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FINISHER: Warum thermische Haltbarkeit? Xentis: Es gibt ja immer wieder Erzählungen, dass Carbonlaufräder bei langen Dauerbremsungen auf Passabfahrten kollabieren und es zu Unfällen kommt, weil das Laminat und die Faser versagen. Wir legen unsere Laufräder darauf aus, dass auch ein Kunde mit über 100 Kilo problemlos den Großglockner bergab genießen kann. FINISHER: Und die Steifigkeit allein ist kein Problem?

Xentis: Nein, diese ist auch bei einem Gewicht von über 100 Kilo kein Problem. Es wäre natürlich möglich, unseren Profis leichtere Laufräder in die Hände zu drücken, aber was passiert dann, wenn diese Laufräder warum auch immer in den Umlauf kommen und eines davon bei einem schwereren Benutzer versagt? Dieses Risiko möchten wir nicht eingehen. FINISHER: Du sprichst von Nachverfolgbarkeit des Aufbaus der Felgen und Laufräder, ich sehe hier die Stücklisten, aber wie werden diese mit dem Laufrad zusammengeführt? Xentis: Jedes Laufrad erhält im Laminierprozess einen hitzebeständigen RFID-Chip, welchen wir mit einem steirischen Unternehmen entwickelt haben. Auf diesem werden alle relevanten Informationen zum Laufrad abgespeichert. Der Kreis schließt sich, wenn der Kunde sich dann mit der Seriennummer des Laufrades auf der XentisHomepage registriert. FINISHER: Ist Xentis mit dieser Technologie Vorreiter im Laufradbau? Xentis: Mit Sicherheit, aber nur so können wir lückenlos die Qualität sicherstellen, wobei es auch ein Kostenfaktor ist. Eine treibende Kraft dahinter ist sicher, dass wir auch Carbonteile für hochwertige Auspuffanlagen für Sportwagen fertigen und dort diese Nachverfolgung gefordert wird. Somit war es natürlich naheliegend, dies auch bei Laufrädern zu verwenden. FINISHER: Die Einzelteile sind jetzt laminiert und zusammengebaut, der technikaffine Sportler denkt jetzt immer an große Pressen und Öfen, in denen die Fasern in den Formen unter Druck gebacken werden, wie funktioniert das bei Xentis? Xentis: Es gibt generell zwei Möglichkeiten. Eine davon ist, einen Schaumkern zu benutzen, der dann in der Felge verbleibt, oder man kann so, wie wir es tun, einen speziellen an jede Felge angepassten Druckschlauch verwenden, der dafür sorgt, dass sich die laminierten Fasern an die Form anlegen.

beim mastermind fritz sackl laufen alle „fasern“ zusammen

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FINISHER: Warum kein Verfahren mit Schaumkern? Xentis: Der Schaumkern bringt einerseits zusätzliches Gewicht mit sich, die Oberflächenqualität an der Innenseite entspricht nicht unseren Qualitätsanforderungen und man kann die Form von der Innenseite nicht mit Druck beaufschlagen.

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Finisher Magazin #70  

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