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Wer darf was in der MTS?

Neue Regeln für die „neue Prachtstraße “

Kosten vchsutza. mSbuclanhz?utz

P.b.b. 09Z037987M, 6020 Innsbruck

Kommt die Gewalts

„Weltmeister im Loben“ Didi Constantini im Interview

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2010

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138

2010 Septemberng

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GRATIS. Nie um sonst.

9. Jah rga

Martin HOF (Grüne) und Lucas KRACKL (Für Innsbruck)

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r e k i t i l Po Wer will den Job?


RIESEN SPIELPLAN

SEPTEMBER BIS DEZEMBER 2010

SEPTEMBER KUNST IM RIESEN MI 1.9. – DO 30.9. | 9 – 18 Uhr Sonderausstellung: Sankalpa KINDER IM RIESEN MI 1.9. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Einmal Riese und zurück

OKTOBER KUNST IM RIESEN FR 1.10. – SO 31.10. | 9 – 18 Uhr Sonderausstellung: Sankalpa KULINARIUM IM RIESEN FR 1.10. – SO 10.10. | 11.30 – 16 Uhr Goldener Herbst

FAMILIEN IM RIESEN DO 2.9. | 12 – 15 Uhr ORF Sommerfrische

FAMILIEN IM RIESEN SA 2.10. | 18 – 1 Uhr ORF Lange Nacht der Museen

KINDER IM RIESEN MI 8.9. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Der Stock des Riesen

KINDER IM RIESEN SA 2.10. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ameisenfragen

MI 8.9. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Einmal Riese und zurück

SA 2.10. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Wetterleuchten

CLUBBING IM RIESEN SA 11.9. | 22 Uhr JUST Glam It

SA 9.10. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ameisenfragen SA 16.10. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ameisenfragen

KINDER IM RIESEN SA 18.9. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ameisenfragen

WERKSTÄTTE IM RIESEN SA 16.10. | 13 – 18 Uhr 7 – 12 Jahre: Zauberhafte Lichtspiele

SA 18.9. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Wetterleuchten

SO 17.10. | 13 – 18 Uhr Erwachsene ab 17 Jahre: Mein Kronleuchter

SA 25.9. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ameisenfragen WERKSTÄTTE IM RIESEN SO 26.9. | 16 UHR Konzert KLANGSPUREN LAUTSTARK KULINARIUM IM RIESEN MO 27.9. – DO 30.9. | 11.30 – 16 Uhr Goldener Herbst

SA 23.10. | 13 – 18 Uhr 13 – 16 Jahre: Licht, Lichter, Kristall KINDER IM RIESEN SA 23.10. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Märchenreime SA 30.10. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Märchenreime SA 30.10. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Im Lichtermeer

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NOVEMBER KUNST IM RIESEN MO 1.11. – SO 7.11. | 9 – 18 Uhr Sonderausstellung: Sankalpa KINDER IM RIESEN SA 6.11. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Märchenreime SA 6.11. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Im Lichtermeer KRISTALLWELTEN GESCHLOSSEN MO 8.11. – DI 16.11. Besuchen Sie uns bei Swarovski Innsbruck KUNST IM RIESEN MI 17.11. – DI 30.11 | 9 – 18 Uhr Sonderausstellung: Blue Noses KINDER IM RIESEN SA 20.11. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Märchenreime SA 20.11. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Im Lichtermeer KULINARIUM IM RIESEN FR 26.11. – SO 28.11. | 14 – 18 Uhr Weihnachtsmarkt KINDER IM RIESEN SA 27.11. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ein glücklicher Weihnachtsengel CLUBBING IM RIESEN SA 27.11. | 22 Uhr JUST Glam It

DEZEMBER KUNST IM RIESEN MI 1.12. – FR 31.12. | 9 – 18 Uhr Sonderausstellung: Blue Noses KULINARIUM IM RIESEN DO 2.12. – SO 5.12. | 14 – 18 Uhr MI 8.12. – SO 12.12. | 14 – 18 Uhr DO 16.12. – SO 19.12. | 14 – 18 UHR DO 23.12. – SO 26.12. | 14 – 18 Uhr DO 30.12. – FR 31.12. | 14 – 18 Uhr Weihnachtsmarkt KINDER IM RIESEN SA 4.12. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ein glücklicher Weihnachtsengel SA 4.12. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Funkelnde Weihnachtspost SA 11.12. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ein glücklicher Weihnachtsengel KULINARIUM IM RIESEN SO 12.12. | 10 – 12 Uhr Adventbrunch KINDER IM RIESEN SA 18.12. | 14.30 – 16.30 Uhr 4 – 6 Jahre: Ein glücklicher Weihnachtsengel SA 18.12. | 14.30 – 17.30 Uhr 7 – 12 Jahre: Funkelnde Weihnachtspost FR 24.12. | 10 – 12 Uhr 4 – 6 Jahre: Ein glücklicher Weihnachtsengel FR 24.12. | 10 – 13 Uhr 7 – 12 Jahre: Funkelnde Weihnachtspost

KULINARIUM IM RIESEN SO 28.11. | 10.30 Uhr Lebkuchen backen

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EDITORIAL

Ăœber Ăśffentliches Geld und private Meinungen

D

er Tiroler ist allezeit bereit. Bereit, eine neue Entwicklung generell schlecht zu finden, um im Nachhinein es entweder immer schon gewusst zu haben oder plÜtzlich seine Meinung zu ändern. Als Paradebeispiel gilt hier einerseits die neue Hungerburgbahn, die zuerst kein Schwein gebraucht hat und jetzt jedem Gast stolz präsentiert wird. Ähnlich, aber doch ganz anders beim Kaufhaus Tyrol, auf das man zwar stolz ist, aber dennoch beteuert, dass man kein Architekt sein muss, um diese Fassade zu gestalten und der achtjährige Neffe dies auch gekonnt hätte.

Besonders eindeutige Meinungen hat der gemeine Tiroler zu SportgroĂ&#x;veranstaltungen. Kein Wunder, denn in den seltensten Fällen liefen diese budgetär reibungslos ab. Dies ist allerdings kein tirolspezifisches Problem, sondern weltweit zu beobachten. Der Grund dafĂźr liegt in der Natur der Sache, denn obwohl SportgroĂ&#x;events zwar von langer Hand geplant werden, wechseln rund 90 Prozent des Geldes innerhalb eines Monats den Besitzer. In Kombination mit unvorhersehbaren Entwicklungen (Zuschauerinteresse, Wetter ‌) passiert es dabei oft, dass das Budget Ăźberzogen wird (siehe Euro 2008), und selten, dass am Ende des Events etwas Ăźbrig bleibt (siehe Winteruniversiade 2005). Erschwerend kommt hinzu, dass die Kombination Sport und Ăśffentliches Geld ein Tabuthema ist. So weigert man sich seit jeher, die Bundesligavereine im Eishockey und FuĂ&#x;ball zu unterstĂźtzen und setzt sich stattdessen medienwirksam fĂźr den Breitensport ein. Gleichzeitig wird beteuert, dass eine Sporteinrichtung wie die Olympiaworld positiv15:37 wirtschaften HANDY FAHRPLAN INSERAT.qxp 12.07.2010 Seite muss, damit ihre Daseinsberechtigung erfĂźllt ist. Die

von Michael Steinlechner m.steinlechner@602 0stadtmagazin.at

Realität sieht freilich anders aus: Der FC Wacker Innsbruck sieht zwar kein Ăśffentliches Geld, darf dafĂźr auf Sponsorings aus landesnahen und -freundlichen Unternehmen hoffen. Und wer meint, dass die Olympiaworld wirtschaftlich zu fĂźhren ist, glaubt vermutlich auch die Geschichte, dass RenĂŠ Benko das Kaufhaus Tyrol gebaut hat, weil er als Kind dort so gerne einkaufen war. Dabei wäre es ziemlich einfach zu sagen, dass Sport in Tirol eine groĂ&#x;e Rolle spielt und dabei der Breitensport besonders unterstĂźtzt wird. Gleichzeitig spräche nichts dagegen, sich eine Olympiaworld und einen Bundesligaverein einfach zu leisten, wenn man bedenkt, fĂźr welche Nicht-Masseneinrichtungen weitaus grĂśĂ&#x;ere Beträge aufgebracht werden. Wegen BudgetĂźberschreitungen im Sportbereich werden Menschen medienwirksam hingerichtet und Politiker zeigen BestĂźrzung und Unverständnis. Dass ein Landestheater 27 Millionen Euro erhält – jedes Jahr – traut sich keiner in Frage zu stellen. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis das bislang nachhaltigste Projekt der Tiroler Eventgeschichte sich mit alten Vorurteilen und provinziellen Argumentationslinien herumschlagen muss. Die olympischen Winterjugendspiele werden in rund 500 Tagen Tirol in den Mittelpunkt der olympischen Welt rĂźcken, fĂźr internationale TV-Stunden und schĂśne Umsätze sorgen. Viel messbare Werte und vor allem ein groĂ&#x;er Imageschub in Sachen Internationalität und Jugendlichkeit sind garantiert – fĂźr 24 Millionen Euro. Und auch hier werden viele zum Besten geben, wie man diese Veranstaltung besser machen und das schĂśne 1Steuergeld effizienter einsetzen kĂśnnte. Zum Beispiel fĂźr ein knappes Jahr Tiroler Landestheater. q

MEIN FAHRPLAN IST IMMER GRIFFBEREIT! WANN FĂ„HRT DER NĂ„CHSTE BUS ODER ZUG? WANN KOMMT MEINE NĂ„CHSTE TRAM? ALLE Ă–FFIS AUF IHREM HANDY PĂœNKTLICH AN DER HALTESTELLE MIT:



 - EIN UNTERNEHMEN DES LANDES TIROL.

Such den Didi Obwohl er ja eigentlich im Stubaital wohnt, ist es gar nicht so einfach, Didi Constantini einen Interviewtermin abzuringen. 6020-Redakteur Daniel Naschberger hat es trotzdem versucht und den Nationaltrainer schlussendlich zumindest ans Telefon bekommen. Seinen Ruf als sympathischer Grantler hat er während des Gesprächs durchaus bestätigt – siehe Seite 68.

Im Test Seit Mai ist die Area 47 am Eingang des Ă–tztals geĂśff net – und verspricht AdrenalinausschĂźttung in Reinkultur. 6020-Redakteur Flo Pranger hat die neue SpaĂ&#x;welt einen Tag lang einem Realitycheck unterzogen. Seine Tops und Flops lesen Sie auf Seite 82.

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Einstiegshilfe

INHALT 18

22

66

Drei Mutige im Porträt

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Kosten vs. Kinderschutz Kommt die Gewaltschutzambulanz?

Wald der Zukunft Innsbrucks Wald verändert sich

18 COVER: Scheißjob Politiker? Wer sich den Job noch antut und wieso

22 „Ich mach‘ das jetzt selbst“ Drei mutige Selbstständige im Porträt 26 Essay: Wien bleibt anders 28 Meinung 31

Service

Fotos Anzeigenverkauf Anschrift, alle Geschäftsführung Verlag Druck Hinweis

Bei den Vierkämpfern

63 LEBEN 64 MundArt Diesmal: Zwetschkenknödel 66 Von der Perma- zur Multikultur Ein Garten für alle

56 MOTOR

68 „Weltmeister im Loben“ Didi Constantini im Interview

59 Tweet für die Straße Der neue Scooter von Peugeot

70 Hoch zu Ross Zu Gast bei den Reitervierkämpfern

60 Für Venga-Boys & -Girls Der Kia Venga im Test

72 IKEA-Gewinnspiel Unsere Sieger waren shoppen

IMPRESSUM Herausgeber Medieninhaber & Verleger Chefredaktion Layout Produktion Mitarbeiter dieser Ausgabe

Hoch zu Ross

Multikulti in Grün

14 „Es braucht Regeln“ Was passiert in der Prachtstraße 16

Das mach‘ ich selbst

Im Garten

09 STADTLEBEN 12

Wer will den Job?

Die Politik sucht Nachwuchs

Michael Steinlechner target group publishing GmbH Barbara Wohlsein Philipp Frenzel NERO WerbeGmbH, Lisa Mang, Sophie Frenzel • www.nerografik.net Sylvia Ainetter, Steffen Arora, Sarah Boyks, Klaus Erler, Florian Gasser, Verena Langegger, Walter Mair, Daniel Naschberger, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Flo Pranger, Michael Rathmayr, Flo Seidl, Verena Zankl (Korrektur) Michael Rathmayr, Gerhard Berger Thomas Pilgram, Walter Mair • verkauf@6020stadtmagazin.at Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck • Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -20 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Niederösterreichisches Pressehaus Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

74 PROGRAMM 80 Lange Nacht der Museen 5 x 2 Karten gewinnen! 82 Spielplatz der Superlative? Die Area 47 im Test 84 Ohrenschmaus und Augenweide 88 Das 6020 3D-Rätsel 89 Das große 6020-Sommerrätsel 6020 Exklusiv 90 Johannes F. Park


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Durchsichtsregister Das Druckdetail ergänzt sich in der Durchsicht zur ganzen Wertzahl.

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Auch für eine der sichersten Währungen der Welt gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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Fühlen, Sehen, Kippen: drei einfache Schritte, um die Echtheit einer Banknote zu erkennen. Stabilität und Sicherheit

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STADTLEBEN

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TOP Der neue Brunnen in

der Maria-TheresienStraße zieht Innsbrucker wie Touristen gleichermaßen an. Nett zum Warten und Sonnetanken.

EMPFEHLUNG

FLOP Die Gratisparkstunde ist bekanntlich Geschichte, neue Aktionen sind vorerst nicht in Sicht. Ob das die erhofften Kunden in die Innenstadt bringt – sicher nicht.

© 6020/RATHMAYR (3)

Okay, Tiroler Wetter, wir haben’s kapiert. Juli hui, August pfui – das hat jetzt Tradition. Aber wie lange werden die Betreiber vom Open-Air-Kino im Zeughaus noch auf dem August-Termin beharren? Jedes Jahr fängt es pünktlich zum Programmstart zu regnen an. Einfach schade.

ALLES NEU. Die Sommerpause hat der Weekender Club gut genutzt: Neben dem Bau eines 27 Quadratmeter großen und 8000 Euro teuren Raucherraums hat das Team in dreiwöchiger Schufterei auch eine brandneue LED-Lichtanlage an die Clubdecke montiert. Vorbilder: Berlin und London. Die Besucher freut’s.

THE CRUMBLE. Kleine Cafés mit individuellem Charme – immer her damit! Das „The Crumble“ am neuen Wiltener Platzl ist so ein Fall. Zur liebevollen Einrichtung, die ein wenig an einen Ikea-Katalog erinnert, gibt es Frühstück (auch am Wochenende!), frische Kuchen und einige Mittagsgerichte. Besonders samstags in Kombination mit einem Bauernmarktbesuch zu empfehlen.

Drei Fälle von akutem Gastro-Wucher in Innsbruck • Wer ein Steak im „Schindler“ im neuen Kaufhaus Tyrol bestellt, bekommt ein halbes (!) Filet und zahlt dafür über 20 Euro. Bleibt die Frage: Wer hat die zweite Hälfte gegessen? • Im „Toscana“ am Adolf-Pichler-Platz wird kein Leitungswasser ausgeschenkt, nicht mal zum Wein. Die Folge: Eine satte Rechnung für stilles Mineralwasser und wenig Lust, wiederzukommen. • Ein kleiner gemischter Salat (sprich eine Handvoll Blattsalate und fünf Gurkenscheiben) kostet mittlerweile fast immer über 4 Euro. Geldmacherei mit Gesundheitsbewusstsein.

NAME DES MONATS

Der Award für den besten Lokalnamen seit langem geht an „Aftershave“, jenen Club, der im September im Keller des Moustache eröffnet wird. Näheres zum Konzept und den Machern gibt es in der kommenden 6020-Ausgabe zu lesen.


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Innsbruck & Umgebung

Im Bild

Momentaufnahme des Monats Paragolf-Schnuppern

Hohe Kunst.

Neuer Rekord.

In den letzten 18 Monaten hat Innsbruck mehr städtische Wohnungen vergeben als jemals zuvor. Laut Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter wurden im Jahr 2009 mehr als 900 Wohnungen übergeben, im ersten Halbjahr 2010 waren es bereits 480. Trotzdem bleibt die Lage weiter angespannt, so Pokorny-Reitter: „Die übertrieben hohen Mietpreise am privaten Wohnungsmarkt führen weiterhin zu einer sehr großen Nachfrage.“ Im Moment warten in Innsbruck 2026 Antragssteller auf eine Mietwohnung und 797 auf eine Eigentumswohnung.

Der Tiroler Landespreis für Kunst 2010 wird am 23. September an Eva Schlegel vergeben. Die 1960 in Hall geborene Künstlerin lebt derzeit in Wien und hat sich mit Fotografien, Videos und Tafelbildern einen Namen gemacht. Im April wurde sie zur Kommissärin für den österreichischen Beitrag zur 54. Biennale in Venedig 2011 ernannt. Im Herbst 2009 zeigte die RLB Kunstbrücke Arbeiten von Eva Schlegel in Innsbruck.


Innsbruck & Umgebung

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VHS-Kurs des Monats BIO.sophisches Tanzen BIOS ist das LEBEN. SOPHIA bedeutet WEISHEIT. Tanzen fördert unsere SINNlichkeit, Vitalenergie und die Gesundheit von Körper-Seele-Geist. Tanzen ist ein Zugang zur inneren Multi-Intelligenz. Im bio.sophischen Tanzen geht es um die Förderung des bio.zentrischen Wahrnehmungsvermögens sowie archetypischer Ausdruckskräfte und kreativer Lösungen. Dies hilft uns, die Grenzen der Messbarkeiten zu überschreiten. Im bio.sophischen Tanzen schöpfen wir aus unermesslichen Kraftfeldern und Feldkräften. Eigentlich ist es selbstverständlich, die Welt durch natürliches Tanzen beGEISTert zu erfahren und HEILsam zu verändern!

Handicap trotz Handicap. Christian Nachtwey ist einer der weltbesten Paragolfer und besitzt zudem das Patent auf den Paragolf-Buggy, der Querschnittsgelähmten das Spiel auf dem Green ermöglicht. Ende August konnten Interessierte im Golfclub Innsbruck-Igls in den Sport hineinschnuppern.

Zeit

9. & 10. Oktober 2010

Ort

VHS-Haus, 3. Stock, Raum 6

Kosten

67 Euro

Freud & Leid DIE SCHLECHTE NACHRICHT ...

... für den Tiroler Fichtenwald

Ein Nadelpilz ist dafür verantwortlich, dass zahlreiche Fichten in Tirol heuer gelb verfärbt sind. Laut Christian Schwaninger von der Abteilung Waldschutz des Landes Tirol handelt es sich um einen Befall mit Fichtennadelblasenrost. Das feuchte und kühle Herbstwetter habe die Verbreitung des Pilzes stark begünstigt. Große Sorgen muss man sich aber nicht machen – die Knospen der erkrankten Bäume werden nicht infiziert und können im Frühjahr wieder austreiben. DIE GUTE NACHRICHT ...

... für den Hauptbahnhof Innsbruck

© RLB KUNSTBRÜCKE

Über 12.000 Zuggäste haben gewählt – und den Hauptbahnhof Innsbruck zum zweitschönsten Bahnhof Österreichs erkoren. Nur der Hauptbahnhof in Linz wurde noch positiver bewertet und konnte damit seine Spitzenposition aus dem Vorjahr verteidigen. Nicht so gerne verweilen Reisende übrigens am Salzburger Hauptbahnhof und am Wiener Westbahnhof – die Großbaustelle lässt grüßen. Die Umfrage wurde vom Verkehrsclub Österreich durchgeführt.

Zahlen, bitte!

6636

Touristin des Monats.

Normalerweise ist Peaches Geldof in den Londoner In-Clubs zu Hause, für ein Fotoshooting kam die Tochter von Bob Geldof jedoch Ende August in die Swarovski Kristallwelten nach Wattens. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund des aufwendigen Shootings hatte das It-Girl kaum Zeit zum Shoppen – obwohl es ihr der Kristall-Leguan von Swarovski besonders angetan hätte.

So viele Babys kamen im Jahr 2009 in Tirol zur Welt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von einem Prozent. Statistisch gesehen haben heute geborene Mädchen eine Lebenserwartung von 84 Jahren, bei den Knaben sind es 78,4 Jahre. In den kommenden 25 Jahren wird die Lebenserwartung um weitere fünf Jahre steigen. Dementsprechend verändert sich auch die Gesellschaft: Die „Bevölkerungspyramide“ entwickelt sich langsam zum „Bevölkerungspilz“. Das heißt: Viele Alte, wenig Nachwuchs.


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z t u h c s r e d n i K . s v n e t s Ko Im Juli kündigte Soziallandesrat Gerhard Reheis die Einrichtung einer Gewaltschutzambulanz an der Innsbrucker Klinik an. Das wäre ein echter Meilenstein in Sachen Kinderschutz für Tirol. Von Steffen Arora Zwei Monate später wackelt der Plan. Die Frage der Kostenübernahme ist noch offen.

D

ie Notwendigkeit einer Gewaltschutzambulanz wurde im Zuge des „Falles Luca“ deutlich: Der 17 Monate alte Bub starb im November 2007 an den Folgen massiver Misshandlungen und sexuellen Missbrauchs. All das passierte, obwohl die Jugendwohlfahrt längst eingeschaltet war. Obwohl der Bub über Monate hinweg immer wieder von Ärzten untersucht wurde. Doch die konnten die Aussagen der Kindesmutter, dass es sich bei den festgestellten Blutergüssen und Knochenbrüchen um Unfallfolgen handle, mit medizinischen Befunden allein nicht widerlegen. Luca büßte für diese unklare Beweislage mit seinem Leben. Der „Sturz vom Wickeltisch“ taugt noch immer als Ausrede, wenn Mediziner Eltern Fragen nach der Herkunft einer verdächtigen Verletzung ihrer Kinder stellen. Doch den Ärzten und Sozialarbeitern der Jugendwohlfahrt sind meist die Hände gebunden. Es fehlt am nötigen Gegenbeweis. Den könnten nur Gerichtsmediziner erbringen. Wie oft misshandelte Kinder – vor allem solche, die noch zu klein sind, um von ihrem Martyrium zu berichten – mangels stichhaltiger Beweise wieder ihren Peinigern ausgeliefert werden müssen, weiß niemand.

Vorbild Graz. Dabei wäre die Lösung so einfach, wie ein Blick nach Graz zeigt. Dort wurde auf Initi-

ative der Gerichtsmedizinerin Kathrin Yen 2008 Österreichs erste und bislang einzige Gewaltschutzambulanz geschaffen. Yen ist Leiterin des Ludwig Boltzmann Institutes für Klinisch-Forensische Forschung. Über eine Handynummer ist rund um die Uhr ein Gerichtsmediziner erreichbar, um Fälle von körperlicher oder sexueller Gewalt gegen Kinder, aber auch Erwachsene abzuklären. Die Experten an der Ambulanz wenden gerichtsmedizinische Untersuchungsmethoden an und dokumentieren alle Verletzungen penibel. Die Ergebnisse werden archiviert. Im Bedarfsfall führen sie sogar die Spurensicherung durch. „Wir untersuchen auch, wenn nicht angezeigt wird. Das ist vor allem bei Fällen häuslicher und sexueller Gewalt von Bedeutung“, erklärt Kathrin Yen die Besonderheit ihrer Einrichtung, „denn oft können sich die Betroffenen erst nach wiederholten Übergriffen zu einer Anzeige durchringen. Dann stehen ihnen aber unsere Untersuchungsergebnisse zur Verfügung. Das schafft vor Gericht eine ganz neue Beweislage.“

Schwierige Unterscheidung. Sind Kinder von Misshandlung oder Missbrauch betroffen, entsteht den behandelnden Ärzten eine Meldepflicht. Eine schwierige Aufgabe, denn dazu müssen sie zwischen Unfallverletzung und Gewalteinwirkung unterscheiden können. Genau da kommen die

Forensiker ins Spiel, so Yen: „Bei Fällen von Gewalt gegen Kinder werden wir mittlerweile regelmäßig von der Klinik angefragt. Unsere Untersuchungen können für Ärzte und die Jugendwohlfahrt sehr hilfreich sein. Denn als Gerichtsmediziner haben wir die besten fachlichen Voraussetzungen, um zu erkennen, ob ein Kind nun vom Wickeltisch gefallen ist oder misshandelt wurde.“ Yen und ihre Mitarbeiter untersuchen gut 400 Personen pro Jahr. Die Kontaktnummer ihrer Ambulanz wird täglich unter der Rubrik Ärztenotdienst in der Tageszeitung abgedruckt. Seit Jahren kämpft die Expertin dafür, Ambulanzen nach diesem Vorbild an jeder großen Klinik in Österreich einzurichten. Doch ihr Appell scheitert an der banalen Kostenfrage. Denn die Krankenkassen weigern sich, für medizinisch-forensische Untersuchungen zu bezahlen, wenn nicht automatisch Anzeige erstattet wird. Doch ein solcher Anzeigezwang würde Betroffene abschrecken. Und jedes Zögern vernichtet wiederum Spuren: „Das Wichtigste ist für uns, dass wir früh genug gerufen werden, um Beweise sichern zu können.“ Die Grazer Ambulanz wird daher über das Ludwig Boltzmann Forschungsinstitut mitfinanziert.

„Wir verhandeln.“ In Tirol will man nun diese Idee aus Graz aufgreifen. Soziallandesrat Gerhard Reheis

UPC


© 6020/RATHMAYR

(SPÖ) hat im Juli, anlässlich der Revisionsverhandlungen im Fall Luca, angekündigt, dass an der Klinik Innsbruck eine Gewaltschutzambulanz eingerichtet wird. Zwei Monate später relativiert er: „Wir sind am Verhandeln. Noch ist das alles zu wenig konkret, um etwas sagen zu können.“ Reheis verweist auf seine Kollegen von der ÖVP: Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, der für die Bereitstellung von Infrastruktur an der Klinik sorgen müsse. Und Finanzlandesrat Christian Switak, der im September im Rahmen der Budgeterstellung für 2011 erst die Mittel für das Projekt Gewaltschutzambulanz freigeben müsse. Auch mit den Krankenkassen laufen die Gespräche noch, so Reheis. Immerhin hat eine Mitarbeiterin der Innsbrucker Gerichtsmedizin bereits ein sechsmonatiges „Praktikum“ bei Kathrin Yen in Graz absolviert, um deren Arbeitsweise kennenzulernen. Die Gewaltschutzambulanz steht und fällt also mit dem Willen der zuständigen Politik. Bleibt zu hoffen, dass man sich schnell einig wird, bevor ein neuer Fall Luca passiert. q

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Gerhard Reheis: „Noch ist wenig konkret.“

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“ n l e g e R t h c u a r b s E „ Nur noch wenige Veranstaltungen sollen künftig in der neu gestalteten Maria-Theresien-Straße stattfinden dürfen. Der Streit darüber, was Von Florian Gasser sein darf und was nicht, ist vorprogrammiert.

E

ine zum Konsumtempel umgestaltete, scheintote Maria-Theresien-Straße oder eine sinnvolle Einschränkung von Veranstaltungen im Stadtzentrum? Kurz vor der Sommerpause gingen die Wogen im Rathaus hoch. Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer legte dem Stadtsenat „Richtlinien für Veranstaltungen in der nördlichen Maria-Theresien-Straße“ vor. Einen restriktiven Weg, nur noch wenige genehmigte Veranstaltungen in der neu gestalteten Fußgängerzone und eine Verbannung der abgestellten Fahrräder in die Seitenstraße kündigte Oppitz-Plörer an. Ein fremdbestimmter, öffentlicher Raum, in dem

nicht mehr sein darf, was nicht genehm ist? Werbe- und Marktstände, Parteiveranstaltungen, Infostände von Religionsgemeinschaften und NGOs, Sportveranstaltungen, Staffeleimaler und karitative Stände – künftig alles verboten? So ganz versteht die Bürgermeisterin die Aufregung nicht. „Die Straße braucht Regeln für möglichst wenig Veranstaltungen“, sagt sie. Die neue Fußgängerzone sei für viele bereits zum zweiten Wohnzimmer geworden, zu einem Flanier- und Aufenthaltsplatz, und „in diesem schönen Angebot soll keine ununterbrochene Beschallung stattfinden.“ Noch ist die Richtlinie nicht beschlossen,

die Gemeinderatsklubs beraten derzeit darüber. Zu diskutieren wird es noch einiges geben. Selbst der Koalitionspartner SPÖ zeigt sich nicht erfreut über das vorgelegte Papier. „Das ist schon sehr restriktiv und teilweise auch nicht verfassungskonform“, sagt Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter. „Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut und kann nicht mit einer einfachen Verordnung aufgehoben werden.“ Trotzdem ist sie ebenso wie ihr Parteikollege Walter Peer der Überzeugung, dass es gewisse Einschränkungen brauche. „Die Straße soll etwas Gemütliches sein. Eine überfüllte und überfrachtete Straße möchte ich nicht haben.“


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genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. „Anhand des in Innsbruck zur Debatte stehenden neuen Regelwerks wird ein aktueller Trend bestätigt. Nämlich, dass hier politisch versucht wird, ‚konkurrierende‘ mediale Interessen in öffentlichen Räumen, wie zum Beispiel jene von NGOs oder karitativen Organisationen, im Rahmen des Aufmerksamkeitswettbewerbs auszugrenzen“, sagt Knierbein. „Das aber widerspricht einer pluralistischen Nutzung öffentlicher Räume und beeinträchtigt damit nachhaltig ihre ureigenste Qualität“. Ausgearbeitet wurde die Innsbrucker Richtlinie von der Magistratsabteilung für Wirtschaft und Tourismus in Zusammenarbeit mit der Stadtmarketinggesellschaft, dem Tourismusverband und Unternehmensvertretern. „Diese Tatsache zeigt einen weiteren Trend, nämlich, dass Städte versuchen, sich im Sinne einer ‚Entrepreneurial City‘ als Unternehmen zu vermarkten“, sagt Knierbein. „Die Stadt aber ist kein Unternehmen, sondern ein komplexer gesellschaftlicher Zusammenhang, der nicht allein wirtschaftliche Aspekte, sondern vielfältige Anforderungen und Denkdimensionen vereinen muss.“

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„Schöner Wohnen“.

Stichwort Stadtimage. Die Tendenz der Politik, das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums zu bestimmen, ist auch in anderen Städten erkennbar. „Man versucht, über ästhetische und gestalterische Aufwertung ein neues Stadtimage zu transportieren“, sagt Sabine Knierbein vom Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. „Das geht aber oft zu Lasten anderer Aspekte der Stadtentwicklung.“ Die Bedeutung öffentlichen Raums habe in den vergangenen 20 Jahren einen grundlegenden Wandel durchlaufen. Er wird zunehmend strategisch

Für die grüne Stadträtin Uschi Schwarzl ist die Richtlinie „erschreckend“. Sie stehe für ein autoritäres Politikverständnis, einer Klientelpolitik und einer Umgestaltung der Innenstadt zu einem „postkartengerechten Wohnzimmer aus dem ‚Schöner-Wohnen‘-Katalog“. Doch ganz so restriktiv wie noch im Juli klingt Oppitz-Plörer heute schon nicht mehr. „Jeder muss in der Maria-Theresien-Straße Platz haben“, sagt sie und meint damit auch Veranstaltungen, die in der Vorlage noch ausgeschlossen sind. Aber: „Nicht jeder soll tun können, was er will. Es braucht Regeln.“ Bleibt die Frage, was „Stadt“ ist. Wer entscheidet, was zu einer Stadt passt und was nicht. „Es ist widersprüchlich, wenn der soziale Zusammenhalt in den Städten, speziell in öffentlichen Räumen, gefördert werden soll und dann NGOs und karitative Stände ausgeschlossen werden. Im Gegenzug werden aber die wirtschaftlichen und staatlich-medialen Rollen einer Straße derart stark betont“, sagt Sabine Knierbein. Eine lebendige Öffentlichkeit werde mit einer lebendigen Stadt verbunden und nicht mit einer thematisch zugespitzten Gestaltung. „Diese Art von Innenstadtkonstruktion ist sicher zu einseitig.“ q

Die Richtlinie im Wortlaut Grundsätzlich mögliche Veranstaltungen: • Ausgewählte (temporäre) Gelegenheitsmärkte (wie Christkindlmarkt) • Vereinzelte, insbesondere vom TVB organisierte, Promenadenkonzerte • Kleinkonzerte (u. a. Pianoabende, Jazzkonzerte ohne Verstärker) im Rahmen der Gastgartensaison • Traditionsveranstaltungen wie Fasching, Stadtfest, Festumzüge • Vereinzelte und bereits bewährte Sportveranstaltungen, die insbesondere von der IMG (Stadtmarketing Innsbruck) organisiert werden, wie Silvesterlauf, Stadtlauf • Ausgewählte Veranstaltungen von den in der Maria-Theresien-Straße angesiedelten Unternehmen (Geschäftseröffnungen, Firmenjubiläen, Modeschauen) • Sonderveranstaltungen wie Empfänge, Feste oder Großkonzerte bedürfen jeweils einer individuellen Beurteilung sowie einer Genehmigung durch den Stadtsenat

Nicht genehmigungsfähige Veranstaltungen: • Promotionsveranstaltungen und Produktwerbungen (Werbestände) • Ausschließliche kommerzielle Veranstaltungen • Verkaufsveranstaltungen (Marktstände) • Regelmäßige Großmärkte im Sinne der IMO (Innsbrucker Marktordnung) • Parteiveranstaltungen • Informationsveranstaltungen (wie Infostände von NGO, NPO, Religionsgemeinschaften) • Karitative Stände • Sportveranstaltungen • Staffeleimaler


Wald der Zukunft Der Wald um Innsbruck verändert sein Aussehen. Was auf den ersten Blick wie ein großflächiges Waldsterben aussieht, ist in Wirklichkeit die Von Klaus Erler Beseitigung von altem und krankem Baumbestand.

Der Innsbrucker Wald Die Gesamtfläche des Bezirks Innsbruck-Stadt beträgt 10.500 ha, rund 46 % davon bestehen aus Wald. Die Stadt Innsbruck besitzt 31 % dieses Waldes, den Österreichischen Bundesforsten gehören 34 %, 1500 Waldbesitzer teilen sich 28 % des Waldes, der Rest (7 %) ist im Besitz von Agrargemeinschaften. Der Innsbrucker Wald besteht zu 60 % aus Schutzwald und zu 40 % aus Wirtschaftswald. Jährlich werden 15.000 Kubikmeter Holz geerntet, das entspricht genau dem Anteil des jährlichen Zuwachses.

I

mmer wieder ist Ephräm Unterberger mit höchst emotionalen Anfragen verunsicherter Stadtbürger konfrontiert. Als Stadtförster ist er verantwortlich für die drastischen Veränderungen im Innsbrucker Naherholungsgebiet Nummer eins: dem Wald. Erst kürzlich wurden 800 Bäume an der Schlossstraße und 2000 Bäume auf der Straße nach Vill geschlägert, die Steige Richtung Lanser See und auf die Höttinger Alm führen inzwischen an großen Schlagflächen vorbei – da bleiben erschrockene Reaktionen von Waldbesuchern nicht aus. Ephräm Unterberger muss weit ausholen, um zu erklären, was zur Zeit mit dem Innsbrucker Wald geschieht – zurück bis ins Mittelalter. Damals zog sich rund um Innsbruck ein Eichen-Linden-Mischwaldgürtel, Fichten waren erst in höheren Lagen anzutreffen. Durch die rege Bautätigkeit der aufstrebenden Stadt und den Bergbau gab es damals einen zunehmenden Bedarf an Bauholz: Immer mehr Fichten wurden rund um Innsbruck angepflanzt, sie begannen den Wald zu dominieren und zerstörten dessen natürliches Gleichgewicht.

Kampf dem Borkenkäfer. Zeitlicher Sprung ins 21. Jahrhundert: Der Innsbrucker Forst ist überaltert, in straßennahen Lagen vom Streusalz angegriffen und von der Rotfäule bedroht. Vor allem aber profitiert der Fichtenborkenkäfer von der Monokultur an Fichten. Wenn jetzt der Wald vom

Stadtforstamt „klimafit“ gemacht wird – wie es die allerorts im Wald platzierten Plakate verkünden –, dann geht es vor allem darum, diesem Schädling die Lebensgrundlage zu entziehen. Denn der Käfer vermehrt sich umso besser, je wärmer das Klima wird und je mehr toter Baumbestand vorhanden ist. In Zukunft soll er keine großen Flächen mit potenzieller Nahrungsbrut und damit auch keine Zerstörungsflächen mehr vorfinden. Damit dieser Plan funktioniert, fällt das Stadtforstamt neben dem kranken Baumbestand auch Bäume, die zwar momentan noch gesund sind, in naher Zukunft allerdings in großer Gefahr wären, Opfer von Wind, Wetter und Borkenkäfern zu werden. Wie das dann aussehen könnte, ist derzeit in Salzburg und in der Steiermark zu beobachten, wo große Waldflächen durch Borkenkäferbefall zu sterbenden Landstrichen werden. Zur Beruhigung der Gemüter: Die im Innsbrucker Wald entstehenden Lücken werden mit neu gepflanzter Eiche, Kirsche, Edelkastanie, Walnuss, Esche und Ahorn gefüllt. 150.000 Setzlinge brachte das Stadtforstamt allein in den letzten sieben Jahren in den Innsbrucker Wald ein. Eine gewaltige Anstrengung, die oft schwer zu kommunizieren ist, da den Waldbenützern hauptsächlich die Schlagflächen ins Auge fallen. Den Erfolg der Bemühungen von Ephräm Unterberger wird man wohl erst in einigen Jahrzehnten sehen können – wenn Innsbruck aller Voraussicht nach wieder von einem naturnahen, gesunden Laubmischwald umgeben sein wird. q

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„KANN BERUHIGEN“. Stadtförster Ephräm Unterberger

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b o j ß i e Sch

Politiker?

JUNGES BLUT. Lucas Krackl (30, rechts im Bild) sitzt für die Liste „Für Innsbruck“ im Innsbrucker Gemeinderat, Martin Hof (32) für die Grünen.

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Politiker haben einen schlechten Ruf und sind an allem schuld. Von Florian Gasser Wer möchte sich überhaupt noch wählen lassen?


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„Wie soll ein Politiker ehrlich sein, wenn er immer an seinen Hintergrund und an gewisse Strukturen gebunden ist?“

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olitiker sind doch oft nur gescheiterte Manager, die in der Privatwirtschaft keine Chance haben“, sagt Florian Lang fast verächtlich. Der 18-Jährige war vergangenes Jahr Landesschulsprecher, galt als politische Nachwuchshoffnung und möchte inzwischen nichts mehr damit zu tun haben: „Von der Bürokratie angefangen bis zu den ganzen Mauscheleien, das will ich einfach nicht. Mir kommt vor, es ist ein ziemlich unehrlicher Job.“ Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß sind laut Max Weber die drei Eigenschaften, die Voraussetzung für einen Politiker sind. 1919 hielt der deutsche Soziologe seine berühmte Rede „Politik als Beruf“, deren Inhalt auch heute noch als Maßstab gilt. Doch von dem einst noblen Bild des Politikers ist nur mehr wenig übrig. Das Image der Volksvertreter ist im Keller, fast 90 Prozent vertrauen Politikern laut verschiedenen Umfragen wenig bis gar nicht. Sie sind damit das Schlusslicht in der Rangliste, noch hinter Journalisten und Autoverkäufern.

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Wer will sich das überhaupt antun? Die Politiker und ihre Bürger haben sich entfremdet, nicht nur in der hohen Bundespolitik, auch auf regionaler Ebene. 44.000 gewählte Mandatare gibt es in Österreich, der Großteil arbeitet nebenberuflich als Volksvertreter. Was ist mit ihnen geschehen? Waren sie früher angesehene Persönlichkeiten, gelten sie heute nicht selten als machthungrige, überbezahlte Populisten, die wenig arbeiten und für den kleinsten persönlichen Vorteil einen maximalen Kollateralschaden am Gemeinwohl in Kauf nehmen. Der Nachwuchs in den Parteien ist gering. Sind Positionen zu besetzen, so ist kein Gerangel mehr darum, sondern es stellt sich die schlichte Frage: „Wer will sich das überhaupt antun?“ Die Politiker und ihre Bürger haben sich entfremdet, nicht nur in der hohen Bundespolitik, auch auf regionaler Ebene. Politiker zu werden, können sich nur noch wenige vorstellen und diejenigen, die es doch machen, stellen sich nicht selten die Frage: „Warum mache ich das überhaupt?“

FLORIAN LANG

Arbeit verkaufen können. „Wie soll ein Politiker ehrlich sein, wenn er immer an seinen Hintergrund und an gewisse Strukturen gebunden ist?“, fragt sich Florian Lang. Dass es in der Politik nicht nur um die Sache geht, hat auch Lucas Krackl schnell gemerkt. Der 30-Jährige sitzt seit Juni 2009 als jüngster Abgeordneter für die Liste „Für Innsbruck“ im Gemeinderat. „Auch gute Ideen werden grundsätzlich geändert, wenn sie von einer anderen Seite kommen“, sagt Krackl. Über die Österreichische Hochschülerschaft kam der Betriebswirt zur Politik. Interessiert habe er sich schon immer dafür, erzählt er. Doch der lange Weg durch die Parteiinstitutionen, der nötig ist, um in eine Position mit Gestaltungskraft zu kommen, war ihm zuwider. Eine Bürgerliste wie „Für Innsbruck“ kam ihm da gerade recht. Dass in der Politik nicht nur zählt, wer arbeitet, sondern vor allem, wer seine Arbeit verkaufen kann, wurde ihm nach einigen Monaten klar. Journalisten haben ihn selten angerufen, sein Konterfei war nie in Zeitungen zu finden. „Ich habe plötzlich gemerkt, dass ich seit fast einem Jahr im Gemeinderat bin und mich keiner kennt“, sagt er. „In der Auslage zu stehen, gehört einfach dazu.“ Auf das Spiel mit den Medien müssen sich alle Politiker einlassen, ob es ihnen gefällt oder nicht. Für viele eine Zwickmühle: „Auf der einen Seite muss man schauen, dass das Gesicht bekannt wird, andererseits habe ich auch gern meine Ruhe“, sagt der grüne Gemeinderat Martin Hof. Der zweitjüngste Abgeordnete sitzt im Garten einer Pizzeria und überlegt, wie es kommen konnte, dass sein Beruf für viele so unattraktiv geworden ist. „Das Bild eines Politikers ist schon seltsam. Du sollst immer ein Aushängeschild sein, fast schon steril. Doch wir sind auch nur Menschen, mit Fehlern wie jeder andere auch. Wenn wir aber nicht dem überhöhten Idealtypus entsprechen, kommt das genauso falsche Gegenbild heraus: der Politiker, der entweder unfähig ist oder es sich selbst richtet und korrupt ist“, sagt Hof.

Frage der Macht. „Politik“, sagte einmal der deutsche SPD-Politiker Wolfgang Thierse, „verleiht ihren Akteuren ein Gefühl von Wichtigkeit, die über alles hinausgeht, was sie in den

Politikergehälter in Innsbruck • Bürgermeister(in):

13.894,80 Euro • Bürgermeisterstellvertreter hauptberuflich:

11.115,90 Euro nicht hauptberuflich:

8336,90 Euro ohne Geschäftsführung:

5557,90 Euro • Amtsführender Stadtrat: hauptberuflich:

9726,40 Euro nicht hauptberuflich:

6947,40 Euro • Stadtrat ohne Amtsführung:

3473,70 Euro • Gemeinderat:

1667,40 Euro (Angaben in brutto ohne Pensionsabzüge)


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„In der Zeitung abgeurteilt zu werden gehört ebenso dazu wie heftige Auseinandersetzungen. Wer das nicht aushält, der kann daran schon zerbrechen.“ ROMUALD NIESCHER

FASZINATION MACHT. Romuald Niescher kennt das Gefühl des Machtverlusts: „Ich war wie eine Lokomotive, die nichts mehr zu ziehen hatte.“

meisten anderen Berufen erfahren würden. Tagtäglich werden sie in ihrer Bedeutung bestätigt, und sei es nur durch Kritik.“ Es geht um Macht und deren Ausübung. Das sei etwas Großes und Faszinierendes, sagt Romuald Niescher. Elf Jahre lang war der 77-Jährige Bürgermeister von Innsbruck, bis er 1994 nach einer parteiinternen Schlammschlacht abgewählt wurde. „Mit der Macht umzugehen ist schwierig. Viele Politiker verfallen ihr, setzen sie falsch ein, ja, missbrauchen sie sogar“, sagt Niescher. Kommunalpolitiker zu sein, sei für ihn der wohl spannendste Beruf, den man sich vorstellen kann, auch wenn ein gutes Nervenkostüm berufliche Voraussetzung ist: „In der Zeitung abgeurteilt zu werden gehört ebenso dazu wie heftige Auseinandersetzungen. Wer das nicht aushält, der kann daran schon zerbrechen.“ Die Unattraktivität des Berufs schreibt er nicht nur den Medien zu, die „ihn schlecht gemacht haben“, sondern durchaus auch den Akteuren selbst. „Politiker sind selbst schuld an ihrem Bild, sie probieren auch gar nicht, es zu ändern“, sagt Niescher, der durchaus versteht, dass viele das Vertrauen in ihre gewählten Vertreter verloren haben. „Wenn einer in Sonntagsreden die Familie hochhält und jeder weiß, dass er drei fixe Freundinnen nebenbei hat, dann trägt das natürlich zu keinem guten Bild bei.“ Den rationalen Blick auf den Beruf „Politiker“ hat so gut wie niemand mehr, ist Martin Hof überzeugt. „Das kommt einfach von dieser Überhöhung des Politikers, der immer ein Aushängeschild für etwas sein soll.“ Und die wenigen, die es nicht so sehen, würden sich fragen, warum sie sich das überhaupt antun sollten.

„Das Spiel verstehen“. Würde Lucas Krackl gefragt, ob er Stadtrat werden möchte, würde er vermutlich schon länger überlegen. Auch wenn er es sich der-

zeit nicht vorstellen könnte: „Man gibt unglaublich viel auf: Die gesamte Freizeit und die Privatsphäre sowieso.“ Er möchte auch nicht von der Politik abhängig sein, denn wer als Berufspolitiker abgewählt wird, der hat es oft gar nicht mehr so leicht, einen anderen Job zu finden. Die Ausbildung der heimischen Politiker ist unterschiedlich: Von Anwälten über Mediziner bis zu Polizisten und Busfahrern reicht die Palette der erlernten Berufe. Dazu kommen Studenten und auch Studienabbrecher, die ihre Ausbildung auf Eis gelegt haben, sobald sie ihr erstes Mandat erhielten. Das politische Geschäft müssen sie als Autodidakt lernen. „Um das Spiel zu verstehen, habe ich schon eine Zeit lang gebraucht“, sagt Martin Hof, der sein Jusstudium derzeit auf Eis gelegt hat. „Ich hatte harte Auseinandersetzungen mit Christoph Platzgummer und oft ein mulmiges Gefühl dabei. Irgendwann lernt man dann, diese Konflikte nicht persönlich zu nehmen, auch wenn sie natürlich in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden und in der Zeitung dann steht: ‚Hof hat keine Ahnung‘.“ Politik ist faszinierend. Die Macht zu verändern, hat viele in ihren Bann gezogen. Doch es ist eine geliehene Macht und wird sie wieder genommen, folgt nicht selten der tiefe Fall. „Ich hatte eine schwierige Zeit“, sagt Romuald Niescher über die Monate nach seiner Abwahl 1994. „Die Niederlage traf mich nicht unvorbereitet, aber der Verlust der Macht war nicht einfach. Ich war wie eine Lokomotive, die nichts mehr zu ziehen hatte.“ Auch Florian Lang fand das Hineinschnuppern in die Politik spannend. Doch das Kapitel hat er abgeschlossen. Zwar ist er Mitglied der ÖVP-nahen Schülerunion, doch die Partei, in der er sich wohlfühlen würde, müsste erst gegründet werden. Viel zu abhängig von der Wirtschaft seien die Parteien und deren Vertreter. „Und richtige Persönlichkeiten mit echten Werten sind nur noch die wenigsten.“ q


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Interview

„Es ist ein Beruf, keine Berufung“ Reinhold Gärtner, Politikwissenschaftler und Autor des „Politiklexikon für junge Leute“, über das schlechte Image des Politikbetriebes und mangelnde Nachwuchsarbeit der Parteien.

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olitiker zu werden, ist für immer weniger Jugendliche eine Option. Wird das noch zu einem Problem? GÄRTNER: Ja, und man merkt es auch schon bei Wahlen. Etwa, wenn in einer Tiroler Gemeinde nur schwer ein Bürgermeisterkandidat gefunden wird. Der Anteil derer, die politisch aktiv werden wollen, ist sehr gering. Das muss attraktiver werden

Sind die Jungen zu politikverdrossen? Nein, es sind eher die Parteien, die nicht mehr ziehen. Es gibt für die meisten spannenderes als zur Jungen Volkspartei oder anderen Parteiorganisationen zu gehen. Aber politisch interessiert sind sie trotzdem, nur anders als früher, in Bürgerinitiativen etwa. Die Parteien müssen sich etwas überlegen. Die jüngste Abgeordnete im Nationalrat ist 29, der jüngste im Innsbrucker Gemeinderat 30, das ist doch absurd und zeigt, wie wenig ernst die Parteien das Problem nehmen.

Was macht den Politikberuf so unattraktiv?

Einiges. Wegen des Geldes braucht man nicht in die Politik gehen. Man wird dazu noch für alles verantwortlich gemacht, die Eigenverantwortung der Bürger bleibt auf der Strecke, der Politiker ist grundsätzlich schuld. Und das schlechte Image wird auch von den Medien gefördert, die nur berichten, wenn es etwas Skandalträchtiges zu erzählen gibt. Gerade auf Gemeindeebene, wo viele ehrenamtlich oder für eine geringe Aufwandsentschädigung politisch aktiv sind, werden dadurch viele vergrault.

Bei vielen Berufspolitikern hat man das Gefühl, es wäre ihnen geradezu unangenehm, keinen anderen Beruf zu haben. Politik ist ein Beruf und keine Berufung. Das muss erlernt werden, wie alles andere auch. Es ist doch nichts dabei, wenn etwa ein Wolfgang Schüssel seit seiner Jugend Politiker ist. Aber es mangelt einigen Politikern hier auch am Selbstbild, die sind oft nicht sonderlich überzeugt von sich selbst. Vielen Dank für das Gespräch. q

Könnte das Image aufpoliert werden? Wenn man das wirklich möchte, sind alle gefragt: Die Medien, die Bürger und die Politiker selbst. Warum muss alles von der Gegenseite grundsätzlich abgeändert werden? Man kann auch Kompromisse verkaufen. Aber natürlich gibt es in einigen Parteien Rabauken, hier fällt mir vor allem die FPÖ ein, mit denen Kompromisse nur schwer zu schließen sind und man muss sich manchmal fragen, welches Niveau in der Politik inzwischen Einzug gehalten hat.

Reinhold Gärtner: „Politiklexikon“, Jungbrunnen Verlag, 25,90 Euro.

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s a d ’ h c a m h Ic

jetzt selbst

Die eigenen Ideen zu verwirklichen, bleibt meist ein unerfüllter Traum. Doch immer mehr Menschen Von Florian Gasser wagen den Sprung in die Selbstständigkeit, auch in Zeiten der Krise.

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em Chef „Adieu“ sagen und die eigenen Visionen umsetzen. Für viele ein Traum. Michael Schiestl hat ihn verwirklicht. „Anfangs war es ein reines Hobby“, sagt der Geschäftsführer der Innsbrucker Softwareschmiede Clockstone. Als Student begann er, ein Computerspiel zu entwickeln. Gemeinsam mit Freunden werkte er im Haus seiner Eltern daran herum. „Doch das Ding wurde immer größer und plötzlich standen wir mit einem fast fertigen Spiel da. Also dachten wir uns: Das muss auf den Markt.“ Vor

vier Jahren gründete er schließlich das Unternehmen. „Avencast: Rise of the Magic“ kam auf den Markt und fand international Anklang. Heute sitzt der 30-Jährige in seinem Büro in Saggen, die Füße stecken in Hausschuhen und eine kurze Hose schlabbert an den Beinen. Sein Schreibtisch steht auf zwei Holzböcken, hinter ihm hängt ein Teppich an der Wand, die Computer erfüllen den Raum mit einem leisen Surren. Sechs Personen arbeiten derzeit für Clockstone. Auf einem Tisch an der Wand stehen die Verpackungen der Spiele, die die Firma bis

jetzt entwickelt hat. Einige davon wurden sogar in andere Sprachen übersetzt. Auch eine russische und eine chinesische Version von Avencast sind hier zu finden. Einen Job bei einer Softwarefirma hätte Schiestl wohl problemlos bekommen. Doch das Mekka der Spieleindustrie ist Kalifornien, und weg wollte er nicht. Aber nicht nur das: „Ich wollte selbst ein Spiel auf die Beine stellen, meine eigenen Ideen umsetzen. Auch wenn ich als angestellter Programmierer bei einer Firma finanziell sicher besser dastehen würde – ich möchte mein eigener Chef sein.“


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sich. Seit dem Jahr 2000 werden in Tirol fast jährlich über 2000 Firmen gegründet. Mitte der 1990er gab es noch um ein Viertel weniger Gründungen. 70 Prozent von ihnen existieren auch noch nach fünf Jahren. Eine Ursache für den verstärkten Weg in die Selbstständigkeit ist mitunter die veränderte Situation am Arbeitsmarkt: Lebenszeitposten sind rar geworden. Von der Wiege bis zur Bahre in derselben Firma zu arbeiten, das hat mit der modernen Arbeitswelt nur noch wenig zu tun. Das Sicherheitsgefühl als Angestellter ist passé.

Motive für die Selbstständigkeit:

„Als Selbstständiger bin ich selbst dafür verantwortlich, wie es meiner Firma und damit meinem eigenen Arbeitsplatz geht.“

66,7 %

WOLFGANG TEUCHNER

„Ich möchte mein eigener Chef sein“

59,5 % „Ich möchte die Verantwortung, die ich als Angestellter trage, selbst tragen“

„Ich möchte mir ein zweites Standbein aufbauen“

21,7 % „Durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe ich in der Selbstständigkeit eine Alternative gesehen“

36,2 % „Ich wollte in der Zeitund Lebensgestaltung flexibler sein“

58 %

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„Routine ist langweilig“.

VOM HOBBY ZUM BERUF. Einen Job bei einer Softwarefi rma hätte Michael Schiestl problemlos bekommen – in Kalifornien. Jetzt ist er sein eigener Chef – in Innsbruck.

Wirtschaftskrise als Ideenmotor. „Der eigene Chef zu sein, ist eines der Hauptmotive für die Selbstständigkeit. Und natürlich auch, dass ein Angestellter oft seine eigenen Visionen und Ideen nicht verwirklichen kann“, sagt Wolfgang Teuchner vom Gründerservice der Wirtschaftskammer. Auch, oder vielleicht gerade in Krisenzeiten, entstehen viele zündende Ideen. „Eine Wirtschaftskrise bringt Menschen oft dazu nachzudenken, was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen wollen, und zu reflektieren, wo sie derzeit stehen und wo sie hinwollen.“ Deshalb brachten die letzten Jahre trotz schwieriger Wirtschaftssituation auch keinen Einbruch bei den Gründungszahlen mit

„Heute sperre ich spätestens um drei zu und fahre an einen See.“ Evelyn Wind lacht. Sie sitzt auf den Stufen vor dem „Curious“, ihrem Secondhand-Geschäft in der Höttingergasse. In dem kleinen Raum ist es eng, überall hängen Klamotten dichtgedrängt auf Kleiderständern. Eine ausgemusterte Telefonzelle dient als Umkleidekabine. Im hinteren Teil stehen Bücher und Schallplatten auf Regalwänden, dazwischen ein alter Plattenspieler. In der Luft liegt der Geruch, den nur SecondhandGeschäfte verströmen: Eine Mischung aus vergilbtem Papier, Holz, Kleidung und anderen Dingen, die darauf warten, wiederentdeckt zu werden. Das Interieur hat sie größtenteils selbst gebaut. Evelyn Wind nippt an einer Tasse Kaffee und ist müde. Es ist brütend heiß, nur wenige Kunden verirren sich heute hierher. Ursprünglich absolvierte die 37-Jährige eine Tischlerlehre, doch die Bezahlung war schlecht. „Und ich konnte mein Potenzial in diesem Beruf nicht ausleben.“ Vor acht Jahren eröffnete sie schließlich ihr eigenes Geschäft. „Sobald in einem Job Routine eingekehrt ist, war ich nicht mehr glücklich“, sagt sie. „Wenn es mir heute zu langweilig wird, stelle ich den Laden aufs Neue um, gestalte ihn, so wie es mir gefällt, und hin und wieder organisiere ich eine Modenschau, ein Fest oder auch ein Konzert.“ Auf die Idee für ihr Geschäft kam sie in Wien. „Mode

„Ich wollte mein Einkommen steigern“

56,5 %

Ausbildung der Selbstständigen: 65 % der Selbstständigen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung (BHS, Lehre, Meisterprüfung). 10,14 % sind Absolventen von Fachhochschulen und lediglich 1,45 % haben einen Universitätsabschluss. 60 % waren vor ihrer Selbstständigkeit in einem Angestelltenverhältnis in der Privatwirtschaft tätig, davon rund ein Drittel in leitenden Positionen.


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„BIN AM SEE“. Evelyn Wind hat sich mit ihrem Secondhand-Laden „Curious“ in der Innsbrucker Höttingergasse einen Traum verwirklicht. „Ich mag keine Routine im Job“, sagt sie.

„Hier sah ich eine Marktlücke und meine Chance, etwas zu machen, das ich wirklich machen möchte“

EVELYN WIND

hat mich immer interessiert, aber nicht von der Stange, sondern Unikate. Für Designerstücke hatte ich kein Geld, deshalb ging ich viel in Secondhand-Läden.“ Zurück in Innsbruck führte die Suche ins Nichts. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Antiquitätengeschäften, für Kleidung jedoch nur wenig. Gut überlegt sollte der Schritt in die Selbstständigkeit allemal sein. Wer keine innovative Idee anzubieten hat, der wird es schwer haben, sich gegen bereits bestehende MODE UND GASTRONOMIE. „Ich hab mir in jeder Firma gedacht: Ich würde das anders machen.“ Vor einigen Monaten hat sie ihr eigenes Modecafé „Taminda“ eröff net.

durchzusetzen. „Ich muss wissen, was ich anbiete und wer meine Kunden dafür sind“, sagt Wolfgang Teuchner. Auf den ersten Blick eine Binsenweisheit, die aber oft übersehen wird. „Und natürlich muss auch in die Zukunft geplant werden.“ Doch die zündende Idee alleine reicht noch lange nicht aus. Auch um die Beschäftigung mit schnöder Betriebswirtschaftslehre wird man als künftiger Chef nicht herumkommen. Weiters muss man sich einen Über-

blick über die rechtlichen Rahmenbedingungen verschaffen, ein Marketingkonzept überlegen, eine vernünftige Finanzplanung erstellen und sich Gedanken über die Zukunft des eigenen Geschäfts machen. Auch wenn die meisten beim Gedanken daran zusammenzucken: Ein Business-Plan, in dem das alles festgehalten wird, ist mehr als nur eine Trockenübung für den eigenen Traum. „Auf viele wirkt das abschreckend, aber das ist gar kein so mystisches Ding, wie manche glauben“, sagt Teuchner. „Er ist unverzichtbar und sollte unbedingt auch Meilensteine für die nächsten paar Jahre enthalten, die erreicht werden müssen.“

Der Preis für die Freiheit. Eine Marktlücke sah auch Tamara Putz. Immer wieder stand die 26-Jährige in Modegeschäften und bedauerte schon fast die Männer, die von ihren Frauen dorthin geschleppt wurden und dann gelangweilt herumstanden. „Man müsste denen doch nur ein Bier hinstellen und die Welt wäre in Ordnung“, erzählt sie von der ursprünglichen Idee. Seit ihrer Schulzeit hat sie immer nebenbei im Gastgewerbe gearbeitet. Dazu kam ihre Leidenschaft für Mode und das Gefühl, es besser zu können als der jeweilige Vorgesetzte. „Egal in welcher Firma ich gerade war, ich habe mir immer gedacht: Ich würde das anders machen“, sagt sie. Seit März 2010 betreibt sie nun das Modecafé Taminda in Innsbruck. Im hinteren Teil ist Kleidung ausgestellt, der Großteil davon sind


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Aber das war me „Privatleben habe ich keines mehr. wusste, auf was ich mich einlasse.“ Einzelstücke von Designern aus der ganzen Welt. Auch im Gastronomiebereich im vorderen Teil legt sie Wert darauf, dass die Speisekarte möglichst polyglott gestaltet ist. Sie sitzt an der Bar, raucht eine Zigarette und wirkt rundum zufrieden, auch wenn der Betrieb derzeit ihr gesamter Lebensinhalt ist. „Privatleben habe ich keines mehr. Aber das war meine Entscheidung und ich wusste, auf was ich mich einlasse. Der nächste Mann in meinem Leben muss mich halt hier finden, zum Ausgehen habe ich keine Zeit“, sagt sie und lacht. Viele haben ihr anfangs gesagt, dass sie auf diese Weise nicht reich werden wird. „Aber das ist mir doch egal. Ich will nicht reich werden, ich will mein Ding durchziehen und das ohne Kompromisse. Der Geldfaktor zählt für mich nicht, sondern der ‚Happy-Faktor‘.“

„Bin an den See geflüchtet“. „Viele glauben, dass man mit einem eigenen Betrieb schnell reich wird. Aber das ist natürlich Blödsinn“, sagt Evelyn Wind. Finanziell hat sie öfters Kopfweh und die Arbeit geht auch nicht aus. Das sei eben der Preis für die Freiheit, das tun zu können, was sie möchte. „Ich bin meine eigene Frau und das ist etwas sehr Wertvolles und schon fast Unbezahlbares.“ Es ist auch der Preis für

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ine Entscheidung und ich TAM ARA PUTZ

den Zettel, den sie heute ausnahmsweise an ihrer Ladentür aufgehängt hat: „Ich bin an den See geflüchtet“. Für heute ist das Geschäft geschlossen – hitzefrei. Reich ist auch Michael Schiestl mit seiner Idee nicht geworden. Der Firmenchef lebt noch immer bei seinen Eltern. Anfang nächsten Jahres will er dort endgültig ausziehen. Der Markt für Computerspiele ist heiß umkämpft, und auf eine Firma aus Innsbruck hat niemand gewartet. „Natürlich müssen wir uns inzwischen auch überlegen, wie wir Geld verdienen“, sagt er. Die Zeiten, als er selbst und viele andere unbezahlt an Computerspielen tüftelten, sind vorbei. „Wir machen halt viel für Firmen und auch kleinere Spiele.“ Ein täglicher Balanceakt zwischen dem, was man tun möchte, und dem, was getan werden muss, damit die Kasse stimmt. Auch das Studium litt unter den Arbeitszeiten. Bis zu 60 Stunden wöchentlich sitzt er oft im Büro. Erst vor zwei Monaten hat er sein Mathematikstudium abgeschlossen. Trotzdem: Er bereut es nicht. „Karriere bedeutet für mich, selbst eine coole Idee zu haben und dann zu versuchen, diese konsequent umzusetzen.“ Selbst etwas auf die Beine zu stellen, ist für ihn eine größere Befriedigung als ein fixes und hohes Gehalt: „Ich will auf das, was ich mache, stolz sein können.“ q

Sparten: Gewerbe und Handwerk: 32,9 % Handel: 26,6 % Information und Consulting: 23,8 % Tourismus und Freizeitwirtschaft: 11 % Transport und Verkehr: 4,8 % Industrie: 0,8 % (Quelle für alle: Wirtschaftskammer Österreich)

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Essay

Wien bleibt anders 1899: „Wiener Blut, / Wiener Blut! / Was die Stadt / Schönes hat, / In dir ruht! / Wiener Blut, / Heiße Flut! / Allerort / Gilt das Wort: / Wiener Blut!“ – 1988: „Wiener Blut / Mit Mord und Totschlag hab‘n wir nix am Hut / Doch sind für eine Hetz wir immer gut / Für dich und mich in Wien.“ – 2009: „Seid ihr bereit / Seid ihr so weit / Willkommen in der Dunkelheit / In der Einsamkeit / In der Traurigkeit / Für die Ewigkeit.“ – Sie haben die Wahl. Zwischen Strauss, Falco und Rammstein. Zwischen Häupl und Strache, Vassilakou und Marek, Sonnleitner und Zach. Wien wählt am 10.10.’10. von Peter Plaikner

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ie Wiener wollen keine City-Maut, aber ihre Hausmeister wieder haben. Sie bekommen flächendeckend die Ganztagsschule, gehsteigsichernd den Hundeführerschein und wochenendlich die Nacht-U-Bahn. Monatelang prägen die Großposter zur Volksbefragung im Feber das Straßenbild. Ein Wunschkonzert. Denn dies ist die Stadt der Musik. Inklusive Misstöne. Nun beherrscht das „Wiener Blut“ die gefühlte Plakatlandschaft. Und auch wenn der Hauptdarsteller dazu gegelt und ölig in den CityDschungel grinst: Operette ist anderswo – z. B. 80 Kilometer weiter bei Herald Serafin in Mörbisch. Wiener Blut ernährte dort die Gelsen 2007. Heuer gab es den Zarewitsch. Doch Operette ist vorbei – am 29. August endeten die Seefestspiele. Jetzt spielt die Musik wieder in der Hauptstadt, aber es gibt kein Duell um Wien. H.-C. Strache findet nicht den richtigen, er vergreift sich bloß im Ton.

Strauss, Falco, Rammstein, Strache. „Mehr Mut für Wiener Blut – Zuviel Fremdes tut niemandem gut“, hat die FPÖ rund ums Konterfei ihres Führers gedichtet. Da ist sie wieder, die blaustichige Ignoranz der Geschichte: Johann Strauss’ Operette mit dem durchaus Multikulti-huldigenden Libretto des jüdischen Duos Viktor Leon und Leo Stein entstand aus der Zweitverwertung von Tanzstücken des schwer kranken Walzerkönigs und hatte erst nach dessen Tod 1899 eine finanziell katastrophale Premiere, die mitauslösend für den Selbstmord des Veranstalters war. Falcos „Wiener Blut“ von 1988 mit seinen Anspielungen auf den roten Netzwerk-„Club 45“ liegt inhaltlich schon näher, doch die gleichnamige Langspielplatte markierte den musikalischen Abstieg von Österreichs erfolgreichstem Popstar. Rammstein schließlich münzten ihr „Wiener Blut“ gar auf den Kriminalfall von Amstetten, und das dazu gehörende Album „Liebe ist für alle da“ landete in Deutschland auf dem Index jugendgefährdender Medien. Etwas viel schlechtes Omen für eine Wahlkampagne. Zu allem Überdruss

droht weiteres musikalisches Ungemach: Popfreund Strache wird in einem Internet-Spot mit „Blaue Augen“, einem Lied der einstigen Kultgruppe Ideal begleitet: „Deine blauen Augen sind phänomenal / Kaum zu glauben / Was ich dann so fühle / Ist nicht mehr normal.“ – Das ist textlich zwar nicht unpassend, stört aber den Berliner Verleger des Tophits von 1980.

Wien, Kärnten und der 10.10.’10. Den Chef der Freiheitlichen stört unterdessen eher, dass sein seit Jahresbeginn angekündigtes „Duell um Wien“ vorerst ein Wunschtraum bleibt. Der Gegner, die SPÖ unter Michael Häupl, hält den selbst ernannten Herausforderer noch locker in Schach. Dessen Umfragewerte sind geradezu peinlich weit entfernt vom angestrebten Ergebnis. Während die Gallup-Meinungsforscher ihn Mitte August auf 23 Prozent taxieren, gibt ihm das market-Institut nur 17 Prozent und sieht in der Momentaufnahme sogar eine absolute Mehrheit für die Sozialdemokraten. Für Strache ginge sich da auch in keiner Koalitionskonstellation ein Duell aus. 40 Tage vor der Wahl am 10.10.’10 gibt es zwar noch zu viele Unentschlossene für eine annähernd stichhaltige Prognose, doch sicher ist bereits die enorme nationale und internationale Aufmerksamkeit für diesen letzten größeren Urnengang vor der größten Wahlpause auf Bundes- und Landesebene in der Zweiten Republik. Der Kampf um Wien wird österreichweit sogar die Feiern zu 90 Jahre Kärntner Volksabstimmung an diesem Tag überlagern. Für ausländische Medien gilt die Kombination von blauäugigem Strache sowie braungewandeten Scheuchs und Dörflers an diesem Tag schon jetzt als gefundenes Fressen.

Vom Tiefststand zur Absoluten. Ein weiteres Bindeglied zwischen Wien und Klagenfurt bildet die ÖVP, die am 10. Oktober vor allem hoffen kann, unter der Wahrnehmungsschwelle zu bleiben. In Kärnten zwar mitregierend, hat sie in


Essay

keinem Bundesland so schlechte Ergebnisse erzielt wie hier (2005 nur 11,6 Prozent) und in der Hauptstadt. In Wien liegt die Talsohle der Volkspartei bei 15,3 Prozent aus jenem Jahr 1996, an das sogar die mächtige Sozialdemokratie nicht gern erinnert wird. 23 Monate nachdem er Helmut Zilk als Bürgermeister abgelöst hatte, führte Michael Häupl bei seiner ersten Wahl als Spitzenkandidat die SPÖ Wien in ihr All-Time-Low. 39,2 Prozent – noch weniger als die Tiroler Volkspartei bei ihrem Tiefststand von 2008 (40,5 Prozent). Die FPÖ dagegen erzielte damals ihr bis heute bestes Ergebnis in einem Landtag außerhalb Kärntens – 27,9 Prozent. „Wien darf nicht Chicago werden“: Der Slogan dazu ist heute noch in Erinnerung, der Spitzenkandidat wohl kaum: Rainer Pawkowicz. Es war die Hoch-Zeit des Jörg Haider – und seiner schärfsten Kritikerin. Dem Liberalen Forum unter Heide Schmidt gelang damals ihr einziger Einzug ins Stadtparlament. So wie sie bereits 1993 durch ihren Mandatsgewinn im niederösterreichischen Landtag der zweiten heutigen Regionalgröße die Nummer-1-Premiere verpatzt hatte. Erwin Pröll, damals sechs Monate im Amt, sorgte mit 44,2 Prozent für das bis heute schlechteste Ergebnis der dortigen ÖVP.

Das Maß aller Landtagswahlen. Mittlerweile ist der Vizekanzler-Onkel aus Radlbrunn das Maß aller Landtagswahlen, deren Reigen er im März 2008 mit 54,4 Prozent begonnen hat. Sein Antipode Häupl schließt ihn am 10. Oktober ab. Die Liberalen sind dann auch in Wien kein Thema mehr. Der Spitzenkandidat der Kommunisten heißt zwar Zach, aber Didi ist weder verwandt noch verschwägert mit dem LIF-SPÖJobhopper Alexander. Walter Sonnleitner versucht unterdessen dem BZÖ ein liberales Mäntelchen mit ORF-Gesicht umzuhängen. Doch den Einstieg in den Gemeinderat wird auch er nicht schaffen – laut allen Umfragen, die einhellig die ÖVP mit Christine Marek vor den Grünen mit Maria Vassilakou auf Platz drei eines Vier-Parteien-Landtags sehen. Dann ist regional und national Pause bis 2013. Die bundesweit größte Abstimmung davor wird die Innsbrucker Gemeinderatswahl 2012. Falls alle Koalitionen wie geplant halten. Falcos letztes Stück auf „Wiener Blut“ heißt „Do It Again“. q

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MEINUNG Minderwertigkeitskomplexe

Das Ende der Vernunft Das Terrorgesetz in Österreich ist eine Schande für den Rechtsstaat. von Florian Gasser • meinung@6020stadtmagazin.at

Die Einbürgerung von Christoph Waltz dient der Beruhigung der Volksseele. Sylvia Ainetter • s.ainetter@zielgruppenverlag.at

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hristoph Waltz ist Deutscher. Kurzzeitig erschütterte diese Horrormeldung die österreichische Seele – und stopfte das Sommerloch. Erinnern wir uns zurück, März 2010: Christoph Waltz bekommt den Oscar als bester Nebendarsteller. Die ganze Nation ist außer Rand und Band, obwohl viele den Namen „Waltz“ bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört haben. Vor seinem Oscargewinn wurde Christoph Waltz von Österreich weitgehend ignoriert, seine ersten Erfolge („Die Roy

Das nagt am nationalen Selbstbewusstsein: Waltz ist ausgerechnet ein „Piefke“. Black Story“ aus 1996, „Der Tanz mit dem Teufel“ aus 1994) feierte er in Deutschland. Aufgewachsen als Kind einer Wiener Theaterfamilie absolvierte er das Max-ReinhardtSeminar und ging hinaus in die Welt, um berühmt zu werden. Später wird gern erzählt, dass er für die Rolle in einem deutschen Film aufgrund seines wienerischen Akzents sogar synchronisiert werden musste. Der österreichische Oscar-Traum drohte aber nachträglich zu zerplatzen: Mitte August wurde bekannt, dass Waltz nicht die österreichische, sondern die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Abgesehen von dem tragischen Verlust eines großen Sohnes nagt vor allem eines am nationalen Selbstbewusstsein: Waltz ist ausgerechnet ein „Piefke“. Eine Lösung musste her. Schließlich kann es nicht angehen, dass da draußen einer mit dem Oscar rumläuft, wienerisch spricht, aber auf dem Papier ein Deutscher ist. Christoph Waltz, der sich nach eigener Aussage als Österreicher fühlt, zeigt sich genervt von dem Theater um seine Staatsbürgerschaft. Er lebt seit Jahren in Berlin und London, bald soll er einen US-Pass bekommen. Die Lösung der Staatsbürgerschaftsfrage ist keine existenzielle, sondern scheint der Beruhigung der Volksseele zu dienen. Im Eilverfahren wird Waltz nun auch auf dem Papier zum Österreicher. Ende gut. Alles gut. q

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üllkübel anzuzünden ist eine Straftat und gehört geahndet. Doch vier Studenten deshalb für sechs Wochen in Untersuchungshaft versauern zu lassen, ist absurd. Natürlich braucht es vernünftige Gesetze zur Terrorismusbekämpfung. Auch Österreich ist und war nie eine Insel der Seligen. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon wurde hierzulande der Antiterrorparagraph 278b eingeführt, nach internationalen Vorgaben und zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Dass er nun zur Abschreckung gegen hausgemachte Spinner eingesetzt wird, zeugt von Pseudohärte, Hilflosigkeit und einem erschreckenden Zustand des Landes. Schwammige Formulierungen im Gesetzestext erlauben es nun, unliebsame Organisationen problemlos in die Nähe der Mafia und des Terrorismus zu rücken. Die geplante Reformierung des Gesetzes wird das nur noch schlimmer machen. Die Rechtsanwaltskammer spricht gar von einer „rechtsstaatlich bedenklichen Entwicklung“, die hier „fortgesetzt“ wird. Die Vorschläge gehen weit über die reine Terrorismusbekämpfung

hinaus. Sollen Studenten, die Unihörsäle besetzen, plötzlich Terroristen sein? Auch eine Besetzung der Hainburger Au wäre bei dieser Gesetzeslage nicht mehr möglich. Selbst der Österreichische Gewerkschaftsbund könnte, bei entsprechender Auslegung, in den Geltungsbereich des Gesetzes fallen. Gefährlicher Terrorismus sieht anders aus. Der Terrorparagraph und die geplanten Änderungen sind ein Hohn für einen Rechtsstaat. Sie richten sich mehr gegen die eigene Zivilgesellschaft als gegen real existierende Bedrohungen. Umweltschützer, Tierschützer, Journalisten und viele andere könnten unter Terrorverdacht geraten. Das Ende jeglicher Zivilcourage wäre die Folge. Es gehe um Abschreckung, werden die Verfechter des Gesetzes nicht müde zu wiederholen. Terroristen werden sich aber wohl kaum damit von ihren geplanten Taten abhalten lassen, wenn in Wien ein paar durchgeknallte Zündler ins Gefängnis wandern. Wohl eher wird damit die Radikalität im eigenen Land genährt. Vernunft steckt keine mehr hinter der geplanten Gesetzesnovelle. Ein falsches Verständnis von Rechtsstaat allerdings schon. q

Wackere Überflieger Ein Aufsteiger lehrt die Fußball-Bundesliga das Fürchten. von Daniel Naschberger • d.naschberger@zielgruppenverlag.at

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omentaufnahmen sind – wie der Name schon besagt – nur von kurzer Dauer. Dafür können jene Augenblicke umso schöner sein. Wenn die Spieler, Betreuer und Fans des FC Wacker Innsbruck derzeit die Tabelle der österreichischen Bundesliga betrachten, müssen sie wohl ungläubig, aber überglücklich den Kopf schütteln. Denn der vermeintliche Underdog bringt das Establishment bislang gehörig ins Schwitzen: Nach sechs Spieltagen ist der Aufsteiger als einziges Team noch ungeschlagen und liegt auf dem zweiten Rang. So unglaublich es nun klingen mag: Das Aufeinandertreffen von Wacker und dem nicht minder überraschenden Tabellenführer SV Ried am 11. September ist das absolute Topspiel um den Platz an der Sonne. Mit den Erfolgen ist natürlich auch die Erwartungs-

haltung gestiegen, obwohl Trainer Walter Kogler und sein Team vor überzogenen Träumereien warnen. Die Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit sollten ein warnendes Beispiel sein: Als Wacker 2004 in die Bundesliga aufstieg, lag man nach neun Runden auf dem dritten Rang, danach begann der allmähliche Absturz. Die jetzige Mannschaft wirkt jedenfalls – auch aufgrund der starken Neuzugänge – überaus gefestigt und überzeugt mit knochenharter Abwehr und attraktivem Offensivspiel. Wer die Europacuphelden von Rapid 4:0 und die Austria auswärts 3:0 abwatscht, gehört ganz einfach nach oben. Dort wird die Luft zwar wieder dünner werden, aber jetzt gilt es vor allem eines zu tun – den Moment zu genießen. q


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Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe informieren

ivb.news


© GENERALI

Service

ARNo SChUChTER, Regionaldirektor der Generali für Tirol und Vorarlberg

Firstfeier in der CYTA Der neue Nordeingang der CYTA Shoppingwelt nimmt Formen an: Nur drei Monate nach dem Spatenstich konnte Anfang August zur traditionellen Firstfeier geladen werden. Nach altem Handwerksbrauch und guter Handwerkssitte wurde zur Dachgleiche auf der Baustelle „CYTA Eingang Nord“ der Firstspruch vorgenommen. Im Zuge der Neugestaltung wird der gesamte Bereich zwischen Parkhaus und Einkaufszentrum in das Einkaufszentrum integriert. Deutlich über 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf zwei Ebenen sind davon betroffen. Auch die Centerleitung wird bei dieser Gelegenheit in das EKZ integriert. Für das vier Millionen Euro teure Projekt zeichnen die Dornbirner Shoppingmall-Spezialisten des Atelier Bügelmayer verantwortlich. Die Fertigstellung soll planmäßig bereits diesen Herbst erfolgen. Zur offiziellen Eröffnung gibt es im November ein großes Fest.

Die Ängste der Österreicher Spitzenreiter: Krankheit und steigende Lebenshaltungskosten Wodurch fühlen sich die Österreicherinnen und Österreicher am stärksten bedroht? Laut „Generali-Zukunftsstudie 2010“ stehen eine schwere Krankheit, der Anstieg der Lebenshaltungskosten und die Kürzung von Sozialleistungen an der Spitze der Existenzängste.

15 Jahre Geschäftsführer Erich Pechlaner

Umwelt und Pflegefälle

Zu feiern gab es in der CYTA aber auch ein kleines Jubiläum: Geschäftsführer Erich Pechlaner leitet seit mittlerweile 15 Jahren erfolgreich die CYTA Shoppingwelt. Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit bekam er von seinem Team rund um Marketingleiterin Susanne Buratti eine originelle Karikatur seiner selbst geschenkt. Als Gratulanten stellten sich ein: Brau-Union-Geschäftsführer Matthias Gurschler, der den Bieranstich vornahm, der Landtagsabgeordnete und Völser Vizebürgermeister Anton Pertl, Martin Schwaiger (Niederlassungsleiter Alpine Bau Tirol), Karin Winkler-Fluckinger (s.Oliver), Beate Plattner (aus & raus), A3-Planer Robert Schmitzer, Martin Wanner (Betriebsleiter Duschek Haustechnik), Joe Polak (McDonald’s), Bauleiter Ludwig Ebetshuber, Architekt Christof Egger und viele andere. Die CYTA Shoppingwelt zählt mit 105 Geschäften auf deutlich über 50.000 m² und mehr als 2000 kostenlosen Parkplätzen zu den zehn größten Handelskonzentrationen Österreichs. q

Massiv zugenommen hat – wohl vor dem aktuellen Hintergrund der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko – auch die Angst vor globaler Umweltverschmutzung. Vor einem Jahr war dieses Thema nur für 36 % der befragten Personen Anlass zur Sorge, heuer hingegen bereitet es mit 51 % mehr als der Hälfte der österreichischen Bevölkerung Kopfzerbrechen. Einen hohen Stellenwert messen die befragten Personen auch dem Thema „Pflegefall“ bei. 50 % sorgen sich um ihre Existenz, wenn sie selbst einmal ein Pflegefall werden, und für 43 % wäre es bereits eine Existenzfrage, einen Pflegefall in der Familie zu haben. q

© SCHLOSS-MARKETING

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Das DEZ wird 40 Runder Geburtstag des Einkaufszentrums steht bevor. Als das DEZ am 23. September 1970 in Innsbruck eröffnet wurde, ahnte niemand, welche Erfolgsgeschichte die damals „viereckige Schachtel am Stadtrand“ schreiben würde. Mit 11.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 700 Parkplätzen läutete Shoppingcenter-Pionier Walter Hess vor 40 Jahren am Stadtrand von Innsbruck eine neue Dimension ein: Das DEZ war das erste Einkaufszentrum in Österreich.

Die Besten im Westen

ERiCh PEChLANER bekam von seinem Team für erfolgreiche „15 Jahre CYTA-Geschäftsführung“ eine originelle Karikatur geschenkt.

Heute zählt das DEZ mit einer Verkaufsfläche von 32.325 Quadratmetern, 140 Shops, 189 Mio. Euro Umsatz und 7,5 Mio. Besuchern jährlich zu den Besten im Westen. Der Sohn des Gründers, Hannes Hess, übernahm 1986 die Geschäftsführung und entwickelte das DEZ zu einem topmodernen Handelsstandort. Von 2004 bis 2008 wurden Ladenpassagen komplett verlegt, neue Eingänge und Galerien errichtet, modernste Licht-, Belüftungs- und Sicherheitssysteme installiert, die Lebensmittel- und Gastrobetriebe auf der Feinkostmeile konzentriert und ein 160 Quadratmeter großes Kinderland eingerichtet. Hannes Hess: „Die Kunden haben so das vertraute DEZ behalten und trotzdem ein neues DEZ bekommen.“ q


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Journalistenakademie startet im September Erstmals Lehrgang für journalistischen Nachwuchs in Tirol Am 20. September startet an der Volkshochschule (VHS) in Innsbruck der erste Lehrgang der Journalistenakademie. Bewerbungen können bis 13. September an die VHS gerichtet werden. „Mit der Journalistenakademie gibt es erstmals in Tirol ein komprimiertes, praxisorientiertes und zudem leistbares Ausbildungsangebot, das ein breites Spektrum des Journalismus wie auch die Öffentlichkeitsarbeit umfasst“, freuen sich die Initiatoren LR Christian Switak und VHSGeschäftsführer Ronald Zecha.

Zweiwöchiger Grundlehrgang Die Tiroler Journalistenakademie startet mit einem zweiwöchigen Grundlehrgang in der zweiten Septemberhälfte. Renommierte Journalistinnen und Journalisten führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die wichtigsten journalistischen Fertigkeiten ein. Um eine möglichst individuelle Ausbildung zu gewährleisten, ist die Zahl der Ausbildungsplätze mit zwölf beschränkt. Entsprechend dem Motto „Wissen für Alle“ hat die Volkshochschule Tirol mit Unterstützung des Landes Tirol den Journalismuslehrgang mit einer Teilnahmegebühr von 490 Euro für jeden leistbar gemacht.

© IDEALTOURS

ChRiSToF NEUhAUSER, Geschäftsleitung Idealtours, in der Großdruckerei Berger

idealtours überzeugt sich vor ort Ganz druckfrisch: die neuen herbst-WinterKataloge 2010/11 von idealtours Alljährlich im September präsentiert der Tiroler Reiseveranstalter Idealtours die Reise-Highlights für den Herbst – dazu zählen Wanderreisen ebenso wie Städte- oder Musikreisen. Und Idealtours präsentiert auch eine Vorschau auf die großen Rundreisen im Frühjahr des kommenden Jahres: Neu ist der Schwerpunkt Fernreisen, um all jenen, denen die Monate zwischen November und März zu frostig sind, Badespaß am Meer zu bereiten. Damit all diese Angebote auch in entsprechender Form dargestellt werden, überprüfte Geschäftsführer Christof Neuhauser noch vor wenigen Tagen den Druckfortschritt des neuen Katalogs. Jetzt ist er überall erhältlich – einfach im Reisebüro abholen oder unter 0810/208030 oder auf idealtours.at anfordern. q

Praxis durch Aufbaulehrgang Der Grundlehrgang endet mit 1. Oktober 2010 mit der feierlichen Überreichung der Teilnahmezertifikate. Zwei Teilnehmerinnen oder Teilnehmern, die bei einem im Grundlehrgang integrierten Auswahlverfahren besonders gut abschneiden, steht der Weg zu einem einjährigen Aufbaulehrgang offen. Nach Art eines „Meisterklassensystems“ erlernen sie in verschiedenen Redaktionen – auch das 6020 Magazin ist dabei – die für den Beruf in den Medien wichtigen journalistischen Fertigkeiten. Die Kosten werden vom Land Tirol im Rahmen eines Stipendiums getragen.

Bewerbung Bis 13. September 2010 mit Lebenslauf (inkl. Foto), einseitigem Motivationsschreiben und Gastkommentar zu beliebigem Thema mit maximal 2400 Zeichen an die Volkshochschule Tirol, Marktgraben 10, 6020 Innsbruck, Stichwort „Journalistenakademie“.

Für Gäste und Gastgeber Vom 12. bis 15. September findet in Innsbruck die fafga, Tirols Gastro- und Hotelfachmesse, statt. Dass die Tiroler Gastro- und Hotelfachmesse fafga ihren Untertitel „Fachmesse für innovative Gastlichkeit“ zu Recht trägt, wird auch heuer eindrucksvoll demonstriert. Im Mittelpunkt stehen 250 Aussteller, die wieder zahlreiche Produktneuheiten bieten, darunter auch einige echte Weltpremieren – deren Geheimnisse werden allerdings erst mit Messebeginn gelüftet.

Weitere Auskünfte Volkshochschule Tirol Tel. 0512/58 88 82 (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr), E-Mail: innsbruck@vhs-tirol.at, www.vhs-tirol.at. q

Neue Schwerpunkte. Im Vordergrund des Interesses steht heuer die „Sanierungsoffensive für die Hotellerie“, wo sich führende Firmen aus Tirol zum Thema Bauen, Sanieren und Energiesparen in einer großen Schau auf über 1000 m² präsentieren. Die fafga 2010 setzt daneben auch auf neue Programmschwerpunkte wie „Tiroler Produkte – zurück zum ursprünglichen Geschmack“ oder „Tiroler Hotel-Know-how auf dem internationalen Markt“. Neben diesen aktuellen Schwerpunkten bietet die fafga auch ihr bewährtes Programm, das im letzten Jahr 15.700 Besucher auf die Fachmesse für innovative Gastlichkeit gelockt hat. Mit dabei: Wein-, Bier- und Spirits-Degustationslounges, der Tiroler Bierzapfwettbewerb und vieles andere mehr. q


Service

© STADTMARKETING HALL

innovative orientierungshilfe Ein neuer Stadtplan führt durch das „Einkaufszentrum“ Haller Altstadt. Die Haller Altstadt ist mit rund 300 Gebäuden nicht nur die größte Westösterreichs, der denkmalgeschützte Bereich hat sich in den vergangenen Jahren auch als vitaler Wirtschaftsstandort mit ganz besonderem Flair etabliert. Rund 300 Kaufleute, Handwerker und Freiberufler arbeiten heute im Zentrum von Hall, in Summe werden dadurch 1200 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen. Um dieses Bewusstsein weiter zu stärken, wurde vom regionalen Stadtmarketing mit Unterstützung der Stadtgemeinde Hall, dem TVB Region Hall-Wattens, dem Verein der Haller Kaufleute und dem Land Tirol das Projekt „Stadtplan Einkaufszentrum Haller Altstadt“ aus der Taufe gehoben.

Der Stadtplan. Der Plan, der von „YEAN. Network for Spatial Research Studies“ nach umfangreichen Recherchen und Erhebungen entwickelt und umgesetzt wurde, ist bewusst wie ein Einkaufszentrum aufgebaut. Übersichtlich und einfach findet man einerseits alle öffentlichen Einrichtungen der Stadt, andererseits alle Betriebe, die ihre Dienstleistungen in der Altstadt anbieten. Ein 3D-Plan auf der Rückseite

DiE VERANTWoRTLiChEN DES PRoJEKTES: v.li: Mag. Michael Gsaller (Stadtmarketing Hall), Architekt Univ.-Ass. DI Dr. Wolfgang Andexlinger, LR KRin Patrizia Zoller-Frischauf, Bgm. Mag. Johannes Tratter und VBgm Dr. Eva-Maria Posch

zeigt zusätzlich den historischen Teil der Altstadt mit allen Sehenswürdigkeiten. Ebenso findet man mithilfe des Plans problemlos alle Haltestellen, Taxistandplätze, Kurzparkzonen, Tiefgaragenplätze etc. Einmal mehr ist Hall hier beispielgebend – der „Stadtplan“ ist das erste österreichweite Projekt dieser Art. www.yean.info q

Jüngster Sternekoch Im 4-Sterne-Hotel Yscla in Ischgl steht Benjamin Parth am Herd.

Tiroler sorgen vor Vorsorgestudie im Auftrag der Tiroler Sparkasse präsentiert Die Tiroler sorgen im Schnitt mit 104 Euro pro Monat vor – das zeigt die „Familien-Vorsorgestudie 2010“ von GfK-Austria im Auftrag von s Versicherung und der Tiroler Sparkasse. Beim Thema Erben gibt es erstaunliche Ergebnisse: Im Durchschnitt erwarten sich die befragten Tiroler eine Erbschaft in der Höhe von 91.000 Euro – in Form von Sparguthaben, Immobilien und anderen Vermögenswerten.

68 % nicht belastet © HOTEL YSCLA

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Eine Haube und 14 Punkte vom Gault Millaut – so etwas haben nicht viele Jungköche vorzuweisen. Benjamin Parth hat diese Auszeichnung erhalten, und zwar im zarten Alter von nur 20 Jahren. Im elterlichen Hotel Yscla in Ischgl vereint er gekonnt Tiroler Küche mit der kulinarischen Raffinesse der iberischen Halbinsel. Beispiel gefällig? „Creme Catalana mit Haiminger Äpfeln“ oder „Ravioli mit Galtürer Almkäse und Pulpo“. Seine Lehrjahre absolvierte Parth bei Heinz Winkler, dessen Restaurant in Deutschland drei MichelinSterne trägt. Spannend: Benny Parth ist auch auf Facebook vertreten – und er hat bereits mehr Fans als Johann Lafer. q

Ein überraschendes Ergebnis liefert die Studie bei der Frage, ob die aktuelle Finanzkrise die private bzw. familiäre Situation belastet: 68 % sehen sich nicht davon tangiert. Rund 53 % der Befragten geben jedoch Auswirkungen auf die finanzielle Situation an, ein Drittel der Befragten verzeichnen berufliche Belastungen durch die Krise.

Vorsorge wichtig Der ausgeprägte Familiensinn der Tiroler Bevölkerung manifestiert sich auch finanziell. 45 % der Befragten betrachten es als selbstverständlich, für die eigene Familie eine Vorsorge zu treffen. Im Durchschnitt würden die Tiroler 104 Euro für die Eigenvorsorge aufwenden. Noch erstaunlicher ist aber, dass die Bevölkerung auch bei der Vorsorge für andere sehr großzügig ist: Beachtliche 92 Euro pro Monat würden Sie für die Vorsorge anderer ausgeben. q


Service

Der natürliche Lebensraum der Elektrogeräte Media Markt feiert 2010 sein 20-jähriges Jubiläum und präsentierte aus diesem Anlass seine Weltneuheit in Innsbruck: das Media Markt Multimedia-haus.

hintersten Winkel konnten Innovationen mit realen Anwendungen und echten Funktionen angefasst und ausprobiert werden. Einige Highlights: Ein 3D-Fernseher mit Internetnutzung im Wohnzimmer, eine Playstation 3 inkl. Blu-ray-Player im Spielzimmer, ein „Wakeup-Light“ von Philips zum entspannten Einschlafen und Aufstehen im Schlafzimmer sowie eine Alarmanlage und dekorative Beleuchtungen. Gut zu wissen: Zum Abschluss der am 31. Oktober endenden Tour wird das Haus mit einem Gesamtwert von 300.000 Euro verlost! q

Das Haus ist derzeit auf Tour durch ganz Österreich und wird am Ende an einen der Besucher der 23 Stopps verlost. Auf 124 Quadratmetern Wohnfläche, in einem komplett eingerichteten Einfamiliendomizil, führte Media Markt von 25. bis 28. August den Innsbruckern die neuesten Trends des digitalen und multimedialen Zeitalters vor – und zwar direkt in ihrem „natürlichen Lebensraum“. Die schönsten technischen Neuheiten wurden aus dem Regal geholt und in einem bestens ausgestatteten Einfamilienhaus präsentiert. Vom Eingangsbereich mit Terrasse bis in den

© MASTERS-WM (2)

Gold für Österreich

Gleich zum Auftakt der 16. UCI Masters Rad-WM in St. Johann in Tirol gab es zwei Medaillen aus österreichischer Sicht: Erfolgsfahrerin Beate Eysinger (Niederösterreich) holte ihr zweites Masters-WM-Gold und damit den offiziellen Weltmeistertitel in der Klasse Frauen 3 (Jahrgang 1961 bis 1965), nachdem sie bei der Masters-WM im Einzelzeitfahren am Vortag ebenfalls Gold in der Klasse Frauen 3 erobert hatte. Der Oberösterreicher Gerhard Hrinkow sicherte sich in der Klasse 9 (Jahrgang 1946 bis 1948) die Bronzemedaille. Hrinkow musste sich in seiner Klasse lediglich dem belgischen Seriensieger Georges Vonckx, der einen Schnitt von 39,05 km/h über 76 Kilometer Distanz vorlegte, und dem Italiener Bruno Maccioccu geschlagen geben. q

So fuhr die Niederösterreicherin BEATE EYSiNGER zum UCI Masters RadWeltmeistertitel.

Die Nachhilfe Theresia Glugovsky MEHR WISSEN, MEHR CHANCEN.

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Beim größten Masters-Radsportevent der Welt holt Beate Eysinger Gold und Gerhard hrinkow Bronze.

GEoRGES VoNCKx aus Belgien wurde Weltmeister, für den Österreicher Gerhard Hrinkow gab es immerhin noch „Bronze“.

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Service

Mit Musik durchs Leben Ob Fagott oder E-Gitarre, Klassik oder Volksmusik: Wer ein instrument erlernen möchte, ist an der Musikschule innsbruck richtig. Im Mittelpunkt steht der Spaß an der Musik.

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erbstzeit ist Schulbeginnzeit. Auch an der Musikschule Innsbruck startet das neue Semester bald. Wer ab 23. September durch die Ursulinenpassage spaziert, wird so manches Mal wieder erstaunt nach oben blicken: Im ehemaligen Ursulinenkloster wird wieder gesungen, getrommelt, Klavier gespielt und Trompete geblasen. Erlernen kann man auf der Musikschule mehr oder weniger alles, was mit Musik zu tun hat: „Die breite Streuung des Fächerangebotes“, sagt die zuständige Stadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser, „bietet für jede Musikrichtung, von Klassik bis Jazz und Volksmusik, gute Entfaltungsmöglichkeiten.“

Spaß an der Musik. Alle gängigen Instrumente, alle musikalischen Stilrichtungen – egal ob Klassik, Unterhaltungsmusik oder Volksmusik – werden an der Musikschule gelehrt. Theorieunterricht gehört natürlich auch dazu. Zuständig für die Ausbildung sind 91 qualifizierte Musiklehrer. Wer nun denkt, dass ausschließlich Kinder die Musikschule besuchen, irrt: 3600 Schüler zählt die Musikschule insgesamt. Der Durchschnitt ist zwar zwischen vier und 24 Jahre alt, aber auch mehr als 200 Erwachsene gehören zu den Schülern. Selbst Senioren, die einmal ein Instrument zu spielen erlernt haben und nun ihre Kenntnisse auffrischen wollen, be© M. RATHMAYR

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STADTRÄTiN MoSER ist stolz auf den großen Erfolg der Musikschule Innsbruck.

suchen die Musikschule. Auch öffentliche Musizierstunden und Konzerte seien, erklärt Moser, ein wichtiges Element des Musikunterrichts – allein im Jahr 2009 war die Musikschule bei 442 Konzerten und Veranstaltungen mit ihren Schülern vertreten.

Früh übt sich. Bei Kindern hat sich gezeigt, dass sich das Erlernen eines Musikinstruments äußerst positiv auf die Entwicklung auswirkt. „Musikalische Ausbildung und vor allem das Orchesterspiel führen zu einer besseren Akzeptanz von Mitschülern, Eltern und Lehrern, helfen Aggressionen abzubauen, Teamfähigkeit zu konstituieren, erfolgsorientiertes Handeln und Kreativität zu fördern und die persönliche Leistungsfähigkeit in Bezug zu anderen zu setzen“, fasst es MMag. Dr. Wolfram Rosenberger zusammen. Neben dem Unterricht in fast allen Musikrichtungen und mit zahlreichen Instrumenten, bietet die Musikschule Innsbruck noch eine Singschule für Kinder ab sechs Jahren, diverse kostenlose Ensembles wie Orchester, Big Band, Kammermusikund Volksmusikgruppen und musikalische Früherziehung.

Breit gefächertes Angebot. Die Instrumente, die am häufigsten erlernt werden, sind Klavier und Gitarre – wobei auch das Spielen von Jazzklavier und E-Gitarre erlernt werden kann. Überhaupt bietet die Innsbrucker Musikschule die Ausbildung für Instrumente an, die nur an wenigen Musikschulen möglich ist – etwa Fagott oder Oboe. Derzeit bildet die Musikschule auch rund 30 Harfen- und 15 Orgelspieler aus. Was die musikalischen Stilrichtungen angeht – also Klassik, Jazz oder Volksmusik


Service

© T. ZEILER

Stadt InnSbruck

– hält sich die Nachfrage, so Rosenberger, die Waage. Es besteht in etwa gleich viel Interesse an allen Richtungen. Wie gut die Ausbildung an der Innsbrucker Musikschule ist, zeigt sich in vielen Bereichen: Im vergangenen Jahr musizierten Schüler der Musikschule im Rahmen der Salzburger Festspiele sogar mit den Wiener Philharmonikern. Auch die Jugendmusikwettbewerbe „Jugend musiziert“ und später „Prima la Musica“ beweisen immer wieder aufs Neue die musikalischen Qualitäten der Musikschüler. Bereits mehr als 1000 Schüler der Innsbrucker Musikschule haben erfolgreich daran teilgenommen. Auch zahlreiche CDs wurden bereits mit Musikschülern produziert.

Dass die Musikschule auch für alle Familien leistbar ist, ist der Stadt Innsbruck ein besonderes Anliegen. So subventioniert die Stadt Innsbruck die Musikschule bereits seit mehr als 20 Jahren. Einen Teil ihrer Ausbildung müssen die Schüler bzw. deren Eltern aber selbst finanzieren. Die in Form eines Schulgeldes zu bezahlenden Kosten fallen aber durchaus moderat aus. So kostet die teuerste Ausbildungsform, nämlich der Einzelunterricht, pro Person und Semester 197 Euro. Wenn mehrere Kinder einer Familie die Ausbildungsangebote der Schule in Kauf nehmen, verringert sich das Schulgeld bis zum dritten Kind – ab dem vierten Kind oder Jugendlichen ist die Ausbildung kostenlos. „Das pädagogisch hoch ausgebildete Musikschulpersonal“, so Moser, „führt die Kinder und Jugendlichen Schritt für Schritt an ihre individuellen Möglichkeiten und Leistungsgrenzen heran, ohne dass die Freude an der Musik zu kurz kommt.“ q

© A. ERTL

Moderate Preise.

Sekretariat Rosa Maria Traunfellner Telefon: +43 (0) 512 / 58 54 25 - 0 Schulbüro Ulrike Krainer Telefon: +43 (0) 512 / 58 54 25 - 111 Mag. Thomas Zeiler Telefon: +43 (0) 512 / 58 54 25 - 105 Direktor MMag. Dr. Wolfram Rosenberger Telefon: +43 (0) 512 / 58 54 25 - 0 (Termine nach Vereinbarung) Adresse Innrain 5, 6010 Innsbruck E-Mail: post.musikschule@innsbruck.gv.at Internet: www.innsbruck.at Öffnungszeiten (Verwaltung) Montag – Donnerstag: 8 – 17 Uhr, Freitag: 8 – 14 Uhr

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Service

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heißer herbst Die passenden Filme für entspannte Herbstabende, die richtige Musik für zuhause und unterwegs sowie die neuesten Games für viele Zockerstunden: Entertainment-Spezialist Patrick Nairz vom Saturn innsbruck im Kaufhaus Tyrol präsentiert die aktuellen Multimedia-highlights.

Katy Perry: Teenage Dream

Ausgerechnet mit dem provokanten Titel „I Kissed a Girl“ wurde Pastorentochter Katy Perry 2008 weltweit bekannt. Zwei Jahre später hat sich die 25-jährige US-Amerikanerin dank Hits wie „Hot N Cold“ oder „If We Ever Meet Again“ im Musikbusiness etabliert. Perrys Single „California Girls“ war heuer einer der absoluten Sommerhits – jetzt gibt’s das Album dazu.

Zweiohrküken

Die turbulente Fortsetzung des Kinohits „Keinohrhasen“ zeigt, wie es in der Liebesgeschichte zwischen Klatschreporter Ludo (Til Schweiger) und Kindergärtnerin Anna (Nora Tschirner) weitergeht. Der Alltag hat die beiden mittlerweile eingeholt, die ersten Krisen stellen die Beziehung auf eine harte Probe. Verkompliziert wird die ganze Sache durch die jeweiligen ExPartner von Ludo und Anna, die plötzlich wieder in ihr Leben treten. Auf DVD und Blu-ray

Kick-Ass

Dave Lizewski scheint wie jeder normale Teenager an seiner High School zu sein. Doch wenn es Nacht wird, begibt sich der Comicfan im Superheldenkostüm auf Verbrecherjagd. Als ihm schließlich nach einigen Misserfolgen sogar eine Heldentat gelingt, wird er zur lokalen Berühmtheit. Zusammen mit Red Mist, Hit Girl und Big Daddy (Nicolas Cage) kämpft Dave alias Kick-Ass fortan gegen die Unterwelt. Auf DVD und Blu-ray, Erscheinungstermin: 16. September

halo Reach

Die Spiele der„Halo“-Serie erscheinen seit 2002 in regelmäßigen Abständen und wurden weltweit bereits millionenfach verkauft. Der neueste Titel erzählt die Geschichte von der Schlacht um den Planeten Reach und dessen trauriges Schicksal aus der Sicht einer Elite-Kampftruppe. Ein Ego-Shooter der Sonderklasse. Für Xbox 360, Erscheinungstermin: 14. September

Final Fantasy xiV

Wenn eine Spielereihe den Kultstatus verdient, dann definitiv „Final Fantasy“. Das Rollenspiel geht diesen Herbst bereits in seine 14. Auflage, die ausschließlich über das Internet spielbar ist. Mit Abenteurern aus der ganzen Welt geht es auf die Reise durch das atemberaubende Reich Eorzea. Musthave für Fans. Für PC, Erscheinungstermin: 22. September

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Summer 2010

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Service

Die bruDerSchaft

. chriStoph St inf ormiert

„So schreibt kein Sammler“ Der Zweck ist bei den meisten erhaltenen Handschriften der Bruderschaft St. Christoph belegt – nicht so bei jener des Niederösterreichischen Landesarchivs, wie Prof. otto hupp in „Die Wappenbücher vom Arlberg“ berichtet.

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ei den anderen Arlberghandschriften ist der Zweck, dem sie dienen sollten, klar zu erkennen. Das Hauptbuch diente als Schaustück für große Herren, das zum Geben anspornen sollte. Die Botenbücher waren zum Einheimsen der zugesagten Gaben unentbehrlich. Dagegen ist der Zweck, dem die Handschrift des Niederösterreichischen Landesarchivs ihr Dasein verdankt, nicht leicht zu erraten. Gewiss ist das Buch nicht das Werk eines Privatmanns. Das hätte ja wohl nur ein Wappensammler sein können. Dann wäre aber das herausgekommen, was im Kodex Raber vorliegt: ein Heer von Wappen mit den Namen dazu. Aber was hätte den Heraldiker veranlassen sollen, mehrere tausend jährlich zu zahlende Beiträge mit samt dem nach dem Ableben des Verbrüderten zu entrichtenden höheren Betrag unermüdlich und sauber abzuschreiben, auch dann, wenn einmal kein Wappen dabei stand? Zudem wäre bei einem Wappenfreund die Unkenntnis der allerbekanntesten Wappen- und Namensformen, die dies Buch so überaus oft erkennen lässt, ganz unverständlich.

Tadellose Erhaltung. Das Buch macht den Eindruck, als wenn es im Auftrage eines wohlhabenden Herrn oder einer Behörde gefertigt und kaum benutzt worden wäre. Die breite Anlage, das gute Papier und die tadellose Erhaltung zeigen, dass es nicht nach und nach, sondern in einem Zuge zustande kam. Die sichere und saubere Handschrift verrät den geschulten Schreiber, verrät aber auch, dass diesem der Stoff fremd war und es ihm Mühe kostete, die Schrift des hundertachtzig Jahre älteren Originals zu entziffern. An den auffällig vielen Falschlesungen war aber auch sicher der Erhaltungszustand der Vorlage schuld. Manchmal fehlt einem oder mehreren Wappen die Beischrift und es kommen auch wohl ganz leer gebliebene

Seiten vor. An zwei Stellen waren Zettel eingeklebt, wovon der auf Seite 118 noch vorhanden ist. Er lautet: „Die schrift bei disen wappen hatt im Original niemandt sehn noch lesen mügen, dan es gar abgethan ist.“ So schreibt kein Sammler, der für sich ein Buch abschreibt; es ist die Entschuldigung eines Beauftragten seinem Auftraggeber gegenüber. Wer kann dieser Auftraggeber gewesen sein? Seiner eigenen geringen Kenntnis der Wappen geht daraus hervor, dass nirgends der Versuch gemacht wurde, auch nur die handgreiflichsten Schreibfehler zu verbessern. Einer vom Adel oder eine weltliche Behörde, die sich mit Personal- und Wappenfragen zu befassen hatte, dürfte sich mit dieser Arbeit nicht zufrieden gegeben haben. Eine geistliche Stelle könnte umso eher in Betracht kommen, je weiter ihr Sitz vom Hofe und von ritterlichen Kreisen entfernt war.

Wiederaufrichtung der Bruderschaft. Wer konnte überhaupt ein Interesse an den tausenden kleinen Lebensäußerungen einer seit anderthalb Jahrhunderten eingeschlafenen geistlichen Stiftung haben? Am ehesten wohl die Behörde, der diese einmal unterstellt war, der auch jetzt noch die Seelsorge in dem von der Bruderschaft erbauten Kirchlein auf dem Arlberg oblag: das bischöfliche Ordinariat in Brixen. So möchte ich vermuten, das reichsunmittelbare Fürstbistum Brixen habe um 1579, in der Blütezeit der Gegenreformation, der gerade damals durch die gemeinschaftlichen Bemühungen der Regierung in Innsbruck und des katholischen Adels die Vertreibung der Protestanten aus Tirol gelungen war, die Wiederaufrichtung der Bruderschaft beabsichtigt und habe zu dem Zweck alle erreichbaren Belege für die Zahlungsverpflichtungen „nach dem Tode“ mit den diese bekräftigenden Wappen in ein Buch sammeln lassen. q

Ansichten aus „DiE WAPPENBüChER VoM ARLBERG“ von Prof. Otto Hupp

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Service

Mehr Wohnkomfort mit Erdgas Klimaveränderungen, ein steigender Energiebedarf und begrenzte Ressourcen sind die wohl größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Erdgas erfüllt schon heute die Anforderungen an einen Energieträger der Zukunft: Es ist wirtschaftlich, sauber, komfortabel und immer verfügbar.

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ereits über 77.000 Tiroler Haushalte, Gewerbe- und Industrieunternehmen setzen bei der Energieversorgung auf Erdgas. Für die Verwendung dieses Energieträgers sprechen die vielen Einsatzmöglichkeiten wie Heizen, Kühlen, Warmwasseraufbereiten und Kochen bis hin zu speziellen gewerblichen Anwendungen. Dabei bietet es höchsten Komfort: Es muss nicht gelagert werden und Erdgasgeräte sind kompakt und geräuscharm. Zudem weist Erdgas eine äußerst positive Umweltbilanz auf: Die Lieferung erfolgt unterirdisch, emissionsfrei und ohne Belastung der Umwelt und der Verkehrswege. Bei der Verbrennung entstehen weder Rußpartikel noch Feinstaub und die CO2-Emissionen sind vergleichsweise gering. Zudem lässt sich Erdgas sehr gut mit erneuerbaren Energien wie etwa Solarenergie und Umweltwärme kombinieren.

Einfach, günstig, effizient Die Umstellung auf Erdgas ist problemlos und kostengünstig möglich. So lässt sich eine Gasheizung überall dort einbauen, wo ein Gashausanschluss bereits vorhanden ist oder hergestellt werden kann. Der Umstieg auf Brennwertgeräte rechnet sich besonders rasch: Erdgasbrennwertgeräte ermöglichen durch die Wärmegewinnung aus den Abgasen eine maximale Nutzung der eingesetzten Energie und erreichen so höchste Wirkungsgrade. Die Energiekosten können um bis zu 40 % gegenüber Altanlagen gesenkt werden.

Zukunftsweisende Energieversorgung Das in Tirol verwendete Erdgas stammt vorwiegend aus westeuropäischen Quellen, wodurch eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Zudem hat sich die TIGAS an einer der größten deutschen Einkaufsge-

ERDGASGERÄTE sind kompakt und geräuscharm – und schaffen mehr Platz zum Wohnen. © AK

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sellschaften, der Bayerngas GmbH, und an Explorationsgesellschaften beteiligt, die Erdgas in der Nordsee fördern. Zukünftig wird die TIGAS auch heimisches Biogas auf Erdgasqualität aufbereiten und über das bestehende Netz an ihre Kunden liefern. Dadurch leistet die TIGAS einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Schonung der Umwelt. q

Sommeraktion im Baxter Plasmazentrum innsbruck am Mitterweg Ein so „heißer“ Sommer erwartet Sie nur im Plasmazentrum Innsbruck – Extra-Prämien für die vierte und fünfte Spende pro Kalendermonat.

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ährend der Sommermonate winken allen unseren Spendern zusätzliche Prämien: In den Monaten Juli bis September 2010 erhalten Plasmaspender zusätzlich zur Aufwandsentschädigung in der Höhe von 20 Euro pro Spende bei der vierten Spende innerhalb eines Kalendermonats zusätzlich 10 Euro und bei der fünften Spende innerhalb eines Kalendermonats zusätzlich 20 Euro! Das Jahresprämiensystem läuft selbstverständlich weiter.

Immer Saison Plasmaspenden hat immer Saison. Besonders während der Ferien und Urlaubszeit sind Spender sehr gefragt, weil der Bedarf an Blutplasma auch im Sommer ungebrochen hoch ist. Wer Plasma spendet, leistet

einen unverzichtbaren Beitrag zur Herstellung von lebensrettenden Medikamenten. Mit nur einer Spende trägt man bereits dazu bei, auch kranken Menschen die Möglichkeit zu geben, ein normales Leben zu führen. Ihre weiteren Vorteile: Plasmaspender pro-

fitieren von einem kostenlosen Gesundheitscheck, der in regelmäßigen Abständen vorgenommen wird, und haben somit auch einen Vorteil hinsichtlich der eigenen Gesundheit. Das Baxter Plasmazentrum bietet zudem bis 12.30 Uhr kostenlose Kinderbetreuung an. Wer einen kleinen Teil seiner Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen und Plasmaspenden will, ist herzlich willkommen im Baxter Plasmazentrum Mitterweg 16, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/274332 innsbruck_plasma@baxter.com, www.plasmazentrum.at Öffnungszeiten: Mo & Di: 10–20 Uhr, Mi–Fr: 9–19 Uhr q


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© AK

Erwin Zangerl: „Wer jetzt die Beschäftigten als Träger der Wirtschaft belastet, schadet dem Aufschwung nachhaltig.“

Nicht am falschen Platz sparen AK-Präsident Zangerl fordert Gerechtigkeit und soziale Ausgewogenheit als Rezept für mehr Wachstum und Beschäftigung.

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eit den zig Milliarden Euro-Garantien zur Stützung und zum Schutz der europäischen Währung gerät das heimische Budget immer mehr unter Druck. Sparen ist in aller Munde. Aber Sparen kann nur gerecht und sozial ausgewogen erfolgen. Dafür wird sich die AK im Interesse der Arbeitnehmer massiv einsetzen. Denn eines steht fest: Die Beschäftigten haben die Krisen der letzten beiden Jahre nicht verursacht, aber sie waren massiv betroffen. Sie wollen dafür auch nicht zum wiederholten Male zahlen. Die Regierung hat die Pflicht, gegenüber den Steuerzahlern einen gerechten Ausgleich zu schaffen. Versprochen wurde, dass verursachergemäß vorgegangen wird. Trifft das nicht mehr zu, sollte jeder Einschnitt im Steuer-, Sozial- oder Gesundheitsbereich einer Volksabstimmung unterzogen werden.

Umdenken nötig Es sollen endlich jene ihren Beitrag zur Krisenbewältigung leisten, die maßgeblich daran beteiligt waren. Dazu gehören die Abzocker und Spekulanten. Wir verlangen die Einführung einer Bankenabgabe und einer Finanztransaktionssteuer sowie das Schließen von Steuerlücken. Die Arbeiterkammer fordert den konse-

quenten Kampf gegen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Dazu braucht es etwa eine Reform der Stiftungs- und Gruppenbesteuerung und höhere Steuern auf Vermögen. Denn in Österreich ist Arbeit viel zu hoch und Kapital viel zu niedrig besteuert. Wenn jetzt am falschen Platz gespart wird, wird es noch enger. Die Erhöhung von

„Jeder Cent, der den Beschäftigten weggenommen wird, fehlt der Wirtschaft!“ Erwin Zangerl, AK-Präsident

Massensteuern wird das zarte Konjunkturpflänzchen rasch verdorren lassen. Wenn die Politik den Menschen Angst vor der Zukunft macht, steigt die Sparquote und die Kaufkraft sinkt. Nicht umsonst warnen auch Wirtschaft und Industrie vor derartigen einseitigen Maßnahmen. Wir müssen im Gegenteil jetzt alles unternehmen, um die Konjunktur am Leben zu erhalten. Mit ihrem Einkommen und mit ihrer Kaufkraft sind die Beschäftigten die Auslöser jedes Aufschwunges im Land. Wenn die Politik

diesen Elan bremst, sägt sie am eigenen Ast. Generell sollte die Koalition aber Konjunktur stützend tätig sein, statt Steuer belastend. Denn ein Prozent mehr Wirtschaftswachstum hat positive Auswirkungen auf das öffentliche Budget im Ausmaß von 0,4 bis 0,5 % des Brutto-Inlandsproduktes (BIP). Statt den Rotstift anzusetzen, gibt es genug zum investieren: Wir brauchen viele neue Impulse bei der Kinderbetreuung, bei der Pflege, bei der Gesundheitsvorsorge – wie sollen sonst die Menschen länger in Beschäftigung bleiben können? All das schafft neue Arbeitsplätze, die dringend nötig sind, damit auch die Steuerund Sozialabgaben wieder fließen. Wir reden vom Facharbeitermangel, aber das Kinderbetreuungsangebot hinkt hinterher. Alleinverdiener sind nicht mehr in der Lage, die Familie zu finanzieren. Es muss aber auch weiter aktiv gegen die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit vorgegangen werden. Nichts kommt den Staat teurer als Arbeitslosigkeit. Außerdem braucht es eine Neubewertung der Arbeit. Denn nicht das Geld arbeitet, sondern die Menschen. Eine Konsolidierung des Budgets wird nur erfolgreich sein, wenn sie Beschäftigung und Wirtschaftswachstum sichert. q


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Service

Jobs mit Zukunft: AMS Tirol fördert Metallfachkräfte und Mechatronikerlehre Ungelernte und angelernte Arbeitnehmende mit Berufserfahrung im Metallbereich können einen Lehrabschluss erwerben. Jugendliche haben die Chance auf eine interessante Lehrausbildung als Mechatroniker. Das AMS Tirol fördert diese Ausbildungen.

Lehrabschlüsse im Metallbereich im zweiten Bildungsweg Für Menschen, die bisher im Metallbereich als Hilfskräfte gearbeitet haben und über 18 Jahre alt sind, besteht die Möglichkeit, die Ausbildung zum/zur Facharbeiter/in innerhalb eines Jahres zu absolvieren und somit zu einer gefragten Schlüsselarbeitskraft zu werden. Für diese Ausbildung sind noch Plätze frei. „Wer sich weiterbildet, bleibt fit und verbessert seine Aufstiegschancen. Ein Lehrabschluss, auch ein solcher im zweiten Bildungsweg, ist mit vielen Vorteilen verbunden. Ein Lehrabschluss bringt vor allem kollektivvertragliche Sicherheit, berechtigt zur Teilnahme an der Berufsreifeprüfung und erhöht die individuellen Chancen am Arbeitsmarkt“, so Mag. Dietmar Weiss vom AMS Tirol, „besonders im Metallbereich eröffnen sich große Chancen.“

Kurskosten sowie die Kosten der Lehrlingsentschädigung. Eine mechatronische Ausbildung ist speziell auch für junge Frauen interessant und bietet eine Reihe von zukunftsorientierten Berufschancen“, ist Dietmar Weiss überzeugt. Starttermin für diese Ausbildung – die in Tirol in dieser Form das erste Mal durchgeführt wird – ist Ende September 2010. Neben der praktischen Ausbildung am BFI Tirol besuchen die Jugendlichen die Berufsschule für Mechatronik im Technikum Kufstein. Noch gibt es freie Plätze für Jugendliche, die sich für diese zukunftsweisende technische Ausbildung interessieren.

Anmeldung und weitere Informationen zu den Ausbildungen Metallfachkraft und Mechatronik Anmeldungen zu diesen Ausbildungen nehmen alle regionalen Geschäftsstellen des AMS Tirol entgegen. q

Überbetriebliche Lehrausbildung Jugendliche unter 18 Jahren können im Rahmen der Lehrausbildung am BFI Tirol die dreieinhalbjährige Lehre in einem Metallberuf absolvieren. „Für die nächsten beiden Ausbildungslehrgänge, die im September 2010 starten, gibt es noch freie Kursplätze und für beide Ausbildungsmöglichkeiten übernimmt das AMS Tirol die gesamten Kurskosten“, lädt Mag. Dietmar Weiss zu einem Beratungsgespräch in das AMS Tirol ein.

Mechatronik Interessierte Jugendliche können im Ausbildungszentrum Metall am Technikum in Kufstein die Lehre zum/zur Mechatroniker/in absolvieren. „Das AMS Tirol übernimmt auch für diese Ausbildung die

Kontaktdaten BFi Tirol Franz Platzer 05224/52763-100 metall@bfi-tirol.at

Starttermin ist jeweils am 27.9. 2010 • Vorbereitung Lehrabschluss Metallberufe für Erwachsene • Lehrausbildung Metallberufe für Jugendliche • Lehrausbildung Mechatronik für Jugendliche


Service

© SANDOR JACKAL

Schon gewusst? innsbruck liegt in der Karibik 25 Jahre idealtours innsbruck mit „Salsa, Merengue Y Corazon“

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ie Tatsache, dass Innsbruck eine Stadt in der Karibik sein soll, mag beim einen oder anderen Zweifel aufkommen lassen, zumindest aber neu sein. Nun ja, unberechtigt sind diese Zweifel nicht, denn selbst wenn der Innsand so weiß glänzt wie so mancher Karibikstrand, gibt es doch noch einige Unterschiede zwischen dem Land im Herzen der Alpen und den Inseln nahe dem Äquator. Dennoch hat am 23. September jeder Besucher des Reisebüros Idealtours sicher das Gefühl, schon ganz nahe an diese Inselwelt herangekommen zu sein. An diesem Tag feiert das Reisebüro Idealtours in der Schützenstraße 54 im Olympischen Dorf sein 25-jähriges Bestehen und lädt alle jetzt schon dazu ein, sich diesen Tag im Kalender vorzumerken. Viel Musik und Tanz, wie es sich für die Karibik eben

gehört, wird alle Besucher dort erwarten. Unter fachkundiger Anleitung gibt es die ersten Schritte Salsa oder Merengue zu probieren. Eine Reihe von Informationen und Geschichten zu diesem Thema gibt es an diesem Freitag, dem 23.9., auf alle Fälle. Und wen spontan das Fernweh überkommt, der sollte sich den Frühbucher-Bonus für die Tanzreise in die Dominikanische Republik nicht entgehen lassen. Weitere Infos unter 0512/202040 auf idealtours.at oder bei Facebook unter Idealtours/Veranstaltungen sowie im neuen Herbst-Winter-Katalog „Einfach mal weg!“. q

infos & Buchungen Reisebüro Idealtours – 9 x in (Süd-)Tirol Tel. 0810 208030, www.idealtours.at

Jubelachen – so herzbetrunken: Feiern, staunen, lachen, träumen Das Festival der Träume feierte sein Jubiläum: Die Menschheitsparabel „Faust“ als Varietè, das Duo Fullhouse mit Freunden, Vokalgymnastiker Bernard Manssuir, „LaLaLuna“-Wolfe Bowart als Hausmeister des Mondes, die urwitzigen Clowns von BP Zoom und Bidla Buh, „die besten Liebhaber der Welt ...“, Zauberhafte Junge, Junge! aus Stuttgart, the one and only AVNER Eisenberg und die Familie Dimitri aus Vescio in der Schweiz. All das gab es zu sehen beim 20. Festival der Träume ...

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as Festival der Träume traf auf begeisterte Menschen. Ein Jubiläum muss man feiern – das wurde auch zelebriert. Nicht nur bei Galachen. Auf der Bühne und im Publikum. Internationale Spaßmacher, Artisten, Clowns, Musiker verzauberten den Stadtsaal in ein Varieté, wohl einer Weltstadt ebenbürtig. 19 Abende lang – garniert mit 16 Kinderveranstaltungen in den Ursuliensälen. Es gab Opulentes zum Lachen, Staunen, Hören und Sehen. Herz und Seele bekamen ausgiebig Futter. So manches große Kind wurde wieder zu einem ebensolchen. Rote Nasen und rote Ohren, ausgelöst von übermäßiger Stadtsaalhitze oder zu lautem Lachen – viel und überschwängliches Lob sowie unzählige Durchhalte- und Weitermachparolen in Richtung Veranstalter landeten auf den Kork-

tafeln. Die Künstler waren unisono fasziniert vom fachkundigen, begeisterungsfähigen Tiroler Publikum. Und die Veranstalter über die unglaublichen Leistungen der Künstler und die familäre Atmosphäre hinter der Bühne. Und froh über alle Partner, Freunde und Geldgeber. Nicht zu vergessen der Stolz auf die herausragende Leistung des gesamten „Festival der Träume“-Teams. Bilder, Gedanken, Eindrücke und Erinnerungen bleiben – wir alle freuen uns gemeinsam auf das nächste Festival der Träume, von 10. bis 28. August 2011. „MusiKUSS“. q Nicht zu vergessen die beiden SPECiALS! Von 15. bis 17. Oktober: Das M undARTFEST in den Ursulinensälen. Und von 19. bis 21. November: VoLKSMUSiK iM BLUMENPARK (Blumenpark Seidemann).

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ivb.news

Drei Seiten Mobilität

IVB-Tarifinitiative Neue Tickets für Studierende, SchülerInnen und Familien Bald beginnt das neue Semester. Und neu ist auch das Ti-

forderlich ist die Kopie einer aktuellen Inskriptionsbestätigung.

cket, das die IVB im Rahmen ihrer Tarifinitiative für Innsbrucks

Antragsformular auf www.ivb.at oder im IVB-Kundencenter.

Studierende entwickelt haben. Zum Preis von 119,90 Euro sind alle StudentInnen unter 27 Jahren ein halbes Jahr (Sep-

Neuigkeiten gibt es auch für Familien und SchülerInnen, die

tember bis Februar, März bis August) auf den Linien der IVB

keine SL-Freifahrt erhalten: Mit dem neuen Innsbruck-Ticket

in der Kernzone Innsbruck inklusive Nightliner unterwegs.

Schüler Freizeit können alle SchülerInnen und Lehrlinge bis 18

Außerdem im Innsbruck-Ticket Student enthalten: die Benüt-

Jahre die IVB-Linien in der Kernzone Innsbruck ab 13:00 Uhr

zung der Hungerburgbahn sowie die attraktiven Zusatzan-

inklusive Nightliner nutzen. In den Ferien und am Wochenen-

gebote für JahresticketbesitzerInnen. Das Ticket gilt für alle

de ist das Ticket ganztägig gültig. Und beim Innsbruck-Ticket

ordentlichen HörerInnen (egal welcher Staatsangehörigkeit)

Family Light wurde das Alter der zur kostenlosen Mitfahrt

an folgenden Bildungseinrichtungen: Universität Innsbruck,

berechtigten Kinder auf 15 Jahre angehoben. Für Feber 2011

Medizinische Universität, UMIT, MCI, FH Gesundheit, FH Kuf-

sind weitere Tarifadaptierungen geplant. So wird derzeit an

stein, KPH – Edith Stein, Pädagogische Hochschule Tirol. Er-

einer Vereinheitlichung der SeniorInnentarife gearbeitet.


Baustelle Kreuzung Brunecker Straße/Museumstraße

Mobilität gewinnt!

Erster großer Schritt Am 13. September wird die Totalsperre aufgehoben Bald ist es geschafft – am 13.09.2010 sind die Bauarbeiten

geben. Für AnrainerInnen und den Öffentlichen Verkehr ist

im Kreuzungsbereich Brunecker Straße / Museumstraße

die Salurner Straße in Richtung Westen als Einbahn aber

soweit abgeschlossen, dass die Totalsperre aufgehoben

jederzeit befahrbar. Ebenfalls zwischen Mitte September und

werden kann. IKB, TIGAS, IVB sowie die weiteren Leitungs-

Mitte Dezember muss in der Anichstraße während der dort

betriebe haben den Sommer über mit Hochdruck daran

erfolgenden Um- und Neulegungsarbeiten des Kanals eine

gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen. Ein erster großer

Einbahnregelung in Richtung Osten eingerichtet werden.

Schritt auf dem Weg zur verlängerten Linie 3 ist damit getan. Ab Mitte September bis voraussichtlich Mitte Dezember wird

Alle Informationen für ein besseres Vorankommen finden Sie

nun auf Grund von umfangreichen Um- und Neulegungsar-

auf www.ivb.at oder im IVB-Kundencenter. Die Mitarbeiter-

beiten von Kanal, Wasser und Gas die Salurner Straße für

Innen drucken Ihnen gerne Ihre persönlichen Umfahrungs-

den PKW-Verkehr gesperrt. Weiters wird es in der Adam-

möglichkeiten vor Ort aus. Zudem haben die IVB eine eigene

gasse eine Einbahn- beziehungsweise Sackgassenregelung

Service-Hotline unter Tel. 0512 / 5307-500 eingerichtet.

Sattelfest Der Radausflug von ARGUS und IVB

giestraßenbahn der Tiroler Museumsbahnen nach Igls – von dort führt die Route auf Feldwegen und verkehrsarmen Nebenstraßen nach Sistrans und nach einer Pause zurück zum Lanser See, wo der Ausflug bei einem gemütlichen Grillen ausklingen wird. Die Rückfahrt kann entweder auf eigene Faust mit dem Rad oder wieder mit der Bahn erfolgen. Die IVB möchten mit dem Radausflug auf die jederzeit und in allen Fahrzeugen der IVB mögliche Gratis-Fahrradmitnahme hinweisen. Treffpunkt für den Radwandertag: IVB-Betriebshof, Pastorstraße 5, 09:15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes kann eine garantierte Mitnahme nur nach Anmeldung erfolgen. Detailinformationen und Anmeldung unter der IVB-Telefonnummer

Gemütliches Radfahren für die ganze Familie – das bietet

0512/53 07-199 oder im Internet unter http://www.fahr.info.

auch heuer wieder der Radausflug von ARGUS Tirol und

Bei Schlechtwetter entfällt die Veranstaltung. Infos dazu gibt

IVB. Am Sonntag, den 19.09.2009, geht es mit einer Nostal-

es am Veranstaltungstag unter 0664 / 27 48 760.

Autofreier Tag Das Klimabündnis Tirol zeigt die Gewinner des Fotowettbewerbs Für den Autofreien Tag am 22.09.2010 hat das Klimabünd-

Einkaufstouren mit dem Fahrrad gesucht. Die besten Bilder

nis Tirol (www.klimabuendnis.at/tirol) den Fotowettbewerb

werden nun am Autofreien Tag in Innsbruck ausgestellt. Die

„Wow! – Einkaufen mit dem Fahrrad ist schlau!“ ins Leben

GewinnerInnen des Wettbewerbs erwarten außerdem at-

gerufen. Gemeinsam mit Stadt Innsbruck, Land Tirol,

traktive Preise – unter anderem ein E-Bike, ein IVB-Jahresti-

den IVB und weiteren Verkehrsunternehmen wurden den

cket, ein 1.-Klasse-Gutschein der ÖBB, VVT-Monatskarten

Sommer über die besten Schnappschüsse zum Thema

sowie Design-Fahrradtaschen.


Welt-Fest 2010 Mit den IVB Karten für das größte internationale Fest Tirols gewinnen „Heimat, du bist großer Vielfalt“, so lautet das Motto des diesjährigen Welt-Festes, das die IVB auch heuer wieder gerne unterstützen. Es ist das größte internationale Fest in Tirol: Auf vier Bühnen werden am Freitag, 01.10.2010 im Treibhaus zwölf Bands und sechs Volkstanzgruppen wieder rund 2000 BesucherInnen in beste Laune versetzen (Beginn: 20:00 Uhr, Eintritt: 11,- Euro). Zu den musikalischen Leckerbissen zählen heuer u. a. Fatima Spar & Freedomfries, Manu Delago, Les Babacools und Mais Uma. In Sachen Speis und Trank sind zahlreiche MigrantInnenvereine wiederum mit köstlichen Spezialitäten aus der ganzen Welt vertreten. Der Reinerlös des Welt-Fests 2010 kommt den Projekten Vinzibus und Begegnungsbogen zugute. Die IVB verlosen zweimal zwei Karten unter allen Einsendungen, die bis 20.09.2010 unter marketing@ivb.at einlangen. Infos zum Programm unter www.integrationsbuero.at.

Der Firmenlauf

Lange Nacht

am 18. September in Innsbruck

IVB-Shuttledienst plus Gewinnspiel Am 02.10.2010 öffnen österreichweit wieder hunderte Kulturinstitutionen ihre Pforten zu ungewöhnlicher Stunde, wenn zum elften Mal im Rahmen der Langen Nacht der Museen die Nacht zum Tag gemacht wird. Ein IVB-Shuttledienst verbindet wieder alle teilnehmenden Museen in Innsbruck. Zudem verkehren IVB-Busse nach Völs sowie über Wattens nach Schwaz – die Eintrittskarte zum Preis von 12,- Euro (ermäßigt 10,- Euro) gilt dabei zwischen 18:00 und 01:00 Uhr als IVBTicket auf den Sonderrouten. Alle Shuttle-Haltestellen der IVB

Am 18.09.2010 findet in Innsbruck zum neunten Mal die feine Mischung aus Lauf- und Nordic-Walking-Bewerben statt – die IVB sind als langjährige Partner des Tiroler Firmenlaufs gerne wieder mit von der Partie. Auch dieses Jahr wird in Dreierteams gestartet: Laufbegeisterte aus Unternehmen, Organisationen, Institutionen, aber auch Teams aus Berufsgruppen testen gemeinsam ihre Fitness beim Laufbewerb (5,0 Kilome-

werden extra gekennzeichnet. Ausgehend vom „Treffpunkt Museum” am Franziskanerplatz gelangen die BesucherInnen so einfach und bequem von einem Veranstaltungsort zum nächsten. Wer heuer gratis dabei sein möchte, schickt bis 24.09.2010 ein E-Mail an marketing@ivb.at. Die IVB verlosen zweimal zwei Tickets unter allen Einsendungen. Infos zum Programm unter langenacht.orf.at.

ter) oder beim Nordic Walking (3,8 Kilometer). Ausnahmsweise befinden sich Start und Ziel am Platz vor dem Landestheater. Dort geht dann auch die große Open-Air-Party über die Bühne. Der Tiroler Firmenlauf unterstützt heuer das „Netzwerk Tirol hilft“. Anmelden kann man sich für den Firmenlauf noch bis 13.09.2010 unter www.tiroler-firmenlauf.at.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH / Medieninhaber und Verleger: target group publishing GmbH • Zielgruppen Verlag / Karl-Kapferer-Straße 5, 6020, Telefon: 0512 / 58 6020 / Fax: 0512 / 58 6020-20 / marketing@ivb.at www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Fotos: IVB, Via3, Welt-Fest, Tiroler Firmenlauf


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Service

ÖNB vergoldet Wissen In der 6020-Juni-Ausgabe konnten bei unserem – traditionell in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbank durchgeführten – Gold-Quiz wieder drei Philharmoniker im Gesamtwert von 1750 Euro gewonnen werden. Mitte August wurden die Sieger ermittelt.

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er 19. August war einer der wenigen nicht verregneten Tage in diesem August – für eine Innsbruckerin und zwei Innsbrucker war dieser Donnerstag sogar golden, denn der Direktor der ÖNBZweiganstalt West, Armin Schneider, lud die Gewinner des Gold-Quiz zu einer kleinen Feier und Übergabe der Siegermünzen in die Räumlichkeiten der Österreichischen Nationalbank. Den großen Philharmoniker im Wert von 1080 Euro holte sich die zwölfjährige Mittelschülerin Melanie Gebauer, die mit Unterstützung ihrer Mutter Marion das nicht ganz leichte Gold-Quiz-Rätsel löste. Den mittleren Philharmoniker im Wert von 550 Euro gewann der Innsbrucker Arnold Gredler, der dritte Platz bzw. der kleine Philharmoniker im Wert von 120 Euro ging an Edgar Rangger. q

„GELD UND GoLD FASZiNiERT SEiT TAUSENDEN JAhREN.“ ÖNB-Direktor Armin Schneider mit den Gold-Quiz-Siegern Arnold Gredler, Melanie und Marion Gebauer und Edgar Rangger (v.l.n.r.).

„hiatz“ startet durch „ Meissnitzer Band mit Album „hiatz“ auf Erfolgskurs

J Gewinnspiel

unger, authentischer Alpenrock – das ist das Genre, in dem sich die Meissnitzer Band aus dem salzburgerischen Abtenau wohlfühlt. Diese Leidenschaft schlägt sich auch in Zahlen nieder: Das aktuelle Album „Hiatz“ landete auf Platz 17 der Ö3 Top 40. Für die Gruppe um Sängerin Christiane Meissnitzer ist dieser Charterfolg eine Bestätigung für die bisherige Arbeit – und eine Motivation, genau dort weiterzumachen. q

Gewinnspiel

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Service

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Electric City ruft 2 x 2 Karten für Moonbootica & Co. zu gewinnen!

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m 25. Oktober geht die Electric City im Salzlager Hall in die zweite Runde. Zu Gast ist das gefeierte Hamburger Duo Moonbootica, das für Wildstyle vom Feinsten sorgen wird, außerdem kommt der Berliner DJ Oliver Koletzki zum Event nach Hall. Als Lokalmatadore werden The Waz Experience und Tiefklang das Publikum vorwärmen. q

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Wir verlosen 2 x 2 Tickets für die Electric City am 25. Oktober! KW: „Electric City“, Einsendeschluss: 18.10.2010 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · KARL-KAPFERER-STR. 5 · INNSBRUCK GEWINNSPIEL@6020STADTMAGAZIN.AT

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Service

Raiffeisen lädt am 26.9. zum Sumsi-Tag in den Alpenzoo. Viele Überraschungen warten.

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Alpenzoo-Dir. Dr. Michael Martys und RLB-Vorstandssprecher

Dr. hannes Schmid beim Sumsi-Tag im Vorjahr.

Am 26. September Raiffeisen Sumsi-Tag im Alpenzoo – für alle Kinder bis 10 kostenlos!

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m Sonntag, 26. September 2010, findet in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr der „3. Raiffeisen Sumsi-Tag im Alpenzoo Innsbruck“ statt. Auf die jugendlichen Besucher warten viele spannende Stationen mit wissenswerten Informationen über die Bienen. Gleichzeitig darf gemalt und gebastelt werden und auf alle Kinder wartet auch ein tolles Erinnerungsfoto. Der Eintritt und die Fahrt mit der Hungerburgbahn sind für alle Kinder bis 10 gratis. Eltern erhalten gegen Vorlage einer gültigen Raiffeisen Bankomatkarte einen Sonderpreis. Achtung: Das Sumsi-Kombiticket „Bahn + Alpenzoo + Parken“ ist um nur 8 Euro ausschließlich an der Hungerburgbahn-Talstation beim Congress Innsbruck erhältlich! Im Vorjahr kamen zum Raiffeisen SumsiTag im Alpenzoo mehr als 2000 Besucher. Heuer dürften es noch mehr werden. Kein Wunder, zählt doch die Biene zu unseren Kulturträgern in der Landwirtschaft und ist der Raiffeisen Sumsi-Tag im Alpenzoo auch pädagogisch besonders wertvoll. An zahlreichen Stationen wird den Kindern an diesem Tag spielerisch allerhand Wissenswertes zum Thema vermittelt. So können sie z. B. am Ho-

nigbienen-Infostand den Lebenszyklus einer Honigbiene kennen lernen. Am WildbienenInfostand lernen sie alles Wissenswerte über Wildbienen. Ein Allergie-Spezialist vermittelt das Wichtigste rund um Insektenstiche, allergische Reaktionen und zur ersten Hilfe. Am Honig-Infostand gibt ein fachkundiger Imker Hintergrundinfos über die Honiggewinnung, gleichzeitig warten köstliche Kostproben. Auch eine Mal- und Bastelstation wird für die jugendlichen Besucher aufgeboten. Beim Bienen-Magistrat kann dann sogar die Bienenkönigin entdeckt werden. Krönender Abschluss ist die Sumsi-Fotostation – alle Kinder erhalten ein Foto und können dieses gleich mitnehmen. Zusätzlich werden Raiffeisen Sumsi-Rucksäcke verlost.

Aufgrund des zu erwartenden großen Andrangs empfiehlt es sich, mit der Hungerburgbahn zu fahren, da rund um den Alpenzoo nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen!

Sumsi-Kombiticket „Bahn + Alpenzoo + Parken“ um 8 Euro Das Sumsi-Kombiticket ist nur bei der Talstation Hungerburg (Congress Innsbruck) erhältlich. Bei Bedarf stehen Gratis-Parktickets für die Congress- bzw. Citygarage von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung, solange der Vorrat reicht. Gegen Vorlage des gelösten Parktickets wird pro Pkw und Lenker ein Ausfahrtsticket beim Kauf eines Sumsi-Kombitickets ausgehändigt. q

3. Raiffeisen Sumsi-Tag im Alpenzoo am 26. September • Lehrreiches Thema: „Zyklus einer Honigbiene“ • Eintritt frei für Kinder bis 10 Jahre inkl. Alpenzoo-Eintritt und Hungerburgbahnfahrt • Sonderpreis für Eltern mit gültiger Raiffeisen Bankomatkarte www.raiffeisen-tirol.at


Service

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Kulinarischer Kalender im Europa Stüberl Rechtzeitig zum Herbstbeginn startet das 2-Hauben-Restaurant Europa Stüberl ein abwechslungsreiches Kulinarik-Programm.

Begrenzte Teilnehmerzahl Infos und Reservierungen für alle Events: Europa Stüberl im Grand Hotel Europa Tel.: 0512/5931 965 oder www.europastueberl.at

Küchenchef Roland Geisberger & Sous-Chef Martin Burger

i

n den renommierten Stuben mit dem typischen Tiroler Charme und einer heimeligen Atmosphäre werden diesen Herbst und Advent verlockende Veranstaltungen angeboten: Spitzenweine aus Italien und Österreich werden von Produzenten zu mehrgängigen Menüs kredenzt oder beim „Grand Hotel Europa Winzerfest“ vom Winzer zur Verkostung gereicht. Ein Sternekoch aus Rom gibt sich gemeinsam mit Europa-Küchenchef Roland Geisberger die Ehre und nach dem traditionellen Ganslessen verführt das Europa Stüberl mit unwiderstehlichen Adventangeboten die heimischen Genießer.

„Weine im Einklang mit der Natur“ Am 16. September 2010 erfährt man, dass der Name Loacker nicht nur für beste Waffeln, sondern seit geraumer Zeit auch für hohe Qualität im italienischen Weinbau steht. Die Leidenschaft von Rainer Loacker und seinen Söhnen gilt nämlich dem bio-dynamischen Weinanbau, der mittlerweile auf drei Weingütern in Südtirol und der Toskana erfolgreich praktiziert wird. Im Europa Stüberl werden diese Weine zu einem 5-Gang-Menü kredenzt und von der Winzerfamilie persönlich kommentiert. Preis € 48,00 pro Person.

„Römische Nacht“

„Advent am Freitag“

Am 14. Oktober 2010 – ein kulinarischer Abend der besonderen Güte mit dem römischen Sternekoch Heros de Agostinis. Stationen wie die Villa Crespi/Lago d’Orta oder die Residenz Heinz Winkler/Aschau sind nur zwei Stationen einer Kochkarriere mit Berufung. Dazu eine langjährige Tätigkeit im römischen Gourmettempel La Pergola (3-SterneMichelin), wo Heros als Sous-Chef mit dem Jahrhundertkoch Heinz Beck kocht. Mit einem 6-Gang-Menü und Weinbegleitung vom Weingut Castello di Vicchiomaggio bietet Heros de Agostinis zusammen mit Küchenchef Roland Geisberger ein Highlight für alle Genießer. Preis € 68,00 per Person.

An jedem der Adventfreitage lädt das Europa Stüberl zu einem stimmungsvollen Abend bei Kerzenschein und musikalischer Begleitung. Ob im Familien- und Freundeskreis oder als Rahmen für das Firmenweihnachtsessen, ein rundes Angebot auf 2-Hauben-Niveau erwartet den Gast: Aperitif, 4-Gang-Menü, drei passende Weine, Wasser und Kaffee zum Fixpreis von € 47,00 pro Person. q

„Das Winzerfest“ Am 4. November 2010 – die Winzer Franz Pichler (Wachau) und Franz Türk (Kremstal) sowie die Winzerfamilien Hundsdorfer, K&K Kirnbauer und Pfneisl (alle Mittelburgenland) stellen an diesem Abend persönlich ihre Lieblingsweine vor. Mit Schmankerln aus der Region und musikalischer Begleitung können sich alle Weinliebhaber und solche, die es werden wollen, schon jetzt auf einen locker-fröhlichen Abend freuen. Preis € 25,00 per Person.

Gewinnspiel Heros de Agostinis

Zu gewinnen gibt es ein 6-Gang-Menü mit Weinbegleitung für 2 Personen, zubereitet vom römischen Gastkoch & Roland Geisberger, sowie eine Übernachtung im Grand Hotel Europa (Termin: 14.10.2010). KW: „Römische Nacht“ Einsendeschluss: 30.9.2010 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse GEWINNSPIEL@GRANDHOTELEUROPA.AT


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motor

ALLES CoUNTRY, MANN? Ein wenig Retro, ein Touch von SUV und viel Fahrspaß auf hartem Pflaster und in der Botanik liefert der neue Mini Countryman. Der cool gestylte Landmann mit vier Türen und einer großen Heckklappe startet am 18. September und überschreitet als erstes Mitglied der schicken Mini-Fam ilie erstmals die Vier-Meter-Marke. Außerdem: Mit dem optionalen Allradantrieb Mini ALL4 lässt der ab 20.990 Euro erhältliche Countryman auch keine Zweifel an seinen überlegenen Offroad- Qualitäten aufkommen.

Van-tastisch

Platin für Jaguar

Flotter Wikinger

Die schwedische Premium-Limousine Volvo S60 ist das ausdruckstärkste und zugleich dynamischste Fahrzeug, das Volvo jemals gebaut hat. Der ab 29.700 Euro erhältliche S60 bietet mit der neuen Fußgängererkennung inkl. automatischer Vollbremsung ein bahnbrechendes Sicherheitssystem und ist wahlweise mit fünf Benzinmotoren von 150 bis 304 PS und zwei Turbodieselaggregaten mit 163 bzw. 205 PS verfügbar. Darüber hinaus folgt noch eine äußerst umweltfreundliche 1,6-Liter-DRIVe-Variante mit 115 PS und 6-Gang-Getriebe, die sich im Schnitt mit 4,3 Liter Diesel (115 g/km CO2) begnügt.

Die Marke Jaguar feiert heuer ihren 75. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums haben die Jaguar-Designer den „XJ75 Platinum Concept“ entworfen, der Mitte August beim Concours D’Elegance im kalifornischen Pebble Beach präsentiert wurde. Konstrastierendes Weiß-Schwarz ist das dominierende Thema beim XJ75, der von einem 5-LiterV8-Kompressormotor angetrieben wird. Der in Mattweiß (Satin Pearlescent White) lackierte, aggressiv wirkende Luxusliner ist mit maßgefertigten, in Schwarz mit hellen Kontraststreifen versehenen 22-Zöllern bestückt, die in Bewegung an Stockcar-Reifen erinnern. Auch im Innenraum der getunten XJ-Limousine wird das Kontrast-Thema mit schwarzer Vollleder-Ausstattung, weißen Kontrastnähten auf Sitzen und Dachhimmel, weißen Paneelen usw. fortgesetzt. Ob der XJ75 Platinum je in Serie gebaut wird, steht derzeit noch im Raubkatzen-Himmel.

Volkswagen hat einen neuen Van. Den Sharan, der mit 4,85 Metern exakt 22 Zentimeter länger als der Vorgänger ist. Mit bis zu sieben Sitzplätzen, bis zu 2430 Litern Stauvolumen, bis zu neun Airbags und insgesamt 33 Ablagen und unzähligen kleinen Detaillösungen, die den automobilen Alltag besser machen. Mit integrierten Kindersitzen und riesigem Panoramaschiebedach, Start-Stopp-System und Rekuperation (Rückgewinnung kinetischer Energie, die in der Batterie zwischengespeichert wird). Ein Van, der in der Motorversion mit 140 PS nur 5,5 Liter/100 km braucht (analog 143 g/km CO2). Das ist der neue Weltbestwert dieser Klasse: Es handelt sich um die Neuauflage des Sharan, der am 13. September bei den Volkswagenhändlern steht. Die dritte Sharan-Generation fährt bereits ab 34.500 Euro (1.4 TSI-Benziner, 150 PS, 6-Gang-Getriebe) aus dem VW-Salon, die Zweiliter-Dieselvariante mit 140 PS kostet 35.660 Euro.


motor

pS-promiS p oPEL-VERKAUFSBERATER Manfred Mair mit „Jubilar“ Udo Dorfner und Serv iceleiter Karl Huter (v.l.n.r.)

opel-Jubiläum

Bereits vier Monate nach dem Verkaufsstart der Rüsselsheimer Marke freut sich die Autowelt Denzel-Unterberger über den einhundertsten verkauften Opel. Der „Jubilar“ Udo Dorfner erhielt Mitte August im Rahmen einer kleinen Feier von Opel-Verkaufsberater Manfred Mair die Schlüssel zu einem nagelneuen Meriva überreicht. „Der geräumige Meriva ist das optimale Fahrzeug für mein großes Hobby, den Radsport“, freute sich der passionierte Radler bei der Fahrzeugübergabe. Mit mittlerweile über einhundert verkauften Opel-Modellen liegt der in der Innsbrucker Rossau angesiedelte Fahrzeughändler klar über den Erwartungen für seine neue Marke. Dabei kommt der Erfolg für Autowelt-Betriebsleiter Wolfgang Amadeus Paschinger nicht von ungefähr: „Opel verfügt über modernste Technologien und hat eine Modellpalette, die sämtliche Bedürfnisse der europäischen Kundenerwartung abdeckt. Nicht umsonst ist Opel traditionell die Nummer zwei in Österreich.“

Neuer Chef

Gerhard Mairhofer hat mit 1. August die Geschäftsleitung von Porsche Innsbruck übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Angelika Röck an, die Mutterfreuden entgegensieht und aus familiären Gründen in ihre Heimat Salzburg zurückkehrt. Mairhofer war schon von 1997 bis 2006 als Porsche-Markenleiter sehr erfolgreich tätig und wechselte danach in die Pappas-Gruppe als Geschäftsführer der Retterwerke Tirol. Andreas Resch fungiert weiterhin als Vertriebsleiter für Vowa und Porsche Innsbruck und konzentriert sich auf die Marken Audi und Seat. Unverändert weitergeführt wird die bewährte Verbundkonstruktion VW-Pkw, Audi, VW Nutzfahrzeuge, Škoda und Seat unter der Gesamtleitung von Erwin Cassar.

Herbstmesse

Herbstmesse von Volkswagen. 13. – 30. September 2010. 13. – 30. September 2010.

MS-Design spendiert Power-Wochenende

„Der ökologische Gedanke soll sich in allen Bereichen des Lebens niederschlagen“, betonte Wohnbau- und Umweltreferent LHStv. Hannes Gschwentner bei der diesjährigen Frühjahrsmesse. Aus diesem Grund bekamen jene Tirolerinnen und Tiroler, die am Stand der Wohnbauförderung an der Umfrage „Wie wohnt Tirol“ teilgenommen haben und beim Gewinnspiel gezogen wurden, ein Wochenende mit einem Elektroauto vom Anbieter EH*line. Im August war es dann so weit. Das Elektroauto aus dem Hause MS Design wurde an die glücklichen Gewinnerinnen übergeben: Eva Zeni aus Haiming und Sandra Tangl aus Imst konnten zwei Tage lang die neue Mobilitätsform der Zukunft testen. MS-Design-Marketingleiter Martin Bucher (li.) und EH*line-GF Manuel Santer (re.) freuten sich bei der Übergabe des kleinen Powerbündels mit der Familie Zeni.

Wir präsentieren Ihnen auf der Herbstmesse von Volkswagen zahlreiche neue Modelle wie zum Beispiel den neuen Sharan, den neuen Touran, den neuen Caddy und den neuen Amarok. Überzeugen Sie sich am besten selbst. Von 13. bis 30. September in unserem Autohaus.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Verbrauch: 4,6 – 7,8 l/100 km. CO2-Emission: 121 – 126 g/km. Symbolfoto.

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motor

Statistik

Österreichs

Ladenhüter D

er kompakte Dauerbrenner, VW Golf, ging auch in den ersten sechs Monaten weg wie warme Semmeln: Insgesamt fuhren 11.135 verkaufte Modelle (6,56 Prozent Marktanteil) aus den Schauräumen der heimischen Volkswagenhändler. Welche Marken und Modelle bei Herrn und Frau Österreicher nicht so gut ankamen, zeigt eine aktuelle ÖAMTC-Rangliste der Verlierer-Modelle. q

VW PhAEToN

Die Flop-Autos im ersten Halbjahr 2010

VW Phaeton. Die Luft in der Oberklasse ist dünn, der Phaeton-Erfolg hat sich nie wirklich eingestellt: Der luxuriöse Wolfsburger wechselte heuer erst einmal den Besitzer.

Saab 9-5. Die schwedische Marke ist seit kurzem zudem in den Händen des holländischen Sportwagen-Herstellers Spyker, mögliche Interessenten sind vielleicht verunsichert: Nur ein 9-5er der ersten Generation wurde seit Jahresbeginn zugelassen.

1 Stück

Lexus SC. Der japanische Luxus-Roadster ist teuer, die Klassen-Konkurrenz groß. Resultat: Nur ein SC wurde seit Jänner zugelassen.

1 Stück

hyundai Tiburon. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis kann nicht punkten: Der Tiburon verkaufte sich seit Jahresbeginn gerade ein Mal.

1 Stück

honda Legend. Wenig legendär: Ein einziger Honda Legend wurde

1 Stück

heuer bisher zugelassen.

Nissan Murano. Mutiges Design, mäßiger Erfolg: Seit Jänner verließen nur zwei Murano den Schauraum.

2 Stück

Mazda Rx-8. Das exotische Konzept eines Front-Mittelmotor-Coupés ist nur bedingt aufgegangen: Heuer verkauften sich bisher erst drei RX-8, die Produktion wird demnächst eingestellt. Grund: Keine Euro-5-Zertifizierung.

3 Stück

Daihatsu Copen. Das winzige Fernost-Cabrio von Daihatsu

3 Stück

verkaufte sich heuer bisher nur drei Mal Ende. Juli wurde die Produktion eingestellt.

Alfa GT. Die Alfisti quittieren das gewöhnungsbedürftige Design des GT mit mäßigen Verkaufszahlen: Nur drei Stück wurden heuer bisher zugelassen.

BMW 6er. Bayerisches Sorgenkind: Nur vier Sechser-BMW wechselten 2010 bisher den Besitzer. MAZDA Rx-8

6020

Sonderpr eiS:

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4 Stück 4 Stück

Chevrolet Epica. Ein großer Name im Emblem, unterm Blech kore-

5 Stück

anische Gene: Der Epica rollte 2010 bisher nur fünf Mal auf die Straße.

Nissan Pathfinder. Im Gelände kaum zu stoppen, beim Zulassungs-Erfolg aber schon: Nur zehn Pathfinder wechselten seit Jänner den Besitzer. verkaufte sich seit Jahresbeginn nur zehn Mal.

10 Stück 10 Stück

Dodge Nitro. Die brachiale US-Optik wird von den Österreichern nicht goutiert: Nur zehn Nitro wurden seit Jänner zugelassen.

10 Stück

Daihatsu Materia. Das Design polarisiert: Nur elf Käufer wagten

11 Stück

sich seit Jänner an den Daihatsu Materia. Die Produktion wird im September gestoppt.

Mercedes R. Die Mischung aus Großraum-Van und Limousine ist ungeliebt: Bisher rollten 2010 nur 13 neue R-Klassen aus dem Schauraum.

13 Stück

Porsche Cayman. Mit allen Porsche-Qualitäten versehen, im

18 Stück

Vergleich zu seinen Werksbrüdern aber mit geringem Verkaufserfolg: Der Cayman wurde in der ersten Jahreshälte 18 Mal zugelassen.

CiTRoËN C3 PLURiEL

3 Stück

Audi RS5. Extreme Fahrleistungen, die man sich leisten können muss: Das Ingolstädter Kraftpaket verkaufte sich seit Jänner gerade vier Mal.

Citroën C6. Ein Fall für frankophile Individualisten: Der elegante C6

DAihATSU MATERiA

1 Stück

Citroën C3 Pluriel. Pfiffig und variabel, auf der Straße aber ein eher seltener Anblick: Der C3 Pluriel verkaufte sich seit Jahresbeginn nur 18 Mal.

18 Stück

hyundai Sonata. Der Koreaner punktet mit tollem Preis-Leistungs-

20 Stück

Verhältnis, dennoch wechselten seit Jänner nur 20 Sonata den Besitzer.

Quelle: ÖAMTC, Zulassungen Österreich, erstes Halbjahr 2010


motor

ViEL FAhRVERGNüGEN für wenig Geld: Peugeot Tweet mit 50 oder 125 ccm.

Peugeot

t. ee w T Und die Stadt gehört dir!

T

weet. Schon der Name klingt nach fröhlicher Musik. Und tatsächlich scheint der Tweet, der neueste Scooter von Peugeot, beim Fahren das Tanzbein zu schwingen. Unbeschwert und leichtfüßig setzt er über grobes Pflaster, Kanaldeckel und Bordsteinkanten der Innenstädte hinweg. Die großen 16-Zoll-Räder bügeln die meisten Bodenunebenheiten einfach glatt. Gleichzeitig betonen sie die schlanke Linie des Tweet, der mit seinem betörenden Look wohl vor allem trendbewusste Kunden für sich gewinnen will. Chrom-Retroelemente

und die dezenten Farben Schwarz und Creme verleihen dem Tweet einen Hauch nostalgischer Romantik. Gleichzeitig sorgt topaktuelle Technik für unbeschwertes Fahrvergnügen: Zwei kräftige, laufruhige und umweltfreundliche Viertaktmotoren stehen zur Wahl, mit einer 3,9 PS starken 50-ccm-Variante für den Stadtverkehr und mit 125 ccm bzw. 8,6 Pferdestärken für längere Etappen. Guter Wetterschutz, eine behagliche, perfekt geformte Zwei-Personen-Sitzbank, ein geräumiges Staufach und der offene

Durchstieg für den Einkauf machen Lust auf längere Touren. Auch bei anderen Ausstattungsdetails wie dem übersichtlichen Cockpit, dem vorbildlich hellen Scheinwerferlicht und den souverän zupackenden Scheibenbremsen vorn und hinten zeigt sich der Tweet so ausgereift und komplett, wie man es bei den günstigen Preisen kaum vermuten würde. Den Tweet 50 ccm gibt es beim Innsbrucker Peugeot-Händler Moriggl bereits um 1599 Euro, die 125-KubikmeterVersion kostet 1999 Euro. Weitere Infos unter www.peugeot-scooter.at. q

Es gibt mehr im Leben als einen Volvo. Es gibt die freudige erkenntnis, dass mit dem richtigen auto selbst die schärfste kurve nichts anderes ist als eine gebogene gerade. Deshalb gibt es Jetzt den neuen Volvo S60.

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motor

Für Venga-Boys & Girls Er ist sympathisch, praktisch und spritzig: Venga heißt der scharfe Kompakt-Van von Kia, der neue Standards in seiner test: Walter mair Klasse setzt. Der Viermeter-Pfiffikus im 6020-Test.

K

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167 km/h

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117 g/km

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4068/1765/1600 mm, 1395 kg

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ab 15.990 Euro, Testmodell inkl. Navi & E-Dach 22.690 Euro

ia hat seinem Kleinwagen den temperamentvollen Namen Venga verpasst – frei aus dem Spanischen übersetzt: „Los, komm!“ Dieser Aufforderung kommen wir natürlich gerne nach, um uns von den Qualitäten des schicken Koreaners überzeugen zu lassen. Bereits auf den ersten Blick ist klar erkennbar, dass der flott designte Venga vom kastenförmigen „Mini-Van“-Profil, das normalerweise mit B-Segment-MPVs verbunden wird, weit entfernt ist. Der auf der Plattform des Soul basierende Koreaner versteht es gekonnt, mit seinen „Kulleraugen“Scheinwerfern Aufmerksamkeit zu erregen. Einen Touch von Sportlichkeit vermittelt die Heckansicht, die den Schriftzug „EcoDynamics“ trägt. Soll heißen, dass dieses Modell über Kias Start-Stopp-Technik verfügt und damit besonders sparsam ist. Auf den Punkt gebracht: Der 4,07 Meter lange Cityflitzer versprüht den Charme einer jungen, unbekümmerten Generation. Das merkt man schnell beim Einsteigen: Familiengründer strahlen aufgrund des üppig vorhandenen Raumangebotes und freizeitorientierte Menschen staunen über clevere Detaillösungen zur Unterbringung ihres Sportequipments.

Sympathische Perspektiven. Der Sympathikus mit einem ungewöhnlich langen Radstand von 2,62 Metern und einer Dachhöhe von 1,6 Metern bietet vor allem großgewachsenen Passagieren so viel Platz, wie es sonst nur in C-Segment-Modellen zu finden ist. Befinden sich die Sitze in Normalposition, fasst er 440 Liter. Hinzu kommt ein Staufach im Gepäckraumboden mit zwei Ebenen, das das Gesamtvolumen auf 570 Liter vergrößert. Darüber hinaus ist die Rückbank im Verhältnis 60/40 teilbar und lässt sich so einklappen, dass sogar eine ebene Ladefläche für ein Gesamtfassungsvermögen von 1250 Litern entsteht. Keine Frage: Eine Urlaubsfahrt mit Kind, Kegel und Gepäck stellt für einen Venga niemals ein Problem dar, weil auch der mitgelieferte Komfort bei der uns zur Verfügung gestellten Ausstattungslinie Active Pro begeistert. Neben der vom Lederlenkrad mit Aluapplikationen steuerbaren Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat, MP3-fähiger CDSoundanlage inklusive nostalgischer Radiofrequenzskala fühlt man sich in dem um 21.790 Euro erhältlichen Venga beinahe wie ein Geburtstagskind, das zur weiteren ÜberSChMUCKES CoCKPiT: ActivePro-Ausstattung mit Lenk rad-F B, USB und iPod-Anschluss, Fullscreen-Nav i und Panoramadach


motor

raschung eine in das Navigationsdisplay integrierte Rückfahrkamera (zusätzlich zu den Parksensoren) mitgeliefert bekommt. Da will man sich dann unbedingt noch das Panoramadach leisten, das optional um 800 Euro zur Verfügung steht. Und für die Sicherheit stehen sechs Airbags, die elektronische Stabilitätskontrolle ECS, die Traktionskontrolle TCS sowie ein Berganfahrassistent bereit. Obwohl der Venga über großzügig dimensionierte Außenspiegel verfügt, fehlt – zur Vermeidung des toten Winkels – der wichtige Sicherheitsknick im Glas.

Spritziges Aggregat. „Südländische“ Gene kann man dem in Deutschland entwickelten und in Tschechien produzierten Venga wirklich nicht absprechen: Unter der Haube des knapp 1400 Kilogramm schweren Minivan werkt ein 90 PS starker Vierzylinder-Turbodiesel, der den kleinen Koreaner wieselflink durch die Cityschluchten feuert: den Sprint auf 100 km/h vollendet der mit sechs Gängen bestückte Koreaner bereits in rund elf Sekunden. Dank straff abgestimmtem Fahrwerk fühlt sich der flotte Minivan aber auch auf kurvigem Terrain äußerst wohl. Zur finalen Überraschung präsentierte sich der Venga als absoluter Verbrauchs-Sparefroh (Test 5,1 Liter/100 km) und großer Umweltfreund (117 g/km CO2). Und sieben Jahre Garantie spendiert Kia noch dazu. q

Kleiner Sprinter mit vier Ringen Audi gibt Gas: Mit dem Marktstart des spritzig designten A1 setzen die Ingolstädter zum Überholvorgang im Kleinwagen-Segment an.

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s kommt nicht immer auf die Größe an: Audi liefert mit seinem neuen PremiumModell A1 den Beweis, dass auch ein Kleinwagen ein vollwertiges Fahrzeug sein kann. Der dreitürige Ingolstädter, der auf der Plattform des VW-Polo basiert, präsentiert sich als sportlich-trendiges City-Auto, das schon auf den ersten Blick beide Geschlechter zu begeistern versteht. Der stylische Newcomer mit Singleframe-Kühlergrill und tief geformten Unterlidern („Wing“-Kontur) in den Front-Scheinwerfern zeigt bei der Seitenansicht ein neues Designelement auf: ein fließend eleganter Dachbogen, den Audi auf Wunsch in vier verschiedenen Farben lackiert. Und: Zur optisch gelungenen Abrundung der Seitenansicht tragen wie beim TT und beim R8 die auf den Türen aufgesetzten Außenspiegel bei. Ein Dachspoiler, eine markant geformte Heckklappe, keilförmig gestaltete Endleuchten und ein sportlich-schwarzer Diffusor in der Schürze runden den flotten A1-Auftritt auch aus dieser Perspektive perfekt ab. Das Interieur des A1 ist geräumig, licht und leicht. Die Instrumententafel weist Ähnlichkeit mit einem Flugzeugflügel auf, ihre vier runden Luftausströmer erinnern an JetTurbinen. Ob farbige Luftausströmer, LED-Innenleuchten oder Bezüge in expressiven Farben – die Ausstattungslinien Attraction und Ambition liefern eine Fülle von Individualisierungsmöglichkeiten.

Geballter Fahrspaß. Audi schickt den neuen A1 mit zwei TDI (1,6 Liter, 90 bzw.105 PS) und zwei TFSI-Motoren (1,2 Liter 86 PS / 1,4 Liter 122 PS) an den Start. Im Stand kaum hörbar, gibt sich der 105 PS starke Turbodiesel auch bei höherem Tempo sehr dezent. Der A1 ist sportlich straff abgestimmt und liebt flottes Kurvenfahren genauso wie zügiges Tempo auf Landstraßen und Autobahnen. Den ultimativen Fahrspaß liefert jedoch die 1,4-LiterBenzinvariante mit 122 PS und optional verfügbarer Siebengang S tronic. Die kostet zwar etwas mehr als die schon ab 16.500 Euro erhältliche Einstiegsvariante (1,2 TFSI, 86 PS, 5-Gang-Schaltgetriebe), dafür wird ab 20.580 Euro ultimatives Formel-1-Feeling (Lenkradwippen) mitgeliefert. Last but not least: In sämtlichen Varianten überzeugt der neue Premium-Audi dank serienmäßiger Start-Stopp-Technik mit geringem Verbrauch – zwischen 3,8 und 5,3 Litern pro 100 Kilometer. q

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h c il M l o ir T & io d a R e if L Der

b e i r t f u a m l a n e i Famil lie die Tirol Milch Alm bei mi Fa te ers als l: Zie 1 , eld isg Pre 2 Familien, 1000 Euro mit einer anderen Familie. h sic Sie en tch ma d un t mi Sie Kramsach erreichen! Machen nende. Gutscheine und ein Alm-Woche lch Mi ol Tir he eic hlr za ro, Eu Es warten 1000 wie 02. & 09. Oktober. Termine: 18. & 25. September so f www.liferadio-tirol.at Alle Details und Anmeldung au

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LEBEN Zeiträuber des Monats Promi-Talk. Dass Twitter das neue

Lieblingsspielzeug mitteilungsbedürftiger Stars und Sternchen ist, hat sich herumgesprochen. Wem es zu mühsam ist, jeden der schrägen Vögel selbst zu „followen“, der kann sich auf www. celebritytweet.com das Best Of der aktuellen Promi-Kurzmitteilungen zu Gemüte führen. Uns Europäern sind zwar einige der US-„Celebrities“ komplett unbekannt, was die Damen und Herren der Welt so mitteilen, ist trotzdem amüsant.

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Bücherzirkel Spiel mir das Lied ...

Schon was vor?

Der 6020 Event-Tipp – Da kannst du was erleben.

„Sprachsalz“-Literaturtage, 10.–12. September, Hall

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um achten Mal finden von 10. bis 12. September die internationalen Literaturtage mit dem charmanten Titel „Sprachsalz“ in Hall statt. Gelesen wird bei freiem Eintritt, und zwar unter anderem im Parkhotel, im Kurhaus und auch in der Wä-

scherei P. Als Höhepunkt findet am Samstag, 11. September der große SprachsalzAbend im Parkhotel statt, bei dem in diesem Jahr Michel Butor, Hettie Jones, Georg Kreisler und Barbara Peters zu Gast sein werden. q

Im frisch geschaufelten Grab probeliegen. Das ist eine der schlechten Angewohnheiten des Totengräbers Max Broll. Ausgerechnet im Grab des magersüchtigen Models verliert er seine Uhr. Als er sie später bergen möchte, stellt er fest, dass die Bernhard Aichner: Leiche verschwunden ist Die Schöne und der Tod, ... Das Krimidebüt des Haymon Verlag Innsbrucker Autors Bernhard Aichner ist schräg und komisch. Knappe Dialoge, abgehackte Sätze, eigenwillige Figuren und eine gruselige Story – die perfekten Zutaten für einen gelungenen Krimi. Leider kommt das Ende eine Spur zu schnell.

Rosa ist das neue Pink

Was im Moment gerade total angesagt ist – ehrlich!

Sandwiches sind die neuen Kunstwerke

Der Trend, komplett durchschnittliche Jobs mit tollen englischen Fantasienamen aufzuwerten, treibt immer absurdere Blüten. Nachdem Facility Manager und Junior Sales Assistants schon fast zum Sprachalltag gehören, sucht „Subway“ nun im Ernst „Sandwich Artists“ für seine Fastfood-Lokale. Die künstlerische Aufgabe: vorgeschnittenes Brot belegen.

Seit einiger Zeit kann man auf Amazon auch Lebensmittel bestellen. Anbieter wie „Froodies“ verkaufen so ziemlich alles von backfrischem Brot über Gummibärchen bis zur Salatgurke. In der Praxis schaut das Ganze gleich nicht mehr so toll aus: Für Österreich beträgt die Lieferzeit ein bis zwei Tage und das Porto kostet schnell mal 20 Euro pro Bestellung.

Samstag ist der neue Montag

Wer auf TV-Serien steht, sollte sich ab sofort den Samstagnachmittag freihalten – denn da gibt es auf ORF1 wirklich alles, was das Herz begehrt: zwei Folgen „How I Met Your Mother“, zwei Folgen „Big Bang Theory“, zwei brandneue (!) Folgen „Simpsons“, zwei Folgen „Scrubs“ und als Krönung dann auch noch die neue Staffel von „Mein cooler Onkel Charlie“. © ORF

© SUBWAY

Amazon ist der neue MPreis


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SERIE

MUNDART Kochen ohne Wenn und Aber mit Flo

Seidl

Der Zwetschke ihr Knödel Ein Spätsommerklassiker, wie er besser nicht sein könnte: Zwetschkenknöde l mit Bröseln und Zucker. Mund Art geht schon mal das Bäumchen schütt eln.

K

ennst du die Einmerker in den alten Kochbüchern? Da, wo du auf jeder Seite das Küchenleben der letzten hundert Jahre spüren kannst. Originalflecken. Eselsohren aus der Zeit. Tipps in selbstgekritzelter Kurrentschrift. Kochkurszeugnisse. Einkaufslisten. Gebetskärtchen. Fleißbildchen. Mein Lieblingseinmerker aber ist die Seite 109. Einst der Zeitschrift „Der Brenner“ entrissen, liegt sie nun auf Seite 424, merkt sich einen Spätsommerklassiker und versetzt in passende Stimmung:

„Verklärter Herbst“ von G. Trakl Gewaltig endet so das Jahr Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten. Rund schweigen Wälder wunderbar Und sind des Einsamen Gefährten. Da sagt der Landmann: Es ist gut. Ihr Abendglocken lang und leise Gebt noch zum Ende frohen Mut. Ein Vogelzug grüßt auf der Reise. Es ist der Liebe milde Zeit. Im Kahn den blauen Fluß hinunter Wie schön sich Bild an Bildchen reiht – Das geht in Ruh und Schweigen unter. Mehr von Trakl findet man übrigens noch bis 19. September im Ferdinandeum: „Zeitmesser: 100 Jahre ‚Brenner‘“. Mehr vom Spätsommerklassiker folgt jetzt: Zwetschkenknödel mit Topfenteig. q

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Teig: 400 g Topfen §10 ¨ Fett i. T.©, 1ª0 g glattes Mehl, 60 g Butter, 1 Ei, 1 Eigelb, 1 unbehandelte Zitrone, 1 ¥rise Salz« außerdem: 1¬ Stanzer Zwetschken, 140 g Butter, 120 g Semmelbrösel, Zimt, Zucker zum Bestreuen

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ereit n

Rechtzeitig Butter und Eier aus dem Kühlschrank nehmen und erst handwarm verarbeiten. Butter mit Salz und geriebener Zitronenschale schaumig rühren. Ei und Eidotter untermengen. Mehl und Topfen einarbeiten und zu einem glatten Teig kneten. Im Kühlschrank vier Stunden rasten lassen. In der Zwischenzeit die Zwetschken waschen, nicht entkernen, und trockenreiben. Vom Teig zwetschkengroße Stücke mit der bemehlten Hand abstechen, etwas flach drücken und die Zwetschken umhüllen. Runddrehen. In kochendem Salzwasser 1® Minuten sanft wallend ziehen lassen. Ab und zu die Knödel anstupfen, damit sie sich drehen. Semmelbrösel mit Zimt in geschmolzener Butter goldbraun rösten. Knödel vorsichtig aus dem Wasser heben und in den Butterbröseln wälzen. Anrichten, gezuckert servieren.

t n er Zwetschken

Am Fuße der Lechtaler Alpen liegen die Hänge der Obstbauern von Stanz, Grins und ¥ians. Dort wächst eine Zwetschkensorte, die sich besonders gut ans Tiroler Klima angepasst hat: die Stanzer Zwetschke. Angeblich vom Hl. ¦anisius nach Tirol gebracht, traditionsreich gehegt und gepflegt, findet sie sich aromareich in zahlreichen Spezialitäten wieder.


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r u z r u t l u k a m r e P Von der

Multikultur Im Caritas-Integrationshaus in der Innsbrucker Gumppstraße ist der Garten so bunt wie die Bewohner. Ein 6020-Lokalaugenschein. Von Isolde Zwerger

zu schützen“. Doch schließlich wurde aus dem ursprünglich reinen Permagarten, „der eher einen komplizierten Kreislauf hat“, ein Garten für alle. Ein Garten für die Bewohner des Integrationshauses genauso wie für deren Nachbarn und die Mitarbeiter.

AROMATISCH. Treff punkt Kräutergarten

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wischen 20 und 50 Schnecken sammelt Vroni Windischer täglich ein. Und den Läusen rückt die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Caritas-Integrationshauses in der Innsbrucker Gumppstraße mit stinkendem Brennnessel-Sud auf den Leib. Mit der Natur, ohne Gifte, ohne Düngemittel. Dieses Credo gilt nach wie vor. Denn schließlich sollen es „reine Bioprodukte“ sein, die im Garten wachsen, erklärt Ulli Reitmeir, ehemaliges Vorstandsmitglied des Integrationshauses und immer noch leidenschaftliche Gärtnerin. Viel Mulchen sei übrigens auch gefragt gewesen, das heißt, die Erde mit Gras und Stroh zu bedecken, „um sie vor dem Austrocknen

© 6020/BERGER (ALLE)

Andere Kulturen, andere Gewürze. Fein säuberlich reihen sich die Beete hier aneinander – und jedes spricht seine eigene Sprache. Da gibt es die zierlichen Blümchen, die von den aufgeweckten Kinderkrippen-Besuchern mit kleinen Gießkannen und großem Eifer gewässert werden. Da sprießt etwas weiter auch bald der Spinat, weil die Kinder der Montessori-Schule gerade ihr Beet bereiten und etwas Winterfestes brauchen. Und zwischen saftigen großen Zucchini-Blättern, Maggi-Kraut, Dost, also wildem Oregano, Zitronenmelisse, Salbei und Rucola gedeiht auch das ein oder andere exotische Kraut, das man als Otto-Normalgärtner gar nicht (mehr) kennt. Schließlich wüssten heute nur mehr die wenigsten Menschen Bescheid über die Pflanzen, die in ihrer Umgebung wachsen, so Reitmeir. Und: In anderen Kulturen schmecken auch andere Gewürze, wie Tamou Stitou aus Marokko anschaulich macht, in deren Beet sich Pfefferminze und Koriander breit machen. „Pfefferminze muss bei uns in den Tee“, sagt sie. „Und zum Ramadan, dem islamischen Fastenmonat (Beginn war am 11. August; Anm.), brauche ich dringend Koriander.“ Denn: „Zum Frühstück, also der ersten Mahlzeit nach Sonnenuntergang, wenn wieder gegessen werden darf, wird mit diesem Gewürz eine spezielle Suppe zubereitet, die ohne Koriander nicht schmeckt.“ Und Frau Stitou meint nicht die KorianderSamen, wie man sie bei uns verwendet. Es ist das „sehr aromatische Kraut“, das bei ihr in den Kochtopf wandert und das in den Geschäften wegen der großen Nachfrage jetzt sehr teuer sei. Seit sieben Jahren lebt die Marokkanerin in Österreich, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit Mai arbeitet die Juristin, die in ihrer Heimat einem anspruchsvollen Job nachging, im Integrationshaus als Reinigungskraft, aber auch im Bereich Dialog. „Das Kopftuch ist ein Problem bei der Arbeitssuche“, erklärt sie gelassen. In Banken, Versicherungen und Geschäften habe sie noch keine Angestellten mit Kopftuch gesehen. Im Integrationshaus fühle sie sich frei, hier passen auch die Arbeitszeiten. Und: „Nachbarn, Mitarbeiter und Bewohner sind wie eine große Familie.“ Und die versucht Vroni Windischer so zahlreich wie möglich im Garten zu einen. „Ich schaue, dass möglichst viele ein Platzl bekommen“, erklärt sie.


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Tamou Stitou und Vroni Windischer (re.)

„Nachbarn, Mitarbeiter und Bewohner sind wie eine große Familie.“ VRONI WINDISCHER

Radieschen bewundern. Auch sonst sehr zurückgezogen lebende Bewohner sehen den Garten als Oase. „Da hat ein tschechischer Bewohner ein Kartoffelbeet angelegt, im Erdreich einer Polin nebenan wächst wild der Dill und eine nigerianische Familie macht mit der Bepflanzung eines Stückchens Erde gerade eine komplette Neuerfahrung“, schildert Windischer. So hätte die afrikanische Familie beim Jäten auch Tomatenpflanzen mit ausgerissen, weil sie sie für Unkraut hielten. Und deren Sohn traute seinen Augen kaum und trommelte umgehend seine gesamten Fußball-Freunde zusammen, um mit allen die neu gewachsenen Radieschen zu bewundern. Ungläubig staunte auch mancher Bewohner, als Integrationshaus-Nachbarn ihre Beete im gemeinsamen Garten mit Mist düngten. „Später, als die Kräuter wirklich höher wuchsen, hatten sie dann ein Aha-Erlebnis“, berichtet Windischer. Verdörrt hingegen ist der grüne Koriander bei Elmira Amirchanjan, auch vom armenischen Gewürz „Zitron“, mit dem in ihrer Heimat Gerichte mit Faschiertem und Saucen veredelt werden, sind nur mehr ein paar Stiele übrig. Der Rest der Pflanzen ist vertrocknet. Das Beet spiegelt den Seelenzustand der dreifachen Mutter wider. Denn: Genauso ungewiss wie die Zukunft der Pflanzen in ihrem Beet ist derzeit ihre eigene. Erst kürzlich erhielt die Familie einen negativen Bescheid vom Asylgerichtshof. „Wir sind seit sieben Jahren in Österreich“, erklärt die Armenierin. Und, dass ihre Kinder hier studieren. Die kleinste Tochter sei Klassenbeste, könne aber weder armenisch schreiben noch lesen. Die Pflanzen sind Frau Amirchanjan momentan verständlicherweise eher egal. Für sie und ihren Mann, politische Flüchtlinge, geht es nun darum, einen Antrag auf Niederlassungsbewilligung zu stellen, also ihre Integrationssituation zu beweisen.

Garten-Vokabeln. Auch ein Nektarinen-Baum am Rande des sonst sehr üppigen Gar-

HOFFNUNG. Ein zartes Pflänzchen

tens schaut recht traurig drein. Er trägt aber Früchte und insgesamt zur herrlichen Vielfalt des Gartens bei, in dem sich Vroni Windischer und Ulli Reitmeir auch der Gemeinschaftsbereiche annehmen. Hier wachsen neben Kiwis auch Heilkräuter wie Königskerze, Johanniskraut, grüner Heinrich, Beinwell, Alant und Herzgespann. Dass der Aufenthalt im Garten – mit kleinem Teich, Bankerl und einer Laube, die noch zuwachsen soll – als heilsam und freudig empfunden wird, wünscht sich nicht nur Vroni Windischer. Sie ist es aber, die hier noch einiges vor hat, etwa im Geräteschuppen wichtige Vokabeln rund ums Thema Garten auf Zetteln aufzuhängen – in Arabisch, Englisch, Tschechisch, Polnisch und Armenisch. Dazu vielleicht auch das eine oder andere passende Rezept. Die Schnecken, laut Perma Ausdruck einer Disharmonie, eines Ungleichgewichtes im Garten, könnten übrigens bald der Vergangenheit angehören. Denn mit Igeln seien sie zu bekämpfen, erklärt Reitmeir. Und schließlich seien ja welche da. „Es wäre aber gut, ihnen eine Wildzone zu schaffen.“ q


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Loben „Isim nd wir Weltmeister“ Seit eineinhalb Jahren hören Österreichs Teamkicker auf die Kommandos eines Tirolers. 6020 sprach mit Didi Constantini über die bevorstehende Qualifikation für die EURO 2012, seine Arbeit als ÖFB-Coach und Interview: Daniel Naschberger den FC Wacker Innsbruck.

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© GEPA PICTURES FÜR ÖFB

ie Gruppengegner in der EMQualifikation sind Deutschland, Türkei, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan. Wie ist diese Gruppe einzuschätzen? DIDI CONSTANTINI: Zum Auftakt warten auf uns mit Kasachstan und Aserbaidschan zwei vermeintliche Außenseiter, vor denen man aber gewarnt sein muss. Es wird sicher nicht so einfach, wie sich das viele vorstellen. Deutschland und die Türkei sind nicht umsonst als Erster und Zweiter in dieser Gruppe gereiht und im FIFA-Ranking klar vor uns. Das sind zwei Topnationen, auch wenn sich die Türken nicht für die WM qualifizieren konnten. Die Deutschen haben bei der WM beeindruckt und eine neue starke Mannschaft aufgebaut. Wir müssen abwarten, es ist sowieso nicht vorhersehbar, wen wir in der Qualifikation schlagen und wen nicht. Deutschland hat in Südafrika mit erfrischendem Offensivspiel überzeugt. Kann sich auch Österreich an dieser deutschen Spielweise orientieren? Orientieren kann man sich an vielen Dingen, man muss das aber richtig einordnen können. Deutschland hatte bei der WM das Glück, zuerst gegen Australien zu spielen, das noch nicht in Tritt war. Danach haben die Deutschen gegen Serbien verloren und gegen Ghana nur knapp mit 1:0 gewonnen. Wenn sie in der Gruppenphase ausscheiden, schaut die Sache schon ganz anders aus. Aber das ist Fußball – in den entscheidenden Momenten haben sie ihre Klasse bewiesen und sind verdient weitergekommen. Danach hat Deutschland noch zwei sehr gute Spiele hingelegt, aber den Engländern wurde zum Beispiel ein reguläres Tor nicht


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gegeben. Man kann immer über alles diskutieren, diesmal ist Deutschland halt fast alles aufgegangen. Sie waren selbst vor Ort in Südafrika. Welche Rückschlüsse haben Sie aus dieser WM gezogen? Eigentlich ist es so gelaufen, wie bei fast jeder Weltmeisterschaft – es sind einige Teams früh gestrauchelt, die zum Favoritenkreis gehört haben. Zunächst hat es so gewirkt, als würden die Südamerikaner, die alle einen sehr schnellen, technisch feinen Instinktfußball spielen, dominieren. Doch gegen Ende des Turniers hat sich das wieder verschoben und von den letzten vier Mannschaften sind drei aus Europa gekommen. Und das derzeit weltbeste Nationalteam hat schließlich auch verdient gewonnen.

Sie hat sich zuletzt um einiges verbessert. Unsere U19 hat sich heuer erfreulicherweise für die WM 2011 in Kolumbien qualifiziert. Das hat die Mannschaft im Juli bei der EM geschafft, wo sie als eines von insgesamt nur acht Teams dabei war und die Niederlande geschlagen hat. Ich sehe bei der U19 einige der kommenden A-Nationalspieler – die Gefahr ist, dass der eine oder andere das jetzt schon glaubt und dadurch wieder zurückfällt. Im Loben sind wir Weltmeister. Sie sind vor Ihrem Engagement beim ÖFB meist nur als Kurzzeittrainer bei einigen Bundesligisten eingesprungen. Warum haben sie sich 2009 doch für den Teamtrainerposten entschieden? Obwohl ich 1998 das Angebot über einen Zweijahresvertrag beim FSV Mainz bekom-

„Wir Österreicher hinterfragen immer, wo wir uns einstufen können – viel wichtiger ist, dass es uns gelingt, mit einem Erfolgserlebnis in die EM-Qualifikation zu starten.“ Kann man einstufen, wo Österreichs Fußball momentan steht? Immerhin sind mittlerweile schon 15 Legionäre in der deutschen Bundesliga aktiv. Darüber kann man endlos debattieren. Seit mein Trainerteam und ich mit dieser Mannschaft arbeiten, weisen wir in den vergangenen eineinhalb Jahren vier Siege, sechs Niederlagen und ein Remis auf. Eine solche Bilanz ist gegenüber den Jahren davor absolut positiv zu bewerten. Wir Österreicher hinterfragen immer, wo wir uns einstufen können – viel wichtiger ist, dass es uns gelingt, mit einem Erfolgserlebnis in die EMQualifikation zu starten. Dann werden wir sehen, wo wir wirklich hingehören. Österreichs Nachwuchsteams haben in der Vergangenheit durchwegs sehr gute Ergebnisse abgeliefert und international aufgezeigt. Wie sehen Sie die Talentförderung hierzulande?

men habe, bin ich wieder zurück nach Tirol gegangen, weil meine Familie hier leben wollte. Glücklicherweise ist es mir gelungen, meine zwei Töchter aufwachsen zu sehen, das war mir sehr wichtig. Seit zwölf Jahren veranstalte ich im Sommer Fußballcamps für Kinder und wenn ich den Trainerjob bei einem Bundesligisten übernehmen würde, hätte ich dafür im Juli und August leider keine Zeit mehr. Deshalb bin ich immer wieder nur kurzzeitig eingesprungen. Nationalteamtrainer ist so gesehen der einzige Job, der sich mit den Jugendcamps vereinbaren lässt. Sie waren 1992 schon Co-Trainer im Nationalteam unter Ernst Happel. War er eine Art Mentor für Sie? Natürlich hat man sich von Happel sehr viel abschauen können. Er hatte schon allein aufgrund seiner Erfolge eine ganz besondere Ausstrahlung, die Spieler waren fast ängstlich in seiner Gegenwart und haben immer ihre

volle Leistung abgerufen. Es ist eine Frage der Psychologie – der eine Trainer redet mehr mit den Spielern, der andere wiederum kaum. Ein Spieler muss Profi genug sein, unter jedem Trainer bei jedem Match wie auch im Training 100 Prozent zu geben. Das ist allerdings ein Wunschdenken. Wie schwierig ist das Amt des Teamtrainers in Österreich, vor allem als Tiroler? Den Gegenwind – vor allem von der Presse – spürt jeder Trainer, egal ob Wiener, Tiroler oder Vorarlberger. Du musst halt jedes Spiel gewinnen und das ist neutral betrachtet als österreichischer Teamchef nicht möglich. Meine Philosophie ist, dass es uns mehr hilft, gegen bessere Gegner zu spielen, damit sich die Spieler weiterentwickeln können – das sieht dann in der Bilanz eines Trainers, wo es nur um Ergebnisse geht, oftmals nicht so gut aus. Der FC Wacker Innsbruck hat sich eindrucksvoll in der Bundesliga zurückgemeldet. Wie sehen Sie die Mannschaft des Aufsteigers? Innsbruck ist sensationell gestartet, Trainer Walter Kogler leistet hervorragende Arbeit. Es ist ihnen zu wünschen, dass es so weitergeht und Walter die Zeit bekommt, etwas aufzubauen. Wacker verfügt durchaus über potenzielle Kandidaten für das Nationalteam. Marcel Schreter ist auf Abruf im Team, auch Fabian Koch ist auf einem guten Weg und ohnehin schon in der U21-Nationalmannschaft. Aber man muss aufpassen: Kandidat fürs Team ist man schnell einmal, die Leistungen müssen dann erst bestätigt werden. Vielen Dank für das Gespräch. q

Zur Person

Dietmar Constantini wurde am 30. Mai 1955 in Innsbruck geboren. 1975 startete er seine Profikarriere als Spieler beim FC Wacker Innsbruck, mit dem er zweimal den österreichischen Meistertitel erobern konnte. Ab 1979 spielte der beinharte Verteidiger, der es in 198 Bundesligaspielen auf fünf Tore brachte, unter anderem für den LASK, Union Wels und den Wiener Sportklub, seine einzige Auslandsstation absolvierte er beim griechischen Verein Kavala. Seit 1987 ist Didi Constantini als Trainer tätig, 1992 war er kurzzeitig Assistenzcoach des legendären Ernst Happel beim ÖFB-Nationalteam. Danach trainierte Constantini zahlreiche österreichische Teams wie den FC Tirol, Admira Wacker, Austria Wien oder Pasching und auch den damaligen deutschen Zweitligisten Mainz. Im März 2009 wurde er zum Teamchef der Herren-Nationalmannschaft berufen.


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Hoch

zu Ross

Mitte Juli fanden im Burgenland die Bundesmeisterschaften im Reitervierkampf statt. Mit dabei auch vier Tiroler Pferdesportler, die nahe Innsbruck trainieren. Motiviert werden sie von Trainerin Lätitia Dufner. Und zwar anständig, wie das Ergebnis zeigt: Von Verena Langegger Vizemeister in der Juniorenmannschaft.

T

rainiert wird das ganze Jahr. Das Lässigste sei aber schon das Reiten. Wegen der Pferde, sagt Vierkämpferin Lisa Kirchmair. Schwimmen und Laufen mache aber auch Spaß. Beim Reit-Training im Stall „Pony & Co.“ in Mutters sitzt sie auf Cleo. Auf der Schimmelponystute ist die 15-Jährige zwar bei der Staatsmeisterschaft in Neumarkt nicht angetreten, aber „Training ist eh nur Training“. In Neumarkt bestritt Lisa die Dressur mit Over The Top und das Springen mit Lisette.

Familiär statt elitär. So richtig „warmlaufen“ müssen sich die

Pferde, Fibi, Bounty und Mulan, in jeder Trainingsstunde. Dann müssen – vor allem die Reiter – die Dressur-Aufgabe kennenlernen und sich einprägen. Die Abteilungsdressur für Vierkampfturniere R5 hat es in sich: Beim Tritteverlängern durch die ganze Bahn düst der große Bounty mit Damian Griesser deutlich schneller als die kleinere Cleo. Kuddelmuddel in der Pferdeabteilung ist die Folge. Während Reitsport landläufig eher als elitär gilt, gehe es beim Vierkampf „familiärer“ zu, sagt Reittrainerin Lätitia Dufner. Es sei nicht die übliche Materialschlacht wie bei Dressur- oder Springbewerben.

Was heißt, je teurer das Pferd, desto größer sein Talent im Dressur- oder Springsport. Beim Vierkampf gehe es mehr um den Stil von Reiter und Pferd, nicht nur um die Bewegungen des Pferdes. „Gefördert wird in dieser Disziplin die Reitkunst“, sagt Dufner. Ursprünglich war der Vierkampf für Reiter gedacht, die sich kein Pferd mit allen dazugehörigen Kosten, von der Einstellgebühr übers Zubehör bis zum Tierarzt leisten konnten oder wollten. Doch dann wurde das Niveau von den Verbänden hinaufgesetzt – mit Schulpferden bei Bewerben zu reiten wurde schwieriger.


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© 6020/RATHMAYR(4)

Lätitia Dufner

Gefragt: Fitness. Während beim Reiten von Dressurprüfungen Pferd und Reiter gewöhnlich einzeln im Viereck einreiten, müssen sich beim Vierkampf vier Reiter mit ihren vier Pferden ganz genau aufeinander einstellen. Im Tiroler Fall haben zwei Haflinger und zwei Ponys bei der Staatsmeisterschaft die Gemeinschaftsaufgabe in der Dressur bestritten. Im „Stilspringen“ wird dann einzeln gesprungen. Und die Hindernisse waren im Parcours in Neumarkt höher, als wir erwarteten, erzählt Trainerin Lätitia. Erfolgreich war das Juniorenteam trotzdem. Gelaufen und geschwommen wird dann im Team. Die Vierkämpfer sollten also ziemlich fit sein. Das heißt durchschnittlich einmal pro Woche 60 Minuten im Höttinger Hallenbad Schwimmtraining und zweimal die Woche mindestens 30 Minuten Laufen. Hinter dem Erfolg der Reitervierkämpfer steht auch die 28-jährige Trainerin Lätitia

„Während Reitsport landläufig eher als elitär gilt, gehe es beim Vierkampf ‚familiärer‘ zu.“ LÄT ITIA DUFNER

Dufner. Teilweise sei es schon schwer, die Jugendliche zum gemeinsamen Schwimmtraining zu koordinieren. Sie weiß, wovon sie spricht, ist sie doch selbst 2007 zum Staatsmeistertitel im Vierkampf geritten, gelaufen und geschwommen. Dreimal war sie Landesmeisterin in der Vielseitigkeit auf ihrem Pferd „Batman“.

Angefangen habe man 2006 mit drei Vierkampfmannschaften, mittlerweile sei es in Tirol schwierig, Jugendliche für diesen Turniersport zu motivieren. Sie selbst ist von ihrem Vater, selbst Reitlehrer, gefördert worden. Mittlerweile hat Dufner selbst zwei Kinder, Niclas und Phylis. Für Reiternachwuchs ist also gesorgt in Tirol. q

Reitervierkampf Beim Reitervierkampf sollten nicht nur die Pferde, auch die ReiterInnen sollten fit sein. Ursprünglich handelt es sich um einen Jugendbewerb. In Tirol gibt es auch andere Altersklassen. Beim Vierkampf muss eine Distanz von 800, 1500 oder 3000 Metern gelaufen (je nach Altersklasse) und eine Strecke von 50 Metern geschwommen werden. Und es muss geritten werden: Dressur und Springreiten – jeweils an das eigene Niveau angepasst (Reiterpass, Reiternadel oder Lizenz). Man kann Einzel und/oder mit einer Mannschaft starten. Die Tiroler Vierkämpfer sind seit drei Jahren auch auf nationaler Ebene stark vertreten und seit 2006 konnten vier Bundesmeistertitel sowie ein Vizebundesmeistertitel und fünf dritte Plätze auf das Tiroler Konto verbucht werden. 2010 holte Sarah Bosman im Vierkampf den Einzelbundesmeister in der Klasse Jugend, das Juniorenteam Damian Griesser, Lisa Kirchmair, Lisa Seelmann und Sophia Wurm holte den Mannschaftsvizebundesmeister und Sandra Lindner sicherte sich Bronze in der Allgemeinen Klasse.


Zeitz,u verändern sich

Das 6020-Gewinnspiel zum zehnten Geburtstag von IKEA Innsbruck hat zehn glückliche Gewinner hervorgebracht, die sich über -Gutscheine im Wert von je 1010 Euro freuen durften. Ende August fand die große Übergabe statt – und es wurde gleich losgeshoppt. GEWINNERKRÄNZCHEN. Soll’s vielleicht gleich der ganze Tisch inklusive Teegeschirr werden? MÜDIGKEITSANFALL. Gut, dass gerade ein Bett zum Ausruhen und Probeliegen da ist.

LESESPASS. Für 1010 Euro darf das Bücherregal ruhig großzügig ausfallen.

SITZPROBE. Gemeinsamer Sesseltest in der Sitzmöbelabteilung.

© 6020/BERGER (ALLE)

SO SEHEN SIEGER AUS. Die Gewinner mit ihren IKEA-Gutscheinen im Wert von je 1010 Euro.

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PROGRAMM Konzert Treibhaus U-Cee & The Royal Family, 9.9., 22h Jobareth Kunda & Band, 10.9., 22h Ziehgäuner, 16.9., 22h Lingua Loca, 17.9., 22h Liricas Analas, 23.9., 22h The Capones, 24.9., 22h „Es lebe die Welt“-Fest, 1.10., 20h

Weekender Club The Abroad Alley, 6.9., 22h Nowhere, 9.9., 22h Alice in Videoland, 11.9., 22h Elias and the Wizzkids, 13.9., 22h Land of Oz, 18.9., 22h Bratze, 20.9., 22h Normal Palm, 22.9., 22h Headwater, 27.9., 22h Dietz (CD-Präsentation), 30.9., 22h Heroes & Zeros, 4.10., 22h

pmk

© PIRATE MOVIE PRODUCTIONS

Off With Their Heads, 6.9., 21h Master, Black Beauty & Eskeype, 7.9., 19h 100 % Underground, 10.9., 20h In Slumber, Replica, Kill the Perish & Slytract, 17.9., 19h Melt Banana, 24.9., 21h Quitron and Miss Pussycat & Herpes, 25.9., 21h LGP Allstars, 2.10., 21h Phon.zimmer 2.1. feat. Pertramante, Elephant Terrible & Noise Capital, 8.10., 21h The Spektrum, Irreverence, Basanos & Obliterate, 9.10., 19h This Will Destroy You, 10.10., 20h

Boys don’t cry Norman Palm im Weekender Club

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© PALM

ass ein unscheinbarer Singer-Songwriter im Hollywood-Klatschblog von Perez Hilton vorkommt, kommt nicht jeden Tag vor. Gelungen ist dieses „Kunststück“ Norman Palm, der am 22. September für ein Konzert in den Weekender Club nach Innsbruck kommt. Im Gepäck hat er sein neues Album „Shore to Shore“, in dem Palm über die Liebe singt, die Ukulele und andere Instrumente auspackt und ab und zu auch mit elektronischen Beats anbandelt. Karten gibt es nur an der Abendkassa um 12 Euro. q


Programm

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Party

Zwei Tage wach

Weekender Club

LAN-Party im Theatersaal Völs

Stadtsaal

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Theater

in ganzes Wochenende Zocken – das kann man bei der zweitägigen LAN-Party, die von 17. bis 19. September im Theatersaal Völs stattfindet. Am Freitag um 19 Uhr geht es los, dann wird bis Sonntag Mittag an bis zu 80 Computern um Ruhm und Ehre gespielt. Als Rahmenprogramm gibt es Tischfußball, Dart, Nintendo WII, Sony Playstation 3 und natürlich auch Catering. Alle Infos zur Anmeldung gibt es auf www.lan4fun.at. q

British Invasion, 10.9., 22h Dominik Eulberg, 24.9., 22h

Sowi-Fest, 6.10., 22h

Tiroler Landestheater Andrea Chénier, 25. & 30.9., 3.10., 19.30h Heldenplatz, 2., 7. & 9.10., 19.30h

Kammerspiele Das bin ich, 24.9., 2. & 9.10., 20h Urfaust, 26. & 29.9., 1., 3., 7. & 8.10., 20h

Kellertheater Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner, 29.9., 1., 2. & 5.–9.10., 20h

Schatzgräber Pirates-Premiere am 10. September in Innsbruck

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er neueste Streifen aus dem Hause Pirate Movie Productions heißt „Hooked“ und wird im Herbst im Rahmen einer großen Tour dem Publikum präsentiert. Die Weltpremiere findet traditionellerweise in Innsbruck statt – diesmal am 10. September im VAZ Hafen. „Hooked“ zeigt 24 Fahrer aus zwölf Ländern, die im unberührten Backcountry fahrerische Höchstleistungen vollbringen. Neben der Filmpremiere steht am 10. September natürlich auch eine gewohnt fette Party am Programm: Für das musikalische Liveprogramm sorgen Trouble Andrew und I-Shine. q

Leobühne Jahreswechsel, 25.9., 19h, 2. & 9.10., 20h

Breinösslbühne (Kolpinghaus Hötting West) Camping Camping, 16.–18., 23., 25. & 30.9., 1., 2., 7. & 8.10., 20h

Sonst noch ... Globalisierungskritischer Stadtrundgang, 16.9., Treffpunkt: Goldenes Dachl, 18h Open Air Newcomer Bandcontest, 18.9., Parkplatz Salzlager Hall, ab 14 Uhr Marina Palej (zweisprachige Lesung und Gespräch), 5.10., Literaturhaus am Inn, 20h

Fankurve Neue Ausgabe von „Cognac & Biskotten“

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assend zum starken Comeback des FC Wacker wird am 25. September die neueste Ausgabe des Innsbrucker Literaturmagazins „Cognac & Biskotten“ direkt im Tivoli präsentiert. Das Thema lautet „Fans & Fußball“, neben den Lesungen wird es auch ein Fußball-Literaten-Länderspiel zwischen der Schweiz und Österreich geben. Moderiert wird das Match von den Schienentröstern, Schiri ist Konrad Plautz. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen ... q


Programm

Ausstellungen In Innsbruck

Außerhalb Textile Kunst aus Afrika • Bis 12.9., Haus der Völker, Schwaz Arnulf Rainer • „Masken“, bis 15.10., Galerie Schmidt, Reith im Alpbachtal Nicole Biancher • „Wünschelwas“, bis 26.10., Stadtgalerie Schwaz Bergbäche, Wasserfälle, Achstürze • Bis 31.10., Turmmuseum Oetz

Tanz im Dreieck Weekender, Blue Chip und Studio 21 bilden ein „Triangle“.

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m 1. Oktober kann man gleich auf drei Hochzeiten tanzen: Weekender Club, Blue Chip und Studio 21 schließen sich für einen Abend zum „Triangle“ zusammen und laden zur gemeinsamen Partynacht – mit nur einem Ticket. Im Blue Chip werden die Funkanomics aufgeigen, im Weekender steht eine „Myyy Bitch Club Invasion“ auf dem Programm und im Studio 21 ist Joyce Muniz zu Gast. Frohes Shaken! q

Hör zu „Mummenschanz“ im Innsbrucker Treibhaus

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ass ein Hörspiel live auf die Bühne gebracht wird, hat Seltenheitswert. Am 19. und 26. September sowie am 3. Oktober hat man jedoch die Chance, „Mummenschanz“ von Terry Pratchett live im Treibhaus zu erleben. Das Besondere: Es gibt keine Proben, die zwölf Mitwirkenden erhalten vorab ein großteils überschwärztes Skript, in dem sie nur ihren eigenen Text und Stichworte lesen können. Es wird also spontan. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. q

© VERANSTALTER

Thomas Feuerstein, Flatz & Franz Graf • „N.U.M.B. und du auch ...“, Eröffnung 11.9., zu sehen bis 23.10., Kunstraum Innsbruck Jana Gunstheimer • Bis 12.9., Galerie im Taxispalais Simon Wachsmuth • Bis 12.9., Galerie im Taxispalais Maria Petschnig • Eröffnung 16.9., zu sehen bis 23.10., Stadtturmgalerie Michael Kienzer • Eröffnung 16.9., zu sehen bis 30.10., Galerie Thoman Anna Kolodziejska • Eröffnung 17.9., zu sehen bis 23.10., Galerie Bernd Kugler Zeitmesser: 100 Jahre „Brenner“ • Bis 19.9., Tiroler Landesmuseum Miriam Bajtala, Renate Egger u. a. • Zeichnung, Eröffnung 24.9., zu sehen bis 6.11., Kunstpavillon Thomas Scheibitz • „Der ungefegte Raum“, Eröffnung 25.9., zu sehen bis 28.11., Galerie im Taxispalais Ordnung muss sein • Eine Kulturgeschichte des Messens, bis 3.10., Zeughaus Max Weiler • Die großen Werke, bis 31.10., Tiroler Landesmuseum Au! Schmerz • Bis 31.10., Tiroler Volkskunstmuseum Charlotte Dumas • „Repose“, bis 6.11., Galerie FO.KU.S

© JOYCE MUNIZ

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Programm

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KULTURDENKMAL von Barbara Wohlsein • bwohlsein@6020stadtmagazin.at

© VERANSTALTER

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Pendulum live Konzert am 1. Oktober in der Dogana

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rum’n’Bass, der mit klassischen Rockband-Instrumenten live auf die Bühne gebracht wird – das sind Pendulum. Nach ihrem gefeierten Auftritt beim Wiener Donauinselfest sind die mittlerweile in London beheimateten Australier nun auf Europatournee und machen am 1. Oktober in der Innsbrucker Dogana Station. In ihrer neuen Heimat England sind sie bereits absolute Superstars, ihre letzten beiden Alben erreichten jeweils Platin-Status. Karten für das Innsbruck-Konzert gibt es bei Ö-Ticket. q

DownhillChamp gesucht Österreichische Meisterschaft auf der Nordkette

© FELIX SCHÜLLER

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rstmals wird der österreichische DownhillMeister am Innsbrucker Singletrail gekürt – und zwar von 17. bis 19. September. Das „Nordkette Downhill“-Rennen war bereits in den letzten drei Jahren ein Publikumsmagnet, aufgrund der ÖRVMeisterschaften dürfte das Starterfeld in diesem Jahr aber noch hochkarätiger sein. Das Finale wird am Sonntag ab 12.30 Uhr ausgetragen, bereits am Samstag findet in der „Wolke 7“ das Finale des Videocontests von Planet Tirol statt (ab 18 Uhr). Anmeldung und Infos: www.nordkette-downhill.at q

enn Bunny Lake davon singen, dass „every summer (...) an end“ hat und Green Day beinahe stündlich im Radio über das „Aufwachen“ im September jammern, merkt man, dass es wieder so weit ist – die Herbstdepression ist angekommen. Die Ferien sind fast vorbei, die Urlaubssaison auch, die sonnenverbrannten Hautstellen haben sich inzwischen zweimal geschält, der Sand ist aus den Handtüchern geschüttelt und der Trolley wandert wieder in den Keller. Im Umkehrschluss heißt das auch: Innsbruck hat uns wieder – oder wir Innsbruck, ganz, wie man es sehen will. Der natürliche Reflex des Urlaubsrückkehrers ist zunächst, den Alltag und die damit verbundenen Taten und Orte erst mal total grausam zu finden – schließlich erinnern sie einen daran, dass man die nächsten 52 minus X Wochen wieder im selben Rhythmus leben wird wie in den 52 minus X Wochen vor dem Urlaub. Deshalb bemüht man sich auch, die

Der natürliche Reflex des Urlaubsrückkehrers: Den Altag erst mal total grausam finden. ersten Tage daheim etwas kreativer zu gestalten als sonst – mehr Leute zu treffen, in komplett andere Lokale zu gehen als sonst, jeden Film in Originalversion anzuschauen (auch wenn er im Kino um die Ecke auf Deutsch laufen würde) und am Wochenende nicht das 08/15-Programm von Großeinkauf bis Sonntags-„Tatort“ abzuspulen. Dann fühlt sich Innsbruck auch überraschend gut an. Ehe man sich‘s versieht, ist es aber wieder vorbei mit der Abenteuerlust, nach der Arbeit ist das Stammcafé doch näher als das neue Lokal in der Altstadt und man merkt, dass so ein routinierter Samstag schon ganz schön gemütlich ist. Dass es im Gegenzug nur eine Frage der Zeit ist, bis man wieder über das fade Stadtleben jammert und im Internet die Flüge nach Hamburg oder Madrid raussucht, ist auch klar. Denn wer sich 80 Prozent der Zeit zwischen den drei immer gleichen Orten bewegt – Wohnung, Arbeitsplatz/Uni/ Schule, Stammlokal/Fitnessstudio/Wohnung der besten Freundin – kann nicht wissen, wo das Leben gerade brummt. Deshalb: ein Plädoyer für Urlaubsverhalten zuhause. Nicht immer gezielt von A nach B rennen, auch mal einen Umweg machen, irgendwo hinsetzen und schauen. Die Zeitung nach Kulturveranstaltungen durchforsten, auch mal in ein Museum gehen. Grünflächen und Gewässer aufsuchen – eben alles, was man in fremden Städten automatisch tut. Das Ende des Sommers kann man nämlich nicht beeinflussen – den Rest schon ... q


Programm

Bis uns die Bergsonne

wieder scheint

DIE WETTERLEUCHTER. Chris Martinek (links) und Bertl Schwan

© KLAUS ERLER

© KLAUS ERLER

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Bertl Schwan und Chris Martinek veranstalten seit acht Jahren das „Wetterleuchten“-Musikfestival auf der Innsbrucker Seegrube. Trotz Wetterpech und damit verbundenem BesucherInterview: Klaus Erler schwund in den letzten beiden Jahren denken die beiden nicht ans Aufhören. 2009 und 2010 fielen der Wetterleuchten-Termin und ein spontaner Wintereinbruch am Berg gleich zweimal zusammen. Eine stark reduzierte Besucheranzahl war die Folge. Denkt man als Veranstalter da nicht ans Aufhören? BERTL SCHWAN: Das Problem mit dem schlechten Bergwetter ist vor allem, dass es das Wetterleuchten-Konzept verwässert und ein Open-Air-Erlebnis verhindert. Es soll ja kein reines Zeltfest am Berg sein, wo sich – so wie heuer – 500 Besucher nur drinnen aufhalten können, sondern ein

Musikfestival mit besonderem Naturerlebnis und hochalpinem Campen. Das war in den letzten beiden Jahren kaum möglich. Die Kooperationen mit Sponsoren und den Nordkettenbahnen haben trotzdem bestens funktioniert, hier gibt es keinen Grund zum Aufhören. Das Wetter könnt ihr nicht beeinflussen. Änderungen wären im Bereich des künstlerischen Konzepts möglich, indem ihr weg von der regionalen Musikszene geht und mit international bekannten Künstlern neue Besucherschichten ansprecht.

Gibt es solche Pläne? Dass wir keine großen internationalen Headliner haben, hat seine Ursachen nicht nur in der Kostenfrage, sondern auch in unserem Konzept. Hauptact ist immer die Natur auf fast 2000 Metern Seehöhe, das soll auch so bleiben. Dazu buchen wir auch 2011 wieder eine Mischung aus nationalen und internationalen Musikern, Änderungen sind hier nicht geplant. Wir machen weiter wie bisher – bis uns die Bergsonne wieder scheint. Vielen Dank für das Gespräch. q © VERANSTALTER (2)

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Zum Jubiläum „AbendMusic-Lebensmusik“ wird zehn Jahre alt. ls Innsbrucker Konzertreihe für Alte Musik hat sich „AbendMusic-Lebensmusik“ in den letzten zehn Jahren einen Namen gemacht. Nun steht das Jubiläum vor der Tür – und mit ihm ein spezielles Saisonprogramm. Das Jahresthema lautet „Das Wasser“, los geht es am 21. September mit einem Orgelkonzert mit dem Titel „An Wasserflüssen Babylon“ von Kurt Estermann in der Pfarrkirche Mariahilf. Im Dezember wird das Blasmusik-Ensemble Capella de la Torre zwei Konzerte in Innsbruck geben. Abo-Infos und alle Konzerttermine gibt es auf www.lebensmusik.at. q Capella de la Torre

© VERANSTALTER (2), 6020/RATHMYR (1)

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Programm

SPEKTAKULÄR. Boulder-Action wird es am Marktplatz geben.

Die Wand ruft © KLAUS ERLER

Erstmals werden in Österreich Europameisterschaften im Sportklettern ausgetragen – und zwar von 15. bis 18. September in den Kletterzentren Imst und Innsbruck.

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00 Athleten aus 30 Ländern werden beim Kletterwettkampf des Jahres in Imst und Innsbruck erwartet. Von 15. bis 18. September werden in insgesamt drei Einzeldisziplinen (Lead, Speed, Boulder) und einer Kombinationswertung EMMedaillen vergeben. Erstmals wird eine Sportkletter-Großveranstaltung an zwei Standorten ausgetragen – in Imst und Innsbruck.

Imst und Innsbruck sind gerüstet.

© VERANSTALTER (2)

BRANDNEU. Der neue Klettertu rm in Imst

LOKALMATADOR Johanna Ernst

Die Eröffnungsfeier der Europameisterschaften findet beim brandneuen Outdoor-Kletterturm in Imst statt – hier werden auch die Vorstiegs- und Speedbewerbe ausgetragen. Das neue Sportwahrzeichen von Imst ist 20 Meter hoch und bietet mit einer Kletterfläche von 1000 Quadratmetern perfekte Bedingungen. Für die Eröffnung inszeniert der französische Kletterprofi Antoine Le Menestrel eine 30-minütige Show, die das Publikum begeistern dürfte. Auch der Innsbrucker Marktplatz wird für die EM vorübergehend in eine große Kletterarena verwandelt. Um einen spektakulären Wettkampf für Athleten und Zuschauer zu garantieren, wurde die mobile Boulderanlage des Österreichischen Alpenvereins von Experten extra adaptiert. Österreichische Medaillenhoffnungen gibt es viele: Johanna Ernst, Angela Eiter, David Lama, Killian Fischhuber – sie alle werden bei der EM im eigenen Land an den Start gehen. q

Termine Mittwoch, 15.9.: Vorstieg- und Speed-Bewerbe plus Eröffnungsshow, Imst

Donnerstag, 16.9.: Boulder-Qualifikation, Innsbrucker Marktplatz

© VERANSTALTER (2), 6020/RATHMYR (1)

Freitag, 17.9.: Vorstieg-Bewerbe, Imst Tag des Klettersports, Innsbrucker Marktplatz

Samstag, 18.9.: Boulder-Bewerbe, Innsbrucker Marktplatz Alle Programminfos gibt es auf www.euro-2010.at!

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© ORF/LNDM (ALLE)

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Wenn’s Nacht wird im Museum ...

bis 1 Uhr früh statt. Die 11. ORF Lange Nacht der Museen findet am 2. Oktober von 18 – und zwar in ganz Tirol. Mit dabei sind in diesem Jahr 55 Galerien, Museen und sonstige Einrichtungen

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uf die Besucherzahlen der Langen Nacht der Museen ist Verlass: Jahr für Jahr klettern sie noch weiter nach oben, im Vorjahr waren allein in Tirol 31.000 Menschen auf den Beinen. Heuer findet die österreichweite ORFAktion am Samstag, 2. Oktober statt. Von 18 Uhr bis 1 Uhr früh werden insgesamt 55 Galerien, Museen und sonstige Einrichtungen in ganz Tirol ihre Pforten öffnen und die Besucher mit viel Kultur und zahlreichen Specials empfangen.

Neuzugänge Neu dabei in diesem Jahr ist zum Beispiel die Knappenwelt Gurgltal in Tarrenz, die bei der Langen Nacht der Museen ein spannendes Programm für Kinder und Erwachsene präsentieren wird. Auch das Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum in Brixlegg feiert sein Debüt und öffnet einen Abend lang die Ausstellungsräume. In Innsbruck ist die „MIPArt Galerie“, die eine Brücke zwischen Kunst und Naturwissenschaft schlägt, erstmals mit dabei.

Bewährtes

Gewinnspiel 6020 verlost:

5 x 2 Tickets für die Lange Nacht der Museen 2010 KW: „LNDM“, Einsendeschluss: 27.9. 2010 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · KARL-KAPFERER-STR. 5 · INNSBRUCK GEWINNSPIEL@6020STADTMAGAZIN.AT

Zu den bewährten Publikumsmagneten gehört die Kaiserliche Hofburg in Innsbruck. Heuer ist nach der umfassenden Renovierung auch das Kaiser-Appartement inklusive Toilettzimmer wieder zu bewundern. Besonders spannend für Kinder ist auch in diesem Jahr das Programm im Jugendland-Funtasy,

wo Akrobatik-, Trommel- und Capoeirakurse geboten werden. Ein Tipp im Tiroler Oberland ist das Museum Galerie Schloss Landeck, wo man auf eine Schatzsuche quer durch die Geschichte gehen kann.

Infos Tickets für die 11. ORF Lange Nacht der Museen am 2. Oktober (18 Uhr bis 1 Uhr) gibt es im Vorverkauf unter tickets.orf.at sowie bei allen teilnehmenden Museen. Außerdem gibt es am Veranstaltungstag wieder den „Treffpunkt Museum“ am Innsbrucker Franziskanerplatz, wo ebenfalls Tickets verkauft werden und Programmhefte erhältlich sind. Der Ticketpreis beträgt 13 Euro (mit Ermäßigung: 11 Euro). Infos über das kostenlose Shuttlebus-Service zwischen den teilnehmenden Museen gibt es auf langenacht.orf.at! q


Foto: ORF/Ramstorfer

AM LIEBSTEN

SAMSTAG, 2. OKTOBER 2010 IN GANZ ÖSTERREICH AB 18.00 UHR LN2010_200x280.indd 1

Alle Infos unter: langenacht.ORF.at

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Die Highlights Hochseilgarten „Air Trail“ Mittlerweile sprießen Hochseilgärten ja allerorts wie Pilze aus dem Boden. Meist finden sie sich in Waldgegenden und wollen neben dem Kletterkick auch ein gewisses Naturerlebnis vermitteln. Der „Air Trail“ ist da gleich mehrfach anders. Er hängt in luftigen 27 Metern Höhe (Nervenkitzel!) unter der Brücke – Autolärm inklusive. Begangen werden kann er nur mit einem Guide – vermutlich die Ursache für den hohen Preis. Die Aussicht beim Balanceakt über die baumelnden Holzsegmente ist freilich unübertroffen.

Wasserschanze Der breite Gerüstbau zieht beim Betreten der Water Area die Blicke auf sich. Auf verschiedensten – eigentlich für den Schneesport konzipierten – Geräten von Snowboard bis Zipflbob kann man sich, mit Helm und Schwimmweste ausgestattet, beliebig oft über die Rampe stürzen. Die Nutzung ist im Eintritt für die Water Area inbegriffen und bringt jede Menge Spaß, wenn man sich traut …

Cannonball-Wasserkatapult Man stelle sich einen Teil einer Wasserrutsche vor, der im 45-Grad-Winkel nach oben zeigt und an dessen Hinterseite ein fast senkrecht aufragendes Stahlrohr montiert ist. Man nimmt in dem Rutschenteil Platz und kann auf einem Barometer verfolgen, wie der Wasserdruck im Rohr steigt. Irgendwann gibt das Ding ein warnendes Piepen von sich, gefolgt vom Wasserschwall aus dem Rohr. Man selbst findet sich und die Orientierung erst im Wasser wieder – nach einem Zehn-Meter-Flug als menschliche Kanonenkugel. Einmalig in Österreich, mehr als einmal muss man’s dann aber auch nicht gemacht haben.

Spielplatz

der Superlativ Seit vier Monaten gibt es sie mittlerweile, die Area 47 am Eingang zum Ötztal – „the ultimate outdoor playground“, wie es in der Eigendefinition heißt. Viel wurde schon über den groß angekündigten Freiluftspielplatz berichtet. Was die Area 47 wirklich kann und ob sie das Prädikat ultimativ verdient hat, hat Von Flo Pranger 6020-Redakteur Florian Pranger getestet.

Grundsätzliches

Geführte Abenteuer wie Canyoning, Rafting, Caving (früher: Höhlenwandern), Fallschirmspringen und Paragleiten (jeweils im Tandem, versteht sich) finden außerhalb der eigentlichen Anlage statt. Abgesehen davon gibt es die Water Area, den Hochseilgarten mit Mega Swing und Flying Fox sowie das Climber’s Paradise (die große Kletterwand). Die Bereiche sind erstens lokal getrennt und zweitens einzeln zu bezahlen. Ausnahme: in den 43 (!) Euro für den Hochseilgarten (geführte Tour) ist der Eintritt in die Water Area (18 Euro) inklusive Kraftkammer im „Venice-Beach-Style“ inbegriffen. Fox und Swing kosten übrigens jeweils 22 Euro (im Doppelpack wird’s um zehn Euro günstiger).

Erreichbarkeit Name & Fakten Area 47 heißt der Freiluftspielplatz wegen seiner Breitenkoordinate: 47°13‘44‘‘ Nord. Nachzulesen auf der Homepage www.area47.at Baukosten: 13,8 Millionen Euro (größte Einzelinvestition des Tiroler Sommertourismus) Fläche: 66.000 Quadratmeter Arbeitsplätze: zwischen 80 und 120 laut Betreiber

Bevor der Spaß aber losgehen kann, muss man sie erst einmal finden, die Area 47. Mit dem eigenen Auto ist das kein Problem. Man fährt einfach Richtung Ötztal von der A12 ab und folgt der überdimensionalen Beschilderung. Eine eigens ausgebaute Straße, die Ötztaler Achstraße nämlich, führt an großzügig angelegten Parkplätzen vorbei in die Schlucht unter der Brücke, wo sich neben den erwähnten Einrichtungen auch das Lodge- und Tipidorf (für Übernachtungsgäste) und die Eventhalle „Area Dome“ sowie das Partylokal „River Haus“ (ja wirklich: Haus, nicht etwa House) befinden. Mit der Bahn wird’s schon schwieriger: Wenn man in Ötztal-Bahnhof aus dem Zug steigt, muss man noch rund zwei Kilometer zu Fuß zurücklegen.


© AREA 47

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Die Flops Manchmal kommt das Gefühl auf, dass die Planer und Konstrukteure der Area 47 einfach zu viel unter einen Hut bringen wollten. In einigen Punkten bleibt der Freizeitpark dementsprechend auch unter den Erwartungen:

Flying Fox und Mega Swing

tz

ative?

Die Aussicht von der Startplattform dieser beiden vermeintlichen Spaßbringer ist, wie gesagt, eine beeindruckende. Das Pendeln bzw. fade Dahinrutschen am Seil ist für jeden, der schon einmal in einem Klettergarten abgeseilt hat, nicht mehr besonders aufregend und auf keinen Fall 22 Euro Wert. Da investiert man besser acht Euro in die Nutzung der Kletterwand – beeindruckend durch ihre Ausmaße, leider etwas abschreckend durch ihre Lage am Brückenpfeiler.

Rutschenturm und Badeteich Wer auf Wasserrutschen und Turmspringen steht, kommt in der Water Area scheinbar auf seine Rechnung – und dann doch wieder nicht. Zwar gibt es einen Zehn-Meter-Turm, eine Kamikaze- und eine Freefall-Rutsche, richtig ausgiebig rutschen und springen lässt sich’s aber eher anderswo. Dann eben zur Entspannung an den etwas klein geratenen Badesee. Wer noch aktiv sein will, kann sich an der Wasser-Boulderwand oder auf der WasserSlackline beschäftigen – aber so richtiges Seefeeling will hier in der Schlucht unter der Brücke auch nicht aufkommen. Also lieber doch ab in den Sand zum Beachvolleyball oder Beachsoccer – da gibt’s aber auch schönere und größere Plätze in der näheren Umgebung. Fazit: Von allem ein bisschen – dafür aber nichts wirklich gut.

Nervige Beschallung

Speis und Trank

Die kulinarische Verpflegung ist gut und preiswert. Das Lakeside Restaurant – ein Selbstbedienungslokal im Stil einer gepflegten Autobahnraststätte mit großzügiger Terrasse – bietet alles, was das Herz begehrt. Das große Bier gibt’s noch unter drei Euro, die Portion Pommes kommt auf 2,60 Euro, ein Teller von der Tagespasta kostet 5,90 Euro. Gut essen und trinken lässt sich’s auch im River Haus, das aber erst ab 18 Uhr und nur von Mittwoch bis Sonntag geöffnet hat.

Während der gesamten Öffnungszeiten der Water Area – von 9 bis 19 Uhr – wird über die Lautsprecheranlage ein derartig unnachvollziehbarer „Musikmix“ gespielt, dass man heulen könnte. Dankanstoß an die Verantwortlichen: Gibt es wirklich Menschen, denen das gefällt?


KINO

OBACHT, TNT! Erhöhte Explosionsgefahr – Stallone verzieht, auch chirurgisch bedingt, keine Miene.

Alteisen, recycled In „The Expendables“ retten Sylvester Stallone und ein starbesetzter von Michael Rathmayr Männerbund die Welt. Zum x-ten Mal. Und ganz im Ernst. The Expendables Sylvester Stallone, USA 2010, Action, derzeit im Kino

E

s sieht einigermaßen grotesk aus, wie Sylvester Stallone seinen von dicken Adern überzogenen, 64-jährigen Muskelberg von einem Brandherd zum nächsten schleppt. Dazu die von zu vielen Facelifts völlig verzogene Mimik – von Außen betrachtet ist der kleine Stallone gar nicht mehr weit entfernt von jenem gefallenen Titanen, den Mickey Rourke in „The Wrestler“ verkörperte. (Dass Rourke nun in Stallones neuem Film den gebrochenen Mentor gibt, könnte, so weit darf spekuliert werden, auch finanzielle Gründe haben.) Natürlich vergisst Sly nicht darauf, sein jüngstes Werk, zumindest dem Namen nach, in ein ironisches Licht zu stellen. „The Expendables“ könnte man mit „Verbrauchsmaterial“ übersetzen, das alte Eisen also. Abgesehen davon ist der Film allerdings bierernste Action – mit gallonenweise Blut, derben Sprüchen und Frauen, die formschön zur Rettung parat stehen. Ein Stallone-Film im besten Sinne, wenn man so will.

Krach, Bumm! Barney Ross (Stallone) wird von einem mysteriösen Burschen, der sich schlicht „Church“ nennt (Bruce Willis) mit Millionen und Nachdruck gebeten, die Muskel- und Feuerkraft seines Söldnertrupps gegen die Militärjunta eines südamerikanischen Inselstaats zu richten. Nachdem in einem mäßig pointierten Schlagabtausch Konkurrenzunternehmer Arnold Schwarzenegger ausgestochen ist, schickt Barney seine etwas müden Man-

nen (darunter: Dolph Lundgren, der Wrestler Randy Couture, außerdem Jason Statham und Jet Li, die eigentlich noch nicht ganz in die Kategorie Alteisen passen) in ihre nächste Schlacht. Bei der geht es irgendwann freilich nicht mehr nur ums Geld, sondern auch um Gerechtigkeit fürs Fußvolk. Noch mehr allerdings um den sportlichen Aspekt eines gestandenen Gemetzels.

Adrian! Es ist natürlich völlig legitim, einen Actionfilm nach alter Schule zu drehen. Wo Stallone draufsteht, ist eben auch Stallone drin. Schade ist, dass sich hier, trotz des Großaufgebots an alten und alternden Genrehelden, mit Ausnahme des Titels, niemand so recht auf die Schaufel nimmt. Stattdessen philosophiert Rourke, der im Film schlicht „Tool“ heißt, über die Zeit, als sie damals am Balkan waren, um Serben zu killen, er sich mit Sliwowitz betäuben musste und ein traumatisches Erlebnis hatte, das seine Seele endgültig verdüsterte. Der arme Heiter. Altersweisheiten in einem Actionfilm dieser Sorte – das passt sprichwörtlich wie die Faust aufs Auge. So bleibt das Unterhaltsamste an „The Expendables“ ein Detail zur Besetzung. Die Figur des zu läuternden Verräters, die am Ende Lundgren übernahm, hätte nach Stallones Wunsch eigentlich Jean-Claude Van Damme spielen sollen. Der aber lehnte mit der Begründung ab, er würde, entgegen dem Drehbuch, niemals gegen Jet Li einen Kampf verlieren: „Niemals!“ So viel zum Thema Selbstironie. q


Ohrenschmaus & Augenweide

Ganz großes Kino Filmkritiken, auf die Schnelle Crazy Heart

SHOWTIME. Russell Brand – auch in „Männertrip“ nicht unbedingt „am Boden geblieben“

Scott Cooper, USA • Drama, Leokino (OmU) „Where do all the songs come from?“ „Life, unfortunately.“ Jeff Bridges hat den Blues – als desillusionierter Countrysänger Bad Blake. Maggie Gyllenhall kommt dem alten Haudegen als Journalistin zuhilfe, die den Mann hinter dem Musiker noch einmal nach oben holen will. Bridges in seiner Oscar-Rolle.

Der Atem des Himmels

Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott Andreas Prochaska, Ö • Komödie, ab 1. 10. Als ein Lokalpolitiker sich mit Geburtstagsgratulationen bei der werten Oma ansagt, gerät Horst in Schwierigkeiten. Der nämlich streift noch immer ihre Pension ein, obwohl die Gute schon seit ein paar Jahren tot ist. Ergo ab ins nächstbeste Krankenhaus, um eine Oma zu kidnappen. Dass Horst ausgerechnet Kammerschauspielerin Elfriede Ott erwischt, ist natürlich ein blöder Zufall. Mit Andreas Kiendl, Michael Ostrowski und – no na – Elfriede Ott.

Männertrip Nicholas Stoller, USA • Komödie Russell Brand als durchgeknallter, selbstsüchtiger Popstar, Jonah Hill als dessen verweifelter PR-Agent und Sean Combs als – wir haben es geahnt – gestrenger Labelchef. Eine Komödie, die dort weitermacht, wo bei „The Hangover“ der Film gerissen ist. Unterhaltsam.

Mary & Max Adam Elliott, Aus • Animation (OmU), Leokino/Cinematograph

© TOBIS (1), UPI (1), CENTFOX (2)

Reinhold Bilgeri, Ö • Drama Austropopper Reinhold Bilgeris Film über die Lawinenkatastrophe am 11. Jänner 1954 in Blons, im Großen Walsertal. Außerdem die Lebensgeschichte der Erna von Graderthurn, die nach dem Tod ihres geliebten Vaters aus der Umklammerung ihrer Mutter flüchtet und so am Fuße des Montcalv landet, wo schon lange ein Konflikt um einen effektiven Lawinenschutz schwelt.

Aus Plastilin zaubert der australische Trickfilmer Adam Elliot den sich über zwei Kontinente und zwei Jahrzehnte spannenden Briefwechsel zwischen der zu Beginn achtjährigen Mary aus Australien und dem von allerhand Neurosen geplagten Mittvierziger Max aus Manhattan. Sehr sehenswert.

Mine Vaganti Ferzan Ozpetek, I • Komödie (OmU), Cinematograph Coming out in bella Italia: Als der jüngere Bruder einer wohlsituierten Großfamilie vor versammelter Mannschaft verkünden will, dass er schwul ist, kommt ihm sein älterer Bruder zuvor. Was Papa geradewegs ins Krankenhaus bringt. Eine turbulente Komödie von „Fate Ignoranti“-Regisseur Ferzan Ozpetek.

Splice Vincenzo Natali, USA • Horror/Si-Fi Adrien Brody und Sarah Polley als Forscherpaar, das bei der Erschaffung eines TierMensch-Hybriden Erfolg hat. Heimlich ziehen sie das süße Wesen groß, als es geschlechtsreif

wird, ist es mit dem Frieden vorbei. Bioethischer Horror von „Cube“-Regisseur Natali.

The American Anton Corbijn, USA • Thriller, ab 17. 9. Selbst der beste Auftragskiller will irgendwann seine Ruhe haben. Wie man aus der Regenbogenpresse weiß, zieht es Clooney in solchen Fällen meist nach Italien. Dort trügt der Schein allerdings und nebst Bettgeschichte trifft er auf jede Menge Ärger. Von „Control“-Regisseur Corbijn. Empfehlenswert.

Trash des Monats Duell der Magier John Turteltaub, USA • Abenteuer/Action Nicholas Cage beschützt als mächtiger Zauberer Manhattan. Weil Alfred Molina ein Böser ist, braucht Cage Hilfe, die er in Gestalt eines mausgrauen Lehrlings findet. Es folgt quasi ein AMS-Kurs in Zauberei für Fortgeschrittene, was zwar visuell ein bisschen was zu bieten hat, ansonsten aber selbst fürs Fantasy-Genre allzu großer Humbug ist.

Gewinnspiel 6020 und Cineplexx verlosen 2 x 2 Tickets für

The American

ab 17. 9. im Cineplexx Innsbruck KW: „Silberschläfe“, Einsendeschluss: 16. 9. 2010 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse www.cineplexx.at 6020 · KARL-KAPFERER-STRASSE 5 · INNSBRUCK GEWINNSPIEL@6020STADTMAGAZIN.AT

BELLA ITALIA. Und das soll Urlaub sein? George Clooney in „The American“

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Ohrenschmaus & Augenweide

„Nobody quits the Cheerios. You either die or I kick you off “ „EMMY“-GEWINNERIN JANE LYNCH ALIAS CHEERLEADER-COACH SUE SYLVESTER

DVD-Boxenstopp

Ohrenschmaus

Sing-Vögelchen

Licht in Sicht

Glee, Season 1 20th Century Fox Home Entertainment

Eels: Tomorrow Morning E Works/Cooperative Music

cccccccc

KKKKKKKK

Mark Oliver Everett alias E alias Eels erweckt den Eindruck, als hätte er das Vergangene so weit überwunden, dass er sich wieder freuen kann auf die Dinge, die da kommen. Anfang des letzten Jahrzehnts hat er fast seine ganze Familie an Krankheit, Suizid und andere Tragödien verloren. Seitdem gab es viele verträumt klingende, zwar todtraurige, aber immer auch optimistische Platten, die höchst empfehlenswerte Autobiografie „Things the Grandchildren Should Know“ und jetzt „Tomorrow Morning“, letzter Teil einer losen Albentrilogie, die E in nicht viel mehr als einem Jahr fertig gestellt hat. Die freundlichen, unendlich verspielten, elektronisch angereicherten Melodien sind das Fundament der Songs, die Titel tragen wie „This Is Where It Gets Good“: Man kann ihm nur von Herzen wünschen, dass es dabei bleibt. (mr)

Es darf wieder gesungen werden – ganz im Ernst. Die neueste Seriensensation aus Amerika klingt nämlich erstaunlich uncool, ist aber unfassbar erfolgreich. „Glee“ handelt von einem Highschool-Chor, noch dazu einem, in dem bevorzugt Musicalsongs geträllert werden. Die USA sind schon im kompletten „Glee“-Fieber, die Engländer kriegen sich seit dem Serienstart auch nicht mehr ein vor Begeisterung. Bis die Serie bei uns läuft (im Jänner 2011 startet die erste Staffel bei Super-RTL), kann man sich die Originalversion der Serie als UK-Import bei Amazon bestellen. Danach ist der Hype vielleicht besser verständlich – oder auch nicht. Wer keine Kitschallergie hat und manchmal einfach gerne Gute-Laune-Musik hören will, wird ziemlich sicher begeistert sein.

Patschenkino Piratenherz Cœur de Pirate: Cœur de Pirate Le Pop Musik/Groove Attack

Infernal Affairs

cccccccc Die jüngste MySpace-Prinzessin heißt Béatrice Martin. Sie trägt mit ihren 20 Jahren schon mehr Tinte unter der Haut als die meisten Kollegen aus der Heavy-Metal-Sparte. Die Chanteuse aus Montreal nennt sich beruflich Cœur de Pirate, ihr Debüt ist voller zauberhaft schöner, kleiner Lieder, die gar nicht weit vom klassischen französischen Chanson gebaut sind. Untermalt von ihrem Pianospiel, zarten Gitarren und gelegentlichen Streichern, singt Martin viel übers Leben und noch mehr von der Liebe. In Wahrheit aber ist es gar nicht so wichtig, wovon uns Cœur de Pirate da in ihrer zartheiseren Stimme erzählt. Wenn es darum geht, Stimmungen und Sehnsüchte zu wecken, kommt es selten auf präzise Inhalte an. (mr)

Thriller, Hongkong 2002 Do 16. September, 20.15h, ARTE

Maulwürfe. Das Original zu Martin Scorseses „Departed“. Ein

Polizeispitzel, der im innersten Kreis einer Mafiaorganisation agiert, und ein Mafiaspitzel, der die Hongkonger Polizei ausspioniert, geraten in eine Art Fernduell: Nur wer den anderen als erster enttarnt, hat Chancen, zu überleben. Mit den beiden Stars des Hongkonger Films Andy Lau und Tony Leung. Die „New York Times“ schrieb 2002: „Eine neue Ära des Hongkong-Kinos. ‚Infernal Affairs‘ hält sein Publikum 100 Minuten lang in stählernem Griff.“

Zippe-Zappe

Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

Preiswert

L

atent seltsamen Menschen beim Auswandern zuzusehen, lockt heute eigentlich niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Hartz-IV-Flüchtlinge, Konny Reimann – alles schon gesehen, besprochen und ad acta gelegt. Wäre da nicht Daniela Katzenberger, jene Frau, die „Goodbye Deutschland“ derzeit im Alleingang vor dem Sendungsfriedhof bewahrt. Seit fast zwei Jahren verfolgt VOX die Turboblondine auf ihrem Weg zum Supermodeldasein – oder eben so etwas ähnliches. Der aufmerksame Unterschichten-TV-Liebhaber kennt die Kosmetikerin aus Ludwigshafen inzwischen besser als so manchen entfernten Verwandten, man hat schließlich mitverfolgt, wie sie sich die Augenbrauen tätowieren

Daniela Katzenberger auf dem Weg zum Supermodel – oder eben so etwas ähnliches.

hat lassen, ihren ersten Fotojob vergeigt hat und vor der Playboy-Mansion von Hugh Hefner wie eine Blöde die Türklingel gesucht hat. Irgendwann hat man dann aufgehört, über die Katzenberger an sich zu lachen und angefangen, sich über ihre sensationelle Selbstironie zu amüsieren. Beim Videodreh zu ihrer ersten Single erklärte sie dem Regisseur vor kurzem, sie habe Angst, im Clip billig rüber zu kommen – „schließlich schau ich in meinem Aufzug ja generell ein bisschen preiswert aus.“ Am Ende war der vorgeschlagene Bikini der Stylistin dann noch zu züchtig, ein knapperes Modell musste her, „damit die Möppe auch zur Geltung kommen, denn die waren teuer.“ Man lernt: Auch preiswert kann teuer sein. q


E S S O R G G N U N F F Ö R NEUE 9. SEptEMBER 2010 Wir bauen für Euch um und haben aus diesem Grund vom 23. Aug – 08. Sept 2010 unsere Türen geschlossen. Ab 9. September sind wir wieder mit der brandneuen 2011 Burton Kollektion für Euch da! Nur am Eröffnungstag gibt es zu jedem Einkauf ab € 50.- ein limitiertes Burton Tshirt. * Dieser Winter wird ein Spass! * Solange der Vorrat reicht.

Hallerstrasse 111 | 6020 Innsbruck | Tel. 0512 230 5440 | Steig einfach in den IVB Bus 4 oder E und fahr direkt zur Haltestelle Burton Store. Öffnungszeiten Mo-Fr 10h00 - 18h30 u. Sa 10h00 - 17h00

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Kopfnuss

RÄTSEL

PRÄSENTIERT VON

1

DIE FRAGEN

2 3

6

1

Die Standhaft runden Ankünder fühlen sich plakativ beklebt

1

Das Fürstliche Anwesen für Träumer ist wirklich in Schwebe (Mz.)

2

Diktatorenberechtigungen? Sorgt bei Verkehrssündern für Entzugserscheinungen (Mz.)

B 4

8 A E

5

G

9

7

3

Sein Traumhafter Auftritt wirkt einschläfernd

4

Hält eingeschlagen Eisen am Pferdefuß

5

Das genähte Ei ist nur nämlich eine runde Sache

6

Den Hanf verdrehen bedeutet auch suchende Ermittlungsarbeit

7

So steigst du hoch, hört man dich seufzen und stöhnen

10

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C 11 E A

8

Piratentruppe (?) schlägt Wellen

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Durch die verschwommene Linse betrachtet sieht jeder alt aus

10

Die Idiotie hat nämlich eine verrückte Bedeutung

11

Flöte und Flasche für Kleingebliebene

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Radgummis: Werden auf Fahrzeug aufgezogen

12

Mit dem Gegenstück zu sie sagen (?) wird Wünschen nachgegeben

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Die Hornträger fahren endlich buchstäblich auf Öffi ab

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Grüßt Kärntner Faschingsgaukler in zerschlagenen Vogeleiern

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Richtige Zeitrechnung: „Wie ich seit langem schon vermute / sind 60 Sec. eine …!“

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In Maden verdreht findest du keinen

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Der Stein ist buchstäblich brillant

11 F

14 B 13

17 15

16

G

H D I

C

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DAS LÖSUNGSWORT Lösung der letzten Ausgabe: B

C

D

E

F

G

H

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ZAUNKOENIGE

Gewinnspiel Senden Sie das richtige Lösungswort an 6020 und gewinnen Sie:

5 x 2 Karten (Osttribüne) für das Wacker-Heimspiel gegen Magna Wiener Neustadt am 25. September um 18.30 Uhr Einsendeschluss: 23.9. 2010 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · KARL-KAPFERER-STR. 5 · INNSBRUCK · GEWINNSPIEL@6020STADTMAGAZIN.AT

© GEPA PICTURES

A


Satire

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Begriffe-Memory Memory für Fortgeschrittene: Welches Bild passt zu welchem Begriff ?

g Weinhandlun

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Sonntagsschuss

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Berufsverkeh r

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kalorienarm

Schultü te

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Das Ding an sich

Rundumschlag

Der Nagellack. Was am Auto gut aussieht, kann

auch auf Frauenhänden nicht verkehrt sein. Das dachten sich die Brüder Charles und Joseph Revson, als sie 1932 gemeinsam mit dem Chemiker Charles Lachman den ersten Nagellack der Marke „Revlon“ (ein sprachlicher Kompromiss aus Revson und Lachman) auf den Markt brachten. Die ersten Versuche, aus Nitrocellulose, Farbpigmenten und leichtflüchtigen Lösungsmitteln eine gesundheitlich unschädliche Verzierung für menschliche Fingernägel zu entwickeln, gab es bereits Mitte der 1920er Jahre. Die Autoindustrie boomte zu dieser Zeit in den USA, glänzender Lack war also ein echtes Prestigemerkmal. Zudem kamen gerade die ersten elektrischen Küchengeräte auf den Markt, die amerikanischen Hausfrauen mussten sich also nicht mehr täglich die Nägel ruinieren, um ihren Familien ein warmes Essen auf den Tisch zu stellen. Den endgültigen Durchbruch feierte der Trend, als Hollywood-Diven wie Rita Heyworth oder Gloria Swanson in ihren Kinofilmen knallrote Fingernägel trugen. Die deutlich dezenteren Varianten der Nagelverschönerung mit farblosem Lack bzw. Pastelltönen („French Manicure“), welche heutzutage hoch im Kurs stehen, kamen erst später in Mode.

Morgenlatte

Assozi(t)iert EHRGEIZ >> MISSERFOLG >> ANGST >> MUT >> GELEGENHEIT >> TRINKEN EHRGEIZ ist die letzte Zuflucht des MISSERFOLGS. OSCAR WILDE

Ein MISSERFOLG ist nie eine Schande, wohl aber die ANGST vor dem Misserfolg. EMIL OESCH

MUT ist Widerstand gegen die ANGST, Sieg über die Angst, aber nicht Abwesenheit von Angst. MARC TWAIN

Es steigt der MUT mit der GELEGENHEIT. WILLIAM SHAKESPEARE

Ich trinke, wenn sich mir eine GELEGENHEIT bietet, und ich TRINKE auch, wenn sich mir keine Gelegenheit bietet.

© GEPA PICTURES

MIGUEL DE CERVANTES-SAAVEDRA

Wenn ich TRINKE, denke ich, und wenn ich denke, trinke ich. FRANÇOIS RABELAIS


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Essay

Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.

von Johannes F. Park jfpark@6020stadtmagazin.at

Probleme aller Art Wer sagt, dass nur Politiker Nebenbeschäftigungen nachgehen? Auch Autoren sitzen nicht nur am Schreibtisch.

H

err Park, was treiben Sie eigentlich, wenn Sie nicht gerade an einer Ihrer kolossalen Humorpetitessen arbeiten (die es ja gottlob kostenlos gibt, bezahlen würde ich nämlich bestimmt nichts dafür, da können Sie einen drauf lassen)?“ Immer wieder wenden sich besorgte Leser mit dieser Frage an mich. Und ich habe dafür größtes Verständnis. Man möchte heutzutage schließlich nicht nur seine Kohle ethisch investiert wissen, sondern auch das kostbare Augenlicht. Am Ende steigt der gute Mann zwei Mal im Jahr in einen Bumsbomber nach Südostasien oder veranstaltet Heizdeckenfahrten, vielleicht ist er gar aus der Kirche ausgetreten oder wurde kürzlich zum Tempelritter der siebten Stufe gesalbt. Ich kann Sie beruhigen, nichts davon trifft zu. Ich hätte auch gar keine Zeit, dafür nimmt mich die Beschäftigung mit Problemen aller Art viel zu sehr in Beschlag, wie nachfolgende Auswahl sicher trefflich zu veranschaulichen im Stande ist. Problem 1: Vorbereitungen für Zeitreisen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich möchte gerüstet sein, wenn Pauschalurlaube in die Zeit angeboten werden. Und sollte das wider Erwarten doch nicht möglich sein, wie zum Beispiel Mister Hawking behauptet, kann ich ja immer noch auf holografische Kunstwelten oder einen Fehler im Raum-Zeit-Kontinuum hoffen. Nach wochenlangem Hin und Her, das mir so manche unruhige Nacht bescherte, und abschließenden Modeexperimenten mit Leintüchern lautet meine absolute Wunschdestination: Rom in der späten Republik, also 1. Jahrhundert v. Chr. Als Lucius Parcus Barbula (letzteres heißt sinnigerweise Bärtchen, „parcus“ passenderweise sparsam) würde ich mich für ein paar Wochen in einer geräumigen Villa am noblen Palatin, der Hungerburg Roms, einmieten. Problem 2: Eine Plansprache für die volkstümliche Musik. Der Grand Prix der Volksmusik, der unlängst zum 25. Mal passiert ist, hat mich erneut in meinem Vorhaben bestärkt: Um die fortschreitende zerebrale Verelendung breiter Bevölkerungsschichten – das „breit“ können Sie gerne auch wörtlich nehmen – zu stoppen, arbeite ich an einer Sprachneuschöpfung, welche die milieubedingten Sprachbedürfnisse wie Reimfähigkeit, Eingängigkeit etc. mit dem Konzept des Blindtextes kombiniert. Ich denke hier also an eine komplett sinnfreie, bedeutungslose, somit aber vollkommen harmlose Sprachattrappe, eine Art Gehirnamputierten-Esperanto. Der diesjährige Siegertitel „I hab di gern“ von Belsy und Florian Fesl, ein

Ich denke an eine sinnfreie, bedeutungslose, somit aber vollkommen harmlose Sprachattrappe, eine Art Gehirnamputierten-Esperanto. Lied gewordener Liebesschwur für Scheidungsgeschädigte, könnte dann in etwa so heißen: „Hom bart‘i Maguna, dulko“. Problem 3: Die Weltherrschaft. Seit meinem fünften Lebensjahr trage ich das brennende Verlangen in mir, größer und älter zu sein, als ich zum jeweiligen Zeitpunkt bin. Seit der Adoleszenz hat sich auch noch das Streben nach der Weltherrschaft hinzugesellt. Sie können sich vorstellen, dass einen diese Begehrlichkeitstrias ganz schön beschäftigt. Derzeit beschränken sich die von mir absolut regierten Gebiete auf einen handelsüblichen Abstellraum. Allerdings konnte ich kürzlich in Bereiche jenseits des Ganges vordringen: Ein Landweg zur Toilette ist damit in greifbarer Nähe. Sollte mir dieses Husarenstück gelingen, werden im ganzen Reich Jubelfeiern zu Ehren des Geliebten Vaters des Vaterlandes abgehalten. Inklusive Armenspeisung und gratis Bier für alle (wenn ich den Mini-Kühlschrank zum Laufen bringe). q

Ihr Johannes F. Park


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6020 / Vol.138 / September 2010  

6020 - DAS JUNGE MAGAZIN FÜR TIROL Deses Monatsmagazin erreicht Tirols Jugend mit Fokus auf den urbanen Raum in und um Innsbruck. Die Zielgr...

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