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WEITBLICK GÄSTEMAGAZIN | AUSGABE 6 | JANUAR 2013

Seite 3

BAUEN UND MODERNISIEREN MUSTERZIMMER IN ALLEN HOTELS Seite 12

BERGBAHN IST NICHT GLEICH BERGBAHN TAGES-SKIPASS FÜR CHF 25.– Seite 14

SKILEHRER IN AROSA GRATIS-SKISCHULE FÜR JUGENDLICHE Seite 16

25 JAHRE GIVEROLA FEIERLICHKEITEN ZUM JUBILÄUM


André Baumann, Architekt FH, Leiter Bauprojektmanagement

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER

2 FERIEN VEREIN

In der Sommersaison 2012 überraschten wir unsere Gäste mit baulichen Erneuerungen: Im Club-Hotel Tirreno auf Sardinien erwartet Sie eine neu gestaltete Eingangshalle mit Réception, Bar und Lounge. Im Hotel Schweizerhof in Sils-Maria nächtigen Sie in den umgebauten Arvenzimmern. Aus den positiven Gästefeedbacks nehme ich erfreut zur Kenntnis, dass sich die Investitionen lohnen und wir mit dem schlichten, zeitlosen und funktionalen Design auf dem richtigen Weg sind. Vereinzelte Optimierungen, die sich im Laufe der Nutzung aufzeigen, lassen wir in zukünftige Projekte und Ausbauetappen einfliessen. Der Ferienverein wird weiterhin etappenweise Investitionen in die Hotels tätigen, um Ihnen einen Mehrwert zu bieten und das Ferienerlebnis noch angenehmer zu gestalten. So kommen Sie beispielsweise ab dem Winter 2012/13 in den Genuss von kostenlosem WLAN. In allen Räumen der Schweizer Hotels – auch in Ihrem Zimmer – haben Sie mit Ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop unbefristeten Zugang zu E-Mails, Internet, Facebook usw. Die Schnelligkeit und Kapazität der Anschluss«WENN SIE DAS WLAN leitungen liessen wir erhöhen, sodass Sie in einer guten GeGLEICHZEITIG DAZU NUTZEN, schwindigkeit surfen können. UNSERE HOTELS ONLINE ZU Damit verbessern wir den Service für unsere Gäste, die BEWERTEN, WÜRDEN WIR UNS auch in den Ferien nicht darSEHR FREUEN.» auf verzichten möchten online zu sein. Wenn Sie das WLAN gleichzeitig dazu nutzen, unsere Hotels online zu bewerten, würden wir uns sehr freuen. Ausserdem haben wir energiesparende LCD-Flachbildfernseher in den Hotels Victoria-Lauberhorn und Valaisia installiert. Damit solche Investitionen auch in Zukunft möglich sind, bedarf es einer sorgfältigen Planung, die Rücksicht nimmt auf die langfriste Ausrichtung unserer Hotelgruppe und auf die aktuelle Lage im Tourismus. Vergessen wir nicht, dass nebst den für die Gäste sichtbaren Eingriffen auch die Hotelliegenschaft inklusive aller Nebenbauten viel Unterhalt benötigen. Wir tätigen laufend Investitionen in den Erhalt der Bausubstanz. Haustechnikanlagen, Fassaden und Dächer werden erneuert und Infrastrukturräume den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Dabei ist es mir wichtig, die Energieeffizienz laufend zu verbessern, unter anderem durch den Einsatz von energiesparenden LED-Leuchten und leistungsoptimierten Geräten. Wir freuen uns darauf, Sie bei jedem Ihrer zukünftigen Besuche mit einer Neuerung zu überraschen.

INHALTSVERZEICHNIS FERIENVEREIN

3

FERIENKARTE

5

VERANSTALTUNGSKALENDER

6

WENGEN

8

CRANS-MONTANA

10

SILS-MARIA

11

AROSA

14

COSTA BRAVA

16

SARDINIEN

21

IMPRESSUM «WEITBLICK» Herzlich

Ihr André Baumann

HERAUSGEBER: Ferienverein, Tscharnerstr. 37, CH-3007 Bern, T +41 31 387 87 87, F +41 31 387 87 88, info@ferienverein.ch | AUFLAGE: 19 000 Deutsch / 4000 Französisch | AUSGABE: Januar 2013, «Weitblick» erscheint zweimal jährlich und ist nur durch Ferienverein-Kunden zu beziehen | HERAUSGEBER: POSCOM Ferien Holding AG | REDAKTION: Michael Lüthi, Linda Hunziker | REDAKTIONELLE MITARBEIT: Hoteldirektoren und Partner des Ferienvereins | LAYOUT: Ferienverein | ANZEIGENVERKAUF: Ferienverein, Linda Hunziker | DRUCK: Stämpfli Publikationen AG, Wölflistr. 1, CH-3001 Bern


BAUEN UND MODERNISIEREN MUSTERZIMMER IN ALLEN HOTELS

3 FERIEN VEREIN

Wohlfühlen im Design-Arvenzimmer des Engadiner Hotel Schweizerhof

«Weitblick»: André Baumann, seit dem 1. April 2012 sind Sie für den Ferienverein im Einsatz. Worin unterscheiden sich Ihre Aufgaben gegenüber Ihrer früheren Stelle? André Baumann: Vorher habe ich Bauten für Investoren oder Eigentümer erstellt, mit dem späteren Betrieb der Liegenschaft hatte ich nichts zu tun. Heute bin ich als Betreiber daran interessiert, dass auch der Betrieb und Unterhalt günstig und nachhaltig erfolgt. Ausserdem habe ich natürlich einen vertieften Einblick in die Tourismus- und Hotelbranche erhalten und sehe, wie viel es dazu braucht, dass ein Hotel erfolgreich wirtschaften kann. Welche sind die Herausforderungen, wenn Sie Projekte in den Bergen oder am Mittelmeer realisieren?

Lounge im Club-Hotel Tirreno – modern und frisch

Die Standorte unserer Schweizer Hotels verlangen für den Bauprozess eine spezielle Logistik. Insbesondere Wengen fordert mich, wo Material nur mit der Bahn herauftransportiert werden kann. Und die Hotels im Bündnerland sind relativ weit weg von den Hauptachsen – Materialtransporte sind daher aufwendiger. In Sardinien muss jegliches Material, das nicht auf der Insel eingekauft werden kann, vom Festland via Schiff hergebracht werden. Daraus folgen natürlich höhere Transportkosten als auf einer gewöhnlichen Baustelle. Wie beschreiben Sie die Arbeit mit spanischen oder italienischen Architekten? Ich stellte fest, dass sowohl in Spanien als auch auf Sardinien noch viel mehr auf Vertrauensbasis gearbeitet wird als in der Schweiz. Ein Vertragswerk mit vielen Seiten, Vorbedingungen und Garantieleistungen ist weniger verbreitet. Zudem habe ich gelernt, dass in Spanien der Architekt, der für die Planung verantwortlich ist, nicht auch die Ausführung betreuen darf. Unterscheiden sich die Abläufe in den verschiedenen Ländern? Die Planung läuft überall etwa gleich ab. Was mich begeistert, ist das handwerkliche Knowhow, das in Spanien und in Italien in vielen Berufen noch vorhanden ist. Entgegen allen Be-

fürchtungen hatten wir bisher auch im Ausland keine Probleme bezüglich Termineinhaltung. Welche Projekte treiben Sie momentan voran? Es ist vorgesehen, dass wir in allen Hotels Musterzimmer erstellen. Diese zeigen 1:1, wie eine Zimmerrenovation und Designauffrischung wirken und wie sie sich im Betrieb eignen und ob sich die Gäste wohlfühlen. Ein anderes zentrales Projekt für den Ferienverein ist die Erneuerung unserer Wellnessund Fitnessanlagen. Mit Unterstützung von Fachkräften und Spezialisten und durch die Auswertung unserer Gästefeedbacks untersuchen wir derzeit die aktuellen Bedürfnisse. Im Club-Hotel Tirreno werden die Tennisplätze saniert. Im Club-Hotel Giverola planen wir eine Auffrischung des Speisesaals, die eine Verbesserung der betrieblichen Abläufe mit sich bringt. Die gesamte Sanierung des Hotels Altein, eines ehrwürdigen ehemaligen Sanatoriums aus dem Jahre 1916, wird seit Längerem diskutiert. Das Vorprojekt habe ich überprüft. Wir optimieren und entwickeln es mithilfe der Erkenntnisse aus dem Zimmerumbau in SilsMaria. Eine Sanierung, die auch die nötigen Massnahmen in der Haustechnik, Sicherheit und den Betriebseinrichtungen umfasst, wird in Etappen ausgeführt.


Michael Philipp, Filmemacher

«DIE GÄSTE STEHEN IM MITTELPUNKT» VERGESSENER ZIMMERSCHLÜSSEL ALS ROTER FADEN IN HOTELPORTRÄTS

4 FERIEN VEREIN

In jeder Szene steckt konzentrierte Arbeit - auch wenn sie im Film nur wenige Sekunden erhält.

Ende 2011 erhielt ich den Auftrag, mehrere Image-Clips für die Hotels des Ferienvereins zu produzieren. Für mich war von Anfang an klar, dass aus diesen Hotelporträts keine «gewöhnlichen Hotelfilme» werden: keine klinischen Hotelhallen, leeren Speisesäle und auf Hochglanz polierten Zimmer. Was mir wichtig war: Die Filme erzählen kurze Geschichten über die Gäste. Die Gäste und ihre Erlebnisse stehen im Mittelpunkt und das Hotel mit seinem hervorragenden Angebot für einen entspannten Aufenthalt ist die Kulisse. Kern der Geschichte bildet ein Tagesablauf im jeweiligen Hotel. Die Kamera begleitet ein Paar von morgens bis abends. In der Euphorie des Aufenthalts vergisst oder verlegt das Paar immer wieder den Zimmerschlüssel. Glücklicherweise scheuen sich engagierte Hotelmitarbeiter nicht, den Schlüssel immer wieder zurückzubringen – sei es am Strand, beim Spaziergang oder beim Abendessen. Der vergessene Zimmerschlüssel bildet in diesen Kurzfilmen also den roten Faden. Mit einem Testdreh in Wengen bereitete ich mich gemeinsam mit dem Ferienverein auf die definitiven Drehs vor. Dann war es so weit: Über die Sommermonate waren wir mit zwei professionellen Schauspielern und einem kleinen Filmteam immer wieder mehrere Tage im In- und Ausland unterwegs. Die

Anzahl Drehtage waren klein gehalten und hin und wieder waren wir besonders gefordert, zum Beispiel wenn das Wetter nicht mitspielte. Eine weitere Herausforderung war es, dass aus logistischen Gründen der definitive Drehplan nur kurzfristig festgelegt werden konnte. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollen nicht zum Wegklicken verleitet werden, deshalb dauern die Filme jeweils kaum mehr als drei Minuten. Zahlreiche Bilder mit angenehmer Stimmung vermitteln einen ersten Eindruck vom jeweiligen Hotel und sollen einladen, mehr zu erfahren und natürlich den einen oder anderen Ort auch zu besuchen. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Zuschauen (siehe Websites der Hotels) – und noch mehr beim Verreisen.

Michael Philipp ist ausgebildeter Grafiker und seit mehreren Jahren auch Filmemacher und Motion-Designer. Er liebt das Experimentieren und filmt Porträts, produziert Imagefilme und gestaltet Animationen. Mit seiner Frau Nicole Philipp, PR-Fachfrau und Fotografin, führt er im Herzen Berns ein kleines Atelier namens Luxs – Kommunikation gestalten.

WWW.LUXS.CH


Franziska Glutz, Marketing Ferienkarte

SAMMELN UND SPAREN TREUEPROGRAMM MIT NEUEM KONZEPT

Ihre Ferienpunkte sind bares Geld wert: Pro Feriencheck mit sieben aufgeklebten Ferienpunkten ziehen wir Ihnen CHF 75.– von den Kosten für Unterkunft und Mahlzeiten und oft noch für andere Leistungen ab. Basierend auf dem Umsatz sammeln Sie die wertvollen Ferienpunkte: Pro CHF 250.– erhalten Sie einen Ferienpunkt. RABATTE VOR ORT Dank Ihrer Ferienkarte profitieren Sie auch während Ihrem Aufenthalt.

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ü 30% auf Pizzaschmaus Gültig jeweils Montag bis Freitag über Mittag, im Restaurant «Il Corallo» ab Mai (Club-Hotel Tirreno) sowie im Restaurant «La Tasca» ab April (Club-Hotel Giverola). ü 20% auf Tennisunterricht Dank der Ferienkarte profitieren Sie vom Wissen unserer Tennislehrer mit 20% Rabatt. Wir empfehlen eine frühzeitige Buchung der Lektionen. Wünschen Sie eine Ferienkarte? WWW.FERIENVEREIN.CH/FERIENKARTE

LESERUMFRAGE UND VERLOSUNG SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Sie halten die sechste Ausgabe unseres Gästemagazins in den Händen. Zeit für eine kurze Standortbestimmung. Wie bewerten Sie den «Weitblick» (diese Ausgabe isoliert betrachtet)? Auf welche Themen freuen Sie sich jeweils? Was können wir verbessern? ÜBER WELCHE THEMEN LESEN SIE AM LIEBSTEN? (mehrere Antworten möglich) Neuigkeiten über den Ferienverein Investitionen und Bauprojekte Informationen über die Ferienkarte Berichte der Hoteldirektoren Berichte aus den Destinationen Veranstaltungstipps Familienferien Porträts von Mitarbeitenden Rezepte Gewinnspiele

WELCHE THEMEN FEHLEN IHNEN? WAS TRIFFT IHRER MEINUNG NACH ZU? Der «Weitblick» enthält … zu viele Bilder zu wenige Bilder gute Bilder schlechte Bilder zu lange Berichte zu kurze Berichte interessante Themen langweilige Themen WIE GUT GEFÄLLT IHNEN DER «WEITBLICK» GENERELL? sehr gut gut eher nicht gut überhaupt nicht gut WIE OFT PRO JAHR SOLL DER «WEITBLICK» ERSCHEINEN? (Anzahl angeben) MIT WIE VIELEN SEITEN SOLL DER «WEITBLICK» ERSCHEINEN? (Anzahl angeben) Name/Vorname, Adresse: Wir verlosen 3 x 1 Übernachtung für 2 Personen in einem Ferienverein-Hotel. Fragebogen bitte bis 31. Mai 2013 einsenden an: Ferienverein, POSCOM Ferien Holding AG, Umfrage «Weitblick», Tscharnerstr. 37, CH-3007 Bern oder per E-Mail an redaktion@ferienverein.ch

5 FERIEN KARTE


VERANSTALTUNGEN UND SPEZIALWOCHEN

6 VERANSTAL TUNGEN

Januar 2013 12.01. 12.01. – 19.01. 13.01. / 20.01. 18.01. – 20.01. 20.01. 20.01. – 26.01. 20.01. – 27.01. 21.01. – 03.02. 24.01. – 25.01. 24.01. – 27.01.

Arosa Schweizerhof Arosa Wengen Crans-Montana Victoria-Lauberhorn Schweizerhof Engadin Arosa Engadin

9. Swiss Snow Walk & Run Skating (Langlaufwochen mit dem Euro Active Team) Pferderennen auf dem Obersee 83. Internationale Lauberhornrennen 15. Couchen Trophy (Telemarkrennen) Skikurs für Junggebliebene Schneekristallwoche, Wanderungen und Schneeschuhtouren Weltmeisterschft Bob und Skeleton, St.Moritz – Celerina Arosa IceSnowFootball-Turnier St.Moritz Polo World Cup on Snow, St.Moritz

Februar 2013 02.02. – 03.02. 03.02. – 09.02. 03.02. – 17.02. 14.02. – 16.02.

Arosa Arosa Engadin Engadin

22. Aroser Wintergolfturnier Aroser Ballonwoche White Turf (internationales Pferderennen), St.Moritz Cricket on Ice, St.Moritz

März 2013 03.03. 07.03. – 10.03. 08.03. – 10.03. 08.03. – 16.03. 09.03. – 01.06. 10.03. 16.03. – 06.04. 23.03. – 06.04. 30.03. – 06.04. 30.03. – 04.05. 30.03. – 01.06. 31.03.

Engadin Arosa Crans-Montana Crans-Montana Giverola Engadin Giverola Giverola Giverola Giverola Giverola Arosa

14. Frauenlauf, Samedan – S-Chanf FIS Snowboard World Cup Mont Lachaux Trophy (ältestes Skirennen der Schweiz) Caprices Festival (siehe Seite 10) Rennrad- und Mountainbikeprogramme mit Bike- und Fitholiday 45. Engadin Skimarathon Triathlon mit Bike- und Fitholiday Running mit Bike- und Fitholiday Säntis Classic Vorbereitungswoche mit Bike- und Fitholiday Kinder-Mountainbike mit Bike- und Fitholiday Genussprogramme mit Bike- und Fitholiday Rivella Family-Contest (Plausch-Ski- und Snowboardrennen)

April 2013 13.04. – 20.04. 13.04. – 20.04. 13.04. – 04.05. 13.04. – 18.05. 13.04. – 08.06. 20.04. – 04.05. 27.04. – 04.05.

Tirreno Giverola Tirreno Tirreno Tirreno Giverola Giverola

Running mit BICI AktivFerien und Anita Weyermann Inferno Vorbereitungswoche mit Bike- und Fitholiday Tennis intensiv mit Willi Sitte (Interclub-Vorbereitung) Wandern mit BICI AktivFerien Rennrad- und Mountainbikeprogramme mit BICI Aktivferien Running und Nordic Walking mit Bike- und Fitholiday Gurnigel Panorama Classic Vorbereitungswoche mit Bike- und Fitholiday

Mai 2013 04.05. – 18.05.

Tirreno

Inline Skating mit BICI AktivFerien

11.05. – 18.05. 18.05. – 25.05. 18.05. – 01.06. 18.05. – 01.06. 25.05. – 01.06.

Giverola Giverola Giverola Tirreno Tirreno

Die Swiss-Ski Speed-Nationalmannschaft trainiert in Giverola Laureus-Woche mit Sportprominenten Genuss-Radtouren mit Bike- und Fitholiday Running mit BICI AktivFerien und Thomas Mullis / Viktor Röthlin Tennis 50+ mit Willi Sitte

Juni 2013 01.06. – 08.06. 08.06. – 15.06. 10.06. – 14.06.

Giverola Tirreno Valaisia

Seniorenwoche Fit & Aktiv Tennis 20+ mit Willi Sitte Tanzwoche, Standardtanz- und Tangokurs

15.06. – 22.06.

Tirreno

Jazzwoche

15.06. – 29.06. 29.06. – 06.07.

Giverola Giverola

Jazzwochen Salsawoche mit Kursen und Livemusik

Informationen zu den Programmen in den Club-Hotels Giverola und Tirreno erhalten Sie bei der POSCOM Tour Operating AG, T +41 31 387 87 87 info@ferienverein.ch www.ferienverein.ch Informationen zu den Programmen in der Schweiz erhalten Sie jeweils direkt im entsprechenden Hotel. Die Veranstaltungen der zweiten Jahreshälfte folgen im nächsten Weitblick. Hotel Valaisia Crans – Montana Hotel Victoria – Lauberhorn Wengen Hotel Altein Arosa Hotel Schweizerhof Sils – Maria Club – Hotel Tirreno Sardinien Club – Hotel Giverola Costa Brava


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Chronik der Besteigung des Eigers

8

1858 Erstbesteigung des Eigers über die Westflanke (Charles Barrington, Christian Almer, Peter Bohren)

WENGEN

1864 Erste Frau auf dem Gipfel des Eigers (Lucy Walker) 1921 Erstbesteigung des Mittellegigrates (Yuko Maki, Fritz Amatter, Fritz Steuri, Samuel Brawand) 1932 Eröffnung der 1700 Meter hohen Lauperroute über die NordOstwand (Hans Lauper, Alfred Zürcher, Alexander Graven, Joseph Knubel) 1935 Erster ernsthafter Versuch zur Durchsteigung der Eigernordwand (Max Sedlmayr und Karl Mehringer erfrieren) 1936 Die Deutschen Andreas Hinterstoisser und Toni Kurz und die Österreicher Willi Angerer und Edi Rainer steigen am 18. Juli getrennt in die Nordwand ein, schliessen sich später zu einer Seilschaft zusammen. Der Rückzug wegen Unwettern missglückt, drei Bergsteiger sterben am 21. Juli. Am darauffol-

Besteigung des Eigers via Mittellegigrat (Nordostgrat)

genden Tag stirbt auch Toni Kurz, der unerreichbar im Seil Jungfrau Region Marketing AG

MYTHOS EIGER WELTBERÜHMT, LEGENDÄR, SAGENHAFT

Man darf ohne zu übertreiben behaupten, der 3970 Meter hohe Eiger gehöre zu den berühmtesten Bergen der Welt. Dazu haben ihn die Ereignisse gemacht, die sich an seiner Nordwand abspielten. Unter den Talbewohnern und den Pionieren des Alpinismus galt die Besteigung des Eigers lange als unmöglich. Diese Ansicht widerlegte 1858 der Ire Charles Barrington. Die damals schon sehr bekannten Grindelwalder Bergführer Christian Almer und Peter Bohren liessen sich von ihm zu einem Versuch bewegen. Er ging von der Wengernalp aus und führte ohne wesentliche Schwierigkeiten auf den Gipfel und zurück zur Scheidegg. Damit war des Eigers Nimbus der Unbesteigbarkeit völlig undramatisch zerstört. Jetzt war der Bann gebrochen. In den folgenden Jahrzehnten wurden alle Grate begangen und alle Punkte bestiegen, die

hängend vor den Augen der Helfer, die ihn vom Stollenloch aus retten wollen, stirbt 1938 Erste geglückte Durchsteigung der Eigernordwand (Anderl Heckmair, Ludwig Vörg, Fritz Kasparek, Heinrich Harrer) 1963 Erste Alleinbegehung der Eigernordwand (Michel Darbellay) 2008 Speedrekord für die Durchsteigung der Eigernordwand (Ueli Steck)

als kleinere selbstständige Gipfel gelten können. Was der Eiger bei der Erstbesteigung an Widerstand hatte vermissen lassen, holte er nach, als der Nordost- oder Mittellegigrat, der kühnste der Eigergrate, angegangen wurde. Einen ersten Versuch gab es schon 1874 und dann viele weitere, die alle scheiterten. Erst 1921 glückte dann der Aufstieg der drei Grindelwalder Bergführer Fritz Amatter, Fritz Steuri und Samuel Brawand zusammen mit dem ersten professionellen Bergsteiger Japans, Yuko Maki. Für die Bergsteigergeneration, die auf die Zeit der alpinen Erschliessung folgte, waren am Eiger noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Den gewaltigen Nordabstürzen der Berner Alpenkette – vom Eiger bis zum Lauterbrunner Breithorn – widmeten sich besonders zwei Männer: der Deutsche Willi Welzenbach und der Schweizer Hans Lauper. Dieser beging 1932 mit Alfred Zürcher und den Führern Alexander Graven und Joseph Knubel den östlichen Teil der Eigernordseite, den heute als Lauperroute bekannten Aufstieg. 1935 setzten dann die Versuche an der eigentlichen Nordwand ein, die für Steinschlag und Wetterumstürze bekannt – und berüchtigt – ist.


DRAMATIK AN DER NORDWAND «Wenn die Wand zu machen ist, machen wir sie – oder bleiben drin!» Diese Aussage von Edi Rainer und Willy Angerer bewahrheitete sich auf tragische Weise für die beiden – sie blieben 1936 drin. Dies wurde das wohl meistbeachtete Drama der Eigernordwand. Die Regierung des Kantons Bern erliess drei Tage danach ein Besteigungsverbot und hob es im gleichen Jahr wieder auf. Die alpinen Rettungsstationen wurden aber von ihrer Pflicht entbunden, an der Eigernordwand Hilfe zu leisten. Die Erstbegehung gelang schliesslich Andreas Heckmair, Ludwig Vörg, Fritz Kasparek und Heinrich Harrer vom 21. bis

24. Juli 1938 – in ursprünglich zwei getrennten Seilschaften, die sich nach einer Lawine, die sie überlebt hatten, zusammenschlossen. 2008 stellte der einheimische Profibergsteiger Ueli Steck einen Speedrekord auf und durchstieg die Wand in 2 Stunden und 47 Minuten.

Das Hotel Victoria-Lauberhorn zeigt den Kinohit «Nordwand» (Regie: Philipp Stölzl), die Verfilmung des Bergsteigerdramas der Vierer-Seilschaft mit Toni Kurz, wöchentlich auf Grossleinwand auf der Hotelveranda.

CURLING

9 WENGEN

EINE SPORTART, DIE NIEMANDEN AUSSCHLIESST

Curling wird populärer und immer mehr auch zum Breitensport. Dies dank guter Infrastrukturen und weil Curling von jeder Altersstufe beiderlei Geschlechts gespielt werden kann. Dass Curling 1998 erstmals offizielle Olympiadisziplin wurde, hat auch viel zur positiven Entwicklung dieser Sportart beigetragen. Dem Dachverband, der World Curling Federation, sind heute 45 Landesverbände als Mitglieder angeschlossen. Neben den traditionellen Curling-Hochburgen Schottland, Kanada, Schweiz, USA und Schweden hat diese Sportart auch in Asien, Osteuropa und auf dem Balkan begonnen, Fuss zu fassen. SPIRIT OF CURLING Curling ist ein Sport mit Tradition, zu dem eine bestimmte geistige Haltung gehört. Gleichwertig neben den sportlichen Voraussetzungen wie Können und Geschicklichkeit sind Fairness und ein freundschaftliches und ehrenhaftes Auftreten. Curling wird gespielt, um zu gewinnen, aber nicht, um einen Gegner zu erniedrigen. Ein guter Curler versucht nie, das andere Team

zu stören oder es auf eine andere Art davon abzuhalten, sein Bestes zu geben. Kein Curler bricht vorsätzlich eine der vielen geschriebenen oder ungeschriebenen Spielregeln. Falls es unabsichtlich geschieht und man sich dessen bewusst wird, gibt man den Fehler umgehend zu. WWW.CURLING.CH CURLING IN WENGEN Lange bevor der Skisport Einzug hielt, spielten die edlen Herren und Damen Curling. Der älteste Curling Club im Berner Oberland wurde 1911 von den Briten in Wengen gegründet. Drei Jahre danach versank Europa im Krieg, sodass der Club erst 1920 neu organisiert wurde. Gespielt wurde auf natürlichem Eis – war der Gefrierpunkt nicht erreicht, wurde nicht gespielt. Damit die Sonne das Eis nicht zum Schmelzen brachte, wurden 1926 15 Meter hohe Segel installiert. Ein Jahr darauf wurde ein Clubhaus errichtet und 1937 wurden die ersten einheitlichen Steine bestellt. 1956 trat der Curling Club Wengen der Bernese Oberland Curling Association und der Swiss Curling Association bei. Gemeinsame Aktivitäten waren für den Curling Club Wengen stets wichtig. Einige Mitglieder schätzen die sozialen Anlässe sogar noch mehr als das Curling an sich. Freundschaften, die in Wengen geknüpft werden, halten auch, wenn man zurück in Grossbritannien ist – und dies oft ein Leben lang.

Neugierig? Unter fachkundiger Anleitung gleiten Sie übers Eis, spielen Steine und erkennen dabei vielleicht, dass Curling nicht ganz so einfach ist, wie es aussieht. Trotzdem sind die ersten Schritte schnell gelernt und bald kann ein Curlingturnier in fröhlicher Runde ausgetragen werden. Schnupperkurse am Mittwoch 28.12.2012, 01.02., 08.02., 15.02., 22.02., 29.02., 07.03., 14.03., 21.03., 28.03.2013. Anmeldung im Tourist Center Wengen, Treffpunkt um 16.15 Uhr auf der Eisbahn, Dauer ca. 1,5 Stunden. In Wengen wird im Winter und im Sommer Curling gespielt.


CAPRICES FESTIVAL JETZT DOPPELT SO LANGE UND MIT DOPPELT SO VIELEN KÜNSTLERN

10 CRANSMONTANA

Auftritt von Pegasus im Jahr 2012

Zum zehnjährigen Jubiläum steigert sich das Caprices Festival nochmals punkto musikalischer Unterhaltung und Einbindung in den gesamten Ort Crans-Montana. Das Festival findet vom 8. bis 16. März 2013 statt. Unvergessliche Momente garantiert. Neuerdings dauert das Caprices Festival neun Tage – also doppelt so viele Tage mit doppelt so vielen Künstlern und mit noch mehr erwarteten oder unerwarteten Inhalten. Bei der grossen Bühne «Le Chapiteau» gibt es jetzt mehr Platz, und zwar für 5300 Besucherinnen und Besucher. Mit diesem Argument gelang es den Organisatoren, noch berühmtere Musiker für einen Auftritt zu motivieren. Der New Talent Contest fördert junge Talente. Dieses Jahr werden für diese Plattform die Fühler nicht nur in der Schweiz, sondern international ausgestreckt. VORFREUDE IST DIE SCHÖNSTE FREUDE Freuen Sie sich auf elektrisierende Stimmung dank der USamerikanischen Rockband The Killers, auf die isländische Sängerin und Songwriterin Björk und die britische Trip-Hop-Band Portishead. Besten Hip-Hop gibt’s von Nas und Emotionen

kommen von Sophie Hunger. Eine Explosion von Farben und Gefühlen versprechen ausserdem Mika sowie Nelly Furtado und mitreissenden Beat bietet Fatboy Slim. Am letzten Abend bringen Cypress Hill die Konzerthalle mit ihrem Westcoast-Rap zum Kochen. Vorverkauf läuft: www.caprices.ch Erholen Sie sich im Hotel Valaisia ab CHF 143.– p.P. im Doppelzimmer mit Halbpension und Eintritt ins Solbad 33 °C


Ariane Ehrat, CEO Engadin St. Moritz Tourismus

GEMEINSAMES UND KREATIVES VORGEHEN IN DER TOURISMUSREGION ENGADIN ST. MORITZ VON HÖCHSTLEISTUNGEN IM SKIRENNSPORT ZU DEN HERAUSFORDERUNGEN IM TOURISMUSMARKETING

Seit 2008 leitet Ariane Ehrat die Tourismusorganisation Engadin St. Moritz, die für die Vermarktung der Destination verantwortlich ist und das Gebiet der 13 Orte zwischen Maloja und Zernez abdeckt. Für den «Weitblick» erörtert Ariane Ehrat die Entwicklungen und aktuellen Angebote des Oberengadins.

Stichwort «Hotel Skipass inklusive»: Wie funktioniert das Angebot und für welche Skigebiete gilt es? Ab der zweiten Übernachtung z.B. im Hotel Schweizerhof profitieren die Gäste vom vergünstigten Skipass für CHF 25.– pro zahlende Person/Tag für die Dauer ihres Aufenthalts. Und zwar die ganze Saison über, auch während der Hochsaison. Damit geniessen die Schneesportlerinnen und -sportler 350 hochklassig

Auf welche weiteren Highlights können sich die Gäste im Oberengadin freuen? Sportlicher Höhepunkt des Winters sind die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften vom 21. Januar bis 3. Februar 2013. Ausserdem werden unsere Gäste sicherlich begeistert sein von der einzigartigen Kombination vom glanzvollen St. Moritz – mit seinen vielen Veranstaltungen von Weltformat – und der inspirierenden Natur des Oberengadins.

«Weitblick»: Vor welchen Herausforderungen steht die Tourismusregion Engadin St. Moritz? Ariane Ehrat: Der Schweizer Tourismus befindet sich, ähnlich wie die Uhrenindustrie vor 40 Jahren, in einer Zeitenwende. Eine Entspannung der negativen Währungssituation sowie eine Veränderung des Konsumverhaltens sind nicht in Sicht. Wie stellt sich die Destination Oberengadin diesen Herausforderungen? «WIR SCHAFFEN IM OBERENGADIN MIT Wir schaffen im Oberengadin mit Kreativität hochKREATIVITÄT HOCHWERTIGE ANGEBOTE wertige neue Angebote für unsere Gäste, wie beiFÜR UNSERE GÄSTE.» spielsweise dank des Engagements der Hoteliers den «Hotel Skipass inklusive». Und wir achten darauf, dass wir in unserer Marktbearbeitung eine clevere Balance haben – das heisst, dass wir neben unseren Stammmärkten Schweiz, Deutschland und Italien auch aus präparierte Pistenkilometer und 57 Bergbahnanderen Ländern neue Gäste dazugewinnen. anlagen im gesamten Skigebiet des Engadin St. Zudem wollen wir unser gutes Preis-Leistungs- Moritz Mountain Pools (siehe Infobox Seite 13). Verhältnis unter Beweis stellen sowie die Zusammenarbeit der Standortgemeinden mit dem Tourismus fördern. Zu guter Letzt packen wir die prickelnde Chance, die uns die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in St. Moritz sowie die Diskussion um die Olympiakandidatur Graubünden 2022 bieten.

Die ehemalige Skirennfahrerin Ariane Ehrat wurde bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo Vierte in der Abfahrt. In der gleichen Disziplin gewann sie im Jahr darauf die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Santa Caterina. Nach ihrem Rücktritt vom Skirennsport wandte sie sich dem Marketing zu. WWW.ENGADIN.STMORITZ.CH

11 SILS-MARIA


Engadin St. Moritz Mountain Pool

BERGBAHN IST NICHT GLEICH BERGBAHN, LIFT NICHT GLEICH LIFT 56 BAHNEN UND LIFTANLAGEN

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Was sind die Unterschiede zwischen Pendel- und Standseilbahnen? Fährt man mit einer Sesselbahn oder mit einem Sessellift? Wie viele Menschen werden transportiert? Vielleicht haben Sie sich die eine oder andere Frage auch schon gestellt. Zu den 56 ganz unterschiedlichen Transportanlagen des Engadin St. Moritz Mountain Pools gehören insgesamt elf Seilbahnen, sieben Pendelbahnen (umgangssprachlich auch Luftseilbahnen genannt), drei Standseilbahnen und eine Gondelbahn. Dazu kommen 20 Sesselbahnen und mehr als 30 Skilifte (inklusive Kleinstlifte). Bei Pendelbahnen fährt je eine Kabine tal- und eine bergwärts. In grösseren Kabinen – z.B. am Corvatsch, auf der Diavolezza und bei der Signalbahn – können jeweils zwischen 100 und 125 Personen oder zwischen 8000 bis 10 000 kg Gewicht befördert werden. In etwas kleineren Kabinen – z.B. auf Furtschellas, Lagalb und Piz Nair – sind es bis zu 80 Personen oder 6400 kg. Das Ticketing-System zählt beim Passieren des Eingangs automatisch die Personen, Hunde und Sportgeräte wie Bikes oder Gleitschirme. Ist die maximale Nutzlast erreicht, erhält der Verantwortliche ein Signal. Die Bahn kann nicht abfahren, wenn sie zu schwer ist. Auf der zweiten Sektion am Corvatsch können z.B. 1200 Personen pro Stunde von der Mittel- zur Bergstation gebracht werden. Interessant ist sicher auch: Verschiedene Studien ergaben, dass die ersten 80 Personen in der gleichen Zeit in eine Kabine einsteigen wie die letzten 20.

Als die drei Engadiner Standseilbahnen gebaut wurden (Muottas Muragl 1907, Chantarella 1913 und Corviglia 1928), gab es noch keine andere ausgereifte Seilbahntechnik. Die älteste Standseilbahn des Oberengadins ist auch eine der ältesten der Schweiz. In nur acht Minuten werden 2201 Meter überwunden. Der Höhenunterschied von 709 Metern sowie Steigungen bis zu 54 Prozent sind für die Gäste ein einmaliges Erlebnis. In den beiden 80er-Wagen, die sich übrigens immer in der Mitte der Strecke treffen, können stündlich jeweils bis zu 480 Personen berg- und talwärts befördert werden. Standseilbahnen wie auch Pendelbahnen dürfen in der Schweiz bis zu 36 km/h schnell fahren. Neben der Geschwindigkeit sind für die Beförderungskapazität einer Seilbahn auch die Kabinengrösse und die Länge der zu überwindenden Strecke ausschlaggebend: Von St. Moritz Dorf bis Chantarella fährt die Standseilbahn mit 100er-Wagen beispielsweise nur

zwei Minuten, denn die Strecke beträgt lediglich 436 m. Der zweite Abschnitt von Chantarella bis Corviglia ist dann mit 1539 m mehr als dreimal so lang und die Bahn benötigt fünf Minuten. Da aber hier ein 200er-Wagen fährt, haben beide Seilbahnen eine Beförderungskapazität von 2000 Personen/h und so bildet sich beim Umsteigen kein Stau von Gästen. Bei einer Umlaufbahn spielt die Länge der Strecke keine Rolle für die Beförderungskapazität, dafür aber die Geschwindigkeit der Bahn sowie der Abstand der Fahrzeuge, der wiederum deren Anzahl bestimmt. Eine solche Umlaufbahn ist auch die derzeit einzige Gondelbahn des Oberengadins. Sie ist kuppelbar und fährt von Celerina auf Marguns. Kuppelbar bedeutet, dass die 59 Fahrzeuge, in diesem Fall 6er-Gondeln, in den Stationen jeweils vom Förderseil gelöst werden. Der Ein- und Ausstieg von Fahrgästen kann somit bei reduzier-


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ter Geschwindigkeit erfolgen. Bis zu 1200 Personen/h können auf der 2,2 km langen Strecke befördert werden, mit einer maximalen Geschwindigkeit von 18 km/h. Und da wären auch noch die 20 Sesselbahnen, kuppelbare und fixgeklemmte werden unterschieden. Manche haben grössere Fahrzeuge (so heissen die «Sessel» in der Fachsprache) und andere kleinere, einige sind mit einer Haube ausgerüstet, andere fahren ohne die durchsichtigen Pexiglas-«Dächer». Hier im Oberengadin

werden insgesamt zwei 6er, zwölf 4er, zwei 3er- und vier 2er- Sesselbahnen betrieben, davon sind 17 mit Hauben ausgerüstet. Die längste Sesselbahn Salastrains-Munt da san Murezzan transportiert Gäste über eine Strecke von 2,35 km bergwärts. Die kürzesten Sesselbahnen sind nur ca. 500 m lang. Die Länge der zu überwindenden Strecke ist mitentscheidend, ob man dort eine kuppelbare oder eine fixgeklemmte Sesselbahn gebaut hat. Bei der ersten Variante fahren die Sessel bis in die Station auf einem Seil, werden dann kurz aus- und dann wieder eingekuppelt. Bei fixgeklemmten Sesselbahnen bleiben die Fahrzeuge immer auf dem Seil, auch bei der Stationsdurchfahrt, wo das Seil um eine grosse Scheibe läuft. Diese fixgeklemmten Sesselbahnen fahren immer gleich schnell: Im Winter, wenn die Gäste Skis an den Füssen haben, kann mit einer Maximalgeschwindigkeit von 8,2 km/h gefahren werden. Die Technik für die 14 kuppelbaren Sesselbahnen des Oberengadins ist viel teurer und mit einem grösseren Wartungsaufwand verbunden. Allerdings können kuppelbare Sesselbahnen schneller fahren: bis 18 km/h. Zugegeben, nach diesen vielen Fakten raucht uns der Kopf ein bisschen, aber zukünftig gehören wir ganz sicher zu denjenigen, die die verschiedenen Transportanlagen voneinander unterscheiden können.

Der Engadin St. Moritz Mountain Pool sorgt dafür, dass Gäste wie Einheimische das traumhafte Engadin bis in seine hochalpinen Lagen im wahrsten Sinne erfahren können. 56 Luftseilbahnen, Standseilbahnen, Sessel- und Skilifte sowie eine Gondelbahn befördern die Gäste bis zu den Gipfeln. Entlang der 350 km Pisten überzeugt das breit gefächerte gastronomische Angebot, das von der Eisbar bis zum Gourmetrestaurant keine Wünsche offen lässt.


GIGI VON AROSA SCHNEE VON GESTERN?

voller Wolken hingen. Eine Kartenrunde im Gasthof, ein Fondue am Abend oder Einkaufen in Chur – Gigi war dabei und wurde dafür bezahlt. «Da entsteht schon einmal eine Liebschaft.» Selbstverständlich für den damals schönsten und berühmtesten Skilehrer der Schweiz. Oder wie es im Lied hiess: «Er bricht im März pro Stund es Härz.»** Nach dem «Gigi»-Erfolg schrieb Daniel Meisser selber zwei Songs und trat als Sänger auf. Er genoss es, im Scheinwerferlicht zu stehen und mit den Promis Cüpli zu trinken. Heute erinnert sich der 67-Jährige gerne an «die tolle Zeit damals» und lächelt über sein Playboy-Image. An den Wänden in seinem Haus in den Alpen hängen Partybilder: Gigi mit Fans und Verehrerinnen, Gigi in Fernsehsendungen. «Aber ich habe mich sicher nicht auffälliger verhalten als meine 160 Aroser Skilehrerkollegen.» Nun ist er seit Jahrzehnten mit einer Zugerin verheiratet und hat zwei Töchter. Der Architekt sammelt Briefmarken und Kaffeerahmdeckeli. Und er lacht noch immer charmant und zwinkert so gekonnt, dass man sofort versteht, warum die Damenherzen damals schmolzen wie Neuschnee bei Föhneinbruch.

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© Arosa Tourismus

Daniel Meisser alias Gigi von Arosa

Vom Berg in die Bar, von der Bar ins Bett – der tägliche Marathon der Skilehrer aus den 70erJahren. Schauspielerin Ines Torelli sang über das Skilehrerklischee: «Das isch de Gigi vo Arosa, kei Frau im Ort wo Eerewort nöd uf ihn staa tät.»* Das war damals. «De Gigi vo Arosa», der im Januar 1975 uraufgeführte Schlager, war ein Kassenhit. Die Plattenfirma suchte zu ihrem Lied ein Aushängeschild. Ein echter Skilehrer sollte es sein und die Wahl fiel auf Daniel Meisser. Er nahm ohne zu zögern die Rolle des Schwerenöters zwischen Abfahrt und Absturz ein. Auf dem Tisch stehend, die Skijacke geöffnet und das Hemd darunter bis zur Brust aufgeknöpft, die Arme in der Luft und tanzend zur Musik. Braungebrannt, schlank, mit Riesenkoteletten. Die Konkurrenten beim Casting waren bereits verheiratet, weshalb Daniel Meisser das Rennen machte. Der Skilehrer aus Arosa war damals nicht nur am Tage ausgebucht, sondern auch nachts. Er wurde wochenlang engagiert, auch wenn die Gipfel

UND HEUTE? Der Tag eines Skilehrers hat zehn Stunden, Après-Ski ist im Preis nicht inbegriffen. Zwar tönen aus dem Radio noch immer die Songs aus Gigis wilden Zeiten, doch das Hauptargument für Winterferien in Arosa ist heute die Schneesicherheit. Die jüngeren Skilehrer der Schweizer Ski- und Snowboardschule kämpfen gegen das frühere Image vom Frauenschwarm und betonen ihr Pflichtbewusstsein. Sie erklären ihren Schülerinnen und Schülern, wie sie unverletzt hinunterkommen, beobachten den Hang konzentriert, geben Tipps zur Technik und führen Theoriestunden durch. Und ein bisschen Flirten oder ein paar Sprüche? Das gibt es auch heute noch.

* Das ist Gigi von Arosa, es gibt keine Frau im Ort, die nicht auf ihn steht. ** Im März bricht er ein Herz pro Stunde.

Die sympathischen Aroser Schneesportschulen begeistern den Nachwuchs für den Schneesport. Ab zwei Übernachtungen im Hotel Altein profitieren die jungen Gäste bis 17 Jahre (Jahrgang 1995) von gratis Gruppen-Ski- & Snowboardkursen.


Patrick Mayer, Erfinder

ROLLSTUHL AUF KUFEN Der Wahl-Aroser Patrick Mayer hat Kufen entwickelt, mit denen Menschen im Rollstuhl besser durch den Schnee kommen – mit Erfolg.

Es ärgerte ihn, wenn die kleinen Vorderräder vom Rollstuhl im Schnee versanken und der Rollstuhl hängen blieb. Das Winterwetter schränkte ihn ein. So kam ihm der Gedanke, Kufen unter die Vorderräder zu montieren – die Grundidee der Wheelblades war geboren.

Eine Karriere als Profi-Snowboarder stand dem gebürtigen Tübinger bevor. Doch ein Sprung an einem Boardercross-Rennen im Jahr 2000 veränderte sein Leben schlagartig. Patrick Mayer, heute 33 Jahre alt, ist seither inkomplett querschnittgelähmt und grösstenteils an den Rollstuhl gebunden. Die Liebe zum Winter und zum Schnee indes ist geblieben. Mit den Monoskis hat er es in die deutsche Nationalmannschaft der Behindertenathleten geschafft.

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WINTERROMANTIK? FÜR MENSCHEN IM ROLLSTUHL KANN SCHNEE EIN PROBLEM SEIN Mit den Skiern abends bis zur Hoteltüre wedeln, die Winterwanderwege geniessen oder auf dem Weg durch das Dorf den Schnee unter den Sohlen knirschen hören … So romantisch es klingt, für Menschen im Rollstuhl sieht die Sache mit dem Schnee ein bisschen anders aus. So auch für Patrick Mayer.

VIELSEITIG EINSETZBARES SYSTEM Die Wheelblades bestehen aus zwei Teilen: aus einer Bindung und einer Lauffläche. Die Bindung verbindet die Vorderräder des Rollstuhls mit den Wheelblades. Die Einstellung der Bindung auf die richtige Breite muss nur ein einziges Mal gemacht werden, danach werden die Rollstuhlräder nur noch hineingeklickt. Die Montage der Kufen unter die Räder geht blitzschnell: Man legt die Wheelblades auf den Boden, kippt den Rollstuhl leicht an, stellt die Vorderräder in den Bindungsschacht und schliesst den Klemmverschluss. Schon kann es losgehen. Dank ihrer Verstellbarkeit sind die Wheelblades auch für Kinderwagen einsetzbar. Das erste Modell erarbeitete Mayer selbst. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion IPEK der Hochschule Rapperswil entwickelte er die Idee anschliessend weiter. Patrick Mayer möchte auf die Wheelblades nicht mehr verzichten. Sie helfen ihm, sich trotz Schneefall selbstständig zu bewegen und den Winter zu geniessen. Als begeisterter Landschaftsfotograf will er natürlich nicht nur Sommerfotos schiessen.

www.wheelblades.ch

Kreativer Kopf Patrick Mayer


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Bauarbeiten 1985 – 1988

25 JAHRE GIVEROLA FEIERLICHKEITEN ZUM JUBILÄUM

1988 wurde das neu gebaute Club-Hotel Giverola eröffnet. Inmitten eines wunderschönen Naturreservoirs gelegen, direkt an der Cala Giverola mit kristallklarem und in allen Blautönen schimmerndem Meer, hat sich Giverola in den Jahren seit der Eröffnung zu einem beliebten internationalen Ferienparadies mit grossem Angebot für Familien, Singles, Sportler und Musikfreunde entwickelt, wo jeder Gast, ob gross oder klein, seine Ferien geniessen kann. 2013 feiert Giverola nunmehr das 25-jährige Bestehen. Die Gäste erwartet die ganze Saison über die eine oder andere Jubiläumsüberraschung sowie viele Jubiläumsangebote. ü 25% auf die Übernachtungen mit Frühstück Gültig vom 29.06. – 05.07., 24.08. – 30.08.2013. Buchbar bis am 31.03.2013, nicht kumulierbar mit Frühbucherrabatt. ü 25% auf die Halbpension (Frühstück- und Abendbuffets) Gültig vom 04.05. – 10.05., 31.08. – 06.09., 21.09. – 27.09.2013. Kumulierbar mit Frühbucherrabatt. ü 25% auf Sportaktivitäten am 25. Tag jedes Monates Gültig für Miete von Tennisplätzen, Bikes, Kanu, Kajak, Pedalo sowie für Tennisunterricht und Eintritt in den Skatepark. Nicht kumulierbar mit anderen Sonderaktionen vor Ort.

CHRONIK CLUB-HOTEL GIVEROLA 1957

Gründung der spanisch-schweizerischen Giverola S.A.

1958

Eröffnung Camping Pola

1961

Erster Transformator zur Stromversorgung des Campings Pola

1966

Baubeginn Country Club Giverola. Jedoch blockierten Schulden und Meinungsverschiedenheiten den Bau.

1980

Architekt Rolf Angst entwickelt Giverola weiter; Ferienverein erwirbt zur Organisation von Aktivferien die Giverola S.A.; Wasserzufuhr, Kläranlage, Stromversorgung und Telefonleitungen werden realisiert

1985 – 1988 Bau bzw. Fertigstellung des Club-Hotels Giverola 1991

Ferienverein erwirbt den Camping Pola

Direktoren 1989 – 1991

Bruno Rupflin

1991 – 1999

Peter Gätzi

1999 – 2007

Kevin und Karin Kunz

2007 – 2009

Juan Robert

2009 – 2012

Patrick Flückiger

Seit 2012

Patrick und Gaby Flückiger


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JAOUHARI TAGHZOUTI ABDELALI MITARBEITERPORTRÄT

«Weitblick»: Jaouhari Taghzouti Abdelali, auch bekannt als Ali – Sie sind seit 25 Jahren in Giverola im Einsatz. Wie waren Ihre Anfänge bzw. wie kamen Sie nach Spanien? Ali: 1982 übersiedelte ich wegen der schlechten Arbeitsperspektiven in Marokko nach Spanien. Ich eröffnete in Lloret de Mar ein Lederwarengeschäft, das ich vier Jahre betrieb. Mithilfe der Kundenkontakte eignete ich mir schnell viele Fremdsprachen an. So konnte ich mich sehr gut auf Spanisch, Deutsch, Englisch und natürlich auch auf Französisch verständigen. Nachdem das Geschäft im Winter schlecht lief, bewarb ich mich 1987 für die Bauarbeiten in Giverola. Wie gestaltete sich Ihr Aufgabenbereich in Giverola? Ich wurde für den Bau der vielen Treppen im Bereich der Appartements A eingeteilt und

führte auch Erdarbeiten mit dem Bagger aus. Im Mai 1988, kurz vor der Eröffnung, half ich mit, die Möbel in die Appartements einzuräumen und begann hier mein offizielles Arbeitsverhältnis mit dem Ferienverein. Im Juni 1988 wurde das Aussenschwimmbad eröffnet. Der damalige Direktor Denis Wollner bot mir wegen meiner Fremdsprachenkenntnisse und meiner guten Umgangsformen an, sechs Monate im Poolbereich zu arbeiten und diesen zu beaufsichtigen. Ausserhalb der Saisonzeiten war ich für Unterhaltsarbeiten eingeteilt. Ich besuchte einen dreimonatigen Rettungsschwimmer- und Erste-Hilfe-Kurs in Girona. Vor der Hallenbaderöffnung im Jahre 1989 arbeitete ich zwei Monate mit zwei Schweizer Kollegen im Hallenbad, um den kompletten Betrieb und dessen Technik kennenzulernen. Nachdem ich ab und zu auch Radfahrer massierte und diese mir stets ein Talent für Massagen bestätigten, absolvierte ich 2001 einen Massagekurs in Barcelona. Zudem lernte ich vieles über die menschliche Anatomie und verschiedene Krankheiten. Was umfasst Ihre jetzige Tätigkeit? Meine Aufgaben sind vielseitig und interessant. So bin ich für alle Poolbereiche, für das Hallenbad mit Fitnessraum, Wasser- und Filterkontrolle, Liegestühle, Sonnenschirme, Vermietung der Pedalos und Kanus sowie für die Arbeitseinteilung der Bademeister verantwort-

lich. Zudem leiste ich Erste Hilfe und bin Kontaktperson für Ärzte und Rettung im Notfall. Einen weiteren grossen Bereich stellen meine Massagen dar. Was war Ihr schönstes Erlebnis? Mein schönstes Erlebnis war, dass ich einen Gast nach einem Herzanfall durch vierzigminütige Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung wiederbeleben konnte und dieser ein Jahr später nach Giverola kam, um sich bei mir zu bedanken. Was schätzen Sie besonders an Ihrer Tätigkeit in Giverola? Ich habe das Glück, in Giverola an einem der schönsten Orte der Costa Brava arbeiten zu dürfen, mit einem tollen Team und in einem traumhaften Ambiente. Zudem liebe ich den Umgang mit den Gästen sehr. Es bereitet mir grosse Freude, Gästewünsche zu erfüllen, für sie da zu sein und jedes Jahr die Möglichkeit zu haben, neue Menschen kennenzulernen. Ich bin über die vielen E-Mails, in denen sich die Gäste nach meinem Wohlbefinden erkundigen, sehr glücklich. So weiss ich, dass meine Arbeit geschätzt wird. Fast die Hälfte meines Lebens habe ich bisher in Giverola verbracht, alle Hochs und Tiefs miterlebt und hoffe, dass ich bis zu meiner Pensionierung meine mich sehr erfüllende Arbeit ausüben kann.


Gaby Flückiger, Direktorin Club-Hotel Giverola

DIE WILDE KÜSTE – EIN PFLANZENMEER WETTERRESISTENTE MITTELMEERPFLANZEN

Überraschend vielseitig und im Bestand gegensätzlich gestaltet sich die Flora an der Costa Brava. Die Pflanzen beweisen sich als Überlebenskünstler.

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Viele Wälder der Pyrenäen und entlang der Nordküste sind durch Waldbrände und Abholzung weitgehend verschwunden und haben mediterranem Strauchbewuchs Platz gemacht. In Gebirgsregionen wie Montseny und Gavarres sowie im Vulkangebiet der Garrotxa sieht man hingegen noch grosse dicht bewaldete Regionen mit Eichen, Buchen und bereits sehr reduzierten Korkeichen, aus deren Rinden die Flaschenkorken gewonnen werden. Ein farbenprächtiges, artenreiches Meer von blühenden Blumen, Sträuchern und Büschen beeindruckt im Frühjahr und Frühsommer, selbst in den eher pflanzenarm wirkenden kargen und rauen Gebieten des Cap de Creus oder den Karsthöhen von Montgri. Jede Mittelmeerpflanze besitzt einen natürlichen Schutz gegen das Austrocknen während der heissen Sommermonate und passt sich an die regenreichen, warmen Wintermonate an. Allerdings sind einige unwiederbringliche Arten durch menschliche Eingriffe vom Aussterben bedroht. PFLANZENREICHTUM RUND UM TOSSA DE MAR Die Umgebung von Tossa de Mar blieb grösstenteils von der Zerstörung der Mittelmeerpflanzen verschont und bietet diesen, aufgrund der geografischen Lage und der Abgeschiedenheit, einen natürlichen Schutz. Mandelbäume, Korkeichen, Feigen, Olivenbäume, Erdbeerbäume und Pinien finden ihren Platz neben Agave und Aloe Vera. Die Selva, die Region um Tossa de Mar, beherbergt Thymian, Fenchel, Lavendel, Zistrose, Ginster, Granatapfel, Rosettendickblatt, Mittagsblume, Myrte und Mimosen. Die Bewohner von Tossa de Mar nehmen sich jedes Jahr zu Fronleichnam den natürlichen Reichtum an Pflanzen und Blüten zu Hilfe und verwandeln mit grossem Engagement und

Pedro Ramos beim Pflücken der Erdbeeren

hoher Kreativität die Strassen der Altstadt für die Prozession in ein einzigartiges Blütenmosaik. HERRLICHER DUFT LIEGT ÜBER DEM CLUB-HOTEL GIVEROLA Pedro Ramos, der Chefgärtner des Club-Hotels Giverola, betont, dass die Ferienanlage aufgrund der optimalen klimatischen Bedingungen von einer üppigen Vegetation geprägt sei. An den küstennahen Hängen wachsen Pinien und Korkeichen, an den Schattenhängen vorzugsweise Steineichen und Erdbeerbäume. Die Düfte und Farben von Lavendel, Rosmarin, Heidekraut, Ginster, Myrte, Erika und Wacholder sind eine Freude für die Sinne. Palmen, Akazien und Maulbeerbäume spenden während der heissen Sommermonate Schatten. Farbenprächtige Bougainvillea und andere Kletterpflanzen ranken sich entlang der Gebäude.

Bewundern Sie bedrohte Mittelmeerpflanzen und exotische Gewächse in den botanischen Gärten «Mar i Murtra» in Blanes (WWW.MARIMUTRA.CAT ) und «Santa Clotilde» in Lloret de Mar (WWW.LLORETDEMAR.ORG). Der Garten «Pinya de Rosa» in Blanes (WWW.PINYA-DE-ROSA.ES) begeistert mit verschiedensten Arten von Kakteen sowie Agaven, Aloes und Yuccas. Blütenteppich in Tossa de Mar zu Fronleichnam


Christian Schenker, Musiker

Familie Lüthi aus Suhr

MIT FAMILIE: «DAS TÜPFLI AUF DEM i» GROSS UND KLEIN GRÜÜVELI TÜÜFELI FEIERN 10 JAHRE BANDGESCHICHTE IN GIVEROLA

ERLEBNISBERICHT

«Wir hatten eine herrliche Zeit mit zwei ganz unterschiedlichen Konzerten», fasst Christian Schenker den Aufenthalt an der Costa Brava zusammen. Das eine Konzert glich dem anderen in keiner Weise: Einmal wurde das Dach der Patio-Bar wegen Regen geschlossen und die Musiker kämpften mit einer schwierigen Akustik. Am nächsten Tag war alles anders – das Dach offen und die Akustik besser. Um den Gästen viel Abwechslung zu bieten, spielten Grüüveli Tüüfeli beim zweiten Konzert viele Lieder, die seit Längerem nicht mehr im Repertoire waren. «Dass wir diese vergessenen Perlen, die in einem normalen Set keinen Platz finden, wieder einmal herausgefischt hatten, war für unsere treuen Fans wie auch für uns ein Highlight.»

NICOLAS (10) «Ich machte bei fast allen Aktivitäten des MaxiClubs mit. Wir spielten Pingpong, Beachsoccer, Boccia, Basketball, Tennis und Wasserball. Der Unihockeymatch machte mir am meisten Spass. Das Tolle an der Familienwoche war, dass wir am Nachmittag unbeschränkt Glace essen konnten.»

ZEHNJÄHRIGES JUBILÄUM In Giverola feierte die Band ihr zehnjähriges Bestehen – abseits von Bühne, Studio und Proberaum. Dass ihre Familien daran teilhaben durften, war für Christian Schenker «das Tüpfli auf dem i». Die Bandmitglieder gestalteten ihre Ferientage individuell. Sie mieteten Fahrräder, unternahmen Ausflüge und genossen das Abendprogramm. Meistens verschrieben sie sich aber dem Nichtstun am Strand. Da Christian Schenkers Kinder noch klein sind – Malou ist vier und Yaël zwei –, verbrachte er viel Zeit kniend im Sand. Abends gehörten die Musiker zu den letzten, die den Speisesaal verliessen. Zu gemütlich war es an ihrem Tisch. Und zu gut das Buffet. DIE ANFÄNGE Zur Musik kam Christian Schenker schon früh: «Unser Nachbar hat bei Quartierfesten Gitarre gespielt und gesungen. Das wollte ich auch können.»

Als Teenager sammelte er erste Erfahrungen in Bands und entdeckte das Liederschreiben als Ventil. Später – in seinem Beruf als Kindergärtner – merkte er, dass es weniger laute Worte braucht, wenn man die Musik einsetzt. Heute lebt Christian Schenker von der Musik, und zwar als Komponist und Sänger. Er gibt jährlich 70 bis 80 Konzerte, ein Drittel davon mit den Grüüveli Tüüfeli. Um neue Lieder zu arrangieren, probt die Band ein paar Tage intensiv. Nach Fertigstellung der CD hingegen gibt es nur noch wenige gemeinsame Proben, denn dank den vielen Auftritten vergessen sie nichts. Die Musiker organisieren für die Konzerte meistens alles selber – vom Aufbau, der Technik mit Soundcheck bis zum Abbau. Dazu kommen die Autogrammstunden und der Verkauf des bereits siebten Albums «Alles klar, chliine Star». www.chinderlieder.ch

YANNIK (8) «Ich fand das Essensangebot am Abend toll. Zudem gab es verschiedene süsse Getränke zur Auswahl. Ich konnte mich kaum zwischen Fanta, Cola, Sprite und Eistee entscheiden. Nach dem Abendessen freute ich mich immer auf den Zeichentrickfilm.» QUIRIN (7) «Mir hat das Buffet am Morgen am besten gefallen. Ich durfte jeden Tag Omeletten mit Nutella essen, so viel ich wollte. Den Tag verbrachte ich am liebsten im Maxi-Club. Wir machten viele Spiele, wobei ich mich immer auf den Darts-Wettbewerb freute.» CHRISTINA (MUTTER) «Wir haben uns dieses Jahr wieder für Giverola entschieden, weil das Angebot sehr vielfältig und die Mitarbeitenden ausgesprochen freundlich und hilfsbereit sind. Wir fühlen uns jederzeit willkommen! Als die Kinder im Maxi-Club waren, hatte ich genügend Zeit, um an Fitness- und Sportaktivitäten teilzunehmen oder einfach ein Buch zu lesen. Persönlich schätze ich die Halbpension sowie die weiteren Hotelleistungen. Ein Ausflug nach Tossa de Mar gehört für uns zu einem Aufenthalt in Giverola dazu. Der Hotelbus fährt uns jeweils bequem hin und zurück.» PETER (VATER) «Die Mitarbeitenden im Club-Hotel Giverola sind sehr aufmerksam. Hier kann ich Mountainbike-Ferien und Familienferien ideal verbinden. Für jedes Familienmitglied wird etwas geboten. Die Berge im Hinterland wachsen zwar nicht in den Himmel, aber es sind richtige Berge und das Gebiet ist technisch anspruchsvoll und die Trails sind rockig.» Familienwochen Club-Hotel Giverola, Costa Brava: 21.09. – 19.10.2013 Familienwochen Club-Hotel Tirreno, Sardinien: 28.09. – 13.10.2013

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Dirk Molline aus Wettingen

PERSÖNLICHE AKKUS AUFLADEN ERLEBNISBERICHT

Dirk Molline reiste mit seiner Frau Christine Klussmann und ihrer 16-jährigen Tochter Muriel im Oktober 2012 erstmals nach Giverola. Für den «Weitblick» erzählt er von den Ferien. 20 BIKE- und FITHOLIDAY

Wir wollten nach einigen Städtereisen mal wieder aktive Ferien verbringen. Zudem liebäugelten wir damit, den Sommer zu verlängern. Diese Hoffnung hat sich erfüllt, denn währenddem in der Schweiz der Herbst eingebrochen war, sassen wir bei 28 °C unter der Sonne Spaniens. Etwas Bedenken hatten wir zur Anreise im GIVEROLA-EXPRESS, da wir uns für eine Busreise noch zu jung fühlten. Diese Bedenken wurden vollständig ausgeräumt: Wir sind noch nie so entspannt in einen Urlaub gereist. Meine Frau und ich buchten das Sportpaket für gemütliches Biken. Unsere Tochter

nahm am Animationsprogramm teil, sie spielte beispielsweise Tennis und Unihockey. Meine Frau träumte auch davon, den einen oder anderen Tag mit einem Buch am Strand zu verbringen. Daher wurde sie auf einigen Touren von meiner Tochter vertreten, die ihre ersten Bike-Erfahrungen machte und diese sehr genoss. Den Nachmittag verbrachten wir wiederum gemeinsam am Strand oder auf der Terrasse unseres Appartements. In dieser schönen Umgebung konnten wir unsere persönlichen Akkus aufladen. Vor dem Abendessen genossen wir beim Apéro an der Strandbar die herrliche Abendstimmung. Die Umgebung des Hotels bietet viele Ausflugsmöglichkeiten. Am «Ruhetag» (d.h. ohne Biketour) nahmen wir am geführten Ausflug nach Barcelona teil. Alles war perfekt organisiert und der Reiseführer gab uns einen sehr interessanten Einblick in Barcelona und Katalonien, auch was die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse in Spanien betraf.

Im Rahmen der gemütlichen Biketour waren wir ausserdem in Girona und verbrachten dort die Mittagspause. Ein Spaziergang durch die schöne Altstadt durfte nicht fehlen. Ich bin begeistert von der Betreuung und Infrastruktur von Bikeholiday. Die Guides waren sehr engagiert und gingen in allen Belangen auf unsere Wünsche ein. Technische Defekte wurden am Abend in der Werkstatt schnell und unkompliziert behoben. Kurz: ein Rundum-Sorglospaket zum Weiterempfehlen. Unsere persönlichen Highlights in Giverola sind die Landschaft, die Ruhe und die sehr entspannte Atmosphäre. Zudem ein Kompliment an die Küche. Eigentlich wollte ich mit dem Sport ein paar Kilos wegtrainieren. Dieses Vorhaben wurde leider vom exzellenten Buffet sabotiert … Mountainbike Club-Hotel Giverola: 09.03. – 01.06. und 14.09. – 12.10.2013

Sascha Gwerder, Mitverantwortlicher Running

GESUNDER GEIST IN GESUNDEM KÖRPER WAS EIN STARKER WILLE ERREICHEN KANN, TROTZ WIDRIGER UMSTÄNDE 11. März 2008, Rollerunfall. Kniescheibe zertrümmert. 10 Monate Pause. Ans Aufhören dachte ich nie, obwohl der Arzt vor der Operation sagte, er würde mir nicht garantieren, dass ich je wieder einmal einen Marathon laufen könne. Das gab mir aber einen Kick und ich wollte stärker als vorher zurückkommen.

Also begann der Aufbau. Zuerst mit einer Kinetec-Maschine, mit Wasser- und Physiotherapie, Spinning und ab und zu kleinen Lauftrainings, obwohl die sogenannten Spickdrähte sehr gut ersichtlich waren in meinem Knie. Im Dezember 2008 wurden die Drähte entfernt und einen Monat später konnte ich endlich mit dem Lauftraining beginnen. Ich konzentrierte

mich zuerst auf gelenkschonende Bergläufe. Ab dem Jahr 2010 bis heute konnte ich dreimal hintereinander die Zentralschweizer Berglaufmeisterschaft gewinnen. Von Jahr zu Jahr versuchte ich mich an längere, flachere Strecken heranzutasten und inzwischen habe ich den ersten Marathon nach meiner Verletzung bestritten. Auch dank der Möglichkeit, in Giverola zu trainieren, habe ich den Anschluss geschafft. Giverola ist im Frühling wie auch im Herbst ein erstklassiger Ort für Aktivferien. Einfach empfehlenswert. Running Club-Hotel Giverola mit Sascha Gwerder: 23.03. – 06.04. und 28.09. – 05.10.2013


Marco Bissig, Geschäftsführer BICI AktivFerien

(ELEKTRO-)RAD UND KULTURREISEN WIE GENUSSFAHRER GEMÜTLICH NATUR, KULTUR UND FOLKLORE ERLEBEN KÖNNEN

21 SARDINIEN

Sardinen, die zweitgrösste Insel im Mittelmeer, steht im Frühling in voller Blüte. Da macht es besonders Spass, mit dem Fahrrad unbekannte Regionen zu erkunden. Damit diese Entdeckungsfahrten nicht zu einer sportlichen Tortur werden, stehen den Gästen des Club-Hotels Tirreno neben leichten Bikes neu auch 15 Elektroräder zur Verfügung. Seit vier Jahren organisiert die Partnerfirma BICI AktivFerien GmbH aus Zug sportliche Ferienprogramme im Club-Hotel Tirreno. Zusätzlich zu längeren Touren mit dem Rennrad und dem Mountainbike gibt es neu auch Ausflüge mit Elektrorädern der neuesten Generation. Sie haben eine Reichweite von rund 100 Kilometern und sind individuell auf die Gäste einstellbar. IDYLLISCHE DÖRFER MIT VIEL KULTUR UND FOLKLORE Ab 13. April 2013 stehen jede Woche fünf geführte Tagestouren zwischen 40 und 60

Kilometern zur Wahl. Es wartet eine wunderschöne und ursprüngliche Mittelmeerlandschaft: Idyllisch gelegene sardische Dörfer mit gastfreundlichen Bewohnern bieten viel Kultur und Folklore im Landesinnern. Während der unvergesslichen Küstenfahrten verspricht das funkelnd blaue Meer ein einmaliges Ferienerlebnis. KEIN SPORTLICHER STRESS Damit der Ausflug nicht zum sportlichen Stress verkommt, werden einige Zu- und Wegfahrten mit einem bequemen Kleinbus zurückgelegt. Die Räder sind unkompliziert im modern eingerichteten Anhänger verstaut und werden ebenso mühelos wieder startklar gemacht. Die Bustransfers dauern maximal eine Stunde. Dieses erlebnisreiche Angebot eignet sich bestens für gemütliche Genussfahrer mit einer gewissen Grundkondition und fahrtechnischen Kenntnissen. Bei den Touren auf Nebenstrassen und im Gelände auf Naturwegen steht der Spass im Zentrum. Kaffee-, Foto- und Mittagspausen wecken besondere Emotionen.

Sardische Trachten

Das historische Städtchen Orosei liegt 12 Kilometer südlich vom Club-Hotel Tirreno, unterhalb des Berges Monte Tuttavista (806 m). Es wurde bereits im frühen Mittelalter gegründet. Heute hat Orosei rund 5000 Einwohner und sein kleines Ortszentrum – mit einer charakteristischen Piazzetta und mit mittelalterlichen und barocken Bauten – versprüht eine mediterrane Atmosphäre. Der kulturelle Höhepunkt ist die Prozession von Santa Maria e Mare am letzten Sonntag im Mai, wenn die blumengeschmückten

Elektrobike Club-Hotel Tirreno mit BICI AktivFerien: 13.04. – 08.06. und 07.09. – 28.09.2013

Boote über den Cedrino-Fluss gerudert werden.


Regina Zürcher, Club-Hotel Tirreno

Luc Schwarz, Direktor Club-Hotel Tirreno

MAMUTHONES UND ISSOHADORES BOTTARGA LEBENDIGES BRAUCHTUM VERSCHEUCHT DEN WINTER

lange Weste aus Schaffell. Auf dem Rücken rund 20 kg schwere Glocken und Schellen in verschiedenen Grössen, die den Schrittrhythmus angeben. Issohadore: Typische Kopfbedeckung «Sa berritta», die mit einem farbigen Seidentuch unter dem Kinn gebunden wird. Weisse, ausdruckslose Maske. Unter roter Jacke ein weisses Leinenhemd. Über schwarzer Hose ein Hüfttuch. Quer über die Brust ein Lederband mit kleinen Schellen.

22 SARDINIEN

Die Mamuthones und Issohadores aus Mamoiada sind die bekanntesten und typischsten Figuren, die beim Karneval auf Sardinien bewundert werden. Auch ausserhalb dieser Zeit sind die mysteriösen Gestalten auf grossen Festen anzutreffen. Die uralte Tradition geht weit ins vorchristliche Hirtentum zurück und ist im Dorf Mamoiada tief verwurzelt. Die Bewohnerinnen und Bewohner verscheuchen die bösen Geister des Winters und begrüssen die Auferstehung der Natur. Der erste Auftritt im Jahr erfolgt immer am 16. Januar, dem Tag von San Antonio. In zwei Reihen hüpfen die Mamuthones in einem vorgegebenen Schrittmuster vorwärts, damit die Schellen den charakteristischen, mystischen Rhythmus vorgeben. Die Issohadores bewegen sich im gleichen Schritt, aber um einiges graziöser, zwischen den Reihen. Mit langen Lassos versuchen sie Zuschauer, hauptsächlich hübsche Frauen, einzufangen. Der Preis für die Befreiung ist ein Kuss oder ein Glas Wein. HANDGEFERTIGTE KOSTÜME Mamuthone: Maske mit leidendem Ausdruck aus geschwärztem Kastanien-, Erlen- oder Birnbaumholz. Auf dem Kopf ein Béret und darüber ein dunkelbraunes Kopftuch. Über der traditionellen dunklen Samtbekleidung eine

Der Brauch wird verschiedenen Quellen zugeschrieben: Einige sehen darin den Kampf zwischen den Sarden und den Mauren. Im Ritual werden die unterdrückenden Mauren zu Unterdrückten (Mamuthones), während die Sarden in die Haut der Sieger (Issohadore) schlüpfen. Eine andere faszinierende Theorie ist die Wiedergeburt des griechischen Gottes Dionysos, eines Sohnes von Zeus. Nach alten Überlieferungen wurde er im Kindsalter ermordet und ist als Weinstock auferstanden. Andere Quellen berichten, dass er in jungen Jahren dem Wahnsinn verfiel und später geheilt wurde. Zu dieser Theorie passt der Begriff Mamuthone (Irrer, Verrückter). Das Ritual der Auferstehung respektive der Heilung des Kindgottes wurde schon im alten Griechenland als Sinnbild für das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter gefeiert.

SARDISCHER KAVIAR ODER SARDISCHES GOLD

Die Bottarga wird aus Fischrogen gewonnen und gehört zu den wertvollsten kulinarischen sardischen Spezialitäten. Die Borgatta ist sehr würzig, erinnert im Geschmack an Kaviar und geräucherten Fisch und ähnelt in der Form einem bernsteinfarbenen Fischfilet. Im Spätsommer, wenn die weiblichen Meeräschen von den Lagunen und ruhigen Küstengewässern ihre Reise ins offene Meer zur Eierablage antreten, beginnt die Fischerei. Den grossen Exemplaren wird der Bauch vorsichtig aufgeschnitten, um den Dottersack mit seinen Abertausenden gelbfarbigen Eiern schadenlos herauszunehmen. Danach wird der gesamte Dottersack vorsichtig gewaschen, gesalzen, gepresst und anschliessend auf Holztafeln luftgetrocknet. Diese Zubereitung dauert drei bis vier Wochen. DIE BESTE QUALITÄT GIBT’S IN SARDINIEN Die Hochburg der Bottarga-Herstellung in Sardinien ist Cabras, das Dorf an der gleichnamigen Lagune an der Westküste Sardiniens. Mittlerweile wird Bottarga auch in anderen Mittelmeerregionen wie beispielsweise in der Toskana, Provence, Türkei und in Tunesien produziert. Die Bezeichnung Bottarga stammt vom altägyptischen Wort «butarith», was «gesalzener Fisch» bedeutet. Die Delikatesse wurde bereits von den Phöniziern und Römern sehr geschätzt und als wertvolle Tauschware eingesetzt. Wegen der langen Haltbarkeit wurde die Bottarga als Reiseverpflegung sowie als Zwischenmahlzeit der Fischer auf hoher See verwendet. Sie besitzt hohe Nährwerte und ist reich an Omega-3-Fettsäuren (Vitamin F) und Squalen. Heute wird die Bottarga zum Kilopreis von EUR 120.– gehandelt, meist in VakuumKonfektionen von 140 bis 200 g oder sogar in geriebener Form als Glaskonserve. Bottarga wird in der sardischen Küche auf verschiedenste Arten verwendet: in dünne Scheibchen geschnitten, begleitet von Brot, Artischocken, Fenchel oder kaltgepresstem Olivenöl, oder wie Parmesan gerieben, serviert mit Teigwaren, Reis oder auch auf der Pizza.


Antonella Puggioni, Patissière Club-Hotel Tirreno

AMARETTI GUETZLI AUS DEM SÜDEN

Das Dessertangebot wurde in den letzten drei Jahren zum kulinarischen Höhepunkt des Abendbuffets, das seinesgleichen weit suchen muss. Unsere sardische Patissière Antonella Puggioni zaubert täglich leckere Süssigkeiten und Backwaren. Sie verarbeitet nur Frischprodukte, Halb- oder Fertigprodukte sind in unserer Patisserie tabu. Legendär wurden insbesondere die Tirreno-Amaretti, die wir zusätzlich zur Präsentation am Buffet auch auf Vorbestellung abgepackt und zum Mitnehmen backen. Glücklicherweise konnten wir Antonella dazu bewegen, eines ihrer Geheimnisse zu verraten:

Amaretti sardi «Tirreno»

ZUTATEN FÜR 16 PERSONEN (ca. 2 kg gebackene Amaretti) 1 kg Mandeln geschält 200 g Bittermandeln geschält 1 kg Zucker Eiweiss von ca. 10 frischen Eiern Zitronenschale von 1 Zitrone gerieben

ZUBEREITUNG Die beiden Mandelsorten fein mahlen, sodass das entstandene Mehl noch leicht körnig bleibt. Mandelmehl, Zucker und geriebene Zitronenschale in eine grosse Schüssel geben.

Eiweiss mit einer Gabel leicht schlagen (nicht zu Schnee), langsam beifügen und die Masse gut verarbeiten. Die weiche Masse mit nassen Händen zu mittelgrossen Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Da die Kugeln beim Backen aufgehen, muss genug Distanz dazwischen sein. Im auf 160 °C vorgeheizten Ofen 30 bis 40 Minuten goldig backen. Viel Spass beim Backen und Geniessen.

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AKTIVFERIEN IN CRANS-MONTANA 7. – 14. JULI 2013

Polysportive Ausflüge führen Sie durch das Wallis – begleitet vom erfahrenen Leiterteam von Bike- und Fitholiday und dem Ochsner Sport-Coach Urs Gerig. Ideal auch für Familien. ü Kliby und Caroline: Bauchredner Nr. 1 seit 30 Jahren ü Urs Gerig: optimales Ausdauertraining, funktionelles Krafttraining, Regeneration auf der Blackroll ü Inbegriffenes Rahmenprogramm: Spannung und Teamgeist Welt des Sports Erobern Sie die Walliser Berge auf Mountainbike-, Running- oder Nordic WalkingTouren sowie auf Wanderungen. Ob gemütlich oder als intensives Training – hier ist für alle etwas dabei. Sie sind in fein abgestuften Leistungsgruppen mit ausgebildeten und ortskundigen Leitern unterwegs. Hotel Valaisia Wellnessbereich mit Solbad 33 °C, Sprudelliegen, Wildwasserkanal, Dampfbad, Fitnessraum, geheiztes Aussenschwimmbad, zentrale und ruhige Lage, Aussicht auf das imposante Walliser Bergpanorama. 1 Woche nur CHF 1145.– pro Person

(mindestens 30 Teilnehmer)

Inbegriffene Leistungen – 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension – Wochenprogramm mit 5 geführten Tages-/Halbtagestouren, 1 Ruhetag – Bergbahnfahrten während der geführten Touren – Rahmenprogramm: Auftritt Kliby und Caroline, Fun Forest (Seilpark), Wanderung mit Pick-Nick am Feuer, Partyabend an der Bar, Grillabend mit Musik, Fotoshow am Abschlussabend – Ochsner Sport Travel Special: Sportliches Welcome-Package, Testmaterial, praktische Tipps von Sportexperten, Stabilisations-, Kräftigungs- und Entspannungsübungen mit Ochsner Sport-Coach Urs Gerig

Hotel Valaisia, CH-3963 Crans-Montana, T +41 27 481 26 12, info@hotel-valaisia.ch

www.hotel-valaisia.ch


Weitblick Nr. 6