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FINISHER: Wie ist euer Zugang zum Thema Aerodynamik? Xentis: Aerodynamik ist natürlich wichtig, aber man muss auch betrachten, wo der Einsatzzweck des Laufrades liegt: Wird es hauptsächlich bergauf gefahren oder auf einem ebenen Rundkurs? Diese Faktoren müssen in der Designphase berücksichtigt werden. Je tiefer eine Felge wird, umso aerodynamischer ist sie natürlich, wobei dann das Gewicht steigt. FINISHER: Haben diese breiten und hohen Querschnitte andere Einflüsse auf das Laufrad? Xentis: Natürlich steigt damit auch das theoretische Flächenträgheitsmoment, also die erzielbare Steifigkeit, doch all diese Parameter werden dann im Engineering mit dem entsprechenden Lagenaufbau der Carbonfasern berücksichtigt. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist auch die Seitenwindanfälligkeit. FINISHER: Gab es nicht einmal einen Rennradrahmen unter einem anderen Namen? Xentis: Ja, den gab es, aber immer als Projekt für einen Kunden, unsere Kernkompetenz ist der Laufradbau. Wir müssen mit unseren Ressourcen intelligent umgehen und es macht keinen Sinn, ein weiteres Feld zu eröffnen, auf dem wir nicht alle Tätigkeiten so absichern können, wie es unsere Standards erfordern. FINISHER: Du sprichst von Kernkompetenz – ich hatte, ich denke es war 2009, einen Clincher-Rennrad-Laufradsatz, der auch bei Regen hervorragende Bremseigenschaften mit herkömmlichen Bremsbelägen aufwies und es bis heute noch tut. Xentis: Ja, wir haben ein weltweit gültiges Patent für diese Technologie und können uns damit bis heute von unseren Mitbewerbern abheben. FINISHER: Wir stehen noch immer neben dem Autoklav und sehen gerade, wie die Laufräder entnommen, auf ihre Qualität

kontrolliert und Daten auf den RFID-Chip geschrieben werden. Welche qualitätssichernden Maßnahmen werden durchgeführt? Xentis: Natürlich eine 100-Prozent-Sichtkontrolle der Oberfläche und eine Kontrolle des Gewichts. Wir geben einen engen einstelligen Toleranzbereich vor; wird dieser nicht erfüllt, ist das Laufrad Ausschuss, egal ob es zu schwer oder zu leicht ist. Der letzte Qualitätstest ist das Einspeichen, spätestens dort würde ein nicht korrektes Laufrad erkannt werden. FINISHER: Wir befinden uns nun im FinishBereich, was passiert hier? Xentis: Hier wird entschieden, welche Oberfläche das Laufrad erhält. Poliert oder natur, Farbe der Labels, theoretisch ist auf Kundenwunsch alles möglich, natürlich immer abhängig von den Kosten. Hier werden auch die Speichenlöcher entsprechend der Ausrichtung von beiden Seiten gebohrt, um den Kraftfluss im Nippel sicherzustellen. Zusätzlich werden die Bremsflanken entsprechend unseres Patents geschliffen oder gestrahlt – wie bei unserem neuen SQUAD-Race-Modell.

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Finisher Magazin #70  

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