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SPORT UND RECHT

(in der Regel der Obmann) Ziel allfälliger Haftungsansprüche sein.

müssen (atypische Gefahrenquellen), nehmen Sportler nicht in Kauf.

Ganz generell hat ein Veranstalter im Rahmen des Zumutbaren für die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sorgen. Aus der Sicht des Veranstalters sind zur Haftungsvermeidung sämtliche behördlichen Vorschriften wie auch Vorgaben und Sicherheitsstandards aus dem Verbandsregelwerk zu beachten.

Auf den Triathlon bezogen ergibt sich daraus Folgendes:

AUS DER SICHT DER TEILNEHMER Der Veranstalter hat die Pflicht, für die Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen. Welcher Sicherheitsstandard anzuwenden ist, hängt von der im Rahmen der Veranstaltung ausgeübten Sportart ab. Generell gilt: Je größer die Gefährdung der Sportlerinnen und Sportler durch den Wettkampf, desto höher sind die Sorgfaltsanforderungen an den Veranstalter. Es gibt jedoch nachvollziehbare Grenzen. Sportler willigen in das mit der ausgeübten Sportart typischerweise verbundene Risiko ein. Für diese „normalen“ Gefahrenquellen trifft den Veranstalter keine Haftung. Sonstige Gefahrenquellen, mit denen Sportler in dieser Sportart nicht rechnen

Es kam in den letzten Jahren zu mehreren Unfällen auf der Straße, bei der die Beschaffenheit der Straße im Mittelpunkt der Diskussionen stand. Die zivilund strafrechtliche Aufarbeitung ist hier noch nicht abgeschlossen.

„ABSICHERUNGSMÖGLICHKEITEN“ FÜR DEN VERANSTALTER Es ist im Interesse des Veranstalters, sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausführlich über allfällige Gefahrenstellen eines Bewerbes zu informieren. Bereits in den Ausschreibungsunterlagen sind neuralgische Punkte anzusprechen und über mangelhafte Straßenverhältnisse aufzuklären. Die oftmals verwendeten Haftungsausschlusserklärungen sind weitgehend wirkungslos, da sie in der Regel zu allgemein gehalFinisher 19

foto: redbull content pool

Einem Veranstalter drohen bei Personenschäden – unabhängig von schadenersatzrechtlichen Überlegungen –zusätzlich auch strafrechtliche Konsequenzen.

Für einen Crosstriathlon gibt es z.B. im Hinblick auf die Beschaffenheit der Strecke einen anderen Sorgfaltsmaßstab als bei einem Triathlonrennen auf der Straße. Aufgrund der Natur eines Crossbewerbes haben Teilnehmer mit grobem Schotter, Wurzeln etc. zu rechnen, während sich auf der Straße bereits bei einem tiefen Schlagloch die Frage stellen kann, ob ein Teilnehmer sich auf dieses Risiko eingelassen hat oder nicht.

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Finisher Magazin #70  

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