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Auf Brautschau

Das Geschäft mit der Hochzeit

Die letzten Mohikanern P.b.b. 09Z037987M, 6020 Innsbruck

ke Die Zukunft der Videothe

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Au sgabe

145 Mai 2011

Namaste für alle

Innsbrucks Yogastudios im Überblick

Immer

gratis. Nie um sonst.

11. Jah rga ng

m a t s u L Die

n r e k c A

t Garteln boomt – auch in der Stad


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Startseite

EDITORIAL

Über die gute alte Zeit

F

rüher war sogar die Zukunft besser“, sagt ein Spruch, der die ewig Gestrigen persiflieren will. „Gar nicht so falsch“, sage ich inzwischen, leicht desillusioniert von der Entwicklung, die unser Planet gerade erfährt. Was macht das Leben heute schwerer als in den Zeiten unserer Eltern oder Großeltern? Eine stark reduzierte Antwort kommt mit drei Themenbereichen aus, die letztendlich alle in Zusammenhang stehen.

Nahrungsaufnahme. Zugegeben, die Auswahl an Nahrungsmitteln war dürftig in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch wer sich heutzutage entweder biologisch oder gar moralisch korrekt ernähren möchte, steht vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Als die Wirtschaft am

Zählt man Gentechnik, Massentierhaltung, Förderungspolitik und die Interessen der Großkonzerne hinzu, wird es immer schwieriger, drei Mal am Tag zu essen, was nicht krank macht. Ende des 20. Jahrhunderts erkannte, dass Nahrung letztendlich auch nur ein Mittel zum Geldzweck ist, verschlechterten sich unsere Karten diesbezüglich massiv. Die normalsten Lebensmittel werden bestrahlt, verändert oder gar neu zusammengesetzt. Grundnahrungsmittel wie Fleisch sind in Wirklichkeit kaum genießbar, wenn man sich den Prozess der Entstehung genauer ansieht. Zählt man Gentechnik, Massentierhaltung, Förderungspolitik und die Interessen der Großkonzerne hinzu, wird es immer schwieriger, drei Mal am Tag zu essen, was nicht krank macht. Die einzige Lösung in Sachen Ernährung bleibt der Bauernhof mit Selbstversorgung, dort erhöht sich dafür ein anderes Risiko: Tod durch Langeweile.

Energiegewinnung. Die offensichtliche Heimstätte der Geldindustrie. Für Öl werden Kriege geführt, Öl kann Menschen und ganze Staaten sehr reich machen. Seit letztem Jahr auch krank und kaputt, wenn man an den Golf von Mexiko denkt, wo die Ölplattform „Deepwater Horizon“ immer

NICHT VERPASSEN! Das nächste 6020 erscheint am

30. Mai 2011

von Michael Steinlechner m.steinlechner@602 0stadtmagazin.at

noch Millionen Liter ins Meer abgibt. Dank Fukushima dürfen die Ölkonzerne wieder durchatmen, erstens weil sie aus den Schlagzeilen verschwinden und zweitens, weil die Kasse wieder stimmt: Der Ölpreis steigt, weil Atomstrom in Ungnade fällt. Mit letzterem konnte man auch schönes Geld verdienen, wie sonst lässt es sich erklären, dass man etwas baut, das man nicht kontrollieren kann und das Stoffe freisetzt, die ganze Landstriche verderben, ganze Völker krank machen können. Wer auch immer jetzt die Verantwortung dafür tragen muss, es wird ihn in 30 Jahren (Halbwertszeit Caesium), 244.000 Jahren (Halbwertszeit Plutonium) oder gar 4,5 Milliarden Jahren (Halbwertszeit Uran) wohl kaum mehr betreffen. Wenn die Fischhändler derzeit mit Schildern wie „Kein Fisch aus dem Pazifik“ werben, müssen wir wohl hoffen, dass dieser stattdessen nicht im Golf von Mexiko gefischt wird. Wenn der Kampf um die nächste Ressource – das Wasser – ausbricht, haben wir es geschafft, dass sich wirklich alles nur noch ums Geld dreht. Jeder Bereich unseres Lebens ist dann eine optimierte Rendite, die wir im besten Fall mit schlechter Qualität und hohen Preisen und im schlechtesten Fall mit Krankheit oder Schlimmerem bezahlen werden. Und das Zynische dabei: Wir fördern die Energiegewinnung durch unsere Bequemlichkeit, sei es mit einer Flut an Autos und anderen Fortbewegungsmitteln oder einfach nur mit den unzähligen Plastikverpackungen, die sowohl in der Erstellung als auch in der Entsorgung Energie fressen – nur zwei von endlos vielen Beispielen.

Brautschau Mai ist bekanntlich der Hochzeitsmonat schlechthin – ein guter Zeitpunkt für 6020, sich mit dem Wirtschaftszweig zu beschäftigen, der sich rund um das Ja-Wort entwickelt hat. Weddingplanner, Hochzeitsredner – sogar ganze Bücher werden zum Thema „Heiraten in Tirol“ herausgegeben. Jane Kathrein hat sich auf Brautschau begeben, ihre Erkenntnisse lesen Sie ab Seite 22.

Krankheit. Wenn man nicht ganz autistisch durch die Welt wandert, kommt man an einem Thema nicht mehr vorbei: Krebs. Die häufigste Todesursache unserer Zeit begegnet jedem in unregelmäßigen Abständen, hoffentlich selten im engeren, dafür sicher im weiteren Bekannten- und Verwandtenkreis. Natürlich werden Menschen heute älter als früher und brauchen deshalb auch mehr Gründe und Krankheiten zum Sterben, aber ganz unwissenschaftlich formuliert und ohne von Fakten untermauert: Heute sind mehr Menschen krank als früher, physisch und natürlich auch psychisch. Getrieben von Leistungsdenken und Profitoptimierung, begleitet von schlechter Nahrung und negativen Gedanken, enden heute viele in der Krankheit: Wenn es gut geht mit Erschöpfung und Migräne oder mit zahlreichen Allergien (von A wie Asthma über L wie Laktose bis Z wie Zirbenpollen), wenn es schlecht geht im Burn-out oder mit einer der zahlreich zur Verfügung stehenden Krebssorten. Lösung für diese Entwicklung gibt es keine, nur einen Ratschlag: Nicht alles fressen – weder im eigentlichen noch im übertragenen Sinne! q

Sonnengruß Der Yoga-Boom macht auch vor der 6020-Redaktion nicht Halt. Sonja Kainz und Barbara Wohlsein haben die vier Innsbrucker Yogastudios unter die Lupe genommen und dabei viel geatmet, „geöff net“ und geschwitzt. Einen Überblick über die Angebote, Stile und Preise lesen Sie ab Seite 18. Namaste!

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INHALT

64 83

Mit Herzen Artischocken

Rock’n’Roll

Shape of Light im Porträt

22 14

Brautschau Heiraten boomt

Ackerbanden Die Lust am Garteln

07 STADTLEBEN

63 LEBEN

10 Von lebendiger Demokratie Was die Stadtrechtsreform verändert

22 Das Geschäft mit der Braut Heiraten boomt – und kostet

64 MundArt Diesmal: die Artischocke

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26 Essay

66 Wer hat’s erfunden? Die 6020-Wissenschaftsserie

Große gelbe Klappe Der Verein Wams erweitert sein Netz

14 COVER: Die Lust am Ackern Garteln in der Stadt oder wo auch immer 18 Namaste für alle Innsbrucks Yogastudios im Text

28 Meinung

31 SERVICE 54 Motor Die neuesten Autos unter der Lupe

IMPRESSUM Herausgeber Medieninhaber & Verleger Chefredaktion Layout Produktion Mitarbeiter dieser Ausgabe

Fotos Anzeigenverkauf Anschrift, alle Geschäftsführung Verlag Druck Hinweis

Michael Steinlechner target group publishing GmbH Barbara Wohlsein Philipp Frenzel NERO WerbeGmbH, Lisa Mang, Sophie Frenzel • www.nerografik.net Steffen Arora, Sarah Boyks, Klaus Erler, Florian Gasser, Jane Kathrein, Willi Kozanek, Walter Mair, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Flo Pranger, Michael Rathmayr, Flo Seidl, Verena Zankl (Korrektur) Michael Rathmayr, Gerhard Berger Thomas Pilgram, Walter Mair • verkauf@6020stadtmagazin.at Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck • Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -20 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Niederösterreichisches Pressehaus Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

68 Wer zu spät kommt ... Der Kampf der Videotheken

70 PROGRAMM 78 Soundcity 2011 1 Nacht, 1 Ticket, 14 Clubs 82 Das ist die Frage Pubquiz-Boom in Innsbruck 83 The boys are new in town Shape of Light im Porträt 84 Ohrenschmaus und Augenweide 88 Das 6020 3D-Rätsel 89 6020 Exklusiv 90 Johannes F. Park


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STadtleben

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EMPFOHLEN: Gastgärten

Stiftskeller

Innsbrucks einziger waschechter Biergarten hat eine große Fangemeinde – und zwar zu jeder Tageszeit. Zu Mittag sind es vor allem Touristen, am Abend kämpfen junge Ausgehmenschen und andere Bierliebhaber um die begehrten Sitzplätze im Freien.

Löwenhaus

© 6020/Rathmayr

Der Gastgarten am Rennweg ist der einzige Ort in Innsbruck, wo zapffrisches Budweiser-Bier ausgeschenkt wird – das gibt es sonst nur im legendären Schweizerhaus in Wien.

Unbekannt verzogen.

Während das neue Bergisel-Museum seit 12. März eröffnet ist, hängt beim alten Rundgemälde im Saggen immer noch ein Schild mit der Information, dass die Rotunde „bis auf Weiteres geschlossen ist“. Vielleicht sollte man auf die 25 Millionen Baukosten für das Museum noch ein paar Euro für eine Infotafel drauflegen, die auf den neuen Standort des Rundgemäldes hinweist. Würde sich vermutlich auszahlen ...

Es klickt. Ein großer

Schritt für die Menschheit: Seit Mitte März kann man Tickets für Veranstaltungen im Treibhaus endlich online kaufen. Via Kreditkarte bzw. PayPal werden die Karten auf www. treibhaus.at erworben und dann an der Abendkasse des Konzerts oder Kabaretts (öffnet eine Stunde vor Beginn) abgeholt. Die Online-Tickets sind im Schnitt 50 Cent teurer als im Café – laut Treibhaus-Newsletter entspricht das knapp der Hälfte der „PayPal-Manipulationsgebühr“.

Luxus trifft Fast Food. Mit den McCarons bietet das McCafé seit kurzem eine delikate Nachspeise in fünf Sorten. Die französische Dessert-Spezialität schmeckt so gar nicht nach Fast Food und hat deshalb auch ihren Preis. 89 Cent kostet die Minileckerei, nur ein paar Cent weniger als ein Cheeseburger. Ob dieser Umstand für den Cheeseburger spricht, ist fraglich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis für die McCarons passt aber, unser Tipp: Zitrone.

Glasmalerei

Der etwas versteckte Gastgarten hat Charme und ist bei Büromenschen im Umkreis des Landesgerichts äußerst beliebt. An heißen Tagen sind die schattenspendenden Bäume eine echte Wohltat. Ideal, um bei einem Sommerspritzer ein, zwei Stündchen dem Stadttrubel zu entfliehen.

Riese Haymon

Ein Gastgarten, in dem man nicht nur gerne trinkt, sondern auch gut essen kann – voilà! Normalerweise muss man sich nämlich entweder für Biergartenstimmung ODER feine Küche entscheiden. Der Haymon-Garten in Wilten hat in der warmen Jahreszeit beides zu bieten – das gefällt.

Hofgarten

Den Vorteil, ein Gartenlokal mit echten Bäumen und viel grüner Umgebung zu sein, spielt der Hofgarten vor allem an lauen Sommerabenden geschickt aus. Hier wird zunächst gemütlich getrunken und dann bis in die Nacht gefeiert – fehlende Nachbarn sei Dank.

Eiszeit Über den hohen Eispreis zu jammern, ist ziemlich „last year“, 1,20 pro Kugel ärgert die meisten aber trotzdem. In der Gelateria Dolce Lea in der Ursulinen-Passage sind auch volle Becher leistbar. Das Preiskonzept: Eine Kugel kostet 1,10 Euro, zwei Kugeln 2 Euro, drei Kugeln 2,90 Euro usw. Außerdem schmeckt das Dolce-Lea-Eis mindestens so gut wie das von der umliegenden Konkurrenz, obendrein ist es auch noch aus Bio-Milch gemacht.


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Im Bild

Momentaufnahme des Monats Im Hofgarten

SITZSTREIK. Den zweiten Sonntag im April haben zahlreiche Innsbrucker genützt, um an einem äußerst gemütlichen Flashmob teilzunehmen. Um Punkt 15 Uhr ließen sich die Menschen auf den Hofgarten-Wiesen nieder – was ja eigentlich verboten ist. Die Message: Mehr Platz im Grünen für die Stadtbewohner!

langem Hin und Her hat der Innsbrucker Gemeinderat Ende März eine tiefgreifende Änderung des Stadtrechts beschlossen. Die wichtigste Neuerung ist die Bürgermeis­ terdirektwahl (siehe Seite 10), die bei den Gemeinderatswahlen 2012 zum ersten Mal stattfinden wird. Bislang war Innsbruck die einzige Gemeinde Tirols, in der das Bürgermeisteramt nicht direkt entschieden wurde. Die weiteren Änderungen des Stadtrechts betreffen die Anzahl der Stadtsenatsmitglieder (in Zukunft neun statt sieben), einen Ausbau der Minderheitenrechte sowie der direkten Demokratie. Das erklärte Ziel sei „ein freieres Spiel der Kräfte“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

© Universitätsarchiv Innsbruck

Ab sofort direkt. Nach

Kinderbetreuung erweitert.

In den kommenden Sommerferien haben Innsbrucker Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder in acht Kindergärten und vier städtischen Schülerhorten unterzubringen. Neu im Ferienangebot ist der Kindergarten Bachlechnerstraße. Damit die Sommerbetreuung auch tatsächlich genutzt wird und keine unnötigen Personalressourcen aktiviert werden, wird die Wochengebühr ab Sommer 2011 bereits im Voraus eingehoben.


Innsbruck & Umgebung

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VHS-Kurs des Monats Das Leben aufschreiben Sie möchten Ihre eigene Biografie oder die eines anderen Menschen verfassen? Dieser Kurs soll Vorschläge und Anregungen bieten, wie man an die Sache herangehen kann. Praktische Übungen helfen uns dabei. Bitte mitnehmen: Schreibzeug und eventuell bereits Geschriebenes. Zeit

30. April, 14–18 Uhr

Ort

VHS-Haus, 1. Stock, Raum 9

Kosten

22 Euro

Freud & Leid Die gute Nachricht ...

... für Innsbrucker Studenten Seit Beginn des Sommersemesters ist ein ÖH-Bon in der Mensa um 25 Prozent mehr wert – die Unterstützung wurde von 80 Cent auf einen Euro erhöht. Diese Maßnahme kommt an: Allein im März wurden über 15.000 Mittagessen mit dem Bon gekauft, das sind etwa 4000 mehr als im März des Vorjahres. Inwiefern diese Aktion mit den kommenden ÖH-Wahlen von 24. bis 26. Mai zu tun hat, kann sich jeder selbst ausrechnen – oder es sich einfach nur schmecken lassen. Die schlechte Nachricht ...

© Universitätsarchiv Innsbruck

© 6020/Berger

... für Schluckspechte

Ehre, wem Ehre ...

In der letzten 6020-Ausgabe haben wir in unserer Wissenschafts-Serie „Wer hat’s erfunden?“ die 1996 verstorbene Chemikerin Erika Cremer vorgestellt und von ihren ungerühmten wissenschaftlichen Leistungen an der LeopoldFranzens-Universität berichtet. Nun setzt ihr die Stadt Innsbruck zumindest ein kleines Denkmal: Anfang April wurde beschlossen, dass die neue Erschließungsstraße des Siedlungsgebietes südlich der Karl-Innerebner-Straße zur „Erika-Cremer-Straße“ ernannt wird. Wir gratulieren posthum! Erika Cremer war die erste Professorin an der Universität Innsbruck.

Linz hat es vorgemacht, nun wird auch in Innsbruck über eine Alkoholabgabe nachgedacht. Der Stadtsenat sprach sich am 13. April für eine Petition zur Einführung einer 15-Prozent-Abgabe auf die Verabreichung alkoholischer Getränke aus. Der Ertrag aus diesen Einnahmen soll zweckgewidmet sein und ausschließlich der Finanzierung von Gemeindeaufgaben in den Bereichen Soziales, Pflege, Gesundheit, Energie und Ökologie zu­ gute kommen. Nun muss der Gemeinderat entscheiden.

Zahlen, bitte!

300.000 So viele MPreis-Einkaufstaschen

mit dem Conterfei afrikanischer Kinder wanderten von November 2010 bis März 2011 über den Ladentisch. Der Verkaufserlös bescherte dem Verein „Ärzte für Ifakara“ 40.000 Euro. Damit ist das Medizinstudium von zwei Personen gesichert. Diese verstärken dann das derzeit sechsköpfige Fachärzteteam des St. Francis Hospital in Ifakara/Tanzania mit einem Einzugsgebiet von 600.000 Menschen. In fünf Jahren hat also jeder Facharzt im Spital „nur“ noch 75.000 Personen zu betreuen.


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r e g i d n e b e l n o V

AB SOFORT DIREKT. Wer kommt nach Zach und Oppitz-Plörer?

© 6020/Archiv

Demokratie

In ungewohnter Harmonie haben Innsbrucks Politiker das Stadtrecht geändert. Neben der Bürgermeisterdirektwahl wurde eine Reihe von neuen Mitbestimmungsmöglichkeiten Von Steffen Arora geschaffen.

N

och fehlt das endgültige OK des Tiroler Landtages. Doch das ist nur mehr Formsache. Immerhin hat der Innsbrucker Gemeinderat das neue Stadtrecht mit 39 Für- und nur einer Gegenstimme abgesegnet. Die kam von Seniorenbundchef Helmut Kritzinger: „Weil ich diese Art der Demokratiehandhabung nicht ideal finde. Ein Bürgermeister ohne Mehrheit im Gemeinderat wird es schwer haben, etwas durchzusetzen.“ Die neue Bürgermeisterdirektwahl ist ein zentraler Punkt der Reform. Sie wird vieles verändern und voraussichtlich schon 2012 angewandt werden. Dann werden Gemeinderat und Bürgermeister unabhängig voneinander vom Volk gewählt. Erreicht kein Bürgermeisterkandidat im ersten Wahlgang die einfache Mehrheit (was als sehr wahrscheinlich gilt), kommt es zur Stichwahl. Es wird also spannend. Innsbruck könnte einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin erhalten, der oder die nicht zwangsläufig Mitglied der stärksten Fraktion sein muss. Einzige Hürde bei der Direktwahl: Der stimmenstärkste Kandidat muss auch eine Liste hinter sich haben, die bei den GR-Wahlen zumindest Fraktionsstärke erreicht, sprich einen Stadtrat stellt. „Diese Hürde ist sinnvoll“, erklärt Politologe Ferdinand Karlhofer, „weil man als Bürgermeister ein Mindestmaß an Unterstützung im Gemeinderat haben sollte. Populistischen Abenteuern, wo jemand mit viel Geld für Werbung als Einzelkämpfer antritt, werden damit Grenzen gesetzt.“

Mehr Mitsprache. Karlhofer hält die Reform des Stadtrechtes für geglückt und sagt Innsbruck eine „lebendige Demokratie“ voraus. „Es ist eine gelungene Balance zwischen Regierungsfähigkeit des gestärkten Bür-

germeisters und wirksamen Kontrollrechten der Opposition. Das erklärt die Zufriedenheit aller Fraktionen.“ Rudi Federspiel spricht gegenüber 6020 gar von einem historischen Schulterschluss zwischen ihm und seinem ideologischen Gegenpart Uschi Schwarzl von den Grünen, sie seien die wahren Initiatoren der Reform. Die Endfassung wäre ein Kompromiss, so Federspiel, mit dem er gut leben könne. Er hebt die gestärkten Kleinfraktionen und die neuen Mitbestimmungsrechte der Bürger positiv hervor. Dem pflichtet Politikwissenschaftler Karlhofer bei: „Die Hürde für Bürgerinitiativen wurde deutlich gesenkt. Bisher waren dazu 5000 Unterstützer nötig, künftig werden bereits 2000 reichen.“ Bei Volksbefragungen muss mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Bürger teilnehmen. „Das klingt zuerst nach einem Rückschritt, allerdings: Wenn diese Bedingung erfüllt wird, dann sind die abgegebenen Stimmen auch bindend für den Gemeinderat.“ Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer ist weniger euphorisch: Bürgerinitiativen und Volksbefragungen seien aufgrund der nötigen Zahl an Unterstützern realistisch betrachtet kaum zu erreichen. Sie begrüßt aber, dass dem direkt gewählten Bürgermeister die Personalhoheit und die Gesamtverantwortung über die Finanzen bleiben und somit Handlungsfähigkeit garantiert sei. Ihr Vize von der ÖVP, Franz Gruber, findet wiederum die Stärkung des Gemeinderates sowie des Senates, etwa durch ein Misstrauensvotum gegenüber dem Bürgermeister, positiv. „Ein praktisches und visionäres Stadtrecht“ habe man ausverhandelt, so Gruber. Marie-Luise Pokorny-Reitter (SPÖ) erklärt, dass die Zustimmung zur Bürgermeisterdirektwahl, die von der SPÖ lange abgelehnt wurde, erst denkbar geworden sei, nachdem „im Gesamtpaket die Stärkung der Ressortverantwortlichkeit der Stadträte, des Gemeinderates und des Gesamtsystems verankert wurden“. Besonders positiv für sie: „Dass die ressortführenden Stadträte nun auch Tagesordnungspunkte einbringen können.“

Ungewohnte Einigkeit. Ungewöhnlich ist die traute Einigkeit zwischen Grünen und FPÖ. So sprechen Sonja Pitscheider sowie Richard Heis unisono von einem „guten Gesamtwerk“ sowie „positiver Zusammenarbeit aller Fraktionen“. Schließlich freut sich auch der Listenführer der Liberalen, Christian Kogler, dass die Gemeinderatssitzungen nun live im Internet übertragen werden: „Das habe ich schon dreimal als Vorschlag eingebracht – jedes Mal abgelehnt.“ Kogler mahnt aber auch, dass man das Stadtrecht regelmäßig an geänderte Anforderungen anpassen müsse. Ferdinand Karlhofer ist überzeugt, dass Innsbrucks Politik vom neuen Statut profitieren wird: „Jene Punkte, die einen lebendigeren Ablauf sicherstellen, sind gestärkt worden. Etwa die Kontrollrechte: Mitglieder des Gemeinderates haben nun Einsicht in Akten, die ihnen nach dem alten Stadtrecht nicht zugänglich waren. Neu ist auch eine aktuelle Stunde zu Beginn jeder Gemeinderatssitzung und dass es Enqueten gibt (Anm.: Einholung externer Expertenmeinungen), wenn dies eine bestimmte Anzahl von Gemeinderäten wünscht. Damit kann Öffentlichkeit bei wichtigen Themen geschaffen werden – die Medien werden das sicher sehr aufmerksam wahrnehmen.“ q


Im Mai gewinnt der Sport. Und du!

14. Mai

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r e d t i m n e b l e G Die

großen Klappe Kleidersammlung in gelben Containern ist die Erfolgsstory des Non-Profit-Vereins Wams – vor allem jetzt, wenn die Kästen entrümpelt werden. Bis Mitte des Jahres will der Verein 60 neue Standorte erschließen. Andrea Romen, die Geschäftsführerin des Verein Wams, im Interview. Das Interview führte Bernhard Nicolussi Castellan 

Ihr Motto ist „... eine zweite Chance geben“. Eine zweite Chance bekommen Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden. Vielen Arbeitslosen kann Wams eine zweite, manchmal dritte oder vierte Chance – nämlich einen Job – bieten. Zusätzlich werden beratende und unterstüt-

Die Sammelcontainer

• können rund um die Uhr gefüttert werden • sind zu befüllen mit ganzer, sauberer Kleidung, aber auch mit Schals, Taschen, Schuhen und Heimtextilien (in zugebundenen Säcken) • sind leicht erreichbar (zu Fuß oder mit dem Auto) • Standorte findet man über das Info-Telefon 0512/583409 oder im Internet unter www.wams.at

Zahlen

Jährlich werden rund 2000 Tonnen gesammelt, sortiert und zum Teil repariert. Etwa ein Drittel wird den vereinseigenen Secondhand-Läden Wams (Innsbruck) und Rock&Ko (Hall) zugeführt.

Verein Wams

1984 von der Caritas mitbegründet. Wams begann mit einem Secondhandladen, wo (mit sieben Arbeitsplätzen) gesammelt, sortiert sowie verkauft wurde. 2011 ist Wams auf über 90 Arbeitsplätze in sechs Betrieben angewachsen – Tendenz steigend.

zende Qualifizierungsmaßnahmen angeboten, damit diese Mitarbeiter den Sprung zurück in den „ersten“ Arbeitsmarkt schaffen. Sie wollen arbeiten und brauchen einfach die Möglichkeit, das zu zeigen. Ebenfalls eine zweite Chance bekommen die „guten Stücke“ bei Wams. Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft und das bedeutet auch, dass viele Leute Dinge haben, die sie nicht mehr brauchen, die aber noch in Ordnung sind. In der Bevölkerung gibt es häufig das Bedürfnis, dass mit den gespendeten „guten, alten Schätzen“ etwas Sinnvolles passiert. Das versuchen wir abzudecken. Bisher haben wir die Sammeltätigkeit vor allem auf Innsbruck Stadt und die umliegenden Gemeinden konzentriert. Wir haben aber festgestellt, dass das Potenzial wesentlich größer ist, und deshalb wollen wir expandieren. Das heißt, in einem nächsten Ausbauschritt bieten wir in den Bezirken Innsbruck Land, Schwaz, Kufstein bzw. im gesamten Unterland vor allem Containersammlung an. Warum wird nur das Unterland erschlossen? Unser Vorhaben ist keine Kleinigkeit. Wir richten 60 neue Standorte ein und ungefähr doppelt so viele Container, wir schaffen dazu zehn neue Arbeitsplätze. Das Team, das die Container abfährt, wird verdoppelt. So einen Wachstumsschritt muss man erst einmal bewältigen. Wir können nicht alles auf einmal machen. Wer sind die Ansprechpartner? Das sind sehr unterschiedliche Partner, die wir haben oder gewinnen möchten. Einmal die Gemeinden, die uns Standorte auf Recyclinghöfen oder auf öffentlichem Grund, etwa bei Kindergärten oder Schulen, anbieten. Dann Pfarren, mit denen wir in Innsbruck sehr gute Erfahrungen gesammelt haben. Sehr wichtig sind Kooperationspart-

© 6020/Rathmayr

Was macht der Verein Wams? Andrea Romen: Wir sind eine Tiroler Non-Profit-Organisation, die Kleidung, Schuhe und Textilien sammelt. Als verlässlicher Partner entleeren wir mehrmals wöchentlich die Container, kümmern uns um die Sauberkeit bei den Standorten und bürgen für eine hohe Transparenz, was mit den gesammelten Waren passiert. Wams steht aber auch für zwei wichtige soziale Zielsetzungen: Langzeitarbeitslosen einen Job anzubieten und als Sprungbrett für den regulären Arbeitsmarkt zu dienen.

GF Andrea Romen

ner wie Supermärkte und Wohnbaugesellschaften. Einen ersten Erweiterungsschritt haben wir in Innsbruck Land und in Schwaz durch den Standortausbau auf MPreis-Filialen schon geschafft. Jetzt sind wir gerade intensiv daran, bei den Wohnanlagen der Neuen Heimat Tirol im Bereich Innsbruck Land und Unterland Container aufzustellen – da hat die Standortsuche und Abgleichung schon begonnen. Vielen Dank für das Gespräch.

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t s u L e i D

n r e k c A m a Graben, säen, jäten, ernten. Die Lust am Gärtnern greift um sich – am Balkon, im Gemeinschaftsgarten, am Acker, mitten in der Stadt. Immer mehr Menschen suchen den Weg, der zurück zur sprichwörtlichen Natur führt. Von Jane Kathrein 

M

irabellen, das sind kleine runde Früchte, etwa so groß wie Kirschen. Sie schmecken wie Zwetschgen.“ Die Mirabellenbäume, die vor uns liegen, strahlen in Weiß. Ob es heuer eine reiche Ernte gibt? Wenn der Frost ausbleibt, vielleicht ja, meint Barbara. Es ist April, die Temperaturen stehen jedoch schon auf Mai und das treibt die Vegetation an. Auf den Mirabellen-Geschmack sind inzwischen auch die Nachbarn hier im Westen von Innsbruck gekommen. Im vergangenen Herbst haben sich einige Leute sogar getraut zu fragen, ob sie welche pflücken dürfen. Dass man die Ernte teilt, das war für Barbara und ihre Gartenkolleginnen klar. Die Mirabellen sind inzwischen der Renner. Dabei war vor drei Jahren, als Barbara und elf andere Stadtmenschen den Privatgarten in Pflege nahmen, nicht sicher, ob sich die Bäume überhaupt erholen würden. Der Garten war verwildert. Die Besitzerin ist eine über 80-jährige Dame, die selber nicht mehr Hand anlegen kann.

Warten auf den Garten.

grün statt grau. Die Möglichkeiten, in der Stadt etwas Natur zu erleben, sind begrenzt, aber da: Gemeinschaftsacker, Schrebergärten, Guerilla Gardening.

Hacken, pflanzen, ernten. Das große Graben hat begonnen. Immer mehr Menschen holen sich das Grün in die Stadt. Die Wartelisten für Schrebergartengrundstücke in Innsbruck sind lang. „Mit bis zu zehn Jahren muss man rechnen“, stellt Ingrid Mader vom Innsbrucker Immobilien Service, das im Auftrag der Stadt Innsbruck sämtliche


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© 6020/Rathmayr (2), Interkultureller Garten (1)

Schreber- und Kleingärten vergibt, klar. Anfang März waren schon 178 Personen vorgemerkt. 399 Grundstücke werden derzeit vermietet. Pflege und Bepflanzung sind in der Kleingartenverordnung niedergeschrieben. Ebenso wie Ruhezeiten. Jenseits der Schrebergärten entsteht in Tirol eine neue Gartenkultur, die sich Guerilla Gardening, Gemeinschafts­garten und urbane Landwirtschaft nennt. Der Garten als privater Rückzugsraum ist für viele Naturmenschen nicht mehr attraktiv. Gemeinschaft, auch im Sinne von Nach-

süsse früchte. Der Mirabellenbaum verspricht eine reiche Ernte.

barschaftshilfe, wird bei Projekten wie dem Interkulturellen Gemeinschaftsgarten, der Ackerbande oder dem Osterfeld groß geschrieben. Denn nur wenn viele Menschen gemeinsam kleine Schritte tun, kann man etwas Großes bewegen.

Guerilla Gardening. Sie kommen in der Dunkelheit, um die Stadt grün zu machen. Bei Nacht und Nebel sind sie unterwegs, ausgestattet mit Spaten, Blumenerde und Saatgut. Guerilla-Gärtner geben Grünstreifen, die keiner pflegt, hässlichen Verkehrsinseln und unbebauten Grundstücken einen Anstrich. Ihre Pflanzaktionen sind jedoch illegal. Sie pflanzen auf eigene Gefahr und auf Boden, der ihnen nicht gehört. Aber sie bringen Farbe in den städtischen Einheitsbrei und finden immer mehr Anhänger. Die ersten Gartenpiraten waren in

Wurzeln schlagen

Gemeinsam ackern. Im Interkulturellen Garten wird im Team gegartelt.

Im Interkulturellen Garten geht es um mehr als nur Blumenerde.

D

ie letzten Beete sind vergeben“, verkündet Mirela. Die Winterruhe im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Wilten ist beendet, die zweite Gartensaison hat begonnen. Es gibt viele bekannte Gesichter in der Runde, einige neue sind dazu gekommen, denn im Sinne der Vielfalt öffnet sich der Garten seit heuer auch Gärtnerinnen und Gärtnern, die aus Afrika und Asien zugewandert sind. Rund 60 Familien und Einzelgärtner mit vielfältigen persönlichen und beruflichen Hintergründen säen, gießen, ernten, spielen und genießen die Sonne in Wilten heuer wieder gemeinsam. Das Interesse an dem Projekt, das im September 2009 gestartet wurde, ist groß. Es gibt eine Warteliste und Auswahlkriterien. 19 Familien bzw. Einzelbeete und sieben Gruppenbeete werden bepflanzt, in den acht Gemeinschaftsbeeten finden Kräuter, Stangenbohnen, Tomaten, Beerensträucher und Kürbisse ihren Platz. Die Gemeinschaftsflächen werden von Freunden des Interkulturellen Gemeinschaftsgartens mitgestaltet. Das Zentrum des Gartens bildet ein buntes gemeinschaftliches Hügelbeet. Gearbeitet wird mit der Natur. Hier geht es nicht um auf-

polierte Blütenpracht und auch nicht darum, wer den größten Kürbis zieht. Einmal im Monat treffen sich die Gärtner, um Organisatorisches zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. Weil Projektkoordinatorin Petra Obojes einen Schritt kürzer tritt, teilen sich Mirela und zwei weitere Gartenfreunde heuer die Aufgaben. Es gibt eine Kerngruppe, die das Projekt weiterentwickelt, eine Gartengruppe, die die Beete bewirtschaftet, und Kleinteams, die gemeinsame Aktivitäten organisieren. Man lernt voneinander und teilt die Verantwortung für die Gestaltung des Gartens und des Gartenjahres. Erste Veranstaltungen wie das Sommerfest mit rund 250 Besuchern, eine interkulturelle Gartenwanderung in Kooperation mit dem Welthaus Innsbruck und eine gärtnerische Entdeckungsreise für Kinder mit der Kinder-Sommeruni stärken das Gemeinschaftsgefühl. Ein- bis zweimal wöchentlich findet im Garten eine Sprach-Übungsgruppe Deutsch statt. Mitwerken im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten können alle interessierten Menschen, die in Innsbruck leben – egal ob mit oder ohne Gartenerfahrung. q www.garteninnsbruck.blog.at

Der Weg zu gratis Obst.

Die leckersten und größten Mirabellen gibt es im Kiechlanger in Absam, verspricht der Eintrag. Mundraub.org heißt die Internet-Plattform, die per Google-Maps-Karte den Weg zu Gratis-Obst zeigt. „Es ist doch paradox, dass wir Äpfel kaufen, die zum Teil aus Übersee importiert werden“, sagt Initiatorin Katharina Frosch. „Wir wollen, dass die Menschen die regionalen Schätze der Natur wieder zu würdigen wissen.“ Für ihr Konzept wurden die Berliner vor kurzem bereits zum zweiten Mal vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung ausgezeichnet. Pro Tag besuchen laut Frosch mehrere tausend Menschen die Seite, rund 1500 Pflück-Tipps sind online. Die meisten aus Deutschland. Doch auch in Österreich, Italien, Mazedonien und in Marokko gibt es bereits Einträge. Um die Idee „fruchtbar“ zu machen, sind alle zum Mitmachen aufgerufen, Obstbäume mit der dazu gehörigen Wegbeschreibung auf mundraub. org einzutragen. Für Tipp-Geber gilt: Wer etwas in der Online-Karte einträgt, sollte sicher stellen, dass man auch wirklich frei pflücken darf. Denn man wolle nicht zum Plündern der Natur aufrufen, vielmehr steht die Hege und Pflege von Bäumen im Mittelpunkt, die ein Schattendasein am Straßenrand fristen.

Für Guerilla-Gärtner: Samenbomben.

Samenbomben sind kleine Kügelchen aus Ton, Erde oder Kompost und Samen. Sie lassen sich gut verwenden, um schwer zugängliche Orte zu bepflanzen. Über Zäune geworfen oder in kleine Ritzen im Asphalt gelegt, fangen sie bald an zu sprießen. Dazu mischt man fünf Teile rote Tonerde mit drei Teilen Erde oder Kompost und einem Teil Samen. Einen Teil Wasser hinzufügen und zu kleinen Kügelchen formen. Ein bis zwei Tage trocknen lassen. Dieser Tipp stammt von www.guerillagaertner.com.


natur pur. Die Ackerbande hat sich ein eigenes Feld gepachtet.

Bande knüpfen Gemeinschaftliches Garteln ist im Trend – auch in Tirol.

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in paar Freunde beginnen, gemeinsam Gemüse anzubauen. Ganz natürlich, ohne Gift und ohne den Einsatz von Maschinen. Es ist der Beginn eines sozialen Experimentes. Viereinhalb Jahre später ist aus der Gruppe eine große Ackerbanden-Familie geworden, die noch immer im Einklang mit der Natur und sich selbst wirtschaftet. Wie funktioniert das, wenn es keine Hierarchien und klare Regelungen gibt? Ein paar Leute organisieren die saisonalen Termine, jeder bringt seine Erfahrungen bei Aussaat, Bepflanzung und Planung ein. In den Gruppentreffen kommt jeder zu Wort, auch die jüngsten Gärtner. Ideen werden gemeinsam gesponnen, man setzt sich gemeinsam Ziele. Jeder macht so viel er kann und mag – es steckt viel Liebe in diesem Experiment. Jedes Pflänzchen wird daheim vorgezogen. Seit zwei Jahren wird das gepachtete Feld von einem Bauern geeggt, früher hat man das von Hand gemacht. Im Umland von Innsbruck enstehen gerade eine Reihe von Projekten im Stil der Ackerbande. Gemeinschaft wird bei allen groß geschrieben. Am Osterfeld in Afling bei Kematen bewirtschaftet jeder Gärtner sein eigenes Beet, im Mittelgebirge bestellen Hobbygärtner gemeinsam mit einem Bauern ein Feld. Samen werden getauscht, auch Pflanzen. Immer mehr Menschen suchen den Weg zurück zur Natur – eine Entwicklung, die sich auf den Bauernmärkten fortsetzt. Dort feiert übrigens der Löwenzahn in diesem Frühling ein Comeback. q

Elisabeth Senn

Die Schlagworte lauten: Eigeninitiative, Ausgleich, Lebensqualität, Erholung. Aber auch: Selbstversorgung, Ernte, Gemeinschaft. den 1970er Jahren in London und New York unterwegs. Der Ausdruck von politischem Protest und zivilem Ungehorsam stand dabei im Vordergrund. Heute sehen sich viele der Guerilla-Gärtner mehr als Künstler im öffentlichen Raum mit ökologischem Hintergrund. Oder als urbane Gärtner, die sich die Stadt als lebenswerte Umwelt erfahrbar machen und „mit den eigenen Händen“ in Besitz nehmen. Aus der Piratenbewegung sind in vielen Städten offiziell anerkannte Vereine und Freiwilligenorganisationen geworden.

Einfach grün. In Tirol pflegen Hobbygärtner entweder Privatgärten, auf die sie – so wie zum Beispiel Barbara – über private Kleinanzeigen stoßen, Gleichgesinnte schließen sich zusammen und pachten als Gruppe ein Feld oder bewirtschaften gemeinsam mit einem Bauern. Was treibt diese Leute an? „Es sind in erster Linie Menschen, die gerne in der Natur arbeiten und aus dieser Arbeit einen Nutzen ziehen wollen“, bringt es Elisabeth Senn von PermaKulturTirol auf den Punkt. Die Schlagworte lauten: Eigeninitiative, Ausgleich, Lebensqualität, Erholung. Aber auch: Selbstversorgung, Ernte, Gemeinschaft. In den Unterschieden liegt der Reiz des gemeinschaftlichen Gärtnerns. Einer kann vom anderen lernen – wenn er will. Der neue Trend zum städtischen Grün bringt viele positive Nebeneffekte. Urbane Gärten sind gut fürs Mikroklima, sie bringen Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft zusammen. Sie fördern das Miteinander, sparen Energie und Treibhausgase ein. PermaKulturTirol sieht sich als Plattform für Menschen, die wieder im Einklang mit der Natur anbauen, essen und leben

wollen. Das Ziel ist, gesunde Lebensmittel in der Stadt anzubauen, zu ernten, sie mit anderen zu teilen, zu tauschen oder gemeinsam zu verzehren. Neben dem Interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Wilten soll es in Innsbruck bald ein weiteres offizielles gemeinschaftliches Gartenprojekt geben. „Ich habe bei der Stadt Innsbruck Interesse an einer Grünfläche deponiert. Die Reaktionen waren positiv“, berichtet Elisabeth Senn. Wer sich für eines der vorgestellten Projekte interessiert, kann sich an PermaKulturTirol wenden. Wer jetzt schon zur gemeinschaftlichen Nutzung der Natur loslegen will, sollte auf www.mundraub.org vorbeischauen. Hier findet man eine Google-Map, in der herrenlose Obstbäume eingetragen werden können. Für Tirol gibt es derzeit nur einen Eintrag. Ein Miq rabellenbaum in Absam. 

Buchtipps: • „Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden“ von Steffen G. Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger, At Verlag. • „Handbuch Samengärtnerei: Sorten erhalten. Vielfalt vermehren. Gemüse genießen.“ von Andrea Heistinger, HG: Arche Noah & Pro Specie Rara, Löwenzahn Verlag Innsbruck. • „Handbuch Biogemüse“ von Andrea Heistinger, HG: Arche Noah, Löwenzahn Verlag. • „Terra Madre“ von Carlo Petrini, GU Verlag. • „Guerilla Gardening – Ein botanisches Manifest“ von Richard Reynolds, Orange Press. • „Handbuch der Permakultur-Gestaltung“ von Bill Mollison, Permakultur-Akademie im Alpenraum.

© 6020/Rathmayr (1), Ackerbande (1)

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5 Euro. Diese Münzen nehmen mit neun Ecken und der Abbildung der Landeswappen sehr stark Bezug auf den föderalen Aufbau Österreichs. Eine dieser Münzen ist dem Thema „Tiroler Freiheit 1809–2009“ gewidmet.

10 Euro.

Jäger des verlorenen Schatzes – Auf den Münzspuren der OeNB Geh in 6020 auf Münzsuche und gewinne eines von drei wertvollen Münzpaketen (im Wert von 1050, 300 und 250 Euro) von der Oesterrechischen Nationalbank!

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ie Oesterreichische Nationalbank (OeNB) wurde 1816 gegründet, sie ist damit die älteste Aktiengesellschaft in Österreich. Man kann sie als „Quelle des Geldes“ bezeichnen, da das gesamte Bargeld von der OeNB verteilt und im Wege der Banken und Post für die Konsumenten und Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Alleine in der Tiroler Wirtschaft kursieren schätzungsweise 50 Millionen Stück Scheine sowie über 300 Millionen Stück Münzen. Diese kommen in einem Kreislauf immer wieder zurück zur Nationalbank und ihrer Tochter GeldService Austria, werden gezählt, geprüft, sortiert, gegebenenfalls ausgetauscht und dann wieder ausgegeben. So durchläuft alleine eine

Banknote drei bis vier Mal pro Jahr diesen Prozess, damit ist auch ein hoher Schutz vor Fälschungen gewährleistet. Die österreichischen Banknoten und Münzen werden von zwei Tochterunternehmen der OeNB hergestellt, der Oesterreichischen Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH und der Münze Österreich AG (beide in Wien). Während bei den Scheinen nur anhand der Seriennummer die österreichische Herkunft erkennbar ist (wenn der erste Buchstabe ein „N“ ist), gibt es bei den Münzen österreichische Motive bzw. österreichische Sonderausgaben, welche auch vor Ort bei Schoeller Münzhandel in der Adamgasse erhältlich sind. Solche sind zum Beispiel:

2 Euro. Neben dem Standardmotiv („Bertha von Suttner“) hat Österreich wie alle anderen Euro-Teilnehmerländer das Recht, pro Jahr maximal eine 2-Euro-Münze mit einem anderen Motiv auszugeben. In Österreich wurde diese Möglichkeit nur drei Mal genutzt, z. B. 2005 zur Feier „50 Jahre Staatsvertrag“.

Die erste dieser Münzen wurde 2002 ausgegeben, sie zeigt das „Schloss Ambras“.

25 Euro. Diese besonderen Münzen bestechen nicht nur durch die Verbindung von zwei Metallen (Silber & Niob), der Niob-Kern weist zudem bei jeder Ausgabe eine unterschiedliche Farbe auf. Die Technologie dazu stammt aus Tirol, und zwar von den Metallwerken Plansee. Die erste Münze wurde der Stadt Hall (700 Jahre) gewidmet.

Philharmoniker in Gold. Die erstmalige Ausgabe erfolgte 1989, es gibt ihn in verschiedenen Größen (von 1/10 bis zu einer ganzen Unze) und der Preis ist vom tagesaktuellen Gold- und Dollarkurs abhängig.

Philharmoniker in Silber. Den „kleinen Bruder“ gibt es erst seit drei Jahren und in einer Ausführung, nämlich zu 1 Unze = 31,1 Gramm. q

Gewinnspiel Zähle die versteckten Münzen (ausgenommen auf dieser Seite) in diesem 6020-Magazin, spiel mit und gewinne:

1. Platz: 1 großer Gold-Philharmoniker (Wert: 1050 Euro)

2. Platz: 10 Silber-Philharmoniker (Wert: 300 Euro)

3. Platz: 5 Niob-Münzen (Wert: 250 Euro) Anmerkung: Die genauen Gegenwerte sind abhängig vom jeweiligen Gold- und Silberkurs (Stand Anfang April 2011).

Kennwort: „Münzsuche“ Einsendeschluss: 23.5.2011 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · Karl-Kapferer-Str. 5 · Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at


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a n a s a Trikon

für alle

Ist Yoga das neue Fitnessstudio? Auf jeden Fall haben Sonnengruß und Lotussitz das Öko-Image hinter sich gelassen, die Szene boomt – und zwar gewaltig. 6020 hat sich die vier größten Studios in Innsbruck genauer Von Sonja Kainz, Mitarbeit: Barbara Wohlsein angeschaut.

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© 6020/rathmayr (Alle)

er beiläufig in einer Besprechung gefallene Satz: „Ich kenne mittlerweile keine Frau mehr, die nicht Yoga macht“ war für 6020 ein guter Anlass, die Innsbrucker Yogi-Szene ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Yoga-Boom hat die Stadt in den letzten Jahren nämlich voll erfasst – und entgegen der verbreiteten Meinung sind nicht nur Frauen der uralten indischen Lehre verfallen. Übersetzt bedeutet Yoga so viel wie „zusammenbringen, verbinden, vereinen“. Es ist eine Lehre, die mit Hilfe körperlicher Übungen – Asanas – neben einer allgemeinen Kräftigung und Flexibilisierung des Körpers auch psychische Ausgewogenheit und innere Gelassenheit bringen soll. Mittlerweile gibt es vier große Yoga-Studios in der Stadt und zahlreiche weitere Möglichkeiten, Krieger, Krähen und andere Körperhaltungen mit kreativen Namen zu üben. 6020 stellt die Angebote und Leistungen vor.


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Yogamood – die Schicken.

Das Yogamood ist seit eineinhalb Jahren geöffnet und damit das jüngste der insgesamt vier Innsbrucker Studios. Die Yogis und Yoginis erwartet eine gediegene Atmosphäre, hier geht es sowohl um die Entspannungs-, aber auch um die Fitnesskomponente des Yoga. Es gibt getrennte Umkleidekabinen für Männer und Frauen, verschließbare Kästen sowie top gepflegte Duschmöglichkeiten. Vor allem bei diesen Details wird der berufliche Hintergrund der Besitzerin Michaela Waibel-Underberg als Sportwissenschafterin, Universitätsdozentin und Beraterin von Fitnessstudios erkennbar. Insgesamt ist das Yogamood auf Wohlfühlatmosphäre mit fachlicher Kompetenz getrimmt. Über die Qualifikation ihrer Lehrer wacht die Chefin persönlich (sie selbst unterrichtet die Fortgeschrittenen-Kurse, aber auch Anfänger), unter 500 Stunden Ausbildung wird nach eigenen Angaben niemand auf Schüler losgelassen. Insgesamt unterrichten sechs Trainer im Yogamood. Unterwiesen werden nicht nur Asanas, sondern auch Atemübungen (Pranayama) und Meditation. Das Besondere an ihrem Studio sieht Waibel darin, dass im Yogamood verschiedene Stile wie beispielsweise Iyengar (hier wird mit Hilfsmitteln an der richtigen Technik gearbeitet), Seniorenyoga und das trendige Hot Yoga (gibt es tirolweit nur im Yogamood) nebeneinander unterrichtet werden. „Ich lege Wert darauf, dass jeder Schüler sein Yoga findet, deshalb sind wir sehr individuell ausgerichtet.“ Auf insgesamt 400 Quadratmetern Fläche sind zwei Räume untergebracht, in denen die Kurse abgehalten werden. Höchstens 30 Schüler sollten dabei sein. Die Einheiten sind zwischen 60 und 90 Minuten lang. Kostenpunkt: Ab 49 Euro pro Monat (für eine Einheit pro Woche), allerdings setzt dies eine Bindung von 24 Monaten voraus. Unlimitierten Yoga-Zugang gibt’s ab 79 Euro monatlich, einzelne Schnupperstunden ab 10 Euro. Nettes Extra: Das monatliche Samstags-Frühstück mit 75 Minuten Yoga, danach gibt es gratis Müsli und Kuchen. Wo? Sillgasse 12 Kontakt: www.yogamood.at

Yoga Zentrum Innsbruck – die Erfahrenen.

„Wir arbeiten ganz, ganz ruhig, eher zurückhaltend“, sagt Nura Kissener, Gründungsmitglied des Yoga Zentrum Innsbruck, dem ältesten Yoga-Studio der Stadt. Dieses existiert bereits seit 1987. Ohne Werbung und ohne Wirbel wuchs das vom Berufsverband der Yogalehrenden in Österreich (BYÖ) als Ausbildungszentrum anerkannte Studio stetig und übersiedelte bereits zwei Mal in größere Standorte. Drei Räume, zwischen 50 und 70 Quadratmeter groß, stehen den Schülern jetzt zur Verfügung. Unterrichtet wird von erfahrenen Persönlichkeiten, die mindestens eine vierjährige Ausbildung absolviert haben. Sogenannte offene Klassen, bei denen Schüler je nach Lust und Laune teilnehmen können, oder auch nicht, gibt es im Yoga Zentrum nicht. Die Kurse sind alle aufbauend und für Anfänger, leicht Fortgeschrittene und Fortgeschrittene konzipiert. Im Yoga Zentrum steht mehr der Geist als der Körper im Fokus. Ruhe und Stille werden groß geschrieben, Ehrgeiz und Leistungsdenken sollten draußen bleiben. „Jeder geht nur so weit, wie er kann. Die Kurse sind sehr sorgfältig aufgebaut“, erzählt Nura. Dem Sonnengruß – eine klassische Übungsabfolge – wird beispielsweise ein ganzer Kurs gewidmet. „Achtsamkeit ist uns sehr wichtig.“ Was die Teilnehmer im Yoga erfahren, soll auch auf den Alltag angewendet werden können. Die Kursteilnehmer erwarten getrennte Umkleidekabinen (ohne Duschen und Kästchen) und schöne, helle Räumlichkeiten. Das Publikum ist tendenziell etwas älter. Schnupperkurse à 60 Minuten sind ab 35 Euro buchbar und beinhalten drei Einheiten, eine Stunde schlägt bei diesem Tarif mit rund 11,70 Euro zu Buche. Ein Anfängerkurs (10 Einheiten) kostet 130 Euro, das heißt 13 Euro pro Stunde (75 Minuten). 14 Trainer unterrichten insgesamt im Yoga Zentrum, in den Klassen sind nie mehr als 15 Schüler. Wo? ResselstraSSe 18 Kontakt: www.yoga-tirol.at

© 6020/rathmayr (Alle)

E DIE SCHÖNSTEN SCHUH IM GANZEN LAND.

6020 Innsbruck, Maria Theresien Straße 29 (direkt neben dem Haupteingang zum Kaufhaus Tyrol)


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Ja Yoga – die Kinderfreundlichen.

Dieses kleine, aber feine Yoga-Studio gibt es seit 2008. Praktiziert wird in einem rund 80 Quadratmeter großen, modernen und sonnendurchfluteten Raum mit Panoramafenstern. Etwas beengend sind allerdings die Umkleidemöglichkeiten, die sich Männer und Frauen teilen. In der kleinen Nische links vom Eingang staut sich’s bei direkt aufeinander folgenden Klassen mit verstärktem Andrang recht ordentlich. Auch nicht unbedingt zur Entspannung trägt bei, dass sich zahlende, umziehende, kommende und gehende Schüler auf wenigen Quadratmetern mischen. Sieben Lehrer und Lehrerinnen unterrichten derzeit im Ja Yoga in unterschiedlichen Stilen. Besonders eingegangen wird hier auf (werdende) Mütter. Neben mehreren speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Kursen wie „Postnatal Yoga“ und „Mummy Fit“ gibt’s auch die Möglichkeit, die Kinder in einer Kinderkrippe im Haus stundenweise betreuen zu lassen. Auch bei der Preisgestaltung zeigt Studiobesitzerin Julia Mölk ihr Herz für Mütter: Alleinerzieherinnen bekommen die Stunden günstiger. Die 39-Jährige begann selbst während ihrer ersten Schwangerschaft mit Yoga. „Ich finde, dass das eine ganz wichtige Zeit ist, um zum Yoga zu finden, und dass es sehr schön ist, den Frauen in dieser Zeit Kraft zu geben.“ Fast alle Lehrerinnen haben auch selber kleine Kinder. Nura Kissener, Gründungsmitglied des Yoga Zentrums Innsbruck, war Julias „Yoga-Mama“, später unterrichtete sie einige Jahre im Yoga Shala, bevor sie ihr eigenes Studio eröffnete. Die maximale Klassengröße sollte 20 nicht übersteigen, in Ausnahmefällen können es in offenen Klassen auch mal 25 werden. Ein Schnupperblock für drei Einheiten (90 Minuten) kostet im Ja Yoga 20 Euro (gültig für vier Wochen), der Normaltarif für einzelne Stunden beträgt 15 Euro. Für einen Zehnerblock bezahlt man 100 Euro (gilt zwölf Wochen). Wo? AndechsstraSSe 48 Kontakt: www.jayoga.com

Wo man in Innsbruck außerdem Yoga praktizieren kann: • Volkshochschule Die Räumlichkeiten sind nicht ideal, die Lehrer bemüht, aber nicht für jeden passend. Kosten: 108 Euro für zehn Einheiten.

• Fitnessstudios Happy Fitness, Alfa Sports, Body & Soul Mit der Unterrichtsqualität und Atmosphäre von Yogastudios können die Kurse nur selten mithalten.

• Universitätssportinstitut Innsbruck (USI) Die Yoga-Kurse am USI sind seit Jahren innerhalb von Minuten ausgebucht. Vorteil: sehr günstig (ab 24 Euro pro Semester für Studenten), Nachteil: Turnhallen-Atmosphäre.

• Ayurveda-Yoga Kathrin Bielowski unterrichtet in der Pradlerstraße 30 regel­ mäßig Yogakurse (8-Wochen-Kurs für 96 Euro), außerdem veranstaltet sie gemeinsam mit Lies Bielowski Yoga-AyurvedaReisen nach Italien. www.ayurveda-yoga-eu.com

Antaratma Yoga Shala – die Lockeren.

Von der Atmosphäre her erinnert das Shala an Yogastudios in Studentenvierteln europäischer Großstädte: Nicht zu clean, aber charmant mit Hinterhof-Charakter. Der große Raum im ersten Stock ist über 200 m2 groß, hat Flair und angenehmes Licht, der Raum im Erdgeschoß ist kleiner, aber funktional. Was auffällt: Hier machen auch viele junge Männer Yoga (vermutlich, weil die Kurse körperlich durchaus fordern). Der Unterrichtsstil ist von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich, aber immer angenehm fließend – es sollte jeder seinen „Typ“ finden. Im ersten Stock gibt es einen gemischten Umkleideraum (ohne Duschen), vor Kursen im Erdgeschoß werden manchmal direkt vor der Rezeption die Hosen herunter­gelassen (zur Klarstellung: Es gäbe Umkleidekabinen). Das Shala wurde 2003 vom Ehepaar Kira Cook und Lucas Pradlwarter gegründet, das sich – ganz klassisch – auf einer Indienreise kennenlernte. In ihren Unterricht lassen sie verschiedenste Yoga-Richtungen einfließen, mit denen sie auf Reisen und in vielen Workshops in Berührung kamen. „Unsere Ausbildung beruht in erster Linie auf Praxis“, sagt Lucas. Er findet es gut, dass die Yogaausbildung in Österreich nicht geregelt ist. „Ich würde niemanden als Autorität sehen, der die Fähigkeit besitzt, das zu regulieren.“ „Für mich ist Yoga eine lebenslange Arbeit und Suche. Die Leute sollen sich spüren. Meine Philosophie ist, vom Herzen zu lehren“, beschreibt Kira ihre Einstellung. „Ich versuche niemanden geradezubiegen. Ich bin der Meinung, dass grundsätzlich alle gerade sind“, fügt Lucas hinzu. Die Lehrer im Shala werden zuerst von den beiden Besitzern unter die Lupe genommen und, wenn für fähig befunden, als „Trainees“ aufgenommen. Derzeit unterrichten sieben Lehrer (inklusive Lucas und Kira). Schnupperklassen sind im Shala um sieben Euro zu haben, ein Zehnerblock für Nichtmitglieder ohne Ermäßigung kostet 96 Euro, pro Stunde à 90 Minuten sind also 9,60 Euro zu berappen. Günstiger gibt es das Angebot für Einkommensschwache und Mitglieder. Die Klassengröße ist schwankend, in offenen Klassen kann es an bestimmten Tagen schon recht voll werden. Wo? Andreas-Hofer-StraSSe 13 Kontakt: www.yoga-innsbruck.com

Alle Lehrer und Studios in Österreich findet man auf www.yogaguide.at.

Wie anstrengend ist Yoga? Das kommt darauf an – ruhige, meditative Klassen haben mit Sport nicht viel gemeinsam, bei dynamischen und fließenden Stilen wie Vinyasa oder Ashtanga kommt man auf jeden Fall ins Schwitzen. Ein Sonderfall ist Hot Yoga (in Amerika und bei Promis äußerst beliebt), wo in einem knapp 40 Grad heißen Raum 90 Minuten lang praktiziert und transpiriert wird („Bikram-Style“). Die sportlichste Herausforderung in Innsbruck ist wohl Hot Vinyasa, das einmal wöchentlich im Yogamood angeboten wird. Kondition, Yoga-Erfahrung und ein sehr stabiler Kreislauf sind hier Voraussetzung.

DAS FAZIT Yoga ist in jeder Hinsicht Geschmackssache. Nicht nur, was den Unterrichtsstil, sondern auch, was das Ambiente betrifft. Die einen mögen es clean, sportlich und europäisiert, die anderen familiär und leicht spirituell. Nicht zuletzt kommt es auf den einzelnen Lehrer an – in fast jedem Studio gibt es jemanden, mit dem man „kann“ oder eben „nicht kann“. Billig sind Yogastudios leider nie – mit knapp zehn Euro pro Einheit muss man fast immer rechnen.


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t u a r t h c i s die

Š 6020/Berger (alle)

, t u a r B r e d t i m t f Das Geschä


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Ja, ich will. Den schönsten Tag des Lebens lassen sich die Tirolerinnen einiges kosten. Die heimische Wirtschaft hat die „Braut“ längst als Zielgruppe entdeckt. Und seit heuer gibt es mit Von Jane Kathrein dem Weddingplaner auch noch ein neues Berufsbild. 

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n den Räumlichkeiten der Boutique Lunardi bekommt man in diesen Tagen leicht Platzangst. An Freitagen und Samstagen geben sich die zukünftigen Bräute quasi die Klinke in die Hand. Einige sind schon zum vierten Mal da, ihr Traumkleid haben sie aber noch nicht gefunden. Für Simon Lunardi, Inhaber des Shops, ist das nichts Neues: „Dass man bei der ersten Anprobe in ‚das‘ Kleid schlüpft, kommt selten vor.“ Dabei vertraut frau auch auf das Urteil der Freundin, der Trauzeugin, der Mutter. Das Traumkleid darf dann auch einiges kosten: 1400 bis 2000 Euro. Ein gebrauchtes Kleid kommt für die meisten Frauen nicht in Frage. Lunardi hat seine Boutique vor zwei Jahren in den Innsbrucker Rathausgalerien eröffnet. Bewusst in zweiter Reihe. Braut-

mode zieht neben potenziellen Kunden nämlich auch viele Schaulustige an.

Heiraten boomt. In Innsbruck wurden 2010 rund 60 Ehen mehr geschlossen als im Vorjahr, so eine Erhebung der Statistik Austria. Und auch für heuer rechnen die Standesbeamten mit einer kräftigen Zunahme. Ein besonders begehrter Hochzeitstermin ist zum Beispiel der 30. April. Dass das Ja-Sagen wieder boomt, zeigte auch die Hochzeitsmesse, die im Feber in Innsbruck stattfand und äußerst gut besucht war. Die Vorbereitung der Feierlichkeiten ist ganz klar immer noch Frauensache, wie Flora Oberhammer von der Messe Innsbruck erklärt: „Unter den Besuchern waren vor allem junge Bräute mit kleinen Kin-

dern. Die kommen mit Freundinnen oder der Mutter auf die Messe. Welcher Mann sieht sich schon freiwillig fünfzig Eheringe an?“ An diesen zwei Tagen wird viel umgesetzt. Die meisten Aussteller haben seit 15 Jahren einen Stand auf der Messe. Es sind Betreiber von Brautmodesalons, Juweliere, Weinhändler und in letzter Zeit auch Wellnessanbieter. Die Beautyindustrie verdient am schönsten Tag im Leben einer Braut nämlich ordentlich mit. Friseur, Pediküre und Maniküre gehören zum Pflichtprogramm. Fitnessstudios bieten „Trimm dich fit für die Hochzeit“-Kurse an. Schlankheitsinstitute versprechen die effektivste Diät, damit das Traumkleid wie angegossen sitzt. Im Vorjahr trat auch erstmals eine Weddingplannerin bei der Hochzeitsmesse an. Heuer waren es schon drei. >

Den ganzen Sommer lang mobil Es gilt für alle Nahverkehrsmittel, sowie für die Hungerburgbahn und alle Nightliner in ganz Tirol: Das neue SommerferienTicket 2011. Alle Jugendliche ab Geburtsjahr 1992 und jünger können in diesem Sommer mit allen öffentlichen Nahverkehrsmitteln in ganz Tirol unterwegs sein. Das Sommerferien-Ticket gilt vom 9. Juli bis zum 12. September 2011.

VVT / Cracofoto

© 6020/Berger (alle)

GüNSTiGer im VorVerkAuf holeN Zwischen 15. mai und 8. Juli 2011 findet der Vorverkauf statt: erhältlich ist dann das Sommerferien-Ticket um 24,90 euro in den kundenCentern und an den Ticketautomaten von VVT, ÖBB und iVB, sowie in allen regionalen Buslinien. mehr infos zum Sommerferien-Ticket unter www.vvt.at


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Angela lindner

Seit Feber gibt es am Wifi Innsbruck einen eigenen Kurs für Weddingplanner. Tanja corradini

Berufsbild Hochzeitsplaner.

Vernetzung ist alles.

Im Sog des Heiratsbooms entstehen also auch neue Berufsbilder. Seit Feber gibt es am Wifi Innsbruck einen eigenen Kurs für Weddingplanner. In 80 Unterrichtseinheiten erfahren künftige Hochzeitsplaner Grundlegendes zur Unternehmensgründung und zu Themen wie Hochzeitsbudget, Bekleidung, Frisur, „Agape und Tafel“ sowie Konfliktund Pannenmanagement. Sechs Frauen haben den ersten Kurs in Tirol abgeschlossen. Mehr als 20 Interessenten soll es für die zweite Auflage (die im April startet) geben, so Ausbildungsleiterin Angela Lindner. Sie betreibt seit 2006 die Agentur „Wedding Angel“ in Wien. Kostenfaktor der Ausbildung: 1150 Euro. Lindner warnt davor, den Beruf des Weddingplanners durch die rosarote Brille zu sehen. Die meisten Hochzeitsplaner fassen neben ihrem Hauptberuf langsam Fuß. Wer keine Kontakte in die Selbstständigkeit mitbringt, hat es in den ersten ein bis zwei Jahren umso schwerer. Der Markt ist umkämpft. Die Angst vor dem Ideenklau groß. Die ersten ausgebildeten Weddingplanner haben ihren Businessplan im Geheimen ausgearbeitet. Die Konkurrenz in der relativ jungen Branche ist groß. Einige aktive Hochzeitsplaner haben inzwischen ihre Honorarvorstellungen wieder aus dem Netz genommen – und verhandeln den Preis lieber im persönlichen Gespräch.

Tanja Corradini, Betreiberin der Hochzeitsagentur „Mit Herz“, hat vor ein paar Wochen ihr erstes Brautpaar getroffen. Die aufgeweckte Tirolerin hat sich das Rüstzeug zum Hochzeitsplaner über Jahre hinweg angeeignet. Denn Hochzeitsplanung sei eine Berufung. Die Vorbereitung der Feier ein aufwändiges Projekt. Gemeinsam mit dem Tappeiner-Verlag bringt Tanja Corradini derzeit die Produktserie „Traut’s enk“ auf den Markt, die aus einer 320 Seiten starken Hochzeits- und Festefibel, dem Tiroler Hochzeitsplaner und einem OnlineHochzeitsportal besteht. Den Großteil des Buches (Preis: 29,90 Euro) macht die Präsentation eines flächendeckenden Partnernetzes aus. Ein Gesamtpaket? Noch nicht ganz. Ob es am heimischen Markt ankommt, wird man sehen. Das Hochzeitsmagazin „Yes“ trat vor einem Jahr mit einem ähnlichen Konzept auf den Tiroler Markt. Onlineportale wie www. traumhochzeit.cc bieten ebenso viel Service, wenngleich mit marktschreierischem Auftritt. „Ich kenne jeden meiner Partner persönlich und kann ihn meinen Paaren daher guten Gewissens empfehlen“, sagt Tanja Corradini und sieht darin die Stärke ihres regionalen Netzes. Damit soll man nicht beim nächstbesten, sondern beim besten Anbieter landen.

Gefragte Zeremonienmeister. In einer Marktnische breiten sich seit Jah-

resanfang auch die ersten Tiroler Hochzeitsredner aus. Susanne Parth-Black­ smith und ihre zwei Hochzeitsrednerinnen machen eine freie Zeremonie abseits von Traualtar und Standesamt möglich. Die Zielgruppe: Paare mit verschiedenem religiösen Hintergrund, jene, die aus der Kirche ausgetreten sind, und auch jene Hochzeitswilligen, denen das Standesamt zu unpersönlich ist. Und natürlich auch gleichgeschlechtliche Paare, die die Eintragung der Partnerschaft feierlich gestalten wollen. Die Nachfrage ist da. Noch bevor man mit der Bewerbung des Angebotes loslegte, trudelten die ersten Anfragen ein. Die beiden Hochzeitsrednerinnen kommen aus dem Berufsfeld Lebenscoaching und Medien. Der einzige Mann im Bunde pausiert in dieser Saison, Gespräche mit einer dritten Hochzeitsrednerin sind im Gange. Schon jetzt sind 15 Zeremonien fixiert, fünf weitere im Gespräch. Der Kostenfaktor für die Planung, Haltung und Durchführung einer freien Zeremonie beträgt 350 bis 400 Euro. Wie viel geben die Tiroler eigentlich für den schönsten Tag im Leben aus? Die Meinung der Experten geht auseinander. Sicher nicht unter 10.000 Euro. 30.000 Euro kommen auch schon mal vor. Das Ganze hängt natürlich von der Anzahl der Gäste ab – mit rund 200 Euro pro Gast muss das Brautpaar rechnen. Dass das ausgegebene Geld am Tag der Hochzeit durch Geschenke wieder hereinkommt, ist hingegen ein Gerücht. Und daher wittern inzwischen auch immer mehr Banken die Chance auf einen neuen Kundenstock: Den Hochzeitskredit vermittelt auch der Weddingplanner.  q

Wer will ... Zum informieren

... und Nachschlagen


citygrafic.at | istockphoto

Festwochen um die Hälfte?

Unter 30? ;-)

50 % Ermäßigung auf alle Veranstaltungen der Innsbrucker Festwochen.

www.altemusik.at


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Essay

Sittenbild mit Damen Frühlingserwachen: Nach 57,5 Jahren unter CDU-Führung erhält das erst 1952 fusionierte BadenWürttemberg einen grünen Ministerpräsidenten. Die Sensation im konservativen Schwabenland ist kleiner, als manch Berichterstattung glauben lässt. Freiburg, Deutschlands südlichste Groß- und Innsbrucks erste Partnerstadt, gedeiht bereits seit 2002 unter einem grünen Oberbürgermeister. Der Farbwechsel könnte bald Berlin erfassen. Ein halbes Jahr vor der Metropolenwahl liegen in den Umfragen die Grünen voran. Auch bundesweit sind sie schon klar vor der SPD und nur noch knapp hinter der CDU. Österreich hinkt nach. Tirol auch. Sogar Innsbruck. Schwarz-Grün ist hier lediglich der Fußballklub, so lange ihn nicht seine roten Zahlen überstrahlen. von Peter Plaikner

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infried Kretschmanns Wahlerfolg wirkt wie die Antithese zu Uschi Schwarzls Führungsverzicht. Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident verkörpert exakt das, wofür den Innsbrucker Obergrünen mittlerweile die Unterstützung fehlt: „Lange Zeit war ich noch der Meinung, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung der Gegenpol zu den allseits verjüngten Spitzen sein könnte. Doch über die Monate hat sich in der Bezirkspartei der tendenzielle Wunsch nach einem Generationenwechsel an der Spitze teilweise offen, teilweise versteckt verstärkt.“ Kretschmann wird 63, Schwarzl ist 51, er kam 1980 in den Landtag, sie 1989 in den Gemeinderat. Der von seinem „fundamentalen politischen Irrtum“ im Kommunistischen Bund zum Diözesanrat, CVer und Sportschützen gewandelte Schwarzwälder erscheint nur deutlich konservativer als die von der Nicaraguapolitik zur Kommunalexpertin gereifte Oberösterreicherin in Tirol. Ihr Habitus ist wie bei einem Großteil des Spitzenpersonals aus der einstigen Generation Zwentendorf-Hainburg längst ansehnlich-bürgerlich. Garantiert schreckfrei, wie es sich für eine anständige mehrheitsfähige Partei gehört. Grün ist in seiner Erfolgsversion hier wie dort eher das neue Schwarz als ein Fort von Rot. Dies birgt zugleich die Chance und das Problem. Die eine dort, das andere hier.

Erfolgsrezept Biedermeier. Ausgerechnet ihr aktuelles Biedermeier ebnet den ehemals Revolutionären den Weg zur Volkspartei. Daniel Cohn-Bendit (66), Ikone der 1968er und Patriarch der französischen „Verts“, hat schon 2009 die Losung ausgegeben: „Lenin war auch bürgerlich. Marx war bürgerlich, Lafontaine und Gysi sind bürgerlich.“ (taz) Jürgen Trittin (56), der große ältere Mann der deutschen Ökopaxe, sagt heute: „Ich kenne nur noch bürgerliche Politiker.“ („Spiegel“) Am Personalreservoir kann es also nicht liegen, wenn die ewig oppositionellen Ösi-Grünen den nachbarlichen Regierungsvorbildern nach-

hinken. Von Alexander van der Bellen (67) über Eva Lichtenberger (56) bis Kurt Grünewald (63) reichen die hiesigen Promi-Beispiele an saturierten Nicht-Linken, die eher der Generation Bauspar-Erben entsprechen. Doch sie werden wie in Innsbruck Uschi Schwarzl zu Auslaufmodellen degradiert, just in jener Karrierephase, wo sie und damit auch die Partei ihre größten Chancen hätten. Während sich in Deutschland Ex-Außenminister Joschka Fischer (63) – halb zog es ihn, halb sank er hin – Richtung Privatwirtschaft verabschiedet hat, beschädigt sein österreichisches Pendant in einer seltsamen Umlaufbahn zwischen Halbruhestand und operativer Reserve alle Nachfolgebemühungen. Ausgerechnet der jahrelange Übervater Sascha alias vdB alias van der Bellen torpediert die Glaubwürdigkeit, als er trotz Vorzugsstimmen-Vorreihung den Wiener Gemeinderat zugunsten des Nationalrats verschmäht. Nun haben die Grünen auch selbst ein role model für Pinocchios Lügen-Nase, die sie den anderen gerne vorhalten. Pleiten, Pech und Pannen, die mit der Abservierung ihres Europäers Johannes Voggenhuber (60) begannen und nur deshalb nicht bei der Kaltstellung von Peter Pilz (57) enden, weil dessen Aufdecker-Ansehen für die Partei doch wichtiger ist als das EU-Image.

Abrupter Generationswechsel. Unterdessen bleibt Bundessprecherin Eva Glawischnig (42) wenig andere Wahl als ihre rastlose Omnipräsenz als Fachfrau für ohnehin alles. Während bei den deutschen Grünen neben Trittin noch die nahezu gleichaltrigen Claudia Roth (55) und Renate Künast (55) für ein Übergewicht im Führungsquartett mit Cem Özdemir (45) sorgen, hat hierzulande die next generation nahezu komplett die Macht übernommen. Lediglich Oberösterreichs Landesrat Rudi Anschober (50) und Partei-Vize Werner Kogler (49) wirken noch wie Verbindungsmänner zur Vergangenheit neben Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (42), Mastermind Dieter Brosz (42) und Geschäftsführer Stefan Wallner (40). Der Jahrgang


Essay

Ausgerechnet dann, wenn die bestprofilierte Umweltpartei sogar für die Pensionisten, das wirklich entscheidende Drittel der Wählerschaft, attraktiv gerät, wechselt sie ihre bekanntesten Gesichter. Darin liegt eine Hauptursache für das Nachhinken der österreichischen gegenüber den deutschen Grünen, die für 2013 schon die erste Kanzlerschaft erträumen dürfen. der society-kompatiblen Chefin dominiert nun auch in Innsbruck. Sonja Pitscheider (42) vervollständigt das Bild eines Generationswechsels zu den neuen 68ern – definiert nach Zeugungs- und Geburtszeitpunkt. Doch der durchaus weitsichtige Schritt gegen die Überalterung auch der eigenen Anhängerschaft kommt zur strategischen Unzeit für Stadt und Land in Tirol. Die Reaktion auf den Absturz bei den Jungwählern in der Nationalratswahl 2008 war überfällig. Der routinierte Parteiüberbau wird aber einerseits zu abrupt, andererseits am falschen Ort verdrängt. Wo die nächste Landtagswahl erst Mitte 2013 vieles ändern wird, flankieren die Alterskolleginnen Christine Baur (53) und Maria Scheiber (50) den Langzeitsprecher Georg Willi (51). Daneben kann sich zwar mit Gebi Mair (27) der wahrscheinlich bundesweit bekannteste Grüne unter 30 weiter profilieren, doch er wäre wohl als urbaner Hoffnungsträger für die Innsbrucker Wahl im Frühjahr 2012 wichtiger. Gemeinderat Martin Hof (32) erreicht noch nicht die Popularität seines umtriebigen Kollegen.

Verlust der Alleinstellung. Ausgerechnet dann, wenn die bestprofilierte Umweltpartei sogar für die Pensionisten, das wirklich entscheidende Drittel der Wählerschaft, attraktiv gerät, wechselt sie ihre bekanntesten Gesichter. Darin liegt eine Hauptursache für das Nachhinken der österreichischen gegenüber den deutschen Grünen, die für 2013 schon die erste Kanzlerschaft erträumen dürfen. Ein anderer Grund ist die hierzulande deutlichere Wandlungsfähigkeit der Konkurrenz. Gegen Atomkraft sind ohnehin alle, für Frieden und Natur auch. Während extern also die „unique selling proposition“, das Alleinstellungsmerkmal abseits des Reizthemas Integration verloren geht, steigt intern der Anteil von Widernissen einer ganz normalen Partei. Oben um Posten eifernde Funktionärskaste – modern, urban und smart, aber austauschbar. Je exponierter die MandatarIn, desto eher auch bei SPÖVP vorstellbar. Unten um reine Lehre besorgte wahre Grüne – basisdemokratisch, kleinkariert, dogmatisch. Darüber vernachlässigt die Partei immer mehr, was sie einst sogar im Namen trug: Sie war einmal eine Alternative. q

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meinung Wissen statt Hysterie

Grün allein bringt’s nicht Politik bedeutet, Kompromisse zu schließen. Auch Grünwähler müssen das akzeptieren. von Florian Gasser • meinung@6020stadtmagazin.at

Reaktionen auf Fukushima zeigen: Gute Bildung ist heute wichtiger als je zuvor. von Flo Pranger• meinung@6020stadtmagazin.at

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ernphysiker gegen breite Bevölkerung – so hieß Ende März das Match, das in Internetforen und auf Leserbriefseiten lokaler Printmedien ausgetragen wurde und in dessen Verlauf eines auffiel: Das Halbwissen und die triefend emotionalen Argumentationslinien der breiten Mehrheit sind Gift für eine sachliche Diskussion. Die Ursache für den mit teilweise völlig sinnfreien Begründungen gestützten Schulterschluss gegen das Expertentum liegt dabei in einer zutiefst menschlichen Eigenschaft – der Angst. Und

Halbwissen und emotionale Argumente sind Gift für eine sachliche Diskussion. bis zur Hysterie reichende Irrationalität ist eine ihrer Folgen. Dabei gäbe es eine relativ sichere Prophylaxe gegen dieses Phänomen: Bildung. Damit ist nicht gemeint, dass in Zeiten von Klimawandel und Kernenergie jeder Staatsbürger ein Physikstudium absolvieren soll. Das nach allen Seiten hin doch sehr beschauliche und abgesicherte Leben in der Alpenrepublik hat aber anscheinen Teile der hiesigen Bevölkerung recht denkfaul und bildungsträge werden lassen. Zwielichtigen Informationsquellen wird blind vertraut, Naivität übertrifft Reflektionsfähigkeit, Bequemlichkeit trägt gegenüber der nicht immer leichten Auseinandersetzung mit der Welt den Sieg davon. Wenn dann einmal etwas passiert, was dieses biedermeierliche Dasein erschüttert – so wie die Ereignisse in Japan –, kennt sich keiner aus und die Angst beginnt um sich zu greifen. Und plötzlich sind wider den gesunden Menschenverstand Geigerzähler und Jodtabletten ausverkauft. Es gilt für solche Situationen gerüstet zu sein, den inneren Schweinehund zu überwinden und vielleicht doch einmal einen Blick ins Lexikon oder auf den passenden Wikipediaeintrag zu werfen, als sich ausschließlich übers TV oder das hiesige Kleinformat zu informieren. Es gilt, wieder mehr auf gute Bildung und fundiertes Wissen zu setzen. Denn wer nichts weiß, muss alles glauben – und q das macht Angst. 

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elche Überraschung: Auch die Grünen müssen sich politischen Realitäten beugen. Von ihren Anhängern als Retter der Welt gefeiert, die nur endlich regieren müssen, damit sich alles zum Guten wendet, ist die Wahrheit doch ernüchternder. Ein Blick nach Oberösterreich und Wien genügt. Es sind keine Superfrauen und -männer, die bei der jüngsten ernstzunehmenden Partei werken, sondern ganz normale Politiker – gute und schlechte, redliche und unredliche, wie überall sonst auch. Eigentlich eine Binsenweisheit, doch so manch einem Grünwähler bleibt bei dieser Erkenntnis noch immer der Tofu im Hals stecken. In Wien werden in den nächsten Monaten die Tarife für die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich erhöht. Dass sich Maria Vassilakou gut eingelebt hat im Rathaus am Ring, ist bekannt. Ebenso, dass sie bei den Koalitionsverhandlungen Federn lassen musste. Doch ihre Wähler schäumen. Hatte sie nicht einst ein Hundert-Euro-Ticket versprochen? Und stellen sich die Grünen nicht auch als vehementeste Kämpfer gegen die Glücksspielindustrie dar? Ja, trotzdem ist das kleine

Glücksspiel in Ober­österreich inzwischen erlaubt. Grüne Dogmen sind meist genauso fest in Stein gemeißelt wie die Wehrpflicht bei der SPÖ. Politik besteht nun mal aus Kompromissen, innerhalb einer Partei und in einer Regierungskoalition. Alles andere ist eine Diktatur. Wenn nun in Innsbruck die Grünen in Umfragen gleichauf mit der Fraktion der Bürgermeisterin und der ÖVP liegen, heißt das nicht, dass ab 2012 aus jedem Parkplatz ein Baum geworden ist. Auch der Klimaschutz wird sich nicht von heute auf morgen erledigt haben und die Armut in den Entwicklungsländern wird es weiterhin geben. Sonja Pitscheider distanziert sich von Maria Vassilakou und erklärt, am liebsten mit Für Innsbruck und der ÖVP koalieren zu wollen. Das ist aus ihrer Sicht vernünftige Wahltaktik. Sie will nicht mit der „Umfallerin“ aus Wien verglichen werden. Doch auch sie wird sich den Realitäten im politischen Tagesgeschäft beugen, Kompromisse schließen und diese dann ihren Wählern erklären müssen. Wenn sich Grünpolitiker heute als Heilsbringer darstellen, handeln sie ebenso verantwortungslos q wie andere Populisten.

Internet für alle Wieso die (Welt-)Stadt Innsbruck dringend Gratis-WLAN braucht. von Sylvia Ainetter • s.ainetter@zielgruppenverlag.at

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as Internet gehört inzwischen zu den elementaren Bedürfnissen mehrerer Generationen. Wir sind es gewohnt, jederzeit und überall zu allen Informationen zu kommen, alles mit jedem teilen zu können, vernetzt zu sein mit der ganzen Welt. Womit wir beim Thema wären: Innsbruck tut ja immer ganz gern so, als wäre es eine Weltstadt. Dummerweise ist der Tiroler ein sturer Geizkragen. Könnte man zumindest vermuten, wenn man Innsbruck mit richtigen Weltstädten wie Paris, Rom und Berlin vergleicht. Denn dort ist ganz normal, woran es in Innsbruck mangelt: Gratis-WLAN. Die „Hotspots“ sind rar gesät. Die Verantwortung dafür liegt aber zur Abwechslung mal nicht nur in den Händen der Stadtregierung, sondern auch in denen der Gastronomen. In beinahe jedem Café bekommt der Gast

zum Kaffee ein Glas Wasser, einen Sitzplatz, darf die Toilette benutzen, es gibt Zeitungen und Magazine, oft läuft in einem Eck der Fernseher – warum ist ein offenes Gratis-WLAN nicht genauso selbstverständlich? Viel schlimmer, als gar keinen InternetZugang anzubieten, ist aber, lächerlich viel Geld dafür zu verlangen – und das oft für eine läppisch langsame Verbindung. Eine merkwürdige Auffassung von „Service“, die nicht nur Touristen negativ auffällt. Denn das Internet macht Arbeitsplätze mobil – und so kann jedes Café zum Büro werden. Eigentlich eine Chance für alle, die gerade untertags über Gästemangel klagen. Dieses Mehr an Service hilft nicht nur dem wirtschaftlichen Glück der Gastwirte auf die Sprünge – sie könnten so auch dazu beitragen, dass Innsbruck den Stempel „Weltstadt“ auch irgendwann verdient.  q


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© Gerhard Berger

Service ALFA Sports & Spa: Mit fünf Sternen zum Luxuskörper – lesen Sie mehr auf Seite 40!

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Motor

Alles rund ums Auto

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Ab Seite 54

Liebe Mama ... Den Muttertag kann man in den Swarovski Kristallwelten mit Herzen, Blumen und funkelnden Geschenken feiern.

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m 8. Mai ist Muttertag – wer diesen Tag mit der ganzen Familie in den Swarovski Kristallwelten in Wattens verbringen möchte, wird dort alles finden, was Müttern Freude macht: Herzen, Blumen, funkelnde Geschenke. An die Mamas werden Schokoladenherzen verteilt, außerdem sind die Tische im CAFÉ-terra mit bunten Blüten dekoriert.

Und im Kinderatelier können die kleinen Gratulanten ein kristallverziertes Herz basteln, über das sich die stolzen Mütter sicher freuen. Wer noch ein anderes Geschenk sucht, wird vermutlich in der Einkaufslandschaft der Kristallwelten fündig. Wer es gern duftend mag: Swarovski hat seit kurzem auch ein neues Parfüm namens „Aura“ zu bieten. q

Mobilität

Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe informieren Ab Seite 46

ivb.news


Service

© inpublic

Hochprozentig erfolgreich Traditionsbrennerei Erber sechsmal ausgezeichnet

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ie Tiroler Traditionsbrennerei Erber aus Brixen im Thale wurde bei den World Spirit Awards 2011 mit sechs Medaillen ausgezeichnet. Der Wettbewerb gilt als internationale Standortbestimmung für die Branche. Erber reichte sechs Edeldestillate ein: Der Weichselbrand sowie der Pflaumenbrand wurden jeweils mit „Gold“ belohnt, drei weitere Destillate mit „Silber“ und eines mit „Bronze“. Aufgrund der hohen Qualität aller Einreichungen wurde der Traditionsbrennerei außerdem das Prädikat „First Class Destillery 2011“ verliehen. q

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© Viking

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Ausgezeichnetes Design VIKING mit dem „red dot product design award“ geehrt

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as Unterländer Gartengeräte-Unternehmen VIKING hat für sein Modell MR 4082 den renommierten „red dot product design award“ erhalten. Der Aufsitzmäher aus Langkampfen konnte in den Kriterien Funktionalität, Innovationsgrad, Ergonomie, Langlebigkeit und ökologische Verträglichkeit überzeugen und gegen 1700 Unternehmen und 4400 Einreichungen aus 60 Nationen bestehen. In der noch jungen Gartensaison 2011 konnte VIKING bereits drei internationale q Auszeichnungen für verschiedene Produkte einheimsen.


Service

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Nachwuchsfigaros

© Degler

© RLB Tirol/forcher

© Viking

Haarkunst von Tiroler Lehrlingen bei „Hair&Style“

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m 3. April fand im Kurhaus in Hall das Tiroler Landespreisfrisieren 2011 statt. Unter dem Motto „Hair&Style“ zeigten 70 junge Haarkünstlerinnen und -künstler (erstes bis drittes Lehrjahr) aus ganz Tirol ihr Können. Eine fachkundige Jury bewertete die modischen bis avantgardistischen Frisuren, der Höhepunkt in Sachen Kreativität war die Sonderkategorie „Wir fahren zum Life q Ball nach Wien“.

Von links: RLB-Vorstandssprecher Hannes Schmid, Reinhard Mayr und Gobert Sternbach

Raiffeisen bleibt Nummer 1 Bestes Bilanzergebnis der 115-jährigen Unternehmensgeschichte

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Segway on Tour.

© schloss

Segway Tirol ist seit kurzem auch in der Planung und Durchführung von Tages- und Halbtagesevents tätig. Ob es auf die Gaustalalm zum Grillen geht, Segway-Touren mit Biathlon-Schnupperbewerben in Seefeld kombiniert werden oder eine Raftingtour mit einer Segway-Ausfahrt kombiniert wird – Action ist garantiert! Tiroler Unternehmen können die Gefährte aber auch als Werbefläche nutzen und „mobil“ auf ihr Produkt oder ihre Dienstleistung aufmerksam machen. www.segway-tirol.info

aiffeisen ist und bleibt Marktführer unter Tirols Banken – das belegen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol. „Mit 47 Prozent Marktanteil ist Raiffeisen weiterhin unangefochten die Nummer 1 in Tirol und die Bank der Tiroler“, sagt Hannes Schmid, Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol und Sprecher des Vorstandes der RLB Tirol AG. Ergebnissteigerungen werden sowohl bei den Ersteinlagen (plus 7,1 Prozent auf 7,69 Mrd. Euro) als auch Ausleihungen (plus 3,9 Prozent auf 9,67 Mrd. Euro) erwartet. Die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG hat im Geschäftsjahr 2010 ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 5,5 Prozent auf 17,63 Mio. Euro gesteigert. Das gab der Vorstand des Spitzeninstituts der Raiffeisen Bankengruppe Tirol Anfang April im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Innsbruck bekannt. „Die RLB Tirol AG konnte ihre gute Marktposition weiter ausbauen. Wir haben heuer das beste Ergebnis in der 115-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt“, so Hannes Schmid, Sprecher des Vorstandes der RLB Tirol AG. q


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Service

Große Ehre Benny Parth von spanischem Gourmetguide ausgezeichnet

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© UPC

er Gourmetguide 5 A TAULA hat Österreichs jüngsten Haubenkoch Benny Parth (Küchenchef im Hotel Yscla in Ischgl) mit 18 von 20 möglichen Punkten bewertet und ihn damit auf eine Stufe mit internationalen Kochstars gestellt. Parth steht für eine weltoffene, nicht alltägliche Küche, die das Beste aus dem Meer mit ausgewählten Tiroler Spezialitäten kombiniert. Der junge Spitzenkoch freut sich: „Die spanische Küche zählt zu den besten der Welt und inspiriert mich seit vielen Jahren, nicht zuletzt seit q meiner Zeit bei Santi Santamaria.“

UPC sagt Servus ServusTV ab sofort in Tirol auch im analogen Kabelnetz empfangbar

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eit März 2010 sehen Kunden von UPC Digital TV den Privatsender ServusTV in HD-Qualität. Analog war ServusTV bislang jedoch in Tirol nicht empfangbar. Das hat sich jetzt geändert: Ende März wurde die Empfangslücke geschlossen und nun finden auch die Tiroler UPC-Kunden ServusTV im analogen Netz. Damit profitieren nun alle TV-Kunden im UPC-Versorgungsgebiet vom neuen Sender aus der Alpen-Donau-Adria-Region. ServusTV wird auf S 30 (375 MHz) zentral aufgeschaltet. Ein Sendersuchlauf ist übrigens nicht notwendig! q

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erste sahne. Österreichs jüngster Haubenkoch Benny Parth wurde von einem spanischen Gourmetguide ausgezeichnet.


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Steigender Bedarf an Pflegefachkräften.

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Der steigende Bedarf an Pflegefachkräften macht den Pflegeberuf zu einer sicheren und nachhaltigen Zukunftsinvestition für SchulabgängerInnen. Nicht nur in öffentlichen Einrichtungen werden immer mehr Fachkräfte eingestellt, auch in der Privatwirtschaft wird die Nachfrage nach ausgebildeten Pflegefachkräften immer größer. Vom Altenheim bis hin zur privaten Einzelbetreuung kannst du dich entscheiden, wo du gerne arbeiten möchtest. Berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen zudem die Möglichkeit, sich im weiteren Berufsleben Zusatzqualifikationen anzueignen oder sich in einem anderen Fachgebiet zu spezialisieren. In den letzten Jahren sind gut ausgebildete Pflegekräfte in der Gesundheitsversorg ung und der Behandlung von PatientIn nen und pflegebedürft­igen Menschen immer stärker gefragt.

Die Berufung als Beruf.

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Der Pflegeberuf als sichere Zukunftsinvestition

Du suchst eine neue Herausforderung nach deinem Schulabschluss? Willst aber nicht nur den ganzen Tag im Büro sitzen, sondern „etwas tun“? Womöglich sogar Menschen hilfreich zur Seite stehen und dabei noch einen sicheren Job haben? Vielleicht ist dann der Pflegeberuf etwas für dich.

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ie Jobsicherheit und die Arbeit mit Menschen machen den Pflegebereich besonders attraktiv. Auch gibt es viele verschiedene Bereiche innerhalb der Pflege, sodass für alle Interessen Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote in Tirol bestehen. In den letzten Jahren sind gut ausgebildete Pflegekräfte in der Gesundheitsversorgung

und der Behandlung von PatientInnen und pflegebedürftigen Menschen immer stärker gefragt. Von der Pflegeassistenz über technisch höchst anspruchsvolle Tätigkeiten bis hin zu leitenden Positionen steht jungen Menschen, die sich für eine Karriere im Pflegebereich entscheiden, eine Vielzahl an Chancen und Möglichkeiten offen.

Die Attraktivität des Pflegeberufs liegt jedoch nicht nur in der fachlichen Tätigkeit, sondern auch darin, dass du einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten kannst. Im Bereich der Pflege liegen Berufung und Beruf somit nah beieinander. Für die intensive Beschäftigung mit Menschen, die eine pflegerische Betreuung nötig haben, brauchst du neben dem medizinischen Wissen auch psychische und emotionale Stärke. Durch den ständigen Kontakt zu Menschen lernt man Probleme zu bewältigen und Ausnahmesituationen zu überwinden. Dadurch trägt der Pflegeberuf zur Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen bei. Gerade für junge Menschen ist die Pflege ein Beruf mit Zukunft. Ergreife die Chance!  q

Information Das Land Tirol bietet im Rahmen einer Initiative gemeinsam mit der ARGE Tiroler Altenheime Informationen zum Ausbildungsangebot und über die Berufsmöglichkeiten. Komm am 27. Mai zum „Tag der Heime“ in ein Tiroler Seniorenheim – dort kannst du dich vor Ort über die wichtige und verantwortungsvolle Arbeit informieren. Mehr Infos unter: www.tirol.gv.at/pflege-hat-zukunft www.facebook.com/pflegehatzukunft

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Service

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BIZ – Alle Berufe unter einem Dach Was macht eigentlich ein Verfahrenstechniker? Wie schaffe ich den Sprung von einer Krankenschwester zur Ärztin? Welche Berufe gibt es überhaupt? Das Berufsinfozentrum (BIZ) des AMS Tirol sorgt für den richtigen Durchblick in der Berufswahl.

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iele junge Menschen tun sich schwer bei der Entscheidung für den richtigen Beruf. Die falsche Entscheidung kann dann schnell zum Problem werden. Schlechte Laune und mangelhafte Leistungen im Job schlagen sich aufs Privatleben nieder und machen den Alltag zur Qual. Umso wichtiger ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten sowie den Anforderungen und Wünschen an den zukünftigen Beruf.

Ein BIZ-Besuch lohnt sich. „Zunächst ist es sehr wichtig, sich über die eigenen Fähigkeiten und Interessen im Klaren zu sein. Sonst ist es schwierig, einen passenden Beruf oder die richtige Schule herauszufinden“, weiß Mag. Sabine Platzer vom AMS Tirol. Hat man selbst noch keine oder nur eine sehr unklare Vorstellung von dem, was man später beruflich machen möchte, lohnt sich der Gang in das Berufsinfozentrum (BIZ) des AMS Tirol. Dort sind Informationsmaterialien über verschiedenste Ausbildungsberufe verfügbar und können selbstständig eingesehen werden. Wer noch gar keine Vorstellung hat, welche Richtung man in Zukunft einschlagen könnte, kann einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren und mit Berufsberatern die persönlichen Möglichkeiten durchsprechen. Sind schon Berufsausbildungen in die engere Wahl gekommen, kann bei der AMS-Berufsberatung auch die Anzahl der Ausbildungsplätze erfragt und die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, erörtert werden.

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Infos zu Aus- und Weiterbildung. Jede Geschäftsstelle des AMS Tirol verfügt über ein Berufsinfozentrum. „Für alle, die vor einer beruflichen Entscheidung stehen, ist das BIZ eine wichtige Anlaufstation. Hier findet man Informationen zu Ausbildung, Schule und Studium. Aber auch zu Berufsbildern und Anforderungen, Weiterbildung und Arbeitsmarkt-Entwicklungen“, lädt Mag. Sabine Platzer zu einem Besuch der BIZen ein. Das BIZ hält für Jugendliche und Erwachsene unterschiedlichste Unterlagen bereit. Berufsmappen, Schuldokumentationen, Broschüren, Zeitschriften und DVDs vermitteln einen erstklassigen Überblick über die moderne Arbeitswelt und die verschiedenen Ausbildungswege. Computerstationen mit Internetzugang, Datenbanken zu freien Arbeits- und Lehrstellen sowie zu

Weiterbildungen sind ebenfalls verfügbar. Während den Öffnungszeiten stehen Fachpersonen für berufliche Auskünfte bereit, sie helfen bei konkreten Fragen weiter. Eine Anmeldung ist nicht nötig, außer für Schulklassen und Gruppenbesuche. Alle Infos werden vom AMS Tirol kostenlos und unbeq grenzt zur Verfügung gestellt.

Information Informationen erhalten Sie in allen Geschäftsstellen des AMS Tirol. Besuchen Sie auch unsere Homepage: www.ams.at/tirol und die Jugendplattform des AMS www.arbeitszimmer.cc. Sehr interessant auch: http://obj.bewerbungsplattform.at/ – die online Community – Berufsorientierung und Bewerbungsinfo für Jugendliche.


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Erwin Zangerl, AK-Präsident werbung

© Paul Weber

Die Beschäftigten bringen’s Die Tiroler Industrieunternehmen sind stolz, dass sie im letzten Jahr knapp 620 Millionen Euro an Steuern geleistet haben. Davon entfallen gerade einmal 270 Millionen Euro auf die Körperschaftssteuer! Die Industrie fettet die Bilanz noch durch rund 353 Millionen Euro Einkommenssteuer auf. Über die Gewinne der Industrie im selben Zeitraum wird leider der Mantel des Schweigens gebreitet.

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u der Summe von 620 Millionen Euro sei ein Vergleich erlaubt: Die Tiroler Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Pensionisten haben im selben Zeitraum acht Milliarden Euro erwirtschaftet und davon vier Milliarden an Steuern und Abgaben geleistet! Von dieser Leistung und von diesem vorbildlichen Verhalten lebt unser Land, davon leben unsere Betriebe und lebt unsere Wirtschaft. Die Beschäftigten sichern die Kaufkraft und tragen den Staat.

Wer bekommt was? Und noch etwas unterscheidet die Bilanz der Unternehmen von dem Leistungswillen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Während viele Betriebe ihre Produktionen ins vermeintlich billigere Ausland verlagern und sich gerne steuerschonender Stiftun-

gen bedienen, investieren die Beschäftigten ihr Geld in die heimische Wirtschaft, in die Ausbildung ihrer Kinder und in die Schaffung von Wohnraum. Statt zu spekulieren, wird jeden Tag aufs Neue gerechnet und darauf gespart, wie man sich die eine oder andere Anschaffung leisten kann. Investitionen, die der heimischen Wirtschaft zugutekommen. Leider sind die Erträge, Gewinne und Förderungen in unserem Land ungerecht verteilt. Die Beschäftigten werden überdurchschnittlich belastet und müssen die Gier an den Kapital- und Aktienmärkten noch zahlen durch Teuerung, höhere Steuern und Abgaben. Die Schwächeren trifft es dann mehrfach, weil sie den geringsten Gestaltungsspielraum haben. Wir verlangen eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit diesem Thema. Es ist genug Geld da im Land, wir wollen offengelegt haben: Wer be-

kommt was in Tirol. Es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 80 Prozent der Steuern erwirtschaften, mit ihren Einkommen die heimische Wirtschaft stützen und für kleine Gruppen im Land üppige Förder- und Subventionstöpfe bereitstehen. Auf der anderen Seite wird Familien die Beihilfe gekürzt, erhalten Pensionisten keine Freibeträge und wird beim Pflegegeld eingespart. Denn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind das wichtigste Kapital im Land. Sie tragen mit ihren Einkommen, mit ihren Steuern und Abgaben dazu bei, dass der Staat funktioniert. Acht Milliarden Euro kommen allein aus Tirol! Diese unglaubliche Summe beweist, dass Arbeitsfleiß und Einsatzbereitschaft der stärkste Motor für unser Land sind. Geht’s den Beschäftigten gut, geht’s der Wirtschaft gut!  q

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Service

„Heute sind die Kindergärten Bildungseinrichtungen“ Vizebürgermeister Christoph Kaufmann über den steigenden Bedarf bei der Kinderbetreuung, die Qualitätsstandards in den städtischen Kindergärten und Schülerhorten und den Ausbau des Angebots in den Sommerferien. Herr Vizebürgermeister Kaufmann, seit Herbst 2010 ist der Kindergarten­ besuch auch in Innsbruck für Fünfjährige verpflichtend. Welche Rückmeldungen kommen dazu aus den Kindergärten? Christoph Kaufmann: Die Reaktionen sind sowohl seitens des Amtes als auch der Kindergärten absolut positiv. Über 900 Kinder befinden sich derzeit im verpflichtenden Kindergartenjahr. Wir haben ca. 130 Ausnahmegenehmigungen erteilt. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Ausnahmen im Bereich des vorzeitigen Schuleintrittes, des häuslichen Unterrichts und des Besuchs eines Übungskindergartens.

„Die Stadt Innsbruck hat den Auftrag und stellt gleichzeitig auch an sich den Anspruch, hohe Qualitätsstandards anzubieten.“ Vizebürgermeister  Christoph Kaufmann

Wie viele Kinder insgesamt gehen in einen städtischen Kindergarten? Derzeit besuchen 1989 Kinder einen Kindergarten und 544 Kinder einen Schülerhort der Stadt Innsbruck, wobei der Kindergartenbesuch für Kinder ab vier Jahren bis 14 Uhr kostenlos ist. 153 ausgebildete Fachkräfte und 57 AssistentInnen kümmern sich um die Betreuung in städt. Kindergärten und Schülerhorten. Die Stadt Innsbruck erweitert heuer drei Kindergärten. Ist der Bedarf gestiegen? Wir reagieren mit der baulichen Erweiterung auf den steigenden Bedarf, der sich vor allem aus der neuen, gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Gruppengröße von 20 statt bisher 25 Kindern ergibt. Bis Herbst 2012 baut die Stadt die Kindergärten Lönsstraße und Innerkoflerstraße aus. Und der Kindergarten Igls wird um eine Expositur erweitert. Insgesamt investieren Stadt Innsbruck und Innsbrucker Immobiliengesellschaft rund eine Million Euro in diese Projekte. © Gerhard Berger (2)

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Gibt es abgesehen vom Ausbau dieser Kin­ dergärten heuer noch weitere Maßnahmen? Die Stadt Innsbruck erweitert auch beste-


Service

Stadt Innsbruck

mehr als 130.000 Essen ausgegeben.

hende Einrichtungen im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten. Mit diesen Adaptierungen ist sicher gestellt, dass die Stadt den neuen gesetzlichen Vorgaben entspricht und die Kinder optimale Räume vorfinden. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet Qualitäts­ standards für die Innsbrucker Kinder­ gärten. Was erhoffen Sie sich von dieser Maßnahme? Früher waren die Kindergärten mehr oder weniger Aufbewahrungsstätten. Heute sind die Kindergärten Bildungseinrichtungen. Die Stadt Innsbruck hat den Auftrag und stellt gleichzeitig auch an sich den Anspruch, hohe Qualitätsstandards anzubieten. Darüber hinaus sollen die Eltern einfach wissen, was in unseren Einrichtungen geschieht. Es freut mich sehr, dass die Stadt Innsbruck pro Jahr 20.000 Euro in die Fort- und Weiterbildung der KindergartenpädagogInnen investiert sowie weitere 30.000 Euro für pädagogische Projekte wie etwa „Kinder im Museum“, „Kinder bringen Farbe in die Stadt“ oder „Lesen ist Abenteuer im Kopf“. Die Stadt Innsbruck stellt hohe Ansprüche an ihre Kindergärten. Sind auch die Eltern anspruchsvoller geworden? Auf jeden Fall. Die Eltern wollen für ihre Kinder einfach das Beste. Wir merken das immer am Tag der offenen Tür. 486 Interessierte informierten sich frühzeitig, welcher Einrichtung sie ihre Kinder anvertrauen wollen. 1000 Neueinschreibungen bestätigen das Vertrauen in die städtischen Kindergärten und Schülerhorte. Im Gegensatz zur Schule gibt es ja die freie Wahl des Kindergartenplatzes. Die Nähe zum Wohnort spielt in diesem Zusammenhang oft gar keine Rolle mehr. Wo sehen Sie noch Ausbaubedarf im städtischen Kindergartenangebot? Prinzipiell verfügt die Stadt Innsbruck mit ihren 27 Kindergärten über ein ausgezeichnetes Angebot, das durch die Einrichtungen anderer Betreiber – etwa die Pfarrkindergärten – gut ergänzt wird. Selbstverständlich wollen wir uns aber weiter verbessern. Deshalb bin ich auch sehr stolz, dass im Kindergartenjahr 2011/12 alle städtischen Kindergärten Mittagstisch anbieten werden. Alle städtischen

Wie viele Kinder nehmen das Essen in Anspruch? Knapp 36 Prozent der Kindergartenkinder essen in den städtischen Einrichtungen, bei den Hortkindern sind es etwa 70 Prozent.

„Wir haben die Kinderbetreuung in den Sommerferien in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut, weil das Angebot an geeigneten und qualitäts­vollen Kinderbetreuungseinrichtungen Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist.“ Vizebürgermeister 



Christoph Kaufmann

Kindergärten verfügen damit über dieses Angebot, das für mich zu einer familienfreundlichen Stadt einfach dazugehört. Steigt auch hier der Bedarf? Absolut, was sich sehr gut an der Entwicklung des Anteils von Kindergärten mit Mittagstisch ablesen lässt. Vor zehn Jahren gab es nur in etwa der Hälfte der Kindergärten ein solches Angebot. Die Stadt Innsbruck hat den Bedarf erkannt und die Mittagstische ausgebaut. Vergangenes Jahr wurden in den städtischen Kindergärten und Schülerhorten

Wie sieht es mit dem Betreuungsange­ bot in den Sommerferien aus? Für viele berufstätige Eltern ist das ein großes Thema. Die Stadt Innsbruck muss hier dem Dienstrecht der KindergartenpädagogInnen Rechnung tragen, was nicht immer ganz einfach ist, da sich ihr Einsatz im Sommer maximal auf zwei Wochen belaufen darf. Dennoch haben wir das Angebot in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut, weil das Angebot an geeigneten und qualitätsvollen Kinderbetreuungseinrichtungen Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist. In den Sommerferien werden heuer vier Schülerhorte geöffnet sein und acht Kindergärten – das ist um einen Kindergarten mehr als vergangenes Jahr. In den nächsten Wochen werden alle Eltern brieflich im Detail informiert. Apropos Ferien. Noch bis 26. April ist wieder der Oster-Ferienzug unterwegs. Was darf man für den Ferienzug im Sommer erwarten? Der Ferienzug ist eine echte Erfolgsgeschichte mit – übers Jahr gesehen – 14.000 Teilnehmern. Immer mehr Veranstalter möchten sich am Ferienzug beteiligen. Ein großes Anliegen meinerseits war die Einführung des „Teen Express“ vergangenes Jahr, also eines Angebots für 14- bis 18-Jährige. Heuer ist es uns gemeinsam mit der Tiroler Sparkasse gelungen, eine Auftaktveranstaltung mit Open-Air-Konzert zu Ferienbeginn aus der Taufe zu heben. Vielen Dank für das Gespräch. q

Auf einen Blick Die Stadt Innsbruck betreibt 27 Kindergärten und neun Schülerhorte. Aktuell besuchen 1989 Kinder einen städtischen Kindergarten, 544 einen Hort. Für das Wohl des Innsbrucker Nachwuchses sorgen 153 ausgebildete Fachkräfte und 57 AssistentInnen. Ressortzuständig ist Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Während der Sommerferien 2011 haben acht SommerKindergärten und vier Sommer-Schülerhorte geöffnet. www.innsbruck.at

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esundheit: Kaum etwas im Leben des Menschen ist so wichtig, wie umfassendes Wohlbefinden, das auf einem gesunden Körper basiert. Die gute Nachricht: Fitness und körperliche Leistungsfähigkeit sind keineswegs nur Veranlagung, sie können in hohem Maß individuell beeinflusst werden. Im ALFA Sports & Spa Fitness-Studio sind die perfekten Voraussetzungen dafür gegeben:

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Sichtbar Stolz auf Beratung und Ambiente: Inhaber Alois Fauster (Mitte)

weitergehende Betreuung durch Ärzte und Therapeuten benötigen, hilft Ihnen das bestens informierte ALFA Sports & Spa Team gerne weiter: Die richtige Wahl des geeigneten Ansprechpartners im Ärzte-Haus MEDICENT wird so zum Kinderspiel.

4. Zukunftsweisende Technik und einzigartiges Kursprogramm Natürlich finden Sie im ALFA Sports & Spa nicht nur klassische Fitness-Geräte am neuesten Stand der Technik mit eigenen Video-Monitoren und iPod-Anschluss. Auch mit modernsten Trainings-Innovationen und zukunftsweisenden Fitnesskonzepten kann das ALFA Sports & Spa punkten. Hier zwei Beispiele: Das neue Indoor-CyclingGerät der Firma Tomahawk, das Sie per Multimedia-Monitor und Internet-Anbindung tau-sende der schönsten Trainingsstrecken weltweit in Echtzeit abfahren lässt. Oder das Power-Plate-Vibrationstrainings-Terminal, das Ihnen über komplexe Schwingungsprogramme zu einer unglaublichen Leistungsfähigkeit in den Bereichen Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer verhilft. Zusätzlich dazu können Sie - in diesem Umfang in Innsbruck einzigartig – jede Woche von Montag, 8.30 Uhr bis Sonntag, 18 Uhr aus 46 betreuten Trainingsprogrammen auswäh-

len. Von „A“ wie „Aqua-Gymnastik“ über „P“ wie „Pilates“, „R“ wie „Rückentraining“, „S“ wie „Salsa-Dancing“ bis hin zu „Z“ wie „Zumba“ – dem neuesten Fitness-Tanz-Trend aus Amerika – finden Sie im ALFA Sports & Spa genau jenes Programm, das Ihnen am meisten Freude bereitet, am besten in Ihren persönlichen Terminplan passt und Sie am wirkungsvollsten beim Erlangen eines nachhaltig-positiven Körpergefühls unterstützt.

5. Ein Wohlfühl-Ambiente, das sich sehen lassen kann Auch für Ihre Entspannung nach dem gelungenen Training ist im ALFA Sports & Spa bestens gesorgt: Ein großer Whirlpool lädt zum Relaxen ein, diverse Saunen, darunter eine eigene Damensauna, eine Bio-Sauna, ein Römisches Dampfbad und Infrarotkabinen samt neuester Solarien im angenehmsten Wellness-Ambiente entlassen Sie frisch, attraktiv und energetisiert in den Alltag. Wollen Sie sich belohnen und so richtig verwöhnen, empfiehlt sich der hauseigene „Venus“-Beauty-Salon mit kosmetischen Behandlungen und diversen Massagen von der klassischen Massage bis hin zur Edelsteinmassage. Auch das kulinarische Erlebnis kommt im ALFA Sports & Spa nicht zu kurz: Im gemütlichen Bistro und Café „delight“ bietet die Küche täglich von 11.30 Uhr bis 21 Uhr frische, gesund-wertvolle

© Gerhard Berger (5)

6. Leistbarer Luxus Der kleine alltägliche Luxus, der Sie im ALFA Sports & Spa umgibt, ist gleichzeitig leistbar und doch unbezahlbar, wenn es um das Wohlfühlmoment geht: Das ganz spezielle ALFA Sports & Spa Feeling, das Sie sich wochentags von 6.30 Uhr bis 22.30 Uhr und am Wochenende von 9 Uhr bis 21 Uhr gönnen können, beginnt schon im Umkleide-Bereich. Dort empfangen Sie neben Umkleide-Kästen aus Echtholz auch Einzeldusch-Kabinen mit Rauchglas-Sichtschutz. Ein ruhiges, angenehmes Ambiente gehört ebenso zum ALFA Sports & Spa Standard wie elegante Materialien, die Sie im gesamten Studio-Bereich wiederfinden werden. Kompromisslose Sauberkeit und hundertprozentige Hygiene sind genauso selbstverständlich wie das richtige Wohlfühlklima in den drei großzügigen Kursräumen, dem Schwimmbad mit seinem 20-Meter-Becken und den angenehm gestalteten Geräte-Sälen: Eine computerisierte Klima-Anlage steuert jeden der zwölf Fitnessbereiche getrennt an und sorgt dafür, dass Sie am Gerät schwitzen und sonst nirgendwo.

7. Sie haben die Wahl Ob jederzeit kündigbarer Softstorno-Vertrag, ein sechsmonatiges Abo oder eine Jahresmitgliedschaft, die Sie jetzt – rechtzeitig zur bevorstehenden Bade- und Bikini-Saison – als übertragbare „Holiday Card“ um 365 Euro billiger bekommen: Sie entscheiden, in welcher Form Sie sich den kleinen täglichen Luxus „Fitness“ leisten möchten. Eines bekommen Sie in jedem Fall: Die Gewissheit, sich in Innsbrucks schönstem Fitnessstudio bestens um Ihr Wohlbefinq den zu kümmern. 

Alfa Sports & Spa Medicent Innsbruck, Innrain 143 6020 Innsbruck Telefon: +43 (0) 512 / 56 04 04 Fax: +43 (0) 512 / 56 04 04 - 20 welcome@alfatirol.at www.alfatirol.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 6.30 bis 22.30 Uhr Sa., So. u. Feiertag: 9 bis 21 Uhr

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Gastgeber Samir El Mangalify und seine Frau Margret werbung

Mit Pasta, Charme und Zwickl-Bier Qualitätsgastronomie im Herzen von Innsbruck: Das Kapuziner – Café-Bar-Bistro – feiert sein zehnjähriges Bestehen. Ein Lokalaugenschein in der Kaiserjägerstraße 4a.

S

amir El Mangalify ist nicht zufällig Chef eines eigenen Cafe-BarBistros im Herzen von Innsbruck geworden, ganz im Gegenteil. Der 37-Jährige, den Stammkunden und Freunde einfach unter dem Namen „Sammy“ kennen, stammt aus einer Oberinntaler Hoteliersfamilie und hat die Gastronomie quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Nach dem Abschluss der Hotelfachschule Villa Blanka und langjähriger Tätigkeit auf ManagementEbene im Holiday Inn/Hilton in Innsbruck war für den Vollblut-Gastronomen 2001 die Zeit gekommen, sich beruflich zu verändern und sein eigenes Lokal zu eröffnen.

In Innsbruck, wo sonst? Dass dies in Innsbruck passieren müsste, war für El Mangalify klar, er hatte jobbedingt die Welt gesehen und für sich ein klares Resümee gezogen: So schön wie in Tirol ist es kaum irgendwo. Innsbruck sollte es also sein, die Nähe zum Areal der damals neugebauten SOWI bot sich an, dort entstand gerade ein fruchtbares Gastronomiegebiet, gespeist aus Studentenstrom und Ämternähe. In der Kaiserjägerstraße 4a konnte Samir El Man-

galify im Jahr 2000 eine Immobilie erwerben, im Mai 2001 eröffnete er gemeinsam mit seiner Frau Margret das „Kapuziner“. Dessen Namen leitet sich zum einen vom nahen Kloster ab, zum anderen nimmt er direkten Bezug auf hohe Kaffeekultur: Der gute „Kapuziner“ ist – wie seine italienische Entsprechung, der „Capuccino“ – immer ein Garant, dass zufriedene Kunden wiederkehren.

Freundlichkeit, Sauberkeit, Qualität Aber nicht nur ein Kaffeehaus war 2001 mit dem Kapuziner in der Kaiserjägerstraße entstanden, sondern auch eine gehobene Mischung aus Bar und Bistro inklusive elegantem Bierlokal. Gebaut war es aus Nussholz, Eiche, Glas und dem Wunsch, statt der damals üblichen sterilen Lounge-BarÄsthetik ein Lokal mit echter Gemütlichkeit zu präsentieren. Man wollte anders sein als die anderen und schon über die Einrichtung jene Werte präsentieren, für die das Kapuziner stehen sollte: Freundlichkeit, Sauberkeit, Qualität. Gefällig sollte das Kapuziner sein, aber nicht beliebig, gemütlich, aber nicht aufdringlich-bodenständig. Ein gast-

ronomischer Erfolg – das war für das Ehepaar Mangalify von Anfang an klar – konnte nur auf dem Boden von ernst genommenem Qualitätsbewusstsein wachsen.

Kulinarisch und gesellig Daran, dass sich dieser Erfolg rasch einstellte, liegt es auch, dass die bewährten Eckdaten und Zutaten zum Rezept „Kapuziner“ bis heute im Wesentlichen die gleichen sind. 55 Sitzplätze umfasst das Café-Bar-Bistro, dazu kommen 60 weitere Plätze im südseitigen Gastgarten, der ruhig und hofseitig gelegen zum Mittagessen genauso einlädt wie zum entspannten Plaudern unter der schattenspendenden Weinlaube. Von Beginn an standen für Samir El Mangalify und seine Frau neben der klassischen Gemütlichkeit vor allem das leibliche Wohl der Besucher im Vordergrund: Verschiedenste offene Biersorten, dazu naturtrübes Zwickl-Bier und das biologisch-reine „Ottakringer Pur“ werden nach wie vor aus einer gekühlten Schankanlage kredenzt, Kaffee der unter Kennern geschätzten Marke „Illy“ zubereitet, offene Qualitätsweine aus den besten Anbaugebieten (hier zum Beispiel der be-


Service

gestalten. Der Name war naheliegend und rasch gefunden: „SixtyTwenty“, so sollte das neue Lokal heißen und die Attribute „hip“, „urban“ und „angesagt“ in das Innsbrucker Studentenleben übertragen. DJs und schnelle Snacks wurden geboten, dazu günstige Getränkepreise, reichlich Platz zum Chillen und Entspannen unter Tags und zum Feiern am Abend. Dass auch dieses Konzept – getragen von den Säulen „Freundlichkeit, Sauberkeit, Qualität“ aufging, beweist eindrücklich die Qualität der ursprünglichen „Kapuziner“Idee, die das Bemühen um den Gast immer in den Mittelpunkt stellt.

Neue Linien, alte Qualität

© Gerhard Berger (4)

ret

rühmte „Salzberg“ des Weingut Heinrich) serviert. Dazu wurden und werden zur Mittagszeit täglich wechselnde Menüs gekocht. Es gibt eine kleine, aber feine Speisekarte, deren Angebot von diversen Suppen über Salatspezialitäten bis hin zu Bistro-Spezereien wie Flammkuchen und Nudelgerichten reicht. Die originale Münchner Weißwurst fehlt ebenso wenig wie die ofenfrische Brezn, die nach dem Theaterbesuch den Magen zum Bier erfreut. Dass der Chef selber kocht und einkauft, schmeckt man, dass Rindssuppe und Pasta hausgemacht sind, freut den verwöhnten Gaumen. Dabei wird auf Natürlichkeit und Herkunft der Zutaten ein ganz besonderes Augenmerk gelegt. Da kulinarische Freude gesellig macht, trifft es sich gut, dass sich das Kapuziner auch für größere Gruppen eignet. Ob Sponsion, Firmenfeier oder Familienfest: Bis zu 80 Personen können im Lokal bestens untergebracht und lukullisch versorgt werden. Sollte es dabei in aller Gemütlichkeit einmal später werden, ist das auch kein Problem: Das Kapuziner hat flexible Sperrstunden, die bei Bedarf von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden hin ausgedehnt werden können.

Veränderung, um das Gute zu bewahren Doch auch Veränderung ist notwendig, damit Gutes bewahrt werden kann. Im Jahr 2006 wurde – damals ein Novum in Innsbruck – das Lokal um eine Take-Away-Option erweitert. Sogenannte „Pasta-Boxen“ konnten nun gefüllt mit köstlichen Nudelgerichten als zeitsparendes und preisgünstiges Mittagsmenü zum Mitnehmen erworben werden. Aber nicht nur beim Take-Away ist Zeitersparnis ohne Hektik ein ganz zentrales Anliegen für die Kapuziner-Crew: Wenn die Mittagspause knapp ist, dann muss auch das Essen schnell gehen. Optimales und eingespieltes Service steht deshalb ganz oben auf der Prioritätenliste der Mitarbeiter des Ehepaars El Mangalify, die auch in den Stoßzeiten niemand lange warten lassen.

Erfolgsrezept wird ausgeweitet Im Jahr 2008 ging Samir El Mangalify daran, gemeinsam mit einem Partner das bisherige Erfolgsrezept Marke „Kapuziner“ auf einen anderen gastronomischen Bereich auszudehnen. Im SOWI-Areal bot sich die Möglichkeit, eine Bar zu mieten und komplett neu zu

Im Jahr 2011 wurde es dann Zeit, das „Kapuziner“ pünktlich zum bevorstehenden Jubiläum neu zu gestalten. Das „Winning Team“ – die Kombination aus angenehmem Ambiente und Gastro-Qualität – sollte für die Zukunft bewahrt werden. Die Idee hinter der Renovierung war, die Design-Linien des Lokals geradliniger zu gestalten, auf Schnörkel zu verzichten und dadurch das „Ur-Kapuziner“ in einer neuen, modernen Fassung zu erhalten. Ein neues Licht- und Bar-Konzept wurde verwirklicht. Klares Glas im Barbereich löste in die Jahre gekommenes Holz ab, neueste LED-Technik ermöglichte von nun an eine an Tageszeit und Stimmung angepasste Lichtgestaltung. Das Musikkonzept wurde auf den neuesten Stand gebracht und regelmäßig um die neuesten Trends erweitert, aktueller Nu-Soul, Lounge und House beschallen das Lokal dezent und angenehm und können bei Bedarf durch jedes gewünschte Musikrepertoire ersetzt werden. Ein gratis Wireless-Lan ist installiert und ermöglicht entspanntes Internet-Surfen mit dem eigenen Laptop bei einem guten Cappucino. An dem hat sich in zehn Jahren CaféBar-Bistro Kapuziner nichts geändert: Der gute „Kapuziner“ war und ist ein Garant, dass zufriedene Kunden wiederkehren. q

Kapuziner Kaiserjägerstr. 4a/G2, 6020 Innsbruck Telefon: +43 (0) 512 / 58 58 10 kapuziner@aon.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9.00 bis 1.00 Uhr Samstag 18.30 Uhr bis 1.00 Uhr, bei Reservierung offene Sperrstunde möglich

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Service

werbung

SQUARE M2 – Die Stadt anbei!

D

er moderne, fünfgeschoßige Neubau entsteht rund 150 Meter südlich der Triumphpforte in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtzentrum. Der Projektname SQUARE M2 spiegelt die großzügigen Raumverhältnisse wider. Für die gelungene Planung zeichnet der renommierte Innsbrucker Architekt Rainer Köberl verantwortlich.

Gehobene Wohnqualität. Höchste Ansprüche ans Wohnen in jedem Wortsinn erfüllen die Maisonettenwohnungen in den obersten beiden Geschoßen. Die Grundrisse sind von Norden nach Süden

durchlaufend – herrliche Ausblicke auf die Dächer der Stadt und die umliegenden Berge inklusive. Die absolute Toplage in Innsbruck bedeutet kürzeste Entfernungen zu Innen- und Altstadt, Landesgericht, Universitätsklinik und Universität, Hauptbahnhof und Stadtverwaltung. Dank der sehr guten Anbindung an sämtliche öffentliche Verkehrsmittel kann das Auto gerne auch mal in der Tiefgarage gelassen werden. In Summe erfüllt SQUARE M2 alle Eigenschaften eines idealen Wohn- und Anlegerobjekts. © Realbau GmbH

In der Innsbrucker Müllerstraße 2 errichtet die REALBAU GmbH das Wohnhaus SQUARE M2 – ein seltenes Neubauprojekt in Innenstadtlage.

40 Jahre Erfahrung. Die Realbau GmbH verfügt über eine 40-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung von Wohn- und Geschäftsobjekten. Zudem ist der Bauträger Teil einer Unternehmensgruppe des Baubereiches. Sicherheit und bestmögliche q Umsetzung sind somit garantiert.

Ing. Stefan Froschhammer Tel: 0676/88 181 1601 www.realbau.com

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Komm doch mal tagsüber vorbei! Vielleicht demnächst auf einer neuen Vespa. Schnür dir dein Raiffeisen Club-Paket!

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as Raiffeisen Club-Paket lässt sich individuell auf deine Bedürfnisse abstimmen und erfüllt dir später so manchen Wunsch. Was dir das bringt? Mit Gratis-ELBA-Internet und Raiffeisen Online Sparen hast du bequem rund um die Uhr deine Finanzen im Überblick, außerdem gibt’s tolle Angebote für junge Leute auch bei der Raiffeisen-Versicherung wie zum Beispiel Unfallvorsorge, Kfz- oder Mopedversicherung. Ein weiterer Vorteil: Mit dem Raiffeisen ClubPaket ist dein Jugendkonto sogar bis 21 Jahre völlig kostenlos! Komm zu einem persönlichen Gespräch tagsüber in deine Raiffeisenbank und entscheide, welche Produkte am besten für dich geeignet sind. Dein Raiffeisen-Berater steht dir mit Rat und Tat zur Seite.

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ivb.news

Drei Seiten Mobilität

Auf die Plätze, fertig, los Der Innsbrucker Stadtlauf verwandelt die Innenstadt wieder in eine Rennstrecke Alles läuft, heißt es am 07.05.2011, wenn zum 27. Mal der Inns-

konzentrieren, können es Laufsportbegeisterte auch ein wenig

brucker Sparkasse Stadtlauf über die Bühne geht. Die IVB sind

ruhiger angehen lassen. Neben dem Hauptlauf durch die In-

wieder als Partner mit der Info-Box und einem Bus, der als Auf-

nenstadt – Start und Ziel befinden sich in der Maria-Theresien-

bewahrungsstätte für die Wertsachen der LäuferInnen dient,

Straße – stehen auch heuer wieder der Jedermann/-frau-Lauf

vertreten. Zudem koordinieren die IVB gemeinsam mit der Poli-

(1 Runde, 5 km), der SchülerInnenlauf, der Sparefroh-Familien­

zei die erforderlichen Verkehrsumleitungen. Die Startnummern

lauf, ein Staffellauf sowie eine Mannschaftswertung auf dem

der LäuferInnen gelten auf allen IVB-Linien in der Kernzone

Programm. Ein umfangreiches Rahmenprogramm unter

Innsbruck als Rückfahrtticket. Für die TeilnehmerInnen bietet

anderem mit der Sport-Union-Bewegungsstraße (Stadtforum

sich auch das Park & Ride & Run plus Bus-Angebot auf den

und Erlerstraße) sorgt für Spaß und Spannung auch abseits

Parkflächen der Olympiaworld und des VAZ Hafen als nerven-

der Laufstrecke. Und nach der SiegerInnenehrung um 19:45

schonende Alternative zur Parkplatzsuche in der Innenstadt

Uhr sorgt die Coverband Mute? mit bekannten Klassikern und

an. Für 8,00 Euro können bis zu fünf LäuferInnen parken und

aktuellen Chart-Hits für beste Stimmung bei Musikgenießer­

mit den IVB zum Stadtlauf fahren. Während sich Profis und

Innen und Tanzwütigen. Weitere Infos zum Event sowie Online-

ambitionierte HobbyläuferInnen auf die Zehn-Kilometer-Strecke

Anmeldung unter www.innsbrucklaeuft.com.


Verlängerung der Linie 3

Mobilität gewinnt!

Bauen für die Tram Aktuelle Verkehrsumleitungen im Überblick: Blasius-Hueber-Straße:

Anichstraße:

Stadtauswärts steht bis 19.06.2011 nur eine Fahrspur pro

Aufgrund von Leitungsverlegungen sowie Gleis- und Stra-

Richtung am Innrain zur Verfügung. Umleitung des Individu-

ßenbauarbeiten gilt eine Einbahnregelung in Richtung Os-

alverkehrs stadtauswärts Richtung Höttinger Au über Josef-

ten. Dauer: bis November 2011.

Hirn-Straße / Herzog-Siegmund-Ufer. Höttinger Au: Salurner Straße:

Bis voraussichtlich 31.12.2011 steht durchgehend nur eine

Für den Individualverkehr ist die Salurner Straße sowie

Fahrspur je Richtung zur Verfügung. In der Höttinger Au

die Wilhelm-Greil-Straße Richtung Norden gesperrt. An-

stadtauswärts ist bis 06.06.2011 Abbiegen in die Layrstra-

rainerInnen und öffentlicher Verkehr können die Salurner

ße nicht möglich. Stadteinwärts erfolgt die Umleitung über

Straße jedoch in Richtung Westen als Einbahn befahren.

Layrstraße / Fürstenweg. Zwischen 09.05. und 06.06.2011

Die Zufahrt ins Zentrum inklusive aller Innenstadtgaragen ist

kommt es bergwärts zudem zu Einschränkungen im Be-

durchgehend möglich. Dauer: bis Ende Juli 2011.

reich Höttinger Auffahrt: Von Westen kommend wird keine Zufahrt möglich sein, von Osten gilt ein Fahrverbot für LKW

Maria-Theresien-Straße:

über 12,5 t. Der Verkehr talwärts ist davon nicht betroffen.

Einbahnregelung in Richtung Norden. Dauer: bis Juli 2011.

Weitere Infos auf www.ivb.at.

Olympisch Die IVB sind Official Carrier der YOG 2012 Bei der Winteruniversiade 2005 und der Fußball-EM 2008 haben die IVB bewiesen, dass man sich auch bei Großveranstaltungen auf sie verlassen kann. Nun steht das nächste Sportevent mit den IVB als Official Carrier vor der Tür: die Olympischen Jugend-Winterspiele 2012. Von 13.01. bis 22.01.2012 messen sich 14- bis 18-jährige AthletInnen aus aller Welt bei 63 Medaillentscheidungen in 15 Wintersportdisziplinen. Für den reibungslosen Transport der über 2.000 Sportle-

und Kühtai sicher stellt. Insgesamt werden fünf Linien mit

rInnen, BetreuerInnen und FunktionärInnen sorgen die IVB. In

eigener Kennzeichnung und einem speziellen Leitsystem im

enger Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee wurde

Einsatz sein – zwei davon verkehren im Stadtverkehr in einem

in den letzten Monaten ein umfangreiches Verkehrskonzept

15-Minuten-Takt. Eine besondere Verwendung ist dabei für die

für die YOG 2012 erarbeitet, das die bequeme Erreichbarkeit

IVB-Radhäuser vorgesehen: Sie werden während der Spiele

von wichtigen Punkten wie Culture and Educational Center

in Wartehäuschen mit eigenen Smart-Info-Anzeigen umfunk-

(Congress Innsbruck), Youth Olympic Village, Medal Plaza

tioniert. Neben der Planung der umfangreichen Verkehrslei-

(Maria-Theresien-Straße), Volunteer Center (Messehalle) und

stungen bereiten sich die IVB auch mit Schulungen ihrer Mitar-

Olympia World sowie den Sportstätten in Innsbruck, Seefeld

beiterInnen auf das Großereignis vor.


Touchdown Tickets für die Raiders gewinnen Die Football-Saison ist voll im Gange und die Swarco Raiders kämpfen wieder um Yards in der österreichischen Meisterschaft und auf europäischer Ebene. Am 01.05.2011 erwarten die heimischen Footballer im Tivoli Neu die Danube Dragons (15:00 Uhr), keine Woche später heißt im EFL-Viertelfinale der Gegner Spartiates Amiens (20:00 Uhr). Als Kooperationspartner drücken die IVB für beide Spiele die Daumen. Und auch für diese Partien gilt natürlich: Bei den Heimspielen der Swarco Raiders Tirol fahren die kostenlosen IVB-Shuttles eineinhalb Stunden vor und nach der Veranstaltung im 10-MinutenTakt. Außerdem ist die Eintrittskarte auch ein IVB-Hin- und Retourticket, gültig in der Kernzone Innsbruck jeweils einein-

Soundcity 14 Clubs, ein Ticket Eine Stadt – eine Nacht – ein Ticket. Diesem Motto wird die Soundcity auch bei der siebten Auflage am 20.05.2011 wieder gerecht. Erstmals bilden 14 Clubs – von Stadtsaal, Treibhaus, Blue Chip, Weekender Club bis zum Stadtcafé – ein stadtweites Partynetzwerk und laden ein zu einer musikalischen Reise, die von Electro, Techno und Minimal über (Indie)Rock bis hin zu Reggae, Funk und Hip Hop reicht.

halb Stunden vor beziehungsweise nach der Veranstaltung. Und mit ein bisschen Glück sind die Raiders in Aktion sogar gratis zu erleben. Die IVB verlosen zwei mal zwei Tickets unter allen Einsendungen, die bis 29.04.2011 unter marketing@ivb.at einlangen. Alle Infos zum Tiroler Football-Aushängeschild gibt es auf www.raiders.at. Einen Livestream ihrer Spiele bieten die Raiders auf www.raiderstv.at an.

Tramparty Feiern mit IVB und KRONEHIT

Der entspannte Wechsel von einer Soundcity-Location zur nächsten wird sich dank des kostenlosen IVB-Shuttleservice

Am Freitag, den 13.05.2011 schickt KRONEHIT wieder eine

wieder reibungslos gestalten. Unter anderem spielen die

Partytram durch Innsbruck – mit Partnerlokalen entlang der

fünf Briten der Indie-Pop Band Chikinki im Rahmen ihrer

Strecke, jeder Menge Gratis-Drinks und der meisten Musik.

Europatournee live im Weekender, die Hamburger Electro-

Ein KRONEHIT DJ versorgt die Partyfans auf einer Sonder-

Produzenten und DJs Duo Synchron im neuen Aftershave

linie der IVB (Kombination der Linien 1 und 3) von 20:00 Uhr

Club, Jay Lumen aus Ungarn als absoluter Geheimtipp der

bis 01:00 Uhr mit heißen Beats. Schon um 19:00 Uhr lädt

Tec-House-Szene im Studio 21, Benjie Boco aus England im

KRONEHIT zur Pre-Party am Marktplatz. Mit dabei sind auch

Blue Chip Club. Weiters tritt Louie Austen live in der Heineken

wieder zahlreiche Partnerlokale, die sich für das Partyvolk

Music Lounge im Stadtcafé auf, und Bloc Party spielen ein

einige Überraschungen einfallen haben lassen. Ab 23:00 Uhr

DJ-Set im Stadtsaal. Die IVB verlosen zwei mal zwei Tickets

steigt im Hofgarten die AfterTramParty. Dabei sein kann jeder,

für Soundcity unter allen Einsendungen, die bis 13.05.2011

der das 18. Lebensjahr vollendet hat und sich ab sofort den

unter marketing@ivb.at einlangen. Das gesamte Programm

Gratis-Party Pass auf www.kronehit.at sichert. Abzuholen ist

ist auf www.soundcity.at und auf www.facebook.com/

der Pass im IVB-Kundencenter in der Stainerstraße. Alle Infos

SoundcityInnsbruck zu finden.

zum Event unter www.kronehit.at.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH / Medieninhaber und Verleger: target group publishing GmbH • Zielgruppen Verlag / Karl-Kapferer-Straße 5, 6020, Telefon: 0512 / 58 6020 / Fax: 0512 / 58 6020-20 / marketing@ivb.at www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Fotos: IVB, YOG 2012, Innsbrucker Stadtlauf/Webhofer, VIA3 Communications


Service

Die bruderschaft

. Christoph St inf ormiert

Das liebe Geld Ein Einblick in die damaligen Geldverhältnisse aus dem Botenbuch der Bruderschaft St. Christoph auf dem Arlberg.

Geld- und Münzsorten im Botenbuch von Dr. Heinz Moser. Die Tiroler Handschrift entstand zu einem Zeitpunkt, als in Europa in wirtschaftlicher Hinsicht neue Tendenzen spürbar wurden. Gegenüber dem frühen Mittelalter hatte sich die Zahl der deutschen Städte verzehnfacht. Die oberdeutschen Städte wie Ulm, Augsburg, Regensburg, Nürnberg usw. übernahmen die Vorrangstellung im Handel mit dem Süden. Der Handel im Norden nahm seinen Ausgangspunkt in Basel und führte rheinabwärts über Frankfurt/MainKöln nach Brügge in Flandern, dem damals wirtschaftlich wohl am weitest entwickelten Land Europas. Diese Entwicklung führte zu einer starken Zunahme der Geldwirtschaft seit dem 12. Jahrhundert. Die königliche Münzprägung, wie sie im frühen Mittelalter vorherrschend war, wurde allmählich durch städtische Münzstätten, vor allem in den Handelszentren, abgelöst. Geldmakler, Bankiers und Unternehmer schlossen sich zu sogenannten Hausgenossen zusammen, welche das Prägematerial beschafften und den Geldwechsel kontrollierten. Um diese rein städtischen und ursprünglich nur für den lokalen Bedarf gedachten Münzen auch für ein größeres Verbreitungsgebiet geeignet zu machen, schlossen sich verschiedene Münzstätten zu Münzvereinen zusammen.

Pfennigzeitalter. Das ganze Mittelalter wird im Geldverkehr durch den Pfennig gekennzeichnet. Der gesteigerte Geldverkehr machte es nun notwendig, Vielfachwerte des Pfennigs zu prägen. Die Tiroler Handschrift, die einerseits nur eine kurze Periode um die Wende vom 14. und 15. Jahrhundert umfasst, gewährt andererseits einen aufschlussreichen Einblick in die letzte Phase des „Pfennigzeitalters“, zumal die Spender fast über ganz Mitteleuropa verteilt waren. Die Pfennige (denarii) waren in karolingischer Zeit 1/240 Pfund Silber und wurden in zahlreichen Städten des Reiches geschlagen. Bald entwickelten sich eigene, nach dem Prägeort benannte Pfennige, von denen allerdings bis zum ausgehenden Mittelalter, also der Zeit der Tiroler Handschrift, keiner den ursprünglichen Wert beibehielt. Im 13. bis 15. Jahrhundert hatten sich im süd- und mitteldeutschen Raum einige Pfennige entwickelt, die weit über ihren lokalen Bereich hinaus Bedeutung erlangten und deren Verbreitungsgebiet sich zum Teil überschnitt. In der Tiroler Handschrift werden die Berner (Tirol), Agleier (Görz/Lienz), Wiener, Regensburger, Amberger, Münchner Pfennige und die Heller (Schwäbisch-Hall) erwähnt. Auf

Grund des Wohnortes der Spender können eventuell auch noch Salzburger Pfennige angenommen werden. Aus dem Gebiet des Rappenmünzbundes stammen die Stäbler. Darunter verstand man die seit 1373 vom Basler Bischof geschlagenen Hohlpfennige, welche gerade zur Zeit der Tiroler Handschrift zur Hauptmünze des Rappenmünzbundes wurden. Der Name Stäbler leitet sich vom Wappen, dem Baselstab, ab.  q

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Service

M Milk & Sugar Joy Malcolm werbung

MTV HAUPSTADT.CLUB in Innsbruck Wo MTV drauf steht, ist auch MTV drin! Am 7. Mai 2011 werden die Innsbrucker Stadtsäle zum Hotspot der internationalen Clubszene: Der MTV HAUPTSTADT.CLUB tourt durch die Lande und macht Halt in den Tiroler Bergen!

S

eit September 2010 gibt es den MTV HAUPTSTADT.CLUB in Berlin – die dortige Kultlocation „Puro Sky Lounge“ lädt seither jeden ersten Samstag im Monat zu feinsten Electro und House Beats. Das urbane Partyerlebnis wird von der Crème de la Crème der internationalen DJ-Szene veredelt und mit außergewöhnlichen Künstlern aus dem MTV Hauptstadtquartier getoppt. MTV wird am 7. Mai 2011 die Stadtsäle nicht nur in das offizielle MTV-Gewand kleiden und einen Main Floor sowie eine exklusive MTV VIP Lounge hosten, sondern wird auch noch Künstler mit in die Tiroler Hauptstadt bringen, die sich sehen lassen können! Allen voran das international angesagte DJ-Duo Milk & Sugar, die derzeit mit ihrem Remix des Vaya-con-Dios-Hits „Hey (Nah

Gewinnspiel 6020 verlost:

5 x 2 Tickets Kennwort: „MTV HAUPTSTADT.CLUB“, Einsendeschluss: 5.5.2011 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · Karl-Kapferer-Str. 5 · Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at

Neh Nah)“ die Spitzen der internationalen Charts anführen. Support erhalten die beiden von keiner geringeren als Joy Malcolm – der Stimme von Superstar Moby. Die quirlige Londonerin ist eine der begehrtesten Vocalists und machte im letzten Jahr vor allem durch die Single „Give It Back“ auf sich aufmerksam. Als MTV-Resident wird Amloop den HAUPTSTADT.CLUB nach Innsbruck begleiten. Sein aktueller Hit heißt „Caminando E Cantando“ und ist inzwischen DIE Hymne schlechthin zahlreicher Festivals geworden. Den Local Support übernimmt der Tiroler H.Posse, der mit seiner eigenen Eventmarke CLUB OF HOUSE seit über vier Jahren in ganz Österreich für Furore sorgt! Sein inspirierter Sound zeugt von seiner unbändigen Leidenschaft für House, Electro und Minimal – stets veredelt durch die neuesten Musiktrends aus den internationalen Clubmetropolen. Das Line-up wird von DJ Nic Ray aus Wien, bekannt durch die Eventreihe Fashion& Friends und als Resident von Hyponotic, komplettiert und er wird der Partycrowd ordentlich einheizen. Saintro P wird den

Sound von den Plattentellern live mit seinem Saxophon veredeln und für die funkige Klänge zu den elektronischen Beats sorgen! q

© Veranstalter

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se Inn na Ha he ist – pr nic su

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Information • Der Vorverkauf für den MTV HAUPTSTADT.CLUBS findet ab sofort in allen Raiffeisenbanken Tirols sowie Ö-TicketVerkaufsstellen zu EUR 12,20 pro Ticket statt. Raiffeisen Club Mitglieder dürfen sich über eine Ermäßigung freuen und erhalten das Ticket zu EUR 10,00!

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• Der reguläre Eintritt an der Abendkassa beträgt EUR 15,00. EINLASS AB 18 JAHRE!! • Limitierte VIP-Tickets für die exklusive MTV-Lounge sind ebenso im Vorverkauf erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf : www.mtv.de oder facebook.com/ mtvhauptstadtclub www.clubofhouse.com oder facebook. com/clubofhouse www.club-tirol.at oder www.filznickl.com Info -/ Ticket-Hotline: +43/664/317 7604

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07.05.2011 Innsbruck stadtsaal MTV goes Innsbruck! MILK & SUGAR seid dabei, wenn am 07. Mai 2011 der MTV HaupTsTadT.club in Innsbruck station macht und die stadtsäle zum Hotspot der internationalen clubszene macht! seit september 2010 hostet der MTV HaupTsTadT.club jeden ersten samstag im Monat berlins derzeit heißeste location – die puro sky lounge. angesagte dJs, Vocalists und live-acts, gemischt mit außergewöhnlicher atmosphäre – auch andere städte sollen nun von dieser besonderen Mischung profitieren. die of fizielle Tour des MTV HaupTsTadT.club wird nicht nur die locations MTV-gerecht stylen, sondern bringt die superstars der internationalen Musikszene nach Österreich. der Vor verkauf findet ab sofor t in allen raif feisenbanken Tirols sowie Ö-Ticket-Verkaufsstellen stat t. raif feisen club Mitglieder erhalten eine ermäßigung.

MIT IHreM InTernaTIonalen club HIT

offIcIal afTerHour | star t 04:00 aM sTudIo 21, karmelitergasse 21, Innsbruck

joy malcolm THe VoIce of Moby (lIVe)

deejays in the mix

aMloop (MTV HaupTsTadT.club Tour resIdenT - berlIn)

H.posse (clubofHouse.coM - Innsbruck)

nIc ray (radIo energy - fasHIon & frIends - WIen)

www.mtv.de/hautpstadtclub // facebook.com/mtvhauptstadtclub // www.clubofhouse.com

Fritz Unterberger – Wolfgang Denzel Auto AG Griesauweg 32, 6020 Innsbruck Telefon 0 512 / 33 4 35, info@unterberger-denzel.bmw.at www.unterberger.cc


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Service

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anz Paris träumt von der Liebe – und Sie träumen von Paris im Frühling? Dann aber nichts wie hin. Und damit Ihre Reise vom ersten Moment an zur Blumenwiese wird, starten Sie am Besten mit uns – bon. Denn unser Service hat einfach Esprit: Wir holen Sie daheim ab, bringen Sie voller Elan nach München und wenn Sie wie auf Wolken wieder heimkehren, erwartet Sie bereits der Chauffeur. Und so richtig lacht das Herz, wenn Sie unseren Preis mit den lieben Mitbewerbern vergleichen.

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Alles dabei.

Unser Transfer kostet Sie 78 Euro hin und zurück und ist völlig frei von versteckten Nebenkosten. Darum sagen wir es auch nicht durch die Blume, sondern ganz direkt – Four Seasons Travel fährt Sie am günstigsten in die verdienten Ferien. Ist das ein Frühlingserwachen? Für die Zugtickets zahlen Sie mit Glück rund 80 Euro, rumpeln jedoch eher mit der Regionalbahn als im Railjet durchs Land und an der Bahnsteigkante sind Sie dann wieder auf sich allein gestellt. Wir kümmern uns jedoch – packen beim Gepäck an, reichen Erfrischungen und Lektüre, sorgen uns um Ihr Wohl, damit Sie einen lauen Lenz haben.

Besonders Sportler profitieren von unserem Service: Die neunsitzigen Silberpfeile verfügen über viel Stauraum und wer frischverliebt mit seinem verpackten neuen Rennradl zu temperamentvollen Touren nach Mallorca aufbrechen möchte, reist mit uns extrem bequem. Auch des Surfers liebstes Stück findet einen Platz und kann im Fond des Fords Transit während des Transfers träumen von den Wellen des Atlantiks.

Auf und davon.

Oliver Dold, GF Four Seasons

Selbst wenn Sie gerade Ihren zweiten Frühling erleben und nur weit weit weg wollen, so sind Sie bei uns in den besten Händen. Lassen Sie das Auto lieber in der Garage, denn Selbstfahrer zahlen für die gesamte Tour gut 240 Euro, basierend auf dem amtlichen Kilometergeld und dem billigsten Parkticket. Damit solche düsteren Aussichten nicht Ihre Freude trüben, buchen Sie besser gleich Four Seasons Travel und das natürlich auch, wann Sie wollen. Die BuchungsHotline ist rund um die Uhr für Sie da und sitzt nicht in Irland, sondern mitten in Innsbruck. Wo die Touren starten.

Gönnen Sie sich schon zum Start in den Urlaub die Freiheit vom Stress und rufen Sie uns an unter 0512/58 41 57. Oder buchen Sie direkt auf www.tirol-taxi.at – denn nur wer OHNE DRUCK NACH MUC reist, kann sich ganz der Leichtigkeit des Frühlings hingeben. q

Info Telefon 0512/58 41 57 oder im Internet unter www.tirol-taxi.at


Service

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„Wir für euch und ihr für uns!“ Unter diesem Slogan wird sich in Zukunft das Wacker-Team des FC Wacker Innsbruck präsentieren.

D

as Wacker-Team ist eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die mithelfen wollen, das Geschehen rund um den FC Wacker Innsbruck mitzugestalten. Eine Gruppe engagierter Menschen, die den Verein unentgeltlich unterstützt, da es für sie eine Herzensangelegenheit ist. Ihr Aufgabenbereich umfasst am Spieltag unter anderem die Pressebetreuung, Teile der VIP-Betreuung, Teile der Stadionarbeit, der Eventorganisation, der Verwaltung, der Online-Redaktion und des Geschehens am Feld. Damit das Ganze aber nicht nur ein Geben ist, gibt es für alle Engagierten natürlich auch wackere Gegenleistungen. Diese gehen von einer Akkreditierung / Freikarte für die Spiele über einen Nachweis der Tätigkeiten bis hin zu einem exklusiven Meet-and-Greet mit der Mannschaft und dem Trainer. Trägst du den FC Wacker Innsbruck im Herzen oder willst du einfach nur Teil eines Profifußballklubs sein und somit einen Blick hinter

Benjamin Rohrer, Stadiontechnik

die Kulissen werfen können? Willst du deinen Beitrag für den Tiroler Traditionsverein im „Europäischen Jahr des Ehrenamtes“ leisten? Dann werde Teil des Wacker-Teams und zeige dem Vorstand, der q Mannschaft und den Fans, dass wir unser Motto leben. 

werbung

150 Jahre Italien – 35 Jahre Idealtours Es gibt viel zu feiern – einfach mitfeiern!

I

n diesem Jahr feiert unser südlicher Nachbar Italien seine 150-jährige Einheit. Zahlreiche Veranstaltungen, große Events und kleine Feste werden aus diesem Anlass zwischen Jesolo und Mailand vorbereitet. Nicht ganz so alt, aber immerhin auch schon 35 Jahre besteht der Tiroler Reiseveranstalter Idealtours. Also zumindest ein kleines Jubiläum – ein Grund einige Idealtours-Neuheiten zu präsentieren:

In 1 Stunde im Liegestuhl am Meer liegen! Durch die direkte Flugverbindung vom Flughafen Innsbruck kann man diese Aussage auch verwirklichen. So bequem gelangte man noch nie nach Kroatien. Nach einem knapp einstündigen Flug landet man auf der Insel Krk und die einmalige Inselwelt der Kvarner Bucht mit den Inseln Krk, Rab, Cres und Losinj liegt dem Urlauber zu Füßen. Für Segler, Schnorchler, Wanderer, Tennisfreaks und vor allem für Genießer absolut geeignet!

Genüsslich und typisch italienisch kombiniert! Italienische Pizza, das typische abendliche Leben auf der Piazza und die Wahl, sich an der Bucht von Cilento in die Sonne zu legen oder die faszinierende Landschaft zu erkunden. Diese Wahl muss man treffen, wenn man vom 13.5.–21.5. nach Cilento reist. q

Idealtours Neuheiten Insel Krk/ Kroatien

Cilento/ Italien

Jeden Sonntag mit Flug ab Innsbruck z. B. im Hotel*** Corinthia Baska schon ab € 699,– Als kombinierte Bus-Flugreise am 22.5.2011 sogar um € 499,–! Kombinierte Bus (Hinfahrt) – Flugreise (Rückflug nach Innsbruck) mit Ausflugsprogramm, 8 x HP im Hotel*** statt € 699,– nur € 599,– (Alternativtermin 21.–29.5. mit Hinflug und Rückreise im Bus)

Information und Buchung unter 0512 202040 oder auf idealtours.at!

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Motor Noble Hochzeitskutsche: Seine Durchlaucht Fürst Albert II. von Monaco hat sich entschlossen, bei seiner Hochzeit mit Miss Charlene Wittstock am 2. Juli 2011 eine LexusLimousine – LS 600h – mit Vollhybridantrieb als Hochzeitskarosse zu nutzen. Damit unterstreicht das monegassische Staatsoberhaupt sein großes Engagement für den Umweltschutz.

St

Sportliche GT-Welt Bei Seat steht das Kürzel „GT“ für ein Plus an Komfort, für spritzige Motoren und für besonders sportliche Optik. Ab sofort findet dieses Konzept seine Fortsetzung im neuen Ibiza GT. Sowohl der Fünftürer, das SportCoupé als auch die Kombiversion sind jetzt zusätzlich als GT erhältlich. Der Einstieg in die GT-Welt des Ibiza beginnt bereits bei 13.990 Euro mit dem 70 PS starken 1,2-Liter-Benziner. Serienmäßig an Bord: schwarz glänzende Außenspiegel, Dach in CarbonOptik, 15-Zoll-Alus, Xenon-Leuchten inkl. LED-Tagfahrlicht, GT-Einstiegszierleisten, GT-Design-Paket usw.

Futuristische Weltpremiere

Bei der Autoshow in Shanghai (21. bis 28. April) läutet MercedesBenz mit dem Concept A-Class ein neues Zeitalter in der Kompaktklasse ein. Das futuristisch anmutende Modell – Wellen und Wind sowie der Flugzeugbau waren die Inspirationsquelle der Designer – besticht durch sein expressives Design und symbolisiert gleichzeitig konzentrierte Dynamik. Angetrieben wird der Fronttriebler von einem Blue-Efficiency-Triebwerk mit 210 PS und Doppelkupplungsgetriebe. Als Weltneuheit in der Kompaktklasse verfügt das Konzeptfahrzeug über eine radarunterstützte Kollisionswarnung.


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ps-promis

© schloss

SPAR spart

Ausgezeichnet

Statistik

Teures Tanken

Pünktlich zum Osterverkehr: 50 Liter Sprit in der EU um bis zu € 16,40 teurer Preise für 50-Liter-Tank Eurosuper (in Klammer Differenz zu Österreich) land

preis

1

Niederlande

€ 85,00

2

Dänemark

€ 84,40

3

Griechenland

€ 81,00

4

Belgien

€ 80,20

5

Frankreich

€ 79,50

6

Deutschland

€ 79,00

7

Portugal

€ 78,90

8

Schweden

€ 78,65

9

Finnland

€ 77,15

Großbritannien

€ 76,45

Österreich

€ 68,60

10

(+ € 16,40)

(+ € 15,80)

(+ € 12,40)

(+ € 11,60)

(+ € 10,90)

Quelle: EU, VCÖ 2011

S

eit März 2010 ist die Autowelt DenzelUnterberger offizieller Opel-Partner in Innsbruck. Schon das erste Jahr lief überaus erfolgreich und wurde von Opel Österreich mit der Auszeichnung „Westösterreichs bestes Flottenzentrum 2010“ belohnt. Mit der deutschen Traditionsmarke Opel hat das Mehrmarken-Autohaus sein Angebot neben Jaguar, Land Rover, Range Rover, Volvo, Hyundai und Mitsubishi weiter ausgebaut. „Als modernes, serviceorientiertes Autohaus konnten wir zahlreiche langjährige Opel-Kunden gewinnen, aber auch viele neue Opel-Fans überzeugen. Dazu stimmt bei Opel einfach das Gesamtpaket: Die neuen Modelle stehen für preisgekröntes Design, ausgereifte Technik und sehr wettbewerbsfähige Preise. Das spiegelt sich

auch in den deutlich über den Erwartungen liegenden Verkaufszahlen wider“, resümiert Betriebsleiter Klaus Kluckner das erste Jahr äußerst positiv. Besonders stolz ist man am Griesauweg 28 auf die Auszeichnung als bestes Flottenzentrum Westösterreichs. Von allen OpelHändlern in Tirol, Vorarlberg und Salzburg konnte die Autowelt Denzel-Unterberger am meisten Flotten- und Firmenwagen verkaufen. Der Erfolg erklärt sich für den verantwortlichen Verkaufsberater Manfred Mair wie folgt: „Opel verfügt einerseits über eine komplette Flotte an Bussen, Liefer- und Pritschenwagen. Andererseits bieten die PKWErfolgsmodelle Opel Insignia und Astra als Firmenwagen in ihrem Segment PremiumQualität zum unschlagbaren Preis.“ q

(+ € 10,40)

(+ € 10,30)

(+ € 10,05)

(+ € 8,55)

(+ € 7,85)

... 17

Und zwar beim Verbrauch von fossilen Brennstoffen: Bereits im März übernahm die Spar-Zentrale Wörgl einen klimaschonenden Mitsubishi iMiev von der Autowelt DenzelUnterberger, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Fahrten auf kurzen Strecken eine umweltfreundliche Alternative anbieten zu können. Über den gemeinsamen E-Car-Deal freuen sich die Spar-Repräsentanten Christoph Holzer und Klaus Behnke sowie das DenzelUnterberger-Verkaufsteam mit Silvia Braun, Andreas Heel und Hannes Mauracher (v.l.n.r.).

(+ € 0,00)

Opel-Flottendirektor Michael Heilmann übergibt dem OpelVerkaufsexperten von Denzel-Unterberger, Manfred Mair (li.), die Urkunde für den besten Opel-Händler im Flottenverkauf 2010.


Motor

© Suzana Ilic

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Mehr als 800 Gäste, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, Kunden, Freunde und Geschäf tspartner, folgten Mitte März der Einladung der Geschäf tsleitung von Auto-Linser, um das 120-jährige Firmenjubiläum in den Räumlichkeiten des Fahrzeughändlers gemeinsam zu feiern. Bei der von unzähligen Highlights gespickten Abendveranstaltung wurde sogar ein Opel Corsa verlost. David Eller (re.), Sieger des von Life Radio initiierten Gewinnspiels „Wer am wenigsten bietet, bekommt ihn“, konnte bei der Jubiläumsfeier einen knallgelben Cityflitzer offiziell in Empfang nehmen. Die feierliche Übergabe zelebrier ten AutoLinser-GF Patrick Pfurtscheller (Mitte) und Life-Radio-Moderator Christoph Knapp.

© schloss

120 Jahre Auto-Linser

Blühender Auto-Frühling

M

Km-Millionär

Einen sensationellen Erfolg hat ein Steirer mit seinem Ford Focus aufgestellt: In knapp zwölf Jahren hat Mario Folger eine Million Kilometer mit seinem Focus, Baujahr 1999, zurückgelegt. Das macht einen Schnitt von 83.333 Kilometer pro Jahr, was umso beachtlicher ist, als der Focus auf seinen Dienstreisen Österreich so gut wie nie verlassen hat. Bei dem Rekordauto handelt es sich um einen weißen Ford Focus Ambiente 1,8 TDi mit 90 PS. Der Motor wurde einmal revidiert, da standen bereits beachtliche 587.020 Kilometer auf dem Tacho. Das Getriebe wurde nie repariert, die Kupplung während der gesamten Laufzeit gerade einmal getauscht. Und auch mit dem Verbrauch ist der Steirer stets durchaus zufrieden gewesen. Der aktuelle Verbrauch des Focus liegt übrigens bei 4,8 Litern/100 km, was angesichts seiner Laufleistung auch ganz beachtlich ist.

it dem Ende der frostigen Jahreszeit locken Tirols Fahrzeughändler traditionell mit automobilen Frühlingsfesten und Fahrzeugmessen in ihre von Neuheiten prall gefüllten Schauräume. Der 8. Autofrühling von Unterberger und Denzel beispielsweise, der unmittelbar nach dem Ende des Genfer Automobilsalons abgehalten wurde, sorgte in den beiden Autosalons in der Innsbrucker Rossau für regen Besucherandrang. Grund dafür waren nicht nur der Verkaufsstart des Range Rover Evoque bzw. des Hyundai Genesis Coupés, sondern auch unzählige attraktive Angebote, die anlässlich des 35-Jahr-Jubliäums der Firma Unterberger aufgelegt wurden. Über den Verkaufserfolg der Unterberger-Edition-Modelle BMW X1, Hyundai i30 und Opel Corsa freuten sich die Betriebsleiter Giovanni Di Valentino (im Bild links unten) und Klaus Kluckner.

Besucheransturm. Bei schon fast sommerlichen Temperaturen pilgerten Anfang April knapp 750 Kunden in das Porsche-Zentrum am Mitterweg, um sich von den brandneuen Produkten von VW, Audi und Porsche einen Überblick zu verschaffen.

Das autobegeisterte Publikum wurde aber auch mit einem tollen Rahmenprogramm (Trial Show mit Red-Bull-Spezialisten Stefan Eberharter, Hybrid-Fahrradtests, PorscheKids-Driving-School, Autogrammstunde mit Gregor Schlierenzauer) verwöhnt. Und: Über die unzähligen Vorteile von Fahrzeugen mit Erdgasantrieb informierten die Tigas-Repräsentanten Gerhard Neyer (im Bild oben) und Herbert Heuschneider, die dabei von Porsche-Innsbruck-Boss Gerhard Mairhofer (Mitte) tatkräftig unterstützt wurden.

Weltmeister zu Gast. Mit Tageszulassungen zu sensationellen Preisen und Topangeboten bei Neu- und Gebrauchtwagen läutete Anfang April das Autohaus Vowa Innsbruck die automobile Frühlingssaison ein. Zu dieser stark besuchten Hausmesse erschienen die zweifachen Olympiasieger und Weltmeister Andreas und Wolfgang Linger (im Bild rechts unten), die bei der Autogrammstunde von der frisch gebackenen Doppel-Weltmeisterin Lizz Görgl unterstützt wurden. Über den erfolgreichen Verlauf des Frühlingsfestes und über den prominenten Besuch freute sich der Chef des Autohauses, Erwin Cassar. q


Motor

Alphatier für jedes Revier

Fullgas im Zillertal

Edle Formel-1-Boliden und protzige Nascars, Rallye Trucks und blitzschnelle MotoGP-Bikes – der erste Sonntag im Mai wird das Herz jedes Motorsportfreaks mehr als nur erwärmen: Heinz Kinigadner lädt zum 6. Kini-Fullgas-Tag ins Zillertal und verwandelt den beschaulichen Ort Uderns einmal mehr in eine dröhnende Boxengasse. Zur wohl benzinreichsten Ausstellung des Landes sind auch heuer wieder zahlreiche Topstars angesagt: der Red-Bull-Pilot bzw. Melbourne- und Sepang-Sieger Sebastian Vettel, der frisch gebackene Weltmeister und Überflieger Gregor Schlierenzauer, Niki Lauda und Gerhard Berger sind nur einige der zahlreichen Promis, die bei der spektakulären Alpenparty anzutreffen sind. Das Fullgas-Warm-up findet am 30. April im Badwandl Fügen statt, der Kini-Fullgas-Event startet am 1. Mai um 10 Uhr bei freiem Eintritt.

Amarok – sein Name kommt aus der Sprache der Inuit und bedeutet „Wolf“. Schon deshalb fühlt sich der Ehrfurcht gebietende VW-Pickup in der Wildnis richtig zuhause. Genau das ideale Gefährt für den in Pfaffenhofen lebenden Schauspieler Gregor Bloéb, der vor kurzem einen bei Porsche Innsbruck erworbenen Amarok übernahm. Nutzfahrzeug-Markenleiter Alfred Ehammer (li.) und Porsche-Innsbruck-GF Gerhard Mairhofer feierten die Übergabe des VW „Alphatiers“ an den Schlossherrn zu Hörtenberg, Gregor Bloéb.

Es gibt mehr im Leben als einen Volvo. Es gibt Tiere, die schnell, stark, elegant und schön zugleich sind. Und es gibt endlich auch den Beweis, dass dieses Phänomen nicht nur in der Natur auftritt. Deshalb gibt es jetzt den neuen Volvo V60.

DER NEUE VOLVO V60. SPORTLICHES DESIGN, FAHRSPASS PUR UND DAZU EINE ECHTE WELTNEUHEIT: DAS KOLLISIONSWARNSYSTEM MIT FUSSGÄNGERERKENNUNG UND AUTOMATISCHER NOTBREMSUNG*. AB 28.900,– EURO.

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Innsbruck, Griesauweg 28, Tel.: 0512-33 23-744, office@denzel-unterberger.cc, www.unterberger.cc

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58

Motor

Getunte Focus-GT-Variante von MS Design zum Verlieben: Autopark-GF Michael Mayr, Verkaufsleiter Micha-Emanuel Hauser mit den zwei hübschen Focus-Bräuten Denise Duda und Erika Martinez (v.l.n.r.).

„Bis dass uns ein neuer Focus scheidet“

K

urz vor der offiziellen Markteinführung der dritten Focus-Generation am 8. April lud die Geschäftsleitung des Innsbrucker Autopark zu einer stilvollen Vorabpräsentation ins Ötztal. Vor der mit optischen und kulinarischen Highlights gespickten Abendveranstaltung im Alpengasthof Am Feuerstein, hoch oberhalb der beschaulichen Ortschaft Huben, kamen zahlreiche Tiroler Motorjournalisten in den Genuss einer ersten Probefahrt (inklusive der Überprüfung einiger wichtiger Sicherheits- und Assistenzsysteme), die von Innsbruck über das Mieminger Plateau Richtung Längenfelder Talboden führte.

Kompaktes Weltauto. Dabei kamen die heimischen PS-Experten aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Der neue Focus liefert nämlich nicht nur Fahrspaß vom Feinsten, sondern er verfügt auch über eine satte Anzahl von Fahrer unterstützenden Assistenzsystemen, die ganz wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit an Bord beitragen. Die technischen Features, die beim neuen Focus-Modell teils serienmäßig an Bord sind, bringen sogar die gesamte Kompaktklasse unter Zugzwang: vom Fahrspur-Assistenten, der warnt, wenn man seine Fahrspur unge-

wollt verlässt, über den Müdigkeitswarner, der optisch und akustisch darauf hinweist, dass eine Pause eingelegt werden soll, bis hin zum Verkehrsschild-Erkennungssystem, das aufzeigt, mit welcher Geschwindigkeit man gerade fahren darf, glänzt der neue Focus mit exklusiver Technik, die bisher nur in der Luxusklasse anzutreffen war. Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Der Focus kann auch ganz alleine einparken und schützt bei Unaufmerksamkeit des Fahrers dank Active-City-Stop-System (bis 30 km/h) zuverlässig vor Auffahrunfällen im Stop-andgo-Verkehr. Insgesamt verblüfft der sportliche Fünftürer mit 27 Assistenzsystemen inklusive der Torque Vectoring Control, welche in Kurven für eine optimiertere Straßenlage sorgt.

Saubere Motoren. Die Qual der Focus-Wahl stellt sich neben den drei Ausstattungsvarianten (Ambiente, Trend, Titanium) auch bei der Frage der Motorisierung. Zwei Duratorq-Dieselmotoren (1,6 l TDCi bzw. 2,0 l TDCi) zwischen 85 und 163 PS sowie zwei Ottomotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 105 und 182 PS sorgen für individuelles Fahrvergnügen. Besonders effizient: der neue 1,6-Liter-

Stoppt, was er verspricht: Bei einem Zwischenstopp am Locher Boden musste der Focus sein Active City Stop-System gleich unter Beweis stellen.

EcoBoost-Benziner sowie der komplett überarbeitete Duratorq TDCi-Diesel mit 1,6 (109 g/km CO2) und 2,0 Litern Hubraum.

Strapazierfähige Materialien. Dass die sowohl für den Ford-Konzern als auch für die heimischen Ford-Betriebe wichtigste Neueinführung der letzten Jahre auch optisch glänzt, versteht sich bereits beim ersten Anblick der neuen Modell-Generation ganz von selbst. Auch der Innenraum wurde auf Sportlichkeit getrimmt und besticht durch hochwertige Materialien und einem flott gezeichneten Cockpit. Und sogar Levi Strauss würde sich über die Wiederverwertung seiner strapazierfähigen Hosen freuen: „Als Dämmmaterial wurden beim neuen Ford Focus alte Jeans verwendet“, weiß AutoparkVerkaufsleiter Micha-Emanuel Hauser, der bei der Testfahrt ins Ötztal als kompetenter Beifahrer fungierte. Der neue Focus startet in der Ambiente-Version schon ab 18.350 Euro, die Kombi-Variante „Traveller“ wird am 17. Juni nachgereicht. „Der neue Focus ist als Weltauto konzipiert, Technologieträger und Benchmark in seiner Klasse“, ist auch der Chef des Autopark, Michael Mayr, vom Erfolg der neuen Ford-Cashcow überzeugt.  q


Motor

59

Ford Mondeo 2,0 TDCi Powershift Titanium Traveller Motor

Vierzylinder-Diesel

Hubraum

1997 ccm

Leistung

120 kW/ 163 PS

Drehmoment

340 Nm / 2000 U/min

Getriebe

6-Gang-Powershift-Getriebe

0–100 km/h

9,8 sec

Spitze

210 km/h

Verbrauch

5,6 l/100 km / Test: 7,1 l/100 km

CO2 -Emissionen

149 g/km

Masse & Gewicht L/B/H: 4837/1886/ 1512 mm, 1592 kg Preis

ab 36.700 Euro Testmodell: 46.716 Euro

„Grand Hotel“

Ford Mondeo

Ende 2010 hat Ford sein Flaggschiff Mondeo optisch und technisch überarbeitet. Jetzt fährt der Traveller mit einem Powershift-Getriebe, einer Vielzahl von Assistenz­systemen sowie einem äußerst gediegenen Ambiente vor. 

E

ingeführt wurde der Ford Mondeo bereits 1993, der sich stets als stabile Größe im Mittelklasse-Segment behauptet hat: Rund vier Millionen Einheiten wurden in Europa bisher verkauft – in Österreich entschieden sich mehr als 65.000 Käufer für das solide Modell aus Köln. Und mit dem Start der dritten Generation im Juni 2007 kam die beliebte Ford-Baureihe sogar zur Kinoehren. Im James-Bond-Film „Casino Royale“ benutzte der bekannteste Geheimagent seiner Majestät eine speziell präparierte Mondeo-Limousine als Dienstwagen.

Überragendes Equipment. Zurück zum facegelifteten Mondeo, der als Kombi-Variante in seinem Segment in einer ganz eigenen Liga spielt. Neben dem Feinschliff beim Design und dem gelungenen Interieurs-Upgrading zählen ein ganzes Bündel an Fahrassistenz-, Sicherheits- und Komfortsystemen zu den weiteren Highlights des noblen Kölners. Im Innenraum beispielsweise fällt neben dem üppigen Equipment die äußerst gediegene Verarbeitung der Materialien auf – die Verarbeitung der Ziernähte beim Lenkrad, beim Gestühl oder in den Türen unterstreichen das hohe Qualitätsniveau bei Ford. Da

der knapp fünf Meter lange Traveller ein maximales Ladevolumen von 1740 Litern offeriert, könnte der mit der Premium-Liga kokettierende Nobeltransporter ganz locker auch als interimistisches Hotelzimmer Verwendung finden: Die Ladefläche ist mit feinem Teppich ausgelegt, die Heizung wärmt rasend schnell und die hinteren getönten Seitenscheiben schützen vor neugierigen Blicken. Zugleich sorgt die dezente Ambiente-Beleuchtung mit LED-Technologie für eine äußerst gediegene Atmosphäre bei Nacht. Die harmonische Stimmung an Bord wird auch durch das elektrische Schiebe-Hubdach gedopt, das sogar einen verträumten Blick auf den Sternenhimmel durch getöntes Sicherheitsglas ermöglicht.

Überragende Technik. Der Mondeo steckt, wie bereits kurz erwähnt, voller technischer Raffinessen, die das Leben an Bord sicherer und einfacher machen. Ob Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat mit Auffahrwarnsystem oder das automatische Fernlicht (Auto High Beam), das den entgegenkommenden Verkehr erkennt und punktgenau abblendet, bzw. der Müdigkeitswarner, der dem Fahrer akustisch und optisch (eine Tasse Kaffee wird im

Test: Walter Mair

Cockpit angezeigt) bei Übermüdung warnt, beim Mondeo bleiben beinahe keine Sicherheitsfragen offen. Na ja, bis auf eine fehlende Heckkamera, die beim Einparken neben dem begleitenden Piepston ein zusätzliches Komfortfeature darstellen würde. Im Fahrbetrieb lässt der superleise Gleiter jedoch keine Zweifel seiner Überlegenheit aufkommen. Die servo-unterstützte Lenkung arbeitet präzise, die Bremsen sind optimal dosiert, das Fahrwerk äußerst ausgewogen. Die bei unserem Traveller mitgelieferte sechsgängige PowerShiftAutomatik in Kombination mit dem 163 PS starken Turbodiesel liefert sportlichdynamische Gangwechsel und garantiert dabei gleichzeitig ausgesprochen günstige Verbrauchswerte: Das knapp 1,6 Tonnen schwere Fahrzeug begnügt sich trotz seiner Power mit nur 7,1 Litern Diesel. Und wer die leidenschaftlichsten Gene des Mondeo komplett wecken will, kann auch auf Bergstrecken den Ganghebel manuell bedienen. Der Listenpreis für den atlantik-blau-metallic-farbenen Traveller beträgt 36.700 Euro; die zusätzlichen Extras zur gediegenen Titanium-Variante schlagen mit rund 10.000 Euro zu Buche. q


60

Motor

Pfiffiges Leichtgewicht. Der facegeliftete Mazda2 präsentiert sich optisch und technisch aufgerüstet .

Mazda 2 1,5i Automatik TE

Liebenswerter

Froschkönig

Motor

Reihen-Vierzylinder-Benziner

Hubraum

1498 ccm

Leistung

75 kW/ 102 PS

Drehmoment

133 Nm / 4000 U/min

Getriebe

4-Gang-Automatik

0–100 km/h

11,9 sec

Spitze

170 km/h

Verbrauch

6,3 l/100 km

CO2 -Emissionen

146 g/km

Masse & Gewicht L/B/H: 3920/1695/ 1475 mm, 1065 kg Preis

ab 11.490 Euro Testmodell: 17.401 Euro

Seit 2003 wieselt der flinke Mazda2 in nunmehr zweiter Generation problemlos durch verstopfte Straßen und enge Gassen. Im Herbst 2010 erfuhr der smarte Kleine nicht nur ein dezentes Facelift, sondern ist jetzt auch als Automatik-Variante verfügbar.

S

chick, maximal sicher und um einige Kilos leichter als die Konkurrenz: Mit diesen unübertrefflichen Vorteilen hat sich der Mazda2 den Titel Weltauto und den Großen Österreichischen Automobilpreis 2008 gesichert. Seit November steht die überarbeitete Version des populären Kleinwagens in den Schauräumen der Mazda-Händler, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Zum äußerlich sichtbaren Update zählen der modifizierte Lufteinlass unterhalb der Stoßstange im Frontbereich sowie die Einfassung der Nebelscheinwerfer, die ebenfalls in neuem Glanz erstrahlen. „Mehr Mut zu bunt“, scheint die Devise bei Mazda zu lauten, die für das facegeliftete Modell zahlreiche frische Farben vorgesehen haben. Der uns zur Verfügung gestellte Fünftürer fuhr beispielsweise in auffallendem Froschgrün vor und sorgte mit seiner

fröhlichen Ausstrahlung sogar für Halsverrenkungen am Straßenrand.

Wendig und flink. Innen glänzt die Mittelkonsole in KlavierlackOptik, das von einem neuen Dreispeichen-AluLederlenkrad mit Bedienelementen für Radio und Tempomat flankiert wird. Dem jugendlichen Auftritt verpflichtend, beinhaltet die „TE“-Variante ein MP3-fähiges CD-Radio, AUXAnschluss und vier Lautsprecher. Allgemein bekannt ist, dass man speziell beim weiblichen Geschlecht mit kleinen Aufmerksamkeiten punktet: Weshalb der japanische Hersteller bei einem speziell von Frauen bevorzugten Modell auf einen Spiegel in der Sonnenblende des Beifahrersitzes verzichtet, steht wohl in den Mazda-Sternen. Dafür wirken jedoch die roten Ziernähte bei den Sitzen genauso verführerisch wie das sichere Gefühl, den un-

Test: Walter Mair

vermeidlichen Stop-and-Go-Verkehr jederzeit leicht ertragen zu können. Das wenige Kerlchen düst nämlich erstmals als 1,5i-Variante mit 102 PS inklusive einer Viergang-Automatik durch das Stadtgewühl und präsentiert sich auch dank seines perfekt abgestimmten Fahrwerks und seiner direkt ausgelegten Lenkung wahrlich nie als fahrtechnischer Spielverderber. Bevorzugt im Stadtgebiet unterwegs, genehmigt sich der grüne Fronttriebler schon rund 8,2 Liter Sprit; im kombinierten Verkehr kommt man aber mit durchschnittlich 6,3 Litern Benzin über die Runden. Fazit: Die facegeliftete Version des Mazda2 bringt nicht nur frische Farbe ins Leben, sondern bietet auch als Automatik-Variante ungemeine Vorteile im Fahralltag. Und dass der kleine Cityfloh jederzeit einen der begehrten Parkplätze bei der Shoppingtour findet, versteht sich beinahe von selbst.  q

20


Motor

„Grüner“

Löwe

Ab sofort bläst ein umweltfreundlicherer Wind in der Kompaktklasse: Der facegeliftete und technisch aufgerüstete Peugeot 308 steht bereits am Start.

M

it frischem Design, innovativer eHDi-Mikrohybrid-Technik, optimierten Verbauchswerten und CO2 -Emissionen ab 98 Gramm pro Kilometer soll die Erfolgsgeschichte der 308er-Familie fortgeschrieben werden, von der seit ihrem Verkaufsstart im September 2007 knapp 900.000 Einheiten abgesetzt wurden. Ganz besonders fällt die neue Frontansicht des Peugeot 308 auf, die bereits an die der erst kürzlich eingeführten Oberklasse 508 erinnert. Der neue Designcode der Marke kommt natür-

lich bei allen drei 308er-Karosserievarianten (Limousine, CC und SW) zum Einsatz. Je nach Modell fährt der kompakte Franzose sogar mit neuen Nebelscheinwerfern mit LED-Leuchten und Xenon-Licht vor.

Saubere Power. Vier Benzinmotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 98 und 200 PS (GTiVersion) und vier Diesel-Aggregate (92, 112, 150 und 163 PS) liefern Power für jeden Geschmack. Darüber hinaus ist der überarbei-

61

tete Peugeot 308 nach der Highend-Limousine 508 das zweite Fahrzeug der Marke, bei dem die saubere e-HDi-Mikrohybrid-Technik Einzug hält. Das e-HDi verfügt über ein Generator-Steuersystem zur Rückgewinnung von Energie im Schubbetrieb und über eine Hybridbatterie, die Energie speichert und diese beim Starten unterstützend abgibt: 98 Gramm CO2 pro Kilometer bei der 1,6-Liter-eHDi-Version mit Start-Stop-Technologie sind ein Maßstab in diesem Segment. Neben den optischen und technischen Neuheiten wurde auch der Innenraum des Peugeot 308 optimiert. Je nach Ausstattungsvariante werden die Passagiere im lichtdurchfluteten Interieur mit feinstem Leder, Chrom oder schwarz lackierten Elementen verwöhnt. Der Einstieg in die facegeliftete 308er-Welt startet mit der fünftürigen Variante bei 18.350 Euro, der SW fährt schon ab 19.050 Euro vor. Wer sich für das flotte Cabrio-Coupé entscheidet, wird mit 27.140 Euro belastet. q

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14.03.2011 9:53:53 Uhr


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LEBEN Zeiträuber des Monats Nachgeschaut.

Fernsehen darf gerne auch mal spannender und anspruchsvoller sein als die 1374. Folge von „Anna und die Liebe“ oder die 17. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Der deutsch-französische Sender ARTE ist bekannt für seine coolen Dokus, Kulturmagazine und sonstigen Eigenproduktionen. Das Beste daran: Auf der ARTE-Website kann man sich alle Sendungen bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung via Mediathek anschauen. Gutes Service, gutes Programm.

© Fotoforum

videos.arte.tv

Bücherzirkel Psychospiele

Schon was vor?

Der 6020 Event-Tipp – Da kannst du was erleben.

Gabor Kerekes, bis 7. Mai, Fotoforum Innsbruck

Z

wischen Himmel und Erde“ heißt die Ausstellung im Fotoforum am Adolf-PichlerPlatz, die noch bis einschließlich 7. Mai zu sehen ist. Gezeigt werden die bedeutendsten Werksgruppen des ungarischen Künstlers Gabor Kerekes, der sich in seinen Fotografien mit dem alltäglichen Leben, aber auch mit der Rolle des Todes auseinandersetzt. Kerekes’ künstlerische Betrachtungsweise sowie die Komplexität und Qualität seiner Arbeit machen ihn zu einem bedeutenden Namen in der Welt der Fotografie. Zu sehen ist die Ausstellung q Dienstag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.

Dreiecksbeziehungen sind immer spannend – in Helmut Kraussers „die letzten schönen tage“ Helmut Krausser: aber noch viel mehr: „die letzten schönen tage“, Denn Serge, der erst Dumont spät herausfindet, dass seine Freundin Kati mit seinem verhassten Kollegen David schläft, ist ein Psychopath. Deswegen klaut er Katis Handy und verschickt in ihrem Namen E-Mails an David. Krausser lässt nichts aus: unterschiedliche Perspektiven, irgendwie verwobene Handlungsstränge und Figuren, die einen auf die Palme bringen können. Man hält fast nicht aus, was da passiert. Nur für Leser mit guten Nerven!

Rosa ist das neue Pink

Was im Moment gerade total angesagt ist – ehrlich!

Oreo ist die neue Prinzenrolle.

Schön blöd, wenn ein Keks irgendwo seit Jahrzehnten Kult ist – und man in anderen Ländern nicht mal weiß, wie man ihn isst. Natürlich können die österreichischen Konsumenten Oreos futtern, wie sie wollen – aber das möchte der Hersteller nicht. Deswegen wird in den aktuellen TV-Werbespots auch gleich erklärt, wie man das Ding standesgemäß verspeist: Deckel runter, Creme ablecken, in Milch tauchen, rein in den Mund.

Sowi ist der neue Catwalk. Zeig mir, wie du deine

Handtasche trägst, und ich sag dir, wer du bist. Im Großraum Sowi sieht man zum Beispiel immer öfter die aus „InStyle“ & Co. bekannte Promi-Schicki-Tragweise auf dem nach oben gedrehten, leicht angewinkelten Unterarm. Die Tasche (so teuer wie möglich) wird dabei gut sichtbar vor dem Oberkörper platziert. Dresscode: Röhrenjeans, Ballerinas, kurzer Blazer, Schal, Sonnenbrille. Wenn’s jetzt bloß noch Paparazzi gäbe.

Deutsche sind die besseren Stadtbenutzer. Über die zahlreichen

Numerus-Clausus-Flüchtlinge wird ja gerne gejammert, eines muss man ihnen aber lassen: Sie interessieren sich mehr für das Stadtleben als die meisten Innsbrucker. Egal, wo ein neues Café eröffnet, ein Flashmob oder eine Partypremiere stattfindet, unsere Freunde aus dem Norden sind dabei. Aktiv nach coolen Dingen suchen, statt über das fade Tirol zu jammern – sehr löblich.


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Mundart Kochen ohne Wenn und Aber mit Flo

Kochen

Seidl

mit Herzen Einfach sind sie nicht, aber köstlich: MundArt hat sich an die Artischocke gewagt, einiges an Arbeit in Kauf genommen und mit den feinen Herzen eine köstliche Frühlingslasagne geschichtet.

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ein ursprünglicher Plan, einen einfachen Frühlingsgruß aus der Küche zu schicken, ist mir aus unerklärlichen Gründen abhanden gekommen und sowohl das Küchenchaos als auch meine schwarzbraunen Hände sind Zeugen eines Kochexzesses, der eigentlich keiner hätte werden sollen. Dabei wäre es so einfach gewesen: siehe Bonusrezept. Da hätten wir nicht einmal Besteck gebraucht. Geschweige denn das Kochen: Ein einziger Kochtopf, der nicht mal richtig schmutzig geworden wäre. Beim Kochen werde ich manchmal zwanghaft kompliziert und dank meines neurotischen Küchenfuhrwerkens liegt hier jetzt einiges herum: eine Teigschüssel, ein Topf mit Tomatenschalen,

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Zutaten für 4 Personen

• Nudelteig: 200 g doppelgriffiges Mehl, 3 Eigelb, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Schuss Olivenöl, 1 Schuss Wasser • Béchamel: 50 g Butter, 50 g Mehl, 1 l Milch, Pfeffer, Salz, Muskatnuss • Artischockensauce: : 4 Artischocken, Zitronen, 200 g Cocktailtomaten, 3 Knoblauchzehen, 5 Schalotten, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Petersilie, Parmesan

Zubereitung

• Nudelteig: Für den Nudelteig verrührt man Ei und Eigelb mit Salz, gibt Mehl, einen Schuss Olivenöl und einen Schuss Wasser dazu und verknetet alles zu einem geschmeidigen Teig. In Klarsichtfolie packen und für etwa drei Stunden in den Kühlschrank geben. • Béchamel: Butter schmelzen lassen, Mehl unterrühen, kurz anschwitzen lassen. Milch unter ständigem Rühren hinzugeben, würzen, ein paar Minuten köcheln lassen und noch einmal abschmecken. • Artischockensauce: Knoblauch und Petersilie hacken, Schalotten in Spalten schneiden, beiseite stellen. Cocktailtomaten ins kochende Wasser geben, blanchieren, bis die Haut platzt, und unter fließendem, kaltem Wasser schälen, beiseite stellen. • Vorbereitung Artischocken: Den Artischocken muss man ziemlich verschwenderisch zu Leibe rücken: Alle harten, ungenießbaren Blätter und Blattteile entfernen. Dabei beginnt man von außen Blätter abzubrechen oder abzuschneiden. Je tiefer man dringt, desto umfangreicher ist der essbare Teil der Blätter. Man fährt so lange fort, bis man einen Spitzkegel aus Blättern freigelegt hat. Zwei bis drei Zentimeter dieser Spitze schneidet man dann ab und reibt alle Schnittflächen mit Zitronensaft ein. Das ungenießbare „Heu“ schabt man nun mit einem Löffel aus der Mitte der Artischocke aus. Zum Schluss schält man noch den Stiel und schneidet das holzige Ende ab. Artischocken im gesalzenen Zitronenwasser für etwa 25 Minuten köcheln lassen. Davor oder danach vierteln. Auch beiseite stellen. • Lasagne: Olivenöl erhitzen, Schalotten und Knoblauch darin andünsten. Vorgekochte, geviertelte Artischocken und die geschälten Cocktailtomaten hinzugeben und auf kleiner Flamme für zehn Minuten dünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit den Pastateig durch die Nudelmaschine kurbeln oder kräftig von Hand auswalken. In einer Kasserolle die Lasagne schichten: Béchamelsauce. Nudelblätter. Béchamelsauce. Artischockensauce. Parmesan. Nudelblätter. Béchamelsauce. Artischockensauce. Parmesan. Und so weiter. Mit Béchamel und Parmesan abschließen. Für 20 Minuten in den auf 220° C vorgeheizten Ofen schieben. Etwas auskühlen lassen, mit Petersilie bestreuen und servieren! • Bonusrezept: Artischocken in Salzwasser mit Zitronensaft 30 Minuten kochen. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Salz einen Dip anrühren. Die Blätter mit den Fingern pflücken, in Dip tunken und mit den Zähnen das Fleisch abziehen.

ein Kochtopf mit Béchamelresten, eine ölige Pfanne, eine bemehlte Nudelmaschine, ein grün beflecktes Schneidbrett. Dafür brutzelt aber auch eine Artischockenlasagne im Rohr. MundArt vergisst das Einfache, herzt Artischocken und schichtet diese zur Lasaq gne. Guten Appetit! 

Die Artischocke

Die Artischocke sei all jenen ans Herz gelegt, die ihrer Leber mal was Gutes tun wollen. Sie wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, cholesterinsenkend und allein schon des Entblätterns wegen aphrodisierend. Der in ihr enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel der Leber an. Ihre sonstige medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an speziellen Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt. Stolz trägt sie den Titel: „Arzneipflanze des Jahres 2003“. Wohlverdient, meinen wir.


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t’s erfunden? ha er w Meilenste © Universitätsarchiv Innsbruck (1)

ine der Tiroler Wissenschaft

dem sich eine kaum fingernagelgroße Wasserprobe befindet. Dieses Ensemble wird in einem umfunktionierten Kochtopf mittels flüssigem Stickstoff auf minus 200 Grad Celsius abgekühlt, sodass die Wasserprobe im Inneren des Zylinders gefriert. Dann senkt sich ein großer Balken, der computergesteuert Druck auf die Eisprobe im Stahlzylinder ausübt. Am Bildschirm beobachten die Forscher, wie die Maschine langsam den 10.000-fachen Atmosphärendruck erzeugt. „Jetzt haben wir Popcorn-Eis“, strahlt Seidl und deutet auf die Kurve, die sich auf seinem Bildschirm abzeichnet.

Ursprung allen Lebens.

Wunderwelt

des Wassers Es ist der Inbegriff allen Lebens – und doch wissen wir nur sehr wenig darüber. Dass Wasser als Brennstoff ebenso taugt wie zum Zerschneiden massiver Stahlträger, erforschen der Wissenschaftler Thomas Lörting und sein Team vom Institut für physikalische Chemie an der Universität Innsbruck. Von Steffen Arora, Florian Gasser

J

etzt machen wir Popcorn-Eis.“ Mit diesen Worten greift Markus Seidl zum Stickstoffbehälter und gießt die eiskalte, dampfende Flüssigkeit in die vorbereitete Versuchsanordnung. Seidl ist einer von sieben jungen Wissenschaftlern, die zum Team des ebenso jungen wie genialen „Eisforschers“ Thomas Lörting am Institut für physikalische Chemie der Universität Innsbruck gehören. Die sogenannte

„Lörting Group“ hat sich ganz dem Element Wasser verschrieben. Um mehr über den sprichwörtlichen Quell allen Lebens herauszufinden, untersuchen die Forscher dessen Verhalten unter extremen Bedingungen. Im gegenständlichen Fall bei extremer Kälte und unter hohem Druck. Dazu haben die Wissenschaftler eine beeindruckende Apparatur aufgebaut. Im Zentrum des Versuchs steht ein winziger Stahlzylinder, in

„Der Name rührt daher, dass dieser kleine Eisklumpen, sobald wir den Druck wegnehmen und ihn wieder auf Raumtemperatur erwärmen, aufspringt wie Popcorn“, erklärt Thomas Lörting. Die Experten sprechen von amorphem, also gestaltlosem Eis. Durch den enormen Druck und die tiefen Temperaturen wurden die Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen gebrochen. Normales Eis kristallisiert in hexagonalen Kristallformen. Das Popcorn-Eis weist keine solchen geordneten Strukturen mehr auf. „In dieser amorphen Form sind die Moleküle chaotisch angeordnet. In diesem Zustand ist Eis interessanterweise dem Wasser wieder ähnlicher als beim herkömmlichen Gefrieren“, erklärt Lörting. Im Weltall kommt Wasser fast nur als amorphes Eis vor. Dieses Vorkommen von Wasser im Weltall, das Rückschlüsse auf die Entstehung allen Lebens zulässt, ist eines von vielen Forschungsgebieten der Innsbrucker Lörting Group. Wenn der 37-jährige Chemiker Thomas Lörting über seine Leidenschaft für das Element Wasser spricht, wandern seine Mundwinkel automatisch nach oben. „Es gibt Millionen bekannter Moleküle, aber Wasser sticht unter allen heraus. Es gibt Wasser in allen möglichen Formen. Innerhalb eines Spektrums von nur 100 Grad Celsius gibt es Wasser sowohl flüssig als auch fest oder gasförmig“, begründet er die Wahl seines Forschungsschwerpunktes. Und obwohl Wasser der Ursprung des Lebens auf diesem Planeten ist, gibt dieses Element der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Lörting und sein Team sind diesen Fragen auf der Spur.

Brennendes Eis. Wasser als Energielieferant zum Beispiel. „Brennendes Eis“, so Lörting, „wird in Fach-


kreisen bereits als Alternative zu Wasseroder Windkraft diskutiert, wenn uns das Erdöl ausgehen sollte.“ Dieses brennende Eis ist nichts anderes als gefrorenes Wasser, das in seinem Kristallgitter Methangas eingeschlossen hat und daher brennt. Auf der Erde existieren – etwa am Meeresgrund – mehr solcher Eisvorräte als Erdöl. Nicht nur am Meeresgrund, auch in luftiger Höhe beeinflusst Eis unser Klima. Denn die Wolken in der Troposphäre sind nichts anderes als eine Ansammlung winziger Eiskristalle. Dieses Eis in der Atmosphäre hat großen Einfluss auf unser Klima. So hat die Lörting Group festgestellt, dass etwa die Eiskristalle in den Wolken von einer hauchdünnen Wasserschicht umgeben sind, die auf Grund ihres Salzgehalts auch bei Temperaturen von bis zu minus 80 Grad Celsius nicht friert. „Anders als ein reflektierender Eiskristall, bricht ein Wassertropfen die Sonnenstrahlung in alle Richtungen, was wiederum die Strahlungsbilanz vollkommen verändert“, erklärt Thomas Lörting die neue Erkenntnis. Dass der Chemiker heute im fünften Stock des Institutsgebäudes am Innrain das Wasser neu erfindet, ist einem Zufall zu verdanken. „Ich habe mich erst beim Schlangestehen am Inskriptionstag für das Studienfach Chemie entschieden“, erzählt er schmunzelnd. Zu Beginn widmete sich Lörting noch der theoretischen Chemie. Doch das schiere Berechnen chemischer Vorgänge war dem jungen Forscher im Laufe der Zeit doch zu trocken. Er wechselte zur physikalischen Chemie, Fachgebiet Wasserforschung. Junge Nachwuchstalente ermuntert er, sein Fachgebiet zu wählen: „Die Möglichkeiten in der Chemie sind riesig.“ Lörting hat sie genutzt, wie sein beeindruckender Lebenslauf beweist. Neben zahlreichen Forschungs-

es wird kalt. Eisforscher Markus Seidl, Mitglied der „Lörting Group“, bereitet die Wasserprobe für das Experiment unter Extrembedingungen vor.

preisen – darunter der Nernst-HaberBodenstein- und der Liechtenstein-Award – arbeitete der 37-jährige als Assistent des Nobelpreisträgers Mario Molina am berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. 2007 erhielt Lörting den START-Preis des österreichischen Wissenschaftsfonds. Ein Jahr später den renommierten europäischen Forschungspreis des europäischen Forschungsrates.

Forschen ohne Sorgen. Dank letzterem, hoch dotiertem Forschungspreis kann Lörting heute von finanziellen Sorgen relativ unbehelligt arbeiten. Ein Luxus, der nötig ist, um Wissenschaft auf höchstem Niveau zu betreiben, wie er sagt. Überhaupt plädiert der Experte da-

Wasser: Das unbekannte Element 1963 wollte der Schüler Erasto Mpemba in Tansania Speiseeis herstellen, um es zu verkaufen. Dabei bemerkte er, dass heißes Wasser schneller gefriert als kaltes Wasser. Dieser nach seinem jungen Entdecker benannte Mpemba-Effekt ist Beispiel für die vielen Rätsel, die das Element Wasser in all seinen Aggregatszuständen noch immer für die Forschung bereithält. Thomas Lörting und sein Team betreiben Grundlagenforschung rund um das kühle Nass. Mit großem, internationalem Erfolg: Die Innsbrucker Lörting Group hat unter anderem herausgefunden, dass in den Wolken nicht reine Eiskristalle, sondern von Wasser ummantelte Eisstückchen das Sonnenlicht brechen und dadurch die Atmosphäre beeinflussen. Wie man Eis als Brennstoff zur Energiegewinnung nutzen könnte, ist ebenso Gegenstand ihrer Forschung wie der mögliche Ursprung allen Lebens durch Eiskometen, die auf unserem Planeten eingeschlagen sind. Daneben entwickelt Lörting auch neue Technologien auf Basis des Wassers. Er besitzt die Patente für „schnelles Eis“ sowie den „Eisschneider“.

für, Grundlagenforschung mehr zu fördern. Im Gegensatz zu rein produktorientierter Industrieforschung sei diese nämlich unabdingbar, um neue Anwendungen zu entdecken. „Hier ist die Forschungspolitik gefordert“, so Lörting. Er selbst zeigt vor, wie es geht und nutzt die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung dazu, um anwendungsnahe Innovationen zu entwickeln. So ist Lörting bereits Erfinder zweier Patente der Uni Innsbruck: Zum einen hat der Innsbrucker das „schnelle Eis“ erfunden. Eine spezielle „Eismischung“ mit besseren Gleiteigenschaften, die bei Eisschnelllaufbewerben neue Rekorde ermöglichen soll. Momentan laufen Tests dazu im Innsbrucker Olympiaeisstadion und es gibt auch schon Interessensbekundungen von deutschen Eisschnelllaufhallenbetreibern. Lörtings zweites Patent beschäftigt sich mit der Steigerung der Schneideleistung von Hochdruck-Wasserstrahlschneideanlagen durch eine trickreiche Erzeugung von Eiskristallen im Schneidestrahl. Bei der Weiterentwicklung und Verwertung seiner Erfindungen wird Lörting vom „transidee“Transferzentrum der Universität Innsbruck unterstützt. Im Labor des alten Chemiegebäudes ist das Popcorn-Eis nun fertig. Stolz präsentiert Lörtings Mitarbeiter Markus Seidl den kleinen Brocken „Weltalleis“, der – kaum hat ihn Seidl aus dem Stickstoffbad genommen – aufzupoppen beginnt. Experiment gelungen. q

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Wer zu spät kommt,

den bestraft das Internet Will man sein Geld verlässlich in den Sand setzen, so sollte man eine klassische Videothek eröffnen. Über das langsame Aussterben eines Relikts der 1980er- und 1990er-Jahre.Von Von Willi Kozanek

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s gab mal eine Zeit, in der Menschen zu „ihrer Videothek um die Ecke“ gingen, um sich die neuesten Filme auszuleihen. Diese lagen dort in Regalen zur Auswahl und ein Mitarbeiter half den Kunden auf Wunsch dabei, sich aus Hunderten von Filmen für einen zu entscheiden. Davor gab es natürlich auch eine Zeit, in der Menschen VHS-Kassetten (diese rechteckigen, schwarzen Dinger) benützten, aber das liegt schon so lange in der Vergangenheit, dass sich der eine oder andere womöglich gar nicht mehr daran erinnern kann.

Automaten statt Mitarbeiter. Vor allem für konventionelle Videotheken, also Videotheken, die Mitarbeiter zur Kundenbetreuung beschäftigen und eine große Fläche für die Präsentation der Filme benötigen, ist es schwierig geworden: „Falls ein Bekannter von mir mithilfe von Fremdkapital eine klassische Videothek eröffnen wollte, würde ich nicht besonders gut schlafen können“, meint Clemens Madlener, Geschäftsführer

der „Home Entertainment GesmbH“, die mit ihren neun „Cinethek“-Videotheken (vier davon in Innsbruck) in Tirol vertreten ist. Die Fixkosten für eine klassische Videothek seien zu hoch, der Markt werde durch Konkurrenz aus dem Internet durch illegale Downloads und Video-on-Demand (Download oder LiveStream eines Films) immer enger.

USA sterben in den letzten Jahren die Videotheken aus und nicht selten folgen Trends dem Muster „USA-Deutschland-Österreich“. Amerikaner sind zurzeit beispielsweise besessen von „Netflix“, einem Unternehmen, das zweierlei anbietet – zunächst Filmverleih per Post und jetzt vermehrt Videoon-Demand. 20 Millionen Kunden nützen

Spielverderber „Netflix“. Die „Cinethek“ arbeitet ausschließlich mit Automaten und kann so die Kosten gering halten: Für einen Film, der älter als drei Monate ist, sind zum Beispiel für sechs Stunden Ausleihe nur 30 Cent zu bezahlen. Die Automaten sind außerdem rund um die Uhr geöffnet und Kunden können Filme per Internet und SMS reservieren. In den Automaten kann man sich außerdem dreiminütige Trailer aller Filme ansehen. Madlener nennt die fortwährend veränderten Angebote für Kunden „sich ständig neu erfinden“. Neu erfinden müssen sich die Videotheken auch, denn die Konkurrenz ist erbarmungslos. In den

Marion Grimminger


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Clemens Madlener

aber auch in ihrer Unauffindbarkeit. Weder in der Amraser Straße 6 noch 118 finden sich die bei Google Maps aufscheinenden Videotheken. Dafür findet sich am Ende der Dr.-Glatz-Straße eine klassische Videothek im unklassischen Sinn. Klassisch mit Regalen und Mitarbeiterin, unklassisch im Sortiment: Es handelt sich nämlich ausschließlich um Sexvideos. Und die Kundschaft ist hierbei anscheinend treu. Laut Auskunft der Besitzerin existiert diese Videothek nämlich seit über 30 Jahren.

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Alles wegen 40 Dollar?

„Als vor zwölf Jahren Kabelfernsehen die breiten Massen erreichte, meinte auch jeder, dass dies das Ende für Videotheken bedeuten würde.“ 

Netflix mittlerweile und es werden immer mehr. Verlockend ist, wenig überraschend, das Preisargument: Für einen Monatstarif von umgerechnet sechs Euro können sich Netflix-Kunden unbeschränkt Filme und TVSerien herunterladen und ansehen. Dies hat die Situation für amerikanische Videotheken zusätzlich verschärft. Blockbuster, die größte Videotheken-Kette, musste bereits Insolvenz anmelden und trennt sich derzeit von vielen der ehemals über 5000 Videotheken. Clemens Madlener sieht „Netflix“ hingegen nicht als Bedrohung: „Als vor zwölf Jahren Kabelfernsehen die breiten Massen erreichte, meinte auch jeder, dass dies das Ende für Videotheken bedeuten würde. Wir fingen damals mit unseren Videotheken gerade an und beweisen heute, dass ein Miteinander möglich ist.“

Die Rebellen des „Austria Video Ring“. Marion Grimminger, Filialleiterin der „Austria Video Ring“-Videothek in Wilten, sieht die Situation etwas anders: „Wir haben viele Kunden, die über automatische Videotheken schimpfen. Einmal spinnt der Computer, ein anderes Mal ist eine DVD defekt und man kann sich bei niemandem Auskunft verschaffen. Als ich noch in Deutschland gearbeitet habe, haben dort die Automaten-Video-

Clemens Madle ner

theken aufgemacht und bald wieder zugesperrt.“ In die Videothek in der Leopoldstraße kommen die Innsbrucker laut Grimminger vor allem wegen der guten Mundpropaganda. Der Kunde will sich beraten lassen, freut sich über ein bisschen Smalltalk und ist glücklich, wenn nicht alles ganz anonym abläuft. Ein älterer Mann freut sich zum Beispiel, weil Marion Grimminger nach seinem Wohlbefinden fragt und sich erinnert, dass er vor kurzem operiert wurde. Eine Frau will sich einen Thriller ausleihen, der „nicht zu gewalttätig ist“. Es sind genau diese zwischenmenschlichen Kontakte, bei denen die klassischen Videotheken gegenüber den vollautomatischen in der Gunst der Kunden punkten können.

Zukunft trotzdem ungewiss. Obwohl Grimminger mit der Geschäftssituation im Großen und Ganzen zufrieden ist, spürt sie dennoch Veränderungen im Verleihbusiness. Die Niederlassung in Wilten läuft seit 20 Jahren, trotzdem ist die Filialleiterin nicht überzeugt, dass die Videothek auch noch weitere 20 Jahre Bestand haben wird. Das Internet sei die größte Konkurrenz. Als ein Kunde, der sie pessimistisch über die Zukunft sprechen hört, Grimminger mit einem Kompliment Mut machen will, wird ihr Blick nostalgisch und traurig. Die Misere der Videotheken zeigt sich

Das Problem, welches die Verbreitung von neuen Konzepten wie Netflix für klassische Videotheken verursacht, geht übrigens auf eine recht kuriose Geschichte zurück: Netflix-Gründer Reed Hastings ärgerte sich angeblich darüber, dass er 40 Dollar Mahngebühren zahlen sollte, weil er „Apollo 13“ ausgeliehen hatte und nicht mehr wiederfinden konnte. Als er am gleichen Tag auf dem Weg in ein Fitnesscenter über dessen Geschäftsmodell nachdachte (man zahlt 30 Dollar im Monat und kann sooft trainieren, wie man will), kam ihm die Idee, dass das gleiche Prinzip auch mit Filmen möglich sein musste. Heute ist Netflix elf Milliarden Dollar wert und versucht, sich nach der Kanada-Expansion auch in Europa zu etablieren. Den Betreibern der Innsbrucker Videotheken wird das wahrscheinlich wenig Freude bereiten. Unabhängig davon, ob dort q Mitarbeiter oder Automaten stehen.

Weitere Infos Cinethek:

Höttinger Au 40b, Innrain 107, Universitätsstraße 15, Amraser Straße 48 Preise:

Bei Standard-Spielfilmen 30 Cent für sechs Stunden, 90 Cent für zwölf Stunden und 2,80 Euro bis zum Ende des nächsten Tags. Für Neuheiten 1,20 Euro für sechs Stunden, 2,20 Euro für zwölf Stunden und drei Euro bis zum nächsten Tag. www.cinethek.at Austria Video Ring:

Leopoldstraße 44, Haller Straße 131 Preise:

Die Tagesgebühr variiert nach Attraktivität der Filme und liegt bei 60 Cent bis 1,50 Euro. Die Verleihdauer beträgt maximal acht Kalendertage. Danach wird die doppelte Verleihgebühr verrechnet. www.avr.at


programm Party Aftershave DJ Manshee, 27.4., 22h Etepetete & Support, 29.4., 22h Ken Hayakawa & Crazy Sonic, 30.4., 22h

VAZ Hafen XI s’Best Fest, 4.5., 20h

Theater Tiroler Landestheater Die verkaufte Braut, 6., 12., 25. & 29.5., 19.30h Eine Nacht in Venedig, 13.5., 19.30h Mein Herr, Othello (Tanzstück), 28.4., 15.5., 19.30h Elektra, 30.4., 8. & 27.5., 19.30h La Fanciulla del West, 5., 11., 18. & 21.5., 19.30h Othello, 27. & 29.4., 7., 19. & 20.5., 19.30h Les Misérables, 14., 22., 26., 28. & 30.5., 19.30h

Kammerspiele Frida Kahlo – Pasión por la Vida, 27. & 30.4., 4., 5. & 8.5., 20h Matto regiert, 28. & 29.4., 12. & 20.5.,20h Paradiso, 15. & 29.5., 20h Harper Regan, 21. & 26.5., 20h Das bin ich, 27.5., 20h

Kellertheater Die Nibelungen, 26.–29.4., 20h Die Grönholmmethode, 4.–7., 11.–15., 18.–21. & 24.–28.5., 20h

Westbahntheater 2nd Life, 29. & 30.4., 1.5., 20h

Wieder bergab Downhill-Saison wird am 21. Mai eröffnet.

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er Nordkette Singletrail wird nach den langen Wintermonaten nun wieder auf Vordermann gebracht, das Ergebnis können die Downhiller dann beim Saisonauftakt am 21. Mai testen. Zur Feier des Tages gibt es ermäßigte Ticketpreise, ein Fahrtechniktraining und außerdem werden die neuesten Bikes vorgestellt. Und: Bei einem Weltrekordversuch wird der Tiroler Willi Hofer zwölf Stunden lang den Bergab-Höhenmeterrekord in Angriff nehmen. www.nordkette-singletrail.at q

© Veranstalter

© Christian Dworschak

Clowntheater Tris, 27.–29.4., 20h Sauschneidn (Staatstheater), 8., 1.–13. & 17.5., 20.30h

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Treibhaus


Programm

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Konzert

Kino und Konzert.

Am 28. Mai findet die zweite Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Kin-aux-Ton“ statt, die ausgewählte Filme mit thematisch passenden Livekonzerten kombiniert. Zunächst wird im Cinematograph die Black-MetalDokumentation „Until the Light takes us“ gezeigt, im Anschluss geben Nocturnal Depression aus Frankreich in der pmk ein Konzert. Mit einem Kombiticket kann man beide Events miterleben.

No way? Ein Festival in Innsbruck – so was soll’s geben. er Name ist Programm: Bei ihren Bemühungen, ein Musikfestival in Innsbruck auf die Beine zu stellen, hörten die Veranstalter immer wieder folgenden Satz: „No way.“ Dass es trotzdem geht, wollen sie am 17. Juni im VAZ Hafen beweisen, wo das erste NO WAY Festival stattfinden wird. Geplant ist eine hochwertige und coole Mischung aus Konzerten, DJs, junger Kunst sowie einem Skatecontest. Das genaue Line-up wird noch bekannt gegeben, ein vielversprechender Vorbote ist schon mal der fixierte Auftritt der schwedischen Band Alice in Videoland, die in Innsbruck schon mehrmals zu überzeugen wussten.

© Veranstalter

Aktuelle Infos zum Festival gibt es auf www.facebook.com/nowayfestival

Bluekilla, 22.4., 22h Rebel Musig, 29.4., 22h Magnus Ostrom & Band, 30.4., 21h Iriepathie, 30.4., 22h Celine Bonacina Trio, 4.5., 21h Brein’s Café, 5.5., 20h Quadro Nuevo, 6.5., 20h Dieter Thomas Kuhn, 6.5., 21h Wolfgang Muthspiels Drumfree, 7.5., 21h Attwenger, 7.5., 22h Kreisky, 12.5., 21h AT & D, 13.5., 22h Franui: Mahlerlieder, 14.5., 20h Baba Zula, 14.5., 22h Dhafer Youssef Quartet, 16.5., 21h The Sweet Vandals, 18.5., 21h Mathias Schriefl, 21.5., 21h Nguyen Le & Band, 25.5., 21h Gheadz, 27.5., 22h Giorgio Conte & Band, 29.5., 20.30h

Weekender Club

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Alice in Videoland

Treibhaus

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I Dream In Colour, 25.3., 21h Ludwig Van (Indiecation), 29.4., 21h Cargo City, 2.5., 21h Billion Dollar Babies, 7.5., 21h Florian Horwath, 11.5., 21h Fotos, 17.5., 21h Chikinki (Soundcity), 20.5., 22h Deckchair Orange, 23.5., 22h Vicious Rumors, 26.5., 22h Brasstronaut, 30.5., 22h

pmk Midnattsol, 27.4., 20h Freirad-Fest, 20.4., 21h Go Down Venice, 6.5., 21h Bleeding Jim, 7.5., 21h Spanish Gamble, 9.5., 20h Pneu, 10.5., 20h Keelhaul, Bug, Bruce Lamont, Reflector, 13.5., 21h HGich.T (Soundcity), 20.5., 21h Alev, SKAndal, 21.5., 21h Bob Log III, 26.5., 21h Kin-aux-Ton Part 2: Nocturnal Depression, 28.5., 20h

Singende Föhnwelle Dieter Thomas Kuhn am 6. Mai im Treibhaus

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chalala“ wird es am 6. Mai durch das Treibhaus tönen, wenn die „Singende Föhnwelle“ Dieter Thomas Kuhn die Innsbrucker in Schlagernostalgie versetzt. Seit den frühen 1990ern ist Kuhn als Botschafter des guten alten deutschen Schlagers unterwegs – von „Sag mir quando“ bis „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“. Begleitet wird er auch in Innsbruck von seiner Band, pardon, Kapelle. Die Tickets kosten 20,50 Euro im Online-Vorverkauf, Info für alle Treibhaus-Passbesitzer: Dieser gilt nicht für das Konzert von Dieter Thomas Kuhn! q


Programm

Ausstellungen In Innsbruck Urban Sterzinger • „Köpfe“, bis 23.4., Galerie im Andechshof Anonyme Skulpturen • Bis 1.5., Galerie im Taxispalais Janosch – zum 80. Geburtstag • Radierungen und Unikate, Eröffnung 3.5., zu sehen bis 4.6., Galerie Augustin Gabor Kerekes • „Zwischen Himmel und Erde“, bis 7.5., Fotoforum Innsbruck Anna Markowiak • Malerei, bis 10.5., Galerie Sandhofer Christoph Hinterhuber • „Killer“, bis 14.5., Galerie Thoman Matthias Braschler & Monika Fischer, Markus Krottendorfer • „China. Down and Up“, bis 28.5., Galerie FO.KU.S Thomas Zipp • Bis 28.5., Kunstraum Innsbruck Julia Bornefeld • Bis 29.5., Tiroler Landesmuseum

© Gerald von Foris

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Außerhalb Dora Czell • Bis 25.4., Turmmuseum Oetz Enrique Fuentes • „Die blaue Stunde“, Eröffnung 30.4., zu sehen bis 10.6., Galerie Schmidt, Reith i. A. Klaus Mosettig • Bis 28.5., Stadtgalerie Schwaz

Klimt und das Geld Nationalbank zeigt Banknotenentwürfe von Gustav Klimt.

© Serena Lederer

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aum jemand weiß, dass die Oesterreichische Nationalbank (damals noch Oesterreichisch-ungarische Bank) im Jahr 1892 den jungen Maler Gustav Klimt und seinen Studienkollegen Franz Matsch beauftragte, neue Banknoten zu entwerfen. Die Arbeiten wurden schließlich abgelehnt, da sie nicht dem damaligen künstlerischen Geschmack entsprachen. In der Innsbrucker Filiale der Oesterreichische Nationalbank (Adamgasse 2) werden Klimts Banknotenentwürfe bis 22. Dezember erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung ist während der Kassenöffnungszeiten zu besichtigen. Montag bis Mittwoch: 8–12 und 13–15 Uhr, Donnerstag: 8–12 und 13–16.30 Uhr, Freitag: 8–15 Uhr. q

Innsbruck Klinik, Anichstr. 35 SONN- & FEIERTAG VON 08.00 - 17.00 UHR FÜR SIE GEÖFFNET!


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Kulturdenkmal von Barbara Wohlsein • bwohlsein@6020stadtmagazin.at

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enn man aus ein paar Metern Entfernung auf mein Bücherregal schaut, sieht man, dass es in der Mitte schon leicht durchhängt. Das mag vielleicht an der Qualität des Möbelstücks schwedischer Abstammung liegen, vielleicht aber auch an der Anzahl der Bücher, die mittlerweile nicht mehr schön gereiht, sondern in pragmatischen Stapeln geschichtet werden. Dass ich aufgrund dieser begrenzten Platzverhältnisse morgen mit dem Lesen aufhöre, ist – erraten – unwahrscheinlich. Schon eher müsste man radikal das „Prinzip Kleiderschrank“ einführen: wenn voll, dann muss zuerst etwas ausgemistet bzw. verkauft bzw. verschenkt werden, bevor was Neues rein darf. Zweite Möglichkeit: ein E-Book-Reader. Nun ja, ein großzügiges Geburtstagsgeschenk hat mir die Entscheidung erleichtert – seit kurzem bin ich stolze Besitzerin eines Kindles. Der King unter den E-Book-Readern ist keine 250 Gramm schwer, nicht mal einen Zentimeter dick und zeigt Buchseiten in dermaßen guter, spiegelfreier Qualität an, dass man sich schon fragt, wieso man gegenüber E-Books bis jetzt so skeptisch war.

Im Flux Attwenger am 7. Mai im Treibhaus

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ialekt gehört nicht nur in den Musikantenstadl – das haben Attwenger schon mehrmals eindrucksvoll klargestellt. Im Moment stellen die oberösterreichischen Mundart-Musiker gerade ihr neues Album „Flux“ vor, am 7. Mai machen sie im Treibhaus in Innsbruck Station. Zu hören gibt es „Turbopolka und Speedlandler, Brass und Kantri, Dschakkabum und gelegentlich auch langsam“. Auf diese leiseren Töne ist das Duo Markus Binder und Hans-Peter Falkner besonders stolz. Es muss ja wirklich nicht immer „Dschakkabum“ sein. q

© Galerie Augustin

Zerflederte Taschenbücher mit Sand zwischen den Seiten, die an lange Zugfahrten und Strandurlaube erinnern, wird der Kindle nicht ersetzen können. Trotzdem ...

Hallo Tigerente Janosch-Ausstellung in der Galerie Augustin

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on Emil Grünbär über Leo Zauberfloh bis hin zur berühmten Tigerente – Janosch hat in seiner Schaffenszeit schon viele Kindheitshelden erschaffen. Heuer feiert der Künstler seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass lädt die Galerie Augustin (Seilergasse 17) zu einer ganz besonderen Ausstellung, die Radierungen und Unikate aus verschiedenen Schaffensperioden zeigt. Spannend: Janosch wird selbst bei der Ausstellungseröffnung am 3. Mai in Innsbruck zu Gast sein. Zu sehen sind die Werke bis 4. Juni. q

Keine Frage, mit der Haptik einer 400-Seiten-Schwarte, in die man nach jeder Lese-Session fein säuberlich ein Lesezeichen einlegt, kann so ein Wundergerät natürlich nicht mithalten. Und die zerflederten Taschenbücher mit Sandresten zwischen den Seiten, die von langen Zugfahrten und unvergesslichen Strandurlauben erzählen, kann es auch nicht ersetzen. Andererseits werde ich in diesem Sommer erstmals nicht vor dem Problem stehen, dass es einfach bescheuert bzw. schlecht für den Rücken ist, mehr als fünf Bücher in den Urlaub mitzuschleppen. Wenn mir an einem Tag nach seichter Bridget-Jones-Kost ist und am Tag darauf nach Houellebecq – bittesehr, ein Klick und los geht das Lesevergnügen. Für Medienjunkies wie mich (die beim Frühjahrsputz schon mal schweren Herzens einen Höhenmeter Magazine zum Altpapier bringen müssen) ist die Möglichkeit, auf dem Kindle ganz einfach die New York Times oder das Time Magazine zu lesen, natürlich noch ein weiterer Grund, den Verfall der klassischen Buchkultur doch nicht so schlecht zu finden. Dass man auf besagtem Zauberding auch noch eigene Dokumente, Musik und Hörbücher laden kann und via WLAN ins Internet kommt, sei nur am Rande erwähnt. Gutenberg möge mir verzeihen – ich bin dann mal im Onlineshop. Schmökern. q


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Die „Kunst „Trouble“ mit Kreisky.Album „Trou-

Siegfried on stage Die Nibelungen bis 29. April im Kellertheater

der schroffen Töne“ haben Kreisky auf ihrem dritten ble“ ohne Zweifel perfektioniert. Nachdem auch schon die ersten zwei Platten der Band von Franz Adrian Wenzl – auch bekannt als Austrofred – für Furore gesorgt haben, geht die Erfolgsstory nun nahtlos weiter. Die erste Singleauskoppelung „Scheiße, Schauspieler“ ist aber nicht nur musikalisch stark, sondern auch optisch äußerst gelungen: Im Video spielen nämlich österreichische Mimen wie Ursula Strauss, Alexander Pschill und Hilde Dalik die Hauptrolle – das nennt man Selbstironie auf hohem Niveau. Am 12. Mai stellen Kreisky ihr neues Album live im Treibhaus vor.

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© Hans Danner

ass das berühmteste deutsche Heldenepos kein verstaubter Schultext ist, kann man derzeit im Kellertheater in Innsbruck sehen. Unter der Regie von Fabian Kametz bringen die Schauspieler eine ansprechend frische Version der Nibelungen auf die Theaterbühne, die von den wichtigsten Emotionen der Menschheit erzählt: Liebe, Hass, Eifersucht. Für den Regisseur ist die Faszination der Sage rund um Siegfried und Brunhild leicht erklärt: „Man versteht, warum die Nibelungen unsterblich, aber keine Diplomaten wurden.“ q Die verbleibenden Termine: 26.–29. April, jeweils um 20 Uhr.

Krieg, Frieden, Sex Theater praesent spielt ab 12. Mai „Lysistrata“. in antikes, pazifistisches Stück trifft auf Musik von Tiroler Künstlerinnen – so lautet das Konzept der Theaterproduktion „Lysistrata“, die am 12. Mai im Atrium der Uni Innsbruck am Langen Weg Premiere feiert. Das Theater praesent hat sich für die Umsetzung der griechischen Komödie tatkräftige Unterstützung vom Frauen-Vokal-Ensemble „Woxang“ geholt. q

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© Ingo Pertramer

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Innsbruck Klinik, Anichstr. 35 SONN- & FEIERTAG VON 08.00 - 17.00 UHR FÜR SIE GEÖFFNET!


Von Leipzig nach Innsbruck

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Clemens Setz liest am 14. Mai in Innsbruck.

© Veranstalter

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in gutes Gespür für Talente haben die Macher des Innsbrucker Prosa Festivals (12. bis 14. Mai) bewiesen. Einer der geladenen Gäste ist nämlich der Steirer Clemens J. Setz, der im März mit dem großen Prosapreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Am 14. Mai wird er in der Bäckerei in der Dreiheiligenstraße lesen. Neben der Bäckerei fungieren auch das Literaturhaus am Inn und das Stadtarchiv als Veranstaltungsorte. Der Leipzig-Preisträger ist natürlich in guter Gesellschaft: Außer ihm werden auch Gustav Ernst, Anna Kim und andere Schriftstelq ler beim Innsbrucker Prosa Festival zu Gast sein. © TLT/Larl

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Doppelte Ausbildung doppelte Chancen Nächste Infoabende und LeMa-Checks: Check in IBK am 6.5. / 3.6. Imst am 3.5. Reutte 24.5. Infos unter T 05 90 90 5-7259

www.lehreundmatura.at

Zweite Runde Wiederaufnahme von „Frida Kahlo“ im Herbst

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ie Enttäuschung war groß, als das gefeierte Tanzstück „Frida Kahlo – Pasión por la vida“ im Tiroler Landestheater innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war. Nun gibt es gute Nachrichten: Im Herbst ist eine Wiederaufnahme geplant, ab 17. September wird die Tanzcompany unter der Leitung von Enrique Gasa Valga noch einmal mit „Frida Kahlo“ auf der Bühne stehen und das Publikum mit Tanz, Ausdruck, spanischer und mexikanischer Musik bezaubern. q


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Programm

10 Fakten über

David Guetta Am 30. April kommt mit David Guetta der wohl erfolgreichste DJ der Welt für ein Open Air in die Olympiaworld Innsbruck. 6020 hat zehn Fakten zum Phänomen Guetta gesammelt. Kein Künstler wird so oft – legal – in Downloadstores heruntergeladen wie er. (Studie: Nokia Ovi Music Store) Das Video von „The Club Can’t Handle Me ...“ von Flo Rida feat. David Guetta wurde auf YouTube bereits über 74 Millionen Mal angeklickt. David Guetta war bei den Grammy Awards 2010 fünfmal nominiert und gewann schließlich den Preis in der Kategorie „Best Remixed Recording / Non-Classical“ für seine Version von „When Loves Takes Over“. Der Eintritt zur wöchentlichen „F*** Me I’M Famous“-Clubnight mit DJ David Guetta im Pacha auf Ibiza kostet 70 Euro. Früh übt sich: Bereits mit 14 Jahren veranstaltete David Guetta Schulpartys mit zehn Francs Eintritt. Seit 2006 ist Guetta mit seiner Frau Cathy verheiratet, das Paar hat zwei Kinder (Tim und Angie). 17,5 Millionen Menschen sind auf Facebook Fans von David Guetta. 968.000 Menschen folgen David Guetta auf Twitter.

David Guetta hat den Track „When Love Takes Over“ für das Charity-Album „Songs for Japan“ auf iTunes gespendet.  q Disco Boys

© gum prod

Guetta hat bislang weltweit rund drei Millionen Alben und 15 Millionen Singles verkauft.

Und danach ... Nach dem Konzert von David Guetta steigt in der Olympiahalle die große Afterparty: Zu Gast sind die legendären Disco Boys, Steelfish feat. Jenny Casparius (die weibliche Stimme von „Nein, Mann ...“), DJ TC-Cut & MC Dragon D sowie DJ Dany S. Wer

zu Disco, House und R’n’B tanzen möchte, kann sich im Vorverkauf Tickets um 12,50 Euro besorgen (in allen Raiffeisen Banken und bei Ö-Ticket). Mit jedem GuettaKonzertticket bekommt man ein Freigetränk im Wert von drei Euro! Noch exklusiver: Die Gäste der

VIP-Afterparty (für alle Besitzer eines VIP-Tickets für David Guetta) dürfen zu den Klängen von DJ Lorenzo al Dino tanzen, der unter anderem schon als Remixer für Kylie Minogue tätig war. Es gibt auch eine limitierte VIP-Abendkassa (Tickets um 50 Euro).


Programm

Im Gespräch. „Speak

© 6020/berger

To Me Now“ ist das mittlerweile dritte Album von Florian Horwath, den man auch irgendwann mal als DJ Tschamba Fii von FM4 kannte. Der gebürtige Innsbrucker lebt mittlerweile in Berlin, seine neue Platte hat er allerdings in Wien aufgenommen. „Speak To Me Now“ wirkt weniger opulent als die Vorgänger, geblieben sind süße Melodien, sparsam eingesetzte Instrumente und eine Stimme, die zwar nicht perfekt, aber interessant ist. Am 11. Mai stellt Horwath sein neues Album im Weekender Club in Innsbruck vor, Karten gibt es um 12 Euro im Vorverkauf (Weekender Café).

Klein & fein Innsbrucker Handwerk, Straßen und Friedhöfe werden erkundet. ie „stadtführerINNen“ sind wieder unterwegs: Am 19. April geht es zum Geigenbaumeister Kozàk und dem Lederwarenmacher Schmarda, am 6. Mai werden die Drechslerei Huber sowie der Maskenbildner Dieter Lena besucht und am 20. Mai führt die „Hand und Fuß“-Führung dann zur Glasblaserei Brennero/Brenner und zu Posamente Zelger. Außerdem gibt es auch wieder spannende Führungen zu Innsbrucker Straßen (Leopoldstraße, Maria-Theresien-Straße) und Friedhöfen. Das ganze Programm findet man auf www.diestadtfuehrerinnen.at! q

© stadtführerinnen

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BLOC PARTY DJ-SET – Stadtsäle

BENJI BOKO – Blue Chip

Bereits zum siebten Mal verwandelt die SOUNDCITY Innsbruck für eine Nacht in eine riesige Partyzone. Am 20. Mai wird in 14 Clubs und Locations gerockt und getanzt – mit nur einem Ticket ist man auf allen Hochzeiten dabei!

Aftershave Club NEU Line-up:

• DUO SYNCHRON (OMGITM Rec./HH) • 2HANDSUP (Neonix/Innsbruck) • BEATS4EDUCATION (Innsbruck) • UPSIDE HUSTLAZ (Neonix/Bludenz) • VJ by INSEQUENT (Neonix/Innsbruck)

Dizzee und Depeche Mode alles mischen, was nicht niet- und nagelfest ist. Außerdem werden DJ Fu (Wax Wreckaz) und Cordiale Choice die Raucher-Lounge bespielen.

Bogen 13 Line-up:

Das Aftershave ist zum ersten Mal bei der Soundcity dabei, gehosted wird die Party von NEONIX. Aus Hamburg ist das DUO SYNCHRON zu Gast und bringt Fidget und Electro-House unters Partyvolk. DJs und VJs aus dem Hause NEONIX sorgen für Support und Extra-Schweißperlen.

Blue Chip Line-up:

• BENJI BOKO live! (THRU THOUGHTS/UK) • Dj busy fingaz (WAX WRECKAZ) • CORDIALE CHOICE (LOOPROX) Seine Live-Mixkünste stellte BENJI BOKO bereits vor 17.000 Menschen in der 02-Arena in London unter Beweis. Auch in Innsbruck wird er von Mozart und Missy bis

• ILL SKILLZ (Metallheadz/Ill Skillz) • EGO (FULL CONTACT) • ZEST (FULL CONTACT) Mit ILL SKILLZ alias D.Kay und Raw.Full sind zwei der wichtigsten Vertreter der österreichischen Drum’n’Bass-Szene im Bogen 13 zugange. Host des Abends ist die Innsbrucker Crew FULL CONTACT.

Jimmy’s

p.m.k

Line-up: • Hgich.T – live! (tapete rec./HAMBURG) • Support: DAS SCHWARZE LOCH VS. DER ROTE BUSCH & DJ MEISTER

Line-up:

• DJ MOONER (ZOMBIE NATION/COMPOST REC.) • DJ ENNE (Electunes Wien/Innvision) Zur Wiedereröffnung des Jimmy’s servieren DJ Mooner und DJ Enne Discound NuDisco-Klänge.

HGich.T ist eine Hamburger Künstlerband, deren Auftritte zu Recht „Performances“ heißen und die genüsslich zwischen Rave, Freiheit und Freakout pendelt. Ihr bekanntester Song „Tutenchamun“ wurde auf YouTube über eine Million Mal angeklickt.


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Hgich.T – P.M.K.

ILL SKILLZ – Bogen 13

Stadtcafé

(Heineken Music Lounge) Line-up: LARS WICKINGER – Plan B

DJ MOONER – Jimmy’s

• LOUIE AUSTEN live! (La Music/Wien) • GÜ-MIX (Dub Club/G-Stone/Rio d. J.) • Support: The Beat Ceps (Ibk) Er ist Österreichs hochoffizieller NachtclubCrooner – LOUIE AUSTEN schafft es, sich mit Charme, Stimme und coolen Grooves in die Herzen des tanzenden Publikums zu schmachten. Mit ihm kommt DJ GÜ-MIX (Erfinder des Dub Clubs!) von Wien nach Innsbruck, Support: The Beat Ceps.

Stadtsäle Line-up:

• BLOC PARTY DJ-SET (UK) • MAKOSSA & MEGABLAST live! (G-Stone Rec./Wien) • VZI live! • Support: Mono Mode

LOUIE AUSTEN live im Stadtcafé

DUO SYNCHRON – Aftershave Club

What a pleasure: Russell Lissack, Gitarrist von Bloc Party, kommt zur Soundcity nach Innsbruck und wird an den Decks jene extrem tanzbare Mixtur aus Electro und Indie brauen, die wir an Bloc Party so lieben. Der zweite hohe Besuch: MAKOSSA & MEGA­ BLAST von G-Stone Records aus Wien. Auch dabei: Der Live-Looping-Künstler VZI live!

Plan B

Project NEU

Studio 21

• LARS WICKINGER (LIEBE*DETAIL/HAMBURG) • STEFAN LIEBKIND (PLAN B)

• CLEMENS NEUFELD (Fön/Giant Wheel) • ASUMI (Tyrolean Dynamite/estrela/Pyjamas)

• JAY LUMEN (GreatStuff/100%Pure/Budapest) • DJ ED ROYAL(Innvision Rec./Studio21) • DJ Dan Vans (Inntakt)

Aus der deutschen Techno-Szene ist Lars Wickinger nicht mehr wegzudenken – bei der Soundcity wird er gemeinsam mit Stefan Liebkind das Plan B zum Plan A machen!

Neu im Soundcity-Partyreigen ist auch das Project in den Bögen, wo mit Clemens Neufeld eine echte Ikone der deutschsprachigen Technoszene zu Gast sein wird. Heimischer Support kommt von DJ Asumi.

Line-up:

Line-up:

Line-up:

Hochkarätiger Tech-House wird im Studio 21 geboten – aus Ungarn wird JAY LUMEN zu Gast sein, Unterstützung kommt vom Innsbrucker Local Hero DJ ED ROYAL.


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DJ CHRISFADER & DJ TESTa – SixtyTwenty

Das Rahmenprogramm

A.GEH WIRKLICH? – Treibhaus

Leokino:

Filme zum Thema Street Art & Technoszene Mittwoch, 18. Mai, 21 Uhr: „VILLALOBOS – Der Film“ (2009) Donnerstag, 19. Mai, 21 Uhr: „EXIT THROUGH THE GIFT SHOP – EIN BANKSY FILM“

Die Bäckerei: dreiheiligenstr. 21a

RJDJ-Workshop

CHIKINKI live im Weekender Club

hosted by

Die Firma hinter den innovativen Musik-Apps ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der interaktiven Musik-Produktion. Anmeldung unter soundcity@via3.at!

Treibhaus

Z6 – Afro City

• A.GEH WIRKLICH? • DJ BADSPIN (GOALGETTER)

• RABA (Italy) • MAX B. (Italy) • TEBO (Afro Vision, Italy) • BOGI (World Music Prodcution, IBk) • AMADO (Cosmic Music Shop, Munich) • POLAR (Soluna Session, Innsbruck)

Line-up: „Record Covers“-Ausstellung

Ein Unikat der österreichischen Rapszene ist A.GEH WIRKLICH? definitiv, ein moderner Geschichtenerzähler und WienerliedInterpret der etwas anderen Sorte ebenso. Direkt vom Heurigen auf die große Rapbühne – wo ist „da Doppla“? Am DJ-Pult wärmt DJ Badspin vor. 19.–26. Mai (täglich 12–18 Uhr, am 19. & 20. Mai: 12–20 Uhr): Plattencover selected by DJ Funk Soul Rebel & Alaska Al (powered by Downtown Sound)

Tickets Soundcity-Karten gibt es im Vorverkauf in allen Raiffeisenbanken und bei allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen. Ermäßigung für Raiffeisen Club-Mitglieder im Vorverkauf! Gültig, solange der Vorrat reicht. WICHTIG: Am 20. Mai gibt es NUR am Ticketpoint Franziskanerplatz eine Abendkassa (Kartenpreis: 16 Euro)!

Weekender Club Line-up:

• CHIKINKI live! • Illute live! Unbekannte sind sie in Innsbruck keine mehr – trotzdem freut man sich auf jeden Besuch der britischen Indie-Helden. Bei der Soundcity 2011 werden CHIKINKI ihr brandneues Album „Bitten“ dem WeekenderPublikum vorstellen. Zuvor steht die junge Berliner Sängerin ILLUTE auf der Bühne.

Line-up:

Afro- und Cosmic-Klänge werden auch heuer das Z6 zum Schwitzen bringen, an den Decks stehen die besten DJs der Szene aus Italien, München und Innsbruck.

SixtyTwenty (Official Warm-up) Line-up:

• GHOSTBUSTERS (DJ CHRISFADER & DJ TESTA) Im SixtyTwenty am Sowi-Gelände (hoffentlich auch im Gastgarten – bei gutem Wetter) kann man sich bereits ab 17 Uhr auf die Soundcity-Partynacht einstimmen. q


t z t e j t ß i e h e wi UndHa uptstadt Kanadas? die

Zugegeben: Binge Drinking (Saufen bis zum Umfallen) und Pork Pie (eine Art „Kuchen“ mit Fleischfüllung) muss sich in Innsbruck nicht etablieren. Für die Erfindung der Pub-Quiz-Kultur können Von Willi Kozanek wir uns bei den Briten aber bedanken.

S

o sehen Sieger aus: Ein ganzer Tisch freut sich, weil einer der Teamspieler weiß, welcher Surfer 2005 tragisch beim Wellenreiten auf Hawaii verunglückt ist. So zynisch diese Szene anmutet, so typisch ist sie auch für die Pub Quizzes, die sich in Innsbruck in den letzten Jahren zu einer festen Größe der Ausgehkultur entwickelt haben. Eine muntere Runde junger Menschen sitzt zusammen und zerbricht sich freiwillig den Kopf über Fragen wie „In welcher Stadt wird alljährlich der Bloomsday gefeiert?“ oder „Wie heißen die drei Mitglieder der fiktionalen Musikgruppe Chipmunks?“. Ein bisschen nerdig ist das Ganze schon, aber immerhin gesünder als Binge Drinking. In Innsbruck bieten derzeit drei Lokale die alkoholärmste Form der britischen Unterhaltung an: die zwei Irish Pubs und das Moustache.

Limerick Bill’s Irish Pub – die Kapitalisten. Sonntags ab 20.30 Uhr testen hier die Quizmaster Will und Carl zwei bis drei Stunden lang das Wissen von einem Haufen Mittzwanziger in sechs Themenbereichen. Es gilt, insgesamt 36 Fragen zu beantworten, wobei im Limerick Bill’s die „Wer bin ich?“-Runde mit Sicherheit am unterhaltsamsten ist. Eine Person wird anhand von Geburtsjahr, Heimatstadt und eigenartigen biografischen Besonderheiten beschrieben, die Aufgabe der Teams ist es, die gesuchte Person richtig zu benennen. Am Ende des Quizabends gibt es Gutscheine, Getränke oder T-Shirts zu gewinnen. Als besonderes Zuckerl wird alle zwei bis drei Wochen ein Jackpot (meist so um die 140 Euro) ausgespielt, den das Siegerteam erhält. Um am Pub Quiz teilnehmen zu dürfen, werden hier pro Spieler zwei Euro fällig.

Moustache – die Nerds. Die Dichte an Männern mit Voll- oder Dreitagebärten und ihren weiblichen Pendants – Frauen mit dicken schwarzen Hornbrillen – ist sonntags ab 20.15 Uhr im Moustache ungewöhnlich hoch. Hier

trifft sich die Crème de la Crème der Pub-Quizzer, die Fragen werden schwerer, die Stirnfalten tiefer und die Musik alternativer. Einsatz ist keiner zu bezahlen, pro Team dürfen bis zu neun Spieler miträtseln und zu gewinnen gibt’s für den ersten Platz eine Flasche Alkohol, für den zweiten Platz ein Bier pro Spieler, die Dritten und die Letzten bekommen eine Runde Kurze. Zumindest ein Teammitglied sollte schon frühzeitig (spätestens 19.30 Uhr) vor Ort sein, um für die Mitspieler einen Tisch zu reservieren.

The Galway Bay Irish Pub – der Klassiker. Für Liebhaber der irischen (nicht mit der englischen zu verwechseln!) Lebensart ist das Irish Pub neben der Sowi zu empfehlen. Das stadtbeste Guinness-Bier und das freundliche englisch- und deutschsprachig-gemischte Personal sorgen noch am ehesten für eine authentische Irish-Pub-Atmosphäre. Das Pub Quiz hier findet nicht wie in den anderen Bars sonntags, sondern am Montag ab 20 Uhr statt. Der Einsatz beträgt einen Euro pro Kopf, zu gewinnen gibt es auch etwas, die Spanne wechselt wöchentlich von einer WhiskyFlasche pro Person für das Gewinnerteam bis zu MerchandiseArtikeln oder Gutscheinen für Getränke. Übrigens sollte man bei allen Innsbrucker Quizzes im Englischen sattelfest sein, die Fragen werden nämlich nur bei Verständnisschwierigkeiten auf Deutsch wiederholt.

Bin ich Pub-Quiz-geeignet? Falls du schon während des Lesens die Antworten auf die im Artikel erwähnten Fragen gegoogelt hast, dann ergibt sich allein schon aus der Natur deiner neugierig-ungeduldigen Persönlichkeit eine gottgewollte Pub-Quiz-Affinität. Falls nicht, hier sind trotzdem die Antworten: Der Bloomsday wird zu Ehren des Schriftstellers James Joyce in Dublin gefeiert. Die Chipmunks heißen Alvin, Simon und Theodore. Und Kanadas Hauptstadt ist natürlich Ottawa, nicht Toronto. q

© 6020/Rathmayr

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e r a s y o The b

new in town Innsbruck liegt fern vom Nabel der Musikwelt. Nach einer längeren Durststrecke in Sachen Rockmusik könnte die Band Shape of Light der lokalen Szene aber neues Leben einhauchen.Von Peter Sandner

L

ange Zeit hatte Innsbruck an rocklastigen Bands eher wenig zu bieten. Hotchpotch, BC 76 und anderen hat der Lauf der Zeit bzw. der Eintritt in die Erwachsenenwelt etwas den Wind aus den Segeln genommen. Und von einem Hans Platzgumer oder Klaus Schubert haben viele – wenn überhaupt – nur von ihren Eltern gehört. Vielleicht ist die Zeit jetzt wieder reif für eine Band, die den PlatzhirschStatus einnehmen könnte und, wer weiß, vielleicht auch irgendwann außerhalb der Landesgrenzen für Furore sorgt.

Local Heroes.

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Manuel Hosp, Konstantin Heidler, Philip Pirkwieser und Johannes Payr könnten diese Hoffnungsträger sein. Ihr Bandname „Shape of Light“ leitet sich von „Shape of Things“, einer frühen Hitsingle der Yardbirds (Rockband Mitte der 1960er Jahre, unter anderem mit Jimmy Page und Jeff Beck) ab. „Wir haben einfach einen anderen

Zusammenhang gesucht, und dann kam halt Shape of Light heraus“, erzählt Manuel Hosp alias Hospi, Gitarrist und Leadsänger. An ihrem Stil lassen sich Shape of Light nicht so leicht festmachen, manchmal glaubt man The Strokes oder The Soundtrack Of Our Lives als Einflüsse zu erkennen, bevor einen dann das pyschedelische „Railway Stations“ wieder auf eine ganz andere Reise schickt. Der vielfältige Sound hat der Band schon zahlreiche Auftritte beschert, zum Beispiel im Rahmen der Upload-Tour in der pmk., im Posthof in Linz, in Wien oder als Support der Folkrock-Helden Young Rebel Set im Weekender Club, wo sie nicht nur beim weiblichen Publikum für anerkennendes Kopfnicken sorgten. „Der Gig im Weekender war mit Sicherheit ein Highlight in unserer jungen Bandgeschichte – uns gibt es ja erst seit letzten August. Der Club wurde von Song zu Song voller. Außerdem war es eine coole Erfahrung, zu beobachten, was uns zu einer Band wie Young Rebel Set

noch fehlt – oder eventuell auch nicht mehr fehlt“, erzählt Bassist Philip Pirkwieser.

Weg ans Licht. Shape of Light spielen nur selbst geschriebene Nummern, was sie von jenen Bands, die in den Tourismusorten für klappernde Skischuhe und tanzende Fellmoonboots sorgen, schon mal klar abhebt. 65 Minuten umfasst ihr aktuelles Live-Repertoire, im Moment ist die Band gerade dabei, neue Songs zu komponieren und aufzunehmen. Viermal die Woche treffen sich die Musiker in ihrem Proberaum in Hall. Der Raum selbst ist so, wie man es sich vorstellt: Rockzitate an der Wand, eine ranzige, aber sehr gemütliche Couch und diverse Überbleibsel aus langen Nächten vergangener Tage. Daher kann es auch passieren, dass einem ein abgelaufenes Bier angeboten wird – eine Tatsache, über die man aber leicht hinweg sehen kann. In diesem Proberaum werden auch Songs auf CD gebrannt und anschließend meist verschenkt. Plattenfirma haben Shape of Light nämlich noch keine. Schlagzeuger Konstantin: „Sicher ist es nicht einfach, in Tirol mit unserer Musik Fuß zu fassen, aber leicht ist es überhaupt nirgends. Mir fehlt in der Gesellschaft generell die Unterstützung und Wertschätzung für junge Musiker, die etwas auf die Beine stellen wollen. Das beziehe ich jetzt nicht auf uns, ich beobachte es nur.“ Nicht unterkriegen lassen will sich auch Gitarrist Hannes: „Wir wollen nicht herumjammern, die Szene muss sich vernetzen und schauen, dass sie Gigs organisiert und Connections aufbaut. Außerdem macht’s wahnsinnig viel Spaß, mit den Burschen auf der Bühne zu stehen.“ Der Leidenschaft, welche die vier Jungs versprühen, kann man sich jedenfalls nur schwer entziehen. Man sollte Hospis Worte ernst nehmen: „Verdammt, wir wollen nur live spielen! Genug Benzin im Tank, dann fahr’ma überall hin und spielen, bis uns die Finger bluten.“ q

Weitere Infos Die nächsten Live-Termine: 21. Mai: KUFA Kufstein 17. Juni: No Way Festival, Hafen Innsbruck www.myspace.com/shapeoflight und auf Facebook


kino

ein wolf wie du und ich. Amanda Seyfried mit weiteren mutmaßlichen Vierbeinern

Pelzträger gesucht Voll daneben geht auch vorbei: In der Mystery-Seifenoper „Red Riding Hood“ ist Rotkäppchen verknallt und der böse Wolf ein altes Redhaus. von Michael Rathmayr Red Riding Hood Catherine Hardwicke, USA 2011, Drama derzeit im Kino

N

icht die beste, aber auch nicht die allerschlechteste Idee, aus dem Stoff des Betthupferl-Schockers „Rotkäppchen“ einen Psycho­thriller zu spinnen. Unschuldiges Mädchen, geheimnisvoller Wald, gefräßiger Wolf – man muss kein Dichterfürst sein, um hier den Plot für Erwachsene zu erahnen. Allerdings sind in „Red Riding Hood“ Kräfte am Werk, die zwar roten Kittel, Wald, Wolf und Oma einsetzen, so etwas wie Spannung aber gar nicht erst aufkommen lassen.

Haarige Geheimnisse. Der Film beginnt schon einmal als Liebesgeschichte. Wir sind im Mittelalter, in einem Dorf, von dem, wie uns die Stimme aus dem Off erklärt, „wenige den Namen kannten, aber viele die schrecklichen Dinge, die dort passiert sind“: Daggerhorn. (Damit wenigstens wir wissen, wie das Unglücksörtchen heißt.) Die junge, schöne Valerie (Amanda Seyfried) hat ein Luxusproblem. Zwei Feschaks stehen auf sie, einen davon soll, aber muss sie nicht unbedingt heiraten: Peter (Shiloh Fernandez), ein muskulöser, mutiger Holzfäller – ihre Kinderliebe, mit der sie zwar keine Pferde gestohlen, aber einen Hasen abgekragelt hat (Obacht, das wird noch einmal wichtig!); und der hübsche, reiche Schmied Henry (Max Irons). Was soll Valerie, die arme Haut, nun tun? Es kommt noch dicker, als Valeries Schwester von jenem bösen Wolf getötet wird, der das pittoreske Dorf rund um Vollmond gelegentlich heimsucht. Gut, dass Schädlingsbekämpfer Gary Oldman per gepimpter Kut-

sche und samt Bodyguards sowie eisernem Elefanten wenig später in Daggerhorn einfällt. Sein Urteil: Der Wolf ist ein Werwolf, ein Mensch wie du und ich also. Woran könne man ihn erkennen? Interesse an dunklen Künsten, abnormales Verhalten, Isolation – und, logisch, sein komischer Körpergeruch. Weiter geht der Film demnach als Murder Mystery, einer nach dem anderen manövriert sich ins Zwielicht. Enger wird es, als sich herausstellt, dass der Mondphasen-Vierbeiner ein rechtes Redhaus ist und braune Menschenaugen hat. Dazu kommt Valeries Verlangen nach Peter, der natürlich genauso unter Verdacht steht, ein haariges Geheimnis zu verbergen.

Grimmig lahm. Statt der angebrachten Düsternis initiiert Regisseurin Catherine Hardwicke eine gehörige Portion TeenieSchmalz, wie man ihn von der Schöpferin von „Twilight – Biss zum Morgengrauen“ fast befürchten musste. Nur wirkt das im bäuerlich-mittelalterlichen Setting von „Red Riding Hood“ dermaßen deplatziert, dass noch das bravste Schoßwölfchen zu jaulen beginnen könnte. Da und dort ein paar kleine Referenzen an die Gebrüder Grimm – im Wesentlichen aber konfuse Handlung, eindimensionale Figuren, eine Kulisse, so lieblos, dass Tim Burtons „Sleepy Hollow“ dagegen monumental erscheint. Und ein Wolf, der ein wenig aussieht, als wäre er der flauschige Hauptgewinn an der nächsten Schießbude. „Red Riding Hood“: Da macht nicht einmal mehr die Großmutter große Augen. q


Ohrenschmaus & Augenweide

Ganz großes Kino Filmkritiken, auf die Schnelle Arthur

gestatten, donnergott. Natalie Portman und Chris Hemsworth in Kenneth Branaghs „Thor“

Jason Winer, USA • Komödie, ab 6. Mai Nicht, dass es viele notwendige Komödien gibt. Aber dieses Remake um einen schrulligen Mil­lionenerben und seine Nanny wirkt – trotz Helen Mirren – besonders überflüssig.

Das Schmuckstück

Ohne Limit

© walt disney (1), UIP (1), warner (2)

François Ozon, F • Komödie Monsieur Ozon mag starke Damen: Nach „8 Frauen“ zeigt er Catherine Deneuve nun als Fabrikantengattin, die sich nach einem Herzpatschen ihres unlieben Mannes von dessen nutzlosem Schmuckstück zur modernen Firmenchefin wandelt. Mit Gérard Depardieu – ein recht charmanter, kleiner Film.

Neil Burger, USA • Thriller Aspirin 3000: Bradley Cooper entdeckt eine neue Droge, die jedes Eck seines Gehirns zu 100 Prozent aktiviert. Er ist sozusagen voll da, hat bei Devisen wie Frauen den kompletten Durchblick. Allerdings hat „NZT“ grobe Nebenwirkungen – und der Topchecker einige aggressive Neider. Ein brauchbarer Thriller.

Sucker Punch

Paul – Ein Alien auf der Flucht

The King‘s Speech

Greg Mottola, USA • Komödie/Sci-Fi Loving the alien. Simon Pegg und Nick Frost erfüllen sich einen Traum: Sie besuchen die Area 51 in Nevada, wo das Extraterrestrische ja quasi zuhause ist. Sie treffen Paul, klein, blassgrün, vulgär, mit dem sie auf der Flucht vor FBI-Chefin Sigourney Weaver allerhand Unglaubliches erleben. Nicht der beste Streifen von Pegg/Frost, aber recht unterhaltsam.

Tom Hooper, Australien/GB • Drama Colin Firth als britischer König George VI. und Geoffrey Rush als Sprachtherapeuth, der dem Monarchen dabei hilft, sein notorisches Stottern zu überwinden. Für den Film regnete es Oscars.

Pirates of the Carribean – Fremde Gezeiten Rob Marshall, USA • Action-Komödie, ab 19. 5. Jack Sparrow und Barbossa auf der Suche nach dem Jungbrunnen. Neu an 3D-Bord sind Penélope Cruz als verführerische, aber gefährliche Komplizin und Ian McShane als gefürchteter Captain Blackbeard. Wenn schon Franchise, dann bitte mit diesen Piraten.

Zack Snyder, USA • Action Ein feuchter Bubenalbtraum: Schwer bewaffnet und in Schuluniform schickt „300“-Regisseur Snyder fünf junge Amazonen in einen fantastischen Kampf gegen ihre Peiniger. Zur Sache geht es gegen Samurais, Drachen, Ritter und sonstige Hornochsen. Visuell jedenfalls ein Feuerwerk.

Thor Kenneth Branagh, USA • Abenteuer, ab 27. 4. Potz Blitz! Der britische Schöngeist Branagh ver­ filmt den Marvel-Comic über den Donnergott. Mit Anthony Hopkins, Natalie Portman, Rene Russo, Stellan Skarsgård und Chris Hemsworth als Thor.

Winter’s Bone Debra Granik, USA • Drama, Leokino (OmU) Weil der cracksüchtige Vater einen Gerichtstermin nicht eingehalten hat, muss seine Familie binnen einer Woche das Haus, das als Kaution diente, in den unwirtlichen Ozark Mountains im

südlichen Missouri räumen. Es sei denn, die junge Ree (Jennifer Lawrence) findet ihren Vater. Sollte einerseits ein Leichtes sein, weil hier eh jeder jeden kennt. Könnte aber gefährlich werden, wenn man mitten im Drogensumpf die falschen Fragen stellt. „Winter’s Bone“ gewann beim Sundance Festival den großen Preis der Jury.

World Invasion – Battle Los Angeles Jonathan Liebesman, USA • Action Wieder einmal wollen sich die kleinen grünen Männchen unseren Planeten unter den Nagel reißen. Rio, Tokio und New York haben schon aufgegeben, einzig L. A. leistet noch Widerstand – weil die Marines dort so was von extrem tapfer sind. Irgendwann stellt selbst der größte Action-Junkie die Sinnfrage.

Trash des Monats Scream 4 Wes Craven, USA • Horror, ab 5. 5. Darauf hat die Welt gewartet: Nach elf Jahren und jeder Menge Parodien kehrt der Ghostface-Killer zurück nach Woodsboro. Die Stadt ist – no na – in Angst und Schrecken. Vermutlich brauchten Wes Craven und Neve Campbell einfach wieder einmal einen Job.

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„Pirates of the Carribean“ im Cineplexx Innsbruck KW: „Fremde Gezeiten“, Einsendeschluss: 16. 5. 2011 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse www.cineplexx.at 6020 · Karl-Kapferer-StraSSe 5 · Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at

sind wir nicht alle piraten? Der gute, alte Johnny Depp mit den NeoSeeräubern Penelope Cruz und Ian McShane

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Ohrenschmaus & Augenweide

„Es regnet KATZEN? Mach die Dachfenster auf, ich hol’ schon mal die Mayonnaise!“ alf, wie er leibt und lebt.

DVD-Boxenstopp

Ohrenschmaus

Fellknäuel

Streetfighters

ALF – Die komplette Serie WarnerHome Video

Foo Fighters: Wasting Light RCA

cccccccc

KKKKKKKK

Weniger Stadion, mehr Garage haben sich Dave Grohl und seine Foo Fighters für „Wasting Light“ verordnet. Dazu durfte „Nevermind“-Produzent Butch Vig an die angeblich ausschließlich analogen Regler in Grohls Studio zuhause im kalifornischen San Fernando Valley. Krist Novoselic, Grohls Bandkollege und partner in crime bei Nirvana, lieh den Fighters für den Song „I Should Have Known“ seine Künste an Bass und Akkordeon. Kein Zufall auch, dass im Video zu „White Limo“ ausgerechnet „His Trueness“ Lemmy Kilmister eine Rolle hat: Die Foo Fighters arbeiten an der eigenen Glaubwürdigkeit. Sie wollen, dass die Metalheads von damals ihre Köpfe endlich wieder vertikal schütteln. Das hört sich auf „Wasting Light“ bestens an – und die Stadien werden sich trotzdem füllen. Das Areal vor der Mainstage des Frequency Festival natürlich auch. (mr)

Wer nicht sofort beantworten kann, von welchem Planeten ALF stammt (Melmac natürlich) und was ALF überhaupt heißt („Außerirdische Lebensform“), hat die Achtziger nicht erlebt. Der immer hungrige Außerirdische, der bei der Familie Tanner in die Garage kracht und von da an bei Willy, Kate, Lynn und Brian wohnt, ist ohne Zweifel Kult. Von den neugierigen Nachbarn (unvergesslich: Raquel und Trevor Ochmonek) und deren Neffen Jake bis hin zu ALFs Versuch, sich in der letzten Folge von einem Raumschiff abholen zu lassen – der haarige Melmac-Bewohner ist einer der coolsten Figuren der Fernsehgeschichte.

Patschenkino

Hymnisch Flennen

Das Leben des Brian

Glasvegas: Euphoric /// Heartbreak \\\ Smi/Col/Sony

Komödie, GB 1979 Do 5.Mai, 20.15h, Arte

cccccccc Das Schönste an „Euphoric /// Heartbreak \\\“ ist der schottische Dialekt, in dem James Allan hier mit feierlichem Pathos von den großen Qualen der Liebe erzählt. Die Songtitel sind Programm: „Pain Pain Never Again“, „Whatever Hurts You Through the Night“, „Lost Sometimes“. Mag sein, dass es nicht immer der beste Weg ist, den eigenen Kummer mit gesteiger­ter Aktivität zu bekämpfen. Sich aber derart im Unglück zu suhlen, ist auch keine Lösung. Klar auch, dass auf diese Weise einige der besten Platten entstanden sind. Im Fall von „Euphoric /// Heartbreak \\\“ hat das leider nicht funktioniert. Was wurde nur aus „Geraldine“? (mr)

The bright side of life.

Neben der sehenswerten, mehr­ teiligen Doku „Monty Python – Fast die ganze Wahrheit!“ zeigt Arte Anfang Mai eine Reihe von Produktionen der britischen Komiker John Cleese, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin, Terry Gilliam und Graham Chapman. Letzterer, 1989 verstorben, spielte auch die Hauptrolle in „Life of Brian“, über die folgenschwere Verwechslung eines jungen Judäers mit Jesus von Nazareth. So wird Brian zum Märtyrer wider Willen, der Dogmatismus zum Gespött – und Monty Python zur legendärsten Komikertruppe aller Zeiten.

Zippe-Zappe

Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

Partnervermittlung

W

ie gut, dass nicht nur Landwirte schwer vermittelbar sind. Sonst hätte das Fernsehen nämlich keinen Grund, das Sendungsprinzip von „Bauer sucht Frau“ auf diverse andere Bevölkerungsgruppen auszuweiten. Alleinstehende mit Nachwuchs zum Beispiel – siehe „Single mit Kind sucht ...“ auf ORF. Da kann man herzige Einspieler mit kleinen Rackern drehen, die vielleicht ähnlich anstrengend sind wie ein Stall voller Tiere, aber immerhin besser riechen. Der deutsche Privatsender VOX, der sich ja seit Jahren aufopferungsvoll um Auswanderer kümmert, hat ebenfalls reagiert und im Handumdrehen die Dokusoap „Auswanderer sucht Frau“ aus dem Hut gezaubert. Und wer könnte diese Sendung

Kinder sind vielleicht so anstrengend wie ein Stall Tiere, aber immerhin riechen sie besser.

besser moderieren als Daniela Katzenberger? So ziemlich jeder – denn so lustig die Katze ist, wenn sie sie selbst sein darf, so unlustig und steif ist sie, wenn sie einen vorgeschriebenen Moderationstext vortragen muss. Amüsant ist die Dokusoap trotzdem: Deutsche Frauen fliegen nach Neuseeland, Namibia, China, Thailand etc., um sich als Lebensabschnittspartnerin für die dort gestrandeten Aussteiger zu bewerben. Natürlich sind die Kandidaten eher von der erfolgreichen und finanziell abgesicherten Sorte – ein Hartz-IV-Flüchtling, der versucht, als Alleinunterhalter auf Mallorca zu überleben, wäre wohl nur schwer vermittelbar. Oder? Wer weiß, vielleicht demnächst bei: „Loser sucht Frau“. q


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Kopfnuss

Rätsel

Präsentiert von

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Die fragen

2 F

5

3

A

4

7

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1

Florales Wandgekritzle (?) ist unscheinbar

1

Holst du dir damit einen Korb (!) voller Unrat? Sie schaffen Abfälliges weg

2

Dabei stellt sich Kicker in den Winkel. Klingt als ob der gar nicht sauber rollen kann

3

Hält Fahrzeug auf Kurs, wenn du damit den richtigen Dreh raus hast

4

Wie machst du auch aus einem Eileben sich sputen

5

Hier auch als allererste Nachricht (?) dokument-iert

6

Der Häfnbruder hat sich hier auf den Kopf gestellt

7

Zeichnet sich auch durch Wettermätzchen aus, und beginnt jedes Jahr vielerorts mehr oder weniger witzig

8

So können Chatter auch ganz kurz laut auflachen

9

Das merkst du dir hoffentlich, dass das kein kleines Schummelpapier ist

10

Sehr feines Brett: „Die Sitzecke die macht mich stolz / denn sie ist ganz aus …!“

D 6 E 9

11

B

10 13

15 I 12

16

H

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Haarstylemittel zum Knausern (?) wird gestochen

12

Ausruf des nach schmerzhaftem Kniff? In Deutschland urban (1–2W.)

13

Haben ausgezeichnete Sportler bei Großereignissen am Hals

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Bei Schrägen Aerzten ist Parkettsicherheit gefragt

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Wenig Platz für veränderte Gene

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Ob du dir selbst Narziss(t)en schenkst, wenn du ihr verfallen bist

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Wer beim Abgesang den Abgang verpasst, dem bleibt nur sächliches übrig

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Alles andere als früh, wenn du die Paste richtig verteilst

14

17 G C

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Lösung der letzten Ausgabe:

FAUSTRECHT

Das Lösungswort A

B

C

D

E

F

G

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I

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Gewinnspiel 6020 und die IKB verlosen:

3 x 1 „Tivoli“-Saisonkarte Das Tivoli-Schimmbad feiert seinen 50. Geburtstag. Übrigens: Der Saisonkarten-Vorverkauf startet am 2. Mai (an den Kassen im TivoliSchwimmbad). Kennwort: „Rätsel“, Einsendeschluss: 23.5.2011 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · Karl-Kapferer-Str. 5 · Innsbruck • gewinnspiel@6020stadtmagazin.at

C H C H H I H A U H E K M F I A I H H M H B E S E E E I E R S C H L H E S A H H S N H G H T E H I E R K F R H B H E M L H U E O

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AUSGABE 95 · SOMMER 2006 · 5. JAHRGANG · WWW.6020ONLINE.AT

Satire

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10 Jahre Hafen Im Interview: Gründungskapitän Schmid

Sag niemals Leberkäse zu ihm Im Portrait: der Innsbrucker Verein „Fleischkas International“

Sommerlektüre „Goodnight Kiss“ Im posant: Eine Kurzgeschichte von Simon Wint

SATire

Neun Jahre 6020

die flotte 6020

Sommer nummer

SERIE. Das Beste aus neun Jahren 6020-Satire. 6020 exklusiv! Diesmal: Klatschgeschichten aus dem Sommer 2006

NICHT KÄUFLICH • UNABHÄNGIG

MIT PROGRAMM BIS SEPTEMBER 2006

Das neue magazin für tirol • jung • urban • weiblich

die stArs beim

PlAntschen Sardinien – im Sommer einer der angesagtesten Plätze für Promis. Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat hier ein riesiges Anwesen, Formel 1-Manager Flavio Briatore nennt überhaupt einen Nachtklub sein Eigen – kein Wunder, dass es Stars und Sternchen auf die Insel zieht. 6020 EXKLUSIV-Paparazzo Johann Hasselblad hat drei Promis vor die Linse bekommen: Hollywood-Star George Clooney beim Surfen, Silvio Berlusconi beim Badespaß sowie Komiker-Ass Eddie Murphy mit Familie.

george clooney auch im urlaub ein draufgänger. surfen – ein muss auf dem inseljuwel. ein entspannter eddie murphy. im urlaub immer an seiner seite: die Familie silvio berlusconi mit Freunden an seinem Privatstrand auf sardinien

bzÖ-ortsgruPPe hungerburg ist emPÖrt:

„Jetzt nehmen uns die Ausländer Die Kreditkarte Auch schon die Ausländer weg!”

Das Ding an sich

Assozi(t)iert

Frühling >> Jahreszeit >> Schönste >> Sonntag >> Seele >> Kraft

Der Name verrät es bereits – eigentlich wurden KreditkarWas der Frühling nicht sät, kann der Sommer nicht ten erfunden, um Menschen, reifen, der Herbst nicht ernten, der Winter nicht genießen. die gerade nicht „flüssig“  Johann Gottfried von Herder eter Schwoizesreither bei mir putzen.” Den Schuldiwaren, den Kauf von ProdukreichtDienstleistungen es. Wochenlang hat gen hat Schwoizesreither nach ist die schöne Jahreszeit, in der der ten oder zu Frühling sich derZum selbstständige intensiver Beschäftigung mit ermöglichen. ersten Mal Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.
 S chreibmaschinentechniker der Thematik bereits ausfinwurde der Begriff „credit card“ Emanuel Geibel und Hungerburg-Ortsgrupdig gemacht: „Egal  ob Ukrai1887 in einemum Science-Fictionpenobmann eine Reininer, Weißrussen oder Tunesier Roman vonbemüht, Edward daBellamy Zum Nichtstun ist jede Jahreszeit die schönste. gungskraft seine – die putzen mittlerweile alle verwendet,Putzfrau 1894 wurden ehemalige nach dann Mabei Familien mit Migrationshin Alexander Saheb zedonien zurückgekehrt ist. an Kunden von Hotels, Kaufhäusern, tergrund.” Ein Skandal, findet in den USA die ersten Karte Mit dem Ergebnis: Unmöglich Schwoizesreither. „Wo Restaurants und Fluglinien ausgegeben. Sogenannte UniversalkreditDaskommen Schönste am Sonntag ist der Samstagabend. eine neue Haushaltshilfe aufzuwir denn dahin, wenn uns die karten, die primär beim bargeldlosen Bezahlen eingesetzt werden, ka Kurt Tucholsky treiben. „Ich habe inseriert und Ausländer schon die Ausländer men erst in den 1950ern auf den Markt und zwar von der Firma Diners Peter– schwoizesreither mich bei Bekannten umgehört wegnehmen?” sind Niemand Visa und will MasterCard die am häufigsten benutzten Gib der Seele einen Sonntag und dem Sonntag eine –Club. alles Heute vergeblich. empört. migrationshintergrund Kreditkarten. Sie werden weltweit von rund 23 Millionen Händlern bzw. Seele. Peter Rosegger Stellen akzeptiert. Die Seele ist die grünende kraft im Leibe.

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6020 STAdTmAgAzin Hildegard von Bingen

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Essay

Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.

von Johannes F. Park jfpark@6020stadtmagazin.at

Notbremsung Gesundheit geht für Josef Pröll vor. Stress und Erfolgsdruck nagen aber auch abseits der Politik am Erfolgsmenschen.

A

ufatmen in der Österreichischen Volkspartei: Endlich wieder einmal ist ein ÖVP-Politiker aus strafrechtlich völlig irrelevanten Gründen zurückgetreten. Ethikfreunde all over the world sind sich einig: Bei zwei Thrombosen und einem Lungeninfarkt handelt es sich ganz klar um moralisch einwandfreie Argumente für den ehrenvollen Abschied aus der Politik. Und doch hat der Abgang von Josef Pröll viele nachdenklich gemacht. In den Vorstandsetagen und Chefbüros wehen die Château-Margaux-Fahnen dieser Tage auf Halbmast und die Jakobsmuscheln flutschen nicht so wie gewöhnlich. Was, wenn mir das auch passiert, fragen sich die Mächtigen im Lande, während sie den Rotstift für die nächste Rationalisierungsrunde anspitzen. Eben noch hat man fünf Abteilungsleiter in die Burn-out-Klinik gebrüllt oder dem CFO die Assistentin ausgespannt, schon liegt man mit Herzrasen und Atemnot auf einer Krankenhaustrage statt wie gebucht auf „Schokomaus85 (Hausbesuche)“. Aber auch fünf Karriere-Stationen tiefer gehen Stress und Erfolgsdruck an der Gesundheit des aufstrebenden Bürosklaven nicht spurlos vorüber. Magengeschwüre zum Beispiel platzen vermehrt am späten Nachmittag auf. Grund: Der Chef verteilt um diese Zeit gerne noch wichtige Aufträge, die unbedingt am selben Tag abzuarbeiten sind. Immerhin kommen dann die Vorzüge des wutbedingten Tinnitus zum Tragen, weil man den Psycho von gegenüber, der am selben sinnlosen Projekt arbeitet, wenigstens nicht winseln hört. Gerade den Vorstandsvorsitzenden, Generalsekretären und Aufsichtsratspräsidenten unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, rufe ich deshalb zu: Nehmen Sie den Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht auf die leichte Schulter – vor allem, wenn es der eigene ist! Beides können durchaus Hinweise darauf sein, dass mit Ihnen gesundheitlich etwas nicht ganz stimmt. Daneben gibt es natürlich eine ganze Menge weniger offensichtliche Warnsignale, die vor allem von Männern gerne ignoriert werden. Das allerwichtigste kauft mit Vorliebe obszön teure Schuhe und sagt mindestens zehn Mal im Jahr: „Geh endlich einmal zum Arzt, mein Schatz.“ Eine Frau ist ohne Zweifel die beste Gesundheitsvorsorge. In einer Studie mit 100.000 Personen wurde festgestellt, dass verheiratete Männer zwei Jahre länger leben als

Das allerwichtigste Alarmsignal kauft mit Vorliebe obszön teure Schuhe und sagt mindes­ tens zehn Mal im Jahr: „Geh endlich einmal zum Arzt, mein Schatz.“ Singles. (Über die Frage, ob Sie dafür lieber sterben, schweigen sich die feinen Wissenschaftler leider aus. Aber das ist eine andere Geschichte.) Weiters sollte es Ihnen auch zu denken geben, wenn sich beim Urinieren, bis Sie fertig sind, drei Mal die automatische Spülung einschaltet; der Druck auf der Brust nicht von Lady Chantal stammt; Sie an einem Muttermal ein Geschirrtuch aufhängen können; wegen Ihrer Wampe keinen Platz mehr für eine Erektion haben; oder im morgendlichen Auswurf Lungenreste vorfinden. Dann ist wirklich ein Besuch beim Arzt oder Geistheiler ratsam. Unabhängig davon müssen gerade Erfolgsmenschen für ihr Wohlbefinden auch abschalten können. Und zwar nicht nur die Klimaanlage in der Arbeiterkantine. So mancher viel beschäftigte Manager nimmt deshalb Prölls Rückzug als mahnendes Beispiel und gelobt Besserung: Ab sofort gehört der Sonntagvormittag ganz meinem q Sohn Manfr-, äh Daniel. Thomas?

Ihr Johannes F. Park


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6020 / Vol.145 / April 2011  

6020 - DAS JUNGE MAGAZIN FÜR TIROL Deses Monatsmagazin erreicht Tirols Jugend mit Fokus auf den urbanen Raum in und um Innsbruck. Die Zielgr...