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Wissensbilanz

& jahresbericht wirtschaft | technik | gesundheit | sicherheit | sport www.fhwn.ac.at


INHALT

04 keyfacts der FH Wiener Neustadt Vorwort 07 Mag. Susanne Scharnhorst 09 Dr. Erwin Pröll 11 Mag. Klaus Schneeberger 12 Bildungsstandort 14 # Campus Wiener Neustadt 16 # Marketing-Campus Wieselburg 18 # Biotech-Campus Tulln 20 # Campus Rudolfinerhaus 22 Interview: Mag. Susanne Scharnhorst 24 Interview: Mag. Peter Erlacher 26 Highlights 2014/15 30 studien- und Lehrangebot 33 Studiengangsleiter 36 Fachbereichsleiter 37 Institute & Kompetenzzentren 38 Interview: Dr. Sarah Meisenberger 40 Interview: Mag. Helmut Decker 42 44 46

Studierende & Alumni Interview: Bettina Gürtl, BSc Interview: Johannes Wintersperger, MSc

48 Lehrende 50 Interview: DDr. Ingo Feinerer 52 Interview: Julie Koch-Beinke 54 Forschung & entwicklung 56 Interview: Dr. Carsten Scharlemann 58 Interview: DI (FH) Helmut Loibl, MSc 60 Arbeitgeber 62 Interview: Dr. Karin Dobernig 64 Interview: Mag. (FH) Axel Schneeberger 66 Wissensbilanz 70 Impressum

Gender-Erklärung Zugunsten der einfacheren Lesbarkeit wird in diesem Jahresbericht die männliche Sprachform verwendet. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsunabhängig verstanden werden soll und keinesfalls eine Geschlechterdiskriminierung oder eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes zum Ausdruck bringen soll.


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keyfacts der fh wiener neustadt

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Fakultäten

»Wirtschaft »Technik »Gesundheit »Sport »Sicherheit

Standorte

»Wiener Neustadt »Wieselburg »Tulln »Rudolfinerhaus

10.000 Absolventen Unsere über 10.000 Absolventen sind sehr gefragt und in den renommiertesten Unternehmen und Institutionen im In- und Ausland tätig.

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Mit den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport ist die FH Wiener Neustadt gleichsam eine regional verankerte sowie international vernetzte Hochschule mit einem umfangreichen, praxis- und zukunftsorientierten Bildungs- und Forschungsangebot. Dies eröffnet unseren Studierenden und Absolventen nicht nur eine Vielzahl an Perspektiven, sondern sichert ihnen zusätzlich die hohe Attraktivität am Arbeitsmarkt.

1. Platz bei „Best Employability” & 3. Platz bei „Brand Perception” * Die FH Wiener Neustadt wurde von den Studierenden 2015 zur Fachhochschule mit der besten „Employability“ – also der umfassendsten und praxisnahesten Ausbildung gewählt. Eine weitere Spitzenplatzierung erhielt die FH Wiener Neustadt mit Rang 3 für die „Brand Perception“ – die Wahrnehmung der Marke „FH Wiener Neustadt“. * Universum Student Survey 2015

66 Partnerhochschulen 64 Nationen Durch die internationale Vernetzung ermöglicht die FH Wiener Neustadt ihren Studierenden vielfältige Möglichkeiten für ein Studium im Ausland. Jahresbericht FH Wiener Neustadt

Studierende aus 64 Nationen profitieren von den Zukunftsperspektiven, die ein Studium an der FH Wiener Neustadt bietet.

Alle Daten: Stand Oktober 2015


keyfacts

1.330 Referenten extern 1.153 (87 %)

303 Mitarbeiter

intern 177 (13 %)

Wiener Neustadt 237 (78 %)

Aktuell unterrichten 1.330 Referenten an der FH Wiener Neustadt. Durch den hohen Anteil an Experten aus der Praxis und deren umfassendem Fach-Know-How eröffnen sich unseren Studierenden bereits während ihrer Ausbildung Perspektiven durch Praxis.

frauen 175 (58 %)

MÄNNER 128 (42 %)

Wieselburg 46 (15 %)

Tulln 20 (7 %)

31 Studiengänge standOrt Im Studienjahr 2014/15 wurden an allen Standorten der FH Wiener Neustadt insgesamt 31 Studiengänge angeboten – ein umfassendes und aktuelles Portfolio, welches die zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes im Fokus hat.

3.344 Studierende 3.344 Studierende absolvierten im Studienjahr 2014/15 ein Bacheloroder Masterstudium an einem der vier Standorte der Fachhochschule.

titel

Sprache

WN 23 (74 %) BA 15 (48 %) DE 28 (90 %) WB 6 (19 %) MA 16 (52 %) EN 3 (10 %) TU 2 (7 %)

35 Minuten W i e n < > C a mp u s W i e n e r Ne u s ta d t 5


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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren! Unser Jahresbericht ist eine hervorragende Möglichkeit, Ihnen einen tieferen Einblick in das breite Leistungsspektrum und die Aktivitäten der FH Wiener Neustadt zu bieten. Und eines vorweg: Auch im abgelaufenen Studienjahr beeindruckten die Mitarbeiter, Lehrenden, Forscher, Studierenden und Alumni der FH Wiener Neustadt neuerlich mit zahlreichen Auszeichnungen und Top-Leistungen. Um nur einige Highlights des vergangenen Jahres zu nennen: Im Herbst 2014 starteten wir mit unserem runden „Geburtstag“ in das Studienjahr und feierten das 20-jährige Jubiläum der FH Wiener Neustadt. Entsprechend unserer Maxime, stets Vorreiter in Sachen Bildung zu sein, lancierten wir drei neue Studiengänge – „Consumer Affairs“, „Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege“ sowie „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“. Die FH Wiener Neustadt ist seit 1. April 2015 Alleineigentümerin der Ferdinand Porsche Fern FH – so können wir zeitgemäße und praxisorientierte Didaktik noch stärker in unsere Ausbildung inkludieren und kollektiv weiterentwickeln. Und im Rahmen der Universum Studie 2015 wurden wir von den Studierenden zur FH mit der besten „Employability“ – also der umfassendsten und praxisnahesten Ausbildung – gewählt. Das gemeinsame Ziel unseres Engagements ist es, die sehr erfolgreiche Vergangenheit und Gegenwart in eine qualitätsvolle, gesicherte Zukunft zu führen. In unseren Entscheidungen lassen wir uns – getreu unseres Leitsatzes: „Qualität ist für uns das Maß unseres Handelns“ – von der Verantwortung für die Studierenden, die Mitarbeiter und die Gesellschaft leiten. Aus diesem Grund haben wir den heurigen Jahresbericht auch dem Thema „Qualität“ gewidmet. Beginnend mit unseren vier Standorten präsentieren wir das Grundgerüst für unsere derzeit 32 Studiengänge an den Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport mit seinen erstklassigen Strukturen und Rahmenbedingungen. Die Infrastruktur und Ausstattung ebendort ermöglicht Exzellenz in Lehre und Forschung und damit eine erstklassige Ausbildung, was sowohl aus Sicht der Lehrenden, der Studierenden wie auch der Alumni umfassend dargelegt wird. Qualität zeigt sich aber auch durch unser Selbstverständnis als Arbeitgeber, denn wir sehen uns als verlässlichen Partner unserer Mitarbeiter und als Kompetenzzentrum im Bereich Bildung und Forschung. Besonders freut es mich, dass zu den einzelnen Kapiteln jeweils zwei Spartenvertreter in Form eines Interviews aus ihrem und über ihren Alltag berichten – und so mit anschaulichen Beispielen aufgezeigt wird, wie die Theorie mit der Praxis einhergeht. Und Perspektiven für unsere Studierenden zu schaffen, ist eine unserer größten Stärken. Ein Jahresbericht sollte neben einem umfassenden Rückblick natürlich auch einen Blick in die Zukunft wagen. In diesem Zusammenhang verweise ich voll Vorfreude auf die für 2019 geplante Standorterweiterung im Zentrum von Wiener Neustadt. Der Campus-Neubau im ehemaligen Karmeliterkloster wird die FH nicht nur in der Stadt selbst sichtbarer machen, sondern Wiener Neustadt nach außen hin nachhaltig als Hochschulstandort stärker etablieren. Darüber hinaus haben wir in einem intensiven Prozess den Weg und die Strategie bis 2025 festgelegt – wo wir hin wollen und wie wir uns am Markt präsentieren möchten. Wir danken den Vertretern der Stadt Wiener Neustadt, des Landes Niederösterreich sowie unseren Eigentümern und Mitgliedern des Aufsichtsrates und unseren Partnern in Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinsam arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Position im österreichischen Bildungssektor weiter zu stärken und auszubauen. Mag. Susanne Scharnhorst Geschäftsführerin der FH Wiener Neustadt

Ich möchte allen Beteiligten für das Zustandekommen dieses Jahresberichts herzlich danken und Ihnen, sehr geehrter Leser, wünsche ich spannende Einblicke in das Wirken unserer Fachhochschule.

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Foto: Ernst Reinberger

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


vorwort

Bildung von heute sichert Zukunft von morgen Der Jahresbericht der FH Wiener Neustadt dokumentiert eindrucksvoll, mit welchem Engagement, Ideenreichtum und Erfolg auf allen Ebenen und von allen Beteiligten der Fachhochschule gearbeitet wird, wobei bewusst die Themen Qualität und Perspektiven in den Mittelpunkt gestellt werden. Nicht zuletzt deshalb ist die FH Wiener Neustadt für Niederösterreich ein ganz besonderes Aushängeschild, das weit über die Grenzen unseres Bundeslandes ausstrahlt. Das Land Niederösterreich setzt ganz gezielt auf Bildung, Forschung und Wissenschaft. Denn damit schaffen wir eine wesentliche Voraussetzung für den späteren Lebensweg eines jungen Menschen. Wir wollen unseren Jugendlichen die Chance geben, in ihrer Heimat die optimale Bildung und Ausbildung zu erlangen. Und Niederösterreich bietet hier u. a. mit der Fachhochschule Wiener Neustadt eine Fülle von Möglichkeiten an. Unser Ziel ist es, Niederösterreich zur Heimat der Talente und zum Land der Patente zu machen. Dazu bedarf es einer optimalen Infrastruktur für Studierende, Eltern und Professoren. Die FH Wiener Neustadt mit ihren vier Standorten ist ein wesentlicher Faktor dafür.

Dr. Erwin Pröll Landeshauptmann von Niederösterreich

Als Landeshauptmann gratuliere ich von ganzem Herzen der FH Wiener Neustadt zum neuen Jahresbericht und danke allen Lehrenden für ihr Engagement bei der Ausbildung der Studierenden. Vor allem aber wünsche ich den Studenten alles erdenklich Gute für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg. Gerade in der FH Wiener Neustadt, davon bin ich zutiefst überzeugt, wird ihnen dafür das bestmögliche Rüstzeug vermittelt.

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Foto: Wiener Alpen/Franz Zwickl

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren! Die Fachhochschule Wiener Neustadt hat sich in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einem Aushängeschild wie die Militärakademie oder der Dom für die Stadt entwickelt. Sie hat sich einen Stellenwert erarbeitet, der seinesgleichen sucht. In der Bildungslandschaft genauso wie im gesellschaftlichen Leben der Stadt. Im wissenschaftlichen Diskurs ebenso wie im wirtschaftlichen Bereich. In der Innovation gleichermaßen wie in der Imagepflege für die gesamte Stadt. Dies alles kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis von jahrelanger harter, engagierter und qualitativ hochwertiger Arbeit. Deshalb ist es auch gut und richtig, dass der diesjährige Jahresbericht der Fachhochschule generell unter das Motto „Qualität“ gestellt wurde. Qualität ist in allen Bereichen der FH das Maß des Handelns – und das wird auch in Zukunft so bleiben, davon bin ich überzeugt. Dass der eingeschlagene Weg stimmt und diese Tatsache auch von außenstehenden so gesehen wird, zeigte sich wieder Anfang Oktober 2015, als die „Universum Studie“ unsere Fachhochschule als jene FH Österreichs mit der absolut größten Praxisnähe bei der Ausbildung ausgewiesen hat. Für diese Studie wurden immerhin 9.400 Studierende befragt. Das Ergebnis stellt also wirklich eine große Auszeichnung dar, zu dem ich allen Verantwortlichen nur gratulieren kann. In der nahen Zukunft steht ein Projekt der FH für mich ganz oben. Es geht dabei um die Erweiterung der Fachhochschule am Standort der ehemaligen Karmeliterkirche. Unser Ziel ist es, damit ab dem Wintersemester 2019 in Betrieb zu gehen. Mit den dann hier lokalisierten 700 Studierenden sowie dem Lehrpersonal und den Angestellten erwarte ich mir positive Effekte zur Belebung unserer Innenstadt. Wiener Neustadt soll damit endlich auch im Herzen zur Studentenstadt werden.

Mag. Klaus Schneeberger Bürgermeister der Statutarstadt Wiener Neustadt

Abschließend wünsche ich allen Studierenden, Lehrenden sowie dem gesamten Verwaltungspersonal der FH Wiener Neustadt ein erfolgreiches Studienjahr und verspreche, dass die Stadt Wiener Neustadt weiterhin ein engagierter Partner sein wird!

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


bildungsstandort

» FH Wiener Neustadt – Perspektiven durch Praxis Bildungsstandort

Die FH Wiener Neustadt ist die größte FH in Niederösterreich und darüber hinaus eine der Top-FHs in Österreich. Zukunftsorientiert, umfassend, innovativ, interdisziplinär und qualitativ hochwertig – für das Bildungs- und Forschungsangebot an der FH Wiener Neustadt nicht nur Schlagworte, sondern Eckpfeiler der Gestaltung und weiteren Entwicklung. Das praxisorientierte Ausbildungskonzept der FH Wiener Neustadt eröffnet den Absolventen eine Vielzahl an Perspektiven für eine erfolgreiche berufliche und persönliche Karriere. Dies wurde uns 2015 im Rahmen der Universum Student Survey durch die Studierenden auch bestätigt, denn die FH Wiener Neustadt wurde zur FH mit der besten „Employability“ – also der Fähigkeit, das Erlernte direkt im Job anzuwenden – gewählt. Eine weitere Spitzenplatzierung erhielt die Hochschule mit Rang 3 für die „Brand Perception“ – die Wahrnehmung der Marke „FH Wiener Neustadt“. Abgerundet wurde die Jahresperformance der FH Wiener Neustadt mit einer überdurchschnittlichen Bewertung in der Kategorie „Zufriedenheit der Studierenden mit ‚ihrer‘ Hochschule“, die mit 81 % deutlich über dem Österreichschnitt von 73 % liegt. An unseren vier Standorten Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und dem Campus Rudolfinerhaus bieten wir erstklassige Strukturen und Rahmenbedingungen für Exzellenz in Lehre und Forschung. An den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport werden derzeit insgesamt 32 Bachelor- & Masterstudien in deutscher oder englischer Sprache, berufsbegleitend oder in Vollzeitform angeboten. Dieses Bildungsspektrum wird aktuell von knapp 3.400 Studierenden in Anspruch genommen und wir sind stolz auf bereits mehr als 10.000 Alumni.

Rund 300 hauptberufliche Mitarbeiter sind derzeit für die FH Wiener Neustadt im Einsatz und mehr als 1.150 externe Referenten sorgen für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung. Das Studienangebot bietet sowohl Breite als auch Vertiefungen für Spezialinteressen, ist am Puls der Zeit und mittels intensiver Vernetzungen zu und zwischen Wirtschaft, Industrie, Forschung sowie Lehre arbeiten wir laufend an der Gestaltung neuer Ausbildungsschwerpunkte. Es gilt die zukünftigen Erfordernisse des Arbeitsmarktes zu antizipieren und in die Lehre von heute einfließen zu lassen. Die FH Wiener Neustadt ist stets Vorreiter gewesen und der Erfolg unserer neuesten Studiengänge bestätigt uns. Seit Herbst 2014 bieten wir in Wiener Neustadt die Studiengänge „Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege“ sowie „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“ an. Der Marketing-Campus Wieselburg glänzt mit „Consumer Affairs“ und dem jüngsten Neuzugang, dem Master-Studiengang „Eco Design“, welcher seit Herbst 2015 geführt wird. Und auch für Herbst 2016 haben wir am Campus Wiener Neustadt bereits einen neuen Trumpf im Ärmel – den Studiengang „Entrepreneurship & Applied Management“*. Die Zukunft zeitgemäßer und praxisorientierter Didaktik ist stetig ein großes Thema für uns – seit 1. April 2015 ist die FH Wiener Neustadt Alleineigentümerin der Ferdinand Porsche FernFH. Der Standort Wiener Neustadt wird bis 2019 ausgebaut und erhält mit dem ehemaligen Karmeliterkloster im Zentrum von Wiener Neustadt eine attraktive Erweiterung und im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses haben wir den Weg bis 2025 präzisiert. Das Profil der FH Wiener Neustadt wurde und wird konstant und mit Weitblick geschärft.

* vorbehaltlich Akkreditierung durch die AQ Austria

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bildungsstandort

campus Wiener Neustadt Drehscheibe für Kompetenz, Praxis und Perspektiven

Der Campus Wiener Neustadt ist nicht nur der erste, sondern auch der größte Standort der FH Wiener Neustadt. Er besticht durch sein umfangreiches und modernes Bildungsangebot mit aktuell 23 Studiengängen, die an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport berufsbegleitend oder in Vollzeitform, in deutscher und teilweise englischer Sprache angeboten werden. Im abgelaufenen Studienjahr absolvierten rund 2.600 Studierende ein Bacheloroder Masterstudium. Seit der Gründung haben über 8.000 Studierende eine akademische Ausbildung am Campus Wiener Neustadt abgeschlossen. Die hohe Qualität der Ausbildung wird durch erstklassige Lehre, hohen Praxisbezug, ein modernes und zukunftsweisendes Ausbildungsprogramm sowie die enge Verflechtung zwischen Forschung und Lehre sichergestellt. Dies eröffnet unseren Absolventen nicht nur eine Vielzahl an Perspektiven, sondern sichert ihnen zusätzlich ausgezeichnete Chancen am Arbeitsmarkt. Die Attraktivität des Standortes wird durch ein vielfältiges Freizeit- und Sportangebot in unmittelbarer Nähe des Campus zusätzlich bereichert. Die Hochschulstadt Wiener Neustadt, die nur rund 35 Minuten südlich von Wien liegt, überzeugt mit überdurchschnittlicher Lebensqualität und ein besonders studierendenfreundliches Umfeld. Am Standort Wiener Neustadt sind derzeit knapp 240 Mitarbeiter sowie rund 900 externe Referenten beschäftigt. Internationalität. Interdisziplinarität. Exzellenz. Das Ausbildungskonzept am Campus Wiener Neustadt mit seiner starken Praxisorientierung eröffnet unseren Absolventen eine Vielzahl an persönlichen sowie beruflichen Perspektiven für eine

erfolgreiche Karriere. Der Spagat zwischen langjähriger Erfahrung und modernem Studienangebot, das dem Zeitgeist entspricht, die Kombination zwischen den theoretischen Grundlagen, der Forschung und dem starken Praxisbezug, all das ist für uns selbstverständlich. Zukunftsorientierung und Internationalität werden am Campus Wiener Neustadt gelebt. Mit rund 70 Partnerhochschulen stehen unseren Studierenden die Wege in ein Auslandsstudium rund um den Globus offen. Die technisch-wissenschaftlichen Studiengänge der FH Wiener Neustadt werden bei der Initiierung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durch die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – die Forschungsgesellschaft der FH Wiener Neustadt - unterstützt. Sie steht in enger Verbindung mit nationalen und internationalen Auftraggebern, Kooperationspartnern, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Förderstellen und stellt somit eine wesentliche Schnittstelle zwischen Lehre, Wissenschaft und Industrie dar. Entsprechende Infrastruktur und Servicebereiche unterstützen die Studierenden optimal. Für den Studienbetrieb stehen 21.000 m2 Nutzfläche zur Verfügung. Großzügige Studierzonen ermöglichen individuelles oder gemeinsames Arbeiten und die Bibliothek bietet auf rund 550m2 ein vielfältiges Medienangebot sowie Recherche-, Internet- und Leseplätze. Abgerundet wird die Angebotspalette durch die „FH Activities“, bei welchen den Studierenden und Mitarbeitern eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten mit professioneller Trainerbetreuung angeboten wird. Diese Vielfalt wird von unseren Studierenden auch honoriert: 81 % der Studierenden sind mit uns (sehr) zufrieden – der österreichweite Durchschnitt liegt bei 73 %.

Ausbildung am Puls der Zeit Unsere Referenten kommen u. a. aus Wirtschaft, Industrie, Forschung und Spitzensport. Das daraus resultierende enge Netzwerk wird durch unsere Alumni laufend vergrößert und intensiviert und ermöglicht es uns, mit unserem Ausbildungsangebot am Puls der Zeit zu sein. Das laufende Monitoring der wichtigsten Themen und Entwicklungen, national wie international, zeigt uns, welche Qualifikationen und Fähigkeiten am künftigen Arbeitsmarkt benötigt werden, welche interdisziplinären Verschränkungen die Jobs von morgen definieren. Dies fließt direkt in die Entwicklung des Studienangebots ein. Seit Herbst 2014 bietet der Campus Wiener Neustadt die Studiengänge „Allgemeine Gesundheitsund Krankenpflege“ sowie „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“ an. Ab Herbst 2016 wird das Portfolio um den neuen Studiengang „Entrepreneurship & Applied Management“* erweitert.   Facts zum Studium am Campus Wiener Neustadt Insgesamt werden derzeit 23 Studiengänge angeboten: 12 Bachelor- sowie 11 Master-Studiengänge in den Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit. Vier der Studiengänge (je zwei der Fakultät Wirtschaft bzw. Technik) werden auf Englisch angeboten. Abgerundet wird das Ausbildungsportfolio durch fünf Lehrgänge in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Sicherheit. * vorbehaltlich Akkreditierung durch die AQ Austria

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bildungsstandort

Marketing-Campus wieselburg Die innovative Kreativitätsschmiede

Der 1999 gegründete Campus Wieselburg versteht sich als THINK::BOX für Marketing, Innovation, Consumer Science und Nachhaltigkeit. Forschung und Lehre finden in diesen Kompetenzfeldern praxisorientiert und lösungsfokussiert statt. Als kreativer Marketing Gateway der FH Wiener Neustadt beschäftigt der Campus Wieselburg rund 50 Mitarbeiter, die zusammen mit rund 100 externen Lehrenden 600 Studierende betreuen. Mit insgesamt mehr als 1.000 Absolventen besteht ein lebendiges und intensives Netzwerk zu Wirtschaft, Forschung und Praxis. Studieren. Forschen. Gründen. Direkt am Campus. Der Marketing-Campus gestaltet für seine Studierenden LERN::RÄUME und eröffnet ihnen dadurch DENK::LANDSCHAFTEN, in denen sie eine offene Kultur des Zusammenarbeitens leben, die sowohl intellektuell als auch emotional anregend ist. Innovative Wege geht man auch mit dem Praxis-Kompetenz-Konzept, bei welchem die Studierenden von einem interdisziplinären Team betreut werden, das sich durch einen hohen Grad an Fachkompetenz und Berufserfahrung auszeichnet. Im Mittelpunkt der Lehre steht anwendungsorientiertes Wissen, mit dem konkrete Herausforderungen aus der Wirtschaft gelöst werden können. Zahlreiche Methoden, die im Studium vermittelt werden, wurden am Campus Wieselburg entwickelt und haben in unterschiedlichsten, realen Unternehmens-Projekten ihr Potential und ihre Machbarkeit bewiesen. Alle Studienprogramme sind konsequent auf den Erwerb von Praxiskompetenz ausgerichtet. Mittels „project-based-learning“ werden die Anwendungskompetenzen der Studierenden laufend überprüft und intensiviert. Team-Work ist für alle Berufsfelder obligatorisch geworden, um hochwertige Leistungen zu garantieren und ist daher am Campus Wieselburg ein essentielles Lern- und Arbeitsmodell. Ausstattung – F&E Core Facilities Der Campus Wieselburg verfügt über eine hoch-moderne Studienumgebung, die die Studierenden bei ihrer Praxisarbeit

optimal unterstützt. Team-Zonen, Studierenden Büros, Ideenstudio und Projekt-Werkstatt begleiten die Teams bei ihren kreativen Prozessen. Forschung und Entwicklung wird am Campus entlang der Wertschöpfungskette von Unternehmen ausgerichtet, um Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Die Core-Facilities zentrieren sich im Consumer Science Center um die Konsumenten. Durch modernste Infrastruktur wird an nationalen und internationalen Projekten gearbeitet. »Consumer Science Center »Food Development Lab »Innovations-Studio »Sensorik Lab »Sales Lab »Neuromarketing Lab »Projekt-Werkstatt »Business-Lounge & Start-up Center

Aus- und Weiterbildung Bachelor Produktmarketing & Projektmanagement Anhand realer Unternehmensaufträge trainieren die Studierenden Projektmanagement und Produktmarketing. Die Endergebnisse werden den auftraggebenden Unternehmen präsentiert. Aus insgesamt zehn Wahlmodulen können für das Vertiefungsstudium drei gewählt werden. Master Produktmarketing & Innovationsmanagement Die Studierenden lernen, wie aus Ideen erfolgreiche Konzepte entwickelt und diese als Innovationen in den Markt eingeführt werden. Organic Business & Marketing „Green Marketing“ bedeutet, „grüne“ Produkte, Marken und Unternehmen regional und international zu vermarkten und managen zu können. Das Thema Nachhaltigkeit steht ganzheitlich im Mittelpunkt des Studiengangs. Klein- und Mittelbetriebe werden ebenso wie Konzerne im Studiengang berücksichtigt.

Lebensmittelproduktentwicklung & Ressourcenmanagement Im Fokus steht die Entwicklung neuer Lebensmittelprodukte vor dem Hintergrund des schonenden und sparsamen Umgangs mit Ressourcen, der Verwertung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelproduktion sowie des Einflusses der Ernährung auf die menschliche Gesundheit. Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement Der Studiengang umfasst drei für Unternehmen wesentliche Disziplinen: technische Kompetenzen für die Auslegung und Konstruktion von Anlagen, wirtschaftliche Kompetenzen im Bereich Vermarktung und Vertrieb sowie Managementkompetenzen. Diese Vielseitigkeit erlaubt es den Absolventen spezielle Schnittstellenpositionen zwischen Abteilungen perfekt auszufüllen. Consumer Affairs Das interdisziplinäre Konzept zur Konsumentenforschung vermittelt den Studierenden das Wissen zum Themenkomplex „Konsument – Produkt – Markt“. Dadurch sind sie sowohl in der Lage, Konsumenteninformationen zu identifizieren, als auch in innovative sowie konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen zu übersetzen. Eco-Design Den Design Prozess von der Produktinnovation bis zur Markteinführung zu steuern, steht im Zentrum. Die Studierenden wählen die passenden Werkstoffe, optimieren die Produktionstechnik, erstellen Design-Entwürfe, analysieren die Umweltauswirkungen mit Öko-Bilanzen und bringen damit ein möglichst nachhaltiges und langlebiges Produkt auf den Markt. Lehrgänge Sales Management Innovationsmanagement

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bildungsstandort

biotech-campus tulln Der ideale Nährboden für Lehre und Forschung

Der Tullner Standort der FH Wiener Neustadt befindet sich inmitten einer weltweit bekannten Biotech-Szene, dem Biotech-Campus Tulln, welcher nicht nur einer der vier Technopole in Niederösterreich, sondern mittlerweile auch einer der bedeutendsten Biotech-Standorte Österreichs ist. Mehr als 700 Menschen arbeiten, forschen und lehren am Biotech-Campus Tulln – und erwecken Biotechnologie dadurch sprichwörtlich zum Leben. Durch die enge Verflechtung von Lehre, Forschung und Wirtschaft entstehen wertvolle Synergien für Forscher, Studierende der FH Wiener Neustadt und Kooperationspartner aus der Wirtschaft. Mit 700 Forschern im Biotech-Bereich ist das Technopol Tulln nicht nur einer der bedeutendsten Forschungsstandorte in Österreich, sondern auch die erste Wahl für Studierende im Bereich Biotechnologie. Natur. Wissen. Schaf(F)t. Erfolg. Die FH Wiener Neustadt bietet ihren Studierenden am Standort Tulln mit dem Bachelor und Master Studiengang „Biotechnische Verfahren“ die Chance, an der Evolution von Forschung und Naturwissen mitzuarbeiten. Der Standortvorteil liegt auf der Hand, denn Lehre und Forschung finden an einem Ort statt. In unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule sind zahlreiche renommierte Biotech-Unternehmen wie das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie (IFA-Tulln), das Technologie- und Forschungszentrum Tulln (TFZ) sowie das Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) beheimatet. Als einer der wichtigsten Fachbereiche unserer Zeit erfreut sich der 2002 gegründete FH Standort stetig wachsender Nachfrage sowohl seitens der Studierenden als auch direkt aus der Wirtschaft.

Studierende lernen, forschen und arbeiten am Puls der Zeit. Das Erlernte kann unmittelbar sowohl in der Forschung als auch direkt bei den Biotech-Firmen angewendet werden. So entsteht und wächst bereits während des Studiums ein einzigartiges Netzwerk zwischen Forschung, Lehre und Wirtschaft. Das Fachwissen der Tullner Studierenden ist sowohl bei österreichischen Unternehmen als auch bei internationalen Firmen und Organisationen gefragt. Unsere Wirtschaftspartner haben Zugriff auf die exzellenten Ressourcen der FH Wiener Neustadt sowie das Know-how unserer Studierenden und Lehrenden. In einer sich perfekt ergänzenden Symbiose können gemeinsam neue ökologische und ökonomische Wege beschritten werden. Biotechnologie – Schnittstelle zwischen High-Tech und Natur Nach der Definition der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist Biotechnologie „die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen, Teile von ihnen, ihre Produkte oder Modelle von ihnen zwecks Veränderung von lebender oder nichtlebender Materie zur Erweiterung des Wissensstandes, zur Herstellung von Gütern und zur Bereitstellung von Dienstleistungen.“

Facts zum Studium „Biotechnische Verfahren“ Seit 2007 läuft „Biotechnische Verfahren“ als Bachelor- und Masterstudium. Das Bachelorstudium vermittelt die nötigen Schlüsselqualifikationen in Chemie, Analytik, Bio- und Umwelttechnologie, Verfahrenstechnik sowie Management-Basiskenntnisse. Ein ausgewogenes Theorie-Praxis-Verhältnis ist dabei Schlüsselfaktor und Erfolgsgarant. Das darauf folgende Masterstudium bietet zahlreiche individuelle Spezialisierungsmöglichkeiten in den Themenfeldern »Zellfabrik »Umweltbiotechnologie »Lebensmittelqualität und »Bioaktive Wirkstoffe Neben den Spezialgebieten wird den Studierenden auch weiterführendes Management Know-how vermittelt – von allgemeiner Unternehmensorganisation, Marketing & Vertrieb bis hin zu Patentanmeldungen. Im zweiten Studienjahr wird im Rahmen der Masterarbeit selbstständig an einer wissenschaftlichen Fragestellung in der angewandten Forschung gearbeitet. Auch eine weiterführende Dissertation an einer Universität ist möglich.

Nicht alles was am Papier trocken klingt, ist es tatsächlich auch. Ganz im Gegenteil: Biotechnologie ist ungeheuer spannend – dient sie doch dazu, die Ressourcen unserer Umwelt ökologisch wie ökonomisch zu ihrem Schutz und dem nachfolgender Generationen zu nutzen. So begegnet sie uns nicht nur bei der Herstellung von Lebensmitteln, sondern spielt auch bei der Gewinnung von umweltfreundlicher Energie oder der Herstellung von Medikamenten eine tragende Rolle.

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bildungsstandort

campus rudolfinerhaus Modellhaft in der Entwicklung des Pflegeberufs

Das Rudolfinerhaus wurde 1882 als erste Krankenpflegeschule und Lehrkrankenhaus Österreichs gegründet und verfügt somit über die längste Erfahrung in der Lehre der Pflege. Seit über 130 Jahren modellhaft in der Entwicklung des Pflegeberufs, hob der Campus Rudolfinerhaus die Grundausbildung in der Pflege 2010 auf tertiäres Niveau. Gemeinsam mit der FH Wiener Neustadt wird der Bachelor-Studiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“ geführt. Fortschrittliches und innovatives Handeln ist Tradition am Campus Rudolfinerhaus – gesellschaftlichen Entwicklungsbedarf zu identifizieren und eigene Entwicklungspotentiale zu erkennen sind Mittelpunkt der geleisteten Pionierarbeit. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Campus Rudulfinerhaus, der Privatklinik und allen vernetzten Kooperationspartnern wie der FH Wiener Neustadt bringt Vorteile für Studierende und Netzwerkpartner. Aktuell werden am Campus Rudolfinerhaus 62 Studierende von 70 Lehrenden ausgebildet. Tradition. Innovation. Wegbereiter. Die Bildungsangebote nehmen direkten Bezug auf den sich aktuell vollziehenden gesellschaftlichen Wandel, der die Handlungsfelder und Kompetenzen der Pflege zunehmend erweitert. Beratung und Gesundheitsförderung sind wesentliche Aufgabenbereiche der Pflege. Die angesprochene Dynamik geht nicht nur mit einem höheren Bedarf an Pflegepersonal einher, sie verlangt aufgrund der komplexen Fragestellungen auch exzellent ausgebildetes Personal. Qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungen gewährleisten, dass Pflege ihr gegenwärtiges und zukünftiges Potential nutzen und dem gesellschaftlichen Auftrag entsprechen kann.

Am Campus Rudolfinerhaus wird Bildung für Pflegende auf diesem hohem Qualitätsniveau ermöglicht und es werden nachhaltige Antworten auf die Anforderungen des Gesundheitswesens gestaltet. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, entsprechende Rahmenbedingungen, in erster Linie durch engagierte und kompetente Mitarbeiter und Lektoren, sicherzustellen. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht das Erfahren und Umsetzen des theoretisch Erlernten. Lehre und Praxis entwickeln sich aneinander und miteinander, was beide Anteile gleichermaßen bereichert und die Förderung von patientenorientierter, individueller Pflege unterstreicht. Visionärer und praxisnaher Impulsgeber Absolventen des Campus Rudolfinerhaus prägen und gestalten bis heute maßgeblich die Entwicklung des Pflegeberufes. Dies gelingt vor allem durch den der Ausbildung inhärenten und optimal gestalteten Theorie-Praxis-Transfer, der durch ein gemeinsames didaktisches Konzept von Campus und Lehrkrankenhaus garantiert wird. Wesentliche, qualitätssichernde Eckpfeiler der Ausbildung sind u.a. die Anleitung in der Pflegepraxis durch Lehrende und ausgebildete Praxisanleiter, das gezielte Aufgreifen und strukturierte Bearbeiten von Lernsituationen, Workshops am sogenannten 3. Lernort oder auch Lehrveranstaltungen unter Einbeziehung von Experten aus der Praxis.

Weiterentwicklung. Dazu gehören auch das Verfolgen inhaltlicher Konzepte und Schwerpunkte wie „Evidence-based Practice“ oder „Patientenedukation“. Diese gemeinsame inhaltliche Ausrichtung fokussiert das Handeln im Rahmen der Ausbildung auf eine patientenorientierte, forschungsgestützte und von einer Ethik des „Carings“ geleiteten Pflege. Facts zum Studium – Bachelor „Gesundheits- und Krankenpflege“ Der „Bachelor of Science in Health Studies“ kann im Rahmen eines sechssemestrigen Studiums erlangt werden und beinhaltet eine Berufsberechtigung in der Gesundheits- und Krankenpflege. Ziel der Ausbildung ist die Förderung jener Kompetenzen, die zukünftigen Pflegepersonen eine verantwortungsvolle und wissenschaftlich fundierte Pflege von Menschen in Gesundheit und Krankheit, innerhalb und außerhalb des Krankenhauses, ermöglichen. Pro Jahr stehen 23 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Ein Masterstudium bzw. in der Folge ein Doktoratsstudium kann angeschlossen werden.

Durch die Arbeit in Kleingruppen und die Integration innovativer Lernkonzepte bietet der Campus Rudolfinerhaus ein optimales Lernambiente. Diese Dynamik von wechselseitiger Impulsgebung und dem Anspruch auf qualitativ hochwertige Pflege bewirkt eine gemeinsame kontinuierliche, reflektierte und visionäre

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Mag. Susanne Scharnhorst Gesch채ftsf체hrerin FH Wiener Neustadt


persönlichkeiten im gespräch

Perspektiven durch Praxis schaffen Mag. Susanne Scharnhorst im Interview

Die studierte Betriebswirtin kommt ursprünglich aus der Privatwirtschaft. Mit 40 reifte in ihr das Bedürfnis, in einem Unternehmen zu wirken, das gesellschaftlich relevante Themen bearbeitet, worauf sie zehn Jahre ein Theater leitete, um danach die Geschäftsführung an der FH Wiener Neustadt zu übernehmen.

kollegialen Hochschulleitung ist exzellent. Darauf baut auch unser Qualitätsmanagementsystem auf, welches im Sektor sicher beispielhaft ist (siehe dazu auch Seite 25; Anm.). Nicht zuletzt haben wir die Strategie bis 2025 festgelegt und definiert, wo wir als FH hinwollen und wie wir uns am Markt präsentieren möchten.

Frau Scharnhorst, im Leitbild, quasi der „Verfassung“ der FH Wiener Neustadt steht: Qualität ist für uns das Maß unseres Handelns. Was bedeutet das konkret? Qualität, wie wir sie anstreben, bedeutet, nie zufrieden zu sein. Das ist vor allem ein Antrieb, kontinuierlich zu evaluieren, was wir tun müssen, um nicht nur gut zu sein, sondern stetig besser zu werden. Eine laufende qualitative Verbesserung setzt auch ein Gespür dafür voraus, welche Themen nachhaltig relevant sind und welche Themen man vernachlässigen kann, weil sie nicht auf das Konto Qualität einzahlen.

Die FH Wiener Neustadt schneidet bei Evaluierungen auffällig oft besonders gut ab. Worauf sind Sie am meisten stolz? In der diesjährigen Universum-Studie wurde die „Employability“, also die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Studierenden, als ganz hervorragend eingestuft und wir liegen österreichweit in Front. Es macht uns wirklich stolz, dass unsere Absolventen am Arbeitsmarkt sehr begehrt sind und reüssieren.

Was waren die Milestones der letzten Jahre in Hinblick auf die Weiterentwicklung der FH? Die letzten fünf Jahre sind geprägt durch einige sehr große und zahlreiche kleine Schritte und Entwicklungen, die uns in Summe als FH weit nach vorne gebracht haben. Als nach wie vor größte FH Niederösterreichs sind wir weiter gewachsen – die Anzahl der Studienplätze ist um 25% gestiegen und wir haben elf zusätzliche Studiengänge entwickelt. Das ist eine respektable Performance und unterstreicht auch die Qualitäten und das Engagement unserer Mitarbeiter. Wir haben die interne Organisation restrukturiert und sie auf eine solide Basis gesetzt, die uns fit macht für die nächsten zehn Jahre. Zusätzlich wurden zahlreiche zentrale Steuerungsprozesse eingeführt, um Effizienz zu schaffen. Ein gelungenes Beispiel ist die Zusammenführung der Studienadministration von sieben verschiedenen auf eine zentrale. Völlig friktionsfrei wurde die duale Hochschulleitung umgesetzt und die Zusammenarbeit im Rahmen dieser dualen,

Sie sind als Geschäftsführerin sinnbildlich die Dirigentin eines Orchesters. Welche Faktoren garantieren einen gelungenen Auftritt der FH Wiener Neustadt? Das Bild eines Orchesters ist ein sehr illustratives, denn in einem ausgezeichneten Orchester treffen ausschließlich exzellente Musiker und Fachexperten ihres Gebietes aufeinander. Jeder Einzelne hat die Kompetenz, perfekte Solopartien abzuliefern und in einem Ensemble zu spielen. Wie jedes Unternehmen muss sich auch ein Orchester zuallererst einen Namen machen, indem es konsequent, nachhaltig und auf Top-Niveau arbeitet. Und genau das machen wir als FH Wiener Neustadt seit vielen Jahren. Unsere ausgezeichnete Reputation fußt darauf, dass wir schon immer eine sehr solide, qualitätsvolle und eine auf die zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtete Ausbildung anbieten. Und das kontinuierlich auf einem hohen Level. Basierend auf den Kompetenzen, die wir uns in den klassischen Studienprogrammen erarbeitet haben, können wir auch Spezialthemen adressieren und so die Bedürfnisse unseres „Publikums“ – die Studierenden – sowohl breit als auch spezifisch abdecken.

» Wir sind stolz auf die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Studierenden! « Ein permanentes Thema ist die Profilschärfung. In welche Richtung geht das? Die wichtigsten Fragen bei einer Profilschärfung lauten: Wo sind unsere Stärken und was wird in Zukunft benötigt? Unter der Prämisse „Perspektiven durch Praxis schaffen, stärken wir unsere zentrale Stärke – nämlich den enormen Praxisbezug in unseren Studiengängen. Er ermöglicht es uns, sowohl berufliche als auch persönliche Perspektiven für unsere Studierenden zu schaffen. Stichwort „Zukunft“: Die FH muss immer etliche Jahre voraus denken, um die heutigen Studienanfänger nach Studienabschluss bestens vorbereitet in die Berufswelt zu entsenden. Wie schafft man das? Wir haben ein Netzwerk von Industriepartnern und Wirtschaftsunternehmen, die mit uns zusammenarbeiten. Über Kooperationen mit Firmen und anderen Hochschulen, Rückmeldungen, die wir von Absolventen und Arbeitgebern erhalten sowie anhand von Forschungsprojekten, wo wir an den Ausschreibungen der großen Forschungsfördergeber sehen, was die Zukunftsthemen sind, erkennen wir Trends und Strömungen. Wie schafft man den Spagat, stets vorwärts zu gehen, ohne dabei das Fundament aus den Augen zu verlieren? Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, wo – auf die FH bezogen – die eigenen Stärken liegen. Was ist das, was wir als Hochschule wirklich gut können, wofür stehen wir? Und an dem muss man kontinuierlich arbeiten.

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Mag.â&#x20AC;&#x2030;(FH), Mag.â&#x20AC;&#x2030;iur. Peter Erlacher Prokurist FH Wiener Neustadt


persönlichkeiten im gespräch

Wiener Neustadt als Hochschulstandort etablieren Mag. Peter Erlacher im Interview

Als Berufsoffizier diente Erlacher über 17 Jahre beim Österreichischen Heer, wobei er nicht nur diverse Führungsfunktionen innehatte, sondern auch mehrere Jahre in der strategischen Planung und Kontrolle im In- und Ausland tätig war… und viel mitnahm. Berufsbegleitend studierte er Jus und wechselte dann in die Privatwirtschaft. An der FH ist Erlacher unmittelbarer Vertreter der Geschäftsführung, Leiter des Qualitätsmanagements und zeichnet zuletzt nicht nur für rechtliche Angelegenheiten verantwortlich, sondern leitet auch sämtliche Großprojekte wie den Campus-Neubau in der Innenstadt.

Herr Mag. Erlacher, im Zuge der Immobilienplanung „FHWN 2019“ hat man sich für die Standorterweiterung am ehemaligen Karmeliterkloster entschieden. Warum? Es ist das Zusammenspiel von mehreren Faktoren. In erster Linie soll die Fachhochschule in der Stadt sichtbarer werden und mit bis zu 700 Studierenden zur nachhaltigen Belebung der Innenstadt beitragen. Andererseits sollte es dadurch aber auch gelingen, die Stadt Wiener Neustadt in der Außenwahrnehmung als Hochschulstandort noch besser zu etablieren. Für die FH ergibt sich überdies die einmalige Möglichkeit, einen neuen Standort in einem historischen Bauwerk zu entwickeln, wo Moderne und Geschichte aufeinandertreffen. Das schafft ein besonderes Flair, was uns dann, verglichen mit anderen Hochschulen, wiederum hervorheben wird. Welche Vorteile bringt der neue Standort? Das Gebäude ist öffentlich schneller erreichbar, mit dem Bahnhof in Gehweite. Die Studierenden, Mitarbeiter und Vortragenden können auf die städtische Infrastruktur zurückgreifen: Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitgestaltung etc. Welche Studiengänge kommen ins ehemalige Karmeliterkloster? Aus heutiger Sicht werden wir in erster Linie wirtschaftswissenschaftliche Studien

in den neuen Standort übersiedeln. Es soll aber auch eine Durchmischung aller unserer Studierenden am neuen Standort stattfinden, indem wir z.B. Institute und Fachbereiche von Querschnittsmaterien dort ansiedeln werden. Durch die Verlegung der Bibliothek ins ehemalige Kirchenschiff und durch die Schaffung von modernen Lern- und Kommunikationsräumen werden aber auch alle anderen Studierenden den Weg in die Innenstadt finden. Wie wird der neue Standort aussehen? Wir wollen durch die Kombination von historischem Ambiente und moderner Architektur einen offenen Ort der Begegnung und der Kommunikation schaffen. Die veränderten Lebensrealitäten unserer Studierenden, aber auch unserer Mitarbeiter, werden in der Planung und Raumkonzeption berücksichtigt. Zum einen sollten innovative und effiziente Lernwelten geschaffen werden und zum anderen sollten sich alle Nutzer wohlfühlen und gerne Zeit an ihrer Hochschule verbringen. Es gibt viele interessante Ideen und Vorstellungen und ich bin selbst schon sehr gespannt, wie sich unser neuer Campus schlussendlich als Ganzes, aber auch im Detail darstellen wird. Eines kann ich jedoch jetzt schon verraten: Es wird für unsere Studenten viel mehr Raum zum Lernen, zum gemeinsamen Arbeiten und zum Aufenthalt zur Verfügung stehen. Welche Herausforderungen stellen sich bezogen auf das Lernen von morgen? Die Beantwortung dieser Frage ist äußerst schwierig und wird aktuell auch in Expertenkreisen kontroversiell diskutiert. In Wirklichkeit ist derzeit niemand dazu in der Lage, ein konkretes Bild der Zukunft zu zeichnen. Auch die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution – Stichwort 4.0 – auf die Hochschulbildung, an deren Beginn wir erst stehen, lassen sich noch nicht im Detail vorhersehen. Eines ist jedoch unbestritten: Das Lernen wird immer in den Köpfen der Menschen stattfinden, auch wenn sich der Lernraum

» Dem Lernen gebührenden Raum geben. « von realen physischen Räumen zunehmend in virtuelle Räume verlagert. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir diese Herausforderungen lösen können, wenn sich alle am Lernprozess beteiligten Personen (Studierende, Mitarbeiter, Lehrende usw.) aktiv daran beteiligen. Insofern sehe ich die größte Herausforderung darin, ein Umfeld und somit einen Campus zu schaffen, wo diese Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden können. Das QM-System der FH Wiener Neustadt wurde von Experten als „vorbildlich“ bewertet. Wie sieht dieses konkret aus? Das ist unser Betriebsgeheimnis (lacht), aber so viel sei verraten: Unser QM-System setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Ebenen beider „Hemisphären“ zusammen – also der Academia auf der einen Seite und der Verwaltung und des Managements auf der anderen. Ich möchte an dieser Stelle aber ganz klar hervorheben und gleichzeitig mein Lob an alle Beteiligten aussprechen, dass sich die beiden Seiten nicht gegenüber stehen, sondern gemeinsam und lösungsorientiert arbeiten. Es wird „heftig“ diskutiert, man findet einen gemeinsamen Weg und trägt die Beschlüsse dann in der Umsetzung auf allen Ebenen mit. Somit kann man getrost sagen, dass unser Leitsatz „Qualität ist das Maß unseres Handelns“ von den Lehrenden, der Verwaltung, der Haustechnik bis hin zum Leiter des Kollegiums und der Geschäftsführung gelebt und mitgetragen wird.

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» highlights 2014 | 15 Auszeichnungen | Internationales | Forschung & Entwicklung | Open Lectures & Media

FH Wiener Neustadt bei „Employability“ Österreichs Nr. 1 Im Rahmen der Universum Studie 2015 wurde die FH von den Studierenden zur FH mit der besten „Employability“ – also der umfassendsten und praxisnahesten Ausbildung gewählt. Eine weitere Spitzenplatzierung erhielt die Hochschule mit Rang 3 für die „Brand Perception“ – die Wahrnehmung der Marke „FH WN“. «

20 Jahre FH Wiener Neustadt Das Studienjahr begann feierlich. Unter dem Motto „20 Jahre Erfolg – Wir setzen die Segel“ feierten das Team der FH Wiener Neustadt, ihre Eigentümer, hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft & Industrie sowie zahlreiche Gäste und Wegbegleiter das runde Jubiläum Österreichs erster FH und deponierten Reden sowie Glückwünsche in einer Zeitkapsel für spätere Generationen. «

Gesundheit und Wirtschaft bauen aus – drei neue Studiengänge Gleich drei Studiengänge erweitern seit Herbst 2014 das Ausbildungsportfolio der FH Wiener Neustadt: „Allgemeine Gesundheits- & Krankenpflege“, „Consumer Affairs“ und „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“ begannen äußerst erfolgreich das erste Studienjahr. «

International Office erweitert Partner-Netzwerk Im Studienjahr 2014/15 konnten wieder neue Partnerhochschulen hinzugewonnen werden und damit viele spannende Orte für die FH WN-Studierenden. Neben den Universitäten von Barcelona und Göteborg kamen auch die Beykent Universität in der Türkei, die Universität von Greenwich sowie die Shih Chien Universität in Taiwan hinzu. « Karriere-Highlight Jobmesse Die FH Wiener Neustadt brachte 2015 wieder die Top-Unternehmen des Landes mit ihren Studenten und Absolventen zusammen. 65 Firmen hielten bei der Jobmesse „mission:SUCCESS“ Ausschau nach ihren zukünftigen Mitarbeitern. Microsoft, Nestlé und Hofer sind nur drei von rund 65 renommierten Ausstellern, die über Karrieremöglichkeiten in ihren Unternehmen informierten. «

Start-Up-Center als Kick-Starter Landesrätin Dr. Bohuslav besuchte Ende März das Start-Up-Center am Campus Wieselburg. Durch die zahlreichen Siege der letzten Jahre aufmerksam geworden, hat Dr. Bohuslav das erfolgreiche Start-Up „Frische Fritzen“ besucht und sich vor Ort ein Bild vom Start-Up-Center gemacht. «

ISO-Zertifizierung – Vorreiterrolle für den Marketing-Campus Wieselburg Der Campus Wieselburg hat als erste Bildungsinstitution in Österreich die ISO-Zertifizierung 29990:2010 für Qualität in Aus- und Weiterbildung erfolgreich durchgeführt. «

Jahresbericht FH Wiener Neustadt

Besucherrekord beim Tag der offenen Tür Ein neuer Besucherrekord konnte beim diesjährigen TdoT verzeichnet werden. Rund 1.900 Besucher aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland kamen an die FH, um diese zu entdecken, um zu forschen und zu experimentieren. Workshops, Podiumsdiskussionen und Beratung durch Studierende und Vortragende begeisterten die bildungshungrigen Besucher. «

Zehn Firmen, ein Botschafter und eine Partneruni in vier Tagen Im Rahmen ihres Study Trips hatten Masterstudierende aus den Programmen Business Consultancy International und Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung - Spezialisierung „Europäische Finanzierung und Risikomanagement“ die Gelegenheit, in nur vier Tagen über zehn Firmenbesuche in London zu absolvieren – mit dabei NBC, Voest Alpine Stahl, Plasser UK, Mediacom, EBRD und EBA. «


highlights 2014 | 15

Immobilien - „Cäsar“ für FH-Referentin Daniela Witt-Dörring, FH-Referentin für Immobilienmanagment, wurde heuer im Rahmen einer Gala im Wiener Palais Ferstl mit dem „Cäsar“ - Immobilienaward ausgezeichnet. Die erfolgreiche Partnerin der Rechtsanwaltskanzlei Weber & Co hat ihren Schwerpunkt unter anderem auf Immobilienrecht, Immobilientransaktionen sowie Miet- und Wohnrecht. «

Wissenschaft trifft Kunst Ein Gesundheitsstudium kann auch zu einem Kunstpreis führen. Die BMA-Studentin Bernadett Borbas nahm am Kunst-Wettbewerb der biomed austria teil und erreichte den hervorragenden 2. Platz mit ihrem Kunstwerk zur „DNA in menschlichen Händen“.

„Frische Fritzen“ räumen ab Die „Frischen Fritzen“ – Julia Ramsmaier, Alberto Nodale und Florian Bertich, Studierende am Campus Wieselburg – haben 2013 neben dem Studium die Aufnahme in die FHeigene Business Lounge geschafft und liefern ein gesundes Müsli direkt an den Arbeitsplatz vieler Österreicher. Mit dieser Idee haben sie die wichtigsten Jungunternehmerpreise in den letzten zwei Jahren gewonnen. 1. Platz i2b Businessplan Wettbewerb 2013, 3. Platz beim RIZ Genius: Dienstleistungssektor 2014, Bester CSR-Newcomer Trigos 2015, Gewinner kreativ in die Zukunft 2015. «

Sub auspiciis praesidentis! FH-Referent Gregor Kastner (Institut für Mathematik und Statistik) erhielt den Ehrenring der Republik von Bundespräsident Heinz Fischer. Voraussetzung für eine Promotion „sub auspiciis praesidentis“ ist, dass alle Oberstufenklassen am Gymnasium und die Matura mit Auszeichnung absolviert und alle Diplomprüfungen des Studiums sowie die Dissertation mit „Sehr gut“ abgelegt wurden. «

Auslandspraktika am Campus Tulln auf Rekordkurs Mit dem Bachelorjahrgang 2012 wurde im Studienjahr 14/15 ein Rekordanteil der Auslandspraktika erreicht. Ca. 20% der Studierenden verfassten ihre Abschlussarbeit im Ausland. Beispiele sind die Norwegian University of Science and Technology in Trondheim/Norwegen, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg/Deutschland oder The Australian National University in Canberra/Australien. « Training on Location in New York Pitchen und Trend-Scouten in New York – welcher Marketing-Studierende träumt nicht davon? Für Studierende des Marketing-Campus Wieselburg wurde der Traum auch in diesem Jahr wieder Realität: Kampagnenstrategien für echte Produkte entwerfen und vor namhaften Agenturen und Jurys präsentieren – vor welcher Kulisse könnte man besser das Erlernte in die Praxis umsetzen? «

Rekord bei „Studieren probieren“ Gleich 380 Interessenten kamen zum „Studieren probieren“ an die FH Wiener Neustadt und schnupperten Campus-Luft – ein Plus von fast 30% gegenüber dem Vorjahr. Die Teilnehmer verschafften sich Einblicke in das Leben am Campus und in den Studienalltag, besuchten Vorlesungen und Lehrveranstaltungen der Fakultäten Wirtschaft, Technik und Gesundheit und sprachen mit Studierenden und Vortragenden über die Studienmöglichkeiten an der FH. « Herausragend mit innovativer Lehre Mag. Stefan Dressler vom Institut für Mathematik und Statistik erreichte den ausgezeichneten 2. Platz beim Lehrepreis 2015 der Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) in Hall in Tirol. Die Auszeichnung wird für herausragende, innovative Lehrveranstaltungen vergeben. «

BCI Studierende erreichen Finale der Henkel & L’Oreal-Challenges Bei der Henkel Innovation Challenge erreichte das Team der BCI-Bachelor-Studierenden Adam Dimeny & Megala John sowie Alexandra Bendicakova & Alen Ismailovic das Finale. Bei der L’Oreal Brandstorm Challenge zeigten drei BCI-Master-Studierende auf – Rebeka Bejczi, Trixie Ann Garcia und Dominique Madeleine Jung – auch sie zogen ins Finale ein und vertraten die FH Wiener Neustadt mit ausgezeichneten Leistungen. «

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FH Wiener Neustadt in den Top 3 bei der European Sales Comeptition David Giesinger, Student im Masterstudiengang „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“, schaffte es bei der European Sales Competition 2015 in Brüssel auf den hervorragenden 3. Platz und brachte damit die FH WN erneut auf das Siegerpodest. Unter einer Vielzahl von Teilnehmern konnte er seine Fähigkeiten im Verkauf in einer anspruchsvollen Wettbewerbssituation unter Beweis stellen. «

Sauberer Treibstoff für die Weltraumfahrt Forscher der FH Wiener Neustadt und ihrer Forschungsfirma FOTEC entwickeln im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Horizon 2020 umweltfreundliche Antriebe für die Raumfahrt. Die FH Wiener Neustadt ist dabei Teil eines internationalen Konsortiums, dem unter anderem Airbus, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie der Wiener Anbieter für Hochleistungskeramik Lithoz angehören. « Mechatronik-Student bei der NI Worldclass Weltklasse Ein weiterer FH-Technikstudent schaffte es ins Spitzenfeld. Stefan Kittenberger, BA-Student Mechatronik & Mikrosystemtechnik, durfte der NI Worldclass – einem internationalen Wettbewerb – teilnehmen und schnitt dabei sehr erfolgreich ab: Er belegte mit seinem Team den ausgezeichneten 2. Platz. «

Neu gestaltetes Spektroskopie Labor am Biotech Campus Tulln Um den aktuellen Arbeitsabläufen gerecht zu werden, wurden im Studienjahr 2014/15 die bestehenden FTIR- und Raman-Spektrometer im neu gestalteten Spektroskopie-Labor aufgestellt und in Betrieb genommen. Die dadurch kürzeren Wege ermöglichen eine bessere interaktive Nutzung im Lehrbetrieb sowie eine zeitgemäßere Nutzung im Forschungsbereich. «

FH Absolvent gewinnt Maintenance Award 14 Wirtschaftsingenieur-Absolvent Alexander Dopler, MA gewann als COO von LineMetrics GmbH den begehrten Innovationspreis bei der Maintenance Award 2014 Verleihung. LineMetrics besticht durch eine simple Erfassung und Analyse von Industriedaten auf einer Cloud-basierten Plattform. Der IT-Aufwand wird dadurch gering. Die Inbetriebnahme ist rasch möglich und bei Anlagenstillständen ist die Reaktionszeit verkürzt. «

Jahresbericht FH Wiener Neustadt

Neues Mikrobiologie-Labor ganz groß Die mikrobiologischen Laborübungen wurden völlig neu gestaltet. Durch gezielte Umbauarbeiten und Zukäufe entstand ein top ausgestattetes neues Mikrobiologielabor, in dem Bachelor Studierende die Möglichkeit haben, in Kleingruppen die Kunst der Identifikation und Fermentation von Mikroorganismen in Bioreaktoren zu erlernen. « Zwei FH WN Studenten bei der ESA Summer School in Alpbach Hoch hinaus ging es für zwei Studenten des Aerospace Engineering Studienganges der Fachhochschule. Richard Sypniewski und Silvio de Carvalho wurden unter 150 Bewerbern aus ganz Europa ausgewählt, um an der ESA (European Space Agency) Summer School in Alpbach teilzunehmen und eine Raumfahrts-Mission zu planen. «


highlights 2014 | 15

Echter Krimi der Weltraumfahrt Dr. Günter Kargl vom Institut für Weltraumforschung folgte dem Ruf des Aerospace-Studiengangsleiters Dr. Carsten Scharlemann und hielt eine Vorlesung zum Thema „Die Rosetta Mission: Wie landet man auf einem Kometen?“ an der FH. Damit ermöglichte er spannende Einblicke in die seit 2004 laufende Raumfahrtsmission. «

ORF Science Talk an der FH Wiener Neustadt Moderatorin Barbara Stöckl lud zum Science Talk zu den Themen „Bildung, Medizin und Gesundheit im Alter“ an die FH. In der großen Aula begrüßte sie Konrad Paul Liessmann von der Universität Wien, Beatrix Grubeck-Loebenstein von der Universität Innsbruck und Halina Baran von der Karl Landsteiner Gesellschaft. «

NASA Mission mit Beitrag der FH Wiener Neustadt Am 12. März 2015 startet die NASA-Mission „Magnetospheric Multiscale Mission“ (MMS), bei der das Magnetfeld der Erde untersucht wird. Wissenschafter der FH und der FOTEC haben für die dafür notwendigen Satelliten eine Ionenquelle entwickelt. Das Instrument stellt sicher, dass die Satelliten zu jeder Zeit Kontrolle über ihren Ladungszustand haben. «

Der Spitzensport und das liebe Geld Mit ÖOC-Präsident Dr. Karl Stoss besuchte ein weiterer namhafter Gastvortragender die FH. Auf Einladung des Studiengangs Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung, dem Bereich Finance sowie dem Studiengang Sport sprach er unter dem Thema „Sport und Kommerz – Was blieb vom olympischen Gedanken?“ über Finanzierung des ÖOC, Sportförderung und weitere interessante Aspekte. «

Technopol-Forschungsprojekt – AWIWE Im Brennpunkt des Projektes „AWIWE“ (Kooperation mit der Boku) steht die Erforschung der Traubenwelke („Zweigeltkrankheit“) und phytotoxischer Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes Botrytis cinerea in heimischen Erdbeeren und Weintrauben mittels hochauflösender Massenspektrometrie (Orbitrap-Technologie). Beide Phänomene führen zur Minderung der Fruchtqualität und beträchtlichen Ernteverlusten. «

COIN PAM – Powder Additive Manufacturing Im Rahmen dieses Projekts erfolgt die Entwicklung von optischen Messverfahren für eine adaptive Regelung des Laserschmelzprozesses sowie eine Erweiterung der heute eingesetzten Materialpalette auf neue keramische und biokompatible Materialien (z. B. Biogläser). «

Sensorische Integration in der frühen Kindheit US-Top-Expertin Dr. Susanne Smith Roley machte exklusiv in Österreich Station an der FH WN, um über Sensorische Integration zu sprechen. Der Studiengang Ergotherapie war Gastgeber der Europäischen Roadshow. Die Veranstaltung rund um die Sensorische Integration lockte eine Vielzahl von Studierenden und Gasthörern an. «

Im Wissen liegt die Zukunft Univ.-Doz. Dr. Ralph Sichler, Fachbereichsleitung Management-, Organisations- & Personalberatung, holte den Zukunftsanalysten Erik Händeler an die FH, um über die Herausforderungen und Trends für Unternehmen der Zukunft zu sprechen. Eindrucksvoll zeichnete er ein mögliches Bild und zeigte auf, ob Unternehmen bereits für das Morgen gerüstet sind. «

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» Zukunft heute gestalten – Studieren mit Fernsicht Studien- & Lehrangebot

Das Studienangebot der FH Wiener Neustadt und ihrer Standorte umfasst aktuell 32 Bachelor- & Masterstudien in deutscher oder englischer Sprache, die berufsbegleitend oder in Vollzeitform angeboten werden. An den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sicherheit und Sport absolvieren derzeit knapp 3.400 Studierende eine akademische Ausbildung – und mehr als 10.000 Alumni der FH Wiener Neustadt bilden ein lebendiges Netzwerk mit starken Verflechtungen in die Praxis. Zukunftsorientierung, Internationalität und Praxisbezug stehen an der FH Wiener Neustadt im Mittelpunkt der Ausbildung. Durch unsere verpflichtenden Berufspraktika, reale Projekte mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie und Forschung sowie durch ausgezeichnete Vernetzungen mit Firmen können Studierende bereits während des Studiums Kontakte zu späteren Arbeitgebern knüpfen. Mehr als 1.150 externe Referenten sorgen für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung. Unser breites Studienangebot an mehreren Standorten bietet die Chance auf interdisziplinäre Kooperationen in Lehre und Forschung und schafft neue Perspektiven für alle unsere Stakeholder. Rund 70 internationale Partnerhochschulen öffnen Horizonte und bieten unseren Studierenden zahlreiche Optionen für ein Auslandsstudium. Forschung- und

Entwicklungsvorhaben der technischen Studiengänge der FH Wiener Neustadt werden in ihrer Initiierung und Umsetzung durch die FOTEC – die Forschungsgesellschaft der FH Wiener Neustadt – unterstützt. Sie steht in enger Verbindung mit nationalen und internationalen Auftraggebern, Kooperationspartnern, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Förderstellen und stellt somit eine wesentliche Schnittstelle zwischen Lehre, Wissenschaft und Industrie dar. Besonderes Augenmerk schenken wir der Kreation und Entwicklung neuer, zukunftsweisender Studiengänge. Im Herbst 2014 starteten wir mit drei neuen: „Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege“ sowie „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“ am Standort Wiener Neustadt und „Consumer Affairs“ in Wieselburg. Der Marketing-Campus im Westen Niederösterreichs schickt im Herbst 2015 auch noch einen weiteren Erfolgsgarant ins Rennen – den Studiengang ‚„Eco Design“. Auch für Herbst 2016 haben wir unser Portfolio bereits geschärft und es um den Studiengang „Entrepreneurship & Applied Management“* erweitert, welcher die Unternehmer der Zukunft adressiert. Wir sind bestrebt, die kommenden Trends am Arbeitsmarkt früh zu erkennen und in die Lehre von heute zu integrieren. * vorbehaltlich Akkreditierung durch die AQ Austria

Details zum Studienangebot finden Sie online unter www.fhwn.ac.at

Jahresbericht FH Wiener Neustadt


Produktmarketing & Projektmanagement

Business Consultancy International (english)

Wirtschaftsberatung

LebensmittelProduktentwicklung & Ressourcenmanagement

Eco Design

BB

BB

Consumer Affairs

BB

Produktmarketing & Innovationsmanagement

Entrepreneurship & Applied Management

Technisches Sales Management

Business Consultancy International (english)

Green Marketing

VZ

Wirtschaftsberatung & Unternehmensf체hrung

BB

BB

BB

BB

BB

master

BB VZ

VZ

BB VZ

BACHELOR

WIRTSCHAFT

BB

BB

VZ

VZ

Biotechnische Verfahren

Regenerative EnergieSysteme & technisches Energie-Management

Aerospace Engineering (english)

MedTech (english)

Mechatronik

Informatik

BB

VZ

Wirtschaftsingenieur

BB VZ

master

Biotechnische Verfahren

Mechatronik

VZ

VZ

Informatik

Wirtschaftsingenieur

VZ

BB VZ

BACHELOR

TECHNIK

Polizeiliche F체hrung

BB

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Strategisches Sicherheitsmanagement

master

BB

BACHELOR

SICHERHEIT

studien- & Lehrangebot

Training & Sport

BB

Training & Sport

master

VZ

BACHELOR

SPORT

Radiologietechnologie VZ

BB = Berufsbegleitend VZ = Vollzeit

Gesundheits- & Krankenpflege (Kooperation Rudolfinerhaus Wien)

Logop채die VZ

VZ

Ergotherapie

Biomedizinische Analytik

Allgemeine Gesund- heits- & Krankenpflege

VZ

VZ

VZ

BACHELOR

GESUNDHEIT


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Exzellenz in der Lehre Lehre auf qualitativem Top-Niveau ist die Grundvoraussetzung für exzellente Absolventen. Zusammen mit der Praxisnähe in der Ausbildung, welche über reale Projekte, Praktika und Praxistools vermittelt wird, ist sie Garant für die ausgezeichnete Arbeitsmarktfähigkeit unserer Alumni. Unsere Studiengangsleiter unterstreichen – stellvertretend für alle unsere hochqualifizierten Mitarbeiter – die Erfolgsorientierung der Ausbildung an der FH Wiener Neustadt und all ihren Standorten.

Jahresbericht FH Wiener Neustadt


Studiengangsleiter

wirtschaft Dr. Natalie Dimitriadis Leiterin Masterstudiengang Consumer Affairs +43 (0) 7416 53 000-360 natalie.dimitriadis@amu.at

techniK Priv. Doz. Dr. dr. Ingo Feinerer Leiter Bachelor- & Masterstudiengang Informatik +43 (0) 2622 89 084-240 ingo.feinerer@fhwn.ac.at

Gerald Götz, MSc

Prof. (FH) DI Wolfgang Haindl

Leiter Masterstudiengang Eco Design

Leiter Bachelor- & Masterstudiengang Mechatronik | Mikrosystemtechnik

+43 (0) 7416 53 000-370 goetz.gerald@amu.at

Dr. Andrea Grimm

Leiterin Masterstudiengang Organic Business & Marketing

+43 (0) 2622 89 084-222 wolfgang.haindl@fhwn.ac.at

DI Birgit Herbinger Leiterin Bachelor- & Masterstudiengang Biotechnische Verfahren

+43 (0) 7416 53 000-310 andrea.grimm@amu.at

+43 (0) 2272 82 224-100 birgit.herbinger@tulln.fhwn.ac.at

Dr. Johanna Häfke-Schönthaler

DI Dr. Martin Mayr

Leiterin Bachelorstudiengang Wirtschaftsberatung +43 (0) 2622 89 084-307 johanna.haefke@fhwn.ac.at

Leiter Masterstudiengang MedTech +43 (0) 2622 89 084-262 martin.mayr@fhwn.ac.at

Dr. Astin Malschinger

Dr. Carsten Scharlemann

Leiterin Bachelorstudiengang Marketing & Projektmanagement und Masterstudiengang Marketing & Innovationsmanagement

Leiter Masterstudiengang Aerospace Engineering +43 (0) 2622 89 084-235 carsten.scharlemann@fhwn.ac.at

+43 (0) 7416 53 000-300 astin.malschinger@amu.at

MMag. Dr. Sarah Meisenberger

Di (FH) Dr. Christoph Schmidl

Leiterin Masterstudiengang Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung und Masterstudiengang Entrepreneurship & Applied Management*

Leiter Masterstudiengang Regenerative Energiesysteme +43 (0) 7416 53 000-410 christoph.schmidl@amu.at

+43 (0) 2622 89 084-308 sarah.meisenberger@fhwn.ac.at

FH-Prof. Dr. Robert Pichler, MBA

DI Dr. Georg Sommer

Leiter Bachelor- & Masterstudiengang Business Consultancy International

Leiter Bachelor- & Masterstudiengang Wirtschaftsingenieur

+43 (0) 2622 89 084-400 robert.pichler@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-200 georg.sommer@fhwn.ac.at

Mag. Dr. Susanne Roiser, MA

* vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria

Leiterin Masterstudiengang Sales Management für technische Produkte & Dienstleistungen +43 (0) 2622 89 084-317 susanne.roiser@fhwn.ac.at

Dr. Gernot Zweytick Leiter Masterstudiengang Lebensmittelproduktentwicklung & Ressourcenmanagement +43 (0) 7416 53 000-500 gernot.zweytick@amu.at

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Studiengangsleiter

gesundheit

sicherheit Mag. Dr. Michael Fischer, MSc

Mag. Angelika Jungwirth, MSc

Leiter Bachelorstudiengang Polizeiliche F체hrung

Leiterin Bachelorstudiengang Logop채die +43 (0) 2622 89 084-551 angelika.jungwirth@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-600 michael.fischer@fhwn.ac.at

Dr. Ireen Christine Winter

Mag. Bettina Koller-Resetarics, BSc Leiterin Bachelorstudiengang Allgemeine Gesundheits- & Krankenpflege

Leiterin Masterstudiengang Strategisches Sicherheitsmanagement

+43 (0) 2622 89 084-580 bettina.koller@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-604 ireen.winter@fhwn.ac.at

Mag. Martina Kristler

Leiterin Bachelorstudiengang Ergotherapie +43 (0) 2622 89 084-518 martina.kristler@fhwn.ac.at

Dr. Thomas Pekar, MA

sport Dr. alfred nimmerichter

Leiter Bachelorstudiengang Biomedizinische Analytik

Leiter Bachelor- & Masterstudiengang Training & Sport

+43 (0) 2622 89 084-540 thomas.pekar@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-615 alfred.nimmerichter@fhwn.ac.at

Michaela Rosenblattl, M.Ed. Leiterin Bachelorstudiengang Radiologietechnologie +43 (0) 2622 89 084-530 michaela.rosenblattl@fhwn.ac.at

Mag. elisabeth sittner Leiterin Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege +43 (0) 2622 89 084-0 elisabeth.sittner@fhwn.ac.at

Jahresbericht FH Wiener Neustadt


fachbereichsleiter

fachbereich wirtschaft Dr. Natalie Dimitriadis Consumer Science

Dr. Kinga Niemczak Finance

+43 (0) 7416 53 000-360 natalie.dimitriadis@amu.at

+43 (0) 2622 89 084-404 kinga.niemczak@fhwn.ac.at

Prof. (FH) Dr. Walter Egger

Prof. (FH) Mag. Dr. Karl Pinczolits

Unternehmensrechnung und Controlling

Marktkommunikation und Vertrieb

+43 (0) 2622 89 084-332 walter.egger@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-0 karl.pinczolits@fhwn.ac.at

Mag. Josef Farthofer

Univ.-Doz. Dr. Ralph Sichler

Unternehmensgründung

Management-, Organisationsund Personalberatung

+43 (0) 7416 53 000-550 josef.farthofer@amu.at

+43 (0) 2622 89 084-321 ralph.sichler@fhwn.ac.at

Gerald Götz, MSc

Prof. (FH) Mag. Dr. Ferry Stocker

Nachhaltigkeit

Volkswirtschaftslehre und Wissenschaftstheorie

+43 (0) 7416 53 000-370 goetz.gerald@amu.at

Dr. Andrea Grimm Innovationsmanagement Bio-Marketing +43 (0) 7416 53 000-310 andrea.grimm@amu.at

Virginia Grögl, MA

+43 (0) 2622 89 084-300 ferry.stocker@fhwn.ac.at

Dr. Johanna Triendl Team- und Führungskompetenz +43 (0) 7416 53 000-270 johanna.triendl@amu.at

Prof. (FH) Mag. Dr. Désirée Verdonk

International Marketing and Sales

Englisch

+43 (0) 2622 89 084-401 virginia.groegl@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-352 verdonk@fhwn.ac.at

Mag. Peter Höflechner, MRICS

Dr. Gernot Zweytick

Immobilienmanagement

Lebensmittel-Wirtschaft

+43 (0) 2622 89 084-367 peter.hoeflechner@fhwn.ac.at

+43 (0) 7416 53 000-500 gernot.zweytick@amu.at

Mag. Andrea Kovacic BWL +43 (0) 7416 53 000-430 andrea.kovacic@amu.at

Dr. Astin Malschinger Marketing +43 (0) 7416 53 000-300 astin.malschinger@amu.at

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fachbereichsleiter

Institute & Kompetenzzentren

fachbereich techniK Prof. (FH) Mag. Gabriele Bodenmüller Englisch

institute Mag. Dr. Christian Anzur, MBA Leiter Institut für Mathematik & Statistik

+43 (0) 2622 89 084-201 gabriele.bodenmueller@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-385 christian.anzur@fhwn.ac.at

Priv. doz. dr. dr. Ingo Feinerer

Prof. (FH) Dr. Elfie Hofer

Geoinformatik +43 (0) 2622 89 084-240 ingo.feinerer@fhwn.ac.at

Prof. (FH) Univ. Doz. DI Dr. Peter Fotiu

Leiterin Institut für persönliche Kompetenzentwicklung +43 (0) 2622 89 084-360 elfie.hofer@fhwn.ac.at

Dr. Kristina Riedl, LL.M

Applied & Numerical Mechanics

Leiterin Institut für Recht

+43 (0) 2622 89 084-210 peter.fotiu@fhwn.ac.at

+43 (0) 2622 89 084-373 kristina.riedl@fhwn.ac.at

DI Dr. Alexander Nemecek Micro- & Nano-Systems +43 (0) 2622 89 084-214 alexander.nemecek@fhwn.ac.at

DI (FH) Christoph Pöstinger, MBA Industrial Management +43 (0) 2622 89 084-273 christoph.poestinger@fhwn.ac.at

DI (FH) Markus Safar, MSc MBA Software-Engineering +43 (0) 2622 89 084-248 markus.safar@fhwn.ac.at

Mag. (FH) Josef Walch Erneuerbare Energie +43 (0) 2622 89 084-540 josef.walch@amu.at

Prof. (FH) DI Wolfgang Wöber Electrical Engineering

+43 (0) 2622 89 084-221 wolfgang.woeber@fhwn.ac.at

Jahresbericht FH Wiener Neustadt

Kompetenzzentren Mag. phil. Claudia Appl Leiterin Kompetenzzentrum Fremdsprachen

+43 (0) 2622 89 084-358 claudia.appl@fhwn.ac.at

DI Dr. Markus Hochrainer, MSc Leiter Kompetenzzentrum Applied Mechatronics

+43 (0) 2622 89 084-216 markus.hochrainer@fhwn.ac.at


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MMag. Dr. Sarah Meisenberger Studiengangsleiterin Wirtschaftsberatung & Unternehmensf端hrung und designierte Studiengangsleiterin Entrepreneurship & Applied Management


persönlichkeiten im gespräch

Der Zukunft einen Schritt voraus MMag. Dr. Sarah Meisenberger im Interview

Die Zeichen der Zeit stehen deutlich auf Aufbruch: Viele kleine, immer übersichtlicher strukturierte Unternehmen brechen mit althergebrachten Marktstrukturen und ziehen mittels unorthodoxer Methoden einen Eroberungsfeldzug durch neue, aber auch bereits bestehende Marktsegmente und Branchen. Die FH WN reagiert auf den von Start-Ups und digitalen Medien geprägten Zeitgeist und hebt mit dem Studiengang „Entrepreneurship & Applied Management“ eine akademische Ausbildung aus der Taufe, die aufstrebende Talente mit praxisnahem Rüstzeug für erfolgreiches Unternehmertum ausstattet. Frau Meisenberger, wie kam es zur Gründung des Studiengangs „Entrepreneurship & Applied Management (EAM)“? KMUs sind die häufigsten Unternehmensformen des Wirtschaftsstandorts Österreich und für diesen von dementsprechend wichtiger Bedeutung. Auch wenn wir die Thematik in anderen Studiengängen längst behandeln, ist es nur konsequent und richtig, die Gründerszene mit einem eigenen Master-Studiengang zu unterstützen. Worauf wurde bei der Zusammenstellung des Entwicklungsteams Wert gelegt? Auf den Brückenschlag von der Theorie zur Praxis. Speziell KMUs sind gefordert, effizient zu arbeiten. Umso wichtiger ist es, im Studium zu erkennen, wo und wie sich die theoretische Grundausbildung in der Praxis anwenden lässt. Studierende sollen ein sicheres Gefühl erwerben, das erlernte Wissen sofort und wirksam im eigenen Unternehmen zu implementieren. Welche Ziele verfolgt der Studiengang, und wer sollte sich dafür bewerben? Wer die Berufung zum Unternehmer verspürt, ist idealer Student des Masterstudiums „Entrepreneurship & Applied Management“ an der FH WN. All jenen bieten wir das wirtschaftliche Rüstzeug, um erfolgreich in die Selbständigkeit zu starten,

das eigene Unternehmen zu gründen oder einen Familienbetrieb oder ein fremdes Unternehmen in führender Position zu übernehmen. Die Inhalte fußen auf zwei wesentlichen Säulen. Zum einen wollen wir „Entrepreneurship“, d.h. Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit und der erfolgreichen Unternehmensgründung, vermitteln. Dies beinhaltet auch das Wissen um die Erschließung neuer Märkte für bestehende Unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zum anderen meinen wir mit „Applied Management“ nachhaltige Management-Techniken, die jungen Unternehmen anhaltenden Erfolg sichern sollen. Denn selbst die beste Idee, die in eine Unternehmensgründung mündet, muss die ersten, wirtschaftlich besonders anspruchsvollen zwei bis drei Jahre überdauern. Dieses Bewusstsein und dementsprechende Handlungsanleitungen wollen wir mit auf den Weg geben. Welche inhaltlichen Schwerpunkte erwarten die Studierenden? Sämtliche Kenntnisse, die zur Unternehmensgründung, aber auch zum Ausbau bestehender Geschäftsmodelle, der gezielten Erschließung neuer Märkte und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle notwendig sind. Beispiele sind Ideengenerierung, Kreativität in der Wirtschaft oder das Erstellen von Business-Plänen. Ergänzt wird dieser bunte Fächerkanon um das essentielle Rüstzeug der angewandten Betriebswirtschaftslehre, das Wissen um Steuern, Abgaben, Finanzierung oder Unternehmensrecht. Dieses Wissen ist entscheidend, ob KMUs langfristig überleben können. Wann startet der Studiengang, und was sind die finalen Schritte? Nachdem wir den Antrag auf Förderung von Studienplätzen bereits 2014 im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eingebracht hatten, erwarten wir die Akkreditierung durch die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria in den nächsten Wochen.

» Einen Studiengang zu entwickeln, der die Wirtschaft revitalisieren könnte, macht uns stolz. « Das Master-Studium „Entrepreneurship & Applied Management“ wird dann im Herbst 2016 mit 30 Studienplätzen starten. Der Bewerbungszeitraum um einen der Studienplätze beginnt im Jänner. Bis dahin werden wir auch die offensive Vermarktung des neuen Studienprogramms initiieren. Es folgen das Aufnahmeverfahren und der Studienbeginn im September 2016. Was bedeutet es, einen neuen Studiengang aus dem Taufbecken zu heben? Das gesamte Entwicklungsteam und unsere Referenten aus Wissenschaft und Praxis sind wahnsinnig froh, dass wir diesen Studiengang entwickeln konnten. Als nebenbei oder hauptberuflich tätige Unternehmer erkennen wir die Umstände, die den jungen Gründern „draußen“ Probleme bereiten und warum KMUs mitunter scheitern. Es gibt auch viele Ursachen, warum es heute zu so wenigen Neugründungen kommt. Einen Studiengang zu entwickeln, der tatsächlich einen Beitrag leisten kann, die Wirtschaft zu revitalisieren, macht uns stolz. Wir gehen definitiv davon aus, mit diesem Studiengang an der FH WN eine dynamische Atmosphäre zu schaffen, aus der nach zwei bis drei Jahren bereits neue oder verjüngt denkende Unternehmen entstehen können.

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Mag. Helmut Decker Leiter Administration Campus Wieselburg Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fachbereich Marketing & Marktkommunikation Leiter Arbeitsausschuss Qualit채t des Studierens


persönlichkeiten im gespräch

Das Ohr am Markt Mag. Helmut Decker im Interview

Im Laufe seiner beruflichen und wissenschaftlichen Karriere erarbeitete er Produktentwicklungs- und Vermarktungskonzepte für zahlreiche namhafte Unternehmen, Start-Ups & KMUs und war Mitentwickler des EU-Projekts „Micro Craft“, einer Marketing-Lernplattform für handwerkliche Klein- und Mittelbetriebe: Mit Helmut Decker kümmert sich ein ausgewiesener Profi seines Fachs um die Qualität des Studierens an der FH WN. Herr Decker, woraus ergibt sich die hohe Qualität der Ausbildungen an der FH Wiener Neustadt? Unsere Interpretation von Qualität beginnt damit, die Anforderungen an eine Bildungsinstitution zu verstehen. Mit dem Ohr am Markt wollen wir nicht nur die Bedürfnisse von Studierenden und Studieninteressenten, sondern auch von Wirtschaft und Gesellschaft verstehen. Unsere Ausbildung ermöglicht es, Dinge im Gesamtkontext von gesellschaftlicher Veränderung voranzutreiben. Wie schafft die FH WN Bewusstsein für Qualität? Es ist ein Luxus, dafür kein Bewusstsein schaffen zu müssen. Man spürt, dass alle Mitarbeiter der FH WN bemüht sind, das, was man individuell am Gesamtbild leistet, kontinuierlich weiterzuentwickeln. Qualitätsmanagement bedeutet nicht nur, vorgegebene Prozesse genauestens einzuhalten, sondern immer wieder zu überlegen: Was leiste ich, warum tue ich das, und wie könnte es besser funktionieren? Es fasziniert mich, dass dies an der FH WN automatisch passiert. Qualität wird letztendlich bei den Studierenden sichtbar. Studenten werden daher regelmäßig in den Prozess des Qualitätsmanagements integriert. Wie funktioniert dieser Feedbackprozess? Die klassische LV-Evaluierung erlaubt es uns mitzuteilen, was gut oder weniger gut gefallen hat. Besonders wichtig sind Qualitätszirkel, die Studierende,

Vortragende, Studiengangsleiter und Administration an einen Tisch bringen, um zu besprechen, was gut funktioniert hat, wo Verbesserungspotential besteht und wie man Dinge verändert. Wir wollen nicht nur Fehler ausbessern, sondern die guten Dinge fördern. Viele Studiengänge der FH WN setzen auf Interdisziplinarität und Methodenvielfalt. Warum ist dies so wichtig? Zur Zeit sind Arbeitnehmer gefragt, die Dinge vernetzen können. Sie sitzen an zentralen Stellen im Unternehmen, um gemeinsam mit verschiedensten Abteilungen und externen Partnern Lösungen zu entwickeln. Damit dies funktioniert, ist es notwendig, bereits in der Ausbildung „hybrid“ zu werden. Man muss die Grundzüge der Wirtschaft verstehen, und zudem ebensoviel technisches Verständnis aufweisen können. Nur so ist es möglich, Menschen, die in diesen unterschiedlichen Bereichen arbeiten, auch tatsächlich zu verstehen. Man muss aus dem Gespräch erkennen, was einzelnen Personen wichtig ist, und was gewisse technische Details bedeuten und zu leisten im Stande sind. Menschen, die diese Schnittstellen in sich vereinen, sind die begehrtesten Arbeitskräfte. Das breit aufgestellte Studienangebot der FH WN bietet dafür die besten Voraussetzungen. Welche Herausforderungen hält der moderne Arbeitsmarkt für die Qualitätssicherung der FH WN bereit? Die Frage ist, welche Kompetenzen tatsächlich in der Praxis gebraucht werden, und wie wir diese den Studierenden vermitteln können. Wir erheben deshalb fortlaufend, wohin Wirtschaft und Gesellschaft steuern, um diesen Entwicklungen mit hybriden Ausbildungen zu begegnen. Konnte man früher Studiengänge zehn Jahre laufen lassen, ohne grobe inhaltliche Veränderungen vorzunehmen, besteht heute die Notwendigkeit, Studienpläne laufend an die Herausforderungen des Marktes anzupassen. Dazu braucht

» Es ist notwendig, bereits in der Ausbildung ’hybrid’ zu werden. « es den kontinuierlichen Austausch mit der Wirtschaft, am besten als kooperativen Ausbildungspartner in Form von Projekten und Lektoraten. Wen gilt es in allfällige Verbesserungsprozesse mit einzubinden? Qualitätsmanagement entsteht keinesfalls auf einem Blatt Papier, sondern durch die Initiative der Mitarbeiter. Alle Beteiligten müssen erkennen, wie sie von Qualitätsmanagement profitieren. An der FH WN werden daher alle Beteiligten in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden. Wie wird sichergestellt, dass die FH WN auch in Zukunft zu den Top-Ausbildungszentren in Österreich gehört? Indem wir in die Zukunft blicken und rechtzeitig erkennen, wohin sich der Markt entwickelt. Ziel ist es, dass unsere Studierenden einmal Dinge verändern werden. Dies funktioniert in der Regel erst nach zehn bis 15 Jahren am Arbeitsmarkt. Daher reicht es nicht zu wissen, was nächstes Jahr passieren wird. Als FH WN müssen wir langfristige Tendenzen erkennen und die entsprechenden Antworten darauf im Ausbildungsangebot manifestieren. Weiters braucht es einen regen Austausch mit unseren Absolventen, die ihre Erfahrungen in die FH kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Ausbildungsangebote einbringen.

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


Studierende & Alumni

» Engagement & Freude – Garant für bewegende Innovationen Studierende & Alumni

Die Prämissen einer Ausbildung an der FH Wiener Neustadt sind Zukunftsorientierung, Internationalität und vor allem Praxisrelevanz. Durch unser breit gefächertes Studienangebot – derzeit werden 32 Bachelor- & Masterstudien in deutscher oder englischer Sprache, berufsbegleitend oder in Vollzeitform angeboten – eröffnen wir unseren Studierenden und Absolventen den Gestaltungsspielraum ihrer persönlichen und beruflichen Zukunft. Bereits während des Studiums ergeben sich durch das große Netzwerk hin zu Partnern aus Wirtschaft, Industrie und Forschung exzellente Anknüpfungspunkte zu möglicherweise späteren Arbeitgebern. Internationalisierung – als zunehmend wichtiger Aspekt einer akademischen Ausbildung – wird unseren Studierenden durch rund 70 internationale Partnerhochschulen und sämtlichen damit verbundenen Optionen ermöglicht. Im Studienjahr 14/15 absolvierten rund 3.400 Studierende eine akademische Ausbildung an einem der vier Standorte der FH Wiener Neustadt. Mit unseren mehr als 10.000 Alumni leben, fördern und stärken wir unsere aktive Verbindung in die Praxis. Als eine der Top-FHs in Österreich schaffen wir für unsere Studierenden Rahmenbedingungen, in denen sie sich bestmöglich entwickeln können und die Engagement und Freude am Studium fördern. Diese Begeisterung zeigt sich unter anderem anhand zahlreicher Prämierungen, mit welchen unsere Studierenden und Absolventen regelmäßig ausgezeichnet werden. Wirtschaftsingenieur-Absolvent Alexander Dopler, MA gewann als COO von

LineMetrics GmbH den begehrten Innovationspreis bei der Maintenance Award 2014 Verleihung. LineMetrics besticht durch eine simple Erfassung und Analyse von Industriedaten auf einer Cloud-basierten Plattform. Der IT-Aufwand wird dadurch gering. Die Inbetriebnahme ist rasch möglich und bei Anlagenstillständen ist die Reaktionszeit verkürzt. Bachelor und Master-Studierende des Studiengangs BCI konnten ebenfalls punkten: Bei der Henkel Innovation Challenge erreichten die BCI-Bachelor-Studierenden Adam Dimeny & Megala John sowie Alexandra Bendicakova & Alen Ismailovic das Finale. Die „Frischen Fritzen“ – Julia Ramsmaier, Alberto Nodale und Florian Bertich, Studierende am Campus Wieselburg – schafften es gleich zweimal ganz nach oben: Sie wurden bester CSR-Newcomer beim Trigos 2015 und Gewinner des „Kreativ in die Zukunft 2015“. David Giesinger, Student im Master-Studiengang „Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen“, schaffte es bei der European Sales Competition 2015 in Brüssel auf den hervorragenden 3. Platz und brachte damit die FH WN erneut auf das Siegerpodest. Unter einer Vielzahl von Teilnehmern konnte er seine Fähigkeiten im Verkauf in einer anspruchsvollen Wettbewerbssituation unter Beweis stellen. Wir vermitteln unseren Studierenden jene Kompetenzen, die sie zu gefragten Persönlichkeiten auf dem Arbeitsmarkt machen und die letztendlich auch dafür verantwortlich sind, dass bewegende Innovationen ihren Weg in die Praxis finden.

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Bettina G端rtl, BSc. studierte Biotechnische Verfahren an der FH WN in Tulln. Im Rahmen ihrer Masterarbeit erforscht sie in Kooperation mit dem AGRANA RESEARCH & INNOVATION CENTER nun die Wirkstoffe in Erdbeeren.


persönlichkeiten im gespräch

Erdbeeren gegen Krebs Bettina Gürtl, BSc. im Interview

Im Rahmen Ihres Berufspraktikums am Centrum Industrielle Biotechnologie der FH Lübeck beschäftigte sich Bettina Gürtl mit sekundären Pflanzeninhaltsstoffen aus Mandelbrühwasser, einem Reststoff der Marzipanherstellung. Nach Abschluss des Bachelorstudiums „Biotechnische Verfahren“ an der FH WN in Tulln schreibt Bettina Gürtl nun im Rahmen eines Forschungsprojekts an ihrer Masterarbeit. Dabei im Fokus: Flavonoide und Vitamine in Erdbeeren, die das Krebsrisiko senken.

Campus in Tulln zeichnen die Lektoren und die familiäre Atmosphäre aus. Es ist beeindruckend, die Lebensläufe der Lektoren zu kennen, von diesen zu lernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Referenten verfügen über ausgezeichnetes Wissen, von dem wir erst recht durch den persönlichen Austausch profitieren. Als Studierender ist man nicht einfach eine Nummer, sondern hat eine eigene Stimme, mit der man Wünsche und Anregungen vorbringen kann, und die gehört wird.

Frau Gürtl, der Studiengang „Biotechnische Verfahren“ trifft einen Nerv der Zeit. Was begeistert Sie an der Schnittstelle von Natur und Technik? Biotechnologie blickt hinter die Kulissen des Lebens, der komplexen Vorgänge der Natur und lebendiger Organismen. Man beginnt Dinge zu verstehen, die das freie Auge nicht erkennt, die aber dennoch überlebenswichtig sind. Dank verschiedener Technologien können wir natürliche Vorgänge heute für uns nutzbar machen. Ein Beispiel: Die Vergärung von Hefe, mit der wir Bier und Wein erzeugen. Oder Pflanzen, aus denen wir Kunststoffe und Treibstoffe herstellen können. Biotechnologie betrifft so viele Bereiche, von Lebensmitteln über Kosmetik und Umwelt bis hin zur Pharmazie. Natur und Technik zu nutzen, um ausgereifte Produkte zu erschaffen, ist großartig.

Dennoch zog es Sie für kurze Zeit nach Deutschland... Ich wollte schon immer Zeit im Ausland verbringen. Die von der FH WN unterstützte Möglichkeit, meine Bachelorarbeit und das Berufspraktikum außerhalb Österreichs zu absolvieren, boten dafür die ideale Gelegenheit. Ich konnte so den eigenen Horizont sowie mein privates und berufliches Netzwerk erweitern. Ich erlebte lehrreiche und schöne Wochen in Deutschland, und konnte neue Menschen, Institute und Arbeitsweisen kennenlernen. Die Zeit in Lübeck war jedenfalls ein persönlicher und fachlicher Gewinn.

Was gab den Ausschlag, Ihr Studium an der FH WN zu beginnen? Auf der Suche nach dem idealen Studium stieß ich auf die Homepage der FH WN. Ohne noch genau zu wissen, was mich wirklich erwarten würde, zog mich die Materie Biotechnologie sofort in ihren Bann. Ein Vortrag über die FH WN selbst, die Institution und den Studiengang gab schließlich den entscheidenden Anstoß, mich am Campus Tulln zu bewerben. Seither blieben Sie Ihrer „Alma Mater“ treu. Was schätzen Sie an der FH WN? Ich schätze das Studienangebot. Den

Im Rahmen Ihrer Masterarbeit erforschen Sie Polyphenole in Erdbeeren, die eventuell das Krebsrisiko bei Menschen senken können. Wie nutzen Sie dabei die Infrastruktur am Campus Tulln? Momentan recherchiere ich die Literatur, um herauszufinden, wie viel Forschung in diesem Bereich bereits betrieben wurde. Im Februar werde ich beginnen, aktiv an den Gerätschaften der FH WN zu forschen. Polyphenole in Erdbeeren sind hochwirksam und senken die Neurotoxizität, die durch den oxidativen Stress induziert wird. Erdbeeren verfügen also nicht nur über einen höheren Vitamin-C-Gehalt als Zitronen, sondern auch über viele interessante Stoffe, die von Bedeutung für uns Menschen und die Medizin sein können. Im Rahmen meiner Masterarbeit werde ich unter anderem mit hochauflösender Massenspektrometrie gekoppelt

» Wir profitieren vom persönlichen Austausch mit den Referenten. « mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (LC-MS) systematisch erfassen, wie sich Verarbeitungsbedingungen auf den Gehalt relevanter Wirkstoffe in der Erdbeere auswirken. Die FH WN stellt die notwendigen Gerätschaften zur Verfügung, um dem Status Quo der Wissenschaft entsprechende Forschungsleistung zu erbringen. Welches Potential steckt Ihrer Meinung nach in Mandel, Erdbeere und Co? Es ist faszinierend, welche großartigen Wirkstoffe beispielsweise in Mandeln oder Erdbeeren enthalten sein können. Man bedenkt dies mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, wenn man sie isst, doch in diesem Moment wird am großen Potential ihrer sekundären Inhaltsstoffe geforscht. Aus diesen entstehen etwa Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente, die Dank Ihrer Eigenschaften das Leben von Menschen verbessern. Polyphenole wie die Ellagsäure aus Erdbeere oder Himbeere unterdrücken entzündungsfördernde Enzyme und aktivieren Entgiftungsenzyme im Darm. Es steckt also großes Potential in den natürlichen Strukturen elementarer Bausteine unserer Ernährung, die es zu erforschen und im besten Sinne für uns Menschen zu nutzen gilt. Der Weg zu immer neuen Erkenntnissen führt dabei unweigerlich über erstklassige Forschung und Lehre, wie dies an der FH WN angeboten wird.

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Johannes Wintersperger, MSc., studierte Mechatronik & Mikrosystemtechnik und entwickelte im Rahmen seiner Abschlussarbeit Biogastrennung mit Membrantechnologie ein neuartiges Verfahren der Biogasaufbereitung.


persönlichkeiten im gespräch

Seid niemals zufrieden! Johannes Wintersperger, MSc. im Interview

Im Rahmen seiner Masterarbeit und in Kooperation mit dem eigenen Familienbetrieb entwickelte Johannes Wintersperger ein energiesparendes, mehrstufiges Gaspermeationsverfahren zur Biogasaufbereitung, das sich durch hohe Methanausbeute und niedrige Betriebskosten auszeichnet. Computer-Simulationen legten den Grundstein für eine neuartige Methode, die heute tagtäglich Spuren hinterlässt: In der Biogasaufbereitungsanlage des Energieparks Bruck/Leitha verarbeitet sein Werk seit neun Monaten 1.000 Kubikmeter Biogas zu 600 Kubikmetern Methan pro Stunde, das in das örtliche Erdgasnetz eingespeist wird. Herr Wintersperger, was bleibt Ihnen von der Studienzeit an der Fachhochschule Wiener Neustadt in Erinnerung? Ich erinnere mich an die FH als eine Institution, die sich durch ihre straffe Organisation, die speziell im Vergleich zur Universität den Studierenden den Alltag und den zügigen Fortschritt im Studium erleichtert, auszeichnet. Die Referenten aus Industrie und Praxis wissen genau, wovon sie sprechen, denn sie greifen auf den Erfahrungsschatz von vielen Jahren in Beruf und Forschung zurück. Die vergleichsweise geringe Anzahl der Studierenden macht das Campusleben und somit den Studienalltag überschaubar, die gesamte Atmosphäre und der Kontakt zum Lehrpersonal ist angenehm direkt und persönlich. Wie gelangten Sie zur Entscheidung, Mechatronik & Mikrosystemtechnik an der FH WN zu studieren? Mechatronik ist eine sehr universell einsetzbare Ausbildung, die Technik und Naturwissenschaften in sich vereint. Durch Kombination der Ausbildungsschwerpunkte Mechanik, Elektronik und Informatik erwerben die Studierenden an der FH WN ein allgemein solides technisches Grundlagenverständnis. Diese breite Basis hilft mir heute, mich tagtäglich neuen Herausforderungen und Aufgaben in der

Praxis zu stellen. Im Vorfeld waren mein grundlegendes Interesse an Technik und Naturwissenschaften sowie die Nähe der FH Wiener Neustadt zum Wohnort mit entscheidend. Ihr Studium an der FH Wiener Neustadt und Ihre Masterarbeit ebneten den direkten Weg zum beruflichen Erfolg. Wodurch gelang dies? Im Familienbetrieb konnten wir die Ergebnisse meiner Masterarbeit nutzen, um ein neues Biogasaufbereitungsverfahren zu entwickeln und direkt in die Praxis umzusetzen. Dabei simulierten wir das Verfahren zuerst am Computer, bevor einzelne Teile im Labor nachgemessen wurden, um das tatsächliche Ergebnis mit den erwarteten Werten der Simulation zu vergleichen. Ein halbes Jahr später konnten wir dann das im Zuge meiner Masterarbeit an der FH WN entwickelte Verfahren beim Bau der neuen Biogasaufbereitungsanalge in Bruck/ Leitha einsetzen. Bedeutet die erstklassige akademische Ausbildung an der FH WN, andauernd über Büchern zu sitzen? Nein. Studierende erwartet vielmehr eine ausgeglichene Kombination aus praktischen Übungen und Theorie. Wir verbrachten einen Großteil der Unterrichtszeit im Labor, um in Experimenten die Ergebnisse der Berechnungen aus den Theorieeinheiten zu überprüfen und nachzuvollziehen. Genau diese Arbeitsweise, wie sie an der FH WN gelehrt wird, ist für den Erfolg in Forschung und Entwicklung unverzichtbar. Neue Ideen werden durch Theorie und Simulation entwickelt, bevor man sie anschließend im Labor auf Praxistauglichkeit hin überprüft. Was sind die nächsten Schritte der geplanten Berufslaufbahn? Im Moment arbeite ich an der TU Wien an meiner Dissertation über Membranwerkstoffe in der Gaspermeation. Wir wollen den Stofftransport von Gasmolekülen

» Die Arbeitsweise, wie sie an der FH gelehrt wird, ist für den Erfolg in Forschung und Entwicklung unverzichtbar. « mit Hilfe von Molekulardynamik-Simulationen in Membranpolymeren besser verstehen, um letztendlich neue Membranwerkstoffe für neue Anwendungsgebiete zu entwickeln. Bei meiner beruflichen Tätigkeit konzentriere ich mich auf erneuerbare Energien. Anfang Oktober konnte einer unserer Projektpartner eine Power-to-Gas Anlage eröffnen, die Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandelt, wobei Wasserstoff erzeugt und gespeichert wird. Auch hier kommt Membrantechnik zum Einsatz. Nach wie vor beschäftige ich mich also mit Themen, die mich seit meiner Zeit an der FH WN begleiten. Was erwartet Studierende, die sich in Zukunft mit Molekulardynamik, Gaspermeation und Membranwerkstoffen beschäftigen möchten? Membrantechnik ist eine wachsende Zukunftstechnologie mit vielfältigen, ständig neuen Anwendungsgebieten. Ob in der Biologie, der Medizin, der Physik, der Chemie oder der Verfahrenstechnik: Für junge Wissenschaftler und Techniker ist es ein optimales Betätigungsfeld, um mit Kreativität und Innovation erfolgreich zu sein. Ich empfehle allen: Seid niemals zufrieden!

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


Lehrende

» Ausbildung von Persönlichkeiten – Kernkompetenz erstklassiger Lehre Lehrende

Seit Bestehen der FH Wiener Neustadt ist unser Anspruch an Lehre und Ausbildung eine beständige Konstante geblieben, denn unseren Studierenden höchstes Qualitätsniveau anzubieten ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Unser Bestreben und Ziel ist es, alle Studiengänge und Curricula kontinuierlich an zukunftsorientierten Berufsbildern auszurichten und unseren Studierenden auf diese Weise attraktive Perspektiven zu eröffnen. An den drei Standorten Wiener Neustadt, Wieselburg und Tulln sind derzeit rund 1.330 Referenten tätig. Sie sind der Schlüssel zum Erfolg unserer Studierenden, denn sie vermitteln ihnen jene Kompetenzen, die sie zu gefragten Persönlichkeiten machen. Hochqualifizierte Lehrende, innovative Lehrmethoden und eine auf die Anforderungen der Praxis ausgerichtete Lehre stellen dies sicher. Die mit 86 Prozent des gesamten Lehrpersonals sehr hohe Dichte an nebenberuflich Lehrenden gibt unseren Studierenden die Sicherheit, mit ihrer Ausbildung stets progressiv zu sein und optimal auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet zu werden. Die hohe Praxisnähe der Ausbildung an der FH Wiener Neustadt wird untermauert durch die Mitarbeit an realen Projekten ab dem ersten Semester, durch Bachelorarbeiten, die konkrete Problemstellungen

und Fragen von Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Industrie behandeln sowie durch Berufspraktika und Praxissemester. Dadurch sind unsere Absolventen in der Berufspraxis unmittelbar einsetzbar. Unsere Studierenden lernen innovatives Denken und Handeln, kritisches Hinterfragen und Querdenken. Dadurch können sie Märkte und Berufsfelder aktiv weiterentwickeln und sind dazu befähigt, sich flexibel den Anforderungen der Zukunft zu stellen. Die herausragenden Leistungen unserer Lehrenden und externen Referenten wurden auch im Studienjahr 2014/15 entsprechend honoriert. So erreichte zum Beispiel Mag. Stefan Dressler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mathematik und Statistik, beim Lehrepreis 2015 den hervorragenden 2. Platz und wurde für innovative Lehre ausgezeichnet. Die fundierte Basisausbildung garantiert den Studierenden ein ganzheitliches Verständnis ihres Berufsfeldes, die Vielfalt an Spezialisierungen bietet die Chance, Experte in einem konkreten Bereich zu werden und unser Schwerpunkt „Leadership“ macht unsere Studierenden zu Personen mit Führungskompetenz. Wir möchten unseren Absolventen darüber hinaus Werte wie Zuverlässigkeit, Eigenverantwortung und gegenseitige Wertschätzung mit auf den Weg zu geben.

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DDr. Ingo Feinerer Studiengangsleiter Informatik


persönlichkeiten im gespräch

In der Praxis liegt die Kraft DDr. Ingo Feinerer im Interview

Um ihre Studierenden bestmöglich auf die bevorstehenden beruflichen Aufgaben vorzubereiten, begnügt man sich an der FH WN nicht damit, Praxisnähe lediglich als geflügeltes Wort vor sich herzutragen. Der Leiter des Studiengangs Informatik, DDr. Ingo Feinerer, erklärt im Gespräch, wie die Arbeitnehmer von morgen vom intensiven Austausch mit der Praxis des Berufslebens von heute tatsächlich profitieren. Herr Feinerer, Fachhochschulen allerorts bewerben die Nähe zur Praxis. Weshalb können sich Studieninteressierte an der FH WN dessen sicher sein? Der Praxisbezug ist an der FH WN durchgängig sichtbar. Im 2., 3. und 4. Semester des Bachelor-Studienganges Informatik lösen die Studierenden industrienahe Aufgabenstellungen mit Fokus auf die Kernkompetenzen des jeweiligen Semesters. Bachelorarbeiten werden ausschließlich in Kombination mit dem verpflichtenden Praxissemester verfasst. Viele Studenten werden im Anschluss an ihr Studium in das Unternehmen, wo sie als Praktikant tätig waren, übernommen. Berufsbegleitende Master-Studierende lassen Problemstellungen aus ihrer Arbeit in der Praxis mit ins Studium einfließen und stellen somit unmittelbare Praxisnähe her. Wir leben den Grundsatz der forschungsgeleiteten Lehre, die angewandte Forschung ins Studium integriert. Zusammen mit Partnerunternehmen wie der hauseigenen Forschungstochter FOTEC GmbH betreuen wir die Bachelorarbeiten unserer Studierenden, die sich wiederum mit realen Fragestellungen auseinandersetzen. Beispiele sind Entwicklungsmodelle für Handy-Apps, die später kommerziell vermarktet werden, oder die Kultur-App der Stadt Wiener Neustadt, ein interaktiver, digitaler Stadtführer, den unsere Studierenden entwickeln konnten. Das große Netzwerk an externen Referenten bringt Aufgabenstellungen und Erfahrungswerte direkt aus deren beruflicher Tätigkeit ins Studium ein.

Wie vermitteln Berufspraktika mehr als das souveräne Auftreten am Kaffeeautomaten? Berufspraktika ermöglichen den Einblick in echte Firmen samt den Fragestellungen, die die Industrie bewegen. Wir entsenden wissenschaftlich fundiert ausgebildete Studierende, die eigenständig und strukturiert operieren können, in die Praxis. Anhand realer Aufgabenstellungen verfassen sie gemeinsam mit den Firmen ihre wissenschaftlichen Bachelorarbeiten. Als älteste FH Österreichs verfügen wir über ein großes Netzwerk an etablierten Kooperationspartnern, denen wir Praktikanten vermitteln. Berufspraktika dauern zumindest 12 Wochen, in denen die Studenten mindestens 30 Wochenstunden im Unternehmen mitarbeiten. Begleitseminare und regelmäßige Feedback-Treffen sichern die Qualität des produktiven Miteinanders. Unser hervorragender Ruf im In- und Ausland ist dem eigenen Qualitätsanspruch geschuldet. Der technische Fortschritt ist unaufhaltsam. Was bedeutet dies für die Lehrinhalte an der FH WN? Unsere Studien beschäftigen sich zuerst mit zugrunde liegenden, langfristig essentiellen Mechanismen und Vorgehensweisen. Wir wollen in dieser Phase Verständnis, Selbstständigkeit und Lernfähigkeit schulen. Der starke Konnex zur Praxis gibt schließlich Einblick in die Anforderungen am Puls der Zeit. Die FH WN ist Vorreiterin im Identifizieren und Kreieren neuer Ausbildungsprogramme, wobei wir Qualität als Prozess erkennen. Leistung und Attraktivität des Studienangebots werden ständig evaluiert und weiter verbessert. Was sind die aktuellen Erkenntnisse? Als Studiengangsleiter evaluiere ich gemeinsam mit elf Kollegen den Status Quo. Zusätzlich besprechen wir zumindest einmal pro Semester mit Studierendenvertretern, was gut läuft, und wo es Verbesserungspotential gibt. Wir erkennen derzeit steigenden Bedarf an

» Wir leben den Grundsatz der forschungsgeleiteten Lehre. « professioneller Datenanalyse in der Industrie und beschäftigen uns deshalb intensiv damit, Studiengänge in diese Richtung zu entwickeln. Welche Möglichkeiten bieten sich jenen, die parallel zum Job eine Ausbildung an der FH WN anstreben? Unsere Master-Studiengänge sind berufsbegleitend organisiert und richten sich an alle, die nach dem Bachelor-Studium in Führungspositionen vorstoßen möchten. Je nach Studiengang und Schwerpunkt eröffnen sich dadurch Möglichkeiten im Management oder der Wissenschaft. Alle Absolventen eint schließlich die Aufnahme in ein Netzwerk, von dem sie immer wieder profitieren können. Wie sichert die FH WN die Qualität der erbrachten Studierenden-Leistung? Auch unsere Studierenden sind gefordert, sich ständig weiterzuentwickeln. An der FH WN werden sie regelmäßig Situationen der späteren beruflichen Praxis ausgesetzt, wie Präsentationen vor Vorgesetzten und Kunden, Teamarbeit oder kritische Fragen in Bezug auf die geleistete Arbeit. Das Lernumfeld an der FH WN, wo Fehler noch erlaubt oder sogar erwünscht sind, um daraus zu wachsen, vermittelt qualitatives Handeln als Kernkompetenz. Absolventen der FH WN mussten großes Potential beweisen, bevor sie zu Botschaftern des Hauses wurden. Auf sie sind wir außerordentlich stolz.

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Julie Koch-Beinke Inhaberin der Kreativagentur â&#x20AC;&#x17E;Alternativesâ&#x20AC;&#x153; in NYC. Die internationale Expertin lehrt seit drei Jahren Markenmanagement am Campus Wieselburg.


persönlichkeiten im gespräch

Global betrachtet Julie Koch-Beinke im Interview

Blickt man auf die Liste der Kunden und Projekte von Julie Koch-Beinke, wird rasch klar, dass die Eigentümerin einer Agentur in New York City – wohl das Mekka der weltweiten Kreativ- und Marketingszene – eine Koryphäe des Markenmanagements ist, die den Lehrstuhl für Markenmanagement am Campus Wieselburg ideal besetzt. Dort unterstützt sie die Studierenden, Gesamtzusammenhänge in der Wirkung von Kommunikation zu verstehen.

You run your own agency in a place where international benchmarks and trends are being set. What advantages put a place like NYC in front of Austria in terms of not just the market situation, but also knowledge and technological feasabilities? I am not sure that being in New York City puts us in front of Austria, or any other location, as each place is unique and brings a different perspective. I was personally drawn to, and love working in New York City, because it has an amazing energy that you feel as soon as you arrive. I think that this energy comes from the diversity of people, professions, visitors and the fact that all of these beautiful elements are thrown together in a relatively small area. We must live and work together with a great deal of understanding for one another and I am always happy to see how well this works in general. I think that as a communicator, thinking in this way, and understanding and seeing things from these many perspectives is extremely important and helpful, not to mention very interesting and exciting. As far as knowledge and technology is concerned, I think that even though you can find just about anything you want or need in NYC, we all have access to information and technology from almost anywhere in the world as long as we have a mobile phone. It is just a matter of being interested and knowing what you are looking for.

How do you explain the complex effect of communication to your students? I think the most important thing is to enter any situation with an open mind. While your past experience can be helpful and valuable in reaching a solution more quickly, it can sometimes get in the way as well. It is important to put yourself in the shoes of the group that you are trying to communicate with and see the world from their perspective. In our office we often say it is like being an actor. I may not be a part of the particular group the communication is geared to, but by jumping into their role, I can better understand them. It is always important to develop thoughts and approaches and then tear them apart to be sure that whatever means of communication you are honing in on doesn’t carry unintended consequences that you haven’t identified. What perspectives does education in Wieselburg hold and create for students? I have found the atmosphere in Wieselburg to be very open to the exploration of ideas, working as a team and thinking beyond the expected, which are all vitally important in what we do as a profession. I am also impressed of the level of professionalism and presentation skills. The students that I have had the opportunity to work with have been courageous in bringing forth new ideas and presenting them in a way that is dynamic and unique. In the course of practical projects students get to travel to New York City. In your opinion: How special is this? And what awaits future brand managers at the Big Apple? I believe it is a very valuable experience. It is great to study in a place like Wieselburg where you can be less distracted and be very focused on your formal education, but being in NYC is a learning experience in itself. It is a chance to put your studies to the test in a real life situation in one of the most active and intense cities in the world. It is also a great opportunity to experience

» This is only the beginning. « what it is like to work and do research on the ground. Beyond conducting research on the internet, there are many opportunities to see and interact with any group or retail situation first hand, within a small geographic area. Speaking internationally, how good is the brand marketing and brand management training one can enroll in Wieselburg? From what I have experienced, the program is very well focused on strong concepts and real world applications. It has a great balance of understanding and learning the foundation of brand marketing and management, with exploration of forward looking ideas and entrepreneurship. What direction needs education at FH WN to steer at, blazing the trail to proceed to the next level while offering an education the market is in need of? I think that for any educational institution it is important to understand that how we learn and what will be important in the future is continuously changing and evolving. As long as our programs can understand that reality, be open to change and evolve with society, they will be able to provide what is needed so that students are ready and will have the tools that they need to continue on their journey beyond the University. It is important to gain a strong grasp and foundation of how to approach problems and learn, because we will all need to be lifelong learners in the future. This is only the beginning.

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


Forschung & Entwicklung

» Einen Schritt voraus – forschend Grenzen überschreiten Forschung & Entwicklung

Forschung & Entwicklung sind an der FH Wiener Neustadt Kernprozesse, welche der Generierung von neuem Wissen dienen. Sie sind studienprogrammbezogen, anwendungsorientiert, verwertbar und folglich unverzichtbare Grundlage für forschungsbasierte Lehre. Die Integration angewandter Forschungsprojekte in die Ausbildung ist gleichermaßen zentraler Bestandteil unserer Praxisorientierung und für unsere Auftraggeber aus der Praxis nützlich sowie unmittelbar verwertbar. Forschung wird an der FH Wiener Neustadt in allen Fakultäten, Studiengängen und Fachbereichen in verschiedensten Schwerpunkten durch das gesamte wissenschaftliche Personal erbracht. Auch die Standorte Wieselburg und Tulln verfügen über top-ausgestattete, spezifische Labors. Am Marketing-Campus Wieselburg unterstützt das Consumer Science Center mit modernsten Core-Facilities nationale und internationale F&E-Projekte, bei welchen der Konsument im Fokus ist. Unter anderem stehen den Studierenden Labors in den Bereichen Food Development, Neuromarketing oder Sensorik zur Verfügung. Am Biotech-Campus Tulln ermöglichen fünf Labors mit State-of-the-ArtAusstattung sowohl die Nutzung für den Lehrbetrieb als auch die Umsetzung von Forschung und Auftragsanalysen aus der Wirtschaft. Am Campus befinden sich Labors für Bioanalytik, Biotechnologie, Umweltbiotechnik, Spektroskopie und Mikrobiologie – wobei die beiden letzteren heuer neu gestaltet und ausgebaut wurden. Die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der technischen Studiengänge der FH Wiener Neustadt werden in ihrer Initiierung und Umsetzung durch die FOTEC – die Forschungsgesellschaft der FH Wiener Neustadt – unterstützt. Sie steht in enger Verbindung mit

nationalen und internationalen Auftraggebern, Kooperationspartnern, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Förderstellen und stellt somit eine wesentliche Schnittstelle zwischen Lehre, Wissenschaft und Industrie dar. Die Kernkompetenzen der FOTEC liegen in den Bereichen Bauteil- und Produktentwicklung, Fertigungstechnik, Prüf- und Messtechnik, Prototypenbau und Kleinserien, Softwareentwicklung, Aerospace Engineering sowie im Projektmanagement. Einen bedeutenden Schwerpunkt bildet das 3D Drucken von Metallen. Das umfassende Know-How des FOTEC-Teams und die modernste maschinelle Ausstattung ermöglichen gleichsam einen konstruktiven Technologietransfer sowie die Planung und Umsetzung unterschiedlichster und anspruchsvoller F&E-Projekte. Im Studienjahr 2014/15 wurden an der FH Wiener Neustadt insgesamt 170 F&E-Kooperationen mit 145 Partnern umgesetzt, wobei der Split zwischen nationalen & internationalen F&E-Partnern sehr ausgewogen ist. Zu den Highlight-Projekten des vergangenen Jahres zählt u. a. die Entwicklung von sauberem Treibstoff für die Weltraumfahrt im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Horizon 2020, bei welchem die FH Wiener Neustadt gemeinsam mit der FOTEC als Teil eines internationalen Konsortiums tätig ist. Unser Fokus liegt auf ausgewählten und fächerübergreifenden Themen, in denen angewandte Forschung und Entwicklung betrieben wird. Neu gewonnene, relevante Erkenntnisse fließen zurück und wirken direkt auf die Lehre. So stärken wir nicht nur die Vernetzung von Praxis und wissenschaftlicher Community, sondern bringen unsere Studierenden und Absolventen einen Schritt weiter nach vorne.

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Dr. Carsten Scharlemann ist Leiter des Aerospace Engineering Department der FH WN.


persönlichkeiten im gespräch

HÖHENFLUG IN NEUE SPHÄREN Dr. Carsten Scharlemann im Interview

Luft- und Raumfahrt zählen ungeachtet aller Turbulenzen zu den boomenden Wirtschaftssparten. Ein Dutzend Studenten des Master-Studiengangs Aerospace Engineering der FH WN beteiligen sich unter Anleitung von Studiengangsleiter Dr. Carsten Scharlemann am Projekt QB50, das 50 Kleinsatelliten zur Erforschung der Thermosphäre umfasst. Herr Scharlemann, worum geht es beim Projekt QB50? Das CubeSats-Projekt QB 50 ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, das vom Karman Institut für Strömungsmechanik in Belgien geleitet wird. 50 Kleinstsatelliten werden in eine Höhe von ungefähr 350 bis 360 Kilometer über der Erdoberfläche geschickt, um die Thermosphäre zu erforschen. Flugobjekte in diesem niedrigen Teil der Erd­ atmosphäre verglühen nach etwa sechs Monaten, weshalb die Thermosphäre bis dato weitgehend unerforscht blieb. Was erhofft man sich an Erkenntnissen von diesem Projekt? Die 50 je 20 Zentimeter langen, in der Querschnittsfläche zehn mal zehn Zentimeter großen und in etwa zwei Kilo schweren Satelliten haben Messinstrumente an Bord. Über die gesamte Thermosphäre verteilt ergibt dies ein ziemlich genaues Bild dieser erdnahen Schicht der Atmosphäre. Man möchte so Vorgänge verstehen, die unser Wetter beeinflussen, wie die Aufheizung der Atmosphäre oder das Verhalten der Ozonschicht. Unsere Messergebnisse tragen dazu bei, unser Wetter besser zu verstehen und somit genauer vorhersagen zu können. In welchem Ausmaß beteiligt sich Österreich und die FH WN an diesem Projekt? Nordamerika, Südamerika, Japan, China, Russland, Südafrika und praktisch jedes Land Europas haben Forscherteams, die je einen Satelliten bauen. An der FH WN wird ein Satellit entwickelt und erzeugt. Das Projekt an der FH wird von der Ab-

teilung Wissenschaft und Forschung des Landes Niederösterreich sowie der FH WN finanziell großzügig unterstützt. Wie funktioniert der weltweite Austausch? Die Universitäten Dresden, Oslo und das University College London (Mullard Space Science Laboratory) leisten wissenschaftliche Unterstützung in der Atmosphärenforschung, bauen jeweils ein Messinstrument und werden die Daten, die wir ihnen liefern, auswerten. Als Entwicklungsteam stehen wir mit den anderen 49 Mannschaften zum Teil in regem Austausch, ein- bis zweimal pro Jahr treffen wir uns zu einem Workshop. Wie beurteilen sie das Studium an der FH WN im internationalen Vergleich? Wir haben den Auftrag, eine Form der Lehre zu entwickeln, die sich von jener an einer Universität durch ihre Nähe zur Praxis unterscheidet. Das CubeSats-Projekt ist dabei ein Beispiel von vielen, das diesen Praxisbezug verkörpert. Im Vergleich zu einem Studium an einer technischen Universität schaffen es unsere Absolventen, zum fundierten theoretischen Grundlagenwissen auch jene praktischen Kompetenzen zu erlangen. Wir sind Spitzenreiter im Bereich der akademischen Ausbildung in Luft- und Raumfahrt in Österreich und sind damit international gefragt. Unsere Master-Absolventen schreiben ihre Abschlussarbeiten bei Unternehmen wie Airbus, dem Deutschen Zentrum für Luftund Raumfahrt oder RUAG, um nur einige Beispiele zu nennen. Wie ist das Verhältnis der FH WN zur europäischen Weltraumbehörde ESA? 75 bis 80 Prozent unserer Aufträge erhalten wir von der European Space Agency (ESA), die somit unser Haupt-Auftragsgeber ist. Die Projektgruppe, die ich bereits vor ihrer Übernahme durch die FOTEC am AIT [Austrian Institue of Technology GmbH, Anm.] als stellvertretender Leiter betreut hatte, kooperiert seit ungefähr 35 Jahren mit der ESA. Für sie und andere

» Wir sind Spitzenreiter im Bereich der akademischen Ausbildung in Luftund Raumfahrt in Österreich. « Kunden aus der ganzen Welt entwickelt die FOTEC zum Beispiel Ionenemitter für Flugmissionen, chemische Antriebstechniken für die Raumfahrt oder Technologien zur Speicherung von Energie. Welche Perspektiven eröffnet QB50 der FH WN, FOTEC und den Studierenden? Die Studenten erhalten Einblick in die Entstehung eines realen Flugprojekts. In gewisser Weise kann man dieses Kleinstprojekt mit einem Großprojekt vergleichen, da die verwendeten Systeme die gleichen sind. Der On-Board-Computer, das GPS-System, das Kommunikationssystem, Solarzellen und Batterien erlauben es, die gesamte Materie auf eine Art kennenzulernen, die allein durch das Curriculum nicht möglich wäre. Darüber hinaus gibt das QB50-Projekt den Studierenden die Möglichkeit, ihr persönliches Netzwerk auszubauen, wenn sie z.B. an internationalen Konferenzen teilnehmen. Uns als FH WN ist es wichtig, ein professionell betriebenes, international vernetztes Projekt aufzubauen, das Bestand hat – in Zusammenarbeit mit der nationalen Forschungs- und Förderungsgesellschaft. Mit Projekten wie diesem erarbeiten wir uns akademische wie ingenieurswissenschaftliche Kompetenzen, die wir langfristig ausbauen möchten. QB50 wird also nicht der letzte an der FH WN entwickelte Satellit sein.

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DI (FH) Helmut Loibl, MSc. Gesch채ftsf체hrer FOTEC


persönlichkeiten im gespräch

Wegbereiter für GroSSes DI (FH) Helmut Loibl, MSc. im Interview

Als Forschungsgesellschaft der FH WN unterstützt die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH die technisch-wissenschaftlichen Studiengänge der FH WN in Forschung und Entwicklung. Zusammen mit nationalen und internationalen Auftraggebern, Kooperationspartnern, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Förderstellen ist das von DI (FH) Helmut Loibl, MSc. geführte Tochterunternehmen der FH WN wesentliche Schnittstelle zwischen Lehre, Wissenschaft und Industrie.

Herr Loibl, wie und warum kam es zur Gründung von FOTEC? 1998, vier Jahre nach der Gründung der FH WN, wurde ein Teil der technischen Forschung und Entwicklung (F&E) in ein eigenes Unternehmen ausgelagert und organisatorisch vom Lehrbetrieb getrennt. Man wurde so dem hohen Stellenwert der Forschung durch eigenes Personal und eigenständige Infrastruktur gerecht. F&E benötigt Kontinuität, die damit gewährleistet werden kann. Zudem hält ein eigenes, marktnah agierendes Forschungsunternehmen etwaige Risiken von der Muttergesellschaft, der FH WN, fern. Auf welche Weise kooperiert FOTEC mit Industrie und Gewerbe? In enger Kooperation mit der FH WN und Industrie- und Gewerbepartnern führen wir F&E-Projekte durch, die auf regionaler, nationaler oder europäischer Ebene zur Förderung gelangen, um verwirklicht zu werden. Solche Projekte befinden sich meist auf einem niedrigen „Technologie-Reifegrad“, sind also noch relativ weit von der Markteinführung entfernt. Darüber hinaus bieten wir Industrie- und Gewerbebetrieben F&E-Dienstleistungen an, die direkt zur Beauftragung gelangen. Gemeinsam mit den jeweiligen Auftraggebern werden auf diese Weise neuartige Ideen und Konzepte entwickelt und umgesetzt.

Wie sichert FOTEC die Qualität ihrer Vorhaben in F&E? Die Qualität der von uns erbrachten F&E-Dienstleistungen ist für uns und unsere Partner ein zentrales Thema. Hochwertige inhaltliche Arbeit sowie professionelles Projektmanagement sind die Eckpfeiler unseres Erfolges. Dieses Bekenntnis zur Qualität unserer Leistungen und damit zur Zufriedenheit unserer Kunden hat uns 2011 dazu veranlasst, ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem einzuführen, welches noch im selben Jahr von der TÜV AUSTRIA CERT GmbH nach ISO 9001:2008 zertifiziert wurde. Somit sprechen wir in Bezug auf Qualitätsmanagement dieselbe Sprache und verwenden dieselben Denkmuster wie unsere Kunden und Partner aus Industrie und Gewerbe. Wie profitieren die Studierenden konkret von der Forschungstochter? Interessierte Studenten können bei uns im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten oder bei Ferial- bzw. Berufspraktika erstmals Luft in F&E-Projekten, z.B. in Projekten im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA, schnuppern. Viele junge Kollegen entdecken hier ihre Affinität zur F&E und bleiben mitunter länger bei uns. Zusätzlich profitieren Studierende davon, dass wir das lehrende Personal der FH WN in unsere F&E-Projekte einbinden, die in weiterer Folge aktuellste Erkenntnisse aus F&E in die Ausbildung einfließen lassen. Welche Rolle spielt FOTEC für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich, aber auch Österreich? Als eine von mehreren F&E-Organisationen sind wir im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt untergebracht. Dieser Technopolstandort mit über 500 Forschern aus unterschiedlichen Disziplinen ist zentrale Anlaufstelle in Niederösterreich für alle Unternehmen, die F&E Unterstützung benötigen. In diesem Umfeld, aber auch mit weiteren intermediären Organisationen, wie dem Mechatronik-

» Wir unterstützen unsere Partner dabei, erfolgreich zu sein bzw. zu bleiben. « oder Kunststoff-Cluster, sind wir bestens vernetzt. Seit unserer Gründung unterstützen wir unsere Partner und Kunden dabei, erfolgreich zu sein bzw. zu bleiben. Dabei schlagen wir immer wieder neue Wege ein und schaffen Innovationen, von denen unsere Partner und Kunden nachhaltig profitieren. Nur ein Beispiel: 2010 haben wir begonnen, Infrastruktur für das 3D Drucken von Metallen aufzubauen, nachdem regional noch keinerlei Infrastruktur dazu verfügbar war. Damit wollten wir den zahlreichen Unternehmen, die in der Metallbe- und -verarbeitung tätig sind, eine Anlaufstelle auf neutralem Terrain für diese neue und innovative Technologie bieten. Österreichweit erkämpften wir uns für das Thema des 3D Druckens von Metallen als Forschungspartner im Projekt ADDMANU (www.addmanu.at) Strahlkraft. Gemeinsam mit weiteren Vorreitern aus ganz Österreich starteten wir im Mai 2015 dieses vom BMVIT ausgeschriebene nationale Leitprojekt zur Erforschung, Entwicklung und Etablierung der generativen Fertigung. Was plant man für die Zukunft? Natürlich planen wir für die Zukunft eine Stärkung unserer Kompetenzen durch weitere herausfordernde Projekte und weitere infrastrukturelle Verbesserungen. An den besten Hochschulen der Welt wird der F&E ein hoher Stellenwert eingeräumt. Die Ausbildung wird davon in positivem Sinne beeinflusst.

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Jahresbericht FH Wiener Neustadt


arbeitgeber

» Begeisterung motiviert – Arbeiten im Gestaltungsraum Arbeitgeber FH Wiener Neustadt Die FH Wiener Neustadt ist im Raum südliches Niederösterreich einer der größten öffentlichen Arbeitgeber. Wir sehen uns als verlässlicher Partner unserer Mitarbeiter und als Kompetenzzentrum im Bereich Bildung und Forschung. Vor allem der Wissenstransfer an regionale Unternehmen ist eines unserer zentralen Anliegen und macht uns zum regionalen Impulsgeber und Wirtschaftspartner zahlreicher Unternehmen. An unseren drei Standorten Wiener Neustadt, Wieselburg und Tulln sind derzeit rund 300 Mitarbeiter im Einsatz, wobei das wissenschaftliche Personal mit einem Anteil von rund 60 % vertreten ist. Von den insgesamt 1.330 Referenten sind ca. 86 % externe Lehrende – sie sorgen für die enorm hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und letztendlich dafür, dass unsere Absolventen am Arbeitsmarkt sehr begehrt sind und ihnen attraktive Optionen und Perspektiven eröffnet werden. Unser Selbstverständnis als Arbeitgeber beinhaltet die gezielte und planvolle Weiterbildung unserer Mitarbeiter, denn in ihnen steckt unser Erfolgspotential. Wir fördern aktiv den laufenden Ausbau fachlicher, didaktischer und sozialer Kompetenzen und bieten attraktive Rahmenbedingungen und Karrieremöglichkeiten für berufliche Entwicklung und Ziele an der FH. Die herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiter und externen Referenten wurden auch im Studienjahr 2014/15 entsprechend honoriert. Informatik-Studiengangsleiter DDr. Ingo Feinerer folgte

einer internationalen Einladung an die IQS Universitat Ramon Llull in Barcelona, wo er als Gast-Vortragender ein mehrtägiges Seminar zu Text Data Mining abhielt. Dipl.-Ing. Mag. Mag. Mag. Gregor Kastner, externer Referent für Mathematik und Statistik, erhielt für seine Promotion „sub auspiciis praesidentis“ den Ehrenring der Republik von Bundespräsident Heinz Fischer. Ein weiteres Beispiel für die Exzellenz unserer nebenberuflich Lehrenden ist Frau Dr. Mag. Daniela Witt-Dörring, MRICS. Sie wurde heuer im Rahmen einer Gala im Wiener Palais Ferstl mit dem Immobilienaward „Cäsar“ ausgezeichnet. Stellvertretend für alle unsere Mitarbeiter unterstreichen solche Auszeichnungen die besondere Qualität und Lehrkompetenz an der FH Wiener Neustadt. Unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern steht darüber hinaus ein Netzwerk von mehr als 70 internationalen Partner-Universitäten für entsprechende Staff-Mobility und einen internationalen Austausch zur Verfügung. Neben dem konstanten Ausbau der Kompetenzen unserer Mitarbeiter liegt unser besonderes Augenmerk als Arbeitgeber auf der Gestaltung zeitgemäßer, individueller und flexibler Arbeitsmodelle. Sie ermöglichen unseren Mitarbeitern eine entsprechende Work-Family-Balance und unterstützen konsequent auch exzellente Lehre und Arbeitsleistungen. Die Auszeichnung „Familienfreundlichstes Unternehmen in NÖ“ bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen und die herausragende Qualität unserer Mitarbeiter weiter zu fördern.

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Dr. Karin Dobernig Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich International Marketing & Sales


persönlichkeiten im gespräch

Arbeit auf fruchtbarem Boden Dr. Karin Dobernig im Interview

Universitäten und Fachhochschulen bieten zweifelsfrei und aus vielerlei Gründen ein bemerkenswertes Umfeld. Speziell die Nähe zur geistigen Elite der Gesellschaft, den Denkern und Tüftlern, sowie der Austausch an brandaktueller kognitiver Leistung erster Güte und die heute fast grenzenlosen Interaktionsmöglichkeiten unter den zumeist weltweit vernetzten Forschern, schaffen eine fruchtbare Atmosphäre für persönliche Höchstleistungen. Karin Dobernig, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FH WN, gibt Einblick in die spannende Welt der modernen Wissenschaft. Frau Dobernig, Sie arbeiten dort, wo andere studieren. Worin liegt die Faszination der Arbeit mit Wissen und Forschung? Die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen an sich ist faszinierend. Zudem ist man permanent in einen Lehr- und Lernprozess eingebunden, sodass die Arbeit mitunter gar nicht als Arbeit wahrgenommen wird. Darüber hinaus bietet meine Tätigkeit viele Freiräume, um Dinge kreativ mitzugestalten. Die Arbeit in Wissenschaft und Forschung ist übrigens nie zu Ende, denn aus jedem Forschungsprojekt ergeben sich neue Forschungsfragen. Ein Segen, mitunter aber auch ein Fluch. Was begeistert Sie am Fachgebiet Sozialund Wirtschaftswissenschaften? Ich kann im Rahmen meiner Tätigkeit meine persönlichen Interessen für menschliches Verhalten sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeit kombinieren. Ganz allgemein eröffnen die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ein großes Spektrum an interessanten Fragestellungen und spannenden Forschungsmethoden. Außerdem gibt es tolle Möglichkeiten innerhalb der Sozialwissenschaften interdisziplinär zu arbeiten. Worin bestehen Ihre Aufgaben als wissenschaftliche Mitarbeiterin? In der Lehre beschäftige ich mich großteils mit der Abhaltung, aber auch der

Entwicklung von Lehrveranstaltungen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin betreue ich Bachelor- und Masterarbeiten der Studierenden und kümmere mich um spannende Firmenprojekte. Forschung ist ein wichtiger Teilbereich meines Arbeitsalltags. Zurzeit arbeite ich etwa an einem Forschungsprojekt zu Umwelteinstellung und -verhalten der österreichischen Konsumenten. Im Studienprogramm-Management arbeite ich zudem mit an der Änderung von Studienplänen, koordiniere diverse Prozesse in unserem Master-Studiengang, pflege die Beziehungen zu externen Lektoren und arbeite mit bei der Vermarktung unserer Studiengänge. Als Mitglied im Arbeitsausschuss für Qualität des Studierens und in meiner Rolle als Bologna-Koordinatorin bin ich darüber hinaus in das Qualitätsmanagement der FH WN involviert. Können Sie Ihre Arbeit mitgestalten? Jeder der erwähnten Tätigkeitsbereiche bietet viele Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Im Bereich Curriculumsentwicklung kann ich beispielsweise eigene Ideen aktiv einbringen, auch wenn die endgültige Entscheidung über Studienpläne beim Studiengangsleiter und dem Kollegium liegt. In den letzten Monaten haben wir am Relaunch einer Spezialisierungs-Schiene gearbeitet, die Marketing Analytics heißen wird. Dafür gab es im Vorfeld viel Marktforschung zu erledigen, deren Ergebnisse in den zukünftigen Studienplan eingeflossen sind. Auch die Arbeit im Qualitätsmanagement erlaubt es mitzugestalten. Etwa, wenn wir Didaktik-Workshops für Mitarbeiter organisieren oder ein Konzept für die Evaluierung von Lehrveranstaltungen entwickeln. Als ehemalige Universitätsassistentin am Department für Sozioökonomie der WU Wien können Sie FH und Universität direkt vergleichen. Wo orten Sie die Vorteile der Institution in Wiener Neustadt? Die FH WN bietet auch mittel- und langfristige berufliche Perspektiven, während

» Die Arbeit in Wissenschaft und Forschung ist nie zu Ende. « man als Jungforscherin an der WU leider nur kurze, befristete Arbeitsverträge bekommt. Ein weiterer Unterschied ist das ausführlichere Mitspracherecht beim Design von Lehrveranstaltungen und Studienplänen an der FH WN. Kleinere Gruppen ermöglichen außerdem den direkteren Kontakt zu den Studierenden – ein Umstand, der allen Beteiligten zugute kommt. Auch der Kontakt zu Kollegen ist persönlicher, was die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen und die Entstehung von Synergien deutlich begünstigt. Die große Aufgabenvielfalt ist ein zusätzlicher Punkt für die Arbeit an der FH WN: Man arbeitet hier an vielen Projekten in unterschiedlichen Rollen. Welchen Stellenwert haben Internationalität und die weltweit knapp 70 Partneruniversitäten der FH WN für die Studierenden von heute? Internationalität ist im wissenschaftlichen Forschungsalltag, wie ich diesen kenne, nicht mehr wegzudenken; jeder trägt die internationale Brille. Es geht darum, den Anschluss an die internationale Community ständig zu pflegen. Im Bereich der Lehre wird Internationalität von der Europäischen Union, aber auch der FH WN, unterstützt und gefördert. Dabei geht es vor allem um Mobilität von Studierenden und Lehrenden, aber auch um die Entwicklung von länderübergreifenden Curricula. Damit soll auch die Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden erhöht werden.

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Mag. (FH) Axel Schneeberger Leiter Personalmanagement


persönlichkeiten im gespräch

Flexibilität ist keine EinbahnstraSSe Mag. (FH) Axel Schneeberger im Interview

Galt bis vor Kurzem noch eine ausgeglichene Work-Life-Balance als oberste Maxime des aufgeklärten Arbeitnehmers, ist heute die Work-Family-Balance von wesentlich wichtigerer Bedeutung. An der FH WN bieten flexible Arbeitszeiten und viele Teilzeitvarianten speziell für Elternteile junger Familien besonders attraktive Arbeitsbedingungen. Freiheiten sorgen für Bindung an den Arbeitgeber und ermöglichen es den Mitarbeitern, zeitlich fokussiert Spitzenleistungen in Lehre und Forschung zu erbringen. Herr Schneeberger, welche Herausforderungen birgt der Job in der Personalabteilung einer Bildungsinstitution? Wir bewegen uns im Bereich des Recruiting in einem kompetitiveren Umfeld als häufig vermutet. Gemeinsam mit vielen Mitbewerbern rittern wir um die besten Köpfe, und das andauernd. Wir sind bestrebt, langfristige Karriereoptionen zu ermöglichen und passen uns den wechselnden Bedürfnissen der Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensphasen an. Dazu weicht die zeitliche Begrenzung von Arbeit aufgrund moderner Technologien immer weiter auf. Wir erkennen diese Möglichkeiten, wollen unsere Mitarbeiter aber auch davor schützen. Wie handhaben Sie diese Entwicklung? Als Bildungsinstitution müssen wir dem wissenschaftlichen Personal die Freiheit geben, die es braucht, um Innovationen zu entwickeln und bestmögliche Leistung in Forschung und Lehre zu erbringen. Als Organisation verfügen wir deshalb über hohe Freiheitsgrade, die es etwa ermöglichen, von zu Hause oder anderen Orten aus zu arbeiten. Gleichzeitig achten wir auf Details und verhindern so, dass Arbeit ausufert, da Menschen unterschiedlich auf Freiheit in Bezug auf das Arbeitsleben reagieren. Moderne Arbeitnehmer wollen Karriere und Familienplanung bewusst vereinen. Was bedeutet dies für den Arbeitgeber?

Abseits allgemein gültiger Rahmenbedingungen sind individuelle Lösungsstrategien der Schlüssel zum Erfolg, um die Work-Family-Balance der Mitarbeiter zu unterstützen. Für die Personalabteilung der FH WN bedeutet dies, Einzelfälle gesondert zu betrachten und individuelle Arbeitsmodelle, sprich das Verhältnis von Präsenzzeit und erwarteter Arbeitsleistung, klar zu kommunizieren. Dies funktioniert jedoch nur auf individueller Basis. Der Arbeitsmarkt ist von Ungleichgewicht geprägt. Wie erreicht die FH WN rund 60 % weibliche Mitarbeiter? Dies ist eine Frage der Kultur des Hauses. An der FH WN waren „Gleichstellung“ bzw. „Ungleichstellung“ oder „Gleichbehandlung“ bzw. „Ungleichbehandlung“ nie Dimensionen, in denen hier gedacht oder gearbeitet wurde. Wir wollen seit jeher die richtigen, sprich besten Mitarbeiter einstellen. Die Frage nach dem Geschlecht ist eine kulturelle Thematik, die bei uns keinen Unterschied macht. Darüber hinaus versuchen wir, in der Region zu rekrutieren und flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten, die dem Arbeitsprozess der Lehre entsprechen. Ohne jemals gezielt Frauen angesprochen zu haben, sind wir ein attraktiver Arbeitgeber speziell für Mütter, die sich nach wie vor oft verstärkt dem Nachwuchs widmen. Wie wirkt diese moderne, an der Lebensrealität der Menschen orientierte Atmosphäre auf die Mitarbeiter? Unser starkes Wachstum, die hohe Innovationsdichte und die neu entwickelten Studiengänge machen einen hohen Grad an Commitment spürbar. Viele unserer Mitarbeiter gehen von sich aus die gern zitierte Extrameile, weil sie wissen, dass das System der FH WN zwischendurch auch Auszeiten gönnt. Flexibilität ist dabei keine Einbahnstraße. Ein durch Kommunikation klar umgrenztes Spielfeld mit eindeutigen Positionen bedingt meiner Meinung nach die besondere Motivation. Als Hochschule, die in Studienjahren denkt, arbeiten wir in anderen Zyklen als

» Zuhören und auf individuelle Wünsche und Gefahren zu reagieren, ist essentiell! « die freie Wirtschaft, die oftmals unter dem Druck von Quartalsabschlüssen operiert. Wir agieren langfristiger und bedacht nachhaltig. Im Gegenzug wollen wir langfristige Karrieremöglichkeiten bieten. Der Mut zur individuellen Lösungsfindung funktioniert indes branchenunabhängig. Den einzelnen Mitarbeitern zuzuhören und auf individuelle Wünsche und Gefahren zu reagieren, ist, so denke ich, essentiell. Welche Perspektiven eröffnen sich den Mitarbeitern der FH WN? Berufliche Perspektiven ergeben sich aus der Tatsache, dass die FH WN sehr stark auf Wachstum in allen Bereichen ausgerichtet ist. Wir sind ein Unternehmen, in dem Denken explizit nicht verboten, sondern viel Freiraum für Innovationen gegeben ist. Dabei sind wir auf die Eigeninitiative unserer Mitarbeiter angewiesen, die sich mit ihren Ideen selbst einbringen. Wir fördern individuelle Karrieren durch ein offenes Arbeitsmodell, das frei von starren Hierarchien viel Raum zur persönlichen Entfaltung bietet. Zudem offerieren wir als Hochschule vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Speziell das wissenschaftliche Personal verfügt über diesen starken inneren Drang, sich weiterzubilden und das eigene Wissen permanent zu erweitern. Und genau das ist es, was wir als Bildungsinstitution benötigen: Mitarbeiter, die von sich aus laufend am aktuellsten Stand der Wissenschaft bleiben und dabei hervorragende Arbeit leisten wollen.

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Âť wissensbilanz 14 | 15 Kennzahlen auf einen Blick

Jahresbericht FH Wiener Neustadt


wissensbilanz

» unternehmensorganigramm

fotec

fachhochschule Wiener neustadt

fFh fernfachhochschule

FHiZ

servicebereich zentrale dienste

stabstelle

wirtschaft

technik

gesundheit

» BETEILIGUNGEN » 70 % Stadt Wiener Neustadt » 26 % Land NÖ » 1 % Fachhochschul-Förderverein Wiener Neustadt » 1 % Stadtgemeinde Wieselburg » 1 % Stadtgemeinde Tulln »  1 % Fachhochschul-Förderverein Wieselburg

Die FH Wiener Neustadt ist eine Bildungsinstitution, die zum Großteil im Eigentum der Stadt Wiener Neustadt und des Landes Niederösterreich steht. Sie wird in ihrer Tätigkeit von allen in der Beteiligungsstruktur angeführten Eigentümern gefördert und unterstützt.

sicherheit

Sport

» KAUFMÄNNISCHE KENNZAHLEN Auch auf wirtschaftlicher Ebene sind wir als Dienstleister und Arbeitgeber top: Das Geschäftsjahr 2013/14 haben wir positiv abgeschlossen. Umsatzerlöse 2013/14 Bilanzsumme 2013/14

€ €

28,4 23,9

Mio. Mio.

1 % tulln 1 % FH Förderverein WN 1 % wieselburg 1 % FH Förderverein WB 26 % land NÖ

FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH Die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH ist das Forschungsunternehmen der Fachhochschule Wiener Neustadt mit Sitz im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt (TFZ Wiener Neustadt).

Ferdinand Porsche FernFH Die FH Wiener Neustadt ist seit 1. April 2015 Alleineigentümerin der Ferdinand Porsche FFH. Sie bietet die ersten österreichischen Fernfachhochschul-Studiengänge an. 70 % Stadt Wiener Neustadt

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Verwaltung & Service 126 (42 %)

» HUMANKAPITAL

An der FH Wiener Neustadt steht der Mensch im Mittelpunkt, denn in unseren Mitarbeitern steckt unser Erfolgspotential. Daher fördern wir aktiv deren fachliche, didaktische und soziale Kompetenz und bieten attraktive Perspektiven und Rahmenbedingungen für berufliche Ziele an der Fachhochschule. Für sämtliche personalbezogene Aufgaben und Aktivitäten verwenden wir professionelle Instrumente und sichern so die hohe Qualität der Lehre an allen Standorten.

MITARBEITER (alle Standorte)* Anzahl der Mitarbeiter

2013/14 2014/15 305 303

* exklusive FOTEC und FFH Mitarbeiter

Struktur

Wissenschaftliche Mitarbeiter 177 (58 %) Diplom oder Master Uni 33 %

sonstige 22 %

Externe Referenten 2013/14 2014/15 +/Anzahl 1.015 1.153 +13,6 % Aktuell unterrichten 1.153 externe Referenten an der FH Wiener Neustadt. Durch den hohen Anteil an externen Experten aus der Praxis und deren umfassendem Fach-Know-How, ermöglichen wir unseren Studierenden bereits während ihrer Ausbildung Perspektiven durch Praxis. Die Anzahl der Referenten stieg im Vergleich zum Vorjahr um +13,6%.

Ausbildung

Diplom oder Master fh 16 %

Doktorat oder PhD Uni 42 %

Mitarbeiter | Geschlecht 2014/15 Anteil Männliche Mitarbeiter 128 42 % Weibliche Mitarbeiter 175 58 %

Mitarbeiter | Personalstruktur 2014/15 Anteil Wissenschaftliche Mitarbeiter 177 58 % Verwaltung & Serviceabteilungen 126 42 %

Ausbildung des wissenschaftlichen Personals Doktorat oder PhD Uni Diplom oder Master Uni Diplom oder Master FH Sonstige

2014/15 29 % 33 % 16 % 22 %

Stand: 31.08.2015, Quelle: FH Datenbank.

Im Hochschuljahr 2014/15 verfügten 78% des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals über mindestens einen Hochschulabschluss auf Diplom- oder Masterebene als höchste abgeschlossene Ausbildung. 29% des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals waren promoviert.

Jahresbericht FH Wiener Neustadt

» FORSCHUNG & ENTWICKLUNG Forschung & Entwicklung an der FH Wiener Neustadt nützt und ist ein Kernprozess. Sie dient der Generierung von neuem Wissen, ist studienprogrammbezogen, anwendungsorientiert, verwertbar und die unverzichtbare Grundlage für eine forschungsgeleitete Lehre. Insbesondere Problemstellungen in dem für Lehrinhalte erforderlichen Wissen inspirieren uns zu neuen F&E-Aktivitäten.

INDIKATOREN AUF EINEN BLICK F&E-Kooperationen Wissenschaftliche Veröffentlichungen Gemeldete Projekte

2014/15 170 45 53

F&E PARTNER 2014/15 Anteil Anzahl F&E-Partner gesamt 145 National 76 52% International 69 48%


wissensbilanz

» STRUKTURKAPITAL

» LEHRE

Durch laufende Optimierungen, frische Ideen und den konstanten Ausbau unserer Infrastruktur erhöhen wir unser Innovationspotential und sichern nachhaltig die Qualität unserer Infrastruktur. Auf diesem Weg schaffen wir ideale Rahmenbedingungen für herausragende Leistungen unserer Studierenden, Lehrenden sowie für die Forschung.

Die hohe Qualität in der Ausbildung ist die Basis für den Erfolg unserer Absolventen – und somit auch für unseren Erfolg. Wir sichern diese durch Top-Vortragende aus Lehre und Praxis, die aktive Förderung einer eigenverantwortlichen akademischen Entwicklung und die Kombination aus wissenschaftsbasierter, forschungsgeleiteter und praxisnaher Lehre.

INDIKATOREN AUF EINEN BLICK* 2014/15 Fakultäten 5 Fachbereiche 25 Labore 24 Institute 3 Kompetenzzentren 2 Übungs- EDV-Räume 15 Hörsäle 21 Seminarräume 44 * alle Standorte; Stand: 31.08.2015, Quelle: FH Datenbank

Buchbestand 37.034

STUDIENGÄNGE Anzahl

2013/14 2014/15 28 31

STG nach akad. Grad Bachelorstudiengänge Masterstudiengänge

2014/15 anteil 15 48 % 16 52 %

STUDIERENDE & BEWERBER 2013/14 2014/15 Bewerber 3.550 3.746 Aktiv Studierende 3.306 3.344 Betreuungsverh. Lehrende/Studenten 1:3 1:3

STUDIERENDENMOBILITÄT 2013/14 2014/15 +/Outgoings 100 126 +26% Incomings 75 69 -8%

e-books 3.480

Zeitschriften (Elektronisch) 9.011

» BEZIEHUNGSKAPITAL Online-Datenbanken 19

Moderne Labore ermöglichen es unseren Studierenden zu experimentieren, zu erforschen und zu begreifen. Das ist der Fokus in unseren Forschungseinrichtungen am Campus Wieselburg (Consumer Science Center, Food Development Lab, Innovations-Studio, Sensorik-Lab, Sales Lab, Neuromarketing Lab), am Campus Tulln (Bioanalytik-Labor, Biotechnologisches und Umweltbiotechnisches Labor) und am Campus Wiener Neustadt (Gesundheitslabore und Labore im Bereich der Technik: Messtechnik, CERN Kino, Schwingungsmesstechnik, Lasertechnik, Mikro- & Optoelektronik, Mikrosystemtechnik und Aerospace).

BIBLIOTHEK* 2013/14 2014/15 +/Buchbestand 34.736 37.034 +7% Online-Datenbanken 18 19 +6% E-Books 2.839 3.480 +23% Zeitschriften (Elektronisch) 5.539 9.011 +63%

In Verbindung bleiben und Verbindungen nachhaltig nutzen ist eines der Ziele an der FH Wiener Neustadt. Intensive Kontakte zu unseren Absolventen und Partnern, der Wirtschaft und den rund 70 Partnerhochschulen sowie eine aktive Teilnahme an der Scientific Community sind unser Garant für Aktualität, Praxisbezug, Internationalität und Wissenschaftlichkeit. Vernetzung bedeutet Offenheit. Offenheit für neue Entwicklungen und Visionen. Aus diesem Grund fördern wir intensiv die Teilnahme unserer Studierenden und Mitarbeiter an nationalen und internationalen Konferenzen, Kongressen und fachlich bzw. gesellschaftlich relevanten Veranstaltungen. Mit mehr als 10.000 Absolventen, über 3.300 aktiv Studierenden, mehr als 1.400 Mitarbeitern, knapp 150 Forschungspartnern sowie zahlreichen Fördervereinsmitgliedern entsteht ein hervorragendes Netzwerk in der Scientific Community, das stetig wächst. Neben praxisorientierter Ausbildung setzt die FH Wiener Neustadt einen Schwerpunkt auf nutzenorientierte Forschung.

* alle Standorte; Stand: 31.08.2015, Quelle: FH Datenbank

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IMPRESSUM Medieninhaber & Herausgeber Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik GesmbH Johannes Gutenberg-Straße 3 | A-2700 Wiener Neustadt T +43 (0) 2622 89 084 - 0 | F +43 (0) 2622 89 084 - 99 E office@fhwn.ac.at Inhalt & Redaktion Mag. Regina Senk, Irem Özari-Ilhan, MA Mag. (FH) Jörg Gesslbauer, Mag. (FH) Thomas Lubenik; Thomas Weidinger, Martin Angerer | Score 54 GmbH Interview & Portrait Fotos Jürgen Pletterbauer Fotos amriphoto, Felicitas Matern, Dr. Andrea Grimm, FH WN Campus Tulln, Doris Kucera, Jürgen Knoth, Renée Del Missier, iStock, Mag. Regina Senk, Fotolia; Grafik Julia Mehler | Score 54 GmbH Lektorat Elisabeth Huber Druck Grasl Druck & Neue Medien GmbH Das Papier stammt aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Für die Druckproduktion wurden nur erneuerbare Energien und reine Pflanzenölfarben verwendet. Stand November 2015 Änderungen, Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Jahresbericht FH Wiener Neustadt


Campus Wiener Neustadt Johannes Gutenberg-StraĂ&#x;e 3 2700 Wiener Neustadt | Austria T +43 (0) 2622 | 89 084-0 F +43 (0) 2622 | 89 084-99 office@fhwn.ac.at www.fhwn.ac.at www.facebook.com/fhwnfan

Campus Wieselburg Zeiselgraben 4 3250 Wieselburg | Austria T +43 (0) 7416 | 53 000-0 F +43 (0) 7416 | 53 000-2222 office@amu.at www.amu.at www.facebook.com/amu.at

Campus Tulln Konrad-Lorenz-StraĂ&#x;e 10 3430 Tulln | Austria T +43 (0) 2272 | 82 224-105 F +43 (0) 2272 | 82 224-109 office@tulln.fhwn.ac.at www.tulln.fhwn.ac.at www.facebook.com/biotechfh

Kooperationsstandort Rudolfinerhaus Wien Billrothstr. 78 1190 Wien | Austria T +43 (0) 1 | 36 0 36 6510 F +43 (0) 1 | 36 0 36 6538 campus.ausbildung@rudolfinerhaus.at

FHWN Jahresbericht 14 | 15  
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