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MAG. ANDREAS ZISSLER 3-facher Langdistanz-Finisher Schwerpunkte der Tätigkeit: Sportrecht Miet- und Wohnrecht Allgemeines Zivil- und Vertragsrecht Versicherungsrecht www.payr.biz

ten sind. Eine Haftungserklärung bietet jedoch die Möglichkeit, den Teilnehmern die Gefahren detailliert anhand von Bildern oder einer ausführlichen Erklärung vor Augen zu führen. In einer abschließenden verpflichtenden Wettkampfbesprechung sind diese Gefahren erneut darzulegen. Veranstalter haften für Schäden aus eigenem Verschulden und aus ihnen zurechenbarem Fremdverschulden unbegrenzt mit ihrem Privatvermögen. Hier schafft eine Veranstalterhaftpflichtversicherung Abhilfe, denn sie übernimmt die Zahlung berechtigter Schadenersatzansprüche. Zusätzlich wehrt diese Versicherung auch allfällige unberechtigte Ansprüche ab. Eine Absicherung gegen allfällige strafrechtliche Folgen stellt ein ergänzender Strafrechtsschutz für Veranstalter dar. Der Obmann eines Triathlon-

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vereins sollte sich der Risiken bewusst sein, falls er eine Veranstaltung ohne Veranstalterhaftpflichtversicherung abhält. Er haftet bei einem allfälligen Schaden mit seinem Privatvermögen. In der Kommunikation mit den Behörden ist die Unterstützung durch den Österreichischen Triathlonverband (ÖTRV) einzuholen und einzufordern. Einzelne Veranstalter, insbesondere solche von kleineren Bewerben, sind im Verhältnis zu Behörden in einer untergeordneten Stelle als „Bittsteller“ einzuordnen. Es würde die Position des einzelnen Veranstalters stärken, wenn es eine strukturierte Unterstützung durch den Österreichischen Triathlonverband in Form eines gemeinsamen Auftrittes gegenüber der Behörde gäbe. Diesbezüglich gibt es mit Sicherheit noch Verbesserungsbedarf.

RESÜMEE – IM APPELL AN DIE EIGENVERANTWORTUNG DER AHTLETINNEN UND ATHLETEN Die Sorgfaltsanforderungen an Veranstalter haben sich in den letzten Jahren stets vergrößert. Aufgrund von vereinzelten schweren Stürzen bei Sportveranstaltungen auf Österreichs Straßen und abseits davon wurden sowohl Veranstalter als auch Behörden (als Straßenerhalter) von Geschädigten in Anspruch genommen. Die Behörden überwälzen das Haftungsrisiko zur Gänze an Veranstalter, die für die Beschaffenheit der Straße und für allfällige Schäden von Teilnehmern einzustehen haben. Weigert sich der Veranstalter, die Vielzahl der Auflagen zu erfüllen, wird die straßenpolizeiliche Bewilligung nicht erteilt. In den Hintergrund tritt hierbei oftmals die Eigenverantwortung

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Finisher Magazin #70  

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