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Sicherheit sofort am Prüfstand versagen. Das ist Teil unserer langjährigen Erfahrung.

radtyp entsprechend der zulässigen Toleranzen zentriert.

FINISHER: Gibt es eigentlich ein Problem mit Felgenflanken von älteren Laufrädern wie meinen 4.2 Clincher, dass sich diese verbiegen und der Reifen sich abhebt? Xentis: Nein, das können wir ausschließen, natürlich können bei älteren Felgen die modernen breiteren Reifen zu Problemen führen. Werden die damals spezifizierten Breiten eingehalten, gibt es keine Bedenken. Kommen Felgen mit Schäden jetzt zurück, dann liegt dies meist an der Verwendung von breiten Reifen.

FINISHER: Ich sehe hier nur mehr StraightPull-Speichen. Xentis: Ja, wir haben gekröpfte Speichen aus dem Programm genommen, um den Kraftfluss in den Laufrädern zu optimieren. Nach dem Zentrieren werden alle Daten auf den RFID-Chip geladen.

FINISHER: Könnt ihr bei älteren Felgen, die nicht mehr repariert werden können, die Designs noch reproduzieren? Xentis: Ja, wie gesagt ist Service ein wichtiger Punkt. Hat ein Kunde ein Vorderrad mit einem anderen Hinterrad, wird er nicht glücklich sein, wir versuchen, auch einige Jahre zurück alle Logos auf Vorrat zu haben. FINISHER: Wie werden die Laufräder eingespeicht? Xentis: Bei den Monocoque-Laufrädern wird eine Nabe ausgerichtet und eingeklebt mit einem Toleranzbereich von 0,35 Millimetern, die Speichenlaufräder werden von Hand eingespeicht. Ein Roboter macht bei der Variantenvielfalt, die wir haben, keinen Sinn. Die Felge wird aufgespannt und die entsprechende Nabe dazu. Abhängig ob Vorder- oder Hinterrad, Drive oder Non-Drive Side dann die entsprechende Nabe dazu. FINISHER: Dies sind wiederum viele Möglichkeiten. Xentis: Ja, wir bedienen uns seit diesem Jahr wieder beim Hersteller DT-Swiss speziell für DiscAnwendungen mit Center Lock, da unsere eigenen Xentis-Naben den IS-Standard abdecken. Ein weiterer Punkt ist natürlich wieder die Servicefreundlichkeit. Bei unseren Naben kann man mit End Caps die Laufräder auf den Rahmen speziell bei Mountainbikes mit Boost-Standard adaptieren, DT-Swiss wiederum ist weltweit verfügbar, und deshalb ist der Einsatz hinsichtlich Kundenfreundlichkeit für bestimmte Anwendungen naheliegend. FINISHER: Dann werden die Speichen mit den Nippeln verbunden? Xentis: Ja, zuerst werden die Speichen einfach nur mit den Nippeln verbunden und dann am Zentrierständer gespannt. Jede Speiche wird auf Vorspannung kontrolliert und abhängig vom Lauf-

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FINISHER: Ich sehe hier Laufräder mit Namen von Kunden und Spezifikationen wie Farbe und Felgenhöhe. Das bedeutet, Xentis fertigt wirklich auf Bestellung? Xentis: Ja, wir versuchen, innerhalb unseres Portfolios dem Kunden innerhalb von drei Wochen sein Wunschlaufrad liefern zu können. FINISHER: Wie und von wem bekommt Xentis sein Feedback zu den Produkten, wie reagiert ihr auf die Anforderungen des Marktes, der heute ja sehr schnell Meinungen jeglicher Art verbreitet, und wie lasst ihr die Informationen wiederum in die Entwicklung einfließen? Xentis: Für uns ist unsere langjährige Zusammenarbeit mit Athleten vor Ort sehr wichtig, dort entscheidet sich, ob Teile in Serie gehen oder nicht. Durch die lokale Nähe können wir auch sehr kurzfristig reagieren. Zum Beispiel das Team von Felbermayr Simplon rund um Stephan Rabitsch. Auch als bei der Österreich-Rundfahrt der große Diebstahl passierte, konnten wir sehr schnell reagieren und wieder Laufräder zur Verfügung stellen. Das ist natürlich auch nicht für jeden Hersteller möglich. FINISHER: Derzeit wird ja oft davon gesprochen, dass Laufräder und Rahmen von der UCI freigegeben werden müssen, um in Massenstartrennen eingesetzt werden zu können. Dies ist ja bei einem Ironman nicht notwendig, wie funktioniert das bei euch? Xentis: Es werden Laufräder von uns direkt an die UCI gesendet und dort im Prüflabor getestet. Vorab werden die Produkte intern bei uns getestet. Es geht hauptsächlich um Abmessungen und um die Crash-Eigenschaften. Für Rennen sind nur unsere Monocoque-Laufräder nicht zugelassen, die Crash-Widerstandsfähigkeit weisen sie aber natürlich auf. FINISHER: Wie sieht dieser UCI-Test denn aus? Xentis: Wir haben den Versuchsaufbau hier nachgebaut. Es ist ein einfacher Fallhammer mit einem

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Finisher Magazin #70  

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