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2017 Keine Ladies für halbe Sachen! Starke Bergsportlerinnen über Konkurrenz zu Männern, Herausforderungen und Vorbilder

Klimawandel Freeriden in Zeiten schmelzender Gletscher

Der Berg als Einnahmequelle Ein Sherpa im Gespräch

Still Alive Die eigentlich unmögliche Rettung des Gert Judmaier

Das Magazin zum Filmfest St. Anton 23.-26.8.2017 St. Anton am Arlberg


Zum Einstieg

Wer braucht

Bergfilme? von Sabine Aigner

Haben wir um ls e m m i H Willen nichts s e r e s s e B zu tun?

In den letzten Jahren präsentierte sich unsere Welt voll von Krisen, Kriegen und menschlichem Leid. Bedrohlich erscheinende gesellschaftliche Veränderungen und der Blick auf eine unsichere Zukunft dominierten die Nachrichten. Wozu, so kann man sich fragen, sollten wir unsere Zeit mit etwas so Unnützem wie Bergfilmen verschwenden? Haben wir um Himmels Willen nichts Besseres zu tun? Diese Frage ist eine Variante der allgemeineren Frage, ob und wozu Kunst nützlich sei. Sind zweckfreie Beschäftigungen, wie sie Künstler aller Sparten nachgehen, heutzutage überhaupt noch vertretbar? Wäre eine Gesellschaft ohne Kunst nicht produktiver, zielorientierter, geradliniger?

Ich denke, die hier beschriebene Sichtweise ist eine unangemessene Verkürzung. In jedem Fall, eine Gesellschaft braucht Kunst, denn sie vermag es, Menschen Momente zu geben, in denen sie von der Realität Abstand bekommen können. Man denke nur an die Musik! Wir brauchen die Kunst, um neue Blickwinkel auf das Alltägliche zu erlangen und um in Folge vielleicht etwas in unserem Alltag anders, besser machen zu können.

Eine Gesellschaft ohne Kunst wäre geistig arm, sie wäre ohne Phantasie, Träume und Ideen, sie wäre ohne das „Schöne“. Genau dieses „Schöne“, die Träume und eine andere Sicht auf unser Leben vermögen uns auch Berg- und Abenteuerfilme zu geben. Sie zeigen uns eine Welt, die mit Sicherheit nicht der Lebensrealität der meisten von uns entspricht, die aber dennoch für unser tägliches Leben sehr inspirierend sein kann. In diesem Sinne, lassen wir uns inspirieren, nehmen wir die Energie von der Leinwand mit in unseren Alltag – die Welt ist nicht so schwarz, wie sie heutzutage oft gezeichnet wird.

Kurz & Bündig:

Mehr Stories auf unserer Website

Abenteuer- & Outdoorfilme mit vielen Bühnengästen und zahlreichen Premieren 23.-26.8.2017 St. Anton am Arlberg

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Schwerpunkt

Keine Ladies für halbe Sachen! Starke Bergsportlerinnen über Konkurrenz zu Männern, Herausforderungen, Vorbilder und was sie anderen Frauen mit auf den Weg geben wollen

Barbara Zangerl Beim Felsklettern geht’s Nein, das ist überhaupt kein Thema. mir und dem Felsen und nur um die Konfrontation zwischen nger u L ra ei a m kurrenz. m Kon it Ta überhaupt nicht um hon se usste mich sc t durchsetm h Ic . en zugeb chlech Ja, muss ich nlichen Ges desei dem män b t wichtig, min ei h er d m in K im ir ner m s Katharina Saurwein es ar , enke ich das wegen w Konkurrenz? Ganz sicher nicht. Ich en Bergen d zen, und des d t u In g . h in ic se sehe sowohl starle ark zu tens g ke Männer als auch starke Frauen tens gleich st dere Qualitäten mindes in h ec „t als Vorbilder. Sie r eh h an n sie m zeigen uns, was möglich ist, welche Frauen durc en. er, auch wen n ss ü än Linien kletterbar m M s en g al ti s bewäl sind und wie man sich noch verbesse sein können es Frau-Sein d rn kann. e m le b ro sche“ P

Gibt es für dich Nina Caprez Überhaupt nicht. Ich messe mich im Allgemeinen mit niemandem. Jeder Mensch hat gewisse Anforderungen an sich selbst und weiß, wo seine Limits sind. Das Interessante ist, wenn man an diesen arbeiten kann und diese nach oben verschiebt. Jeder Kletterer hat einen anderen Background, verschiedenen Körperbau, Psyche und Alter. Für mich macht es keinen Sinn, Vergleiche zu ziehen.

Konkurrenz zu Männern?

Nadine Wallner Man muss sich als Frau in den Bergen sicher öfter und mehr durchsetzen, da der Bergsport / Skisport immer noch sehr von Männern dominiert ist. Aber es gibt auch immer mehr starke Frauen am Berg - was richtig cool ist.

Mayan Smith-Gobat Ich glaube schon, dass es bis zu einem bestimmten Grad einen Wettkampf zwischen Männern und Frauen gibt, aber im positiven Sinn. Negativen Wettkampf gibt es eher unter Männern oder unter Frauen. Heutzutage sind Frauen schon fast auf dem gleichen Level als Männer, aber um wirklich gleichauf zu sein, müssen die Frauen auch mehr Routen auf höchsten Niveau eröffnen.

Tamara Lunger Die Südtirolerin liebt die ganz hohen Berge dieser Welt: so stand sie z. B. am Gipfel des K2 – ohne künstlichen Sauerstoff.

Nadine Wallner Klettern, Bergsteigen, Freeriden, es gibt nichts, was die Vorarlbergerin an solchen Sportarten nicht liebt, und dann ist sie zweifache Freeride-Weltmeisterin.


Eva Walkner sich Weil es sich gut anfühlt, wenn man und itet arbe en dies Ziele setzt und and auch ann ndw irge Fall en best im sie dann t und erreicht. Wenn man sich selbst push und t geh zen Gren e auch einmal an sein ker, stär mich ht mac Es det. Ängste überwin im Kopf und als Mensch.

Mayan Smith-Gobat Meine eigenen Grenzen zu entdecken hat mich schon immer motiviert. Ich bin fasziniert von dem Gefühl, etwas zu erreichen, was ich anfangs für unmöglich gehalten habe. Ich bin auf der Suche nach immer größeren Schwierigkeiten, sei es am Berg oder beim Sportklettern, um die Intensität der Momente zu erhöhen, diese kurzen Momente des Erfolgs treiben mich an.

Nadine Wallner Ich betreibe den Sport, weil ich ihn liebe. Das, was ich jetzt fahren kann, spiegelt einen sportlichen sowie persönlichen Entwicklungsprozess wider. Tamara Lunger Ich brauche den Moment, wo ich über mich hinauswachse, wo ich von Erfahrungen lerne und mich in Unbekanntes stürze. Das macht mich lebendig.

Warum suchst du die

Herausforderung?

Lorraine Huber n Zeit stellt man sich diese Frage isse Ab einer gew die Herausfordenicht mehr, da wird der Sport und rtart kann man Spo ere Uns rung zum Lebensinhalt. , das muss ben ausü flich beru “ nicht einfach „nur ten macht. Für schon das sein, was man am liebs Berg zu sein. am als s, mich gibt es nichts Schönere Freeriden das r übe en, Lern beim Ich bin passioniert . hren habe ich viel über mich selbst erfa

Anna Stöhr Für mich ist das Klettern so speziell, weil es so vielseitig ist. Selbst beim Bouldern mache ich nie die gleichen Bewegungen. Beim Klettern kann ich gut meine eigenen Grenzen ausloten.

Nina Caprez Oft suchen mich Linien oder Wände. Sie kommen auf mich zu, im richtigen Moment in meinem Leben. Ich habe mir noch nie den Kopf zerbrochen über „what‘s next?“. Es ist ein bisschen eine Liebesgeschichte mit jedem Projekt. Es haut einfach mal rein und dann ergibt sich so eine Geschichte daraus. Und man entwickelt sich mit und Dank der Linie. Ich finde das genial und lege mich meistens immer voll rein, weil‘s einfach Sinn für mich macht.

Ladies On ly 23.8.2017

Katharina Saurwein Bekannt wurde die Innsbruckerin durch ihre Leistungen im Bouldern, seit kurzem macht sie sich aber auch durch ihre Trad-Begehungen im Yosemite Valley einen Namen.

Anna Stöhr Die Fachfrau, wenn’s ums Bouldern geht - ob am Plastik oder am Fels. Es gibt wohl keinen wichtigen Titel, den die Innsbruckerin in dieser Disziplin noch nicht geholt hat.

Nina Caprez Die Schweizerin ist eine der besten alpinen Kletterinnen der Welt. Mit Barbara Zangerl bildet sie eine legendäre Frauenseilschaft.

Mayan Smith-Gobat Die gebürtige Neuseeländerin zählt zu den besten alpinen Kletterinnen unserer Zeit. Gemeinsam mit Ines Papert gelang ihr die Wiederholung von „Riders on the Storm“ in Patagonien.


Nadine Wallner Es gibt viele inspirierende Personen, die brauchen auch gar nicht bekannt sein. Wenn ich an meinen Freundeskreis und meine BergsportpartnerInnen denke, dann ist jede einzelne Person eine Inspiration für mich.

Anna Stöhr Ich treffe immer wieder Menschen, die mich inspirieren, aber ich habe keine Person, bei der ich sagen kann, genau der oder die ist mein Vorbild.

Katharina Saurwein Ich sehe viele Leute als Vorbilder, jedoch habe ich kein bestimmtes Idol. Ich pflücke mir viel eher die, meiner Meinung nach guten Eigenschaften bzw. Fähigkeiten von Personen heraus und orientiere mich daran.

Hast du

Vorbilder?

Lorraine Huber Kelly Slater ist sicherlich ein Vorbild von mir, er ist einer der besten Surfer. Ich finde die Art, wie er sich vorbereitet, wie strukturiert er ist, sehr beeindruckend, dennoch ist er mit voller Leidenschaft bei seinem Sport. Er erfindet sich immer wieder neu und kann auch in seinem Alter die Szene noch pushen.

Barbara Zangerl Mich inspirieren Kletterer/innen, die Erstbegehungen machen und neue Routen erschließen oder einfach coole Ziele haben und dafür viel Energie investieren. Da gibt es natürlich ganz viele, wie zum Beispiel Silvia Vidal, die Tage lang alleine irgendwo in einer Route hängt, selber das ganze Material trägt und im Alleingang in wilden Wänden unterwegs ist.

Tamara Lunger wir Wir Frauen sind stark, afsch wir d un s können da che Sa e ein ist s Alle s! da fen türder Einstellung - und na und s llen Wi lich auch des en. leid zu aft sch reit Be der Lorraine Huber Lorraine ist als „Urgestein“ der Freeride-Szene ziemlich jung geblieben. Letzten Winter konnte die Lecherin den Weltmeistertitel für sich verbuchen.

Wagt und geht raus in die Berge! – Nadine Wallner

Eva Walkner Die Salzburgerin begann als Skirennläuferin, wechselte dann zum Freeriden und wurde dort zwei Mal Weltmeisterin. Jetzt entwickelt sie sich auch als Skialpinistin weiter.

Mayan Smith-Gobat Glaubt an euch! Die einzigen Grenzen, die wir Frauen immer noch haben, sind die von uns selbst auferlegten.

Bo gibst du

Anna Stöhr Lasst euch nicht von Männern und ihren Muskeln einschüchtern! Oft finden wir Frauen die besseren Varianten.


tipp eheim

G

dieses en könnt ihr Alle neun Frau in ihd fest live un Jahr beim Film oßen gr r de f au lmen ren neuesten Fi .8. und 23 am – en Leinwand erleb stivali uns auf der Fe 24.8. sind sie be zu Gast. en lm Fi n re ih bühne und mit

www.marmot.eu | facebook.com/marmot.mountain.europe Katha Saurwein, Tasmania, Australia | Jon Glassberg

DESIGNED TO ROCK Barbara Zangerl Nach einer Rückenverletzung ließ die Tirolerin das Bouldern bleiben und entdeckte ihre Leidenschaft für schwere Alpinrouten – Stürze in Mikrokeile lassen sie kalt.

Eva Walkner Geht auch mal aus eurer Komfortzone raus und glaubt an Euch! Wir können viel mehr als wir uns manchmal zutrauen. Und wichtig, egal ob Mann oder Frau, jeder muss selbst Verantwortung übernehmen! Also trefft eure eigenen Entscheidungen, lasst euch von Männern nicht einschüchtern und seid selbstbewusst!

Welche

tschaft

Nina Caprez Frau oder Mann, einfach authentisch sein und nicht Angst haben, was andere von einem denken.

anderen Frauen mit? Barbara Zangerl Sachen auszuprobieren, von denen man anfangs denkt, dass sie nicht gehen, dran zu bleiben und Spaß an der Sache zu haben. Das Leben genießen und seine Träume leben.

Nadine Wallner Wagt und geht raus in die Berge!

Marmot Kletterkollektion Marmots „Rock Collection“ wurde sowohl für den Einsatz am Fels als auch in der Halle designt. Die Kombination von weichen Stretch-Geweben mit robusten und abriebfesten Materialien an kritischen Stellen sowie abgestimmte Farbdesigns machen die Marmot Kletterbekleidung zur perfekten Wahl für harte Projekte, intensive Trainingseinheiten und das Bier danach. Wm’s Coastal Tee SS & Wm’s Lleida Pant


von Ralf Gantzhorn

Der Monte Sarmiento - ein Berg von fast magischer Schönheit Fotos: VAUDE - Ralf Gantzhorn

Ganz unten, am sturmumtosten Zipfel von Südamerika, noch hinter dem Fitz Roy und den Torres del Paine, steht ein Berg. Stets von Wolken in ein dunkles Geheimnis gehüllt, ist er nur selten zu sehen. Doch diejenigen, denen er sich zeigt, können nicht mehr von ihm loslassen, sie kommen immer wieder zu ihm zurück. So ähnlich muss es Alberto Maria de Agostini gegangen sein, als er zunächst zwei Expeditionen noch vor dem ersten Weltkrieg einem Berg widmete, der von einem der Mitreisenden Charles Darwins während dessen Weltumsegelung auf den Namen Monte Sarmiento de Gamboa getauft wurde. Erfolg hatte keine seiner beiden Fahrten, undurchdringlicher Urwald, gewaltige

Eispilze und natürlich das notorisch schlechte Wetter machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Erst Jahrzehnte später gelang zwei italienischen Bergsteigern der ersehnte Erfolg, Carlo Mauro und Clemente Maffay erreichten 1956 als erste Menschen den Hauptgipfel. Wahrscheinlich – Fotos gibt es nicht. Geleitet wurde die Expedition, wie sonst, von dem zu diesem Zeitpunkt 73 Jahre alten Alberto Maria de Agostini. Seine Beschreibungen waren es, die mich in die Kanäle Feuerlands lockten, 1999 das erste, 2016 das siebte Mal. Dazwischen, über die Jahre verteilt, verbrachte ich mehr als sieben Monate in einer Umgebung, die aussieht wie der Phantasie eines Animationskünstlers in den Studios Hollywoods entsprungen: Immergrüner Regenwald, durch den sich türkisblaue Zungen von gigantischen Gletschern direkt ins Meer schieben, surreale Küstenlandschaften, die von einer Vegetation bedeckt sind, die in ihrer Feinheit und sorgfältigen Farbgebung eher an mühsam angelegte japanische Gärten erinnern als an raue,


Berge

Monte Sarmiento Traumberg am Ende der Welt

Die launische Diva der feuerländischen Kordillere lässt ihre Höflinge im Dunkeln tappen. – Ralf Gantzhorn

unangetastete Wildnis. Und über allem thront unnahbar als Eiskristall der Monte Sarmiento. Eine Pyramide, wie von einem Kind gemalt, das Wunschbild des perfekten Berges, ein nicht für möglich gehaltener Alpinistentraum. Ausgerechnet am Ende der Welt, nur mit dem Schiff erreichbar. Wenn der Berg sich denn zeigt, diese launische Diva der feuerländischen Kordillere. Denn normalerweise lässt sie Ihre Höflinge im Dunkeln tappen, gibt höchstens eine Ahnung, wie schön es wohl wäre an Ihren Hängen, Wänden und fein ziselierten Graten unterwegs sein zu dürfen. So auch 2016. Von 30 Tagen in den Fjorden Feuerlands sah man den Monte Sarmiento insgesamt nur zwei Stunden! Eine schlechte Quote. Und was bleibt? Ein Berg, ganz unten im Süden, sturmumtost. Aber weil es ihn gibt und ich ihn gesehen habe, komme ich wieder! Oder doch nicht? Denn irgendwann verblasst vielleicht auch das Bild einer Diva zu einer grauen sichelförmigen Wolkenmütze und alles wird kalt, nass und windig. Das Leiden soll ein Ende haben. Nur wie?


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Foto: TVB St. Anton am Arlberg - Wolfgang Ehn

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Bergrettung

Von Innsbruck an den Mount Kenia Die eigentlich unmögliche Rettung des Gert Judmaier

Richtige Lebensretter waren sie, die jungen Bergrettungsmänner aus Tirol, als sie 1970 in einer Blitzaktion zum Mount Kenia flogen, um den damals schwer verletzten 29-jährigen Gert Judmaier aus der Gipfelwand des besagten Berges zu holen. Heute sitzen Judmaier und zwei seiner Retter, Walter Spitzenstätter und Kurt Pittracher, in entspannter Atmosphäre beisammen und lassen die Geschichte Revue passieren – und immer noch gehen die Emotionen hoch. Anlass des Treffens ist die bevorstehende Präsentation von „Still Alive“ beim Filmfest St. Anton, zu der alle, die damals dabei waren und heute noch leben, kommen wollen. Reinhold Messner feierte sein Regiedebut mit diesem Film über die erste und weltweit bisher immer noch einzige interkontinentale Bergrettungsaktion. Es war schon Nacht, als Walter Larcher, Raimund Margreiter, Kurt Pittracher, Walter Spitzenstätter, Werner Haim und Horst Bergmann von Gerhard Flora, dem damaligen Einsatzleiter der Bergrettungsstelle Innsbruck, den Anruf bekamen, schnellstmöglich in die Zentrale zu kommen. Gert Judmaiers Vater hatte von Kenia aus die Innsbrucker Bergrettung verständigt, weil die Bergung seines verunglückten Sohnes mit den Kenianischen Rettungskräften und dem mangelnden Material vor Ort unmöglich war. „Natürlich steht Gert als Verletzter im Vordergrund. Wer aber eine absolut hervorragende Leistung gebracht hat, war Bulle (Oswald Oelz). Er kletterte mit total zerfetzten Händen die 600 Meter hohe Wand ab, hatte nur mehr Seilstummeln, trommelte Leute zusammen, überredete sie mit ihm aufzusteigen, das ging aber nicht, er musst wieder hinunter mit ihnen, holte die nächsten, ging wieder hinauf, schaffte es bis zu Gert und brachte ihm Medikamente und arbeitete dann auch noch bei unserer Bergung voll mit. Das war einzigartig.“ – Walter Spitzenstätter

Gert Judmaier und Oswald „Bulle“ Oelz, zwei Innsbrucker Jugendfreunde, Ärzte und begeisterte Bergsteiger, standen am 5. September 1970 am Gipfel des Mount Kenia. Dann, kurz unterhalb des Gipfels in leichterem Gelände, stürzte Gert, Oswald griff in das hinabrauschende Seil, verbrannte sich beide Hände, konnte Gerts Sturz aber nicht stoppen. Dieser schlug ca. 20 Meter weiter unten auf einem Felsband auf und zog sich einen offenen Unterschenkelbruch zu. Ein Todesurteil?


Ausnahmealpinist Hansjörg Auer spielt in „Still Alive“ Gert Judmaier Foto: Servus TV - Manuel Ferrigato

„Dort oben zu liegen und zu wissen, dass man nicht überleben kann, ist die eine Seite. Dass es offensichtlich im Menschen, oder zumindest in mir, einen solch starken Überlebenswillen gibt, dass ich das verdrängen konnte, ist die andere Seite. Die Vernunft sagte mir, dass eine Rettung unmöglich ist. Das Leben in mir sagte: Vielleicht geht’s doch...“ Gert Judmaier

Oswald schaffte mit den Überresten des zerfetzten Seils den Abstieg durch die 600 Meter hohe Nordwand, überredete Kenianische Rettungskräfte, die Bergung zu versuchen. 48 Stunden nach dem Unfall traf er wieder bei Gert ein.

Eine Bergung des Verletzten war aber nicht möglich, nicht mit dem Material und dem Können der dort ansässigen Männer. Gerts Vater flog sofort, als er von dem Unfall seines Sohnes erfuhr, nach Afrika und war inzwischen am Fuße des Mount Kenia eingetroffen. Aufgrund des Zusammenspiels aus dem unbändigen Überlebenswillen von Seiten Gerts (er musste ja 8 Tage am Berg ausharren), der exzellenten bergsteigerischen Leistung und Ausdauer von Seiten Oswalds (der ja mehrmals hintereinander auf den 5199 Meter hohen Berg stieg), den organisatorischen Fähigkeiten von Gerts Vater und dem Mut und Können, der Einsatzbereitschaft und Entschlossenheit der Innsbrucker Bergrettungsmannschaft gelang diese unmöglich erscheinende Rettung. Es war eine wahre Lebensrettung, denn der damals 29-jährige Gert hatte noch ein ganzes Leben vor sich.

hinten: Judmaier, Oelz, Regisseur Messner vorne: Hansjörg und Vitus Auer (von links)

Gert Judmaier und alle, die damals bei seiner Rettung dabei waren und noch leben, kommen zur Präsentation von „Still Alive“ am 26.8. zum Filmfest nach St. Anton, ebenso Hansjörg und Vitus Auer, die im Film Gert Judmaier und Oswald Oelz spielen.


LA SPORTIVA ® is a trademark of the shoe manufacturing company “La Sportiva S.p.A” located in Italy (TN) - Photo by Matteo Pavana e Ricky Felderer – Climber Silvio Reffo

La Sportiva Ambassador

SILVIO REFFO

Eine konstante Forschung. Klettern bedeutet sich erheben und ergründen aus was wir gemacht sind. Wofür wir geboren wurden. Nach oben schauen, immer.

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Interview

Der Berg als Einnahmequelle Und warum ein Sherpa eigentlich kein Gepäckträger ist

Mingma Nuru Sherpa ist mehr als „nur“ Träger für Hochgebirgsexpeditionen. Der aus dem nepalesischen Dorf Juke stammende Trekkingguide gründete 2009 seine eigene Organisation, die Nimadawa-Foundation, um die Bewohner seines Dorfes mit Infrastruktur, Bildung und im Fall von Katastrophen zu unterstützen. Mingma Nuru ist Mitglied im Stamm der Sherpa, dessen Angehörige gerne wegen ihrer Erfahrung in den Bergen zur Unterstützung bei Expeditionen angeheuert werden. Deshalb glaubt die halbe Welt fälschlicherweise, „Sherpa“ sei die Bezeichnung für einen Gepäckträger im Himalaya.... Kannst du gut von deinem Beruf leben? Mittlerweile gibt es viele Trekking-Anbieter in Nepal, da ist die Konkurrenz groß. Außerdem ist die Arbeit saisonal begrenzt. Seit 2009 arbeite ich den Sommer über auf der Werfener Hütte in Salzburg, das ist eine große finanzielle Unterstützung für meine Familie. Da Nepal wirtschaftlich und politisch sehr instabil ist, ändern sich die Preise für Lebensmittel ständig. Und mit zwei heranwachsenden Kindern erhöht sich der Bedarf in allen Bereichen, wir alle wissen ja, wie Kinder so sind.

Also profitieren die Sherpas auch vom Bergtourismus? Für die lokale Bevölkerung ist der Tourismus eine große Hilfe, weil es die einzige Einkommensquelle ist. Die Dörfer, die auf den beliebten und viel genutzten Zugangsrouten zu den hohen Bergen liegen, sind aufgeblüht und haben sich gut entwickelt. Das wiederum hat auch die Dörfer betroffen, die zwar auch am Weg zu den hohen Bergen, aber nicht auf diesen „Hauptrouten“ liegen. Diese Dörfer sind nun wie ausgetrocknete Flüsse vernachlässigt und vergessen.

Was sind die Höhen und Tiefen in deinem Beruf? Ich bin stolz, ein Sherpa zu sein. Heutzutage werden in vielen Ländern Sherpas als „Träger“ gesehen, was ich als schlecht betrachte, denn eine Person sollte nicht nach ihrem Beruf beurteilt werden. Durch dieses Missverständnis wurde Sherpa mit „Träger“ gleichgesetzt, und das macht es für viele junge Sherpas schwer, im Ausland zu arbeiten, weil sie aufgrund ihres Namens abgewertet werden.

Wie siehst du den Einfluss des Tourismus auf eure Kultur, Natur und Umwelt? Generell ist das Höhenbergsteigen kein Problem für unsere Kultur. Dennoch beobachte ich, dass mit der Zunahme der ausländischen Bergsteiger und auch in der jüngeren Generation der Sherpas der Wert der Berge und der Respekt gegenüber den Bergen zunehmend vergessen wird, die wir ja als Götter betrachten. Auch ist die Umweltverschmutzung durch den Müll, den die Expeditionen hinterlassen, stark angewachsen, was negative Auswirkungen auf die Landschaft hat.

Sollten Expedition also nicht mehr auf Sherpas zurückgreifen und alles selbst tragen? Sherpas sollten weiterhin beschäftigt werden, weil sie von Natur aus körperlich und geistig fit genug für die Arbeit im Hochgebirge sind. Sherpas sind auch sehr gute Gebietsführer, und nicht nur Träger, weil sie in dieser Bergregion leben und sich daher sehr gut dort auskennen.

Wünschst du dir, dass deine beiden Söhne in deine Fußstapfen treten? Ich erwarte wirklich nicht, dass meine Söhne meinem Weg nachfolgen, aber ich werde sie meinen Beruf lehren und meine Erfahrungen an sie weitergeben. Letztendlich liegt es aber bei ihnen, was sie machen werden.


Mammut / Stefan Schlumpf

Mingma auf Expedition

Nimadawa Foundation: Seit 2003 unterstützt Mingma Nuru sein Dorf Juke mit dem Bau von Frischwasserbrunnen, Solaranlagen oder Pico-Hydro Kraftwerken und der Bereitstellung von Schulkleidung und Lehrern. Der Name der 2009 gegründeten Stiftung kommt von seinen beiden Söhnen: Nima (Sonne) und Dawa (Mond). www.nimadawafoundation.org.np

BLOCKBUSTERS. Übrigens: „Mingma“ heißt nichts anders als Dienstag. Im Volk der Sherpas ist es Tradition, dass der erste Vorname jener Tag ist, an dem man geboren wurde. Erst der zweite Name ist oft der „richtige“ Vorname, im täglichen Sprachgebrauch verwendet man aber meist nur den ersten. Sherpa ist der Nachname, den trägt jeder in Mingma Nurus Dorf. Mingma Nuru Sherpa präsentiert den Film „Aufstieg“ über seine Geschichte in Anwesenheit der Filmemacher Bene und Marinus Höflinger am 25.8. beim Filmfest St Anton.

Bouldern ist Dynamik, Athletik und Spiel. Ist Spannung, Technik und Style. Acht Mammut Athleten zeigen im Tessiner Steinbruch am Granitblock, wie leicht es aus sehen kann. Hol dir, was du zum Bouldern brauchst, vom T-Shirt bis zum Crash Pad: www.mammut.swiss


Abenteuer Roadtrip

Snowmads on Tour Roadtrips à la Fabian Lentsch

Die Snowmads sind eine Gruppe junger Freerider rund um den Innsbrucker Fabian Lentsch, die sich zwei Dingen verschrieben haben: fremde Kulturen zu entdecken und neue Freeride-Abfahrten zu finden. Ein zu einem Allrad-Wohnmobil umgebautes ausgedientes Feuerwehrauto brachte sie letzten Winter in die schneebedeckten Berge Griechenlands.

„Ein guter Skifahrer zeichnet sich durch seine mentale Verfassung aus. Denn nur, wenn der Kopf mitspielt, kann man große Lines fahren.“ – Fabian Lentsch


Foto: Nine & One

Seit frühesten Kindheitstagen schnallt sich Fabian Lentsch Skier auf die Füße. Bis er 11 Jahre alt war, fuhr er bei Skirennen mit, entwickelte sich dann aber sehr bald in Richtung Off Piste- und Big Mountain-Skifahren weiter. Neun Saisonen lang fuhr er bei Freeride Contests mit, jedoch nur zwei Tourstopps bei der Freeride World Tour (FWT). Warum? „Der Winter, in dem ich an der FWT teilnahm, war schneetechnisch sehr schlecht. Viele ursprüngliche geplante Hänge konnten nicht gefahren werden, ich war mit einigen Entscheidungen des Komitees nicht einverstanden. Nach dem Stopp in Andorra wusste ich, dass das nicht meines ist.“ Die Teilnahme an den Wettkämpfen bereut er jedenfalls nicht, von den Erfahrungen, die er dort sammeln konnte, profitiert er heute bei seinen Filmprojekten. Mit den Snowmads erfüllte er sich seinen Traum – an bisher unentdeckte Orte der Freeride-Weltkarte zur reisen, neue Hänge zu erkunden und Lines als erster zu fahren. Ihre Reisen führten sie schon nach Kirgistan, Georgien, Armenien und letzten Winter auch nach Griechenland. Als ebenso faszinierend wie die Berge erleben sie die Menschen, die ihnen begegnen: „Auch wenn die Leute gänzliche andere Lebensweisen haben, es herrscht immer helle Begeisterung, wenn wir kommen. Oft haben sie noch nie Skifahrer gesehen, da kommt dann das ganze Dorf zusammen. In Armenien haben wir den Einheimischen sogar ein bisschen Skifahren beigebracht.“ Der Snowmads-Truck ist ein Haus auf Rädern, in dem man überall zu Hause sein und einen nomadischen Lebensstil leben kann. So ist auch der Name entstanden: „Wir sind gerne im Schnee, fühlen uns wie Nomaden und sind überall daheim. Unsere Idee war, Länder zu erkunden und die Möglichkeit zu haben, überallhin zu fahren.“ Die Basis des außergewöhnlichen Wohnmobiles ist ein 32 Jahre altes Feuerwehrauto aus Hamburg. Der Truck bekam eine neue Karosserie und wurde mit viel Liebe, Zeit, Nerven und möglichst vielen Naturmaterialien innerhalb eines Jahres zu einem „saugeilen Gefährt“ umgebaut: 11 Tonnen, Allrad, Differenzialsperre und sehr geländegängig. Diesen Winter wollten die Snowmads eigentlich in den Alpen verbringen, doch mangels Schnees änderten sie ihre Pläne. Da die Schneelage in Griechenland vielversprechender war, buchten sie kurzerhand eine Fähre und fuhren los. „Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Griechenland als Skidestination ist ja bei uns ganz unbekannt. Wir wussten, dass es ca. 10 Skigebiete gibt.“ Eine weitere Herausforderung präsentierte sich in der richten Einschätzung der Lawinenlage. Vor Ort gruben die Freerider Schneeprofile und redeten mit den Einheimischen. „Es hat richtig gute Lines gegeben, nur sind wir sie nicht gefahren, weil sie in enge Rinnen mündeten. Wir konnten das Risiko nicht 100-prozentig einschätzen. Wir müssen uns da immer langsam herantasten.“ Top-Freerider Fabian Lentsch in Griechenland Foto: Elias Holzknecht

Fabian Lentsch ist mit dem Film „Ya Mas – Snowmads in Griechenland“ am 25.8. zur Premiere beim Filmfest St. Anton.


Mittwoch, 23.8.2017

Donnerstag, 24.8.2017

Beginn: 20 Uhr

Beginn: 20 Uhr

Die Skispur in der Kulturlandschaft Hanno Mackowitz, ca. 12 min.

Monte Sarmiento Jochen Schmoll, 27 min.

Riders on the Storm Franz Walter, 20 min.

Guilt Trip Anthony Bonello und Mike Douglas für Salomon TV, 35 min.

Babsi, Nina und die Unendliche Geschichte Johannes Mair, ca. 8 min. Evolution of Dreams (Preview) Eva Walkner und Jacky Paaso, ca. 8 min. Facing the Limit – Tamara Lunger (Preview) Markus Frings, ca. 8 min.

-PauseLost in Japan Johannes Mair, 11 min. Game On - Cannelloni zum Frühstück Whiteroom Productions, ca. 7 min. Outside the Box Stefanie Brockhaus, 16 min.

Where the Trail Begins Johannes Mair, ca. 8 min.

-PauseOrbayu Mathieu Rivoire und Julien Nadiras, 27 min. Free – Big Wall Climbing in Yosemite with Jorg Verhoeven and Katha Saurwein Jon Glassberg, 16 min.

Wo? Die Veranstaltungen des Filmfest St. Anton finden in St. Anton am Arlberg von 23.-26.8. im ARLBERG-well.com statt. > Fahr‘ öffentlich – vom Bahnhof St. Anton am Arlberg zu Fuß in 5 min. beim Filmfest! Tickets Filmfest St. Anton: > www.filmfest-stanton.at > Abendkasse im ARLBERG-well.com > in allen Raiffeisenbanken Österreichs > im Informationsbüro des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg Ticketpreise > Abendkarte: 15 € > Ermäßigter Eintritt: 12 € (Raiffeisen Konto-Inhaber, TT Club, Österreichischer Alpenverein, SchülerInnen, StudentInnen) > Wochenkarte: 45 Euro > Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt


Freitag, 25.8.2017

Samstag, 26.8.2017

Beginn: 20 Uhr

Beginn: 20 Uhr

Auf den Spuren der Ersten (Preview) Matthias Haunholder und Matthias Mayr, ca. 14 min.

Forever: It ain’t over till it’s over Hannes Huch, 7 min.

Aufstieg – Die Geschichte von Mingma Nuru Sherpa Marinus und Bene Höflinger, ca. 8 min.

Into the Sun Ray Demski, 6 min.

Über die Kalkkögel im Winter Johannes Mair, ca. 8 min. Stirb langsam Whiteroom Productions, ca. 10 min. Ya Mas – Snowmads in Griechenland Marco Freudenreich, ca. 16 min.

Still Alive Reinhold Messner für Servus TV, 85 min.

-PausePreisverleihung Siegerfilm

-PauseSearching for Gold Whiteroom Productions, ca. 15 min. Zwei Brüder und der Berg Markus Frings für RAI Südtirol, 35 min.

Öffnungszeiten der Ausstellung Im ARLBERG-well.com vor und nach den Filmvorführungen sowie in den Pausen Party+Aftershow-Bier > Von Mittwoch bis Freitag nach Ende der Vorstellungen gemütliches Zusammensein im Pub 37, Im Gries, Dorfmitte > Am Samstag Abschlussparty im ARLBERG-well.com Weitere Infos zum Filmfest & Trailer > www.filmfest-stanton.at > www.facebook.com/filmfest.stanton > www.youtube.com/user/filmfeststanton

Filmfest-Kontakt > info@filmfest-stanton.at >Tourismusverband St. Anton am Arlberg Tel.: +43 (0)5446-22690 info@stantonamarlberg.com


Die Skispur in der Kulturlandschaft Livegäste: Lorraine Huber und Filmemacher Hanno Mackowitz Der aus Vorarlberg stammende und in Innsbruck lebende Werbefilmer Hanno Mackowitz produziert hin und wieder und ganz zweckfrei einen Freeride-Kunstfilm, in dem er formal und inhaltlich neue Akzente setzt. In den letzten beiden Jahren war er zum Filmen mit der aktuellen Freeride-Weltmeisterin, der aus Lech am Arlberg kommenden Lorraine Huber, am Arlberg unterwegs. In seinem Film geht es Hanno Mackowitz darum, die zunehmenden Eingriffe des Menschen

in die Regelkreise der Natur und die Etablierung der von Menschen gemachten Strukturen in dem Naturraum am Beispiel Arlberg, dem größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs und einem der bedeutendsten der Welt, bildhaft vor Augen zu führen. Lorraine zieht – festgehalten in einer überaus ästhetischen Bildsprache – vollendet ihre Kurven im freien Skiraum, nahe den manifest gewordenen Zeichen der von Menschenhand geprägten Landschaft. A 2017 / ca. 12 min. / Deutsch Ein Film von Hanno Mackowitz Mit Lorraine Huber Gedreht am Arlberg

Die Filme Riders on the Storm Livegast: Mayan Smith-Gobat „Die Heimat ist mir größer geworden“, schrieb der aus Ostdeutschland stammende und dort lange von der restlichen Welt abgetrennte deutsche Spitzenkletterer Bernd Arnold in sein Tagebuch, nachdem er 1991 vom Torre Central im Chilenischen Torres del Paine Nationalpark heimkehrte – dort eröffnete er mit Kurt Albert, Wolfgang Güllich und anderen die 1300 Meter lange, extrem schwierige Big Wall Route „Riders on the Storm“. Jetzt, über 25 Jahre später, gelingt Mayan Smith-Gobat und Ines Papert die erst fünfte Wiederholung. Nach Tagen in der Wand können auch die beiden

Where The Trail Begins Livegäste: Stephan Wolf, Thomas Holzknecht, Axel Kreuter und Filmemacher Johannes Mair Für eine kleine Gruppe von Bikern beginnen die interessanten Trails alle an einem Ort, dem Gipfel. Scheinbar aus dem Nichts wachsen dort Linien und ziehen von einem Punkt über die gewaltigen Flanken der Berge talwärts und bieten damit Möglichkei-

Frauen sagen, dass diese Route ein Stück Heimat für sie geworden ist, ein Ort, an dem auch ihre Freundschaft verbundener, enger werden konnte. Die beiden trotzen den widrigen Bedingungen, wie sie für Patagonien typisch sind, und schaffen eine fast freie Begehung der 38 Seillängen langen Route. Der Film Riders on the Storm zeigt die Willensstärke, Ausdauer und das beeindruckende Kletterkönnen zweier Freundinnen, die ihr Leben der „ewigen Sehnsucht nach Weite und Abenteuer“ verschrieben haben. D 2016 / 20 min. / Deutsch Ein Film von Franz Walter Mit Mayan Smith-Gobat, Ines Papert und Bernd Arnold Gedreht in Patagonien und Deutschland ten für extremes Biken, wie es Stephan Wolf, Thomas Holzknecht oder Axel Kreuter lieben. Und am meisten mögen sie es, diese Berge im schönsten aller Stile zu befahren - rotpunkt, also durchgehend ... A 2017 / ca. 8 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair, alpsolut.com Mit Stephan Wolf, Thomas Holzknecht und Axel Kreuter Gedreht in Tirol

Babsi, Nina und die Unendliche Geschichte Livegäste: Barbara Zangerl, Nina Caprez und Filmemacher Johannes Mair Auf der Schweizer Seite des Rätikon, an der 7. Kirchlispitze befindet sich eine der berühmtesten Touren von Kletterlegende Beat Kammerlander. Die 420 Meter hohe „Unendliche Geschichte“ war zur Zeit der Erstbegehung 1991 die schwierigste alpine Mehrseilen-Kletterroute der Welt und wurde seitdem auch nur

einmal rotpunkt wiederholt, und zwar vom italienischen Ausnahmekletterer Pietro dal Pra. Nun wagt sich eine Frauenseilschaft in die Tour, und was für eine! Barbara Zangerl und Nina Caprez haben jede für sich schon Beat Kammerlanders „Silbergeier“ geknackt und sind jetzt wieder einmal gemeinsam unterwegs, zwei Freundinnen, die sich gegenseitig pushen. A 2017 / ca. 8 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair, alpsolut.com Mit Barbara Zangerl und Nina Caprez; Gedreht im Rätikon

2017 Evolution of Dreams (Preview) Livegast: Eva Walkner Der Film erzählt die Geschichte von Eva Walkner und Jackie Paaso und von ihrer Liebe zum Skifahren und den Bergen. Als Freeriderinnen haben die beiden große Karrieren hingelegt, Eva Walkner hat sich in der Freeride World Tour zwei Mal den Sieg in der Gesamtwertung geholt, Jacky wurde Zweite. Im Film begeben sich die beiden von der französischen Profi-Alpinistin Marion Potevin begleitet hinaus in für sie nicht sonderlich vertrautes Terrain und versuchen sich im hochalpinen Gelände als Ski-Alpinistinnen. Auch hier sind Eigenschaften erforderlich, über

die sie schon bisher verfügen mussten: das Arbeiten an den eigenen Fähigkeiten, schnelles Lernen und das Umgehen-Können mit der der eigenen Angst. Evolution of Dreams wird 2018 als größerer Film erscheinen, der Start für das Projekt erfolgte in diesem Jahr in Chamonix, ein Teaser mit den ersten eindrucksvollen Bildern des Films wird beim Filmfest St. Anton gezeigt. A 2017 / ca. 8 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Eva Walkner und Jacky Paaso (Kamera Alex Förderer u. a.) Mit Eva Walkner, Jackie Paaso, Marion Potevin und Jana Häusl Gedreht am Arlberg und in Chamonix


Facing the Limit – Tamara Lunger (Preview)

Livegäste: Tamara Lunger und die Filmemacher Markus Frings und Norbert Vieider Als Kind stellte sie ihr Vater auf Tourenski und nahm sie mit auf die schönsten Gipfel der Südtiroler Berge. Heute gehört sie zu den besten Bergsteigerinnen der Welt. Die Südtirolerin Tamara Lunger hat bereits mehrere 8000er bezwungen. 2016 scheiterte sie nur knapp unterhalb des Gipfels an der Winter-Erst-

Lost in Japan Livegäste: Anna Stöhr und Filmemacher Johannes Mair Mit 16 konnte sie zum ersten Mal für einen Boulder-Worldcup nach China reisen, viele weitere Wettkämpfe auf der ganzen Welt sollten danach folgen. „Durch das Wettkampfklettern hab ich die Welt gesehen“, weiß Anna Stöhr heute zu berichten. Doch nicht nur das gibt ihr die Motivation, für ihren Sport alles zu geben. Es sind die gemeinsame Leidenschaft fürs Klettern und

besteigung des Nanga Parbat, 2017 versuchte sie sich an der Überschreitung des Kangchendzönga  zusammen  mit dem  italienischen  Extrembergsteiger Simone Moro. Der Film  Facing the Limit  erzählt  die Geschichte von Tamara Lunger, einer Frau, die ständig auf der Suche nach neuen Grenzerfahrungen ist. I 2017 / ca. 8 min. / Deutsch Ein Film von Markus Frings, Mediaart Production Mit Tamara Lunger und Simone Moro Gedreht in Südtirol und Pakistan

die Freundschaften zu anderen Kletterern, die sich über die Jahre entwickelt haben - so auch mit der deutschen Spitzenkletterin Jule Wurm. Gemeinsam reisen die beiden nach Japan, um die dortige Boulder-Szene zu besuchen. AT 2017 / 11 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Johannes Mair, alpsolut.com Mit Anna Stöhr, Jule Wurm, Akiyo Noguchi, Yuji Hirayama uvm. Gedreht in Österreich und Japan

Outside the Box Livegast: Anna Stöhr Anna Stöhr und Jule Wurm, zwei der erfolgreichsten Boulderinnen in der Geschichte dieses Sports überhaupt, treffen sich in den USA mit einer Kletterlegende: Lynn Hill, die in den 1980er Jahren eine der besten Wettkampfkletterinnen der Welt war und als erster Mensch (vor allen Männern !) „The Nose“ am El Capitan frei klettern konnte, will die beiden in die Kunst des Risskletterns einführen. Ziel ist der wunderbar formschöne „Castleton Tower“ – eine 120 Meter hohe, an jeder Seite senkrecht abfallende, in der Form an einen riesigen, etwas zu breiten Zahnstocher erinnernde Sandsteinerhebung in Utah. Lynn klettert vor,

Monte Sarmiento Livegast: Ralf Gantzhorn „Wenn ein Kind einen Berg zeichnet, dann zeichnet es den Monte Sarmiento. Für mich ist er der perfekteste Berg unseres Planeten“, so Ralf Gantzhorn über den ca. 2200 Meter hohen weißen Riesen im chilenischen Teil Feuerlands. Schwer zu erreichen, noch schwerer zu besteigen, aber unglaublich anziehend. Diesem beeindruckenden Berg ist der Alpinist, Geologe und Fotograf verfallen – so zeigt der Film Ralf Gantzhorns siebten Besteigungsversuch. (Der Berg hat

Game On Cannelloni zum Frühstück Guilt Trip Livegäste: Alun Hubbard und Lindsey Nicholson (Klimaforscherin) Das Einzige, das noch größer ist als der Wunsch einer Gruppe von ambitionierten Skifahren, Grönlands zweithöchsten Berg mit Skiern erstmals zu befahren, ist wohl ihr CO2 Fußabdruck, um überhaupt an den Ort des Geschehens zu gelangen. Sei es aus schlechtem Gewissen oder aus reiner Neugier – sie entscheiden sich, den renommierten Gletscher- und Klimaforscher Alun Hubbard mitzunehmen. Seine Aufgabe ist es, herauszufinden, wie fortgeschritten die Glet-

scherschmelze in Grönland nun wirklich ist. Die Expedition muss aber bereits bei ihrer Ankunft den ersten Rückschlag einstecken – mangels Treibstoff kann die Gruppe nicht ausreichend nah an ihr Expeditionsziel gebracht werden. Für Alun kein Grund, seine Forschungen aufzugeben. CAN 2016 / 35 min. / Englisch mit dt. Untertiteln Ein Film von Anthony Bonello und Mike Douglas, Switchback Entertainment im Auftrag von Salomon TV Mit Alun Hubbard, Chris Rubens, Kalen Thorien, Simon Thomson, Pierre Muller Gedreht in Grönland

Livegäste: Nadine Wallner und die Filmemacher Johannes Hoffmann und Jakob Schweighofer An der Nordwand der 3100 Meter hohen Cima Tosa, dem höchsten Gipfel der Brenta Gruppe, führt die Canalone Neri, eine extrem steile, 900 Höhenmeter hohe Eis- und Schneerinne nach oben. Und wenn man außergewöhnlich gut und sicher Skifahren kann und die Bedingungen passen, kommt man dort auch mit Skiern hinunter. Freeride World Tour-Siegerin Nadine Wallner

zumal Annas und Jules Terrain ja nicht der Vorstieg in alpinen Mehrseillängen-Kletterrouten ist. Die Kletterei ist schwierig, richtig ungemütlich wird es freilich erst am Gipfel, zu dem Lynn unbeirrt hinaufzieht, obwohl während der letzten Seillänge ein schweres Gewitter aufzieht. Doch auch in der elektrisch geladenen, von Blitzen umzuckten Luft bewahrt Lynn die Ruhe: „Sich Sorgen zu machen bringt nichts, wir sind nun einmal hier.“ D 2011 / 16 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Stefanie Brockhaus (Produktion: Helliventures Productions) Mit Lynn Hill, Anna Stöhr und Jule Wurm Gedreht in Utah u. a. bis dato erst zwei erfolgreiche Gipfelgänge bei über 30 Versuchen.) Doch der Gipfel ist nicht alles, die Reise quer durch Feuerland per Segelboot präsentiert sich als ein Abenteuer für sich, festgehalten in Aufnahmen einer lebensfeindlichen und doch atemberaubenden Landschaft. D 2016 / 27 min. / Deutsch Ein Film von Jochen Schmoll, Produktion: drehxtrem, Cutting Edge Production Mit Ralf Gantzhorn, Fritz Miller und Axel Voss Gedreht in Patagonien

war mit Skifahrer-Freund Simon Wohlgenannt im Spätwinter zum richtigen Zeitpunkt vor Ort, so dass sie die Abfahrt durch die Nord-Steilwandrinne wagen konnten. Dass die Abfahrt als Klassiker des Steilwandfahrens zählt, war dabei für Nadine nicht wichtig: „Klassiker hin oder her, es zählt das persönliche Bergerlebnis und die persönlichen Beziehungsmomente.“ A 2017 / ca. 7 min / Deutsch Mit Nadine Wallner und Simon Wohlgenannt Ein Film von Whiteroom Productions Gedreht in der Brentagruppe


Orbayu Livegast: Nina Caprez Im Naranjo de Bulnes Nationalpark Picos de Europa versteckt sich eine beängstigend schwierige Kletterei: auf 2000 Meter über dem Meer zieht sich die 2009 von den „Pou-Brüdern“ eröffnete Route „Orbayu“ 500 Meter in 13 Seillängen die Wand hinauf. Die Schlüsselseillänge ist eine extrem exponierte mit 8c- bewertet Länge. Neben der Schwierigkeiten der Wand kommt als Herausforderung noch der dünne Nebel, fast schon Regen, der sich so gut wie

Aufstieg – Die Geschichte von Mingma Nuru Sherpa Livegäste: Mingma Nuru Sherpa, Malfi und Peter Höflinger und die Filmemacher Marinus und Bene Höflinger Aufstieg ist ein Film vom Glück und unzähligen Zufällen: Auf einer Wanderung in Salzburg lernen Malfi und Peter Höflinger auf der Werfener Hütte Mingma Nuru Sherpa kennen, der dort über die Sommermonate arbeitet. Daraufhin beschließen sie, mit Mingma eine Trekkingtour zu machen. Im November 2016

Über die Kalkkögel im Winter Livegäste: Christoph Schranz, Markus Emprechtinger und Filmemacher Johannes Mair Die Kalkkögel sind eine Bergkette in den Stubaier Alpen, in der Nähe von Innsbruck. Viele Klettergeschichten, die in ihren Mauern geschrieben wurden, haben mit ihrem oft brüchigen Fels zu tun und natürlich mit der Nähe zur Innsbrucker Kletterszene, die sich dort vor allem in den früheren Tagen ihre Abenteuer suchte. Angespornt von Filmemacher Johannes Mair machen sich zwei

immer dort in den Wänden festsetzt und in kürzester Zeit alles von oben bis unten durchnässt. 2014 versuchen Nina Caprez und Cedric Lachat ihr Glück an dem Berg, über Erfolg und Niederlage entscheidend ist im gleichen Maß wie Muskelkraft und Kletterkönnen die psychische Stärke der Kletterer. FR / 27 min. / Französisch mit dt. UT Ein Film von Mathieu Rivoire & Julien Nadiras Mit Nina Caprez und Cédric Lachat Gedreht in Spanien bricht die Familie Höflinger in den Himalaya auf, um im Annapurna Gebiet mit Mingma unterwegs zu sein. Vor Ort lernen sie die außergewöhnliche Lebensgeschichte Mingmas besser kennen. Der Film Aufstieg entführt nach Nepal und beschreibt die schwierige Situation der Menschen vor Ort (gerade nach dem Erdbeben 2015) und zeigt Aufnahmen einer Familienreise, die bis auf den Gipfel des Chulu West mit 6.419 Metern führt. D 2017 / ca. 8 min. / Deutsch Ein Film von Marinus und Bene Höflinger Mit Mingma Nuru Sherpa und der Familie Höflinger Gedreht in Nepal junge Alpinisten und Bergführer – Christoph Schranz und Markus Emprechtinger – auf, um eine Winterüberschreitung der Kalkkögel zu versuchen. Und zum Eingewöhnen probierten sie im Sommer dort den Klassiker „Himmel und Erde“, der seinen Namen wohl daher hat, dass man beim Blick nach oben den Himmel sieht, beim Blick nach unten Erde, nämlich die von Erde verschmutzten Risse. A 2017 / ca. 8 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair, alpsolut.com Mit Christoph Schranz und Markus Emprechtinger Gedreht in den Kalkkögeln

Auf den Spuren der Ersten (Preview) Livegäste: Matthias „Hauni“ Haunholder und Matthias Mayr, Otto Zipser und Michael Leuprecht Matthias Haunholder und Matthias Mayr, Akteure und Produzenten von großen, international erfolgreichen Freeridefilmen, kommen auch heuer wieder mit einer Preview zu einem neuen Werk zum Filmfest. Sie haben sich auf Spurensuche begeben und dabei drei legendäre und überaus schwierige Steilwandabfahrten in den Ostalpen ins

Free – Big Wall Climbing in Yosemite with Jorg Verhoeven and Katha Saurwein Livegäste: Katharina Saurwein und Jorg Verhoeven Sich gegenseitig unterstützen und motivieren, gemeinsam an Projekten arbeiten – das verbindet das Kletter-Ehepaar Katha Saurwein und Jorg Verhoeven. „Eine Beziehung wächst immer, wenn man gemeinsam gute Erlebnisse hat“ ist Kathas Resümee am Ausstieg der Route „Dihedral Wall“ am El Capitan

Forever: It ain’t over till it’s over Livegäste: Rudolf Adamczik, Herwig Sedlmayer, Horst Urban und Erwin Weich Rudi, 68 Jahre alt, Blondie, 83 Jahre alt, Herwig, 68 Jahre alt und Horst, 73 Jahre alt, klettern, und das schon seit ewigen Zeiten. Neuerdings aber in der Boulderhalle. Sie sind nun alle, und das gemeinsam, um einiges

Visier genommen: die Nordwände des Hochfeiler und des Ortler und die Palavicini Rinne am Großglockner, die in den 1970er und 1980er Jahren mit Skiern erstbefahren wurden. In der Preview gezeigt wird die Befahrung der Hochfeiler Nordwand, worüber im Film und auf der Filmfest Bühne auch die Erstbefahrer Michael Leuprecht und Otto Zipser (1980) zu Wort kommen werden. A / ca. 14 min. / Deutsch Ein Film von M-Line (Matthias Mayr & Matthias Haunholder) Mit: Matthias Mayr und Matthias Haunholder Gedreht in Österreich und Südtirol

im Kalifornischen Yosemite Valley, dessen zweite freie Begehung Jorg soeben geglückt ist. Vier Tage verbringen die beiden im Hängebiwak in der Wand, vier Tage, in denen auch ihre Beziehung zueinander wieder ein Stück wachsen kann. Auch Katha findet dieses Jahr im Yosemite Valley eine Route, die bisher und vor ihr nur von einer Frau frei begangen wurde. USA 2017 / 16 min. / Englisch mit dt. UT Ein Film von Jon Glassberg, Louder Than Eleven Mit Katharina Saurwein und Jorg Verhoeven Gedreht in Kalifornien älter geworden, aber das ändert ja nun nichts an der immer noch vorhandenen Kletter-Leidenschaft. Mit diesem Kurzfilm ist Hannes Huch ein inspirierendes Video-Portrait dieser motivierten alten Hasen gelungen. D 2017 / 7 min. / Deutsch Ein Film von Hannes Huch Mit Rudolf Adamczik, Herwig Sedlmayer, Horst Urban, Erwin Weich Gedreht in Deutschland


Stirb langsam Livegäste: Michael Wohlleben und die Filmemacher Johannes Hoffmann und Jakob Schweighofer Stirb langsam ist ein Film über den deutschen Ausnahmealpinisten Michael „Michi“ Wohlleben. Warum, so eine Frage des Films, lässt sich Michi auf das ein, worauf er sich einlässt, auf extreme alpinistische Herausforderungen, die gleichermaßen außerordentliche mentale Stärke und Hingabe an die Sache verlangen? Im Film – es wird auch Archivmaterial verwendet, das Michis Entwicklung dokumentiert – geht es um die Höhen und Tiefen eines Extremalpinisten, um die hohen Erwartun-

Zwei Brüder und der Berg Livegäste: Martin und Florian Riegler und die Filmemacher Markus Frings und Norbert Vieider Martin und Florian Riegler sind Seilpartner seit Kindheitstagen, zahlreiche Abenteuer in Fels und Eis haben sie schon gemeinsam bestritten. „Der Reiz liegt im Scheitern, nicht nur im Ausloten der eigenen Grenzen und im Gipfelerlebnis“, so die Brüder, die aus einer Südtiroler Bergsteigerfamilie stammen. Neue Wege gehen, das machen, was

Still Alive Livegäste: Gert Judmaier und Oswald Ölz, die Darsteller Vitus und Hansjörg Auer und alle noch lebenden Teilnehmer der Rettungsmannschaft von 1970: Walter Spitzenstätter, Raimund Margreiter, Kurt Pittracher und Walter Larcher In Reinhold Messner Regie-Debüt geht es um einen sensationellen Rettungseinsatz in Afrika. Der junge Mediziner und Tiroler Bergsteiger Gert Judmaier stürzt beim Abstieg kurz unterhalb des Gipfels vom 5.199 Meter hohen Mt. Kenya 20 Meter in die Tiefe und zieht sich einen offenen Unterschenkelbruch zu. Damals,

gen, mit denen sich Michi selbst konfrontiert, um die vielfältigen Anforderungen, die ein Leben als Profi-Bergsteiger mit sich bringt. Der Film gewährt Einblicke in Michis private Sphäre und sein Gefühlsleben, in die scheinbar ruhigeren Zeiten, in denen er sich auf seine Projekte akribisch vorbereitet, und in die Zeiten, in denen er seine Grenzgänge auslebt. Höhepunkt des Films ist Michis Kampf mit der Route „Stirb langsam“ im Wetterstein-Gebirge, eine der härtesten Mixed-Kletterrouten der Welt. A 2017 / ca. 10 min. / Deutsch Ein Film von Whiteroom Productions Mit Michael Wohlleben Gedreht in Tirol und der Schweiz

noch niemand gemacht hat, ist die Triebfeder der „Rieglerbrothers“. Der Film Zwei Brüder und der Berg erzählt von den Motivationen, den Gedanken und dem Wechselbad der Gefühle zwischen Scheitern und Erfolg während einer Begehung der beiden im östlichen Karakorum, Pakistan, und während der von ihnen eröffneten Route „Serac“ am Gran Zebrú zwischen Ortler und Königsspitze in Südtirol. IT 2016 / 35 min. / Deutsch Ein Film von Markus Frings im Auftrag der RAI Südtirol Mit Martin und Florian Riegler Gedreht in Südtirol und Pakistan 1970, ein Todesurteil ... Judmaiers Bergkamerad Oswald Ölz versucht trotz allen Widrigkeiten vor Ort eine Rettungsaktion zu organisieren, die allerdings scheitert. Tiroler Bergretter fliegen daraufhin sechs Tage nach dem Unfall von Innsbruck aus nach Kenia, um in der bis heute einzigen interkontinentalen Bergrettungsaktion das Unmögliche zu versuchen. A 2016 / 85 min. / Deutsch Ein Film von Reinhold Messner, Produktion: Riva Filmproduktion für Servus TV Mit Hansjörg und Vitus Auer, Gert Judmaier, Oswald Ölz uvm. Gedreht in Kenia und Österreich

Searching for Gold Livegäste: Johannes Hoffmann, Fabian Lentsch, Mitch Tölderer und Michael Troyer Eine Goldmine auf 4000 m Seehöhe, ein russischer Geländewagen, ein Fuchs, zwei Zelte, vier Skifahrer, eine Filmemacherin und zwei Wochen Zeit ergeben gute Rahmenbedingungen für eine spannende filmische Geschichte in den kirgisischen Bergen. Zwischen Goldschürfen, Offroadfahren und Campen steht – natürlich – das Skifahren im Mittelpunkt. In der abgelegenen Bergwelt des Ak-Shirak

Ya Mas – Snowmads in Griechenland Livegäste: Fabian Lentsch und die Snowmads Seit Fabian Lentsch einen Feuerwehrtruck umgebaut hat, um 2016 damit samt Freunden und Filmcrew auf Freeride-Entdeckungstouren zu gehen, sind die „Snowmads“ in der Szene legendär. Dies vor allem durch den Film A Journey Towards Eastern Sun über eine große Balkanreise in unbekanntes Freeride-Terrain (2016). In diesem Jahr ging die Reise der Snowmads mit ihrem Truck im Januar 2017 von den schneearmen Alpen ins schnee-

Into the Sun Livegäste: Bernd Zangerl und Filmemacher Ray Demski Nach einem schweren Unfall begann für Ausnahmeathlet Bernd Zangerl eine schwierige Zeit. Die Unsicherheit, ob er jemals wieder auf Top Niveau klettern können würde, war groß und dauerte lange an. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit seiner Verletzung, durch unermüdliches Trainieren und mit etwas Glück gelang Bernd der Weg zurück an den Fels. Un-

Gebirges begeben sich die vier auf die Suche nach steilen Eisflanken und herausfordernden Abfahrten. Der für Kirgistan typische Schwimmschnee, die fehlende Genehmigung zum Goldschürfen und schlechte Straßen sorgen für Spannungsmomente auf dem Trip. A 2017 / ca. 15 min. / Deutsch Ein Film von Whiteroom Productions (Kamera Julia Brunner und Johannes Hoffmann) Mit Johannes Hoffmann, Mitch Tölderer, Fabian Lentsch und Michael Trojer Gedreht in Kirgistan

reiche Griechenland, mitten hinein in den „Jahrhundert-Winter“ für dortige Verhältnisse. Sie begeben sich auf unbekannte Pfade und ziehen atemberaubende Lines in Regionen, die auf keiner Freeride Karte zu finden sind. Tiefster Powder in Parnassos, Wellenreiten auf Kreta und Lines von Delfi bis zum Olymp sind im Film zu sehen, genauso wie das Eintauchen der Freunde in eine der ältesten Kulturen der Welt. A 2017 / ca. 16 min. / Deutsch Ein Film von Marco Freudenreich; Produktion: Nine & One Mit Fabian Lentsch, Jochen Mesle, Roman Rohrmoser, Raphael Webhofer u.a.m. Gedreht in Griechenland gefähr 500 Tage nach seinem Unfall ist Bernd endlich wieder in seinem Element und bewältigt als erster eine extrem schwere, 15 m hohe Trad-Kletterroute im schweizerischen Murgltal. Into the Sun ist ein Film über die Kunst des Kletterns und über einen Athleten, der alles gibt, um seine Leidenschaft so ausleben zu können, wie er das will. D 2017 / 6 min. / Englisch mit dt. Ut Ein Film von Ray Demski Mit Bernd Zangerl Gedreht in der Schweiz


Interview

Die zweite Winterüberschreitung der Kalkkögel Zwischen Geschichte, Abenteuer und Naturschutz Die zwei jungen Bergführer Christoph Schranz und Markus Emprechtinger sind auf der Suche nach der Herausforderung: im Naturschutzgebiet Kalkkögel in der Nähe von Innsbruck sind sie fündig geworden. Trotz guter Bedingungen und ausreichender Vorbereitung bedurfte es dennoch eines kalten Freiluft-Biwaks, um die überhaupt erst zweite Winterüberschreitung der Bergkette zu schaffen. (Die erste gelang Heinz Zak und anderen vor ca. 10 Jahren.) Und wie kamt ihr zu dem Projekt? Markus: Ursprünglich wollte David Lama die Winterüberschreitung machen, doch aufgrund schlechter Bedingungen gelang ihm diese aber nicht. Dann kamen die großen Sachen für ihn und das Kalkkögelprojekt schlief ein bisschen ein. Für Hannes Mair, den Filmemacher, war es aber nie ganz vergessen und so fragte er uns. Christoph, warst du auch gleich so begeistert von dieser Idee? Christoph: Ja, das hat mich natürlich angesprochen, ich kannte das Gebiet sehr gut von meiner HTL-Zeit in Fulpmes. Man muss bedenken, dass es bei uns keine sehr hohen Berge gibt, die eine lange Vorbereitung und Planung erfordern. Überschreitungen bieten da sicherlich neue große Herausforderungen, zumal die Kalkkögel bekannt sind für ihr brüchiges Gelände. Ihr habt ja nicht „nur“ die Winterüberschreitung geschafft… Markus: Zuerst machten wir im Sommer die historische Felstour „Himmel und Erde“. Bei dieser Tour war alles dabei: Kamine, die man hinaufschrubben muss, brüchige Quergänge, schwere Wegfindung, Haken, die wir zuerst aus der Wand zogen und dann wieder zurücksteckten. Die Tour heißt „Himmel und Erde“ wegen der Verschneidung im oberen Teil: wenn man hinunter schaut, sieht man die Erde, und in allen anderen Richtungen nur den Himmel.

Wie seht ihr die viel diskutierte Zusammenschließung der beiden Schigebiete Schlick und Axamer Lizum? Christoph: Grundsätzlich sind neue Bergbahnen schon sinnvoll, weil Tirol ein Tourismusgebiet ist und davon lebt. Es gibt aber auch Gebiete, wo man mit Bahnen viel kaputt macht. Bei den Kalkkögel würde massiv in ein ruhiges, sehr schönes Naturschutzgebiet eingegriffen werden. Da stellt sich bei mir schon die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Ganzen. Markus: Es würde eine reine Pendel-Bahn gebaut werden, die zwei Gebiete miteinander verbindet. Man könnte dann mehr Pistenkilometer angeben, aber es gibt keine einzige neue Abfahrt. Meiner Meinung nach würde das keinen Mehrwert für Skifahrer bringen, das Geld sollte man in sinnvollere Projekte investieren. Wie seid ihr mit eurem Beruf des Bergführers zufrieden? Christoph: Mein Vater und Bruder sind ja auch Bergführer. In diesem Beruf hat man einerseits ziemlich viel Verantwortung, andererseits aber auch ziemlich viele Freiheiten, die ich momentan genieße. Im Winter und im Sommer arbeite ich viel, dafür kann ich im Frühling und Herbst Projekte für mich angehen, die mir dann auch wieder die Motivation fürs Führen geben. Markus: Ich bin sicher mehr Quereinsteiger als Christoph.


Der Gedanke, ein Bergführer zu werden, kam bei mir erst in der Maturazeit auf, hat sich dann aber wegen dem Studieren noch ein paar Jahre nach hinten verschoben. Mir gefällt vor allem, dass ich mir die Arbeit gut einteilen kann und die Freiheit habe, mir auszusuchen, was ich machen will. Klar hat man eine Verantwortung, und auch wenn man mit guten Leuten unterwegs ist, muss man doppelt und dreifach schauen. Christoph Schranz 25 Jahre, lebt in Ried im Tiroler Oberinntal und arbeitet seit drei Jahren hauptberuflich als Bergführer Markus Emprechtinger 28 Jahre, lebt in Innsbruck und arbeitet seit zwei Jahren hauptberuflich als Bergführer Christoph Schranz und Markus Emprechtinger präsentieren am 25.8. den Film von Johannes Mair „Über die Kalkkögel im Winter“.

Über die Kalkkögel im Winter Foto: Johannes Mair, alpsolut.com

LIVE. CLIMB. REPEAT.


Klimawandel

Guilt Trip

Grönlands einsame, unendliche Eiswildnis – in rasanter Veränderung „Guilt Trip“ ist ein Film über eine Gruppe von Freeridern und den renommierten Klimaforscher Alun Hubbard, die sich mit verschiedenen Zielen nach Grönland aufmachen. Die einen wollen einen herausfordernden Gipfel bezwingen und nebenbei Steilwandabfahrten meistern, an Orten, wo vor ihnen vielleicht noch nie jemand war, der andere kommt schon seit 15 Jahren nach Grönland, um über Eisbohrungen herauszufinden, wie fortgeschritten die Gletscherschmelze in Grönland nun wirklich ist. Vor Ort sind sie mit unerwartet hohen Temperaturen konfrontiert, es ist ungewöhnlich warm in Grönland. Zufall? Jedenfalls erzählen die Eskimos vor Ort von Veränderungen, die die wissenschaftliche Sprache der Zahlen bestätigt: die riesi-

gen Grönlandgletscher gehen zurück. Die unter dem Schnee liegende Eisschicht - Grönland hat eine Eisdecke sechs Mal so groß wie die Fläche von Großbritannien – schmilzt ab, was sich erheblich auf den Meeresspiegel auswirkt, so das Ergebnis der Analysen des KIimaforschers. „Guilt Trip“ ist ein Film über die unendlich weit scheinende Eiswildnis Grönlands und die Einsamkeit seiner Bergwelt und über die Zeichen des Klimawandels, die sich dort so eindrücklich zeigen, wo kaum irgendwo anders auf der Welt. Alun Hubbard plant zur Filmpräsentation von „Guilt Trip“ am 24.8. nach St. Anton zum Filmfest zu kommen.

Fotos: Salomon - Bruno Long


Klimawandel

Schnee von gestern Oder was jeder Einzelne für ein besseres Klima tun kann

Freeriden und der Klimawandel – zwei Dinge, die wohl nicht gut miteinander können. Wie es um unseren Planeten im Angesicht des Klimawandels steht, erklärt die in Innsbruck arbeitende Gletscherforscherin Lindsey Nicholson. Lindsey, gibt es den Klimawandel wirklich, oder ist er nur von den Chinesen erfunden? Es kommt darauf an, was man mit „Wandel“ meint. Das Klima unseres Planeten hat sich über die Jahrmillionen fortlaufend geändert. Belegt ist jedoch, dass die Menschen seit der Industriellen Revolution das Klima beeinflussen, und zwar durch die Menge an Energie, die in der Atmosphäre angereichert wird. Wir haben aber wiederum die Möglichkeit, diesen anthropogenen Klimawandel zu beeinflussen.

lichkeiten der Daten im letzten Jahrzehnt sehr viel besser geworden. Wir finden immer wieder neue Dinge oder können bestehende Vorhersagen präzisieren. Dennoch glaube ich, das, was wir jetzt im Moment viel dringender brauchen als wissenschaftliche Bestandsaufnahmen ist aktives Handeln – von politischer und persönlicher Seite. Wir wissen ja, dass sich unser Klima ändert und wir wissen, dass wir etwas tun müssen.

Können wir den Klimawandel noch stoppen? Was die Alpen betrifft, werden wir die Gletscher nicht mehr retten können, die werden in ca. 60 Jahren verschwunden Warum ist der Klimawandel eigentlich etwas Schlechtes? sein. Das ist genauso gewiss wir der MeeresspiegelanDas globale Klima hat sich um 1,5°C in den letzten 200 stieg. Auch wenn wir unseren CO2-Ausstoß sofort stoppen Jahren erwärmt. Es gibt Forschungen, die belegen, dass ein wärmeres Klima vorteilhaft für „Wir können ganz simple Sachen ma- würden, die Auswirkungen des CO2-Ausstoßes des letzten Jahreinige Teile der Welt wäre. Die negachen, wie z. B. auf Papier- und Plastikbehunderts müssen wir trotzdem tiven Auswirkungen eines wärmeren Klimas überwiegen dennoch und sind cher verzichten, Carsharing mit Freun- tragen. Gletscher z. B. brauchen primär mit dem Anstieg des Meerden betreiben, darauf Acht geben, dass 20-30 Jahre, um auf Veränderungen in der Atmosphäre zu reagieesspiegels verbunden. Wenn sich die man [...] wenig Fleisch kauft. Mit diesen ren, und viele andere Systeme Ozeane erwärmen, dehnen sie sich aus, das ist einfache Physik. Dazu Dingen kann jeder von uns sofort begin- ebenso. kommt das weltweite Abschmelzen nen.“ Wir alle wissen, dass wir global des Landeises. gesehen unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen reduzieren müssen. Leichter gesagt als getan – was können wir Und das betrifft wiederum Millionen von Menschen. als Einzelpersonen machen? Genau, die meisten Menschen leben in Küstenregionen. Wir können ganz simple Sachen machen, wie z. B. auf Mit dem Jahr 2100 erwarten wir einen MeeresspiegelanPapier- und Plastikbecher verzichten, die eigene Wasserstieg um einen Meter, und darauf müssen wir uns vorflasche immer wieder auffüllen, Carsharing mit Freunden bereiten. Wenn ein massiver Sturm und die Flut zusambetreiben, darauf Acht geben, dass man wenig Müll promentreffen, kann das große Schäden anrichten. Dazu duziert, biologische Lebensmittel und wenig Fleisch kauft. kommen noch Dürren in vielen Regionen der Welt und ein häufigeres Vorkommen von Extremwetterereignissen. Der Mit diesen Dingen kann jeder von uns sofort beginnen. Das würde vielleicht auch den Weg zu einem achtsamen MitKlimawandel wird die größte geopolitische und humanieinander ebnen, das wir definitiv brauchen werden, wenn täre Herausforderung für unsere Nachfolgegenerationen die Umweltbedingungen für viele Menschen auf diesem sein. Planeten dramatisch schlechter werden. Warum ist Klimawandelforschung überhaupt noch notwendig? Unsere Fähigkeit, zukünftige Umstände vorherzusagen, ist Lindsey Nicholson wird bei der Filmfest-Präsentation von „Guilt Trip“ am 24.8. dabei sein. auf Grund der Datenmenge und der Interpretationsmög-


Filmfest

Und moderiert wird von... Heinz Reich FM4 Radiomoderator, MitbegrĂźnder des Senders und passionierter Hobbysportler Flo Orley Einer der weltbesten Freerider (Snowboard) und in vielen anderen Sportarten zu Hause

MICHI WOHLLEBEN STIRB LANGSAM M11+/WI6+ Foto: Ray Demski


Preis des Filmfest St. Anton in der Höhe von 4000 Euro für einen hervorragenden Film, gestiftet von den Arlberger Bergbahnen und vergeben vom Team des Filmfest St. Anton.

Photo © www.kalice.fr

Filmpreise

Publikumspreis des Filmfest St. Anton in der Höhe von 1000 Euro, gestiftet von den Arlberger Bergbahnen und Mooscar-Statue des Mooserwirts für den vom Publikum am besten bewerteten Film.

F Verein zur Förderung ‚Filmfest St. Anton‘

Die Mitglieder unseres Fördervereins unterstützen das Filmfest St. Anton materiell und ideell. Gefällt Dir das Filmfest St. Anton und möchtest Du unsere Veranstaltung unterstützen? Dann werde Mitglied im Förderverein (Mitgliedsbeitrag 20 Euro pro Jahr) und schreib uns eine Mail an info@filmfest-stanton.at

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Filmfest-Ausstellung

Lebenswelt von Lisa Krabichler und Peppi Spiss Das in St. Anton am Arlberg lebende Künstlerpaar Lisa Krabichler und Peppi Spiss präsentiert die Ausstellung unter dem Titel „Lebenswelt“, grafische und malerische Sequenzen zu einem Ort und zu einem von den Bergen geprägten Leben. (Für Peppi Spiss hat die Ausstellung Jubiläumscharakter. Er hat schon 1997, vor genau 20 Jahren, die Ausstellung zum Filmfest gestaltet.) Zarte Schritte in unbekanntes Gelände, lautlos versinkend. Erfahrungswerte. Urwüchsigkeit bedingt erhabene Gefühle, ein Fallenlassen. Himmel über Höhen und Tiefen neben vibrierenden Wänden im Licht, ein Eintauchen. Grünflächen. Ein Hauch von Ewigkeit gibt Leben. Im Miteinander formen sich Welten – erfahren auf Spuren aus Pigmenten. Kleines neben Großem, Freiräume neben Verdichtetem, Grauschattierungen neben bunter Farbe. – Lisa Krabichler und Peppi Spiss

Peppi Spiss - „Übergang“

Lisa Krabichler - „Findelkind“

Bühnenbild von Sandra Brugger und Manfred Hellweger Der Pettneuer Manfred Hellweger und seine in St. Johann im Pongau geborene und nun ebenfalls mit ihm in Pettneu lebende Lebensgefährtin Sandra Brugger gestalten in diesem Jahr das Bühnenbild des Filmfest St. Anton.

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Unsere Partner Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

Das ist die bevorzugte Anwendung des Logos.

Danke für die Kooperation:

F Verein zur Förderung ‚Filmfest St. Anton‘

-Heimische Gerichte nach Saison -Eis vom Bauernhof -Jeden Mittwoch Platzkonzert (wetterabhän gig)

Wir freuen uns auf Euren Besuch! Der Grieswirt - Sabine und Alexander Kertess Im Gries 4 - 6580 St. Anton a. A. - Tel: +43 (0) 5446 30261

★ ★★


Unsere Partner-Hotels Danke für die jahrelange Treue!

sport

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Die Gemeinde St. Anton am Arlberg präsentiert:

6. Oktober 2017, 20.00 Uhr RAINHARD FENDRICH Konzert WM-Halle / ARLBERG-well.com 7. Oktober 2017, ab 16.00 Uhr ORF Lange Nacht der Museen Museum St. Anton am Arlberg 12. Oktober 2017, 20.00 Uhr TRICKY NIKI – Comedy aus dem Bauch heraus Arlbergsaal

GEMEINDE S T. A N TON AM ARLBERG

20./21./22./25./27./28./29 Oktober 2017, 20.00 Uhr Aufführung Theatergruppe OHA Vallugasaal 10./11. November 2017, 20.00 Uhr Aufführung HANNI’S HERBSCHTTHEATER Arlbergsaal

Wenn’s ums Berge versetzen geht, ist nur eine Bank meine Bank.

Foto: TVB/Wolfgang Burger


Impressum

ACTION! Hot Spot der Filmproduktion seit 1931

Veranstalter Tourismusverband St. Anton am Arlberg Körperschaft öffentlichen Rechts, Dorfstraße 8, 6580 St. Anton am Arlberg, Direktor: Martin Ebster Tel. +43 (0)5446-2690, info@stantonamarlberg.com

Operative Mitarbeiter des Filmfest St. Anton Leitung: Manfred Pascher Programm: Clemens Gogl und Manfred Pascher Artdirector, Grafik: Simon Rainer, Nurstudio. com Marketing: Manfred Pascher, Alexander Zangerl Magazin-Redaktion: Sabine Aigner; Assistenz: Manfred Pascher Interviews: Sabine Aigner, Clemens Gogl Gastbeitrag: Ralf Gantzhorn Videoblog: Eva Kuster (Kamera u. Schnitt), Simon Rainer (Zusatzaufnahmen) Presse: Manfred Pascher Festivaltrailer: Eva Kuster Vor-Ort-Betreuung in St. Anton: Sandra Köck Hallengestaltung: Alexander Zangerl Moderation: Heinz Reich, Flo Orley Technische Ausstattung und Betreuung in St. Anton: Ton + Bild Medientechnik, Rankweil Ergänzender Fotonachweis (Seitenzahlen in Klammer): Salomon - Bruno Long (Cover, 21, 26), Media-Art (4 - Tamara Lunger) Red Bull Content Pool (4 - Nadine Wallner), Marmot (5 - Katharina Saurwein), Sam Bié (5 - Nina Caprez), alpsolut.com (5 - Anna Stöhr; 7 - Barbara Zangerl), Thomas Senf (5 - Mayan Smith-Gobat), Hanno Mackowitz (6 - Lorraine Huber), Heiko Mandl (6 - Eva Walkner), VAUDE - Ralf Gantzhorn (8-9), Servus TV - Manuel Ferrigato (12), Archiv Mingma Nuru Sherpa (15), Simon Rainer (16 - Portrait), Elias Holzknecht (16-Action, 23), Nine & One - Pally Learmont (17), Johannes Mair - alpsolut.com (20, 25), Jon Glassberg (22), Klaus Polzer (28 Flo Orley), Archiv Heinz Reich (28), simonrainer.com (29), Lisa Krabichler (30)

www.arlbergerbergbahnen.com


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Per for mance meets ecology. Dieses Produkt enthält unsere Ceplex Green-Membran. Sie sorgt dafür, dass Dein Produkt wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv ist. Für die Membran-Herstellung verwenden wir u. a. recycelte oder biobasierte Materialien und verzichten zu 100 % auf den Einsatz von umweltschädlichen Fluorcarbonen (PFC). Damit bleibst Du trocken und die Umwelt wird geschont.

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Men‘s Shuksan 3L Jacket Winterjacke für den Bergsport • Ceplex Green Membran • wasserdicht, winddicht und extrem atmungsaktiv • umweltfreundlich und fair hergestellt


THE ORIGINAL

Profile for FILMFEST ST. ANTON

Filmfest St. Anton // Magazin 2017  

Filmfest St. Anton Berge - Menschen - Abenteuer 23.-26.8.2017 Ladies Only und andere Kostbarkeiten… Am Auftaktabend (23.8.) gehört die Bühn...

Filmfest St. Anton // Magazin 2017  

Filmfest St. Anton Berge - Menschen - Abenteuer 23.-26.8.2017 Ladies Only und andere Kostbarkeiten… Am Auftaktabend (23.8.) gehört die Bühn...

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