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17. FIlMFESt St. AntOn James Pearson beim Klettern in der Ennedi-Wüste im Norden des Tschad. Foto: Jimmy Chin

23.-27. August 2011 www.filmfest-stanton.at B ERG E M E N SC H EN AB E NTEU E R

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AUF DEN HÖCHSTEN GIPFELN UND üBER DEN WOLKEN

IM ARLBERG-WELL.COM UND IM VALLUGASAAL

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FILMFEST EDITORIAL 2 3

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Stargäste das „Salz in der Suppe“ sind. Beim FILMFEST ST. ANTON erlebt man sie auf den TalkBühnen live – und in den Pausen und nach dem jeweiligen Filmabend hat man beste Gelegenheiten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das FILMFEST ST. ANTON freut sich, in diesem Jahr den legendären Himalaya-Bergsteiger Prof. Wolfgang Nairz begrüßen zu dürfen, den Kletter-Shooting-Star aus Innsbruck, David Lama, sowie den britischen Nervenkitzel-Kletterer James Pearson. Mit Spannung erwartet wird der Besuch von Robert Jasper, der als Mixed-Climber zur absoluten Weltelite zählt, und der Rieglerbrothers Martin und Florian, die seit einigen Jahren für Furore sorgen.

grandiose filme aus Österreich So international das FILMFEST ST. ANTON auch immer ist, zugleich wird doch größter Wer darauf gelegt, das Bergfilmschaffen in Österreich, in Tirol und Vorarlberg in den verdienten Blickpunkt zu rücken. Denn seit vielen Jahren ist das FILMFEST ST. ANTON auch ein Treffpunkt der besten österreichischen Berg- und Extremsportfilmemacher. Heuer zeigt der vielfach preisgekrönte Gerald Salmina seine neue Dokumentation „Erster am Everest“. Eduardo

Gellner bringt Filme über die Rieglerbrothers in den Dolomiten und eine Extremroute in der Eigerwand. Hannes Mair hat eine „Highline am Kapuzenturm“ im Gepäck, Stefan Tauber präsentiert „Hike 3“, Dietmar Löffler zeigt ein Wolfgang-Nairz-Porträt und ein Skitrekking in der Wüste Namib und, und, und. Österreich ist nicht nur das Land der Berge, es ist auch ein Bergfilmland ersten Ranges.

neu: clubKino im vallugasaal Neu ist heuer die zweite Spielstätte: Neben dem großen Programm im ARLBERG-well.com präsentiert das FILMFEST ST. ANTON an drei Abenden „Club-Kino“ im Vallugasaal – dort, wo 1995 das Filmfest seinen Anfang genommen hat. Großangelegte Dokumentation und abendfüllende Spielfilme werden hier gezeigt. Und ein Abend ist speziell für die englischsprachigen Besucher. Alle Infos zum neuen Club-Kino finden sich auf Seite 19. Nun wünschen wir anregende Lektüre mit dieser zeitschrift und schöne Tage und Kino-Abende in St. Anton am Arlberg! Das Team des FILMFESTS ST. ANTON

editorial Das 17. FILMFEST ST. ANTON heißt seine Gäste aus Nah und Fern in der zeit vom 23. bis 27. August 2011 wieder ganz herzlich in St. Anton am Arlberg willkommen. Fünf Abende lang werden im ARLBERG-well.com internationale Berg- und Abenteuerfilme gezeigt, Top-Stars der Bergsport-Szene berichten von ihren Unternehmungen. Und man darf davon ausgehen, dass in St. Anton am Arlberg auch heuer wieder diese ganz besondere Filmfest-Atmosphäre herrscht, die wesentlich dazu beiträgt, dass Filmemacher, Bergsportler und Bergfilmbegeisterte so gerne zu dieser Veranstaltung kommen.

staraufgebot und internationale filme Natürlich stehen beim Filmfest die Filme im Mittelpunkt, Filme aus Belgien, den USA, Polen, der Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich. Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Impressum: Filmfest St. Anton – Berge, Menschen, Abenteuer. Veranstalter: Tourismusverband St. Anton am Arlberg Gesamtleitung: Stefan König Moderation: Bernd zangerl, Kathrin König, Stefan König Programmkoordination: Christian Flatz Technische Leitung: Harald Krumböck Assistenz: Clemens Gogl Marketing: Manfred Pascher Öffentlichkeitsarbeit: Manfred Pascher und Harald Krumböck Team: Alex zangerl, Andreas Kaindl, Karin Kaindl, Janina Schicht, Philippe Steinmayr Videotechnik: Ton + Bild Medientechnik GmbH Programm-zeitschrift Redaktion: Stefan König Bildnachweis: J. Chin (Titel, 18), R. Eder (7o), E. Gellner (7u), F. Kretschmann (9/10), D. Löffler (8ur), Archiv Wolfgang Nairz (4, 5), Archiv Bernd zangerl (8 ul), Archiv Filmfest St. Anton (8o, 9ul), Museo della Montagna Torino (21), Paramount Pictures (9ur, 19), TVB St. Anton am Arlberg (3) Gestaltung + Layout: thöni visual-design, Telfs Druck: Intergraphik, Innsbruck Kontakt:TVB St. Anton am Arlberg,Dorfstraße 8, A-6580 St. Anton am Arlberg,Telefon 05446 – 22690, marketing@stantonamarlberg.com www.stantonamarlberg.com www.filmfest-stanton.at

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FILMFEST PORTRAIT 4 5

„IF MY MEMBERS ARE HAPPY, I AM HAPPY...“ Ein kleines Porträt des groSSen Expeditionsleiters, Bergsteigers und Ballonfahrers Wolfgang Nairz

W

enn am Eröffnungsabend, 23. August 2011, Wolfgang Nairz zu Gast ist, steht er als eine der herausragenden Persönlichkeiten des österreichischen Bergsteigens auf der Bühne. Er war auf dem Mount Everest, hat zahlreiche Himalaya-Expeditionen organisiert und geleitet, er ist, so pathetisch muss man es fast sagen, eine lebende Legende. Herzlich willkommen, Wolfgang Nairz, in St. Anton am Arlberg! Es ist gar nicht leicht, über jemanden ein Porträt zu schreiben, der ein so bewegtes Leben führt, dabei so Vieles erlebt hat. Soll man chronologisch vorgehen? Mit der Geburt beginnen, 1944 in Kitzbühel/ Tirol? Und sich dann über die Jahre und Jahrzehnte an den Abenteuern, den Gipfelbesteigungen, den großen Erfolgen und den tragischen Momenten entlang hangeln? Oder wäre es vielleicht eine gute Alternative, Nairz‘ Buch „Die wilden siebziger Jahre“ (Egoth Verlag, Wien 2008) einfach mal hier und mal

wird er Geschichte schreiben – und das in zweierlei Hinsicht. Zur Mannschaft gehören Hanns Schell, Robert Schauer, Helmut Hagner, Josl Knoll, Franz Oppurg, Filmemacher Horst Bergmann, die Expeditionsärzte Oswald „Bulle“ Oelz und Raimund Margreiter sowie die „Super-Seilschaft“ Peter Habeler und Reinhold Messner.

Österreicher auf dem Mount Everest dort aufzuschlagen und sich damit erste Einblicke zu verschaffen? So soll es sein… Nairz ist Expeditionsleiter, als Österreicher 1978 den Mount Everest anvisieren. Am Manaslu und am Makalu hat er hinreichend Erfahrungen in dieser schwierigen Aufgabe gesammelt. Am Everest nun

Am 3. Mai 1978 erreicht eine Vierergruppe, bestehend aus Schauer, Bergmann, dem Sherpa Ang Phu und Nairz den 8.848 Meter Hohen Gipfel des Everest. Schon da ein grandioser Erfolg für das Team und den Expeditionsleiter. Schauer, Bergmann und Nairz sind die ersten Österreicher auf dem höchsten Berg der Erde – und es kommt nicht oft vor, dass einem Ex-


peditionsleiter auch der Gang zum Gipfel vergönnt ist. Fünf Tage später geschieht etwas, das diesen Erfolg aber noch in den Schatten stellt (zumindest, was das Medieninteresse und die alpingeschichtliche Bedeutung betrifft): Gemeinsam mit Peter Habeler verwirklicht Messner seinen lang gehegten Traum, den Everest ohne Verwendung künstlichen Sauerstoffs zu besteigen. Viele haben ihn für verrückt erklärt. Doch die beiden Ausnahmebergsteiger beweisen der ganzen Welt, dass es möglich ist. Und dass es vielleicht schon in den zwanziger Jahren möglich gewesen ist – fast 30 Jahre vor der Besteigung des Everest durch Tensing und Hillary. Damals erreichten Mallory und Irvine nachweislich eine Höhe von 8.450 Metern. Dann verlor sich ihre Spur. Ob sie unterhalb des Gipfels verunglückt sind oder nach Erreichen des höchsten Punktes – dieser Frage widmet sich übrigens Gerald Salminas neuer Film „Erster am Everest“, der ebenfalls am Eröffnungsabend beim FILMFEST ST. ANTON zu sehen ist.

Der Organisator Nairz Wenn einer so viele Expeditionen geleitet hat, so oft erfolgreich war, immer wieder aber auch tragische Rückschläge hinnehmen musste wie Nairz, dann könnte man ein ganzes Buch nur darüber schreiben, wie er als Organisator, Teamchef, Verantwortungsträger einzuschätzen war. Es geht aber auch mit wenigen Sätzen. „Sein Führungsstil war so liberal und unauffällig, dass die Führung meist gar nicht empfunden wurde“, schreibt der legendäre Expeditionsarzt Oswald Oelz. „Persönliche Freiheitsausbrüche einzelner Teilnehmer kommentierte er mit ‚If my members are happy, I am happy‘…“ Das Liberale im Alpinismus war eine Nachwirkung der 68-er Bewegung, so wie das Bergsteigen zu dieser Zeit Hippie-Elemente gewann inkl. der Suche nach High-Erlebnissen mit der Droge des Kletterns. Messner sprach damals vom „Natural High“.

Über den Bergen ist die Freiheit grenzenlos

Seit 10 Jahren ist er zudem Obmann der Nepalhilfe Tirol, die zahlreiche Projekte im Himalayastaat unterstützt – u.a. das Nepal Eyecare Project und das Sherpaprojekt, bei dem jedes Jahr 30 Nepalesen zur Ausbildung für Hüttenbewirtschaftung auf Tiroler Berghütten kommen können. „Nepal hat mir in meinem Leben so viel gegeben, das ich irgendwie diesem Land und seinen wunderbaren Menschen zurückgeben möchte“, sagt Nairz. Damit nicht genug: Der frühere Extrembergsteiger bietet heute Ballonfahrten über den Alpen an. Denn das Ballonfahren ist seit 1989 seine zweite große, alpine Leidenschaft. Vielleicht ist es ja so, dass er dort oben, hoch über den Gipfeln in der Windstille der Ballonfahrt jene besondere Stille findet, die er wohl auch immer gesucht hat. Der Film „Gefangene der Luft“, der am Eröffnungsabend des 17. FILMFESTS ST. ANTON zu sehen ist, vermittelt viel von der besonderen Faszination des Ballonfahrens über den Bergen. Und er zeigt zudem wertvolle historische Aufnahmen von der Landung des Schweizer Physikers Auguste Piccard am 27. Mai 1931 auf dem Gurgler Ferner in den Ötztaler Alpen. Er war zuvor als erster Mensch in die Stratosphäre vorgestoßen, hatte eine Höhe von fast 16.000 Metern erreicht und schrieb nach der Landung in sein Bordbuch ganz lapidar: „Schönes, unbekanntes Hochgebirge, Gondel und Ballon liegen auf einem Gletscher«. Der Abend mit Wolfgang Nairz wird auch deshalb mit Spannung erwartet, weil er die Berge gleich aus verschiedenen Perspektiven zeigt. Aus der Sicht der Bergsteiger und aus der Sicht der Ballonfahrer. Von ganz nah dran und von ganz hoch über allem. Ein besonderer Auftakt des diesjährigen FILMFESTS ST. ANTON.

Wolfgang Nairz war Leiter der Hochgebirgsschule Tyrol, Leiter der PR-Abteilungen von Tirol Werbung und Österreich Werbung, er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und ist heute als selbständiger PR-Berater tätig (www.nairz.at).

Wolfgang Nairz ist am Dienstag, 23. August 2011, Live-Gast beim FILMFEST ST. ANTON. Gezeigt werden das Porträt „Wolfgang Nairz – Wilder Hund mit großem Herz” und „Gefangene der Luft“

Und er lobte Nairz: „Wolfi hat nicht nur die Österreicher auf das Dach der Erde geführt...Sein Weg – unser Weg – hatte eine humane Dimension, denn er hat zu den Menschen im Himalaya geführt und weg vom Gipfelsieg.“ Nairz war einer von denen, die der Ära der militärisch geführten Expeditionen das überfällige Ende bereitet haben.

Die Tragödie am Cho Oyu Reinhard Karl war zu Beginn der achtziger Jahre der bedeutendste deutsche Allroundbergsteiger. Als starkem Freikletterer war ihm die Erstbegehung der „Pumprisse“ gelungen – die erste offizielle Alpentour im 7. Grad. Er war als erster Deutscher auf dem Everest gestanden und hatte mehrfach die Bigwalls am El Capitan durchstiegen. Am 19. Mai 1982 erwachten Karl und Nairz im Hochlager am Cho Oyu. Ein herrlicher Morgen. Sie schöpften Schnee in den Topf, warteten auf heißes Wasser für den Tee. Da ging eine Eislawine über dem Camp nieder. Reinhard Karl war sofort tot, Nairz überlebte, doch es grenzte an ein Wunder, dass es den Sherpas gelang, ihn lebend zurück ins Basislager zu bringen. „Triumph und Tragödie“, hat eine andere österreichische Himalaya-Legende, Kurt Diemberger, einmal gesagt, dabei das eigene Bergsteigerleben reflektierend, „liegen oft nur einen winzigen Schritt auseinander…“


www.filmfest-stanton.at

Die Website des FILMFESTS ST. ANTON ist längst ein beliebter Treffpunkt für Bergsportler und Filmemacher. Hier findet sich nämlich nicht nur das Programm samt allen aktuellen Infos zum jeweiligen Veranstaltungsjahr – im Blog bekommt man zudem regelmäßig interessante News aus der Film- und Bergszene. Im Blog und in der Rubrik +video+ hat man zudem die Möglichkeit, sich spektakuläre Trailer zu Filmen des FILMFESTS ST. ANTON anzusehen oder auch vor Ort gedrehte Interviews mit den Stargästen. Dean Potter, Beat Kammerlander oder die Rieglerbrothers, alle haben sie hierfür schon Rede und Antwort gestanden… es lohnt sich, reinzuschauen!

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FILMFEST PORTRAIT 6 7 lichen Bergsportlers David Lama, den das FILMFEST ST. ANTON ganz herzlich willkommen heißt!

JUngE WIlDE FILME üBER DAVID LAMA UND DIE RIEGLERBROTHERS BIETEN ExTREMSPORT, BEI DEM MAN SICH UNWILLKüRLICH AM KINOSITz FESTHäLT…

david lama, 1990 in Innsbruck geboren, klettert seit seinem sechsten Lebensjahr. Ganz schnell zeigte es sich, dass dieser Junge, dessen Vater aus Nepal stammt, ein Ausnahmetalent in Sachen Klettern ist. Innerhalb kürzester zeit avancierte er zu einem der „Gesichter“ des Boulderns und des Sportkletterns – und er versetzte die Fachwelt Monat für Monat aufs Neue in Erstaunen. Lama wurde Welt- und Europameister, Weltcupsieger im Vorstieg wie im Bouldern. Aber der Wettkampf war nie seine einzige Motivation. Schon im Teenager-Alter war im klar, dass er als Profi vom Klettern würde leben wollen – ein Wunsch, der in Erfüllung gegangen ist: Für David Lama scheinen alle Grenzen aufgehoben zu sein, die geografischen sowieso, aber auch die des Menschenmachbaren. Er rotpunktet alpine Klassiker, ist

lesetiPP Normalerweise würde man sagen, der Junge sei noch zu jung, um jetzt schon seine Biographie zu schreiben. Wenn einer freilich so viel erlebt hat wie David Lama, dann hat das nicht nur seine Berechtigung, sondern stößt auch auf großes Publikumsinteresse. „High. Genial unterwegs an Berg und Fels“ ist im Münchner Knaus Verlag erschienen und erhältlich am Bücherstand der Buchhandlung Anton Eiter beim FILMFEST ST. ANTON.

zwei Wochen später am Cerro Torre unterwegs, um dann, kaum zurück, mit spektakulären Skibefahrungen Aufsehen zu erregen. Biancograt mit Ski…wer hätte sich das bislang vorstellen können. Der Film „Momentum“, zu sehen am mittwoch, 24. august, ist ein spannendes Porträt des außergewöhn-

Florian und Martin Riegler

Für viel Furore haben auch die rieglerbrothers Martin und Florian in den letzten Jahren gesorgt. Beim 16. FILMFEST ST. ANTON 2010 war ihre sensationelle Wintererstbegehung „Schachmatt“ in der Nordwand der Königsspitze zu sehen – kongenial gefilmt von Eduardo Gellner. Die Rieglerbrothers, die als Live-Gäste auf der Bühne standen, eroberten mit ihrem Humor und ihrer Bescheidenheit die Sympathien der vielen Besucher im Sturm. Dabei ist das, was sie in alpinen Wänden treiben, gar nicht witzig. Und sie könnten es, wären sie unbescheiden, ohne übertreibung als Unternehmungen bezeichnen, die zum Kühnsten gehören, was derzeit geboten wird. Heuer ist es wieder Eduardo Gellner, der mit den beiden Südtirolern einen bemerkenswerten Film gemacht hat: „zwei Brüder, zwölf Seillängen“ zeigt die Rieglerbrothers bei der Rotpunkt-Begehung eines Techno-Klassikers in der Geislergruppe (Dolomiten). Das Ganze mit der Grundabsicherung von anno dazumal – Normalhaken und was von den alten Holzkeilen noch übrig war. 10. Schwierigkeitsgrad in einem Gelände, wo es nicht nur Hände wie zangen braucht, sondern auch Nerven wie Stahlseile. „Das haben wir uns halt in den Kopf gesetzt“, erzählt Martin. „So ganz ohne Variante und ohne da jetzt Standplätze zu bohren und irgendwelche Sachen auszutauschen. Einfach die Tour klettern, wie sie 1985 technisch begangen wurde…“ Florian: „Ja, als ich 3 Jahre alt war.“ Martin: „Und ich fünf.“ Standing Ovations für die Rieglerbrothers, für diese bergsportliche Leistung – aber auch für Gellner und sein Team, denen es gelungen ist, derart faszinierende Aufnahmen und damit diesen fesselnden Film zu machen! zu sehen am raiffeisen-abend, donnerstag, 25. august. Und, best of all, Florian und Martin Riegler werden wieder live dabei sein und von dieser Tour und auch von neuen Plänen berichten.


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FilmFest Schnipsel ERINNERUNG AN KURT ALBERT Er war der Begründer des Rotpunktkletterns, war einer der international herausragenden Kletterer und zudem ein in seiner Bescheidenheit sehr sympathischer Mensch: Kurt Albert. 2010 kam er bei einem Klettersteigunfall ums Leben. Das FILMFEST ST. ANTON erinnert mit der Wiederholung des Films „Kurtl goes West“ (Dienstag, 23. August) an ihn. „Auch wenn wir den Film in den vergangenen 16 Jahren schon zweimal im Programm hatten“, so der Programm-Koordinator Christian Flatz, „möchten wir ihn noch einmal zeigen. Als Kurt 2008 beim Filmfest in St. Anton war, hat er betont, dass ihm dies der liebste Film sei, der über ihn gemacht worden ist.“

WÜSTENDURCHQUERUNG AUF SKI BERND ZANGERL HOCH IM NORDEN Er ist einer der besten Boulderer weltweit, ein absoluter Star der Szene – und er ist einer der Organisatoren und Moderatoren des FILMFESTS ST. ANTON: Bernd Zangerl. Heuer hat das Publikum wieder einmal Gelegenheit, Zangerl nicht nur live auf der Bühne zu erleben, sondern auch in Aktion: Es ist ein Schau-Erlebnis, ihn beim Bouldern beobachten zu können und zu sehen, wie er unmöglich Erscheinendes in vollendeter Klettereleganz meistert. „Arctic Ambitions“ – am Raiffeisen-Abend, Donnerstag, 25. August.

Wenn ein weltberühmter Wintersportort wie St. Anton am Arlberg ein Filmfest ausrichtet, dann ist dabei immer darauf zu achten, dass auch die Themen Ski und Snowboard nicht zu kurz kommen. Ehrensache! In diesem Jahr steht ein ganz außergewöhnlicher Skifilm auf dem Programm – einer, der ganz ohne Schnee auskommt… Dietmar Löfflers Film „Begegnung mit der Stille – Auf Skiern durch die Namib“, zu sehen am RaiffeisenAbend, Donnerstag, 25. August, entführt in eine Welt aus feinstem Sand, gelb, rot, ockerfarben. Es ist schon ein besonderes Abenteuer, skurril und faszinierend zugleich, an riesigen Dünen ins Tal zu carven…


AUSSTELLUNG: SEHNSUCHT WINTER! Zum FILMFEST ST. ANTON gehört jedes Jahr auch eine besondere Ausstellung – namhafte Fotografen (Uli Wiesmeier, Sepp Mallaun, Günther Thöni) und Maler (Kokugyo Kuwahara, Sepp Eichinger) haben hier ihre großartigen Arbeiten gezeigt. 2011 heißt die Ausstellung „Sehnsucht Winter!“, und es handelt sich um keine Einzelausstellung, sondern um eine große Rauminstallation, die vom Team des Filmfests gemeinsam mit den Arlberger Bergbahnen eingerichtet und inszeniert wird. Auch im August passt „Sehnsucht Winter!“ schon bestens an den Arlberg – die Besucher dürfen sich kalt überraschen lassen…

ST. ANTONER KINO-KOMÖDIE

FAMILIENKINO: FREE WILLY Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Orca-Wal Willy und dem Jungen Jesse? Von ihrer Freundschaft und von der Befreiung des Wals? 1993 gedreht, wurde der Film zu einem Blockbuster im Genre Familienfilm. Der Kinderkino-Nachmittag beim 17. FILMFEST ST. ANTON beschert nun ein Wiedersehen mit Willy und Jesse. Großes Kino für die ganze Familie (empfohlen ab 6 Jahren!). Freier Eintritt für alle. Nicht verpassen: „Free Willy“ am Donnerstag, 25. August, um 15.30 Uhr im Vallugasaal

„Hinreißend, sexy, kess“, das sind die meistgebrauchten Attribute, wenn von der Kino-Komödie „Powder-Girl“ die Rede ist. Phil Traill hat den schmissigen Kinofilm, der reich ist an Situations-Comedy und Snowboard-Action, 2010 in St. Anton am Arlberg gedreht – mit großen Stars wie Brooke Shields, Ed Westwick, Bill Nighy, Ken Duken und mit ­zahlreichen St. Antonern. Herzenbrechend: der britische Jungstar Felicity Jones als „Powder-Girl“ Kim. Am Mittwoch, 24. August, um 20.30 Uhr im Vallugasaal.


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DER ALLROUNDER

Robert Jasper f端hlt sich im Basler Jura genauso wohl wie in einer Mixed-Route, in der Eiger-Nordwand oder auf groSSer Expedition


E

r kennt die Berge der Welt ebenso wie die schwierigsten Routen in den Mittelgebirgen. Er hat ein Faible für das Mixed-Klettern und eine besondere Beziehung zur Eiger-Nordwand. Der Deutsche Robert Jasper ist ein Allrounder unter den Bergsteigern, wie es so vielseitig nur wenige gibt. Mit ihm als Stargast ist ein überaus spannender Abschlussabend beim FILMFEST ST. ANTON garantiert – das verrät allein schon ein Blick in Jaspers „Erfolgsliste“ der letzten 20 Jahre…

2011: Erstbegehung „TNT“, im Basler Jura „Nachdem ich Ende März die Route ‚Symphonie C4‘, 8b+/c, rotpunkt wiederholen konnte, arbeitete ich weitere 15 Tage an der neuen Kombination bestehend aus ‚Mr. Nobody‘, 8a, und dem Crux-Teil von ‚Symphonie C4‘,8b+/c. Wie der Name schon sagt, erfordert ‚C4‘ sehr explosive Kletterei an winzigen abschüssigen Leisten. Das ist die Art von Kletterei, die ich liebe, trotzdem verlangte diese Route alles von mir ab. Neben viel Kraftausdauer ist aber auch gerade mentale Stärke gefragt, da die Schlüsselstelle der letzte Dynamo ist. Etliche Male verfehlte ich mit zum Explodieren dicken Unterarmen den Ausstiegshenkel… Meiner Einschätzung nach ist ‚TNT‘ um etliches schwieriger als ‚C4‘ und dürfte sicher mindestens in den Bereich 8c einzuordnen sein.“

1994: Rekordbegehung am Cerro Torre „In Patagonien, im sturmumtosten Traumland für Abenteurer und Bergsteiger am Südzipfel Südamerikas, steht diese bizarre Granitnadel. Der Cerro Torre zählt zu den schwierigsten Kletterbergen der Welt. Innerhalb von 16 Stunden gelang uns die weltweit schnellste Besteigung vom Basislager auf den Gipfel. Es war ein Wettlauf gegen den Sturm, der vom Inlandeis heraufzog. Wir hatten nur noch diese letzte Chance, den Gipfel zu erreichen. Wir standen oben und mussten sofort abseilen, da der Sturm ein­setzte. Nur mit allergrößter Mühe erreichten wir wieder den flachen Gletscher und das Basislager. Es war eine höllische Qual, 32 Stunden nonstop zu klettern. Erst ein paar Tage später konnten wir uns über den Erfolg freuen.«

Immer wieder: Klassiker und NeutoUren in der Eiger-Nordwand Auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen überträgt Robert Jasper, oft zusammen mit seiner Frau Daniela, das heutige Sportkletterniveau ins alpine Gelände. In der Eiger-Nordwand gelang ihnen mit der Erstbegehung von „Symphonie de liberté“ (8a, 10- UIAA) die erste Route im zehnten Grad in einer der größten Nordwände. Erst nach mehreren Tagen in der Wand, Biwak im Hängezelt und mehreren, bis zu fünfzehn Meter weiten Stürzen gelang es ihnen, alle Seillängen frei (rotpunkt) zu klettern. Insgesamt durchstieg Robert Jasper die Eiger-Nord-

wand bereits sechzehn Mal auf verschiedensten Routen. Ein besonderes Highlight war auch die erste Solobegehung von „Spit verdonesque edente“ (VIII/ A1) in nur vier Stunden.

1995: Nuptse East 1, 7.804 m Die Wände der Lotse-Nuptse-Mauer im Mount-Everest-Gebiet zählen zu den höchsten und schwierigsten der Welt. Nach über vier Wochen harter Kletterei mit an die 2.000 Klettermetern im Eis bis 90° und im Fels VII A3, erreichten Robert Jasper und das Team der DAV-Leistungsexpedition den Diamond Tower, den Pfeilergipfel. Das eigentliche Ziel lag greifbar vor Augen. Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h vereitelte dann aber den Versuch, als Erste den Gipfel des Nuptse East 1, des damals zweihöchsten unbestiegenen Berges der Erde, zu erreichen.

1991: allein durch die „drei groSSen Wände“ 1991 gelingt Robert Jasper die spektakuläre Solobegehung der drei großen Nordwände der Alpen: Eiger, Matterhorn und Grandes Jorasses. Dem Solo-Bergsteigen schenkt er überhaupt große Aufmerksamkeit: In der Eiger-Nordwand gelang ihm die erste Solobegehung von „Spit verdonesque edente“, die Felskletterei im achten Grad und einige Technopassagen bis A1 bietet, in sensationellen vier Stunden. Das „Leichentuch“, V, 80°, an der Grandes-Jorasses- Nordwand „durchrannte“ Jasper in etwas mehr als zwei Stunden bis hinauf zum Gipfel. Seine Solobegehung der Pillier d`Angle Nordwand, bis 85°, auf einer neuen Route mit Abstieg durch die Südwand und die erste Solobegehung der Freney-Route „Abonimette“ , VI, 85°, auf den Montblanc an einem Tag (13 Stunden), wurden in Frankreich zu einer der besten alpinistischen Leistungen gekürt.

2005: Mixed mit Glowacz Robert Jaspers Eis- und Mixed-Klettereien setzten weltweit neue Standards - durch Wiederholungen der schwersten Eis- und Mixed-Routen wie auch durch seine Erstbegehungen. 2003 wurde er deshalb von den Lesern des deutschen Magazins „Klettern“ zum besten Mixed-Kletterer der Welt gewählt. Im Oktober 2005 gelang Robert Jasper zusammen mit Stefan Glowacz die Erstbegehung der Nordwand des Cero Murallón über die Route „Vom Winde verweht“ mit Schwierigkeiten bis 7c+, M5 und A2; eine Erstbegehung, die für den Piolet d’or , den „Oscar des Bergsteigens“, nominiert wurde.

2011: Live beim FILMFEST ST. ANTON Am Samstagabend, 26. August 2011, ist Robert Jasper (voraussichtlich mit seiner Frau Daniela) beim FILMFEST ST. ANTON zu Gast. Man darf gespannt sein auf die Gespräche über seine großen Abenteuer, seine weiteren Ziele, das Faszinosum des Alleingangs in schwierigen Routen und die Vereinbarkeit von Familie und Extremsport. Mit genauso großer Spannung darf man die Filme erwarten, die Jasper gleichsam im Gepäck hat. Zum einen „Freya – Flitterwochen in der Vertikalen“: Nachdem sich Daniela und Robert 1998 in Basel das Ja-Wort gegeben hatten, brachen sie zu ganz besonderen Flitterwochen nach Norwegen auf. Ihr Ziel: Die Erstbegehung einer 1000-Meter-Bigwall am Vagakallen auf den Lofoten. Zum anderen der Expeditionsfilm „Facing Obsession“ von Jochen Schmoll. Die „Vergessene Wand“ am fast 1000 Meter hohen Nordpfeiler des Cero Murallón (Patagonien) ist für Robert Jasper und Stefan Glowacz zur Obsession geworden. 2003 wurden sie von fürchterlichen Stürmen vom Berg vertrieben. 2005 kamen sie wieder. Doch lange schien die Wand auch diesmal unbezwingbar. Jasper und Glowacz mussten an ihre Grenzen gehen – und vielleicht sogar einen Schritt darüber hinaus…


FILMFEST PROGRAMM 12 13

Das Programm DIENSTAG, 23.08.

Mittwoch, 24. 08.

Donnerstag, 25. 08.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Eröffnungsabends steht ein anderer Blickwinkel: Die Berge aus der Vogelperspektive, spektakulär gefilmt aus dem Korb eines Ballons und persönlich präsentiert von Wolfgang Nairz.

Ein Abend, der in seiner Vielseitigkeit typisch ist für das FILMFEST ST. ANTON: Expedition, Kayak, Slacklinen, Freeriding, Klettern und Alpentrekking. Und dazu viel Tiroler Lokalkolorit. Anregende Unterhaltung!

Der Raiffeisenabend erwartet die Besucher mit einem ständigen Wechsel von Action und Stille: Furioses Extremklettern gefolgt von Wüsten­ stimmungen. Akrobatisches Bouldern gefolgt von einem Trekking nach Nepal.

20.00 h Eröffnung Tourismusdirektor Martin Ebster A Slackline Dream Kunstvoller Kurzfilm über die Faszination des Slacklinens. Deutsch / 5‘

20.00 h What happened on Pam Island Das polnische Paar Eliza Kubarska und David Kaszlikowski bei seinem Versuch einer Neutour am 1.600-Meter Bigwall in Grönland. Untertitel: „Love and Passion high on the tallest Cliff on the Planet“. Polnisch mit engl. Untertiteln / 32‘

Erster auf dem Everest Eine dramatisch verlaufende Expedition auf den Spuren der britischen Bergsteiger Mallory und Irvine, die u.U. bereits 1928 den Everest-Gipfel erreicht haben könnten. Deutsch / 48‘

Highline am Kapuzenturm Der Kurzfilm über ein atemberaubendes HighlineAbenteuer im Wilden Kaiser zeigt zugleich dieses wild zerklüftete Felsgebirge aus neuer und ganz ungewöhnlicher Perspektive. Deutsch / 10‘

Wolfgang Nairz live: Wilder Hund mit großem Herz Bergsteiger, Expeditionsleiter, Ballonfahrer. Dazu Buchautor, erfolgreicher Geschäftsmann und unermüdlich in Sachen Nepalhilfe. Dietmar Löfflers soeben fertiggestelltes Porträt des Wolfgang Nairz. Deutsch / 25‘ PA U S E Wolfgang Nairz live: Gefangene der Luft Eine Ballonreise über der Bergwelt Tirols und zugleich auf den Spuren Auguste Piccards, der 1931 nach dem Erreichen der Rekordhöhe von 15.781 Metern auf dem Großen Gurglerferner (Ötztal) gelandet ist. Deutsch / 25‘ Kurtl goes West In Erinnerung an den 2010 tödlich verunglückten Kurt Albert zeigt das FILMFEST ST. ANTON den Film über seinen Klettertrip durch den Westen der USA. Deutsch / 30‘

Hike 3 - Norwegen Mitreißender Film über das Freeriden in der ein­ samen Berg­welt Norwegens. Filmemacher Stefan Tauber und Kameramann Harry Putz („Blind Bend“, „Hike2ride“ u.a.) sind absolute Experten für extreme Drehs im winterlichen Hoch­gebirge und für starke Freeride-Action. David Lama live Gespräch + Film Momentum Porträt des 21-jährigen Tiroler Allrounders David Lama: Klettern, Expedition, Eisklettern. Der Film zeigt die besondere Klasse des jungen Bergprofis. Deutsch / 25‘

PA U S E ÜBER DEN BERG Drogen- und alkoholkranke Menschen auf einer Tour von Oberstdorf nach Meran durch die Tiroler Berge: Eine eindringliche Dokumentation von Jan Kerkhoff. Deutsch / 90‘

15.30 h – Vallugasaal Kinderkino: Free Willy – Ruf der Freiheit Berühmter Familienfilm-Klassiker um die Freund­ schaft des Jungen Jesse mit dem Orcawal Willy. Die Befreiung Willys wird zum spannenden Abenteuer für Kinder ab 6 Jahren. Der Eintritt ist frei. Deutsch / 107‘ 15.30 h – ARLBERG-well.com Arlberg – das verborgene Paradies Aufwändige und bildgewaltige Dokumentation über das Naturparadies Arlberg. Deutsch / 50‘

20.00 h Rieglerbrothers live: Gespräch + Film Zwei Brüder – zwölf Seillängen. Die Villnösser Rotwand Ein alter Techno-Klassiker, spärliche Absiche­rung mit Normalhaken und Holzkeilen. Die Riegler­ brothers klettern die Route rotpunkt. Schwierig­ keiten im 10. Grad… Deutsch / 45‘ Begegnung mit der Stille - Auf Skiern durch die Namib Dokumentation über ein Wüstentrekking mit Ski. Die Hitze, die Kargheit der Landschaften und die Mühen der Aufstiege auf die Dünen sind ganz besondere Herausforderungen für die Teilnehmer. Und auch die Abfahrten im Sand sind nichts für Anfänger… Deutsch / 44‘ PAUSE Arctic Ambitions Bernd Zangerl, Weltklasse-Boulderer und Mode­ ra­tor beim FILMFST ST. ANTON, bereiste Nor­ wegen auf der Suche nach immer neuen BoulderProjekten. Ein Film über großartigen Sport und über das intensive Erleben ursprünglicher Natur. Englisch / 41‘ Nepal Namasté – Musiktrekking zum Dach der Welt Charly Wehrle, der frühere Hüttenwirt der Reintalangerhütte (Wetterstein) reist mit seiner Crew und vielen Instrumenten nach Nepal, um dort seinen früheren Mitarbeiter Sherpa Gyalzen am Geburtstag zu überraschen. Deutsch / 45‘

D e r T i pp

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Passend zu diesem Abend: Das Buch „Die wilden siebziger Jahre im Himalaya“ von Wolfgang Nairz, der 1978 einer der ersten Österreicher auf dem Mount Everest war. Erschienen 2008 im Egoth Verlag, Wien.

Die Dokumentation „Über den Berg“, die nach der Pause gezeigt wird, sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie ist ein eindringliches Plädoyer für eine andere Wahrnehmung von Menschen, die oft am „Rande“ stehen.

Das ist die bevorzugte Anwendung des Logos. Am Donnerstagabend wird im Vallugasaal paral­ lel zum RAIFFEISEN-Abend ein „Englisches Pro­ gramm“ geboten. Filme in Originalfassungen bzw. mit englischen Untertiteln. Alle Programm­infos hierzu lesen Sie auf Seite 19.


Ausführliche Filmbeschreibungen unter „Die Filme von A-Z“ auf den Seiten 14-15

Freitag, 26. 08.

Samstag, 27. 08.

Alle Infos

Ein junges Programm – aber nicht nur für die jungen Leute. Street Climbing, Freeriden, Klettern und Mountainbiken, die Vielfalt der Sportarten führt an diesem Abend von Tirol um die halbe Welt…

Am Abschlussabend wird der „St.Anton-Spezialpreis“ verliehen und es wird auch, ganz zum Schluss, der Publikumspreis ermittelt. Die Bekanntgabe erfolgt dann nächstentags auf www.filmfest-stanton.at

Die Veranstaltungen des FILMFESTS ­­­­ST. ANTON finden statt im ARLBERG-well.com und im Vallugasaal.

20.00 h Nouvelle Vague Eine Hommage an die Kunst des Kletterns und Boulderns – einmal ganz anders in Szene gesetzt. Denn hier geht’s um „Street Climbing“ oder „Buildering“, um das Klettern an Gebäuden im urbanen Raum. Französisch mit englischen Untertiteln / 41‘

11.00 h Erbswurstsuppen-Matinee: Großglockner – Die Pallavicinirinne Eine Skibefahrung der „Magic Line“ an Österreichs höchstem Berg Deutsch / 27‘ Hindukusch Ski-Expedition 1970 Karl Gabls historischer Expeditionsfilm, Höhen­ welt­rekord mit Ski inkl. Deutsch / 50‘ Im Anschluss an die Filmvorführungen sind die Be­ su­cher nach guter FILMFEST-Tradition zur Erbs­ wurstsuppe eingeladen.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich im Informa­ tionsbüro des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg sowie in allen Raiffeisenbanken Österreichs. Die Tageskasse ist jeweils 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet.

Kashmiri Powder Laut den Protagonistinnen Katharina Schuler aus St. Anton und Eva Walkner aus Kuchl führt dieser Film in eines der schönsten Freeridegebiete der Welt, in den vorderen Himalaya. Bewaffnete Soldaten, frei laufende Affen und meterhoher Powder… Deutsch / 25‘ Eiger-Nordwand – Die unmögliche Route Der Schweizer Extrem-Alpinist Roger Schäli beim Erstbegehungsversuch seiner Route „Emergency Exit“ (10. Schwierigkeitsgrad) in der Eiger-Nord­ wand. Deutsch / 25‘ James Pearson live: Gespräch + Film Die Türme von Ennedi Eine Kletterreise nach Zentralafrika, in den Tschad. James Pearson an bizarren Sandsteintürmen inmit­ ten berauschend schöner Landschaften. Deutsch / 15‘ PA U S E Heimvorteil – Freeriden in Tirol Daniel Regensburgers Film vermittelt mit einem Skifahrer, einem Snowboarder und einem Telemarker die große Faszination der winterlichen Bergwelt Tirols. „Man braucht nicht in die Rockies zu fahren oder nach Chamonix, hier bei uns gibt’s Pulverschnee en masse…“ Deutsch / 18’ Climbing Elements Ein großangelegtes Porträt des Boulderers und Wettkampfsportlers Kilian Fischhuber. Sensa­ tio­nell die Aufnahmen von seiner Begehung der Route „Des Kaisers neue Kleider“. Deutsch / 52’ The B-Team - Die Rückkehr der Nachahmer (Auszüge) Die Bike-Hiker um Chris Dworschak verstehen sich als Bike-Bergsteiger. In Wahrheit sind sie Artisten auf den Mountainbikes – wie in dieser Compilation unschwer festzustellen ist. Ein Mountainbikefilm von besonderer Rasanz! Deutsch / 30’

20.00 h Patagonia Promise Nach dem Unfalltod seiner Partnerin löst ein amerikanischer Kletterer in Patagonien ihr Vermächtnis ein. Sehr bewegender Film. Englische Originalfassung / 24’ Robert Jasper live: Gespräch + Film Freya Flitterwochen in Norwegen – Daniela und Robert Jasper verbrachten sie in einer 1000-Meter-Bigwall…

Deutsch / 27‘ Preisverleihung Verleihung des „St.Anton-Spezialpreises“, dotiert mit 2.600 €, gestiftet von der Arlberger Bergbahnen AG. PA U S E Robert Jasper live Facing Obsession Die Erstbegehung der Route „Vom Winde verweht“ in der Nordwand des Cero Murallón (Patagonien). Robert Jasper und Stefan Glowacz gingen bis an ihre Grenzen… Deutsch / 26‘ Better than Chocolate Bouldern boomt. Das zeigt dieser grandiose Film über Schweizer Bouldergebiete und große Stars der Szene - Michele Caminati, Paul Robinson, Robert Leistner, Julia Winter, Chris Webb Parsons, Jule Wurm, Fred Nicole… Englische Originalfassung / 45‘ Heimatland Großartiger Animationsfilm um Heimat und Fremde, um Heimattümelei vs. Integration. ohne Worte / 7‘

D e r T i pp

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Wer an diesem Freitag zum Filmfest kommt, um hier das Wochenende zu verbringen, sollte gleich für die nächsten Tage planen: Wandern oder Mountainbiken zu den schönen Hütten und Almen in der Umgebung!

Die Samstagsmatinee inkl. Erbswurstsuppen-Essen genießt beinahe schon Kultcharakter. Erst sehenswerte Film-Raritäten bestaunen und sich dann die Bergsteigersuppe im Mooserwirt-Foyer herzhaft schmecken lassen.

Die Preise Abend Wochenkarte Samstagsmatinee Kindernachmittag Vallugasaal

11,50 € 30,– € 5,– € frei 8,– €

Mitglieder des ÖAV und des Raiffeisen-Club erhalten Karten für Abendveranstaltungen um 8,50 Euro. Kinder bis 12 Jahre erhalten freien Eintritt.

Reservierungen Tourismusverband St. Anton am Arlberg Tel: +43-(0)5446-22690, Fax +43-(0)5446-2532 info@stantonamarlberg.com www.stantonamarlberg.com Öffnungszeiten der Ausstellung »Sehnsucht Winter!« Zu sehen im ARLBERG-well.com vor und nach den Filmvorführungen sowie in den Pausen. Programmänderungen vorbehalten.

nn Starkino: Filme und Livegespräche nn Programm während des Tages nn Preisverleihung


FILMFEST ST. ANTON 14 15

Die Filme von A bis Z ARCTIC AMBITIONS

2010 war Bernd Zangerl mit Freunden in Norwegen unterwegs. Entlang der Küste, über tausende Kilometer hin, suchten sie nach neuen, noch nicht bekannten Bouldermöglichkeiten. Atemberaubende Landschaften und die Suche nach den besten Boulderlinien. Josh Knox / 41‘ / englisch / 2011 Donnerstag, 25.08.

ARLBERG – DAS VERBORGENE PARADIES

Seit 100 Jahren wird der Arlberg touristisch genutzt. Und doch gibt es hier eine wundervolle Orchideenflora, große Gruppen von Stein- und Rotwild und eine nahezu unübersehbare Anzahl von Murmeltieren. Großartige Naturdokumentation. Paul D. Stewart, Heinz Leger / 50‘ / deutsch / 2010 Donnerstag, 25.08., Nachmittagsprogramm um 15.30 h

A SLACKLINE DREAM

Kurzfilm über die Kunst, einen Abgrund mit Hilfe eines 2,5 cm breiten Bandes zu überqueren – Reini Kleindl in zwei Highline-Projekten von ca. 60 Metern Distanz. Matthias Aberer, Reinhard Kleindl / 5‘ / deutsch / 2011 Dienstag, 23.08.

BEGEGNUNG MIT DER STILLE

Eine Skidurchquerung der Wüste Namib: Berge von Sand, die als „Skitour“ zu besteigen sind – und Abfahrten in Sandflanken unter der sengenden Sonne Afrikas. Ein großes Trekking-Abenteuer! Dietmar Löffler / 44‘ / deutsch / 2010 Donnerstag, 25.08.

BETTER THAN CHOCOLATE

In großartigen Bildern vermittelt der Film die ganze Faszination des Boulderns. Dabei werden die schönsten Boulder-Regionen der Schweiz vorgestellt. Und man sieht einige der weltbesten Athleten, u.a. Fred Nicole, Michele Caminati, Julia Winter und Jule Wurm in Aktion. Haroun Sourji / 45’ / englisch / 2010 Donnerstag, 25.08, Club-Kino im Vallugasaal; Samstag, 27.08., ARLBERG-well.com

CLIMBING ELEMENTS

Filmporträt des Weltklasse-Boulderers Kilian Fischhuber. Es zeigt ihn beim Bouldern in Südafrika, in einer weit überhängenden, 20 Meter hohen Route im Zillertal bis hin zu einer Rotpunktbegehung von „Des Kaisers neue Kleider“ im Kaisergebirge. Florian Klingler / 52‘ / deutsch / ServusTV 2011 Freitag, 26.08.

DIE HEXE VOM ARLBERG

Im Winter 1953/54 drehte der Däne Finn Antoft in St. Anton am Arlberg eine Skikomödie. Der Film konnte aber nicht fertig gestellt werden. Im Auftrag der Familie des Filmemachers hat das FILMFEST ST. ANTON 1999 das hinterlassene Material neu geschnitten, vertont und der Öffentlichkeit vorgestellt. Finn Antoft / 35‘ / deutsch / 1954/1999 / mit Hannes Schneider, Rudi Matt, Karl Schranz u.v.a. Freitag, 26.08. Club-Kino-Vallugasaal

DIE TÜRME VON ENNEDI

Der Film begleitet den englischen E12-Kletterer James Pearson in den Tschad. Mehr noch als die großartigen Kletterszenen mit diesem Ausnahme-Athleten beeindrucken dabei die Bilder von noch weithin unbekannten Landschaften und Felsformationen. Camp 4 Collectiv / 17‘ / Englisch / 2011 Freitag, 26.08.

EIGER-Nordwand – DIE UNMÖGLICHE ROUTE

Der Versuch einer Erstbegehung im extrem überhängenden Teil der Eiger-Nordwand: Der Schweizer Extrem-Alpinist Roger Schäli „bei der Arbeit“ an seiner Route „Emergency Exit“ – im 10. Schwierigkeitsgrad… Eduardo Gellner / 25‘ / deutsch / ServusTV 2011 Freitag, 27.08.

ERSTER AUF DEM EVEREST

2010 machte sich eine Expedition auf Spurensuche am Mount Everest: Ist es möglich, dass bereits 1924 die Briten Mallory und Irvine auf dem höchsten Berg der Erde standen? Damals endete die Expedition in einer Tragö­ die – und auch 2010 steht die Filmarbeit am Everest unter keinem guten Stern. Aufwändige Dokumentation mit höchst interessanten Erkenntnissen. Gerald Salmina / 48‘ / deutsch / 2010 Dienstag, 23.08.

FACING OBSESSION

Ein 1.000-Meter-Pfeiler am Cero Murallón in Patagonien. Eine neue Tour. Schon einmal sind Robert Jasper und Stefan Glowacz gescheitert. Doch die beiden sind wie besessen von der „vergessenen Wand“. Der renommierte Extremfilmer Jochen Schmoll war dabei, als die beiden einen neuen Vorstoß unternahmen. Jochen Schmoll / 26‘ / deutsch / 2003 Samstag, 27.08.

FREYA

Als Daniela und Robert Jasper in Basel geheiratet hatten, brachen sie zu Flitterwochen nach Norwegen auf. Ihr Ziel: Die Erstbegehung der 1.000 Meter hohen Nordwand des Vagakullen (Lofoten). Ein großes Kletterabenteuer als Einstieg in die gemeinsame Zukunft… Jochen Schmoll / 27‘ / deutsch / 1998 Samstag, 27.08.

FREE WILLY – RUF DER FREIHEIT

Familienfilm-Klassiker! Gefühlvoll inszenierter und glän­zend besetzter Spielfilm mit Orca-Wal Willy in der Hauptrolle. Der Junge Jesse freundet sich in einem Vergnügungspark mit dem als schwierig geltenden Wal an. Als er erfährt, dass dessen Besitzer Willy töten will, um an Versicherungsgelder zu kommen, setzt er eine spannende Befreiungsaktion in Gang. Simon Wincer / 107‘ / deutsch / 1993 Donnerstag, 25.08., Kinderkino-Nachmittag im Vallugasaal

GEFANGENE DER LUFT

Ballonfilm mit Wolfgang Nairz. Beeindruckte Alpenaufnahmen aus der Vogelperspektive und historisches Bildmaterial von der Landung Auguste Piccards 1931 auf dem Großen Gurgler Ferner. Das Thema Berg einmal aus anderem filmischen Blickwinkel. Robert Barth und Dietmar Löffler / 25‘ / deutsch / 2006 Dienstag, 23.08.

GROSSGLOCKNER – DIE PALLAVICINIRINNE

Eine Skibefahrung der berühmten Steileis-Tour am höchsten Berg Österreichs. Der Film zeigt den Aufstieg zum Gipfel und die Abfahrt durch die Rinne, wo sich aufgrund des Klimawandels in den letzten Jahren manches geändert hat… Fritz Kalteis / 27‘ / deutsch / ServusTV 2010 Samstag, 27.08., Matinee

HEIMATLAND

Animationsfilm um „Heimat und Fremde“, um Heimattümelei vs. Integration. Bachelor-Arbeit an der Hochschule Luzern Design & Kunst. Ausgezeichnet u.a. mit dem European Civis Medienpreis. Andrea Schneider, Loretta Arnold, Fabio Friedli, Marius Portmann / 7‘ / ohne Worte / 2010 Samstag, 27.08.

HEIMVORTEIL – FREERIDEN IN TIROL

Ein Skifahrer (Daniel Regensburger), ein Telemarker (Michi Trojer) und ein Snowboarder (Alex Hoffmann) auf großem Freeride-Trip durch die faszinierende Winterbergwelt Tirols. „Man muss nicht um die Welt reisen – in Tirol gibt’s alles…“ Daniel Regensburger / 18‘ / deutsch / 2011 Freitag, 26.08.

HIGHLINE KAPUZENTURM

Kurz unterhalb des Gipfels der Ellmauer Halt (Kaisergebirge) steht ein markanter Felsturm, der Kapuzenturm. Vor acht Jahren konnte hier Alexander Huber erstmals eine Highline begehen. Michael „Michi“ Aschaber und seine Freunde versuchten sich 2010 an dieser spektakulären Linie. Aschaber ist übrigens Weltrekordhalter – mit seiner Highline über die Red Bull Arena in Salzburg: 85 Meter Länge! Klaus Kranebitter, Hannes Mair / 10‘ / deutsch / 2010 Mittwoch, 24.08.

HIKE 3 - NORWEGEN

Im vergangenen Jahr war beim Filmfest St. Anton der Freeride-Film „Hike2ride“ zu sehen - Freeriding in der Arlbergregion. Im letzten Winter dann hat sich das Team (darunter Extremkameramann Harry Putz) nach Norwegen begeben, um dort die spektakulärsten Free­ ride-Regionen auszutesten. Grandioses TiefschneeAben­teuer. Stefan Tauber / 26’ / englisch / 2011 Mittwoch, 24.08.

HINDUKUSCH SKI-EXPEDITION 1970

1970 gelang einer Kleinstexpedition um den später legendären „Wetterfrosch“ Karl Gabl eine 7000-erExpedition mit der bis dahin höchsten Skibefahrung der Welt. Der Film ist ein wertvolles Zeitdokument (mit eini­gen Schrammen und kleinen Tonproblemen). 50‘ / deutsch / 1971 Samstag, 27.08., Matinee

KASHMIRI POWDER

Skitrip in den vorderen Himalaya. Katharina Schuler aus St. Anton und Eva Walkner aus Kuchl reisten in den Free­ride-Skiort Gulmarg nahe der pakistanischen Grenze und der „Line of Control“. Unterhaltsame Dokumentation über eine Region, die uns normalerweise als Skigebiet „fern liegt“… Marcel Karp / 25‘ / deutsch / 2011 Freitag, 26.08.


KURTL GOES WEST

1997 bereiste der großartige deutscher Allround-Kletterer den Westen der USA. Das Filmteam hat ihn begleitet und nicht nur grandiose Landschaften eingefangen (Arches Park, Red Rocks, Yosemite), sondern ein schönes Personenporträt geschaffen. Hommage an den 2010 verstorbenen Kurt Albert. Jürgen Martin, Stefan König / 30‘ / deutsch / 1998 Dienstag, 23.08.

MOMENTUM

Filmporträt des 21-jährigen Shooting-Stars der interna­ tionalen Kletterszene, David Lama. Eindrucksvoll, wie dabei die Entwicklung vom genialen Kletterbuben ­David zum Profibergsteiger aufgezeigt wird. Raphael Barth, Matthias Smycka 25‘ / deutsch / ServusTV 2010 Mittwoch, 24.08.

NEPAL NAMASTÉ MUSIKTREKKING NACH NEPAL

Charly Wehrle, ehemals Wirt der Oberreintalhütte und der Reintalangerhütte, besucht mit seiner (Musikanten) Crew seinen ehemaligen Mitarbeiter Sherpa Gyalzen in Nepal. Entstanden ist ein gefühlvolles „Roadmovie“ zu multikultureller Begegnung und der „Weltsprache Musik“. Reinhold Rühl / 41‘ / deutsch / 2009 Donnerstag, 25.08.

NOUVELLE VAGUE

Buildering ist Klettern in der Stadt – „urban climbing“. An Brückenpfeilern, Mauern, Kunst am Bau oder Skulpturen finden die „Aktivisten“ ihre Spots. In diesem Film zeigen Kletterakrobaten wie Elie Chevieux - Sieger beim »Rockmaster« in Arco 1993 -, was exzellente Kletterer in den Straßen einer Stadt wie Genf so alles aufführen können. Yannick Boissenot / 41‘/ französische Originalfassung mit engl. UT / 2010 Freitag, 26.08.

PATAGONIA PROMISE

Bewegende Dokumentation über das Vermächtnis der tödlich verunglückten Bergsteigerin Roberta. Zusammen mit zwei Freunden bricht ihr Lebensgefährte Stanley Leary nach Patagonien auf, um dort, nach einer Erstbegehung, ihre Asche zu verstreuen. Peter Mortimer / 24‘ / engl. / 2010 Donnerstag, 25.08., Club-Kino Vallugasaal; Samstag, 27.08., ARLBERG-well.com

POWDER-GIRL

Die 19-jährige Kim (Felicity Jones) jobt in St. Anton am Arlberg als Hausmädchen in einer noblen Villa. Sie ist eine klasse Skaterin, ist aber noch nie auf einem Snowboard gestanden. Daraus entwickelt sich eine hinreißen­ de Komödie um Liebe, Wintersport und Lebenslust. Gedreht in St. Anton am Arlberg! Phil Traill / 97‘ / deutsch / 2010 Mittwoch, 24.08., Club-Kino Vallugasaal

SKI-HEIL – DIE ZWEI BRETTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN

Mit dieser groß angelegten Dokumentation über vier betagte österreichische Skilehrer (Karl Koller, Eberhard Kneisl (†), Richard Rossmann sen. und Guzzi Lantschner) begann Richard Rossmann seine Selbständigkeit als Regisseur und Filmemacher. Ein gelungener Start mit einer Dokumentation, die nicht nur höchst unterhaltsam erzählt, sondern auch Erfahrungen bewahrt, die sonst unwiederbringlich verloren gehen würden. Ein Muss für das Filmfest im weltberühmten Wintersportort St. Anton am Arlberg! Richard Rossmann / 86‘ / deutsch / 2009 Freitag, 26.08, Club-Kino Vallugasaal

Das FILMFEST ST. ANTON bedankt sich bei seinen Freunden, Partnern und Förderern, die der Veranstaltung in besonderem Maße zu ihrem Image und ihrem guten Ruf weit über die Grenzen Tirols hinaus verholfen haben.

Gemeinde S t. A n t o n

THE B-Team

Das Projekt nannte sich frech „Die Rückkehr der Nachahmer“, und die Filmemacher haben speziell fürs Filmfest St. Anton eine gekürzte Fassung erstellt. Auf­ alpinen Trails genauso wie in Bikeparks zeigen die ­Athleten ihr großes Können – und ihre unbändige ­Freude an ­ihrem Sport. Matthias Merk, Martin Steiner/ 30‘ / deutsch / 2010 Freitag, 26.08.

ÜBER DEN BERG

Groß angelegter und sehr intensiver Dokumentarfilm (Musik: „d’Hammerling“) über eine Alpenüberquerung drogen- und alkoholkranker Menschen. Der Weg führt von Oberstdorf nach Meran durch die Tiroler Berge – aber es sind nicht nur die Berge zu bezwingen, sondern ständig auch die persönlichen Probleme. Jan Kerkhoff / 90 / deutsch / 2010 Mittwoch, 24.08.

★★★★

Hotel Alte Post

WHAT HAPPENED ON PAM ISLAND

Eliza Kubarska und David Kaszlikowski, Kletter- und Lebens­partner, versuchen sich in ihrer Kleinstexpedi­tion am höchsten Sea Cliff der Welt. Atemberaubende Kletterszenen in einer Landschaft aus Fels, Eis und Meer. Die Kurzfassung dokumentiert vor allem das ­Expeditionsleben. Die Langfassung ist noch mehr: Ein Psychogramm des Paares – der Untertitel „love and ­passion high on the tallest cliff on the planet“ passt dann perfekt. Ein ganz besonderer Film! Eliza Kubarska / 32‘ bzw. 63‘ / Polnisch mit engl. UT / 2010 Mittwoch, 24.08., ARLBERG-well.com: 32‘-Version Donnerstag, 25.08., Club-Kino Vallugasaal: 63‘-Version.

WOLFGANG NAIRZ: WILDER HUND MIT GROSSEM HERZ

Ein Porträt des großen österreichischen Alpinisten, Expeditionsleiters und Ballonfahrers Wolfgang Nairz. Dokumentarische Aufnahmen und starke Aussagen des Protagonisten, der sich auch als PR-Fachmann und mit unermüdlichem Engagement in der „Nepalhilfe“ einen bedeutenden Namen gemacht hat. Dietmar Löffler / 25‘ / deutsch / 2011 Dienstag, 23.08.

SPORTHOTEL ST.ANTON AM ARLBERG

Namentlich erwähnt sein sollen auch noch Bürgermeister Helmut Mall, Eugen Scalet, Mag. Dietmar Spiss, Martin Ebster (Direktor des Tourismusverbandes), Wilma Himmelfreundpointner (Vize-Direktorin des Tourismusverbandes), Peter Mall (Direktor des ARLBERG-well.com), Martin Hafele (Techn. Leiter der WM-Halle), Evelyn Feuerstein (Raiff­ eisenbank St. Anton) – und natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TVB St. Anton am Arlberg. Filmfest Arlberg well.com

ZWEI BRÜDER – ZWÖLF SEILLÄNGEN. Die VillnösSer Rotwand

Die Rieglerbrothers bei ihrer freien Begehung eines Technoklassikers in der Südtiroler Geislergruppe. 10. Schwie­­rigkeitsgrad bei fragwürdiger Absicherung. Extre­­mer Klettersport bestens kombiniert mit einem Porträt der sympathischen Rieglerbrothers Martin und Florian. Eduardo Gellner / 45‘ / deutsch / ServusTV 2011 Donnerstag, 25.08.

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K O P F


FILMFEST INTERVIEW 16 17

SERvUS In St. AntOn AM ARlBERg! DER JUNGE KULTSENDER

IST PARTNER BEIM FILMFEST

„Für uns ist das ein besonderer Glücksgriff“, sagt Filmfest-Leiter Stefan König, „ServusTV als Partner gewonnen zu haben. Die jeweiligen Philosophien passen zusammen, der Anspruch, der ans eigene Programm gestellt wird, die Begeisterung für unsere Arbeit…“

?

das müssen sie uns schon noch näher erläutern. die Philosophie des tvsenders und die des filmfests st. anton…

„Gerne. ServusTV ist mit dem Anspruch angetreten, ‚bessere Unterhaltung‘ zu bieten – und löst das tagtäglich ein. Im Mittelpunkt steht ein breit gefächertes Programm mit großer Themenvielfalt. Das Ganze in hoher Qualität und mit Pfiff dargeboten – also, mich würde das freuen, wenn unser Filmfest genauso charakterisiert werden würde. Denn wir liegen wirklich auf genau derselben Welle…“

?

bedeutet das aber auch, dass künftig der renommierte fernsehsender das Programm maßgeblich mitbestimmt?

„Eine Partnerschaft funktioniert, wenn sie gut sein soll und haltbar, anders. So, wie wir nicht plötzlich das Programm bei ServusTV bestimmen können, reden uns die Leute vom Sender nicht rein. Man unterstützt sich vielmehr gegenseitig: wir suchen uns einige großartige Produktionen von ServusTV aus, um sie bei uns auf die Großleinwand zu bringen, und wir geben dem Sender, der sich auch mit ‚The Film Festival in Your Living Room‘ bewirbt, gerne Raum, sich gut zu präsentieren.

?

Das ist leicht zu beantworten: Das Publikum bekommt zusätzlich hervorragende Filme, die hier nun mit modernster Technik auf der Großleinwand präsentiert werden. Heuer in Verbindung mit einem besonderen Stargast…

?

und auf welche filme und welchen gast darf man sich da nun besonders freuen?

„Auf den Weltklasse-Kletterer David Lama, der an den Arlberg kommt und am Mittwoch, 24. August, sein Porträt ‚Momentum‘ vorstellt. Außerdem auf die Filme ‚Climbing Elements‘ – ein Kilian-Fischhuber-Porträt – und ‚Eiger-Nordwand – Die unmögliche Route‘, beide zu sehen am Freitag, 26. August. Und in der Samstagsmatinee zeigen wir dann noch ‚Der Großglockner – Die Pallavicinirinne‘. Sehr sehenswerte Filme allesamt.“ vielen dank für das gespräch.

Bergerfahrung.

Bei ServusTV.

Was ist der wichtigste gewinn für das Publikum beim filmfest st. anton?

the filmfestival in your living room So empfängt man ServusTV:

In Österreich: satellit: Astra 19,2° Ost (ServusTV Österreich) Kabel: ServusTV ist in vielen Kabelnetzen eingespeist, z.B. UPC, LIWEST Kabelmedien GmbH, Salzburg AG, Kabelsignal AG iPtv: mit der Telekom Austria dvb-t: via Digitalantenne

Alpenwelten – Blick in die Heimat Jeden Dienstag, 20:15 Uhr

In Deutschland: satellit: Astra 19,2° Ost (ServusTV Deutschland) Kabel: ServusTV ist in vielen Kabelnetzen eingespeist, z.B. Unitymedia, Kabel BW, Kabel Deutschland iPtv: mit Entertain von der Deutschen Telekom In der Schweiz: Kabel: ServusTV ist in folgenden Kabelnetzen eingespeist: Cablecom, Swisscom, Thurcom

www.servustv.com

Wir wünschen Ihnen bessere Unterhaltung.


FILMFEST PORTRAIT 18 19

Der britische Kletterer James Pearson erregt mit seinen „Psycho-Routen“ weltweit Aufsehen

In England wird die so genannte duale Bewertungsmethode verwendet. Sie besteht aus der „technischen“ Wertung, beispielsweise VI+, und dem Gesamtanspruch. Und der kann es bekanntlich in sich haben: Im Gesamtanspruch wird berücksichtigt, wie gut (oder schlecht) die Absicherung ist, wie schwierig Klemmkeile anzubringen sind, wie groß die Sturzhöhe wäre und wie erheblich die Verletzungsgefahr. Damit ist diese duale Methode, auch „EffortMethode“ genannt, aussagekräftiger als die alpine UIAA-Skala. Das Spektrum reicht von moderat – M – über very difficult – VD – bis hin zu extremely severe – E1 bis E? Und in letzterem Bereich, höchsten Schwierigkeitsgraden bei wirklich besch…eidener Absicherung, scheint sich James Pearson besonders wohl zu fühlen.

E 12 – ein 18-Meter Sturz inklusive Pearson ist 24 Jahre alt. Sein Credo lautet: Routen so naturbelassen wie nur irgend möglich zu klettern. Das heißt, oft auch auf bereits vorhandene Bolts zu verzichten und stattdessen selbst mit kleinsten Keilen abzusichern. Und es ist eine Kunst für sich, aus schwierigster Kletterstellung heraus noch einen guten Keil zu legen… Pearsons Minimalismus birgt höchste Gefahren. Als er zum Beispiel 2009 die Route „The Walk of Life“ in Devon anging – bewertet mit E12, 7a – rutsche er im oberen Wandteil der 48-Meter-Linie auf feuchtem Gestein ab und stürzte 18 Meter tief. Zum Glück hielt seine Zwischensicherung.

Und: Wie viel Risiko ist eigentlich vertretbar?

Als wir James Pearson nach St. Anton eingeladen haben“, sagt Christian Flatz, „da wussten wir, dass er ein herausragender Kletterer ist, der Können und Mut absolut vereint. Aber wir konnten nicht ahnen, dass er noch im Frühjahr 2011 einen Climbing-Trip auf der britischen Insel unternehmen würde, der so ziemlich alles in den Schatten stellt…“ „Diese Bücher haben mich unheimlich neugierig gemacht: 5 Routen in Pembroke, 5 x hohe E-Bewertungen, 5 x vollendete Akrobatik – und 5 x Grenzbereich zwischen „Gedeih und Verderb“.

E8 „Do you know where the children are?“, E9 “Muy Caliente”, E10. Nun wissen nur Insider mit dieser Bewertung etwas anzufangen. Der normale Alpenkletterer kennt sich aus in Gelände vom II. bis zum VII. Schwierigkeitsgrad, den VIII. kann er sich noch vorstellen, alles darüber grenzt an Zauberei… Daneben hat sich die französische Bewertung immer stärker durchgesetzt (6a, 7c, 8b etc.) und kleinräumig die „Elbsandsteinskala“. Aber E? E1, E5, E10? Und mehr?

Das Ganze in Stichworten: April 2011: „Point Blank“, E8 „Daddy Cool“, E8 „From Dusk Till Dawn“,

E 10 ? Stürzen wäre keine Option…

Das ist die Gretchenfrage! Wie viel Risiko darf man eingehen? An dieser Frage hängt eine weitere dran: Wie geht ein Festival mit der Verantwortung seinem Publikum gegenüber um? „Wir zeigen Filme, die in grandiosen Kameraeinstellungen extremste Abenteuer gleichsam miterleben lassen“, sagt Christian Flatz, der das Programm seit Jahren maßgeblich mitgestaltet. „Bei Leuten wie Pearson handelt es sich aber um Ausnahmekönner. Wer sich ohne deren besonderem Talent und deren professionellem Umgang mit dem Risiko in solche Gefahren begeben würde, hätte keine großen Überlebenschancen.“ Und Stefan König fügt hinzu: „Im Bergfilm ist das wie überall sonst im Sport – das Publikum will Spitzenleistungen sehen, ob im Fußball, im Boxen oder bei der Formel 1. Kein Mensch würde sehen wollen, wie ich eine Vierertour im Karwendel klettere. Zugleich sind alpine Spitzenleistungen meist mit hohen Risiken verknüpft. Mit einem Gast wie James Pearson können wir vor Ort über den extremen Sport und das damit verbundene Risiko sprechen.“

James Pearson wird als Live-Gast beim FILMFEST ST. ANTON am Freitag, 26. August 2011 über seine Abenteuer berichten. Gezeigt wird der Film „Die Türme von Ennedi“.


BlOcKBUStER & DOKUMEntAtIOnEn CLUB-KINO IM VALLUGASAAL

E

s gab mehrere Gründe, beim FILMFEST ST. ANTON eine zweite Spielstätte einzurichten. zum einen war im vielseitigen Abendprogramm mit oft bis zu sechs Filmbeiträgen immer weniger Platz für großangelegte Dokumentationen oder abendfüllende Spielfilme geblieben. zum anderen wollte man den nicht-deutschsprachigen Gästen einen Abend bieten, an dem sie Filme in Originalfassungen und ganz ohne deutsch geführte Gespräche und Moderationen genießen können. „Und überhaupt tut es dem Festivalcharakter ja nur gut“, sagt Stefan König lächelnd, „wenn das Publikum auch die Wahl hat zwischen verschiedenen Programmangeboten“. An drei Abenden, mittwochs, donnerstags und freitags, wird nun im Vallugasaal „Club-Kino“ gezeigt. Auf dem Programm stehen die Filmkomödie „Powder-Girl“, 2010 im winterlichen St. Anton am Arlberg gedreht – rasant, sexy, frech. Die große Dokumentation „Ski heil – Die zwei Bretter, die die Welt bedeuten“ von Richard Rossmann bietet faszinierende Einblicke in die österreichische Skisport- und Tourismusgeschichte: „Volkssport, Wettkampfdisziplin und Tourismus-Attraktion: Skifahren ist heute selbstverständlich, doch das war nicht immer so. Vor 80 Jahren donnerten vier österreichische Buben auf selbstgezimmerten Eschenbrettern die verschneiten Berge hinunter, brachten es zu ersten sportlichen Erfolgen und wurden damit zu den Mitbegründern einer Massenbewegung.“ Und dann ist da noch „An evening for our English speaking guests“ mit Kletter- und Boulderfilmen in Originalfassungen bzw. mit englischen Untertiteln. das „club-Kino“ beim filmfest st. anton bietet alternativen!

das Programm mittwoch, 24.08., 20:30 uhr:

PoWder-girl

Die englische Profi-Skaterin Kim nimmt einen Job im noblen St. Anton am Arlberg an. Eigentlich hat sie sich um die Villa zu kümmern und dass alles bestens organisiert ist, wenn die Hausherren eingeflogen kommen. Doch Kim versucht sich natürlich auch auf den herrlichen Pisten – Stoff genug für eine hinreißende Komödie mit frechem Witz, einer Prise Sex und ganz viel Snowboard-Action. Spielfilm, Regie: Phil Trail, deutsche Fassung, 97 Min.

donnerstag, 25.08., 20:30 uhr: an evening for english sPeaKing guests

Patagonia Promise

After the death of Stanley Leary’s love of his life Roberta, the world collapses around him. Their passion has been climbing the mountains. To fulfil Roberta’s wishes, Stanley and two friends travel to the rugged mountains of Patagonia. Documentary / Director: Peter Mortimer / engl. version / 24’

What haPPened on Pam island

The Polish couple Eliza Kubarska and David Kaszlikowski, undertake a journey to Southern Greenland. Their plan: climbing the highest sea cliff of the world. Documentary / Director: Eliza Kubarska / Polish original with engl. Subtitles / 63’

better than chocolate alPenKonvention & ciPra Wie schon in früheren Jahren ist auch heuer wieder die Alpenkonvention Partner des FILMFESTS ST. ANTON. Ebenso die Alpenschutz-Organisation CIPRA. „Für uns eine Auszeichnung“, sagt Stefan König, „unterstreicht das doch unser kulturelles Anliegen, immer auch Filme zu bieten, die zur Diskussion anregen“. 2011 sind das u.a. Filme wie „über den Berg“ von Jan Kerckhoff, „Ski heil“ von Richard Rossmann oder auch „Heimatland“ von Studenten der Hochschule Luzern Design & Kunst. Alpenkonvention und CIPRA werden sich beim Filmfest mit ihren Materialien präsentieren.

The amazing documentary presents the most interesting boulder areas of Switzerland – and a few of the best boulderers in the world: Michele Caminati, Paul Robinson, Jule Wurm, Fred Nicole and many others. Documentary / Director: Haroun Sourji / engl. version / 45‘

freitag, 26.08.:

die hexe vom arlberg

Kultfilm aus den 1950-er Jahren: Finn Antofts Skikomödie, die am Arlberg und mit den Menschen aus St. Anton gedreht worden ist. Auf besonderen Wunsch vieler Einheimischer wieder einmal im Programm. Kurzspielfilm / Regie: Finn Antoft / deutsch / 35‘

sKi-heil – die zWei bretter, die die Welt bedeuten

Porträt von vier betagten Skilehrern, die bereits die Frühzeit des Skisports in Österreich mitgeprägt haben. Intensive Lebenserinnerungen von Guzzi Lantschner, Karl Koller, Eberhard Kneisl (†) und Richard Rossmann sen. Mit großartigen Bildern und seltenem Filmmaterial. Dokumentation / Regie: Richard Rossmann / deutsch / 90‘


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Der Treffpunkt der Bergfilmer…

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Beat Kammerlander

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FILMFEST ALPINGESCHICHTE 20 21

»Action bitte!«

Eine Durchsteigung der BERGFILMgeschichte in 10 Seillängen

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1901 wurde am Matterhorn der erste, bis heute erhaltene Film gedreht. Eine Besteigung am Hörnligrat. Die Filmlänge beträgt nur sechs Minuten. 1909 unternahm der Herzog von Abruzzen eine Expedition in den Karakorum. Der geniale italienische Fotograf Vittorio Sella machte dabei Filmaufnahmen – und schuf damit den ersten Expeditionsfilm! Geradezu unvorstellbar, mit welcher Ausrüstung die Forscher und Alpinisten im Hochgebirge unterwegs gewesen sind.

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Arnold Fanck (1889 – 1974). Seine Leidenschaft für die Alpen und das Bergsteigen, gepaart mit seiner Passion für Foto und Film, ließen ihn zum „Bergfilmpionier“ avancieren. Zwischen 1913 und 1937 realisierte er zahlreiche große Berg- und Skifilme, so zum Beispiel „Im Kampf mit dem Berge“, „Der heilige Berg“, „Der weiße Rausch“, „S.O.S. Eisberg“ und „Die weiße Hölle vom Piz Palü“. Er war ein großartiger Bildgestalter, entdeckte Luis Trenker, Hannes Schneider und Leni Riefenstahl für den Film, und er brachte zu einer Zeit, da das Bild vom Berg und vom Sport noch nicht via TV die Sinne überflutete, den Bergfilm in die großen Kinos der Städte. Fancks Filme liefen oft in vollen Lichtspielhäusern mit 1500 Plätzen…

wenngleich die nationalistischen Tendenzen noch überdeutlich zu spüren waren. Zeitgleich begann die Renaissance des alpinistisch geprägten Films, herausragend geprägt von Lothar Brandler.

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Kaum ein anderes Gesicht steht derart für das Genre Bergfilm wie das des legendären Luis Trenker (1892 – 1990). Bei Fanck‘schen Dreharbeiten zu „Berg des Schicksals“ (1923/24) als Bergführer dabei, sprang er für einen nicht „geländegängigen“ Schauspieler ein. Der Start einer großen Filmkarriere! Im nächsten Fanck-Film war er Hauptdarsteller („Der heilige Berg“), und ein paar Jahre später begann er, eigene filmische Wege zu gehen. Bald schon in Personalunion von Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller. Es entstanden berühmte Spielfilme wie „Berge in Flammen“, „Der Rebell“, „Der verlorene Sohn“. Und schließlich als der Bergfilm schlechthin: „Der Berg ruft“ (1937) – Trenkers freie Verfilmung der dramatischen Geschehnisse bei der Erstbesteigung des Matterhorns 1865.

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Nach 1945 verästelte sich der Bergfilm in verschiedene Zweige; alle jedoch hingen zunächst ziemlich schlaff vom Stamm. Die Nazis hatten den Bergfilm als „Blut und Boden“-Thema vereinnahmt, und in den ersten Nachkriegsjahren wollte kaum noch jemand Filme sehen, bei denen es ums „Kämpfen und Siegen“ ging. An die Stelle des klassischen Bergfilms rückte der Heimatfilm – inhaltlich führten alle möglichen Irrungen und Wirrungen immer hinüber in eine heile Welt. Doch dann setzte die Erschließung der Achttausender ein und die Filmdokumentationen darüber (z.B. „Nanga Parbat 1953“ von Hans Ertl) belebten den Bergfilm neu,

Lothar Brandler, einer der bedeutendsten Kletterer seiner Zeit, Erstbegeher u.a. der Direttissima in der Nordwand der Großen Zinne, vereinte seine bergsportliche Genialität mit seiner großen filmgestalterischen Gabe. Seine Filme „Inferno am Montblanc“ von 1973, „Sensation Alpen“ oder auch „Die europäische Seilschaft“ gehören zum Besten, was in den sechziger und siebziger Jahren im Genre geschaffen worden ist. Brandler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, auch den St. Anton-Spezialpreis 1995 für sein filmisches Lebenswerk.

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Gerhard Baur trat unmittelbar in Brandlers Fußstapfen und setzte die große Tradition deutschsprachigen Bergfilmschaffens fort. Zugleich erlangte er mit seinen herausragenden Werken „Die Entscheidung“, „Der Weg ist das Ziel – Die Eiger-Nordwand-Tragödie 1936“ und „Der Weg ist das Ziel – Grandes Jorasses Nordwand“ internationale Beachtung. Baurs Werk hat eine Schlüsselposition inne: Es steht zwischen der Ära, da dem Bergsteigen und dem Bergfilm nationalistische, zumindest zutiefst konservative Züge anhaftenden, und jener Zeit des Aufbruchs, als der Bergsport zunächst als Ausdruck des Anders-Seins, später des „In-Seins“ angesehen werden durfte.

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Ein Baum mit vielen Ästen, so kann das Bergfilmgenre heute symbolisiert werden. Seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts fächert

sich das Genre zusehends auf: Sportdokumentationen, Dokus über das Leben im Gebirge, Spielfilme. Bedeutende Regisseure haben sich zumindest gelegentlich des Bergfilms angenommen (z. B. Werner Herzog mit „Schrei aus Stein“), namhafte Schauspieler sind darin zu sehen (z.B. Sylvester Stallone in „Cliffhanger“). Immer öfter kommen auch Filme über den Extremsport Bergsteigen in die Kinos, zum Beispiel „Am Limit“ von Oscar-Preisträger Pepe Danquart. Und die Zahl der Bergfilme ist in den ­letzten Jahren geradezu nach oben geschossen – ein Verdienst vor allem auch der heute fast überall zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten.

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Die Kameras sind bei hoher Qualität dennoch klein und leicht. Geschnitten wird am PC. Selbst Gerhard Baur hat noch auf Zelluloid gedreht – und mitten in einer Wand oder am Gletscher die Rollen im Dunkelsack gewechselt… Dazu kommt, dass viele Outdoor-Sportarten filmisch vergleichsweise leicht einzufangen sind: Es ist allemal leichter und gefahrloser, beim Bouldern oder Slacklinen zu drehen als in der Eiger-Nordwand. Doch das Angebot der Filme, die 2011 wieder beim FILMFEST ST. ANTON zu sehen sind, zeigt zugleich: Das Spektrum ist so groß wie die geographischen und sportlichen Möglichkeiten, die der Alpinismus bietet.

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Und es braucht einem nicht bange zu werden um die Sparte Bergfilm, die sich wie das Bergsteigen, Skifahren, Snowboarden, Klettern, Slacklinen, Paragliden, usw. immer größerer Beliebtheit erfreut. Nicht jeder Bergfilm ist gut, das stimmt. Aber der Bergfilm an sich ist höchst lebendig. Und das ist doch erfreulich.


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Die Raiffeisenbanken des Bezirks Landeck wünschen allen Besuchern beste Unterhaltung! Foto: TVB/Wolfgang Burger


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Filmfest St. Anton: Stars der Kletter- und Abenteurerszene und zahlreiche neue Bergfilme von 23. bis 27. August 2011 beim 17. Filmfest St. A...

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