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ff-extra vom 11.05.2017 – ff Nr. 19

Beilage zu ff 19/2017 I Vers. in Post. - 45% I Art. 1 Abs. 1 I Ges. 353/2003 (abg. Ges. 27.02.2004 Nr. 46) CNS Bozen I Poste Italiane SpA I Taxe percue / Tassa pagata

BAUEN

LUFTIGER LANDSITZ Ein Loft in Olang erweckt ein bäuerliches Ensemble zu neuem Leben HISTORISCHES JUWEL

KLIMAHAUS-LEKTION

BALKON & TERRASSE

Restaurieren lohnt sich: Das zeigt der 400 Jahre alte Rainhof in Gsies

Walter Angonese und Zeno Bampi über Sinn und Unsinn des energetischen Sanierens

Der richtige Belag und die schönsten Möbel für den Logenplatz an der Sonne


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by untermarzoner Realisiertes Projekt in Eppan, Planung Thomas Untermarzoner

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Foto: Alexander Alber

INHALT

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LOFT IM LANDSITZ

HAUSEINGANG

In Olang wurde ein bäuerliches Ensemble zu neuem Leben erweckt.

Einfach gut gemacht: Türschönheiten „Made in Südtirol“.

NEUES IM ALTEN Ein 400 Jahre altes Schmuckstück in Gsies regt zum Umdenken an: Der Rainhof wurde kernsaniert und modernisiert.

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Foto: Marion Lafogler

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ARCHITEKTURGESPRÄCH

KLARES KONZEPT

Interview mit Walter Angonese und Zeno Bampi über die Zukunft der Architektur.

Wie aus einer kleinen Sterzinger Dachwohnung ein wahres Raumwunder entstand.

Foto: Davide Perbellini

38 SPIEL MIT DEM DACH URHÀ[FRP

Kubaturerweiterung: Ein 50 Jahre altes Haus in Dorf Tirol zeigt, wie Verdichtung durch Erhöhung gelingt.

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FREILUFTOASE

TERRASSENMÖBEL

Welcher Belag sich für welche Terrasse eignet. Holz und Naturstein im Vergleich.

Möbel für draußen: Unsere Lieblinge für den Logenplatz an der Sonne.

Aus alt mach neu! RÖFIX Sanier- und Renoviersysteme

IMPRESSUM „ff-extra Bauen“, 11.05.2017, Beilage zu ff 19, Herausgeber: FF-Media GmbH, Eintrag. Landesgericht Bozen 9/80 R.ST. vom 27.08.1980, Presserechtlich verantwortlich: Kurt W. Zimmermann; Koordination: Georg Mair; Konzeption & Redaktion: Verena Pliger; Grafik & Layout: Sabine Rainer; Titelseite: Alexander Alber. © ® FF-Media GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf weder mit grafischen, mechanischen, elektronischen noch mit digitalen Mitteln reproduziert werden. Jeglicher Missbrauch wird im Rahmen des Gesetzes verfolgt.

Bauen mit System R

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ENSEMBLE

LUFTIGER LANDSITZ In Olang, inmitten von grünen Wiesen, steht das Futterhaus Lippa Fuchs zu Schweinberg. Jetzt hat es Zuwachs bekommen: Ein Loft und ein moderner Holzbau haben das bäuerliche Ensemble zu neuem Leben erweckt. Text: Verena Pliger | Fotos: Alexander Alber

Ein Platz im Grünen: Lippa Fuchs zu Schweinberg ist ein stattliches Futterhaus in Olang. Es befindet sich im Weiler Salla, etwas abgelegen vom Ortskern. Die Hofstelle wurde vor zwei Jahren als Gesamtprojekt revitalisiert. Neues und Bestehendes bilden hier ein stimmiges Ensemble. Im ehemaligen Geräteschuppen, im Bild links vom Futterhaus, entstand ein helles Loft, davor ein moderner Holzbau.

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≥ LUFTIGER LANDSITZ

„ICH BRAUCHE NICHT MAL VORHÄNGE, HIER IST NICHTS AUSSER DIE RUHE DER NATUR“ PETER PRUGGER

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Der Bauherr und der Planer: Peter Prugger und der Architekt Ivan Niedermair auf dem Balkon des lichtdurchfluteten Lofts in Olang.

DER BAUHERR IM GESPRÄCH Sie sind erst 26, hatten aber bereits vor drei Jahren eine klare Idee, wie Ihr neues Zuhause aussehen soll. Woher kommt’s? Peter Prugger: Ich war bereits als Kind gerne hier, inmitten dieser unberührten Natur. Bereits seit jeher war mir klar: Irgendwann möchte ich hier leben. Und wie lebt es sich nun tatsächlich hier? Schauen Sie raus! Ich brauche nicht mal Vorhänge, weil weit und breit nichts ist. Man hat das Gefühl, für sich alleine zu sein. Wenn ich aufwache, blitzen durch die Dachfenster die Olanger Dolomiten, schöner kann ich mir nicht vorstellen zu wohnen. Sie haben aus dem ehemaligen Geräteschuppen ein modernes Loft geschaffen. Wie ist es Ihnen gelungen, eine so ruhige Einheit zu kreieren? Indem wir uns nur auf wenige Farben und bei den Materialien nur auf Holz, Schwarzstahl und Glas konzentriert haben. Die Möbel und die Küche sind aus hell lasierter Fichte, die Böden aus Gebirgslärche, gebürstet weiß

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gelaugt. Die Dielen sind bis zu fünf Meter lang und ziehen sich durch die gesamte Wohnung. Nur in den Bädern kommen dunkle Fliesen zum Einsatz. Aus statischen Gründen mussten wir Stützen und Balken aus Stahl einsetzen. Diese haben wir am Ende in Sicht belassen, sie geben der Wohnung heute das gewisse Etwas. Wie lange hat der Umbau gedauert? Nur rund ein Jahr, inklusive drei Monate Austrockenzeit. Wir hatten von Beginn an klare Ideen und konnten so einen klaren Kurs fahren: Innen sollte die Wohnung modern werden, außen wollten wir weiterhin auf Holz setzen, sowohl bei der Fassade als auch bei den Balkonen. Sie leben hier nun seit zwei Jahren. Würden Sie rückblickend etwas anders machen? Nein, die Wohnung entspricht nach wie vor meinem Stil. Ich mag es schlicht und klar und doch gemütlich und wohnlich. Mit der richtigen Mischung aus Moderne und WesternGebrauchsspuren. Entsprechend muss ich schmunzeln, wenn Kollegen die Wohnung betreten und mich fragen, was hier denn noch alles geplant sei.

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Helles Loft: Hier dominieren nur Holz, Stahl und Glas. Die monochromen Farbtöne lassen den Ess- und Wohnbereich mit zum Teil sechs Meter hohen Decken zu einem großen Raum verschmelzen. Haus im Haus: Die Wohnung befindet sich im ersten Stock, und der Wohnraum erstreckt sich auf zwei Ebenen. Dafür wurde in Massivholzbauweise ein Kubus eingesetzt. Unten nimmt er das Tages-WC, das Kinderzimmer, die Küche und die Treppe auf, oben das Schlaf- und Badezimmer.

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1. Alles Ton in Ton: Der Esstisch stammt aus einem Olanger Wirtshaus. „An den Gebrauchsspuren konnte man ablesen, dass an diesem Tisch jahrzehntelang gewattet wurde“, so Peter Prugger. Die Innenfläche hat er erneuern lassen: Mit denselben Holzdielen, wie sie am Boden zu finden sind. 2. Persönliche Handschrift: Die weiß lasierte Küche mit ihrer schwarzen MDF-Platte hat der Bauherr gemeinsam mit seiner Tante, einer leidenschaftlichen Köchin, geplant. Gefertigt wurde sie von der Tischlerei Hache in Welsberg. 3. Studioatmosphäre: Die 50 Quadrameter große Fensterfront verleiht dem Raum Offenheit und gibt den Blick auf die Natur frei. Die Fenster wurden genauso wie die Innentüren flächenbündig eingebaut.

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Dachgeschoss

Der Grundriss: Das Loft im ersten Stock des ehemaligen Geräteschuppens hat eine Nettowohnfläche von 123 m2.

1. Stock

Das Raumkonzept: Unten Wohn- und Essbereich, Garderobe, Gästezimmer und WC, oben das Schlaf- und Badezimmer.

Die Einrichtung: Hell lasierte Fichte trifft auf Glas und Schwarzstahl. So entsteht eine harmonische Einheit.

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ippa Fuchs zu Schweinberg ist der Name eines Gehöfts im oberen Pustertal. Es liegt einsam, umrahmt von satten grünen Wiesen, im Weiler Salla in Oberolang. Es handelt sich um ein stattliches Futterhaus. Ein Hof, der in den Siebzigerjahren von Olang Dorf ausgesiedelt wurde und 1985 von der Familie Prugger neu errichtet wurde. PETER PRUGGER hatte seit jeher eine Passion für dieses kolossale Gebäude in der unberührten Landschaft. Als Kind kam er hierher zum Spielen. Später wollte er hier seine Ideen verwirklichen. Heute lebt der Olanger hier, in diesem hellen, modernen und luftigen Loft. Dafür hat er den ehemaligen Ge-

Die Baumaßnahmen: Zwischen Mai 2014 und Mai 2015 Kernsanierung des Geräteschuppens und Neubau des Holzbaus.

räteschuppen, der direkt an das Futterhaus andockt, umfunktioniert. Er hat einen offenen, großzügig belichteten Wohnraum geschaffen, der sich harmonisch in den Bestand einfügt. Ein Loft, das aber auch zum vorgelagerten Neubau passt. Ein moderner Holzbau, den sein Vater zeitgleich mit dem Umbau errichtete. „Die Grundidee war, die Hofstelle als Gesamtprojekt zu revitalisieren. So entstand die Idee, den Geräteschuppen zu einem Loft umzubauen und davor einen Neubau zu errichten. Die beiden Bauten stehen für sich und bilden doch eine Symbiose. So sind sie unterirdisch miteinander verbunden, und sie beziehen ihre Wärme von einer gemeinsamen Hackschnitzelanlage“, so der Architekt Ivan Niedermair. ≥

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1. Fenster zum Himmel: Die großzügigen Dachfenster lassen viel Licht ins Schlafzimmer. Wenn Peter Prugger am morgen aufwacht, fällt der Blick auf die Olanger Dolomiten. 2. Bad unterm Dach: Anders als im Rest der Wohnung dominieren im Badezimmer nicht Holz, sondern schwarze Fliesen. 3. Jugendliebe: Der Modellflieger im Schlafzimmer versprüht einen Hauch Nostalgie. „Mir ist es wichtig, besondere Accessoires und Erinnerungen gut zu dosieren. Stehen zu viele Gegenstände im Raum, kommen sie nicht mehr richtig zur Geltung“, so Peter Prugger.

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4. Holz und Vintage: Der coole Look des Lofts gelingt mit der stimmigen Kombination aus Alt und Neu. Der Couchtisch und die Sessel sind Erbstücke, die im Wohnbereich stilvoll in Szene gesetzt wurden. 5. Locker lässig: Der Reiz des Einfachen: Die schlichte Garderobe versprüht einen Hauch Western-Look. Als Schuhschrank fungiert eine alte Bank, die auch früher schon im Geräteschuppen stand.

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DER ARCHITEKT Der 33-jährige Architekt Ivan Niedermair hat in Innsbruck Architektur studiert. In dieser Zeit hat er mehrere Arbeitsaufenthalte in Rom, Wien, Graz und Innsbruck absolviert. 2010 zählte er zu den SchindlerStipendiaten und durfte für ein halbes Jahr für das Programm „Architects in Residence“ nach Los Angeles. Seit 2014 arbeitet er als freischaffender Architekt in Olang, er ist Teil des Ingenieurbüros Niedermair, des Studios seines Vaters Josef. Zu den Projekten des jungen Architekten zählen mehrere Umbauten und Erweiterungen von Wohngebäuden im Pustertal. Mehrere Vorhaben hat er gemeinsam mit dem Architekten David Preindl geplant. Unter anderem den Neubau des Projekts „Lippa Fuchs zu Schweinberg“ (siehe unten), das Sporthaus Olang oder das Wohn- und Bürogebäude Pellegrini in Toblach. Ivan Niedermair lehrt seit vier Jahren am studio3, dem Institut für experimentelle Architektur an der Universität Innsbruck.

IVAN NIEDERMAIR hat einen besonderen Bezug zum Gehöft. Er wollte das weiterführen, was sein Vater begonnen hat. Denn es war sein Vater Josef, ein Olanger Bauingenieur, der Mitte der Achtzigerjahre das Futterhaus geplant hat. Ivan hat es nun in nur einem Jahr Bauzeit revitalisiert und erweitert. „Der Hof ist über die Jahre gereift und gewachsen. Wichtig war mir dabei vor allem, dass das Gesamtensemble erhalten bleibt und sich das Neue auf selbstverständliche Weise ein■ fügt“, so Architekt Niedermair.

Gelungenes Dreigespann: Vorne der moderne Neubau in Holzbauweise, dazwischen der zum Loft umgebaute Geräteschuppen, hinten das Futterhaus.

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≥ LUFTIGER LANDSITZ PR-INFO

DAS FERTIGDURCHDACHTEHAUS Alp House: Ein Gespräch mit Helmuth Leitner, dem Firmenchef des Sterzinger Fertighausherstellers. Herr Leitner, Ihre innovative Idee Ziegelhäuser in Fertigbauweise zu errichten, und das sehr kundenorientierte Konzept von Alp House, brachten Sie auf Erfolgskurs. Wie kam es dazu?

Ein Schritt, den Sie je bereut haben? Nein. Es war sicherlich nicht der einfache Weg, den wir damals gewählt haben. Aus heutiger Sicht, muss ich jedoch sagen, dass dieses Wagnis unbedingt notwendig war. Das Gefühl gut zu sein, hat mir noch nie gereicht. Es muss schon mehr sein. Ich will für meine Kunden und auch für meine Mitarbeiter immer das Beste. Und das Beste heißt mit der Zeit zu gehen, fortschrittlich zu denken, Neues auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen, um noch besser zu werden. Aus diesem Grund, kann ich heute mit Stolz sagen, dass unsere Kunden zu 100 % mit unserer Arbeit zufrieden sind, sprich von der Planung bis zum Einzug ins Alp House. Was genau unterscheidet Alp House nun von einem traditionellen Bauunternehmen? Unser Markenzeichen sind schlüsselfertige Wohnhäuser in Ziegelfertigbauweise. Die Fertigwände inklusive Elektroinstallation werden witterungsunabhängig in der Produktionshalle in Sterzing angefertigt, auf den LKW verladen, zur Baustelle befördert und dort montiert. So schaffen wir es, sowohl Kosten als auch die Bauzeit auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem bietet Alp House professionelle Beratung und Hilfe bei büro-

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Fotos: Alp House

Helmuth Leitner: Ich habe das Maurerhandwerk von der Pike auf gelernt und hatte 1983, im Alter von 21 Jahren den Mut das Bauunternehmen Leigsch zu gründen. Damals errichteten wir noch Häuser in traditioneller Bauweise. Schrittweise hat sich der Betrieb auf den Bau von Passiv- und Niedrigenergiehäuser spezialisiert. Bald wurde mir klar, dass die Zeit reif war, den sicheren Pfad zu verlassen und auf Technologie zu setzen, um so Häuser von höchster Qualität zu errichten. 2004 wurde Alp House gegründet.

Links: Helmuth Leitner, Firmenchef von Alp House und der Firmensitz in Sterzing. Rechts: Herstellung der Fertigwände in der Produktionshalle.

kratischen Anliegen, ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Finanzierung und Förderung, wobei wir unsere Kunden tatkräftig unterstützen. Eine Ansprechperson kümmert sich vom Projektbeginn bis zur Schlüsselübergabe um die Durchführung, Koordination und Überwachung aller Baufortschritte. So sparen unsere Kunden nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Der nächste Aspekt, der uns ausmacht, ist unsere genau Kalkulation, und somit der Fixpreis, den wir von Anfang an garantieren können. Unsere Bauherren können so ihr Budget genau planen, ohne am Ende böse Überraschungen zu erleben. Was ist Ihnen persönlich das wichtigste am Hausbau? Bauen gehört neben dem Kinderkriegen nun einmal zu den wichtigsten Phasen im Leben

eines Menschen. Wir bauen einmal und zwar genau so, wie es der Kunde sich vorstellt. Also muss jedes Projekt ganz individuell betrachtet werden. Denn jeder hat seine ganz eigene Vorstellung von seinem Traumhaus. Deshalb sind für uns drei Punkte ganz entscheidend: erstens dem Kunden genauestens zuzuhören, zweitens eine ganz individuelle Planung und drittens die einwandfreie termingerechte ❧ Umsetzung.

Alp GmbH Karl von Etzel Straße 6 I-39049 Sterzing (BZ) Tel. +39 0472 767 111 Fax +39 0472 767 911 info@alphouse.it www.alphouse.it

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HAUSEINGANG

TÜRSCHÖNHEITEN Eingangstüren sind die Visitenkarte eines Hauses, und Südtiroler Betriebe sind Meister in ihrer Fertigung. Wir zeigen einige der schönsten „Made in Südtirol“.

Foto: André Mühling für Brückner & Brückner Architekten Tirschenreuth, Würzburg

Text: Verena Pliger

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≥ TÜRSCHÖNHEITEN

1. Engelsflügel: Das Brunecker Unternehmen Auroport hat für eine Kirche in Coburg dieses überdimensionale Portal gefertigt. Befestigungen, Scharniere, Verriegelung, alles wurde nahezu unsichtbar konstruiert. Obwohl jeder Flügel gigantische 3,2 Tonnen wiegt, lässt sich die Flügeltür locker von Hand bedienen.

Foto: Auroport

Foto: Rubner Türen

2. Designstück: Diese Auroport-Haustür in einer Kölner Villa wurde außen wie innen in hell geschliffener Bronze realisiert, ergänzt mit einer rahmenlosen Seitenverglasung. Der Türschließer ist verdeckt, das Schloss vollmotorisch, geöffnet wird die Tür mit Fingerabdruck.

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3. Natur pur: Die Mauer aus Stein, die Haustüre aus Altholz. Rubner Türen hat diese Klimahaustür Eco 100 für ein Wohnhaus in Tirol realisiert. Die Glaseinsätze links und rechts der Tür lassen den Flur innen größer wirken.

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5. Schlichte Einheit: Diese flächenbündige Holztür von Rubner wurde für ein zeitgenössisches Wohnhaus gefertigt und fügt sich perfekt zwischen Holzfassade und ≥ Glasfront ein.

Foto: Rubner Türen

Foto: Tischlerei Gruber

4. Höher geht’s kaum: Diese Haustür des historischen Pölt-Hauses in Welsberg wurde von der Brunecker Türmanufaktur Gruber gefertigt. Türflügel und Oberlichte sind aus Schwarzstahl.

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HANDWERKSKUNST IM NEUEN PAUGGERTURM

Fotos: Studio Zöggeler

Er liegt malerisch zwischen Lagreinreben, Olivenbäumen, Zypressen und Palmen. Der Pauggerturm, eines der ältesten Gebäude Bozens. 600 Jahre alt ist der Turm in der Runkelsteiner Straße. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach saniert, modernisiert und umfunktioniert. Mal diente es als Gefängnis, mal als Gericht, mal als Hofstelle, mal als Schloss. Seit 1947 dient es der jetzigen Besitzerfamilie als Wohngebäude – damals umgebaut von Architekt Ivo von Tschurtschenthaler. „Wir haben nun, 70 Jahre später, diese mittelalterliche Struktur erstmals wieder saniert. Während wir außen mehr oder weniger alles beibehalten haben, hatten wir innen mehr Freiheiten. So entstanden mehrere helle und großzügige Wohneinheiten“, erzählt Alexander Zöggeler vom Bozner Studio Zöggeler. In Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt gelang eine behutsame Renovierung. Die historischen Holzböden blieben genauso erhalten wie die alten Wagnerfenster. Ein wahres Schmuckstück sind die Eingangstüren. Sie sind Zeichen präziser Südtiroler Handwerkskunst. Die Türen aus Schwarzblech sind handgeschmiedet und haben hochwertige Türklingen aus Messing. Vom Studio Zöggeler wurden sie bis ins kleinste Detail geplant und gezeichnet. Gefertigt wurden sie von der Bozner Schlosserei Trevisanato.

EINBRUCHSICHER

pr-info

Rubner Klimahaustüren aus Holz halten Einbrechern stand

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n letzter Zeit kam es in Südtirol immer wieder zu Einbrüchen und entsprechender Verunsicherung unter der Bevölkerung. Dabei konnten Rubner Haustüren zum wiederholtem Male beweisen, dass sie zu Recht den Titel von Italiens 1. Panzer-Klimahaustür in Holz tragen. Dass Holz durchaus mit anderen Materialien mithalten kann bzw. sogar überlegen ist, beweist die Tatsache, dass die Einbrecher bei Türen in Metall durchaus erfolgreich waren. Außerdem sind die thermischen Eigenschaften von Holz optimal und anderen Materialien hinsichtlich Kondenswasserbildung usw. eindeutig überlegen. Rubner Haustüren sind bis Widerstandsklasse WK (RC) 3 geprüft und werden von „amtlich

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Mehr Sicherheit mit Rubner Klimahaustüren

geprüften“ Einbruchprofis im Labor unter Zuhilfenahme von klar definierten Werkzeugen getestet. Alle Rubner Türen werden nach Maß und Kundenwunsch gefertigt und sind in zahlreichen Designvarianten erhältlich. ❧

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≥ TÜRSCHÖNHEITEN PR-INFO

NEUE MERANER WELLNESSOASE MIT SPEKTAKULÄREM RUNDUMBLICK Das neu eröffnete Sky Spa vom Hotel Therme Meran bietet einen wunderbaren, erhabenen Ausblick. Die 5 m hohe, elegante Glas-Außenfassade, die vom Brixner Fassadenbauunternehmen FRENER & REIFER in weniger als drei Monaten realisiert worden ist, eröffnet neue Kurstadt Perspektiven. Was war die größte Herausforderung für FRENER & REIFER bei der Realisierung der umlaufenden Glasfassade?

Wie ist es FRENER & REIFER dennoch gelungen die exklusive, transparente Gebäudehülle vorzeitig fertigzustellen? Die Lösung lag in unserer präzisen Vorplanung und in der hervorragenden Teamarbeit von der Planung über die Fertigung und Montage. So konnten alle Fassadenelemente in Brixen vorproduziert und ab Mitte Januar 2017 in Meran montiert werden. Auch die Zusammenarbeit der anderen am Bau beschäftigten Gewerke und Planer funktionierte einwandfrei, was auch zu einem guten Weiterkommen auf der Baustelle beigetragen hat. Zudem hatten wir großes Glück mit dem Wetter. Was ist das Besondere an dieser Fassade? Es handelt sich um eine 1.900 m2 große Aluminium-Pfosten-Riegel-Konstruktion

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Fotos: Alex Filz

FRENER & REIFER: Anspruchsvoll war neben dem hohen Qualitätsanspruch vom Bauherren, vor allem der knapp bemessenen Terminplan. Wir hatten nur wenige Monate Zeit, um die Planung und Fertigung durchzuführen. Die anschließende Montage, der vollständigen Außenfassade musste in weniger als drei Monate abgeschlossen sein.

Die Pool-Außenanlage vom Hotel Therme Meran. Eine Dach-Oase im Herzen der Stadt, mit einer umlaufenden Glas-Außenfassade die von FRENER & REIFER in kürzester Zeit geplant, gefertigt und montiert worden ist.

mit Isolierverglasung. Es gibt Scheiben mit einer Höhe von bis zu 5,3 m und 2 m Breite und umlaufenden Oberlichtern. Besonders sind auch die acht öffenbaren, großen Schiebetüren sowie ein 4 m hoher und 3,2 m breiter verglaster Verbindungsgang, der den Spa-Bereich mit der beheizten Pool-Anlage verbindet. Wir sind vom Ergebnis begeistert.

Eine hochwertige Fassade ist immer auch eine langfristige Investition in die Zukunft.

FRENER & REIFER GmbH Alfred Ammon Straße 31, Brixen www.frener-reifer.com

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≥ GEFÜHL FÜR VERGANGENES

NEUES IM ALTEN

GEFÜHL FÜR VERGANGENES Zu viele Bauernhäuser müssen dem Bagger weichen. Der 400 Jahre alte Rainhof in Gsies hat überlebt. Mit Gespür für die Tradition wurde das historische Juwel kernsaniert und modernisiert. Entstanden ist ein Schmuckstück, das zum Umdenken anregt. Text: Verena Pliger | Fotos: Marion Lafogler

Mut für Historisches: Aus dem baufälligen Gebäude wurde ein stattliches Haus. Der Rainhof in St. Magdalena/Gsies wurde in nur einem halben Jahr kernsaniert. Mut für Neues: Der Zubau setzt sich zwar vom Altbestand ab, steht aber damit im Dialog. Die horizontale Holzschalung des neuen Zubaus passt sich an die Holzstruktur des Bestandes an.

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1. Visionärer Bauherr. Seine Eltern und Großeltern haben über Jahrzehnte in diesem Bauernhaus gelebt. Michael Taschler wollte ihr Erbe fortführen. Sanft renovierte er den Rainhof, holte alte Strukturen hervor und ging mit Gefühl auf das Haus und seine Geschichte ein. 2. Prächtig zeitlos. Das gemauerte Erdgeschoß, das Ober- und Dachgeschoß aus Holz, der umlaufende Söller, das Holzschindeldach – alles ist geblieben, wie es war. 3. Hölzerner Charme. In Gsies wurden die vergangenen Jahre zahlreiche historische Höfe durch Neubauten ersetzt. Der Rainhof soll Vorbild sein: für zeitgemäßes Wohnen und für den Erhalt historischer Bausubstanz. Das Knarzen der Holzdielen auf dem Söller gehört dabei wie selbstverständlich dazu.

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cht und ursprünglich, naturbelassen und idyllisch. So wird das Gsieser Tal gerne in der Tourismuswerbung beschrieben. Das 18 Kilometer lange Pusterer Seitental gilt als Kleinod abseits des Skitrubels, eingerahmt von den Berggipfeln der Deferegger Alpen und der Rieserfernergruppe. Geprägt wird die Kulisse 20 No. 19 / 2017

von stattlichen Bauernhäusern. Mit den Geranien auf dem Söller und den Schindeln auf den Dächern bilden sie ein unverwechselbares Ensemble. Nur schade, dass es immer weniger dieser Prachtexemplare gibt. Ob aus Kostengründen oder aus Funktionsgründen, viele von ihnen mussten dem Bagger weichen.

DIE RETTUNG. Nicht so der Rainhof. Ein barockes Bauernhaus in St. Magdalena, am Talschluss von Gsies. Der Rainhof hat überlebt und strahlt – mehr denn je. 400 Jahre alt ist er. Bauherr Michael Taschler wollte das denkmalgeschützte Gebäude erhalten, auf dem Gebauten weiterbauen und einen Dialog zwischen Alt und Neu eingehen.

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≼ GEFĂœHL FĂœR VERGANGENES

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LICHT

DIE PLANUNG. Bauen im Kontext, der bewusste und respektvolle Umgang mit dem Bestand – damit hat sich der Brunecker Architekt Stefan Taschler einen Namen gemacht. „Man braucht einfach jemanden, der sich mit Sanierungen auskennt. Im Vorfeld macht man sich ja so viele Gedanken. Was kĂśnnen wir ďŹ nanziell stemmen? Welche Auagen

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vonseiten des Denkmalamts mĂźssen wir einhalten?“, erinnert sich der Bauherr. DIE ARBEITEN. Die gewĂślbte Mittellabe, die getäfelte Stube, alles wurde so belassen, wie es war. Mit Präzision und Liebe fĂźrs Detail wurden die Rundbogeneingänge und gemalten Fensterumrahmungen restauriert. „Wir wollten von Beginn an

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Foto: Christoph Taschler

DER ARCHITEKT Stefan Taschler ist in Gsies aufgewachsen und hat in Innsbruck Architektur studiert. Er war freier Mitarbeiter bei Georg Plankensteiner und Stefan Hitthaler in Bruneck, bei Dominique Perrault-APP in Berlin und bei Holzbox Tirol in Innsbruck. Seit 2002 führt er gemeinsam mit Hannes Ladstätter das Architekturlabor archilab in Bruneck. Die beiden 46-Jährigen konzentrieren sich vor allem auf das Bauen im Kontext. Zu ihren Projekten zählen eine Reihe von Einfamilienhäusern aber auch die Eggerhöfe im Antholzer Tal, das Boutiquehotel Steindls in Sterzing oder die Mountain Residence Salenghes in Wolkenstein.

Luftig und hell: Wer den Rainhof heute betritt, trifft auf einen hellen Eingangsbereich mit einem schönen Steinboden. Dabei war die „Labe“ vor dem Umbau völlig durchfeuchtet. „Erst mussten die Mauern komplett unterfangen werden, um dann einen neuen Unterboden einzusetzen. Mit diesen Maßnahmen können wir nun den Mauern Zeit geben, in aller Ruhe auszutrocknen“, so der Architekt Stefan Taschler.

Regional verwurzelt

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≥ GEFÜHL FÜR VERGANGENES

zeitgemäßes Wohnen und Wirtschaften ermöglichen, ohne im Widerspruch zum Denkmalschutz zu stehen“, so der Architekt Stefan Taschler vom Studio archilab. Mit Bedacht wurden neue Räume in die Historie integriert. In nur neun Monaten Bauzeit wurden so fünf Wohneinheiten geschaffen. Im Erdgeschoss eine Wohnung für den Bauherren, in den beiden Obergeschossen vier Wohnungen für Gäste. Dafür wurde der bestehende Zubau abgerissen und durch einen neuen Zubau ersetzt. „Er setzt sich zwar vom Altbestand ab, steht aber damit im Dialog“, so die Begründung von Gerhart Gostner, dem Jury-Präsidenten des ITASPreises „Bauern[h]auszeichnung“. Ende des vergangenen Jahres wurde die Familie Taschler damit ausgezeichnet. Prämiert für vorbildliche energetische Sanierung. Gemütlich und heimelig: Auch in den Zimmern wurde der Geist des Hauses bewahrt. Betten und Holzböden sind aus Zirben- und Lärchenholz. Die Vorhänge sind aus Leinen, gewonnen aus Flachs, der bis in die 50er Jahre in dieser Region angebaut wurde. „Es sind die originalen Stoffe des Hauses. Sie wurden säuberlich in Großmutters Kasten aufbewahrt. Wir haben sie zu neuen Vorhängen nähen lassen“, so der Bauherr.

DAS ERGEBNIS. Für den Architekten ist die Restaurierung mehr als ein Projekt. Es ist ein Beleg, dass sich eine Restau-

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„EIN HISTORISCHES BAUERNHAUS BLEIBT IMMER IN BEWEGUNG. ES ZEIGT, DASS DAS HAUS LEBT“ MICHAEL TASCHLER

1 1. Wiederherstellen: Die wahre Kraft des historischen Bauernhauses offenbart sich in der alten Stube und den ursprünglichen Kammern. Die Holztäfelung in der Stube ist über 120 Jahre alt. Sie wurde behutsam abmontiert und sanft renoviert.

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2. Erhalten: Ein Hoch auf die Handwerkskunst. Ob Holzdielen, Täfelungen, Kästen oder Truhen, alles Wertvolle wurde von Robert Burger, einem Tischler aus Gsies, aufgearbeitet und restauriert. Die Schmuckstücke sind ein einzigartiges Zeugnis der Vergangenheit.

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≥ GEFÜHL FÜR VERGANGENES

DER BAUHERR IM GESPRÄCH

Foto: Christoph Taschler

ausgehöhlt, man konnte vom Erdgeschoss bis zum Dachboden sehen.

Wie gingen Sie bei der Sanierung vor? Michael Taschler: Erst mal wurde ausgeräumt. Schränke, Kleider, Bücher, Brotkästen, Truhen, Spinnräder, alles musste raus. Dabei kam viel Gerümpel zum Vorschein, aber auch wahre Raritäten. Als wir die Täfelungen und Böden in der Stube und den Kammern abmontierten, waren zum Teil sechs Meter lange Bodenbretter in einem Stück mit dabei. Die raffinierten Details ließen über 100 Jahre alte Handwerkskunst erkennen. Gab es während der Sanierung auch Momente des Bangens? Ja, vor allem als Teile der alten Mauern entfernt wurden und der darüber liegende Blockbau nur noch auf Stützen stand. Das Haus war wie

Ist bis zum Schluss alles reibungslos abgelaufen? Im Großen und Ganzen schon. Zu einer Schrecksekunde kam es allerdings, nachdem die Verputzarbeiten abgeschlossen und die historischen Täfelungen und Böden wieder eingebaut waren. Wir befüllten die Heizung und bemerkten, dass durch die Decke Wasser ins Erdgeschoss sickerte. Zum Glück reagierten die Handwerker schnell. Sie nahmen einen Teil der Täfelung und des Bodens wieder raus, fanden das beschädigte Rohr und reparierten es. Was blieb, war die Sorge, ob es noch so ein Leck gibt. Wann wurde der Umbau abgeschlossen? Einen Tag vor Weihnachten. Nach nur neun Monaten Bauzeit. Zu sehen, wie die antiken Kästen und Leinenstoffe wieder ihren Zweck erfüllten, das war schon ein gutes Gefühl. Gleichzeitig merkt man in einem historischen Haus immer, dass es in Bewegung ist. Mal klemmt es hier, mal ächzt es dort. Aber das ist gut so. Es zeigt, dass das Haus lebt.

rierung bezahlt macht. Nicht nur für die Landschaft, den Tourismus und das gute Gewissen, sondern auch für die lokalen Handwerker. Die meisten Arbeiten wurden an Handwerker aus dem Tal vergeben. „Wir wollten beweisen, dass eine Sanierung nicht teurer und zeitintensiver als ein Neubau sein muss. Der Rainhof setzt ein Zeichen, wie historische Bausubstanz aufgewertet werden kann“, so Stefan Taschler. Mit der gelungenen Sanierung hofft er auf ein Umdenken. Der Historie und der Zu■ kunft wegen. Der Rainhof kann im Rahmen der Tage der Architektur besichtigt werden: Sonntag, 21. Mai 2017 um 14 und 16 Uhr.

DATEN & FAKTEN Architekt: Stefan Taschler vom Studio archilab in Bruneck Bauherr: Michael Taschler aus St. Magdalena/Gsies Baujahr: 17. Jahrhundert Umbauzeit: Juni bis Dezember 2015 Baumaßnahmen: Kernsanierung mit Zubau, bauliche und thermische Sanierung, Adaptierung für Urlaub am Bauernhof mit vier Ferienwohnungen plus eine Wohnung für den Bauherren.

„Unsere Dächer prägen Landschaften”

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Gut ausgebildet, zuverlässig und motiviert: Mit unserem starken © Alle Rechte vorbehalten/Riproduzione riservata – FF-Media GmbH/Srl Team garantieren wir termingerechte, professionelle Handwerksarbeit.

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PR-INFO

TOPHAUS NEU IN BOZENSÜD! Übersichtlich. bequem. praktisch. Das erfolgreiche Unternehmen im Baustoffhandel bietet Handwerkern und Baufirmen im neuen Standort in Bozen-Süd einen großen Bau- und Werkzeugmarkt mit Farbenwelt. Bozen – Die TopHaus AG ist ein führender Baustoffhändler mit 4 Standorten in Südtirol (Bozen, Brixen, Lana und Rasen) und einem im Trentino (Lavis). Seit Anfang Jänner können wir unsere Kunden im neuen Standort in der Bozner Industriezone begrüßen und von dort aus beliefern. Das neue Baustofflager verfügt über ein hochmodernes Logistikkonzept inklusive Ladestraße um die LKW der Kunden so schnell wie möglich beladen zu können. Dafür sorgt unter anderem ein modernes Hochregallager mit bis zu 11 Metern Höhe. Unsere Kunden sind vor allem Baufirmen, Zimmerer und Maler bzw. Trockenbauer. Die verdreifachte Lagerfläche für Produkte in den Bereichen Massiv-, Holz- und Trockenbau ermöglicht eine bessere Verfügbarkeit im Vergleich zum alten Standort in Frangart. Eine große Auswahl an Werkzeug und Handwerksbedarf, komplettes Farbsortiment mit Mischanlage und schneller Kundenservice durch das hochmoderne Logistikkonzept zeichnen den neuen TopHaus-Standort aus.

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Wo Sie uns finden:

TopHaus AG, Standort Bozen W. Gebert Deeg Str. 7, 39100 Bozen Tel. 0471 098800 bz@tophaus.com www.tophaus.com

Einen besonderen Kundennutzen schaffen wir als TopHaus auch durch vier Beratungsschienen in den Bereichen: • Energetische Gebäudesanierung • Schallschutz am Bau • Sicherheit am Dach • Biologisches Bauen • Brandschutz Wir haben spezialisierte Berater, die unseren Kunden, aber auch den Planern und Bauherren zur Verfügung stehen. Alles für den Maler in der Farbenwelt Mit der neuen Farbmischanlage von Relius

können wir unseren Kunden das komplette Sortiment von Innen-und Außenfarben bieten. Außerdem führen wir eine breite Palette von Lacken und Farbputzen. Unsere spezialisierten Mitarbeiter im Bereich Farben beraten Sie gerne. Diese Farbenwelt ist durch eine Kooperation mit der bekannten Firma Straudi entstanden, deren Know-how nun auch bei TopHaus zu finden ist. Großer Bau- und Werkzeugmarkt auf 1000 Quadratmetern Im neuen Standort Bozen befindet sich auf

1.000 m² auch ein großer Bau- und Werkzeugmarkt für den Profi und für ambitionierte Heimwerker. Hier finden Sie Werkzeuge, Elektrowerkzeuge, Baugeräte, Befestigungstechnik, Arbeitssicherheitsausrüstung und Arbeitsbekleidung bekannter Marken wie Bosch, Dewalt, Makita, Fischer, Usag, Blåkläder, Kärcher und viele weitere mehr. Boninsegna jetzt bei TopHaus Durch die Integration der bekannten Firma Boninsegna befinden sich im Sortiment auch Spezialwerkzeuge für Hydrauliker, Schlosser, ❧ Werkstätten und Regaltechnik.

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ARCHITEKTURGESPRÄCH

DIE KLIMAHAUS-LEKTION Walter Angonese und Zeno Bampi gelten als Platzhirsche im Überetsch und im Unterland. Für ff haben sich die beiden Architekten an einen Tisch gesetzt. Ein Gespräch über Sinn und Unsinn des energetischen Sanierens und die Verbrechen der heimischen Architektur. Interview: Verena Pliger | Fotos: Ludwig Thalheimer

Gemischtes Doppel: Wenn es um die Zukunft der Architektur geht, reden sie sich in Rage. Die beiden Architekten Walter Angonese (Mitte) und Zeno Bampi (rechts) am Ufer des Kalterer Sees beim ff-Doppelinterview mit Verena Pliger.

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as Seehotel Ambach am Kalterer See gilt als eines der Architekturjuwelen des Landes. Der richtige Ort, wie wir finden, für ein Architekturgespräch. Zu Gast zwei Architekten, die Klartext reden. Walter Angonese und Zeno Bampi. Leise ist weder der eine noch der andere. Sie schätzen und kritisieren einander. Angonese stammt aus Kaltern, Bampi aus Neumarkt. Früher haben sie einiges gemeinsam geplant, heute geht jeder seinen Weg.

Sanieren Sie lieber oder bauen Sie lieber neu? Walter Angonese: Ich mache da keinen Unterschied. Der Altbau ist mit vielen Konditionierungen verbunden, beim Neubau konditioniere ich mich selbst oder lasse mich konditionieren. Zeno Bampi: Ich saniere lieber, im Gegensatz zu einem Neubau kann man sich auf die Historie beziehen und man ist nicht irgendwelchen Trends unterworfen. Früher hatten wir Architekten

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≥ DIE KLIMAHAUS-LEKTION

gegenüber dem Bauherrn aufgrund unserer Ausbildung und Erfahrung ja einen Informationsvorsprung. Seit es die sozialen Medien gibt, glaubt ja jeder über Architektur Bescheid zu wissen. Heute kann dir jeder auf Pinterest-Fotos seine Idee vom Traumhaus zeigen. Das klingt resigniert. Bampi: Nein, überhaupt nicht. Das beste Beispiel ist doch das Seehotel Ambach, vor dem wir sitzen. So wie es Otmar Barth 1973 entworfen und eingerichtet hat, sieht es noch heute aus. Ob Stühle, Sofas oder Lampen, es ist alles geblieben. Es gibt wohl kaum ein Hotel in Europa, wo man über 40 Jahre so gut wie gar nichts gemacht hat. Die meisten Hotels sind Moden unterworfen, je nach Trend wird ein Teil des Hauses umgebaut. Am besten jede Saison. So kommt es, dass viele verschiedene Stilrichtungen entstehen. Herr Angonese, Sie haben hier kürzlich die ersten kleinen Umbauarbeiten am „Ambach“ vorgenommen. Wie geht man mit einem solchen architektonischen Erbe um? Angonese: Dem Bauherren Klaus Maran lag, genauso wie vorher seiner Tante Anna Ambach, sehr viel an einem rücksichtsvollen Umgang mit dem Haus. Entsprechend sind wir den Umbau dieses Hotels fast hypodenkmalpflegerisch angegangen. Trotzdem hatten wir auch die eine oder andere Diskussion. Seine Frau meinte mal zu mir: Das ist ein Hotel und kein Museum. Bampi: Das Schöne ist, dass der „Sapore“ des Architekten Barth noch zu spüren ist. So was kannst nur Du, das ist ein seltenes Kompliment an Dich. Wer in Südtirol sanieren will, muss energetisch sanieren. Kann damit überhaupt die Ästhetik eines Gebäudes erhalten bleiben? Angonese: Mein Leitsatz lautet: Besser ein gutes Klima zu Haus als ein Klimahaus. Keine Frage: Dem Klimahaus stehe ich sehr kritisch gegenüber. Bampi: Sagen wir so: Es war ein gutes Geschäftsmodell, um dem Thema Kubaturerhöhung eine Tür zu öffnen. Aber es war der falsche Ansatz. Südtirol hat 85 Prozent Altbestand. Ein Laubenhaus oder ein Haus aus der Jahrhundertwende braucht andere Vorgaben als ein Bau aus den 70er-Jahren. Angonese: Man sollte evaluieren, welches Material für welches Haus und in welche Gegend passt. Ich war im Oktober zufällig in Syrakus, dort hat zeitgleich die Klimahouse Sicilia

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stattgefunden. Kollegen, die ich dort getroffen habe, haben mir von einer wahren Holzeuphorie berichtet. Sprich: Auf dem Kongress wurde vor allem der Holzbau beworben. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, Holz hat unglaublich tolle Qualitäten, aber doch bitte nicht in einer so heißen Region wie Süditalien! Das Magazin „Der Spiegel“ nannte es 2014 „Volksverdämmung“. Dämmen wir unsere Häuser wirklich zu stark. Bampi: Ja, und darunter leidet auch die Ästhetik. Denn jedes Dämmmaterial ist eine Zeiterscheinung und prägt die Architektur. Warum schauen alle Neubauten in Südtirol plötzlich großteils wie Schuhschachteln aus? Weil es nur noch darum geht, Wärmebrücken zu vermeiden. Die Außenhülle darf mit dem Innenraum nicht mehr in Verbindung gebracht werden, Balkone werden entkoppelt, Gebäude mit Trespaplatten zugekleistert. Verglichen mit der Modebranche ist das Erscheinungsbild unserer Häuser mit dem Qualitätsanspruch von H&M oder Zara gleichzusetzen. Alles sehr global, alles sehr schnell außer Mode. Angonese: Natürlich kostet es wenig, Häuser in Styropor einzupacken. Aber das ist doch nicht nachhaltig gedacht. Wir müssen auch an die Lebenszykluskosten denken und an die Entsorgung der Dämmmaterialien. In 20 oder 30 Jahren werden wir dieselben Schwierigkeiten haben wie aktuell mit dem Asbest. Brauchen wir einen Paradigmenwechsel? Angonese: Unbedingt. Vor allem bei der Bauweise. Das beste Beispiel ist das Projekt des Weinguts Pichler in Kaltern. Wir haben dort ein von der ETH Zürich entwickeltes Modell angewandt, das in der Schweiz bereits vielfach angewendet wird. Das heißt, wir haben die Dämmschichten wie Zwiebelschichten nach innen hin angebracht und außen Beton eingesetzt. In Südtirol ist das nicht erlaubt, hierzulande muss man die Dämmschichten nach außen hin anbringen. Wir hatten große Mühe, das Projekt durchzuboxen. Die Prüferin, die zur Abnahme kam, hat es nicht gutgeheißen. Am Ende konnte man Ulrich Santa überzeugen, das ETH-Modell hier in Südtirol zu testen. Herr Angonese, ganz ehrlich: Wäre das ohne Ihren Namen möglich gewesen? Angonese: Das weiß ich nicht. Bampi: Nein, sicher nicht. Walter ist eine Autorität, er lehrt an der Uni. Damit zählt er zu den

„KEINE FRAGE: DEM KLIMAHAUS STEHE ICH SEHR KRITISCH GEGENÜBER“ WALTER ANGONESE

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Zeno Bampi: Der 62-Jährige stammt aus Neumarkt und hat Architektur in Florenz studiert. Seit Anfang der Achtzigerjahre führt er in Neumarkt sein Architekturbüro und beschäftigt an die acht Mitarbeiter. Zu seinen Projekten zählen eine Reihe von denkmalgeschützten Bauten, wie der Ansitz Gelmini in Salurn, Schloss Englar in Eppan, der Gasthof Kohlern oder der Gasthof Löwen in Tisens. Bampi ist seit 30 Jahren Obmann der Freilichtspiele Neumarkt. Mitte der Achtzigerjahre eröffnete er mit seiner Frau die Önothek „Johnson & Dipoli“ in Neumarkt. Im Jahr 2000 erwarb er mit seiner Familie und Partnern den Hotelbetrieb „Berghof“ in Oberradein. Es ist ein kleines exklusives Hotel mit 14 Suiten. Seit zwei Jahren wird das Hotel von seiner Tochter Anna geführt und trägt den Namen „berghoferin“.

„FRÜHER HATTE DER KAMINKEHRER DAS SAGEN, HEUTE DIE KLIMAHAUSBERATER“ ZENO BAMPI

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Walter Angonese: Der 56-Jährige stammt aus Kaltern. Nach seinem Studium der Architektur in Venedig arbeitete er zwei Jahre beim Landesdenkmalamt. Als freischaffender Architekt wirkt er seit dem Jahre 1992. Zuerst für neun Jahre als Partner der A5-Architekten, seit 2002 mit seinem eigenen Studio in Kaltern. Seine Aufträge sind lokal wie international, dazu zählen die Kellerei Manincor und die Kellerei Pichler in Kaltern, die Kellerei Hofstätter in Tramin, das Landesmuseum Schloss Tirol, die Josefburg in der Festung Kufstein, die Raststation Lanz in Mühlbach, die Pforte zum Gretl am See in Kaltern oder das Sammlerhaus Dalle Nogare in Bozen. Angonese ist ordentlicher Universitätsprofessor für Entwurf an der „Accademia di architettura" in Mendrisio (CH) und gehört seit vier Jahren dem Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg an.

Eccelenze. Wir brauchen solche Architekten wie ihn. Wenngleich er in einer anderen Liga spielt. Angonese: Das stimmt so auch nicht. Die eben angesprochene Kellerei in Kaltern war ein LowBudget-Bau. Beton ist günstig, und ich wollte mal wieder eine Betonfassade etablieren. Das Grundproblem ist ein anderes. Die Berater der Agentur werden in Schnellsiederkursen ausgebildet. Wir brauchen Know-how, wir brauchen Experten. Ich baue in Vorarlberg gerade eine große Villa für einen bekannten Konzernchef. Die Villa bauen wir vollkommen aus Beton, und sie weist klimatechnisch die höchsten Standards auf. Warum? Weil wir dafür mit den besten Ingenieuren und Bauphysikern zusammenarbeiten, die international tätig sind. Hier hinkt Südtirol noch nach, auch unsere neue Generation an Planern. Warum fehlt den Südtiroler Planern das Know-how? Angonese: Wir haben viele tolle Planer, die rund um den Globus Erfahrung sammeln. Sobald sie nach Südtirol zurückkehren, um hier ihr Wissen und Können einzusetzen, werden sie durch die teils widersprüchlichen Überreglementierungen ausgebremst. Wer nicht die Fähigkeit hat, mit viel Empathie die globale Architektur runterzubrechen, kann sehr schnell in Resignation stürzen.

Verhindern die strengen Vorgaben also innovative Prozesse in der Architektur? Bampi: Früher hatte der Kaminkehrer das Sagen, heute die Klimahausberater oder Auditoren. Ohne ihre Unterschrift geht gar nichts. Angonese: Natürlich ist das Ganze auch eine Preisfrage. Für eine seriöse Klimahaus-Berechnung muss ein Bauherr mehrere Tausend Euro in die Hand nehmen. Hierzulande bekommt man sie bereits ab 500 Euro. Bauherren haben bei Materialien die Qual der Wahl. Welche Materialien haben nun wirklich die besten Eigenschaften für nachhaltiges Bauen? Bampi: Weniger ist mehr. Wir müssen wieder einen gesunden Mittelweg finden. Wir müssen wegkommen von den hochtechnologischen Entwicklungen. Für Freaks mag das ja eine tolle Sache sein, nicht Fenster zum Lüften zu verwenden, sondern die Temperatur über zehn Fühler zu regulieren. Aber das kann es doch nicht sein. Niemand wohnt gerne in einem Nylonsack. Angonese: In Europa haben wir Normen zum Klimaschutz, diese gilt es einzuhalten. In Südtirol aber sehe ich zwischen diesen Normen und der allmächtigen Agentur für Energie eine Komplizenschaft. Der Grundgedanke der Agentur war ja ein guter, leider ist sie mit den Jahren zu stark

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≥ DIE KLIMAHAUS-LEKTION

zu einem Machtinstrument verkommen. Mit Direktor Ulrich Santa findet langsam eine Erneuerung statt. Bampi: Auch die Einführung des Klimahauses R hat einiges bewirkt. Dennoch brauchen wir ein Gesamtmodell, damit wir wieder klimatisch vernünftige Räume bauen dürfen. Wer 25 Zentimeter Styrodur auf sein Haus pappt, mag zwar gute Werte erreichen, aber wo bitte schön bleibt das Lebensgefühl? Es geht doch auch niemand mit Stiefeln im Sommer auf das Laubenfest. Ihr Vorschlag? Bampi: Wir könnten einen Versuch wagen und uns je nach Höhenlage und Klimazone einer Gemeinde auf maximal fünf Materialien beschränken. Wird die Wirtschaft gegen einen solchen Vorschlag nicht Sturm laufen? Bampi: Leider ja. Bestimmte Unternehmen, die aus dem Materialraster rausfallen, würden sofort prozessieren. Angonese: Dabei wäre der Ansatz gar nicht

schlecht. In einigen Regionen wurden solche Ideen bereits umgesetzt. In der Toskana etwa darf man nur noch mit Stein, Holz, Ziegel, Cotto und Putz bauen. Daran müssen sich alle halten, selbst technologielastige Architekten wie Renzo Piano. Und in der Provence entsteht aktuell ein Dorf, bei dem nur Stein zum Einsatz kommen darf. So was könnte auch für Südtirol angedacht werden. Etwa dass man im Überetsch nur noch mit Putz arbeiten darf. Sie würden sich daran halten? Angonese: Man wirft mir immer wieder vor, sehr individualistisch zu bauen. Hätte ich klare Vorgaben wie eben in der Toskana, dann würde ich mich auch daran halten. Ich mag ja Konditionierungen, sie regen mich an, ambivalent und zweideutig dagegen anzukämpfen. Gäbe es im Überetsch also eine PutzVorgabe, so würde ich mich eben für einen Beton in Putz-Optik entscheiden. Bampi: Walter hat einfach immer Freude daran, ein Regelwerk zu unterlaufen oder alternativ zu interpretieren.

„SÜDTIROL IST VOM EIGENHEIMDENKEN VERSEUCHT“ WALTER ANGONESE

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So baut Angonese:

2. Genauso wie das Weingut Manincor hat Angonese auch diese Sammlervilla eingegraben. Geplant hat er die Bozner Villa gemeinsam mit dem Architekten Andrea Marastoni im Auftrag des Bauunternehmers Antonio Dalle Nogare.

Fotos: Günter Richard Wett

1. Obwohl in der Schweiz erprobt, ist die Vorgehensweise in Südtirol nicht erlaubt: die Dämmschichten wie Zwiebelschichten nach innen anzubringen und außen Beton einzusetzen. Angonese hat es beim Projekt für das Weingut Thomas Pichler in Kaltern dennoch getan und damit für mächtig Wirbel gesorgt.

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Bauen in Klausen, Klausen hat großen Bedarf an neuen Eigenheimen, bzw. Neubauten mit Garten und Garagen.

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Die Möglichkeit zur Realisierung der WohnbauErweiterungszone C6 auf den Gamper-Areal nähe dem Bahnhof besteht, da der Gefahrenzonenplan in Klausen unter Dach und Fach ist.

Das Grundstück hat knapp 6.000 qm, ist z. Zt. Gewerbezone mit begrenzter Zufahrt und wird lt. Gemeinde Klausen als Wohnbau-Erweiterungszone C6 ausgewiesen. Zu den Arbeiten am Gefahrenzonenplan ist der Eisackdamm in der Länge von ca. 150 m zu erhöhen und eine teilweise Auffüllung der Zone.

ALBERT GAMPER Bahnhofstr. 47 Klausen, Tel.: 377 45 45 607 E-Mail: 32 gamperal@gmail.com No. 19 / 2017

Fotos: Studio Bampi

Gesucht wird ein Unternehmen, welches das gesamte Projekt übernimmt.

2 So baut Bampi: 1. Zu den Projekten des Neumarkter Architekten Zeno Bampi zählen eine Reihe von denkmalgeschützten Bauten, aber auch Um- und Neubauten in der Gastronomie. Darunter der Rungghof in Girlan, ein historischer Ansitz mit einer über 500-jährigen Geschichte. 2. In Eppan Berg hat Zeno Bampi den Eggerhof saniert und erweitert. „Es muss nicht immer ein Neubau sein. Oft zahlt es sich aus, sich für eine ergänzende Architektur zu entscheiden“, so Bampi.

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≥ DIE KLIMAHAUS-LEKTION

Würden unsere Landschaften durch eine Materialbeschränkung aber nicht zu homogen? Angonese: Das Problem heute ist ja vor allem die Heterogenität in der Architektur. Früher gab es noch Stilvorgaben, denken wir nur an die Gotik oder die Romanik. Heute erleben wir eine Stillosigkeit. Es gibt keine Vorgaben, was richtig oder was falsch ist. Deshalb brauchen wir wieder klare Vorgaben vonseiten der Politik. Vor allem für die Gestaltung des öffentlichen Raums, also für Außenfassaden. Der österreichische Architekt Adolf Loos meinte bereits vor hundert Jahren: eAußen baue ich für die Gemeinschaft, innen für mich. Wir müssen Bauherren also wieder mehr Freiheiten zugestehen. Wer mag, soll seine Innenräume 4,30 Meter hoch bauen dürfen. In Südtirol ist das aktuell nicht möglich. Wir brauchen wieder ein Gefühl für Räume und nicht nur für Kubatur. Das Kubaturdenken ist die große Geißel des räumlichen Denkens.

Harmonische Lichtblicke Wir haben unsere Flachdach-Fenster neu erfunden. Noch mehr Tageslicht für jede Wohnsituation. Ein Fenster mit gebogenem Glas für ein einfaches Ablaufen des Regenwassers und somit stets eine klare Sicht. Schlichtes Design, CurveTech-Technologie, hochwertige Materialien in acht Formaten für ambitionierte Projekte.

Was finden Sie so schlecht daran, möglichst viel Kubatur zur Verfügung zu haben? Angonese: Das Kubaturdenken hat sich in die Köpfe der Mittelklasse eingeprägt. In Südtirol hat man ab den 70er-Jahren massiv das Reihenhausmodell gefördert. Wie sich heute herausstellt, war das ein großer Fehler. Der Erhalt eines solchen Hauses ist sehr teuer, immer weniger Südtiroler können es sich leisten. Die Kinder ziehen weg, und plötzlich stehen die Eltern allein in ihrem 70 Quadratmeter großen Wohnzimmer. Südtirol hat das generationsübergreifende Wohnen verpasst. Sie meinen also Wohnprojekte, wo junge Familien, Singles und Senioren zusammen leben und sich gegenseitig helfen? Bampi: Ja genau. Wohnformen, wie es sie auch früher gegeben hat. Denken wir nur an das Saalhaus in Neumarkt. Im ersten Stock gab es einen großen Kommunikationsraum, und darüber wurden Wohn- und Schlafräume angeordnet. Angonese: Bis vor Kurzem hat die streng reglementierte Südtiroler Wohnbaupolitik solche Projekte gar nicht zugelassen. Nun endlich hat die Landesregierung für Bozen zwei Co-HousingProjekte genehmigt. Ein wichtiger Schritt. Co-Housing schafft wieder Platz für Häuser. Bampi: Und man muss seine Mutter im Alter auch nicht gleich ins Altersheim bringen. Die gemeinschaftliche Nutzung und Verdichtung von Gebäuden wird das Thema der Zukunft sein. Die Co-Housing-Projekte wurden auch genehmigt, weil sich immer weniger junge

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sollten wir uns verabschieden. Es gibt keine sicheren Ehen und kein sicheres Wohnen mehr. Welche Fehler sollten sich in der Südtiroler Architektur nicht noch einmal wiederholen? Bampi: Ein Fehler war sicher, das Gewerbe auszulagern. Plötzlich gab es nur noch Wohnsiedlungen und Industriezonen, aber keine vernünftige Durchmischung mehr. Wenn wir über Ortschaften sprechen, so muss man ganz klar sagen, dass hauptsächlich in vielen Landgemeinden mit den Siedlungsbauten viel verbrochen wurde. Angonese: Eppan ist das perfekte Beispiel, wie man eine Landschaft, die in den 60er Jahren noch ein Juwel war, zusehends relativiert. Auch im Pustertal wurden mit dem ökonomischen Hype viele Fehler gemacht. Einzig die Vinschger haben relativ früh auf ihre Landschaft Rücksicht genommen. Auch da die dortigen Bürgermeister Architekten wie Gapp, Spitaler, Tscholl oder Dietl als Berater hinzugezogen haben. Warum passieren solche Fehler? Bampi: Weil der Architektur keine Zeit mehr gegeben wird. Ein Architekt ist dann gut, wenn er es schafft, ein Projekt innerhalb von sechs Monaten durchzuboxen. Angonese: Oh, da bin ich wohl sehr schlecht. Ich brauche drei Jahre.

Konträre Ansichten: Während Zeno Bampi (rechts) ein Verfechter des Hauseigentums ist, outet sich Walter Angonese (links) als überzeugter Mieter: „Ein Eigenheim bindet, und ich brauche die Freiheit, jederzeit an einen anderen Ort ziehen zu können.“

„NIEMAND WOHNT GERNE IN EINEM NYLONSACK“ ZENO BAMPI

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Menschen den Bau, den Kauf oder die Sanierung einer Wohnung leisten können. Angonese: Südtirol ist vom Eigenheimdenken verseucht. Ich bin ein überzeugter Mieter. Natürlich hätten wir für all das Geld der Miete längst ein Haus erwerben können. Aber ein Eigenheim bindet, und ich brauche die Freiheit, jederzeit an einen anderen Ort ziehen zu können. Bampi: Ich war immer schon ein Verfechter des Hauseigentums. Bereits in jungen Jahren habe ich in Neumarkt sanierungsbedürftige Häuser gekauft und saniert, um sie dann an junge Familien und Freunde zu vermieten. Angonese: Unserer Generation ging es darum, ein Nest zu bauen und dieses ein Leben lang zu verteidigen. Von diesem gesellschaftlichen Drang

Immer mehr Bauherren entscheiden sich gegen einen Architekten und für einen Geometer. Bampi: Durch die Liberalisierung gibt es ja keine Tarifvorgaben mehr. Früher galt die Regel: Ein Architekt bekommt acht Prozent der Bausumme. Bei einem Bau von 400.000 Euro macht das 32.000 Euro, das ist viel Geld. Erst recht wenn Mitbewerber nur 15.000 Euro verlangen. Dazu kommt, dass Architekten nicht mehr wertgeschätzt werden. Angonese: Wir sind selbst schuld daran. Wir haben uns aus der Mitte der Gesellschaft rausmanövriert. Nun müssen wir uns bemühen, uns wieder zu integrieren. Wie viel verlangen Sie, Herr Angonese? Angonese: Ich verlange das Honorar, das mir zusteht. Zeno Bampi hat vor vielen Jahren einen sehr intelligenten Satz gesagt: Ein Bauherr muss bei den 92 Prozent sparen, und nicht bei den 8 Prozent. Bampi: Ach, das freut mich, dass Du Dir diesen Grundsatz zu Herzen genommen hast. Als einer ■ der wenigen unserer Architektenkollegen.

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≥ DIE KLIMAHAUS-LEKTION PR-INFO

DESIGN IM BAD Mit innovativen Produktdesigns konnte Provex auf der internationalen Fachmesse ISH in Frankfurt begeistern. Geschäftsführer Oswald Fischnaller erklärt die diesjährigen Produktneuheiten.

Oswald Fischnaller: Unser Sortiment lässt sich im Wesentlichen auf zwei Produktlinien zusammenfassen: Dies sind zum einen elegante Duschkabinen und Faltwände, zum anderen ein umfangreiches Griff- und Sitzsystem für eine barrierefreie Badplanung. Was verbindet Ihre zwei Produktlinien? Im Bad und gerade im Duschbereich werden hohe Anforderungen an Komfort und Sicherheit gestellt, weshalb das Griff- und Sitzsystem eine sinnvolle Ergänzung zu unserem Duschkabinen-Sortiment ist.

Serie 500

Was sind die Produktneuheiten, mit denen Sie dieses Jahr aufhorchen ließen? Dieses Jahr haben wir gleich drei Neuheiten präsentiert: Zum einen unser neues Griffsystem Serie 500, das Ästhetik und Komfort besonders genial in sich vereint. Das Griffsystem findet sowohl im Dusch- wie auch im Badbereich Anwendung und besticht durch eine sehr große Modell- und Maßvielfalt. Eine weitere Neuheit stellt die Duschkabinen-

MINMAXSYSTEM

serie Jolly dar. Diese besticht durch ein puristisches Design mit einheitlicher Glas- und Profilhöhe von 200 cm, gänzlich ohne Querverbinder. Neu bei dieser Serie ist außerdem das patentierte Min-Max-System mit bis zu 90 mm Verstellbereich sowie ein Pendelscharnier, das die Tür um unvergleichliche 270 Grad nach innen und außen öffnen lässt. Und welche ist die dritte Neuheit? Ganz neu haben wir im eigenen Designstudio die Schiebetür-Serie Soft entwickelt, die dank eines innovativen Soft-Stop-Systems eine ultrasanfte Schließung und Öffnung der Tür gewährleistet. All diese Neuheiten wurden erstmalig im März auf der internationalen ❧ Fachmesse ISH in Frankfurt präsentiert.

Neuheit 2017 - Serie Jolly

Herr Fischnaller, viele verbinden Provex mit hochwertigen Duschkabinen. Dabei umfasst Ihr Produktsortiment viel mehr. Welche sind die wichtigsten Produkte von Provex?

VIEL MEHR DUSCHKABINE Provex Industrie GmbH - I-39031 Bruneck (BZ) - Fon: +39 0474 571 511 - info@provex.eu - www.provex.eu

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KLEINE RÄUME

RAUMWUNDER 47 Quadratmeter auf engstem Platz: Ein junges Mailänder Architekturstudio weitete in einer Sterzinger Dachwohnung den Raum. Wie? Mit einem klaren Farbkonzept. Text: Verena Pliger

Untergeschoss

Der Grundriss: Unten die Küche, der Wohnbereich und das Badezimmer. Oben die Galerie mit dem Schlafzimmer.

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Obergeschoss

Das Raumkonzept: Zwei Ebenen auf nur 47 Quadratmeter Raumfläche – die neue Galerie macht es möglich.

eniger ist mehr. Nach dieser Devise hat sich ein junges Architekturstudio aus Mailand in Sterzing ans Werk gemacht. Davide Gratteri und Marta Lavezzari haben auf engstem Raum viel Platz geschaffen. Die Architekten haben einer Dachgeschosswohnung neues Leben eingehaucht. Entworfen und eingerichtet für den 23-jährigen Francesco Lavezzari, den jüngeren Bruder der Architektin. „Mein Bruder arbeitet seit zwei Jahren in Sterzing. Nachdem er zwei Jahre in Brixen gewohnt hat, ist er auf diese Dachgeschosswohnung gestoßen. Sie befindet sich in einem Haus aus den Siebzigerjahren, und wir durften sie an seine Bedürfnisse anpassen“, so Marta Lavezzari.

Die Einrichtung: Helles Fichtenholz trifft auf modernes Schwarzblech. Damit dominieren natürliche Materialien.

Die Baukosten: Ein Low-Budget-Projekt um 33.000 Euro – inklusive Lampen, Stühle und Accessoires.

raum. Die beiden existierenden Räume haben wir dafür aufgebrochen, eine Wand entfernt und an ihre Stelle eine Falttür aus Holz eingesetzt“, so die Architektin. Highlight des Raumes: Eine Galerie, die oberhalb der Küche angebracht wurde und als Schlafzimmer fungiert, erreichbar über eine simple Holztreppe.

EIN HAUCH SKANDINAVIEN. Als Hommage an Südtirol haben sich die Architekten bewusst für Die Architekten: Marta natürliche Materialien entschieden. In der 47 Lavezzari, 27, und Davide Gratteri, 28, stammen aus Quadratmeter großen Wohnung dominiert hell Mailand und haben am dortigen gebeizte Fichte. „Kombiniert haben wir das helle Politecnico Architektur studiert. Holz mit Schwarzblech. Eine Kombination, die Seit November 2016 haben sie ihr eigenes Studio: Jab Studio. dem Zeitgeist entspricht und sich am skandinavischen Einrichtungsstil orientiert“, so Davide Gratteri. Die Möbel, von der Küche bis zum Bett, wurden von OPEN-SPACE-RAUM. Im Frühjahr 2016 begannen sie mit der Jabstudio entworfen und von der Tischlerei Rainer G. & FaisstPlanung, Ende September mit den Bauarbeiten, im Dezember nauer aus Freienfeld ausgeführt. „Uns war es wichtig, mit Handbezog der junge Mann sein neues Reich. „Wir wollten weg von werkern aus der Region zusammenzuarbeiten, 80 Prozent der der klassischen Unterscheidung zwischen Schlaf- und Wohn- Arbeiten wurden vom Tischler gefertigt“, so Marta Lavezzari. ■ 36 No. 19 / 2017

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≥ RAUMWUNDER

Aus zwei mach eins: Dank dieser Falttür aus Holz kann die Küche einfach und schnell vom Wohnzimmer abgetrennt werden.

Alles in einem Raum: Um Platz zu sparen, wurde das Schlafzimmer auf einer zweiten Ebene errichtet. Der Zugang erfolgt über eine Treppe.

Ton in Ton: Der Esstisch in der Küche ist mobil. Er kann in der Raummitte oder direkt am Küchenblock positioniert werden.

Cleverer Stauraum: Die Architekten haben jede Nische ausgenutzt. Ausziehbare Schubladen unter dem Bett sorgen für zusätzlichen Platz.

Gelungenes Farbkonzept: Ein willkommener Kontrast zur hellen Fichte: Spiegel und Armaturen im Bad wurden bewusst in Schwarz gehalten.

Nordisch leicht: Selbst im Badezimmer dominiert Holz. Die Nasszelle wurde unter der Galerie positioniert, entsprechend ist die Decke aus Holz.

Helle Einheit: Die Stiege ist genauso wie die übrigen Möbel aus weiß gebeiztem Fichtenholz. Das helle Holz soll frische, lichte Akzente setzen.

Foto: Jabstudio

Hochgefühl: Die Architekten wollten in dieser Dachgeschosswohnung einen Open-Space-Raum schaffen. Das Schlafzimmer befindet sich auf einer Galerie. Von diesem indirekten Obergeschoss fällt der Blick auf den Esstisch in der Küche.

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ERWEITERUNG

SPIEL MIT DEM DACH Das Haus aus den Sechzigerjahren, das Dach baufällig, die Wohnräume eng und klein. Wer weiträumiger und frischer wohnen will, muss nicht von Grund auf neu bauen. Dieses Beispiel in Dorf Tirol zeigt, wie Verdichtung durch Erhöhung gelingt. Text: Verena Pliger

1. Stock

Der Grundriss: Die im Zuge der Kubaturerweiterung entstandene Wohnung hat eine Nettowohnfläche von 114 m2 und erstreckt sich über zwei Geschosse.

Das Raumkonzept: Unten der Wohn- und Essbereich, zwei Schlafzimmer und das Badezimmer, oben das Fernsehzimmer und ein Hobbyraum.

Die Einrichtung: Die Böden, Möbel und die Treppe sind aus hellem Lärchenholz, die Küche in einheitlichem Weiß, die Zementfliesen erfrischend bunt.

Die Baumaßnahmen: Kubaturerweiterung zwischen Frühjahr und Dezember 2016. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss blieben im Bestand erhalten.

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ehr Raum, mehr Licht, eine schönere Optik. Das wünschte sich der Bauherr aus Dorf Tirol für sich und seine Familie. Bislang lebte er im ersten Stock dieses Hauses aus den Sechzigerjahren. Ein Haus, das in die Jahre gekommen war. Das Dach nicht isoliert, die Gebäudehülle des Dachgeschosses baufällig. Warum also nicht eine Rundumsanierung vornehmen? Und war38 No. 19 / 2017

Dachgeschoss

um sich in diesem Zuge nicht den Traum von größerem Wohnraum erfüllen? AUS DEM TRAUM wurde 2015 ein Projekt. Der Bauherr entschied sich für eine Kubaturerweiterung. Hierfür wurde das Gebäude um ein Geschoss erhöht. „Uns war es wichtig, dass die bisherige Formgebung bleibt, wir wollten nicht einfach nur ≥

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≥ SPIEL MIT DEM DACH

2. Dachaufstockung: Im vergangenen Jahr wurde an diesem Haus in Dorf Tirol eine Kubaturerweiterung vorgenommen. Hierfür wurde das Gebäude um ein Geschoss erhöht. Die bisherige Formgebung mit dem Satteldach wurde bewusst beibehalten.

Fotos: Davide Perbellini

1. Umrahmung: Die Aufstockung ergibt eine stimmige Einheit. Damit das gelang, wurden das Dach, die auskragenden Balkone, die große Terrasse und die seitlichen Stützen umlaufend umrahmt. Die Umrahmung und der Balkonboden bestehen aus unbehandelter Lärche.

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1. Hoch hinaus: Der Blick vom Dachgeschoss auf die offene Wohnküche. Aktuell befindet sich hier ein weitläufiges Fernsehzimmer. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das Dachgeschoss flexibel in mehrere Kinderzimmer aufgeteilt werden.

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2. Mut zum Muster: Die offene Küche spielt mit Kontrasten und wirkt so nicht steril. Im Zentrum eine Kochinsel und ein anthrazitfarbener Ofen, dazu gesellen sich bunte Zementfliesen aus Marokko. „Der Ofen ist vor allem in der Übergangszeit enorm wertvoll“, erzählt die Architektin Nadia Erschbaumer.

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Fotos: naemas

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≥ SPIEL MIT DEM DACH

Gefühl von Freiheit: Durch die Kubaturerweiterung wurde das Gebäude um ein Geschoss erhöht. Damit verteilt sich die Wohnung auf zwei Ebenen. Von der offenen Wohnküche führt eine von der Decke abgehängte Treppe in die obere Etage.

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Die Mischung macht’s: Böden, Esstisch und Treppe sind aus Lärchenholz. Diese Einheit sorgt für eine warme und angenehme Farbstimmung. Die Stühle mit der orangen Polsterung sind Familienerbstücke. Sie sorgen für den richtigen Stilmix.

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DIE ARCHITEKTEN IM GESPRÄCH

NADIA ERSCHBAUAMER: Das hat sicher mit der Bauweise zu tun. Als Material kamen monolithische, ausgedämmte Vollwärmeziegel zum Einsatz. Sie haben eine lange Lebensdauer und weisen eine hervorragende Energie-Bilanz auf. Zudem kann man auf eine zusätzliche konventionelle Außenwärmedämmung verzichten. Man spart also Zeit, da die Wand vor dem Verputzen nicht erst gedämmt werden muss. Haben Sie also völlig auf zusätzliche Dämmung verzichtet?

Foto: naemas

Die Umbauarbeiten wurden in weniger als einem Jahr abgeschlossen. Wie gelang es, den Umbau so schnell über die Bühne zu bringen?

Die beiden 36-jährigen Architekten Nadia Erschbaumer und Martin Seidner vom Meraner Architekturstudio naemas.

Die auskragende Balkonplatte besteht aus einer massiven KLH-Platte. Diese Kreuzlagenholz-Platten sind übereinandergestapelte Fichtenlamellen, die unter

einem hohen Pressdruck zu großformatigen Bauelementen verleimt werden. Da diese großflächigen Platten gute Wärmeeigenschaften aufweisen, mussten wir den Balkon nicht zusätzlich umdämmen. Die Untersicht dieser Platte diente gleichzeitig als sichtbare Oberfläche und wurde lediglich mit einem natürlichen Farbanstrich vorbehandelt. Stichwort Balkon: Warum haben Sie sich entschieden den Balkon rundum zu verlängern? Diese Rundumverlängerung hat vor allem praktische Vorteile. Man kann heute auf dem Balkon das gesamte Obergeschoss umrunden. Allein beim Reinigen der Fensterfronten kann sich das als sehr praktisch erweisen.

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≥ SPIEL MIT DEM DACH

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1. Home-Spa: Hingucker im Badezimmer ist die frei stehende Badewanne. Die Leitungen für die Wanne und die puristische Armatur wurden in den Boden verlegt. Die Pendelleuchte und der handgefertigte Handtuchhalter, beide aus Kupfer, sind Zeugnis eines individuellen Einrichtungsstils.

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2. Wandschätze: Genauso wie in der Küche kommen auch im Badezimmer bunte Zementfliesen zum Einsatz. Mit ihren orientalischen und abstrakten Mustern setzen sie in der Dusche lebendige Farbakzente und lockern die Nasszelle auf. „Diese Fliesen stammen aus Marokko. Das Muster ist nicht nur aufgedruckt, sondern richtig durchfärbt. So nutzt sich das Muster auch mit der Zeit nicht ab“, erklärt Martin Seidner.

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was draufsetzen. Die Erhöhung sollte mit dem Bestand eine Einheit bilden, und das Haus sollte weiterhin zu den umliegenden Gebäuden passen. Ein Stilbruch wäre weder in unserem Interesse gewesen, noch im Interesse des Bauherren“, so die Architektin Nadia Erschbaumer. Gemeinsam mit Martin Seidner vom Meraner Architekturstudio naemas hat sie den Umbau geplant.

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Fotos: naemas

3. Erholungsgebiet: Selbst im Badezimmer dominieren raumhohe Fenster. Sie erlauben einen großzügigen Ausblick in die Natur und damit über das gesamte Burggrafenamt. Die beiden weißen Keramikbecken bilden in Kombination mit den Zementfliesen ein elegantes Wohngefühl.

DAMIT DIE AUFSTOCKUNG eine stimmige Einheit bildet, wurden das Dach, die auskragenden Balkone, die große Terrasse und die seitlichen Stützen umlaufend umrahmt. Für die Umrahmung sowie für den Balkonboden kam vorbehandeltes Lärchenholz zum Einsatz. „Das Besondere sind die vertikalen Stäbe, die bis zum Dach reichen. Sie sollen auch als Rankgerüst dienen, an dem Kletterpflanzen entlanglaufen können. Diese Begrünung sieht nicht nur gut aus, sondern schafft auf den Balkonen auch Privatsphäre“, so die Architektin Nadia Erschbaumer. Aufgegriffen werden die vertikalen Stäbe auch im Inneren des Gebäudes. Bei der Innentreppe etwa, die vom unteren in das obere Dachgeschoss führt. Um Platz für diese Treppe zu schaffen, wurde das Dach leicht asymmetrisch geplant. HEUTE LEBT die dreiköpfige Familie in hellen Räumen. Aus der ehemaligen kleinen Dachgeschosswohnung wurde eine weitläufige Wohnung, die sich auf zwei Ebenen verteilt. Die doppelte Raumhöhe verleiht dem Wohnraum eine luftig-leichte Atmo■ sphäre. Kurzum: ein Gefühl von Freiheit.

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Foto: Ethimo

TERRASSENBÖDEN

HOLZ ODER STEIN? Terrassen und Balkone liegen in Südtirol im Trend wie noch nie. Sie erweitern das Wohnzimmer ins Freie. Doch welcher Belag eignet sich für welche Freiluftoase? Der Vergleich: Holzdielen versus Natursteinplatten.

Foto: Fast

Foto: Ethimo

Text: Verena Pliger

Gut zu wissen: Die Wahl des Bodenbelags zählt zu den wichtigsten Entscheidungen beim Planen von Balkon und Terrasse. Doch ganz egal, für welches Material Sie sich entscheiden, wichtig ist bei der Anlage der Terrasse ein optimaler Wasserabzug. Nur so bleibt nach einem Regen kein Wasser liegen und bilden sich keine Moose. Experten empfehlen ein Gefälle von mindestens zwei Prozent.

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≥ HOLZ ODER STEIN?

HOLZDIELEN

Foto: Lobis Böden

Die Vorzüge: Ob rustikaler Landhausstil oder ausgefallenes Design, eine Terrasse mit Holzdielen passt zu jedem Einrichtungsstil und sorgt für wohnliches Ambiente. Ideal zum Barfußlaufen, denn Holz heizt sich nicht so schnell auf, kühlt aber auch nicht so schnell ab.

Innovation & Natürlichkeit: Das Terrassensystem Lobitec wurde vom Südtiroler Paul Lobis entwickelt. Dabei handelt es sich um ein patentiertes Terrassensystem mit verdeckter Fuge und unsichtbarer Verschraubung. Im Bild: Massivholzdielen in thermobehandelter Esche, 2017 von Lobis Böden im Parc Hotel am See in Kaltern realisiert.

Die Haltbarkeit: Schimmel und Witterungseinflüsse können den Dielen zusetzen. Wie lange ein Holz hält, hängt von der Holzart ab. Tropenhölzer wie Teak oder Massaranduba werden mit 25 Jahren die höchste Haltbarkeit eingeräumt. Gleichzeitig stehen diese Tropenhölzer wegen des Raubbaus an den Regenwäldern gerne in der Kritik. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte beim Kauf auf zertifizierte Ware aus nachhaltiger Forstwirtschaft achten.

Die Witterungsbeständigkeit: Holz ist ein Naturstoff, der sich unter dem Einfluss von Sonne oder Regen mit der Zeit verändert. Sprich: Holz bleicht mit der Zeit aus, sodass es früher oder später vergraut. Wobei das Grau von vielen als attraktive Patina angesehen wird.

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Foto: Ulrich Egger

Die Pflege: Wer die ursprüngliche Holzfarbe länger erhalten möchte, kann die Dielen einmal im Jahr, idealerweise im Frühjahr, mit einem Pflegeöl behandeln. Dafür zuerst die Terrasse mit einer Bürste und Wasser (ohne Putzmittel) gründlich reinigen. Nachdem die Dielen komplett getrocknet sind, mit einem Holzöl einlassen.

Design & Leistungsfähigkeit: Verbundwerkstoffe gewähren langanhaltenden Schutz vor Witterungseinflüssen, sind extrem pflegeleicht und behalten ihre Optik über lange Zeit bei. Im Bild: UPM Profi Terrassendiele, 2011 von der Karl Pichler AG im Vinschgau realisiert.

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NATURSTEINPLATTEN

Foto: Fuchs AG

Die Vorzüge: Natursteinplatten kommen nicht aus der Mode. Viele von ihnen werden in Steinbrüchen hier in Südtirol abgetragen. Zum Beispiel Silberquarzit, Granit, Hartsandsteine, Gneise oder Porphyr. Gefragt sind im Moment vor allem über ein Meter große Formate. Sie lassen selbst kleine Terrassen größer wirken. Bei den Farben dominieren Anthrazit, Beige und Schwarz.

Zeitlos & raffiniert: Natursteinterrassen passen genauso zu einem rustikalen wie zu einem modernen oder mediterranen Ambiente. Hier im Bild: eine Terrasse, verlegt mit Passeirer Stein. Hierbei handelt es sich um einen Gneis aus dem Passeiertal. Von der Fuchs AG im Sport & Wellness Resort Quellenhof realisiert.

Die Haltbarkeit: Bei den Natursteinen gleicht kein Stein dem anderen. So entsteht eine spannende und einzigartige Optik, die sich auch nach Jahren kaum verändert. Die extreme Langlebigkeit von Natursteinplatten wird gerne als großer Vorteil gegenüber Holzterrassen angeführt. Granit etwa gilt als äußerst säure-, hitzeund kratzbeständig.

Die Witterungsbeständigkeit: Steinterrassen gelten als sehr widerstandsfähig. Gerade für Südtirol ein wichtiges Argument. Während sich aufgrund des Schnees und Frostes nicht jede Fliese für den Außenbereich eignet, können die meisten Natursteinplatten landesweit problemlos verlegt werden.

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Foto: Nikolaus Bagnara AG

Die Pflege: Auch wenn Terrassenböden aus Naturstein wenig Pflege brauchen, einige Pflegetipps gilt es dennoch zu beachten: Natursteinflächen sollten grundsätzlich nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden. Sie könnten kalkzersetzend wirken und so den wertvollen Stein aufhellen.

Langlebig & pflegeleicht: Granit gilt als hartes und langlebiges Gestein, ideal also für den Außenbereich. Hier im Bild: Granit „Silver Cloud“ in Dielenoptik geschnitten, aus dem firmeneigenen Steinbruch von Nikolaus Bagnara in den USA. 2017 in Eppan von der Nikolaus Bagnara AG verlegt.

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≥ HOLZ ODER STEIN?

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LIEGEN IM GARTEN Die Gartensaison ist eröffnet, endlich geht es wieder ins Freie. Ob für den Logenplatz oder den schattigen Rückzugsort an der Sonne – auf dem Mailänder Salone del Mobile wurden die Neuheiten der Saison präsentiert. Das sind unsere Lieblinge. Text: Verena Pliger

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6 4 7 1. Schattenspender: Schutz in Form eines Flügels, ganz ohne dichtes Gewirr von Streben. Der windstabile Sonnenschirm „Infina Square“ von Umbrosa. Preis: 960 €.

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5 2. Lounge: Die Liege „Nauta“ von Umbrosa bringt das Wohnzimmer in den Garten. Unten Tisch mit Sitzbank, oben Polsterliegen zum Chillen in der Sonne. Preis: ab 5.999 €.

3. Hochlehner: Abgebeiztes Teakholz trifft auf naturfarbene Textilien. „York“ von Unopiù, ein origineller und pflegeleichter Zweisitzer (175 x 100 x 101 cm). Preis: ab 1.900 €.

4. Regiestuhl: Der klappbare Armstuhl „Emy“ von Unopiù aus Teakholz, kombiniert mit extraweichem und glattem Leder, handgegerbt in der Toskana. Preis: 1.390 €

5. Stapelstuhl: Die Sitzschale erinnert an einen filigranen Baum. Der salbeigrüne Stuhl „Forest“ von Fast ist stapelbar und damit platzsparend. Preis: 319 €

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6. Polsterliege: Der perfekte Rückszugsort zum Entspannen. Der „Siena Teak Lounger“ von Manutti aus Teakholz. Die Liege ist rollbar, die Rückenlehne verstellbar. Preis: 1.910 €

7. Leuchte: Der weiße Kerzenhalter „Flame“ (H: 69 cm) von Manutti sorgt für Atmosphäre. Aus pulverbeschichtetem Aluminium und einem Sockel aus Irokoholz. Preis: ab 260 €.

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