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Newsletter der first frame networkers ag – Nummer 44 – November 2019 –

MOBILITÄT UND TEAMARBEIT – DIE NEUE ZAUBERFORMEL

Stabwechsel: Neuer CEO übernimmt – 2 Persönlich «Fahrtwind auf der Vespa und Spaghetti al Pomodoro» – 2 Neu! Microsoft bringt Cloud in die Schweiz – 3 Value Externer Sicherheitsbeauftragter als ideale Lösung – 3 Trend Mobilität und Teamarbeit – die neue Zauberformel – 4 CEO 2020 Interview mit Erich Steiner und Philipp Koch – 6 Referenz Zukunftsorientiert: EWN mit neuer Netzwerkinfrastruktur – 8 Editorial

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EDITORIAL Stabwechsel: Neuer CEO übernimmt first! – Nummer 44 – November 2019 –

Wie bereits mitgeteilt, haben wir einen Wechsel in der operativen Führung der first frame networkers ag eingeleitet. Im Lauf dieses Prozesses werde ich meine Funktion als CEO an meinen Nachfolger Erich Steiner übergeben. Meine strategischen Aufgaben als Verwaltungsratspräsident werde ich aber weiterhin wahrnehmen. In Erich Steiner (siehe Interview auf Seite 6) haben wir eine Führungspersönlichkeit gefunden, die zu den Werten der first frame networkers bestens passt. Der Zeitpunkt für die Stabübergabe ist ideal: Das Unternehmen ist auf Kurs und hat sich in seiner über zwanzigjährigen Geschichte eine solide Marktposition erarbeitet – dank unseren geschätzten Kunden und gemeinsam mit unseren tollen Mitarbeitenden. Um die Übergabe der operativen Führungsverantwortung optimal zu gestalten, nehmen wir uns die dafür notwendige Zeit. So werden Erich Steiner und ich das Unternehmen in den nächsten Monaten gemeinsam als Co-CEOs leiten. Spätestens im August 2020 wird Erich Steiner die volle operative Verantwortung übernehmen. Auf diese Weise ist ein nahtloser Übergang gewährleistet, ganz im Sinn unserer Kunden, Partner und Mitarbeitenden. Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit Erich Steiner und darauf, mich bald voll auf meine Funktion als Verwaltungsratspräsident konzentrieren zu können. Und nicht zuletzt freut es mich, weiterhin in Kontakt mit Kunden und Partnern zu bleiben – etwas, das ich seit jeher schätze. Dafür und für die super Zusammenarbeit in all den Jahren mein herzliches Dankeschön! Philipp Koch, CEO, Partner philipp.koch@firstframe.net

Herausgeber: first frame networkers ag, Haldenstrasse 1, 6340 Baar, Telefon 041 768 08 00, info@firstframe.net Redaktion: Jörg Koch (Leitung, joerg.koch@firstframe.net), Fiorenzo Bembo, Georg Eberle, Philipp Koch, Lukas Studer (firstframe.net) Foto: Aleksandar Georgiev (Cover, Seite 4 – 5), Herbert Zimmermann (Seite 8)

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«Fahrtwind auf der Vespa und Spaghetti al Pomodoro, wenn die Kunden zufrieden sind» PERSÖNLICH

Fiorenzo Bembo, Office 365 Productivity Consultant

«Mein Office ist dort, wo ich gerade bin» Fiorenzo Bembo arbeitet seit Februar 2019 bei der first frame networkers ag und wohnt in Aesch (BL). «Der Weg nach Baar ist zwar etwas lang», sagt er, «lohnt sich aber allemal, wenn man dafür den First-Frame-Groove tanken kann. Mein Office ist dort, wo ich gerade bin, also im Zug, bei unserer Kundschaft, im Homeoffice oder in unseren Büros. Dies war meine grösste Herausforderung, als ich bei den first frame networkers als Office 365 Productivity Consultant anfing, aber», betont er, «Produktivität muss bei einem selber anfangen!» Teamwork, das derzeitige Mega-Thema, behagt ihm: «Lieber Sharing als Besitz, auch geht die Leistung eines Teams vor der Leistung eines Einzelnen.» Er zeigt sich beeindruckt, wie gut ihn das Team der first frame networkers unterstützt und wie schnell es ihn auf seine neuen Aufgaben vorbereitet hat. Basler Räppli und Venezianer Karneval «Als Venezianer und Basler liebe ich den Carnevale und die farbigen Räppli (Konfetti)», erzählt Fiorenzo Bembo. «Ich bin in Basel aufgewachsen. Dort machte ich eine Lehre als Elektromonteur, wechselte dann zu etwas Feinerem, zur Telefonie und zu meiner Frau nach Aesch – nach Aesch bigott, wie man bei uns sagt, eine Bezeichnung, die von den Aescher Reben und dem guten Wein aus dem Klustal herrührt. Später folgten Informatikstudium und Familie. Mittlerweile sind unsere zwei Söhne gut über 20. In meiner Freizeit bin ich im Sommer im Garten bei meinen Tomaten anzutreffen oder sonst aktiv. Etwas Fahrtwind auf der Vespa und Spaghetti al Pomodoro – und alles ist gut. Der Herbst ist meine Sommerverlängerung, die ich meist in den Ferien verbringe. Während der kalten Wintermonate gebe ich meine gesammelten Impressionen beim Malen wieder.» fiorenzo.bembo@firstframe.net

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Microsoft bringt Cloud in die Schweiz first! – Nummer 44 – November 2019 –

Externer Sicherheitsbeauftragter als ideale Lösung

NEU!

VALUE

Microsoft hat kürzlich zwei DataCenter in der Schweiz in Betrieb genommen: «Switzerland North» und «Switzerland West» in der Nähe von Zürich und Genf.

Security Consultants der first frame networkers ag übernehmen die Aufgaben des Informationssicherheitsbeauftragten für Unternehmen ohne eigenen Beauftragten.

Die beiden Schweizer Data-Center von Microsoft werden durch eine eigens geschaffene Tochtergesellschaft nach Schweizer Recht administriert. Die Rechenzentren stellen eine georedundante Replizierung der Daten sicher, sodass gespeicherte Kundendaten das Land nicht verlassen. Am Anfang stehen Azure IaaS-Dienste sowie einzelne PaaSDienste wie Azure SQL DB zur Verfügung. Office 365 wird etwas später mit Exchange Online, SharePoint Online und OneDrive for Business gestartet, andere Office 365 Services werden folgen, ebenso Dynamics 365. Ausserdem kommen Plattformdienste wie SAP-on-Azure, Power-Bi und weitere dazu.

Sicherheit kann erreicht werden, wenn für das Unternehmen untragbare Risiken auf ein tragbares Niveau reduziert werden. Dies sicherzustellen, ist Sache der Unternehmensleitung. Anders als in der physischen Welt, sind Risiken im Bereich Cyber-Security nicht offensichtlich und nur schwer einzuschätzen. Ohne spezifisches Fachwissen über die Verwundbarkeit von Geschäftsprozessen und ICT-Systemen werden oft Massnahmen ergriffen, die nicht greifen oder die überdimensioniert und daher sehr teuer sind.

Daten bleiben innerhalb der Landesgrenzen

Der Informationssicherheitsbeauftragte hilft Unternehmen beim Verfassen der Sicherheitspolitik und beim Festlegen von klaren Regeln für die Mitarbeiter. Er identifiziert die Cyber-Security-Risiken und entwickelt gemeinsam mit den Zuständigen ein Bewältigungskonzept. Zusätzlich stellt er sicher, dass die umgesetzten Massnahmen wirken. Da viele Angriffe heute direkt auf die Benutzer abzielen, schult der Beauftragte die Mitarbeitenden, entweder mittels automatisierter Angriffssimulation oder im Unternehmen vor Ort anhand konkreter Beispiele.

Die regulierten Branchen, wie Banken, Versicherungen und die öffentliche Hand, haben Microsoft dazu bewogen, in der Schweiz zu investieren. Diese sind verpflichtet, ihre Daten innerhalb der Landesgrenzen zu speichern. Auch das Argument der Sicherheit hat sich bei der Public Cloud über die letzten 1½ Jahre zu einem Vorteil gewandelt. Microsoft beschäftigt für die Cyber-Security etwa 3500 Mitarbeitende und investiert jährlich rund eine Milliarde Franken für die Sicherheit.

Wertvolles Dienstleistungspaket

Individuelle Ausprägungen und Bezugsformen Bewegung im Schweizer Cloud-Markt Die neuen Rechenzentren bringen zusätzliche Bewegung in den schweizerischen Cloud-Markt – sowohl bei Microsoft als auch bei den bereits bestehenden Anbietern. So hat beispielsweise die Schweizer Bankier-Vereinigung einen Leitfaden mit Empfehlungen, wie eine Cloud für Schweizer Banken aussehen sollte, herausgegeben. Für weitere Auskünfte steht das Verkaufsteam der first frame networkers ag (verkauf@firstframe.net) oder der persönliche Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

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Die Security Consultants der first frame networkers ag übernehmen die Aufgaben des Informationssicherheitsbeauftragten gerne. Dies ist in verschiedenen Ausprägungen und Bezugsformen möglich, entsprechend angepasst an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens. Als Grundlage dient das selbstentwickelte «first security framework», das auf bekannten Standards wie der ISO27000er-Reihe und dem NIST Cybersecurity Framework basiert. Die Risikoidentifikation erfolgt mittels SecurityCheck und die Risikobeurteilung anhand eines Berichts, immer in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Auch die Überwachung des Umsetzungsstands von Massnahmen gehört zum möglichen Dienstleistungsumfang.

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Mobilität und Teamarbeit – die neue Zauberformel TREND

first! – Nummer 44 – November 2019 –

Teamarbeit ist die Arbeitsform der Zukunft. Die Digitalisierung verstärkt diesen Trend. Die first frame networkers offerieren interessierten Unternehmen einen kostenlosen Workshop samt Kurzanalyse und Vorgehensvorschlag. Mobilität wird immer wichtiger. Nicht nur junge Menschen legen Wert auf die Flexibilität, überall arbeiten zu können und nicht an einen fixen Arbeitsplatz gebunden zu sein. Auch erfahrene Arbeitnehmer lernen diese Unabhängigkeit immer mehr zu schätzen. Neue Technologien verändern die Routine und die Form der Zusammenarbeit grundlegend. Doch nicht für alle Unternehmen sind flexible Arbeitsmodelle einfach und schnell umzusetzen. Eine weitgehend orts- und zeitunabhängige Arbeitsgestaltung ist nicht in allen Branchen im gleichen Umfang realisierbar. Eine weitere zentrale Rolle spielt die Unternehmenskultur. Arbeitsform der Zukunft Haben Unternehmen allfällige Hürden überwunden, können virtuelle Teams entstehen und standortübergreifend miteinander zusammenarbeiten. Voraussetzung dafür sind Kommunikationsmedien wie Telefonkonferenzen, Webmeetings, Videokonferenzen, Chats usw. Das «grenzenlose» Arbeiten ist keinesfalls nur eine Begleiterscheinung der Globalisierung und Digitalisierung, sondern die Arbeitsform der Zukunft und eine grosse Chance für Unternehmen. Allerdings muss man aufpassen, dass die Produktivität richtig verstanden wird, also nicht im Sinn von Fliessbandarbeit und immer höherer Geschwindigkeit. Es zählt eher die Leistung des Teams als des Einzelnen. Dadurch soll der Abbau von Grenzen und Blockaden stattfinden. Wichtig dabei ist auch, die richtige Work-Life-Balance zu finden.

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«Virtuelle Teams sind auf dem Vormarsch.»

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und in Echtzeit an Dokumenten zusammenarbeiten; grössere Flexibilität, wenn Ad-hoc-Teams zusammenkommen, um spezifische Aufgaben zu lösen; mehr Wissensaustausch, wenn die Kommunikation auf einer gemeinsamen Plattform erfolgt; mehr Sicherheit bei Zusammenarbeit auf einer einheitlichen Plattform für die Teamarbeit.

Mit Teamarbeit zu mehr Erfolg

Rasante Entwicklung hin zu digitalen Arbeitsformen

Heute sind Mitarbeitende in doppelt so vielen Teams tätig wie noch vor fünf Jahren. Um erfolgreich zu sein, benötigen Unternehmen Kooperations- und Kommunikationswerkzeuge, die ihre Mitarbeitenden befähigen, agiler und effizienter zu arbeiten. Studien zeigen, dass Unternehmen, die in Teamarbeit investieren, im Vergleich zu anderen erfolgreicher sind. Als Vorteile werden genannt: − steigende Produktivität, schnellere Resultate, hohe Motivation, wenn Teams Dateien gemeinsam nutzen

In den letzten Jahren war die Entwicklung rasant. Es gibt inzwischen eine Menge moderner Tools, welche die Organisation der täglichen Arbeiten erheblich erleichtern können. Richtig eingesetzt bringen diese Tools nicht nur dem Arbeitnehmer grosse Vorteile, sondern haben auch einen Nutzen für das Unternehmen. Dieses spart Kosten und steigert die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Deshalb heisst die Zauberformel für die neuen digitalen Arbeitsformen: Zusammenarbeit im Team.

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«Eine zentrale Rolle spielt Microsoft Teams.» sich detailliert mit den Unternehmenszielen von Kunden und gibt diesen eine umsetzbare Roadmap für die Teamarbeit in die Hand. Sie stellt sicher, dass Mitarbeiter, Partner und Lieferanten effektiv kooperieren und Informationen sicher austauschen können, egal wo sie arbeiten. So erhalten interessierte Unternehmen von den first frame networkers − eine Auswertung ihrer aktuellen Zusammenarbeitsund Kommunikationsmittel; − einen Leitfaden zur Transformation der Teamarbeit in ihrem gesamten Unternehmen; − ein Design, wie Microsoft 365 ihre spezifischen Anforderungen an die Teamarbeit erfüllen kann; − eine kundenspezifische Roadmap mit umsetzbaren Schritten für die Teamarbeit in ihrem Unternehmen. Sonderangebot mit kostenlosem Workshop

Microsoft Teams – kostenlos auch ohne Abonnement Eine zentrale Rolle unter diesen Tools spielt heute Microsoft Teams. Anfang 2017 als Mitglied der Office-Familie von Microsoft lanciert, können in diesem Tool viele Arbeitsaktivitäten in einem Unternehmen gebündelt werden. Das Spannende an dieser Applikation ist, dass sie auf allen Endgeräten gleichermassen gut funktioniert. Daten, die ein Team oder ein Projekt betreffen, werden an einem Ort zusammengeführt. Das Suchen in unterschiedlichen Ablagen und Tools entfällt, die Daten sind immer kontextbezogen vorhanden. Man kann verschiedene Arbeitsgruppen (eben Teams) anlegen. Darin befinden sich Chat, Dateiablagen, Planungstools, Notizbücher, Desktopfreigabe usw. Microsoft Teams ist der Hub für die Teamarbeit und gibt Gelegenheit, eine offenere, flüssigere und digitalere Umgebung zu schaffen. Ein grosser Vorteil ist die Integration in Microsoft 365: Wird dort eine Datei erstellt, können alle im Team gleichzeitig in Echtzeit daran arbeiten. Microsoft Teams kann auch als kostenlose Version ohne Vertragsbindung bezogen werden.

Die first frame networkers offerieren einen kostenlosen zweistündigen Workshop als ersten Schritt auf der Roadmap «Teamwork-Analyse». An diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden eine Kurzanalyse ihrer bestehenden Teamarbeit und der in ihrem Unternehmen vorhandenen Tools sowie einen Vorschlag für das weitere Vorgehen. Der Workshop findet vor Ort beim jeweiligen Unternehmen statt. Termine können ab sofort vereinbart werden (verkauf@firstframe.net).

FÜR DEN EILIGEN LESER Ein erster Schritt in die Zukunft Virtuelle Teams sind auf dem Vormarsch. Studien zeigen, dass Unternehmen, die in Teamarbeit investieren, im Vergleich zu anderen erfolgreicher sind. Für die first frame networkers Grund genug, ihren Kunden und anderen interessierten Unternehmen einen kostenlosen Workshop samt Kurzanalyse und Vorgehensvorschlag anzubieten. Kontaktaufnahme und Terminanfragen: verkauf@firstframe.net oder 041 768 08 00.

Teamwork-Analyse für interessierte Unternehmen Die Wichtigkeit der Teamarbeit hat die first frame networkers ag veranlasst, das Beratungsteam in diesem Bereich zu verstärken. Dieses Team hat eigens eine TeamworkAnalyse entwickelt. Die Teamwork-Analyse beschäftigt

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Interview mit Erich Steiner und Philipp Koch, Co-CEOs der first frame networkers ag CEO 2020

first! – Nummer 44 – November 2019 –

Anfang September hat die first frame networkers ag kommuniziert, dass es einen Führungswechsel gibt und Erich Steiner bis in einem Jahr die operative Leitung übernehmen wird. Jetzt seid ihr, Erich und Philipp, als CO-CEOs unterwegs. Wie geht es euch dabei? Erich

Ich kann viel lernen. Philipp kennt die ganze Historie aus 20 Jahren first frame networkers. Ohne sein Wissen wäre es sehr schwierig, von Null auf Hundert einzusteigen.

Wieso eigentlich gerade jetzt, Philipp? Hat es ein Ereignis gegeben, das dich zu diesem Schritt bewogen hat? Philipp Vor drei Jahren haben wir im VR das Thema Nachfolgeregelung angeschaut und gelernt, dass es bis zehn Jahre dauern kann, um eine erfolgreiche Übergabe zu vollziehen. Damals haben wir begonnen, die Augen offen zu halten. Es ist nun früher dazu gekommen, da Erich jetzt verfügbar war. Ich kenne ihn schon lange und wir haben uns relativ schnell gefunden. Was war der ausschlaggebende Punkt, der für Erich als dein Nachfolger gesprochen hat? Philipp Der menschliche Teil und seine Erfahrung aus der IT-Branche. Ich bin überzeugt, dass er kulturell sehr gut zu uns passt. Wir haben nicht jemanden gesucht, der schon 10 bis 20 Jahre bei einem IT-Anbieter gearbeitet hat. Erich kommt aus der IT-Distribution und ist dadurch sehr gut mit unseren wichtigsten Herstellern vernetzt. Er kommt von aussen und bringt einen frischen Wind in das Unternehmen. Was hat bei dir, Erich, den Ausschlag für die first frame networkers gegeben? Erich Es sind vor allem die Kultur und die Werte, die ich immer gespürt habe, wenn ich in Baar auf Besuch war. Mir war auch wichtig, dass es nicht mehr eine internationale Tätigkeit ist. Ich wollte wieder für ein bodenständiges, aber modernes Schweizer Unternehmen arbeiten, bei dem die Menschen und die Werte wichtig sind. Wie sind deine ersten Eindrücke? Erich Es ist so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Menschen, die hier arbeiten, sind sehr bodenständig. Sie sind auch sehr technisch unter-

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Erich Steiner und Philipp Koch

wegs. Die Firma hat Charme und eine tolle Kultur. Das gefällt mir. Philipp hat in den letzten 22 Jahren einen grossen Beitrag dazu geleistet und es ist schön, wenn man auf so etwas aufbauen kann. Der Wechsel wurde auch mit einem persönlichen Brief von dir, Philipp, an die Kunden kommuniziert. Wieso war dir das wichtig? Philipp Mit dem grössten Teil der Kunden pflegen wir langjährige Beziehungen. Das entspricht auch unseren Werten. Wir suchen nicht das schnelle Geschäft, sondern wollen möglichst lange auf einer partnerschaftlichen Basis mit unseren Kunden zusammenarbeiten. In dieser Zeit sind auch viele Freundschaften gewachsen, man kennt sich gut und vertraut einander. Darum wollten wir hier sehr transparent und persönlich sein. Dass die Kunden wissen, dass ich weiterhin in meiner Funktion als VR-Präsident für das Unternehmen da bin, war mir wichtig. Auch, dass der neue CEO mit der bestehenden Kultur kompatibel ist, sollten die Kunden sehen und spüren. Erich, hast du schon Rückmeldungen von Kunden erhalten? Erich Nein, so direkt noch nicht, da sie mich ja noch nicht so gut kennen. Wir haben aber bereits Kunden besucht und es wurde positiv aufgenommen, dass ich persönlich vorbeigekommen bin.

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Ihr beide seid jetzt Co-CEOs. Wie seid ihr organisiert? Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist für die Mitarbeitenden und auch für euch selbst? Philipp Ich finde es relativ einfach und nicht kompliziert. Es ist mir bewusst, dass ein Nachfolger die Firma so führen wird, wie es für ihn am besten passt. Führung ist etwas sehr Persönliches und kann nur funktionieren, wenn sie authentisch ist. Erich wird Dinge anders tun, diesen Spielraum erhält er schon jetzt. Er bekommt einige Projekte, die er selbstständig übernimmt und allein weiterführt, damit er die Firma möglichst im Alltag kennenlernt. Erich Ich rede vor allem auch in halbstündigen Treffen mit allen Mitarbeitenden, um sie persönlich kennenlernen zu können. Wann erfolgt die definitive Übergabe? Spürt ihr den richtigen Zeitpunkt? Philipp Ich denke schon. Für mich ist die Unternehmung immer noch am wichtigsten. Meinen persönlichen Zeitplan habe ich zurückgestellt. Ich werde so lange da sein, wie der VR und die GL dies für richtig und wichtig halten. Ich werde aber nicht zuerst auf 50, dann auf 45 und dann auf 32 Prozent reduzieren. Wir machen dann einen sauberen Schnitt. Erich Genau. Die Koexistenz ist am Anfang schon gut, aber mit der Zeit wird es schwierig, so zu führen.

Wann ist der Entscheid gereift, die Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen? Philipp Zusammen mit dem Entscheid für die Nachfolgeregelung ist dieser Plan entstanden. Darin waren wir Inhaber, Martin Jung und ich, uns immer einig. Wir wollen unseren Mitarbeitenden die Plattform bieten, Unternehmertum zu lernen und zu leben, wie wir es auch lernen konnten mit der first frame networkers ag, und auch Mitinhaber oder Aktionäre zu werden. Philipp, Du bist jetzt 55 Jahre alt. Du konzentrierst dich nun auf den Verwaltungsrat. Ist dir das nicht zu wenig? Philipp Nein, ich freue mich darauf, mich auf das Amt als VR-Präsident konzentrieren und einen Teil meiner Zeit und Energie in diese Aufgabe investieren zu können. Ich freue mich aber auch, nach zwanzig intensiven Jahren etwas kürzertreten und mehr Zeit an der frischen Luft verbringen zu dürfen, sei es am oder auf dem See. Zudem will ich mich auch weiterhin im Bereich ICT-Security engagieren. Dort gibt es noch sehr viel zu tun. Und Nichtstun ist wohl nicht mein Ding. Das Interview wurde von Christoph Caviezel, Wirz Public Affairs, geführt und auf Video aufgezeichnet. Es wird hier in einer gekürzten, leicht veränderten Version abgedruckt.

Philipp, gab es weitere Faktoren, die neben der geeigneten Person noch stimmen mussten?

ERICH STEINER Der 51-jährige Erich Steiner ist seit September 2019 Co-CEO und spätestens ab August 2020 CEO der first frame networkers ag. Vorher war er rund 13 Jahre bei der ALSO Schweiz AG tätig. Erich Steiner ist durch seine Werte, sein Wissen und seine langjährige Branchenerfahrung prädestiniert für seine Funktion als neuer CEO der first frame networkers ag.

Philipp Der VR hat schon lange den Plan, dass die first frame networkers ag inhabergeführt bleiben soll. Das heisst, die Inhaber sollen auch hier arbeiten. Das bedeutet, man hat kein fremdes Geld im Unternehmen und es bedeutet auch, dass die Leute mit Verantwortung auch kompetent sind. Einerseits kann die GL damit sehr schnell und eigenständig Entscheidungen treffen, andererseits muss sie auch Verantwortung übernehmen. Es steht dann kein Investor dahinter, der Verluste auffangen kann. Ist der stärkere Fokus auf das Unternehmertum für dich ein Grund gewesen, um zur first frame networkers ag zu wechseln? Erich Ja, absolut. Das Unternehmen ist inhabergeführt, es ist in der Schweiz und du hast kurze Entscheidungswege. Aus Erfahrung weiss ich, dass Kunden und Mitarbeitende schnelle Entscheidungen schätzen. Hier kann ich selbst entscheiden, muss aber dann auch den Kopf hinhalten.

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Zukunftsorientiert: EWN mit neuer Netzwerkinfrastruktur

REFERENZ

first! – Nummer 44 – November 2019 –

Die first frame networkers ag hat die komplette Netzwerkinfrastruktur des Elektrizitätswerks Nidwalden (EWN) durch eine neue Lösung ersetzt. Diese bietet hohe Sicherheit, effizientes Management, guten Komfort und volle Flexibilität. Das EWN ist das lokale Energieunternehmen für den Kanton Nidwalden. Es gewährleistet eine sichere, ausreichende, wirtschaftliche und umweltschonende Energieversorgung. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Aufbau einer eigenen Stromversorgung im Kanton Nidwalden seinen Anfang. Mit dem Ziel, mehr Unabhängigkeit zu erreichen, wurde 1934 der Aufbau eines kantonalen Elektrizitätswerks beschlossen. Nach nur drei Jahren Bauzeit des Bannalpstausees konnte das EWN seinen Betrieb am 1. Juli 1937 aufnehmen. Das EWN steht für Werte wie Nachhaltigkeit, Kundennähe und Zukunftsorientierung.

Ruedi Unternährer, Leiter Informatik EWN, Stans

«Das Netzwerkmanagement ist einfacher geworden, die Sicherheit höher und der Enduserkomfort besser.»

Komplette Netzwerkinfrastruktur ersetzt Die bestehende redundante Cisco ASA 5520 Firewall und die interne transparente FortiGate 200B hatten das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und konnten die benötigten Features nicht mehr bieten. Es stellte sich die Frage der Ablösung, wobei die Netzwerksicherheit bei gleichbleibendem Managementaufwand und Enduserkomfort erhöht werden sollte. Das EWN forderte für die erwähnten Produkte Offerten an. In der Folge diskutierte man gemeinsam mit der first frame networkers ag weitere Szenarien. Daraus ergab sich eine Gesamtablösung der kompletten Netzwerkinfrastruktur. Dabei wurden die Cisco Firewall, die transparente FortiGate 200B, alle im Netzwerk befindlichen Switches sowie auch diverse veraltete Firewalls, die ans Netz gekoppelt waren, abgelöst. Ausserdem wurde damit die veraltete WLAN-Umgebung auf Fortinet-Produkte umgestellt. Mehr Sicherheit, einfacheres Management Durch die komplette Erneuerung der Netzwerkinfrastruktur hat das EWN die volle Flexibilität für zukünftige Erweiterungen erhalten sowie auch die Möglichkeit für eine übersichtliche Log-Auswertung der Bedrohungen. Alle eingesetzten Komponenten sind optimal aufeinander abgestimmt, was die Netzwerksicherheit und Verfügbarkeit erhöht. Das EWN kann nun von einer einheitlichen Infrastruktur aus den gesamten Netzwerkverkehr komfortabel steuern und analysieren. Entscheidende Vorteile sind firstframe.net

die Vereinfachung des Netzwerkmanagements, das automatisierte Reporting und Alarming und die Erhöhung der Netzwerksicherheit. Zum Nutzen gehören auch eine Risiko- und Kostenreduzierung sowie die Ermöglichung neuer Geschäftsfelder. «Flexibel im Hinblick auf zukünftige Erweiterungen» Ruedi Unternährer, Leiter Informatik EWN, zeigt sich mit der kompletten Erneuerung der Netzwerkinfrastruktur sehr zufrieden: «Das Netzwerkmanagement ist einfacher geworden, die Sicherheit höher und der Enduserkomfort besser.» Ausserdem hebt er den Vorteil hervor, dass «mit der gemeinsam mit den first frame networkers entwickelten neuen Lösung das EWN total flexibel ist im Hinblick auf zukünftige Erweiterungen».

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first!44 - der Newsletter der first frame networkers ag  

Die Printausgabe unserer Newsletter first! erscheint dreimal im Jahr mit neuen Trends, Infos und Produkten aus der IT-Welt.

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