{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade.

Page 60

FINISHER: „Tubeless“ ist im MountainbikeSektor und immer mehr auch im RennradBereich ein Thema. Wie geht Xentis damit um? Xentis: Alle unsere Modelle sind Tubeless Ready, egal ob Rennrad-, Mountainbike- oder TriathlonLaufräder. FINISHER: Gibt es Limits hinsichtlich der Reifendrücke für Tubeless? Xentis: Wir halten uns hier klar an die Vorgaben der Hersteller, und abhängig von der Reifenbreite ist der zulässige Druck auf der Felge angegeben. Bei Clincher mit 23 Millimetern Breite sprechen wir von 9 Bar, was schon enorm ist. Bei höherer Reifenbreite sinkt natürlich der zulässige Druck, was aber der Physik geschuldet ist. FINISHER: In den letzten Jahren haben sich die Reifen- und Felgenbreiten sowohl im Rennrad- als auch im Mountainbike-Bereich sehr stark geändert. Statt 21 Millimetern wird am Hinterrad schon einmal ein 25-mm-Reifen zu einem Weltmeistertitel im Zeitfahren pilotiert, und 30 Millimeter Innenbreite am Mountainbike sind schon bald Standard für den Trail-Einsatz. Wie geht Xentis damit um? Xentis: Im Mountainbike-Bereich sind wir nun mit einer XC-Felge mit 25 Millimetern Innenbreite vertreten, die 325 Gramm wiegt für 2,35-Reifen. FINISHER: Das Hauptaugenmerk liegt also auf dem XC und Marathon Racer? Xentis: Ja, mitunter, dies sind jene Kunden, die eben sehr leichtes und steifes Material bevorzugen. Dies war bei uns in der Vergangenheit ein Manko, dass wir zu schmale Felgen im Programm hatten. Aber wir haben nun auch im All-Mountain-Bereich eine asymmetrische 29er-Felge mit Hookless-Technologie mit einer Innenbreite von 30,5 Millimetern im Programm. Damit sind wir auch bei den aktuellen Reifenbreiten von 2,6“ bis 2,8“ vorn dabei. Wir gehen derzeit den Trend 650B+ allerdings noch nicht mit. Diesen Trend beobachten wir, das hängt natürlich auch von den Herstellkosten ab, wir fertigen alles hier am Standort in Bärnbach und wägen genau ab, wo wir investieren wollen. FINISHER: Warum eigentlich der Standort

60 Finisher

Bärnbach in Österreich und nicht wie andere Hersteller Taiwan oder China? Xentis: Wir haben ja in Rosental 2002 begonnen. Wir waren zuvor bei Spengle und haben nach der Auflösung die geschulten Mitarbeiter übernommen, was für die Qualität der Produkte ein wesentlicher Faktor war und um schnell wieder beginnen zu können. Einer der wichtigsten Faktoren für die Qualität der Xentis-Laufräder ist die Fingerfertigkeit und die Arbeitsweise unserer Mitarbeiter. Deshalb der Standort hier in Bärnbach. Wir haben ab dem Jahr 2007 für Remus Auspuffanlagen gefertigt und wurden 2010 von der Remus-Gruppe übernommen. Damit hat sich für uns vieles geändert. Unsere Formen waren früher aus Carbon gefertigt und sind nun aus Metall, was die Herstellung vereinfacht. Es wurde ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gestartet, der bis heute andauert. FINISHER: Du hast Spengle genannt, einigen Lesern und auch mir ist der Name noch ein Begriff. Die bunten Laufräder mit den drei Speichen waren in den Neunzigern zum Habenwollen, was haben Xentis-Laufräder mit Spengle gemein? Xentis: Die Laufräder waren aus heutiger Sicht nicht gewichtsoptimiert, sie mussten cool aussehen mit guter Aerodynamik und mussten sich vom Mitbewerber abheben. Ein Spengle-Laufrad von damals hat mit einem Xentis-Laufrad von heute nichts mehr gemeinsam. FINISHER: Ich sehe keine Roboter in der Fertigung. Xentis: Nein, alle Arbeiten bis hin zum Einspeichen werden von Hand erledigt, das Label „Handmade in Austria“ tragen wir mit Stolz. FINISHER: Wie war die Entwicklung im Rennradbereich in den letzten Jahren? Dort gibt es im Gegensatz zum Mountainbike zumindest gleichbleibende Außendurchmesser. Xentis: Wir haben dort natürlich auch unsere Felgen angepasst und sind von den früher üblichen 622x13 auf 622x18 gewechselt. Dies bedeutet, es sind nun Außenbreiten von 25 Millimetern, also mittlerweile schon Außenbreiten wie früher im Mountainbike-Bereich.

Profile for Max Hofstätter

Finisher Magazin #70  

Finisher Magazin #70  

Advertisement