überarbeitet und ihn als Remix mit dem Titel „Clubcrushers ft YG - Im Good Remix“ veröffentlicht. In dem Song hatten die Clubcrushers optimal den Song „Show Me Love“ von Robin S gesampled und so eine Version von „Im

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Good“ erschaffen, welche in Deutschland sofort erfolgreich wurde. Der Song erhielt zahlreiche Spins durch die deutschen Clubs und half dabei, den Rapper YG auch hier bekannter zu machen. Springen wir etwa ein Jahr vor. Es ist Mai 2013 und YG hat genug Aufsehen erregt, dass ihn die Leute auch in Deutschland live sehen wollten. Die Tour wurde also auf die Beine gestellt. Dabei stellte sich heraus, dass während YG und seine Crew hier in Deutschland waren, DJ Mustard und die Clubcrushers ebenfalls eine Unterhaltung führten. Dabei zeigte sich DJ Mustard sehr interesiert an dem Sample, welches sie für den Remix von „Im Good“ verwendet haben. Ebenfalls interessierte er sich dafür, wie sie es geschafft haben, das Sample so gute auf seine Raps anzupassen. Das Produzenten unter einander Tricks und Techniken austauschen, ist nicht wirklich ein Geheimnis. Sicher bin ich mir aber, dass wenn die Clubcrushers vorher gewusst hätten, dass ihr Information zu einem Hit von Kid Ink mit Chris Brown führen, sie versucht hätten irgendwie Teil des Projekts zu werden. Jetzt ist der Song draußen und es sieht so aus, als ob er sich recht gut macht. Die Clubcrushers sind froh dass ihre Arbeit solch eine Inspiration war und dazu geholfen hat, das fertige Produkt zu erstellen. Vielleicht werden sie ja noch eingeladen, irgendwie Teil des Songs zu werden. Am Ende ist es aber immer noch schön zu sehen, dass auch deutsche Produzenten eine Art Inspiration und Tastemaker im Hip Hop sein können. So halten sie auch hierzulande das Level und die Kultur hoch.


OR FLAV

TIPP

LEANIN‘ ON SLICK ACEYALONE W

er sich für den musikalischen Untergrund der Westküste begeistert wird Aceyalone garantiert kennen, allen anderen sei die nachfolgende Geschichtsstunde im Zwei-Zeilen-Format ans Herzen gelegt: Als Teil der Rap-Formation Freestyle Fellowship veröffentlichte der Kalifornier 1991 sein erstes Album und wenig später auch schon sein Solo-Debüt. Auf den Spuren von Doo-Wop, Boom-Bap und eigentlich allen Ursprüngen der afroamerikanischen Musik, hat Aceyalone seither unzählige Alben veröffentlicht. Seine neueste Platte „Leanin‘ On Slick“ bleibt dieser Linie grundsätzlich treu. Mit einem an Gemütlichkeit grenzenden Flow, der Trends, Großstadtstress und die Hip-Hop-Repression einfach ignoriert und an die goldene Ära der neunziger Jahre erinnert, weiß der Emcee aus Los Angeles vor allem ältere Semester sofort in seinen Bann zu ziehen. Das weiß Aceyalone offenbar auch

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selbst und stellt daher gleich mit dem Opener klar: „This is for the 30 and up.“ Eine Old-School-Album in der Neuzeit mit einer musikalischen Bandbreite, die es mittlerweile nur noch selten zu hören gibt. Von der ersten bis zur letzten Nummer zeichnet sich Produzent und Sänger BIONIK für „Leanin‘ On Slick“ verantwortlich, der sich für die Beats vor allem von Funk-, Soul- und Jazzmusik inspirieren hat lassen. Es klimpert und klatscht an allen Ecken und Enden, kaum ein Song kommt ohne Trompete oder Saxofon aus und auch an Elektro-Orgeln wurde auf dem Album nicht gespart. Manche Nummer wie „Boss“ könnten sogar direkt aus den Sechzigern von Edwin Starr oder Kool & The Gang stammen, der letzte Song des Albums tut dies sogar und covert Percy Mayfields „Hit The Road Jack“. Eine stimmige Gute-Laune-Platte, für die sich sogar Cee Lo Green („Workin‘ Man’s Blues“) und der australische Sänger Daniel Merriweather verpflichten haben lassen. Definitiv eine Empfehlung. // Daniel Gräbner


BORN SINNER J.COLE I

m Vorfeld der Veröffentlichung seines Debütalbums “Cole World: The Sidline Story“ (2011) wurde der junge Rapper und Produzent J. Cole mit so vielen Lorbeeren überschüttet, dass er an der Erwartungshaltung der Hip-Hop-Gemeinde schließlich kläglich scheiterte. Rückblickend ist die Platte zwar gar nicht mehr so enttäuschend wie zu ihrer Veröffentlichung, von einem „neuen Nas“ und Jay-Z-Protegé mit abgeschlossenem Studium und drei Mixtape-Klassikern in petto hatte man sich damals jedoch einfach mehr erwartet. Nun meldet sich J. Cole mit seiner Sophomore-Platte „Born Sinner“ zurück und räumt schon mit dem Eröffnungstrack „Villuminati“ sämtliche Zweifel an seinen Talenten aus. Dass Jermaine Lamarr Cole ein toller Rapper und vermutlich sogar noch besserer Produzent ist, stand zwar ohnehin nie zur Diskussion, dennoch macht es von Beginn an den Eindruck als würde er sich mit „Born Sinner“ von Neuem beweisen

YEEZUS KANYE WEST

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ür manche Menschen ist ein Farbklecks auf einer Leinwand Kunst und für andere ist es wiederum nur ein Farbklecks. Wenn es um Kunst geht, trennt sich die Spreu vom Weizen – bei Kanye West ist das ähnlich. Der leicht beleidigte, Bühnen bei Preisverleihungen stürmende, schon fast grenzwertig narzisstische und übertrieben extrovertierte Produzent und Rapper wird in der Hip-Hop-Gemeinde nicht von jedem geliebt, vermutlich nicht einmal von jedem zweiten. So genial seine Sample-geschwängerten Beats zu Beginn des neuen Millenniums und seine ersten drei Solo-Platten auch waren, spätestens seit „808s & Heartbreak“ scheiden sich bei Kanye West die Geister. In einem Anfall von experimentierfreudiger Depression und künstlerischer Liebeskummerbewältigung entstand damals eine Autotune-Gekrächze, das von vielen geliebt und von vielen gehasst

müssen und wollen. Mit Biggie-Sample und Kirchenchor legt er die Latte schon mit dem ersten Track richtig hoch und kann dieses Niveau eigentlich bis zur letzten Nummer konstant halten. Mit Songs wie „Power Trip“ mit Newcomer Miguel, dem Titeltrack „Born Sinner“ sowie „Crooked Smile mit TLC beweist J. Cole, dass die Kombination aus Hip-Hop und R’n’B nicht zwangsläufig kitschig klingen oder einen Kompromiss bedeuten muss, sondern einfach gute Laune machen kann. Überhaupt gelingt es dem MC aus North Carolina sehr gut, auf unterhaltsame Weise ernste und sensible Themen anzusprechen. Die Skrupel beim Versuch reich zu werden oder den gesellschaftlichen Schönheitswahn. Drogen-, Protz- oder Gangstergeschichten sucht man auf „Born Sinner“ vergeblich, stattdessen trägt J. Cole sein Herz auf der Zunge und rappt offen über seine beiden großen Lieben: Hip-Hop und die Frauenwelt. Auf „LAnd Of The Snakes“ geht es um die Schlangen im Musikgeschäft, „Chaining Day“ ist eine augenzwinkernde Chill-Hommage an den Bling-Bling-Materialismus und auf „Let Nas Down“ spricht er gar über die Bürde sein großes Idol Nas enttäuscht zu haben. Arrangiert wurde das Ganze mit vielen Samples, reichlich Soul und einer insgesamt relativ entspannten Atmosphäre. „Born Sinner“ ist ein richtig gutes Album. Ausrufezeichen! // Daniel Gräbner

wurde. Nach dem gelungenen Rap-Comeback mit „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“ sowie dem Kollabo-Projekt „Watch The Throne“, meldet sich nun allerdings wieder Künstler-Kanye zurück. Statt designtem Artwork gibt es eine leere Plastikhülle, statt monströsen Hip-Hop-Produktionen dröhnen bzw. hämmern Elektro-Punk-Sounds aus den Lautsprechern. In enger Zusammenarbeit mit Daft Punk entstand eine Klangkulisse, die Hip-Hop-Heads den Joint aus der Hand schlägt. Synthies knarzen („Send It Up“), Bässe vibrieren („I Am A God“) und Sirenen jaulen („I’m In It“). Und auch Autotune-Kanye kehrt zurück – „Blood On The Leaves“ und „Hold My Liquor“ könnten zweifelsfrei auch Überreste von „808s & Heartbreak“ sein. „Yeezus“ ist ein schräger und kurzweiliger (Laufzeit: 40 Minuten) Effektmix, der weltoffenen Hörern durchaus gefallen kann, aber keinesfalls muss. Dass der letzte Track ein souliges und im Vergleich mit den zuvor gehörten neun Songs vollkommen konträr klingendes Hip-Hop-Brett ist, beweist, dass Kanye durchaus könnte, aber offenbar einfach nicht will. Er ist eben ein Künstler und Kunst sieht bzw. hört jeder Mensch anders. // Daniel Gräbner FLAVOR MAGAZINE // 31


LEGENDS NEVER DIE R.A. THE RUGGED MAN

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egenden sterben nie. R.A. The Rugged Man müsste demnach eigentlich schon seit dem Beginn seiner Karriere die Immortalität gepachtet haben, denn der Rapper kann sich einen mehr als legendären Werdegang an die Brust heften : Als Sohn eines geisteskranken Vietnamveteranen

INDICUD KID CUDI

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aufgewachsen, zu einem angesehenen Underground-Rapper in New York geworden und mit Leuten wie Biggie Smalls, dem Wu-Tang Clan und dem Rawkus-Camp das Studio geteilt, einen Plattenvertrag auf einem Majorlabel bekommen und diesen aufgrund zu extremer Texte wieder verloren und sich anschließend dennoch einen weltweiten Namen gemacht. Und das obwohl R.A. in seiner mehr als zwanzig Jahre langen Laufbahn mit „Die, Rugged Man, Die“ (2004) bislang nur ein einziges Studioalbum veröffentlicht hat. Spätestens wenn ihr den New Yorker Wortakrobaten zum ersten Mal live erlebt und gesehen habt, wie er sich verschwitzt und halbnackt freiwillig vom Publikum ausbuhen lässt, wisst ihr, dass Rugged Man kein gewöhnlicher Künstler ist. Dass der 39-Jährige auf diesen Umstand ziemlich stolz ist, gibt er uns vor allem in den ersten Minuten des neuen Albums zu spüren. R.A. krönt sich über orchestrale Samples und wuchtige Beats zum „People’s Champ“, gibt Nachwuchs-

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on einem tiefen Fall zu sprechen wäre vermutlich übertrieben, aber Kid Cudis Karriere hat in den letzten Jahren definitiv ein wenig abgebaut. 2009 katapultierte in der Remix zu „Day N Nite“ weltweit in die Charts und machte den Clevelander zu einem der gefragtesten Rapper der Popwelt. Dass Kid Cudi kein reiner Hip-Hop-Künstler sein möchte, sondern auch gerne mit Indie-Pop und -Rock experimentiert, stellte er bereits mit den beiden großartigen „Man On The Moon“-Alben klar, allerdings hat diese Zuneigung in der jüngsten Vergangenheit noch zugenommen. Mit Produzent Dot Da Genius veröffentlichte er im Vorjahr eine reine Rockplatte („WZRD“) und auch sein neues Soloalbum ist noch ein weniger alternativer als seine Vorgänger, was man auch gleich zu Beginn in Form eines dreiminütigen, blechernen Sci-Fi-Synthie-Intros zu hören bekommt. Kid Cudi hat die Produktion erstmals komplett selbst in die Hände genommen und hat sich an den Reglern zweifelsohne ausgetobt. Vor allem in der ersten Hälfte der Platte ist es im relativ gut gelungen, den typischen „Man On The Moon“-

rappern eine Lehrstunde in Sachen Rapflow („Definition Of A Rap Flow (Albee 3000)“) und rechnet über einen souligen Buckwild-Beat mit Medien, sozialen Netzwerken und Majorlabels ab („Media Midgets“). Doch das ist noch lange nicht alles, denn der Rugged Man hat sein zweites Studioalbum bis zum Anschlag vollgestopft: Beatboxing und Scratches, klassischer Eastcoastsound, unfassbare Kollaborationen mit Talib Kweli, Masta Ace und Brother Ali, den Strange-Music-Banger „Holla-Loo-Yuh“ mit Tech N9ne und Krizz Kaliko, jede Menge Wortwitz und schwarzen Humor und skurrile Sex-Balladen mit One-Hit Wonder Eamon. Für „Underground Hits“ mit Hopsin wurde sogar Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ in ein Hip-Hop-Gewand gesteckt. „Legends Never Die“ ist zweifelsohne eine der unterhaltsamsten und abwechslungsreichsten Platten des Jahres. Hoffentlich müssen wir auf einen Nachfolger nicht abermals neun Jahre warten. // Daniel Gräbner Sound von Produzent Emile zu imitieren: Futuristisch, psychodelisch und verträumt. „Just What I Am“ mit Rapkollege King Chip sowie „Young Lady“ sind echte Highlights und gehen eigentlich sofort ins Ohr. Was danach folgt ist zwar nicht unbedingt schlechter, allerdings deutlich schwerer zugänglich. Abgefahrene Instrumentalnummern, neunminütige Dauermelancholie mit US-Sänger Michael Bolton („Afterwards (Bring Yo Friends“) und wie immer einige Songs auf denen Kid Cudis Gesangsversuche in reimendem Gejammer enden („Mad Solar“). Zwei Nummern hat das ehemalige GOOD-Music-Mitglied überhaupt ganz aus der Hand gegeben: Der Indiepop-Ohrwurm „Red Eye“ wird ausschließlich vom kalifornischen Schwesterntrio Haim gesungen und auf „Beez“ überlässt er passenderweise Wu-Tang-Killa-Bee RZA das Mikrofon. Die beiden Songs passen allerdings perfekt ins Gesamtbild des Albums, das einen trotz einiger Schwächen dennoch in den Bann zieht. „Indicud“ ist zweifelsohne Kid Cudis bislang schlechtestes Solo-Album, Fans dürften aber wohl trotzdem ihre Freude haben. // Daniel Gräbner


WATCHING MOVIES WITH MY GRANDMAS BASEMENT THE SOUND OFF

JARREN BENTON

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igentlich wollte Tech N9ne Hopsin zu Strange Music lotsen, doch dieser lehnte das Angebot ab und entschied sich stattdessen dafür, mit seinem eigenen Label „Funk Volume“ den Hip-Hop-Untergrund aufzumischen. Nachdem vor zwei Jahren Dizzy Wright unter Vertrag genommen wurde, holte er im Vorjahr auch noch Jarren Benton zu sich ins Boot. Der Rapper aus Atlanta hatte zuvor bereits einige schräge Mixtapes veröffentlicht, auf denen er sich vorrangig mit Doubletime-Flow und Slim-Shady-esken Punchlines auszeichnete. Auf seinem kürzlich veröffentlichten Debütalbum „My Grandmas Basement“ setzt er diesen Stil nahtlos fort und verzichtet auf Experimente und Überraschungen. Gemeinsam mit Produzent Kato, der schon auf Jarrens Mixtapes den einen oder anderen Banger beigesteuert hat, haut Jarren Benton in den knapp siebzig Minuten Spielzeit schlichtweg auf die Kacke. Wuchtige Südstaaten-Beats treffen auf jede Menge Selbstironie, Irrsinn und schwarzen Humor. Das ist zwar nicht unbedingt neu, aber gut kopiert ist bekanntlich besser als schlecht erfunden. Auch wenn Songs wie das übertriebene „Razor Blades & Steak Knives“ oder „Heart Attack“ zweifelsohne von Eminem inspiriert wurden, Jarren Benton hat genug Persönlichkeit, Charisma und am wichtigsten: Talent, um nicht als billige Kopie zu gelten. Inhaltlich gibt es bis auf wenige Ausnahmen wie „Dreams“, auf dem Jarren über einen souligen Beat auch mal etwas persönlichere Themen anschneidet, kaum Abwechslung, aber das muss es auch nicht zwangsläufig. Aufgrund der tollen Produktionen und wirklich gut gewählten Gastrappern wie Hopsin, R.A. The Rugged Man und JMT-Drittel Vinnie Paz wird „My Grandmas Basement“ kaum langweilig. Und mit „Even More No Homo“ liefert uns Jarren auch noch den vermutlich lustigsten Skit der letzten fünf Jahre. Kurz gesagt: Ein rundum gelungenes Debüt. // Daniel Gräbner

MAC MILLER

M

ac Miller hat in kurzer Zeit vieles erreicht: Vom Mixtape-Talent zum weltweit gefeierten Rapstar in nur wenigen Jahren und das ohne großer Plattenfirma, ohne namhaften Produzenten und ohne sich dem Markt mit poppigen Songs anzubiedern. Mit seinem Debüt „Blue Slide Park“ hat es der 21-jährige Jungspund aus Pittsburgh vor zwei Jahren sogar bis auf Platz eins der US-Charts geschafft. Mit diesen Erfolgen im Rücken, tut Mac Miller seither was ihm Spaß macht. Unter dem Pseudonym Larry Lovestein & The Velvet Revival veröffentlichte er im Vorjahr eine kostenlose Jazz-EP, er hängt mit Pharrell Williams und seinen Kumpels von Odd Future im Studio ab und scheut sich nicht mehr leicht drogenverschwommene, introspektive Songs auf eine Platte zu packen. Genau das ist nämlich „Watching Movies With The Sound Off“. Hatte Easy Mac bislang zumindest immer ein bisschen probiert, den Mainstream zu bedienen, so nahm er darauf bei seinem Zweitwerk gar keine Rücksicht mehr. Mac Miller rappt mit Earl Sweatshirt und Tyler, The Creator, die beide auch als Produzenten auf der Platte vertreten sind, berstet mit Action Bronson über einen grandiosen Alchemist-Beat („Red Dot Music“) und chillt auf „S.D.S.“ sogar zu einem Flying-Lotus-Instrumental. Als Larry Fisherman produzierte Mac Miller diesmal auch zahlreiche Nummern des Albums selbst und setzte dabei vor allem auf melancholischen Minimalismus. „Watching Movies With The Sound Off“ klingt nicht mehr nach blauer Spielplatzrutsche, sondern nach einem verregneten, grauen Sonntagnachmittag. Einzelne Lieder herauszuheben ist kaum möglich, denn das Album überzeugt als stimmiges Gesamtwerk. // Daniel Gräbner

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Ladies of HIP HOP

In der westlichen Welt ist die Emanzipation kein Fremdwort mehr. Die Frauen behaupten sich in allen Bereichen. Da ist auch der Hip Hop keine Ausnahme. Hier sind die Ladies of Hip Hop. ie Hip Hop Szene ist eine cken. Beim „Ladies of Hip Hop“ Festival Seit 2004

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Männer-Domäne? Schon lange nicht mehr! Dies haben uns unter anderem auch schon einige Damen der Schöpfung bewiesen. Am Mic zeigen unter anderem Nicki Minaj, Lil Kim und Remy Ma den Männern wo es lang geht. Und auch in den vielen anderen Facetten der bunten Szene sind die Damen längst Zuhause.

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Bereits seit 2004 findet all das jährliche Ladies of Hip Hop Festival statt. Dieses hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Fokus in einer, zumeist von Männern dominierten, Szene auf die Frauen zu richten. Und dies in einem positiven Licht. Zu oft werden die Frauen ja im Hip Hop zu Objekten abgestuft. Hier stehen die Frauen im Rampenlicht und müssen sich hinter niemanden verste-

dreht sich alles um sie.

Von Frauen, für Frauen

Ins Leben gerufen und veranstaltet wird das Festival natürlich von einer Frau. Alles andere würde ja wohl auch keinen Sinn machen. Jedes Jahr werden die Besten der Besten ausgewählt um in den verschiedenen Workshops ihr können weiter zu gehen. Dabei


steht natürlich der Spaß an erster Stelle. Ihr gelerntes können die Ladies dann bei den verschiedenen Auftritten und Battles wieder zum Besten geben.

2011 auch in Europa

Im Jahr 2011 kam das Event auch Übersee zu unseren Nachbarn. Zusammen mit Urban Arts & Culture of Austria und dem KosmosTheater gab es drei ausverkaufte Shows und Workshops in Wien. Für viele der Künstler war es sogar die erste Reise überhaupt. Klar, dass dies schon bald einmal wiederholt werden muss.

Wer mehr über Ladies of Hip Hop erfahren möchte, der sollte einmal auf der Webseite unter www.ladiesofhiphopfestival.com vorbei schauen. Aber auch auf Facebook und Twitter sind die Damen zu finden. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass auch die Frauen solch großen Spaß an der urbanen Szenen finden und hoffen in Zukunft auch noch mehr von ihnen zu sehen. Denn sein wir doch mal ehrlich: Ohne die Damen wäre es doch etwas langweilig und eintönig. Bilder: M. Dez


KINO

Thor: The Dark Kingdom Mit einem gewaltigen Donnerschlag kehrt er zurück – der mächtige Thor (Chris Hemsworth)! Denn nicht nur die Erde, sondern alle Neun Reiche werden von einem dunklen Feind bedroht, ein Gegner, der älter ist als das Universum selbst: Malekith, der Verfluchte (Christopher Eccleston)! Der unerbittliche Herrscher der dunklen Elfen setzt alles daran, das Universum zu zerstören. Nicht einmal Thors Vater Odin (Anthony Hopkins), König von Asgard, vermag es, ihn aufzuhalten. Um Malekith zu besiegen und die Kräfte des Kosmos wieder in Einklang zu bringen, tritt Thor seine gefähr-

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lichste Reise an. Diese wird ihn mit seiner großen Liebe Jane Foster (Natalie Portman) wieder vereinen – sie wird ihn jedoch auch dazu zwingen, alles zu opfern, um die Welten zu retten… Mit Thor: The Dark Kingdom kommt das nächste Kinospektakel von Marvel auf die große Leinwand zurück. An dieser Stelle ist es wohl mehr als unwichtig zu erwähnen, dass auch dieser Streifen wieder einschlagen wird. Und zwar mindestens so hart wie Thors Hammer! Thor: The Dark Kingdom ist ab dem 31. Oktober in allen Kinos zu sehen. (Marvel / Disney)


noch mehr Streifen “Du fühlst Dich zu Hause sicher? Ein tödlicher Fehler!”

You’re Next Inside Wikileaks INSIDE WIKILEAKS - DIE FÜNFTE GEWALT begibt sich auf die Spuren von Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl), dem frühen Anhänger und letztendlich engsten Mitarbeiter Julian Assanges (Benedict Cumberbatch) und verfolgt die Entwicklung von den aufregenden frühen Jahre von WikiLeaks bis zu den ersten kontroversen und geschichtsverändernden Enthüllungen. Der plötzliche Erfolg der Website machte ihre Initiatoren über Nacht weltberühmt und veränderte grundlegend die weltweite Informationsverteilung. Ab 31. Oktober im Kino! Constantin Film

“Der plötzliche Erfolg der Website machte ihre Initiatoren über Nacht weltberühmt.”

Um die Familie wieder enger zusammenzubringen, laden Aubrey und Paul Davison alle vier Kinder nebst Anhang zwecks Familienzusammenführung in ihren einsam gelegenen und etwas heruntergekommenen Wochenendlandsitz ein. Doch der traute Familienabend bekommt schnell eine blutige Wendung als eine Bande blutrünstiger Angreifer mit Tiermasken das einsame Haus der Davisons überfällt. Die Familie hat keine Ahnung, wer sie bedroht, warum die gnadenlosen Maskenmänner ausgerech-

net sie ausgesucht haben und ob die Feinde sich innerhalb oder außerhalb des riesigen alten Hauses befinden. Sie wissen nur eins: Keiner von ihnen ist sicher. Ab 07. November im Kino! Splendid (Studiocanal)

Escape Plan Die beiden Altmeister Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger stehen einmal mehr zusammen vor der Kamera. Und nach „Lock Up“ muss Stallone auch diesmal wieder hinter Gitter. Doch nicht als Gefangener sondern als Sicherheits-Profi. Damit hätten wir neben der typischen Action eines Knastfilmes auch

Ermittlungen und die Aufklärung einer Intriege auf dem Plan. Denn für seinen lukrativsten Job bislang, lässt er sich in ein neues Hochsicherheits Gefängnis einschleußen. Hier soll er einen Ausbruch planen und so die Sicherheit überprüfen. Action und Spannung sind angesagt! Ab 14. November im Kino! (Concorde Film) FLAVOR MAGAZINE // 37


HEIMKINO

REDEMPTION

STUNDE DER VERGELTUNG Der Ex-Special-Forces-Soldat Joey Jones (Jason Statham) ist aus seiner Spezialeinheit desertiert, um einer Anklage vor dem Militärgericht zu entkommen. Seitdem ist er auf der Flucht und fristet ein schäbiges Leben in der Gosse. Bloß nicht auffallen, ist sein Motto. Nachdem Schläger ihn verprügelt und seine Freundin Isabel verjagt haben, findet Joey in einem über den Sommer leerstehendem Luxusapartment Zuflucht.

World War Z In diesem adrenalinstrotzenden Action-Thriller mit Suspense- und Grusel-Garantie startet UN-Mitarbeiter Gerry Lane (Brad Pitt) einen Wettlauf mit der Zeit, um nicht nur seine Familie, sondern die ganze Welt zu retten: Eine tödliche Pandemie breitet sich über alle Kontinente aus, setzt Regierungen außer Kraft und droht die gesamte Menschheit zu zerstören – ein Apokalypse-Spektakel epischen Ausmaßes und das ultimative Must-See für Zombie-Schaulustige! Ab 07. November Paramount PIctures

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Durch diesen glücklichen Zufall bekommt er die Möglichkeit, unter neuem Namen sein Leben neu zu beginnen. Der ehemalige Elitesoldat findet auch bald einen gutbezahlten Job: als Schläger für die chinesische Mafia. Als man jedoch Isabels Leiche findet, macht sich Joey auf die Suche nach dem Mörder, um Rache zu nehmen. Ab 29. November auf Blu-Ray & DVD. Universum Film

SLASHER IN THE WOODS

Eine Kleinstadt in Amerika: Es ist viele Jahre her, dass Hunter Isths Tochter Angela von ein paar betrunkenen Teenagern totgefahren wird. Er kehrt der Stadt den Rücken und wird nicht mehr gesehen. Doch immer wieder werden in den kommenden Jahren Teenager Opfer eines unbekannten Killers. Über sie und über den Tod der kleinen Angela erzählt man sich in der Stadt blutige Legenden. Ab 07. November Sunfilm Entertainment

Kindsköpfe 2 Die Starbesetzung aus „Kindsköpfe“ ist wieder da und hat sich Verstärkung geholt! Nachdem Lenny (Adam Sandler) mit seiner Familie zurück in seine Heimatstadt gezogen ist, um seinen Freuden und deren Kindern näher zu sein, findet er heraus, dass ihn das Pech verfolgt: alte Rüpel, neue Rüpel, verrückte Busfahrer, Polizisten auf Skiern und 400 unerwünschte Partygäste. Ab 21. November Sony Pictures (SPHE)


PLAY

GTA V Lange haben uns die Macher von Rockstar Games warten lassen. Doch jetzt hieß es endlich „Willkommen in Los Santos!“ Und diesmal schlüpft ihr in die Rolle von gleich drei verschiedenen Charakteren: Michael, Franklin und Trevor.

Gleich zu Beginn des Spieles werdet ihr mitten rein geworfen. Wahre Fans werden sich aber wohl recht schnell zurecht finden. Dabei vermissen wir nichts, was wir in den Vorgänger-Spielen lieben gelernt haben. GTA V wirkt dabei schon fast wie eine Inmitten des Chaos schmieden drei völlig Droge auf uns. Man bekommt einfach nicht unterschiedliche Kriminelle ihre eigenen Überlebens- und Erfolgspläne: Franklin, ein genug. Sollte man sich einmal überwunden haben und die Konsole abgestellt haben, so Straßengauner, der auf die richtige Gelegenheit und das große Geld aus ist; Michael, kostet es viel Kraft nicht doch wieder den Controller in die Hand zu nehmen. ein erfahrener Verbrecher und Ex-Häftling, dessen Ruhestand weit weniger rosig ist als erhofft; und Trevor, ein brutaler Psychopath, Geniale Grafik, tolle Story und mehr als nur Spielspaß machen dieses Game für uns den die Suche nach einem billigen Drogenrausch und dem nächsten großen Ding zum Muss! Dabei spielt es keine Rolle ob antreibt. Als der Crew kein anderer Ausweg du im Besitz der XBox oder der Play Station mehr bleibt, setzen die drei bei einer Reihe bist. Für beide Konsolen gibt es das Spiel. waghalsiger und gefährlicher Überfälle, mit Lediglich die PC-Zocker müssen sich noch denen sie für den Rest ihres Lebens ausge- etwas gedulden. sorgt hätten, alles auf eine Karte. Bilder: Rockstar Games Los Santos: eine weitläufige, sonnendurchflutete Metropole voller Selbsthilfe-Gurus, Sternchen und vergessener Promis. Nachempfunden wurde hier Los Angeles.

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TESLA: MODEL S In dieser Ausgabe ist unser „Ride of the Month“ nicht irgendein durstiges SUV sondern ein Elektroauto. Genau, Elektroautos sind ja so eine Sache. Auf der einen Seite gute für die Umwelt, so gut wie kein Verkehrslärm und und und. Auf der anderen Seite haben wir natürlich die negativen Punkte wie etwa die Reichweite. Doch diese scheint für den Tesla Model S kein Problem zu sein. Ganze 502 Kilometer soll er mit einer Tankfüllung kommen. Pardon, eine Akkuladung natürlich. Und trotz Akkus steht ein kleiner Sportwagen in dem schicken Fahrzeug. Flotte 4,4 Sekunden benötigt dieser von 0 auf 100 km/h.

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Aber auch optisch kann sich dieses Auto wirklich sehen lassen. Hinter einem Jaguar oder Ferrari braucht man sich auf keinen Fall verstecken. Doch dies lassen sich die Köpfe hinter Tesla auch etwas kosten. Für das Top Model legt man schon einmal knappe 100.000 Euro auf den Tisch. Nach oben ist natürlich immer Luft. Dafür ist die Luft die hinten raus kommt sauber. Den „kleinen“ Tesla bekommt man schon für rund 75.000 Euro. Text: Timothy Morrell Fotos: Tesla Motors


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FLAVOR Magazine Ausgabe #33