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ff-extra vom 08.03.2018 – ff Nr. 10

Beilage zu ff 10/2018 I Vers. in Post. - 45% I Art. 1 Abs. 1 I Ges. 353/2003 (abg. Ges. 27.02.2004 Nr. 46) CNS Bozen I Poste Italiane SpA I Taxe percue / Tassa pagata

wohnen

dolce vita

Ingrid Canins

Verrückt und speziell: So leben Südtirols Architekten und Designer Jäger und sammler

Die Bozner Altstadtwohnung des ­Modepaares Anna Quinz und Fabio Dalvit

Das Experiment

Leben zwischen Beton und Zirbe: So wohnt das Architektenpaar Willeit und Pedevilla

Wohntrends

Der Sommer kann kommen: die neue Leichtigkeit in Küche und Bad


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Inhalt

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Das neue Heim der Pusterer KĂźnstlerin und Designerin Ingrid Canins.

So lebt der KĂźnstler und Bildhauer Othmar Prenner auf dem Raffeinhof.

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Eins mit der Natur

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Foto: Alexander Alber

Die Trendsetterin

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Zeitlos modern

Zu Besuch beim Architekten Armin ­Pedevilla im Weiler Pliscia.

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Das Modepaar Anna Quinz und Fabio Dalvit zeigt ihre Bozner Altbauwohnung.

Was Skyr kann und in welchen Gerichten sich das Milchprodukt richtig toll macht.

Foto: Beatrice Pilotto Photographer

Jäger und Sammler

Trendfood Skyr

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So gelingt die Ruhezone: Beste Zutaten fĂźr das Badezimmer.

Cooler Look in der Kßche – der Sommer kann kommen!

SchĂśner relaxen

Das Auge isst mit

Impressum

„ff-extra Wohnen“, 08.03.2018, Beilage zu ff 10, Herausgeber: FF-Media GmbH, Eintrag. Landesgericht Bozen 9/80 R.ST. vom 27.08.1980, Presserechtlich verantwortlich: Manuel Saxl; Konzeption & Redaktion: Verena Pliger; Grafik & Layout: Sabine Rainer; Werbung: Elisabeth Forer-Naumann, Roswitha Rauter, Miriam Kaser, Bernhard Elzenbaumer; Titelseite: ­Alexander Alber. Š Ž FF-Media GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf reproduziert werden, weder mit grafischen, mechanischen, elektronischen, noch mit digitalen Mitteln. Jeglicher Missbrauch wird im Rahmen des Gesetzes verfolgt.

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Nur Mut! Feines und ­Rustikales, ­Exotisches und Klassisches – ­Ingrid Canins schafft den ­Spagat. Mit Gespür für Textilien und ­Muster hat sie sich im ­Ansitz von Mohrenfeld eingerichtet.

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≥Ingrid Canins

AUFHOFEN

Verrückt Ein denkmalgeschütztes Gebäude ist das neue Heim der ­Designerin Ingrid Canins. Ein Sammelsurium aus eigenen Werken, Fund- und Erbstücken. Text: Verena Pliger | Fotos: Alexander Alber

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arlene-Dietrich-Hosen, Plateauschuhe, dazu eine lässige Bomberjacke. Ingrid Canins kennt die Trends der Mode, des Designs. Trends, auf die sie gerne pfeift. Sie liebt das Spiel ohne Grenzen, liebt es, Farben, Stile und Formen zu mixen, genießt es, eigene Wege zu gehen. Ingrid Viktoria Canins, wie die gebürtige Bruneckerin mit vollem Namen heißt, mag den Gegensatz, das Einfache, das Andere. „Mittlerweile sehen alle Wohnungen gleich aus. Klassisch, Standard, kaum einer traut sich noch was“, erzählt die Frau mit den schwungvollen blonden Locken. Sie selbst hat eine Leidenschaft für das Gelebte. Ihr ganzes Leben lang hat sie in alten Häusern verbracht. Auf Bauernhöfen, in Schlössern, in historischen Ansitzen. Die gebürtige Bruneckerin mit ladinischen Wurzeln mag den Duft des Ursprungs, die bewegte Geschichte alter Gemäuer.

Seit einem Jahr lebt sie mitten in Aufhofen, dem kleinen sonnigen Weiler nördlich von Bruneck. Ihr neues Heim: der denkmalgeschützte Ansitz von Mohrenfeld, ein ehemaliges Widum, erbaut im frühen 16. Jahrhundert. „Für mich war klar: Bleibe ich im Pustertal, ziehe ich in diesen Ansitz. Wenngleich ich gar nicht wusste, wie dieses Haus innen aussieht. Aber allein schon

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1. Guck-guck: Ingrid ­Canins ist Art-Director für den Innenbereich. Sie designt Möbel, ­gestaltet Räume, malt Fresken. Ihre Arbeiten pendeln zwischen Kunst, Design und Handwerk. Eine vielseitige Künstlerin mit einem Hang gegen die Konvention. Jedes Stück ist Ausdruck ihrer quirligen Persönlichkeit. Etwa die blaue Bank „Huck di nido“ – designt in der Farbe Schurzblau. 2. Farbtupfer: Bis ins kleinste Detail verpasst Ingrid Canins der ­Wohnung im Ansitz zum Mohrenfeld eine persönliche Note. Mit ­einem spielerischen Mix aus Südtirol und der Welt, ­einem unregulären Farbkonzept und ihren eigenen Entwürfen. ­Eines ihrer jüngsten ­Möbeldesigns: die ­Kommode „Schotzkoschtn“. 3. Hereinspaziert: In ­ihrem Arbeitszimmer, der getäfelten Stube, schöpft Ingrid Canins ihr kreatives Potenzial aus. Hier zeichnet sie ­Skizzen für Stoffoder Interieurdesign und ­fotografiert Bilder für Tapeten.

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≼Ingrid Canins

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„Alle wollen­ nur noch Standard, ich ­suche das ­Besondere“ Ingrid Canins

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≥Ingrid Canins

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1. Wandkunst. Ingrid Canins zählt zu den seltenen Dekorations- und Freskenmalerinnen. Gelernt hat sie das Handwerk in Belgien. Heute gestaltet sie Wände von Wohnungen und Hotels. Für jedes Werk greift sie selbst zum Pinsel – zum Teil auch im Eingangsbereich ihres neuen Heims. 2. Holz in der Hüttn. Die Kreative liebt alte Gemäuer. Sie mag es gemütlich, vor allem mag sie die Wärme des Kachelofens in der Stube. Beheizt wird der Ofen vom ­Eingangsbereich aus. Immer griffbereit: eine große Kiste voller Holzscheite.

Ingrid Canins Ihre Eltern stammen aus dem Gadertal. Sie selbst ist in Bruneck aufgewachsen. Gelebt, studiert und gearbeitet hat Ingrid Canins, 55, quer durch Europa. In Rom hat sie Design ­studiert, in Florenz ­Möbel-Design, in ­Mailand Textildesign, in Brüssel war sie an der Van-der-Kellen-Akademie, ­gelebt hat sie ­weiters in Hamburg und im ­Piemont. In Südtirol selbst hatte Ingrid ­Canins auch mehrere Bleiben. Erst hoch oberhalb von St. Lorenzen und zuletzt auf einem Hof in Marling. Seit ­einem Jahr lebt sie in Aufhofen bei Bruneck. Die vielseitige Künstlerin entwirft ­Möbel, ­Tapeten und Stoffe, sie designt ­Räume, fotografiert und hat sich ­einen Namen in der Fresko- oder Wand­ malerei gemacht.

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der Erker und die schönen Fassadenmalereien faszinieren mich seit Jahren“, so Canins, selbst Dekorations- und Freskenmalerin. Mit ihr zog ein Sammelsurium an Fundund Erbstücken ein. Vintage-Funde vom Flohmarkt, dänische Porzellanfiguren ihrer Mutter, klassische Thonet-Stühle ihres Vaters. Jedes einzelne Stück erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte erzählen auch ihre eigenen Kreationen. Ingrid Canins gestaltet Wohnungen für Privatpersonen, Zimmer von Hotels, Räume in Unternehmen. Sie mag es, Räume in Szene zu setzen. So lange daran zu arbeiten, bis sie ihre Handschrift tragen. Zu sehen am neuen Firmensitz der Mila in Bozen oder dem wunderschön renovierten Niedermairhof in Bruneck. „Ich bin ein sehr humorvoller Mensch. Meine Designs entwickeln sich so, wie ich bin“, beschreibt Canins ihre Arbeiten. Das Ergebnis kann auch verrückt und ungewohnt sein – vor allem aber ist es einzigartig. Denn was sie macht, darf es nur einmal geben. Eine Kopie ihrer n ­Arbeiten gibt es nicht. 

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≥Ingrid Canins

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LANGTAUFERS

Eins mit der Natur Auf dem Raffeinhof auf 1.650 Metern findet Othmar Prenner seine Inspiration. Mit Bedacht auf den Ursprung und Liebe zum Detail hat er den Hof vier Jahre lang ­umgebaut. Der Künstler sagt: „Dieser mystische Ort ist absolut mein Ding.“ Text: Verena Pliger | Fotos: Alexander Alber

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≥ Othmar Prenner

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1. Provokant. Blindenbrille, weißer Stock, gelbe Armbinde: „Ich kann keine Kunst mehr sehen“, dieses ­Plakat von Timm Ulrichs hängt im Schlafzimmer des Vinschger ­Künstlers Othmar Prenner.

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er Vinschger Künstler und Bildhauer Othmar Prenner haucht Holz neues Leben ein. Nährboden für seine Kunst ist der Raffeinhof. Ein Hof aus dem 14. Jahrhundert, am Eingang von Langtaufers. Gekauft hat er das einst völlig baufällige Gehöft vor 22 Jahren, vier Jahre lang hat er das Gebäude um-

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2. Anders. Vier Jahre lang hat sich Prenner für den Umbau des ­Raffeinhofs Zeit gelassen. Die alte Stube im Erdgeschoss mit der ­originalen Holztäfelung wurde zum Schlafzimmer umfunktioniert.

3. Frei. Der Vinschger Künstler und Bildhauer mag es offen. Sein Haus hat nur zwei Türen. Eine Brücke mit einem Glasgeländer verbindet die Wohnküche mit der ­Bibliothek und mit dem Atrium.

gebaut. Mit Bedacht auf den Ursprung und Liebe zum Detail. Alles hier ist aus unbehandeltem Holz. Die Badewanne, die Duschtasse, der lange Esstisch, aber auch das Dach und die Außenfassade. „Ich habe mir unglaublich viel Zeit gelassen und bin bildhauerisch vorgegangen. Ähnlich wie bei einer Skulptur. Während der Umbauarbeiten sind 

Stück für Stück neue Ideen entstanden“, erklärt Othmar Prenner. Rückblickend bezeichnet er die lange Zeit des Umbaus als großen Vorteil. Sie habe ihm Zeit gegeben, Dinge zu überdenken. „Wohl auch deshalb fühle ich mich hier heute so wohl. Im Grunde gibt es nichts, das ich anders ≥ No. 10 / 2018

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1. Lebendig. Der Ahorntisch mitten im Wohnzimmer dient als Ess- und Ateliertisch. Dazu gesellen sich ­bunte, selbst kreierte Stühle. Dahinter befindet sich die offene ­Küche aus Holz. 2+3 Alles aus Holz. Jahrhundertelang war hier die Küche angesiedelt. Mittlerweile hat Othmar Prenner den Raum zum Badezimmer umgewandelt. Die Wände in der Dusche sind aus Laaser Marmor, die Duschtasse, die frei stehende Badewanne und der Waschtisch aus massivem Lärchenholz.

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| Foto: Alex Filz

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≥ Othmar Prenner

DER BILDHAUER IM GESPRÄCH ff: Ihre Lieblingsecke? Othmar Prenner: Ganz klar das Schlafzimmer. Wobei, e­ igentlich handelt es sich um eine 30 Quadratmeter große Stube mit einer originalen Zirben­holztäfelung. Im Zuge des Umzugs ist mir die Idee gekommen, die Stube zur Ruhezone umzugestalten. Wo in Ihrem Haus sind Sie ­besonders kreativ? Sicherlich am großen Esstisch im Wohnraum. Der massive Holztisch ist ständig mit Büchern und Arbeiten ­belegt. Manchmal bleibt kaum noch Platz für eine Kaffeetasse. Der Tisch ist aus Ahornholz, es war mein Ateliertisch in ­München, er sieht aber immer noch wie neu aus.

| Foto: Alex Filz

Sind Sie ein guter Koch? Sagen wir so: Ich koche gerne, und bisher hat sich noch ­niemand beschwert. ­Speziell Besuchern aus Deutschland scheint meine Küche, eine Mischung aus Italien und ­Südtirol, gut zu schmecken. Die Leidenschaft fürs ­Kochen

Der Raffeinhof in Langtaufers

habe ich wohl in meiner ­Studienzeit in München entdeckt. Ich habe damals zwei Jahre lang als Koch in einem kleinen Café gejobbt. Warum entwerfen Sie gerade ­Küchenutensilien? Das frage ich mich selbst manchmal. Aber es hat wohl damit zu tun, dass ich immer schon ein großes Interesse für Werkzeug hatte. Kochen ist für mich ein Handwerk, und die ­Küche eine Werkstatt. Oder besser gesagt: die letzte noch verbliebene Werkstatt in einem Haus.

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≥ Othmar Prenner

Othmar Prenner

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Othmar Prenner, 52, ist Künstler und Bildhauer. Aufgewachsen ist er in Taufers im Münstertal. In seiner Jugend hat er als Tischler und Restaurateur gearbeitet, später hat er in Innsbruck die HTL für Bildhauerei besucht, und anschließend studierte und arbeitete er in München an der Akademie für Bildende Künste. Prenner entwirft gerne Alltagsgegenstände und Utensilien für die Küche, die er nach alter Handwerkskunst fertigt und fertigen lässt. Etwa Wiegemesser aus Werkzeugstahl (links im Bild) oder Brotboxen, die aus einem massiven Stück Zirbelholz gedrechselt werden. Bekannt sind auch seine Colored Bowles (rechts im Bild). Schüsseln, die Prenner über Feuer verkohlen lässt und die er im Anschluss mit Naturölen behandelt. Eines seiner jüngsten ­Projekte: ­Geschirr aus gebranntem Apfelbaum für das sechstbeste Restaurant der Welt, das „Asador ­Etxebarri“ in der Nähe von Bilbao. Einen Namen hat sich Prenner auch mit seinen Installationen gemacht. Etwa mit dem Projekt „Brennende Liebe“ in Tartsch. Dafür setzte Prenner einen Campingwagen in das Herz eines Bunkers.

machen würde. Ich bin auch überzeugt, dass ich es nicht noch einmal so hinbekommen würde. Handwerkern bleibt immer weniger Zeit für das Detail. Es muss alles schnell und rationell über die Bühne gehen“, so der gebürtige Vinschger.  Bühne frei für das große Naturschauspiel. Langtaufers ist mittlerweile sein Lebensmittelpunkt. Er mag das Karge des Tales, das Schroffe der nahen Felsen, die strengen Winter. Die Natur spornt ihn an, inspiriert ihn zu Neuem. „Dieser mystische Ort, wo wirklich nichts los ist, ist absolut mein Ding. Manchmal verlasse ich den Hof ganze zwei Wochen nicht. Dann kommt aber wieder die Zeit, auszubrechen, ich muss raus in die Welt. Ich brauche die Großstadt, allein schon für den kreativen Austausch“, erzählt Prenner. Mailand, Zürich, München, die kreative Szene in diesen Städten ist sein zweites Zuhause. Sein Kontrastprogramm zum Leben mitten in der Natur.  n

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≥ Othmar Prenner

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Flexibel. Die fünfköpfige Familie lebt auf 180 Quadratmetern, unten wird geschlafen, oben gewohnt. Herzstück des Hauses ist der offene Wohnraum. ­Hingucker ist die weiße schwebende Kücheninsel, darüber versteckt sich eine teiloffene Bibliothek, abgegrenzt mit einem Holzgitter als Brüstung.

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≥ Armin Pedevilla

GADERTAL

Das experiment Außen schwarz, innen­ hell: Das Haus des Architektenpaares Armin Pedevilla und Caroline Willeit ist auf der ganzen Welt bekannt. So lebt es sich zwischen Zirbe und Beton. Text: Verena Pliger | Fotos: Beatrice Pilotto Photographer

Verspielt. Das Lieblingsstück von Valerian und Laurenz: Die Holzschaukel in der Mitte des Wohnraums. „Die Idee kam uns ganz spontan. So können die Kinder nicht nur draußen, sondern auch drinnen schaukeln. Um einen Platz auf der Schaukel wird mittlerweile richtig gekämpft“, erzählt Familienvater Armin Pedevilla.

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erademal 23 Personen wohnen in Pliscia. Einem kleinen Weiler, der bis vor Kurzem völlig unbekannt war. Heute berichten darüber die auflagenstärksten Design- und Wohnmagazine. Pliscia wurde zum Begriff. Der Grund: Das Architektenpaar Armin Pedevilla und Caroline Willeit haben hier ein traditionelles und doch völlig unkonventionelles Wohnensemble geschaffen. Außen mit einer schwarzen Holzfassade, innen mit einer gelungenen Mischung aus Beton und hellem Zirbenholz. ff: In Ihrem Haus finden sich nur Beton und massive Zirbe. Ist dieses weiche Holz nicht wahnsinnig empfindlich? Armin Pedevilla: Diese Befürchtung hatten wir auch. Sie erwies sich aber als unbegründet. Gerade der Holzboden wird

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immer schöner. Einerseits da das Holz mit der Hand gehobelt und nicht lackiert wurde. So bleibt die natürliche, handwerkliche Erscheinung erhalten, und das Holz bekommt einen seidenen Glanz. Andererseits da sich Holz von selbst regeneriert. Fällt mal was runter, legt man ein nasses Baumwolltuch drauf, und die Delle schließt sich wieder. Und werden die Gebrauchsspuren irgendwann mal zu viel, so können wir die drei Zentimeter dicken Dielen ganz einfach abschleifen. Und wie sieht das Holz jetzt, vier Jahre nach Ihrem ­ Einzug aus? Uns war wichtig, dass das Holz aus einer Schlägerung kommt. Ein Bauer hat das Holz ein Jahr vor unserem Einzug bei ­abnehmendem Mond geschlägert. So hatte das Holz von ­Beginn an dieselben Ausdehnungen und Abwitterungen. No. 10 / 2018

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≼ Armin Pedevilla

Aber ­natßrlich verändert sich naturbelassenes Holz, ganz klar. Auch durch die Sonneneinstrahlung. Der Holzboden wurde heller, während die Stube dunkler wurde. Gerade diese ­natßrliche Veränderung sorgt fßr Lebendigkeit.

Die Bewohner Armin Pedevilla stammt aus Bruneck, er hat in Graz Architektur ­studiert und fßhrt seit 13 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Alexander das Studio Pedevilla Architects mit Sitz in Bruneck. Fßr das Wohnhaus Pliscia wurde das Studio unter anderem mit dem German Design Award, dem Sßdtiroler Architekturpreis und dem Best Architects Award ausgezeichnet. Armin und Caroline, ebenfalls Architektin, sind seit neun Jahren ein Paar. Gemeinsam haben sie drei Kinder.

Wie lebt es sich zwischen Wänden aus purem Beton? Wer unser Haus betritt, kann kaum glauben, dass alles aus ­Beton ist. Der weiĂ&#x;e Sichtbeton hat eine so feine Haptik und wirkt sehr warm und wohnlich. Und Abends, wenn die Sonne untergeht, bekommt er eine leicht rosafarbene Oberfläche, hervorgerufen durch die kalkhaltigen Dolomitzuschläge im Beton. Haben Sie die Einrichtung eigentlich selbst entworfen? Einige MĂśbel, wie etwa den Esstisch, haben wir vom Tischler­ anfertigen lassen. Die restlichen MĂśbel sind EinzelstĂźcke. ­Beistelltische und Kommoden kommen vorwiegend aus dem alten Bauernhaus, das frĂźher hier stand. Andere StĂźcke, wie die weiĂ&#x;en StĂźhle in der KĂźche, haben wir auf einem TrĂśdelmarkt gefunden. Im Grunde haben wir einen MĂśbelmix aus verschiedenen Epochen, vom Biedermeierstil bis zum Stil der 60er und 70er Jahre. Irgendwie passt jedes MĂśbelstĂźck rein. Woran liegt das? Ich denke, weil wir die Architektur sehr neutral gehalten haben.

5 1. Abgelegen. Im Weiler Pliscia, auf 1.280 Metern MeereshĂśhe, stand frĂźher ein traditionelles Bauernhaus. „Mein Vater hat es ­geerbt, und ich war frĂźher häufig hier auf Sommerfrische. Dieser Ort hatte fĂźr mich ­immer einen ­besonderen Reiz“, erklärt ­Architekt Armin Pedevilla. Da das Bauernhaus nicht mehr zu retten war, hat er mit seiner Familie diese beiden Neubauten geplant und errichtet.­ Im kleineren, leicht nach vorne versetzten Ferienhaus, urlauben ­mittlerweile Gäste aus der ganzen Welt. Im grĂśĂ&#x;eren Haus leben ­Armin und Caroline mit ihren drei Kindern Laurenz, Valerian und Helena. 2. GemĂźtlich. Das Architektenpaar wollte keine klassische ­Beschattung. Damit es im Wohnraum nicht zu heiĂ&#x; wird, ­ wurde das Mittel­fenster nach hinten versetzt. So entstand ­ gleichzeitig Platz fĂźr eine wind­ge­schĂźtzte Loggia.

    

  

  

  

Schwarze Fassade. Da der Ensembleschutz eine Holzfassade vorgab, hat das ­Architektenpaar die Lärchenfassade schwarz streichen ­lassen. Das Schwarz erinnert an karbonisiertes Holz. „Uns war wichtig, dass die Fassade nicht unregel­mäĂ&#x;ig altert, sondern von Beginn an eine gleichmäĂ&#x;ige Patina hat. Um die natĂźrliche Farbgebung ­hinzubekommen, ­haben wir lange experimentiert“, erklärt Armin ­Pedevilla. 3. Homogen. Das Haus liegt am Eingang des Gadertals, mitten im ­GrĂźnen. Dieses NaturgefĂźhl nimmt die Inneneinrichtung auf. Im Schlafzimmer ­dominieren ruhige TĂśne. 4. NatĂźrlich. Das Zirbenholz der Wandverkleidung im Wohnraum ­ wurde naturbelassen, genauso wie die Vorhänge aus Loden.

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≼ Armin Pedevilla

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1. Aufgeräumt. Auch im ­Entree trifft weiĂ&#x;er Sicht­beton auf Zirbe. Die runden Garderobenhaken und die alte Truhe lockern den ­Eingangsbereich auf, die schwebende Konsole sorgt fĂźr Stauraum, ohne klobig zu wirken. 2. Mitbringsel. Der Schreibtisch und die grĂźn gepolsterten StĂźhle im Arbeitszimmer stammen noch von Carolines Studienzeit in Dänemark. Die blaue Couch stand frĂźher in­ ­Armins Kinderzimmer.

Haben Sie auch ein persĂśnliches LieblingsstĂźck? Oh ja, die blaue Couch im Arbeitszimmer. Wirklich bequem ist sie mit ihren alten Federn nicht, aber ich mag sie, und sie passt gut rein. Sie stammt von meiner GroĂ&#x;tante und stand frĂźher schon in meinem Kinderzimmer.  n

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Auch die MÜbelstßcke aus unserer Studienzeit fßgen sich gut ein. Caroline hat ja in Dänemark studiert und hatte noch eine Reihe von MÜbeln in dänischem Stil. Wie etwa den Schreibtisch aus Holz und die grßn gepolsterten Stßhle, die heute in unserem Arbeitszimmer stehen.

      

           

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Jäger und Sammler Das Modepaar Anna Quinz und Fabio Dalvit hat einer Altbauwohnung eine ganz eigene Note ­verpasst: mit Designstücken befreundeter Künstler. Text: Verena Pliger | Fotos: Alexander Alber

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≥ Anna Quinz und Fabio Dalvit

Charakterköpfe: Anna Quinz und Fabio Dalvit haben der wunder-­ schönen Altbauwohnung in der Bozner Sparkassenstraße eine künstlerische Note verpasst: Mit einem gekonnten Mix aus Kunst-­ werken, Möbelunikaten und Erbstücken von Annas Großmutter.

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Lieblingsecke: Ob Mode, Design, Romane oder Comics – Bücher sind ihre Leidenschaft. 40 Kartons voll mit Büchern zogen bei ­ihrem Umzug mit um. „Weil die Bücher immer mehr wurden, sind wir vor zwei Jahren auf das digitale Lesen umgestiegen. Es klappt wunderbar, aber ein schönes Buch im Regal bleibt was ganz ­Besonderes“, erzählt Fabio.

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1. Alter Charme: In der 120 Jahre alten ­Wohnung ist ­alles perfekt erhalten: das Fischgrät-­ Parkett genauso wie die drei historischen Kachel-­ öfen und der in Weiß ­getünchte Erker. 2. Schlichte Schönheit: In der Küche geht es um Funktionalität, Form und Ästhetik. Gekocht wird ­selten, an den Wochen­ enden sind Anna und Fabio viel unterwegs. Meist auf der Suche nach neuen ­Inspirationen.

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3. Persönliche Noten: Auch im Schlafzimmer ­umgeben sich Anna und Fabio mit Stücken, die ­etwas zu erzählen haben. Die beiden Kunstwerke oberhalb der Kommode sind ein Hochzeitsge-­ schenk ihres Freundes Alessandro Delpero.

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≥ Anna Quinz & Fabio Dalvit

BERATUNG | PLANUNG REALISIERUNG | MONTAGE

1 1. Fundstücke: Nichts hier ist von der Stange. Die alte ­Vitrine haben Anna und Fabio bei ­einem Trödler in Blumau gefunden, die Geschirr­ sammlung ist über die Jahre Stück für Stück gewachsen.

2. Handwerkskunst: Das ­ adezimmer und die Küche B hat das Paar von einer familieng­eführten Tischlerei aus Feldthurns neu gestalten ­lassen. Ansonsten blieb alles beim Alten.

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or zwei Jahren haben Anna Quinz und Fabio Dalvit ihr Fashion Label Qollezione gegründet. Ein Label, das auf Tradition setzt. Eine Marke, die typische Südtiroler Kleidungsstücke, wie den blauen Schurz, neu interpretiert. Die beiden Kommunikationsexperten haben eine Passion für Mode und für Design. Beruflich wie privat. Seit sieben Jahren sind sie ein Paar, seit drei Jahren verheiratet und seit zwei Monaten stolze Mieter eines wahren Juwels. „Wir haben lange Zeit nach einem persönlichen Rückzugsort mitten in der Bozner Altstadt gesucht. Vor drei Monaten wurden

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3. Sammlerstücke: Eine ­Galerie der Südtiroler Bergwelt. Anna sammelt seit ­Jahren alte Postkarten mit Bergmotiven. Unterschiedlich gerahmt, ­hängen und stehen sie heute im hellen Badezimmer.

wir fündig. Wir haben uns in diese Wohnung sofort verliebt“, erzählt Anna Quinz. Eingezogen sind sie ganz oben, im vierten Stock eines der schönen Häuser in der Sparkassenstraße. Eines Gebäudes aus dem Jahre 1898, das an die Wiener Ringstraßenarchitektur erinnert. Der neubarocke Stil zieht sich durch, außen wie innen. Das junge Ehepaar verbindet die Leidenschaft für das Sammeln seltener Stücke. Ihre Wohnung ist ein Sammelsurium an Erinnerungen, Design- und Vintagestücken. Einiges, wie die üppigen Lüster, stammen von der Vorbesitzerin, vieles aber hat das junge Paar über die 

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© HARRY THALER No. 10| /DAVIDE 2018 GROPPI 25


≥ Anna Quinz und Fabio Dalvit

Das Designpaar Hier leben die beiden Kommunikations­ experten Anna Quinz und Fabio Dalvit. Anna, eine gebürtige Boznerin, gilt als Trend-­ setterin. Sie hat in Bologna Theaterwissen-­ schaften studiert und hat sich in Südtirol als Kulturvermittlerin einen Namen gemacht. Erst hat sie das Fashion-Magazin cool_ schrank gegründet, 2010 hob sie mit ­Kunigunde Weissenegger die Onlineplattform franzmagazine aus der Taufe, 2015 folgte ­Josef, ein dreisprachiges Reisebuch mit ­Insidertipps für Bozen, Meran und Trient. Fabio stammt aus Salurn und arbeitet seit 19 Jahren im Bereich Video & Kommunikation bei der Eurac. Seit drei Jahren sind Anna und Fabio verheiratet, vor zwei Jahren haben sie ihr erstes gemeinsames Projekt lanciert: ­Qollezione. Ein Mode-Label, das typische Südtiroler Kleidungsstücke neu interpretiert.

Jahre gesammelt, sortiert und nun arrangiert. Klug ausgewählt, das richtige Stück für den passenden Ort. „Uns war es wichtig, dass das Zuhause unsere Geschichte erzählt. Wir wollten uns also bewusst nur mit Dingen umgeben, die für uns auch eine persönliche Bedeutung haben“, erzählt Fabio Dalvit. Ihre Wohnräume haben Anna und Fabio als Galerie mit Werken befreunde-

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ter Künstler inszeniert. Mit Bildern von Alessandro Delpero, Marco Pietracupa, Arnold Mario Dall’O oder Hannes Vonmetz Schiano, mit einem Stuhl von Benno Simma oder mit einer Holzskulptur von Fabiano De Martin Topranin. „Die meisten Stücke sind Hochzeitsgeschenke. Das heißt, wir haben unsere Freunde gefragt, ob sie uns zur Hochzeit eines ihrer Werke schenken können“, erklärt Anna Quinz. Ihr ganzer Stolz sind aber die Erb-

stücke ihrer Großmutter, einer gebürtigen Sizilianerin mit Gespür für Mode und edle Accessoires. „Am liebsten würde ich all die schönen Stücke zeigen, aber Fabio bremst mich ein“, erzählt Anna. Während ihr Mann eher ein Faible für die zeitgenössische Kunst hat, geht bei Anna nichts über Überliefertes. Seit Jahren sammelt sie alte Südtiroler Postkarten mit Bergmotiven. Heute hängen sie unterschiedn lich gerahmt im Badezimmer. 

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≥ Anna Quinz und Fabio Dalvit pr-info

Stilvoll einrichten mit SuSanna colleoni

Atelier Labenoi: Susanna Colleoni hat größte internationale Erfahrung im Mode- und Designbereich gesammelt. Nun führt sie ein einzigartiges Einrichtungs-Atelier für Menschen, die das Besondere suchen.

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telier Labenoi verfügt über Showrooms an den Standorten in Bruneck/St. Georgen und auf Sardinien in Porto Rafael. 25 Jahre lang war Susanna Colleoni bei Missoni in führender Position für das weltweite Image und für Modeshows verantwortlich. Sie konnte so die ganze Welt bereisen und Eindrücke sammeln, die sie jetzt an Menschen mit derselben Leidenschaft für Schönes Einrichten weitergibt. Harmonie, Balance und Kunst Neben ihrem Beruf hat sie für sich und ihre Familie leidenschaftlich Häuser und Wohnungen eingerichtet, die in viel beachteten internationalen Einrichtungszeitschriften wie Elle, Casa Amica, Attention to Details oder Io Donna publiziert wurden. Dieses Hobby hat sie nun zum Beruf gemacht. Der zeitlose Stil von Susanna zeichnet sich durch die Harmonie von Farbe und Nuance aus. In ihren Showrooms bietet das Multitalent verschiedene Einzelstücke aus aller Welt an, welche sie über

Ein Blick in den Showroom in St.Georgen/Bruneck.

die Jahre hinweg angesammelt hat. Außerdem Antiquitäten, Möbel aus Teak, Heimtextilien, Kunstharzböden, Beleuchtung, Kunst und Bilder. Auf Wunsch gestaltet Susanna Colleoni Häuser und Wohnungen nach ❧ individuellen Wünschen.

Sometimes it helps to dream

INTERIOR DESIGN & DECOR Susanna Colleoni

T. +39 335 458 889 T. +39 345 139 64 09

www.labenoi.com atelier@labenoi.com

Kirchweg 2, Sankt Georgen Bruneck (BZ)

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No. 10 xx / 2018

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pr-info

Bad

schlichter schick Mit zarten Linien und feinen ­Materialien wird aus Ihrem Bad eine entspannte Ruhezone.

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Foto: ff-Grafik

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1. Quietsch, quietsch: Diese Badeente hat ­absoluten Kultstatus und gilt als Sammlerobjekt. Die Ente vom britschen Label Bud Duck ist in über hundert verschiedenen Designs und Größen erhältlich. Preis: ab 10 Euro

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2. Schicke Wanne: Die geradlinige ­Badewanne ­„Marsiglia“ von Agape, entworfen vom ­Designstudio Lucidi ­Pevere, mit gemütlichem Holzdetail am Wannenrand. Die Armaturen können freistehend oder am Fuß­boden montiert werden. Preis: ca. 6.800 Euro

3. Schlichter Beauty­Liebling: Spieglein, ­Spieglein an der Wand – der ­eiförmige Metallspiegel „Mirroregg“ (27 x 30 cm) im Antik-Look, ein zeitloser Klassiker für mehr Glanz im Badezimmer. Vom dänischen Label Tine K Home. Preis: 57,50 Euro

4. Hübsche Haken: Ob ­Bademantel oder Badetuch, auf dem Wandhaken Curve macht jedes Textil eine gute Figur. Der robuste ­Haken aus Eschenholz ist geformt wie ein J und in mehreren Farben zu haben. Von Normann Copenhagen. Preis: ab 20 Euro

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5. Edle Akzente: Die stylischen Badezimmer­ helfer aus mattiertem Metall und anthrazit­ farbiger Pulverbeschichtung von Kela bringen Coolness in das Bad. Gesehen im Wohnzentrum Jungmann. Preis: 76 Euro

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≥ Titel artikel

GREEN CODE KLIMADECKE®

ALLES GUTE KOMMT VON OBEN: WÄRME ODER KÜHLE!

ANGENEHMES RAUMKLIMA

DIE VORTEILE®DER GREEN CODE KLIMADECKE AUF EINEN BLICK

Green Code Klimadecke® R

Durch die Green Code Klimadecke® sind jeder Raum und alle einzelnen Zonen separat regelbar. Das bringt eine Heizkostenersparnis mit sich, da die „Wohnfühl“-Raumtemperatur um rund drei Grad niedriger ist als angenommen. Zudem benötigt dieses Heizsystem niedrige Vorlauftemperaturen, da in der Decke hundert Prozent aktive Fläche zur Verfügung stehen – schließlich behindert kein Möbelstück oder Bodenbelag den Weg für die saubere Luft. Besonders geeignet ist die

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Green Code Klimadecke® für regenerative Energiegewinnung, wie Wärmepumpen und Solarthermie, da nur eine niedrige Vorlauftemperatur notwendig ist. Der Wohnraum wird behaglich erwärmt und bringt ein angenehmes Wärmeempfinden durch gleichmäßige Erwärmung aller Gegenstände über die Wärmestrahlung mit sich. Durch die geringe Thermik wird kein Staub aufgewirbelt; die Green Code Klimadecke® ist somit die ideale Lösung für Allergiker. 10 / 2018 29 info@progress.ccNo. - www.progress.cc


trendfood

Arm an Fett, reich an Proteinen, cremig wie Mascarpone. Alle reden vom neuen ­Superquark. Wir zeigen, was Skyr kann, und in welchen Gerichten sich das Milchprodukt richtig toll macht. Text: Verena Pliger | Fotos: Alexander Alber

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Roastbeef-Carpaccio

Saftiger Burger mit Skyr-Creme

Für 4 Personen

Location: Mila Bistro/Bergmilch Südtirol

360 g Roastbeef Englisch 40 g Rauke 12 Cocktailtomaten 70 g Mila-Gran-Spicchio-Hartkäse 50 g Taggiasche-Oliven 4 EL Ölivenöl Südtiroler Bergblüten 4 Spitzen Rosmarin 4 Stück Focaccia Pfeffer Skyr-Creme-Dip: 150 g Mila-Skyr 125 g Naturjoghurt Schnittlauch Salz Pfeffer Worcestersauce

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Für 4 Personen Für den Dip Skyr und Natur­ joghurt glattrühren und mit Schnittlauch, Salz, Pfeffer und Worcestersauce würzen. Cocktailtomaten vierteln, Rauke waschen. Roastbeef in dünne Scheiben schneiden. Focaccia in einer Pfanne in 2 EL Olivenöl auf beiden Seiten knusprig rös­ten. Roastbeef leicht überlappend auf den Tellern verteilen, mit der Rauke, den Cocktailtomaten, ­Oliven, Rosmarin und der ­Focaccia anrichten und mit Oliven­öl beträufeln. Den Hart­ käse darüber­hobeln, Bergkräuter und Pfeffer darüberstreuen. Mit dem Skyr-Creme-Dip servieren.

4 Burger-Brötchen 600 g Rinderhackfleisch 2 EL Röstzwiebel 4 Blätter Lollo-Salat 100 g Rohschinken 80 g Mila-Bergkäse 1 Tomate 4 Spiegeleier Skyr-Creme-Dip (siehe Carpaccio) Hackfleisch zu 4 Pattys formen, auf einen mit Klarsichtfolie bespannten Teller legen und abgedeckt 20 Minuten kalt stellen. Zwiebel in feine Würfel schneiden und anrösten. Tomate in dünne Scheiben schneiden.

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Eine Grillpfanne mit Öl ­ausreiben und erhitzen. Pattys auf allen Seiten mit Salz und Pfeffer ­würzen, in der heißen Pfanne 3–4 Minuten auf jeder Seite ­braten. Spiegeleier braten. Brötchen quer halbieren und in einer großen Pfanne auf den Schnittflächen goldgelb rös­ten. Jeden Burger mit einem Patty, Röstzwiebel, Skyr-Dip, einer Scheibe Rohschinken, einem Spiegelei und zwei Scheiben Tomaten belegen. Bergkäse in sehr dünnen Scheiben darüberhobeln, Brötchendeckel daraufsetzen und mit Kartoffelspalten und Skyr-Creme-Dip servieren.

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≥ genuss

der Koch im gespräch Mike Iori, 36, ist im Parkhotel Laurin in die Kochlehre gegangen und hat anschließend mit seiner Mutter und seiner Schwester das Restaurant „Zur Mühle“ in Truden geführt. Seit April 2017 leiten Robert Thurner und er das Mila-Bistro in der Innsbrucker Straße in Bozen.

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Was ist denn nun Skyr – Quark oder Joghurt? Weder noch. Es handelt sich um ein traditionelles Milchprodukt der Isländer. Mich erinnert es vom Geschmack her an Magerquark, allerdings hat Skyr deutlich weniger ­Säure und ist viel cremiger.

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Für welche Gerichte eignet sich Skyr besonders gut? Hervorragend eignet es sich für Desserts. Mit 0,5 Gramm Fett pro 100 g ist Skyr ähnlich fettarm wie Magerquark, hat aber einen enormen Protein- und Kalziumgehalt. Eine leichte ­Alternative also zum Mascarpone.

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≼ genuss

Skyr-Mousse FĂźr 4 Personen

250 g Himbeermark 150 g Mila-Skyr-Natur 150 g Mila-Skyr-Waldbeeren 100 g Puderzucker 1 EL Zucker 2 Blätter Gelatine Saft von einer halben Zitrone 300 g Sahne 3 Erdbeeren 4 Minzeblätter 4 Schokostäbchen

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Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Puderzucker und Skyr glattrßhren. Tropfnasse Gelatine im Topf bei kleiner Hitze auflÜsen, mit 1/4 der Skyr-Masse verrßhren, dann mit der restlichen Skyr-Masse glattrßhren. Die Masse 20 Minuten kalt stellen, bis sie leicht geliert. Inzwischen die Himbeeren aufkochen, passieren und mit 1 EL Zitronensaft und 1 EL Zucker vermischen. Die Sahne steif schlagen, mit einem Schneebesen unter die Skyr-Masse heben und 30–40 Minuten kalt stellen. Mousse zu einer Nocke formen und mit Erdbeeren, ­Minzeblättern und Schokostäbchen servieren.



   



  

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≥ genuss pr-info

Garantiert Gut

Qualitätssiegel der Südtiroler Bodenleger: Der Fußboden ist im wahrsten Sinne grundlegend dafür, ob wir uns zu Hause wohlfühlen. Von Parkett über Laminat bis hin zu Teppich hat jeder Fußboden andere Eigenschaften. Was auf jeden Fall passen muss, ist unabhängig davon die Qualität.

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ft ist es für die Kunden schwierig, bei der Vielfalt an Angeboten die Übersicht zu bewahren und den richtigen Bodenleger zu finden. Genau deshalb gibt es seit zwei Jahren das Qualitätssiegel der Bodenleger im lvh, anhand dessen Kunden qualifizierte Bodenleger erkennen können. Qualität hat viele Facetten: tadellose handwerkliche Arbeit, umfassende Beratung, Verlässlichkeit und Flexibilität. Nur durch hochwertige und beständige Aus- und Weiterbildung können Betriebe all diese Anforderungen erfüllen. Das Qualitätssiegel erhalten deshalb nur jene Betriebe, die mindestens einen Gesellen mit Gesellenbrief oder einen Meister mit Meisterbrief beschäftigen. Eine gewählte

Wer einen Bodenleger mit Qualitätssiegel wählt, investiert in hochwertige Arbeit.

Kommission kontrolliert stichprobenartig, ob die Voraussetzungen eingehalten werden. Für die Betriebe gibt es außerdem vier verpflichtende Kurse inklusive Abschlussprüfung,

die Theorie, Praxis und betriebsfördernde Schulungen beinhalten. Bestens ausgebildete Handwerker garantieren, dass ihr Wunschboden zur richtigen Zeit in der richtigen Qualität verlegt wird. Wer einen Bodenleger mit Qualitätssiegel wählt, investiert in Zufriedenheit und Wohngenuss. Zusätzlich werden sie nun fortlaufend Tipps für eine qualifizierte Boden-Verlegung ❧ geben.

Weitere Infos: Tel. 0471 323281 | bau@lvh.it

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1. Nordischer Stil. Teller, Schüsseln, ­Tassen, kein Stück gleicht dem anderen. Das handgemachte Keramik-Set von Tine K Home, angefertigt in einer marokkanischen Töpferei. Preis: ab 11,25 Euro

KÜCHE

Dolce vita

2. Süditalienische Lebensfreude. Der 2-Scheiben-Toaster „Sicily is my Love“ von Smeg im Dolce-&-Gabbana­Design ist eine Hommage an Sizilien, liebe­voll verziert mit üppigen ­Ornamenten. Preis: 449 Euro

Akzente in Mintgrün oder Rot sorgen für einen coolen Look in Ihrer Küche. Der Sommer kann ­kommen! ­

3. Schöner Stauraum. „Peili“, so nennen sich die Vorratsdosen (Ø: 9 cm, 6 cm hoch) von Zone Denmark. Toll: Der Deckel kann zum Servieren von Tapas genutzt werden. Preis: ca. 10 Euro

Text: Verena Pliger

4. Tischgespräch. Voll flexibel ist der ­Ess­tisch Klopstock (Preis: 1349 Euro) von Nils Holger Moormann. Die Beine können in zwölf verschiedenen Positionen ­an­gebracht werden. Dazu passend: der „Pressed Chair“ (Preis: 440 Euro) in Mintgrün, entworfen von Harry Thaler, gefertigt aus nur einem einzigen Stück Blech. 5. Flotter Feger. Leicht, griffig und ­robust: Mit dem Besen aus Naturstroh (92 cm hoch) von Tine K Home geht das Fegen flink und flott von der Hand. Preis: 16,25 Euro

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