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Ihre Sicherheit ist unsere Motivation. Rund um die Uhr.

2010.


Das Jahr 2010 wird vermutlich als ein Katastrophenjahr in die Geschichte eingehen. Menschen, Tiere, Umwelt, Hab und Gut wurden oftmals auf tragische und dramatische Art und Weise in Mitleidenschaft gezogen oder bedroht. Manchmal - wie im Falle der verschütteten Bergleute in Chile - haben diese furchtbaren Ereignisse ein Happy End. In anderen Fällen sind die Schäden weitreichend und das volle Ausmaß des Dramas noch gar nicht abzuschätzen. Man denke nur an die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, oder die Lawinen giftigen Schlamms in Ungarn. Auch in den Annalen der Landeshauptstadt St. Pölten wird dieses Jahr ein schwarzes Kapitel darstellen. Im Juni kamen fünf Menschen auf überaus tragische Weise ums Leben, als ein technisches Gebrechen an einer Gasleitung zur Explosion eines Wohnhauses führte. Dieses Ereignis erschüt-

terte das ganze Land, vor allem aber die tausend freiwilligen Helfer, die über Stunden bis an ihre psychischen und physischen Grenzen gegangen sind, und dabei niemals die Hoffnung aufgegeben haben, vielleicht doch noch Überlebende aus den Trümmern retten zu können. Alle diese Ereignisse haben eines gemeinsam: Sie zeigen, wie wichtig die vielen Freiwilligen und ihr ehrenamtliches Engagement für die Bevölkerung sind. Sie sind 24 Stunden täglich bereit, zu retten oder vor großem Schaden zu schützen - ohne finanzielle Entschädigung! Der einzige Lohn dieser Freiwilligen ist das Gefühl, etwas Gutes für die Mitmenschen zu tun. Im Jahr der Freiwilligkeit 2011 wird das Augenmerk auch darauf gelenkt, dass diese Helfer selbst auf Hilfe angewiesen sind - auf die Unterstützung

der Bevölkerung. Denn nur durch Ihre Spenden können Gerätschaften angeschafft werden, die dank regelmäßiger Übungen und professionellem Handling schließlich zu Ihrem Schutz und Ihrer Rettung eingesetzt werden können. Dieser Tätigkeitsbericht ist eine umfassende Zusammenstellung aller Leistungen, welche die Mitglieder der FF St. Pölten-Unterradlberg im Jahr 2010 erbrachten. Durch ihre uneigennützige Arbeit tragen sie dazu bei, dass sich die Bewohner des Stadtteils Unterradlberg auch weiterhin möglichst sicher fühlen können. Aus der Sicht der Feuerwehr wurden alle Einsätze bestmöglich bewältigt und es gelang, größeren Schaden von der betroffenen Bevölkerung abzuwenden. Dafür engagieren wir uns auch weiterhin - denn Ihre Sicherheit ist unsere Motivation.

Das Feuerwehrkommando:

Ing. Stefan Kassubek Brandinspektor Kommandant-Stellvertreter

Ing. Wolfgang Helm Ehren-Hauptbrandinspektor Feuerwehrkommandant

Leistungsbilanz 2010: 720 Std Einsätze: 2.876 Std Ausbildungen, Bewerbe: 2.546 Std Feuerwehrjugend: 357 Std Vortragstätigkeit: 407 Std Repräsentation: Kommando, Administration: 890 Std 416 Std Instanthaltung, Wartung: 4.044 Std Veranstaltungen: 481 Std Kameradschaftspflege: insgesamt 12.737 Stunden

Finanzen: Die Aufrechterhaltung des Feuerwehrbetriebes verursachte im abgelaufenen Jahr Gesamtkosten von € 27.944.--.

Mitgliederstand: 7 Feuerwehrjugend (von 10 bis 15 Jahre) 44 Aktive (ab dem vollendeten 15. Lebensjahr) 8 Reserve (ab 65 oder aus anderen Gründen) 58 gesamt davon 12 weibliche Mitglieder

Der Rest entfiel auf Eigenmittel, welche durch Einnahmen aus Haussammlung, Maibaumfest, Feuerwehrfest, „Weihnachten im Park“, Einsatzverrechnung, Beiträge der Unterstützenden Mitglieder und Spenden aufgebracht werden konnten.

Altersdurchschnitt: 33,73 Jahre

Dabei betrug die Jahressubvention der Landeshauptstadt St.Pölten € 3.289.--, sowie die Kosten für den Kanalanschluss beim Feuerwehrhaus € 3.100.--. Vom NÖ Landesfeuerwehrverband wurden an Beiträgen für Geräteanschaffung € 1.511.-- überwiesen.

Karl Wittmann Ehren-Verwalter Leiter des Verwaltungsdienstes (bis 2010)

Einige Ausgabenschwerpunkte des Jahres 2010: Einsatzbekleidung ca. € 3.840.--, Betriebskosten ca. € 1.845.--, Umstellung auf Digitalfunk (aufgrund der Eingliederung des NÖ Feuerwehrfunknetzes in ein gemeinsames, landesweites Digitalfunksystem) ca. € 3.420.--, Druckschläuche (580m) ca. € 2.800.--,

Notwendige Umrüstung auf Digitalfunk


= Explosion Fa. Sunpor

365 Tage im Jahr, zu jeder Tages- und Nachtzeit, stehen die Feuerwehrmitglieder bereit, in Not geratenen Mitmenschen zu helfen und Schaden von der Bevölkerung abzuwehren bzw. in seinem Ausmaß zu begrenzen. Auch im letzten Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr St. PöltenUnterradlberg wieder auf vielfältige Art und Weise gefordert. Arbeiten nach Verkehrsunfällen oder Überflutungen standen genauso an der Tagesordnung wie die Beseitigung von Sturmschäden oder Ölspuren. Besonders in Erinnerung bleiben wird der Einsatz nach einer Explosion bei Fa. Sunpor in Unterradlberg. Durch das schnelle und bedachte Eingreifen der Einsatzkräfte der Betriebsfeuerwehr Sunpor sowie der Freiwilligen Feuerwehren Unterradlberg und weiterer Feuerwehren konnten Folgeschäden rechtzeitig verhindert werden. Ein weiterer unvergesslicher Einsatz im abgelaufenen Jahr war für alle Feuerwehrmitglieder sicherlich die

Verkehrsunfall Weichselbaumsraße

fürchterliche Gasexplosion am 3. Juni gegen 8 Uhr morgens in der Munggenaststraße in St.Pölten, bei der 5 Menschen ums Leben kamen. Auch die Mitglieder der FF St.Pölten-Unterradlberg waren dabei bis in die späten Nachtstunden beschäftigt, unter Einsatz von Schwerem Atemschutz nach den Unfallopfern zu suchen und Stein

Barbara Zelnicek (r.) rettete ein junges Schaf

für Stein des eingestürzten Hauses abzutragen. Ein erfreulicherer Einsatz erregte auch mediales Interesse: Ein junges Schaf war in den Mühlbach gestürzt und abgetrieben. Angestrengt versuchte

Ein Auto unter den Trümmern des Hauses

Stundenlang standen Suchtrupps bereit

Die Gasexplosion in St. Pölten forderte 5 Todesopfer

Verkehrsunfall Hainerstraße

es, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Anrainerin Barbara Zelnicek hatte das verzweifelte Blöken des Tieres gehört, und konnte das Tier bei der Wehr ans Ufer ziehen. Ein großer Schreck für ein kleines Schaf, über den schließlich in den Medien berichtet wurde - unter anderem im ORF von „Niederösterreich heute“.

Ein Rundballen schwamm im Mühlbach

Insgesamt bewältigten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. PöltenUnterradlberg 42 Einsätze, wobei 720 Stunden dafür aufgewendet wurden, in Not Geratenen zu helfen und Gefahr abzuwenden.


– kämpften in einem packenden Parallelbewerb um den Sieg. Diesen konnte schließlich die Bewerbsgruppe der Feuerwehr Kottes-Elsenreith (aus dem Bezirk Zwettl) einfahren, dicht gefolgt von den Gruppen aus Kleinrust-Fugging und Ossarn. Die Gäste ließen es sich schmecken

Von 28. bis 30. Mai 2010 öffneten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Unterradlberg wieder ihre Türen und Tore für alle Freunde der Wehr, um gemeinsam beim Feuerwehrfest drei gemütliche Tage zu verbringen. Am Freitag erfolgte der Startschuss für das Fest mit firestarter – dem bereits traditionellen Kuppelcup. 21 Bewerbsgruppen – darunter einige Top-Gruppen auf Landes- und Bundesebene

Kuppelcup

Vor der feierlichen Siegerverkündung wurde mit dem Anstich eines Fasses Egger-Bier das Fest offiziell eröffnet. Die Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, gleich davon zu probieren. Danach standen gute Unterhaltung

Kurze Pause für die fleißigen Helfer

Frisch zubereitete Köstlichkeiten

Die Ehrengäste beim Bieranstich

Zum Abtrennen und Aufhängen ein Service für unsere Bevölkerung!

und Genuss im Mittelpunkt. Die zahlreichen begeisterten Besucher wurden wie gewohnt mit einem vielfältigen Angebot an liebevoll zubereiteten kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Jeden Abend feierten die Jungen und jung Gebliebenen in der Kaktus-Bar in die Nacht hinein.

Impressum| Eigentümer, Herausgeber, Verleger: FF St. Pölten-Unterradlberg, Formbacherstraße 9, 3105 Für den Inhalt verantwortlich: E-HBI Ing. Wolfgang Helm | Layout: V Karin Wittmann |© FF Unterradlberg

Veranstaltungen 2011 16.04. Feuerlöscherüberprüfungsaktion mit Fa. Köberl (ab 08:00 Uhr) 30.04. Maibaumfest beim Feuerwehrhaus 07.05. Florianifeier im Feuerwehrhaus August Blutspendeaktion im Feuerwehrhaus 07.-10.12. Weihnachten im Park im Sparkassenpark St. Pölten 24.12. Friedenslicht-Aktion Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen ein sicheres Jahr 2011!

WICHTIGE NOTRUFNUMMERN Feuerwehr Polizei Rettung Euro-Notruf Ärzte-Notdienst Vergiftung Frauen-Notruf Telefon-Seelsorge

Feuerwehr Unterradlberg Kommandant Ing. W. Helm

122 133 144 112 141 01 406 43 43 01 717 19 142 02742 21 822 02742 362 022


= Nachwuchsarbeit ist Arbeit, deren Lohn sich in der Zukunft einstellt. In den Jugendstunden wird den FJMitgliedern unter anderem wertvolles Basiswissen vermittelt. Die Feuerwehrjugend bildet also eine perfekte Grundlage für den späteren Feuerwehrdienst. Daneben werden soziale Kompetenzen wie Teamwork geprägt und neue Freundschaften geknüpft. Und davon profitieren nicht nur die Kinder selbst, sondern letztendlich auch die Bevölkerung, wenn sie sich

Atemschutz erfordert regelmäßige Übung

Eine umfassende Mannschaftsausund Weiterbildung gilt in unserer Feuerwehr seit jeher als das Fundament, auf dem qualitativ gute Leistungen im Einsatzfall aufgebaut werden können. Die allgemeine Mannschaftsausbildung gliedert sich in Einsatzübungen, Vorträge, Betriebsbegehungen, KHD-Übungen, Übungsfahrten und Chargenschulungen. Ebenfalls zur Ausbildung zu zählen ist die Bewerbstätigkeit und die Vorbereitung zu den diversen Wettkämpfen

in einigen Jahren auf diese hervorragend ausgebildeten Mitglieder verlassen kann. Unter der Leitung von Andrea Macourek wurden viele Aktivitäten und Ausbildungen absolviert. Sie und ihr Team leisten hervorragende Jugendarbeit. So konnte den FJ-Mitgliedern bei 48 Zusammenkünften eine Menge an Feuerwehrgrundwissen vermittelt, aber auch mit gut geplanten Freizeitaktivitäten die Kameradschaft und Zusammengehörigkeit in der Jugendgruppe gefördert werden. Bei der Teilnahme am Wissenstest des Bezirkes St. Pölten und der Feuerwehrinternen Erprobung konnten die Mädchen und Burschen ihr erworbenes

Feuerwehrjugend-Leistungsbewerbe

und Leistungsbewerben. Bewerbe in Haunoldstein, Johannesberg und Ratzersdorf wurden besucht. An den 60. NÖ Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Poysdorf haben 2 Gruppen erfolgreich teilgenommen und das Bewerbsziel auch problemlos erreicht. Katrin Redlinghofer, Corinna Schwarz und Mario Schwarz konnten dabei das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze erwerben.

Wissen unter Beweis stellen, und auch das Fertigkeitsabzeichen „Feuerwehrsicherheit und Erste Hilfe“ erwerben.

Freizeitbeschäftigung und Freundschaften

Auch Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz: Die Kids amüsierten sich beim Schifahren, Schwimmen, Kegeln, Spieleabenden und der Weihnachtsfeier. Eine perfekte Balance aus feuerwehrfachlicher Ausbildung und kreativer Freizeitgestaltung. Das Ergebnis ist die stolze Anzahl von 2.546 Std. sinnvoller Jugendarbeit. Hat auch Ihr Kind Interesse? Kommen Sie vorbei! Die Feuerwehrjugend trifft sich jeden Freitag um 18:00 (ausgenommen Ferien). Wir freuen uns auf euch!

Zu weiteren Formen der Feuerwehrausbildung zählen die Lehrgänge an der NÖ Landesfeuerwehrschule in Tulln, im Zuge der Bezirksausbildung in St. Pölten sowie im Unterabschnitt 2. Zählt man nun alle Aufwendungen für Information, Schulung und Weiterbildung sowie für Bewerbsvorbereitung zusammen, dann ergibt sich ein beachtlicher Zeitaufwand von 2.876 Ausbildungsstunden.

Praktisches Training an Löschgeräten


Unsere Jubilare beim Maiaumfest

Menschen retten, Hilfe leisten, Sicherheit garantieren. Obwohl dies die grundsätzlichen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren sind, geht der eigentliche Tätigkeitsbereich weit darüber hinaus. So sind Niederösterreichs Feuerwehren nicht aus der Gemeinschaft wegzudenken und tragen einen erheblichen Teil zum gesellschaftlichen Leben und der Aufrechterhaltung von Traditionen

Rette Leben - spende Blut!

Die Feuerwehrmitglieder in ganz Österreich investieren einen Großteil ihrer Freizeit unentgeltlich und meist ohne dafür Dank zu erhalten. Umso schöner ist es, wenn die Leistungen öffentlich anerkannt und gewürdigt werden. Heuer durfte sich Karin Wittmann über das Verdienstzeichen 3. Kl. des NÖ Landesfeuerwehrverbandes freuen. Für die langjährige Tätigkeit als Bewerter bzw. in der Bewerbsleitung des Bewerbes um das FLA in Gold erhielt Ing. Wolfgang Helm die Bewerterspange in Gold überreicht. Nach meh-

Karl Wittmann sen.

und Bräuchen in unserem Bundesland teil. Auch im Stadtteil Unterradlberg sind die Aktivitäten und Veranstaltungen der FF nicht mehr aus dem Veranstaltungskalender wegzudenken. Zu den traditionellen Festlichkeiten zählen das Maibaumaufstellen beim

Weihnachten im Park - Traumhaftes Ambiente

im Sparkassapark von 2. bis 5. Dezember 2010 eine Mega-Veranstaltung mit Waterloo oder dem Perchtenlauf als Höhepunkte durchführten.

Feuerwehrhaus, das dreitägige Feuerwehrfest, das alle zwei Jahre abgehalten wird, sowie die Florianifeier gemeinsam mit den Mitgliedern der FF St. Pölten-Oberradlberg. Darüber hinaus wurde wieder eine Blutspendeaktion im Feuerwehrhaus Unterradlberg durchgeführt, zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen war. Die FF Unterradlberg wirkte auch wieder bei „Weihnachten im Park“ mit, wo 12 Feuerwehren des Feuerwehrabschnittes St. Pölten-Stadt

erhielt Rudolf Groiss die Auszeichnung für 25 Jahre Feuerwehrdienst. Seinen 90er feierte das älteste Mitglied der Feuerwehr, Ehren-KommandantStellvertreter Karl Wittmann sen. Karin Wittmann

reren Schulungsvorträgen im Burgenland erhielt er das Verdienstzeichen 3. Kl. des Landesfeuerwehrverbandes Burgenland. Beim Empfang bei Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, anlässlich der Ehrung langgedienter Feuerwehrmitglieder,

Wolfgang Helm


FF St. Pölten-Unterradlberg - Jahresbericht 2010