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FF aktuell

In dieser Ausgabe: 

Neuigkeiten der FF Wiener Neustadt

Fuhrparkerweiterung in Wiener Neustadt

Ausgabe 1 / 2013

Eine Zeitung von Mitgliedern fĂźr Mitglieder, Freunde, Verwandte und Bekannte


Wir stehen dafür ein, Ihnen zu Helfen! Helfen Sie mit! Sie haben keine Zeit für eine Mitgliedschaft, wollen aber die ehrenamtliche Hilfe am Nächsten unterstützen? Wir freuen uns auch über finanzielle Unterstützung, um Ihnen mit funktionierendem Gerät zur Hilfe eilen zu können! Spenden an uns sind seit 1.1.2012 steuerlich absetzbar!

Das Kommando gratuliert... April: Lisci, Schenkl, Huber, Kohlheimer II, Watzek I, Dominkus II, Krenn I, Kraupa II, Wiesler, Riedl IV, Geicsnek I Mai: Wagner I, Knedlik, Höne, Henschel II, Ader, Aufreiter, Bernard, Malecek III, Schmidtberger I, Sander, Lichtenwörther, Schmiedicke, Sitzenkopf II, Mörth, Karas, Wilfinger, Kohlhauser, Burgemeister, Dopler, Györfi Juni:

Bugnar II, Windisch I, Riedl VI, Kittzap I, Geicsnek II, Michalitz IV, Fenz, Greiner, Sitzenkopf I, Lechner II, Michalitz V, Nebl, Steinbrecher, Haderer, Spitzer, Egerer II


Vorwort der Redaktion Liebe Kameraden, Freunde der Feuerwehr Wiener Neustadt und Angehörige! Die vorliegende Ausgabe dreht sich hauptsächlich um unseren Fuhrpark. Schließlich werden heuer zwei taktisch wichtige Fahrzeuge angeschafft. Das FF aktuell Team hat auch versucht, sich mit der wachsenden Stadt Wiener Neustadt auseinander zu setzen und die Auswirkungen des immer größer werdenden Straßennetzes auf die Einsatzfahrer zu analysieren. Auch einen Blick ins Dienstzimmer haben wir gewagt und berichten über mögliche Neuerungen im Bereich des Einsatzleitsystems und die (positiven) Auswirkungen auf unsere digitalen Pager. Der für uns ziemlich unscheinbare aber immens wichtige FMD, der feuerwehrmedizinische Dienst, wird als erstes Sachgebiet in der folgenden Reihe vorgestellt. Wir versuchen in den kommenden Heften mehrere Referate gleichzeitig vorzustellen. Wie immer kann man sich beim Beantworten der Frage der Ausgabe ein Getränk aus dem Automaten verdienen und an den Witzen erfreuen.

Vorwort des Kommandanten Liebe Kameraden, und Bekannte!

Freunde

Nicht nur der Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Kommandant der Feuerwehr St. Pölten Stadt, wurde heuer gewählt. Die Landtagswahlen sind geschlagen, und die Wahlwerbung geht vom Landes- direkt in den Bundeswahlkampf über. Und dies führt mich auch gleich zu unserer Stadtführung: Wieder bewies unsere Stadtregierung, dass die Sicherheit der Wiener Neustädter und die Feuerwehr nichts mit der Politik zu tun haben. Stellvertretend für alle Regierungsmitglieder der Stadt sei besonderer Dank an Bürgermeister Müller und StR Karas ausgesprochen, mit welchen die Kommunikation vollkommen unpolitisch und rein auf Fakten beruhend funktioniert. Sie erkannten die Notwendigkeit eines an die Anforderungen und Einsatzszenarien der Stadt Wiener Neustadt angepassten Fuhrparks und die Notwendigkeit, für den Zivilschutz in der heutigen Zeit der 3fach Verglasung weitere Sirenen anzuschaffen.

Diese Anschaffungen, wenn auch notwendig, sind nicht selbstverständlich. Nur eine gute Kommunikation untereinander führt zu einem unverfälschten Informationsaustausch, welchen wir für unsere Arbeit benötigen. Es ist mir wichtig, dass diese Kommunikation auf allen Ebenen funktioniert. Dies beinhaltet auch unsere interne Kommunikation. Ich bin stolz, dass ich einer Organisation voller Spezialisten und gleichzeitig Allrounder vorstehen darf, die immer und über alles miteinander reden. Nur so geht es! Weiter so! Euer Josef Bugnar

Euer FF aktuell Team! Ideen, Wünsche, Anregungen? Schickt ein Mail an

ffaktuell@ffwn.at

Impressum: Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Wr. Neustadt, Babenbergerring 6, 2700 Wr. Neustadt; Für den Inhalt verantwortlich: BD Josef Bugnar; Redaktion: R. Berger, D. Steiner Auflage: 250 Stück; Erscheinungstermin unregelmäßig


Wiener Neustadt und die Autos 24 Fahrzeuge, 7 Container, 4 Anhänger und 1 Stapler: Der Fuhrpark der Feuerwehr Wiener Neustadt gehört zu den größten im Land Niederösterreich. Warum aber reichen nicht drei Fahrzeuge für Brand und drei für technische Einsätze? Warum benötigt man ein „schweres Rüstfahrzeug“? Und weshalb müssen wir zwei Großtanklöschfahrzeuge im Fuhrpark haben? FF aktuell versucht die Antworten und etwas mehr zu liefern...

Im Gelände und auf der Autobahn, wo keine Hydranten sind oder in Industriegebäuden, wo viel Wasser rasch benötigt wird, sind Großtanklöschfahrzeuge gefragt. Die Feuerwehr Wiener Neustadt kann mit Zahlen protzen: 436 Brandeinsätze, 651 technische Einsätze, 282 Brandsicherheitswachen, über 425 Tätigkeiten und weit über 100 Übungen wurden durch die Mitglieder der Feuerwehr Wiener Neustadt im Jahr 2012 durchgeführt. Diese Zahlen sind beeindruckend und suchen im Land Niederösterreich seinesgleichen. Nur eine

Handvoll Feuerwehren erreicht solche Zahlen. Diese zu bewältigen benötigt vor allem Personal. Gut geschult soll es sein, professionell und kostenlos. Dazu das notwendige Gerät, um rasch und effizient Hilfe stellen zu können, um mit minimalem „Kollateralschaden“ das maximale Ergebnis einzufahren. All das muss auch zum Einsatzort bewegt werden. Dafür benötigen wir Fahrzeuge.

Die Feuerwehrausrüstungsverordnung schreibt vor, welche Fahrzeuge in welcher Menge bei den Feuerwehren zu stationieren sind. Diese ist für den ländlichen Betrieb perfekt zugeschnitten, ist aber für ein Ballungszentrum mit Spezialaufgaben wie Wiener Neustadt nicht 100%ig umsetzbar. Nach den eigentlichen Zahlen müssten wir über weitaus mehr Fahrzeuge verfügen, als wir


heute in unseren Garagen stehen haben. Das wäre nicht finanzierbar. Deshalb ist es für eine große Feuerwehr wie Wiener Neustadt wichtig, Fahrzeuge anzuschaffen, die für spezielle Aufgaben optimal ausgestattet sind. Dies beginnt beim Fahrgestell (Größe, Höhe, Allrad?) und führt zu den speziellen Eigenschaften (Doppelkabine für Mannschaft, technischer Dienst oder Branddienst, Sonderfahrzeug, etc.). Geländefahrzeuge in der Stadt? Immer wieder hört man, wozu man in der Stadt ein allradbetriebenes Fahrzeug benötigt. Es ist richtig, dass viele Einsätze auf befestigten Straßen und im Stadtbereich absolviert werden. Allerdings müssen auch hier manchmal Wege eingeschlagen werden, wo ein allradbetriebenes Fahrzeug

schneller zum Ziel führt, als hunderte Meter Schlauch zu legen. Man bedenke nur die oft passierenden Wiesenfeuer, Einsätze auf den Flugfeldern oder im Bahnbereich. Sicher, es wird darauf geachtet, nicht alle Fahrzeuge für alle erdenkliche Eventualitäten auszustatten. Das wäre wiederum nicht finanzierbar und auch vollkommen unnötig. Deshalb ist es dem Team des Fahrdienstes immens wichtig, die konkreten Einsatzaufgaben eines zukünftigen Fahrzeuges zu wissen. Hubrettungsgerät Hier ist ein Vergleich der beiden Hubrettungsgeräte ein perfektes Beispiel: Die Drehleiter ist durch die Gelenkmastbühne (Hubsteiger) einfach nicht zu ersetzen. Die Drehleiter ist schnell aufgestellt und kann auch in engeren Berei-

chen maximale Einsatzhöhen erreichen und ist für die Menschenrettung oder einen alternativen Angriffsweg abgestimmt. Umgekehrt gilt dies auch für den Hubsteiger: Mit seinem großen Arbeitskorb ist er eine perfekte Plattform für längere Arbeitstätigkeiten oder schwerere Rettungen und Bergungen. Rüstfahrzeug ist gleich Rüstfahrzeug

nicht

Das ist auch der Grund, warum ein SRF (schweres Rüstfahrzeug) und ein VRF (Vorausrüstfahrzeug) angeschafft werden. Als Ersatz für die beiden bestehenden Fahrzeuge war es wichtig, technische Einsätze besonders im Straßenverkehr und bei der Menschenrettung abzudecken. Mit dem Ankauf des Rüst 3 im letzten Jahr wurde der Bereich der „besonderen“ technischen

Spezielle Fahrzeuge für einzelne Aufgaben: Im Bild ein Löschzug mit Tanklöschfahrzeug und Drehleiter


Das neue Vorausrüstfahrzeug wird auf VW Amarok aufgebaut.

Einsätze abgedeckt: Wespennester, Türöffnungen, Tierrettungen. Das Spezialgerät für all diese Einsätze ist in dem kompakten Mercedes Sprinter verbaut, mit welchem man auch im Innenstadtbereich leicht manövrieren kann. Die Schaffung von Parkraum als Hochbauprojekte der letzten Jahre führte auch dazu, dass man den Verkehrsunfall auch innerhalb von Gebäuden vorfindet. Ausgelaufene Betriebsmittel, die zu Unfallgefahr führen oder tatsächliche Verkehrsunfälle gibt es bereits innerhalb von Gebäuden: Parkdecks, Parkhäuser und Parkgaragen sind in Wiener Neustadt heiß begehrt und werden gerne gebaut. „Alleine die öffentliche Hand betreut in Wiener Neustadt 2577 Stellplätze unter Dach. Dazu gehören die Theatergarage, das Parkhaus Ungargas-

se, das Parkdeck im Krankenhaus, das alte und das neue ÖBB Parkdeck. Letzteres fasst alleine 854 Stellplätze! Dazu kommen noch Parkhäuser von Firmen, wie Lutz, Fischapark, Leiner, etc. welche immense Kapazitäten aufweisen“, so Oliver Schmidtbauer, Leiter der Parkraumbewirtschaftung der Wiener Neustädter Stadtwerke und Kommunal Service GmbH . Um rasch zum Einsatzort zu kommen, wurde das Fahrzeug, dass den in die Jahre gekommenen Rüst 2 ersetzt, speziell auf den Einsatz in solchen Parkdecks konzipiert. Das VRF wird auf einem VW Amarok aufgebaut und wird die selten mehr als 2,10 Meter messenden Einfahrtshöhen deutlich unterschreiten. Damit ist gewährleistet, dass bei sieben Ebenen (wie zum Beispiel im Krankenhausparkdeck) das Gerät für einen Einsatz nicht mühsam und lang-

sam zum Einsatzort verbracht werden muss. Aber auch kleinere Brandeinsätze wie Entstehungsbrände im Motorraum wird dieses Fahrzeug künftig bekämpfen können. Mit einer Polylöschanlage ausgestattet wird es die Speerspitze auch für die unzähligen Ausrückungen auf die Autobahn bilden. Auch das schwere Rüstfahrzeug ist mittlerweile über 20 Jahre alt und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Der aufgebaute Ladekran ist für die heutigen, durch die Grünstreifen notwendigen, Ausladungen unterdimensioniert. Auch das Fahrgestell und die Automatik sind dem Alter entsprechend. Aus diesem Grund konnte durch eine EUweite Ausschreibung der Bestbieter für ein Fahrzeug festgestellt werden, dass sowohl den Anforderungen für die Autobahneinsätze, als auch


Oben:

Im neuen Vorausrüstfahrzeug wird anstatt der Heckklappe eine Rollo installiert.

Das Vorführfahrzeug der Fa. Dlouhy überzeugte das Team. Die Besatzung des Fahrzeuges wird drei Mann betragen. Hauptsächlich soll das Fahrzeug zur schnellen ersten technischen Hilfeleistung, aber auch für kleine Entstehungsbrände eingesetzt werden.


Das Projektteam für die Fahrzeugausschreibung rund um Christian Pfeifer und Ferdinand Horejs war im März bei der Rohbaubesprechung im Empl Werk in Kaltenbach (Tirol) für schwere technische Bergungen im Stadtgebiet geeignet ist, gefunden werden. Die Firma Empl aus Kaltenbach im Zillertal wird das Fahrzeug, aufgebaut auf ein VOLVO Fahrgestell, bis Ende September 2013 an uns liefern. Mit seinem 18 Tonnenfahrgestell wird das 380 Pferde starke Rüstfahrzeug deutlich besser motorisiert sein, als sein Vorgänger. Dies ist auch notwendig, wurde die Nutzlast doch um sechs Tonnen erhöht, um einem 18MeterTonnen Kran aus dem Hause Palfinger eine adäquate Plattform zu bieten.

den. Ohne Ausrüstung am Stand der Technik ebenso wenig. Heutige Legierungen bei Fahrzeugen zum Beispiel können gar nicht mehr mit altem hydraulischem Rettungsgerät geschnitten werden. Erst vor zwei Jahren in Oberösterreich dauerte durch veraltetes Gerät, das aber gut in Schuss gehalten wurde, eine Menschenrettung aus einem Fahrzeug statt 15 Minuten eine glatte Stunde. Viele belächeln das neue „Spielzeug“ der Feuerwehr. Dass dieses hochtechnologische Gerät aber dazu dient, vielleicht sogar ihr Leben zu retten, vergessen viele.

Spielzeug? Wer von Spielzeug für die Feuerwehr spricht, weiß nicht, was es bedeutet, mit veraltetem Gerät auszurücken. Ohne funktionierende Fahrzeuge, kann den Bürgerinnen und Bürgern nicht geholfen wer-

Wachsende Stadt! Wiener Neustadt ist eine wachsende Stadt. Wenn man alleine die entstandene Siedlung am kleinen Lazarett betrachtet, wird das Ausmaß des Wachstums bewusst. Inner-

halb von fünf Jahren wurde aus einer „G‘stättn“ eine stattliche Siedlung mit bald vier großen Mehrparteienwohnbauten, einem Kindergarten und täglich neu entstehenden Einfamilienwohnhäusern und Reihenhäusern. Dieses Wachstum wirkt sich direktproportional auf die Einsatzzahlen der Feuerwehr aus. Das Verkehrsaufkommen steigt ständig. Auch Bauprojekte wie das MedAustron führen zu einer Belebung der Region, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Das Kommando und die Spezialisten in den Referaten der Feuerwehr Wiener Neustadt versuchen die Entwicklungen so gut als möglich vorauszuahnen und die Mannschaft und das Gerät an die neuen Aufgaben anzupassen, damit nichts passiert.


Oben: Fahrmeister Ferdinand Horejs beim Studium der Betriebsanleitung.

Rechts: Volvo FMX 380 PS Unten: Bei der Rohbaubesprechung

wurde das Fahrgestell abgenommen und die konkrete Ausf端hrung des Aufbaus nochmals im Detail besprochen.


Angewandte Kameradschaft und Öffentlichkeitsarbeit Leider machen wir Menschen uns das Leben allzu oft unnötig schwer. Gerade in der Feuerwehr, wo die Hilfeleistung an oberster Stelle steht, müssen wir uns um eine gesunde interne Kommunikation und um unseren Nachwuchs kümmern.

Gemeinsame Aktivitäten und Spaß gehören zu einer funktionierenden Gemeinschaft. Nur unter Einbeziehung unserer Familien und mit einer regen Teilnahme am Gemeinschaftsleben funktioniert die Feuerwehr. Die klassische Öffentlichkeitsarbeit behandelt zwei Kernbereiche: die EXTERNE Öffentlichkeitsarbeit mit den Untergliederungen in informative, pädagogische und repräsentative externe Öffentlichkeitsarbeit, und die INTERNE Öffentlichkeitsarbeit.

Auch wenn man es manchmal nicht gerne hört, aber die „Öffentlichkeiten“, die der Feuerwehr am nächsten stehen sind die Feuerwehrmitglieder mit ihren Familien selbst. Wenn die interne Öffentlichkeitsarbeit versagt, wird sich die externe Öffentlichkeitsarbeit auf den Kopf stellen kön-

nen. Die Feuerwehr wird von den eigenen Leuten – meist unwissentlich – schlecht gemacht. Jedes einzelne Mitglied der Feuerwehr muss sich mit „seiner“ Feuerwehr identifizieren können. Der kooperative Führungsstil ist hier eines der begehrtesten, wenn auch nicht immer glücklich ausgeführten,


Mittel. Die kooperative Führung bedeutet ein Miteinander gestalten und Dienstbesprechungen abzuhalten, statt einen Hofstaat wie zu Zeiten des Sonnenkönigs zu halten. Das heißt: Das Kommando soll die Ziele vorgeben und lenkend, aber nicht störend eingreifen, die Lösungen sollen die Sachgebiete gesamt erarbeiten. Zu der internen Öffentlichkeitsarbeit gehören auch die Information der Mitglieder und ein „transparent halten“ der Entscheidungen. Somit weiß jedes Mitglied was warum wie gelöst wurde. Es bedeutet nicht, dass jeder nach seiner Meinung gefragt wird, aber es hilft um Gerüchte in der Öffentlichkeit, warum zum Beispiel schon wieder ein neues Tanklöschfahrzeug gekauft wurde, auf ein Minimum zu reduzieren. Die externe Öffentlichkeitsarbeit behandelt somit alles und jeden, was oder wer außerhalb der Feuerwehrfamilie mit der Institution in Berührung kommt. Interne Öffentlichkeitsarbeit geht jeden an Was geschwollen klingt, ist im Prinzip ganz einfach: Die jungen Kameraden, die frisch überstellt wurden oder frisch in die Feuerwehr eingetreten sind, brauchen Bezugspersonen. Das ist überall so. Im Beruf und in der Familie. Die Bezugsperson sollte ein etabliertes Mitglied der Gemeinschaft sein, dass sich um die jungen kümmert und auch andere Blickwinkel zulässt. Norbert Schmidtberger, Kommandant des Schulzuges, übernimmt diese Funktion immer wieder für seine Schützlinge. Ihn zu

unterstützen hilft unseren neuen Kameraden, sich schneller zu integrieren und somit schneller einen Beitrag zu leisten. Warum Öffentlichkeitsarbeit? Die Mitarbeiter des Sachgebietes Öffentlichkeitsarbeit sind bei jeder Feuerwehr jene, die den Fotoapparat gut bedienen können, gute Webseiten erstellen können und die Zeit haben, nach jedem Einsatz eine Pressemeldung zu schreiben. Aber Öffentlichkeitsarbeit ist weit mehr als das. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein Teil der Vermarktung der Feuerwehr. Das aus dem Englisch stammende Wort „Marketing“ wird oft in den Mund genommen. Der Begriff Marketing bezeichnet die Ausrichtung der Entscheidungen einer Organisation oder eines Unternehmens auf den Markt. Bei Organisationen wie der Feuerwehr spricht man hier von „NonProfit-Marketing“ oder auf Deutsch von der „Vermarktung nicht primär gewinnorientierter Organisationen“. Marketingansätze für jede Feuerwehr einzeln anzuwenden würde den Rahmen der Freiwilligkeit sprengen. Diese allumfassenden Tätigkeiten – von der Tarifordnung über die Dienstanweisungen bis zu den Werbefilmen – werden in der Regel von den Landesfeuerwehrverbänden oder dem Bundesfeuerwehrverband in die Hand genommen. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein Instrument des Marketings und unterstützt dieses. So beginnt Marketing bei der Tarifordnung eines Landesverbandes und endet bei den „Bettelbriefen“ einer jeden Feuerwehr. Im Marketingbegriff spiegeln sich Entscheidungen wie Zusammenarbeit mit Nachbarwehren oder neue Einsatzgeräte wieder, wohingegen bei der Öffentlichkeitsarbeit das Hauptziel die Akzeptanzsteigerung der Bevölkerung für die Organisation

Feuerwehr, mit all ihren Facetten und Aufgaben, ist. Was bedeutet das für die Feuerwehr? Eine Gruppe, die sich Öffentlichkeitsarbeitsteam nennt, hat sehr prekäre Aufgaben. Zum Einen müssen Politiker, Bevölkerung, Nachbarfeuerwehren und überhaupt alle, die mit der Feuerwehr in Berührung kommen, wissen, dass es die Feuerwehr gibt und was diese Organisation tut. Zum Zweiten müssen die oben benannten „Öffentlichkeiten“ wissen, warum die Feuerwehr was tut, und warum diese zu 99% freiwillige Institution das überhaupt tun kann! Zum Dritten muss das Team im Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit diese „Öffentlichkeiten“ mit Veranstaltungen und anderen Aktionen im Bilde halten, um Verständnis und Vertrauen aufbauen zu können, damit überhaupt Spenden generiert werden können. Und zu guter Letzt muss das Team das Kommando mit Informationen versorgen, um gegenüber der „Öffentlichkeiten“ richtig auftreten zu können. Und intern?

Die Feuerwehr Wiener Neustadt bietet eine Unmenge an Aktivitäten. Gemeinsame Ausflüge mit dem Fahrrad, Seefest, Kegelabende etc. sind regelmäßig am Veranstaltungskalender zu finden. Was auch nicht überall anzutreffen ist: Die Familien sind herzlich willkommen. Wenn wir die jungen Kameraden auch etwas mehr an der Hand nehmen und ihnen zeigen , was die Gemeinschaft Feuerwehr bedeutet, wird sich das positiv auf unseren Einsatzerfolg auswirken.


144 Notruf NÖ GmbH & Feuerwehr „Warum soll uns die 144 Notruf NÖ GmbH alarmieren?“ Solche und andere falsche Unkenrufe hört man in letzter Zeit immer wieder. Gefährliches Halbwissen macht sich breit. Was wirklich dahinter steckt und was gerade im Land passiert, wollen wir hier etwas näher beleuchten.

Das Einsatzleitsystem kommt vollständig ohne Zettelwerk aus. Headset und Tastatur sind die Utensilien des Disponenten in der Zukunft. Amstetten, Krems und Mödling testen zurzeit das Einsatzleitsystem NOVOTEC, welches seit 2004 bei der Rettungsleitstelle 144 Notruf NÖ GmbH erfolgreich im Einsatz ist, im Echtbetrieb. Die Disponenten der Feuerwehr Mödling schneidern gerade das System für den Feuerwehreinsatz zu. BR Peter Lichtenöcker, Kommandant der Feuerwehr Mödling, holte das System in die BAZ Mödling, um es auf Herz und

Nieren zu testen. Zwei Mitarbeiter wurden zum EFD, zum „Emergency Fire Dispatcher“, ausgebildet. Diese weltweit standardisierte Ausbildung stellt die Qualität der Notrufentgegennahme und der Alarmierungsabläufe sicher. „So wie es jetzt aussieht ist bereits eine sehr gute Basisversion ‚Feuerwehr‘ bei der Feuerwehr Mödling in Betrieb“, so Wolfgang Watzek, der mit

Mödling im ständigen Kontakt steht. Wolfgang Watzek fasst seine Eindrücke über das System wie folgt zusammen: „Die Vorzüge von Novotec sind z.B. die großen Datenbanken betreffend Adressen, OrteStraßen-Gassen-PlätzeFlüsse... daran arbeitet ein ganzer Schwarm von Datenpflegern bei 144 Notruf NÖ GmbH. Adressänderungen von


jeder Bauverhandlung die in den Gemeinden stattfinden werden eins zu eins an die Datenpfleger automatisch weitergeleitet. Des Weiteren können mehrere Arbeitsplätze gleichzeitig genutzt werden. Beim jetzt verwendeten ELDIS III nur einer. Noch dazu gibt es zahlreiche technische Spielereien von der Einsatzweiterleitung über den Notrufüberlauf bis hin zu digitalen Sprachkonserven für den Funk (Ausrückemeldung- Statusmeldungen) usw.... Ein weiterer Vorzug dieses Systems ist, dass durch die strukturierte Notrufabfrage die Alarmierung während der Dateneingabe im Hintergrund vorbereitet wird und man das Notrufgespräch aufrecht halten kann und noch während

dem Gespräch die Alarmierung auslösen kann. Schließlich muss man nicht mehr die Alarmierung sprechen, sondern der Text wird direkt vom Einsatzleitsystem generiert. Zusammenfassend kann man sagen, dass das NovotecSystem nach einer Adaptierung für die Feuerwehr sicher ein Programm ist, dass die Notrufbearbeitung erleichtert und beschleunigt. Nach einer anfänglicher Skepsis hat mich das Programm überzeugt. Das Kommando hat sich entschieden die Disponenten der Alarmzentrale mittels des zertifizierten Kurses zum EFDEmergency Fire Dispatcher ausbilden zu lassen, um so den Qualitätskriterien der heutigen Zeit zu entsprechen. Das Internationale Aus-

bildungsprogramm beinhaltet Anrufer Management, Notfalldisposition, RessourcenManagement und Stressbewältigung.“ Digitale Alarmierung 55 Stück Pager werden Anfang Mai bestellt. Diese werden vermutlich bis Juli geliefert. In naher Zukunft wird ein Bildschirm des Empfangssystems in der Fahrzeughalle installiert um so den Einsatzleiter vor der Ausfahrt die wichtigsten Informationen zu geben: Wo ist der Einsatz? Was ist genau passiert? Wie viele Personen mit welcher Qualifikation (Atemschutzgeräteträger, CFahrer, etc.) kommen auf den Einsatz?

Struktur der digitalen Alarmierung (Quelle: www.pagernetz.at): Über einen Satelliten wird das Signal über das ganze Bundesland verteilt.


Sani in der Feuerwehr Der FMD (feuerwehrmedizinischer Dienst) ist ein im Vergleich junges Referat. Die Feuerwehr Wiener Neustadt kann stolz auf sein aktives Team sein. Nicht nur im Einsatz helfen die „Feuerwehr-Sanis“. Auch im laufenden Betrieb sorgen die Mitarbeiter des FMD für ausreichend Pflaster, einen funktionierenden Defibrillator oder für die notwendigen Impfungen... Der Feuerwehrmedizinische Dienst (FMD) existiert nicht nur, um verunfallten Personen im Einsatzfall Erste Hilfe zu leisten, sondern auch um den eigenen Einsatzkräften zu helfen. Auch die Unfallprävention gehört zu dessen Aufgaben.

eigenen Mannschaft sorgt. Die Aufgabenbereiche sind schnell umrissen, bedeuten aber viel Aufwand: Erste Hilfe Leistung bei Einsätzen, Unterstützung des Rettungsdienstes, Versorgung der eigenen Kameraden, Impfun-

der, zum Aufschneiden von Ringen angekauft werden. Auch ein Erste Hilfe Rucksack für externe Veranstaltungen wie Wanderungen, Ausflüge der Feuerwehrjugend konnte angeschafft werden. Dieser ist bei Mitarbeitern des FMD aus-

ASB Gerald Wagner

FM Georg Dolenetz

LM Manfred Dominkus

gen der Kameraden (Zecken, Hepatitis, Tetanus, etc), Durchführung der Atemschutzuntersuchungen, Kontrolle und Wartung aller Erste Hilfe Koffer, des Defibrillators, usw. sowie Schulung der Kameraden über aktuelle Erste Hilfe Änderungen.

zufassen und an diese wieder zu retournieren. Als weitere Neuerung konnten in den Kommandofahrzeugen jeweils zwei Einmaldecken untergebracht werden. Diese dienen zur Versorgung verletzter Personen oder Kameraden. Nach Gebrauch sind diese einfach wegzuwerfen. Sinnvollerweise ist dies dann dem FMD mitzuteilen. Auch ein neuer Pflasterspender in der BAZ, der Werkstätte und im Schlauchkeller wurde angeschafft.

Kompetentes Team Das Referat FMD ist gerade in Wiener Neustadt mit in diesem Bereich voll ausgebildeten Personen gesegnet: FA Dr. Foramitti Michael, ASB Wagner Gerald (diplomierter Krankenpfleger), LM Dominkus Manfred (Notfallsanitäter) und FM Dolenetz Georg (diplomierter Krankenpfleger in Ausbildung) bilden das Team, dass nicht nur am Einsatzort für die medizinische Versorgung der Opfer und der

Neuerungen Aktuell konnte der FMD auch einige Neuanschaffungen für die Feuerwehr organisieren. So wurde ein im Rüst 3 und der BAZ verorteter Ringschnei-


Freizeitseite WITZE Kilometer um Kilometer fährt das Ehepaar nach einem erbitterten Streit, wortlos übers Land. Schließlich kommen sie zu einem Bauernhof, wo ein halbes Dutzend Schweine sich im Misthaufen wälzen. "Verwandte von dir?" fragt die Frau schnippisch. "Ja" erwidert er. "Schwiegereltern"

Fehlersuchbild: Das untere Bild unterscheidet sich in fünf Merkmalen vom oberen Bild. Hier im Bild: Zugsunglück in Wampersdorf (Einsatz vom 26.2.2002)

Sie: "Musst du eigentlich jeden Abend so spät von der Feuerwehr nach Hause kommen?" Darauf er: "Nein das tue ich freiwillig."

Ein kleiner Bub kuschelt mit der Kindergartenpädagogin: "Du, Tante, hast Du auch Brüste?" „Ja natürlich“, antwortet diese, „alle Frauen haben welche.“ Darauf der Kleine: "Kannst Du sie morgen mitnehmen? Dann wird’s gemütlicher!!"

Gewinnspiel der letzten Ausgabe: Bei der letzten Frage gab es zwei richtige Antworten: „HV“ oder „FT“. Die richtige Antwort übermittelte Norbert Schmidberger und hat sich damit einen Kaffee aus dem Automaten verdient. Gewinnfrage der aktuellen Ausgabe: Welche Ausbildung werden die Angestellten im Dienstzimmer bald absolvieren? Die richtige Antwort sendet bitte an ffaktuell@ffwn.at. Der erste Einsender der richtigen Antwort erhält ein Getränk seiner Wahl aus einem der Automaten im Aufenthaltsraum der Feuerwehr. (Der Gewinner wird per Mail verständigt und ein Termin vereinbart.)


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FF aktuell 1/2013  

In der Ausgabe 1/2013 lesen Sie über die geplante Fuhrparkerweiterung der FF Wr. Neustadt. Außerdem im Heft: Die digitale Alarmierung und wa...

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In der Ausgabe 1/2013 lesen Sie über die geplante Fuhrparkerweiterung der FF Wr. Neustadt. Außerdem im Heft: Die digitale Alarmierung und wa...

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