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DE RONDE

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wie möglich fahrn, dafür halt ma in den Kopfsteinpflasterpassagen voll hin, um den Speed nicht zu verlieren.“ Hört sich ob der Tatsache, dass die „Hügel“ auch gepflastert sind, etwas eigenartig an, war aber durchaus fundiert durchdacht. Denn wenn die Geschwindigkeit unter ein kritisches Maß fällt, wird man von jedem

Die Grundtaktik von Johannes wurde spätestens auf dem bereits erwähnten Koppenberg (Kilometer 114) über Bord geworfen. Das Kopfsteinpflaster dort war näm-

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Die Strecke ist durch die Pavés und die vielen Abzweigungen unfassbar abwechslungsreich und man hat kaum mal eine Verschnaufpause, vor allem für die Konzentration ist sie eine echte Herausforderung. Passagen, auf denen man mal Beine und Aufmerksamkeit etwas baumeln

In der Praxis, kann ich Ihnen versichern, ist dies allerdings ein Ritt auf der Rasierklinge, was die eigenen Kräfte und auch das Steuern in den teils feuchten, rutschigen Sektoren betrifft. Sind Sie schon mal mit circa 37 km/h aus einer asphaltierten Straße in ein Pavé hineingefahren, dessen Gleichmäßigkeit den Ankunftszeiten der Österreichischen Bundesbahnen ähnelt? Ich kann Ihnen sagen, es ist erstaunlich, was ein Rennrad alles aushält, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Kein einziger Defekt und kein sonstiger Materialverschleiß unterbrachen unsere knapp 6,5 Stunden dauernde Fahrt, einzig die verpflichtend zu durchfahrenden Labestationen, die etwa so groß waren wie die Expo beim Ironman 70.3 St. Pölten, drosselten die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit ein wenig. Die von der Firma Specialized zur Verfügung gestellten Bikes haben unseren Handgelenken und unserem Hintern die Fahrt doch deutlich angenehmer gemacht als erwartet; die 28er „Hell of North Special Edition“-Pneus trugen auch einen gehörigen Anteil an der pannenfreien Reise durch Flandern bei.

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Aufgrund der Tatsache, dass wir uns erst etwa vier Wochen vor dem Event bei einem beiläufigen Plausch dazu entschlossen hatten, daran teilzunehmen, war das Motto: Keine Vorbereitung ist auch eine Vorbereitung. Am Eventtag Am berüchtigten Kopkam weder am Start penberg beispielsnoch auf den ersten weise, der direkt ge20 Kilometern Wettfolgt von der Sektion kampfstimmung auf. Mariaborrestraat in Irgendwann formieren KM/H den Steenbeekdries sich dann zwangsläuübergeht, folgen die fig aber doch immer betrug die Durchschnitts- anspruchsvollen Sekein paar Gruppen, und geschwindigkeit des Siegers toren so dicht aufehe man es sich ver- des Profirennens Niki Terpstra einander, dass man sieht, hält man in den vom Team Quick-Step Floors. denkt, man fährt eine Geländeübergängen halbe Stunde durchund bei den Antritgehend auf dem nicht ten nach Kreuzungen gerade handgelenksplötzlich richtig rein, schonenden „Straßenum den Anschluss und belag“. Man kann sich damit den Windschatdas ungefähr so vorten nicht zu verlieren. stellen, als würde man Was anfangs noch versuchen, in einer TAUSEND Spaß machte, war Hüpfburg ein Glas Bier nach vier Stunden gar zu trinken. nicht mehr so witzig, ist die Anzahl der Teilnehmer Die vorgegebene Takdes Cyclo-Jedermannda es etwas mehr als tik meines straßenEvents. fünf Monate her war, radsporterfahrenen dass wir zuletzt so lanBegleiters war von ge im Sattel gesessen Anfang an klar definiert: „Schau waren. ma, dass ma die Hügel so locker

einzelnen der unbarmherzigen eckigen Dinger gnadenlos abgebremst, bis man zum Stillstand kommt oder gar umfällt, wie mehrfach beobachtet.

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lassen kann, sind äußerst selten. Welche Feldwege und kleine Verbindungsstraßen für eine derart große Veranstaltung verwendet werden, da würden sich die österreichischen Behörden die Haare raufen und nie und nimmer eine Genehmigung ausstellen. In Belgien: Usus.

KEIN RENNEN UND DOCH IRGENDWIE EIN RENNEN.

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Finisher Magazin #70  

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