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Das Top-Paar der Wettkampfkletterszene im Gespräch

David Lama und Peter Ortner

Die starke Seilschaft am Cerro Torre im Interview

Hansjörg Auer

Über seine Erstbesteigung des Kunyang Chhish East

DAS PROGRAMM UND ALLE INFOS

Anna Stöhr und Kilian Fischhuber


Jedes große Erlebnis hat einen Anfang. Der neue Audi S1 mit quattro.

Kraftstoffverbrauch gesamt in l/100 km: 7,0 – 7,3. CO2-Emission in g/km: 162 – 168. Symbolfoto.

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20 Jahre

Filmfest St. Anton

Das Filmfest St. Anton feiert Jubiläum! 20 Jahre heißt es nun schon „Berge – Menschen – Abenteuer“. Es waren 20 bewegte Jahre und das Filmfest St. Anton ist weiter in Bewegung. Zum einen haben sich die technischen Grundlagen des Mediums in den letzten beiden Jahrzehnten von Grund auf verändert. Als Heinrich Wagner, St. Antons ehemaliger Tourismusdirektor, die zukunftsweisende Idee hatte, in St. Anton ein Bergfilmfest zu veranstalten, konnte er sich wohl nicht vorstellen, dass 20 Jahre später Filme von jedermann via Internet quer durch die Welt geschickt werden können.

Das Filmfest St. Anton ist in den letzten zwanzig Jahren zu einem Premierenfestival geworden... In der ersten Zeit des Filmfest St. Anton haben wir hauptsächlich Filme aus Zelluloid gespielt, dann immer mehr Videos, und jetzt werden alle Filme als digitale Files eingespielt. Gleich wie das Trägermaterial hat sich die Art der Filme geändert. Haben am Anfang historische Bergfilme und internationale Fernsehproduktionen dominiert, so sind es jetzt hauptsächlich unabhängig oder relativ unabhängig produzierte Autorenfilme, die es vor zwanzig Jahren in dieser technischen Qualität kaum gegeben hat und die mit den damals begrenzten finanziellen Mitteln kaum herstellbar waren. Das Filmfest St. Anton ist so im Lauf der Zeit zu einem Premierenfilmfest geworden. Es hat davon profitiert, dass in Österreich und vor allem in Tirol viele Weltklasseathleten aus dem Outdoor-Bereich zu Hause sind, die natürlich schon ein berufliches Interesse an entsprechenden Filmen mitbringen. Rund um diese herum bildete sich zunehmend eine vitale Szene von Filmemachern im Berg- und Abenteuerbereich heraus. Die Akteure und ihre Filmemacher sind heutzutage in aller Welt unterwegs und haben entsprechend auch Beziehungen in alle Welt und wir vom Filmfest St. Anton mit ihnen.

In diesem Jahr kommt es etwa beim Filmfest zu einem Treffen von Kletterlegenden der 1980er und 1990er Jahre. Einer, Beat Kammerlander, kommt aus dem nahen Feldkirch, einer, Johnny Dawes, aus dem nicht mehr so nahen England und einer, Yuji Hirayama, aus dem fernen Japan. Im letzten Jahr sind wir mit dem Filmfest St. Anton über St. Anton hinausgegangen und haben einen Promotionsabend in Wien veranstaltet. Diesen Weg setzen wir heuer fort und es wird neben Wien, und einer kleineren Veranstaltung mit der FH in Kufstein, auch noch einen Filmfest-St. Anton Abend in Bozen geben. Zunehmend wird unsere Veranstaltung auch überregional gewürdigt. Ausdruck davon ist, dass wir in diesem Jahr internationale Firmen wie Audi, Adidas und Vaude als Sponsoren gewinnen konnten. Wir werden diesen Weg weiter gehen und unseren Beitrag leisten, dass die von uns gezeigten und promoteten Premierenfilme – und damit auch das Filmfest St. Anton – eine breitere und überregionale Öffentlichkeit bekommen. 20 Jahre Filmfest St. Anton soll auch Anlass sein, den Verantwortlichen in St. Anton ganz herzlich Danke zu sagen. Sie haben uns, wie man so sagt, immer die Stange gehalten und immer darauf vertraut, dass wir die Sache hinbekommen. Schön ist, dass die Veranstaltung durch den Lauf der Zeit nicht in Routine erstarrt ist, sondern sich weiter bewegt hat. Und so möge es hoffentlich bleiben.

Manfred Pascher und das Team des Filmfest St. Anton

Titelbild: Hansjörg Auer kurz vor dem Gipfel des Kunyang Chhish East (7400 Meter) Foto: Archiv Auer/Anthamatten


Anna Stöhr & Kilian Fischhuber Sie sind das Top-Paar der WettkampfKletterszene. Wir haben sie zu ihren Kletterprojekten abseits des Weltcup-Zirkus und über Innsbruck als Klettermetropole befragt. Ihr macht ja nicht nur Kletter-Wettkämpfe, sondern klettert und bouldert auch viel am Fels. Wo liegen eure Prioritäten? Anna: Der Schwerpunkt liegt eigentlich auf beidem. Der Wettkampf ist wichtig und lässig. Aber ohne die Felstrips, die einen da wieder motivieren, wäre das Ganze für mich auf Dauer nicht möglich. Und deshalb brauche ich beides. Kilian: Die Schwerpunkte sind durch die Saison bedingt. Jetzt im Frühjahr sind wir viel in der Halle zum Trainieren und bereiten uns professionell auf die Wettkämpfe vor. Die Weltcup-Saison dauert bei uns je nach Verteilung der Wettkämpfe zwei bis vier Monate, die restliche Zeit sind wir hauptsächlich im Fels unterwegs. Die WM ist heuer ein bisschen später, und wir haben vor dem Saisonhighlight einen weiteren Felstrip geplant. Halle und Fels wechseln sich somit ab. Ihr seid ja schon lange in der Wettkampfszene dabei, da kennt man sich ja wahrscheinlich schon ganz gut. Kilian: Genau. Bei einem Weltcup-Bewerb sind in etwa 80 Kletterer und Kletterinnen am Start, die kennen wir alle mehr oder weniger gut. Einige von ihnen kennen wir auch privat oder waren mit ihnen schon klettern beziehungsweise auf Reisen unterwegs. Da findet ein bereichernder Austausch statt. Ich habe zum Beispiel einen Israeli kennengelernt, der uns heuer zum Felsklettern nach Israel eingeladen hat. Der Weltcup ist ein Melting Pot, ein Netzwerk internationaler Kletterer, die dieselbe Leidenschaft teilen und auch außerhalb der Bewerbe miteinander vernetzt sind.

Kilian Fischhuber und Anna Stöhr Film: Meldting Pot Foto: Simon Rainer

Anna: Und man freut sich wirklich, wenn es wieder losgeht. Wir haben letztes Jahr eine lange Pause gehabt, und wenn man sich dann das erste Mal wieder in China sieht, tauscht man sich aus. Insgesamt ist es alles sehr freundschaftlich und das macht es eigentlich so cool. „Melting Pot“ heißt ja auch das Filmprojekt von Hannes Mair, in dem ihr beide zu sehen seid. Darin geht‘s um die Innsbrucker Kletterszene. Habt ihr viel Kontakt mit Innsbrucker Kletterern, die keine Wettkämpfe machen? Anna: Ja schon, Hansjörg Auer zum Beispiel ist ein guter Freund von uns. Das ist ja das Schöne, dass es verschiedene Szenen gibt, aber im Endeffekt ist es dann doch die Kletterszene. Kilian: Wir gehen mit Hansjörg gemeinsam zum Felsklettern ins Ötztal und wir waren auch gemeinsam mit ihm in Israel. Dadurch, dass man viel mit anderen Kletterern in Kontakt ist, ist das Interesse für unterschiedliche Disziplinen bzw. Ausübungsformen sehr groß. In Innsbruck sind die Szenen gut durchmischt. Anna: Es ist ja auch eine falsche Aussage, wenn man sagt: „Die Wettkampfkletterer sind nur in der Halle.“ Es weiß jeder, dass wir viel am Fels sind und genauso ist es umgekehrt: ein Felskletterer muss ja auch im Winter seine Fitness bewahren und geht dann in die Halle. Und es ist auch lässig und wichtig, dass die Toleranz in Innsbruck so gegeben ist, dass jeder sein Ding machen kann und dafür auch geschätzt wird. Würde euch eine richtig hochalpine Expedition auch reizen? Anna: Also bei mir ist es so: Ich kann nicht gut leiden und deshalb wäre eine Expedition für mich das Falsche. Ich bewundere, dass jemand so etwas machen kann und so leidensfähig ist, aber ich weiß, dass das bei mir nicht der Fall ist. Das heißt, beim Bouldern muss man nicht so sehr leiden? Anna: Beim Bouldern hab ich nie 20 Grad minus und einen Wind wie in Patagonien.


Fotos: Johannes Mair

Kilian: Wir sind beide nicht so alpinistisch unterwegs. Wir gehen nicht auf hohe Berge und machen keine hohen Wände, wir sind hauptsächlich Sportkletterer und Boulderer. Wir haben beide nicht vor, uns irgendwo in der Welt eine Eiswand hochzuarbeiten. Warum glaubt ihr ist Innsbruck so ideal für Kletterer? Anna: Ich glaube, dafür gibt es mehrere Ursachen. Einmal ist Innsbruck mitten in den Bergen. Deshalb ist die Affinität zum Klettern sehr hoch. Dann gibt es hier eine lange Geschichte und Tradition im Klettern. Und dann ist es auch so, dass Reinhold Scherer und Rupert Messner [Trainer des österreichischen Wettkletterverbandes] das Wettkampfklettern in

Innsbruck sehr forciert haben und so einen wichtigen Beitrag zum Wettkampfklettern hier geleistet haben. Kilian: Es gibt auch andere Kletterhochburgen, z.B. Boulder in Colorado, in den USA. In Innsbruck ist die Szene deshalb so konzentriert, weil Innsbruck dafür geografisch sehr günstig liegt. Wenn Du in Innsbruck bist, dann kommst Du schnell ins Frankenjura, nach Arco oder in die Schweiz. Und dann lässt sich Studieren und Klettern in Innsbruck gut verbinden. Anna: Melissa [Le Neve, französische Weltklassekletterin] z.B., mit der wir in den USA, in Hueco klettern waren, wohnt jetzt seit einem Jahr in Innsbruck. Viele Leute aus aller Welt, Wettkampfkletterer oder Sportkletterer, kommen zum Trainieren kürzer oder länger hierher, weil sich die Innsbrucker Kletterszene einen Namen gemacht hat. Kilian: Die Kletterszene in Innsbruck bekommt tatsächlich immer mehr an Schwung. Oft kommen Leute nach Innsbruck in die Kletterhalle zum Trainieren und sagen „Was, das ist es? Nicht mehr? So klein?“ Die haben eine Vorstellung von Innsbruck als einem El Dorado des Kletterns, und sie sehen dann, dass auch wir nur eine normale Kletterwand haben. Der Ruf von Innsbruck als Stadt der Kletterer ist über die Jahre immer mehr gewachsen. In „Melting Pot“ sieht man euch in den Hueco Tanks, das ist ein BouderGebiet in Texas. Kilian: Hueco Tanks ist ein sehr etabliertes Boulder-Gebiet. Da gibt‘s schon seit Jahrzehnten bekannte und schwere Boulder. Unser Ziel war es, mit ein paar Freunden klettern zu gehen und Hannes [Mair] hat gemeint, er kann das für seinen Film über die Innsbrucker Kletterszene gut gebrauchen. Da war jetzt kein spezielles Projekt, nicht irgendein besonders schwerer Boulder, der da im Vordergrund gestanden hätte, sondern wir sind einfach zum Klettern hingefahren und Hannes hat dabei gefilmt. Wie ist das mit dem Filmen? Ihr seid es ja gewohnt vor Publikum zu klettern, aber wie geht‘s euch, wenn ein Kameramann, ein Filmemacher dabei ist? Kilian: Wir haben ja nicht immer einen Kameramann dabei. Und dann ist es ja auch nicht so, dass wir mit einem Script durch die Gegend laufen. Beim Klettern gefilmt zu werden heißt halt klettern mit gewissen Einschränkungen: „Kannst du den Zug noch einmal machen?“ oder „Sollen wir diese Route auch noch filmen?“ Man hat aber auch da seine Freiheiten und dann entsteht ja ein Produkt, auf das man neugierig ist. Und in der Woche darauf sind wir ohnehin wieder ohne Kameramann unterwegs. Anna: Man braucht Zeit, jenseits der Filmerei klettern zu gehen. Da wir die haben, ist das Filmen kein Problem.

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Seht ihr einen Widerspruch darin um die halbe Welt zu fliegen, um dort in die Natur zu gehen und eine Linie zu klettern? Wie steht ihr dazu? Anna: Naja, wir sind auch keine Heiligen. Es ist sicher so, dass wir einen großen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, allein wegen der Bewerbe, zu denen wir hinfliegen.


Kilian: Das sind persönliche Entscheidungen, oder? Ich werde niemandem sagen, wie er was machen soll. Wir fahren mit dem Rad in der Stadt, aber wir fliegen eben auch viel um die Welt. Ich umrunde im Jahr sicher zweimal den Globus und das lässt sich, wenn ich machen will, was ich mache, nicht vermeiden. Sonst müsste ich halt sagen: ich gehe jeden Tag nur ins Dschungelbuch [Klettergebiet an der Martinswand bei Innsbruck] und hinterlasse dafür keinen ökologischen Fußabdruck. Kilian, Du bist ja beim diesjährigen Filmfest St. Anton außer in „Melting Pot“ noch in einem zweiten Film zu sehen: „Indian Odyssey“. Was hat es damit auf sich? Kilian: Ich wollte immer schon einmal nach Indien, aber nicht unbedingt nach Hampi, das Bouldergebiet, das man auch hier kennt. Die Indienreise kam über Red Bull zustande. Tuhin Satarkar, ein junger und talentierter Kletterer von dort kam über die Vermittlung von Red Bull nach Österreich, um mit mir zu trainieren und zu klettern. Und als Austausch wurde ich zum Klettern nach Indien eingeladen und darüber haben wir einen Film gemacht. Wir sind nach Badami geflogen, wo es tolle Sandstein-Klettereien gibt, um dort eine berühmte Route zu wiederholen, „Ganesh“, die ist 8b+ und die schwerste Route von Indien. Die Route ist von der Linie und von der Kletterei her wirklich einzigartig, eine der besten Routen, die ich jemals geklettert bin. Und dann haben wir noch gemeinsam ein paar andere Touren eingebohrt und probiert. Ich habe Badami davor nicht gekannt, es war super dort. Vom Fels her ist es so gut wie Australien oder Südafrika, ein gewaltiger Sandstein. Und das Land kennenzulernen mit einem Inder, das macht schon einen

Unterschied, da sieht man natürlich die Dinge anders, als wenn man nur als Tourist anreist. Es war eine wirklich beeindruckende Reise, auch wenn sie nur zwei Wochen gedauert hat. Es ist auch insofern eine Ausnahme gewesen, weil Anna und ich sonst immer gemeinsam unterwegs sind. Zu welcher Jahreszeit kann man dort klettern? Kilian: Es muss bei uns Spätherbst oder Winter sein. Wir haben immer 30 Grad gehabt und das ist eher kühl für die Gegend. Wir sind ganz in der Früh geklettert und teilweise am Abend, bevor es dunkel geworden ist. Sie haben zu uns immer gesagt: „Es wird jetzt kälter“, aber es war immer heiß. Es hat den ganzen Tag in diese Südwand hineingeheizt und sie ist auch über Nacht nicht wirklich abgekühlt. Was sind eure nächsten Projekte abseits der Wettkämpfe? Anna: Vor der WM werden wir drei Wochen nach Südafrika fahren. Und gleich nach der WM werden wir einen längeren Amerika-Trip starten, auch zum Seilklettern. Gibt‘s Boulder, die Du, Anna, schaffst und der Kili nicht? Anna: Logisch! Selten... Kilian: Eher nicht. Kilian Fischhuber und Anna Stöhr sind bei der Präsentation des Eröffnungsfilms „Melting Pot“ beim Filmfest St. Anton am 27.8. anwesend, Kilian präsentiert außerdem den Film über seine Indien-Reise „Indian Odyssee“, beides Filme von Johannes Mair.

Anna Stöhr Foto: Johannes Mair

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HANSJÖRG AUER Schon ein „wilder Hund“

Was ist ein cooles Projekt für Hansjörg Auer? Ganz einfach: ein unbestiegener Gipfel, über 7000 Meter hoch, mit einem Normalweg, der so schwierig ist, dass acht Expeditionen daran scheiterten. Gefunden hat er so einen Gipfel mit dem 7400 Meter hohen Kunyang Chhish East im Karakorum. Hansjörg Auer im Gespräch über seine Erstbesteigung, das Klettern mit dem Bruder und über seine Zukunftspläne.

bieren, das ist echt lässig. Er war schon hoch oben in dieser Wand. Das Lässigste und das Puristischste an den Sachen ist, wenn es das Base Camp und den Gipfel gibt, und es gilt einfach von da nach da zu kommen, auf dem leichtesten Weg. Die leichtesten Wege sind meistens die logischen und die besten, da geht’s einfach darum, dass man hinaufkommt. Da braucht man sich nicht an irgendwelche Regeln zu halten.

Dir ist gemeinsam mit Simon Anthamatten und deinem Bruder Matthias die Erstbesteigung des Kunyang Chhish East gelungen. War das wirklich das erste Mal Höhenbergsteigen für dich? Hansjörg: Ja, eigentlich schon, weil ich vorher nur auf 6000 Meter war. Bei den Trango Towers. Aber das war Klettern. Wenn du wissen willst, ob du für das Höhenbergsteigen geeignet bist, dann musst du halt irgendwann auf 7000 Meter klettern.

Wie habt ihr das alles im Vornhinein geplant? Du und dein Bruder habt so etwas ja noch nie gemacht. Hansjörg: Den Simon kenne ich ja seit 2009, wir waren zusammen im Yosemite Valley. Das war unser großer Vorteil, dass wir den Simon dabei gehabt haben. Er war der Erfahrenste in der Höhe, und das war auch der Grund, warum wir gesagt haben, das probieren wir einfach. Das war dann auch sehr speziell mit meinem Bruder und dem Daumen…

Hansjörg Auer Portrait aus der Serie „Close“ von Simon Rainer

Ist das nicht ein bisschen gewagt? Als Erstes gleich eine Erstbegehung einer 2700 Meter Wand auf dieser Höhe? Hansjörg: Na ja, das ist halt motiviert, oder? Und ich muss sagen, für mich ist es in der Höhe fast leichter zu klettern als zu stapfen. Für meinen Bruder ist das anders. Der ist gut, wenn er das Hirn ausschalten und stapfen kann. Die technischen Routen, die wir machen, haben nichts mehr mit Gehen zu tun. Da ist alles extrem exponiert, und wenn schlechtes Wetter ist, kannst du nicht einfach hinuntergehen, du musst alles abseilen. Wenn du da oben das Seil verlierst, dann kommst du nicht mehr hinunter. Auf den Bildern schaut das wie leichtes Stapfen aus, aber das ist es einfach nicht. Wie seid ihr überhaupt auf diesen Berg gekommen? Hansjörg: Jeder Kletterer im Karakorum weiß um die Projekte Bescheid. Da sind nicht mehr so viele. Da gibt’s zum Beispiel noch die K6 Nordwand. Und dann hat es eben das gegeben. Irgendwie hat uns das am besten zugesagt, und vor allem Simon wollte das immer probieren. Ich habe auch Steve House getroffen, und der hat gesagt, das könnt ihr pro-

Was war da? Hansjörg: Zuerst hatten wir ein Problem mit dem Visum, da mussten wir den Flug verschieben. An dem Tag, an dem mich dann Simon angerufen und mir gesagt hat, dass er das Visum hat, schrieb mir zehn Minuten später mein Bruder ein SMS, dass er sich am Bau in den Daumen geschnitten hat und genäht werden muss. Dann kannst du natürlich alles vergessen, brauchst nicht mehr mitfahren. Und danach haben wir ausgemacht, dass er nachkommt, allerdings mit dem Wissen, dass wir natürlich einen Vorsprung beim Akklimatisieren haben werden. Ich wäre sicher nicht mehr nachgekommen, weil ich zu ehrgeizig bin. Ich würde das nicht packen, im Base Camp zu hocken und nicht mitgehen zu können. Aber er ist da anders. Er hat gesagt, er kommt auf alle Fälle nach, und wenn er uns nur aus dem Base Camp unterstützt. Du und Simon wart also schon einige Zeit vorher im Base Camp? Hansjörg: Wir haben angefangen zu akklimatisieren, wir hatten schon zwei Akklimatisierungs-Sessions gemacht. Dann kam er nach und beim dritten Mal Akklimatisieren ist er mitgegangen, allerdings nur bis zum ers-


ten Camp vom Ice Cake Peak, während wir bis zum Gipfel gingen. Dann war das Wetter gut und Simon und ich starteten den ersten Versuch, wo wir wirklich sehr knapp waren. Wir kamen bis auf 7000 Meter, dann kam ein Sturm, in der Nacht schlug das Wetter um. Das war wirklich brutal. Ich bin das erste Mal darauf gekommen, wie psychisch das Klettern in der Höhe ist. Du liegst da oben und du bist so exponiert und dir ist klar, dass nur das kleinste Ding passieren muss, und es ist vorbei. In der ersten Nachthälfte glaubst du, das hört schon auf, und dann hat es nicht aufgehört. Sturm, voller Sturm. In der Früh denkst du dir noch, naja, vielleicht macht es ja doch noch auf, vielleicht können wir doch noch den Gipfel gehen. Und dann kommt der Punkt, wo du sagst, ok, wir müssen gehen, weil wenn wir jetzt nicht gehen, ist es vorbei. Und dann bin ich beim Reißverschluss vom Zelt und will rausgehen und es geht nicht. Dann hat es drei Anläufe gebraucht, und dann raus. Und nach drei Schritten haben wir gemerkt, dass es nur mehr darum geht hinunterzukommen.

„Das Wichtigste an der Sache war, dass Matthias trotz allem oben war.“ Und als es dann geklappt hat, wie lange habt ihr gebraucht? Hansjörg: Sechs Tage alles zusammen, Matthias ging mit. Wir sind zwei Tage geklettert, dann mussten wir zwei Tage in der Wand warten. Da hatten wir ziemlich Glück, wir haben in einem Bergschrund eine Höhle gefunden. Da konnten wir auf fast 7000 Meter warten, was extrem mühsam ist. Es ist zwar nur Herumliegen, aber du merkst von Stunde zu Stunde, wie alles saugt. Dann war das Wetter super, aber für Matthias war es recht schwer, weil er nicht so gut akklimatisiert war wie wir. Dann sind wir losgeklettert. Er hat die erste Seillänge gemacht, dann kletterte Simon und dann wieder ich. Und am Stand sagt er: „He Hansjörg, es geht einfach nicht, ich packs nicht.“ Ich habe ihm gesagt, du musst heute durchbeißen, das ist einer der wichtigsten Tage in deinem Leben. Und dann hab ich gesagt, er soll einfach nachsteigen, soll nicht mehr vorsteigen und nur schauen, dass er da hinaufkommt. Der Bruder als Seilpartner, beeinflusst das die Entscheidungen? Geht man da weniger Risiko ein? Hansjörg: Nein, das ist gleich, da ist kein Unterschied. Auf über 7000 machst du dir nicht mehr viel Sorgen um die anderen, das ist leider so. Natürlich schaust du auf die anderen, aber im Grunde... In der Höhe fallen die ganzen Sachen dazwischen sofort weg. Für mich war das erste Mal schwierig, da ist Matthias mit uns zum Wandfuß gegangen und musste umdrehen. Da habe ich voll geweint. Das ist schwierig, wenn der Bruder umdrehen muss, weil man schon so viel miteinander gemacht hat. Und er kann da nicht dabei sein. Wir haben uns ein dreiviertel Jahr vorbereitet und geredet, wie lässig das sein wird. Und dann haben

wir es doch zu dritt geschafft. Um das dreht sich auch der Film. Es geht im Film nicht um mich oder den Simon, es geht um ihn. Das Wichtigste an der Sache war, dass er trotz allem oben war. Das war schon geil. Worum wird es im zukünftigen Alpinismus gehen? Was werden die Herausforderungen sein? Hansjörg: Ich glaube, dass es mehr und mehr um Kreativität gehen wird, darum dass du ein Projekt findest, das dich inspiriert und dir wirklich gefällt. Natürlich ist es am lässigsten, wenn du eine Wand hast, wo noch niemand war. Ich glaube, es wird in den nächsten zehn Jahren niemand zum Kunyang Chhish kommen und eine zweite Route machen. Das passiert nicht, weil es da noch so viele andere Berge drüben gibt. Was es noch gibt, wäre zum Beispiel die Makalu Westwand, die ganz schweren Sachen auf die Achttausender. Oder die Lhotse Shar – Lhotse Überschreitung. Das sind andere Kaliber, da bist du dann die ganze Zeit auf über 8000 Meter. Und für dich selbst? Hansjörg: Die Masherbrum Expedition mit David [Lama] und Peter[Ornter] steht an, und wenn das erfolgreich ist, werde ich nächstes Jahr ein expeditionsfreies Jahr machen, wieder mehr Klettern gehen. Es ist einfach nicht möglich, klettermäßig und expeditionsmäßig auf dem High Level zu sein. Logisch brauchst du für die Expeditionen genauso ein Kletterniveau, aber ich brauche nicht 8c klettern. Wie ist das für dich, auf Expedition zu fahren, alles groß anzukündigen, und dann klappt es nicht? Hansjörg: Ja, natürlich ist es so, wenn du businessmäßig denkst, wenn du Geschichten willst, dann machst du die Easy-trips. Ehrlich gesagt, wenn einer von meinen Partner oder Sponsoren nicht checkt, dass man auf so einem Projekt scheitern kann, dann ist es eh schon verloren. Und ich mache das nicht für die Sponsoren. Ich gehe mit dem David und dem Peter, weil ich die Sache klettern will. Ob der jetzt einen Red Bull Helm aufhat, oder ich einen North Face Helm oder der einen was weiß ich für einen Helm ist mir total egal. Und wenn du anfängst deine Projekte nach diesen Gesichtspunkten auszusuchen, dann geht’s eh schon abwärts. Aber einen Film wird es auch diesmal wieder geben? Hansjörg: Ja, das Filmteam geht bis ins Base Camp mit. Wir haben Helmkameras dabei. Und am Berg geht es viel um den Ton. Die Helme werden wir verwanzen, so dass alles aufgenommen wird. Die schwierigen Sachen werden natürlich nicht gefilmt, das ist so. Darum ist es natürlich auch feiner, wenn man zu dritt ist, der eine kann sichern, der andere filmen oder er rastet oder er schläft. Das Projekt ist geil, ich glaube es ist möglich, aber es ist sicher am äußersten Limit. Die ersten Bilder des geplanten Films über die Kunyang Chhish East - Erstebesteigung sind in Anwesenheit von Hansjörg Auer als Preview am Freitag, den 29.8. beim Filmfest St. Anton zu sehen.


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Gipfelgrat des Kunyang Chhish East Linke Seite: Matthias und Hansjörg Auer Fotos: Archiv Auer-Anthamatten


DAVID LAMA auf der Suche nach dem Unmöglichen

David Lama ist in aller Munde, nicht nur wegen seines außergewöhnlichen Klettertalents, sondern auch weil er geschafft hat, was noch keiner vor ihm gewagt hat: den Cerro Torre frei zu klettern. Zu sehen ist das über mehrere Jahre dauernde Abenteuer im Film „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“. Du wirkst im Film „Cerro Torre“ sehr authentisch. Wie viel Mitspracherecht hattest du bei dem Film? David: Ich war einige Stunden im Schnitt dabei und habe mich da so einbringen können, dass ich voll und ganz zum Filme stehe. Ich habe ein paar Entscheidungen schon maßgebend beeinflusst. In der Gipfelwand wollte der Regisseur bei den Bildern, die vom Hubschrauber aus gemacht wurden, den Kameramann wegretuschieren. Das ist mit der heutigen Technik ein Kinderspiel. Aber wir haben gesagt, ok, das soll wirklich eine Dokumentation sein, die soll zeigen, wie es passiert ist und was da passiert ist. Wir haben gesagt, wir brauchen keine solchen Geschmacksverstärker. Du hast einmal gesagt, dich reizt der Faktor des Unmöglichen. Den Cerro Torre frei zu klettern schien unmöglich – wie oft wärst du noch hingefahren, um dieses Ziel zu erreichen? David: Das ist jetzt alles hypothetisch, aber ich war in den nächsten zwei Jahren danach auch noch unten, zwar für andere Projekte und nicht mehr für den Cerro Torre. Aber El Chaltén ist ein Platz, der mir gut gefällt, Patagonien finde ich super. Es haben sich auch Freundschaften mit den Einheimischen entwickelt und wir haben auch den Film unten gezeigt. Ich finde es immer wieder cool hinunter zu fahren und kann mir auch vorstellen, dass ich noch ein viertes oder fünftes Malt hinunter gefahren wäre für den Torre. Es wird mit jedem Jahr natürlich noch einmal schwieriger die Motivation aufzubringen und an etwas zu glauben, an das eigentlich kein anderer glaubt. Du bist vom Sportklettern zum Alpinismus gekommen, weil du die Freiheit gesucht hast. Jetzt bist du Red Bull Athlet, musst Projekte machen.

David Lama (links) und Peter Ortner, Portraits aus der Serie „Close“ von Simon Rainer

Ist das die Freiheit, die du dir erhofft hast? David: Ich habe die Freiheit meine eigenen Projekte zu machen und ja, das ist die Freiheit, die ich mir erhofft habe. Und um es ein bisschen überspitzt zu sagen: Freiheit kostet. Die Freiheit zu haben um nach Patagonien zu gehen kostet auch Geld, genauso wie die Freiheit nach Pakistan auf eine Expedition zu gehen Geld kostet. Da muss jeder schauen, wo er seinen Teil der absoluten Freiheit abschneidet, negativ ausgedrückt, um sich das Positive holen zu können. Und der „Kompromiss“, den ich nicht als Kompromiss erachte, meine Zusammenarbeit mit den Sponsoren, ist so, dass ich alle Freiheiten habe, die ich mir wünsche. Ich bin glücklich damit.

„Eine Erstbegehung ist so schwierig, weil man nicht weiß, ob sie möglich ist.“ Zitat von Albert Mummery, mit Bezug auf die schweren Berge der Alpen: „Ich glaube, dass fast alle Berge diese drei Stadien durchgehen müssen: ein unersteiglicher Gipfel – der schwerste Aufstieg in den Alpen – eine leichte Damentour“ - Damentour im Sinne von Touristentour. Glaubst du, dass durch dein Projekt und den Film mehr Leute zum Cerro Torre fahren werden? Glaubst du, dass dem Berg seine Ernsthaftigkeit genommen wurde? David: Also, ich halte das Zitat für einen Schwachsinn. Nur weil der Everest zu einem Touristenberg verkommen ist, gibt es noch genügend andere Berge, wo man genügend Abenteuer erleben kann und wo ich auch nicht glaube, dass sie jemals zu Touristenbergen werden. Der Cerro Torre ist für mich sicher ein Berg, wo es durch die technischen Möglichkeiten nicht mehr nur den Top-Alpinisten möglichen sein wird hinaufzukommen, aber er ist trotzdem kein Touristenberg, und ich glaube, er wird es auch niemals werden. Und zum Zitat: mit jeder Erstbegehung, die man macht, beweist man ja doch, was möglich ist. Eine Erstbegehung ist deshalb so schwierig,


Peter Ortner „Ich bin ja nicht nur die Sicherungsmaschine!“

weil man nicht weiß, ob sie möglich ist. Natürlich nimmt man dem Berg oder der Tour, die man erstbegeht, schon einmal die erste große Frage. Deswegen reizen uns Alpinisten ja immer die Erstbegehungen so sehr, weil da das Unmögliche noch absolut ist, wenn man so will. Da stellt sich nicht nur die Frage: ist das möglich für mich persönlich, sondern ist das grundsätzlich möglich. Von dem her stimmt das Zitat bedingt, aber dass alle bestiegenen Berge mit der Zeit zu Touristenbergen verkommen ist Schwachsinn. Bleiben wir noch bei den Touristenbergen. Durch die alpinistischen Leistungen und die mediale Verbreitung dieser hat sich über die Jahre ein Alpin-Tourismus entwickelt, auch im Himalaya. Wie ist deine Einstellung dazu? David: Ich wage es zu bezweifeln, dass die Hauptursache dafür das Filmemachen und das Berichten ist. Ich glaube, dass die Zivilisation so weit fortgeschritten ist, dass man in der Zivilisation keine Abenteuer mehr finden kann. Das Bergsteigen ist in gewisser Weise doch immer ein Hinausgehen, ein Sich-selbst dem Berg und den Gefahren Aussetzen, und das ist eigentlich das, was die Leute suchen. Nach welchen Kriterien suchst du dir deine Projekte aus? Was reizt dich? David: Ich glaube, so ganz pauschal kann man das nicht sagen. Es ist aber schon so, dass es hauptsächlich die Sachen sind, die noch keiner gemacht hat, weil ich wie jeder andere Alpinist die Sachen gerne als Erster mache. Da ist eben, wie schon gesagt, das Unmögliche noch ganz. Jeder junge Mensch bringt eine gewisse Frechheit mit, die Frechheit neue Sachen zu probieren. Ich glaube, diese Frechheit besitze ich noch, und das ist auch die Zeit, in der man den Alpinismus vorantreiben kann. Am Cerro Torre hab ich es weiter getrieben wie die anderen Leute vor mir. Am Masherbrum ist unser nächstes Projekt, da können sich noch weniger Leute vorstellen, dass das, was wir vorhaben, funktionieren kann.

Peter Ortner ist als Seitpartner von David Lama am Cerro Torre in die erste Reihe der Profi-Bergsteiger aufgestiegen. Im Interview spricht er über seine Kletterfreundschaft mit David, die Bohrhaken-Kontroverse am Torre, und wie er als zweifacher Vater das Risiko abwägt. Wie bist du zum Expeditions-Bergsteigen gekommen? Hast du vor der Expedition zum Cerro Torre schon Erfahrungen gehabt? Peter: Ja, ich war schon auf Expeditionen und war auch schon vorher in Patagonien und habe einige Projekte dort gemacht, bevor ich den David überhaupt kennengelernt habe. Und deshalb hat sich Red Bull bei mir gemeldet, ob ich als Bergführer beim Filmprojekt 2009 dabei sein möchte. Beim ersten Mal war dein Job das Filmteam hinaufzubringen. Also hast du diese ganzen Bohrhaken für das Filmteam gebohrt? Peter: Nein, ich hab keinen einzigen Bohrhaken gebohrt. Ich hab im Vorfeld schon irgendwie geahnt, dass das eskalieren kann, weil es Gegner gegeben hat. Deshalb hab ich mich geweigert Bohrhaken zu bohren, weil ich gewusst habe, dass da etwas daneben geht. Zur Bohrhaken-Kontroverse: Wie war deine Einstellung zum Alpinismus vor dem Projekt? Hat sich da etwas geändert? Konntest du ahnen, was da für eine Diskussion auf euch zukommt? Peter: Wenn man ein richtiger Alpinist ist, dann ist man auch bemüht, den Berg in einem möglichst sauberen Stil zu klettern. Das heißt so wenig Bohrhaken wie möglich und so wenig Material wie möglich am Berg zu hinterlassen. Beim Cerro Torre ist die Sache aus dem Ruder geraten, weil die Leute nicht unterscheiden konnten zwischen der Sicherheit des Filmteams und der Kletter-Leistung der Akteure. Wir waren ja - und der David auch schon 2009/2010 - ohne Bohrhaken unterwegs. Die Bohrhaken wurden nur zur Sicherung des Filmteams gebraucht. Irgendwie musste David dann für die Sache geradestehen. Aber noch einmal: die Bohrhaken wurden nur für das Filmteam gebohrt, weil man nicht das Risiko eingehen


wollte, dass der Kameramann auf einer miesen Sicherung die Position einnimmt, die er braucht, um eine gute Aufnahme zu bekommen. Wie ist es dazu gekommen, dass du im Jahr darauf zum Kletterpartner von David Lama geworden bist? Peter: 2010, also in der gleichen Saison, habe ich meine eigene Expedition nach Pakistan gemacht. David war auch dort und wir haben uns sehr gut kennengelernt. Es war wettermäßig eine miese Saison, die Kletterer waren im Tal gefangen und wir sind zusammen oft zum Bouldern und Sportklettern gegangen. Im Sommer 2010 hat David dann irgendwann einmal angerufen, ob ich nicht Zeit hätte, mit ihm zu klettern. Und ich hab gesagt, ja cool, warum nicht? Ihr wart dann gemeinsam noch zweimal am Cerro Torre. Es war Davids Anliegen, er wollte unbedingt den Cerro Torre frei klettern und brauchte dafür einen Seilpartner. Hast Du das Gefühl gehabt, dass es auch für dich wichtig war? Peter: David hat ja keinen gesucht, der ihn nur auf den Torre hinauf sichert, sondern einen richtigen Seilpartner und Bergkameraden. Wir sind auch nicht nur in den Bergen zusammen unterwegs, sondern unternehmen sonst auch Dinge gemeinsam, wir sind Freunde. Und das ist sehr wichtig, dass man mit dem Kletterpartner wirklich gut kann, weil man ja bei einer solchen Expedition lange und intensiv zusammen ist. Wie sehr ist dein Herz an diesem Projekt gehangen? Peter: Ich habe gewusst, das ist Davids Projekt, das ist seine Idee. Und ich habe für mich beschlossen, David dabei zu unterstützen. Über die Jahre hin ist das dann sicher auch zu einem gewissen Teil meine Sache geworden. Da wächst man hinein und dann will man nicht mehr nur den Seilpartner unterstützen, sondern auch selbst hinauf. Das war ja das Coole daran: ich bin ja auch nicht nur die Sicherungsmaschine für David gewesen, sondern wir sind überschlagend geklettert. Ich bin eigentlich auch alles frei geklettert, bis auf die 4-5 Meter, diese irrsinnig schwere Kante. Von dem her waren wir eigentlich im Alpinstil unterwegs und Jümare [Steigklemmen] und Fixseile haben wir nie verwendet. Bei eurem nächsten gemeinsamen Vorhaben geht es zum Masherbrum nach Pakistan? Was habt ihr dort vor? Peter: Wir wollen die Masherbrum Nordostwand klettern. Da waren wir letztes Jahr schon und haben uns das angeschaut, wir haben uns auch schon eine Linie ausgedacht. Wir waren aber nicht wirklich gerüstet für die Wand, so dass wir wieder nach Hause geflogen sind, ohne überhaupt eingestiegen zu sein.

David Lama in der Headwall des Cerro Torre Foto: Lincoln Else - Red Bull Content Pool

Und was ist heuer anders? Peter: Wir sind zu dritt, Hansjörg Auer ist als dritter dabei. Das ist schon einmal gut. Falls irgendwas passiert, sind zwei Leute für einen Verletzten da. Dort oben ist es sehr schwierig, jemanden aus der Wand herunterzubringen. Und materialmäßig können wir uns viel abnehmen, wir haben leichtere Rucksäcke, mehr Möglichkeiten. Wir können uns öfter im Vorstieg abwechseln. Geplant sind fünf Tage in der Wand und drei Tage für den Abstieg. Ich bin heuer weniger nervös als im letzten Jahr. Ich weiß genau, wie die Wand aussieht und was auf mich zukommt, und da ist dann die Anspannung nicht mehr so groß. Eure Expedition zum Masherbrum wird ja ganz anders ablaufen als das Cerro Torre Projekt und der Film dazu. Ihr geht jetzt alleine, ohne Filmteam, ohne Hubschrauber. Siehst Du das als Antwort auf diese ganze Kontroverse und die Debatte um den Aufwand am Cerro Torre? Peter: Nein, eigentlich nicht. Bei der Masherbrum-Geschichte gibt es ein Filmteam, das geht aber nur bis ins Basislager mit, nicht in die Wand. Das kannst du keinem Kameramann zumuten, die objektiven Gefahren sind da sehr groß. Die Höhe ist dann auch ein Thema und die lange Zeit in der Wand. Und ein Hubschrauber bringt uns nichts, weil er da oben nicht mehr fliegen kann. Und so haben wir gesagt, wir nehmen da keinen mit, wir dokumentieren das selbst, das muss reichen. Aber mit der Cerro Torre Geschichte hat das nichts zu tun. Du bist Vater von zwei Kindern. Beeinflusst dich das in deinen Entscheidungen? Peter: Meine Kinder sind erst zwei und vier Jahre alt. Sie wissen schon, dass ich Kletterer bin, natürlich können sie nicht einschätzen, was das bedeutet. Zum Bouldern nehme ich sie manchmal mit. Die Entscheidung, ob ich auf eine Expedition fahre oder nicht, treffe ich für mich selbst. Ich bedenke natürlich, dass ich Kinder habe und dass ich eigentlich gefährliche Sachen mache. Ich kann mein Können sehr gut einschätzen und so glaube ich nicht, dass es zu bösen Überraschungen kommen wird. Ich weiß auch, was möglich ist und was nicht. Sicher, man begibt sich nicht absichtlich in wirklich gefährliche Situationen, sondern man kann da hineingeraten, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Das kann man nicht kalkulieren. Den Rest aber schon. Und wenn eine Sache nach meiner Einschätzung grundsätzlich okay ist, kann ich das machen und wenn das Vorhaben für mich zu gefährlich ist, dann muss ich das eben von vornherein lassen. So kann ich das relativ gut vertreten, auch gegenüber meinen Kindern. Während David Lama den Film „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“ zur gleichen Zeit in Japan vorstellt, präsentiert sein Seilpartner Peter Ortner, zusammen mit Markus Pucher und Toni Ponholzer, die für die Filmarbeiten mit dem Kameramann den Torre überquerten, das Werk beim Filmfest in St. Anton am Abschlussabend (Samstag, 30.8.2014).


David Lama bezwingt den mythischen Berg – „Eine Sensation.“ Spiegel.de

Du hast nicht den Hauch einer Chance, sagte Kletterlegende Jim Bridwell, als er von David Lamas Plan erfuhr. Doch nichts konnte für den damals 19-jährigen Tiroler reizvoller sein, als etwas scheinbar Unmögliches zu schaffen. Spannend und brutal ehrlich erzählt David Lama, was er in den drei Wintern am legendären Gipfel Patagoniens erlebt hat.

Gebunden, 224 Seiten, ISBN: 978-3-8135-0390-6, € 20,60 [A]

Peter Ortner und David Lama, im Hintergrund der Cerro Torre Foto: Corey Rich - Red Bull Content Pool


Yuji Hirayama Der richtige Moment Japans Meister des Klettersports Yuji Hirayama ist einer der komplettesten Kletterer weltweit. Ob Wettkampf, Bouldern oder an den großen Wänden – er war und ist überall vorne mit dabei. Am liebsten klettert er eine neue Route on-sight, also im schwierigsten Begehungsstil, bei dem man die Route zum ersten Mal und nur von unten sieht und durchsteigt. In diesem Stil hat er vor zehn Jahren als erster die 8c-Route „White Zombie“ geklettert. Sehr bekannt wurde Yuji, als er zusammen mit Hans Florine den von Alexander und Thomas Huber im Film „Am Limit“ dokumentierten Rekord im Speedklettern an der legendären Route „The Nose“ am El Capitan noch einmal unterbot. Yuji und sein Partner benötigten für die sonst einige Tage dauernde Tour nur 2 Stunden und 37 Minuten, sie waren damit um 8 Minuten schneller als die Huberbrüder.

„Just wait for the right moment!“ Von seinen Kletterkollegen wird Yuji Hirayama vor allem für seine Ruhe und seine freundliche Art geschätzt. Davon kann man sich auch bei den beiden Filmbeiträgen überzeugen, die er zum Filmfest mitbringt. In „The Sensei“ coacht er den jungen amerikanischen Kletterer Daniel Woods, während er sich mit seinen 43 Jahren noch einmal an einer überaus schwierigen Route versucht, der „Return of the Soul“ im malaysischen Kinabalu National Park. Seinem Schützling lehrt er, nicht alles erzwingen zu wollen: „Just wait for the right moment – warte auf den richtigen Moment.“

Yuji Hirayama Foto: Eddie Gianelloni

Im Film „Stone Rider - Free Range Turkey“ sieht man Yuji die schwerste Kletterroute der Türkei hinaufgleiten, und im Voice-Over erklärt er seine Kletter- und Lebensphilosophie: Beim Klettern müsse man – wie auch im Leben – vor allem leicht sein, nicht zu viel Material dabei haben, man brauche den richtigen Kletterpartner und viel Erfahrung und körperliche und mentale Stärke, das sei wichtiger als ein schwerer Rucksack mit viel Gepäck. Im Fels sieht er etwas Lebendiges. So sagt er: „In Japan gibt es eine ShintoIdee [Shinto: eine religionsähnliche japanische Philosophie], dass alle natürlichen Objekte ein Leben haben. Wenn wir klettern gehen, erweisen wir dem Felsen die Ehre.“ Wenn Yuji Hirayama meint, dass er auch im Scheitern und im Verlieren etwas Positives findet, glaubt man ihm das; während seiner aktiven Wettkampf-Zeit musste sich Yuji immer wieder dem großen François Legrand geschlagen geben. Yuji hat zwei Kinder und betreibt eine der größten Kletterhallen Japans, das Climb Park Base Camp. Dort organisiert er Wettkämpfe und ist quasi der Meister des Klettersports in Japan. Yuji Hirayama ist Gast beim diesjährigen Filmfest St. Anton und präsentiert dort am Donnerstag, den 28.8. die beiden Filme „Stone Rider – Free Range Turkey“ und “The Sensei“.


Johnny Dawes

Where others guessed, Johnny knew… (Wo andere probierten, wusste Johnny….) Johnny Dawes war einer der herausragenden Kletterer im England der 1980er Jahre. Sowohl in Sachen Schwierigkeit als auch in seiner Kompromisslosigkeit und Risikobereitschaft setzte er bedeutende Akzente. Er war es, der als erster in England die extrem gefährlichen Grade E8 und E9 kletterte. Darüber hinaus ist er eine Persönlichkeit mit schillernder Exzentrik und außerordentlichem Charisma. Bereits als Jugendlicher arbeitete er sich rasch die Gradskala hoch, wobei seine Kletterei aber verspielt und kreativ war. Seine Routen zeichnen sich durch eine ästhetische Linienführung, abgefahrene Bewegungen und eine kreative Namensgebung aus. Schöpfungen wie „Gaia“ (E8 6c) oder „Braille Trail“ (E7 6c)* sind gefährliche Klassiker des GritstoneKletterns und fordern nach wie vor von potentiellen Wiederholern absoluten Einsatz. Klettern in hohen englischen Graden bedeutet, heute wie gestern, unsichere Züge mit gefährlichen Stürzen in selbst gelegte Sicherungen in Kauf zu nehmen. Eine von Johnnys waghalsigsten Begehungen stellt die erste jemals gekletterte E9 „The Indian Face“ im walisischen Clogwyn Du‘r Arddu dar. Kaum vernünftig absicherbar sah die Route bis heute höchstens fünf Wiederholungen.

„Ein kreativer Kletterer und bunter Hund!“ Vielleicht mehr noch als seine Routen hebt sich Johnnys Kletterstil von dem des damaligen Kletter-Establishments ab. Im Gegensatz zur damals weit verbreiteten statischen Kletterei zeichnet sich Johnny Dawes Stil durch affenartiges dynamisches Klettern mit hohen Ansprüchen an Koordination, Schnellkraft, Timing und Schwungerhaltung aus. Egal ob in Platten, an Kanten, an Auflegern oder Überhängen – Johnny fühlte sich in die jeweilige Kletterei ein und fand kreative Lösungen für die unterschiedlichsten Bewegungsprobleme. Johnny Dawes kann in der an sich schon verschrobenen englischen Kletterszene nochmals als bunter Hund bezeichnet werden. Er strotzte vor Selbstvertrauen und erklärte den anderen, wie Schlüsselstellen zu lösen wären. Häufig zog er Parallelen zum Tanz und zur Musik, was die dem Klettern innewohnende Rhythmik betrifft. Auch verglich er öfters das Halten von Klettergriffen mit dem Greifen von Pianoakkorden. In seiner Verbundenheit zum Fels sah er, ähnlich wie Yuji Hirayama, etwas Spirituelles, und darüber konnte er auch schon einmal ins Schwärmerische verfallen. Johnny Dawes war ein Visionär des Klettersports, der seiner Zeit um Jahre voraus war! *Anmerkung zu den Britischen Schwierigkeitsgraden: E7 6c entspricht Französisch 7c+/8a; E9 entspricht Französisch 8c+ (!) Johnny Dawes ist am Freitag, den 29.8. Livegast beim diesjährigen Filmfest St. Anton und präsentiert dort den im Jahr 1987 über ihn gemachten Film „Stone Monkey“.

…nur eine seillänge vom bahnhof entfernt. angebote und öffnungszeiten unter www.arlrock.at


Naturschutz und Bergsport Einmal genauer hingesehen

Über den Freeride-Film „Steps“, den eigenen ökologischen Fußabdruck und die Frage nach der richtigen Einstellung Bergsportler lieben die Berge nicht nur, weil sie eine Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten bieten, sondern auch wegen ihrer unberührten Natur, ihrer Ursprünglichkeit und Schönheit. Ob Kletterer, Bergsteiger, Mountainbiker, Schifahrer oder Paragleiter – sie alle schätzen die Zeit, die sie im Gebirge verbringen dürfen. Da sollte ein umweltbewusster Lebensstil doch gerade bei diesen Menschen anzutreffen sein! Doch ist es nicht häufig so, dass dieser erst am Parkplatz mit dem Schließen der Autotür beginnt? Reto Kestenholz und Sten Smola machen mit ihrem Freeride-Film „Steps“ einmal mehr auf den Naturschutz aufmerksam – und zeigen, dass man damit bei sich selbst anfangen muss, und das möglichst konsequent.

„Als Wintersportler hinterlässt du immer Spuren.“ Zugegeben, Bergsportler befinden sich in einem Dilemma. Dieses Dilemma hat auch einen Namen: nämlich Mobilität. Denn egal, um welchen Bergsport es sich handelt, die Frage der Anreise und des Zugangs stellt sich unweigerlich. Zur Verdeutlichung hier ein paar Beispiele: Hochtouren – der Ausgangspunkt ist ein Parkplatz fernab der nächsten Bushaltestelle. Alpinklettern – ähm, der Zustieg alleine ist schon lang genug. Paragleiten – wie bitte, mein Schirm und Gurtzeug haben 14 Kilo an Gewicht, ohne Bergbahn geht da nichts! Mountainbiken – ohne Anreise mit dem Auto bin ich ja schon fertig, bevor ich überhaupt angefangen habe. Freeriden – ist ohne Lift ein kurzes Vergnügen. Die Liste der Sportarten, die eine individuale Anreise plus Aufstiegshilfe im Vorfeld wünschenswert erscheinen lassen, ließe sich noch fortsetzen. Kurz und gut – um den eigentlichen Sport, der ja mehr oder weniger umweltfreundlich ist, ausüben zu können, verursachen die bergsportbegeisterten Naturliebhaber einen oft nicht ganz so kleinen ökologischen Fußabdruck. Die beiden Schweizer Sten Smola und Reto Kestenholz zeigen in „Steps“ dass es auch anders geht – natürlich nicht ohne Mühen.

Foto: Ride Greener

„Steps“ ist ein ökologisch produzierter, auf man-power basierender, tiefgründiger und eindrucksvoller Freeride-Film, der ein klares Statement für die Natur setzt. Damit sich auch zukünftige Generationen in tief verschneiter Natur austoben können, müssen heute Aktionen gesetzt werden, dieser Tatsache sind sich die Sportler von Ride Greener* bewusst. Bei der Filmproduktion zu „Steps“ wurde auf Helikopter, Flugzeuge und Schneemobile verzichtet, die Anreise erfolgte hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Aufstiege wurden zu Fuß gemacht. Sten Smola weiß natürlich, dass er als Wintersportler immer Spuren hinterlässt – es kommt nur darauf an, wie groß diese letztendlich ausfallen. Mit Reto Kestenholz als Snowboarder hat er einen überzeugenden Darsteller für die Vermittlung seines Anliegens gefunden. Reto betreibt nicht nur das Snowboarden so klimafreundlich wie möglich, er versucht mit seiner ganzen Lebensweise seinen ökologischen Fußabdruck klein zu halten. So macht es ihm nichts aus, seine alten Handschuhe mit der Nähmaschine selbst zu flicken, sein Snowboard zu Tode zu reparieren oder bei 15 Grad im Haus mit Handschuhen am Computer zu arbeiten. Und was vielleicht viel entscheidender ist: er hat ein gutes Gefühl dabei, ist sogar stolz, wenn er seinen Lebensstandard bewusst um einige Stufen herabsetzt, der Natur und nachfolgender Generationen zuliebe. Was heißt das aber nun für den Bergsportler, der die Berge vielleicht nicht gerade vor der Haustüre hat? Gänzlich auf sein Hobby zu verzichten? Mühsame Anreisen in Kauf zu nehmen? Oder ist es für den Anfang vielleicht doch eine einfache Plus-Minus-Rechnung? Gönne ich mich mir da etwas, verzichte ich vielleicht woanders. Wer tagtäglich mit dem Rad fährt und kein Auto besitzt, kann im Sommer guten Gewissens ins Flugzeug steigen und auf Urlaub fliegen. Und wer das ganze Jahr über das Auto für sein allwöchentliches Hobby nützt, der könnte doch im Sommer die Fernreise ausfallen lassen. Wäre das ein Anfang? Reto Kestenholz und andere Mitglieder der Filmcrew sind am Eröffnungsabend (27.8.) mit der Festivalversion des Films „Steps“ beim Filmfest St. Anton zu Gast. *Ride Greener ist eine Onlineplattform, die sich aktiv für umweltfreundliches Freeriden einsetzt. www.ridegreener.com


ICH LIEBE NATUR

Photo: Ulf Kühner Location: Brouillard-Grat

Ich liebe Performance

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Green Shape ist Deine VAUDE Garantie für umweltfreundliche Produkte – aus nachhaltigen Materialien und ressourcenschonender Herstellung. Wir unterstützen die Naturschutzarbeit des WWF und setzen uns als Mitglied der Fair Wear Foundation für faire Arbeitsbedingungen in unseren Produktionsstätten ein. VAUDE steht für grüne Performance, die so funktionell wie nachhaltig ist. vaude.com


Mittwoch, 27.8.2014

Donnerstag, 28.8.2014

Melting Pot

Episoden einer Erstbegehung

powered by

Beginn: 20 Uhr

Beginn: 20 Uhr

G

Johannes Mair, 45 min

Steps

Beat Kammerlander, 14 min

Good Karma. Looking for G Solitude in the Indian Himalayas

G

Ride Greener - Coupdoeil Produktion (Sten Smola & Reto Kestenholz), 25 min

- Pause Indian Odysee

G

Hanno Mackowitz, 10 min

Out of the Dark

G

G

Johannes Mair, 8 min

Johannes Mair, 8 min

Per Paddel und Pedal Mit Bike und Boot durch Norwegen G

Olaf Obsommer, 18 min

Manaslu Schi-Expedition

G

Nils Peuse – Third Pole, 20 min

Schneewallfahrten G Hanno Mackowitz, 10 min

Free Range Turkey

G

Renan Ozturk und Jimmy Chin – Camp 4 Collective, 5 min

- Pause The Sensei

G

Nick Rosen und weitere, 26 min

Frozen Rally

G

Johannes Mair, 15 min

Nord for Sola -

G

= Livegast / Livegäste zum Film

ARLBER G-well.c om Zu Fuß in 5 Min Bahnho f zum Fil uten vom mfest St . Anton!

(North of the Sun) Inge Wegge und Jørn Nyseth Ranum, 23 min

Alle I

W Das Filmfest St. Anton findet Hannes-Schneider-Weg 11, A

Anf Mit dem Zug nach St. Anton a. Arlberg un Mit dem Auto: A12 bzw. S16, Ausfahrt St. Anton a. Arl

Tick Abendkarte: 13 € (erm.: 1 Karten-VVK in allen Raiffeisenbanken, beim TVB St. Ant Die Abendkasse hat an den Veranstalt

Bahnhof

Web / Fa www.filmfest-stanton.at / www


Freitag, 29.8.2014

Samstag, 30.8.2014

Beginn: 20 Uhr

Matinee: 11 Uhr

Kunyang Chhish East - Preview Matteo Vettorel, 10 min

G

We are Family

G

SCA Newschool Teams des Ski Club Arlberg, 20 min

Konnex. Auf Tuchfühlung mit Tiefschnee G

Parapowder Wildgrubentor G

Vertriders: Steep G

Peter Aufschnaiter – Acht Jahre in Tibet G

Hanno Mackowitz, 5 min Johannes Mair, 8 min

Fritz Kalteis, 50 min

Touch

Jean-Baptiste Merendet und Jean-Baptiste Chandelier, 5 min

Absolute Freiheit G Karin Duregger, 16 min

Psychogramm

Beat Kammerlander, 5 min

Simon Penz und Florian Sukup, 10 min

Abend: 20 Uhr Free Fall - Guillaume Nery base jumping at Dean‘s Blue Hole Julie Gautier und Guillaume Nery, 4 min

G

- Pause Stone Monkey

Cerro Torre

- Pause Preisverleihung

G

Alan Hughes, Huw Willliams, Johnny Dawes, 25 min

From A to K

G

Thomas Dirnhofer - Red Bull Media House, 101 min

Jury- und Publikumspreis

G

Siegerfilm

Johannes Hoffmann und Simon Platzer , 25 min

Project Episode: Innsbruck

G

Jef Verstraeten und weitere, 10 min

der Jurywertung (Bei Überschneidung mit dem Abendprogramm wírd der Publikums-Siegerfilm gezeigt.)

Innsbruck N

Infos

Wo? t im ARLBERG-well.com statt. A-6580 St. Anton a. Arlberg

fahrt: nd dann zu Fuß in 5 Minuten zum Filmfest lberg. Bitte beim ausgeschilderten Parkplatz parken.

kets: 10 €), Wochenkarte: 35 € ton a. Arlberg und unter www.filmfest-stanton.at/tickets tungstagen immer ab 19 Uhr geöffnet.

Facebook w.facebook.com/filmfest.stanton

St. Anton am Bregenz

Arlberg


Melting Pot Präsentation in Anwesenheit von Anna Stöhr, Kilian Fischhuber, Katharina Saurwein und Jorg Verhoeven Alles, was in der einzigartigen Innsbrucker Kletterszene Rang und Namen hat, wird hier in einen Topf geworfen: Die erfolgreichen Innsbrucker Wettkampfkletterer zeigen, dass sie es auch draußen drauf haben und wiederholen die schwierigsten Routen und Boulder an den unterschiedlichsten Orten der Welt. Das Ergebnis? Inspirierende Episoden, die die Vielfalt des Kletterns mit dem Reiz fremder Kulturen kombinieren. So sehen wir Anna Stöhr und Kiliatn Fischhuber in den Hueco Tanks in Texas und in Mazedonien, Jakob Schubert stellt uns seine Routen in Spanien vor und Gerhard Hörhager als Steps Präsentation in Anwesenheit von Reto Kestenholz Es braucht keinen großen technischen Aufwand für einen stimmungsvollen Snowboardfilm. „Steps“ beweist, dass auch ohne Helikopter beeindruckende, sonnendurchflutete Aufnahmen von interessanten Lines gelingen. Und ganz nebenbei erklärt Reto Kestenholz seine Philosophie zu Freeriden und Umwelt. Demnach gehört das Hinaufgehen genauso dazu wie die Abfahrt. Und auch als leidenschaftlicher Snowboarder kann man Spaß haben und dennoch umweltbewusst dabei sein, darum geht es im Film und bei den Projekten von „Ride Greener“.

Indian Odyssey Präsentation in Anwesenheit von Kilian Fischhuber Was macht Kilian Fischhuber, wenn er vom Wettkampfklettern Urlaub macht? Sehr einfach: er ist beim Felsklettern rund um die Welt unterwegs. Im vorliegenden Film sehen wir Kilian, wie er seinen indischen Kletterfreund Tuhin Satarkar besucht, der ihm das noch weitgehend unberührte Kletter-Eldorado nahe der Stadt Badami zeigt. Die beiden bohren einige neue Routen und die tropischen Temperaturen lassen sie zu unmöglichen Uhrzeiten klettern. Hannes Mair hat Kilian mit Kamera nach Indien begleitet und ein schönes Roadmovie über Kilians Kletterreise gemacht. A / Indien 2014 / 8 min. / Deutsch / Englisch mit deutschen Untertiteln Ein Film von Johannes Mair - Alpsolut Moving Pictures im Auftrag von Red Bull Mediahouse Mit: Kilian Fischhuber, Tuhin Satarkar Gedreht in Badami, Indien

Haupterschließer des Zillertals ist zusammen mit Katharina Saurwein und Jorg Verhoeven vor allem dort zu sehen. A 2014 / ca. 45 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair Alpsolut Moving Pictures Mit: Anna Stöhr, Kilian Fischhuber, Jakob Schubert, Jorg Verhoeven, Katharina Saurwein, Gerhard Hörhager Gedreht in Österreich, Texas, Spanien und Mazedonien

CH 2013 / 25 min. / Englisch mit deutschen Untertiteln Eine Ride Greener - Coupdoeil Produktion von Sten Smola und Reto Kestenholz Kamera: Philipp Eyer Mit Reto Kestenholz, Frederik Kalbermatten, Sten Smola, Aline Bock, Mikka Hast, Nicolas Vugnier, u. a. Gedreht in der Schweiz

Per Paddel und Pedal - mit Bike und Boot durch Norwegen In Anwesenheit von Olaf Obsommer Mit dem Motto „Bike2Boat“ begeben sich die Kajakfahrer Lukas Wielatt, Philip Baues und Olaf Obsommer in den hohen Norden Norwegens: Mit Fahrrad und Anhänger geht‘s durch das Land der Fjorde und Wasserfälle mit den schwer auszusprechenden Namen. Während die Urlauber auf den großen Kreuzfahrtschiffen die wilde Landschaft der Fjorde aus sicherer Distanz genießen, tauchen die bunten Kajaks immer wieder in Slow-Motion aus der Gischt der weißen Wellen auf. „Diesmal standen nicht nur die höchsten Wasserfälle im MittelManaslu Schi-Expedition Präsentation in Anwesenheit von Hannes Gröbner und Markus Amon Die vier österreichischen Expeditions-Bergsteiger Hannes Gröbner, Sepp Hechenberger, Markus Amon und Georg Leithner wollen sich einen langgehegten Traum erfüllen: die Besteigung des 8163 Meter hohen Manaslu mit anschließender Schiabfahrt, und das alles „by fair means“ – ohne künstlichen Sauerstoff und ohne die Hilfe von Hochträgern. Die Expedition führt sie entlang der Route der Erstbesteiger auf den achthöchsten Berg der Erde. Frozen Ralley Präsentation in Anwesenheit von Guido Unterwurzacher und Christian Hechenberger Acht Eiswasserfälle an einem Tag – diesen Eisklettermarathon liefern sich Guido Unterwurzacher und Christian Hechenberger im Pinnistal, einem fürs Eisklettern bekannten Seitental im Tiroler Stubai. Das ganze Unternehmen entpuppt sich schnell als recht ambitioniertes Projekt, dessen Gelingen anfänglich alles andere als sicher ist. Beeindruckende Aufnahmen einer unwirklichen und vergänglichen Eislandschaft machen diesen Film zum EiskletterErlebnis der besonderen Art. A 2014 / 15 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair - Alpsolut Moving Pictures Mit: Guido Unterwurzacher, Christian Hechenberger Gedreht im Pinnistal in Tirol

punkt, sondern die Reise selbst: die Landschaft, die Menschen und die Entdeckung der reduzierten Geschwindigkeit.“ D 2013 / ca. 18 min. / Deutsch Ein Film von Olaf Obsommer Mit: Lukas Wielatt, Philip Baues Gedreht in Norwegen

Ö / D 2014 / 20 min. / Deutsch Ein Film von Nils Peuse – Third Pole Mit: Hannes Gröbner, Sepp Hechenberger, Markus Amon, Georg Leithner Gedreht in Nepal

DIE FI

20. Filmfest St. Anto


Good Karma. Looking for Solitude in the Indian Himalayas Präsentation in Anwesenheit von Steve Brooks und Ute Heppke In Indien, einem Land mit über einer Milliarde Einwohnern, suchen Steve Brooks und Ute Heppke die Einsamkeit und das Abenteuer. Steve und Ute sind, sofern sie nicht irgendwo in der Welt mit dem Kajak gemeinsam unterwegs sind, in ihrem „bürgerlichen“ Beruf als Kajak-Lehrer am Arlberg tätig. Hanno Mackowitz hat sie beim Freeriden in die hohen Berge und beim Kajaking in die tiefen Schluchten des Himalaya mit der Kamera begleitet. Genauer gesagt ging die

Kajak-Reise zu den Flüssen des Himachal Pradesh im Norden Indiens. A 2014 / 10 min. / Deutsch Ein Film von Hanno Mackowitz Mit: Steve Brooks, Ute Heppke Gedreht in Indien

Out of the Dark Präsentation in Anwesenheit von Jakob Oberhauser Jakob Oberhauser lernte die Klettergebiete im Oman als Reiseleiter kennen und entdeckt dort seitdem immer wieder neue spannende Routen. Zusammen mir Read Macadam klettert er etwa das „7th Hole“, eine Höhle, die es klettertechnisch in sich hat. Hier wird das Klettern zur „Metapher für das Leben“, meint Read: man klettere aus der Dunkelheit ins Licht und

ILME

on, 27.-30.8.2014 Schneewallfahrten Präsentation in Anwesenheit von Stefan Häusl und Björn Heregger Die beiden Profi-Schifahrer Stefan Häusl und Björn Heregger verbringen den ganzen Winter in den Bergen, in steilen Hängen, hüfttiefem Pulverschnee und teils prekären Situationen. Blindes, gegenseitiges Vertrauen und ein fester Glaube an die eigenen Fähigkeiten sind ihr tägliches Brot. Woran Björn und Stefan darüber hinaus noch glauben, hat sie ihr Freund und Filmemacher Hanno Mackowitz im vorliegenden Film gefragt. Nord for Sola - North of the Sun Zwei Filmstudenten wagen ein Experiment zwischen Ökologie und Surfen: Jorn und Inge verbringen während des Polarwinters neun Monate in einer einsamen Bucht im arktischen Nord-Norwegen. Dort bauen sie sich aus dem angeschwemmten Treibgut eine Unterkunft, wärmen sich mit dem gefundenen Holz und am Ende wird auch die Bucht sauber sein. Doch die beiden haben auch ihre Surfboards mitgebracht und nützen die eiskalten Wellen. Das Ergebnis

folge einfach seiner Leidenschaft – „egal, was kommt.“ A 2014 / 8 min. / Deutsch, Englisch

Ein Film von Johannes Mair - Alpsolut Moving Pictures Mit: Jakob Oberhauser, Read Macadam Gedreht im Oman

A 2014 | ca. 10 min | Deutsch Ein Film von Hanno Mackowitz Mit: Björn Heregger, Stefan Häusl

ist ein mehr als ungewöhnlicher Surf-Film, der bei mehreren Festivals Preise gewonnen hat. Norwegen 2012 / ca. 23 min. / Norwegisch mit deutschen Untertiteln Ein Film von und mit: Inge Wegge und Jørn Nyseth Ranum Gedreht in Norwegen

Free Range Turkey Präsentation in Anwesenheit von Yuji Hirayama In diesem kurzen Porträt erzählt Yuji Hirayama, Japans berühmtester Kletterer und ehemaliger Gewinner des Kletterweltcups, von seiner Kletter- und LebensPhilosophie, während er gerade dabei ist, die schwierigste Kletterroute der Türkei zu bezwingen. Bei Yuji beeindruckt sein eleganter Kletterstil genauso wie seine unbeschwerte Art und sein Umgang mit dem Klettern: „Ich habe immer eine spielerische Beziehung zum Fels gehabt, ich gleite einfach, wie ein Snowboarder oder ein Surfer. Wenn ich etwas Schwieriges klettere und es nicht schaffe, bin

The Sensei Präsentation in Anwesenehit von Yuji Hirayama Der „Sensei“- das Wort bedeutet im Japanischen „Lehrer“ oder „Meister“ - ist hier Japans berühmtester Kletterer Yuji Hirayama. Als Lehrer nimmt er den jungen Amerikaner Daniel Woods unter seine Fittiche. Zusammen gehen sie zuerst in Japan bouldern, bevor ihn Yuji zu einem besonderen Ort mitnimmt: zum Mount Kinabalu, einer Landschaft voll bizarrer Felsformationen im Kinabalu National Park in malaysischen Teil von Borneo. Meister Yuji ist mit seinen 43 Jahren noch immer voller Energie und Freude am Klettern, Schüler Daniel hat noch einiges zu lernen und nimmt die Ratschläge des Meisters dankbar an. Ein Doppelporträt über einen ehrgeizigen, aufstrebenden Jungen und seinen japanischen Meister, der über das Episoden einer Erstbegehung Präsentation in Anwesenheit von Beat Kammerlander Ein kleiner unscheinbarer Turm im Rätikon, unweit davon, wo er 1993 die in der Kletterwelt inzwischen legendäre Route „Silbergeier“ als erster frei geklettert ist, hat es Beat Kammerlander angetan. Es ist ein wunderschönes Stück Fels, das es jedoch in sich hat. Als Beat Kammerlander beim Einrichten der Route zugeben muss, dass er „mehr Flugmeter als Klettermeter“ gemacht hat, ändert er seine Taktik. Die Idee, die er dann hat, ist wahrscheinlich in der Kletterszene ganz neu und wird nicht nur die Einrichter von Routen zum Schmunzeln bringen. A 2014 / 14 Min. / Deutsch Ein Film von Beat Kammerlander Kamera: Dietmar Walser Mit: Beat Kammerlander, Bernd Zangerl, Christine Ganahl Gedreht im Rätikon in Vorarlberg

ich trotzdem glücklich, etwas zu haben, an dem ich arbeiten kann, ich lächle darüber.“ USA 2010 / 5 min. / Japanisch mit englischen Untertiteln, Englisch Ein Film von Renan Ozturk und Jimmy Chin – Camp 4 Collective Mit: Yuji Hirayama Gedreht in der Türkei

Klettern - nach der FukushimaKatastrophe 2011 - wieder zu neuem Optimismus findet. USA 2013 / 26 min. / Englisch, Japanisch mit englischen Untertiteln Ein Film von Nick Rosen und weitere - Sender Films / BigUp Productions Mit: Yuji Hirayama und Daniel Woods Gedreht in Japan und Borneo


Konnex. Auf Tuchfühlung mit Tiefschnee Präsentation in Anwesenheit von Lorraine Huber In Fortsetzung von „Lorraine“ zeigt Filmemacher Hanno Mackowitz einen neuen Film über die Ästhetik des Freeridens. Begleitet nur von Musik schwebt darin WeltklasseFreeriderin und Filmfest St. Anton Moderatorin Lorraine Huber in wunderbarer Leichtigkeit durch den Tiefschnee.

Steep Präsentation in Anwesenheit der Vertriders Im dritten und letzten Kapitel der Vertriders-Trilogie geht es um die steilen Stellen, nach dem Motto „Das muss gehen!“ Da wird dann schon einmal ein Seil gespannt um sich vor dem Absturz zu schützen. Nach dem „Flow“ und der „Line“ rekapituliert Vertriding-Veteran Christian „Picco“ Piccolruaz, wie diese extreme Moutainbike-Disziplin überhaupt entstand und warum gerade die Berge rund um Innsbruck dafür der richtige Ort sind, mit Routen wie dem „Verrückten Eduard“.

A 2014 / ca. 5 min. / ohne Dialog Ein Film von Hanno Mackowitz Mit: Lorraine Huber Musik von Marcus Loeber

A 2014/| 8 min. / Deutsch Ein Film von Johannes Mair - Alpsolut Moving Pictures Mit: Christian Piccolruaz, Axel Kreuter u. a Gedreht in Tirol

Touch Der Name ist Programm – der Gleitschirmpilot Jean-Baptiste Chandelier ist nicht nur ein ausgezeichneter Acrobatic-Flieger, er beweist sein Können auch durch „proximity flights“ der anderen Art. Totale Kontrolle über den Schirm vereint mit spielerischer Leichtigkeit lassen die Grenzen zwischen Himmel und Erde, zwischen Gehen und Fliegen, langsam verschwinden. F 2014 / 5 min. / ohne Dialog Ein Film von Jean-Baptiste Merendet und Jean-Baptiste Chandelier

Psychogramm Präsentation in Anwesenheit von Alex Luger Die Bürser Platte in Bürs bei Bludenz in Vorarlberg ist vor allem bekannt durch Beat Kammerlanders Route „Prinzip Hoffnung“, mit 8b / 8b+, eine der schwersten clean gekletterten Routen überhaupt. Nachdem Alex Luger 2009 die erste Wiederholung gelungen war, wollte er mehr. Die Route, die er dann fand, macht ihrem Namen alle Ehre: „Psychogramm“ 8b+ ist ein Nerventanz an mobilen Absicherungen, ein Projekt, das Alex Luger alles abverlangt. A 2014 | ca. 5 min. | Deutsch Ein Film von Beat Kammerlander Mit: Alex Luger Gedreht an der Bürser Platte in Vorarlberg

Mit: Jean-Baptiste Chandelier Gedreht in Frankreich und Griechenland

Stone Monkey Präsentation in Anwesenheit von Johnny Dawes Johnny Dawes interessierte sich als Jugendlicher mehr für die Mauern seiner Heimatstadt Manchester als für die Schule. Als er in die Natur wechselte, wurde er bald zu einem der besten Kletterer auf der Insel. Der Fels dort mit seinen Kaminen, Blöcken und Platten wirkt sich auf den Stil aus. In „Stone Monkey“, einem der ersten Kletterfilme überhaupt, kommt dabei das Klettergefühl der 1980erJahre, der Frühzeit des modernen Sportkletterns, zum Ausdruck. Bei der Kletterbekleidung und im Bereich der Filmtechnik hat sich inzwischen einiges getan, aber Johnny Dawes ist immer noch aktiv. Ein frühes filmisches KletterPorträt aus lang vergangenen Video-Zeiten.

From A to K Präsentation in Anwesenheit der Protagonisten Die Freeride-Reise von fünf Tiroler Freunden in den Norden Amerikas, nach Alaska und British Columbia, kann nur besser werden, nachdem endlich auch das Fluggepäck ankommen ist. Von Problemen solcher Art lassen sich die Jungs jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Wie schon in ihrem Film „Tien Shan - A Kyrgyz Ski Adventure“, der im vergangenen Jahr den Filmfest-St. Anton-Preis gewonnen hat, erzählt auch „From A to K“ die Geschichte einer abenteuerlichen Reise. Mit Humor und begleitet von stimmungsvollen Songs und Westernmusik zeigen die fünf Freunde, dass sie nicht nur Freeriden im Kopf haben. Schließlich haben sie bei ihren Reisen auch gelernt genügsam zu sein. Am Lagerfeuer heißt es dann: „I‘m satisfied, I don‘t need more.“

GB 1987 / 25 min. / Englisch

Ein Film von Alan Hughes, Huw Willliams, Johnny Dawes Mit: Johnny Dawes Gedreht in Großbritannien

A 2014 / 25 min. / Englisch mit deutschen Untertiteln Ein Film von Johannes Hoffmann und Simon Platzer – Whitroom Production Kamera: Simon Platzer Mit: Johannes Hoffmann, Fabian Lentsch, David Pitschmann, Mi-

chael Trojer Gedreht in Alaska und British Columbia, Kanada

Project Episode – Innsbruck Präsentation in Anwesenheit der Protagonisten Die jungen Kletterer Paul Katterl, Julian Brandstätter, Bernhard Fiedler und Jef Verstraeten erkunden einige Hauptstädte Österreichs auf ihre Buildering-Tauglichkeit. Natürlich darf da auch Innsbruck nicht fehlen! An einem Jänner-Wochenende wird Österreichs Klettermetropole ins Visier genommen und es wurden zwischen Stahl und Ziegelstein einige schöne Boulder-Möglichkeiten gefunden. A 2014 / 10 min. / ohne Dialog (Musik von Driso) Produktion: Jef Verstraeten Kamera: Laurenz Korber, Johannes

Wiesinger, Philipp Pichlbauer Mit: Paul Katterl, Julian Brandstätter, Bernhard Fiedler, Jef Verstraeten. Gedreht in Innsbruck


Absolute Freiheit Präsentation in Anwesenheit von Karin Duregger, Armin Holzer und Alessandro D’emilia Der deutschsprachige Südtiroler Armin Holzer und der italienischsprachige Alessandro D‘emilia, beide Rekordhalter und Meister in ihrem Sport, zeigen, worum es beim Slacklinen geht. Die hoch oben gespannten Bänder haben es den beiden Freunden besonders angetan, denn dort, wo „der Raum normalerweise den Vögeln vorbehalten ist“, fühle er sich als Teil der Natur, meint Armin. Für diesen Film spannen sie eine Highline am Monte Piano, dort, wo sich einst Italiener und Deutsche im Ersten Weltkrieg in einem sinnlosen Blutvergießen gegenüber gestanden sind. Etwa 100 Jahre später gehen die beiden dort gemeinsam über ein dünnes Band, das für sie die Freiheit bedeutet und sie auch persönlich verbindet. We Are Family Präsentation in Anwesenheit der Protagonisten Ist ein junger und ehrgeiziger Freeskier nur im Park unterwegs? Nein. Er muss zur Schule, hat darüber hinaus dieses und jenes zu tun und kann sich jedenfalls nicht nur aufs Schifahren und Trainieren konzentrieren. Doch leichter geht alles, wenn man zusammen hält. Deshalb lautet das Motto des überaus erfolgreichen SCA-Newschool Teams „We are Family“. Und eine überaus erfolgreiche Familie sind sie noch dazu: Andreas Gohl und Marco Ladner waren heuer bei den Olympischen Spielen und sind, genauso wie Max und Sebastian Mall, im ÖSV-Kader. Aber bei allen Erfolgen haben die Jungs und Mädels des Newschool Teams unter der engagierten Führung von Peter Aufschnaiter – Acht Jahre in Tibet Präsentation in Anwesenheit von Fritz Kalteis Sieben Jahre in Tibet: Die Geschichte der Flucht zweier österreichischer Kriegsgefangener in die verbotene Stadt Lhasa ist auf der ganzen Welt bekannt. Berühmt ist damit nur einer der beiden geworden: Heinrich Harrer. Sein Buch wurde millionenfach verkauft und von Hollywood verfilmt. Doch kaum jemand kennt den Mann neben Harrer, Peter Aufschnaiter. Er blieb in Tibet, als Harrer längst geflohen war. Er schwieg, als Harrer redete. Er stand in Harrers Schatten – bis jetzt. Siebzig Jahre nach der Flucht aus britischer Gefangenschaft nach Tibet werden nun erstmals auch Aufschnaiters Tagebücher, Briefe und neu entdecktes

Parapowder Wildgrubentor Präsentation in Anwesenheit der Protagonisten Schitouren einmal anders: Direkt vor der Haustür des Filmfests St.Anton geht‘s mit dem Paraglider und den Skiern an den Füßen von den Bergen hinunter und das bei herrlichem „Damenwetter“ und im Film von stimmungsvoller Musik begleitet. A 2014 | 10 min. | Deutsch Ein Film von Simon Penz und Florian Sukup I 2014 / 16 min. / Deutsch und Italienisch mit deutschen Untertiteln Drehbuch und Regie: Karin Duregger Produktion, Kamera: Manfred Unterpertinger – Mannicam Schnitt: Stephan Kofler Mit: Armin Holzer und Alessandro D’emilia Gedreht in Südtirol

Christoph „Giggo“ Wolf es nicht verlernt zu genießen. Und wo soll man das besser können als auf zwei Brettern im Schnee? A 2014 / ca. 20 min. / Deutsch Ein Film des SCA Newschool Teams des Ski Club Arlberg

Mit: Max Mall, Sebi Mall, Andy Gohl, Armin Hafele, Marco Ladner u. a. Kamera: Christoph Giggo Wolf, Max Sigl, Samuel Scalet, Lukas Flunger Schnitt: Max Sigl

Material akribisch genau ausgewertet. Wie ist Aufschnaiters Version der berühmtesten Flucht der Welt? Muss ihre Geschichte gar neu geschrieben werden? Der Film will Aufschnaiter und vor allem auch seine Leistungen für die Völker des Himalayas der Vergessenheit entreißen. A 2013 / 50 min. / Deutsch Ein Film von Fritz Kalteis Mit: Martin Strele, Markus Apperle, Rinzi Lama u. v. a Gedreht im Kaunertal, Tirol, und in Lhasa, Tibet

Free Fall - Guillaume Nery base jumping at Dean‘s Blue Hole Guillaume Nery ist einer der berühmtesten Apnoe-Taucher und in diesem durch das Internet weit bekannt gewordenen Video stürzt er sich in „Dean‘s Blue Hole“, den tiefsten Unterwasser-Trichter der Welt. Nur mit einem Atemzug kombiniert er Apnoe-Tauchen mit Unterwasser-Klettern und seine Partnerin Julie Gautier filmt ihn dabei, ebenfalls ohne künstlichen Sauerstoff. Cerro Torre Präsentation in Anwesenheit von Peter Ortner, Toni Ponholzer und Markus Pucher Der „Cerro Torre“ in Patagonien ist einer der extremsten und am schwierigsten zu besteigenden Berge der Welt und viele Geschichten handeln von ihm. Der Innsbrucker David Lama war trotz seiner Jugend als Wettkampfkletterer schon berühmt, als er sich erstmals an dem Berg versuchte und dann den verwegenen Plan fasste, den Cerro Torre als erster Mensch frei zu klettern. Die meisten Kenner der Verhältnisse hielten das Unterfangen für unmöglich. Die vorliegende filmische Großproduktion dokumentiert in zum Teil überaus eindrucksvollen Bildern Lamas langen Weg zum Erfolg. US-Klettererlegende Jim Bridwell, selbst einer der Pioniere am Cerro Torre, liefert mit seiner Einschätzung den Untertitel des Films: „A snowball‘s chance

Mit: Thomas Raffeiner, Helmut Wasle, Ernst Ammering, Lukas Kuen. Gedreht am Arlberg

F 2010 | 4 min. | ohne Dialog Ein Film von Julie Gautier und Guillaume Nery Mit: Guillaume Nery Gedreht auf den Bahamas

in hell“. Schon die Dreharbeiten für den Film sorgten für Aufregung in der Welt des Alpinismus, wurde doch Maestris Kompressor-Route für die Sicherung des Filmteams zunächst reichlich mit Bohrhaken versehen. Diese wurden dann von einer anderen Seilschaft wieder herausgeschlagen. Im Zug seiner Versuche änderte David Lama dann seine Auffassung und das Filmteam musste andere Möglichkeiten finden, das Kletterabenteuer aus der Nähe zu filmen als entlang von vorweg angebrachten Bohrhaken. „Es gibt keine Regeln“, sagt David Lama, „nur eine Haltung gegenüber dem Berg“. A 2013 / 101 min. / Deutsch Produktion: Red Bull Mediahouse Ein Film von Thomas Dirnhofer Mit: David Lama, Peter Ortner, Toni Ponholzer, Jim Bridwell, Markus Pucher Gedreht in Patagonien


Ja es stimmt: die alpine Geschichtslandschaft ist gepflastert mit Helden und Heldentaten, mit erschreckenden Erzählungen über Unglück und Leid. Doch einmal genauer hingesehen kommen Details zum Vorschein, die uns Bergsteiger des 21. Jahrhunderts doch schmunzeln lassen. Hier ein paar Kostproben aus der Suppenküche des Alpinismus. (Wir bedanken uns beim Archiv des Österreichischen Alpenvereins für die Unterstützung bei den Recherchen.)

Von Frauen, Hunden und dem Alpenverein Trotz beachtlicher alpiner Leistungen wurden Frauen in den alpinen Vereinen Europas zu deren Gründungszeiten gar nicht gern gesehen. So diskutierten z.B. die Mitglieder des Schweizer Alpen-Clubs nach dessen Gründung 1863 über vierzig Jahre lang, ob weibliche Mitglieder aufgenommen werden sollten oder nicht – nur um es dann 1907 ausdrücklich zu verbieten. Nicht viel anders erging es den deutschen, österreichischen und englischen Bergsteigerinnen – sie wurden von ihren männlichen Kollegen nicht in deren alpine Kreise zugelassen. Umso erstaunlicher ist es, dass ein Hund zum Ehrenmitglied des Britischen Alpine Clubs ernannt wurde, und das nur wenige Jahre nach dessen Gründung 1857. „Der Bergsteiger soll allen nicht unumgänglichen Bedürfnissen entsagen, also Tabak, Wein, warmen Getränken, weichen Betten usw., auch möglich unbeweibt sein, da er dadurch mehr Mut haben wird.“ Belsazar Hacquet, 18. Jahrhundert Der Hund hieß Tschingel, unternahm mit seinem Herrchen William Coolidge und dessen Tante, keine geringere als Meta Brevoort, mehrere hundert Wanderungen, mehr als dreißig große Bergtouren (darunter elf Erstbesteigungen!) und war, man lese und staune, eine Hündin! Da hatten die englischen Herren wohl nicht genau hingesehen, oder doch ein Auge zugedrückt? Und nur am Rande erwähnt: weiblichen Alpinistinnen wurde erst 1974 die Aufnahme in den Britischen Alpine Club gewährt.

Meta Brevoort mit der Hündin Tschingel, ihrem Neffen William Coolidge (links von ihr) und zwei Führern © Alpine Club Photo Library, London

Auf die richtige Stärkung kommt es an Dieser Textfund aus dem 19. Jahrhundert darf uns modernen Bergsteigerinnen und Bergsteigern nicht vorenthalten werden, zumal er einerseits den Genuss des einen oder anderen Gläschen Weins bei Bergtouren legitimiert (oder sogar untermauert!), und uns andererseits über die heutzutage vielerorts und oft vehement betriebene Berg-Askese grinsen lässt.

Denk

„Wir besitzen im Weine ein unschätzbares Genussmittel für unsere Hochtouren und brauchen daher nach etwas Besserem gar nicht zu suchen […]. Während des Aufstieges trinke man überhaupt so wenig als möglich, ein wenig Durst leiden schadet nichts, zu viel trinken thut niemals gut. Man nehme bei den kurzen Haltepunkten einen Becher, fülle ihn mit Rothwein, tauche dahinein ein Brot und esse dieses und trinke schließlich den Rest des Weines aus; dies genügt und stärkt und labt zu gleicher Zeit. Bei längerer Rast trinke man entweder puren Wein oder, wenn der Durst gross ist, gewässerten oder mit geschmolzenem Schnee verdünnten Wein. Ist man schon hoch hinangestiegen, steht man bereits im dritten Drittel des Anstieges, dann entkorke man, wenn man sich stark angegriffen fühlt oder vielleicht gar Symptome der Bergkrankheit verspürt, den mitgenommenen Marsala oder Sherry, oder alten Ungarwein und nehme davon zwei bis drei Schluck […]. Auf der Spitze angekommen, wird eine Flasche Champagner oder selbst ein guter Asti spumante ein Labtrunk sein, wie er köstlicher nicht gedacht werden kann. Beim Abstiege alsdann braucht man nicht mehr so vorsichtig zu sein, man kann dann schon ungescheut etwas mehr trinken, ebenso wie man auch mit den Speisen nicht mehr gar so wählerisch vorzugehen braucht. Im Abstiege, wo die Wärme gewöhnlich empfindlich und der Durst dadurch brennend wird, ist eine Flasche Pale-Ale ein hoher culinarischer Genuss; beim Anstiege ist Pale-Ale nicht zu verwenden, weil es zu sehr in die Füsse geht; anderes Bier als Pale-Ale eignet sich überhaupt nicht, weil dasselbe den Magen zu sehr erkältet, was bei dem starken englischen Biere eben nicht der Fall ist. Ist man nach einer angestrengten Tour in der Nachtstation angelangt, so wird ein Fläschchen Glühwein die ausserordentlichsten Wirkungen hervorbringen und in kürzester Zeit die physischen und geistigen Kräfte in erstaunlicher Weise frisch beleben. Ueberhaupt ist ein Glühwein, oder in Ermangelung desselben ein Glas heisser Grog ein trefflicher Schlaftrunk bei angestrengten Marschtouren.“ Julius Meurer, Handbuch des Alpinen-Sport, Wien u.a. 1882

bares

Auszüge aus der Alpingeschichte

Jakob Alt: „Der Dachstein vom Blassen bey Hallstatt“, 1825 © Alpenvereins-Museum


Kleider machen Leute – und auch Alpinistinnen und Alpinisten

Kein Herr ohne Diener, kein Bergsteiger ohne Führer

Funktionsunterwäsche, wasserdichte und daunengefütterte Jacken und Hosen gehören heute zum Bergsteigen dazu wie der Schnaps zum Gipfel. Doch schon der Vordenker des Freikletterns, der bekannte österreichische Alpinist Paul Preuß, wusste um die Wichtigkeit der richtigen Kleidung. Bei seinen Bergtouren war er immer hervorragend gekleidet: die Farben seiner Seidenkrawatten stimmte er auf die jeweilige Jahreszeit ab. Denn das Tragen einer Krawatte steigere sein Wohlbefinden, so Preuß, und alles, was seinem Wohlbefinden förderlich sei, steigere auch seine Sicherheit am Berg. Trotz Schlips stürzte Paul Preuß im Alten von 27 Jahren im Dachsteingebirge tödlich ab… Die Bergsteigerinnen von anno dazumal traf es wesentlich härter mit den damals gültigen Kleidungsvorschriften – wir sprechen von einer Zeit, in der Frauen nicht einmal daran denken durften, Hosen zu tragen. Die Kleiderfrage wurde bald zur Gretchenfrage des Frauensports: „Wie hast du’s mit den Röcken?“ So musste die Schweizer Bergsteigerin Félicité Carrell im Jahr 1867 ihren Versuch, als erste Frau das Matterhorn zu besteigen, wegen starken Windes abbrechen. Ihr Reifrock bauschte sich so sehr auf, dass sie Gefahr lief, vom Wind davon getragen zu werden. Ihre Kolleginnen lösten die Angelegenheit durchaus diplomatisch: sie starteten ihre Touren in vorschriftsmäßiger Kleidung, doch sobald sie fernab der Zivilisation, also oberhalb der Baumgrenze, waren, deponierten sie Röcke und andere beim Klettern störende Gegenstände und kletterten in Hosen weiter. Diese Taktik war bei Überschreitungen eher ungeeignet, oder bei anderen Unglücken, wie eines die Englische Bergsteigerin Elizabeth Burnaby ereilte. Es wird berichtet, dass eine Lawine das Materialdepot verschüttete, worauf sie am Rückweg beim Eingang des Dorfes hinter einem Baum versteckt auf ihren Führer wartete, der ins Hotel eilte um einen Rock zu holen. Dieser kam, sehr zu ihrer Belustigung, mit einer Abendrobe wieder.

Gämsenjäger, Kristallsammler oder Bergbauernsöhne, alle hatten sie etwas, das die Städter magisch anzog. Behände wie Katzen kletterten sie im unwegsamsten Gelände, waren da zu Hause, wo sich sonst nur Steinböcke und Adler hinwagten. Man möchte meinen, sie waren es, die den Alpinismus ins Leben riefen. Doch diese besagten Einheimischen waren, was sie eben waren, und nicht Bergsteiger oder Alpinisten. Der Alpinismus wurde letztendlich im 18. Jahrhundert vom flachländischen Adel und Bürgertum erfunden. Erst diese Gruppe war es, die eroberungsbegierig über die Gletscher hinaus wollte um die höchsten Gipfel der Alpen zu besteigen. Die ersten großen Eroberungen bedurften einer lange währenden Symbiose: die adeligen oder bürgerlichen „Touristen“ lieferten Absicht und Ziel, die Einheimischen Wissen, Können und körperlichen Einsatz. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts löste sich diese innige Paarung von Herr und Führer und die Epoche des führerlosen Bergsteigens war gekommen. Der vornehme Herr im Gemälde dachte freilich noch nicht im Traum an diese Epoche. Entstanden um 1840, lässt sich der Alpinist von seiner Exkursion im Gebirge wieder zu Tale bringen. Seine Führer sind gut geübt, müssen sie doch Jahr für Jahr das Heu gleichermaßen von den Almen ins Dorf bringen. Nun könnte die Vorstellung dieses „königlichen Heubündels“ durchwegs belustigend sein!

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Philipp von Foltz (vermutlich): „König Max von Bayern“, um 1840 © Alpenvereins-Museum

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Hanno Mackowitz Ein Ästhet unter den Filmemachern

Der ursprünglich aus Vorarlberg stammende studierte Geologe Hanno Mackowitz ist im Film- und Fotometier Autodidakt und hält nicht viel von Sportfilmen á la „schneller, steiler, geiler“. In seinen Filmen geht es um Ästhetik und Leidenschaft, um die Menschen hinter den Sportlern. Filmen, Fotografieren und die Berge haben Hanno Mackowitz schon immer interessiert. Vor drei Jahren hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Mit Werbefilmen und Auftragswerken verdient er sein Brot, doch wirklich gern dreht er Freeride-Filme mit guten Freunden. Die Filme, die dabei herauskommen, bestechen durch ihre Langsamkeit und Tiefe. Einen Schritt zurück aus der schnelllebigen Welt – das ist es, was er sucht.

„Nicht nur die Protagonisten sollen sich in meinen Filmen wiedererkennen, sondern auch die Zuseher.“ Hanno Mackowitz möchte den Sport, in seinem Fall ist es das Schifahren, als Medium sehen. Ein Medium, das Inhalte transportieren kann, in denen sich jeder wiederfindet. So kennt zum Beispiel nicht nur ein Profi-Freerider, der steile Rinnen fährt, in denen er nicht stürzen darf, die Angst um die eigene Existenz. Die Sorge um das eigene Leben oder um die Versorgung der Familie sind universelle Themen. Nicht nur die Protagonisten, so Mackowitz, sollen sich in seinen Film wiedererkennen, sondern auch die Zuseher.

Hanno Mackowitz Foto: Mojo Reiter

Er dreht am liebsten mit langjährigen Freunden, denn nur dann kommen die „richtigen Sachen raus“, nur dann werden Emotionen authentisch gezeigt. Beim Machen seiner Filme kommt der Musik eine wichtige Rolle zu. In dem im Vorjahr beim Filmfest gezeigten Film „Lorraine“ wagte sich Hanno Mackowitz an klassische Musik heran. Der Freeride Film mit Lorraine Huber war der Prototyp eines neuen Konzeptes: ein Kameramann, eine Freeriderin und ein Komponist (Marcus Loeber) trugen das ihre zum Film bei und bestimmten den Film zu gleichen Teilen mit. Zu klassischer Musik Filme zu schneiden ist schwer, so Mackowitz, da muss der Schwung zum Takt passen, die gefahrene Line im Rhythmus der Musik sein. Hanno Mackowitz gibt zu, dass ihm diese acht Minuten Schnee-Ästhetik einiges an Sitzfleisch abverlangt haben. Dieses Jahr beim Filmfest St. Anton ist Hanno Mackowitz gleich mit drei Werken vertreten: zum einen wird es eine Fortsetzung des Lorraine-Films geben, wiederum mit klassischer Musik von Marcus Loeber hinterlegt. In „Good Karma“ hat er die beiden Wahl-St. Antoner Steve Brooks und Ute Heppke zum Freeriden und Kajaken nach Indien begleitet und der Freeride-Film „Schneewallfahrten“ zeigt Stefan Häusl und Björn Heregger in Glaubensfragen. Alle drei Filme von Hanno Mackowitz haben Premiere beim Filmfest St. Anton.


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Sepp Mallaun Der bekannte Arlberger Fotograf über seine Ausstellung „Freerider“ Zum zweiten Mal widmet das Filmfest St. Anton dem aus Strengen am Arlberg stammenden Fotografen Sepp Mallaun eine Ausstellung. In diesem Jahr steht die Ausstellung unter dem Titel „Freerider“. In seinen Aufnahmen von Größen der Freeride-Szene harmonieren Sportler und Landschaften in einer Art und Weise, die den Betrachter das Tiefschneefahren hautnah erleben lassen. Der staatliche Skilehrer und Skiführer Sepp Mallaun ist einer der international gefragtesten Bergsportfotografen. Als zweimaliger Tiefschneeweltmeister, Lawinenexperte und Ausbildner in der Skiakademie St. Christoph am Arlberg ist er in den Bergen zu Hause – kennt sich im alpinen Gelände aus wie in seiner Westentasche. „Die ständige Beurteilung der alpinen Gefahren ist wesentlicher Teil meiner Arbeit“, so Mallaun. Die Kombination von erfahrenem Skiführer und Fotografen können so nur wenige vorweisen. Zur Fotografie ist der gelernte Zimmermann durch Zufall gekommen. Für seine Arbeit an der Skiakademie brauchte er für seine Vorträge Fotos. Dass sich da unter die Bilder von Schneekristallen und typischen Lawinenmustern auch spektakuläre Freeride-Bilder mischten, war für seinen weiteren

beruflichen Weg mit entscheidend. Die Wintersportindustrie und die Tourismusbranche wurden auf sein Talent aufmerksam und Sepp Mallaun konnte mit fotografischen Auftragsarbeiten sein Brot verdienen. Seit 1991 ist Sepp Mallaun hauptberuflich als Sport-, Natur- und Alpinfotograf tätig, wobei der Schwerpunkt seiner Arbeit auf Wintersportaufnahmen liegt. Seine Shootings bereitet er akribisch vor und arbeitet dabei mit vielen Freeride-Größen zusammen. Sepp Mallaun schoss Fotos auf der ganzen Welt, aber die beste Kulisse biete für ihn noch immer der Arlberg. „Ich kenne kein besseres Gebiet für meine Arbeit“, sagt Sepp Mallaun, „der Arlberg ist von seiner alpinen Struktur unglaublich vielfältig, außerdem ist er meine Heimat, hier kenne ich mich am besten aus.“ Sepp Mallauns Ausstellung „Freerider“ ist beim Filmfest St. Anton vor den Filmfest-Vorstellungen und in den Pausen in der Halle des Arlberg- well.com zu sehen. Weiter Informationen über Sepp Mallaun: www.fotomallaun.at

Freeride am Arlberg - im Hintergrund der Patteriol Foto: Josef „Sepp“ Mallaun

Manfred Hellweger Der 1986 geborene Künstler Manfred Hellweger besuchte die 4-jährige Fachschule für Bildhauerei in Elbigenalp und ist seitdem als freischaffender Künstler in seinem Heimatort Pettneu am Arlberg tätig. Außerdem absolvierte er im Jahr 2012/13 eine Ausbildung zum Steinbildhauer an der Fachschule in Laas. Seine Skulpturen sind aus Holz, Stein und Schnee. Mit mehreren Arbeiten ist er im Ortsbild von St. Anton präsent, wie zum Beispiel in der Kunstmeile oder im Museumspark.

Hellwegers Skulpturen fallen durch ihre Größe ins Auge, sie drängen sich aber nicht auf, sondern fügen sich organisch in die sie umgebende Umwelt ein. Zum Teil gestaltet Hellweger ganz bewusst Kunstwerke, die auf Grund des verwendeten Materials sehr vergänglich sind. So arbeitet er auch mit Schnee und Eis. In Hochötz stattet er jedes Jahr ein Igludorf mit Skulpturen aus. Ein größeres Vorhaben wird er in naher Zukunft in St. Anton verwirklichen. Zwei jeweils sieben Meter hohe Skulpturen aus Lärchenbohlen, die Silhouetten von Nadelbäumen zeigen, werden die Wanderer am Eingang ins Verwalltal begrüßen. Im Rahmen des Filmfest St. Anton stellt Manfred Hellweger einige seiner Arbeiten im Arlberg-well.com aus. www.bildhauer-hellweger.at


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Auf den Punkt gebracht. Die Moderatoren des Filmfest St. Anton wissen, wovon sie sprechen. Heinz Reich - FM4 Radiomoderator und Mitbegründer des Senders - Passionierter Hobbysportler

Lorraine „Lori“ Huber - Professionelle Freeriderin, aktuell 2. der Freeride World-Tour und damit Vizeweltmeisterin - Leiterin von Feeride & Yoga Camps für Frauen - Passionierte Kletterin und Wellenreiterin

Florian „Flo“ Orley - Seit 14 Jahren als Snowboarder bei der Freeride World-Tour und dort immer mit Top-Platzierungen - In vielen Sportarten zu Hause: Drachenflieger, Wellenreiter, Basejumper und Weltumsegler - Verheiratet und Vater von Keano und Momo

FILMPREISE Preis des Filmfest St. Anton in der Höhe von 4000 Euro für einen hervorragenden Film, gestiftet von den Arlberger Bergbahnen und vergeben vom Team des Filmfest St. Anton. Publikumspreis des Filmfest St. Anton in der Höhe von 1000 Euro

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ALLE INFOS Alle Infos Die Veranstaltungen des Filmfest St. Anton finden in St. Anton im ARLBERG-well.com statt Tickets Eintrittskarten: sind im Vorverkauf in allen Raiffeisenbanken Österreichs, im Informationsbüro des Tourismusverbandes sowie online unter www.filmfest-stanton.at/tickets erhältlich. Preise Abend 13 € Ermäßigter Eintritt 10 € (Mitglieder des Österreichischen und Südtiroler Alpenvereins sowie des Raiffeisen-Clubs) Matinee am Samstag: 10 € Wochenkarte 35 € Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Reservierungen Tourismusverband St. Anton am Arlberg Tel.: +43 (0)5446-22690 Mail info@stantonamarlberg.com Öffnungszeiten der Ausstellungen im ARLBERG-well.com vor und nach den Filmvorführungen sowie in den Pausen Weitere Infos www.filmfest-stanton.at und info@filmfest-stanton.at

Impressum Veranstalter: Tourismusverband St. Anton am Arlberg. Körperschaft öffentlichen Rechts, Dorfstraße 8, 6580 St. Anton am Arlberg, Direktor: Martin Ebster Tel. +43 (0)5446-22690, marketing@stantonamarlberg.com

Operative Mitarbeiter des Filmfest St. Anton Leitung: Manfred Pascher; Assistenz: Simon Rainer und Alexander Zangerl Programmkoordination: Clemens Gogl; Programmgruppe: Manfred Pascher, Simon Rainer, Marián Wilhelm, Alexander Zangerl, Sabine Aigner, Annabel Müller Artdirector, Grafik: Simon Rainer, Nurstudio.com Moderation: Heinz Reich, Flo Orley, Lorraine Huber Vor-Ort-Organisation in St. Anton: Katrin Fahrner, Franziska Schwazer Textredaktion: Sabine Aigner, Manfred Pascher, Marián Wilhelm, Dietmar Scherz Marketing: Manfred Pascher Presse: Manfred Pascher, Marián Wilhelm, Sabine Aigner, Reinhold Woditsch - Büro Katharina Schinkinger (Wien), Eliane Drömer (Deutschland) Festivaltrailer: Harry Putz Hallengestaltung: Alexander Zangerl Filmfest St. Anton in Wien: Volker Hölzl, Annabel Müller Filmfest St. Anton in Kufstein: Studentengruppe der FH Kufstein unter der Leitung von Elisabeth Steurer: Caroline Auer, Lukas Krista, Alice Patas, Dimitra Papadioti Filmfest St. Anton in Bozen: Filmclub Bozen, Südtiroler Alpenverein DCP-Erstellung: Manfred Zingl Technische Ausstattung St. Anton: Ton + Bild Medientechnik, Rankweil Ergänzender Fotonachweis (Seitenzahl in Klammer, v.o.n.u.): Archiv Auer/Anthamatten (Cover, 08, 09), Ride Greener (03, 16, 18-19, 20, 34), Simon Rainer - simonrainer.com (04, 07, 10, 11, 30), Johannes Mair - alpsolut.com (05, 06, 20 (3x), 21, 22) Lincoln Else - Red Bull Content Pool (12), Corey Rich - Red Bull Content Pool (13, 23 (2x)), Eddie Gianelloni (14, 21), Archiv Olaf Obsommer (20), ClearSky (20), Hanno Mackowitz (21 (2x), 22), Inge Wegge und Jørn Nyseth Ranum (21), Dietmar Walser (21), Screenshot Youtube (21, 22, 23), Project Episode - Produktion (22), Johannes Hoffmann (22), Harald Wisthaler (23), Meta Film (23), Katja Pokorn (23), Reproduktionen mit freundlicher Genehmigungen des AV-Archivs (24-25), Mojo Reiter (26), Sepp Mallaun (28), Archiv Manfred Hellweger (28), Alex Kaiser (30), Klaus Polzer (30), Archiv Heinz Reich (30)

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