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genormten Gummiteil, der aus definierter Höhe auf das Laufrad schlägt. Es darf sich dabei keine Verformung des Laufrades in einem definierten Toleranzbereich oder ein Bruch ergeben. Dies simuliert im Wesentlichen einen Massensturz oder etwa eine Fahrt gegen eine Bordsteinkante oder in ein Schlagloch. FINISHER: Ich sehe hier noch einen spannenden Prüfstand ... Xentis: Das ist ein von uns entwickelter Prüfstand. Wir haben ja vorhin über die Bearbeitung der Bremsflanken und das damit verbundene Patent gesprochen: Das Laufrad wird eingespannt und gegen eine mit einem Motor angetriebene Rolle gedrückt. Dabei wird das Laufrad ständig mit kontinuierlich geregelter Kraft abgebremst und dabei die Temperatur an den Bremsflanken mit Infrarotsensoren überwacht und mitprotokolliert. FINISHER: Welche Temperaturen treten in diesen Versuchen auf? Xentis: Wir testen hier mit bis zu 200 Grad Celsius, also jener Temperatur, auf die unser Harzsystem ausgelegt ist. Natürlich ist es möglich, durch unsachgemäßes Verhalten auch höhere Temperaturen zu erzielen. Wenn man bei einer Temperatur von 180 Grad die Bremse aber nur für zwei Sekunden löst, verringert sich die Temperatur um 40 Grad, was enorm ist. Wenn man an das klassische Beispiel des Österreichers, die Abfahrt von der Großglockner Hochalpenstraße, denkt, hat man mit unseren Felgen kein Problem.

Xentis: Wir vergleichen unsere Produkte in Versuchen natürlich mit der Konkurrenz und testen auch die Haltbarkeit, aber das ist in der Industrie generelle Praxis und nicht verwerflich, man setzt sich Benchmarks, die man erreichen möchte. So sind wir sicher die Benchmark hinsichtlich Bremsverhalten und Temperaturbeständigkeit. Andere Hersteller brüsten sich mit anderen Kennwerten. FINISHER Wie ist es eigentlich zum Namen Xentis gekommen? Xentis: Xentis ist ein reines Kunstwort und hat mit den Namen der Gründer nichts zu tun, es sollte sowohl im englischsprachigen als auch im asiatischen Raum ausgesprochen werden können. Verwechselt werden wir manchmal mit dem Marmeladenhersteller Zentis, und es gibt mittlerweile auch einen Softwarehersteller, der sich Xentis nennt. Der technikaffine Interviewer hätte noch Stunden mit Fritz Sackl über das Engineering diskutieren können, der Fotograf war aber überwältigt von der Flut an Informationen und der nächste Kunde aus der Automobilbranche stand auch schon vor der Tür.

FINISHER: Du hast mich hinsichtlich der Haltbarkeit der Felge überzeugt, aber hier ist gerade eine Tubular-Felge aufgespannt, ist hier nicht der Kleber zwischen Reifen und Felge die Schwachstelle? Xentis: Dies war in der Vergangenheit sicher ein Thema, aber mit den neuen Klebebändern sollten diese Risiken nicht mehr auftreten. Das Schreckgespenst der sich ablösenden Reifen in Abfahrten, das früher umhergeisterte, ist kein Thema mehr, hier hat sich in der Entwicklung sehr viel getan. Die breiteren Reifen und Felgen führen zu mehr Klebefläche und erhöhen somit die Sicherheit zusätzlich. Aber es gibt sicher auch noch immer Fehler in der korrekten Applikation des Klebers und der Bänder wie nicht korrekte Vorbereitung des Felgenbetts, was die Haltbarkeit herabsetzt. Dies muss immer bedacht werden. FINISHER: Wie behält Xentis als relativ kleines Unternehmen den Überblick über seine in den Medien so präsenten Mitbewerber?

rundlauf und Bremsflanke gecheckt und fertig ist das gute stück Finisher 65

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Finisher Magazin #70  

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