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FF aktuell

In dieser Ausgabe: 

Neuigkeiten der FF Wiener Neustadt

Einsätze mit vermutlich gerichtlichem Nachspiel: Wie verhalten wir uns richtig? Jubiläumsjahr: 40 Jahre Feuerwehrjugend

Ausgabe 4 / 2012

Eine Zeitung von Mitgliedern für Mitglieder, Freunde, Verwandte und Bekannte


Übungstermine, Veranstaltungen, Geburtstage und sonstige Termine Neueintritt Mit 9. Oktober 2012 wurde Mario Hohl von der Freiwilligen Feuerwehr Ternitz Dunkelstein in die Feuerwehr Wiener Neustadt überstellt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Terminvorschau 2013 17.1.2013: 18:00 Uhr Dienstbesprechung Chargen 08.02.2013: 18:00 Uhr Mitgliederversammlung

Die Redaktion der FF aktuell und das Kommando der Feuerwehr Wiener Neustadt wünschen allen ein frohes Fest und einen unfallfreien Rutsch ins neue Jahr! Glück und Gesundheit für 2013! Sie wollen die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt unterstützen, wissen aber nicht wie? Sie haben keine Zeit für eine Mitgliedschaft, wollen aber die ehrenamtliche Hilfe am Nächsten unterstützen? Wir freuen uns auch über finanzielle Unterstützung, um Ihnen mit funktionierendem Gerät zur Hilfe eilen zu können! Spenden an uns sind seit 1.1.2012 steuerlich absetzbar!

Das Kommando gratuliert... Jänner: Zugaj, Bugnar I, Kohlheimer I, Riedl I, Platzer, Bugnar III, Hansch, Machelek, Kornfeld II, Kraupa I, Baumgartner, Zottl, Henschel III, Sabo Februar: Kremszner, Henschel I, Horejs, Mitsch, Windisch II, Rosecker, Wandrasch, Milchrahm, Schaaf, Berger II, Loipersbeck, Sikora, Christ II März: Mick, Michalitz I, Malecek I, Watschinger, Richter, Waldstein, Frick, Ledwinka, Grundtner, Teichmeister, Tomisek Und hier die Dienstgrade der aktuellen Jubilare zum selber Zusammenstellen: PFM, FM, OFM, HFM, LM, SB, ASB, BSB, VM, FT, BR

HLM, EVI,

Auf Mehrfachnennung einzelner Dienstgrade wurde verzichtet. Wer die Dienstgrade den richtigen Namen zuordnet und das richtige Ergebnis an ffaktuell@ffwn.at sendet, gewinnt nichts. Wir freuen uns aber trotzdem darüber.


Vorwort der Redaktion Liebe Kameraden, Freunde der Feuerwehr Wiener Neustadt und Angehörige! Es freut uns immer wieder, wenn wir feststellen, dass das Heft gelesen wird. Deshalb haben wir uns über die vielen Meldungen, dass die Dienstgrade bei den Namen der Geburtstagsliste falsch wären, tatsächlich gefreut. Das kommt davon, wenn man Excel blind vertraut. Darum haben wir uns etwas neues einfallen lassen… In der vorliegenden Ausgabe widmen wir uns der Kooperation mit anderen Einsatzorganisationen und der Informationsweitergabe an Dritte bei Einsätzen mit der Polizei. Das Jubiläumsjahr geht zu Ende. Unser Altkommandant Herbert Schanda bot im Rahmen des VIP-Abends einen kurzweiligen Einblick in die Geschichte der Feuerwehr Wiener Neustadt. Aber auch unsere Jüngsten haben etwas zu feiern: 40 Jahre Feuerwehrjugend. Welcher Aufwand hinter der Jugendbetreuung steckt und was in Wr. Neustadt alles für die Jugend geleistet wird, findet besonderen Niederschlag in dieser Ausgabe. In diesem Sinne… Euer FF aktuell Team! Ideen, Wünsche, Anregungen? Schickt ein Mail an

ffaktuell@ffwn.at

Vorwort des Kommandanten Liebe Kameraden, und Bekannte!

Freunde

Die vorliegende Ausgabe unserer FF aktuell ist die letzte im Jubiläumsjahr. Und wieder haben wir viel zu berichten. Der Galaabend - als Abschlussevent zu dem 150jährigen Bestehen der Feuerwehr Wiener Neustadt - war ein Erfolg, nicht zuletzt dank der kurzweiligen Präsentation der Feuerwehrgeschichte durch Herbert Schanda, Ehrenlandesbranddirektorstellvertreter und Altkommandant. Danke Herbert, für den Vortrag. Und Danke für deinen Einsatz: bei einem Brand im November in einem Heizraum seines Nachbarn das Feuer noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst löschte. Es beweist wieder, dass man manche Sachen einfach nicht verlernt. Das Thema Informationsweitergabe wird in dieser Ausgabe ebenfalls thematisiert. Gerade bei Einsätzen mit der Exekutive heißt es, gegenüber der Presse und Zivilisten Vorsicht walten zu lassen. Presseinformationen dürfen ausschließlich nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr und dem ermittelnden Beamten ausgegeben werden.

Ich appelliere an Euch, dass Ihr - solltet ihr bei Einsätzen gefragt werden - die betreffenden Personen an den Einsatzleiter oder den anwesenden Mitarbeiter des Presseteams verweist. Im heurigen Jubiläumsjahr geht es auch um unseren Nachwuchs: 40 Jahre Feuerwehrjugend. Ein Besonderer Dank richtet sich mit einem vierseitigen Bericht über die aktuelle Jugendarbeit an die Mitglieder, die sich für die Jugendarbeit engagieren. Ohne euren Enthusiasmus und euer Engagement hätten wir keinen Nachwuchs. Weiter so! Wir sind stolz auf Euch und unsere Feuerwehrjugend. Euer Josef Bugnar

Impressum: Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Wr. Neustadt, Babenbergerring 6, 2700 Wr. Neustadt; Für den Inhalt verantwortlich: BD Josef Bugnar; Redaktion: R. Berger, D. Steiner, H. Schanda Auflage: 250 Stück; Erscheinungstermin unregelmäßig


Informationsweitergabe Die Öffentlichkeitsarbeitsteams der Österreichischen Feuerwehren leisten wichtige Arbeit. Sie sind Informationsbringer für Medien, ohne deren Berichterstattung die Feuerwehren unter der Informationsflut in Zeitungen, Radio und Fernsehen untergehen würden. Gerade bei Einsätzen mit der Polizei ist allerdings das richtige Maß wichtig. Nicht selten wirkt sich die ungefilterte Informationsweitergabe störend auf die Ermittlungen der Beamten aus.

Die Polizei steht meist abseits und beginnt mit den Ermittlungen. Umso wichtiger ist der Kontakt zur Exekutive, wenn die Journalisten bei der Action uns Fragen stellen... Die Arbeit der Polizei und der jeweiligen Kriminaldienststellen der Länder und des Bundes beginnt meist dann, wenn die Feuerwehr mitten in ihrer Arbeit ist. Sei es Brandursachenermittlung oder Ermittlung wegen Verdachts auf strafbare Handlungen, wie zum Beispiel Versicherungsbetrug, Vandalismus oder gar Gewaltverbrechen: Die Polizei muss anfänglich alle Ermitt-

lungswege offen halten. Informationen der Feuerwehren sind hierfür wichtig. Auch die Medien sind interessiert so spektakulär als möglich die Berichte für Zeitung, Radio oder Fernsehen darstellen zu können. Meist werden noch während des Feuerwehreinsatzes Einsatzleiter oder Feuerwehrmitglieder interviewt. Doch ist es nicht immer von Vorteil alles Preis zu ge-

ben, was man weiß, oder noch schlimmer, was man denkt, dass man weiß. Zwei Beispielfälle Niederösterreich: Ein Badegast wird vermisst. Sein Handtuch und seine persönliche Habe liegen bereits seit zwei Tagen am Badestrand eines beliebten Teiches im Süden von Wien. Die ermittelnden Beamten fin-


den ein zweites Paar Schuhe, sonst keine weiteren persönlichen Gegenstände, die auf das Fehlen einer zweiten Person hindeuten. Man beginnt mit den Ermittlungen. Parallel wird der Tauchdienst der Feuerwehr hinzugezogen. Die Taucher finden nach kurzer Suche eine Person, die nicht jene ist, welche vermisst wurde. Die Presse wurde von einem Feuerwehrfunktionär zum Einsatzort berufen. Es werden Interviews gegeben und Informationen über die zweite Person offengelegt. Noch weiß man nicht, ob es sich um ein Gewaltverbrechen handelt oder nicht. Im Internet werden bei den Medien bereits Details zum Fall veröffentlicht. Kurz danach Entwarnung: Die eigentlich vermisste Person wird ebenfalls von Tauchern gefunden. Es handelte sich um Cousins – Die Österreichische Feuerwehr berichtete im August 2007 über diesen unüblichen Einsatz. „Hätte es sich tatsächlich um ein Gewaltverbrechen gehandelt, wären unsere weiteren Ermittlungen durch die Bekanntgabe gewisser Details zum Fall erheblich beeinträchtigt worden. Geschweige denn die Möglichkeit, Trittbrettfahrern gegenüber bestimmte Vorgehensweisen offen zu legen. Ein auseinanderhalten von Fällen aufgrund von Vorgehensdetails wäre unmöglich geworden.“, berichtet Chefinspektor Manfred Sulzer, Mitarbeiter des Kriminaldienstreferates im Bezirkspolizeikommando Mödling im Interview. Auch beim tung tails

bei Brandeinsätzen ist es Verdacht auf Brandstifwichtig, besondere Dehintanzuhalten, solange

diese nicht von der Polizei freigegeben wurden. So kam es bei einem Brand in einem Geschäftslokal fast zu einem Ermittlungsdesaster, als man den Lokalbesitzer über gewisse Details informierte. Allerdings stellte sich heraus, dass ebendieser der Brandstifter war. Wichtig im Umgang mit Medien ist, die Journalisten und Vertreter von Presse nicht als „Übermenschen“ zu betrachten. Journalisten sind mit kleinsten Informationen zufrieden. Wenn man auf laufende Ermittlungen hinweist, sind grobe Informationen schon oft ausreichend. Auch sollte die Feuerwehr nicht über noch nicht manifestierte Ursachen spekulieren: „Wegen überhöhter Geschwindigkeit“ oder „aufgrund eines Kabelbrandes“ sind gutgemeinte Informationen. Allerdings nur dann, wenn dies von der ermittelnden Stelle auch so bestätigt wurde. Solange noch kein offizielles Ermittlungsergebnis vorliegt sollte man immer von einer „unbekannten Ursache“ in den Gesprächen mit der Presse sprechen. Pressebetreuung Der Presseoffizier der Feuerwehr oder das Mitglied, welches die Pressebetreuung bei einem Einsatz übernimmt, sollte sich mit dem leitenden Beamten der Exekutive im Vorfeld über die Medienbetreuung beraten. Auch kleine Pressekonferenzen am Einsatzort oder im Feuerwehrhaus sind gute Wege, alle Pressevertreter auf einmal mit den gleichen Informationen zu versor-

gen. Bei diesen klein angelegten, provisorischen aber aktuellen Pressekonferenzen sollte unbedingt ein Vertreter der Exekutive am Podium dabei sein. Der Informationsgehalt sollte vorher abgesprochen werden. Meist sind besondere Umstände bei der Bergung oder beim Löschvorgang, die Mannschaftsstärke und die Anzahl von Feuerwehrfahrzeugen und Feuerwehren gute Informationen, welche von der Presse gerne verarbeitet werden. Diese Informationen zeigen die Umstände, welche am Einsatzort herrschen. Man sollte sich auf solche – für uns unwesentlich erscheinenden – Angaben konzentrieren. Warum ein Brand ausgebrochen ist oder unter welchen besonderen Umständen eine Person ums Leben kam ist sekundär. Dies kann mit einer Presseaussendung nach Abschluss der Ermittlungen immer noch an die Medien verteilt werden. Meist führt dies dann zu einem zweiten Artikel, der wiederum „Werbung“ für die Feuerwehr sein kann. Ebenfalls wichtig ist, dass die Pressebetreuer ihre Ansprechpartner der Medien kennen. Regelmäßige Kontakte und Informationen über die Vorgehensweise der Pressebetreuung helfen den Journalisten, die Feuerwehr und die Exekutive zu verstehen. Auch helfen Kontakte zu den Medien, dass Artikel über die Feuerwehr regelmäßig geschalten werden. Dies betrifft nicht nur lokale Medien, sondern auch überörtliche Medien wie österreichweit erscheinende Printmedien und den österreichischen Rundfunk.


Ein Galaabend in Wort und Bild „Früher waren die Feuer noch heißer!“, ein Satz, der bei der Feuerwehr immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Angesichts geänderter Standards im Feuerwehrwesen möglicherweise sogar ein zutreffender Gedanke. Anlässlich unserer 150 Jahr Feier referierte unser altgedienter Kommandant Ing. Herbert Schanda über eben solche Änderungen, die das Feuer vielleicht etwas kälter machten.

Links: Die Präsentation verdeutlichte die Innovation, mit der die Feuerwehr im Laufe der Zeit zum Einsatz schritt. Rechts: ELBDSTV Ing. Schanda bei der Präsentation Ende Oktober lud die Feuerwehr Wiener Neustadt ein zu einem Fest, das es in dieser Form wohl noch nicht oft vonseiten einer Feuerwehr gab. Ein Galaabend, bei dem viel Neues und Altbewährtes zur Sprache kamen. Ing. Herbert Schanda, unser ehemaliger Kommandant und

aktueller Archivar trug Informationen vor, welche er im Laufe der letzten Jahre über die Feuerwehr Wiener Neustadt in Erfahrung bringen konnte. Es kamen Neuigkeiten zutage, welche selbst altgediente Feuerwehrleute sichtbar überraschte. So konnte Ing. Schanda in mühevoller Klein-

arbeit beinahe die gesamte Geschichte der letzten 150 Jahre aufarbeiten. Erfindungen, welche heute in keiner Feuerwehr auf der Welt fehlen, wie der Schlauchträger, kamen zum Beispiel aus Wiener Neustadt. Zusammengefasst wurden außerdem die großen Einsätze,


Oben: NR Johann Rädler, STr. Obstlt. Horst Karas, OLM Sigmund Spitzer, BSB Martin Wagner, LFR Franz Wöhrer, BD BR Josef Bugnar Unten: Obstlt. Karas, BD BR Bugnar, LFR Wöhrer, Obst. Teresa Heigert, NR Rädler


welche Wiener Neustadt in Atem hielten. Jede Generation von Feuerwehrleuten musste sich ihren eigenen Herausforderungen stellen. Von einer Zeit, in der ein Scheunenbrand zu einer Feuersbrunst werden konnte, bis hin zum topmodernen Katastrophenschutz. Informationen über jedes Detail, jedes Fahrzeug, jedes größere Ereignis, bei dem sich die Feuerwehr Wiener Neustadt ihre Sporen verdiente, wurden gesammelt und in mehreren Hartcoverbüchern zusammengeschrieben und anschließend vor einem interessierten Publikum vorgetragen. Die Galaveranstaltung Christian Schützl, Moderator bei WNTV, führte durch den Abend. Von ihm konnten Vertreter aus Politik, Wirtschaft,

den befreundeten Einsatzorganisationen und anderen Freunden der FF Wr. Neustadt als Ehrengäste begrüßt werden. Als Veranstaltungsort wählten wir das Flugzeugmuseum AVIATICUM, welches uns, bis auf ein paar kleinere Temperaturprobleme, eine einzigartige Location für unsere Veranstaltung bot. Nach der Begrüßung folgte der Vortrag von Ing. Herbert Schanda, bei dem er 150 Jahre Feuerwehrgeschichte in einen eineinhalbstündigen Vortrag sammelte. Einzigartig recherchiert beeindruckte er das Publikum trotz leichter Heiserkeit mit seinem Vortrag über die Feuerwehr Wr. Neustadt. Anschließend wurden vom Kommando, gemeinsam mit Vertretern aus der Politik, diverse Ehrungen von Feuerwehrmännern und anderen Unterstützern für verschiedene

Leistungen um das NÖ– Feuerwehrwesen vorgenommen. Geehrt wurden unter anderem: Martin und Anne Piller erhielten anlässlich ihrer Hochzeit einen hölzernen Florian. Das Verdienstzeichen 3. Klasse des NÖLFV: LM Jürgen Wilfing Die Verdienstzeichen: 3. Stufe ÖBFV: BSB Martin Wagner, OLM Sigmund Spitzer 2. Klasse NÖLFV: Obst. Teresa Heigert, HBM Johannes Krapp 2. Stufe ÖBFV: Obstl. Ing. Mag. (FH) FT Herbert Barthes Der Abend aus Sicht von Ing. Schanda Abschließend fragten wir beim Hauptakteur des Abends nach, wie viel Arbeit in Büchern und Vortrag steckte:


„Das kann ich schwer abschätzen“, sagte Schanda. „Anfangs musste ich zahlreiche Bücher, die sich mit der Geschichte unserer Stadt befassen, lesen und ich habe dann alles was sich auf Brände, Explosionen, Naturkatastrophen und auch Erdbeben bezog, auszugsweise, unter penibler Beachtung der Angabe der jeweiligen Quelle, in ein Konzept geschrieben .Dazu kamen dann noch die Mitteilungen des niederösterreichischen LandesFeuerwehrverbandes und die Zeitschrift Brandaus, beginnend ab 1886, aber auch zahlreicher anderer periodisch erscheinender Fachzeitschriften, die alle durchgeschaut werden mussten. Nachdem alle diese Druckwerke auf Hinweise zur Feuerwehr Wiener Neustadt durchgearbeitet waren, habe ich die Lokalzeitungen, beginnend ab 1861,

wieder auf Hinweise zu unserer Feuerwehr, durchgearbeitet. Habe ich in Tulln, im Archiv des Landesfeuerwehrverbandes noch alle interessanten Berichte kopieren können, so habe ich im Wiener Neustädter Stadtarchiv, die Texte fotografiert, zu Hause in meinen PC eingespielt, die Fotos von den Texten bearbeitet und dann den Inhalt, so weit er meiner Meinung nach für unsere Chronik interessant war, in das vorhandene Textkonzept eingearbeitet. Bis jetzt habe ich etwa 100 Bücher, Festschriften und maschingeschriebene Texte (Typoskripte) gelesen, etwa 1.200 Fachzeitungen durchgearbeitet und über 5.000 Zeitungen nach Texten zur Feuerwehr Wiener Neustadt durchsucht. Dabei habe ich sicher schon über 20.000 Fotos von Zeitungsartikeln, die ja in meh-

reren Bildern abgelichtet werden müssen, gemacht. Die aufgewandten Stunden seit dem Jahr 2006 kann ich wirklich nicht abschätzen, habe ich doch auch für den Landesfeuerwehrverband ein Buch über seine Funktionäre seit der Verbandsgründung geschrieben. Dazu kamen noch mehrere Artikel in Büchern die vom Internationalen Feuerwehrverband CTIF, aber auch vom NÖ Landesfeuerwehrverband herausgegeben wurden. So gab es Zeiten, wo ich 80 Stunden und auch noch mehr, in der Woche hinter meinen Texten gesessen oder in Archiven gesucht habe, dann gab es wieder Zeiten wo ich nur wenig Zeit für meine Forschungsarbeit aufwenden konnte. In Summe werden dies aber sicher schon viele tausend Stunden gewesen sein.“


Unsere Feuerwehrjugend Seit 40 Jahren wird durch die Feuerwehrjugendarbeit in der Feuerwehr Wiener Neustadt Nachwuchs spielerisch auf die Arbeit im Aktivdienst vorbereitet. Erfolgreich: So besteht das Kommando aus ehemaligen Feuerwehrjugendmännern...

Die Feuerwehrjugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt ist ein starkes Team. Wir sind stolz darauf, so eine dynamische Gruppe als unseren Nachwuchs zu haben. Foto: © Foto Tschank Im Jahr 1972 wurde in Wiener Neustadt eine der ersten Feuerwehrjugendgruppen Niederösterreichs gegründet. Eine lange Zeit über die Herbert Schanda ausführlich in seinen historischen Aufarbeitungen u.a. ebenfalls berichtet. Die Feuerwehrjugendarbeit heute schrammt hart an einem FullTime-Job vorbei. Fast wöchentlich finden sich für zwei Stunden die Feuerwehrjugendmänner im Feuerwehrhaus ein, um spielerisch auf die Aufgaben im Aktivdienst vorbereitet zu werden. Waren es in den ersten 30 Jahren 12jähri-

ge, so können seit geraumer Zeit bereits 10jährige der Feuerwehrjugend beitreten. Gemeinsam statt einsam Spiel und Spaß stehen an oberster Stelle. Damit die Jugendstunden nicht langweilig werden, sind immense Vorbereitungen notwendig. Das Team rund um ASB Alexander Michalitz III und LM Patrick Milik II stecken in die Vorbereitung jeder Jugendstunde viel Arbeit und Freizeit. „Ohne die Unterstützung der aktiven Mannschaft geht es nicht. Be-

sonders wenn wir mit schwerem Gerät üben oder Einsatzszenarien üben ist es notwendig, ausreichend erfahrene Mitglieder mit zu haben, die individuell auf die Fragen der Feuerwehrjugendmänner eingehen können“, weiß Alexander Michalitz III, Hauptverantwortlicher für die Feuerwehrjugendarbeit in der Feuerwehr Wiener Neustadt. „Die Sicherheit der Jugendmitglieder steht an oberster Stelle. Sicherheitsschuhe und Helme, die den neuesten Normen entsprechen und so bestmöglichen Schutz bieten sind obli-


gatorisch“, so Michalitz III weiter. Die Interaktion mit andere Jugendgruppen ist wichtig. „Wenn wir im Einsatz andere Feuerwehren unterstützen oder diese zu uns kommen wie zum Beispiel beim Brand des Doms, so ist es wichtig, die Personen und Geräte der anderen Feuerwehren zu kennen. Wir versuchen diese Verbundenheit zu anderen Feuerwehren spielerisch bei diversesten Jugendaktivitäten aufzubauen“, so Michalitz III. Im September fand zum Beispiel ein Spielenachmittag mit der Feuerwehrjugend Pernitz statt. Diese Verbundenheit wird aber auch durch Aktivitäten wie

Wettkämpfe mit Zeltlager, Wissensteste oder diverse Fertigkeitsabzeichen unterstützt. „Die Feuerwehr Wiener Neustadt nutzte das Jubiläum 40 Jahre Feuerwehrjugend um das Fertigkeitsabzeichen Feuerwehrsicherheit und Erste Hilfe in der Zentrale am Babenbergerring auszurichten. So kommt jede Feuerwehr einmal dran etwas für die Gemeinschaft zu tun.“ Fertigkeitsabzeichen „Feuerwehrsicherheit und Erste Hilfe“ Bereits im Jänner entschied man im Rahmen der Feuerwehrjugendsachbearbeiter Sit-

zung auf Bezirksebene, dass die Feuerwehr Wiener Neustadt das Fertigkeitsabzeichen „Feuerwehrsicherheit und Erste Hilfe“ ausrichten wird. Für die zehn– bis zwölfjährigen Feuerwehrjugendmitglieder wurde parallel dazu das Fertigkeitsspiel zum gleichen Thema ausgerichtet. Und weil das nicht genug Arbeit ist, wollte man die Wartezeit durch eine Spielerally mit vier Stationen verkürzen. Alles in allem genug Vorbereitungsarbeit für die Feuerwehrjugendführer Michalitz III und Milik II . „Ohne die Unterstützung der Kameraden aus dem Aktivstand und diverser Freunde der Feuerwehr, wäre die

Lageplan der Prüfungsstationen: Eine professionelle Vorbereitung ging der Veranstaltung am 20. Oktober voraus. Dank an Sabine Tomisek, die den Lageplan übersichtlich gestaltete.


Veranstaltung nicht möglich gewesen und schon gar nicht so ein riesen Erfolg geworden“, bedankt sich Michalitz III bei allen Protagonisten. Beim Fertigkeitsabzeichen müssen die Feuerwehrjugendmitglieder ihr Wissen rund um die Themen Unfallverhütung in der Feuerwehrjugend, Sicherheit in der Feuerwehrjugend, Erste Hilfe in der Feuerwehrjugend und allgemeine ErsteHilfe-Maßnahmen unter Beweis stellen. Dieses wird in drei Stationen getestet. 8 Fragen müssen bei der Station Testblatt richtig beantwortet werden. Die sind nicht ohne: Wie weit muss auf Freilandstraßen abgesichert werden? Welche Gefahren können bei Verätzungen der Augen auftreten? Welche Sofortmaßnah-

sperrbänder und Erste Hilfe Ausrüstung gelagert werden. Auch die Dritte Station verlangt von den Jugendlichen einiges ab. So muss eine stark blutende Wunde versorgt werden, einem regungslosen Menschen Erste Hilfe geleistet werden oder eine Verbrühung mit heißem Wasser an der Hand versorgt werden. Diese Station war ein besonderes Schauspiel. Das Rote Kreuz übernahm die Schirmherrschaft und stellte geschminkte Figuranten zur Verfügung, deren künstlich durch

Schminke fingierte Verletzungen täuschend echt aussahen. Für die Jüngsten im Bunde wurden ein Erste Hilfe Puzzle, ein Feuerwehrsicherheitspuzzle und diverse Fragen Kärtchen vorbereitet.

Oben: Erste Hilfe bei einer Verbrennung Links: keine Schularbeit aber mindestens genauso viel Konzentration bei der Station Testblatt Unten: Stabile Seitenlage bei einer regungslosen Person men sind bei Ertrunkenen durchzuführen? Bei der Station Feuerwehrsicherheit müssen die Teilnehmer eine Unfallstelle praxisnahe absichern, einen Feuerwehrschlauch richtig auslegen, ein Mehrzweckstrahlrohr richtig bedienen, korrekt aus einem Feuerwehrfahrzeug aussteigen und zeigen, wo in einem Feuerwehrfahrzeug ihrer Feuerwehr Warndreieck, Ab-


Wartezeitverkürzung auf Feuerwehrart Vier Stationen wurden bei der Spiele Rally als Rahmenprogramm angeboten. Jedes teilnehmende Feuerwehrmitglied erhielt einen Spielepass und musste vier Stationen durchlaufen. Arno Beer vom NÖ Zivilschutzverband übernahm

die erste Station. Hier mussten die Jugendlichen GefahrenSymbole rasch und richtig zusammensetzen. Martin Schwabl von der Slotcar Arena stellte die zweite Station: Schnell und sicher mussten die Jugendlichen auf einer Carrera-Rennbahn ohne Ausfall gute Rundenzeiten hinlegen.

Dieter Jost von der Jamal Feuerlöscherbau GmbH übernahm die dritte Station: „echtes“ Feuer am Löschtrainer musste mit diversen Kleinlöschgeräten bekämpft werden. Alfred Grimm II von der FF Wiener Neustadt übernahm das Geschicklichkeitsspiel, die vierte Station: diverse Gegenstände mussten mittels Seilzug

arten zur Verfügung standen.

in die gegenüberliegenden Löscheimer befördert werden. Ein lustiges Spiel, wenngleich nicht ganz so einfach, wie es aussah…

Bezirkskommandant LFR Franz Wöhrer war sichtlich angetan von der Veranstaltung

Und wem das alles nicht genug „Zeitverkürzungsangebot“ war, der konnte noch den Sportplatz neben dem BRG nutzen, wo mehrere Ballspiel-

Großartige Vorbereitung = Großartige Veranstaltung Großes Lob von allen Seiten erhielt das Organisationsteam der Feuerwehrjugend Wiener Neustadt. Michalitz III relativiert: „Ich kann nur nochmal betonen, dass wir das ohne die Mithilfe der Aktiven Mannschaft, der Zivildiener und der Angestellten alleine nicht geschafft hätten.“

Feuerwehrjugendarbeit = Zukunftssicherung Gute Jugendarbeit ist das Fundament unserer zukünftigen Einsatzmannschaft. Wer in der Jugendfeuerwehr in den Feuerwehrbann gezogen wurde, bleibt in der Regel der Feuerwehr lange erhalten. Die Kenntnisse, die in der Feuerwehrjugend vermittelt werden, sind der Grundstein für die weiterführende Ausbildung der aktiven Mannschaft. Die Feuerwehr Wiener Neustadt ist stolz auf die großartige Jugendarbeit und weiß, wie wichtig diese für unsere Zukunft ist.


Pager - wie geht‘s weiter? Lange Zeit wurde dieses Thema angekündigt. Lange Zeit war diese Seite im aktuellen Heft weiß. Mutmaßungen durchzuckten die Feuerwehr, ob es überhaupt noch irgendwann einmal Funkrufempfänger für die Feuerwehr Wiener Neustadt geben wird. Endgültig ist noch gar nichts. Fakt ist: Unsere Pager liegen bereits parat. Einzig die Aufteilung der Rufadressen gestaltet sich noch schwierig. Es ist müßig, darüber zu philosophieren, warum sich die Auslieferung und Verteilung der Pager für unsere Feuerwehr so verzögert. Eines vorweg: Alle Gerüchte, die behaupten es handle sich um „politisches Kalkül“ sind Humbug und schlicht unwahr. „Neue“ Technologie Neue Einsatzmöglichkeiten Die neuen Pager basieren auf einer Technologie, die für die Alarmierung in Niederösterreich als „neu“ angepriesen wird. Tatsächlich funktionierten die alten Postpager aus den späten 1980er Jahre auf die gleiche Art und Weise. Einzig die Übertragungstechnologie (also wie der Ruf von den Zentralen auf die Pager kommt) ist neu, nicht aber die Technologie (also die Kodierung, die verwendet wird). Über eine Festnetzleitung (und TETRA als Zweitweg) wird die Alarmierung von den Zentralen auf den „Uplink“ - eine Satellitenschüssel auf dem Gebäude

der Landeswarnzentrale in Tulln gesendet. Von dort wird das Signal auf eine insgesamt 72.000 km lange Reise geschickt: einmal rauf zum Eurobird II Satelliten, der sich geostationär mit der Erde mitdreht, und wieder hinunter, zu den über hundert Basisstationen in Niederösterreich, von wo aus das Signal - also der eigentliche Alarmierungsruf über Funkantennen synchron im ganzen Bundesland inklusive Wien und Burgenland ausgestrahlt wird. Reichweitenprobleme mit den Pagern sind damit Vergangenheit. Problematik Rufadressen Diese synchrone und landesweite Ausstrahlung erfordert einen Rufnummernplan ähnlich einer Telefonliste. Alle Pager können mit mehreren Rufadressen programmiert werden. Dies wird in einer Liste online eingegeben. Und genau hier eckt es für die Feuerwehr Wiener Neustadt. Wolfgang Watzek ist bereits seit mehreren Monaten in Kontakt mit

den verantwortlichen Stellen. Die Matrix, in welche das geplante Nummernschema für die Rufempfänger eingegeben werden muss, hat nicht ausreichend viele Stellen zum Eintragen. „Wir wollen die Pager alle gleich programmieren lassen. Auf den von uns gewählten Geräte können wir dann einzelne Rufadressen aktivieren oder deaktivieren. Das würde unsere Logistik massiv vereinfachen. Leider müssen wir für den ordentlichen Dienstbetrieb entsprechend viele Rufadressen angeben. Unsere Geräte könnten 32 Hauptadressen und zusätzlich 96 Unteradressen. Eintragen können wir maximal 10 pro Gerät“, so Wolfgang Watzek im Gespräch mit FF aktuell. „Wir sind mittlerweile mit dem Kernentwicklungsteam in Gesprächen. Ich bin guter Dinge, dass wir nun endlich Beschleunigung in den Prozess bekommen.“ In der Feuerwehr ist bereits alles vorbereitet. Wir werden euch informieren, sobald es etwas Neues gibt.


Freizeitseite WITZE Zwei Männer im Fischapark stoßen zusammen. Meint der eine völlig aufgelöst: „Entschuldige, aber ich bin total durcheinander, ich suche meine Frau!“ Darauf der andere: „Mir geht es auch so, seit 30 Minuten suche ich schon. Wie sieht Deine denn aus?“ - „Meine hat blonde lange Haare, ist 1,80 Meter groß, braungebrannt, vollbusig, Fehlersuchbild: schlanke Figur, hat einen Das untere Bild unterscheidet sich in fünf Merkmalen superkurzen Mini an, ein vom oberen Bild. weißes enges Top ohne BH und Hier im Bild: Schuhe mit sehr hohen Exekutivbeamter bei der Begutachtung des zweigeteilten BMW auf Absätzen. Und wie sieht Deine der B17. (Einsatz vom 1.9.2012) aus?“ - „Pfeiff‘ drauf, wir suchen Deine!“ ———— Nach dem Sex im Bett: Mann: "Woran denkst du?" Frau: "Kennst du nicht!" ———— Oma macht sich fertig, um mit dem Rad wegzufahren. Fragt klein Erna: "Wo fährst du denn hin?“ - „Zum Friedhof, mein Kind." Darauf Erna: "Und wer bringt das Rad wieder nach Hause?" Gewinnspiel der letzten Ausgabe: Die richtige Antwort aus der letzten Ausgabe war „2010“. Wir gratulieren HFM Oliver Schmidtbauer, der in Rekordzeit nach Erscheinen der Ausgabe sich einen Kaffee aus dem Automaten verdient hat. Gewinnfrage der aktuellen Ausgabe: Welchen Dienstgrad hätte der Leiter des Verwaltungsdienstes der FF Wr. Neustadt? Die richtige Antwort sendet bitte an ffaktuell@ffwn.at. Der erste Einsender der richtigen Antwort erhält ein Getränk seiner Wahl aus einem der Automaten im Aufenthaltsraum der Feuerwehr. (Der Gewinner wird per Mail verständigt und ein Termin vereinbart. Einlösbar auch nach der Preiserhöhung. )


Foto der Ausgabe...

In der nächsten Ausgabe Für die nächste Ausgabe der von FF aktuell sind folgende Themen geplant: 

Öffentlichkeitsarbeit: ein breites Feld

und natürlich wieder:

„Ein Hund auf der Autobahn? Haltet ihn fest! Ich komm‘ schon!“

Freizeitseite

Informatives

Terminüberblick

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FF aktuell 4/2012  

Die vierte und letzte Ausgabe der FF aktuell im Jubiläumsjahr beschäftigt sich u.a. mit Einsätzen mit vermutlich gerichtlichem Nachspiel und...

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Die vierte und letzte Ausgabe der FF aktuell im Jubiläumsjahr beschäftigt sich u.a. mit Einsätzen mit vermutlich gerichtlichem Nachspiel und...

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