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Ausgabe Nr. 14 14. Jahrgang

DAS FERIENMAGAZIN

2016/2017

SEHENSWERTES • ENTSPANNENDES • GASTLICHES • KULTURELLES • HISTORISCHES

E Martin Luther: Befreier mit und wider Willen

E Moritzhof in Rädigke: da spielte „Hans im Glück”

E Touren für Genießer: ein Wegweiser im Fläming

E Naturparkzentrum: Wolfsrallye bei Isegrim

E KunstWerk: Humor schließt Herz & Hirne auf

500 Jahre Reformation 2017 Lesen Sie dazu die Seiten 22, 23 und 47

E Mitbringsel: Flieder, Stulle und Fläminger Platt

E Alexanderdorf: Einblick Foto: Jedrzej Marzecki

in das Klosterleben

L Tipps zum Baden, Wandern, Skaten, Radfahren… L Burgen, Kirchen, Museen, Klöster und Schlösser

E Auftakt: FerienmagazinLeserwettbewerb L Hotels, Restaurants, Pensionen, Pferdehöfe und Freizeiteinrichtungen L Stadterkundungen

L Termine für Feste, Kunst und Kultur

Brandenburg Das Weite liegt so nah.

L mit großer Übersichtskarte

www.ferienmagazin.de


www.ferienmagazin.de

Erst schmökern, dann starten… Wer im Osten Deutschlands Neues entdecken, sich dabei erholen oder gut unterhalten will, für den lohnt sich ein Blick ins Ferienmagazin. Das erste Ferienmagazin „Der Fläming” erschien 2001. Die Hefte finden reißend Absatz, denn für viele ist das Gebiet zwischen Magdeburg, Berlin und Lutherstadt Wittenberg ein naheliegendes und spannendes Ausflugsziel. Wie die Hefte zu den vielen Lesern kommen? Deutschlandweit über den Tourismusverband auf Messen wie Grüne Woche, Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin … Und als Gästemagazin vor Ort in vielen Tourist-Informationen der Reiseregionen, in Hotels, Pensionen, Reisebüros, Stadtverwaltungen, Museen und Freizeiteinrichtungen von der Altmark über den Fläming, dem Seenland zwischen Oder, Spreewald und Berlin bis in die sächsische Oberlausitz! Wir vom Ferienmagazin erschließen zudem immer neue, interessante Vertriebswege. Unterstützt werden wir von unseren Lesern, Touristikern, Buchhändlern, Reiseleitern, Busunternehmern, Hoteliers, Museumsleitern, von Reiseservice-Einrichtungen, Wandervereinen… Dafür sagen wir Danke! Ferienmagazin-Leserwettbewerb Sie haben in unserem Ferienmagazin geschmökert? Und sind dann gestartet? Was haben Sie während Ihres Aufenthaltes dort entdeckt und erlebt? Berichten Sie uns in Wort und Bild von Ihrem schönsten Ferienerlebnis. Wir suchen interessante, originelle Geschichten, um Sie in den nächsten Ausgaben zu veröffentlichen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Ihre Lieblings-Ferienfotos & -geschichten senden Sie bitte an: info@ferienmagazin.de

Auslage am Infostand im A10-Shopping-Center Wildau bei Berlin. Das ganze Jahr über sind die Ferienmagazine an der Kundeninformation (im Bild) sowie in der Lounge verfügbar. Die Hefte gehen dort weg „wie warme Semmeln”.

Anfragen, Bestellungen & Infos über: Große Verlag DAS FERIENMAGAZIN Bahnhofstraße 7 A • 15711 Königs Wusterhausen K Tel. +49 3375 277960 K Fax +49 321 21271175 K Funk +49 172 3130783 E info@ferienmagazin.de www.facebook.com/Ferienmagazin


Foto: Heiko Bansen

Vom Naturparkzentrum Hoher Fläming aus zu spannenden Wanderungen starten

Rabenstein/Fläming

Neue Wolfsrallye Im Naturparkzentrum Hoher Fläming

Das Naturparkzentrum Hoher Fläming am Fuß der Burg Rabenstein lockt mit einer neuen Attraktion: Gäste können bei einer Wolfsrallye Spannendes ̈ uber den Isegrim erfahren und einen kleinen Preis gewinnen. Wie kamen die Wölfe in den Fläming zuru ̈ck und wie viele Tiere leben inzwischen hier? Wie kann ich eigentlich Wolf und Hund voneinander unterscheiden? Und wie verhalte ich mich, falls ich einmal in der freien Landschaft einem Wolf begegne? Auf diese und weitere Fragen gibt es im neuen Ausstellungsteil „Die Ru ̈ckkehr der Wölfe“ im Naturparkzentrum Hoher Fläming Antworten. Wie auch in der Naturpark-Erlebnisausstellung wird beim Thema Wolf zum

Inhaltsverzeichnis Schöne Ausflugsziele, Restaurants und Unterkünfte, Geschichten über Land und Leute, Tipps für Wander- und Radtouren u.v.m finden Sie auf folgenden Seiten:

Spannendes über den Isegrim erfahren

Tipps: E 3 Radtouren: Kleine Fläming-Radtour (36 km), Feldsteinkirchen-Radtour (29 km), 3-Burgen-Radtour (51 km) E Wanderportal mit allen wichtigen Touren: www.wandern-im-flaeming.de E Abenteuerspielplatz gegenüber E Rad-Ausleihe und Elektromobil E Außengelände u. a. mit Lehmbackofen, Kräutergarten, Wetterstation E Flämingladen (Bild links) u. a. mit Keramik, Aufstrichen, Honig, Senf

Naturparkzentrum Raben Burg Rabenstein und Niemegker Land Rädigke Die 15. Fläming-Königin • Niemegk Kirchen aus Steinen vom Feld Neuendorf • Linthe Niemegk-Lühnsdorf Bad Belzig Schmerwitz Wiesenburg Der Kunstwanderweg • Lehnsdorf Der Burgenwanderweg • Rabenstein Wiesenburg • Ziesar • Brück Der Burgenbus • Bad Belzig Wiesenburg • Dahnsdorf Borkheide Loburg • Möckern • Ziegelsdorf Magdeburgerforth Coswig (Anhalt) • Jeber-Bergfrieden Lutherstadt Wittenberg Luther, Befreier mit und wider Willen Lutherstadt Wittenberg • Zerbst Übersichtskarte Fläming Was die Flamen mitbrachten

Naturparkzentrum Raben – beste Anlaufstelle, um den Fläming zu erkunden Mitmachen eingeladen. So können Besucher zum Beispiel nachmessen, wie lange sie selbst als Wanderer unterwegs wären auf den Strecken, die Wölfin Tina zuru ̈ckgelegt hat. Wer an der kleinen Wolfsrallye teilnimmt und fu ̈nf Fragen zum Wolf beantwortet, kann mit dem richtigen Lösungswort außerdem einen Wolfsbutton gewinnen. „Bereits auf der Bundesgartenschau in Brandenburg an der Havel kam das Wolfsmodul gut an“, weiß Stefan Ratering vom Naturparkverein Hoher Fläming. Er hat dank der Finanzierung durch den

Landkreis Potsdam-Mittelmark das Ausstellungskonzept gemeinsam mit der Leipziger Agentur Unikatum entwickelt. Herausgepickt: Erlebnispfad E Der zwei Kilometer lange Naturlehrpfad führt zur Burg. Unterwegs kann man an Stationen mit Hör-Trichtern Wald und Dorf belauschen, sich über eine Wackelbrücke hangeln oder mithilfe eines Baumstammes telefonieren.

Naturparkzentrum Hoher Fläming OT Raben, Brennereiweg 45 14823 Rabenstein/Fläming Tel. +49 33848 60004 E/3 Fax +49 33848 60360 info@flaeming.net, www.flaeming.net Geöffnet: täglich von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt in die Naturpark-Erlebnisausstellung kostet für Erwachsene 2,50 Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro. Ermäßigungen gibt es für Familien & Inhaber des Familienpasses. Achtung: E Anreise zum Naturparkzentrum ist mit der Burgenlinie möglich, dazu mehr auf S. 18!

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Luckenwalde Flaeming-Skate • Petkus Ludwigsfelde Wo Promis sich zu Hause fühlen GENIESSER auf Touren Naturparkzentrum Glauer Tal Buchtipp über Naturwunder… Großbeeren Königs Wusterhausen Zossen Kallinchen Am Mellensee • Alexanderdorf Horstfelde Wahlsdorf • Hohenseefeld • Klasdorf Dahme (Mark) • Impressum Wie der Fläming das Reformationsjubiläum feiert Ausflugstipp: Saurierpark Bautzen

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26-27 27 28-29 29 30-31 32-33 23 34-35 36-37 38-39 40-41 42-43 44 44-45 46 47 48


Rabenstein/Fläming

Die Ritter von Rabenstein Wie heute moderne Burgherren und Mägde die Historie lebendig halten

In einer Ecke des urigen Saals lodert ein Kaminfeuer, in der anderen bestaunen Gäste alte Ritter-Utensilien. Plötzlich erscheint in der Tür ein Burgherr im Originalkostüm. Das Getuschel verstummt. Große und kleine Besucher kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Willkommen zur Führung durch die sagenumwobene Burg Rabenstein! Sie ist eine der besterhaltenen Flämingburgen überhaupt. Kaum zu glauben, dass den Feldstein-Koloss ursprünglich mal ein Mix aus Milch, Eiern, Quark und Kuhknochenkalk zusammenhielt. „Beton gab es damals noch nicht. Erst seit knapp 80 Jahren hält Zement den Bau zusammen“, erklärt uns Restaurantleiterin Susann Fricke, die auch Führungen durch das geheimnisvolle Gemäuer anbietet. Die sympathische Flämingerin sorgt nicht nur für so manch deftigen Ritterschmaus. Sie verantwortet auch die Top-Küche im Burg-Restaurant. Doch dazu später mehr.

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Geheimnisvoller Rundgang Erst einmal geht’s weiter durch das beeindruckende Kastell, in dem einst Graf Baderich II. das Zepter schwang. Die Burg, heute auch Herberge, Theater- und Konzertort sowie Gastgeber für Ritterund Osterspektakel, fasziniert uns auf Anhieb. Was von außen kein Mensch sieht, sind Geheimgänge, die mal zu einem Brunnen führten. Aus ihm schöpften frühere Burgchefs Wasser aus einer Tiefe von 75 Metern. Als nördlichste Höhenburg Deutschlands liegt der Riese aus Feldsteinen schließlich satte 153 Meter über dem Meeresspiegel. Dann schaudert’s uns, denn wir betreten die Folterkammer. Wessen Hände

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und Füße erst einmal in den Zwingen der Streckbank lagen, der gestand alles, was man wollte. Mensch, bloß gut, dass wir heute leben. Rosemarie-Taler und Brunch Nachdem wir noch den Burgturm bestiegen und die fantastische Aussicht genossen, ist uns erst einmal nach einem ausgiebigen Mittagsschmaus zumute. Im Burg-Ausschank sind Gäste da genau richtig. Wir entscheiden uns spontan für das leckere Rittermenü mit Kassler-Rippchen und Wachteln. Als Nachtisch wird der „Rosemarie-Taler“ – in Anspielung auf die Sage von Burgfräulein Rosemarie – serviert, ein leichtes Blätterteig-Gebäck mit Schokolade. Am Tisch gegenüber lässt man sich gebratene Blutwurst sowie geräucherte Forelle munden. „Hungrig ist bei uns noch keiner nach Hause gegangen“, strahlt uns die Wirtin an. Ein anderer kulinarischer Renner ist der große Sonntagsbrunch (April bis Oktober; 11 bis18 Uhr). Was hier in BuffetForm aufgetischt wird, hätte selbst die alten Ritter blass werden lassen: Zur erlesenen Speisen-Auswahl zählen (in wechselnder Folge) Rinderrouladen, Spanferkel, Nudelauflauf, Eierkuchen, Schweinehaxen, Kuchen, Pudding und und und… Was steckt in der Schatzkiste? Viele Gäste bleiben gleich ein paar Tage länger – Vereine, Kindergruppen, Musikschüler, aber auch Familien. Kleine Besucher gehen gern auf Schatzsuche. Der aufregende Tripp durch den angrenzenden Wald wird natürlich belohnt: mit einer prall gefüllten Schatztruhe. Die mittelalterlichen Münzen entpuppen sich als Schoko-Taler. Was die Schatzkiste noch alles enthält, wollen wir hier aber nicht verraten.

Handwerk & Falkenflug Beliebt bei Klein und Groß sind Kunsthandwerk-Kurse von Karina Kunick. Sie zeigt zu besonderen Anlässen, wie Pfingsten oder bei Veranstaltungen, am alten Spinnrad, wie früher Garn entstand oder wie man schon vor Jahrhunderten Papier schöpfte, Kerzen „zog“ oder Seife herstellte. Anno 2016 sind die in Handarbeit angefertigten Unikate beliebte Souvenirs. Sehenswert sind auch die Vorführungen von Falkner Dirk Grabow direkt auf dem Gelände. Der Naturbursche kommt uns mit Fellmütze und robusten Stiefeln entgegen. Mit dabei ist sein Wanderfalke, der im Sturzflug fast Tempo 300 erreichen kann. Dirk Grabow erklärt, wie man mit Steinadler & Co. schon vor 4.000 Jahren zur Beizjagd aufbrach. „Ralf, der Rabe” & Hochzeitspaar Anschließend verkosten wir ein herzhaftes Brot aus dem historischen Backofen. Kurz darauf begegnen uns noch Dudelsack-Virtuose „Ralf, der Rabe“ sowie zwei frisch Vermählte, die abends bei der großen Hochzeitsparty die Korken knallen lassen. Den Bund fürs Leben schlossen sie in der Turmkapelle der Burg. Standesamtlich und mit allem Drum und Dran. Zum Schluss treffen wir junge Leute, die uns in Sachen Burg nochmals verblüffen. „Die Burg kann nicht nur Ritter und Historie, die kann auch Techno“, lacht Tim, ein 19-jähriger Brandenburger. Die Rede ist von einer Techno-Party, die hier kürzlich mit über 1.500 jungen Leuten

aus aller Herren Länder stieg. „Ich traf hier Spanier und Franzosen, Polen und Schweizer“, berichtet Tim. Techno auf Burg Rabenstein? Man mag es kaum glauben – aber auch so etwas gibt es im beeindruckenden Stein-Koloss. Wenn das die alten Ritter wüssten.

Tipps und Termine 2016 E Zünftiges Ritteressen mit mittelalterlichen Menüs E Hochzeiten und Busreisen E Juni: Alt-Berliner Kaffeegarten mit dem Brandenburger Salonorchester E 10. Juli: „Tag der offenen Tür“ mit Burgführungen durch sonst verschlossene Räumlichkeiten, Musik und Schauritter-Essen E 11. September: „Tag des offenen Denkmals“ E 24. September: „Gala der Spielleute und Gaukler“ u. a. mit den „Rabenbrüdern“ und anderen skurrilen Mittelalter-Darstellern (20 Uhr, Kartenvorbestellung www.ralf-der-rabe.de) E Parallel dazu 24./25. September: 13. Rabensteiner Herbst mit Marktspektakel, handwerklichen Vorführungen, Spielmannskunst und Gaukelei. E 3./4. Dezember: Erster Historischer Weihnachtsmarkt auf Burg Rabenstein Alle Veranstaltungen im Internet: www.burgrabenstein.de Burg Rabenstein Zur Burg 49 14823 Rabenstein / Fläming E/3 Tel. +49 33848 60221, Fax 60230 info@burgrabenstein.de www.burgrabenstein.de

Der Fläming


Rabenstein/Fläming • Niemegker Land

Erkundung im Niemegker Land Die schöne Gegend im Hohen Fläming lockt mit Natur, tollen Gastgebern und – ganz neu auf Burg Rabenstein – einer spannenden Ausstellung

gesprochen. Hier gibt es ganz viel auf kleinem Raum: Zum Beispiel vier Burgen, gut erhaltene Feldsteinkirchen, tolle Gasthäuser und einen herzlichen Menschenschlag. Das beste Beispiel dafür ist Fritz Lintow, Chef des Fremdenverkehrsvereins „Niemegker Land“, der auf Burg Rabenstein seinen Sitz hat. Als wir hereinspazieren, gibt er gerade den Kartenabreißer am Turm: „Ihr wollt bestimmt auf den Turm“, strahlt er uns und die ersten Tagesgäste an. „Wisst ihr, wie lange ich schon auf euch warte“, flachst der Tourismus-Lenker weiter. Dann gibt er Tipps für den späteren Ausflug: „Schaut euch den Riesenstein bei Grubo an oder bestaunt unsere Rummeln. Das sind rinnartige, verzweigte Trockentäler, die sich bei Starkregen oder Schneeschmelze mit Wasser füllen.” Fritz Lintows aktueller Geheimtipp: Die Stadt Niemegk selbst. Die habe mehr zu bieten, als mancher glaubt: Gäste finden dort ein schönes Renaissance-Rathaus, den historischen Wasserturm, die Museumsmühle, Volkstheater, Observatorium, Schnapsbrennerei und die alte Klosterruine. Im Sommer erfrischen sich Gäste gern im Freibad. Erholsames Niemegker Land Das Niemegker Land rund um die Kommune verspricht Erholung pur. Die Gegend gilt als eine der am geringsten besiedelten bundesweit. Viele gut ausgeschilderte Wanderwege führen durch

Blick vom Turm zum Dorf Raben und über das Niemegker Land Endlose Trinkgelage, bescheidene Hygiene sowie Tischsitten, die sehr zu wünschen übrig ließen. So oder ähnlich klingen Klischees übers Mittelalter. Mit der Wirklichkeit haben sie allerdings oft wenig zu tun. Die neue Ausstellung über das frühere Leben auf Burg Rabenstein und im Niemegker Land räumt da mit so manchem Vorurteil auf. Was die neue Ausstellung enthüllt Im Inneren des mächtigen BurgTurms erfahren Besucher nicht nur, wie einst die alten Ritter schmausten, sondern auch, wie Menschen im Mittelalter lebten. Wir kommen in der Schau aus dem Staunen nicht mehr heraus, erfahren,

dass selbst Kaiser und Könige oft nicht lesen und schreiben konnten. Von den Burgherren ganz zu schweigen. Zu Essen gab’s meist Brei und Brot, dazu oft Rüben, Lauch und Spinat. Bier und Wein waren Alltagsgetränke – gern auch schon mal am den Hohen Fläming, der während der frühen Morgen. Bedienstete mussten Saale-Eiszeit bis vor rund 130.000 Jahren sich mit einer Mahlzeit am Tag begnügen. Für Burgherren waren indes mehrere opulente Speisen vorgesehen. Chef-Ritter ließen sich schon morgens um 9 Uhr die erste Menü-Folge schmecken. Heute ist natürlich alles ganz anders. Besucher kommen in Scharen ins Niemegker Land. Der erholsame Dreiklang aus Landschaft, Historie und kulinarischen Genüssen hat sich längst herumKirche in Grabow (rechts)

entstand. Beeindruckende Findlinge und besagte Rummeln zeugen von dieser Eiszeit. In den Kiefernwäldern fühlen sich heute u. a. Rothirsche und sogar Mufflons wohl. Auch den überaus seltenen Schwarzstorch findet man im Naturpark Hoher Fläming. Apropos: Die Region besteht gleich aus mehreren Landschaftsschutzgebieten, darunter das „Planetal“. Die Rede ist von einem vier Kilometer langen Abschnitt der Plane von ihrer Quelle bei Raben bis Rädigke. Manche nennen den Hohen Fläming augenzwinkernd auch das „kleinste Mittelgebirge Deutschlands“. Mit dem 200 Meter hohen Hagelberg bietet er immerhin die höchste Erhebung des norddeutschen Tieflandes und den zweitgrößten märkischen Gipfel. Spannende Schautafeln Wir schauen uns zum Schluss noch einmal in der neuen Ausstellung um. Ein Blickfang ist hier das Modell der Burg Rabenstein, wie sie im 19. Jahrhundert aussah. Es ist ein Meisterwerk aus tausenden kleinen Steinchen mit viel Liebe zum Detail. Auf einer der Schautafeln erfahren wir, dass zwischen 1250 und 1500 bis zu 100 Menschen auf der Burg lebten. Vom adligen Burgherren und seiner Familie über das Küchenpersonal bis hin zu Knechten und Steinmetzen. Die angenehmste Zeit auf der Burg war den Informationen nach der Sommer mit seiner natürlichen Wärme. „In der kälteren Jahreszeit pfiff der Wind durch Fenster und Türritzen. Fensterscheiben gab es noch nicht. Und nur wenige Räume der Burg, die vorwiegend der Familie des Burgherrn dienten, konnten beheizt werden.” Die Nächte auf der Burg waren offenkundig nicht so klasse – besonders für die Bediensteten. Die Oberschicht schlief in Himmelbetten, die einfachen Leute auf Stroh und Fellen. Ihre Bedeutung als Verteidigungsanlage verlor Burg Rabenstein übrigens mit dem Siegeszug der Feuerwaffen. 1623 kaufte ein Wittenberger Professor das Kastell mit dem dazugehörigen Gut. Tipps: E Erkundungstouren mit Natur- bzw. Stadtführern (Tel. +49 338486 0029) E Ihre Gastgeber vor Ort – Hotels, Restaurants, Gasthöfe, Pferdehöfe, Eiscafés – freuen sich auf Ihren Besuch. Sie finden alle auf www.niemegker-land.de

K Fremdenverkehrsverein „Niemegker Land” e. V. Zur Burg 49, OT Raben 14823 Rabenstein / Fläming E/3 Tel. +49 33848 60029 / 60999 fvv-niemegkerland@web.de www.niemegker-land.de

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Rädigke

Hier spielte „Hans im Glück” In Rädigke leben Familientraditionen und es gibt tolle Lektionen in Sachen Heimatliebe Das ist schon einmalig – ein Bauernhof, der mittlerweile in 11. Generation geführt wird! Die Familie Moritz ist hier seit über 300 Jahren beheimatet. 1709 heiratete ein gewisser Adam als erster der Sippe die Tochter des mächtigen Lehnschulzen…

miterleben”, schmunzelt Bernd Moritz. Ein Besuch des alten Lehnschulzengutes lohnt aber nicht zuletzt wegen der vorzüglichen Speisen. Die hauseigene „Kneipenzeitung“ – natürlich voll spannender Dorfgeschichten – ist gleichzeitig Speisenkarte. Gäste können aus ständigen Ange-

Das Inventar im Haupthaus ist zum Teil 100 Jahre alt. Filmregisseur Rolf Losansky drehte auf dem Hof Szenen vom Pferdehandel für seine Verfilmung des Märchen-Klassikers „Hans im Glück”. Eine bessere Kulisse konnte es nicht geben. Alles erscheint hier, als wäre die Zeit stehengeblieben. Tour durch die Vergangenheit Auf seiner „Tour 1804” führt Wirt Bernd Moritz Gäste anderthalb Stunden über den Hof und durch sein geliebtes flämisches Bauerndorf mit historischer Kirche. Der gebürtige Rädigker erzählt dabei Wissenswertes und Vergnügliches – immer voller Stolz. Denn die Dörfer waren – so erzählt der Naturführer – unabhängige, selbstbewusste Orte. Dort lebten Hüfner (Besitzer eines Bauernhofs), Kossäten (Bewohner einer Kate) und Büdner (Besitzer eines kleinen ländlichen Anwesens), die schon mal Klage gegen den Burgherren erhoben. Wie anno 1739, weil die Schweine des Burgherren die Wiesen und Äcker der Bauern zerwühlt hatten. „Als waschechter Rädigker lasse ich Gäste Wohl und Wehe meiner Heimat

Beim Spargelschälen im Hof kann Bernd Moritz wunderbar mit den Gästen plaudern

Die liebenswerten Gastgeber Doris und Bernd Moritz auf einem Spaziergang

boten von der Speisekarte auswählen oder Gerichte ganz nach Wunsch vorbestellen. Das Essen wird frisch aus Produkten zubereitet, die überwiegend aus der Region kommen. Nur ein paar Schritte über den Hof befindet sich das Scheunen-Museum. Etwas in die Jahre gekommen wirkt der Planwagen schon. Doch der Eindruck täuscht. Pünktlich zu Pfingstgelagen oder Erntefesten wird angespannt – und raus geht’s in den Hohen Fläming. Auch alte Schleifsteine, Kartoffelschleuder, Siruppresse und Schrotsägen sind Zeugen längst vergessener Zeit. In Rädigke lebt die wieder auf. „Maschinenschuppen” und „Ausspannestall”– die Namen über den Eingängen geben Aufschluss über die frühere Nutzung der Hof-Gebäude. Die einstige „Kutscherkammer” ist heute die Pension. Die Zimmer (darunter ein Appartement und behindertenfreundliche Zimmer) sind gemütlich eingerichtet. Obwohl modern ausgestattet, können Gäste

noch nachempfinden, wie Vorfahren anno dazumal lebten. Der erste Bibliotheksgasthof In dem historischen Landgasthof anzuhalten, das lohnt sich für die ganze Familie! Nicht nur die zahlreichen Hoffeste haben sich längst herumgesprochen, auch der Stamm-Säge-Wettstreit ist in aller Munde. Und der Clou: Die Wirtsleute Bernd und Doris Moritz haben im Festsaal, wo einst das Getreide lagerte und später viel getanzt wurde, vor zehn Jahren mit fleißigen Helfen aus dem Dorf die „Fläming-Bibliothek” eingerichtet – gefüllt mit Bestsellern, Heimat- und Kinderliteratur – immerhin rund 3.700 Bände an der Zahl. Tipps: E zwei Gaststuben (ca. 25 Plätze), Saal (60 Plätze) mit Bühne und Fläming-Bibliothek, Innenhof mit Pension und Hofmuseum E Fordern Sie die hauseigene „Kneipenzeitung“ an und buchen Sie die „Tour 1804”

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Termine 2016: E 17. September: Hoffest, 16. Schrotsägemeisterschaften, 12. Nagelolympiade, regionale Produkte, heimisches Handwerk E 15. Oktober: 14 Uhr – 10 Jahre Fläming-Bibliothek Mehr Veranstaltungen s. Homepage

Blick in den Hof – das Taubenhaus (links), der „Maschinenschuppen” (Mitte), die „Kutscherkammer” (rechts)

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Gasthof Moritz & Pension Hauptstraße 40, OT Rädigke 14823 Rabenstein/Fläming E/3 Tel. +49 33848 60292, Fax 90984 taubenhaus-moritz@gmx.de www.gasthof-moritz.de Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 11-14 Uhr & ab 16 Uhr., Sa., So. & Feiertag ab 11 Uhr Ruhetag: Sommerzeit: Mittwoch, Winterzeit: Mittwoch & Donnerstag

Der Fläming


Niemegk

Verliebt in den Fläming! Carolin Gedlich: Wie aus einer kleinen Prinzessin die 15. Flämingkönigin wurde

Sie lädt zur Schlosspark-Nacht… Carolin Gedlich scheint dafür bestens gerüstet. In Woltersdorf wuchs sie auf. In Luckenwalde lebt sie heute. Die Gegend kennt sie aus dem Effeff. Schon als Kind tollte die frisch gekürte „Hoheit“ durch den Wiesenburger Schlosspark – übrigens gern im Kostüm einer kleinen Prinzessin. „Einmal im Jahr ging’s mit meinen Eltern zum Picknick dorthin. Ich bin bis heute ein richtiger Fan des Areals. Sie müssen mal zur Schlosspark-Nacht mit hunderten Lichtern und Spots kommen und die anheimelnde Atmosphäre genießen.“ Carolin sagt es so, als werbe sie schon seit Jahren für den herrlichen Landstrich. Ihr Rhetoriktalent verblüffte offenbar auch die Jury, die die sympathi-

Verein haucht dem Mühlenareal in Niemegk wieder Leben ein Auf einer Anhöhe bei Niemegk sticht uns die Turmwindmühle ins Auge. Über 110 Jahre hat sie auf dem Buckel. Ein technisches Denkmal, in dem heute anschaulich das Müllerhandwerk erklärt werden kann. Sie stellt ein historisches Mühlenmuseum dar. Mehl wird hier jedoch schon seit langem nicht mehr gemahlen. Die Mühlenflügel fielen Bombardements im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Auch andere Kriegszerstörungen hinterließen Narben im Mauerwerk. Doch fleißige Mitglieder des Vereins „Großkopfs Turmwindmühle Niemegk e.V.“ hauchen dem Areal wieder Leben ein. „Ziel ist die Sanierung der Mühle. Ein kleines Museum soll einmal altes Müllerhandwerk verdeutlichen“, so Sabine Wendt vom Verein. Die Vision der

Seit dem Frühjahr ist sie in ihrer wunderschönen Königin-Tracht mit blauem Unterrock und lila Schürze überall der Blickfang. Geschneidert wurde das Kostüm aus Samt, Seide, Filz und Tuchstoffen übrigens von fleißigen Näherinnen aus Luckenwalde.

Carolin Gedlich (Bildmitte) nach der Wahl im Kreise ihrer Vorgängerinnen (oben) und Mitgliedern der Jury und von Trachtenvereinen (unten) sche Märkerin im Frühjahr zur Flämingkönigin kürte. Vielleicht liegt es ja daran, dass sie in der Schule mal Klassensprecherin war und auch beim Studium an der Berliner Humboldt-Uni sowie an der TU Berlin schon einige Referate mit Bravour meisterte. Vor allem punktet ihre Majestät aber mit Wissen über den Fläming, von ihm scheint sie ohnehin nicht genug zu bekommen. … macht Skate-Tempo Carolin Gedlich schwärmt im Gespräch von Burgen, Schlössern und Wanderwegen, vom herzlichen Menschenschlag und der lieblichen Landschaft, in der natürlich auch zünftig gefeiert wird. „Ich mag auch den Kontrast, wenn ich abends vom Studium aus dem hektischen Berlin in meine Fläminger Idylle

zurückkomme.“ Gern spaziert Carolin zum Beispiel durch den Bürgerbusch, einem lauschigen Wäldchen zwischen Woltersdorf und Luckenwalde. Tempo macht sie dagegen auf der FlaemingSkate. Aber nur die kleine Runde, wie sie schmunzelnd einräumt. „Unser Fläming ist so vielfältig. Da ist für jeden was dabei“, verspricht die Märkerin, die als frühere Karnevalistin natürlich auch die Annemarie-Polka drauf hat.

… und genießt hohes Ansehen Von ihrer Majestät Carolin zeigt sich auch Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer im Tourismusverband Fläming e.V., beeindruckt: „Hut ab vor ihrem Auftritt bei der KöniginnenWahl.“ Sein Lob bezieht der Tourismus-Lenker aber auch auf die drei anderen flotten Mitbewerberinnen um das hohe Amt. Er betont das hohe Ansehen, das die Flämingkönigin über Ländergrenzen hinweg genießt. Das bestätigt auch Eva von Holly, Carolins Vorgängerin. Die 26-Jährige absolvierte in ihrer „Dienstzeit“ um die 100 Veranstaltungen und kleinere Auftritte, führte unzählige Gespräche, tanzte und gab Gästen wertvolle Ausflugstipps. Anfangs hatte sie vor Aufregung oft noch zitternde Knie, wie die Frau aus Möckern verrät. „Gut, dass der Rock meiner Tracht so lang ist – da hat das keiner gesehen“, lacht Eva von Holly. Die dankte nun zwar ab, bleibt dem „Bund der Fläming-Königinnen“ jedoch erhalten. Denn in der Region gilt: „Einmal Fläming-Königin – immer Fläming-Königin!“

Großkopfs Turmwindmühle

Mühlen-Enthusiasten aus Niemegk: dem technischen Denkmal eines Tages seine Flügel zurückzugeben. Das Motto lautet: „Was wir nicht erhalten, ist für immer verloren.“ Herausgepickt: Mühlen-Angebote E gemütliche Ferienwohnung*** (für bis zu 4 Personen)

E Veranstaltungsraum für Familienfeiern & Versammlungen (bis 40 Personen) E zu besonderen Anlässen (z. B. Deutscher Mühlentag, Pfingsten; Tag des offenen Denkmals, September) wird meist der urige Holzbackofen angefeuert – es gibt Brot, Hefekuchen oder Pizza E nach Absprache Besichtigungen und Mühlen-Führungen! Viele Schulklassen nutzten dies bereits.

Turmwindmühle um 1906 Mühlenanschrift Wittenberger Straße 23 14823 Niemegk Sitz der Geschäftsstelle Mittelstraße 17, 14823 Niemegk E/3 Tel. +49 33843 51050 Mobil: +49 176 54030786 flaeming.muehle@yahoo.de www.fläming-mühle.de

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Herzliches Lachen, souveräner Auftritt und bildschön ist sie auch noch: Carolin Gedlich könnte mit ihrer Ausstrahlung locker eine Film-Prinzessin spielen. Vielleicht auch die gute Fee oder eine junge Elfe. Doch im richtigen Leben traf es die 22-Jährige noch viel besser: Carolin wurde zur 15. Flämingkönigin gekürt! Ein Jahr lang vertritt sie ihre schöne Heimat nun als Botschafterin auf Messen, Empfängen und natürlich auf zahlreichen Festen. An die 30 Events kommen da im Jahr schnell zusammen: vom Sabinchenfest in Treuenbrietzen bis zur Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB).


Neuendorf • Linthe

Mit offenen Augen und Sinnen entdeckt man ungewöhnlich schöne und romantische Kirchen Typisch Fläming? Wer die Region einmal bereist hat, dem fallen neben Wäldern, Wiesen und Windmühlen sofort die Dorfkirchen ein. Vielen Orten im Fläming geben sie das Gepräge. Einige dieser Kirchen besitzen einen weithin freundlich leuchtenden Turm in Fachwerkbauweise, andere ein wuchtig steinernes Gemäuer, in dem der Glockenstuhl ruht. Eines aber haben die meisten gemeinsam: Sie sind sehr alt und gehören zu den frühesten baulichen Zeugnissen der Besiedlung des Fläming durch christlich geprägte Einwanderer. Als im 12. und 13. Jahrhundert Flamen und andere Landsucher in das bis dahin allein von Slawen bewohnte Gebiet östlich der Elbe kamen, entstanden auch die ersten Kirchen. Fast immer wurden zum Bau Feldsteine verwendet, denn die hatten die Gletscher der Eiszeit in diesem Landstrich in rauen Mengen hinterlassen. Rund 8.000 Steine wurden selbst für die kleinsten Kirchen gebraucht. In den

Gemütliches Landhotel

E Landhotel mit 52 Zimmern, Restaurant & Tagungsräumen E Hochzeiten, Familienfeiern, Tagungen, Seminare & Incentive u.v.m. bis zu 80 Personen E Reitsportzentrum mit Gastpferdeboxen, Sommerweide, Reithalle & Reitunterricht

Dorfkirche in Raben (oben) und Buchholz (unten)

derheit hat die Gegend um Dahme zu bieten. So wie auch ein Teil der Stadtmauer von Dahme wurden dort Kirchen – zum Beispiel in Knippelsdorf – aus Raseneisenstein erbaut. Raseneisenstein, den man früher unter dem Boden von Wiesen aufspürte, enthält immerhin so viel Eisenerz, dass daraus noch im Preußen des 19. Jahrhunderts Eisen für die Waffenproduktion gewonnen wurde. Er diente aber auch als billiges Baumaterial. Falls Sie einen Blick in das Innere dieser oder jener Fläming-Kirche werfen wollen, empfiehlt sich in jedem Fall ein vorheriger Anruf beim zuständigen Pfarramt.

meterdicken Mauern größerer Bauten steckt die doppelte bis dreifache Menge. Auf gute Lichtverhältnisse im Innern der Kirchen kam es ihren Erbauern weniger an. Die Kirchen dienten der Bevölkerung in Kriegszeiten als Zufluchtsstätte, als „feste Burg“, wie man sagte. Deshalb mussten die Kirchenfenster vor allem als Schießscharten dienen. Sie waren relativ klein, innen weit und außen schmal, um den Verteidigern optimale Deckung zu bieten. Diese Bauweise lässt sich noch heute an Kirchen wie denen von Jeserig, Werbig oder Benken erkennen. Wer sich auf Entdeckungstour zu den romanischen Kirchenbauten begeben will, wird in allen Teilregionen des Flä-

Herausgepickt: E Die Feldsteinkirchen-Radtour führt über 29 Kilometer durch den südlichen Teil des Naturparks durch Orte mit herrlichen Feldsteinkirchen – u. a. Raben, Klein Marzehns, Garrey, Zixdorf, Neuendorf, Niemegk… E Mehr Informationen über Führungen erhalten Sie im Naturparkzentrum Hoher Fläming, Tel. +49 33848 60004 www.flaeming.net E In vielen Fläminger Kirchen finden auch Veranstaltungen in Vorbereitung des bevorstehenden Reformationsjahres statt, u. a. Ausstellungen zur Reformation – erfahren Sie dazu mehr auf Seite 47!

ming fündig: ob in Bad Belzig oder in der Nähe dieser Kreisstadt, wo beispielsweise ein Besuch der Kirchen in Bergholz, Borne, Grubo, Lüsse oder Rädigke lohnt, die allesamt aus dem 13. Jahrhundert stammen; ob im Kloster Zinna, wo ab 1230 Zisterziensermönche siedelten, oder in Moritz (bei Zerbst), dessen Gotteshaus als Musterbeispiel einer Feldsteinkirche des Fläming gilt. Eine Beson-

Willkommen im familiengeführten Landhotel & Restaurant „Linther Hof“

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Das zeichnet uns aus Landhotel „Im Fläming” Zum Reiterhof 1 14823 Neuendorf bei Niemegk E/3 Tel. +49 33843 927190 Fax +49 33843 92719 999 info@landhotel-im-flaeming.de www.landhotel-im-flaeming.de

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E 20 Hotelzimmer mit gehobener Ausstattung und Design laden mit warmen Farben und viel Tageslicht zum Wohlfu ̈hlen ein. E Restaurant & Biergarten mit regionaler moderner Küche E Ballsaal & Tagungsräume (bis zu 100 Personen) für Hochzeiten, Familien- und Firmenfeiern, Tagungen, Seminare E Autobahn-Abfahrt A9 Bru ̈ck-Linthe E Nähe zum Europaradweg (5 Kilometer)

Linther Hof*** Inh. Familie Volkmar Paul Chausseestraße 20, 14822 Linthe Tel. +49 33844 7670, Fax 76722 info@linther-hof.de www.linther-hof.de Besuchen Sie uns auf

Der Fläming


Niemegk-Lühnsdorf

Auftanken in der „märkischen Toskana” Wellness, Top-Küche und ringsum Idylle – wie Gäste hier den Alltag abstreifen

Einfach nur hervorragend Die meisten Gäste kommen wegen der exzellenten Küche, die Chefkoch Dirk Krause verantwortet. Da reisen Gäste schon mal aus Berlin, Leipzig oder Magdeburg an, um ihrem Gaumen etwas zu gönnen. Elitär oder überkandidelt sind die Gerichte keineswegs, sondern einfach nur hervorragend! „Wir möchten eine glaubwürdige Küche bieten, ohne Chichi und Luxusprodukte“, bringt es Dirk Krause auf den Punkt. Sein Luxus sind frische Zutaten, die meist aus der Region stammen. Angefangen vom Fläminger Wild über Forelle bis hin zum Gemüse, das vom Bauern um die Ecke stammt. „Wir achten auf Qualität, verstehen uns aber nicht als abgehobener Gourmet-Tempel“, ergänzt Empfangschefin Melanie Ribatzke. Dass sich Gutes durchsetzt, merkt man in der „Alten Schmiede“ übrigens nicht nur an Wochenenden oder zu

damer Steakhouse. Doch seine berufliche und private Heimat fand Dirk Krause vor neun Jahren im Hohen Fläming. Sich selbst lässt der 38-Jährige übrigens auch ganz gern mal bekochen – am liebsten mit Rinderroulade.

Empfangschefin Melanie Ribatzke und Chefkoch Dirk Krause großen Feier-Anlässen. Zu den Gästen zählen auch Radler, Biker und Ausflügler hoch zu Ross. An der Koppel hinterm Haus können Pferde entspannen, während die Reiter in der „Alten Schmiede“ schmausen. Viele bleiben gleich ein paar Tage länger – 20 gemütliche Zimmer laden dazu ein. „Wir sind ein guter Ausgangspunkt für etliche Touren, etwa nach Berlin, Potsdam, Lutherstadt Wittenberg oder auch in den schönen Wörlitzer Park“, sagt Melanie Ribatzke. Andere wiederum kommen wegen der Kochkurse von Dirk Krause, Markenzeichen große rote Kochmütze. Während sein „Grill-Lehrgang“ besonders bei Männern ankommt, ist das Publikum bei

den Themen Obst, Gemüse und auch Wild gemischt. „Wir zaubern gemeinsam ein Vier-Gänge-Menü, das wir uns anschließend schmecken lassen. Unter fünf Stunden geht es meist nicht ab“, schmunzelt Krause, so ein bisschen der Entertainer unter den Fläming-Köchen. Der verrät Tricks oder erklärt beispielsweise, wie man handgemachte Nudeln und Soßen selbst kreiert. Der sympathische Familienvater spart dabei nicht mit Anekdoten und Geschichten aus seiner Koch-Vita. Die begann mit der Lehre in Westfalen, führte ihn später u. a. ins berühmte Schlosshotel Ahaus (RTL„Traumhochzeit“), ins Restaurant der Deutschen Oper Berlin sowie in ein Pots-

Im Atelierhaus gibt es auch den Saunabereich und vier Komfortzimmer

Herausgepickt: E Auch für Hochzeiten eignet sich die „Alte Schmiede“ bestens. Über 300 Paare feierten hier schon Vermählung! Tipps: E Feierlichkeiten in Festsaal und Sommerscheune E idealer Start für Radund Wandertouren E Kochkurse können neben den feststehenden Terminen (Hoemepage „Alte Schmiede“) auch individuell gebucht werden E Reiter herzlich willkommen! E Kleinkunstschmiede E Lesungen, Kunstausstellungen, Chortreffen und Brunchbuffets mit Jazz und Blues E aktueller Veranstaltungskalender unter www.landhausalteschmiede.de

Landhaus Alte Schmiede Dorfstraße 13 14823 Niemegk-Lühnsdorf E/3 Tel. +49 33843 9220, Fax 92210 flaeming@landhausalteschmiede.de www.landhausalteschmiede.de

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Am Himmel kreisen Adler. Auf den Äckern darunter machen Kraniche Rast. Am Horizont erkennen wir eine RadelTruppe. Doch manchmal trifft man hier stundenlang keine Menschenseele. Wiesen, Felder und Kiefernwälder formen sich zu einem grünen welligen Landschaftsbild. Manche nennen den Hohen Fläming deshalb auch „märkische Toskana“. Übertrieben ist das nicht. Inmitten dieser Idylle liegt das Landhaus „Alte Schmiede“ – Restaurant und Hotel sind eine gefragte Adresse. In erster Linie wegen kulinarischer Offerten, die man in Qualität, Frische und Auswahl auf dem Lande so nicht unbedingt erwartet. Gleiches gilt für das Wellnessangebot, das von der gemütlichen Finnensauna über Barfußpfad bis zu Massagen reicht. Abschalten vom Alltag geht hier ganz einfach. Rad- und Wanderwege durch die herrliche Natur ringsum gibt es inklusive obendrauf.


Bad Belzig

Dem Alltag entfliehen Stein und Sole stehen im Zeichen der Entspannung Die SteinTherme Bad Belzig ist mit ihrer jodhaltigen Thermalsole ein wahrer Gesundbrunnen. Sie stärkt Herz und Kreislauf, entlastet Muskeln, Gelenke und Wirbelsäule, befreit die Atemwege und ist gut für die Haut. Mit einem Salzgehalt von etwa 20 Prozent und einer Temperatur von 30° C sprudelt die jodhaltige Sole aus 775 m Tiefe herauf, bevor sie in verdünnter Form zum Einsatz kommt. Die großzügige BadeWelt der SteinTherme, die architektonisch einem gespaltenen Findling nachempfunden wurde, bietet sechs Thermalsole- und Warmwasserbecken mit über 750 Quadratmetern Wasserfläche. Ein Highlight ist der LichtKlangRaum: Sie schweben in 34 Grad warmer Sole und genießen die Wirkung effektvoller Farblichtspiele und sanfter Klänge. Die SaunaWelt ist eine Oase mit Wohlfühlwert, denn Schwitzen öffnet nicht nur die Poren, sondern auch das Gemüt. Das erwartet Sie: finnische Sauna, Biosauna, Banja, Gradiersauna, Dampfbad & Heißluftraum. Einmal im Monat lädt die SteinTherme zur MitternachtsSauna ein. Jeder Termin hat ein eigenes Motto, das die Atmosphäre prägt. Neben der Möglichkeit zum textilfreien Schwimmen erwarten Sie spezielle Aufgüsse sowie Anwendungen und die Gastronomie kredenzt ausgewählte Leckereien. Im stilvollen Wellnessbereich erholen Sie sich bei Wohlfühl-Behandlungen verschiedenster Art. Wählen Sie zwischen den zahlreichen Möglichkeiten zur Ent-

Burg Eisenhardt Hoch über der Stadt thront Bad Belzigs markantes historisches Wahrzeichen. Eine geschlossene Ringmauer mit begehbaren Wehrtürmen umfasst die Burganla-

spannung und Stärkung des Körpers sowie den Anwendungen zur Pflege der Schönheit. Von wohltuenden Steinmassagen über Ayurveda bis hin zum Körperpeeling auf dem Hamamstein – das Wohlbefinden kennt keine Grenzen. Essen vom heißen Stein – ein rustikales Vergnügen Im Thermenrestaurant „VillaMedici“ kommt ein auf 270 Grad erhitzter Stein auf den Tisch. Frisches Gemüse und saftige Fleischstücke Ihrer Wahl garen scheibchenweise direkt am Tisch. Dazu gibt es hausgemachte Kräuterbutter, Dips, Salat

Der Gesundheit Gutes tun nierten historischen Ensemble gehören eine rekonstruierte Zisterne, ein Brunnen, eine kleine Kapelle sowie ein Festsaal, der gern für Trauungen genutzt wird.

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Ideale Wander- und Radwanderwelt Sie wissen es: Bewegung tut gut. Als besonders ausgewogene Bewegungsformen gelten Wandern, Walken und Nordic Walking. Diese Natursportarten sind

ge. Der 24 Meter hohe, von Weitem sichtbare Bergfried bietet einen spektakulären Ausblick über Stadt und Umland. Im alten Torhaus befindet sich das Heimatmuseum, im ehemaligen Salzmagazin ein Hotel mit Gaststätte. Zum sorgfältig sa-

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für Erholungssuchende und Rekonvaleszenten bestens geeignet. Deshalb haben sie bei uns in Bad Belzig einen hohen Stellenwert. Denn die Gesundheit unserer Gäste liegt uns am Herzen. Die Natur kommt uns dabei entgegen. Denn Bad Belzig und sein Umland bieten für solche Bewegungsformen ein ideales Terrain. Der Hohe Fläming hat nahezu keine Steigungen. Hier kann man fast oh-

und Kartoffel-Beilagen. Zu zweit oder in der Gruppe ist diese Art von Gaumenfreuden ein besonderer Genuss. Mehr Infos und Termine Bad Belzig Kur GmbH Am Kurpark 15 14806 Bad Belzig E/2 Tel. +49 33841 38800 Fax +49 33841 388019 info@steintherme.de www.steintherme.de Öffnungszeiten: So.-Do. 10-22 Uhr Fr.-Sa. 10-23 Uhr. Bitte beachten Sie die Sommeröffnungszeiten

ne Anstrengung unterwegs sein. Und wenn Sie es sportiver möchten, steigern Sie einfach das Tempo oder steigen um auf das Fahrrad. Gut ausgebaute Radwege, u. a. der Europaradweg R1, führen durch die Region. Veranstaltungen 2016: E 16. Juli: Sommertheater der AG „Städte mit historischen Stadtkernen” auf der Burg Eisenhardt E 23. Juli: Konzert der Gruppe „Keimzeit” auf der Burg Eisenhardt E 20.-28. August: 53. Burgfestwoche E 26.-28. August: 18. Altstadtsommer Mehr Informationen Tourist-Information Marktplatz 1 14806 Bad Belzig E/2 Tel. +49 33841 3879910, Fax 3879999 info@bad.belzig.com

Der Fläming


Bad Belzig

Schmackhafter Ausflug Idylle und exzellente Küche locken in die Springbachmühle

Deutsche Küche mit Pfiff! Gäste kommen nicht nur wegen der herrlichen Natur hierher. „Uns lockt vielmehr die herausragende Küche im liebevoll rekonstruierten Fachwerkbau der ehemaligen Mühle“, schwärmen die Gäste. Eine Aktie daran dürfte das Team um Spitzenkoch Hans Joachim Kalkofen haben. Einst kreierte der gebürtige Fläminger Leckereien für Bundestagsabgeordnete im Reichstag. Bei der Zusammenstellung neuer Speisekarten und Menüs wird vom seinem Küchenteam auf einheimische Produkte gesetzt. „Mit der Region für die Region“ lautet das Credo. Eine Stärke ist, alte deutsche Gerichte zeitgenössisch zu interpretieren. Äpfel und Kartoffeln kommen hier vom Bauern um die Ecke, Wild ausschließlich aus dem Fläminger Forst. Saisonal kredenzt das Küchenteam Spargel, Pilze und andere Köstlichkeiten. „Was an Regionalität geht, das machen wir auch“, betont Haus-Chef Gabriel Muschert. „Ursprungsqualität“ heißt für ihn das Zauberwort. Kein Gericht kommt in der Springbachmühle zweimal auf die Karte. Kein Wunder, bei so kulinarischen Eigenkreationen wie Altdeutschem Frikassee mit Flusskrebsen und Morchel-Risotto. Überkandidelt ist die Küche aber keines-

Unverwechselbares Flair im früheren „Mahlwerkhaus”, im „Spelzensilo”, in „Trockendarre”, „Trichterbühne” oder auf dem Dreschboden. Da finden verliebte Pärchen für das festliche Menü bei Kerzenschein genauso den passenden Rahmen wie Familien für ihre große Feier oder Geschäftsleute für Seminare und Empfänge. wegs. „Wir sagen immer: deutsche Küche mit Pfiff“, so eine der freundlichen Mitarbeiterinnen. Da dürfen auch gebratene Leber oder Forelle „Müllerin Art“ nicht fehlen.

Schwäne ziehen gemächlich über einen Teich. Eine Idylle wie an der Bad Belziger Springbachmühle findet man eigentlich nur noch im Film.

Architektonisches Schmuckstück Im Sommer spielt die Musik im schönen Biergarten, ansonsten natürlich im urigen Restaurant sowie in den Seminarund Gesellschaftsräumen. Im Gasthaus selbst beeindrucken vor allem mächtige Holzbalken des original erhaltenen Fachwerks. „Fachwerkhäuser, Wald, Idylle – wer Fachwerk mag, ist hier richtig“, lacht

Gabriel Muschert. Heute ist kaum noch zu glauben, dass die 1749 errichtete und noch bis in die 1920er Jahre betriebene Mühle 1997 mal dem Verfall preisgegeben war. Regionale Fachfirmen haben alles denkmalgerecht wieder aufgebaut. Erneuert und getüftelt wird ständig: Mal hier ein neuer Steg, mal da eine Bank. Doch grundsätzlich zählt zur Philosophie des Hauses: Qualität zahlt sich auf Dauer aus. Die zahlreichen Gäste des Hauses scheinen das ähnlich zu sehen. Gäste erkunden gern, was sich an der Springbachmühle noch entdecken lässt – ein kleines Tiergehege mit Esel Willi und Borstenvieh, Schwäne auf dem Teich, Nutrias huschen über die Wege am Wasser, ein Kätzchen sonnt sich auf einem Fenstersims… Schöne Zimmer laden ein, hier noch länger zu verweilen.

Tipps: E 56 komfortable Zimmer E Firmenseminare und Feiern E Streichelzoo für kleine Gäste E Rad- und Wanderwege E Radverleih im Haus

Springbachmühle Mühlenweg 2, 14806 Bad Belzig E/2 Tel. +49 33841 796610 info@springbachmuehle.de www.springbachmuehle.de

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Einfach einladend, dieser Anblick: Sorgfältig rekonstruiertes Fachwerk, die Sommerterrasse umgeben von alten Bäumen, in den Teichen spiegelt sich ein sonniger Tag. Der Springbach fließt durch das Hotelareal. Nach anstrengender Besteigung der Burg Eisenhardt oder pflastermüde von einem Stadtrundgang durch Bad Belzig, lassen sich Wanderer, Großstadtflüchtlinge, Radfahrer und Kurgäste nur allzu gern hier nieder – in der traditionsreichen Springbachmühle.


Bad Belzig

„Humor schließt Herz und Hirne auf“ Sie singt, schauspielert, moderiert, kurz: Sie brilliert auf großen oder kleinen Showbühnen. In Kabarett und Varieté fühlt sich die Komödiantin aber ebenso zu Hause: Gerlinde Kempendorff zählt seit Jahren zu den vielfältigsten Künstlerinnen des Landes. Sie stand u. a. oft auf

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der Bühne des Friedrichstadtpalastes und war 1997 der erste weibliche „Samuel“ in Webers „Freischütz“. Der lief mit ihr 15 Jahre und 50 Vorstellungen lang an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und dann im Schillertheater. Auch an anderen Häusern feiert Gerlinde Kempendorff Triumphe. Die gebürtige Magdeburgerin bietet dabei eine künstlerische Bandbreite, dass einem die Ohren schlackern. Ach so, einen Doktortitel hat die studierte Musikerin und Germanistin sowie Sprach- und Rhetorik-Expertin auch noch. Ihr Promotionsthema: „Lehrer und Kabarettisten“. „Jeder Lehrer ist für mich ein Regisseur, der mit seinen Schülern ein 45-Minuten-Stück inszeniert“, erklärt die Frau, die u. a. an der Berliner Universität der Künste über Auftrittskompetenz und Sprechkultur doziert. Humor kommt dabei nie zu kurz. „Denn Humor schließt Herz und Hirne auf.“ Wo man beim Austritt zahlt Einheimische und zunehmend auch Kulturfans von außerhalb kennen die Entertainerin aber vor allem als Initiatorin und Leiterin des KKW KleinKunstWerk Bad Belzig. „Mit dieser Kulturstätte in einem früheren Elektrizitätswerk habe ich mir einen Traum erfüllt“, so die Künstlerin im Gespräch. Zu den Offerten zählen hier Konzerte und Lesungen, Theater und Kabarett. Das vielfältige Programm bietet eine auf dem Lande heutzutage seltene Qualität. Beliebt ist der monatliche KaffeeKuchenKünstlerTreff mit Kultur. „Neben den künstlerischen warten auf Besucher auch kulinarische Hits. „Haben Sie schon mal meine ‘Haferflockentorte’ oder den ‘Kalten Hund’ probiert? Manche kommen nur deshalb“, schmunzelt Gerlinde Kempendorff, die dann auch durch den

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Sängerin, Komödiantin, Entertainerin: Wie Gerlinde Kempendorff im KleinKunstWerk für kulturelle Vielfalt sorgt

Nachmittag führt. Hier moderiert die Chefin noch selbst! Gezahlt wird im „KKW“ übrigens kein Ein- sondern Austritt. Jeder gibt, soviel er kann und soviel ihm das Event wert ist. Ein Höhepunkt 2016 ist die zweite Auflage des Komischen Festivals „Belziger Bachstelze“. „Unsere Ehrenbachstelze geht in diesem Jahr an den Comedian Thomas Nicolai

(‘Die Anstalt’).“ Der so Geehrte revanchiert sich am 28. August 2016 mit einem Auftritt im KleinKunstWerk. So viele Vorhaben und Pläne 2010 fing für Gerlinde Kempendorff alles mit dem Kauf des früheren Belziger Umspannwerks an. Alles sah ziemlich düster und runtergekommen aus – Ölmief gab es inklusive. Die ersten Veranstaltungen fanden quasi noch auf einer Baustelle statt. Sanitäranlagen, Küche oder Künstlergarderoben gab es nicht – dafür viele fleißige Helfer und Unterstützer: Von der Gemeinde bis zum Tourismusverband. Theater spielen könne man schließlich überall, betont die heute 60-Jährige. Der von ihr gegründete Verein KiM – „Kultur im Mühlenhölzchen“ ist dabei die tragende Institution. Trotz des Pensums – die Belzigerin ist auch Chefin ihres KIKK Kempendorff Privat-Institut für Kommunikation und Kultur e.K. – bleibt Zeit, die Gegend zu erkunden. So oft es geht, radelt die Märkerin mit ihrem Ehemann Eberhard Hoene durch den Fläming. „Zielpunkt unserer

Touren sind oft gemütliche Gastschänken, wie die „Alte Schmiede“ oder „Paulinenhof“. Dann sprudeln schon wieder Vorhaben und kommende Veranstaltungspläne aus ihr heraus: „Wenn man eine Heizung hätte, könnte man ganzjährig spielen!!! Wenn sich Sponsoren fänden, könnte man auch die Fassade renovieren”, seufzt die Kulturarbeiterin. Mit Konstantin Wecker, Gitte Henning, Franziska Troegner und anderen Stars sei sie im Gespräch. Kabarettist Erwin Pelzig hat dagegen im Moment keine Zeit. Dabei würde hier allein schon die Ankündigungsschlagzeile passen: „Erwin Pelzig in Bad Belzig!“ Aber vielleicht kommt er ja doch irgendwann?

Gerlinde Kempendorff und ihre Band Glücksspieler Veranstaltungen 2016 (Auswahl): Davor immer ab 15 Uhr KaffeeKuchen Klatsch: E 22. Mai: 16 Uhr, Namoli Brennet Trio (USA) E 26. Juni: 16 Uhr, „Der Krüppel von Inishmaan“ (Jugendtheater Strumpfhose Belzig) E 31. Juli: 16 Uhr, Konzert der Generationen: DDR-Jazzlegende Ruth Homann (83) und Nachwuchstalent Lukas Natschinski (20) u.v.a… E 8. Oktober: ab 16 Uhr, 40 Jahre Bühne: Gerlinde Kempendorff & Freunde E 26.-28. August: 2. Komisches Festival „Belziger Bachstelze“, jeweils ab 18 Uhr, 26.8. – Lina Lärche „Am Anfang schon am Ende“, Helene Mierscheid „Sex, Drugs & Hexenschuss“ Kabarettistische Lebensberatung; 27.8. – Ranger Ömmes „Das Große Zapfen-Streicheln“ (Gerd Normann).

Aktuelles Veranstaltungsprogramm & Infos: www.kleinkunstwerk-belzig.de

Bad Belziger Spielraum

KleinKunstWerk Bad Belzig KiM e.V. – Kultur im Mühlenhölzchen Mühlenhölzchen 1a, 14806 Bad Belzig E/2 Tel. +49 33841 796981 Mobil: +49 172 3206835 info@kempendorff.de www.kleinkunstwerk-belzig.de

Der Fläming


Bad Belzig • Schmerwitz

Start für die Ausflügler Im Bahnhof Bad Belzig gibts Infos, Tickets, Leihräder und auf dem Vorplatz startet der Burgenbus

Königsblau-Keramik und Töpfer-Café in Schmerwitz

René Hackbart – unentbehrlicher Helfer für die ankommenden Touristen Wer ins beschauliche Bad Belzig kommt, kann sich kaum vorstellen, was hier schon alleine am Bahnhof los ist. Erst kommt die Bahn-Ansage, dann der Zug aus Berlin. Im Stundentakt spuckt der Regio-Express Menschen aus. Um die 1.000 Ein- und Aussteiger sind es am Tag. „Es

ist ein Kommen und Gehen – manchmal ist der Bahnhof Bad Belzig wie ein Taubenschlag“, schmunzelt René Hackbart, selbst die Ruhe in Person. Sein „FlämingBahnhof“ (im ehemaligen DB-Bhf.) bietet mehr als nur ein Café & Bistro. Im gemütlichen Anlaufpunkt finden Gäste u. a. Radverleih, regionale Leckereien, Tourismus-Infos wie unsere Ferienmagazine, VBB- und DB-Fahrscheine und W-LanAnschluss. Fahrpläne kennt René Hackbart aus dem Effeff. „Manchmal bin ich die wandelnde Bahnauskunft von Bad Belzig“, lacht der gebürtige Berliner. Reisende lassen sich hier Kaffees, hausgebackenen Kuchen, Torten und herzhaften Imbiss schmecken. Und wie hat es den gelernten Koch aus der Hauptstadt ins Märkische verschlagen? „Mein Bruder war hier mal Kurdirektor. Er schwärmte mir immer von der Gegend vor. Da sah ich mich hier um und fand: Mein Bruderherz hat recht!“ René

Tipp: FlämingRad-Vermietung L Fläming-Bahnhof Bad Belzig Am Bahnhof 11, 14806 Bad Belzig E/2 Tel. +49 33841 798553 info@flaeming-bahnhof.de Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 4.30-18.30 Uhr Sa.-So./Feiertags 7.30-18 Uhr L Naturparkzentrum Hoher Fläming Tel. +49 33848 60004 E/3 info@flaeming.net Öffnungszeiten: Mo.-So. 9-17 Uhr L Bahnhof am Park Wiesenburg/Mark Tel. +49 33849 306690 D/2 info@bahnhof-am-park.de Öffnungszeiten: 10-19 Uhr im Sommer 12-18 Uhr im Winter www.radfahren-im-flaeming.de

Entspannen, genießen & Handwerk erleben

Zwischen Bad Belzig und Wiesenburg liegt Schmerwitz mit seinem großen und stilvoll restaurierten Gutshof. In früheren Zeiten war es ein herrschaftliches, später volkseigenes Gut und nach der Wende landwirtschaftlicher Zweckbetrieb einer Suchthilfeorganisation aus Berlin. Mittlerweile ist das Gut wieder in Privatbesitz. Im Hofladen kann man Bioprodukte auch aus eigener Produktion kaufen. Hinter dem Motto „Entspannen, genießen, Handwerk erleben” verbirgt sich eine mo-

derne Erlebnisgastronomie, der Besuch soll für Gäste ein besonderes Erlebnis werden. Viele kommen immer wieder gerne hierher zurück. Idyllisch im dörflichen Kirchgarten gelegen, hat die Königsblau Töpferei ihren Sitz. In einer malerischen alten Feldsteinscheune wird Geschirrkeramik hergestellt. Liebevoll werden hier Tassen, Schüsseln, Krüge, Schalen und viele an-

Hackbarts „Fläming-Bahnhof“ hat übrigens täglich geöffnet. Werktags sogar ab 4.30 Uhr!

nen Gartenanlage. Hier können Sie in aller Ruhe entspannen und ein vielfältiges Speise- und Getränkeangebot genießen, für das auch regionale Naturprodukte vom Gut Schmerwitz oder aus dem benachbarten Bioland-Garten verwendet werden. Für seine leckeren Torten und Kuchen aus eigener Herstellung ist das Töpfer-Café mittlerweile über die Region hinaus bekannt. Kommen Sie und probieren Sie selbst! Frisches Gemüse, Kräuter und Blumen der Saison werden im Bio-Garten im Direktverkauf angeboten. dere Töpfe für den täglichen Gebrauch an der Töpferscheibe gedreht, glasiert und gebrannt. Besucher können sich zu einer Besichtigung der Werkstatt anmelden und den Töpfern beim Arbeiten über die Schulter gucken. Auch Reisegruppen sind nach Voranmeldung willkommen. Die Glasurfarben werden nach eigenen Rezepturen hergestellt. Besonders beliebt ist die namensgebende leuchtendblaue „Königsblau-Glasur“ (im Bild unten), die sich in den letzten Jahren eine stetig wachsende Stammkundschaft erworben hat. Gebrannt wird das „Steinzeug“ bei 1.220 Grad Celsius im Elektroofen. Die Keramik ist dicht, lebensmittelecht, spülmaschinenfest und mikrowel-

Tipps: E Kreativangebot: Kleine und große Besucher haben die Gelegenheit, eine eigene Tasse, Schale oder Teller farbig zu gestalten und zu bemalen. E kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Filmabende E Gruppenveranstaltungen, Geburtstagsund Betriebsfeiern lengeeignet. Im dazugehörigen Töpferladen findet man eine reichhaltige Auswahl an Geschirr und keramischen Einzelstücken sowie viele schöne Geschenkideen wie Seifen, Kerzen, Duftöle etc. Unmittelbar neben der Töpferei liegt das Töpfer-Café mit seiner wunderschö-

Königsblau-Keramik & Töpfer-Café OT Schmerwitz 8, Gutshof Schmerwitz 14827 Wiesenburg E/2 Tel. +49 33849 308930, Fax 90282 koenigsblau-schmerwitz@t-online.de www.koenigsblau-schmerwitz.de Geöffnet: Töpferei: Mo.-Fr. 9-16 Uhr; Töpfer-Café: 1.3.-31.10. Die.-So. 11-18 Uhr, 1.11.-28.2. Die., Do.-So. 11-17.30 Uhr

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Bad Belzig ist Dreh- und Angelpunkt für Ausflügler in den Fläming. Und der Burgenbus (die Burgenlinie 572 „Hoher Fläming” – s. auch S. 18), mit Anschluss an den RE7 in Bad Belzig, verbindet den Kurort mit Niemegk, Raben, Wiesenburg und vielen Sehenswürdigkeiten, wie den vielbesuchten Burgenwanderweg und die beiden Kunstwanderwege (s. S. 16 und 17). Der Bahnhof ist für den „Burgenbus” und Ausflügler sozusagen der Startpunkt für schöne Fläming-Touren. Viele Ankommende suchen gleich am Bahnhof Tipps. Da kann René Hackbart aus dem Vollen schöpfen: „Es gibt hier so viele schöne Ausflugsziele: Burg Rabenstein, das Naturparkzentrum in Raben, unser Hagelberg, der zweithöchsten Gipfel Brandenburgs, und Wiesenburg. Oder unsere SteinTherme.“ Immer mehr Gäste leihen sich gleich vor Ort ein Velo oder einen Audio-Guide für die Tour auf dem Kunstwanderweg aus.


Wiesenburg

Frühstück mit Buntspechtkonzert Sympathische Gastgeber machen es Gästen in ihrem „Fläming-Cottage“ richtig gemütlich sondern ganz allgemein Leute aufs Land locken“, sagt Georg Bartsch. Wenn er nach etlichen Autobahn-Kilometern in den Fläming zurückkehrt, komme er im Grünen wieder richtig zum Durchatmen, so der Handelsvertreter, der seit 16 Jahren mit seiner Ines ein Paar ist. Beide haben für Gäste dieses herrliche „Cottage im Fläming“ geschaffen – und sie leben jetzt glücklich ihren Traum, den sie sich in jahrelanger und mühevoller Arbeit verwirklicht haben. Gäste spüren das, ein Ehepaar schreibt: „Neben der wunderbar geschmack- und liebevoll eingerichteten Wohnung hat uns besonders die Herzlichkeit der Vermieter gefallen.”

Die Bewertungen, die Ines und Georg Bartsch von den Gästen bekommen, sind umwerfend – und nachzulesen. Heute nehmen ja Gäste kein Blatt mehr vor den Mund, wenn sie ihren Aufenthalt beurteilen. Für die beiden Fläminger Gastgeber gibt’s bei ferienwohnungen.de die volle Punktzahl. So urteilen Gäste: „Unkomplizierte kurzfristige Buchung, netter Kontakt, echter Rundum-Service, BullerjanWärme auch am späten Abend nach Kabarettvorstellung, tolles, reichhaltiges Frühstück – alles super!” oder „Die natürlichen Holzelemente im Cottage strahlen soviel Wärme aus, dass wir es uns ‘Regenwetter bedingt’ drinnen richtig schön gemütlich gemacht haben. Wir haben die herrliche Ruhe genossen.” Das urgemütliche „Cottage im Fläming“ ist eine allergikerfreundliche Nichtraucherwohnung und Urlauber-Traum auf drei Etagen im Innenhof des 1890 errichteten Vierseithofes.

Die Gastgeber Ines und Georg Bartsch

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Ein großzügiger Wohn- und Aufenthaltsraum mit Küche befindet sich im Erdgeschoss. Wenn es kühl ist, heizt der Bullerjahn-Ofen richtig ein. Wird es draußen wärmer, sitzen Urlauber gern auf der Feldstein-Terrasse, die zum Frühstück in der Morgensonne an der angrenzenden Streuobstwiese einlädt. „Beim Frühstück im Garten einen Buntspecht beobachten, so kann in dieser schönen Wohnung ein Tag beginnen…” schrieben Gäste, die ein Frühstück vielleicht noch nie so erlebt haben. Das Frühstück bereitet übrigens Georg Bartsch seinen Gästen persönlich zu. Mit frischen BrötVerlockendes Landleben Heute besticht die einstige Zimmerei u. a. mit Möbeln im original bretonischen Stil aus Frankreich, einem spannenden Ambiente von Holzböden und Fliesen – und mit modernsten technischen Geräten. Auf den Erhalt alter Bausubstanz legten Ines und Georg Bartsch beim Restaurieren größten Wert. Historie und Moderne brachten sie geschickt in Einklang. Separat liegt der Schlafbereich mit Bretonischem Doppelbett (140 x 190 cm) im ersten Obergeschoss und Maisonette zwei Betten (je 100 x 200 cm). Das Bad verfügt über Dusche und WC sowie eine Waschmaschine.

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chen und Landeiern, versteht sich. Seine Frau Ines gibt dazu Ausflugtipps: „Natürlich kommt man an unserem Wiesenburger Schlosspark nicht vorbei. Insider finden, es sei der schönste Park zwischen Sanssouci und Wörlitz.“ Georg Bartsch erwähnt den zertifizierten Kunstwanderweg sowie den Flämingradweg, der R1 und Elberadweg verbindet. Herzlichkeit kommt an Zu den Gästen gehören Feriengäste von weither ebenso wie WochenendAusflügler, Radler und Wanderer. „Wir wollen nicht nur Ruhepol für Städter sein,

Bullerjahn-Ofen für anheimelnde Atmosphäre im Raum mit historischem Mobiliar

Herausgepickt: Sauerkraut-Partys Die holde Weiblichkeit pellt Weißkohl. Männer schnippeln und hobeln ihn: Eine Sauerkraut-Party bei Ines und Georg Bartsch ist zünftig und macht Heidenspaß. In Handarbeit wird das Gemüse nach alter Rezeptur gewürzt und gestampft: „Zur Würze gehören Salz, Kümmel, gestoßener Weißpfeffer und Wacholderbeeren“, erklärt der Gastgeber. Angesetzt wird das Ganze mit Äpfeln von der eigenen Streuobstwiese. Parallel köchelt übrigens ein deftiges Kohlgericht. Nach getaner Arbeit wird es in gemütlicher

Runde verspeist. Doch zurück zum handgemachten Sauerkraut. „Zwei Monate später kann es jeder teilnehmende Hobbykoch nach dem Gärprozess portionsweise oder in Drei-Liter-Gärtöpfen abholen“, erklärt Georg Bartsch. Ein Wermutstropfen ist dabei. Die Termine für die Sauerkraut-Partys sind leider immer schnell vergeben. Vielleicht einfach mal anrufen und nachfragen …

„Cottage im Fläming“ Belziger Landstraße 4 14827 Wiesenburg D/3 Tel. +49 33849 30593, Fax 900225 info@ferienwohnung-wiesenburg.de www.ferienwohnung-wiesenburg.de

Der Fläming


Wiesenburg Hoher Zylinder, schneidiger Gehrock, Kniestrümpfe und eine knallrote Weste: So kommt uns Curt Friedrich Ernst von Watzdorf, einst Gutsbesitzer von Schloss Wiesenburg, auf der Schlossterrasse entgegen. Besuchern schildert er gerade Historie und Bau des altehrwürdigen Gemäuers. Selbstverständlich begegnen wir nicht dem originalen von Watzdorf. Der Ex-Schlossherr hat das Zeitliche schließlich schon vor über 130 Jahren gesegnet. In der Montur des Grafen steckt vielmehr Gastronom Uwe Zimmermann, Wirt in der Schlossschänke „Zur Remise“ gleich um die Ecke. „Gäste fragten mich immer wieder nach Einzelheiten zu Park und Schloss, so dass ich immer tiefer in die Materie eintauchte“, erklärt der Bad Belziger. Mittlerweile führt er Interessierte bis zu 150-mal im Jahr durch den herrlichen Park.

Wiesenburgs „Schlossherr“ Wie Gastwirt Uwe Zimmermann Historie lebendig hält

Einst ein Schuppen für Kutschwagen Der kommt natürlich auch auf seinen „Wiesenburger Tropfen“, ein Kräuter-Heidelbeer-Likör aus der Brennerei Reppinchen, zu sprechen. Es ist ein wahrlich leckeres Gesöff, das auch in der Schlossschänke erhältlich ist. Apropos: In erster Linie ist Uwe Zimmermann natürlich für seine urige Schlossschänke „Zur Remise“ bekannt. Ein bisschen wirkt sie auf uns wie ein Mix aus gemütlicher Alm-Hütte und „Oberhofer Bauernmarkt“. Früher war der rustikale Bau mal ein Schuppen

Wünsche, Ambiente oder Weinberatung. In allen Sparten hieß es: volle Punktzahl!

Familie Zimmermann für Kutschwagen. Heute ist er ein geschätzter Ort Fläminger Gastlichkeit. Das haben die Gastgeber sogar per Siegel. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde das Haus mit dem Prädikat „Fläminger Gastlichkeit“ ausgezeichnet. Egal, ob Speisen, Gäste-

Holzlöffel von Regine Hildebrandt Im Mittelpunkt steht die gutbürgerliche und regionale Küche. „Ein Renner sind beispielsweise unsere Schweinemedaillons im Käsemantel gebraten. Die ließ sich Regine Hildebrandt schmecken, als sie uns zur Eröffnung des Hauses 1997 einen großen Holzlöffel übergab“, blickt Uwe Zimmermann zurück. Einen geschichtlichen Bezug hat auch die Kartoffelsuppe, die Koch Steven Wolf nach einem Rezept von Ex-Schlossherrin Victoria Gräfin von Fürstenstein zubereitet.

Dann führt uns der Chef noch durch seine Schlossschänke. Wir bestaunen historische Utensilien wie Milchkannen, Pferde-Geschirr und schwere Hufeisen. Auf einem Fenstersims steht eine alte Schreibmaschine. Ein Opa erklärt dem – mit Handy und Computer aufwachsenden – Enkelsohn die Funktionsweise des schwarzen Schreib-Ungetüms. Uwe Zimmermann schmunzelt nur kurz, blickt dann aber schon voraus ins Jahr 2017. Dann feiert die ganze Region 500 Jahre Reformation. „Luther predigte schließlich auch ganz in der Nähe, in Belzig. Was einst von Wittenberg ausging, veränderte die ganze Welt“, sagt der Hobby-Schlossherr von Wiesenburg. Der echte Curt Friedrich Ernst von Watzdorf fand übrigens im Schlosspark seine letzte Ruhestätte. Fragen Sie mal seinen Doppelgänger von anno 2016. Herausgepickt: E Durch Curt Friedrich Ernst von Watzdorf erhielt Schloss Wiesenburg einst sein heutiges Aussehen. Der Park entstand unter seiner Federführung. Tipps: E Familienfeiern E Gruppen E Hochzeitsfeiern E Schlosspark, Torhaus mit Heimatstube, Schlossturm mit Aussichtsgalerie E Rad- & Wanderwege E Kleinkunstveranstaltungen im Haus Schlossschänke „Zur Remise” Schlossstraße 2a 14827 Wiesenburg/Mark D/3 Tel. +49 33849 50095, Fax 90505 kontakt@schlossschaenke-wiesenburg.de www.schlossschaenke-wiesenburg.de

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Oft genug steigt Uwe Zimmermann aber auch gleich mit in Touristenbusse ein und zeigt Besuchern die schöne Gegend. Zwischenstopps führen zu Burg und Falknerei Rabenstein oder auch in den Handwerkerhof Görzke. Für das Fläminger Unikum ist das ganz normal: „Gastwirt sein heißt für mich eben mehr, als nur den Bierhahn auf- und zudrehen.“ Das glaubt man dem Märker aufs Wort. Der berichtet so authentisch über Land und Leute, als sei er einst selbst bei Schlossbau und Parkgestaltung dabei gewesen. Mittlerweile wird Uwe Zimmermann, ausgebildeter Kultur- und Naturführer, von Bustouristen, Wandergruppen und Familien gebucht. Die hören u. a. auch seine Story vom früheren Heidelbeer-Express, der einst von Magdeburg über Aschersleben bis nach Wiesenburg verkehrte. „Die Leute kamen in Scharen und erhielten hier vom Förster die Genehmigung, eine Zeit lang in heimischen Wäldern Heidelbeeren zu pflücken.“ Der Hohe Fläming sei seit jeher eine ausgezeichnete Heidelbeer-, aber auch Pilzgegend, betont Uwe Zimmermann.


Bad Belzig • Wiesenburg • Lehnsdorf

Galerie in der Natur Kunstwerke und Gastgeber auf dem Internationalen Kunstwanderweg Hoher Fläming kennenlernen Das gelbe Logo weist den Weg. Auf rund 38 Kilometer Strecke ist der Internationale Kunstwanderweg Hoher Fläming im Laufe der letzten Jahre angewachsen. Deutsche, niederländische und belgische Künstler haben hier 28 sehr unterschiedliche Kunstwerke geschaffen, die sich mit der Landschaft, den Menschen und ihrer Geschichte auseinandersetzen. Zwischen Wiesenburg und

Routenvorschläge: E Bhf. Wiesenburg – Hagelberg – Bhf. Bad Belzig (19 km) E Bhf. Wiesenburg – Borne – Bhf. Bad Belzig (16 km) E Rundwanderweg Bhf. Wiesenburg – Klein Glien (18 km) E Rundwanderweg Bad Belzig – Klein Glien (18 km)

Bad Belzig trifft man so auf einer Lichtung unverhofft auf ein Wolfsrudel, den Hagelberg sprudeln unsichtbare Wasserfälle hinab, monumentale Würfel versinken im Boden und im Geisterdorf Groß Glien versteckt sich in den Ruinen der ehemaligen Kirche ein meditatives Kunstwerk – Ergebnisse von zwei Kunstwettbewerben. Günstig ist die Anreise mit der Bahn, denn der Kunstwanderweg verbindet die Bahnhöfe Wiesenburg/Mark und Bad

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Wohltuenden Dreiklang aus Natur, Kunst und Gesundheit entdecken Vögel zwitschern, Besucher nippen am Tee, Kater Kasper streunt durchs Revier. Auf dem historischen Landhof von Monika Giesa und Tochter Karin Ahrenhold geht’s relaxt zu. Im ersten Moment würde wohl kaum einer darauf kommen, dass man hier mehr als nur Idylle genießen kann. Die mit viel Aufwand und Liebe sanierten Gemäuer gehören zur Naturheilkunde-Praxis „Akamos“, die Mutter und Tochter im beschaulichen Lehnsdorf erfolgreich betreiben. Hier gibt es ein Seminarzentrum mit zehn Übernachtungsmöglichkeiten, Räume für Workshops und eine gemütliche Ferienwohnung. „Mal den Stress dieser Welt vergessen und rauskommen aus dem Mühlrad des Alltags“, beschreibt Karin Ahrenhold Ansatz und Anliegen der Praxis. Mit Mutter Monika bietet sie dafür einen Mix aus Naturheilkunde sowie Kunst- und Gesundheitsofferten, der im Fläming einzigartig sein dürfte. Ein Angebot sticht uns gleich ins Auge: intuitives Bogenschießen. Hier geht es nicht darum, wie beim Gewehr über Kimme und Korn zu treffen, sondern mit beiden Augen offen aufs Ziel zu schauen,

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Belzig. Dort und an weiteren Stellen kann man auch den vergnüglichen AudioGuide ausleihen. Fläming-Original und Sprachforscher Konrad Büchner erklärt uns an 56 Hörpunkten informativ mit einem gehörigen Augenzwinkern Land, Leute und die Kunst am Wegesrand.

Loslassen vom Alltag

Juliane Henze und Monika Giesa, beide Heilpraktikerinnen, sowie Karin Ahrenhold, psychologische Beraterin (v.l.n.r.) Du“, erklärt Karin Ahrenhold. Dabei gehe es um die Wahrnehmung von Spannung und Entspannung, von Halten und Loslassen. Mit dem Pfeil „schicken“ Gäste sozusagen auch den Stress weg. Ein interessanter Ansatz, der uns so im Märkischen noch nicht begegnete. sondern mit dem Körper die Richtung zu weisen. „Der Pfeil geht dann auf den Weg dorthin. Wir sagen: Ziele nicht, dann triffst

Tipps: E Wer nicht die ganze Strecke laufen möchte, kann am Wochenende den Rufbus bestellen (+49 163 9894310), der müde Wanderer einsammelt. E Anreise mit dem ÖPNV: 1-2stündlich von Mo.-So. möglich, z. B. 9.15 Uhr ab Bahnhof Berlin-Hauptbahnhof mit dem RE 7 nach Wiesenburg/Mark, Rückfahrt z. B. 17.17 Uhr ab Bahnhof Bad Belzig (www.vbb-fahrinfo.de oder Tel. +49 30 25414141). Mehr Informationen finden Sie im Flyer, in Tourist-Informationen sowie über: Naturparkzentrum Hoher Fläming Tel. +49 33848 60004 www.flaeming.net Tourismusverband Fläming e.V. Tel. + 49 33204 6287-63/64 www.reiseregion-flaeming.de www.kunstlandhoherflaeming.de

Viele kommen wegen der Massagen nach Lehnsdorf. Die Angebote reichen hier von Rücken- und Nackenmassagen bis hin zur Fußreflexzonen- und Klangmassage. Nach der 90-minütigen Hawaiianischen Massage mit Öl (Lomi Lomi) fühlen sich Besucherinnen wie neugeboren (Angebot für Frauen). Entspannungsverfahren und therapeutische Hypnose gehören des Weiteren zum umfangreichen Angebot des Hauses. Was liegt näher, als sich hier gleich einen kompletten Wohlfühltag zu gönnen. Tipps: E Intuitives Bogenschießen, donnerstags 18.30-20 Uhr (oder nach Vereinbarung) E Kräutertage im Jahreswandel: geführte Kräuterwanderung, anschließend Klangmeditation E Wohlfühltage im Jahreswandel – ein Tag für mich! E Autogenes Training: In jeweils acht Einheiten Formen des autogenen Trainings oder progressiver Muskelentspannung zum Einsatz im Alltag erlernen. Naturheilpraxis Akamos Lehnsdorf 36, 14827 Wiesenburg/Mark OT Lehnsdorf E/3 Tel. +49 33848 900490 info@akamos.de www.akamos.de

Der Fläming


Bad Belzig • Rabenstein • Wiesenburg • Brück

Eroberung per pedes Auf dem Burgenwanderweg mittelalterliche Wehranlagen entdecken

Burg Eisenhardt in Bad Belzig

Feiern und aktiv erholen sind auf den ersten Blick Gegensätze. Im Drei-SterneHotel „Schützenhaus“ in Brück passen sie aber bestens zusammen. „Bei uns kann man sich einen halben Tag lang mal so richtig verwöhnen lassen“, erläutert Inhaber Christoph Stübing. Mit Begrüßungssekt, frischem Kaffee, hausgemachtem Kuchen und dem abendlichen, rustikalen „Märkischen Buffet“ gelingt in einladender Umgebung jede Familienfeier, gleich ob Hochzeit, Geburtstag oder Jubiläum. „Ab 20 Teilnehmern zum Festpreis von 59 Euro pro Person“, betont der Hausherr. Kurzurlaub als Aktiv-Angebot Komplettpakete ab 111 Euro pro Person haben Christoph Stübing und sein Team auch für all jene geschnürt, die für ein etwas bewegungsreicheres Wochenende oder einen Kurzurlaub das passende Ambiente suchen. „Das Aktiv-Angebot umfasst drei Tage Halbpension“, so Christoph Stübing, „inklusive der Nutzung unserer modernen Vier-Bahnen-Bowling-Anlage, des Saunabereiches und des Fitnessraumes.“ Außerdem kann man bei Billard, Dart oder Tischkicker den Sieger küren. Erweitern lässt sich das Aktiv-Angebot mit ei-

Meter hohen Bergfried, verschiedene Veränderungen. Die Wiesenburg, 1161 erstmals als Burgward in den Annalen, büßte ihren ursprünglichen Charakter ein und ähnelt schon lange eher einem Schloss. Die Burganlage Ziesar (im Bild auf dem Flyer), Mitte des 14. Jahrhunderts zur bischöflichen Residenz ausgebaut, beherbergt heute u. a. das Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters.

Als „burgwardium belicsi“ 997 erstmals erwähnt, sollte die Burg Eisenhardt (s. S. 10) vor allem eins sein: „Hart gegen Eisen“. Uneinnehmbar also. Doch während des 30-jährigen Krieges wurde die

Burg Rabenstein

Burg im heutigen Bad Belzig weitgehend zerstört. Danach erlebte sie, dominiert vom imposanten 24

Schloss Wiesenburg

Feiern & entspannen zum Festpreis Das Drei-Sterne-Hotel „Schützenhaus“ in Brück – ein Ausgangspunkt für erlebnisreiche Ausflüge

Mehr Informationen über Tourismusverband Fläming e. V. Küstergasse 4, 14547 Beelitz G/2 Tel. +49 33204 6287-63/64 info@reiseregion-flaeming.de www.reiseregion-flaeming.de Tipp: E Weitere Burgen im Fläming erwarten ihre „Eroberung“. So beispielsweise die Wasserburg in Gommern, die Burg Lindau, nördlich von Zerbst (Doppeltoranlage, Ringmauer und ein Stück Bergfried sind erhalten), die Burg Loburg (www. burg-loburg.de), die Wasserburg Roßlau (www. burgrosslau.de), malerische Kulisse kultureller Veranstaltungen.

Das „Schützenhaus“ ist seit 1991 Heimstatt des Schützenvereins Brück, dessen Tradition bis ins Jahr 1745 zurückreicht, und inzwischen nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei Schützen unter anderem aus Berlin, Dessau oder Leipzig zu einer gefragten Adresse geworden. Traditionsreiches Haus „Seit 1872 gab es in unserem Haus eine Gaststätte“, berichtet Christoph Stübing. Anfangs im Familienbesitz, wechselte sie im Lauf der Zeit mehrfach den Besitzer. 1990 kaufte Familie Stübing das Haus von der Stadt zurück und begann mit umfassenden Sanierungs- und Baumaßnahmen. Heute präsentiert sich das „Schützenhaus“ als gastfreundlicher Ausgangspunkt für erlebnisreiche Ausflüge. Von hier kommt man zu Fuß, mit dem Rad oder auf Inlineskates über den internationalen Rad- und Wanderweg R1 direkt ins Herz des Hohen Flämings.

nem zusätzlichen Wellness-Highlight. Die Gäste können zwischen einem dreistündigen Besuch der SteinTherme Belzig, ei-

ner Kremserfahrt (ab 10 Personen) oder einem Trainingsschießen auf dem Schießstand wählen.

Hotel Schützenhaus*** Ernst-Thälmann-Straße 11 14822 Brück F/2 Tel. +49 33844 337, Fax 70002 info@schuetzenhaus.eu www.schuetzenhaus.eu

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Der Fläming ist ein Burgenland. Ein vom Deutschen Wanderverband als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichneter 147 Kilometer langer Rundweg verbindet unter dem Motto „Riesensteine, Rummeln, Ritterburgen” die einstigen mittelalterlichen Wehranlagen Rabenstein und Eisenhardt, Wiesenburg und Ziesar. Die Burg Rabenstein (s. S. 4-5) wurde auf dem „Steilen Hagen“ bei Raben aus behauenen Granitquadern und Felsensteinen erbaut. Um ihren 30-Meter-Bergfried rankt sich die Sage von der dort gefangenen Jungfrau Rosemarie.

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Bad Belzig • Wiesenburg • Dahnsdorf

Der Burgenbus Die Buslinie 572 verkehrt zur Freude vieler Besucher im Hohen Fläming

Immer am Karfreitag startet die Burgenlinie Hoher Fläming in ihre Saison. Ab Bahnhof Bad Belzig (an der Strecke des RE 7) fährt der Bus durch den Naturpark Hoher Fläming – in das Flämingstädtchen Niemegk, nach Raben mit seiner Burg Rabenstein, nach Wiesenburg mit seinem Schloss und dem Schlosspark, zur Burg Eisenhardt in Bad Belzig und schließlich zurück zum Bahnhof Bad Belzig. Der Burgenbus fährt freitags, sams-

Schule mal ganz anders Wollt Ihr die Tier-und Pflanzenwelt vor Eurer Haustür besser kennenlernen, mit den Tieren in Kontakt kommen? Euch draußen nicht mehr als Eindringling fühlen, sondern als Teil der Lebensgemeinschaft? Eure Naturverbindung stärken im Kreis von Gleichgesinnten? In den Kursen geht es um Tier-und Pflanzenkunde, Gemeinschaft, Naturbeobachtung und Wahrnehmung, einfaches handwerkliches Wissen, die Sprache der Vögel u.v.m. Die Lehren basieren auf dem Wissen und den Methoden ver-

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Wildnisschule Hoher Fläming Tel. + 49 33841 45033 info@wildnisschule-hoherflaeming.de www.wildnisschule-hoherflaeming.de

Mehr Informationen über www.burgenlinie.de und über das Naturparkzentrum Hoher Fläming Tel. +49 33848 60004 (s. Seite 3)

„Haus Fläming“ punktet mit individuell designten Zimmern und Idylle ringsum

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Tipps: E Familien-Camp (5.-8. Mai) E Vater-Kind-Camp (23.-25. Sept.) E Herbst-Camp (17.-22. Oktober)

tags, sonn- und feiertags fünf Mal am Tag von Ostern bis zum 11. Dezember 2016. In den Brandenburger Schulferien fährt der Bus sogar täglich. Er ist so getaktet, dass Reisenden ein Umstieg aus und in die Züge aus bzw. in Richtung Berlin möglich ist.

Gruppenhaus mit Hotelkomfort

Saftige Wiesen, Wälder, Kraniche und Störche sowie weite Äcker, auf denen Traktoren ihre Runden drehen. Am Rande des Hohen Fläming liegt das beschauliche Dahnsdorf. Hier wiederum stießen wir vom Ferienmagazin kürzlich auf das noch relativ neue „Haus Fläming“, das Offerten für Gruppen bereithält. Sein Credo : „Mental – Vital – Planetal“, eine Anspielung auf Regionalität bei Freizeitangeboten und Speisen sowie auf die Stärkung von Gesundheit und Fitness. All das erfährt man im Planetal, dem schönen Landstrich zwischen der Plane-Quelle bei Raben und Rädigke. Im „Haus Fläming“ kann man Familienpartys feiern oder einfach mal für ein paar

schiedenster Naturvölker. Durch das Erwecken Eurer Neugierde, die Kunst des Fragenstellens, Bewegung und Spielen entstehen unvergessliche Erlebnisse.

Tage dem Alltagsstress entfliehen. Zukünftig werden Gäste hier auch Kopf und Geist bei kreativen und persönlichkeitsbildenden Seminaren herausfordern. Hinter dem anspruchsvollen Vorhaben steht der Berliner Bauingenieur und Architekt Volker Link. Der verliebte sich

schon vor Jahren in die Landschaft des Hohen Fläming: „Ein Reiz bestand für mich aber auch in der Idee, einem brachliegenden Gebäude wieder Leben einzuhauchen.” Das Dahnsdorfer Areal weckte er in recht kurzer Zeit aus dem Dornröschen-

schlaf. Als Architekt legt er natürlich auf die Zimmergestaltung besonderes Augenmerk, sie sind selbst designt worden. Im Rahmen eines Wettbewerbs haben Studenten der TU Cottbus die Zimmer individuell geplant, sie werden nun nach und nach neu gestaltet. Schauen Sie am besten selbst einmal vorbei im „Haus Fläming“ mitten im schönen Planetal. Tipps: E viele Wanderwege in die Umgebung E Burgen und Schlossparks in der Nähe E stabiles W-Lan im Haus E Familientreffs, Gruppen (bis 55 Pers.) E Hausnutzung als Selbstversorger oder mit Rundum-Sorglos-Paket (Vollverpflegung) E Seminarraum mit Panoramawand E Yoga, Tischtennis, Spielraum E 3 Einzel-, 18 Doppel-, 5 Dreibettzimmer „Haus Fläming“ Hauptstraße 9, 14806 Planetal OT Dahnsdorf E/3 Kontakt / Buchungsanfragen über „Haus Fläming“, Volker Link, Josef-Nawrocki-Straße 31, 12 587 Berlin Tel. +49 30 65940784 Mobil: +49 175 3602959 info@haus-flaeming.de www.haus-flaeming.de

Der Fläming

e.


Borkheide

Berühmte Hans-Grade-Gemeinde In Borkheide erinnert das Hans-Grade Museum an den ersten deutschen Motorflieger

Das traditionsreiche Hotel-Restaurant „Fliegerheim” ist ein kleiner Geheimtipp für Menschen, die das Besondere suchen. Wo Anfang 1900 die Flugschüler des 1. deutschen Motorfliegers Hans Grade wohnten, erleben Sie inmitten von Originalpropellern und Gründerzeitmöbeln heute eine familiär-stilvolle Atmosphäre. Liebevoll nach alten Vorlagen restauriert und renoviert, erwartet Sie hier ein modernes Hotel in historischem Gewand. Lassen Sie sich verwöhnen mit leckeren Gerichten einer regionalen Küche, je nach saisonalem Angebot mit vielen frischen Spezialitäten und leckeren Desserts. Entspannen und genießen Sie das Angebot im Kaminrestaurant, im schattigen Gartenrestaurant mit Teichanlage, auf der Sonnenterrasse oder im Wintergarten. In den schönen Zimmern lässt es sich wunderbar übernachten. Der Morgen im Fliegerheim beginnt mit einem guten

Herausgepickt: Borkheide E Im Gebiet der Zauche, einem eiszeitlichen Sander, liegt die Waldgemeinde Borkheide. Die Zahl der Einwohner ist seit 1990 stetig gestiegen, zurzeit auf ca. 1900. In Borkheide wohnen heute 14 Nationalitäten in nachbarschaftlicher Verbundenheit.

IL 18 – ein Geschenk der Interflug an die Gemeinde Borkheide. Jährlich wird durch die 1990 gegründete „HansGrade-Gesellschaft e.V.“ mit einem Flugtag des ersten deutschen Motorfliegers gedacht. Seit 1910 war Bork das Ausflugsziel vieler Berliner, die die Flugzeuge sehen und auch einmal selbst mitfliegen wollten. Um den Bahnhof, die Waldschänke – das heutige Fliegerheim – und das Marsfeld (Flugplatz) entstanden damals erste Landhäuser und Gärten, in unmittelbarer Nähe eine Arbeitersiedlung.

Mitten durch Borkheide führt heute der Europaradweg R1. Auf dem Spargelwanderweg geht es direkt zum Spargelhof Klaistow. Der Hans-Grade-Wanderweg führt durch den Ort, vorbei an den Lebens- und Wirkungsstätten des Flugpioniers. Naturliebhaber und Freizeitsportler nutzen gern die ausgedehnten Kiefernwälder zum Wandern, Reiten, Joggen, Walken oder Pilzesuchen. Das herrliche Waldbad im Ort lädt außerdem zum Baden und Schwimmen ein (www.waldbad-borkheide.de). Die Borkheider haben für sich und ihre Gäste ein wunderbares Refugium der Erholung geschaffen.

Naturbad in Borkheide Gemeinde Borkheide Kirchanger 3, 14822 Borkheide F/2 Tel. +49 33845 40354 www.borkheide.de www.hans-grade.de Museum: geöffnet von Karfreitag bis zum 31.10. jeden Jahres jeweils Sa./So. und an Feiertagen von 14-17 Uhr

Landung im Fliegerheim

Familie Rüde-Mösenthin und ausgiebigen Frühstück. Bei lauer Sommerluft auch gerne im Garten. Jede Menge Abwechslung Das Fliegerheim ist mit seiner verkehrsgünstigen Lage idealer Ausgangspunkt für Natur- und Kulturausflüge. Berlin ist nur ein kleiner Tripp vom Bahnhof vis-à-vis. Besuchen Sie Schloss

„Sanssouci”, das Krongut Bornstedt, den Erlebnishof Klaistow, die historischen UFA-Filmstudios in Potsdam-Babelsberg, gehen Sie auf große Fahrt mit den Schiffen der „Weißen Flotte” auf den Havelseen oder erobern Sie auf der „Burgentour” (Burg Rabenstein, Burg Eisenhardt, Schloss Wiesenburg) die Fläminglandschaft um Bad Belzig.

Tipps: E direkt am Radweg R1 E Privatfeiern E Wunschbuffets E Saal als Tagungscenter E Für Hochzeiten stehen Original-Oldtimer zur Verfügung

Hotel Fliegerheim Inhaber: Stephan Rüde-Mösenthin Friedrich-Engels-Straße 9 14822 Borkheide F/2 Tel. +49 33845 60400, Fax 60427 info@fliegerheim.de www.fliegerheim.de Öffnungszeiten: täglich ab 12 Uhr

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Im Jahre 1908 gelang dem jungen Hans Grade (s. Foto unten) mit einem selbst konstruierten Dreidecker-Flugapparat in Magdeburg der erste Motorflug in Deutschland. Seit 1909 in Bork (heute Borkheide), wurden Hans Grade und seine Flugkameraden anfangs noch argwöhnisch als „Abenteurer“ und „Akrobaten“ von den Einheimischen aufgenommen. Doch 1910 errichtete er in Bork eine Flugzeugfabrik und gründete die erste Flugschule in Deutschland. Am 18. Februar1912 fand dann die erste Postbeförderung Deutschlands statt – auf der Flugroute von Bork nach Brück. Ein Museum befindet sich heute auf dem Flugplatz Borkheide an Bord einer IL 18, die am 16. November 1989 auf der nur 800 Meter langen Graspiste gelandet war. Das Museum präsentiert eine Ausstellung über Leben und Wirken des Piloten und Konstrukteurs sowie einen Videofilm mit historischen Aufnahmen der Luftfahrtgeschichte, einschließlich der Landung der


Loburg • Möckern • Magdeburgerford

Genießen im alten Rittergut Das Barbycafé Loburg bietet viel für Gaumen und Auge In einer Ecke knistert der BullerjahnOfen. In einem anderen Winkel machen es sich Gäste auf der Couch bequem. Sogar eine alte Kinobestuhlung gibt es hier. Kinder bestaunen den steinernen Brun-

nen in der Mitte, die Großen das urige Ambiente des Barbycafés Loburg. Das Café liegt im Verwaltungstrakt eines über 400 Jahre alten Ritterguts. Kaum vorstellbar, dass sich hier vor der Wende auch mal Wohnungen, Frisör und ein Schulteil befanden. – Heute erstrahlt das historische Gemäuer im alten Glanz. Im Mittelpunkt stehen leckere Kuchen und Torten. Erdbeercreme-Schnitte, Stachelbeer-Baiser-Torte, Kirsch-Streuselkuchen oder Mango-Aprikosen-Torte. Drei fleißige Bäckerinnen aus dem Ort haben bis zu 35 Kreationen drauf. „15 Torten bzw. Kuchen sind immer im Angebot“, erzählt die Leiterin Ruth Everinghoff. Hier

Frühstück, Suppen oder herzhafte Knacker mit hausgemachtem Kartoffelsalat gefragt. „Das Einfache ist doch meist das Beste. Mit Zutaten von hier“, erklärt uns eine Küchenfee ihr Motto. Zum Schluss schmunzeln wir noch über ein Schild, das wir im Verkaufsraum für Souvenirs und Delikatessen entdecken: „Nimm dir Zeit, glücklich zu sein!“ Wo könnte man das besser, als im schönen Barbycafé Loburg.

nicht nur in den Rezepten begründet, sondern auch in frischen Zutaten, die meist direkt aus der Region stammen. Im gemütlichen Barbycafé sind aber auch

schmeckts noch wie bei Muttern und – manchmal sogar ein bisschen besser. Wer mag, kann auch im liebevoll angelegten Innenhof unter Bäumen den Kuchen und Kaffee genießen. Das Geheimnis der Leckereien liegt

Barbycafé Loburg Ruth Everinghoff Münchentor 1, 39279 Loburg / Möckern Tel. +49 39245 917048 C/3 info@barbycafe.de, www.barbycafe.de Di.-So. 9-18 Uhr geöffnet, Fr. bis 22 Uhr

Vereinbarung (Königlich-preußische optische Telegraphenlinie Berlin-Koblenz, Tel. +49 160 8101707, www.optischerTelegraph4.de/stationen) B/1.

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Abenteuer in der Nähe ten übernehmen und auch „seinem“ Storch einen Namen geben. Durch Spenden und Beiträge wird die vielfältige Arbeit und Forschung finanziert. Wie die Beobachtung der Flugrouten. Die Störche wurden mit sogenannten Datenloggern ausgestattet. Das sind „Systeme, zu denen wir 1. Tipp: Das Storchenparadies zwar keinen direkten SatelliDer Storchenhof, gleich um die Ecke tenkontakt haben“, so Storvom Barby-Café, ist die Vogelschutzwarchenhof-Ornithologe te. Die Mitarbeiter pflegen verletzMichael Kaatz, „aus dete Störche oder ziehen vernen wir aber nach der waiste StorchenkinRückkehr der Störche eine der auf. Zu StorUnmenge an Daten auslechenhof-Erlebsen können, wie Flugzeinistagen wird ten und Flugziele.“ Familivon April bis en sollten hier vorbeiAugust jeweils schauen! (Vogelschutzwarte Storam dritten Samschenhof Loburg e. V., Chausseestrasse tag des Monats 18, Loburg, Tel. +49 39245 2516, eingeladen. www.storchenhof-loburg.de) C/3 Wer möchte, kann im Storchenhof Tier2. Tipp: Die Telegraphenlinie patenschafZiegelsdorf war 1833 die elfte von

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Herausgepickt: Woher der Name kommt E Das Café befindet sich neben dem historischen Gutshaus derer von Barby im 400 Jahre alten Loburger Rittergut. Tipps: E Kuchen, Torten und Eis auch außer Haus E Souvenirs, Liköre, Leckereien aus der Region im Verkauf E Familienfeiern & Kaffeekränzchen E Kräutergarten E Kinderspielplatz

62 Stationen der „Königlich-preußischen Telegraphenlinie Berlin-Koblenz“, die Mitte des 19. Jahrhunderts der verschlüsselten Übermittlung staatlicher und militärischer Nachrichten diente. An den Stationen saßen Telegraphisten mit Ferngläsern. Mit großen Flügelarmen winkten sie sich die Depeschen zu. Zeichen für Zeichen wanderte so von Turm zu Turm. Die Stationen sind heute mit Wegweisern und Tafeln ausgewiesen. Der Heimatverein Grabow errichtete in Ziegelsdorf 2011 eine voll funktionsfähige Telegraphenattrappe als Nachbildung der historischen Signalanlage. Kinder haben hier neben Platz zum Toben die Möglichkeit, an einer kindgerechten Miniattrappe ein Diplom zum Ehrentelegraphisten zu absolvieren. Von April bis Oktober ist am zweiten Sonntag jeden Monats von 1417 Uhr Telegraphentag mit Führungen und Einstellen von Zeichen, oder nach

3. Tipp: Die Kleinbahn Regelmäßige Fahrtage und u. a. eine zusätzliche Feldbahn mit „Kinder-Ehrenlokführerschein” werden angeboten. Der historische Museumsbahnhof beher-

bergt ein Museum zur Geschichte der einst über 100 Kilometer langen Schmalspurbahn sowie eine Feldbahn (Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I e.V., Forststraße 6, Magdeburgerforth, Tel. +49 39200 54922, www.kj1.de) C/2 Weitere Informationen: Stadt Möckern Am Markt 10, 39291 Möckern B/2 Tel. +49 39221 95160 info@stadt-moeckern.de www.moeckern-flaeming.de

Der Fläming


Coswig (Anhalt) • Jeber-Bergfrieden • Lutherstadt Wittenberg

Am grünen Rande des Flämings Der Elberadweg führt direkt ins Wörlitzer Gartenreich erhaltene Landschaftsgarten in englischem Stil auf dem europäischen Festland. Er ist ein Spiegelbild der Weltkultur im Kleinen. Klassizismus und Neugotik wurde hier zum Durchbruch verholfen. Das Motto war damals „Bildung durch Aufklärung”, und so finden sich in den Wörlitzer Anlagen unterschiedlichste Brückenformen, eine Vielfalt an Gehölzen, antike Statuen, die „romantische Partie” …. Schönes sollte nützlich sein und Nützliches schön.

Coswig in Sachsen-Anhalt, etwa 15 Kilometer westlich der Lutherstadt Wittenberg, ist nur durch die Elbe vom gegenüberliegenden Dessau-Wörlitzer Gartenreich getrennt. Im Süden fließt der Elbestrom in einem idyllischen Bogen vorbei. Coswig liegt eingebettet zwischen drei UNESCO-Weltkulturerbestätten – der Lutherstadt Wittenberg, dem Wörlitzer Gartenreich und der Bauhaus-Stadt DessauRoßlau im Biosphärenreservat Mittelelbe, das seit 1979 zu den UNESCOSchutzgebieten gehört.

Über Jahrhunderte war Coswig Residenz und Witwensitz der anhaltischen Fürsten und das herzogliche Amt als regionales Zentrum am südlichen Fläming. Etliche Baudenkmale von hohem Rang

sind erhalten, wie die Stadtkirche St. Nicolai, die Schlossanlage, das ehemalige Dominikanerinnen-Kloster, das heute das Stadtmuseum beherbergt, oder das Coswiger Simonetti-Haus, in dem landesweit einzigartige Stuckdecken mit Symbolen der griechischen Mythologie zu sehen sind. Ob man als Rad- oder Reitwanderer, als Spaziergänger, Nordic-WalkingFan oder mit dem Boot auf dem Elbestrom unterwegs ist, die von Goethe gelobte und oft unberührte Natur lässt sich hier erkunden.

Neue Rundwanderwege

Der Fläming eignet sich besonders gut zum Radfahren und zum Wandern. Schrittweise werden im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt attraktive Wanderwege beschildert und mit Informationen versehen. In Jeber-Bergfrieden entstand ein Rundweg, der direkt am Infozentrum beginnt und ca. 5 Kilometer lang durch Wald, Feld und Flur führt. 15 Infotafeln geben Hinweise zur Historie, zur ÖkoLandwirtschaft, zu Tieren und Pflanzen im Fläming. Auf dem Weg kann man sein Wissen testen. Dazu liegen Fragen

am Ausgangspunkt bereit. Ein weiterer Rundweg wurde in Lindau (Stadt Zerbst/Anhalt) eröffnet. Von der Burg Lindau aus führt der Weg zu einem großen Findling im Wald, dem Teufelsstein, und durch den Ort wieder zurück zur Burganlage. Besonders schön ist der Wald im Frühjahr, wenn unzählige Maiglöckchen blühen. Aktuelle Informationen zu Wanderempfehlungen sind auf der Homepage und bei facebook zu finden. Alle Informationen zum Naturpark Fläming/ Sachsen-Anhalt hält das Infozentrum in Jeber-Bergfrieden bereit.

In Jeber-Bergfrieden dreht sich alles um den Fläming, im historischen Kupferhammer in Thießen kann man im Hammercafé zusehen, wie Kupfer geschmiedet wird. In Buro ist eine ehemalige Niederlassung des Deutschen Ritterordens erhalten. Von Coswig aus erreicht man das Wörlitzer Gartenreich auf dem Elberadweg, und der Elbestrom wird mittels einer Gierfähre überwunden, die sich allein mit der Kraft der Wasserströmung durch den Fluss bewegt. Der Wörlitzer Park gilt als der älteste

Veranstaltungen in Coswig 2016 E 17.-19. Juni: Treidelfest/ Sommermusiktage E 28. August: Bismarckturmfest Tipps: E Stadtführung (Termine dafür gibt es in der Stadtinformation) E März-Oktober: „95 Themen auf dem Weg zu Luther“, Dauerausstellung L Stadtinformation & Bürgerbüro im Rathaus, Am Markt 1 06869 Coswig (Anhalt) Tel. +49 34903 610155 buergerbuero@coswig-online.de www.coswiganhalt.de

Verein Fläming/Flandern

Der Verein mit seinen 48 Mitgliedern hält Beziehungen mit seinen „Vorfahren“ in Flandern auf vielen Gebieten. Die Schulpartnerschaft zwischen dem Virgo Sapiens Institut Londerzeel und dem Luther-Melanchthon-Gymnasium in Wittenberg existiert am längsten. Mehr Informationen Im Bereich der Kunst und Kultur ist Naturpark Fläming e.V. Rotdornstraße 12 , 06868 Coswig (Anhalt) besonders der Kontakt zum Königlichen Kunstverein Piet-Staut-Kring in Beveren OT Jeber-Bergfrieden D/3 von der Stiftung Christliche Kunst WittenTel. +49 34907 30745 berg hervorzuheben. Fast jährlich finden info@naturpark-flaeming.de im Wechsel Ausstellungen in Flandern www.naturpark-flaeming.de und im Fläming statt. Chöre wie z. B. „FiÖffnungszeiten: delitas“ aus Wijnegem, „Gaudiamus“ Montag-Freitag von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr; Samstag von 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr und „Fiori Musicali“ sowie das Volks(An Sonn- und Feiertagen geschlossen) kunstensemble „Boerke Naas“ aus Sint

Niklaas und in diesem Jahr der Männergesangsverein „Cäcilia“ aus Raeren wurden im Fläming vom Verein betreut. Die Fahnenschwinger aus Hogstraaten, Aalst und Sint Niklaas sind bei den wichtigsten Festen ohnehin dabei und begeistern die Zuschauer. Tipp: E Lesen Sie auf den Seiten 24-25, wie der Fläming einst besiedelt wurde! Verein Fläming-Flandern e. V. Markt 26 06886 Lutherstadt Wittenberg E/4 Tel. +49 3491-421750, Fax 421751 flaeming-flandern@web.de www.flaeming-flandern.com

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Befreier mit und wider Willen Vor 500 Jahren in Wittenberg: Martin Luthers Thesen leiten die Reformation ein

die erste Übersetzung der Heiligen Schrift der Christen ins Deutsche. Es war aber die erste, die das einfache Volk verstehen konnte. Luthers Sprache war kräftig und bilderreich. Und er schuf viele Ausdrücke und Redewendungen, die wir heute noch benutzen, das „Lästermaul“ zum Beispiel, den „Schandfleck“ oder den „Lückenbüßer“. Er erfand den „Wolf im Schafspelz“ wie auch die Wendung „ein Herz und eine Seele“.

Lüder, Lotter, Luder oder Lauther – so ganz genau stand nicht fest, wie die Familie sich nannte, aus der er stammte. Doch 1512 legte deren berühmter Sohn Martin seinen Nachnamen selber fest: Er nannte sich Luther, was er von dem Griechischen Wort für „frei“ abgeleitet wissen wollte. Zeitweise nannte er sich „Eleutherios“, was soviel wie „der Befreier“ bedeutet. Und ein Befreier sollte er in verschiedener Hinsicht werden, auch wenn er selbst schon mal über das von ihm Bewirkte erschrak. Als der Theologie-Professor Martin Luther (1483 bis 1546) vor 500 Jahren am 31. Oktober 1517 seine berühmten 95 Thesen an das Portal der Wittenberger Kirche nagelte, legte er Feuer an ein Pulverfaß. Obwohl die Historiker bis heute nicht endgültig klären konnten, ob das mit dem Thesenanschlag an der Kirchentür wirklich so war, steht eines fest: Luthers vieldiskutierte Thesen zum Ablasshandel gaben das Signal für einen großen Kampf gegen das Papsttum in Rom, das Deutschland geistig beherrschte und maßlos ausbeutete.

Uneins mit Thomas Müntzer Was er als geistiger Urheber der Reformation, zu der die Einführung des Gottesdienstes in deutscher Sprache gehörte, nicht gewollt hatte, war die Spaltung der Kirche. Neben der römisch-katholischen Kirche entwickelten sich nun protestantische Kirchen verschiedener Schattierungen und Ausprägungsformen. Konnte er daran schon nichts ändern, griff er doch ein, als Bauern und Bürger der Städte aus der nun für sie verständlichen Bibel Rechte gegen die weltlichen und geistigen Herren ableiteten. Im Großen Deutschen Bauernkrieg von 1524 bis 1526 nahm er nicht nur Partei „Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern“, sondern auch gegen seinen Schüler Thomas Müntzer, der ein Bauernheer führte. Nach dessen Niederlage 1525 beim thüringischen Frankenhausen wurde der Aufstand Stück für Stück von einem Heer der Fürsten niedergeschlagen. 75.000 bis 130.000 Bauern verloren ihr Leben. Auch diese Seite des „politischen Engagements“ gehört zu dem großen Reformator – so wie auch seine judenfeindlichen Schriften.

Als „Junker Jörg” auf der Wartburg Wer damals eine bestimmte Summe an den von der Kirche legitimierten Ablasshändler zahlte, bekam einen Schein, laut dem ihm seine Sünden vergeben waren. Luther verdammte das zwar nicht grundsätzlich, geißelte jedoch den Miss- brauch. Er sah sah Bauern, Bürger und viele der durchaus armen Geistlichen in den Gemeinden auf seiner Seite – aber auch Fürsten und Großkaufleute, die das Abfließen ungeheurer Summen nach Rom mit Missbehagen betrachteten. Der Papst sprach 1521 den Bann über ihn aus und verstieß ihn aus der Kirche. Der Kaiser und der Reichstag zu Worms belegten ihn im selben Jahr mit der Reichsacht, womit Luther „vogelfrei“ war. Doch Kurfürst Friedrich von Sachsen half ihm mit einer inszenierten Entführung, sich vor den Häschern zu verstecken. Während Luthers Popularität in Deutschland unaufhörlich wuchs, verbarg er sich als „Junker Jörg“ auf der Wartburg bei Eisenach. In nur elf Wochen übersetzte er dort im Herbst 1521 das Neue Testament ins Deutsche. Dem ließ er bis 1534 Stück für Stück die Übersetzung des Alten Testaments folgen. Kräftige, bildreiche Sprache Seine Übertragung der Bibel, bei der er möglichst auf hebräische und griechische Urtexte zurückgriff, war keineswegs

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Der Reformator auf dem Marktplatz in der Lutherstadt Wittenberg

Professor und Grundbesitzer Der Theologie-Professor Martin Luther machte die Universitätsstadt Wittenberg für eine Zeit zum geistigen Zentrum des Abendlandes. Zugleich war er aber auch Geschäftsmann. Zusammen mit seiner Frau Katharina von Bora, die von Geldsachen mehr verstand als er, betrieb er in der Stadt eine „Burse“, was eine Pension für bis zu 40 Studenten darstellte. Das Luther-Paar besaß mehrere Güter und wohnte im ehemaligen Augustinerkloster, das ihnen der sächsische Kurfürst Johann der Beständige zur Hochzeit geschenkt hatte. Zu dem gehörte auch eine Brauerei. Nicht wenige Wittenberger schauten etwas neidisch auf den Herrn Professor Luther, der nicht nur der bekannteste Einwohner, sondern auch der größte Grundbesitzer in ihrer Stadt war.

Der Fläming


Lutherstadt Wittenberg Die Lutherstadt Wittenberg feiert 2017 500 Jahre Reformationsjubiläum!

Treff mit Martin Luther Erkunden Sie die zahlreichen Originalschauplätze der Reformation – zu Fuß oder mit der Wittenberger Altstadtbahn. Stadtführer begleiten Sie auch durch nächtliche Gassen. Viele Menschen aus der ganzen Welt kommen nach Wittenberg, um auf den Spuren des großen Reformators, Dr. Martin Luther, zu wandeln. Vier UNESCO-Welterbestätten, das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt und die einmalige Naturund Kulturlandschaft Mittelelbe mit weiteren UNESCO Kultur-und Naturerbestätten verdeutlichen, warum Wittenberg wahrhaftes Zentrum der Weltkultur ist. Die Lutherstadt Wittenberg ist außerdem idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Leipzig, Berlin, Dessau, Wörlitz, Ferropolis oder Lutherstadt Eisleben und Mansfeld-Lutherstadt. Öffentliche Stadtführungen in der Lutherstadt Wittenberg

Die Lutherstadt Wittenberg wird im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 ein zentraler Veranstaltungsort sein. Denn hier lebte und wirkte Martin Luther, hier schlug er seine Thesen an und hier ist seine Grabstätte. Ob im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthaltes oder eines Tagesbesuchs, die Tourist-Information Lutherstadt Wittenberg steht Ihnen bei Ihrer Urlaubsplanung gern zur Verfügung. Unsere Services für Sie: E Planung, Organisation und Buchung von Stadt-, Kirchen- und Museumsführungen, Eventführungen sowie Tages- und Mehrtagesprogrammen E Vermittlung und Reservierung von Unterkünften und gastronomischen Leistungen in der Lutherstadt Wittenberg und der Region E Pauschalangebote für Gruppen und Individualreisende E regionale Veranstaltungstickets

Tourist-Information Lutherstadt Wittenberg Schlossplatz 2 E/4 06886 Lutherstadt Wittenberg Tel. +49 3491 498610 www.lutherstadt-wittenberg.de

Tourist-Information Zerbst/Anhalt Markt 11, 39261 Zerbst/Anhalt Tel. +49 3923 760178 C/4 zentrale@touristinfo-zerbst.de www.stadt-zerbst.de

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Im Jahre 2016 – dem Themenjahr „Reformation und die eine Welt“ der Lutherdekade 2008–2017 – können Sie in der Lutherstadt Wittenberg die Zeit der Reformation in zahlreichen Stadt- und Themenführungen erleben und sich auf ein gut gefülltes Veranstaltungsprogramm freuen.

Mehr über den Lutherweg über: Welterberegion Anhalt-Dessau-Wittenberg Neustraße 13, Tel. +49 3491 402610 www.anhalt-dessau-wittenberg.de


Flieder, Stulle und Fläminger Platt Geschichte einer Region: Was die Flamen bis hinter die Elbe mitbrachten Wenn gefragt wird, wo sie denn eigentlich herkommen, die Menschen, die im Fläming leben, gibt es keine einfache Antwort. Sagen könnte man: von hier und da. In grauer Vorzeit besiedelten germanische Stämme diesen Landstrich, den sie aber in der Zeit der Völkerwanderung im 4. und 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung verließen. Dann nahmen slawische Stämme die Region in Besitz, denen spätestens ab dem 10. Jahrhundert deutsche Feudalherren das Land abspenstig zu machen versuchten. Lange Zeit gelang das nicht so recht, denn die Slawen waren tapfere Kämpfer. Und

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Uckermark

Ruppiner Land

so blieb der Fläming bis ins 12. Jahrhundert die Grenzbarriere zwischen Deutschen und Slawen. Erst nachdem Albrecht der Bär (um 1100 bis 1170) im Jahre 1157 mit Gewalt und Geschick die Slawen unterworfen und die Mark Brandenburg gegründet hatte, begann die Herrschaft der deutschen Feudalherren in diesem Gebiet. Wobei der Fläming über Jahrhunderte bis zum Wiener Kongress 1815 Zankapfel zwischen Brandenburg und Sachsen blieb. Die Reste der slawischen Bevölkerung hatten sich zu dieser Zeit längst ver-

mischt im Strom von Einwanderern, die im 12. und 13. Jahrhundert aus Richtung Westen gekommen waren. Albrecht der Bär und der Erzbischof von Magdeburg, Wichmann von Seeburg, hatten sie ins Land gerufen. Rund 400.000 Menschen kamen – aus der Altmark, dem Harz, den Rheinlanden sowie aus Holland, Zeeland und Flandern, wo man niederländische Dialekte sprach und gerade verheerende Sturmfluten erlebt hatte. Die Einwanderer von dort, die „Vläminge“, brachten aus ihrer alten Heimat große Erfahrungen beim Bau von Deichen mit, die vor allem an der Elbe

sehr nützlich waren. Ebenso waren sie voller Hoffnung auf ein besseres Leben hier weit im Osten. Denn ihnen war versprochen worden, sie könnten nun als freie Menschen leben und arbeiten. In langen Kolonnen ihrer Planwagen zogen sie in das Land ein. Drei große Schübe solcher Wanderungen von der Nordsee bis hinter die Elbe sind bekannt. Die flämischen Migranten brachten auch neue bäuerliche Arbeitsmethoden mit. Dazu zählte insbesondere die für die Bodenfruchtbarkeit äußerst nützliche Dreifelderwirtschaft. Es waren die Flamen, nach denen

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4 Photo Porst & Musikladen Daniele Brusgatis, Bahnhofstraße 10 15711 Königs Wusterhausen I/1 Tel. +49 3375 293859

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schließlich die gesamte Region als „Fläming“ ihren Namen erhielt. Auch einzelne Ortsnamen wie Brück (Brügge) und Euper (Ypern) haben die Einwanderer wahrscheinlich aus ihrer westlichen Heimat mitgebracht. Ja, sie haben sogar die deutsche Sprache über den Fläming hinaus beeinflusst: Schöne Wörter wie „Häcksel“, „Erpel“, „Fenn“, „Kachel“, „Stulle“ und „Flieder“ schmuggelten die Kolonisten ins Deutsche ein. Die Traditionen der Fläminger Flamen sind bis heute lebendig geblieben. Es gibt Menschen, die das Fläminger Platt noch sprechen können, das mit seinen deutlichen Überresten des Niederländischen schon Theodor Fontane beschäftigte. Und die Fläminger Tracht mit ihren Ursprüngen in den „niederen Landen“ an der Nordseeküste wird zwar nicht im Alltag, aber gern auf Volksfesten getragen.

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Mitglieder des Verein Fläming-Flandern

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Die Karte dient vor allem der Orientierung für den Leser. Sie erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit.

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Luckenwalde

Neue alte Ware eingetroffen! Schätze aufstöbern im Antik-, Trödel-, und Sammlermarkt von Brita Marx

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Machen Sie mal einen Rundgang im Antikmarkt Luckenwalde und staunen Sie: Die finden auch noch ihren Platz im Fachwerk: Backsteine, die wir beim Abriss alter Häuser geborgen haben, schmücken eine Seite des neuen Patchwork-Pavillons. Allerhand Überraschendes, z. B. wie Sie alte Baustoffe mit neuen kombinieren können, gibt‘s hier zu entdecken.

Von wegen „neue Ware“. Bei uns heißt es „Alte Ware eingetroffen!“ Bestimmt ist auch für Sie was Allerliebstes, Beglückendes, Drolliges, Edles, Geheimnisvolles oder Schrulliges dabei. Kommen Sie nach Luckenwalde und schauen Sie, was es so Altes gibt. Nach staubigem Trödel sieht das nicht aus, oder? Unsere Mitarbeiter haben ein Händchen dafür, die vielen antiken Schätze perfekt in Szene zu setzen. Die 20 Räume sind deshalb nicht einfach nur vollgestellt, sondern wunderbar eingerichtet – von der strahlend hellen Wohnküche bis zur perfekt sortierten Werkstatt.

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Lassen Sie sich inspirieren und stürmen Sie anschließend gleich unsere Bauteilbörse. Herausgepickt: Plakat als Dankeschön E Im Büro hängt ein Filmplakat von „Der Pianist“. Was es damit auf sich hat? Die Firma baute für die Trümmerstraße des Kriegsdramas Teile der Kulissen auf! Gedreht wurde auch in Jüterbog. Regisseur Roman Polanski bedankte sich mit seinem Autogramm. Tipps: E Viele Ausstellungsstücke aus Haushaltsauflösungen E Termine für den Antik- und Trödelmarkt: www.brita-marx.de E In der Bauteilbörse Berlin-Brandenburg finden Häuslebauer historische und gebrauchte Baustoffe (www.bauteilboerse-berlin-brandenburg.de) Brita Marx Historie Antik, Trödel und Sammlerstücke Historische Baustoffe Frankenhof 3, 14943 Luckenwalde G/3 Tel. +49 3371 692036, Fax 692050 info@brita-marx.de, www.brita-marx.de geöffnet: Do./Fr. 10-17 Uhr, Sa. 8-12 Uhr Jeden 1. Sa. im Monat 9 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung

Der Fläming


Luckenwalde • Petkus

Ein Meer aus 800 Sonnenblumen Ausstellungen, Märkte, Kunst, Konzerte & Spiel gegen Hertha BSC: Luckenwalde lässt es zur 800-Jahr-Feier richtig krachen Schmucker Stadtkern, schöne Kirchen, Stadttheater und die Flaeming-Skate vor den Toren der Stadt: Luckenwalde hat eine Menge zu bieten. 2016 legt die Kommune noch eine Schippe drauf. Dann feiert das schicke Städtchen 800. Geburtstag! Dementsprechend wird seit März bis Oktober gefeiert. Ein Highlight wird das Turmfest. Das Event vom 3. bis 5. Juni 2016 bietet rund um den Marktturm ein buntes Treiben mit Live-Musik und vielen Leckereien. Bei den Konzerten zählen die Auftritte von Berlins Elektropop-Sternchen MiA. sowie Laith Al-Deen zu den Höhepunkten. Die Band Keimzeit wird am 16. September im Konzert „Zusammen“ mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg im Stadttheater spielen. Für die Musiker um Sänger Norbert Leisegang ist es fast ein Heimspiel, stammt der Frontmann nebst Bruder doch aus der Fläming-Region. Apropos Heimspiel: Zu den sportlichen Höhepunkten des Jubiläumsjahres

zählt die Fußballpartie der Kicker vom heimischen FSV 63 Luckenwalde gegen Bundesligist Hertha BSC am 8. Juli. In diesem Zusammenhang sei auch das Public Viewing in der Innenstadt zur Fußball-EM vom 10. Juni bis 10. Juli erwähnt. Ein weiterer musikalischer Genuss erwartet Sie beim Chorfestival am 19. Juni oder beim Klassik Open Air am 2. Oktober. Da Geburtstagskinder bekanntlich

Auf die Strecke, fertig, los!

einen Blumenstrauß erhalten, hat sich Luckenwalde etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Kleingärtner der Stadt überreichen nicht nur einen Strauß, sondern gleich einen ganzen Blumengürtel: einen Gürtel aus 800 Sonnenblumen rund um den Marktturm! Präsentiert wird das Blumenmeer offiziell auf dem „Markt der Kleingärtner“ am 7. August. Herausgepickt: Pappteller wurden hier erfunden E Doch in Luckenwalde wurde schon früher Großes vollbracht. Den allerersten Pappteller der Welt entwarf hier 1867 Buchbindemeister Hermann Henschel! Er kreierte auch Lebensmittelverpackungen und erfand die Bierdeckel-Reklame.

Tipps und Termine 2016: E Souvenirs in limitierter Stückzahl zur 800-Jahr-Feier E 21. Mai :Tag des Sports E 30. Juli: Einweihung Backhaus E August: Session, Tierparksonntag und Automeile E September: 170-jähriges Bibliotheksjubiläum E Oktober: neue Stadtchronik erscheint E Das Festprogramm zur 800-Jahr-Feier gibt's im Internet Tourist-Information Stadt Luckenwalde Markt 11, 14943 Luckenwalde G/3 Tel. +49 3371 672500 touristinfo@luckenwalde.de www.luckenwalde.de

Ideales Skater-Domizil in Petkus Gutshaus Petkus – die Adresse für Radler und Skater direkt an der Fläming-Skate!

auch Skate-Verleih, Gaststätten, Hotels und Pensionen sowie Sport- und Freizeitstätten. Tipps: E Herzstück ist der Rundkurs 1, knapp 100 Kilometer, leichte und anspruchsvollere Streckenabschnitte mit Gefällen, Steigungen und Kurven E einen behindertenfreundlich gestalteter Stadtkurs gibt es in Dahme/Mark E Speziell für Radfahrer eignet sich der Rundkurs 8 – 83 Kilometer laden Sie ein zu einer Fahrradtour über die Strecken der Flaeming-Skate und des Dahme-Radweges. Weitere Informationen unter www.flaeming-skate.de

Gebühr) und Bolzplatz, Freibad im Nachbarort, vielfältige Ausflugsziele. E spezielle Angebote für Kitagruppen, Schulklassen, Chorfreizeiten, Konfirmandenfreizeiten und Seminare Familien- und Freizeithotel Gutshaus Petkus Merzdorfer Str. 36, 15837 Baruth/Mark OT Petkus H/3 Tel. +49 33745 70870, Fax 70871 mail@skatehotel.de www.skatehotel.de

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„Black Ice“ nennen Fans den besonders feinen Asphaltbelag der FlaemingSkate, des in Europa einmaligen Wegenetzes für Inline-Skater, Rad- und Rollstuhlfahrer. Rund 230 Kilometer führen die drei Meter breite Bahn und ergänzende, zwei Meter breite Radwege auf verschiedenen Rundkursen durch die reizvolle Landschaft des Niederen Fläming und des Baruther Urstromtals. Fernab von störendem Straßenverkehr geht es vorbei an verträumten Dörfern, ehrwürdigen Feldsteinkirchen, historischen Mühlen, durch Felder, Wiesen und Wälder. Eine Pause kann man nicht nur an über 50 individuell gestalteten Rastplätzen einlegen, am Wegesrand gibt es

E Zimmer mit TV, W-LAN, Dusche/WC E Spezialangebote für Familien E komplette Kinderausstattung ohne Mehrpreis E behindertengerechtes Zimmer E Seminarräume E 100 m² großes Kinderspielzimmer E Beachvolleyballfeld, Lagerfeuerplatz, Grillplatz (keine Selbstversorgung), Tischtennis (innen und außen), Kinderspielplatz mit Wasserspielplatz E Skate- und Fahrradverleih E Cafe/Restaurant im Haus mit Roggenspezialitäten aus eigener BiolandLandwirtschaft E In unmittelbarer Nähe befinden sich Turnhalle, Kegelbahn (beides gegen

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Ludwigsfelde

I love „Lu“! Ludwigsfelde überrascht mit Partys, tollen Geschäften, Lkw-Historie und Idyllen ringsum Manche Besucher nippen entspannt am Kaffee. Andere eilen schnurstracks ins nächste Einkaufsgeschäft. Bauleute halten einen Plausch am Kiosk. Damen probieren in Boutiquen den neusten Schick. Der Herr Gemahl gönnt sich derweil am Imbiss eine Bratwurst. Ganz schön was los morgens kurz nach Neun auf der Potsdamer Straße, der pulsierenden Einkaufsmeile von Ludwigsfelde. Die Stadt wächst seit Jahren und eine Ende ist nicht in Sicht. Davon profitieren auch Besucher. Wenn anderswo nichts los ist: In „Lu“, wie Einheimische Ludwigsfelde auch nennen, geht für Ausflügler und Urlauber eigentlich immer was. „Mittsommer”-Festmeile „Wir haben ganz viel auf kleinem Raum: Von Technikmuseum bis StadtAktivPark. Von Klubhaus bis Saunatherme“, schwärmt Rathaus-Sprecherin Marina Ujlaki von ihrer Heimatstadt. Irgendein Event steigt hier immer – ob Konzert, Kabarett oder große Party. Beispiele gefällig? Am 2. Juli verwandelt sich die Hauptverkehrsader Potsdamer Straße zum „Mittsommer“ in eine einzige Festund Flaniermeile. Zwischen 14 und 22 Uhr treten u. a. Bands auf. Hobby-Teams messen sich im Tauziehen. Tüftler basteln Kräuterkissen, Naschkatzen treffen sich an einer Erdbeerkuchen-Bar. Die BMXer der Stadt zeigen auf einer mobilen Halfpipe ihre Rad-Künste. Diese lässige Atmosphäre ist einfach ansteckend. Menschen singen, tanzen oder amüsieren sich ganz einfach. Manche genießen auch auf der Bordsteinkante sitzend einen kühlen Drink. Motorroller-Treffen Ganz dick ankreuzen im Kalender

sollten sich Ausflügler und Interessierte das 16. Motorroller-Treffen auf der Festwiese sowie am Stadt- und Technikmuseum vom 19. bis 21. August 2016. Beim Anblick von einst in „Lu“ gefertigten Rollern wie „Wiesel“, „Pitty“ und „Troll“ kommen ganz sicher nostalgische Gefühle auf. Leistungsstark waren die knuffigen Zweiräder – für ihre Verhältnisse – durchaus. Nicht umsonst nannte und nennt man Ludwigsfelde die Stadt mit Benzin im Blut. Dies bezieht sich natürlich auch auf die frühere Produktionsstätte des legendären Lkw „W50“. Im Technikmuseum erfahren Besucher Näheres darüber. Zu bestaunen sind in der Schau aber u. a. auch der umgebaute Vario, den Tom Hanks im Hollywood-Streifen „Da Vinci Code“ fuhr sowie die Karosse eines Bentley. Gröben mit Filmgeschichte Doch nicht nur das quicklebendige Ludwigsfelde, auch die idyllisch gelegenen Ortsteile ringsum lohnen einen Abstecher. Viele gute Radwege führen dorthin. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tour zum Schloss Genshagen oder an den Siethener See. In Siethen gibt es auch einen tollen Hofladen. Groß Schulzendorf und Löwenbruch haben sich wiederum bei Heiratswilligen und Festgesellschaften herumgesprochen. Das

Ludwigsfelde ist oft in Feierlaune – Familienfeste, Konzerte und viel Tamtam.

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Ines Krause, Museumschefin, zeigt einen ihrer Lieblingsroller aus der Ausstellung am Bahnhof

schmucke Dörfchen Gröben ist nicht nur ein echtes Kleinod, sondern auch richtig berühmt. Im ortsansässigen Gasthof Naase wurde schließlich schon Filmgeschichte geschrieben. Hier drehten Stars wie Götz George und Inge Meysel. In der urigen Schänke entstanden aber auch etliche Szenen der Horst-Krause-Filme. Wenn gerade nicht gedreht wird, kann hier jedermann schmausen. Regisseure fanden die Speisekarte mit Schnitzel, Bockwurst und Bauernfrühstück so bodenständig, dass sie sie gleich für einen der Krause-Filme übernahmen. Die Täfelung der Gaststätte stammt übrigens auch aus einem Krause-Streifen. Die Produzenten überließen sie dem Gastwirt. Velothon durch Ludwigsfelde Ein schönes Ausflugsziel ist auch der Ortsteil Jütchendorf. Hier wohnt kein geringerer als Ex-Rad-Weltmeister Robert Bartko. Und da kommen wir nochmal aufs Thema Radwege zu sprechen. Denn der ehemalige Champion schätzt die Gegend u. a. auch wegen der tollen Radpfade. Nicht ganz zufällig führt auch das diesjährige „Velothon Berlin 2016“ durch Ludwigsfelde und Region. Auf den flachen Strecken können Pedalritter entweder Landschaft genießen oder Tempo machen. Jeder ganz nach Lust und Laune. Ob radelnd, mit Bahn oder Pkw: Besuchen Sie doch mal das quirlige Städtchen Ludwigsfelde und die ruhigen Ortsteile gleich nebenan. Vielleicht sagen Sie danach auch: „I love Lu!“

Tipps & Termine 2016: P 19. Juni: Velothon Rad-Rundkurs (Berlin – Brandenburg) u. a. mit Ludwigsfelde P 27. August: Graffity Open Air P 9./10. September: Brücken- und Familienfest (Kulturforum und Autobahnbrücke) P 14.-17. Oktober: Wiesenkirmes & Oktoberfest (Festwiese) P 24. Dezember: Turmblasen Rathausplatz. Herausgepickt: „W 50“ & Roller: P Von 1963 bis 1991 verließen über 570.000 Lkws das Ludwigsfelder Werk. Die rollenden Legenden gehören noch heute zum Straßenbild u. a. in Vietnam und Nicaragua. Im Stadt- und Technikmuseum sind drei originale Modelle zu sehen, u.a. auch der erste „W50“.

Mehr Informationen: Stadt- und Touristinformation Ludwigsfelde (Stadt- und Technikmuseum) Am Bahnhof 2, 14974 Ludwigsfelde H/1 Tel. +49 3378 804620 museum-ludwigsfelde@arcor.de www.museum-ludwigsfelde.de

Stadt Ludwigsfelde Rathausstraße 3 14974 Ludwigsfelde H/1 Tel. +49 3378 8270, Fax 827124 www.ludwigsfelde.de

Der Fläming


Ludwigsfelde

Wo Promis sich zu Hause fühlen Viele Stars aus Film und Fernsehen relaxen im Fläming – oder drehen hier TV-Knüller

Sanfte Hügel, grüne Wälder und mittendrin liebenswerte Dörfer: Nicht nur Fläminger Landschaftsbilder sind eine Augenweide, auch die Ruhe ist einmalig. Kein Wunder, dass nicht nur Urlauber, sondern auch etliche Prominente die Idylle längst für sich entdeckten. Erst vor drei Jahren zog es Schauspiel-Legende Herbert Köfer an den Seddiner See. Zwar feierte der Mime kürzlich 95. Geburtstag, doch der Star („Rentner haben niemals Zeit“) scheint noch viel vorzuhaben. In der Gemeinde Seddiner See baute er sich mit Ehefrau Heike ein schmuckes Eigenheim. Für den Fläming verließ er seine Traum-Villa am Zeuthener See. Nach Auftritten oder stressigen Dreharbeiten genieße er in der Region vor allem die herrliche Natur- und Tierwelt, wie uns der gebürtige Berliner anvertraute. Herbert Köfer ist auch eine der ShowGrößen, die unser Ferienmagazin-Autor Jens Rümmler für sein Buch „Unsere Stars - Ein Kessel Promis“ interviewte. In dem kurzweiligen Band plaudern Promis aus dem Nähkästchen oder berichten,

Ludwigsfelder W50 startete! Im „Promi-Kessel“ mit dabei ist auch Walter Plathe, der den Fläming sehr schätzt. Man kann den beliebten Schauspieler und „Zille“-Darsteller mit etwas Glück am Siethener See treffen. Plathe mag den Kontrast zwischen seiner Stadtwohnung in Berlins lebendiger City und der märkischen Beschaulichkeit, wie er uns sagte. Manche Stars & Sternchen sind inkognito hier. Andere nennen ganz offiziell ein schönes Sommerhäuschen am Siethener See ihr Eigen. Darunter ist auch Angelica Domröse („Die Legende von Paul und Paula“). In Gröben wiederum können Im Buch unseres Reporters Jens Rümmler plau- einem durchaus Stars wie Jörg dern Publikums-Lieblinge aus dem Nähkästchen Schüttauf oder Horst Krause begegnen. Hier wurden schon etliwo sie sich am wohlsten fühlen. Zu den che TV- und Kinofilme gedreht. Ort des Gesprächspartnern zählen u. a. Frank Geschehens ist der „Gasthof Naase“. Schöbel, Wolfgang Lippert, Ober-Puhdy Nach dem ersten Streifen mit Götz GeorDieter Birr, aber auch Sarah Wiener, die ge 1995 („Der Sandmann“) hatte hier Inihre große Koch-Karriere mal in einem ge Meysel große Auftritte. Barbara Rudnik

und Axel Milberg wurden von Regisseuren in Szene gesetzt. „Henry Hübchen drehte bei uns ‘Hoffnung für Kummerow’“, so Wirt Peter Naase. Nach einem „Polizeiruf“ mit Jutta Hoffmann und Horst Krause sei einst die Idee für die Krause-Filme entstanden. Angefangen habe aber alles mit Theaterregisseur Peter Zadek, der mal als Privatgast da war. „Mit dem Namen konnte ich, ehrlich gesagt, gar nichts anfangen“, räumt Peter Naase ein. Zadek habe eines Tages angefragt, ob er im Saal nebenan Brechts „Der Jasager – Der Neinsager“ aufführen könne. „Es kamen über 100 Leute, dazu Presse und Fernsehen. Hier war alles voll.“ Übrigens: Horst Krause dreht nicht nur oft in der Region. In Ludwigsfelde, praktisch gleich um die Ecke, wuchs er auch auf. Bruder Reinhold lebt bis heute in der „W50“-Stadt. Buchtipp: „Unsere Stars – Ein Kessel Promis“, Preis: 13,99 Euro, zzgl.1 Euro Versandkosten, bestellbar über www.ruemmler-jens.de o. jruemmler@gmx.de

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Die Nuthe-Nieplitz-Region im Fläming – Ihr ideales Ziel für Tagesausflüge. Vor zwei Jahren schlossen sich Gastronomen und Unternehmer aus der Nuthe-Nieplitz-Region zusammen und kreierten die Genießertouren Eines eint die Partner zuallererst – sie möchten Gästen ihre Gasthäuser, ihre Kochkunst und dieses wunderschöne Fleckchen Erde ringsum zeigen. Darum sind die Genießertouren auch ganz persönliche Empfehlungen für Ausflüge per Rad, per pedes oder mit dem Pkw. Sie führen zu Sehenswürdigkeiten wie Feldsteinkirchen und Bockwindmühlen, in wunderschöne Dörfer, kleine Museen und Kunstausstellungen, an idyllische Seen, über Wiesen und Waldwege in weite Landschaften, wo viele Tiere heimisch und zu beobachten sind, zu Menschen, die geschickt alte Handwerkskunst pflegen, und nicht zuletzt zu kulinarischen Genüssen im heimischen Gasthof. Schönes sieht man mit dem Herzen So lässt sich die Nuthe-Nieplitz-Region wunderbar entdecken. Mit den Touren-Karten und noch so manchem ExtraTipp der Gastronomen kann jeder auf Tuchfühlung mit Land und Leuten gehen. Entweder drehen Besucher die empfohlene Runde oder sie picken sich das für sie Beste heraus. Mancher mag dem Bildhauer oder Kunsthandwerker über die Schulter schauen, ein anderer lieber dem Chefkoch. Und wieder ein anderer sucht nach „versteckten Wundern”. Die Partner der Genießer-Touren sind sich einig: „Wir möchten dem Gast helfen, diese zu entdecken! Einer der Entwickler der Touren, sagte mal, dass man die schönsten Dinge nur mit dem Herzen sieht. Wir möchten da eine Art Wegweiser sein…” Regionales frisch auf den Tisch Jede gastronomische Einrichtung präsentiert in einem Flyer eine spezielle Entdeckungsreise für Ausflügler und Touristen, es ist ein kleines Genießer-Drehbuch

für die Freizeitgestaltung außerhalb der Stadt. Die Partner der Genießertouren haben sich auf die Fahnen geschrieben, Gäste mit dem Besonderen zu beeindrucken, damit sie auch wiederkommen.

Bei uns kocht keiner sein eigenes Süppchen

Gasthof „Zur Linde” in Wildenbruch E Die kleine Linden-Tour: Rund um den Seddiner See E Die große Linden-Tour: Kultur am Wasser. In Caputh und Ferch Landhaus „Zu Stücken” und Fliederhof Syring in Stücken E Die Landhaus & Fliederhoftour: Von Stücken aus um den Blankensee – das Landleben in den Märkischen Dörfern

Gasthof & Pension „Zum Löwen“ in Löwenbruch E Die Löwenbruch-Tour: Natur und Landkultur in der Nutheniederung Jakobs-Hof in Beelitz E Die Jakobs-Tour: Von Beelitz nach Schäpe. Entdeckungsreise ins Spargelland Die Anbieter der Genießer-Touren mal unter sich. Die Partner der einzelnen Häuser streben ein Miteinander an. Hier kocht keiner – im doppelten Wortsinn – sein eigenes Süppchen. Sie verbünden sich sozusagen für den Gast, bieten dauerhafte Qualität an, auf die Verlass ist.

AKADEMIE

Landlust Körzin E Die Landlust-Tour: Zwischen Körzin und Rieben. An Bächen, Wiesen und Wäldern Hotel „Am Wald“ in Wildenbruch E Die „Am Wald”-Tour: Lebendige Landkultur – kreativ aus Tradition Familie Reuner E Die Zossener Landtour: von Zossen bis zum Museumsdorf Glashütte

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LINDEN

Partner & ihre Touren

Landhaus Haveltreff und SanddornGarten Christine Berger in Petzow E Die Schwielowsee-Tour: Natur und Kultur rund um den Schwielowsee

Eine Initiative die

Sie bringen regionale Produkte auf den Tisch, meist aus eigener Produktion, ökologisch erzeugt und frisch. Mehr Informationen über www.geniessertouren.org

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www.geniessertouren.org

Der Fläming


Gastronomen vor Ort haben die Tipps dafür parat!

geniessertouren.org hat den pro agro Marketing-Preis 2016 gewonnen und den 1. Platz im Land- und Naturtourismus errungen. Der Präsentkorb ist gut gefüllt mit feinsten Naschereien der Fläminger Gastgeber. Flyer (Bilder unten) der Genießertouren sind als nützliches Beiwerk immer dabei. Sie beschreiben den Ausgangspunkt, die empfohlenen Wegverläufe und was man alles auf der Tour entdecken, erleben und genießen kann. Die Flyer gibt es u. a. in Touristinfos, in den „offenen Höfen” und bei den Partnern von geniessertouren.org

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Trebbin • Blankensee Geprägt von den feuchten Niederungen der Flu ̈sse Nuthe und Nieplitz, Wald, Ackerland und kleinen märkischen Dörfern, ist der Naturpark Nuthe-Nieplitz ein absoluter Kontrast zu den nahe gelegenen Großstädten Berlin und Potsdam. Hier finden Besucher Ruhe vom hektischen Alltag, die Möglichkeit, tief durchzuatmen und die Seele baumeln zu lassen. Und das Ganze nur 30 Bahnminuten vom Berliner Hauptbahnhof entfernt. Ausflugstipps aus erster Hand Ein idealer Startpunkt fu ̈r die Erkundung des Großschutzgebietes ist das NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal, das auch als Tourist-Information zertifiziert ist. Die Mitarbeiter des Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz Niederung e.V. bieten wertvolle Tipps zu Ausflugszielen und Unternehmungen in der Region und stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Das NaturParkZentrum bietet auch ein Tagesprogramm fu ̈r die ganze Familie (Fu ̈hrungen auf Anfrage). Im angrenzenden Wildgehege Glauer Tal können große und kleine Entdecker auf Pirsch gehen und Rot-, Dam- und Muffelwild im Freigehege unter naturnahen Bedingungen beobachten. In der Freiluftausstellung „Glauer Felder“ spazieren die Besucher durch den Naturpark en miniatur, vorbei an typischen Lebensräumen wie der Binnendu ̈ne, Gewässern und Weideflächen. Am Wegesrand laden immer wieder Erlebnisstationen zum Informieren und Ausprobieren ein. Wildkräuter schmecken Zuru ̈ck im NaturParkZentrum, lädt die KräuterkateGlau zum Ausruhen und Stärken ein. Auf der Speisekarte stehen hier su ̈ße und deftige Wildkräuter-Leckereien. Betrieben wird die Kräuterkate von den zertifizierten Kräuterpädagoginnen Andrea Mrosko und Nicole David-Ulbrich, die nicht nur fu ̈r das leibliche Wohl sorgen, sondern auch Workshops und Führungen rund um das Thema Wildkräuter anbieten. Ein Stück Naturpark fu ̈r zu Hause gibt es im Regionalladen des NaturParkZentrums. Von der handgemachten Seife aus Tremsdorf ̈ uber Bionudeln aus Glau bis hin zum Honig aus Blankensee bietet der Regionalladen eine bunte Auswahl.

Spannende Beobachtungen und Erlebnisse im Naturpark Nuthe-Nieplitz Vogelzug – ein Grauganspaar landet

Familienausflug ins Vogelparadies Aussichtsturm in Löwendorf Einschränkungen ist der Spielplatz ein Ort zum Klettern, Toben und Schaukeln. Im Sommer bietet der Wasserspielplatz eine Abku ̈hlung fu ̈r die ganze Familie.

Figurentheater beim NaturParkFest

Das NaturParkZentrum lockt auch in den Wintermonaten mit vielen Angeboten, u. a. zünftigen Schlittenfahrten

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„Spielplatz für Alle” Das Besondere an dem „Spielplatz fu ̈r Alle“ ist, dass auch Kinder und Erwachsene mit körperlichen Einschränkungen die Spielgeräte nutzen können. Die ̈ ubergroße Spinne mit Kaleidoskopen kann ebenso wie die Spinnennetz-Wippe von Rollstuhlfahrern ̈ uber ein ebenes Betonplattenmosaik angefahren werden. Menschen mit Seheinschränkungen wird die Orientierung durch farbliche Akzente erleichtert. Aber auch fu ̈r Kinder ohne

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Herausgepickt: Das Vogelparadies Nuthe-Nieplitz-Niederung E Das Natur- und Vogelschutzgebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung ist das Herzstu ̈ck im Norden des Naturparks und ein bedeutendes Rast- und Brutgebiet fu ̈r zahlreiche Vogelarten. Die Beobachtungstürme in Stangenhagen und an den Ungeheuerwiesen ermöglichen einen einzigartigen Blick auf die heimische Vogelwelt. Die Schlafplatzsuche der Gänse und eine Vielzahl Wasservögel können besonders gut von den Beobachtungsstegen am Blankensee und Riebener See beobachtet werden. Einen ausfu ̈hrlichen Flyer mit Beobachtungstipps und vielem mehr erhalten Sie im NaturParkZentrum oder auf der Website www.naturparknuthe-nieplitz.de Das besondere Ambiente: Grillhütte E Die Grillhütte direkt am NaturParkZentrum bietet einen optimalen Ort, um den Familienausflug ungestört ausklin-

Der Fläming


Ausflugstipp Altmark gen zu lassen. Sie bietet Sitzmöglichkeiten fu ̈r bis zu 40 Personen und der integrierte Grill sorgt fu ̈r ein einzigartiges Erlebnis (Buchungsanfragen über das NaturParkZentrum). Wandertipp: Durch die neue Wildnis E Der im su ̈dlichen Teil des Naturparks liegende Truppenu ̈bungsplatz bei Jüterbog wurde 1999 als Naturschutzgebiet „Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg“ ausgewiesen. Die Flächen sind im Besitz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, die dort Naturschutz und Wildnisentwicklung fördern. Über ein 30 km langes

Netz von Verbindungs- und Rundwanderwegen kann die Schönheit und Vielfalt dieser einzigartigen Landschaft erlebt werden. Entlang der entmunitionierten und markierten Wege geben Infotafeln Erläuterungen zur Tier- und Pflanzenwelt sowie zu historischen Besonderheiten des Gebietes. Aussichtspunkte und Rastplätze laden zum Verweilen ein. Termine 2016 : E 25. September: NaturParkFest. Der Naturpark Nuthe-Nieplitz stellt sich vor – mit Regionalmarkt und vielfältigem Mitmachangebot! E 8. und 16. Oktober: geführte Brunftwanderung im Wildgehege Glauer Tal E 17. Dezember: Wilde Weihnachten – Weihnachtliche Aktionen im NaturParkZentrum fu ̈r die ganze Familie mit Fackelwanderung ins winterliche Wildgehege Glauer Tal.

NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. Glauer Tal 1, 14959 Trebbin OT Blankensee G/2 Tel. +49 33731 700460 mail@besucherzentrum-glau.de www.naturpark-nuthe-nieplitz.de Das NaturParkZentrum sowie die Glauer Felder sind barrierefrei erlebbar. Anreise mit dem ÖPNV: RE3 bis Trebbin, weiter mit Bus 751 (Mo.–Fr.) oder ab Trebbin mit dem Fahrrad (8 km)

Naturwunder vor der Haustür

Journalist Andreas Müller und Biologe Wolfgang Lippert spüren spannende Geschichten auf Nördlich von Ziesar (D/2) (D/2), von Bücknitz oder Wenzlow aus, kann man herrlich in die weiten Ebenen des Fiener Bruchs blicken. Es ist ein Refugium für seltene Vögel und Urlauber. Grünland, Gräben und Gehölze prägen das Fiener Bruch, das sich vom Jerichower Land (Sachsen-Anhalt) bis in den Landkreis Potsdam-Mittelmark erstreckt. Preußenkönig Friedrich II. hat den einstigen Sumpfwald Ende des 18. Jahrhunderts urbar machen lassen. Bis zu vier Meter breite Wasserläufe durchqueren das Gebiet zwischen Genthin und Ziesar. Allein Weiden und Erlen oder Schilf und letzte Kiefernwaldreste sorgen für ein wenig Abwechslung in der flachen Landschaft. Und doch: Der „Fiener“ hat es in sich. In dem weitläufigen Feuchtgebiet leben extrem seltene Steppenvögel, die schwerer sind als alle anderen flugfähigen Tiere der Erde. Mit einem Gewicht bis 17 Kilogramm werden die Hähne der Großtrappen gern als „Jumbo der Lüfte“ bezeichnet. Behäbige Flieger Bevor so ein Schwergewicht abhebt, ist ein imposanter Start erforderlich. Nicht weniger spektakulär, wenn die Giganten zur Landung niedergehen oder

wenn sie sich zur Balz zu einem einzigen Federball aufplustern. 1997 wurde die Bruch-Landschaft zum Naturschutzgebiet erklärt, um dem „märkischen Strauß“ das Überleben zu sichern. Der Ausgang ist ungewiss. Bedeutung hat das Fiener Bruch auch als eines der bedeutendsten Brutgebiete des Großen Brachvogels. Während des Vogelzugs bekommen die Wiesenbrüter scharenweise Besuch von Kiebitzen und Goldregenpfeifern oder zehntausenden Wildgänsen. Diese einzigartige Natur sollte man am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden (www.grosstrappe.de) Tiergeschichten aufspüren Der Biologe Wolfgang Lippert – er war einst Mitarbeiter im Berliner Tierpark bei Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Dathe – streift seit mehr als 50 Jahren mit Fernglas, Notizbuch und Fotoapparat durch die Natur, hilft uns, kleine Dinge nicht zu übersehen. Seine Berichte über heldenhafte Eichen und glückliche Biber, über bedrohte Kiebitze und bequeme Füchse sind in einem Buch vereint – informativ, nachdenklich, spannend. Amüsant werden aus Lipperts Erlebnissen faszinierende Geschichten wie „Gössel plaudern schon im Ei”, „Eine Schwalbe macht

noch keinen Sommer”, „Im Schnee bewährt sich die Familie”, „Mann mit Eigenheim sucht Partnerin”… Geschichten, die den Leser mitnehmen, „Wunder der Natur zu beobachten, ohne Flugreisen buchen zu müssen”, wie die Altmark-Zeitung in einer Rezension schrieb. Die Geschichten halten auch, was sie verheißen. Tiere und Pflanzen sind Hauptdarsteller. Aber sie verraten auch viel darüber, wie Landwirte, Jäger, Verkehrsplaner und selbst Generäle mit der Natur umgegangen sind und umgehen. Wer sich für die Natur und die Heimat interessiert, wird auf seine Kosten kommen. Es wimmelt nur so von interessanten Geschöpfen. Der pensionierte Biologe bringt sie uns näher. Schade, dass Wolfgang Lippert kein Promi ist, der das Buch mal in einer Talk-Show vorstellen darf – wer es nämlich gelesen hat, bewahrt es wie einen Schatz auf, schenkt es Freunden. Das Buch „Warum der Fuchs die Altmark mag” können Sie bestellen per Tel.: +49 3375 277960, per Mail: info@ferienmagazin.de oder über www.ferienmagazin.de. Preis: 12,80 Euro zzgl. 1,60 Euro für Versand.

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Beelitzer Nuthe-Nieplitz-Niederung

Dort, wo der Fläming sich mit dem Jerichower Land vermischt und Freilandzoologe Wolfgang Lippert an die Altmark grenzt, sind wir vom Ferienmagazin seit vielen Jahren unterwegs. Andreas Müller, Hörfunk-Reporter beim mdr, ist auch Autor der Geschichten in unseren Ferienmagazinen „Jerichower Land” und „Die Altmark”. Oft trifft er auf seinen Recherchen den Biologen Wolfgang Lippert, der dort Tiere beobachtet, ihre Bestände erfasst und deren Lebensräume kartografiert. Der Journalist hat die Geschichten Wolfgang Lipperts aufbereitet und für ein Buch ausgewählt, das schon in 2. Auflage erschienen ist. „Warum der Fuchs die Altmark mag” ist ein faszinierendes Buch über die Landschaft und ihre ungewöhnlichen Tiere.


Großbeeren

Auf zum Gefecht! Historische Truppen stellen Kämpfe gegen Napoleon nach Truppen nehmen mustergültig Aufstellung. Stramme Kerle in historischen Uniformen reinigen Kanonenrohre. Dann befüllen sie das Kriegsgerät mit einer Pulverladung. Alles geht zack, zack. Auch an einer anderen Frontlinie schaut der Feind schon in die Gewehrläufe einer Großbeerener Garde. Natürlich ist das alljährliche Spektakel zwischen preußischen Truppen und Napoleons „Armée de Berlin“ nur eine Inszenierung. Doch bloße Fantasie ist die nachgestellte Schlacht bei Großbeeren vor über 200 Jahren Gefechtsdarstellung keineswegs. „Es handelt sich hier um präzise nachempfundene Weltge- leons „Armée de Berlin“. „Daschichte. Den Szenen lie- durch wurde ein erneutes Vorgen teils echte Befehle dringen des französischen Kaivon 1813 zugrunde“, be- sers nach Berlin verhindert“, ertont Regina Clausnit- klärt Regina Clausnitzer. Dabei zer vom örtlichen goss es an jenem Tag in Strömen. Die Steinschlossgewehre beider Tourismusbüro. Jedes Jahr lo- Seiten gaben daher keinen Mucks cken die Vorfüh- von sich, die Kanonen schon. Im Nahrungen im Som- kampf waren die Truppen um General mer Tausende Be- Friedrich Wilhelm von Bülow schließlich sucher an. Genau überlegen. am 23. August besiegten preußische Mehl erzeugt die Staubwolken Truppen und ihre Wenn im kommenden August wieder Verbündeten im Lunten die Pulverladungen zünden, Jahre 1813 bei rumst es gewaltig. Das Kanonenfeuer ist Großbeeren Napo- ohrenbetäubend. Selbstverständlich wer-

Kranzniederlegung am Obelisk

Bülow-Pyramide mit Inschrift des Generals von Bülow: „Unsere Knochen sollen vor Berlin bleichen, nicht rückwärts".

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den diese Schüsse nur imitiert. Dazu befüllen die Aktiven der „6pfündigen Fußbatterie Nr.16 der preußischen Artilleriebrigade 1813 (von Spreuth) e.V.“ Kartuschen mit Schwarzpulver und Mehl. Das Schwarzpulver erzeugt die Explosion, das Mehl eine gewaltige Staubwolke. „Acht Mann waren einst nötig, um eine einzige Kanone zu bedienen“, sagt Uwe Kober, Ehrenvorsitzender der „Fußbatterie Nr. 16“. Der Märker erkundet nicht nur frühere Schlachtfelder, sondern baut auch voll funktionstüchtige Kanonen nach originalen Skizzen. Gedenkturm mit toller Aussicht Doch nicht nur zum traditionellen Siegesfest im August wird diese Historie lebendig. Das ganze Jahr über können sich Besucher in Großbeeren auf die Spuren der bedeutenden Napoleon-Schlacht begeben. Beispielweise bei einem Besuch des Gedenkturms, der 1913 zum 100. Jahrestag der Kämpfe eingeweiht wurde. Im Sockelbereich befindet sich ein kleines Museum. Über 137 Stufen gelangen Gäste auf die Aussichtsplattform. Interessant sind Führungen, die Ortschronistin Regina Clausnitzer hier anbietet. Auch Schinkelkirche, Obelisk, Bülow-Pyramide und der Colberger Gedenkstein erinnern an die historischen Ereignisse. Sportliche Vielfalt Doch Großbeeren hat natürlich mehr zu bieten als Gefechte und Gedenken. Trumpf Nummer Eins ist die Vielfalt im Ort und in der Umgebung. Sportlich

geht’s hier zu: Tennis, Hockey und Reiten sind angesagt, dazu Golf auf der Golf-Range Neubeeren. Wagemutige kommen auch auf der Wasserski- und Wakeboard-Seilbahnanlage auf ihre Kosten mit angrenzendem Naturbadeteich (s. S. 35). Radler schätzen das straßenbegleitende Radwegenetz in die Ortsteile Kleinbeeren, Diedersdorf und Heinersdorf. Die Strecke nach Diedersdorf führt weiter nach Blankenfelde, die nach Heinersdorf sogar bis nach Berlin. Zu den ausgewiesenen Rad- und Wanderwegen zählen u. a. die „Storchenroute“ (über Großbeeren und Diedersdorf), der „HavelDahme-Weg“ (u. a. über Neubeeren) sowie der „Berliner Mauerweg“. Viele Pedalritter wählen den Abstecher zum Schloss Diedersdorf mit dem größten Biergarten Brandenburgs, seinem weitläufigen Areal mit schönen Spazierwegen, Schlossbäckerei und Restaurants. Noch einmal zu den nachgestellten Kämpfen: Die Hobby-Artilleristen machen bei ihren Auftritten zwar immer Geschichte lebendig. Doch einmal erlaubten sich die Laien-Darsteller, die sonst auf Ernsthaftigkeit und Detailtreue setzen, einen Spaß: 1992 marschierte die Truppe unter dem Beifall von Passanten vor der Neuen Wache in Berlin Unter den Linden auf und paradierte… Tipps und Termine 2016: E 26. bis 28. August: 203. „Siegesfest“ – u. a. mit historischem Biwak und Gefechts-Darstellung E Privatmuseum „Preußische Traditionen“ (Voranmeldung, Tel. +49 33701 700) E Denkmalpfad Technikdenkmal „Rieselfeld Großbeeren“ E Heimatstube Diedersdorf mit Museumsscheune E Reitsport in der Pferdesportanlage Neubeeren E Wer länger bleiben möchte: Ho tels, Pensionen, Ferienzimmer bieten rund 400 Betten

Tourismusbüro Großbeeren Am Rathaus 2, 14979 Großbeeren H/1 Tel. +49 33701 3288-61, Fax. 3288-77 tourismusbuero@grossbeeren.de www.grossbeeren.de

Der Fläming


Großbeeren

Beliebt nicht nur bei Familien ist Großbeerens idyllischer und biologisch geklärter Naturbadeteich

Adrenalin-Kick für jedermann In Großbeeren übers Wasser zu gleiten, ist auch für Ungeübte ein Vergnügen turfreibad gleich gegenüber. Das glaskla- anlage nebenan. Einige Gäste kurven re Wasser lockt in der warmen Jahreszeit zwei Stündchen übers Wasser, andere zum Sprung ins kühle Nass. Auf der großen Wiese kann man faulenzen, toben oder Volleyball spielen. Die Atmosphäre ist ausgesprochen relaxt. Doch nochmal zurück zur Wasserski-

bleiben den ganzen Tag. „Wer einmal damit anfängt, kann nur schwer wieder aufhören“, schmunzelt Karl-Heinz Kabisch. Der Berliner weiß, wovon er spricht. Schon als Student ging er auf dem Wannsee seinem liebsten Hobby nach. „Es ist einfach ein tolles Feeling, bei dem aller Alltagsstress abfällt.“ Da können wir vom Ferienmagazin nur zustimmen. Ob entspannt oder rasant: Wakeboarden oder Wasserskifahren in Großbeeren verspricht echte AdrenalinKicks! Tipps: E Imbiss, Café, Biergarten mit Blick auf die Anlage E Geöffnet April bis Oktober (je nach Wetter bis November) E Veranstaltungen, Familienfeiern, Events wie Konzerte und Disko E Beliebt als Ausflug für Schulklassen E Diverse Kurse für Einsteiger, eigener Shop

Blick vom Bungeekran auf die Wassersportanlage. Vorn der Einstieg in den Badesee

Herzlich willkommen In unserem familiär geführten Haus bieten wir Ihnen nicht nur gemütliche Zimmer samt Frühstück zu moderaten Preisen, Sie dürfen sich bei uns auch wie zu Hause fühlen. Dafür sorgt unser junges, motiviertes Team, für das Freundlichkeit und Servicebereitschaft nicht nur eine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine Herzensangelegenheit. Egal ob Sie zum Rad fahren, für einen Wellness-Urlaub oder beruflich in den Fläming kommen, unser Hotel bietet den

idealen Ausgangspunkt für Ihre Aktivitäten rund um Großbeeren, Potsdam und Berlin. Aktuelle Angebote dazu finden Sie auf unserer Webseite. Die verkehrsgünstige Lage direkt an der B101a bietet eine sehr gute Verbindung vom Hotel zur Autobahn A10, zur Messe Berlin und zum Flughafen. Vom Bahnhof Großbeeren sind Sie in 20 Minuten am Potsdamer Platz in Berlin.

Wakeboard- und Wasserski-Anlage Großbeeren Bahnhofstr. 49, 14979 Großbeeren H/1 Tel. +49 33701 90873, Fax 90874 www.wassersport-grossbeeren.de kabisch@wassersport-grossbeeren.de

Tipps: E 50 Zimmer mit 3-Sterne-Standard E Hauseigenes Restaurant mit Biergarten E Auszeichnung „Brandenburger Gastlichkeit 2015/2016 E Raucherbar E Saal „General von Bülow“ für Seminare, Feierlichkeiten und Reisegruppen KomfortHotel Grossbeeren An der B101 Südhotel Betriebs GmbH Stadt-Gut-Hotel Berliner Straße 121, 14979 Grossbeeren Tel. +49 33701 700, Fax 57604 info@komforthotel-grossbeeren.de www.komforthotel-grossbeeren.de

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Manche lassen sich lässig von der Seilwinde ziehen. Andere suchen den besonderen Kick, fahren Slalom oder wagen wilde Rampensprünge. Die Wakeboard- und Wasserski-Anlage Großbeeren zählt zu den spektakulärsten bundesweit. Hier können Gäste gemütlich ihre Runden drehen oder die hohe Kunst des Wakeboardens zelebrieren. „Ein Super-Sportler muss man hier nicht unbedingt sein“, lacht Geschäftsführer Karl-Heinz Kabisch. Zumindest dann nicht, wenn man sich für die normale 90-Sekunden-Runde ohne Hindernisse entscheidet. Nach oben gibt es bei den Schwierigkeitsgraden dagegen keine Grenzen: von gewagten Tricks bis hin zu Sprüngen, die fast Stunts ähneln. Die Anlage gibt das alles her. In Großbeeren wurden schon Deutsche und sogar Europa-Meisterschaften ausgetragen. 3.000 Zuschauer sorgen dann für Stimmung in der Bude. Bei unserem Besuch geht es gemächlicher zu. Immer ganz auf locker. Das Umlaufseil zieht Akteure über eine 800Meter-Wasser-Runde. Angetrieben von einem leisen Elektromotor. Zehn Personen können gleichzeitig unterwegs sein. Pärchen bzw. Vater-Mutter-Kind machen sich oft einen Jux daraus, direkt hintereinander zu fahren. In der Regel kommt man auf Tempo 30. „Es ginge auch schneller, aber das macht keinen Sinn“, erklärt Karl-Heinz Kabisch. Der Großbeerener Wasser-Parcours ist einer der wenigen in Europa, der eigens nach der Seilbahn-Route errichtet wurde. Eine Insel in der Mitte des künstlich angelegten Gewässers bricht Wellen, so dass Gäste immer sanft dahingleiten. Besucher kommen mittlerweile aus ganz Deutschland. Sogar Japaner und Spanier waren schon da. Die jüngsten Freaks sind Teenies, die Ältesten an die 80 Jahre alt! Ein Plus der Anlage ist das schöne Na-


Ausflugstipp – Königs Wusterhausen

Bahnhofs-Moderne trifft 50er Jahre – das ist das Credo des neuen „Bus-Stop“ gleich hinterm Gleis an der Storkower Straße. An der Snack-Bar gibt’s nicht nur Hot-Dog-Klassiker, amerikanische Donuts und Muffins, sondern handgemachtes „Florida“-Eis. Hocker, Tresen und Accessoires erinnern an Bistros und US-Dielen aus alten Tagen. Bedient werden Gäste u. a. von Anne, die perfekt hierher passt. Zweimal war sie schon selbst in Übersee. Die herzerfrischende Märkerin hat eine Menge US-Feeling mit übern großen Teich gebracht. Über so viel Freundlichkeit ist mancher hierzulande erst mal baff. Übrigens: Der Kaffee kommt aus einer originalen „Rocket“-Kaffeemaschine und ist definitiv einer der besten in Brandenburg. Schauen Sie doch demnächst mal rein. Es lohnt sich wirklich. Anne freut sich auf Ihren Besuch! Open: Mo.-Fr. 6-20 Uhr!

Tel. +49 3375 211055 www.busstop-diner.com Tipp: E Besuchen Sie die HarleyStation gleich vis-à-vis! Sie ist in Brandenburg nicht nur Branchenprimus, sondern der einzige Anbieter von Motorrädern des amerikanischen Mutterkonzerns HarleyDavidson.

Der Traum von Freiheit… …kann in KW wahr werden – bei einer Ausfahrt mit Janine oder einer Wochenend-Harley-Tour rg 1 in Brandenbu r. N n o ti ta -S y e Die Harl alles Originale – e ll e d o -M n so e Harley-David ” lassen 40 verschieden en „kutschieren e ll A e ch is rk ä Trike durch M Sich auf einem

t, e Ausfahrt gerüste Das Trike ist für ein .) (o n… Gast kann aufsitze d Frau Janett (u.) un l ha nt se Ro rk Di

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der

Besucher lieben diesen typischen Factory-Style im 50er-JahreLook, den Hauch Amerika, den der Vertragshändler-Standort am Bahnhof in Königs Wusterhausen versprüht. Sie schauen, schnuppern, probieren… „Beliebt ist der Verleih übers Wochenende“, erklärt Dirk Rosenthal, Inhaber der Harley-Station. Gäste starten mit den Maschinen besonders gern Richtung Seenland und Spreewald. Und wer sich nicht selber traut? Mitarbeiterin Janine „kutschiert”

hier in KW hat sich herumgesprochen. Nicht nur aus Brandenburg und Berlin, sondern aus ganz Deutschland kommen Harley-Fans, wenn sie sich endlich ihren Traum erfüllen wollen und ihre Harley kaufen.

auf Wunsch jeden Gast, der mal ein, zwei Stunden das Gefühl einer Harleyfahrt erleben möchte, auf einem Trike. So bringen der Chef und sein Team echtes Harley-Feeling nach Brandenburg. „Den amerikanischen Traum auf der märkischen Allee” – erklärt er schmunzelnd die Firmenphilosophie. „Eigentlich verkaufen wir ein Lebensgefühl. Die Harley-Davidson gibt es gratis dazu.“ Die außergewöhnliche Kompetenz und Freundlichkeit der Harley-Truppe

Tipps: E Trike-Ausfahrten mit Janine Die dreirädrigen Harleys ermöglichen Neueinsteigern eine sichere Tour E Verleih übers Wochenende – auf Wunsch mit Hol- und Bringservice E Tuning, Spezialaufbauten, alle HarleyReparaturen E Gutscheine für HarleyTouren E Sicherheitstraining mit Fahrschulen E Café-Restaurant „Mr. Burns“ E Besonderes Flair in der Harley-Station erleben – mit Blick auf die Bahnhofsgleise: Fernzüge & S-Bahnen fahren immerzu. Güterwaggons rangieren. Harley-Station Storkower Straße 36 / Güterbahnhof 15711 Königs Wusterhausen C/7 Tel. +49 3375 211055 info@harley-station.de www.harley-station.de

Königs Wusterhausen


Königs Wusterhausen

Unser Mann im Bahnhof KW

In Königs Räder-Reich

Er ist Eisenbahner mit Leib und Seele. Und das bereits in der dritten Generation. Wie seine Großeltern, Eltern und auch die Ehefrau. Der in Berlin-Friedrichshain Geborene begann einst bei der Deutschen Reichsbahn als Wartungsmechaniker, später wurde er Reise-

Von Sportrad bis E-Bike: Sebastian Königs beeindruckende Velo-Welt Navis und Rucksäcke, Helme und Knieschützer, Trekking- und Crossbikes: In dieser beeindruckenden Velo-Welt werden wir sicher finden, was wir suchen: Ein neuer Drahtesel soll es diesmal sein – Zubehör inklusive. Im Geschäft von „Fahrrad-König“ fühlen wir uns gleich gut aufgehoben – wie in einem Räder-Meer. In puncto Fahrrad scheint es hier nichts zu geben, was es nicht gibt. Damen-, Herren und Kinderräder aller Größen, dazu superleichte Carbon-Rennräder. Vom Sportass bis zum „Sonntagsfahrer“ dürfte hier jeder fündig werden. Mit Elektro-Rad bis zur Ostsee Doch der Verkauf ist das eine. Top-Werkstatt, 1-A-Beratung und Verleih eine ganz andere Sache. Auch hier ist man im Räder-Reich an der Cottbuser Straße goldrichtig. In der Werkstatt mit fünf Montageplätzen geht es immer ruckizucki. Reparaturen erledigen die Mechaniker meist binnen 24 Stunden. Mitten im Biker-Paradies entdecken wir Chef Sebastian König (im Bild oben). Gerade erklärt er Urlaubern aus Thüringen ein E-Bike. Mal eben fix in den Spreewald oder an den idyllischen Köthener See radeln? Kein Problem. Die 250-WattFlitzer lassen Distanzen schrumpfen. „EBikes haben nichts mit Rentner-Rädern zu tun. Man schafft einfach größere Strecken“, so „Fahrrad-König“ Sebastian. Ein Kunde fuhr mit Motor-Unterstützung sogar schon mal bis zur Ostsee. Zu bedienen sind die Elektro-Räder übrigens kinderleicht. Bei einer Tour Richtung Scharmützelsee haben wir es selbst schon getestet. Bereits seit zwei Jahren sorgt eine ganz besondere Offerte des Hauses für Aufsehen: Das „Popo-Meter” Dabei handelt es sich um keinen Werbegag, sondern um ein Messgerät zur ganzheitlichen Kundenbetreuung. Per Gesäßabdruck auf einem Wellpappe-

Bernd Melsa in seiner Fahrkartenagentur im Bahnhof Königs Wusterhausen

türlich von eigenen Ausflügen mit der Familie. Entsprechende Tipps hat er immer parat. Da wäre etwa das DahmeSeenland mit seinen rund 70 Seen: „Wir schätzen beispielsweise den Motzener See.“ Zu Sebastian Königs Empfehlungen gehören aber auch Dahme- und Hofjagdweg. Und wie sieht das ideale Rad-Reisewetter des Chefs aus? „Für mich wären es lockere Bewölkung, plus 22 Grad und leichter Rückenwind.“ Streifen ermitteln Mitarbeiter die optimale Sattelbreite. Die ausgewählten Sättel passen sich der natürlichen Tretbewegung an. Das schont nicht nur den Allerwertesten, sondern ist auch ausgesprochen rückenfreundlich. Auch dank des „Popo-Meters“ ist der Kunde hier wirklich König. Kein Wunder, dass Sebastian König mittlerweile sogar internationales Publikum begrüßt. Beispielsweise im Vorjahr, als sich ein Schweizer Ehepaar für fünf Wochen Räder lieh. „Die Eidgenossen lagen mit ihrem Wohnschiff am Teupitzer See und erkundeten die Gegend.“ Zur Stammkundschaft zählt aber auch ein Erzgebirgler, der sein Velo jedes Jahr in Königs Wusterhausen checken lässt. Auf Wunsch bringt Sebastian König Leihräder übrigens auch zu Hotels und Pensionen. An einigen Unterkünften bzw. touristischen Dreh- und Angelpunkten stehen seine Velos schon, u. a. am Tropical Islands. Viele schöne Touren kennt der radelnde Geschäftsmann na-

Königs Service: E Beratung und Probefahren E Verleih, Hol- und Lieferservice E Reparaturen im 24-h-Service E kompletter Aufbau von Rädern E Rennräder aus superleichtem Carbon E individuelle Anpassung

Fahrrad-König GmbH Cottbuser Straße 45a A/7 15711 Königs Wusterhausen Tel. +49 3375 295818, Fax 295820 info@fahrrad-koenig.de www.fahrrad-koenig.de Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-18.30 Uhr, Sa. 9-13 Uhr

berater, dann kam er als Aushilfe nach Königs Wusterhausen und sagte noch aus Spaß: „Das wird mal meins.“ Seit 2005 ist es seins – als Reiseberater, Fahrkartenverkäufer und „Büromensch“ in einer Person: Bernd Melsa ist Chef der Fahrkartenagentur im Bahnhof Königs Wusterhausen. Bei ihm und seinen Mitarbeitern gehen nicht nur Monatskarten und ABC-Tickets über den Schaltertisch, sondern auch Fahrkarten nach halb Europa. Er kennt sich nicht nur in der Welt der Expresszüge und ICEs bestens aus. Er spricht oft selbst im D-Zug-Tempo. Zur Freude der eiligen Kundschaft – bei Bernd Melsa geht’s zack, zack. Was nicht heißt, dass gute Beratung zu kurz kommt: „Die günstigsten Verbindungen raussuchen und immer freundlich sein, das ist bei uns das A und O!“ Der Familienvater, seit 10 Jahren auch Opa, empfiehlt Touren und Tickets, die sich bei ihm selbst bewährten. Die Arbeit ist schon stressig, doch bereut hat es der Berlin-Brandenburg-Pendler, dessen Wecker werktags 3.30 Uhr klingelt, nie: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Was Besseres kann ich mir nicht vorstellen.“ Auch wir vom Ferienmagazin möchten uns bei Bern Melsa bedanken. Denn nicht nur Reisetipps und guten Rat beim Fahrkartenkauf hält er parat, sondern auch all unsere Ferienmagazine. Er meint: „Ich finde die Hefte sehr gelungen. Von der Aufmachung her und wegen der guten Anregungen, die sie vermitteln. Die Ferienmagazine sind etwas, was sehr gut läuft“ In seiner Filiale Bernau hätten sie ebenso eine begeisterte Leserschaft gefunden. FahrKartenAgentur Bernd Melsa, Bahnhofsvorplatz 5 15711 Königs Wusterhausen I/1 Tel. +49 3375 211255, Fax 211360 www.db-fahrkartenagentur.de

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Fotos (10): Fred Hasselmann

Stadt Zossen

Das Fest der Vereine im Stadtpark ist einer der Veranstaltungshöhepunkte der Stadt Zossen

Buntes Veranstaltungs-Abc In Zossen wird nicht nur feste gearbeitet, sondern auch feste gefeiert meister Arthur Abraham ein besonderes Zugpferd gewonnen werden konnte, soll es am 29. Mai eine zweite Auflage des Events geben.

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In Zossen, der kleinen märkischen Stadt zwischen Hauptstadtflair und Spreewaldidylle, wächst seit Jahren peu à peu nicht nur die Zahl der Einwohner – inzwischen sind es fast 18.300 –, sondern auch das Veranstaltungs-Abc mit der Liste der kleinen und größeren Feste. Von A wie Adventsmarkt bis Z wie Zossener Weinfest locken zahlreiche Veranstaltungen die Besucher in die Stadt Zossen und in ihre zehn Ortsteile. Die Palette reicht weiter von Knutfesten und Osterfeuern über traditionelle Veranstaltungen der drei Zossener Karnevalsvereine aus Dabendorf, Schöneiche und Kallinchen bis hin zu den stimmungsvollen Dorf-, Sommer- und Strandfesten in der wärmeren Jahreszeit. In Nächst Neuendorf zum Beispiel steht das diesjährige Dorffest im Sommer ganz im Zeichen der 475-JahrFeier des Ortes. Eigentlich ist zu jeder Jahreszeit etwas los zwischen Schünow und Lindenbrück, Horstfelde und Wünsdorf. Da schlägt es gleich zwei Mal 13! Zum Fest der Vereine am 14. Mai erwartet der Stadtpark zum 13. Mal Dutzende Vereine der Stadt, die sich tausenden Besuchern auf der Festwiese zwischen Nottekanal und Burgruine präsentieren. Neben dem immer wieder beeindruckenden Höhenfeuerwerk zum Ab-

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Ein Fest zum Genießen 12 Jahre alt wird das Zossener Weinfest. Wie immer am ersten Septemberwochenende verwandelt sich dann die Innenstadt zu einer bunten Bummelmeile, auf der ein großes Festzelt, zahlreiche gemütliche Höfe und das aus mehreren Ständen bestehende Weinseparee zwischen Dreifaltigkeitskirche und Stadtbibliothek zum Verweilen einladen. Besucher werden nicht zuletzt fasziniert sein

Originelle Vehikel auf der Notte und Entenrennen gehören traditionell zum Fest der Vereine

schluss des Festtages sind es vor allem das bis zum Ziel spannende „Rennen“ knallgelber Plastikenten und das Kräftemessen ungewöhnlicher Wasservehikel, die sich zum Gaudi der Zuschauer zu einem beliebten Zuschauermagneten gemausert haben. Die zweite 13 wird auf den Plakaten zum Weihnachtsmarkt am 3. und 4.

Dezember vor dem Zossener Rathaus zu entdecken sein, denn auch der kleine, aber feine Markt wird in diesem Jahr bereits zum 13. Mal aufgebaut. Abergläubisch ob der Zahl, die nicht jedem geheuer scheinen mag, sind die Veranstalter indes nicht. Im Gegenteil. Angesichts der großen Resonanz im Vorjahr ist man bestens für die kommenden Höhepunkte motiviert. Gleiches gilt auch für die Organisatoren anderer Veranstaltungen, wie zum Beispiel des großen Kinderfestes auf dem Zossener Marktplatz. Ob der gelungenen Premiere im Vorjahr, als nicht zuletzt mit Boxwelt-

Der Fläming


Stadt Zossen

Lasershow beim Weinfest

Dorffest in Schöneiche

von der beeindruckenden Laser- und Grafikshow, die am 3. September den Zossener Nachthimmel erleuchten wird.

haus in Zossen zum 39. Silvesterlauf nach Ludwigsfelde. * Wie gesagt, die Aufzählung ist längst nicht komplett. Natürlich gibt’s im Juni in Dabendorf wieder ein Schützen- und Rosenfest und in Lindenbrück das Lindenblütenfest. In Kallinchen das Sommerfest im Juli mit einer Neuauflage des stimmungsvollen Bootskorsos auf dem Motzener See sowie das Baumfest im September. Nach zwei Oktoberfesten in Horstfelde und Schünow ist es dann schon wieder soweit: 11.11., 11.11 Uhr. Die Karnevalisten der Stadt werden vor den Augen des närrischen Volkes das Zossener Rathaus erstürmen, den goldenen Schlüssel und damit die Macht – wenn auch nur zeitweilig – übernehmen.

Mitmachen und zuschauen Im aktuellen Sportkalender haben Läufer längst den 4. Juni angekreuzt, an dem in Kallinchen wieder der Startschuss zum MotzenSeeLauf fällt. Bereits am 21. Mai treffen sich dort Extremsportler zur Krass-Fit-Challenge, einem Spektakel der besonderen Art. Triathleten sollten sich indes den 28. August vormerken, wenn in Kallinchen der nicht weniger beeindruckende Triathlon stattfindet. Und selbst am letzten Tag des Jahres gibt es kein Ausruhen für die Aktiven. Am 31. Dezember versammeln sich die Läufer wieder vor dem Rat-

Hexenfest in Kallinchen

Närrisches Treiben der Karnevalisten

Idyllische Höfe öffnen beim Zossener Weinfest (links); anheimelnder Weihnachtsmarkt in Zossen (rechts)

Weitere Tipps: Museen E Schulmuseum Kirchplatz 7, Zossen Tel. +49 3377 334346 oder 2029414 (Do. 10-12 Uhr, Sa. 10-12 Uhr) E Garnisonsmuseum Gutenbergstr. 9, Zossen OT Wünsdorf Tel. +49 33702 65451 oder 9600 (April bis Oktober Mo.-So. 10-17 Uhr) www.garnisonsmuseum.de E Museum des Teltow Schulstraße 15, Zossen OT Wünsdorf Tel. +49 33702 66900 (Sa./So. 13-16 Uhr oder nach Vereinb.) www.museum.teltow-flaeming.de E Privates Radio- & TV-Museum An der Bahn 1, Zossen OT Dabendorf Tel. +49 3377 393781 (nach tel. Vereinb.) E Heimatmuseum Weinberge 15, Zossen Tel. +49 3377 300576 (Mi. 15-18, Sa. 14-17 Uhr, ab 1. Dez. bis 15. März nur Mi. von 15-18 Uhr und nach Vereinb.), www.Heimatverein-Zossen.de Veranstaltungen 2016 (Auswahl): A wie Adventsmarkt in Wünsdorf (26. November) B wie Baumfest in Kallinchen (10. September) C wie Challenge in Kallinchen (21./22. Mai) D wie Dorffeste in Schünow (4. Juni), Nunsdorf (2. Juli), Schöneiche (9. Juli), Glienick (16. Juli) E wie Entenrennen in Zossen (14. Mai) F wie Fest der Vereine in Zossen (14. Mai) G wie Gesundheitswoche in Zossen (5.-10. September) H wie Herbstfest in Nunsdorf (17. September) J wie Jubiläum in Nächst Neuendorf (25. Juni) K wie Karneval in Zossen (11. November) L wie Lindenblütenfest in Lindenbrück (25. Juni) M wie MotzenSeeLauf (4. Juni) N wie Neuhofer Osterfeuer O wie Oktoberfest in Horstfelde (30. September) und Schöneiche (8. Oktober) P wie Partys R wie Rosenfest in Dabendorf (18. Juni) S wie Silvesterlauf in Zossen (31. Dezember) T wie Triathlon in Kallinchen (28. August) W wie Weihnachtsmarkt in Zossen (3./4. Dezember) und Kallinchen (4. Dezember) Z wie Zossener Weinfest (2. bis 4. September) Änderungen vorbehalten!

So erreichen Sie Zossen mit Auto… Berlin-Alexanderplatz – B 96 = 38 km Ludwigsfelde – L 79 – B 246 = 18 km Königs Wusterhausen – L 30 – L 75 – B 246 = 20 km Baruth/Mark – B 96 = 20 km … und mit der Bahn: RE 5: Berlin-Hauptbahnhof - Bahnhof Zossen = 48 Minuten RE 5: Baruth/Mark - Bahnhof Zossen = 20 Minuten RE 7: Berlin-Schönefeld – Bahnhof Zossen = 23 Minuten Darüber hinaus gibt es mehrere Busverbindungen in die Region.

Stadtinformation Stadtverwaltung Zossen Marktplatz 20 15806 Zossen H/2 Tel. +49 3377 3040-0 Fax +49 3377 3040-762 Service@SVZossen.Brandenburg.de www.zossen.de

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Kallinchen

Kallinchen – natürlich schön Die Perle am Motzener See ist ein Paradies für Wasserratten und Campingfreunde Der Strand am Camping- und Caravanplatz am Motzener See Der Motzener See liegt nah dran an der Hauptstadt, nur eine knappe Autostunde vom Alexanderplatz entfernt. Das kristallklare Wasser lockte bereits vor mehr als 100 Jahren viele stressgeplagte Berliner vor die Tore der Stadt. Kein Zufall, dass sich ausgerechnet in Kallinchen – dem Ausflugs- und Erholungsort am Westufer des Sees – schon Ende des 19. Jahrhunderts der erste FKK-Club Deutschlands gründete, der bis heute besteht! Mitglieder und Gäste des Vereins „Allgemeine Körperkultur (AKK) Birkenheide“ verfügen auf einem traumhaft schönen Wald- und Heidegelände über einen 775 Meter langen Uferstreifen mit mehreren kleineren Nacktbadestellen samt komfortablen Stegen und Ausstiegsmöglichkeiten. Bade- und Campingtradition Heutzutage kommen nicht mehr nur Berliner, sondern Urlauber aus allen Himmelsrichtungen nach Kallinchen am Motzener See. Sie schätzen die naturnahe Idylle und was hier für Ferien- und Badegäste alles auf die Beine gestellt wurde. Da locken der Sport- und Freizeitpark am Strandbad. Das Strandbad verfügt über Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, ein große Liegewiese, ein Mehrzweckgebäude inklusive Cafeteria und bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport und Spiel: von Beachvolleyball, Großschach über Tischtennis und Minigolf bis Wasserrutsche und Kinderspielplatz. Die Ausleihe von Wassertretern, Ruderboo-

den ein Insidertipp. Der schattige, baumbestandene, ebene und naturbelassene Platz für die Camper mit 120 Stell- und 40 Touristikplätzen hat viel zu bieten: Spiel-, Volleyball- und Grillplatz, einen schmucken Aufenthaltsraum mit TV, Billard und Spielen sowie einen Waschmaschinenraum.

Tretboote ermöglichen Seefahrten

Strandbad ten, Kajaks, Solarbooten und Fahrrädern rundet das Angebot ab. Besonders das Elektroboot für bis zu zwölf Passagiere erfreut sich größter Beliebtheit. Der Zugang zu Strandbad, Umkleiden, Toiletten und mittlerweile auch zum See ist barrierefrei. Nur 400 Meter vom Strandbad entfernt liegt der Drei-Sterne-Campingplatz „Am Motzener See“. Bei Campingfreun-

Herausgepickt: „Blaue Flagge” P Strandbad und Campingplatz liegen direkt am Ufer des Motzener Sees, wo seit 2004 ununterbrochen die „Blaue Flagge“ weht. Dieses begehrte Umweltsymbol wird seit 1987 für jeweils ein Jahr an vorbildliche Sportboothäfen, Badestellen und Strände an Binnenseen in mehr als 50 Staaten von der Stiftung für Umwelterziehung in Kopenhagen vergeben. Termine 2016: P 21./22. Mai: XLETIX Challenge Berlin P 4. Juni: MotzenSeeLauf P 23./24. Juli: Sommerfest P 28. August: Kallinchen-Triathlon P 4. Dezember: Weihnachtsmarkt Mehr Informationen: Kallinchen 15806 Zossen Ortsteil Kallinchen A/8 Hauptstraße 21, Tel. +49 33769 50215 info@kallinchen.de, www.kallinchen.de

Ihre Gastgeber vor Ort (Auswahl) K Tourismusinformation Sport- & Freizeitpark „Am Strandbad Kallinchen” 15806 Zossen Ortsteil Kallinchen Tel. +49 33769 51350 info@kallinchen.de www.kallinchen.de K Teltow-Fläming-Ring Motor Erlebnis & Fun Park Straße zur Försterei Tel.+49 33769 202010 info@tf-ring.de, www.tf-ring.eu K Campingplatz Kallinchen am Motzener See Seestraße 17 Tel.+49 33769 50381 info@camping-kallinchen.de www.camping-kallinchen.de K Campinggaststätte Seeblick Tel.+49 33769 205804 www.camping-kallinchen.de K Allgemeine Körperkultur Birkenheide e. V. Haidchenweg Tel.+49 33769 50267 info@akk-birkenheide.de www.akk-birkenheide.de K Hotel & Restaurant Alter Krug Hauptstraße 15 Tel.+49 33769 898-0 info@alter-krug-kallinchen.de www.alter-krug-kallinchen.de K Ferienwohnungen Monika Biesenack Hauptstraße 10 Tel.+49 33769 50248 K Ferienhaus Wilke Seestraße 40 Tel.+49 33769 50907 1 Ferienhaus, 3 Betten K Ferienwohnung am See Hauptstraße 11 Tel.+49 33769 8990  www.alter-krug-kallinchen.de K Frühstückspension Birgit Milde Hauptstraße 14 Tel.+49 33769 50277 www.pension-milde.de

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K Fischerei am Strand Peter Sombert Tel.+49 33769 50925

Für das Elektroboot sind Vorbestellungen zu empfehlen

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Strand am Campingplatz

Der Fläming


Kallinchen

Ein Gasthof wie aus dem Bilderbuch Mit der Familie herrliche Ferientage am Motzener See erleben

Marco Hinrichs „zaubert” mit seinem Team für die Gäste

aufgefallen. Mit Marco Hinrichs haben sie ein Probierstündchen für das Standup Paddling vereinbart. Der Chef des Hauses frönt selbst seit Jahren diesem Sport, schwört auf den Erholungswert und das Training fast jeden Muskels. „Es gibt nichts Besseres, um sich von anstrengender Arbeit zu erholen. Naturerlebnis inklusive“, erklärt Hinrichs. Seine Tipps für die ersten wackligen Versuche sind Gold wert. Beim Abendessen werden dann tollkühne Pläne für längere Paddling-Touren geschmiedet, die vom Wirt angeboten werden, hausgemachtes Picknick inklusive. Vielleicht schon am kommenden Wochenende?

Beim Paddling auf dem Motzener See

Nach dem Essen ist sich die Familie einig: Hier bleiben wir das Wochenende. Kein Problem, der Alte Krug ist mit 14 behaglichen Zimmern und einer Ferienwohnung mit Zugang zum See auf Übernachtungsgäste, auch solche, die einen längeren Urlaub planen, eingerichtet. Am Badestrand angekommen, geht es mit dem Papa um die Wette in die Fluten. Puh, 19 Grad, ganz schön frisch. Kreischen, spritzen, rangeln, Wasser schlucken, husten… lachen. Halb so schlimm. Gegen Abend wird es ruhig am See. Mit dem Wassertreter geht es noch mal

raus, ganz entspannt, die letzten Sonnenstrahlen genießen. Und sich schon mal ausmalen, was es zum Abendessen geben wird. Die Mama hat derweil einen Termin in der hauseigenen Wellnessoase bei Heilpraktikerin und Massagetherapeutin Claudia Hinrichs. Am nächsten Tag versteckt sich die Sonne. Nun ja, den See kann man schließlich auch auf dem schönen Uferweg umrunden. Am Nachmittag haben die Männer Lust aufs Abenteuer: Die großen Boards vor dem Haus sind ihnen schon gestern

Hotel & Restaurant Alter Krug Hauptstraße 15 15806 Kallinchen A/8 Tel. +49 33769 898-0, Fax 898-15 info@alter-krug-kallinchen.de www.alter-krug-kallinchen.de

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Samstag früh: Die Sonne lacht, der erste Sommertag. Da muss man raus, die Stadt hinter sich lassen. Badesachen geschnappt, Rucksack gepackt und los geht’s! Richtung Kallinchen am Motzener See. Eines der saubersten Badegewässer in Brandenburg, noch dazu inmitten von Wäldern, Feldern, kleinen Dörfern. Angekommen, aahhh! Direkt vor der Nase der Alte Krug – ein Gasthof wie aus dem Bilderbuch. Man fühlt sich in Kindertage versetzt. Im schönen schattigen Biergarten jetzt den großen Durst löschen, was Leichtes essen und dann nichts wie an den Strand! Freundlich und unaufgeregt ist die Atmosphäre. Dazu passen die unkomplizierten, aber sorgfältig zubereiteten Gerichte aus der Küche von Wirt Marco Hinrichs. Er legt Wert auf gute, frische Zutaten möglichst aus der Umgebung, oft in Bioqualität. Klassiker wie Schnitzel und Zander haben auf der Karte genauso ihren Platz wie die Gemüsepfanne und Nudeln mit Tomatensoße. Auch vegane Wünsche werden gern erfüllt, solange Küche und Keller es hergeben. „Fleischlos essen mag ich selbst gerne “, erklärt der Wirt.

Im Reich von Fischer Sombert (im Bild rechts), gleich neben dem Strandbad am Seerundweg

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Am Mellensee • Alexanderdorf

Rund um den Mellensee

Die Gemeinde Am Mellensee liegt mitten in der Natur, am gleichnamigen See, und sie ist umgeben von Zeugnissen bewegter Geschichte in der Erlebnisregion „Der Teltow”.

„Scheunenwindmühle Saalow e. V.“ betreibt ein kleines Museum und bietet Besichtigungen und Führungen an – auch Trauungen und Hochzeitsfeiern werden dort durchgeführt.

Tipps: E Drei Strandbäder – in Mellensee, Klausdorf und Sperenberg bieten Badespaß und Erholung für die ganze Familie E Fernradweg Berlin-Leipzig von Zossen kommend, nach Luckenwalde führend E Saalower Mühlenweg, 8 Kilometer E Weitere gepflegte, gut ausgeschilderte Wanderwege laden zu Wanderungen in die acht ländlichen Ortsteile ein. Auch einige regionale, nationale und internationale Wanderwege durchziehen die Gemeinde Am Mellensee, u. a. der Europäische Fernwanderweg E10 und der 66Seen-Wanderweg. E Geführte Wanderungen: Wanderung in den Mai am 1. Mai und Herbstwanderung am 1. Oktoberwochenende – Infos über www.promellensee.de

Termine 2016: E 16. Mai: Deutscher Mühlentag 2016 E 1.-3. Juli: 17. Country-Weekend E 30./31. Juli: Mellenseer Fischerfest E 3. September: Lichterfahrt auf dem Mellensee

Weitere Informationen über: Gemeinde Am Mellensee Zossener Str. 21 c, 15838 Am Mellensee Tel. + 49 33703 959-13, Fax 959-69 H/2 schwibbe@mellensee.de www.gemeinde-am-mellensee.de

Mitten in der Landschaft des Teltow, eingebettet zwischen Wäldern, Wiesen und 12 Seen, liegt die Gemeinde Am Mellensee. Zu ihr gehören acht Ortsteile, die sich durch ländliche Ruhe auszeichnen und mit historisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Alles dreht sich um den See Der Mellensee gibt der Gemeinde ihren Namen. Am Mellensee kann man angeln, segeln, surfen, Ruderboote ausleihen und mit den Hydro-Bikes über den Nottekanal von Zossen nach Mellensee fahren. Über den Nottekanal ist die Gemeinde mit Berlinern Gewässern verbunden, da er wieder durchgängig befahrbar ist. Der Ortsteil Mellensee wird auch das „Dorf der Fischer“ genannt. Die ansässigen Fischer bieten fangfrischen Fisch und Fischspezialitäten in mehreren Lokalitäten an.

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Auf königlich preußischen Gleisen Ein beliebter Treff ist die längste Draisinenstrecke Deutschlands mit einer Minigolfanlage am Bahnhof Mellensee. Hier geht es auf den Gleisen der ehemaligen Königlichen Preußischen Militäreisenbahn mit Muskelkraft durch die schöne Wald- und Wiesenlandschaft – mit Halt im Strandbad Sperenberg – bis nach Jüterbog. Es ist ein höchst gesundes Vergnügen für die ganze Familie und wird auch oft für Betriebsausflüge genutzt. Wiege der Raumfahrt Sperenberg, Rehagen und Kummersdorf-Gut haben Militärgeschichte geschrieben. So wird der Ortsteil Kummersdorf-Gut auch „Die Wiege der Raumfahrt“ genannt. Hier entwickelte unter anderem Wernher von Braun in den 30er Jahren die A2-Versuchsrakete. Heute befindet sich dort ein historischtechnisches Museum, das die Militärge-

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Jedes Jahr am letzten Juli-Wochenende: Mellenseer Fischerfest an den Angelteichen

Schubertsche Scheunenwindmühle schichte von 1873 bis 1994 beleuchtet und auch Führungen auf dem ehemaligen Versuchsgelände anbietet. In Kummersdorf-Alexanderdorf befindet sich das Benediktinerinnen-Kloster, Abtei St. Gertrud (siehe Seite 43). Die Sommerkonzerte dort sind sehr beliebt. Ebenso gern besucht sind die Konzerte von klassischer, moderner und Kirchenmusik in der Sperenberger Dorfkirche. Technische Denkmäler Zu Sehenswürdigkeiten zählen die Sperenberger Gipsbrüche, wo sich von 1817-1886 das damals mit 1271,6 Metern tiefste Bohrloch der Welt befand, der Hoffmannsche Ringofen in Klausdorf, die einzigartige Schubertsche Scheunenwindmühle und die Paltrockwindmühle in Saalow. Der Verein

Pension zur Waldschänke E Grillmöglichkeit im Grünen E Räumlichkeiten für gemütliches Beisammensein E Ferienbungalow in Klausdorf, 200 Meter bis zum Strand Die Pension ist bestens für Familientreffen geeignet. E Lage am Waldrand E preiswerte Übernachtungen in Zweiund Dreibettzimmern mit und ohne Frühstück E Küche zur Selbstversorgung E Zwei barrierearme 2-Bett-Ferienwohnungen

Pension zur Waldschänke Margit Altmann, Klosterstraße 9 H/2 OT Alexanderdorf, 15838 Am Mellensee Tel. +49 33703 71742 Funk +49 171 7139976 info@pension-zur-waldschaenke.de www.pension-zur-waldschaenke.de

Der Fläming


Alexanderdorf

Einblick ins Klosterleben Im Kloster Alexanderdorf sind alle willkommen – Benediktinerinnen laden zur Begegnung ein len ein. Die ausgedehnten Felder und Waldgebiete direkt vor dem Haus tun das Ihrige für erholsame und inspirierende Aufenthalte in Ferientagen oder auch in Zeiten geistlicher Einkehr. Die Schwestern bieten außerdem Kurse zu geistlichen Themen und meditativer künstlerischer Betätigung an. Ein Highlight im Alexanderdorfer Klosterkalender sind die „Sommermusiken“ einmal monatlich von Mai bis August. Hier verbindet sich Kunstgenuss auf hohem Niveau mit entspanntem Klosterbesuch, bei dem man im „Gartenkaffee“ an den Konzerttagen auch Schwestern des Klosters treffen kann.

Gäste sind herzlich willkommen Die Schwestern bewirtschafteten bis in die Siebziger Jahre hinein den Hof – mit mäßigem Erfolg. Die Stallgebäude waren von Anfang an zur Aufnahme von Gästen bestimmt. Die Klosterregel, die der heilige Benedikt vor 1.500 Jahren für Die Räume für die Gäste wurden nach 1989 modern ausgebaut. Neben den Wohnräumen gibt es verschiedene Gemeinschaftsräume für die Freizeit, Konferenzen, Meditation und künsterisches Tun. Für Kinder steht ein Spielzimmer zur Verfügung, in dem man auf Entdeckungsreise gehen kann, denn auch beim Ausbau des Gästehauses wurden alte Elemente beibehalten. Kleine Details blieben erhalten und wurden ins Gesamtkonzept integriert.

Klöster sind von jeher Orte, an denen Menschen nach Orientierung und innerer Kraft für ihr Leben suchen. sein Kloster im heutigen Italien schrieb, sieht die Aufnahme von Gästen als ein wichtiges Element des Mönchslebens vor. Menschen, die zum Kloster kommen, sollen die Möglichkeit erhalten, für eine Zeit lang in einen Raum des Gebets und der Begegnung mit Gott einzutreten. Sie teilen den einfachen Lebensstil mit den Klosterbewohnern, ihren Tagesrhythmus und die Stille, die das Leben mit Gott trägt. In Alexanderdorf lebt man nach dieser 1.500-jährigen Regel. So kommen auch hierher Gäste – aus ganz verschiedenen Lebenszusammenhängen, jeglichen Alters und mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen. Die Landwirtschaft haben die Schwestern vor mehr als 30 Jahren aufgegeben. Aus der alten Scheune wurde die Klosterkirche, ein sakraler Raum ganz eigener Art, bei dem der ursprüngliche Charakter beibehalten wurde. In dieser Scheunenkirche werden Tag für Tag die Gottesdienste am Morgen, mittags und am Abend gefeiert. Gäste sind dazu immer herzlich eingeladen, aber niemand ist verpflichtet.

Kunstgenuss im „Gartenkaffee” Im Sommer lädt eine große Wiese zum stillen Verweilen, Lesen oder Spie-

Beliebt sind die Sommermusiken im Kloster Alexanderdorf

Herausgepickt: Hostienbäckerei E Seit 1938 gibt es die Alexanderdorfer Hostienbäckerei, in der einige Schwestern und eine auswärtige Mitarbeiterin tätig sind. Zum Kundenkreis gehören nahezu alle katholischen Gemeinden in Ostdeutschland, dazu einige in Westund Süddeutschland und zunehmend auch evangelische Gemeinden. Alexanderdorfer Hostien gehen über Patenschaften nach Osteuropa (Russland, Kasachstan und Ungarn). Tipps: E Wer möchte, kann eine DVD zum Klosterleben (ca. 25 Minuten), eine CD mit gregorianischen Gesängen (Chor und Schola der Benediktinerinnen) oder einen Bildband (Bild und Text) über das Kloster in Alexanderdorf erwerben. E Aktuelles Jahresprogramm und weitere Informationen unter: www.kloster-alexanderdorf.de

Abtei St. Gertrud Klosterstraße 1, 15838 Am Mellensee OT Alexanderdorf H/2 Tel. +49 33703 916-0, Fax 916-214 abtei@kloster-alexanderdorf.de www.kloster-alexanderdorf.de

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Im schönen Land Brandenburg gibt es viele alte Herrenhäuser. Heute werden sie auf unterschiedliche Weise genutzt. Schon 1934 kauften katholische Ordensschwestern aus Berlin das Gutshaus in Alexanderdorf mit dazugehörigem Land. Hier bauten sie das seit der Reformation erste und bislang einzige Benediktinerinnenkloster in Brandenburg auf.

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Horstfelde • Wahlsdorf

Freizeit-Kick Per Wakeboard oder Wasserski übern See

Die Flaeming-Skate schlängelt sich durch die Region.

Ein Ort wie aus dem Bilderbuch Schloss, Freibad, tolle Rad- und Skaterwege – wie ein 300-Seelen-Ort Ausflugs-Paradies wurde

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www.facebook.com/WasserskiParkZossen Dünen und Sandstrand erinnern am Horstfelder See ein wenig an Ostsee. Der lange flache Holzsteg ist ein Hinweis auf das spektakuläre Freizeitvergnügen, das auf Gäste im Wasserskipark Zossen wartet: Von einer Seilbahn gezogen, können Besucher hier übers Wasser gleiten. Mit 30 km/h geht es über eine 550-MeterDistanz. Wem dieser Spaß nicht reicht, für den gibt es sogar Hindernisse im See. Doch auch Ungeübte sausen nach kurzer Einweisung wie ein Pfeil übers Wasser. „Wasserski fahren ist kinderleicht. Bei uns lernen das schon die ganz Jungen“, sagt der Betreiber der Anlage, Andreas Leonhardt. Er muss es wissen, war Deutscher Meister im Trickski, mehrfacher WM- und EM-Teilnehmer. Das Highlight fu ̈r Anfänger ist der Übungslift (die CableBahn). Hier startet immer nur ein Läufer auf einer Geraden von 150 Metern Länge. Der Trainer kann die Geschwindigkeit der Seilbahn individuell regulieren, so dass bei vielen schon der erste Startversuch erfolgreich ist. Der Übungslift (die CableBahn) ist das ideale System, um das Gleiten auf dem Wasser zu spu ̈ren und ein Gefu ̈hl fu ̈r das Wakeboard und die Wasserski zu entwickeln. Nach zwei bis drei Starts fällt dann der Umstieg auf die große Bahn leicht. Die Anlage können sieben Akteure gleichzeitig nutzen. Freaks steigen bald aufs Wakeboard (ähnl. Snowboard) um. Baden und Toben sind möglich, Imbiss und Kuchen lecker. Ab 10 Euro sind Kinder und Jugendliche, ab 19 Euro Erwachsene mit einer Stunde Fahrspaß dabei.

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Es lohnt sich auf alle Fälle, mal vorbeizuschauen. Die große Liegewiese und der Badestrand laden zum Entspannen ein. Bei einem leckeren Mittagessen oder einer Tasse Kaffee und Kuchen auf der Terrasse können Sie die Akteure auf dem Wasser hautnah beobachten. Tipps: Specials Mitlaufgruppen: E Gruppen ab 6 Pers., die im öffentlichen Betrieb fahren E Voranmeldung, außer Sa. & So., 2 Std. pro Pers. 21 Euro (inkl. Wasserski, Kneeboard, Schwimmweste) Kindergeburtstag: E 2 Std. Wasserskifahren fu ̈r 6-8 Kinder bis 14 Jahre. Im Preis enthalten: Anfängereinweisung, Ski, Schwimmweste und Neoprenanzug. Events und Incentives: E Wasserski und Wakeboarding, oder einfach nur zuschauen und einen gemu ̈tlichen Grillabend genießen?

Wasserski-Park Zossen Andreas Leonhardt Schünowerstraße 19 (an der B 246) 15806 Zossen / OT Horstfelde H/2 Tel. +49 3377 203534 Mobil +49 163 7080555 info@wasserskipark-zossen.de www.wasserskipark-zossen.de

Dort, wo der Niedere Fläming mit am schönsten ist, liegt das Kleinod Wahlsdorf. Schon von weitem entdecken wir den neogotischen Turm der Backsteinkirche. Im Ort selbst spüren wir den besonderen Charme. Nur 300 Einwohner leben hier. Doch die bieten Gästen vieles, was das Ausflügler-Herz begehrt: ein „Schloss” als Jugendgästehaus, den „Dorfladen” mit allem drum und dran, ein modernes kleines Freibad mit Wasserrutsche, eine Bockwindmühle, Reiterhöfe, eine Praxis für Physiotherapie, die Krea-tivbude, tolle Unterkünfte und fürs leibliche Wohl ist auch gesorgt. Wahlsdorf ist ein Ort wie aus dem Bilderbuch. So ein bisschen heile Welt „Made in Brandenburg“. „Aber das Beste: Gleich vier Rundkurse der Flaeming-Skate kreuzen sich hier. Fahrradfahrer und Skater – auf nach Wahlsdorf“, empfiehlt Thomas März in seine Heimat zu kommen. Er ist nicht nur der Ortsvorsteher, sondern auch eine Art gute Seele des Ortes und wirbt für „sein” Wahlsdorf! Und im Dorfladen gibt es fast nichts, was es nicht gibt: Frühstück, Bistro, Zeitungen, Lebensmittel und einen kurzen

Schwatz inklusive. Auf der neuen Außenterrasse können sich Gäste u. a. Eis aus eigener Herstellung schmecken lassen. „Die Tische liebevoll eingedeckt und das Essen sehr lecker. Der Fru ̈hling hielt schon einmal Einzug und trug zu einer

frohen Stimmung bei” – so bedankten sich die Wahlsdorfer Frauen bei Chefin Kerstin Keil, die in ihrem Dorfladen eine wunderbare Frauentagsfeier ausgerichtet hatte (im Bild oben; „Dorfladen”, Wahldorf 31, gegenu ̈ber dem „Schloss”, Tel. +49 33745 50024, tägl. geöffnet).

Freibad mit Badklause, direkt an Rundkurs der Flaeming-Skate 1 und 6

Der Fläming


Wahlsdorf • Klasdorf • Hohenseefeld Kein Wunder, dass Gäste gern länger bleiben. Beispielsweise in dem modernen Wahlsdorf-Apartment (s. rechts). Der besagte 230 Kilometer lange Radund Skaterweg Flaeming-Skate führt direkt am Grundstu ̈ck vorbei. Ebenso auch am ehrwu ̈rdigen Schloss Wahlsdorf, das viele Angebote und 70 Betten bereithält (s. unten). Aus Thomas März sprudeln die Geschichten über Land und Leute nur so heraus. Vor über 30 Jahren kam der studierte Landwirt, heute Chef einer Werbeagentur, nach Wahlsdorf und in die schöne Landschaft des Niederen Fläming, verliebte sich und blieb! „Eine meiner besten Entscheidungen”, wie er sagt! Mehr Informationen Ortsvorsteher Thomas März Werbeagentur & Verlag März Wahlsdorf 124 15936 Dahme/Mark H/4 Tel. +49 33745 50407, Fax 50812 info@werbeagentur-maerz.de www.werbeagentur-maerz.de Tipps und Termine 2016: P Veranstaltungen und Kultur im GutsStall P 26.-28. August: „KulturblütenFestival“ P Ortsteil Liepe: Eldorado des Pferdesports P Ausgangspunkt für Touren in den Spreewald, nach Potsdam & Berlin Das elegante Landrestaurant, die rustikale Bauernstube, der lauschige Mühlengarten – das alles lädt zum Genießen und Entspannen ein

sonst stammt hier vieles aus heimischen Gefilden: die Eier aus Dransdorf, Kartoffeln aus Ilmendorf und Mozzarella aus Jüterbog. Wer das Gasthaus vis-à-vis der Mühle das erste Mal betritt, ist meist hin und weg. Zum einen überrascht das Interieur, andererseits der in der Region seltene Gastro-Mix: Hier gibt es nicht nur das elegante Restaurant und den Mühlengarten, sondern auch die urige Bauernstube, Bierstube und einen Festsaal. Küchenutensilien von anno dazumal, wie Milchtrog, Waage und Butterfass, sind Blickfang. Schwarz-Weiß-Fotos erinnern an die „gute alte Zeit“. Schließlich wurde der Gasthof schon 1899 erbaut. Beeindru-

ckend ist auch der präparierte bullige Kopf eines Schottischen Hochlandrindes (Highland-Cattles) samt Gehörn, das neben Geweihen an einer Wand prangt. Ein Besuch in „Apels Alte Mühle“ ist immer ein Erlebnis. Schauen Sie doch mal vorbei – zum rustikalen Schmausen oder zu einem stilvollen Candle-LightDinner. Zu großer Party oder kleiner Rast. „Apels Alte Mühle“ Jürgen Reichard-Apel Chausseestr. 12, 14913 Hohenseefeld Tel.: +49 33744 60341, Fax 60821 H/4 info@landfleischerei-apel.de www.apels-alte-mühle.de www.landfleischerei-apel.de

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Im Winter knistert im Restaurant der Kamin. In der warmen Jahreszeit findet sich im Mühlengarten ein schattiges Plätzchen. Auch Radler, Skater und Wanderer legen hier ihre gemütliche Rast ein. In „Apels Alte Mühle“ löschen sie nicht nur Durst. Hier wird auch geschmaust: Vom Katalanischen Lamm bis zur Fläming-Forelle. „Sehr gut geht unser Schnitzel vom Bunten Bentheimner Schwein“, so Gastwirt Jürgen ReichardApel. Die seltene – und vom Aussterben bedrohte – Rasse wird in Regie der Wirtsleute selbst gezüchtet. Doch auch


Dahme/Mark

Verliebt in eine Da(h)me Das Dahmer Land – mit eigenem Fluss, viel Natur und interessanter Geschichte Die Schlossruine am Schlosspark. Dort gibt es seit 1901 auch einen kleinen Tierpark. Sommertheater im Kavalierhof (kleines Bild links oben) Es ist eine Reise durch eine historisch gewachsene Kulturlandschaft, in der sich wehrhafte Feldsteinkirchen, malerische Ortskerne, aber auch Wind- und Wassermühlen sowie Reiterhöfe mosaikartig aneinanderreihen. Das Dahmer Land erschließt sich den Gästen am eindrucksvollsten auf acht Rollen auf der einzigartigen Flaeming-Skate oder per Fahrrad auf dem DahmeRadweg. Zudem lädt die Stadt Dahme/Mark mit ihrem historischen Stadtkern und entlang des barrierefreien Innenstadtkurses zu einem erlebnisreichen Bummel ein. Schlosspark und Stadt erkunden Am auffälligsten ist das wuchtige, rote Backsteinrathaus mit seinem wunderschönen Turm, der mit seinen 47 Metern weit über das Gebäude hinausragt und an ein Märchenschloss erinnert. Scheut man die 119 Stufen bis zur Plattform nicht, hat man von dort oben einen weitreichenden Blick über das Städtchen und die angrenzende Natur. Der Weg zu den weiteren Sehenswürdigkeiten ist gut beschildert. Aufschlussreiche Tafeln informieren kurzweilig über die Geschichte historischer Gebäude. So wird daran erinnert, dass hier einst Karmelitermönche lebten und 1714 ein Ba-

Impressum

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FERIENMAGAZIN „Der Fläming” Herausgeber: Große Verlag/Ferienmagazin Bahnhofstr. 7A, 15711 Königs Wusterhausen Redaktion & Texte: Rainer Große (v.i.S.d.P.), Kerstin Große, Jens Rümmler (www.ruemmler-jens.de), Holger Becker, Manfred Mohr (www.agentur-zeesen.de), Inserenten Grafik/Layout: Rainer Große, Anna Große, Herbert Thiele, Mitarbeit: Jan Scheffler print professional Karte: Ferienmagazin Zeichnungen & Vignetten: Lisa Struwe, Andreas Mücke (Raben-Zeichnungen), Peter Isensee

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rockschloss auf den Resten einer Wasserburg errichtet wurde. Dieses Schloss durchlebte eine wechselvolle Geschichte, bis es seit den 1950er Jahren zur Ruine verfiel. Heute ist diese gesichert und wird als urige Veranstaltungsstätte genutzt. Der denkmalgeschützte Altstadtkern ist von der mittelalterlichen „Eisernen“

Stadtmauer umgeben. Die Stadtbefestigung erhielt ihren Beinamen, weil sie zu großen Teilen aus Raseneisenstein gefertigt wurde. Am Töpfermarkt fällt ein gewaltiges Fachwerkhaus ins Auge. Es beherbergt das Heimatmuseum mit interessanten Exponaten zur Dahmer Geschichte. Sehenswert sind auch der Kornspeicher (1724 errichtet), das größte Fachwerkgebäude der Stadt, und die Kursächsische Postmeilensäule. In der breit gefächerten Hauptstraße setzen stattliche Wohnhäuser fast großstädtische Akzente und zeugen vom einstigen Reichtum der Stadt.

Kolpiner Mühle

DahmeRadweg bis Berlin Viel Ursprüngliches ist aber auch den Flämingdörfern mit den typischen Backsteinhäusern und den großen Dorfteichen eigen. Viele dieser schönen Orts-

Fotos: Titelfoto: Jedrzej Marzecki ( www.marzecki.com) Innenteil: Inserenten, Tourist-Informationen, Rainer Große (7, 8, 28, 36-37, 40-41), Jens Rümmler, Manfred Mohr, Fred Hasselmann, Landkreis Teltow-Fläming, Tourismusverband Fläming e.V., Archiv Naturpark Hoher Fläming, Juliane Wittig (3, 8), Heiko Bansen (3, 16, 18), Dirk Fröhlich (4, 5, 15), Bernd Blumrich (6), Jürgen Rocholl/FACE (10, 12), Uwe Tölle, Thomas Piechota, Manfred Kahl (10), fotoart13 (11), Caro Hoene (12), Thomas Rottenbücher (13), Desiree Voigt (14), Teamfoto-Anja Gersmann (16) Monika Giesa, Karin Ahrenhold (16), Hartmut Schütze (20), Evelyn Boht, (20), G. Isermann (21), Johanna Lüdecke (21, 25), Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH (22, 23), Landkreis Teltow-Fläming

(27), geniessertouren.org (30-31), H.-M. Kochanek (32), P. Koch (32), Thomas Hinz, Eckhard Baumann (32), Regina Clausnitzer (34), Fred Hasselmann (38-39), Klaus Reinhardt (42), Werbeagentur März, Conny Haufe, Fred Schirmer (4445), Ralf Drefin (46), Eckhard Joite/Grafenstein GmbH (47), Michael Otto, Harald Schenke, Jürgen Hohmuth, Bia Fiuza, Ines Glöckner, Christoph Freytag, Cornelia Kirsch, Uwe Tölle, Bernd Lammel, M. Bilan-Rieder, Henry Gaebel, Foto-Blumrich, H. Küttler, Ulrich Jarke, M. Helm, U. Kettmann, S. Hoffmann, U. Schulze, Bianka Seeger, U. Ochs, C. Müller, W. Neutsch, M. Jentsch, H. Bernhard, P. Koch, R. Zelinski, Herr Weyrich, Susanne Pieth, S. Rübensaat, O. Kulms, F. Grünert, suesselbeck-werbung, Ines Leisegang, Elisabeth Hofmann

kerne sind auf vorhandenen Fahrradwegen zu erreichen. Bei Kolpien beginnt der Ursprung der Dahme, die in BerlinKöpenick in die Spree mündet und an der man ca. 120 Kilometer entlang radeln kann. Für einen längeren Aufenthalt im Feriengebiet stehen Hotelzimmer selbst für größere Gruppen von Rollifahrern mit ihren Angehörigen zur Verfügung, denn das Thema Barrierefreiheit hat sich im Dahmer Land zur Herzenssache vieler entwickelt. Termine 2016: E 26. Juni: 9 Uhr, Oldtimer-Teile-Trödel-Markt OTTMA E 15. Juli: 20 Uhr Sommertheater vor der Dahmer Schlossruine E 16. Juli: 14 Uhr Schwimmbadfest E 30. Juli: 20 Uhr Kneipennacht E 26.-28. August: KulturblütenFestival in Wahlsdorf Tourist-Information Hauptstraße 48/49 15936 Dahme/Mark H/4 Tel. +49 35451 98120 Fax +49 35451 98144 touristinfo@dahme.de www.dahme.de Druck: Druckerei Vetters, Radeburg Tel. +49 35208 859-0, Auflage: 60.000 Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Für den Inhalt der Anzeigen zeichnen die Inserenten verantwortlich. Zur Zeit gilt die Anzeigenpreisliste „Mediadaten 12”. Im Reisegebiet Fläming, auf Messen des Tourismusverbandes und bei den Partnern vom Ferienmagazin in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt werden die Hefte kostenlos verteilt. Nur für Bestellungen über www.ferienmagazin.de wird eine Schutzgebühr von 1,50 Euro pro Heft erhoben.

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Der Fläming


Wie der Fläming das Reformationsjubiläum feiert Unterhaltsam und aktiv: mit Musik, Ausstellungen, Führungen – auch an die Jüngsten ist gedacht Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming e.V., im Interview „Der Fläming macht die Reformation mobil“ – Ihr neues Motto erregt zweifellos Aufmerksamkeit. „MobilMachen” einerseits, „Urlaub-Machen” andererseits – wie verträgt sich das? Das verträgt sich ganz wunderbar: Mobilität im Urlaub bedeutet – aktiv sein auf Rädern und Rollen, aber auch zu Fuß – Rad fahren, Skaten, Wandern, Nordic Walking. Dazu gehören auch spezielle Formen der Mobilität: auf der Schiene mit der Draisine oder auf dem Wasser mit dem Hydrobike. Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag von Martin Luther in Wittenberg. Ohne Zweifel ein historisches Datum, das von vielen mehr oder weniger wissenschaftlich ausgerichteten Veranstaltungen gerade in Ihrer Region begleitet wird. Aber auch ein Thema für Touristen, Ausflügler, Radler? Unbedingt. Das Jahr 2017 bietet unseren Gästen die Möglichkeit, die Reformation im Fläming auf unterschiedlichste Weise kennenzulernen. Wissenschaftlich ausgerichtete Veranstaltungen bieten eine Fülle von Informationen über den Forschungsstand zu den Hintergründen des Reformationsgedankens. Viele andere Veranstaltungen lassen die Zeit der Reformation auf unterhaltsame Weise lebendig werden. Außerdem werden seltene Ein- und Ausblicke auf das erhaltene kulturelle Erbe aus dieser Zeit geboten, sozusagen eine Reformation zum Anfassen. Sind Ihre Reformations-Touren nur was für historisch gebildete Menschen? Unser Angebot richtet sich gleichermaßen an Menschen, die aktiv sein wollen, und solche, die an Kultur und Geschichte interessiert sind. Ihre Tourenvorschläge führen Gäste quer durch den Fläming. Was sollten sie auf keinen Fall verpassen, wo sollten sie genügend Zeit für einen Stopp einplanen? Da fallen mir gleich mehrere Sachen ein: Zum Beispiel Jüterbog mit seiner Sonderausstellung „Tetzel – Ablass – Fegefeuer“ vom 9. September bis 30. November 2017. Im Fläming sind es

Daniel Sebastian Menzel nicht die großen Massenveranstaltungen, wie in Berlin oder Lutherstadt Wittenberg. Es sind aus meiner Sicht eher Veranstaltungsperlen, die von Individualismus und hohem Engagement der Akteure geprägt sind. Hier einige Beispiele: • „Call a Concert“ – in vielen Kirchen im Jüterboger Land werden zu einem Wunschtermin!!! besondere Konzerte geboten. Die Gäste erleben einen Mix aus unterhaltsamer Kirchenführung und fröhlichfestlicher Orgelmusik auf den klanglichen Juwelen der Kirchen. • Orgelstadt Jüterbog: Junge Künstler spielen auf alten Orgeln und interpretieren Orgelmusik neu. • „Stadtgeschichte und Reformation in Treuenbrietzen“ – ein geführter Stadtrundgang durch die Altstadt von Treuenbrietzen durch eigens zu diesem Thema ausgebildete Stadtführer. • Zu Gast in der Burgkapelle Ziesar mit ihrer vollständig erhaltenen Ausmalung aus der Zeit des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. • In Garrey wird es eine unterhaltsame Vorstellung von Herrn Grünert geben: „Dr. Martin Luthers Leben und Theologie für Jung und Alt verständlich erklärt in Reimen.” Wie sind die Kirchen im Fläming darauf vorbereitet? Zu erwarten sind ja auch Gäste, die noch nicht viel Berührung mit dem Thema hatten? Gerade die Kirchen haben sich ja schon längere Zeit mit diesem Thema beschäftigt und freuen sich auf das bevorstehende Reformationsjubiläum. Dieses stellt für die Kirchen ja auch eine Chance dar, verstärkt auf sich und die eigenen Angebote aufmerksam zu machen. So gibt es bereits jetzt in vielen Kir-

chen thematische Dauerausstellungen zur Reformation. In Garrey ist eine Ausstellung mit Werken von Walter Habdank zu sehen, bei der es auch themenbezogene Einführungsvorträge von Michael J. Hack über seine Erfahrungen mit dem Künstler Walter Habdank gibt. In der Kirche in Dennewitz hat man eine Ausstellung zum Thema „Dämonen und andere Gefahren auf dem Wege” konzipiert. Die Ausstellung widmet sich der Tatsache, dass Dorfkirchen oft letzte Zufluchtsorte vor sichtbaren und unsichtbaren Gefahren waren. Daher stammen übrigens auch die dicken Mauern gegen Westen. Martin Luther wird nachgesagt, weltlichen Genüssen nicht entsagt zu haben – was bieten Sie heutigen Genießern auf Reformationstour? Genießer werden im Fläming immer fündig, wenn es um gute und kreative Küche geht. So wird in Garrey eine Lesung aus Luthers Tischreden von Pfarrer Daniel Geißler angeboten, zu der Wein und Fladenbrot gereicht werden. In Jüterbog lädt man unter dem Titel „Heilige – Weine – Orgelmusik“ zu Geschichten und Legenden der „legendae aurea“, begleitet von exquisiten Weinen und Brotkonfekt, in die abendliche St. Nikolaikirche ein. Und auch ohne Reformationsbezug kommen Freunde des guten Geschmacks in unseren liebevoll geführten Gasthöfen und Landgasthäusern voll auf ihre Kosten. Und welche Angebote halten Sie speziell für Kinder, Jugendliche – auch Klassen und Gruppen – sowie Familien bereit? Wie können sie über Luther und die Reformation etwas lernen, ohne dass der Spaß zu kurz kommt? Beispielhaft ist hier das Familien- und Freizeithotel Gutshaus Petkus, das ein Angebot speziell für Kinder und Schulklassen entwickelt hat. Unter dem Motto „Reise in die Zeit von Martin Luther“ können die kleinen Gäste ihre Kräfte auf der Luther Rallye messen und in den Genuss eines mittelalterlichen Abendessens kommen. Auch ein Besuch des Mitmach-Kindermuseums in Jüterbog und Kochen auf dem Lagerfeuer sind Bestandteil dieses thematischen Arrangements. So werden die Kleinen spielerisch an das Thema Reformation herangeführt.

Sandstein-Skulptur des heiligen Mauritius am Rathaus Jüterbog. Der Schutzpatron der Stadt weist auf die politische Zugehörigkeit der Stadt zum Erzstift Magdeburg hin, die bis 1635 dauerte. Wir bedanken uns für das Gespräch. Weitere Infos erhalten Leser über: Tourismusverband Fläming e.V. Küstergasse 4 14547 Beelitz F/2-3 Tel. +49 33204 6287-63/-64 info@reiseregion-flaeming.de www.reiseregion-flaeming.de


www.marung-baehr.de

In unserem Freizeitpark bei Dresden werden die Giganten der Urzeit wieder lebendig. Begegnen Sie dem riesigen Brachiosaurus, dem Furcht erregenden Tyrannosaurus und vielen weiteren Arten. Außerdem warten abenteuerliche Kletterattraktionen, eine Ausgrabungsstätte, die Vergessene Welt und viele aufregende Spielwelten auf alle Entdecker. Demnächst eröffnen wir unser außergewöhnliches Eingangsportal – das Mitoseum. Dieses ist der Zellteilung nachempfunden und überrascht mit neuen Attraktionen. Sie dürfen gespannt sein!

Über 200 Saurier Kletterfelsen Riesenrutsche Kletterurwald

Saurierpark 1, 02625 Bautzen OT Kleinwelka A4 Dresden – Görlitz, Abfahrt Salzenforst Telefon: 035935 3036 · E-Mail: info@saurierpark.de Anfang April – Ende Oktober täglich 9 – 18 Uhr. (Juli/August: 9 – 19 Uhr)

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