Page 1

BERICHT ÜBER DIE AUSÜBUNG VON STIMMRECHTEN  JAHR 2010 Gemäß Artikel  314­101 der Allgemeinen Ordnung der Börsenaufsicht (Règlement Général   de l’Autorité des Marchés Financiers) teilt Ihnen Financière de l’Echiquier die Bedingungen  mit,   unter   denen   die   Stimmrechte   bei   Aktionärshauptversammlungen   der   Emittenten  ausgeübt wurden, deren Aktionäre die von ihr gemanagten OGAW sind. Der vorliegende Bericht betrifft das Geschäftsjahr 2010.

1­  PRINZIPIEN  DER STIMMRECHTSPOLITIK VON FINANCIERE  DE  L’ECHIQUIER  ●  Financière de l’Echiquier  ist eine Portfolio­Verwaltungsgesellschaft, deren Kerngeschäft  das   Stock   Picking   ist.  Dieses   Management   besteht   in   einer   rigorosen   Auswahl   von  Wertpapieren durch die Umsetzung eines Prozesses, zu dem auch die direkte Begegnung  mit den Unternehmen zählt, in die die Fonds investieren. Es folgt eine Fundamentalanalyse eines jeden Vorgangs, gestützt auf eine interne Benotung.  Die   betreffenden   Werte   sind   Gegendstand   der   Fixierung   von   Zielkauf­   und  Zielverkaufspreisen auf der Basis einer mittelfristigen Bewertung. Die   ausgewählten   Vorgänge   unterlagen   somit   einem   sehr   selektiven   und   qualitativen  Prozess.   Die   Methode,   die   die   Festlegung   eines   Kauf­   und   Verkaufspreises   vorsieht,  ermöglicht   eine   Positionierung   auf   Werten,   die   marktseitig   ein   starkes  Wertsteigerungspotenzial für die Zukunft aufweisen. ●  Wenn   die   OGAW­Manager   von   Financière   de   l’Echiquier   also   in   börsennotierte  Wertpapiere   investieren,   dann   aus   dem   Grunde,   weil   sie   vollstes   Vertrauen   in   die  Geschäftsführer haben und mit deren festgelegten Unternehmensstrategien übereinstimmen.  Die Verwaltungsgesellschaft investiert in Unternehmen, die für ihre Aktionäre Wert schaffen. Infolgedessen   gibt  es von  vornherein  keine  grundlegenden   Gründe,  dem  Management   in  Bezug auf die Beschlüsse zu widersprechen, die dieses bei Aktionärshauptversammlungen  zur Genehmigung vorlegt. Es handelt sich somit um Entscheidungen über eine Änderung der  Satzungen,   die   Genehmigung   der   Abschlüsse   und   die   Verteilung   der   Ergebnisse,   die  Nominierung   und   die   Abberufung   sozialer   Organe   oder   die   Benennung   von   gesetzlichen  Abschlussprüfern.


●  Financière   de  l’Échiquier   studiert   aufmerksam   jede  für  die   Interessen  der   Gesellschaft  oder   der   Minderheitenaktionäre   ungünstige   Entscheidung   und   zeigt   sich   besonders  wachsam in Bezug auf vier besondere Punkte: ­   die   Emission   von   Aktien   ohne   bevorzugtes   Zeichnungsrecht   für   Personen,   die   bereits  Aktionäre sind; ­  Kapitalerhöhungen im Falle einer feindlichen Übernahme und alle anderen Maßnahmen  gegen feindliche Übernahmen; ­ die Emission von Optionsscheinen (BSA) oder  irgendwelchen anderen Wertpapieren mit  Kapitalzugang   zum   alleinigen   Profit   einer   bestimmten   Kategorie   von   Aktionären   (zum  Beispiel   Mitarbeiter),   die   aus   diesem   Grund   zu   einer   Kapitalverwässerung   der   anderen  Aktionäre führt. ­   die   Genehmigung   reglementierter   Übereinkommen,   wenn   ihr   Inhalt   den   Regeln  verantwortungsvoller Unternehmensführung entgegensteht oder nicht leicht zugänglich ist.  In diesen präzisen Fällen zur Verteidigung der Minderheitenaktionäre, die indirekt die Träger  der Fondsanteile von Financière de l’Echiquier sind, behält sich die Verwaltungsgesellschaft  folglich   das   Recht   vor,   gegen   solche   Beschlüsse   zu   stimmen   oder   sich   der   Stimme   zu  enthalten.  ●  Die Ausübung der Stimmrechte erfolgt für französische Aktien und seit Anfang des Jahres  2008 für europäische Aktien. 

2 – PRAXIS DER AUSÜBUNG DER STIMMRECHTE IN 2010 ●  Teilnahme an Aktionärshauptversammlungen: Financière de l’Echiquier ist über die von ihr verwalteten OGAW in 378 französische und  europäische   Unternehmen   investiert,   für   die   im   Geschäftsjahr   2010   insgesamt  418 Hauptversammlungen stattfanden. Die   effektive   Teilnahme   von   Financière   de   l’Echiquier   betraf   165   Unternehmen,   d.h.  insgesamt 177 Hauptversammlungen. ●  Von der Stimmrechtspolitik definierter Umfang: Der Stimmumfang, den die Stimmrechtspolitik vorgibt, wird von der Schwelle von 2% des  Kapitals oder der Stimmrechte bestimmt.  Im Geschäftsjahr  2010 waren somit 71 Unternehmen betroffen (30% aller Unternehmen, in  denen die OGAW investiert sind), d.h. insgesamt 81 Hauptversammlungen. Die betroffenen Unternehmen sind überwiegend an der Pariser Börse notiert und zu 24% an  anderen Börsenplätzen in Europa (Frankfurt, Mailand, London etc.), aber auch weltweit (New  York, Shanghai). ●  Ausübung der Stimmrechte außerhalb des von der Stimmrechtspolitik definierten  Umfangs:


Gemäß dem in der Stimmrechtspolitik anerkannten Recht nahm Financière de l’Echiquier an  77 weiteren Hauptversammlungen von Unternehmen teil, von denen sie weniger als 2% des  Kapitals und der Stimmrechte hält. Financière   de  l’Echiquier   hat  effektiv  die   Stimmrechte  im  Auftrag  der  von  ihr   verwalteten  OGAW ausgeübt, mit Ausnahme von 6 Versammlungen.  ●  Gründe   für   die   Nicht­Ausführung   der   Stimmrechte   innerhalb   des   von   der  Stimmrechtspolitik definierten Umfangs: In 6 Fällen und nur für nicht­französische Unternehmen (5) hat die Verwaltungsgesellschaft  die Stimmrechte nicht ausgeübt, obwohl sie mehr als 2% des Kapitals oder der Stimmrechte  hielt. Die Gründe liegen in besonderen Situationen, u.a. der „Aktiensperre“ (Märkte Griechenland  und Schweiz), in einem anderen Fall gab es kein verbundenes Stimmrecht „preferred share“)  und   schließlich   hat   sich   FDE   in   einem   Fall   entschieden,   die   Power   of   Attorney   nicht  umzusetzen   (POA:   von   den   Subverwahrern   geforderte   Vollmacht   aufgrund   der  Landesvorschriften, die für eine Briefwahl erforderlich ist und bisweilen nur ein Jahr für jeden  abstimmenden Fonds gilt). ●  Abstimmungsanalyse: Im   Verlauf   der  165   Hauptversammlungen,   an   denen   sie   teilgenommen   hat,   hat   sich  Financière de l’Echiquier entweder enthalten oder eine negative Stimme für einen Beschluss  abgegeben,   zumindest   in   Anwendung   der   vier   Sonderpunkte,   bei   denen   sich   die  Verwaltungsgesellschaft besonders wachsam verhält (Aktienemissionen ohne bevorzugtes  Zeichnungsrecht   für   die   Personen,   die   bereits   Aktionäre   sind,   Kapitalerhöhungen   bei  feindlichen   Übernahmen   oder   anderen   Maßnahmen   gegen   feindliche   Übernahmen,  Emissionen   von   Optionsscheinen   (BSA)   oder   irgendwelcher   anderen   Wertpapiere   mit  Kapitalzugang   zum   alleinigen   Profit   einer   bestimmten   Kategorie   von   Aktionären,  Genehmigung   reglementierter   Übereinkommen,   wenn   ihr   Inhalt   den   Regeln  verantwortungsvoller Unternehmensführung entgegensteht oder nicht leicht zugänglich ist).  Von   diesen   Themen   waren  34   Hauptversammlungen   betroffen,   davon  27 Hauptversammlungen,  bei denen es  zu Enthaltungen kam und bisweilen  zu mehreren  Enthaltungen pro Hauptversammlung sowie 7 Stimmen „gegen“ diese Themenpunkte.  ● Management von Interessenskonflikten Financière   de   l’Echiquier   hat   keine   Interessenskonflikte   im   Rahmen   der   abgegebenen  Stimmen   festgestellt.   Financière   de   l’Echiquier   ist   in   der   Tat   eine   völlig   unabhängige  Verwaltungsgesellschaft, die von ihren Geschäftsführern und Mitarbeitern gehalten wird und  über ihre eigene Recherche verfügt sowie mit keinerlei Finanzinstitut in Verbindung steht,  das mit der Vermittlung oder einer anderen Finanztätigkeit beauftragt ist.

­­­­­­­­­­­­­­­­­


DE RAPPORT ANNEE 2010  

Die ausgewählten Vorgänge unterlagen somit einem sehr selektiven und qualitativen Prozess. Die Methode, die die Festlegung eines Kauf­ und V...

Advertisement
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you