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2016/2017

F E R I E N M A G A Z I N E Wo es Fontane gefiel: Orte mit Poesie E 15. Brandenburg-Tag in Hoppegarten

E Exklusiv bei Puhdys„Maschine” Dieter Birr

E Mit dem Paddelboot auf „Eisvogeltour”

E Clooney & Blanchett – Hollywood in der Mark

Im Wasserparadies zwischen Spreewald, Oder und Berlin Mit ausgewählten Zielen im Dahme-Seenland und der Lausitz BRANDENBURG Das Weite liegt so nah.

E Naturnah radeln: Die Adler-trifft-Zander-Tour

E In den Spreewelten mit Pinguinen abtauchen

E Mit Übersichtskarte und Leserwettbewerb

www.ferienmagazin.de

SEHENSWERTES • ENTSPANNENDES • GASTLICHES • KULTURELLES • HISTORISCHES

Oder-Spree

Ausgabe Nr. 10 10. Jahrgang


Herzlich willkommen

Ihre Urlaubsinformationen Das breit gefächerte Touristik-Angebot für unsere Gäste

Inhaltsverzeichnis K Seenland Oder-Spree Bad Freienwalde 4 Oderberg, Mit Fontane unterwegs 5 Seelow 6-8 Grafiker Andreas Mücke 7 Frankfurt/Oder 8 Rad-Tipp: Apfeltour 9 Lebus 10 Neuhardenberg 11 Buckow (Märkische Schweiz) 12 Berlin Marzahn-Hellersdorf 13 Strausberg 14-17 Wesendahl 17 Neues Kochbuch der Landfrauen 17 Altlandsberg 18 Wilkendorf, Fredersdorf 19 Hoppegarten 20 Neuenhagen bei Berlin 21 Petershagen/Eggersdorf 22 Fredersdorf-Vogelsdorf 22 Besuch bei Superstar Dieter Birr 23 Rüdersdorf 24 Grünheide (Mark) 25 Erkner, Schöneiche bei Berlin 26 Fürstenwalde 27 Übersichtskarte 28-29 Kurort Bad Saarow • Wendisch Rietz 30-31 Kurort Bad Saarow 32 Bremer Urlauber im Seenland 33 Storkow 34 Hollywood kommt gern zum Dreh 35 Rad-Tipp: Adler trifft Zander 36 Groß Schauen 37 Die Große Umfahrt 38-39 Beeskow 40 66-Seen-Wanderung, Streleburgen 41 Neuzelle 42-43 Müllrose, Schlaubetal 44 Limsdorf, Ranzig, Groß Lindow 45 K Dahme-Seenland Königs Wusterhausen 46-47 Kallinchen 48-49 Königs Wusterhausen • Prieros 50 Waldow • Bestensee • Rangsdorf 51 K Spreewald Lübbenau/Spreewald Teichland, Neuendorf

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K Lausitz/Oberlausitz Hornow 54 Ausflugstipps mit Ferienmagazinen 55

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K Broschüren und Flyer gibt es in den Tourist-Informationen und beim Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V.

Anfragen und Infos über: Tourismusverband Seenland Oder-Spree e. V. Ulmenstraße 15 15526 Bad Saarow D/7 Tel. +49 33631 868100 Fax +49 33631 868102 info@seenland-oderspree.de www.seenland-oderspree.de www.facebook.com/SeenlandOderSpree


Herzlich willkommen

So ein flotter Galopp auf märkischem Sand … Katrin Riegel schwärmt von fantastischen Rad- und Reitwegen, vom wasserreichsten Urlaubsrevier Deutschlands und ihren liebsten Ausflugszielen Über 200 traumhafte Seen, unzählige Fließe und Kanäle, 2000 Radel-Kilometer, stille Dörfer und muntere Städtchen: Das Seenland Oder-Spree ist nicht nur das wasserreichste Urlaubsrevier Deutschlands! Die Gegend zählt auch zu den angesagtesten Ausflugsgebieten des Landes. Mehr als 20 Millionen Besucher im Jahr können sich nicht täuschen. Katrin Riegel (im Bild rechts) kam vor zehn Jahren in die Region, die sie seitdem nicht mehr loslässt. Die studierte Tourismusfachfrau arbeitete hier erst in drei Hotels, ehe sie im Marketing-Ressort des Tourismusverbands Seenland Oder-Spree „landete“. Wir sprachen mit der 34-Jährigen über Land & Leute sowie über Orte, an denen man Stille hören kann. Was macht für Sie den Reiz des Landstrichs aus? Für mich ist es vor allem seine Vielfalt: Die reicht von sauberen Seen, der Weite des Oderbruchs, über die „Gipfel“ der Märkischen Schweiz bis zu den Tälern des Schlaubetals.

auf einem normalen Rad. Es war ein wunderbarer Tag – inklusive Fischmahlzeit in Groß Schauen. Auch die „AlteFritz“-Tour durchs Oderbruch fuhren wir schon. Oft trifft man dort stundenlang keine Menschenseele.

tollen Aussicht. Viele kommen natürlich im Frühjahr, wenn die Adonisröschen blühen. Etwas weiter nördlich liegt das älteste Kolonistendorf Deutschlands, Neulietzegöricke. Hier gibt es auch eine schöne Dorfkirche. Der Wirt des Kolonisten-Cafés gibt Gästen gern die Schlüssel für das Gotteshaus.

Haben Sie noch ein paar GeheimWelche sind Ihre persönlichen Aus- tipps für unsere Leser? flugs-Favoriten? Ob die noch so geheim sind, weiß ich Wie erkunden Sie die Gegend, wenn Oh je, wo anfangen, wo aufhören? nicht. Aber die Oderhänge in Lebus ge- Sie mal nicht per Drahtesel oder per Natürlich mag ich unseren Wasserreich- fallen mir gut – schon allein wegen der pedes unterwegs sind? Am liebsten hoch zu Ross. So ein tum. Per Kanu kann man beispielsweise flotter Galopp auf märkischem Sand auf der Märkischen Umfahrt intakte Nahat doch was! Reiter finden bei uns tur, Biber, Eisvogel und Co. live erUckermark wirklich klasse Strecken durch Wald leben. Der Abschnitt zwischen und Flur. Vom Sattel aus sieht man Neuendorfer See und BeesPrignitz Ruppiner Land die Landschaft mit ganz anderen Aukow zählt zu den beliebtesten Barnimer Land gen. Strecken. Österreicher meinBrandenburg ten mal, man könne hier die Havelland Und welcher ist ihr LiebStille hören. Altmark Seenland Berlin lingssee? Oder-Spree Potsdam Mein persönlicher Favorit Und wo können Gäste in Jerichower Land DahmeSeenist der Heinersdorfer See bei die Pedale treten? land Fläming mir zu Hause gleich um die Auch hier hat man die Qual Magdeburg Ecke. Dort gibt es zwei schöder Wahl. Es gibt bei uns so Spreewald ne Badestellen und eine Sachsen-Anhalt viele schöne Strecken. Mit meiPferdebadestelle. Die nen Eltern radelte ich kürzlich Elbe-ElsterNiederlausitz Land See-Umrundung ist auf der „Adler trifft Zander“-Tour fünf Kilometer lang. zwischen Storkower See und ScharmütOberlausitz Sachsen Mal wird gejoggt, mal zelsee. Mama und Papa per E-Bike, ich

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Dresden

entspannt spaziert. Unsere Reisegegend ist gespickt mit solchen Kleinoden. Deshalb will ich hier nie mehr weg. Das sagen sich offenbar auch etliche Prominente, die man hier häufig trifft? Das stimmt und ist schon seit einem runden Jahrhundert so. Früher wohnten hier dauerhaft oder zeitweise Promis wie Max Schmeling, Anny Ondra oder Ernst Lubitsch. Heute leben in unserer Reiseregion so bekannte Gesichter wie Entertainer Wolfgang Lippert, Schauspielerin Helga Piur und Puhdys-Sänger Dieter Birr (siehe Seite 23). Aber auch Kanzlerin Merkel war schon da. Geben Sie zum Schluss noch ein, zwei Extra-Tipps, die Ihnen am Herzen liegen? Zu den Highlights in diesem Jahr zählen der Brandenburg-Tag am 3. und 4. September in Hoppegarten sowie das Brandenburger Dorf- und Erntefest am 10. September in Steinhöfel. Und überhaupt empfehle ich – wenn Sie mehr über unseren schönen Landstrich und die Menschen hier erfahren möchten, dann blättern Sie doch bitte einfach im Ferienmagazin weiter!

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www.contraire.de

Moorheilbad Bad Freienwalde Veranstaltungen 2016: E 2. Juli: Stadtjubiläum 700 Jahre Bad Freienwalde – ab 11 Uhr „Moor-Fest“ mit Festumzug, Weltrekordversuch im Moorkneten und buntem Programm für die ganze Familie in Bad Freienwalde

Luftige und andere Vergnügen Weltrekordversuch im Moorkneten geplant – die jung gebliebene Kurstadt wird 700! „Freienwalde ist eine Bergstadt, aber nicht minder ist es ein Badeort, eine Fremdenstadt”, vermerkte Brandenburgs bedeutendster Wanderer Theodor Fontane (im Bildnis) 1863. Moorheilbad und „Fremdenstadt” Die Badeort-Karriere Freienwaldes begann 1683 mit der Entdeckung heilkräftiger Quellen. Preußischen Kurfürsten und Königen gefiel dieser Gesundbrunnen. Dank ihrer Förderung begann der wirtschaftliche und kulturelle Aufschwung. 1822 wurde der Schlosspark auf Veranlassung des Generaldirektors der Königlichen Gärten, Peter Joseph Lenné, mit Blumen und Sträuchern aus Sanssouci neu hergerichtet. 1840 eingeführt und zunächst nach Geheimrezept verabreicht, entwickelten sich Moorbäder zur wichtigsten Heilbehandlungsmethode. Sie sind noch heute die Grundlage für stationäre und ambulante Kuren. Nach der staatlichen Anerkennung als Kurort mit der offiziellen Bezeichnung „Bad Freienwalde “ im Jahr 1925 florierte der Ort am Nordwestrand des Oderbruchs und wurde zum bevorzugten Badeort des Berliner Mittel- und Kleinbürgertums. Im Dezember 2003 erhielt die Stadt an der Alten Oder die endgültige Anerkennung als Moorheilbad. Skisprung- und Wandergebiet „Fremdenstadt“ wurde man in dem Maße, wie sich Kurwesen, Wintersport und Wochenend-Sommerfrische in dem Ort mit dem für märkische Verhältnisse extremen innerstädtischen Höhenunterschied von fast 150 Metern entwickelten – und Gäste anzogen.

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Etwas konnte Fontane allerdings noch nicht kennen, als er in seinen märkischen Reisebeschreibungen „Das Oderland“ Freienwalde charakterisierte: Die luftigen Vergnügen, denen man hier nachgehen kann. Denn der Wintersportverein Bad Freienwalde, dem die Stadt Schanzenanlagen und Tradition der Wintersporttage verdankt, wurde erst 1923 gegründet. Heute stehen im nördlichsten Skisprunggebiet Deutschlands vier Sprungschanzen zur Verfügung, die sowohl im Winter als auch dank Mattenbelegung im Sommer genutzt werden können. Frische Luft um die Nase wehen lassen können sich in Bad Freienwalde nicht nur die Skispringer, sondern auch Wandersleute beim Erwerb des Bad Frei-

112 Stufen) zwischen Bad Freienwalde und Falkenberg, den 13 Meter hohen Eulenturm mit 54 Stufen auf dem Gelände des Hauses der Naturpflege und den Turm der 70-Meter-Sprungschanze, wo über 161 Stufen 38 Höhenmeter zu überwinden sind. Wer sich die Aufstiege auf der Turmkarte bestätigen und diese der Tourist-Information zukommen lässt, bekommt sein ganz persönliches TurmDiplom. enwalder Turm-Diploms. Zu absolvieren ist dazu der zwölf Kilometer lange Turmwanderweg mit insgesamt 490 Höhenmetern. Er verbindet den Aussichtsturm (26 Meter hoch, 98 Stufen) auf dem Galgenberg, den Bismarckturm (28 Meter, Herausgepickt: Ausflugsziele E Museum Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur E Fontane-Haus Schiffmühle E Haus der Naturpflege E Kurfürstenquelle E Schloss Freienwalde E Oderlandmuseum E Kirche St. Nikolai E Filmtheater E Historischer RingofenZiegelei Altglietzen E Baasee

Angebot „Moor-Zauber im Gesundbrunnen“ Leistungen: E 3 Übernachtungen inklusive Vollpension E 2 Moorpackungen mit Naturmoor E 2 klassische Rückenmassagen E 1 Hot-Stone-Therapie (Rücken) E 1 kleine Überraschung E Saunaund Schwimmbadnutzung

Gesamtpreis: 275 Euro pro Person im DZ (ganzjährig buchbar, kein Einzelzimmerzuschlag); Vermittlung: Bad Freienwalde Tourismus GmbH Ansprechpartnerin: Beate Podlich Tel. +49 3344 300692 tourismus@bad-freienwalde.de

Tipps und Termine: E Jeden Sonntag, 9.30 Uhr: Geführte Busrundfahrten in die Umgebung E Jeden Sonntag, 11 Uhr: Altstadtführung in Bad Freienwalde E 9./10. September: Bad Freienwalder Altstadtfest Fordern Sie unser Reisejournal an unter: Bad Freienwalde Tourismus GmbH Tourist-Information D/2 Uchtenhagenstraße 3 16259 Bad Freienwalde Tel. +49 3344 150890 info@bad-freienwalde.de www.bad-freienwalde.de


Die Poesie der Mark Mit Theodor Fontane unterwegs im Oderland

Mit Theodor Fontane (1819 bis 1898) zu reisen, ist immer ein Erlebnis. Seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, die ab 1860 in Zeitungen und dann gesammelt als Bücher erschienen, brachten die Gegenden rund um Berlin in die Weltliteratur. Stimmungsvolle Naturbeschreibungen, aufmerksame Beobachtungen der Menschen, spannende Ausflüge in die Geschichte, all das findet man hier. Und fast immer erzählt Fontane mit einem leisen Lächeln. So lieb ihm, der aus Neuruppin stammte und in Berlin wohnte, alle heimatlichen Regionen waren – eine besonders tiefe Beziehung pflegte der Schriftsteller zum Oderland. „Wie oft bin ich dieses Wegs gekommen. Um Pfingsten, wenn die Bäume weiß waren, und um Weihnachten, wenn sie weiß waren von Schnee“, schreibt er über die Straße, die von Falkenberg kommend nach Bad Freienwalde führt. Fontane führte sie zu seinem Vater Louis Henry Fontane (1796 bis 1867), der ab 1847 bis zu seinem Tode im Freienwalde benachbarten Neutornow lebte, getrennt von Theodors Mutter, die Louis Henry dennoch liebte und verehrte. Fontanes Vater, der eigentlich Apotheker war, soll ein schräger Kauz gewesen sein, der in Neutornow Schweine mästete. Gern unterhielt er sich mit seinem Filius über die alten Zeiten, die dann in den Werken seines berühmten Sohnes ihre besondere Rolle spielten. Die Geschichte der Gegend ist ja auch überaus interessant. So lesen wir bei Fontane über die Zustände, als die Oder noch ohne Regulierung durchs Land floss und das Oderbruch ein riesiges Sumpf-

gebiet war, mit einem sagenhaften Reichtum an Fischen und anderem Getier. Hechte gab es so viele, dass man sie bei Wriezen mit Keschern fing, geräucherte Aale wurden bis nach Italien verkauft. Die Krebse traten in Massen auf und kletterten in heißen Sommern auf der Suche nach Kühle sogar in die Bäume. Bei alledem zeigte sich der Landstrich als eine Region von internationalem Zuschnitt. Neutornow zum Beispiel , wo Vater Fontane wohnte, wurde zwischen 1755 und 1760 von Kolonis-

Dreiviertel meiner literarischen Zeit ist überhaupt Korrigieren und Feilen gewesen.” (Theodor Fontane) ten aus der Rheinpfalz und HessenDarmstadt besiedelt. Preußenkönig Friedrich II. hatte sie als Ausländer in sein Land holen lassen – so wie Familien aus Mecklenburg, Österreich, Schwaben, Polen, Sachsen, Franken, Westfalen, dem Vogtland, Böhmen, Württemberg und der Schweiz. Sie alle machten das Oderbruch, nachdem es trockengelegt war, urbar und zur Speisekammer Berlins und Brandenburgs. Fontane beschreibt diese Zeit der

Binnenschifffahrtsmuseum

Auf 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren Besucher Wissenswertes über die „am Wasser gebaute” Stadt Oderberg. Über 180 Modelle und 4 Dioramen veranschaulichen die technische Entwicklung von Wasserstraßen, Schifffahrt, Holzindustrie, Fischerei. Tipps: E Barrierefreies WC E Kinderspielplatz E Trauungen auf dem Seitenraddampfer RIESA E Haus auch für Gäste mit Lernschwierigkeiten und für

großen Umwandlung des Bruchs höchst farbenreich. So wie er sich auch dem „Hinterland“ dieser einzigartigen Flusslandschaft annimmt. So führt er uns als Leser in die Berge um Bad Freienwalde, die den Vergleich mit dem Thüringer Wald nicht scheuen müssen. Wir reisen mit ihm nach Buckow in die Märkische Schweiz, nach Möglin, wo der große Landwirtschaftsreformer Albert Thaer (1752 bis 1828) wirkte, nach Neuhardenberg mit seinem großartigen Schloss und Park, und auch in jene verwunschen scheinende Wald- und Wasser-Gegend bei Prötzel, die „Der Blumenthal“ heißt. Wir lernen den liebenswürdigen

sehbehinderte bzw. blinde Gäste eingerichtet E Mai-September: kulturelle Veranstaltungen im Museumspark Binnenschifffahrts-Museum Hermann-Seidel-Straße 44 16248 Oderberg D/1 Tel. +49 33369 539321 oder 470 museum.oderberg@freenet.de www.bs-museum-oderberg.de Öffnungszeiten: Täglich, April-Okt. 10-17 Uhr, Nov.-März 10-15 Uhr

Dichter Schmidt von Werneuchen kennen, erkunden die Dörfer im „PfulenLand“ rund um Strausberg, besichtigen die Ufer des Scharmützelsees und unternehmen eine Pfingstfahrt nach Königs Wusterhausen, Teupitz und Mittenwalde. Tja, will man alle Orte aufzählen, die Fontane im Laufe der Jahre mit Kutsche, Eisenbahn, Schiff und manchmal auch zu Fuß aufsuchte, bleibt einem die Luft weg. Wer heute Fontanes Spuren in der Mark Brandenburg folgt, ist erstaunt, wie

vieles von seinen Beschreibungen noch gültig ist, angefangen von seinem Blick auf Naturschönheiten bis hin zu seinen Schilderungen der Charaktere von Ortschaften und der Eigenheiten ihrer Bewohner. Die Poesie der Mark, sie ist nirgends besser eingefangen als bei Fontane, dem lebensfrohen Preußen. Wie freut er sich doch, als er einmal nicht zu Pfingsten und nicht zu Weihnachten, sondern zur herbstlichen Pflaumenzeit in einem Wagen voller Kinder von Falkenberg nach Freienwalde fährt. Den Weg säumen Pflaumenbäume mit reifen Früchten, von denen die Kleinen gerne naschen möchten, die sie aber nicht erreichen können. Da tut der Kutscher etwas, was er eigentlich nicht darf. Mit seinem Kremser streift er die Bäume, so daß es „wie aus einem Füllhorn“ in den Wagen Pflaumen regnet.

Guter Rat An einem Sommermorgen, da nimm den Wanderstab, es fallen deine Sorgen wie Nebel von dir ab. Des Himmels heitere Bläue lacht dir ins Herz hinein und schließt, wie Gottes Treue, mit seinem Dach dich ein. Rings Blüten nur und Triebe und Halme von Segen schwer; dir ist, als zöge die Liebe des Weges nebenher. Theodor Fontane

Fluss-Kreuzfahrten

Während die Fahrgäste mit dem Schiff im historischen Schiffsfahrstuhl einen Höhenunterschied von 36 Metern überwinden, bieten sich ungewöhnliche Ausblicke auf Europas größte Wasserstraßenbaustelle, den Neubau des Schiffshebewerkes Niederfinow. Ein Abenteuer sind auch Fluss-Kreuzfahrten mit Hotelübernachtung – auf dem Finowkanal, der Oder, zur polnischen Hafenstadt Stettin oder über die Gewässer bis nach Waren/Müritz.

Tipps: E Serviceteam sorgt für Speis’ und Trank E 48 Sitzplätze für Familienfeiern, Jubiläen, Jugendweihen, Hochzeiten, Konferenzen E Rabatt für Gruppen ab 20 Personen Fahrgastschifffahrt Oderberg Käp’tn: Jens Schlößin Galgenberg 3, 16248 Oderberg D/1 Tel. +49 33369 779983, Fax 779980 Mobil +49 172 5742426 post@oder-schiff.de, www.oder-schiff.de

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Seelow • Friedersdorf

Tor zu herrlicher Landschaft Einblicke ins Oderbruch, ins Flechthandwerk und in eine Wassermühle Das 1252 erstmals urkundlich als Dorf „Zelou“ erwähnte Seelow liegt am Westrand des Oderbruchs. Was sich dem Besucher am besten aus der Höhe mit tollen Aussichten erschließt – vom Krugberg aus, von der Kuppe an der traditionsreichen Autocross-Rennstrecke am Sender oder vom 1998 wieder aufgebauten Turm der restaurierten Schinkelschen Stadtkirche. Nicht nur diese ist sehenswert, sondern auch der zweigeschossige Klinkerbau der „Alten Dampfbäckerei“, der heute eine Begegnungsstätte und eine offene Keramikwerkstatt beherbergt, das einst als Gerichtsgebäude errichtete Rathaus oder das in den Anfangsjahren der DDR entstandene

Falkenhagener Seen

Lebendiges Innenleben in altem Gemäuer

Kulturhaus in neoklassizistischem Stil. Im Osten der Stadt befindet sich das Schweizerhaus. 1854 eröffnet, war es zunächst ein beliebtes Ausflugslokal. 1919 erwarb der Berliner Bankier Hugo Simon das Areal und ließ es zu einem einzigartigen Mustergut entwickeln. Heute bemüht sich der gleichnamige Heimatverein um die Revitalisierung von dessen gärtnerischer und künstlerischer Schönheit. Seelow eignet sich bestens als Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung, zum Beispiel über den „Oderbruchbahnradweg“ oder den gut zu erreichenden „Oder-Neiße-Radweg“. Nur wenige Kilometer trennen Seelow

vom Korbmachermuseum im Zechiner Ortsteil Buschdorf, dem einzigen seiner Art in Brandenburg. Rund 1.800 Ausstellungsstücke aus aller Welt und verschiedenen Zeiten bringen in der einstigen Schule den Besuchern eines der ältesten Gewerke der Welt, das Flechthandwerk, näher. Komplettiert wurde das Ensemble der „Alten Schule“ mit dem Neuaufbau der einstigen Schulscheune, der jetzigen Backscheune in Fachwerkbauweise. Einzigartig in der Region und eine von wenigen erhaltenen Wassermühlen in Brandenburg ist die Woriner Mühle. Die dreigeschossige Anlage mit zwei Mahlgängen wurde 1398 erstmals schriftlich erwähnt und vermittelt heute dem Besucher die Funktionsweise einer Wassermühle, beschreibt den Weg vom Getreide zum Brot und in der alten Müllerwohnung die Geschichte des Dorfes in Wort und Bild.

Korn-Speicher mit Kunst

Fast schon trutzig erhebt sich der Backsteinbau aus der flachen Landschaft des Oderbruchs. Ursprünglich ein eingeschossiger Getreidespeicher, wurde er Anfang der 1920er Jahre zu einem Bauwerk mit sechs Speicherböden umgestaltet. Heute präsentiert sich das Monument äußerlich vielleicht ein wenig abweisend. Sein Innenleben dagegen ist lebendig, einladend, vielfältig und bunt. Im einstigen Getreide-Depot harmonieren alte Architektur, technische Relikte, moderne Kunst und leibliche Genüsse auf wundersame Art miteinander. Das urige Wirtshaus im Erdgeschoss, dominiert von einem rustikalen Steinbackofen, lädt nicht nur mit abwechslungsreicher Küche ein, sondern auch mit Kabarett, Lesungen, Weinproben und Konzerten. Im „Spei-

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cherLaden“ eine Etage höher knarren die alten Dielen gemütlich, wenn der Besucher zwischen regionalen landwirtschaftlichen Produkten und Kunsthandwerklichem stöbert. Die nächste Holztreppe führt zu Ausstellungen zwischen imposantem Gebälk, unter anderem über Ge-

Veranstaltungen 2016: E 23. April: Adoniswanderung in Dolgelin E 30. April-1. Mai: Mai-Festival und Nachtpokal der Feuerwehr im Oderbruchstadion Seelow E 16. Mai: Deutscher Mühlentag an der Wassermühle Worin E 27.-29. Mai: Autocross-Europameisterschaft an der Rennstrecke Auf den Seelower Höhen E 28. Mai: Heimatfest im Schweizerhaus Seelow E 12. August: Seelower Kultursommernacht, „Alte Dampfbäckerei” in Seelow E 2.-4. September: Seelower Stadt- und Schützenfest E 10.-11. September: Herbstfest und Handwerkermarkt im Kunstspeicher Friedersdorf E 11. September: Tag des offenen Denkmals E 9. Oktober: Kartoffelfest Falkenhagen E 3.-4. Dezember: Weihnachtsmarkt in Dolgelin E 10.-11. Dezember: 21. historischer Weihnachtsmarkt in Seelow Tourist-Information „Oderbruch und Lebuser Land“ Mittelstraße 10, 15306 Seelow F/5 Tel. +49 3346 849808, Fax 849807 info@oderbruch-tourismus.de www.oderbruch-tourismus.de

treideanbau und Bäckerhandwerk. Auf dem Boden 4 kann man in die Geschichte des Radiohörens von den Anfängen bis 1975 eintauchen. Zwischen „Radios aus Zeiten von Oma & Opa“ gibt es monatliche Plaudereien, einen eigenen Mittelwellensender, Vorträge und Führungen. Ansprechpartner ist Ausstellungs-Initiator Karl-Heinz Boßan (www.khb-radios.de). Kunstspeicher an der B 167 Frankfurter Str. 39 15306 Vierlinden OT Friedersdorf F/5 Tel. +49 3346 843856, Fax 854922 info@kunstspeicher-friedersdorf.de www.kunstspeicher-friedersdorf.de Öffnungszeiten: Speicher & Speicherladen: Di.-So. 11-18 Uhr Wirtshaus (Tel. +49 3346 855850) Di.-So. ab 11 Uhr (warme Küche Di.-Do. bis 20 Uhr, Fr.-So. bis 20.30 Uhr)


Drei auf einen Streich

Schlaubetal-Wanderweg, Oderlandweg, Naturparkroute Märkische Schweiz Drei von sechs zertifizierten Brandenburger Wanderwegen liegen im Seenland Oder-Spree. Wer auf diesen vom Deutschen Wanderverband mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ gekürten Strecken wandert, kann sich nicht nur auf wechselnde Landschaftsreize und Idylle, sondern auch auf gut präparierte Wege, Ausschilderung und gepflegte Rastpunkte verlassen. Die drei zertifizierten Wanderrouten bieten sich geradezu dafür an, obendrein punktet jeder mit ganz eigenen Reizen. So fühlen sich Ausflügler – die meisten kommen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen – auf dem 25,4 Kilometer langen Schlaubetal-Wanderweg manchmal wie in einem märkischen Dschungel. Es ist eine romantische Strecke mit Seen, Sumpfgebieten und viel Wald. Mutter Natur malt dort bezaubernde Landschaftsgemälde (s. S. 44). Der Oderlandweg bietet urwüchsige Landschaften, in denen man oft stundenlang keine Menschenseele trifft. Er führt über 64 Kilometer durchs Märki-

sche Oderland. Kontrastpunkte bilden das Freilichtmuseum Altranft oder Bad Freienwalde, die älteste Kurstadt der Mark (s. S. 4). Dort befindet sich am Weg auch das Haus der Naturpflege. Wer kennt nicht die schwarze Waldohreule auf den gelben Schildern – das Zeichen

für den Schutz der Natur landesweit. Erfunden haben es Kurt Kretschmann (1914-2007) und seine Frau Erna (19122001), die Bad Freienwalde zur Hochburg des Naturschutzes erst in der DDR und dann in ganz Deutschland gemacht haben. Zum Lebenswerk der Kretschmanns gehören nicht nur die populäre Eule oder der Gedanke, Naturlehrpfade anzulegen, sondern auch das Haus der Naturpflege. 1960 richteten sie es in ihrem selbst erbauten Blockhaus ein und gestalteten den dazugehörigen Garten am Hang zu einem Refugium für Naturfreunde. Auf der Naturparkroute Märkische Schweiz erwarten Wanderer viele malerische Seen, wilde Schluchten und Täler, sanfte Hügel und beeindruckende Aussichtspunkte. Sehenswerte Stationen unterwegs sind beispielsweise der Schermützelsee, das Besucherzentrum „Schweizer Haus” mit 200 m² Ausstellungsfläche und vielversprechenden Einblicken in Natur und Landschaft der Märkischen Schweiz, der Dendrologische Garten, die Pritzhagener Mühle, das Besucherzentrum „Drei Eichen“, der Was-

„Ich bin die Heimat durchzogen, und ich habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte.” (Theodor Fontane) serturm im Erholungsort Waldsieversdorf – und überhaupt die seltene Fülle an Tieren und Pflanzen. Spezielles Augenmerk gilt hier noch heimischen Fledermäusen (s. S. 12).

„Ach Mensch, ick hab’ se alle jern” Andreas Mückes Fontane-Karikaturen begleiten den Leser mit einem Augenzwinkern durch dieses Heft Die Karikaturen des Berliners Andreas Mücke sind unverwechselbare Hingucker. Zum „Langen Kerl“, der fröhlich durch das Ferienmagazin Königs Wusterhausen „marschiert” und zu den pfiffigen Karikaturen, die Beiträge im Ferienmagazin „Oberlausitz” illustrieren, ist nun die neue Herausforderung Fontane gekommen, der vor 150 Jah-

ren das märkische Seenland erkundete. Andreas Mücke (im Bild), sehr belesen und historisch bewandert, kennt natürlich Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg”. Dem Altvorderen gleich streift auch er durch die seenreiche Landschaft östlich Berlins und lässt sich an behaglichen Plätzen nieder – denn eine weitere Leidenschaft ist die Malerei. Mit traumhaft schönen Landschaftsbildern, etwa vom Oderland (s. Bild oben), dem Müggelsee, von Erkner oder Grünheide machte er schon vielen Liebhabern der Landschaft eine Freude. Bei seinen AquarellBildern „muss es schnell gehen, um mich lebendig und mit Schwung ausdrücken zu können“, sagt der Mann, der nur ein paar Schritte von der Berlin-Friedrichshagener Böl-

schestraße entfernt arbeitet. An seinen FontaneKarikaturen für dieses Heft friemelt und feilt er, liest zwischendurch in den „Wanderungen” und spürt nicht, wie die Zeit vergeht. Meist trafen die FontaneKarikaturen dann morgens per E-Mail beim Ferienmagazin ein. Abends mit dem Zeichnen begonnen, konnte er Stift und Pinsel nicht mehr loslassen, bis das Werk in den Morgenstunden vollbracht war. Danke, Andreas!

Tagsüber ist der Freischaffende – er ist übrigens der Vater von Schauspielstar Friedrich Mücke – immerzu auf Achse. Unterstützt die Bürgerinitiative gegen Fluglärm, arbeitet künstlerisch in Gruppen mit Kindern, referiert als Dozent vor Studenten der Berliner Technischen Kunstschule und hilft immer wieder als Bühnen- und Kostümbildner aus – dieses Handwerk erlernte er einst auf der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Andreas Mücke arbeitet für das Theater in Anklam und stattet dort Inszenierungen aus. Darunter sind schon mal allein 30 Kostümentwürfe. Kein Wunder, sein neuester Clou ist eine Ausstellung: „Girls & Ladys” – Fashionillustration und Modekarikatur. „Es ist eine Arbeit, die mir unglaublichen Spaß macht“, sagt er. Wir vom Ferienmagazin wissen das und haben noch im Ohr, wie er mal in seiner Mappe mit den Karikaturen blätternd im feinsten Berlinerisch seufzte: „Ach Mensch, ick hab’ se alle jern.“ mueckeandreas@gmx.de

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Seelow • Frankfurt/Oder

Wo erbitterte Kämpfe tobten… Gedenkstätte/Museum Seelower Höhen erinnert an entscheidende Schlacht des Zweiten Weltkrieges Weitere Angebote: E Ein 30-minütiger Dokumentarfilm zeigt eindrucksvolle Bilder vom Ende des Krieges. E Führungen für Gruppen sind nach vorheriger Absprache möglich. E Über Vorträge und öffentliche Führungen informiert Sie der Veranstaltungsplan auf der Internetseite der Gedenkstätte. Öffnungszeiten: Di.-So. 10-17 Uhr, Nov.-März: 10-16 Uhr und nach Vereinbarung (Einlass bis 30 Minuten vor Schließzeit). Die Schlacht um die Seelower Höhen vom 16. bis 19. April 1945 gilt als die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden. Mit ihr begann die Berliner Operation der Roten Armee und damit der Auftakt zur endgültigen Beendigung des vom nationalsozialistischen Deutschland geführten Vernichtungskrie-

ges. Es starben zehntausende Soldaten vieler Nationen. Die Kämpfe forderten auch unter der Bevölkerung viele Opfer und zerstörten eine einzigartige Kulturlandschaft. Die Gedenkstätte/Museum Seelower Höhen zeigt eindrucksvoll den Wandel vom Schlachtfeld zum international anerkannten Erinnerungsort. Die

2012 eröffnete mittlerweile fünfte Dauerausstellung verfügt neben Sachzeugen, Schrift- und Bilddokumenten erstmals über moderne Medienstationen mit vielfältigen Informationen. Besonders die Zeitzeugeninterviews ermöglichen eine intensive Annäherung an die deutsche und europäische Geschichte.

weiß genau, wovon sie spricht. Schließlich trat die gebürtige Berlinerin hier schon selbst in die Pedale.

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Zwei wunderbare Häuser zum Ausspannen & Träumen Stuck an den Decken, Kronleuchter im Saal sowie Zimmer mit einladenden, gemütlichen Sesseln (im Bild rechts). Im Palais am Kleistpark übernachten Gäste nicht einfach nur, hier logieren sie! Alles wirkt eine Spur gediegen, aber keinesfalls überkandidelt. Trotz des stilvollen Ambientes ist das Palais ein Haus für Jedermann. Insgesamt bietet das beliebte Hotel 22 Zimmer in drei unterschiedlichen Kategorien. Jedes hat seine eigene Note. „Unser Haus an sich ist klein, aber fein“, lächelt Hotelchefin Kathrin Kiewitt. So schick Ausstattung und Architektur des Jugendstil-Juwels wirken, so spannend liest sich auch die Historie des rund 120 Jahre alten Gemäuers. Errichtet wurde es einst für zahlungskräftige Offiziere der Garnisonsstadt. Die lebten mit ihren Familien in herrlichen Wohnungen mit bis zu acht Zimmern. „Meist leisteten sich adlige Offiziere diese Annehmlichkeiten: vom Leutnant bis zum Oberst“, informiert Kathrin Kiewitt. Nach einer Sanierung entfaltet das Haus heute wieder seinen früheren Charme. Vis-à-vis des Kleistparks gelegen, mauserte es sich in den letzten Jahren zu einer ersten Urlauberadresse in Brandenburg.

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Gedenkstätte/Museum Seelower Höhen Einrichtung der gemeinnützigen Kultur GmbH Märkisch-Oderland Küstriner Straße 28 a, 15306 Seelow F/5 Tel. +49 3346 597 gedenkstaette@kulturmol.de www.gedenkstaette-seelower-hoehen.de

Tipps: E Reichhaltiges Frühstück wird an Wochenenden und Feiertagen auch als „Langschläferfrühstück“ bis 11.30 Uhr serviert E Für Tagungen & Feiern steht eine multifunktionale Veranstaltungsetage mit 4 Konferenzräumen für bis zu 200 Personen zur Verfügung E Pkw-Stellplätze in der hauseigenen Garage.

In der City und nah an der Oder Partner-Haus ist das City Park Hotel Frankfurt/(Oder). Familien, Radtouristen und Geschäftsreisende schätzen dort 90 behagliche Zimmer. Auf dem über drei Meter langen Sideboard können Kinder malen und Dienstreisende ihre Akten so richtig ausbreiten (Bild unten). Die extra großen Betten sind eine weitere Annehm-

lichkeit. Die Drei-Sterne-Herberge – zuletzt in den Top 50 der beliebtesten Hotels Deutschlands – liegt direkt am schönen Gertraudenpark. Weitere Pluspunkte für beide Häuser sind die Nähe zu Frankfurts City mit Sehenswürdigkeiten wie St. Marienkirche oder Kleist-Museum. Auch der OderTurm und die Grenzbrücke zu Polen sollten bei einem Stadtbummel nicht fehlen. „Radfans kommen auf dem Oder-Neiße-Radweg voll auf ihre Kosten“, so Kathrin Kiewitt. Die Altlandsbergerin

Palais am Kleistpark Garni Fürstenwalder Straße 47 15234 Frankfurt (Oder) G/7 Tel. +49 335 56150, Fax 5615100 info@palaisamkleistpark.de City Park Hotel Garni Lindenstraße12, 15230 Frankfurt (Oder) Tel. +49 335 55320, Fax 5532605 info@citypark-hotel.de www.citypark-hotel.de


Boskoop, Blechkuchen und mehr Eine Radtour durch alte Obstalleen und vorbei an Apfelbäumen mit historischen Sorten Elstar, Gala, Boskoop oder Jonagold. Mit Bäckchen oder ohne. Süße oder saure: Apfelsorten gibt es viele – bloß merken wir davon in Geschäften nur wenig. Im Seenland Oder-Spree ist das ganz anders. Hier gedeihen Sorten, wie sie mancher noch aus Omas Zeiten kennt. Und das Beste: Wer weiß, wo die pflückfrischen Köstlichkeiten wachsen, kann sie am Wegesrand oft auch gleich verkos-

ten. Beispielsweise auf der „Apfelradtour“ entlang des Oderbruchbahnradwegs. Der verspricht nicht nur eine Augenweide zwischen Wald und Flur, sondern auch Gaumenschmaus. Die entspannte Radrunde ab/bis Fürstenwalde, Müncheberg und Seelow ist auch eine kulinarische ApfelReise: von Boskoop bis Blechkuchen, von Apfelmost bis Apfellikör. Durch Obstbaumalleen Beispiele gefällig? In Fürstenwalde kredenzen das Bischofsschloss u. a. Apfelblechkuchen, das Restaurant „Zunfthaus 383“ Apfelbier. Die Schlossremise in Steinhöfel überrascht dagegen mit Apfelsofteis. Das Schweizerhaus Seelow wartet mit selbst gemachter Apfelmarme-

lade und Apfelsaft auf. Hergestellt aus regionalen Apfelsorten, versteht sich. Highlights in Marxdorf sind Apfelliköre und Apfelbrand. Das Falkenhagener Eiscafé Buchholz serviert aber auch einen hervorragenden Apfelwein. Na dann Prost! Nicht verpassen sollten Sie die älteste Obstbaumallee Brandenburgs im Steinhöfeler Ortsteil Tempelberg. Hier können Gäste rund 200 Jahre alte Apfelbäume bestaunen. Beim Steinhöfeler Verein LandKunstLeben (Berkenbrücker Weg)

können Besucher Gala & Co. gleich selber pflücken. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg

vermittelt wiederum Wissen über historische Sorten und zeigt beispielsweise den Lieblingsapfel des Alten Fritz. Besucher erfahren hier auch, dass alte Apfelsorten wie Boskop oder Jonagold oftmals verträglicher sind als die heute gängigen. Und schon gewusst? Der knackige und leuchtend rote Elstar kommt aus Holland und wird erst seit den 50er Jahren gezüchtet. In unseren Gefilden zählt er zu

den am häufigsten angebauten Apfelarten. * Die „Apfelradtour“ lohnt sich aber nicht nur zur Apfelernte – sie ist zu jeder Jahreszeit traumhaft schön!

Tipp für Radler! Anreise mit der Bahn RB 26 (Berlin/Lichtenberg – Kostrzyn) nach Mu ̈ncheberg RB 26 (Berlin/Lichtenberg – Kostrzyn) nach Seelow-Gusow RE 1 (Berlin – Frankfurt/Oder) nach Fu ̈rstenwalde/ Spree Mehr Infos: Tourismusverband Seenland Oder-Spree e. V. D/7 Ulmenstraße 15, 15526 Bad Saarow Tel. +49 33631 868100, Fax 868102 info@seenland-oderspree.de www.seenland-oderspree.de

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Lebus

Blütenmeer & Krimi-Scheune Lebus und Umgebung – Außergewöhnliches in Natur und Kultur Wandern, reiten, Rad und Kanu fahren lässt sich im Seenland Oder-Spree allerorten vortrefflich. Auch in Lebus und dessen Umgebung – zum Beispiel auf dem Oder-Neiße-Radweg, dem Europawanderweg E 11 oder auf der alten Oder. Die alte Bischofstadt und das Lebuser Land bieten aber auch Außergewöhnliches, was andernorts nicht zu finden ist. Da ist nicht nur das gelbe Blütenmeer, wenn im Naturschutzgebiet „Oderberge Lebus”, an den Oderhängen bei Mallnow, in den Naturschutzgebieten „Zeisigberg“ bei Reitwein und der „Priesterschlucht“ bei Podelzig von März bis Mai die Adonisröschen blühen. Vom Lebuser Burgberg aus entfaltet sich für den Besucher nicht nur ein eindrucksvolles Pano-

Tipps für Radler Reitwein erkunden E Lohnendes Ziel für einen Tagesausflug auf dem Rad ist Reitwein, das sein 700. Gründungsjubiläum feiert. Von Lebus geht es entlang des Oder-NeißeRadweges rund zehn Kilometer auf der Deichkrone bis zum Dammmeisterhaus und von dort nach Reitwein. Ein großer Wegweiser in der Mitte des beliebten Ausflugsortes weist auf zahlreiches Sehenswertes ringsum hin, wie den bewaldeten Höhenzug „Reitweiner Sporn“, über den schon vor hundert Jahren Ausflügler unter alten Linden und

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rama der Weiten des Oderbruchs. Dort lässt zugleich die visualisierte Burg wieder mittelalterliches Leben erahnen. Nach Plänen der Landschaftsarchitekten Sabine und Markus Thelen, die dafür 2015 den Sonderpreis des Brandenburgischen Baukulturpreises erhielten, wurden die Fundamente der alten Anlagen mit Cortenstahl-Wänden umrandet und mit Rasen bedeckt. Mehr zur Lebuser Geschichte, inklusive eines Modells der ehemaligen Burg und Repliken eines bei der Burgberg-Sanierung gefundenen Bronzeschatzes, erfährt und sieht der Reisende im Museum Haus Lebuser Land, das vom Heimatverein betrieben wird. Nicht alltäglich ist auch die Krimi-

Kastanien wanderten. Oder die Burgwallanlage, die an die vor 1.300 Jahren hier siedelnden Slawen erinnert. Der Standort des einstigen Schlosses am Fuß des „Reitweiner Sporns“ wird durch eine Hainbuchenhecke nachgezeichnet. Tafeln informieren über das Schloss, seine Herren und Besucher, inklusive Friedrich II. und Theodor Fontane. In den Reitweiner Bergen hatte der sowjetische Marschall Shukow kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs einen Befehlsstand. Noch erhaltene, denkmalgeschützte Erdbunker und Laufgräben können während der Wanderung über den

Scheune in Treplin. Auf Initiative des Dorfentwicklungsvereins „Glück Auf 98” e. V., erfreut sich im Gemeindezentrum „Amtsscheune“ eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Lesungen rund um Mord und Totschlag zunehmender Beliebtheit. Gut zuhören sollte man auch bei den Hörspielnächten im „Wolffscamp“ Alt Zeschdorf, wenn sich der Badestrand am Hohenjesarschen See in eine Open-AirHörspiel-Lounge verwandelt, dann treibt zum Beispiel Dracula am Seeufer sein gruseliges Unwesen. In Alt Zeschdorf sind neben Campingfreunden, Wasserratten und Hörspielfans auch Pferdeliebhaber, Freizeit- und Sportreiter beim ortsansässigen Reit- & Fahrverein gleichermaßen willkommen.

„Man muß es so einrichten, daß einem das Ziel entgegenkommt.” (Theodor Fontane) Info-Punkt Amt Lebus Kietzer Chaussee 1 15326 Lebus G/6 Tel. +49 33604 63758 Fax +49 33604 63780 info-punkt@amt-lebus.de www.amt-lebus.de

„Reitweiner Sporn“ besichtigt werden. Einen Abstecher ist auch die von August Stüler, einem Schüler Schinkels, geschaffene Kirche im neogotischen Stil (im Bild) wert. Theodor Fontane hat dieser Sakralbau aus rotem Backstein so beeindruckt, dass er ihn zeichnete. Die Kirche wurde bei den Kämpfen 1945 stark beschädigt. Inzwischen sind erste Sanierungsarbeiten abgeschlossen und auch der 46 Meter hohe Turm mit Uhren und Glocken ist in alter Pracht fertiggestellt. Zurück nach Lebus geht es mit dem Rad durch weite Felder auf gut ausgebauten und beschilderten Wirtschaftsstraßen.


Neuhardenberg

In der Mitte Europas Von Theater bis Tagung: Schloss Neuhardenberg zählt zu den gefragten Kultur- und Bildungsstätten der Mark

Ausflüge nach Neuhardenberg und in seine Umgebung versprechen wunderbare Erlebnisse. Die herrlichen Alleen weisen den Weg, schöne Parkanlagen aus der Zeit des märkischen Adels laden zum Spazieren ein. Durch das Gebiet verlaufen der internationale Fernradweg R1 und der Europawanderweg E 11. Was können Sie hier nicht alles entdecken! Schloss, Park, Kirche, Dorfmuseum, auf Anfrage das Flugplatzmuseum sowie die GutsBäckerei (beliebter GästeTreff – Kaffee, Torten, Backwaren, Eis) in Neuhardenberg. Das Molkenhaus, ein Frühwerk Karl Friedrich Schinkels, auf dem ehemaligen Vorwerk Bärwinkel. Die

rant gut gefüllten Picknickkorb und erkunden dann den Park und seine nähere Umgebung. Viele interessieren sich natürlich für die Historie des Ortes: Das Kleinod, das heute in etwa in der Mitte Europas liegt, erschufen einst Karl Friedrich Schinkel (Schloss und Kirche) sowie Peter Joseph Im historischen Ambiente brachten die Lenné und Hermann Fürst von PücklerHoteliers Tradition und Moderne in Ein- Muskau (Park). Die spannende Geklang. Doch auch Tagesausflügler, etwa schichte des Ensembles reicht vom SieRadler und Biker, sind in Neuhardenberg benjährigen Krieg über den Widerstand gut aufgehoben. Sie legen am Schloss gegen das Nazi-Regime bis hin zum soeine Rast ein, ordern den vom Restau- zialistischen Musterdorf „Marxwalde“.

Der Rosengarten

Verbunden ist dies mit Namen wie Friedrich der Große, Claus Graf Schenk von Stauffenberg und Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im All. Tipps: E Hotel mit 54 Zimmern und zwei Suiten E Restaurant „Brennerei“ mit märkischen und internationalen Spezialitäten E Das Schloss ist beliebt bei Hochzeitspaaren – übrigens auch im Winter E Frisch Vermählte pflanzen im Park einen Baum E Schlossbesichtigung und Führung von März bis Oktober E Zu allen Events werden Kultur-Arrangements angeboten E Zweimal jährlich erscheint das Kulturprogramm der Stiftung, das auf Wunsch gern zugesandt wird. Internet: schlossneuhardenberg.de Hotel Schloss Neuhardenberg Schinkelplatz E/4 15320 Neuhardenberg Tel. + 49 33476 6000 Fax + 49 33476 600-800 hotel@schlossneuhardenberg.de www.schlossneuhardenberg.de Geöffnet: täglich ab 11 Uhr

L(i)ebens- und Sehenswertes Klosterkirche und die Klosterruine (August bis September „Musik im Kloster“) sowie den Klostersee in Altfriedland. Den Straußenhof Weideblick in Neufriedland. Ein Fledermausmuseum in Julianenhof oder das Museum in Platkow. Das Schloss in Gusow. Den Gusower Baggersee mit Erholungs- und Bademöglichkeit. Den Töpferhof, ein Landfrauencafé und die Landmaschinenausstellung in Groß Neuendorf. Die Gedenkstätte in Seelow und den Kunstspeicher in Friedersdorf. Das Denkmal Alter Fritz in Letschin …

Weitere Tipps: E Räderausleihe beim örtlichen Fahrradverleih E Ladestation für E-Bikes in der Tourist-Information E Kanutour auf der Alten Oder E Stocherfloß, Kanustation Quappendorf E Wanderkalender des Vereins LANGES HAUS Altfriedland E geführte Wanderungen E Wanderreitstation Neuhardenberg E vogelkundliche Beobachtungen im Europäischen Vogelschutzgebiet „Altfriedländer Teiche“ E Fischerei Altfriedland

Neuhardenberger Land – Tourismus e.V. Karl-Marx-Allee 23, 15320 Neuhardenberg Tel. +49 33476 60477, Fax 60478 E/4 info@neuhardenberg-information.de www.amt-neuhardenberg.de www.neuhardenberg-information.de

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Gäste flanieren gern durch den herrlichen Park. Andere genießen im Restaurant einen Cappuccino und den Blick auf das klassizistische Ensemble von Schloss Neuhardenberg. An dem geschichtsträchtigen Ort keine Autostunde von Berlin entfernt, lässt man den Alltag schnell hinter sich. Entschleunigung und Stressabbau sind mittlerweile fast geflügelte Worte. Doch in dieser märkischen Idylle finden Besucher wirklich zu sich. Einige Hotelgäste sieht man durch den Landschaftspark joggen. Firmen entdeckten das Refugium indes längst für Tagungen und Teambildung. Wir erlebten kürzlich ein nächtliches Bogenschießen im Fackelschein, tags darauf konzentriert analysierende Banker. Einen Namen gemacht hat sich Schloss Neuhardenberg aber vor allem als gefragte Kunst- und Kulturstätte. Viele Veranstaltungen sind lange vorher ausverkauft. Konzerte, Lesungen sowie Events mit Künstlern und Intellektuellen locken mittlerweile ein Publikum aus ganz Deutschland. 2016 kann man hier beispielsweise Schauspieler Milan Peschel (23.4.), Axel Prahl und das Inselorchester (18.6.) sowie Altbundespräsident Horst Köhler (12.6., im Gespräch mit Manfred Osten) erleben. Die Stiftung Schloss Neuhardenberg beweist einmal mehr, dass sie zu den kulturellen „Leuchttürmen“ Brandenburgs zählt. Wem es gefällt, der bleibt gleich ein paar Tage länger und logiert in den großzügigen und komfortablen Zimmern des Schlosshotels. Wer den märkischen Sternenhimmel durchs Dachfenster bestaunen will, der ist in den zweistöckigen Galeriezimmern genau richtig.


Buckow (Märkische Schweiz)

Ein Fest für alle Sinne Wer in die Märkische Schweiz kommt, kann sich selbst begegnen…

„Die Dinge beobachten gilt mir beinah mehr, als sie zu besitzen…” (Theodor Fontane)

Ein Füllhorn von Angeboten steht dafür in den kleinen Hotels, Restaurants, Physiotherapien, Kunst- und Biohöfen, bei Kneipp- und Gesundheitstrainern zur Verfügung. Beliebte Wanderwege schlängeln sich auf 140 Kilometern Länge durch Täler, Wälder, über Hügel und entlang der zahlreichen Seen. Die seit 150 Jahren viel gerühmte gute Luft kitzelt in der Nase und macht sich in den Lungen breit – endlich durchatmen! Eintauchen heißt es an einer der acht Wassertretstellen in Buckow und Waldsie-

Die eigene Mitte finden, den Körper spüren, die Sinne öffnen und den Zauber der Natur entdecken – das passiert einfach, wenn man sich einlässt auf diese kleine Welt zwischen Oder und Spree. Nichts Spektakuläres erwartet den Gast, sondern eine kleinteilige, vielfältige Gesamtheit von Natur und Kultur, die rund um Berlin ihresgleichen sucht. Am besten tut man das, was schon der Pfarrer Sebastian Kneipp vor 120 Jahren empfahl, und stellt sich ganz individuell eine Mischung aus Bewegung, Ernährung, Heilkräutern, Wasseranwendungen und Entspannung zusammen. Das gelingt zu jeder Jahreszeit im Naturpark Märkische Schweiz, rund um Buckow und Waldsieversdorf. Kneipp-Vergnügen im Stobber

Das Eiszeitmobil kommt: Zum Forschen und Experimentieren Wie sah die Landschaft, in der wir leben, zur Eiszeit vor 12.000 Jahren aus? Warum bewegten sich die Eismassen? Wo kann man Spuren der Eiszeit sehen? Antworten finden kleine und große Eiszeitforscher-Gruppen mit unserem Eiszeitteam. Sie können selbst experimentieren, dabei naturwissenschaftliche und physikalische Phänomene wie die Kraft des Eises und die Anomalie des Wassers anschaulich erleben. Experimente machen die Entstehungsgeschichte der Landschaft gerade für Kinder verständlich und vorstellbar – vor allem, wenn sie die Landschaft gleich vor der Tür haben!

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versdorf. Menschen, die wie ein Storch mit den Füßen im Wasser waten, gehören seit vielen Jahren zum Alltagsbild im Kurstädtchen und verursachen längst kein verschämtes Grinsen mehr. Kneipp tut gut, das spürt man einfach! Unter den ehrwürdigen Baumriesen im Buckower Schlosspark erklingt im Sommer erlesene Kammermusik. Auf den Wiesen dieser denkmalgeschützten Gartenanlage lauschen die Gäste auf Bänken, Decken oder einfach im Gras. „Feldstein und Musik“ ist die Verbindung, die viele Menschen zu Konzerten in die kleinen Dorfkirchen lockt. Keramikund Malerateliers, Kunstausstellungen, Museen, Theater, Kino, Feste – ein kultureller Fächer breitet sich aus, wenn man den Veranstaltungskalender der märkischen Mini-Alpen vor Augen hat. „Nun wähle jeder nach seinem Sinn“, könnte man mit Fontane sagen und dem nur noch hinzufügen, dass mit Auto oder Bahn innerhalb von 90 Minuten die knapp 60 Kilometer vom Brandenburger Tor bis an den Schermützelsee in Buckow überwunden sind. Und dessen smaragdgrün schillerndes Wasser ver-

„Erlebnis Eiszeit” Erkunden Sie die Landschaft auf einer GPS-Tour – vorbei an Flugsanddünen, Feldsteinen, Waldsöllen, Mooren und Seen, durch Kerbtäler mit so poetischen Namen wie Silberkehle oder Wolfsschlucht finden Sie auf Schritt und Tritt

Feuersteine und andere Hinterlassenschaften der Eiszeit. Der Einsatz des Eiszeitmobils ist auch überall möglich (z. B. auf dem Schulhof). Buchbar unter www.eiszeitmobil.de oder Tel. +49 33433 151450.

mittelt ein Gefühl von Karibik am märkischen Strand. Das Weite liegt so nah, typisch Brandenburg eben. Veranstaltungskalender (Auszug) E 8. Mai: Auftaktkonzert „Feldstein und Musik“ in Ihlow E 22. Mai: Gesundheits- & Familienfest in Buckow E 11.-12. Juni: Rehfelder Lilienfest und Offene Gärten E 17.-19. Juni: Buckower Rosentage E 9. Juli: Lange Nacht mit Kunst und Natur in Buckow E 4.-7. August: Waldsieversdorfer Jägerfest E 26.-28. August: Klosterdorfer Teichfest E 28. August: Konzert an der Pyramide Garzau E 17. September: Naturpark-Apfelfest in Trebnitz E 30. September – 2. Oktober: Zinndorfer Oktoberfest Mehr Informationen: Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz Sebastian-Kneipp-Weg 1 D/4 15377 Buckow (Märkische Schweiz) Tel. +49 33433 65982 oder 65983 touristinfo@amt-maerkische-schweiz.de www.maerkischeschweiz.eu

Tipps und Termine: E Eiszeitmobil als Programm für Gruppen E 4 Ferienwohnungen E Küche, Speisesaal, Seminarräume E Tipidorf mit 5 Indianerzelten E Klassenfahrten E Wald-Café an Wochenenden und Feiertagen (1.4. -3.10.) E 22. Juli: „Grüner Markt & Regional-Buffet“ mit Brot aus eigenem Lehmbackofen, Fisch, Wild, Gemüse u.v.a.m. E eigene Köchin in der Hauptsaison! Drei Eichen – Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung Königstraße 62 15377 Buckow/Märkische Schweiz Tel. +49 33433 201 D/4 anmeldung@dreichen.de www.dreichen.de


Berlin Marzahn-Hellersdorf

Fünf Dörfer am Rande Berlins Anders als erwartet: Radpartie zwischen Wald, Seen und Villenorten

Die Dörfer-Tour

Kaulsdorfs Turmmuseum Nur einen Katzensprung weiter ist vom Großstadt-Verkehr nichts mehr zu hören: Wir radeln in nördlicher Richtung durchs schöne Wuhletal zur gleichnamigen UBahn-Station. Kurz darauf überrascht uns das historische Kaulsdorfer Dorfensemble. Die Kirche auf dem Dorfanger hat einen schönen Altar. Sehenswert ist auch das Turmmuseum. Parallel zur S-BahnStrecke geht’s dann auf dem ruhigen Wilhelmsmühlenweg weiter nach Mahlsdorf.

Die historischen Dorfensembles bzw. Dorfkerne: 1 – Biesdorf, 2 – Kaulsdorf, 3 – Mahlsdorf, 4 – Hellersdorf, 5 – Marzahn Hellersdorfs alte Landarbeiterhäuser Dann treten wir abermals in die Pedale – es geht weiter nördlich nach Hellersdorf. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom: Wir entscheiden uns am Kreisverkehr unweit des S-Bahnhofs Mahlsdorf für die Ridbacher Straße. Im „Dorf“ selbst stoppen wir am früheren Rittergut (Alte Hellersdorfer Straße). Die LandarbeiterDas Gründerzeitmuseum im Gutshaus häuser sind noch ganz gut in Schuss. EiniMahlsdorf am Hultschiner Damm 333 ge werden liebevoll restauriert. Bevor hier ringsum Großsiedlungen entstanden, galt mühle stand, genießen wir die fantasti- Hellersdorf als großes Gemüseanbaugesche Aussicht. Man fühlt sich wie auf ei- biet für Berlin. Einer unser Ferienmaganem grünen Balkon Berlins. Uns zu Füßen zin-Reporter erntete hier vor über 30 Jahliegen die Kaulsdorfer Seen. Am Horizont ren noch selbst Rosenkohl und bestaunte entdecken wir die Müggelberge. Danach Schafherden. radelt die Reporter-Truppe ins Mahlsdorfer Ortszentrum. Hier wird’s wieder histo- Marzahner Bockwindmühle risch. Zu den Denkmalen zählen u. a. der Zum Schluss unserer „Dörfer-RadBahnhof, die Alte Schule sowie die Straße tour“ kommen wir nach Alt-Marzahn. An der Schule. Info am Rande: Die Dorf- Heute ist es komplett von Neubauten kirche Mahlsdorf ist das älteste Gebäude umgeben. Dieser Kontrast ist ein ganz bevon Marzahn-Hellersdorf! sonderer Reiz. Der einstige Dorfanger mit

Foto: OleBaderSandwichpicker

Biesdorfs grüner Balkon Wir vom Ferienmagazin erkundeten alle ehemaligen Dörfer der Region in einem einzigen Sattelritt. Ein Herzstück – und für uns Startpunkt – der entspannten Radelrunde war das Biesdorfer Schloss. Einst Wohnsitz der Unternehmerfamilie Siemens, wird der alte Herrensitz mit Turm ab Herbst 2016 in neuem Glanz erstrahlen. Im rekonstruierten Palais eröffnet dann u. a. eine Ausstellung zur Kunstgeschichte der DDR. Der von LennéSchüler Gustav Meyer angelegte Park lädt schon jetzt zum Spazieren ein. Gegenüber liegt der alte Biesdorfer Dorfanger an der belebten Bundesstraße 1.

Wuh Wan letalderw eg

Historische Dorfanger, schicke Villen, Seen sowie tolle Rad- und Wanderwege: Viele mögen es kaum glauben – doch diese Idylle liegt mitten in Marzahn-Hellersdorf, keine 20 Autominuten von Berlins City entfernt. Am Rand der Weltmetropole gibt es ein Ausflugsrevier, das viele noch nicht so genau kennen. Die Rede ist von Kaulsdorf, Mahlsdorf, Biesdorf, Hellersdorf und Marzahn. Es sind fünf ehemalige Dörfer, die ihren Charme bewahrten. Einst an großen Handelsstraßen gelegen, trotzen sie Berlins Wachstum und wirken heute wie grüne Inseln am Rand der Hauptstadt.

Mahlsdorfs Gründerzeitmuseum Bevor wir ins pulsierende Stadtteilzentrum radeln, machen wir einen Abstecher zum Gutshaus Mahlsdorf mit Park und dem bekannten Gründerzeitmuseum der Charlotte von Mahlsdorf. Am Barnimhang, dort, wo früher mal eine Bockwind-

Kirche und alter Schule (heute Bezirksmuseum) blieb gut erhalten. Auch Bockwindmühle, Tierhof und Kultur-Gut zählen hier zu den beliebten Ausflugszielen. Wir gönnen uns zum Schluss noch ein ganz besonderes Highlight: einen Besuch in den „Gärten der Welt“. Tipps… E Ab 13. April 2017 wird im Stadtbezirk die erste Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 (www.iga-berlin-2017.de) 170 Tage lang ein unvergessliches Gartenerlebnis bieten. Die wunderbaren „Gärten der Welt“, der angrenzende Kienberg und Teile des Wuhletals sind einbezogen. Entdecken Sie die grüne Vielfalt des Bezirks schon jetzt! E Gründerzeitmuseum E BergWerk Berlin: Europas größter Indoor-Erlebnis-Hochseilgarten E Alte Börse Marzahn: Einzigartiger Szene-Kulturort im historischen Ambiente E Kinderforschungszentrum HELLEUM: Naturwissenschaften & Technik praktisch erleben E Skywalk Berlin Marzahn: Aussicht vom Dach der 75 m hohen Platte E Schloss Biesdorf: erstrahlt nach Rekonstruierung im neuen Glanz …und Termine 2016: E 3. Juni: Classic open air Helle Mitte E 9. Juli: Schlossparkfest Biesdorf E 10. September: Viva la musica E 11. September: Alt Marzahner Erntefest E Alle Einrichtungen, Veranstaltungen, Tipps & Radwege sind zu finden unter www.anders-als-erwartet.de Weitere Informationen zur IGA Berlin 2017 finden Sie unter: www.iga-berlin-2017.de www.wirtschaftsfoerderung-mh.de

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Touristinfo Marzahn-Hellersdorf Eisenacher Straße 99 (Eingangsbereich zu den „Gärten der Welt”) 12685 Berlin A/4-5 Tel. +49 30 700906-655 info@anders-als-erwartet.de www.anders-als-erwartet.de Der Orientalische Garten in den Gärten der Welt

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Strausberg Veranstaltungen 2016: E 1. Mai: Frühlings- und Kinderfest E 16. Juni: Tag der Senioren E 8. Juli: Jugendnacht E 9. Juli: Großes Drachenboot-Rennen E 16. Juli: Strausseeschwimmen E 11. September: Tag des Kindes E 3. Oktober: Straßenfest, Strausseelauf, Herbstfanfare, 2 . Strausberger Halbmarathon E 10.-11. Dezember: Weihnachten in der Altstadt E 24. Dezember: Musik zur Heiligen Nacht E 31. Dezember: Silvesterlauf Tipps: E Stadtführungen E „Seesichten”Weg um den Straussee E „CLIMB UP”-Kletterwald E Kinderbauernhof (s. S. 17) E Museen (s. S. 15)

Mit Rad oder Rucksack Zwischen historischer „Eisenbahn“ und Elektro-Fähre gibt’s in Strausberg viel zu entdecken Mit Tempo oder gemächlich. Mit Blick auf Tacho oder intakte Natur. Mit Picknickkorb oder auch ohne: Abschalten vom Alltag funktioniert hier auf dem Drahtesel besonders gut. Willkommen im Radelparadies in und um Strausberg! Bei (Rund-)Touren haben Sie hier fast die Qual der Wahl. Viele Radwege starten gleich am S-Bahnhof Strausberg, etwa zur 25 Kilometer langen Tour „Alter Ägypter”. Diese führt am Straussee entlang, verläuft dann u. a. über Rehfelde und Garzin. Der „Ägypter“ bezieht sich übrigens auf Pyramide und Bunker in Garzau. Wer etwas mehr „Körner“ hat, tritt rund 40 Kilometer auf der ausgewiesenen „Wald und Wiese“-Route in die Pedale. Los geht’s am S-Bahnhof Strausberg-Nord, vorbei am schönen Straussee bis nach Fredersdorf und wieder zurück zum S-Bahnhof Hegermühle. Natürlich schwärmen Gäste per Rad oder per pedes nicht nur in die Umgebung aus. Auch Strausberg selbst lädt zum Entdecken, Staunen und Schlendern ein. Vielen fällt gleich die Eisenbahn, die eigentlich eine Straßenbahn ist, auf. Sie gilt in ganz Brandenburg als Ra-

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spielsweise durch den Fischerkietz, über den Markt mit „Altem Stadthaus“ (heute Bibliothek) oder an der Stadtmauer entlang. Erfahren Sie hier auch etwas über die Historie – von frühen slawischen Fischersiedlungen, dem Bau der Burg Struceberch und Strausbergs Geschichte als Garnisonsstadt. Der Ausflugshit schlechthin ist – nicht nur in der warmen Jahreszeit – der Straussee. Etwa neun Kilometer lang ist eine Umrundung. Wer etwas abkürzen will, lässt sich einfach mit der elektrischen Personenseilfähre übersetzen „Das Beste aber, dem du begegnen wirst, (siehe auch Seite 16). Aber egal, das werden die Menschen sein.” ob kurze oder lange Tour: hier (Theodor Fontane) geht’s nicht über Stock und Stein, sondern eher gemütlich am Ufer entlang. Zu 2015 feierte Strausberg 775. Stadt-Gejeder Jahreszeit bieten sich tolle Blicke burtstag. Das Jubiläum war ein voller ErSeesichtenweg auf die Stadt, weshalb man diese Ufer- folg und soll Initialzündung für weitere rität! Das liebenswerte Gefährt zuckelt wanderung hier „Seesichten“ nennt. Events sein. Schon jetzt zählen Drachendurch Wald und Flur und verbindet so Schautafeln informieren über Geschichte bootrennen, Konzertveranstaltungen und Ausstellungen dazu. Aber egal, ob Stadtzentrum und Vorstadt. Bereits 1893 und Gegenwart zu einzelnen Hotspots. Uns fiel die vor über 90 Jahren einge- bei Kunst und Kultur, ob mit Rad oder startete die „Elektrische“ ihre erste Fahrt. Wunderbar bummeln lässt es sich in weihte „See-Badeanstalt“ auf. Zur Eröff- Rucksack – ein Besuch in Strausberg Mehr auf Seite 16! der denkmalgeschützten Altstadt, bei- nung gab’s damals einen Bootskorso lohnt sich immer! und Schwimmvorführungen. Wir stellen uns die Ganzkörper-Badeanzüge von Männlein und Weiblein anno 1925 bildlich vor und Stadt- und Touristinformation müssen schmunzeln. August-Bebel-Str. 1 Heute gibt es im Bad 15344 Strausberg C/4 auch Rutsche und 5- Tel. +49 3341 311066 Meter-Sprungturm, Fax +49 3341 314635 Stadtmauer (links); Städtische Badeanstalt – immer einen gleich nebenan einen touristinfo@stadt-strausberg.de Bootsverleih. www.strausberg.de Familienausflug wert (oben)

www.maerkische-s5-region.de – Die Erlebnislandschaft vor den Toren Berlins


Kosmonaut &Knopffabrik Museumschefin mit kurzem Draht zum ersten Deutschen im All

Filigran verarbeitete Biedermeierschränke, Bügeleisen von anno dazumal und der erste Geschirrspüler der DDR: Das Stadtmuseum Strausberg ist eine wahre Schatzkiste! Nicht nur die spannende Geschichte der Garnisonsstadt spielt eine Rolle. Hier wird lokale mit großer Historie verknüpft. Die Schau mit wechselnden Sonderausstellungen, wie etwa über Militärhistorie und Wandern, stellte Museumschefin Christa Wunderlich mit ihrem Team auf die Beine. Die Geschichten und Anekdoten sprudeln aus der Strausbergerin nur so heraus. Wir bestaunen zunächst Jagdwaffen und den Zunftpokal der Schuhmacher von 1616 (!). Über so manches Wanderoutfit aus Omas Zeiten müssen wir schmunzeln. Dass in Strausberg bis 1945 mal eine Rennbahn existierte, ist uns neu. „Auf der Anlage gab es Hindernisrennen und sogar Frauen-Wettbewerbe“, erklärt uns Christa Wunderlich. Die sympathische Märkerin plaudert über das frühere Knopf- und Perlmuttwerk (19011940) sowie über die Bibliothek, die im Museumsgebäude seit 115 Jahren Schmöker anbietet. Ach ja, August Bebel hielt im Haus vor über hundert Jahren auch mal eine 1. Mai-Rede. Fliegerkosmonaut ist Strausberger Christa Wunderlich erscheint uns wie ein wandelndes Strausberg-Lexikon. Kein Wunder, dass ihre Führungen so gefragt sind. Wer sie kennt, der weiß auch, dass sie einen kurzen Draht zum wohl berühmtesten Strausberger hat. Die Rede ist von Fliegerkosmonaut und Generalmajor der NVA a.D. Sigmund Jähn. Der erste Deutsche im All darf getrost als lebende Legende bezeichnet werden. Der Himmelstürmer von 1978 ist zwar ein Star (was er selbst nicht so gern hört), gibt sich aber ganz und gar nicht so. Der Ex-Jagdflieger residiert nicht in Baikonur oder Cape Canaveral, sondern lebt bescheiden im grünen Strausberg. „Sigmund Jähn ist bei uns hochverehrt und in der Stadt fest verwurzelt“, so Christa Wunderlich. Jähns Enkel gingen hier einst in die Kita und besuchen heute u. a. die Musikschule. Um öffentliche Auftritte reißt sich der 79-Jährige zwar nicht. Aber zu ausgewählten Veranstaltungen oder Lesungen kommt er gern. „Wenn ein Sigmund Jähn zur Eröffnung der Ausstellung ‘Friedliche Revolution’ erscheint, hat das natürlich Signalwirkung“, berichtet die Museumsleiterin. Sie kennt den gebürtigen Vogtländer – heute wieder Ehrenbürger Strausbergs – mittlerweile ganz gut: „Wir lernten uns mal auf einer Friedenskundgebung ken-

im All. Seinem Wirken widmet sich auch das Flugplatzmuseum. Pioniere der Strausberger Luftfahrt Dort geben Text- und Bildtafeln, Flugmodelle, Flugzeugteile und Fliegerutensilien Einblick in die Strausberger Fliegerei von 1913 bis in die Gegenwart – mit viel Liebe zum Detail, über den menschlichen Traum vom Fliegen, den Segelund Motorflug in Strausberg und deren Wegbereiter, die Epochen als Fliegerhorst der faschistischen Luftwaffe, als Militärflugplatz unter Regie der Sowjetarmee und Heimat der Verbindungsstaffel der NVA bis hin zur Nutzung heutzutage. Zu den im Museum gewürdigten Pionieren und Persönlichkeiten der Strausberger Luftfahrt zählt neben Sigmund Jähn auch Beate Uhse-Köstlin. Deutschlands erste Stunt-Pilotin und spätere Gründerin des ersten Sexshops der Welt hatte Ende der 1930er Jahre als Einfliegerin im Flugzeugreparaturwerk Alfred Friedrich Strausberg gearbeitet.

Christa Wunderlich, Museumsleiterin aus Leidenschaft und gute Freundin der Jähns. nen. Wenn ich Rat suche, kann ich im Hause Jähn jederzeit anrufen.“ Sigmund Jähn wäre gern ein zweites Mal ins All gestartet, weiß Christa Wunderlich zu berichten. Ein Traum, der sich nicht erfüllte. Einst wollten ihm die DDR-Oberen das

Sigmund Jähn bei der Eröffnung der Ausstellung „Traum vom Fliegen” im Flugplatztower. Im Flugplatzmuseum erfährt man mehr über den Fliegerkosmonauten, seinen Flug und über die Strausberger Flugplatzgeschichte.

Fliegen generell verbieten, was der immer bescheiden auftretende Kosmonaut aber nicht hinnahm. Dass er einen Doktor-Titel trägt, hing er nie an die große Glocke. Dafür wendet er sich seit Jahrzehnten gegen Atomwaffenprogramme

Sigmund Jähn nach der Landung auf der Erde (o.l.) und auf einer AutogrammPostkarte, die uns das Kosmonautenzentrum „Sigmund Jähn” in Chemnitz zur Verfügung stellte. www.kosmonautenzentrum.de

Stadtmuseum Strausberg August-Bebel-Str. 33 15344 Strausberg C/4 Tel +49 3341 23655 www.stadt-strausberg.de Flugplatzmuseum Strausberg Flugplatzstraße F1 20 C/4 Tel. +49 3341 312270 Handy: +49 1717735477 www.flugplatzmuseum-strausberg.de

„Allein der Sonnenaufgang alle 90 Minuten: Man fliegt ihm mit acht Kilometern pro Sekunde entgegen. Das ist ein tolles Farbspiel“, schwärmte Sigmund Jähn in einem Interview noch drei Jahrzehnte nach jenem Ausflug ins All, der ihn berühmt machte. „Eben noch hast du in der Nacht die grünlich wallenden Polarlichtfelder gesehen, wie aus einer Geisterwelt. Dann nähert sich die Sonne schon wieder, und es sieht aus, als würde sie eine Zacke in diese Gebilde hineinfressen und sie dann verschlingen.” Am 26. August 1978 hob der Physiker und Diplom-Militärwissenschaftler gemeinsam mit dem sowjetischen Kosmonauten Waleri Bykowski mit „Sojus 31“ vom Weltraumbahnhof Baikonur ab, schwebte 189 Stunden in der Umlaufbahn der Erde und umkreiste diese 125-mal.

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Strausberg

Freizeitstadt Strausberg Relaxen oder aktiv sein zwischen Fähre, Tram und Sport- und Erholungspark Erst genießen wir den herrlichen Blick übern Straussee. Kurz darauf schippert die Fähre vorbei. Es ist kein x-beliebiges Schiff, das da fast geräuschlos übers Wasser gleitet. Schon seit über 120 Jahren gehört die einzigartige historische Fähre fest zum Ortsbild. Anfangs funktionierte sie über ein Handrad, später per Petroleummotor. 1915 erfolgte die Umstellung auf Elektrobetrieb. Die Straussee-Fähre mit elektrischer Oberleitung ist als echtes Unikat europaweit einmalig! In sieben Minuten geht’s vom Stadtzentrum rüber ins Waldgebiet „Jenseits des Sees“. Apropos Transportmittel: Ein weiteres Highlight des schmucken Städtchens ist die Straßenbahn. Bereits seit 1893 fährt sie zwischen Vorstadt und Stadtzentrum. Anfangs als Regionalbahn, seit 1921 als Straßenbahn. Da aber auch der Güterverkehr (bis 2005) über die Gleise abgewickelt wurde, blieb der Name „Eisenbahn“ bis heute erhalten. Erleben Sie in diesem bequemen Verkehrsmittel mal eine „Stadttour“ ganz anderer Art (Bahn fährt nicht durchs komplette Stadtgebiet).

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„The Lakeside Burghotel” punktet mit einer heimeligen Atmosphäre in gehobenem Stil, hervorragender Küche und vielen kulturellen Events: Getreu dem Motto das „Besondere Erleben“ Den schönsten Blick hat man vom Turm. Am kuscheligsten ist es an den Kaminen, die im Winter knistern. Kulinarische Höhepunkte erleben Gäste im „Royal“, dem Restaurant des Hauses: Die Rede ist vom „The Lakeside“ Burghotel zu Strausberg, eine der Top-Adressen unter den Brandenburger Hotels. Vor Jahren im Stil eines englischen Castles gebaut und erweitert, versprüht es eine Behaglichkeit, die Gäste heute nur noch selten finden. Ein Hauch Britannien mitten in der Mark! Das Vier-Sterne-Haus vor den Toren Berlins und nur einen Katzensprung vom idyllischen Straussee entfernt, punktet mit Zimmern im gehobenen englischen Landhausstil und der Herzlichkeit der Gastgeber. Zur 660 Quadratmeter großen Wellness- & Spa-Oase gehören der 29 Grad warme Pool mit Gegenstromanlage, vier verschiedene Saunen, sowie das Bad der Sinne, welches einzigartig in der Regi-

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auch. Drei Unterkünfte bieten ca. 100 Betten. Die Gastronomie sorgt fürs leibliche Wohl vom kleinen Imbiss bis zur Vollverpflegung. Wer Strausberg und Umgebung mal aus der Vogelperspektive erleben will, dem empfehlen wir einen Rundflug vom Strausberger Flugplatz. Die Touren gehen u. a. über die Märkische Schweiz, das Oderbruch oder Berlin. Sehenswert ist das Flugplatzmuseum, das über die spannende Historie der Strausberger Luftfahrt informiert. Zum Flugplatzfest locken atemberaubende Flugshows. Erfahren Sie mehr auf Seite 14! Herausgepickt: E Interessante Kunstausstellungen (u. a. Fotografie, Malerei, Skulpturen) bietet Erstmals fuhr im Frühjahr 1894 eine Fähre über den Straussee. Das heutige Fähr- das Kundencenter der Stadtwerke Strausberg in der Kastanienallee 38. Geöffnet ist schiff, 1967 in Marienwerder gebaut, wird mittels zweier Stahlseile geführt… Montag bis Freitag von 9-18 Uhr. Aktive kommen wiederum im Sport- auch Kletterwald und Racket Center. und Erholungspark auf ihre Kosten. Bei- Rund 140.000 Besucher nutzen die mo- www.flugplatz-strausberg.de spielsweise bei einem Tennismatch, bei dernen Anlagen jährlich, darunter Schul- www.sep-strausberg.de Boxen und Bowling oder Basket-, Volley- klassen, Sportvereine und Firmen. Über- www.strausberger-eisenbahn.de und Fußball. Zu den Offerten zählen aber nachten können Gäste hier übrigens www.stadtwerke-strausberg.de

Ein Hauch England in der Mark

on ist. Auch die Bibliothek, nur eins von vielen gemütlichen Séparées im Haus, lädt zum Verweilen ein. Ab März 2016 können die Gäste in den 3 neu erbauten Ferienresidenzen auf jeweils 130 Quadratmeter einen ganz besonderen Luxus erleben. Auch sonst kann man es sich hier gut gehen lassen. Überall werden Gäste umsorgt. Drinnen lauscht man Piano-Klängen, draußen plätschert der Wasserfall. Das ist wohl die „Leichtigkeit des Seins“. Das ganze Jahr über bietet das Hotel, welches Kunst & Kulinarik besonders ze-

lebriert, verschiedene Kulturveranstaltungen in völlig unterschiedlichen Richtungen an, sodass jeder auf seine Kosten kommt. An lauen Sommerabenden lädt das hauseigene Burgtheater zu Aufführungen ein. 2016 steht von Juli bis September „Der Zinker” von Edgar Wallace auf dem Spielplan. Das in historischem Stil erbaute Hotel beziehen die Darsteller selbstverständlich gleich mit in die Bühnenkulisse des Stücks ein. Von Januar bis Dezember gastieren unter anderem „BerlinsBeste“ mit Programmen von „Goldelse glänzt“, „Audienz bei Luise“, sowie eine „Nacht mit Nofretete“ bis hin zu Herricht & Preil, dem Komikerduo und absoluten Publi-

kumslieblingen, sowie dem Comedian Maik Maverick. Bereits zum Klassiker avanciert sind die Krimidinner im Ballsaal als auch die „Mittelalterlichen Gelage“ mit viel Musik und Gaukelei im einzigartigen Rittersaal. Ein außergewöhnlicher Abend wird mit dem „Candle-Flight-Dinner“ offeriert. Gäste fliegen per Helikopter von Schönefeld nach Strausberg und mit der Limousine geht es zum Gourmetdinner ins Burghotel. Auch das „Mondscheindinner“ auf dem Privatsteg des Hotels am Straussee, auf dem Sie in trauter Zweisamkeit den Sonnenuntergang bei einem 4-Gänge-Menü erleben, rundet das „Besondere Erleben“ im Burghotel ab. Wir sorgen für unvergessliche Erlebnisse! Tipps: E Hervorragende Küche mit regionalen Produkten E Hochzeiten, Privatfeiern, Tagungen E Arrangements & Events ganzjährig E Wander- und Radwege ab Haus E Radverleih, Bootsverleih, Safaritouren The Lakeside Burghotel zu Strausberg**** Gielsdorfer Chaussee 6 15344 Strausberg C/4 Tel. +49 3341 34690, Fax 3469-15 reception@burghotel-strausberg.de www.burghotel-strausberg.de


Bodenständig gebacken „Landleben“ – ein Kochbuch des Landfrauenvereins Oder-Spree Sie sind unterschiedlicher Herkunft: hier geboren, nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland gekommen, aus der Großstadt aufs Land gezogen. Sie waren und sind in verschiedensten Berufen tätig: als Bäuerin, in Gastronomie und Verwaltung, als Bankerin, Beamtin einer Bundesbehörde, als Künstlerin oder Hausfrau. Alle aber sind sie Mitglied im 1992 gegründeten Landfrauenverein Oder-Spree. Ihre Gemeinsamkeiten: Sie leben auf dem Land. Sie lieben den Landstrich und die Landschaft zwischen der deutschen Hauptstadt, der Grenze zu Polen, dem Spreewald im Süden, dem Barnim im Norden und dem Dahme-Seengebiet im

Regionales Obst

Westen. Sie hegen und pflegen die ländlichen Bräuche. Wie das Federnreißen, bei dem Gänse- oder Entenfedern zu Kissen oder Bettdecken verarbeitet werden. Sie gestalten alljährlich nach dem Ende der Ernte tolle Erntekronen und helfen mit, das Leben im Dorf zu einem geselligen Miteinander zu gestalten. „Wenn bei uns im Dorf etwas passiert, sind alle dabei“, betont Helga Lehmann aus Kummersdorf. Birgit Quandt hat es aus Beeskow ins Dörfchen Buckow gezogen: „Das Ursprüngliche reizt mich.“ Sie habe es nie bereut, hier gelandet zu sein, versichert Sieglinde Kupsch aus Mittweide. „Die Menschen sind sehr zugänglich.“

Salzoase

Die Rezepte der Landfrauen sind ein Renner. Wir meinen: da steckt mehr „Kochkunst” drin, als in den vielen Kochsammelsurien der Promiköche. Zu haben ist das Buch in Tourist-Infos und über den Tourismusverband Seenland Oder-Spree. Preis: 5 Euro

markt mit selbst gebackenem Kuchen, kümmern sich um Adventsmärkte, Seniorenweihnachtsfeiern und um nachbarschaftliche Hilfe. Auf ihrem Programm stehen Ausflüge, Filmabende, Kochzirkel, Vorträge – und auch ein wenig Dorfklatsch. Gemeinsam ist den Landfrauen aus Görzig, Ranzig-Mittweide, Falkenberg (Mark), Kummersdorf, Tempelberg und Görsdorf auch ihre Liebe zum Kochen und Backen. „Kochen und gesunde Kost machen Spaß. Genauso wie das Essen in großer Runde inklusive der dazu gehörenden Kommunikation“, sagt die Tempelberger Landfrau Kerstin Hellmich. „Das ist das, was Landleben für mich ausmacht.“ Um ihre reichhaltige Erfahrungen an Kochtopf, Bratröhre und Backofen auch an andere, vor allem an die jüngere Generation, weiterzugeben, schrieben sie Rezepte ihrer Lieblingsgerichte und Kreationen, die in ihren Familien von Generation an Generation übermittelt wurden, auf. Gerichte, für die die notwendigen Zutaten sozusagen direkt vor der Haustür produziert werden. www.brandenburger-landfrauen.de

„Zur Fähre”

Kinderbauernhöfe

Aussagen von drei Oder-Spree-Landfrauen. Insgesamt 120 sind in sechs Ortsgruppen aktiv. Sie bewirten Gäste bei Dorffesten und dem Beeskower Bauern-

Wer den unvergleichlichen Geschmack selbst gepflückter Erdbeeren und Kirschen genießen möchte, sollte sich im Sommer unbedingt auf den Weg zum Obstgut Franz Müller nach Wesendahl begeben. In modernen Lagerräumen behalten auch die Äpfel ihre Frische und Knackigkeit über den Winter hinaus. Das Obst kann ganzjährig im Wesendahler Hofladen verkostet und gekauft werden. Also, Obstvorräte wieder auffrischen, sich mit weiteren regionalen Spezialitäten wie Landwurst, Käse, frischen Eiern oder Säften eindecken. Tipps: E Selbstpflücke: Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen, Äpfel, Birnen – ein Spaß für die Familie! E Apfelfest im September Obstgut Müller Dorfstraße 1, 15345 Wesendahl C/4 Tel. +49 3341 215856 info@obstgut-franz-mueller.de www.obstgut-franz-mueller.de

Treten Sie ein in eine Welt der Natursalze und entspannen Sie für eine dreiviertel Stunde auf Relaxliegen, umhüllt mit kuschligen Wolldecken: Trockener Nebel einer Natursole aus Bad Salzelmen (Bad Schönebeck) füllt den Raum und lässt Sie ein salziges Klima spüren, wie Sie es von einem Aufenthalt am Meer bereits erfahren haben. Sie nehmen in Ihrer Tagesbekleidung Platz und lassen sich von dieser Wohlfühl-Atmosphäre bezaubern. Mehr erfahren Sie dazu im Internet… Tipp: E Naturspeisesalze E GeschenkGutscheine E Keramik-Geschenkartikel Öffnungszeiten: Di., Do. u. Fr. 10-19 Uhr, Mi. 14-20 Uhr, Sa. von 10-15 Uhr Salzgrotte Strausberg am Annatal Waldemarstraße 45, 15344 Strausberg Tel. +49 3341 449164, Fax 449165 C/4 info@salzgrotte-strausberg.de www.salzgrotte-strausberg.de

Im familiär geführten ältesten Restaurant Strausbergs, nur wenige Schritte vom Straussee entfernt, können Sie unkompliziert und preiswert speisen und die regionalen, immer frisch zubereiteten Gerichte auch im größten Biergarten der Stadt genießen. Für Familien genau das Richtige. Tipps: E regionale Gerichte E Partyservice E großer Biergarten E im Frühling und Herbst Live-Musik Restaurant Zur Fähre Große Straße 1, 15344 Strausberg C/4 Tel. +49 3341 216780 info@gastronomie-strausberg.de www.gastronomie-strausberg.de

Tipps: E Spielplatz zum Toben E Kindergeburtstage, Wandertage E Übernachtung im Tipi, Wanderwagen oder auf der Tenne E Osterfest, Kinderfest, Erntedankfest siehe Veranstaltungsplan K Kinderbauernhof „Roter Hof” Roter Hof 2, 15344 Strausberg C/4 Tel. +49 3341 309960 K Internationaler Kinderbauernhof „Mümmelmann” Dorfstraße 33-34 15370 Petershagen/Eggersdorf B/4 Tel. +49 33439 77678 Funk +49 170 6161226 www.kinderbauernhof-muemmelmann.de

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Der Kinderbauernhof Mümmelmann wurde zum „TOP Ausflugsziel Brandenburg 2015” gewählt. FamilyCheck (www.familycheck.de) ist ein MitmachPortal von Eltern für Eltern.


Altlandsberg

Auf nach Altlandsberg! Direkt neben uns schlängelt sich das glasklare Fließ an der Stadtmauer entlang. Bald kommen alte Scheunen ins Blickfeld. Minuten später tauchen dort Reiter auf, die die Gegend hoch zu Ross erkunden: Wir sind unterwegs an der 1,3 Kilometer langen Altlandsberger Stadtmauer. Der Wander- und Spazierpfad entlang der urigen Wehranlage entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem echten Ausflugs-Klassiker. Hinterm Gemäuer liegt der alte Stadtkern mit geschichtsträchtigen Gebäuden. Vom Wanderpfad vor der Stadtmauer geht der Blick dagegen in die freie Landschaft. So eine Idylle nur ein paar Autominuten vom Berliner Stadtrand entfernt, würden viele hier nicht vermuten.

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Schlosskirche mit barockem Flair Doch die herrliche Natur mit Wäldern, Wiesen und Auen ist nur eine von vielen touristischen Anziehungspunkten von Altlandsberg. Wir entdecken hier auch viele Spuren brandenburg-preußischer Historie auf relativ kleinem Raum. Da wäre beispielsweise das Rathaus, ein prächtiger Neorenaissancebau aus dem Jahr 1913. Ursprünglich war das Gebäude mal Amtsgericht mit Gefängnistrakt. Nicht zu übersehen sind die zwei Feldstein-Kolosse Berliner Torturm (18 Meter) und Strausberger Torturm (22 Meter). Über den schönen Marktplatz mit Brunnen schlendern Ausflügler nicht nur im Sommer gern – im Lustgarten des früheren Schlosses soll das übrigens auch bald wieder möglich sein. Auch der alte Domänenhof wird mit Gasthaus, Hotel, Hofladen und Sauna in neuem Glanz erstrahlen. Bereits heute steht das wiederhergestellte Brau- und Brennhaus aus dem 17. Jahrhundert mit „Schnapsbrennerei“ (60 Plätze), großem Festsaal (120 Plätze), Kuppelsaal (30 Plätze) als Gasttätte für Events zur Verfügung. Auch die aufwändig sanierte Schlosskirche

Büste Otto von Schwerins, der 1654 die Herrschaft Altlandsberg erwarb

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und urwüchsiger Landschaft

Beim Vogelscheuchenmarkt „Gruselgang“ und Herbstkonzert zählen zu den Highlights. Gute Radwege führen nach Hönow, Strausberg und Bruchmühle. Neuenhagener kommen gerne mal „rüber“. Viele der Landstraßen zwischen Stadt und ihren Nachbargemeinden sind nicht so stark befahren.

Schlosskirche

Anradeln in der S5-Region

avanciert im barocken Flair anno 2016 zur Kunst- und Kultur-Stätte und wird zum beliebten Ort für Trauungen. Das historische Gutshaus bietet als soziokulturelles Zentrum u. a. der Stadtbibliothek eine attraktive Unterkunft und darüber hinaus viele räumliche Möglichkeiten für Seminare und kulturelle Veranstaltungen. Wir genehmigen uns in der Eisdiele „Berliner Tor“ (Berliner Allee) erst mal eine kühle cremige Erfrischung. Dann geht’s wieder zur Stadtmauer. Dort fallen uns kleine Pforten auf, die zu den ca. 1850 angelegten Mauergärten gehören. Ein Bericht über Altlandsberg wäre nicht vollständig, würden nicht die zahlreichen Feste und Aktivitäten in allen Ortsteilen erwähnt. Der traditionelle Vogelscheuchenmarkt mit offenen Höfen ist zum Beispiel ein Fest, das jedes Jahr viele Einheimische und Gäste lockt. Die selbst kreierten Vogelscheuchen werden natürlich prämiert. Aber auch SattelFest,

Herausgepickt: E Stadtführung des Heimatvereins: 10 Uhr, Marktplatz, Infodreieck – 28.3, 17.4., 16.5., 12.6., 10.7., 7.8., 11.9. E Stadtrundgänge mit dem Nachtwächter: 20 Uhr ab Gutshaus – 29.4., 27.5., 24.6., 29.7., 26.8., 30.9. E Sommerkonzerte: 19 Uhr in der Stadtkirche – 4.6., 18.6., 2.7., 16.7., 30.7., 13.8., 27.8., 10.9. E Zum 400. Geburtstag von Otto von Schwerin finden Veranstaltungen und Vorträge statt, u. a. am 24.6., 17 Uhr: Ausstellungseröffnung in der Stadtkirche Mehr Informationen Stadtinformation Altlandsberg Am Strausberger Tor 1 15345 Altlandsberg B/4 Tel. +49 33438 64572, Fax 64723 stadtinfo@stadt-altlandsberg.de www.altlandsberg.de

Herausgepickt: Sehenswertes in den Ortsteilen E Bruchmühle: Bürger- und Kreativhaus „Zur Alten Mühle“; 1897 gepflanzte Kaisereiche E Buchholz: Mittelalterliche Dorfkirche; Reithalle E Wesendahl: Über 700 Jahre alte Dorfkirche; Selbstpflücke (u. a. Kirschen, Erdbeeren, Äpfel) Obstgut Franz Müller (s. S. 17) sowie BB Brandenburger Obst E Gielsdorf: Kunstkirche, Uhrenturm, Golfpark Schloss Wilkendorf und Golfakademie Skulpturenpark Wilkendorf (s. S. 19) E Wegendorf: Kunstgießerei Hann im Vierseitenhof, über 800 Jahre alte Feldsteinkirche Tipps und Termine 2016: E 24. April: 11-16 Uhr – Altlandsberger SattelFest, Anradeln in der Märkischen S5-Region; Marktplatz E 1. Mai: Volkssport-Fußballturnier und Fest für Groß und Klein, Sportplatz Bruchmühle E 1. Mai: 10 Uhr, Wilkendorfer Frühling mit offenen Kunsthöfen E 1. Mai: Kunstmarkt im Grünen; Atelier Stübner Wilkendorf E 14.-15. Mai: Wesendahler Blütenfest; Am Anger, An der Pferdeschenke E 1. Juni: 14 Uhr, Kindertagsfest auf dem Schlossplatz E 9. Juli: 11-17 Uhr, Sängerfest am Gutshaus E 19.-21. August: Dorffest in Gielsdorf; Dorfanger/ am 21.8. Frühschoppen auf d. Kermer-Ranch Gielsdorf E 3. September: 11-24 Uhr, Vogelscheuchenmarkt und offene Höfe, Markt,-Kirch- und Schlossplatz E 11. September: 10-18 Uhr, Erntedankfest in der Partnergemeinde Krzeszysce E 22. Oktober: 18 Uhr, 5. Gruselrundgang mit dem Nachtwächter E 5./6. November: 12-18 Uhr, Hobbyausstellung in der Erlengrundhalle E 25. November: 18 Uhr, 11. Lichterfest mit Weihnachtssingen, Marktplatz Altlandsberg E 25. November: Weihnachtsmarkt am Bürger-und Kreativhaus E 3./4. Dezember: Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche

Alle Angaben ohne Gewähr!

Ausflugstour zwischen Schlossgut, Altstadt


Wilkendorf • Fredersdorf

Zum Schmunzeln und Staunen Besuch in Wolfgangs Stübners fantastischer Skulpturenwelt Doch auch Laien kommen zu Wolfgang Stübner, einem sympathischen väterlichen Typ. Über 1800 Erwachsene und Kinder besuchten seine gefragten Workshops allein im Vorjahr. Solche Gäste können Grundschüler aus der Region oder Patienten der Mutter-Kind-Klinik „Waldfrieden“ in Buckow sein. „Wir hatten aber auch schon Kursteilnehmer aus

Beliebt ist der jährliche Wilkendorfer Kunstmarkt (1. Mai, 10-18 Uhr), an dem über 70 Künstler teilnehmen. Nach seinem Lieblings-Werk befragt, zuckt Wolfgang Stübner erst mal mit den Schultern. „Das ist schwer zu sagen. Sicher bedeutet mir ein großes Holzschiff, gefertigt für behinderte russische Kinder, sehr viel.“ Es entstand zusammen mit anderen Bildhauern bei einem Symposium in Archangelsk, am weißen Meer, ein weiteres ist geplant am Baikalsee.

Husum und München, zum sehr gefragten Workshop „BILDHAUEN mit der KETTENSÄGE”, lächelt der Wahl-Brandenburger. Besonders schätze er die Arbeit mit Kindern. „Die sind sehr kreativ und oft richtige kleine Künstler.“

Safari-Abenteuer

Erleben Sie spannende Safari-Abenteuer in wild-romantischen Landschaften Brandenburgs! Die Ranger von „Brandenburg-Tours” mit ihren urigen Landrovern organisieren für Sie gern eine AbenteuerTour zu Ihrem Geburtstag, dem Familienausflug oder dem Teamtag Ihrer Firma. Sie üben sich dabei im Bogenschießen, suchen mit GPS-Geräten nach versteckten „Schätzen”, besuchen eine geheimnisvolle Pyramide im Wald oder erkunden alte Bunkeranlagen… Sie erfahren

spannende Begebenheiten aus der Geschichte Brandenburgs, besuchen mit den Rangern alte Kolonistendörfer, historische Schlösser und Mühlen. Sie können mit Kanus durch ein Naturschutzgebiet paddeln und nach Biberburgen Ausschau

halten, zauberhafte Parks und Kirchen besichtigen oder besondere Bauernhöfe besuchen. Erleben Sie den Zug der Kraniche oder die Blüte der seltenen Adonisröschen im Oderland. In der Natur gibt es in jeder Jahreszeit viel zu entdecken! Die Ranger organisieren für Sie ein Picknick im Grünen, veranstalten eine Grillparty am Lagerfeuer oder besuchen urige Landgasthöfe mit frischer Brandenburger Küche. Sie erstellen Ihnen gern eine individuelle Tour nach Ihren Wünschen. Die Safa-

Skulpturenpark Wilkendorf Wolfgang Stübner Nordweg 5 15345 Altlandsberg OT Wilkendorf C/4 Tel +49 3341 216336 www.skulpturenpark.de

ri-Tour kann von einer gemütlichen Brandenburger-Landpartie bis hin zu einer Tour voller Abenteuer und Action gestaltet werden und ist für Gruppen von 4 bis ca. 20 Personen besonders geeignet. Auf Anfrage sind auch größere Gruppen möglich. 2016 feiert Brandenburg-Tours 10-jähriges Safari-Jubiläum und würde auch Sie gern zu einem Abenteuer in zauberhafte Landschaften entführen! Brandenburg-Tours Safari-Ranger Lutz Weichelt Florastraße 26 15370 Fredersdorf bei Berlin B/5 Tel. +49 33439 76542 Handy: 0173 6111027 brandenburg-tours@t-online.de www.brandenburg-tours.de

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Fliegende Fische, kolossale Köpfe, skurrile Gestalten: Egal, was Bildhauer Wolfgang Stübner mit Kettensäge und Schleifgerät modelliert – seine Holzskulpturen sind immer echte Hingucker. Doch nicht nur die Figuren sind Originale. Der Künstler ist auch selbst eins. Mit grauem Rauschebart, Ohrringen und Lederhut kommt uns der kauzige Märker entgegen. Vorneweg Hund Picasso, hintendran die Praktikantin. Auf dem herrlichen Grundstück zeigt uns Wolfgang Stübner seinen Wilkendorfer Skulpturenpark. Hunderte Werke aus Pappel, Eiche, Ahorn und Co. schuf er in den letzten Jahrzehnten. Auch Arbeiten anderer Künstler sind zu sehen. „Die stammen von diversen Pleinairs hier auf dem Gelände“, erklärt der Wilkendorfer. Schon als Kind habe er gern geschnitzt. Originelle Masken konnte der junge Wolfgang schon recht früh. Heute ist seine abstrakt-figürliche Holzkunst in ganz Deutschland gefragt. Viele Stücke findet man in der Region, etwa riesige Holztiere auf Spielplätzen, den Corpus „Ur-Mutter“ vor einem Geburtshaus oder die Figur vor der Strausberger Sparkasse. Ein abgehobener Meister seines Fachs, der nur im stillen Kämmerlein tüftelt, ist Wolfgang Stübner deshalb nicht. Im Gegenteil: Zu Symposien besuchen ihn Künstler aus aller Herren Länder. „Japaner, Russen und Iraner waren schon da. Bewerbungen zu Pleinairs kommen weltweit“, so der gebürtige Sachsen-Anhaltiner. „Lieber Wilkendorf als Luxemburg“, zitiert er einen Künstler, der sich mal zwischen zwei Symposien-Standorten entscheiden musste.


Hoppegarten

„Hoppegarten … gut im Rennen” Rennbahngemeinde lädt am 3. und 4. September 2016 zum 15. Landesfest BRANDENBURG-TAG ein Wer den Namen Hoppegarten hört, denkt automatisch an Pferde, Mode und Hüte sowie an die traditionellen Rennsonntage auf der Galopprennbahn mit ihrem besonderen Charme. Die von Wilhelm I. und Kanzler Otto von Bismarck vor 150 Jahren eröffnete Anlage zieht mit ihrem besonderen Flair jährlich mehr als 75.000 Menschen aus aller Welt an. Die seit 2003 nach der Gebietsreform zusammengelegten Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten, Hönow und Münchehofe erhielten den Namen Hoppegarten aus dem ursprünglich dort angesiedelten Hopfenbau. Mehr und mehr wandelt sich das Bild der Gemeinde Hoppegarten – ein vom Galopprennsport geprägter Ort wird zusehends zu einem begehrten Wirtschaftsstandort, an dem sich vor allem junge Familien ansiedeln und wohlfühlen. Und beide Aspekte ergänzen sich aufs Beste. Die Hoppegartener sind stolz auf die Rennbahn, ihre Architektur, die Grünanlagen und auf die Geschichte, aber auch auf die neuen Unternehmen.

schnell mitten in der Natur. Und der Europa-Wanderweg E11 (www.sonne-aufraedern.de) fu ̈hrt durch das Naturschutzgebiet Erpetal. Junge Familien, Wanderer und Nordic Walker genießen gern die gru ̈ne Umgebung.

Auf der Rennbahn – die Damen tragen Hut, nicht nur am Ladies-Day. Klubtribüne erstreckt sich das Festgebiet. Auf der Galopprennbahn werden die Gäste von der „Kleinen Hengstparade” aus Neustadt/Dosse und weiteren Pferderennen begeistert sein. Modeliebhaber lassen sich von den Fashion-Shows sowohl ortsansässiger Marken

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Leona Heine, erfolgreiche Musikerin aus Hoppegarten, ist Botschafterin des Landesfestes BRANDENBURG-TAG. Sie hat für das Ereignis extra den Song „Weites Land“ komponiert (www.landesfest.de/ fuer-besucher/der-song.html) Ein Fest für die ganze Familie Am 4. und 5. September ist es soweit. Tausende Besucher aus nah und fern werden die Vielfalt des Landes Brandenburg in der Gemeinde Hoppegarten erleben. Unter dem Motto: „Hoppegarten… gut im Rennen“ zeigt das Land, was es zu bieten hat, von Kunst, Kultur und Wirtschaft bis zu Politik und Ehrenamt u.v.m. erleben die Gäste aller Altersgruppen die schönsten Seiten des Landes. Auf dem BRANDENBURG-TAG wird sich Hoppegarten lebendig und bunt präsentieren. Vom Kaiserbahnhof bis zur

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Die Kinderreporter sind als Journalistinnen unterwegs, um Trainer und Jockeys zu interviewen. Hier im Bild mit Jockey Katharina Werning (Bildmitte).

als auch der jungen Brandenburger Lables inspirieren. Sie treffen hier auch Ihre „Lieblinge” aus Funk und Fernsehen… Schauen Sie doch einfach vorbei und genießen Sie den BRANDENBURG-TAG gemeinsam mit Ihrer Familie. Mehr Informationen: www.landesfest.de Wer die Natur sucht … Doch nicht nur zum großen Fest ist Hoppegarten einen Ausflug wert. Um sich hier zu erholen, ist auch kein Pferd nötig. Zu einem herrlichen Spaziergang lädt das um das Mitte des 19. Jahrhunderts fu ̈r den Gutsbesitzer Karl Heinrich von Treskow erbaute Schloss in DahlwitzHoppegarten im rund vier Hektar großen Lenné-Park ein. Vom U-Bahnhof Hönow aus ist man per Rad oder E-Bike auf dem Zubringer zum Europäischen Fernradweg 1 (ZR1)

Im alten Dorfkern liegt das Herrenhaus im Hoppegartener Lenné-Park Veranstaltungen 2016 E 3./4. September: Brandenburg-Tag 2016 Renntermine 2016 E 27. März: Saisoneröffnung E 24. April: Familientag der Gesundheitswirtschaft E 15. Mai: German Marathon Championship Deutschlands beste Extremsteher im Comer Group International 45. Oleander-Rennen E 1. Juni: Abendrenntag E 12. Juni: Ladies Day Diana-Trial E 24. Juli: 4. Renntag der Brandenburger Wirtschaft E Grand Prix Meeting: 13. August: Listenrennen, 14. August: 126. Grosser Preis von Berlin E 17. September: BBAG Auktionsrennen E 3. Oktober: pferdewetten.de 26. Preis der Deutschen Einheit, Finale der Sprintserie

Gemeinde Hoppegarten Lindenallee 14, 15366 Hoppegarten B/5 Tel. +49 3342 393222 www.gemeinde-hoppegarten.de www.hoppegarten.com www.maerkische-s5-region.de


Neuenhagen bei Berlin

Gartenstadt mit Ausblick Vom Neuenhagener Rathausdach Ausflugsziele sichten

Die Aussicht ist schon genial Rathaus mit Ausblick Über schmale Treppen geht’s zum früheren Tropfboden des Turms. Mit Teilen des historischen Uhrwerks sowie alten Zu- und Ableitungen wirkt das Ganze wie ein MiniMuseum. Fast schon oben, bestaunen wir den riesigen Wassertrog aus Stahlbeton. Rund 1.000 Kubikmeter Wasser passten hier mal rein. „Der Durchmesser beträgt ca. 13 Neuenhagener Freibad Meter, die Tiefe acht Meter“, erklärt Jutta Skotnicki, die nach Voran- überm Potsdamer Platz“, sagt Bürgermeldung Führungen anbietet. Sie ist so meister Jürgen Henze. Der zeigt uns eine Art „Türmerin“ des Neuenhagener auch gleich markante Gebäude NeuenVerwaltungssitzes. Wo gibt es so etwas hagens und erklärt die Infrastruktur der „Gartenstadt“. Immer mehr Ausflügler hierzulande schon? Doch das Beste kommt erst noch: der entdecken das Kleinod vor den Toren phänomenale Blick von der Terrasse des Berlins. Viele kommen mit dem Rad und Rathausdachs. Die Aussicht geht auf die starten vom S-Bahnhof aus zu tollen Rauenschen Berge, BER-Tower und Touren. Auf Schusters Rappen begeben Müggelberge. Der Berliner Fernsehturm sich Gäste u.a. auf dem Europawandersticht natürlich gleich ins Auge. „Im Som- weg E 11 oder durchs schmucke Ortsmer erkennt man manchmal den Ballon zentrum.

Berliner kommen zum Baden „Berliner sind per S-Bahn ruckzuck bei uns im Grünen“, so Jürgen Henze. Die Region Oder-Spree-Seenland biete mehr Wald als Thüringen und mehr Gewässer als die Mecklenburgische Seenplatte, lacht der sympathische Gemeindechef. Er schwärmt von Straus- und Fängersee ganz in der Nähe und empfiehlt das Neuenhagener Freibad. Mittlerweile kommt mehr als die Hälfte der Bad-Besucher aus der Hauptstadt. Kein Wunder, denn das weitläufige Areal mit Liegewiesen, Volleyballfeld und Spielplatz ist eine echte Perle. Aktive können im Sportbecken ihre Bahnen ziehen, junge Leute die 40-Meter-Wasserrutsche hinabsausen. Ein Kinderbecken gibt’s natürlich auch. Nächstes Highlight ist das Bürgerhaus, das 2016 fünfjähriges Bestehen feiert. Im großen Saal mit 500 Plätzen steigen Klassik-, Schlager- und Rockkonzerte, Kabarett- und Theaterabende. „In Sachen Kultur müssen wir nicht mehr unbedingt nach Berlin fahren. Die Hauptstädter kommen vielmehr zu uns“, schmunzelt Jürgen Henze. Apropos Berliner: So mancher Gast wurde nach einem Ausflug in die Gartenstadt schon zum NeuNeuenhagener. Das dürfte wohl auch an der guten Infrastruktur liegen. Gerade baut die Kommune ihre 7. Kita (!!). Dann plaudern wir kurz über Prominente des Ortes. Zählte einst Schriftsteller Hans Fallada zu den „Promis“, so leben heute u.a. Rockmusiker von Karat und Puhdys im Ort. „Tja, die wissen eben was gut ist“, so der Bürgermeister mit Augenzwinkern. Beim „Abstieg“ vom Dach bestaunen wir noch das schöne Trauzimmer und den historischen Ratssaal. Blickfang sind die

„Man muß die kleinen Freuden aufpicken.” (Theodor Fontane) nach originalem Vorbild neu eingesetzten Bleiglasfenster. Im altehrwürdigen Gemäuer befanden sich früher übrigens nicht nur der Ratskeller und eine Arrestzelle der Polizei, sondern auch Dienstwohnungen, u.a. für Polizeichef, Gemeindevorsteher und Kneipier. Zum Schluss verweist „Türmerin“ Jutta Skotnicki noch auf ein ganz besonderes Ereignis: „2016 wird unser Rathaus 90 Jahre alt!“ Veranstaltungen 2016: E 1. Mai: Maifest für die ganze Familie an der ARCHE E 25. Juni: Fest zum 5. Jubiläum des Bürgerhauses E 20. August: „Sommerwind“-Openair auf dem ARCHE-Hof: „Glasperlenspiel“ E 9.-11. September: 26. Neuenhagener Oktoberfest E 11. September: Tag des offenen Denkmals im 90 Jahre alten Wasserturm-Rathaus E 17. September: 12. Neuenhagener Seifenkistenspektakel E 26.-27. November: Kunsthandwerklicher Weihnachtsmarkt rund um ARCHE und Dorfkirche Gemeinde Neuenhagen bei Berlin Am Rathaus 1, 15366 Neuenhagen B/5 Tel. +49 3342 245500 gemeinde@neuenhagen-bei-berlin.de www.neuenhagen-bei-berlin.de

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Ein großer Kraftakt ist es nicht. Doch ein wenig Puste sollte schon haben, wer den Turm des Neuenhagener Rathauses erklimmt. Rund 200 Stufen sind zu meistern, um aufs Dach einer bundesdeutschen Rarität zu gelangen. Die Rede ist vom knapp 42 Meter hohen Monument aus rotem Backstein, das Rathaus und ExWasserturm in einem Gebäude vereint. In dem architektonischen Unikat firmierte sogar mal der Ratskeller. Wir wollten uns das außergewöhnliche Gebäude näher anschauen und stiefelten mit Bürgermeister Jürgen Henze und Rathaus-Mitarbeiterin Jutta Skotnicki hinauf.


Fredersdorf-Vogelsdorf • Petershagen/Eggersdorf

Geschichte entdecken Einladung zu historischem Spaziergang oder flotter Radtour Fredersdorf-Vogelsdorf steht für Vergangenes, Wiederentdecktes und Neues. Bereits 1376 erfuhren die kleinen Dörfer „Frederikstorpp“ und „Vogilsdorf“ ihre erste Erwähnung im Landbuch von Kaiser Karl IV. und zeichneten sich schon damals durch die Nähe zu Berlin und der Lage an der alten Handels- und Poststraße Berlin-Küstrin-Königsberg, der heutigen B1, als attraktive Orte aus. Im Laufe der Jahre fanden Adlige, Gutsherren und Fabrikanten hier ein Zuhause und hinterließen ihre Spuren. Mittelpunkt der einst als Angerdörfer angelegten Siedlungen waren die Gotteshäuser, die aufgrund von heftigen Zerstörungen heute als Barockkirchen erscheinen. Neben der 300 Jahre alten Barockkirche am Verdriesplatz ließ die Familie des Grafen Heinrich von Podewils (1696-1760) ein Familienerbbegräbnis errichten. Weiterführend kann man sich während einer Besichtigung des schon teilsanierten und -restaurierten alten Gutshofs mit Taubenturm und Kuhstall von der früheren Geschichte überzeugen. Die dort veranstalteten Festlichkei-

kale Flora und Fauna und wertvollen Altbaumbeständen. Abschließend kann man in einem gemütlichen Café oder Restaurant die gewonnenen Eindrücke wirken lassen und die verbrauchte Energie wieder auftanken.

Kürbisfest 2015 auf dem Gutshof ten, wie Maibaumstellen, Kürbisfest und der traditionelle Weihnachtsmarkt, erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit beim jungen und jung gebliebenen Publikum. Wenige Minuten entfernt zeugt eine erhaltene Gebäudefassade des Unternehmers und Maschinenfabrikanten Carl Gottlob Bohm von der Industrialisierung ab 1835 in Fredersdorf. Er wirkte als Pa-

tenthalter zum Glätten von Marmor entscheidend bei der Errichtung der Siegessäule in Berlin mit. Die Erbbegräbnisstätte der Familie Bohm auf dem Friedhof Fredersdorf Süd spiegelt die Innovation dieser Tage wider. Unweit davon findet man über das Fredersdorfer Mühlenfließ den Eingang zum ehemaligen Schlosspark, einem urwüchsigen geschützten Terrain für die lo-

Veranstaltungen 2016: E 19./20: März: Frühlingsfest, ehem. Nettoparkplatz, Ernst-Thälmann-Straße E 30. April: 19 Uhr – 5. Maibaumaufstellen mit Lagerfeuer auf dem Gutshof E 25. Juni: 15 Uhr – Taubenturmfest auf dem Gutshof E 11. September: 13 Uhr – Tag des offenen Denkmals E 29. Oktober: 15.30 Uhr – Kürbisfest/Halloween auf dem Gutshof E 27. November: 12:00 Uhr – Weihnachtsmarkt auf dem Gutshof und um die/in der Kirche Änderungen vorbehalten. Weitere Termine: www.fredersdorf-vogelsdorf.de, www.fredersdorf-vogelsdorf-heimatverein.de)

Mehr Informationen: Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf Lindenallee 3 B/5 15370 Fredersdorf-Vogelsdorf Tel. +49 33249 8350, Fax 835100 www.fredersdorf-vogelsdorf.de

Badespaß für jedermann

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Am Bötzsee genießen auch Gäste mit Handicap die Sommerfrische Ausflügler spielen Federball. Andere Besucher schwingen die Tischtenniskelle. Auf der Café-Terrasse genießt man den Blick auf den Bötzsee. Im Sommer finden Gäste Abkühlung im sauberen Gewässer. Es ist eine perfekte Urlaubskulisse in Petershagen/Eggersdorf. Doch einige Angebote des Strandbads am Bötzsee stechen gleich ins Auge: Auch Besucher mit körperlichem Handicap fühlen sich hier wohl. Sie können sich per Lift von einem Holzsteg ins Wasser heben lassen. Auch mit dem Strandrolli, einem kostenfreien Strand-Rollstuhl, gelangen Besucher mit körperlicher Beeinträchtigung in den Bötzsee. Dieses barrierefreie Badevergnügen ist im Berliner Umland in dieser Form einzigartig. „Die Angebote wurden zuletzt stark angenommen“, so eine freundliche Mitarbeiterin im Rathaus des „Doppeldorfs“. Die beliebte Bötzsee-Badestelle bietet ansonsten Badespaß für jedermann. Und das zu moderaten Eintrittspreisen. Das Motorboot-Verbot sorgt für Ruhe auf dem Wasser. Dafür können Ausflügler mit dem geräuscharmen Elektro-Ka-

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Tipps: E Bootsverleih am Strandbad E Wasserrutsche und Drei-Meter-Sprungturm E Petershagen/Eggersdorf ist von Berlin aus schnell zu erreichen: per Rad über den Radweg ZR1, den S-Bhf. Strausberg und S-Bahnhof Petershagen-Nord

tamaran „Sunny Manuela“ gemächlich übern See gleiten. Doch auch das „Doppeldorf“ selbst lohnt einen Abstecher. Beispielsweise zum ältesten Petershagener Wohnhaus am Dorfanger. Das 1757 errichtete Büdnerhaus beherbergt heute die Heimatstube. Der Heimatverein öffnet sie für Interessierte an jedem dritten Sonntag im Monat. Ein kleiner Hingucker ist auch die 1910 erbaute neugotische Petruskir-

che. Eggersdorf ist wiederum für sein traditionelles Mittelalterspektakel am Himmelfahrtstag bekannt. Doch nochmal zurück zum Strandbad. Nach Saisonende Mitte September wird die Badestelle mit einem Winterzaun geschützt – ein Tor ermöglicht jedoch den Zugang. Vom Strandbad aus führen viele schöne Wanderwege in die Idylle ringsum. Wie wäre es mit einer Tour vom Bötzsee zum Fängersee?

Veranstaltungen 2016: E 30. April: 20 Uhr, Lagerfeuer mit Livemusik E Mai-September: Gartenkonzerte im Haus Bötzsee, Altlandsberger Chausseer Weg 81 (+49 3341 473004) E 5. Mai: 10 Uhr, historisches Dorffest mit dem Bauernvolk Eggersdorf, Am Fuchsbau 5, Eggersdorf E 11. September: ab 12 Uhr, 5. Dorfangerfest, Petershagen E Weihnachtsmarkt: 25. November: 15 Uhr, Am Markt Eggersdorf und 3./4. Dezember: 13-18 Uhr, Dorfanger Petershagen E Wochenmarkt: Do., 1017 Uhr, Strausberger Straße, Eggersdorf Rathaus Eggersdorf Am Markt 8, 15345 Eggersdorf B/4 Tel. +49 3341 41490 post@petershagen-eggersdorf.de www.doppeldorf.de


Von wegen Rockerrente Neue CD & Solo-Tour: Neuenhagens Superstar Dieter Birr („Maschine“) denkt nicht ans Aufhören Von unserem FerienmagazinReporter Jens Rümmler Mit dem Fahrrad übern Feldweg, per pedes an der Pferdekoppel und am Zapfhahn der Tanke nebenan: Rockbarde Dieter Birr hat zwar Kultstatus, doch in seiner Wahlheimat Neuenhagen – in der er seit Jahren mit seiner Sylvie lebt – ist er ein ganz normaler Einwohner. Beim „Dorf-Bäcker“ holt er Schrippen, in der Buchhandlung ordert er neue Schmöker. Im Supermarkt um die Ecke kritzelt der Puhdys-Sänger Fans schon mal Autogramme auf Zettelchen und Bücher. Immer ganz auf locker. Mehr als einmal lief mir Dieter Birr (Spitzname „Maschine“) in der Gemeinde übern Weg. In Neuenhagen wohnt ein Teil meiner Familie. Unvergessen bleibt für mich, wie er in einer Bäckerei Kunden mal den Weg zum S-Bahnhof Neuenhagen erklärte. Die erkannten erst während Birrs Wegweisungen, dass da der Ober-Puhdy vor ihnen steht. Nach dem ersten Staunen entstand eine zwanglose Plauderei über Quark-SahneSchnitten, Ostbrötchen sowie Gott und die Welt. „Maschine“ kaufte danach ein Vollkornbrot. Extrawürste mag die Ikone des Ost-Rocks sowieso nicht. Da in Neuenhagen etliche so genannte Promis wohnen, falle einer mehr oder weniger gar nicht mehr auf, witzelt der Hit-Lieferant, dessen Eisbären-Song weltweit gespielt wird. „In Neuenhagen läuft alles ganz entspannt. Ich bin so wie ich bin, muss mich nicht verstellen.“ Einmal in der Woche geht’s mit seinem besten Freund, dem CityGitarrist Fritz Puppel, zum Lieblingsitaliener ins benachbarte Schöneiche. Ausführlicher geht der Musiker in seiner Autobiografie „Maschine“ auf seinen Kumpel Fritz und andere Weggefährten ein. Nicht nur für Fans ist das reich bebilderte Buch ein absolutes Muss. Dienstlich kreuzten sich unsere Wege bei Interviews ein paar Mal. Zuerst nach der Wende im thüringischen SteinbachLangenbach, zuletzt nach dem Erscheinen seiner erfolgreichen CD „Maschine“. Immer erlebte ich einen geerdeten Künstler, der auf dem Teppich blieb. Apropos CD: Fans können sich schon jetzt auf ein neues Solo-Album freuen, das im Herbst 2016 erscheint. Ein bisschen ist auch „Maschine“ daran schuld, dass ich selbst zum Buchautor wurde. Kürzlich erschien „Unsere Stars – Ein Kessel Promis“. Ob Dieter Birr, Heinz-Florian Oertel, Frank Schöbel oder auch Walter Momper. Immer wie-

Dieter Birr und Jens Rümmler beim Interviewtermin (ganz oben), Lebende Rocklegende: heute und in den 1970er Jahren der kam nach meinen Interviews die Frage von Bekannten und Verwandten:

„Maschine“ (Neues Leben, ISBN 978-3355-01818-0)

„Wie sind die denn so?“ Mein „PromiKessel“ soll darauf ein paar Antworten geben. Zu Wort kommen darin u.a. auch Adi, Lippi, Herbert Köfer, Christine Errath und Walter Plathe. Zum Thema Buch fällt mir noch eine Episode ein. Als ich die Gespräche von den einzelnen Promis per Mail noch einmal absegnen ließ, war „Maschine“ der erste, der persönlich zurückrief und mir „eine Millionen-Auflage“ wünschte. * Auf seinem Fahrrad erkennt man den „langen Lulatsch“ Maschine in Neuenhagen übrigens nicht so leicht. Höchstens an der lauten Musik am Lenker: Birr hat den eigenen Worten nach über 6.000 Titel im iPod. „Die hör ich auf dem Rad aber ohne Kopfhörer. Ich will ja auch was von den Naturgeräuschen mitkriegen.“

Tipp: „Unsere Stars – Ein Kessel Promis“, (ISBN: 978-3-00-050324-5): Ferienmagazin-Leser können es auch bestellen über www.ruemmler-jens.de

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Rüdersdorf bei Berlin

Zauberhaftes erleben Malerische Landschaft für Naturfreunde und abenteuerliche Landrover-Fahrten Die Gemeinde mit den Ortsteilen Hennickendorf, Herzfelde und Lichtenow bietet neben touristischen Attraktionen auch immer ein Ausflugsziel für die Sinne. Denn in stiller Natur können Sie hier wandern, radeln, baden, Boot fahren, reiten und viele kulturelle Highlights erleben. Freunde des Wassersports kommen in dieser reizvollen Seenlandschaft immer auf ihre Kosten. Denn vom Berliner Müggelsee gelangen sie über den Flakensee zum idyllischen Rüdersdorfer Kalksee. Wer will, kann sich am Mühlenfließ ein Kanu ausleihen und weiter zum Großen und Kleinen Stienitzsee fahren oder den Dampfer besteigen. Für Wanderer bietet der „66-Seen-Wanderweg“ (s. S. 18) eine abwechslungsreiche Alternative, die Gemeinde Rüdersdorf und ihre Umgebung zu erkunden. Die Stationen führen vom Kalksee im Südwesten über den Museumspark Rüdersdorf, am Großen und Kleinen Stienitzsee entlang bis zu den „Lange-Damm-Wiesen“, dem ältesten Naturschutzgebiet Deutschlands, im Norden der Gemeinde. Rüdersdorf ist reich an Geschichten

Herausgepickt: Turm-Diplom E Auf dem 66-Seen-Wanderweg von Hennickendorf nach Woltersdorf stehen drei Türme – der 28 Meter hohe Wachteltum in Hennickendorf mit 96 Stufen und Rundumblick, der Glockenturm im Museumspark Rüdersdorf und der 25 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Kranichsberg in Woltersdorf. Wer letzteren bezwingt, erfährt im Inneren eine Menge aus der Zeit ab 1918, als in Woltersdorf Abenteuer- und Historienfilme gedreht wurden. Wanderer, die 2016 diese drei Türme besteigen, erhalten an der Kasse des jeweiligen Turmes eine Bestätigung für ihren Besuch und mit dem letzten Stempel das persönliche Turmdiplom. Tipp: Vom S-Bahnhof Berlin-Friedrichshagen erreichen Sie Rüdersdorf mit der nostalgischen Tram 88 in 25 Minuten.

und Häusern mit Geschichte. Auf geführten historischen Rundwegen erfahren Spaziergänger mehr darüber. Hinweise

geben auch eigens angebrachte Info-Tafeln an den Gebäuden.

Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin Hans-Striegelski-Straße 5 15562 Rüdersdorf bei Berlin B/5 Tel. +49 33638 85-0, Fax 2602 info@ruedersdorf.de, www.ruedersdorf.de

Industriekultur zwischen Kanälen und Seen vor den Toren Berlins Mit dem Landrover entlang des Tour entlang des noch aktiven Tagebaus. anstaltungen, wie bspw. die Veranstal- Firmen- und Familienfeiern E E-Bike noch aktiven Tagebaus oder auf Während der abenteuerlichen Fahrt tungsreihe „100% Tanzmusik” und der und Fahrradverleih (auch für Kinder) hören die Gäste interessantes zum Tage- „Rüdersdorfer Operettenball” am 15. Ok- E Kanuverleih, Go-Kartverleih Fossiliensuche Seit über 750 Jahren wird in Rüdersdorf Kalkstein abgebaut – Rohstoff für Zement und viele andere Baustoffe. Direkt an den aktiven Tagebau grenzt der 17 Hektar große Museumspark, der die Geschichte des Kalkabbaus erzählt. Besucher können die einstigen Brennöfen und Transportanlagen besichtigen und erfahren auf Tafeln, wie die alten Industrieanlagen funktionierten. Interessant sind das „Torell-Haus” und der „JubitzStein-Erlebnisplatz”, die Objekte zur Entstehung und Nutzung des Kalksteins zeigen und Einblicke in die Veränderung der Landschaft bieten. Wer mag, kann eine historische Führung buchen. Bei den geologischen Führungen wiederum geht es in den Tagebau auf Fossiliensuche. Denn der 240 Millionen Jahre alte Kalkstein birgt versteinerte Muscheln und Schnecken in sich. Spannend ist auch eine LandroverDer Rumfordofen – einst ein Brennofen zur industriellen Fertigung von Branntkalk

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baugeschehen. Für die Führungen ist eine telefonische Anmeldung erforderlich. Der Museumspark Rüdersdorf bietet auch einmalige Kulissen für Veranstaltungen – die Angebote reichen von der Walpurgisnacht bis zum Operettensommer. Erlebenswertes im Kulturhaus Sehenswert ist das Kulturhaus „Martin Andersen Nexö”. Der denkmalgeschützte monumentale Bau von 1956 ist architektonisch interessant, die Innenarchitektur ist auch nach 60 Jahren noch originalgetreu erhalten. Zudem bietet das Haus das ganze Jahr über ein umfangreiches Programm an Konzerten, Theater und Tanzver-

tober. Schlafen im Steigerhaus Neu seit 2015 ist das Quartier im Steigerhaus für Schulklassen, Gruppen und Vereine. In 8 Einzel- und Mehrbettzimmern stehen 34 Betten bereit. Es gibt einen großen Aufenthaltsraum (135 m 2) im Obergeschoss, eine Küche und WCs. Für Gäste mit Handicap gibt es ein Behinderten WC und einen Fahrstuhl im Haus. Weitere Angebote im Museumspark: E Touristeninformation mit Museumsshop E Abenteuercamp im Nothosaurusmeer E Lernwerkstatt/Aktivwerkstatt E Imbiss im historischen Magazingebäude E Vermietung von Räumen für

Veranstaltungen 2016: E 30. April: Walpurgisnacht im Museumspark E 28. Mai: Latinofestival E 1.-3. Juli: Rüdersdorfer Bergfest E 21.-31. Juli: Rüdersdorfer Operettensommer E 19.-21. August: Rüdersdorfer Wasserfest am Kalksee E 11. September: Tag des offenen Denkmals E 3.-4. Dezember: Rüdersdorfer Weihnachtsmarkt im Ortszentrum Weitere Infos erhalten Sie in der Tourist-Information im Museumspark unter Tel. +49 33638 799797

Museumspark Rüdersdorf Rüdersdorfer Kultur GmbH Heinitzstraße 41 15562 Rüdersdorf bei Berlin B/5 Tel. +49 33638 799797 (Anm./Kasse) kasse@museumspark-kulturhaus.de www.museumspark.de Öffnungszeiten: April-Okt.: tägl. 10-18 Uhr, Nov.-März: tägl. 10.30-16 Uhr


Grünheide (Mark)

Der Werlsee lädt zum Baden und Bootfahren ein. In der Mitte liegt die Lindwallinsel, auch Liebesinsel genannt.

Juwel an der Seenkette

Der Kletterwald Grünheide zählt zu den spektakulärsten Freizeitanlagen Brandenburgs Ein paar Gäste spielen Volleyball, andere werfen galant die Frisbeescheibe. Einige lassen am Nordstrand des Werlsees aber auch einfach alle Viere gerade sein. Nur ein paar Meter weiter geht’s nicht ganz so relaxt zu. Im Kletterwald Grünheide disati muss man sich schon konzentrieren. Die sich zwischen Baumkronen und knorrigen Ästen schlängelnde Anlage zählt zu den aufregendsten in ganz Brandenburg. Auf der 1.000-MeterStrecke geht’s über Seilrutschen, schwankende Holzröhren und Leitern in schwindelerregender Höhe. Mein lieber Scholli, ist das ein märkischer Dschungel! Sogar ein in den Parcours eingebautes Surfbrett und eine Rutsche sind zu meistern. Wagemutige und Abenteurer bewegen sich hier bis zu 15 Meter über

oder ganz gemächlich radeln. In der warmen Jahreszeit locken viele schöne Strände und Badestellen zum Sprung ins kühle Nass. Zwar ist der Ortsname Grünheide zunächst ein Hinweis auf viel Wald und Flur. Aber Wasser zählt hier natürlich auch zum bestimmenden Element. Gleich acht Seen ziehen sich im Norden der Gemeinde wie an der Schnur gezogen durch die Landschaft. Kein Wunder, dass Besucher nicht nur Freizeitangebote am, sondern auch auf

spielsweise eine gemütliche Dampferfahrt mit Musik, Kaffee & Kuchen. Aktive Ausflügler entscheiden sich eher für eine Ruderpartie oder Kanutour. Große Resonanz finden Floß- und Partyboote. Hausboote werden an Peetz- und Werlsee sogar führerscheinfrei verliehen. Naturliebhaber und Kenner der Gegend schätzen das Löcknitztal. Im Naturschutzgebiet leben über 100 Brutvogel-, 23 Fisch- und rund 450 Großschmetterlingsarten. Idyllisch mitten im Wald liegt hier auch die Forellenanlage Klein Wall. Sie ist nicht nur ein Paradies für Petrijünger. In der Gaststätte auf dem Areal können Forellen, Welse, Karpfen & Co. lecker zubereitet und gleich verkostet werden (www.klein-wall.de). Nach dem Schmaus starten dann viele noch zu einem kleinen Spaziergang durch den herrlichen Wald ringsum.

„Surfen“ unter Baumwipfeln dem Erdboden – beispielsweise auch auf zu Trittbrettern umfunktionierten Skiern. Der absolute Kick ist die „Fahrt“ mit dem Mountainbike über eine Mini-Hängebrücke. „Zunächst ist es eine wackelige Angelegenheit. Doch nach ein paar Minuten wird man immer sicherer“, berichtet Gast Sandro Rieger aus Berlin. Dann geht’s weiter vorbei an urigen Baum-

stämmen, über Holzstege und ein in luftiger Höhe gespanntes Netz. Die daran befestigten orangefarbenen Rettungsringe sind nur Accessoires und Blickfang. Denn gerettet werden muss hier niemand. Bei jedem Gast besteht das Sicherungssystem aus zwei Karabinern und einer Seilrolle. Zum Saisonstart wurde die Sicherheit für jeden Kletterer in den Bäumen noch einmal erhöht. Ein neues Sicherungssystem, welches kinderleicht zu bedienen ist, sorgt für 100 Prozent Sicherheit. Es ist kein versehentliches Aussichern mehr möglich. Insgesamt ist die spektakuläre Anlage in fünf Parcours und einem Minipar-

Tipps & Termine 2016: E 13. März: THE WORLD OF MUSICALS in Hangelsberg (Müggelspreehalle, 19 Uhr) E 10.-12. Juni: Heimatfest Grünheide E 23. Juli: Klang und Licht in Kagel (Dorfplatz, 19 Uhr) E 1. Oktober: Fischerfest in Fangschleuse (Bootshaus am Werlsee) E Von Mai bis August: Geführte Radund Wandertouren durch Grünheide und Umgebung, Treff und Start an der Tourist-Information Tourist-Information Am Marktplatz 3 15537 Grünheide (Mark) Tel. +49 3362 585584, Fax 700497 tourismus@gemeinde-gruenheide.de Facebook: Entdecke Grünheide (Mark) www.tourismus-gruenheide.de

cours mit über 100 Elementen gegliedert. Und sie verfügt über einen der größten Kleinkinderparcours in der Region mit über 30 Elementen für die Kids von 4-7 Jahre. Jeder Abschnitt entspricht einem anderen Schwierigkeitsgrad. Beliebt ist der Naturhochseilgarten auch bei Firmen- und Schulausflügen. Kinder ab 12 Jahre können selbstständig klettern – ansonsten ab 8 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Angehörige von Kletterern, die lieber Bodenhaftung bewahren, genehmigen sich einen Kaffee, genießen die Idylle oder im Sommer eine Abkühlung im schönen Werlsee. Kletterwald Grünheide disati Werlsee Nordstrand (Zufahrt von Friedrich-Engels-Straße) Handy +49 151 10798181 B/6 kletterwald@disati.de www.kletterwald-gruenheide.de

Tipp: E kostenlose Parkplätze!

Im Sommer spiegelt sich die Sonne in glasklaren Seen. Im Herbst duftet der Wald nach Pilzen wie kaum ein zweites Forstgebiet der Region. Willkommen in Grünheide mit seiner prägenden Seenkette aus Werl-, Peetz- und Möllensee sowie den wildromantischen Flüssen Löcknitz und Müggelspree! Das Beste: Dieses wunderbare Ausflugsrevier liegt direkt vor den Toren der Hauptstadt. Der Regionalexpress RE1 bringt Sie in einer halben Stunde von Berlin hier raus ins Grüne. Bis zum Bahnhof Fangschleuse gilt sogar das Berliner ABC-Ticket! Radler reisen auch gern mit der S-Bahn bis Erkner an. Von dort verkehrt ein Bus nach Grünheide. Dann heißt es: Hinein ins Ausflugsvergnügen. Möglichkeiten gibt es in Grünheide viele. Pedalritter finden ein hervorragendes Wegenetz. Ob Europaradweg, „Oder-Spree-Tour“ oder Spreeradweg – hier kann man richtig in Fahrt kommen

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Grünheide punktet mit Wasser, Wald und

„Die Löcknitz ist eines jener vielen Wässerchen in unsrer Mark… Keines unter all diesen Wässerchen etlichen Freizeitofferten aber ist vielleicht reizvoller und unbekannter zugleich als die Löcknitz.” (Theodor Fontane) dem Wasser schätzen. Dazu zählt bei-

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Erkner • Schöneiche bei Berlin

Von Hörspielwoche bis Radtouren So ehrt die Gerhart-Hauptmann-Stadt Erkner ihren berühmtesten Mitbürger Umgeben von Berliner und Brandenburger Forsten, zwischen Dämeritz- und Flakensee, zwischen Spree und Löcknitz wird Erkner seinem Ruf als Stadt zwischen Wäldern und Seen mehr als gerecht. Von hier aus lassen sich Erholungsgebiete südöstlich Berlins bestens erkunden – zu Wasser, wandernd oder per Fahrrad. Sieben Wanderwege, Spree-Radwanderweg, Europa-Radwanderweg und der überregionale MüggelSpree-Weg laden zur Entdeckungstour ein. Alle gehen von Erkner aus oder treffen sich hier. Vor dem Start in die Natur ringsum sollte man jedoch die Gelegenheit nicht versäumen, auch das näher zu sehen und zu erleben, was Erkner zu bieten hat: preußische und Industriegeschichte, pulsierendes städtisches Leben heute, namhafte Künstler einst und vielfältiges kulturelles Leben jetzt. Erkner trägt den Namen Gerhart-Hauptmann-Stadt in Erinnerung an einen seiner berühmtesten

Bechstein, weltbekannter Berliner Konzertflügelfabrikant, seine Villa zu einem prächtigen Gästehaus, dem heutigen Rathaus, mit Park gestalten ließ.

Bildnis des Schriftstellers (im Museum); Ausfahrt auf der Spree Bürger. Vier Jahre lebte der Literatur-Nobelpreisträger Ende des 19. Jahrhunderts hier in der Villa Lassen, die heute das Gerhart-Hauptmann-Museum beherbergt. Anlässlich seines 70. Todestages lädt das Museum im Juni zu einer Woche mit historischen Hörspielen ein. Im Sommer bietet Hauptmanns Gartenbühne im Museumsgarten Gesang, Konzerte und Theater. Am 14. Mai, 18. Juni, 16. Juli und 20. August führt eine rund drei-

stündige Radtour jeweils ab 14 Uhr vom Gerhart-Hauptmann-Museum zu Schauplätzen aus den Novellen und Stücken des Dichters in und um Erkner. Das Heimatfest Anfang Juni wird traditionell mit der Anlandung von „Fischer Hans“ eröffnet. Jenem Boot, das den Fischer, seine Frau und ihr Kind, dem die erste urkundliche Erwähnung Erkners im Jahr 1579 gilt, über den Dämeritzsee ans Ufer bringen wird. Dort, wo einst Carl

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Schöneiche bei Berlin – die Waldgartenkulturgemeinde Am südöstlichen Berliner Stadtrand gelegen ist Schöneiche bei Berlin ein idyllischer Ausflugsort für Naturliebhaber, Kulturbegeisterte, Geschichtsinteressierte. Schon die Anfahrt kann ein Erlebnis sein: mit der Schöneicher-RüdersdorferStraßenbahn geht es vom S-Bahnhof Berlin-Friedrichshagen los. Die über 100jährige Strecke mit besonderer Spurbreite (1.000 mm-Schmalspur) ist auch bei Bahnfans sehr beliebt. Heute sind angenehme Fahrten in teils barrierefreien Wagen möglich. Kleiner Spreewald-Park (o.); ehemalige Schloßkirche (r.) Wald Umgeben von Wäldern und Wiesen Luft“ bemerkbar macht! Zu den besonderen Parkgilt es viel Natur zu entdecken. Zu Fuß, per Fahrrad oder als Reiter: es gibt für je- anlagen zählt der Kleineden schöne Wege. Seen wie Müggelsee, Spreewald-Park (www.grueKalksee, Flakensee und Dämeritzsee bie- newabe.de), ein Kleinod mit ten erholsame Ausflugsziele in der unmit- Wasserkanälen rund um das Fredersdorfer Mühlenfließ. Bei ausreichendem Wastelbaren Nachbarschaft. serstand sind hier Fahrten mit einem kleinen Spreewaldkahn möglich (Auskunft: Garten Alte Baumalleen, Parkanlagen, schöne +49 30 64903765). Der große NaturspielGärten und Architektur verschiedener platz bringt das ganze Jahr über den KleiEpochen prägen das Ortsbild. Viele klein- nen Spaß . teilige Wohnbauten „versinken“ im Sommer im Grün der unzähligen Bäume: hier Kultur Bunte Feste wie das Musikfest und das sind Einwohnerzahl und Anzahl der Straßenbäume fast identisch – was den Heimatfest prägen ebenso die LebenskulUnterschied zur berühmten „Berliner tur wie Konzerte, Sportveranstaltungen

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und Vereinsaktivitäten. Beliebte Veranstaltungsorte sind die Kulturgießerei und die ehemalige Schloßkirche. Die „KuGie“ (www.kulturgiesserei.de) glänzt mit dem etwas rauen Charme der Industriekultur, ist kreativer Mittelpunkt für freischaffende Künstler und begeistert das Publikum mit Konzerten, Theater, Lesungen, Ausstellungen sowie Kursen. Die ehemalige Schloßkirche, ein frühgotischer Feldsteinbau, im 18. Jahrhundert als barocker Putzbau erneuert, wird eher für klassische Konzerte im etwas festlichem Ambiente genutzt. Wer sich „trauen“ mag, kann in diesem wunderschönen Raum auch standesamtlich heiraten.

Veranstaltungen 2016: E 26. März: Spreetreiben E 15. Mai: Pfingstkonzert E 3. bis 5. Juni: 24. Heimatfest mit Festumzug, Kunstmarkt und Kinderfest E 12., 25./26. & 30. Juni, 3. Juli: Hauptmanns Gartenbühne E 11. September: Kolonistenfest E 14.-19. November: Gerhart-Hauptmann-Tage E 26./27. November: Lichterfest Tourismus-Infopunkt Rathaus der Stadt Erkner Friedrichstraße 6-8, 15537 Erkner B/6 Tel. +49 3362 7950 tourismus@erkner.de, www.erkner.de Tourismus-Infopunkt im Gerhart-Hauptmann-Museum Gerhart-Hauptmann-Straße 1-2 B/6 15537 Erkner, Tel. +49 3362 3663 www.hauptmannmuseum.de

Gemeinde Einige historische Spuren sind noch erhalten: Das Heimathaus, das älteste Bauernhaus des Ortes aus dem 18. Jahrhundert, wurde vom Heimatverein gerettet und saniert. Sehenswert im heutigen Heimatmuseum sind die original erhaltene „schwarze Küche“ von 1643/1777, die Bauernstube, der Schlafraum sowie alte landwirtschaftliche Gerätschaften. Der historische Raufutterspeicher, als Getreidespeicher für Pferde der Kavallerie um 1730 erbaut, ist als denkmalgeschütztes Gebäude saniert und wird für Veranstaltungen und kleine Märkte genutzt. Zur neueren Entwicklung zählen das 2014 bezogene neue Rathaus und die benachbarte KultOurkate mit Bibliothek, Archiv, Kultur- und Tourismusinformation. Tipps und Termine 2016: E 23. April: 12. Musikfest E 10.-12. Juni: Heimatfest E Kaum ein Wochenende ohne Veranstaltung! Aktuelle Veranstaltungstipps gibt es u. a. über die Schöneicher Homepage: www.schoeneiche-bei-berlin.de Mehr Informationen: Heimathaus und Information Dorfaue 8, 15566 Schöneiche bei Berlin Tel. +49 30 6491105 B/5 heimathaus-schoeneiche@gmx.de www.schoeneiche-bei-berlin.de


Fürstenwalde • Petersdorf

Domstadt an der Spree Der Aufenthalt verspricht viele Erlebnisse

Bobfahren auf der Ganzjahresrodelbahn „Scharmützelbob“ – mit neuem Indoorspielplatz Nur wenige Augenblicke braucht der Elektrolift, um Bob und Fahrer in die Höhe zu hieven. Erst kommt das große Kribbeln im Bauch – dann heißt es: hinein ins Vergnügen. Mit bis zu 40 Sachen sausen Fahrer, alleine oder zu zweit, auf Stahlschienen hinab – erst ein Stück geradeaus, dann durch 14 Kurven und schließlich durch den großen Kreisel. Nicht vergessen: den Körper immer schön in die Kurve legen. Wem die 1.000Meter-Tour zu abenteuerlich wird, der kann per Handbremse gegensteuern. Je-

schon mal hier war, der weiß: rund um den Dom locken tolle Veranstaltungen, wie in der Kulturfabrik, wechselnde Ausstellungen in der Galerie am Dom oder in der Kunstgalerie im Alten Rathaus. Ein besonderer Besuchermagnet ist das Brauereimuseum. Im alten Rathauskeller erfährt man Details zur hiesigen Braukunst, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. „Man braut ein köstliches Bier” verkündete Bürgermeister Jacob Lotichius im Jahre 1679. Fürstenwalde lag nach Bernau auf Rang zwei der Brandenburger Braustädte. Auch die Wiege der japanischen Sapporo-Brauerei liegt in Fürstenwalde. „Deren Gründer erlernte hier bei uns alles über Hopfen und Malz“, ist aus dem Stadtmuseum zu erfahren. Erleben Sie in der RHB-Rathausbrauerei nebenan, wie alte Braukunst bewahrt wird. Auf Wunsch gern mit Verkostung.

Tipps: E Sommerstadtführungen: freitags (Juli und August) ab 9.45 Uhr mit anschließender kleiner Orgelmusik im Dom, auf Wunsch Domführung E Themenstadtführungen, z. Bsp. „Unterwegs mit dem „Alten Fritz” (inkl. Einkehr), „Auf den Spuren der Bischöfe” (mit Kaffee & Kuchen im Bischofsschloss) oder „Fürstenwalde und das Bier” (Museumsbesuch, Brauereiführung mit Verkostung) oder 2016 neu „Fürstenwalde & die Spree”. Alle Angebote für Gruppen zu individuellen Terminen möglich. E Erlebnistage für Schulklassen: Zum Beispiel ca. 2 Stunden töpfern in der Freizeitkeramikwerkstatt, Mittagessen und 3stündiger Badespaß im Schwapp usw. E Museums- Ausstellungen: ab 20. Mai „Schifffahrtsgeschichte“, anlässlich des Jubiläums des Oder-Spree Kanals sowie Ausstellungen zur Stadtgeschichte 14./ 15. Jahrhundert (2022 feiert Fürstenwalde Jubiläum, das Museum zeigt jedes Jahr ein bzw. zwei Jahrhunderte Stadtgeschichte)

Rodelbahn, Duellarena & Bob Inn

der bestimmt die Geschwindigkeit selbst. Ob Regen, Schnee oder Son-

nenschein, hier kann man bei jedem Wetter durch den Wald rodeln. Den Altersrekord der Bahn hält ein 102-Jähriger, der mit seinem Sohn das Bob-Abenteuer wagte. Doch die Gäste können nicht nur rodeln, sondern auch Duelle starten – in der neuen Duellarena. Für 4 Euro Eintritt, inklusive 3 Spielchips, kann man dort den ganzen Tag die Indoorangebote nutzen, toben, spielen, und im Bob Inn gibt’s auch Verpflegung.

Veranstaltungen 2016 E 19. März: 7. Fürstenwalder Shoppingnacht E 1. Mai: Familienfest im Heimattiergarten E 20. Mai: „12. Lange Nacht der Museen” E 27.-29. Mai: Fürstenwalder Stadtfest E 10.-11. Juni: 14. Fürstenwalder Drachenbootregatta, Gelände an der Spree E 26. Juni: Das Parkfest kommt zurück E 11. September: Handwerker- & Bauernmarkt E 9. Oktober: Mittelaltermarkt E 29. Oktober und 11.-13. November: 15. Fürstenwalder Jazztage, E 9.-11. Dezember: Fürstenwalder Weihnachtsmarkt Mehr Informationen F.T.V. Fürstenwalder Tourismusverein e. V. Mühlenstraße 1 15517 Fürstenwalde/Spree D/6 Tel. +49 3361 760600 Fax +49 3361 760601 info@fuerstenwalde-tourismus.de www.fuerstenwalde-tourismus.de

Tipps: Duellarena: E „Bullriding” (Bild links) E Großer Kletterparcours E Laser Labyrinth E Licht-Reaktionswand „T-Wall“ E Air Kicker E Fang den Frosch und EyePlay-Anlage. Im Mittelpunkt steht der Wettkampfcharakter. Rodelbahn: E Mit jedem Ticket der Rodelbahn kann ein Rabatt für einen Besuch in der Bad Saarow Therme, im Kletterwald Bad Saarow, im Schwapp Fürstenwalde oder für eine Schifffahrt auf dem Scharmützelsee in Anspruch genommen werden. Bistro Bob Inn: E Eis, Speisen, warme & kalte Getränke E Kindergeburtstage E Firmenevents E täglich geöffnet E Mehr Informationen sowie Öffnungszeiten unter: www.scharmuetzelbob.de Scharmützel-Bob GmbH Am Fuchsbau 7 15526 Bad Saarow, OT Petersdorf D/7 Tel. +49 3361 736035, Fax 736036 Mobil +49 152 29264662 info@scharmuetzelbob.de www.scharmuetzelbob.de

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Mitten durch Fürstenwalde fließt die Spree. Wasserwanderer können auf ihrer Natur-Tour gleich einen Abstecher zum St. Marien Dom mit einer Rast verbinden. Interessieren dürfte sie die Ausstellung über die Schifffahrtsgeschichte Fürstenwaldes, die anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Oder-Spree-Kanal“ im Museum Fürstenwalde zu sehen sein wird. Diese Wasserstraße, die im Raum Fürstenwalde den Flussverlauf der Spree annimmt, ist 87,7 Kilometer lang und wurde 1891 eröffnet. Sie verläuft von Eisenhüttenstadt über Müllrose, Fürstenwalde bis nach Berlin-Schmöckwitz. An Fürstenwalde fährt man nicht vorbei: Schon von weitem ist vom Wasser her das Wahrzeichen erkennbar – der 68 Meter hohe Turm des mittelalterlichen St. Marien Doms, dessen Mauern teilweise aus dem Jahr 1446 stammen. Wer


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Die Karte dient vor allem der Orientierung für den Leser. Sie erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkleit.

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Körse-Therme Guseiserner Aussichtsturm

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Weißwasser Nochten B 96 Findlingspark

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Kurort Bad Saarow • Wendisch Rietz

„Durchatmen am See“ bei jedem Wetter Gesund und fit mit der Aktivwoche durch den Urlaub

„Oft hielt ich an, um zu horchen, aber die Stille blieb, und ich hörte nichts, als den Windzug in den Binsen und das leise Klatschen der Wellen. … Alles hier ist idyllisch und ruhig.” (Theodor Fontane)

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Vielfalt ist angesagt rund ums große V, das Storkower See und Scharmützelsee dank eiszeitlicher Urgewalten in der malerischen märkischen Landschaft bilden. Hier findet man Ruhe und Entspannung gleichermaßen wie Angebote für Kopf und Geist, kann aktiv und fit sein, Wellness genießen und zugleich der Gesundheit etwas Gutes tun.

Körper, Geist und Atem werden an den Donnerstagen beim „Yoga am Seebad“ (9-10 Uhr) in Einklang gebracht. Am Haupteingang der Saarow Therme startet freitags der „Morgenlauf Bad Saarow“ (8-9 Uhr). Bei Regen wird als Ersatz Aquafitness in der SaarowTherme angeboten – also bitte die Badesachen nicht vergessen!

Ein Renner – die Aktivwoche Allen, die sich in der herrlichen Natur bewegen wollen, sei die Aktivwoche im Kurort Bad Saarow und im Erholungsort Wendisch Rietz ans Herz gelegt. Unter dem Motto „Durchatmen am See“ treffen sich zwischen Ostern und Oktober Touristen und Einheimische, um sich unter fachlicher Anleitung in abwechslungsreicher Art und Weise sportlich zu betätigen. Montags geht es vom Hotel Esplanade Bad Saarow auf den Trimm-dich-Kurs (17-18 Uhr), dienstags vom SeeBadSaarow für maximal 20 Personen auf „Morgen-Paddeltour“ (10-10.45 Uhr) mit der Yachtakademie Axel Schmidt (YAAS). Erfahrene Teilnehmer nehmen bei schönem Wetter schon mal die Strecke bis zu den Inseln Kleiner und Großer Werl unter die Paddel. Zeigt sich der Scharmützelsee eher von seiner rauen Seite, geht es entlang der Schilfkante durch ruhigere Gewässer. Am Bad Saarower Kirchplatz startet am Mittwoch die „Nordic-WalkingSchnupperstunde“ (10-11 Uhr) mit den Trainern Ursula und Bernhard Hallmann. Stöcke können ausgeliehen werden. Auf Wunsch geht es auch zum Aussichtsturm in den Rauener Bergen. Ebenfalls mittwochs heißt es in der Jungle Tanzbar Wendisch Rietz: „DanceFit“.

Der historische Bahnhof Bad Saarow ist an den Samstagen Treffpunkt für den „Historischen Powerwalk“ (7.30-8.30 Uhr). Noch einmal ins Reich der Mitte geht es sonntags im Kurpark bei „QiGong am See“ (10-11 Uhr), bei Übungen eines chinesischen Bewegungs-, Konzentrationsund Meditationssystems, die hier unter Anleitung von Manfred Torke und Angela Sowa praktiziert werden. Gewalkt, getanzt, gepaddelt, trainiert wird bei jedem Wetter!

Und wer nach dem Aktivsein dann einmal richtig durchatmen will, kann das sonntags von Juni bis August bei den Kurkonzerten am Scharmützelsee. Dieser landete bei der jüngsten Umfrage des Internetportals www.seen.de zu Deutschlands Lieblingsseen 2015 nach seinem Sieg 2013 diesmal auf Rang 3. Zum zweiten Mal wurde der Scharmützelsee dabei nach 2012 zum Lieblingssee Brandenburgs gekürt.

Viele weitere Variationen für einen erholsamen Urlaub rund um Scharmützelund Storkower See gibt es dank des weit verzweigten Wegenetzes durch Wälder und Felder für Radler, Reiter, Wanderer und Walker. Die beiden Seen, die der Ferienregion ihren Namen gaben, sowie weitere mehr als 25 Waldseen bieten beste Bedingungen zum Baden, Schwimmen, Paddeln, Rudern, Segeln, Surfen, Motor- und Tretboot, Wasserski und Wakeboard fahren.

Das freundliche Team des Tourismusvereins Tourismusverein Scharmützelsee e.V. Tourist-Information Wendisch Rietz Haus des Gastes, Kleine Promenade 1 15864 Wendisch Rietz D/8 Tel. +49 33679 6484-0 /-20 Fax +49 33679 648417 tourismus@scharmuetzelsee.de www.scharmuetzelsee.de www.facebook.com/ FerienamSchamuetzelsee Tourist-Information Bad Saarow im historischen Bahnhof Bahnhofsplatz 4 15526 Bad Saarow D/7 Tel. +49 33631 438380 Fax +49 33631 438389 info@scharmuetzelsee.de www.scharmuetzelsee.de www.facebook.com/FerienamSchamuetzelsee

Tourist-Information Storkow (Mark) Burg Storkow Schloßstraße 6 15859 Storkow (Mark) D/8 Tel. +49 33678 73108 Fax +49 33678 73229 tourismus@storkow.de www.storkow.de (s. S. 34)


Kurort Bad Saarow • Wendisch Rietz

Am Scharmützelsee am Ufer in Wendisch Rietz

Pure Entspannung & Well-Tainment® / SATAMA Sauna Resort & SPA am Scharmützelsee SATAMA, der Saunapark direkt am Scharmützelsee, ist mehr als Sauna! Mit Blick auf den See entspannen die Gäste in den verschiedenen Saunen, an lauschigen Kaminfeuern in Ruhebereichen oder auf den zahlreichen Liegeplätzen am Außenpool. Nicht umsonst drückt SATAMA – „der Hafen“ (finnisch) – Sehnsucht nach Ruhe, Erholung, Genuss und Wohlbefinden aus. Zwischen den abwechslungsreichen Erlebnissen in den zehn unterschiedlichen Saunen genießt man Cocktails in der Theater-Bar sowie die leichte Kulinarik der SATAMA-Küche. Für viele sind die atemberaubenden Shows der AufgussWeltmeister im SATAMA-Theater das Highlight der Anlage. Andere Gäste ziehen diesem SATAMA Well-Tainment® die Relax-Aufgüsse in Tuli®- und Märchensauna oder aber die sibirischen Rituale in der Banja vor. Ganz nach jeder-

Tipps: E „Alte Schulscheune“ in DiensdorfRadlow – dörfliches Kulturzentrum mit Ausstellungen, Kabarett und Konzerten E Feldsteinkirche mit quadratischem Wehrturm in Reichenwalde – mit Grabkreuz des letzten Ritters jener Junkerdynastie, der einst Rittergüter der Region gehörten. E Die Waltersberge – Brandenburgs größte Binnendüne nördlich des Storkower Sees mit herrlichem Rundblick und Naturlehrpfad „Martin-Graef-Weg“ E Schnitzeljagd-App – per Smartphone auf Entdeckungstour gehen (s. rechts) und auf der Radtour „Adler trifft Zander“ (s. S. 36) 36 Text-, MultipleChoice- oder Bilderrätsel lösen E Dubrower Berge – ausgedehnte Wälder laden sechs Kilometer östlich von Fürstenwalde zwischen Langewahl und Alt Golm zum Radeln und Wandern ein. Unweit von Langewahl befindet sich die Osterquelle.

Stationen: 1 Bahnhof-Ensemble 2 Gorki-Haus (Villa „Putti”) 3 SaarowCentrum 4 Scharwenka-Haus 5 Altes Postamt 6 Demeter-Haus 7 Kirche 8 Johannes R-Becher- Denkmal 9 Hafen-Ensemble (Dependance, ehem. Kurhaus, Esplanade, Pechhütte, Hafen) 10 Restaurant „Park-Café” & Theater am See 11 Tetens-Villa (Sternguckerhaus) 12 Villa Seestraße 13 Kurpark & SaarowTherme Tipp: E Die Kurort-Führungen sind auch nach wie vor ganz „klassisch“ mit Gästeführer möglich. Sonntags ganzjährig ab 10.30 Uhr, von Mai bis Anfang Oktober auch jeden Mittwoch ab 17 Uhr. Start ist jeweils am Bahnhofsvorplatz Bad Saarow.

SATAMA – mehr als Sauna!

ganz besonderen Art. Und wenn Sie die Zeit noch etwas anhalten möchten, dann übernachten Sie doch einfach am Scharmützelsee - in den SATAMA-Lodges Ferienappartements oder SATAMA-Ferienhäusern. Genießen Sie diese Reise … Termin: Aufguss-WM 2016: E Vom 13. bis zum 18. September findet die Aufguss-WM zum zweiten Mal im SATAMA statt. Die weltweit besten Aufgießer präsentieren ihre schönsten Sauna-Shows. (www.aufguss-wm.de) Tipp: E schöne Lodges und Ferienhäuser am Scharmützelsee

manns Geschmack – mancher lässt sich im SATAMA SPA massieren oder verbringt den Tag mit einem guten Buch in

der hauseigenen Bibliothek. Es ist fast egal, was man tut oder lässt – man kann sagen, hier im SATAMA lebt Day-SPA der

SATAMA GmbH – Sauna Resort & SPA am Scharmützelsee Strandstraße 12, 15864 Wendisch Rietz Tel. +49 33679 7589900, Fax 75899025 info@satama-saunapark.de D/8 www.satama-saunapark.de

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Veranstaltungen 2016: E 1. Mai: Bikertreffen, Wendisch Rietz E 8. Mai: Hobby & Trödel, Alte Schulscheune Diensdorf-Radlow E 30. Juli: Kanalfest, Wendisch Rietz E 6. August: Sommernachtsparty, Wendisch Rietz E 13.-14. August: SAAROW CLASSIC, die Old- und Youngtimer-Rallye, Bad Saarow E 20.-21. August: Gauklerfest, Burg Storkow E 4. September: Rad-Scharmützel – Fahrraderlebnistag in der Ferienregion E 15.-18. September: Das Film ohne Grenzen-Festival, Bad Saarow E 18. September: Hoffest, Burg Storkow E 24.-25. September: Kartoffelbuddeln, Storkow OT Philadelphia E 2.-4. Dezember: Adventszauber, Bad Saarow


Kurort Bad Saarow

Sich Gutes tun Soforteffekt & Nachhaltigkeit für Ihre Gesundheit & Schönheit am Scharmützelsee

„Die Schönheit ist da, man muß nur ein Auge dafür haben oder wenigstens es nicht absichtlich verschließen.” (Theodor Fontane) Verwöhne deinen Körper mit Genüssen, damit der Geist Lust hat darin zu wohnen! – Ein anspruchsvolles Motto, das sich Andrea Schindler und ihr Team in der Wohlfühloase am Kurpark des Scharmützelsees gegeben haben. Doch der Erfolg gibt ihnen recht: Ihre Kompetenz wird geschätzt. Frauen (und Männer) jeden Alters lassen den Alltag gern einmal Alltag sein und ziehen sich für ein paar Stunden in die individuelle Atmosphäre der Wohlfühloase zurück. Sich wieder rundum wohlfühlen in seiner Haut, seinem Körper, das ist das Ziel je-

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Das Landhaus „Alte Eichen” überzeugt rundum Schilf wiegt sich im Sommerwind. Segelboote schippern übers Wasser. Auf der großen Liegewiese weht ein laues Lüftchen. Im Landhaus am See „Alte Eichen“ erholen sich Gäste von der ersten Minute an und schwärmen. „Wir waren zwar nur drei Tage da, fühlen uns aber erholt wie nach einer Woche Ostsee.” Genießen Sie die Sommerfrische in ruhiger Traumlage auf einer Halbinsel im Scharmützelsee. Das familiengeführte First-Class-Hotel „Alte Eichen“ punktet hier mit seinem großen parkähnlichen Garten, mit privaten Badestränden und Steg. Neu sind die zweite blickgeschützte und ruhige Badestelle sowie eine zweite Sauna im 300 Quadratmeter großen Wellnessbereich. Ein weiterer Grund, in einem der 38 liebevoll ausgestatteten kuscheligen Zimmer zu übernachten, ist das „Restaurant 19hundert“. Der Brite Simon Downing schwingt hier das Zepter bzw. den Koch-

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der Behandlung bei Andrea Schindler. So nutzt sie Medical Beauty – Methoden der neuesten Generation – zur Verbesserung der Hautqualität. Fältchen, Pigmentflecken oder Narben zu reduzieren, um einfach jünger und strahlender auszusehen – durch Microneedling, Ultraschall und Fruchtsäurebehandlungen sowie herausragende Produkte von Thalgo auf der Basis maritimer und pflanzlicher Wirkstoffe. Umfangreiche Thalasso und Ayurveda-Behandlungen für den ganzen Körper unterstützen Ihre Entschlackung und Regeneration im Besonderen. Andrea Schindler sorgt mit ihrem kompetenfahrene Beraterin. Die Expertin für Farb-, Stil- und Imageberatung findet mit Ihnen Ihre ganz persönlichen Schokoladenseiten heraus und wie sie betont werden

können. Welche Farben und Formen Sie vorteilhaft aussehen lassen, wie Sie mit Kleidung, Schmuck, Frisur Ihren Typ unterstreichen, auch das erfahren Sie in der Wohlfühloase Andrea Schindler. Tipps: E Anti Aging E Farb- und Stilberatung nach neuesten Erkenntnissen E Kleiderschrankcheck E Einkaufsbegleitung E Make up E Braut-Spezial E Firmenberatung E Gutschein als unvergessliches Geschenk

ten Team dafür, dass man sich nach der Schönheitskur erholter und frischer fühlt. Sich etwas Gutes gönnen, dazu gehört für viele auch das Spiel mit Mode, dekorativer Kosmetik und Schmuck. Wer die Lust dazu spürt, aber sich ein wenig unsicher ist, hat in Andrea Schindler eine er-

Andrea Schindler

Erholung in Traumlage

der Küchenchef eine englische Note auf die Speisekarte. Hier findet man u. a. auch mal Limonen-Desserts, köstliche Muffins oder süße Plundern. Aber auch wer „nur“ auf ein Glas Wein vorbeischaut, eine Tasse Kaffee mit einem Stück von Omas Landkuchen oder einen Snack auf der großen Seeterrasse geJuniorsuite „Frau Holle” (o.) und Doppelzimmer „Peterchens Mondfahrt” (r.) löffel. Neben Leckereien feiner Landküche, wie Wild aus heimischen Wäldern © Beate Wätzel oder Fisch aus den Seen ringsum, bringt

Wohlfühloase Andrea Schindler Karl- Marx-Damm 9 15526 Bad Saarow D/7 Tel. +49 33631 430931, Fax 430932 info@beauty-badsaarow.de www.beauty-badsaarow.de

nießen möchte, wird mit der gleichen Herzlichkeit betreut wie Hausgäste. Genießen Sie Torten, Kuchen und Naschereien der hauseigenen Patisserie oder mehrgängige Menüs. „Alles 100 Prozent frisch, mit viel Handarbeit und ganz individuell“, verspricht Hotelchef Jörn Peters. Bei einer kleinen Hausführung fällt uns ein Mitarbeiter auf, der fleißig malert und werkelt. Es ist der hoteleigene Maler, der nonstop alles in Schuss hält. Eine Herberge mit eigenem Anstreicher – das sahen wir auch zum ersten Mal. Kein Wunder, dass hier immer alles so picobello aussieht. Tipps: E Feierlichkeiten E Wintergarten & Sonnenterrasse E Pavillon auf Liegewiesen (bei Events) E Ruderboote & Räder zum Verleih Das Landhaus am See „Alte Eichen”**** Alte Eichen 21, 15526 Bad Saarow Tel. +49 33631 4309-0, Fax 4309-29 info@landhaus-alte-eichen.de D/7 www.landhaus-alte-eichen.de


Die Bremer Kanugruppe an der Spree, hier während einer freundlichen Pauseneinladung von Frau Perkowski vom Ferienhaus „Am Spreefließ” in Sawall bei Tauche.

,, ,,Eins der besten Paddelreviere Liebe auf den 1. (Ferien-)Blick: Wie Bremer Urlauber vom Seenland schwärmen Sonne am Himmel und der Morgenkaffee auf dem Frühstückstisch. Die große Wasserwanderkarte liegt ausgebreitet gleich daneben. So sitzt die bunte Urlaubertruppe auf der Terrasse ihres Ferienhauses in Wendisch Rietz. Hinterm Haus rauscht der Kiefernwald, vorne lockt der Scharmützelsee. „Der ist aber erst nachmittags dran. Zuerst stechen wir mit unseren Paddelbooten auf der Glubigsee-Kette in See. Sie zählt zu unseren Traumzielen hier in der Gegend“, sagt Horst Brandshagen voller Vorfreude. Entspannter als in Bremen Die zehn Kilometer lange motorbootfreie Strecke Kleiner Glubigsee – Großer Glubigsee – Springsee ist für die Urlauber-Gruppe aus Bremen aber nur ein Klacks. „Da treibt uns der Ehrgeiz am Nachmittag auch noch auf den Scharmützelsee, wo wir 13 Kilometer dranhängen“, schmunzelt Horst Brandshagen. Am folgenden Tag geht’s auch gleich wieder in die Vollen: Über Storkower See und Storkower Kanal bis nach Philadelphia. Das märkische Philadelphia, versteht sich. „Das sind stolze 26 Kilometer“, so der Bremer. Seit Jahren organisiert er Ausflugstouren der Hobby-Truppe „Tura Kanusport Bremen“. Aufs Seenland Oder-Spree sei er durch den Tipp eines aus Fürstenwalde stammenden Kollegen gekommen. „Wir wurden wirklich nicht enttäuscht. Besonders den Wasserreichtum schätzen wir hier sehr“, schwärmt Dieter Hansen von der Gegend. So viel Wasser gebe es sonst nur in der Nordsee, scherzt der rüstige Senior, dem man seine 70 Jahre nicht ansieht. Die Bremer Region habe zwar mehr Flüsse, doch die Tide (Gezeitenwechsel von Ebbe und

Rast bei der Scharmützelsee-Rundtour Flut) zwinge zum ständigen Blick auf die Uhr. „Das ist natürlich hier entspannter“, so Hansen. Die zehn Hansestädter paddelten auch schon auf Elbe, Unstrut und Peene. „Ich kenne eigentlich kein besseres Paddelrevier als den Osten Deutschlands.“ Dabei entdecken die „TURANer“ immer wieder schmucke Städte, stille

Dörfer und interessante Leute. Auf Nachfrage nennen sie die schicke Altstadt Beeskows oder das quicklebendige Fürstenwalde. „Aber auch die Kontraste machen die Region interessant. Hier das fast dörfliche Wendisch Rietz, am anderen Seeufer das mondäne Bad Saarow“, sagt Horst Brandshagen. Eine Reihe Überraschungen Der besuchte aus Neugier gleich nach der politischen Wende einen Ort, der seinen Namen trug: Brandshagen. „Der liegt aber in Mecklenburg-Vorpommern,

Auf dem Spreearm bei Sawall

östlich von Stralsund und kurz vor der Insel Rügen.“ Kurioses passierte auch sonst jede Menge. So landeten die Aktiven aus Bremen bei einer nächtlichen Lampion-Paddelfahrt mal mitten im Seenebel. „Wir wussten plötzlich nicht mehr, wo vorne und hinten ist“, erinnert sich Dieter Hansen. Per Handy organisierte man Hilfe: Bekannte stellten ihre Pkws ans Ufer und schalteten Fernlicht ein. „So konnten wir uns wieder orientieren.“ Zu den angenehmen Überraschungen, die man hierzulande erlebte, zählt das Schloss Hubertushöhe bei Storkow. War das Areal früher Gutbetuchten vorbehalten, so steht es heute jedermann offen. Am Seeufer laden Imbiss und Café zum Verweilen ein. „Das schöne Haus selbst wirkt wie ein Märchenschloss“, ist Horst Brandshagen begeistert. Dann kommt er aber wieder auf die sportlichen Aktivitäten der Gruppe zu sprechen. Schließlich steht auch eine große Radrunde – die „Adler trifft Zander“-Tour – auf dem Programm. Es geht von Bad Saarow nach Storkow und bis zum Ferienhaus nach Wendisch Rietz zurück. Die Strecke verspreche nicht nur Radel-, sondern auch kulinarischen Genuss am Wegesrand, so der Reiseleiter. Denn was sich an Fischen in den Gewässern des Seenlands tummelt, landet bei vielen Wirten auf dem Teller. Von Aal bis Zander. An den darauffolgenden Tagen ist die Gruppe wieder im Kajak unterwegs: beispielsweise auf der Spree von Beeskow bis zum Schwielochsee sowie vom Schmölde- bis an den Teupitzer See. „Wir machen zwar einen auf locker, aber besonders spät wird es bei uns nie“, verrät Horst Brandshagen. Meist falle schon gegen 22 Uhr der Hammer. Wer drauf steht, treffe sich davor aber noch zum „Rudelsingen“, lacht der Bremer.

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Storkow (Mark)

Klappbrücke in der Storkower Altstadt

Irlandia-Park zum Spielen, Klettern, Bauen, Rutschen, Schaukeln, Verirren, Finden…

Stolze Storchenstadt! Natur, Kultur und Ritterspektakel: Storkow überrascht mit vielen Facetten Zuerst schlendern wir über die Kanalbrücke, später auf historischem Straßenpflaster rüber zum Marktplatz. Im Abendschein der Laternen wirkt er manchmal wie eine italienische Piazza. Hingucker sind aber auch die schöne Kirche, kleine Gassen und hundertjährige Linden. Am nächsten Tag steht das Storkower Strandbad auf unserem Urlaubsplan, anschließend eine entspannte Radrunde rüber zum Scharmützelsee. Das verrückte Radmuseum Storkow ist nicht nur die bekannte Storchenstadt, sondern auch ein Ort der Vielfalt. Natürlich kommen viele wegen der herrlichen Natur ringsum. Doch auch das schmucke Städtchen selbst hat einiges zu bieten.

Uns verschlug es schon öfter ins verrückte Radmuseum von Velo-Tüftler Didi Senft. Der ist nicht nur das weltbekannte und lebendige Maskottchen der „Tour de France“, sondern auch ein märkisches Unikum. In seiner Schau können Besucher rund 120 Radkuriositäten bestaunen, darunter das größte Tandem der Welt. Quasi gleich um die Ecke liegt das Spielparadies „Irrlandia“ mit Mais-Labyrinth, Wasserspraypark und Riesenrutschen.

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Storkower Kostümparade (r.)

„Mensch und Natur” auf der Burg Dann steuern wir die Burg an – fast ein Muss jedes Storkow-Besuchs. Das historische Ensemble wurde in den letzten Jahren liebevoll saniert und wiederbelebt. Anziehungspunkt ist die Ausstellung „Mensch und Natur“. Sie zeigt mit Animation, Spielen und Filmen, was es in der Gegend alles zu entdecken gibt. Erweitert wurde die Schau u. a. mit dem „Tschech-Zimmer“. Ex-Bürgermeister Heinrich Ludwig Tschech verübte 1844 vor dem Berliner Schloss ein Attentat auf den Preußischen König. Hintergrund: Tschech war erbost darüber, dass er nach seinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt nicht mehr in den Staatsdienst zurückkehren durfte. Sein Anschlag auf Friedrich Wilhelm IV. misslang und Tschech starb kurz darauf unterm Fallbeil. Der Volksmund spottete danach: „War denn je ein Mensch so frech, wie der Bürgermeister Tschech. Denn er traf fast auf ein Haar unser treues Königspaar.“ Heute schmunzeln alle darüber. Schließlich liegt diese wahre Geschichte schlappe 170 Jahre zurück. Honig von fleißigen Burg-Bienen Damals hätte sich kein Mensch träumen lassen, dass vor den Burgmauern

mal städtische Bienen summen. „Storkow ist wohl die einzige deutsche Stadt mit eigenem kommunalem Honig“, erklärt uns Stadtimker Holger Ackermann. Seine Burg-Bienen fliegen jährlich so viel Honig ein, dass das süße Naschwerk sogar im Natur-Shop der Burg verkauft wird. Hier gibt es auch Konfitüren aus Schwerin (am Teupitzer See), Kummersdorfer Liköre und Nudeln aus Eichholz. Doch in Storkow lässt sich nicht nur die Region, sondern auch Historie schmecken. Und da kommen wir nochmal auf Bürgermeister Tschech zurück. Nach ihm benannten Storkower Gastwirte aus Schweinefleisch und Wild bestehende Hackklopse, die so genannten „TschechKugeln“. (siehe Restaurants rechts) * Nach den kulinarischen Attraktionen kommen wir noch zu einem echten Storkower Blickfang, den Wasserbüffeln unweit der Burg. Sie sollen die Wiesen ringsum als naturnahe Rasenmäher kurz halten. Davon profitieren Lurche, die Nahrungsgrundlage des Storkower Wap-

pentiers, dem Storch. Zuletzt gab es sogar Büffel-Nachwuchs. Die Muttertiere stammen übrigens von Sonja Moor, Gattin von Öko-Bauer und TV-Mann Dieter Moor, der sich jüngst in „Max“ umbenannte. Von den Burgwiesen aus kann man direkt zu tollen Radtouren starten. Beliebt sind die Groß Schauener Seen, Scharmützelsee und die „Adler trifft Zander“-Tour (s. S. 36). Paddler und Ruderer kommen wiederum auf Storkower See und Glubigseen auf ihre Kosten. Lesen Sie über die Burg mehr auf S. 41! Herausgepickt: Storkower „Tschech-Kugeln“ E Es gibt die Storkower „Tschech-Kugeln“ (Hackbällchen) in den Restaurants bzw. Gaststätten: „Alter Weinberg“ (Reichenwalder Str. 64), „Zum Fass“ (Altstadt 14), „Kleine Schänke“ (Kummersdorfer Hauptstr. 53), „bohem13“ (Am Markt 13) Tipps und Termine 2016: E 26.-28. März: Osterspektakel u.a. mit Ritterkämpfen E 21.-23. Oktober: „Storkower Herbstpoesie“ – Literatur, Theater und Musik E Darüber hinaus wechselnde Kunstausstellungen, Klassik, Kabarett, Open-Air-Konzerte. Termine: www.storkow.de E Touren mit „Gefährten der Nacht“: www.gefaehrten-der-nacht.de E Nachtwächter-Tour: www.nachtwaechter-storkow.de E Rad- & E-Bike-Verleih an der Burg. Tourist-Information Storkow (Mark) Burg Storkow Schloßstraße 6, 15859 Storkow Tel. +49 33678 73108, Fax 73229 tourismus@storkow.de C/8 besucherzentrum@storkow.de www.storkow.de


Von Clooney bis Krause Hollywood in der Mark: Das Seenland zieht immer wieder Filmteams an Golzower Kinder & ihre Enkel Filmgeschichtlich etwas ganz Besonderes ist ein Dorf im Oderbruch: Golzow. Dort begleiteten ab 1961 Winfried und Barbara Junge die Schüler einer Landschulklasse mit der Kamera – bis ins Erwachsenenalter. Auch nach dem Ende der DDR führten die Junges ihre Dokumentation bis zum Jahr 2007 fort. Ihre „Kinder von Golzow“, von denen einige heute längst Enkel haben, wurde eines der längsten Film-

Immer einen Besuch wert – das Filmmuseum „Kinder von Golzow” in der Hauptstraße 16 in 15328 Golzow, Tel. +49 33472 51882 (www.kinder-von-golzow.com); Öffnungszeiten: März bis Oktober: Die.-Fr. 10-17, Sa., So., Feiertag 11-17 Uhr; November bis Februar: Die.-So. 11-16 Uhr, Montag Ruhetag, Führungen außerhalb der Öffnungszeiten können telefonisch oder per Mail vereinbart werden. cher die wichtigsten Filmdrehorte in unserer Ferienregion, aber bei weitem nicht die einzigen. Auf einem Kahn im Spreewald stand schon 1911 der dänische Stummfilmstar Asta Nielsen für den Film „Der fremde Vogel“. Der wurde übrigens

-0008 Bundesarchiv, Bild 183-B0114

-001 Foto: o. Ang I 14. Janua

r 1963

Er sei ein Mann, der statt Augen „offenbar zwei Objektive im Kopf hat, und der Zelluloid ausschwitzt“, schrieb Kurt Tucholsky 1923 über Joe May, der zu dieser Zeit einer der berühmtesten Filmregisseure in Deutschland war. May, der eigentlich Julius Otto Mandl hieß und aus Wien stammte, feierte Erfolge mit Stummfilm-Krimis und ließ 1918 zwischen Woltersdorf und Rüdersdorf vor den Toren Berlins eine Filmstadt erbauen, mit der er zeitweise Hollywood Konkurrenz machte. In Mays Filmstadt entstanden Abenteuer- und Historienstreifen wie das achtteilige Monumentalwerk „Die Herrin der Welt” und der zweiteilige Film „Das Indische Grabmal“, ein Kassenknüller in vielen Ländern, für den Fritz Lang und dessen Frau Thea von Harbou das Drehbuch geschrieben hatten. Lang selbst verfilmte es in den 1950er Jahren ein zweites Mal. Stars der damaligen Zeit wie Harry Piel, Emil Jannings, Mia May,

Manfred Krug und Christel Bodenstein in „Beschreibung eines Sommers”

Clooney, Blanchett, Tarantino Für etwa 50 Filme war die Woltersdorfer Filmstadt bis 1941 der Geburtsort. Wenn von ihr auch nicht viel übriggeblieben ist, als Drehort berühmter Filme spielte die Gegend immer wieder eine Rolle. So entstanden dort Teile von Konrad Wolfs „Solo Sunny“ (1980) und von Wim Wenders „Der Himmel über Berlin“ (1987). In und an der Ruine der Rüdersdorfer Chemiefabrik mit ihren zwei markanten Schornsteinen drehte 2001 Jean-

der

Jacques Annaud sein Stalingrad-Drama „Enemy at the Gates“ mit Rachel Weisz, Jude Law und Bob Hoskins. Den fabelhaften George Clooney zog es 2013 an denselben Platz für seinen Film „Monuments Men“, der von einer Abteilung der US- Mia May in „Die Herrin der Welt” Armee erzählt, die im Zweiten Weltkrieg Kunstwerke rettet. Neben Clooney in der mit einem Jugendverbot belegt, weil Hauptrolle spielen Matt Damon, Bill sich die Nielsen darin Schuhe und Murray und Cate Blanchett. Zuvor war Strümpfe auszog. In Rietz-Neuendorf schon Quentin Tarantino dort gewesen, und Gräbendorf drehte 1977/78 Herum Szenen für „Inglourious Basterds“ mann Zschoche „Sieben Sommerspros(mit Brad Pitt und Christoph Waltz) zu sen“, einen der größten Publikumsrendrehen. Danach kam Francis Lawrence, ner der DEFA, in dem junge Laiendarstelum für „Die Tribute von Panem – ler die Hauptrollen spielten. Und Bernau Mockingjay Teil 2“ (u. a. mit Donald diente 1967/68 als Originalschauplatz Sutherland) ein Kapitel in den Kasten zu der Handlung in Konrad Wolfs Film „Ich bekommen. war neunzehn“ mit Jaecki Schwarz als Woltersdorf und Rüdersdorf sind si- Hauptdarsteller. Foto: Alexander Bin

Lil Dagover und Hans Albers standen in Woltersdorf vor den Kameras. Die Kulissen wurden zur Besucherattraktion. So erhoben sich am Rüdersdorfer Kalksee die zwei mächtigen Türme des „Palastes von Eschnapur“. Es gab eine Krokodilsbucht. Und der Rüdersdorfer Kalkbruch mit seinen schroffen Klippen diente als Gebirgswelt.

Filmemacher Barbara und Winfried Junge projekte aller Zeiten. Insgesamt entstanden über 18 einstige Schüler 19 Filme, die immer wieder im Fernsehen und auch auf Festivals gezeigt werden. In Golzow gibt es seit dem Jahr 2000 ein Filmmuseum, das sich aus-schließlich der Dokumentation widmet. Und die Schule im Dorf heißt seit 2008 „Grundschule Kinder von Golzow“. Buck und Krause Eine lange Spur hat im Oder-SpreeSeenland einer hinterlassen, der für viele an nicht wenigen Sonntagen um 20.15 Uhr der Grund war, den Fernseher einzuschalten: der Schauspieler Horst Krause, der in Polizeiruf 110-Krimis des rbb bis 2015 mit knorzigem Charme und Herzenswärme den Polizisten Horst Krause spielte. Einige der Krause-Krimis entstanden wenigstens zum Teil in unserer Region wie „Die zwei Brüder“ (Galopprennbahn Hoppegarten), „Hexenjagd (Bad Saarow), „Ikarus“ (Ihlow und Strausberg), „Wolfsland“ (Werneuchen und Ahrensfelde), „Alles Lüge“ (Beiersdorf-Freudenberg) und „Die Gurkenkönigin“ (Erkner und Umgebung). Für das große Film- und Fernsehpublikum entdeckt hat den Schauspieler Krause übrigens der Regisseur Detlev Buck, der ihm in seiner wunderbaren Komödie „Wir können auch anders“ 1993 eine Hauptrolle gab. Buck selbst drehte 2014 auf den Seelower Höhen Szenen für seinen Kindermusikfilm „Bibi & Tina“.

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Adler trifft Zander Kulinarische Tour um Storkower See und Scharmützelsee – mit Abstecher zum Groß Schauener See Dass Fischgerichte im Mittelpunkt stehen, versteht sich in diesen wasserreichen Gefilden fast von selbst. Darf es leckerer Zander oder doch lieber Aal sein? Wirte brutzeln am Wegesrand aber auch saftige Steaks oder bringen knackige Salate auf die Teller. Eine Rast schon zu Beginn oder dann am Ende der Tour lohnt etwa in der Erlebniswelt der Fischerei Köllnitz (s. S. 37). Neben Leckereien aus umliegenden Gewässern finden Gäste dort auch ein Fischereimuseum und die Ausstellung Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen (s. Beitrag unten).

Sonne glitzert im See. Ab und an schwappen kleine Wellen ans Ufer. Vom Wasser weht ein laues Lüftchen. Es ist der Beginn eines perfekten Urlaubstages an Groß Schauener-, Storkower und Scharmützelsee. An den Radwegen, die alle Gewässer verbinden, finden Gäste nicht nur Ferienfeeling, sondern auch etliche Gelegenheiten zum Schmausen. Der Name der „Adler trifft Zander“Tour ist dabei Anspielung auf den Mix aus Gaumenfreude und Naturgenuss. „Adler trifft Zander“ ist typisch für viele Tagestouren in diesem herrlichen Landstrich. Biker finden auf den beschriebenen Strecken gastronomische Vielfalt, Familienangebote und Natur pur. Gut zu wissen: Bei allen Tagesfahrten kommen Sie mit Bahn und Bus hin sowie vom Start/Zielort auch wieder zurück. Auf der „Adler trifft Zander“-Route erleben Radler u. a. die Kurstadt Bad Saarow, treffen auf die zahlreichen traumhaften Villen, die Geschichte atmen. Zwischen Diensdorf-Radlow und Wendisch Rietz eröffnen sich herrliche Ausblicke auf den Scharmützelsee. Kleine, versteckt liegende Badestellen finden sich fast im Minutentakt. Nicht nur kleinen Abenteurern sei eine Stippvisite im Freizeitpark Wendisch Rietz – u. a. mit Tierhof, Spielplatz und Minigolf – empfohlen. In der „Storchenstadt” Storkow lohnen Abstecher auf die Burg, ins Freibad, Radmuseum und „Irrlandia”-Familienpark.

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Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen – eine Ausstellung fasziniert Besucher Jahrzehntelang bereiste Heinz Sielmann (1917-2006) die Erde als Tierfilmer und Naturschützer, vom Äquator bis zu Nord- und Südpol. Leitsatz der 1994 gegründeten Heinz Sielmann Stiftung ist „Vielfalt ist unsere Natur.“ Die Stiftung will durch Ankauf und Pflege von Biotopen Lebensräume für bedrohte Arten schaffen und erhalten, wobei sie ihre Arbeit fast ausschließlich aus Spenden finanziert. 2001 entstand auf diese Weise die über 1.000 Hektar große Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen. Wertvolle Biotope sind unter anderem Erlenbruchwälder, dichte Schilfgürtel und Kleinode wie Binnensalzstellen mit seltenen Orchideenarten.

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Tipp für Radler! Länge der Tour: ca. 50 km Start: Bad Saarow Ziel: Groß Schauen oder umgekehrt An-/Abreise mit Bahn: Bhf. Storkow, Wendisch Rietz mit dem RB36, Bad Saarow mit dem RB35 Mehr Infos: Tourismusverband Seenland OderSpree e. V. D/7 Ulmenstraße 15, 15526 Bad Saarow Tel. +49 33631 868100, Fax 868102 info@seenland-oderspree.de www.seenland-oderspree.de

Gast bei Fischotter und Seeadler Kraniche und Rohrdommeln brüten hier und auch der Fischadler bietet bei seiner Jagd über den Seen ein grandioses Naturschauspiel. Unter dem Motto „Eintauchen und Abheben“ lädt eine Ausstellung auf dem Gelände der Fischerei Köllnitz eG dazu ein, Sielmanns Naturlandschaft aus un-

gewöhnlicher Perspektive zu entdecken. Die Besucher können in die Unterwasserwelt der Seen abtauchen, zu einem Flug über die Landschaft abheben oder die Uferzonen erkunden. Das Ausstellungskonzept für die drei Lebensräume Wasser, Luft und Uferzone beinhaltet zahlreiche Mitmachelemente zum Aus-

Mit der Kamera live dabei – man kann in Groß Schauen den Fischadlern im Adlerhorst zusehen probieren: Besucher können zum Beispiel tasten wie ein Fischotter oder greifen wie ein Fischadler. Auf kleinstem Raum wird auch Kindern eine Fülle an Entdeckungsmöglichkeiten geboten. www.sielmann-stiftung.de


Storkow (Mark) • Groß Schauen Schwäne ziehen übers Wasser. Zwei Seeadler schweben gerade ein. Kraniche kann man dagegen nur an ihrem typischen „Trompetenruf“ erahnen. Die Groß Schauener Seenkette ist ein wahres Vogel- und Naturparadies. Oft wirken Kranich & Co. wie eine kleine Ehrenformation für staunende Ausflügler. Die genießen im See glitzernde Sonnenstrahlen oder drehen eine Runde mit dem Ruderkahn. Urlauberherz, was willst Du mehr? Mitten in dieser traumhaften Kulisse des Naturparks Dahme-Heideseen liegt das Hotel „Köllnitzer Hof“. Stressgeplagte tanken rasch ihre Akkus auf, Familien lassen mal alle Vier gerade sein. Erlebnishungrige starten von hier aus zu Radtouren und Ausflügen. Firmen nutzen die Abgeschiedenheit und Ruhe aber auch gern für Tagungen. Das Drei-Sterne-Haus direkt am romantischen Groß Schauener See bietet elf gemütliche Komfortzimmer und lässt keine Wünsche offen. Die inmitten unberührter Natur liegende Unterkunft gehört zum Erlebnishof der Fischerei Köllnitz. Natürlich spielen hier Aal, Zander & Co die Hauptrolle – beispielsweise im Restaurant „Köllnitzer Fischerstuben”. Was morgens noch in den Netzen zappelte, bringen Köche mittags schon auf die Teller. Frischer

„Fisch verliebt” in Köllnitz Wo Traum-Hotel, Gaumenschmaus und Idylle locken geht’s nicht! Die Küche des Hauses verwöhnt aber nicht nur Fischliebhaber. Der Hofladen, nur ein paar Schritte weiter, ist dagegen wirklich nur etwas für „Fisch verliebte“: Hier gibt’s Fisch pur, für zu Hause, geräuchert oder gleich aufs Brötchen. Doch nicht nur exzellente Kuli-

narik, auch der Fischreichtum und die Natur überhaupt werden in Köllnitz thematisiert: Besuchen Sie doch mal das Aaleneum, das über die Welt des Fischfangs informiert. In der faszinierenden Ausstellung über Sielmanns Naturlandschaft erfahren Sie mehr über das Refu-

gium seltener Tier- und Pflanzenarten. Garantiert ohne Fachchinesisch! Tipps: E Aaleneum E Sielmann-Schau und Fischereimuseum, täglich geöffnet von 9-16 Uhr in der Vorsaison sowie 9-18 Uhr in der Hauptsaison (Eintritt frei) Hotel: E kostenfreies W-Lan E Parkplätze E Rad- und Ruderbootverleih für Hotelgäste E Veranstaltungsräume für bis zu 60 Personen E Rustikale Grillhütte am Wasser E Trauungen im Pavillon am See (Standesamt Storkow)

16 neue Ferienhäuser in Toplage am See Der Storkower See zählt seit Jahrzehnten zu den angesagtesten Ausflugsrevieren in Brandenburg. Zu den Toplagen gehört hier Wolfswinkel am Nordostufer des Gewässers. Seit kurzem laden in der Idylle zwischen Wald und Wasser 16 Ferienhäuser in einer Traumlage zur Erholung ein. Die Vier-Sterne-Wohndomizile im Seepark Wolfswinkel punkten mit großen Räumen, Sat-TV und W-Lan, Küche, Bad und zwei Schlafzimmern. Die Häuser sind für bis zu 6 Personen ausgelegt. Kleine Gäste können auf einem coolen Spielplatz schaukeln, klettern und rutschen. Zum Toben ist hier sowieso viel Platz. Die Grillhütte sorgt für Geselligkeit, eine Saunahütte für Entspannung. Weiterer Pluspunkt: Einige der schöns-

Hotel „Köllnitzer Hof”

Wohlfühlen in Wolfswinkel sprung entfernt. Da wäre etwa das mondäne Bad Saarow mit seinen schicken Villen oder Wendisch Rietz mit etlichen Freizeitofferten. Oder man bleibt gleich im Storkower Revier, erkundet die urige Burg, die Altstadt, das verrückte Radmuseum ten Radpfade der Gegend führen hier direkt vorbei, zum Beispiel die „Adler-trifftZander-Tour“. Am Wegesrand erleben Gäste dann nicht nur Natur pur, sondern auch Fischgenuss in Restaurants und Cafés. Und überhaupt: Ausflugsmöglichkeiten gibt es hier in Hülle und Fülle. Von Wolfswinkel sind sie nur einen Katzen-

von „Tour de France“-Teufel Didi Senft und das Labyrinth „Irrlandia“. Resümee von Urlaubern aus der Hauptstadt: „Zwei Wochen lang konnten wir hier mal so richtig den Stress dieser Welt vergessen.“ Tipps: E viele Ausflugsmöglichkeiten, wie Spreewald, SaarowTherme, Golfplatz, Potsdam, Berlin E Badestrand und Restaurants nur wenige Gehminuten entfernt E Auch Langzeit-Vermietung der Ferienhäuser Seepark Wolfswinkel**** Wolfswinkel 30/31, 15859 Storkow C/8 Tel. +49 33678 415409, Fax 445776 Handy +49 162 5183558 info@seepark-wolfswinkel.de www.seepark-wolfswinkel.de

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Restaurant „Köllnitzer Fischerstuben”

Fischerei Köllnitz eG Groß Schauener Hauptstraße 31 15859 Storkow (Mark) C/8 Restaurant: Tel. +4933678 61084, Fax 41773 Hotel: +4933678 6960, Fax 69632 info@koellnitz.de, www.koellnitz.de


Die Märkische Beeskow – Neubrück – Fürstenwalde – Hangelsberg – Erkner – Zeuthen – Königs Wusterhausen – Prieros –Märkisch Buchholz – Köthen – Leibsch – Kossenblatt – Trebatsch – Beeskow

Unentbehrliche Helfer – die Prospekte gibt es in den Tourist-Informationen und beim Tourismusverband.

38 www.maerkische-umfahrt.de


Umfahrt – eine Eisvogeltour Sie ist ein einzigartiger Rundkurs – die Märkische Umfahrt. Sie bringt den Wasserwanderer direkt aus dem Spreewald bis nach Berlin und bietet rund 180 Kilometer Wasserstrecke auf Spree und Dahme, die zum Teil nur von Paddlern befahren werden darf und für Motorboote gesperrt ist. Die Rundfahrt ist sowohl als Komplettpaket als auch in vielen kleineren Tourabschnitten buchbar. Für welche Variante sich der Wasserwanderer auch entscheidet, die Eindrücke dieser malerischen Flusslandschaften mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten links und rechts entlang der Ufer bleiben haften. Die Märkische Umfahrt beinhaltet elf Übernachtungen mit Frühstück in Hotels und Pensionen

Kann denn jeder paddeln? Bei „WolfsTouren“ fragten wir nach: Paddeln – das kann jeder und sollte es einmal probieren, meint Steffen Wolf (im Foto), Chef der „WolfsTouren“ aus Storkow. Seit Jahren organisiert er Kanu-Erlebnistouren. Wir fragten: Wandern und Fahrradfahren kann wohl fast jeder. Aber in ein so schmales Paddelboot zu steigen… Du lernst es beim Tun! Fahrrad fahren lernt man als Kind auf dem Rad. Ausdauerndes Wandern will erst im Wald und auf den Bergen geübt sein. So ist es auch beim Paddeln. Ich behaupte: Das kann jeder!

Sicherheitswesten und Paddel mitgenommen werden. Ich empfehle immer, sich umzuschauen, möglichst viel zu erleben – ob nun in Ruhe bei einer Wanderung Einklang mit der Natur zu finden oder an reizvollen Orten sich mit Kultur und Geschichte zu beschäftigen, bleibt jedem selbst überlassen. Und vom Wasser hat man ja eine völlig neue Perspektive. Welches ist Ihre Lieblingstour? Vom Spreewald bis nach Prieros! Da muss ich nicht lange überlegen. Hier

könnte ich jede Woche paddeln und hätte keine Langeweile. Immer wieder ist der Fluss anders, die Vegetation. Man lernt neue Leute kennen, erlebt spannende Geschichten. Hier finde ich Ruhe und Erholung und eine traumhaft schöne Natur. Zudem gibt es hier wunderbare Rastplätze. Mein „Urwald“ zwischen Petkampsberg und Groß Wasserburg ist einmalig schön.

Ohne Einschränkungen? Ja. Ich erkläre jedem Anfänger, wie man am besten sitzt, das Paddel hält, die Bewegungen koordiniert, im gleichen Takt zieht. Wir probieren meist mehrere Varianten und entscheiden individuell, was für den Einzelnen das Beste, welches Boot z. B. geeignet ist.

Leistungen: K Länge: 180 Kilometer K Anfahrt: Bahn – RB 36 bis Beeskow K Kosten: Preis pro Person im Doppelzimmer 645 Euro K 11 Übernachtungen mit Frühstück in Hotels und Pensionen der Region K Kajakvermietung (2er Kajak) für 11 Tage K Wassersportkarte, Informationsmaterial K buchbar ab 2 Personen K auch Teilstrecken auf Anfrage buchbar K Start in Beeskow, anderer Start- und Zielort auf Anfrage buchbar K Termin: auf Anfrage K Information und Buchung: Tourismusverband Seenland Oder Spree e.V. Ulmenstraße 15 15526 Bad Saarow Tel. +49 33631 868100 Fax +49 33631 868102 info@seenland-oderspree.de www.seenland-oderspree.de www.maerkische-umfahrt.de

Gibt es da große Unterschiede? Im Kanusport unterscheiden wir grundsätzlich Kajaks und Canadier. Die Kajaks haben ein Doppelpaddel, das im Gleichtakt rechts und links vom Körper ins Wasser taucht. Das ist sehr anstrengend, beansprucht vor allem Schulter und Rücken. Die so genannten Canadier, die ursprünglichen Indianerboote, haben ein Stechpaddel, mit dem das Wasser an einer Seite sozusagen weg geschoben wird. Das ist für viele einfacher, man kommt aber nicht so schnell voran. Welche Voraussetzungen sollte man dennoch mitbringen? Lust, die Natur hautnah und durch eigene Aktivität zu erleben, Neugier auf Abenteuer und interessante Geschichten, Freude an Entdeckungen aller Art, die am Wegesrand liegen. Wie verlaufen Touren mit Ihnen? Zunächst wird genau geplant: Strecke, Tagesziele, Fortbewegungsmittel – es ist ja auch eine Kombination z. B. zwischen Boot und Fahrrad möglich. Beim Wandern soll man viel entdecken können. Kann ich dies auch mit einem Boot, überall anhalten? Jedes Boot hat eine Leine, mit der es festgebunden wird – ob an einem Steg oder einem Baum, ist zunächst egal. Entfernt man sich vom Boot, sollten Gepäck,

Gerade hörten wir noch den typischen Trompetenruf der Kraniche. Jetzt kreist ein Seeadler über uns. Ist das herrlich! Eine Boots-Partie mit „WolfsTouren“ ist nicht nur purer Naturgenuss. „Vom Wasser aus sieht man die Welt auch mit ganz anderen Augen“, schwärmt Chef Steffen Wolf. Nach seiner Einweisung wählen wir eins der modernen Kajaks. Im Gleichtakt taucht unser Doppelpaddel links und rechts vom Boot ins Wasser. Für uns geht das anfangs in Schulter und Rücken. Doch nach ein paar Minuten haben wir den Dreh raus. 20 Kanus – 13 Canadier und 5 Paddelboote – stehen in Steffen Wolfs „Fuhrpark“. Der gebürtige Sachse lebt seit Jahrzehnten im märkischen Naturparadies und kennt die Region aus dem Effeff. „Das Seenland gehört für mich zu den schönsten Ecken Ostdeutschlands“, wirbt der Storkower. Zu seinen Lieblingsstrecken zählt er die Tour über die Glubigseen-Kette mit Springsee. Hier sind auch wir heute unterwegs – und genießen eine traumhafte Ruhe. Kein Wunder: Motorboote sind auf den Gewässern ringsum tabu! „Bei den Mehrtagesfahrten zählt die Route vom Spreewald nach Prieros zu meinen Favoriten“, betont Steffen Wolf,

der auch kombinierte Rad-Boot-Touren anbietet. Seinen Stammsitz hat er seit geraumer Zeit beim christlichen Jugendverein CVJM in Storkow-Wolfswinkel. Ein „Wolf in Wolfswinkel“, das passt irgendwie, schmunzelt ein Hobby-Kanute. Im idyllischen Ortsteil finden Ausflügler, aber auch Firmen, Schulklassen und Vereine Biwak-Plätze, Küche und Sanitäranlagen. Insgesamt ist für bis zu 35 Gäste Platz. Wir gleiten dann weiter lautlos durchs Wasser und lauschen den spannenden Geschichten unseres KanuGuides. Der berichtet von „Waltersberge“, einer der größten Binnendünen Deutschlands ganz in der Nähe, echten Wasserbüffeln an der Burg Storkow und Kranich-Wanderungen, die Wolf ebenfalls anbietet. Tipps: E Anpaddeln zu Ostern E Thematische Radtouren (auch mit E-Bikes) E Rad-Wanderführer WolfsTouren Wolfswinkel 38 (im CVJM-Gelände) 15859 Storkow (Mark) Tel./Fax +49 33678 72607 Handy +49 171 6771198 mail.wolfstouren@aol.com www.wolfs-touren.de

www.seenland-oderspree.de

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Spreeregion Beeskow . Schwielochsee

Urlaub für Entdecker Aufgepasst: Lauschige Lieblingsplätze in der Spreeregion gesucht! Blick auf den Schwielochsee Sie sind ein Entdecker oder möchten einer werden? Dann sind Sie bei uns in der Spreeregion Beeskow-Schwielochsee genau richtig. Denn sie steckt für Entdecker voller Möglichkeiten – und für jeden ist etwas dabei. Für die Wasserfreunde… Die Seemänner und -frauen unter uns werden nicht nur von der Spree mit ihren malerischen Verlauf durch die Natur begeistert sein, sondern auch vom Schwielochsee – Brandenburgs größtem natürlichen See – durch seine geografische Lage auch liebevoll der See am Spreewald genannt. Dem aktiven Wassersport sind hier keine Grenzen gesetzt. Ob per Muskelkraft mit dem Kanu, per Motorboot oder mit dem Wind in den Segeln, hier ist für jeden Wassersportler etwas dabei. Das blaue Nass kann natürlich auch ganz ruhig entdeckt und erlebt werden. Unberührte Schilfgürtel, romantische Ufer und abgelegene Badestellen laden zum Entspannen und Innehalten ein.

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Stadtmauer in Beeskow Für die Radler, Wanderer und Kulturhistoriker…. Unsere Entdeckerregion bietet aber noch viel mehr als Wasser. Hier warten auch Wald und Wiesen mit ausgezeichneten Rad- und Wanderwegen darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Auf Schusters Rappen oder per Rad, die zahlreichen ausgeschilderten Wege und Routen führen Sie sicher an Ihr Ziel. So können Sie beispielsweise den Schwielochsee komplett umrunden, dem Spreerad-

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Beschreiben oder fotografieren Sie Ihre Eindrücke und Erlebnisse – senden Sie diese an tourismus@spreeregion.de unter dem Stichwort „Lieblingsplatz“. Am Jahresende wählt eine Jury aus den eingegangenen Beiträgen die drei schönsten aus und prämiert die Gewinner mit attraktiven Preisen. Die schönsten Lieblingsplätze werden zudem mit Ihrem Einverständnis in unserem nächsten Erlebnisführer Spreeregion veröffentlicht.

weg folgen oder auf der Märkischen Schlössertour historische Gemäuer entdecken. Diese warten u. a. in Beeskow und Friedland auf Sie. Dort stehen noch immer sehr gut erhaltene und liebevoll restaurierte Streleburgen aus dem 13. Jahrhundert (s. S. 41). Doch nicht nur die beiden Burgen und Beeskows wunderschöne historische Altstadt, auch zahlreiche Backsteinhäuser und Kirchen erwarten in der Spreeregion Ihren Besuch. Etwas imposanter geht es im Barockschloss in Groß-Rietz zu, wenn Besucher durch die Räume schlendern und wechselnde Ausstellungen begutachten. Auch auf dem Gut Kossenblatt können Sie sich durch das Schloss und über den Gutshof führen lassen.

Für die Naturkundler… Wem nach den Ausflügen in die Vergangenheit dann der Sinn nach Forschen und wissenschaftlichen Entdeckungen steht, dem sei ein Besuch im Ludwig-Leichhardt-Museum in Trebatsch empfohlen. Das Museum erinnert an den im Nachbarort geborenen deutschen Zoologen, Botaniker und Geologen, der vor allem als Erforscher Australiens zu wissenschaftlichem Ruhm gelangte. Spannende Entdeckungen verspricht das Wettermuseum in Lindenberg. In Deutschlands einzigartigem Museum für Meteorologie und Aerologie können Sie zum Beispiel einen Wetterballonaufstieg live miterleben – ein Erlebnis für Groß und Klein.

Veranstaltungen 2016: E 10. April: Beeskow radelt an E 8. Mai: Frühlingsfest auf der Burg Friedland E 3.-5. Juni: Altstadtfest in Beeskow E 17. September: 10-jähriges Jubiläum Wettermuseum in Lindenberg mit Drachenfest E 31. Oktober: Halloween am Schloss Kossenblatt Herausgepickt: Schnitzeljagd-App E So geht es: Informationen unter www.spreeregion.de, www.espoto.com

Für die Feinschmecker… All diese Entdeckungen fordern natürlich ihren Tribut und machen hungrig. Aber keine Angst, neben romantischen Picknickplätzen warten auch zahlreiche Gasthöfe und Cafés mit regionaler, traditioneller und internationaler Küche auf Ihren Besuch. Lassen Sie sich kulinarisch überraschen und verwöhnen!

Tipp: Die etwas andere Stadtführung E Frauentagsführung: „Frauenzimmer – Einblicke in verschiedene Lebenswelten von Beeskows starken Frauen“, 8. März, 17 Uhr, ab der Tourist-Information, p.P.: 15 Euro (Führung inkl. Essen + Getränk) E Mittsommernachtsführung: EventNachtwächterführung, 25. Juni, 20 Uhr, ab der Tourist-Information, Erw. 24 Euro, Kinder bis 12 Jahre 12 Euro (Führung inkl. Essen + Getränk) E Adventsführung: 3. Dezember, 18 Uhr ab der Tourist-Information, Erw. 24 Euro, Kinder bis 12 Jahre 12 Euro Anmeldungen und Fragen zu Ihrer Entdeckertour durch die Spreeregion an.

Ihr Lieblingsplatz wird gesucht… Die Spreeregion hält also für jeden Entdecker etwas bereit. Lassen Sie sich von all unseren bezaubernden lauschigen Plätzen zum Entdecken, Verweilen, Entspannen und Genießen verführen und uns daran teilhaben. Denn ganz sicher ist auch Ihr ganz persönlicher Lieblingsplatz dabei.

Märkische Tourismuszentrale Beeskow e.V. Berliner Straße 30 15848 Beeskow E/8 Tel. +49 3366 42211 Fax +49 3366 42297 tourismus@spreeregion.de www.spreeregion.de www.facebook.com/Spreeregion


Beeskow • Friedland • Storkow

66-Seen-Wanderung Überraschende Vielfalt an Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten auf der Brandenburger Tour Herausgepickt: E Anfangs- und Endpunkte der Etappen sind mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. E Der Weg ist zu allen Jahreszeiten gefahrlos wanderbar und ist auch oft mit kurzen Tageswanderungen erlebbar. E Anreise mit der Bahn: Bahnhöfe in Tiefensee, Strausberg, Erkner, Fangschleuse, Hangelsberg, Fürstenwalde, Bad Saarow, Storkow, Wendisch Rietz

In Leuenberg, nahe bei Bad Freienwalde, beginnt die nördlichste Etappe durch das Seenland Oder-Spree.

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Brandenburg ist das Land der Seen. Und der ‘66-Seen-Wanderweg’ ist hier der Hauptwanderweg. Der ca. 400 Kilometer lange Rundkurs führt vom Brandenburger Tor in Potsdam in großem Bogen einmal rund um Berlin. Er ist einer der attraktivsten Flachlandwanderwege in Deutschland”, sagt uns Manfred Reschke, Kenner und Autor des Buch-Klassikers „66-Seen-Wanderung”. 19 Seen gibt es alleine hier Von den insgesamt 17 Etappen in Brandenburg, entlang der großen und kleinen, versteckt liegenden oder sich majestätisch ausbreitenden Seen, verlaufen allein fünf durch das Seenland Oder-Spree. Bewundernswert ist die Vielfalt der Landschaft: Laub-, Nadel- und Auenwälder, Schlösser und Parks, verträumte Dörfer und vor allem die vielen Bäche, Flüsse und 19 Seen bieEinst waren sie Wehrburgen, heute sind es Kulturzentren „Strele” leitet sich von der altdeutschen Bezeichnung für Sense bzw. Sichel ab. Das Symbol schmückte das Familienwappen derer von Strele. Auch heute noch zieren Sensen sowohl das Beeskower als auch das Friedländer Stadtwappen. Die über 800 Jahre alte mittelalterliche Anlage der Burg Storkow ist touristischer und kultureller Mittelpunkt der Stadt Storkow. Mit der Erlebnisausstellung „Mensch und Natur – eine Zeitreise“ sowie Wechselausstellungen, der Tourist-Information, dem Besucherzentrum des Naturparks Dahme-Heideseen, der Stadtbibliothek, der Freilichtbühne und den Sälen für Konzerte, Theater, Feste und Lesungen sowie dem Burgcafé ist sie eine moderne Kulturlocation mit beeindruckender historischer Kulisse.

ten die Routen durchs Seenland, die man sich als Einzeletappen jeweils in kleine Strecken teilen kann. Spaß macht, dass man unterwegs so viele tolle Sehenswürdigkeiten am Wegesrand kennenlernen kann.

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Buchtipp: Bester Wanderbegleiter E „66-Seen-Wanderung”, Trescher-Verlag, 264 Seiten, über 100 Fotos in Farbe, 36 Wanderkarten, farbige Klappkarte ISBN 3-89794-275-2 Preis: 14,95 Euro

9 Am Scharmützelsee in Bad Saarow

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Ausgewählte Etappen der 66-Seen-Wanderung, die durch das Seenland-Oder-Spree führen 7 von Leuenberg nach Strausberg (26 Km) 8 von Strausberg nach Rüdersdorf (21 km) 9 von Rüdersdorf nach Hangelsberg (22,5 km) 10 von Hangelsberg nach Fürstenwalde bis Bad Saarow (26,5 km) 11 von Bad Saarow nach Wendisch-Rietz (24 km)

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Was sind die Streleburgen? Die 1316 erstmals erwähnte Burg Beeskow kann auf eine wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte zurück-

Burg Storkow

Burg Friedland

blicken. Das heutige Erscheinungsbild ist wesentlich durch Bauten geprägt, die zwischen 1519 und 1524 entstanden. Heute befindet sich auf dem Burggelände ein Kultur- und Bildungszentrum. Zu sehen sind historische Ausstellungen zur Beeskower Region, zeitgenössische Kunst sowie ein wunderbarer Blick vom 30 Meter hohen Bergfried auf die Stadt und die Spreelandschaft um Beeskow. Das denkmalgeschützte Ensemble der

Burg Beeskow

Tipp: E Welche Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten Sie entlang der jeweiligen Etappen so alles erwarten – das erfahren Sie auch auf den entsprechenden Seiten in diesem Heft. Mehr Informationen über: www.seenweg.de www.seenland-oderspree.de www.trescher-verlag.de Burg bietet die perfekte Kulisse für Veranstaltungen aller Art. Historische Feste und Märkte, Opernabende, Sommertheater, Kinderoper und Konzerte bieten viel Sehens- und Hörenswertes für kleine und große Besucher. Mit fast 3 Meter dicken Mauern ist die Burg Friedland die kleinste im Bunde. Die heutige Ansicht erhielt die 1301 erstmals erwähnte Burg schon 1658. Heute finden regelmäßig Veranstaltungen in der Burg und auf dem Burghof statt. Die größte ist das jährliche Musikfestival „Jenseits von Millionen” mit Bands aus ganz Europa und Übersee – eine Empfehlung für junge Musikliebhaber. In der Burg finden Sie verschiedene wechselnde Ausstellungen, unter anderem eine mit Gegenständen der letzten 100 Jahre komplett eingerichtete Wohnung. Vor der Burg kreuzen sich mehrere regionale und überregionale Radwege.

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Neuzelle

Ein Kloster als Bühne Das Barockwunder in Brandenburg hat eine weitere Attraktion: Im März 2015 öffnete das neue Museum „Himmlisches Theater – die Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab“. Im ehemaligen Kutschstallgebäude und in einem Neubau unter dem Weinberg des Zisterzienserklosters sind die einmaligen Passionskulissen nun dauerhaft ausgestellt. Sie stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts als ein außergewöhnliches Zeugnis barocker Frömmigkeit. Wie auf einer Theaterbühne können 15 Szenen der Passion Christi in fünf verschiedenen Bühnenbildern dargestellt werden. In der neuen Dauerausstellung sind das Bühnenbild „Garten“ mit der Szene Judaskuss und das Bühnenbild „Jerusalem“ mit der Kreuztragungsszene zu sehen. Der böhmische Künstler Josef Seifrit schuf das sakrale Kulissentheater speziell für das Kloster Neuzelle. Umfang, Größe und künstlerische Qualität sind einmalig.

Fotos (2): Andreas Tauber

Einzigartige Kunstwerke sind die Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab

Kloster Neuzelle, Katholische Stiftskirche St. Marien

Evangelische Kirche zum Heiligen Kreuz

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Ohnehin ist das Kloster Neuzelle ein außergewöhnliches Baudenkmal von überregionalem Rang. Vor fast 750 Jahren gestiftet, überstand es als eines der wenigen Klöster im norddeutschen Raum die Reformation und wurde zu einem katholischen Zentrum in einem protestantischen Umfeld. Entsprechend seiner kulturellen Bedeutung bauten die Mönche die spätgotischen Gebäude nach dem Dreißigjährigen Krieg aufwendig im barocken Stil um. Die Einflüsse kamen aus Böhmen und Süddeutschland.

Findlingspark in der Henzendorfer Heide

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Judaskuss, Himmlisches Theater Aber auch das Klosterumfeld ist interessant: Am Oderhang befindet sich der schöne Klostergarten, einer der wenigen Barockgärten, die unverändert erhalten geblieben sind. Der Blick vom Kloster in die Oderniederung gehört zu den schönsten Ausblicken im Land Brandenburg. Auf der anderen Klosterseite am Klosterteich befinden sich alte Wirtschaftsgebäude, denn die Zisterzienser pflegten ihre finanzielle Unabhängigkeit durch lukrative Betriebe. Der Weinanbau gehörte

beispielsweise dazu, der seit einigen Jahren in Brandenburg langsam wieder aufgebaut wird. Die Mönche aus Neuzelle führten schon früh den Anbau artenreiner Rebsorten ein. Daneben hat sich die Klosterbrauerei bis heute als Wirtschaftsbetrieb erhalten. 1416 gegründet, durfte das wohlschmeckende Bier ab 1589 auch außerhalb des Klosters angeboten werden. Hinzu gekommen ist eine Brennerei, die das reichhaltige gastronomische Angebot in Neuzelle ergänzt.

Der Erholungsort Neuzelle ist von einer abwechslungsreichen und unverwechselbaren Landschaft umgeben, die sich am besten per Rad oder zu Fuß erschließen lässt. So zum Beispiel die Henzendorfer Heide. Sie ist Teil des Naturparks Schlaubetal und im August/ September zur Heidekrautblüte besonders schön. Inmitten dieser naturbelassenen Landschaft befindet sich der Findlingspark. Ein idealer Ausgangsort für Wanderungen ist Schwerzko, mitten im Herzen des Dorchetals. Von 6 Mühlen, die einst vom Dorchebach angetrieben wurden, ist die Schwerzkoer Mühle die letzte, die noch funktionstüchtig ist. Eine märchenhafte Parkanlage erwartet den Naturliebhaber in Bomsdorf. Wo einst Ritter residierten, können heute Besucher durch einen wunderschönen und zum Teil naturbelassenen Park spazieren. Das alte Gutshaus (1731) erstrahlt nach umfangreichen Restaurierungen heute in neuem alten Glanz. Veranstaltungen 2016: E 2. März-8. Mai: Internationale Ostereierausstellung im Strohhaus E 5. Mai: Neuzeller Klostermarkt – HANDwerk trifft Kultur E 6./7. Mai: 15. Run & Bike E 4.-21. August: Oper Oder Spree E 3.-5. Juni: 700-Jahrfeier in Ratzdorf E 24.-26. Juni: 700-Jahrfeier in Lawitz E 10. September: Erntefest der Agrargenossenschaft Neuzelle E 3./4. Dezember: Neuzeller Märchenweihnachtsmarkt Mehr Informationen: Besucherinformation Neuzelle Stiftsplatz 7 15898 Neuzelle Tel. +49 33652 6102 H/9 Fax +49 33652 8077 tourismus@neuzelle.de www.neuzelle.de www.facebook.com/ NeuzelleTourismusInformation Tipp für Radler: E Der mit 3 Sternen bewertete OderNeiße-Radweg ist einer der schönsten und beliebtesten Fernradwege Deutschlands und führt durch die Region. Beim Radeln entlang der Flussläufe von Oder und Neiße bietet sich dem Fahrradfahrer eine zum Teil urwüchsige und bizarre Landschaft. In Coschen kann man seit dem letzten Jahr auch einen Abstecher in das benachbarte Polen machen. Die neue Brücke „Neißewelle“ macht es möglich.


Neuzelle

Mitten im Herzen des Erholungsortes Neuzelle befindet sich das Designhotel „Klosterhotel Neuzelle“. Angepasst an die Architektur des Klosters, wurde das VierSterne-Haus im barocken Ambiente gestaltet. Zwölf Zimmer und zwei SPA-Suiten wurden mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Jeder, der Abstand vom Alltag sucht, findet hier den idealen Ausgangspunkt für Erholung und Ruhe. In der hauseigenen Schaubrennerei, dem „Brennerstübchen“, wird die in Neuzelle jahrhundertealte Tradition des Schnapsbrennens fortgeführt. Ein glänzender 150-Liter-Kupferkessel bildet das Herzstück des Brennerstübchens und ermöglicht Interessierten, die Herstellung von edlen Destillaten zu erkunden. Mittels kleiner Tischdestillen können Gäste ihren Schnaps sogar selbst am Tisch brennen.

Wind fängt sich in Baumwipfeln. Vögel stimmen ihre Morgenmelodie an. Es duftet nach Kiefern und Laubwald. Ist das eine Idylle! Im Bierbad-Hotel „Kummerower Hof“, einem kleinen traditionellen Landhotel mit großzügigem Garten, kann man es getrost auch länger aushalten. Stress und Hektik gibt es nicht, dafür wohltuende Ruhe. Das Haus liegt traumhaft schön zwischen zwei Bergkämmen im Dorchetal. Bis zum Wald sind es nur wenige Schritte. Wanderern und Radlern liegt hier der Naturpark Schlaubetal zu Füßen. Doch richtig berühmt ist das Landhotel für einen außergewöhnlichen Wellness-Hit: Das Bierbad, das nicht etwa in Bayern oder Tschechien, sondern hier im „Kummerower Hof“ erfunden wurde! Das Haus ist zudem das einzige in Neuzelle, das mit Packungen, Massa-

Entspannen vor der Traumkulisse Marien, die schönste Barockkirche weit und breit, ins Auge. Diese herrliche Kulisse genießen Restaurant- und Hotelgäste im Landhaushotel „Prinz Albrecht“. Egal ob Urlauber oder Geschäftsleute, Radler oder Wanderer auf der Durchreise – für alle ist das romantisch liegende Haus eine erste Adresse Brandenburger Gastlichkeit. Ruhe und Entspannung finden Gäste auch in der Residenz „Prinz Albrecht“ direkt vis-à-vis des Hotels. Die edel in italienischem Design ausgestatteten Zimmer sind Ruhepol für Geschäftsund Privatleute. Dank der neu eröffneten Radlerherberge gab es vom ADFC das Zertifikat „bett + bike“. Das „Prinz Albrecht“ punktet aber auch mit seiner regionalen frischen Kü-

che, beispielsweise dem „SchlaubetalTeller“ mit einem in „Schwarzem Abt“ (Neuzeller Schwarzbräu) marinierten Steak. Für diese und andere Köstlichkeiten gab’s das Signet „Brandenburger Gastlichkeit 2015/2016”. Seit 2007 schwingt Manja Reschke im beliebten Landhaushotel das Zepter. Gern gibt die Chefin Gästen persönliche Ausflugstipps. Denn in und um Neuzelle

Barock trifft Moderne

gibt es so viel zu erleben: Im Sommer lockt das moderne Freibad. Wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, lohnt ein Besuch im Bauernmuseum. Vom Hotel aus bieten sich viele Radausflüge an: etwa an die Oder. Kein Wunder, dass immer mehr Gäste länger als nur ein, zwei Tage bleiben! Tipps: E 33 schöne Zimmer in Hotel, Residenz und Radlerherberge E saisonale Themenwochen mit Fisch-, Pasta-, Spargel- oder Steakgerichten E individuelle, köstliche Buffets oder Menüs zu Familienfeiern Landhaushotel „Prinz Albrecht”*** Frankfurter Straße 34, 15898 Neuzelle Tel. +49 33652 81322, Fax 81325 H/9 hotel-prinz-albrecht@t-online.de www.hotel-prinz-albrecht.de

Herausgepickt: E Auszeichnungen wie „4 Sterne”, „Finest Address Award”, „Brandenburger Gastlichkeit 2015/2016”, „Service Qualität Deutschland” und „bett + bike” sind Ausdruck der Qualität. Radfahrer vom nahen Oder-Neie-Radweg sind gern gesehene Gäste. Und das nicht nur zum Übernachten. Tipps: E Arrangements wie „Le Couvent", „Für Genießer”, „Für Kulturinteressierte” oder „Für Naturliebhaber”.

Drinks und Cocktails lassen sich in den bequemen Lounge-Möbeln der Bar genießen. Das Restaurant „Le Couvent” rundet den Aufenthalt ab. Bei dem Konzept der offenen Küche kann dem Koch bei der Arbeit über die

Schulter geschaut werden. Das steigert die Vorfreude auf die kulinarischen Kreationen der Küche. Insgesamt bietet das Haus Platz für 80 Gäste und stellt die besondere Location für Familienfeiern oder Firmenevents dar.

Im weltweit ersten Bierbad!

Klosterhotel**** Neuzelle Bahnhofstraße 18, 15898 Neuzelle H/9 Tel. +49 33652 823991 Fax +49 33652 823992 anfrage@hotel-neuzelle.de www.hotel-neuzelle.de

Herausgepickt: E „Schönster Landgasthof“ E „Brandenburger Gastlichkeit 2015/2016“ E „bett + bike“ Tipps: E romantische Blockhäuser und Zimmer E Arrangements wie „Bierbadewochenende“, „Auf Klosterpfaden“ E Wellness und Kosmetik E Kutschfahrten E Fahrradgarage und -verleih E ruhige Lage, nur ca. zwei Kilometer vom Ortskern entfernt E Wandereinstieg zum Dorchetal/Naturpark Schlaubetal

gen, Kosmetik, Privat-Spa-Sauna und vielem mehr aufwartet. Das urige Restaurant strahlt eine Gemütlichkeit aus, die man heute nur noch selten findet. Die Küche setzt auf Regionalität und Frische. Hirsch kommt direkt

vom Jäger, Forellen aus dem Schlaubetal. Das Bier stammt selbstverständlich aus der Neuzeller Klosterbrauerei. Diese und andere Spezialitäten bietet Ihnen das Restaurant mit Biergarten täglich ab 11.30 Uhr. Herzlich Willkommen!

Bierbad-Hotel „Kummerower Hof”*** Kummroer Straße 41, 15898 Neuzelle Tel. +49 33652 8110, Fax 81113 H/9 bierbad@t-online.de www.bierbad.de

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Seerosen liegen wie ein Teppich auf dem Klosterteich. Schwäne und Enten ziehen darin ihre Kreise. Im Hintergrund sticht sofort die Stiftskirche St.


Müllrose • Schlaubetal

Verwunschenes Schlaubetal Mit Rad und Wanderschuhen das idyllische Schlaubetal entdecken Magische Orte, stille Seen und verschlungene Pfade. Dazu Mühlenhandwerk von anno dazumal. Ein bisschen ist es hier wie im Märchen. Nur, dass es das Schlaubetal wirklich gibt. „Unsere Gäste wollen Natur und Stille erleben, sich bewegen und aktiv sein und etwas für Ihre Gesundheit tun“, so Korinna Lerche, Geschäftsführerin des Tourismus-Marketing Schlaubetal e.V.. Besucher können sich den faszinierenden Landstrich auf 137 Kilometer beschilderten Wanderwegen oder über ein dichtes Radwegenetz (151 km) erschließen. Dabei können sie Eisvogel, Graureiher und Fischadler noch im Original erleben. Auf dem Schlaubetal-Wanderweg Wir entscheiden uns für die Premium-Tour, den 25 Kilometer langen „Schlaubetal-Wanderweg“, zertifiziert als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Mit dabei ist Ranger Mario Marschler, der auch zu festen Terminen durchs Revier führt. Los geht’s am Freibad Müllroser See. Schnell gelangt unsere kleine Truppe an die Schlaube und fühlt sich wie in einem verwunschenen Land. Vom Sturm geknickte Bäume ragen in den Fluss. Reiher beäugen uns vom anderen Ufer argwöhnisch. Dann entdecken wir in einem geschützten Bereich brütende Schwäne. An bestimmten Tagen kurvt Mario Marschler seine Gäste im Kleinbus auch in für die Öffentlichkeit gesperrte Zonen, etwa an den Rand von Brutgebieten. Wo genau, wird natürlich nicht verraten. Marschler, so eine Art Entertainer unter den Naturführern, kann auch Bewegungen und Geräusche der Tiere nachahmen. Er berichtet kurz über den hier ansässigen Marderhund, der aber nicht bellt, sondern eher miaut. Eine erste Rast legen wir an der Ragower Mühle ein. Wirt Baldur Börner berichtet hier so lebendig über die Mühlen-Historie, als sei ihm das Mahlwerk seit Jahrhunderten vertraut. Richtig gut

Tipp für Radler!

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Schlaubetal-Radtour Märchenhaft und doch wahr? Schattige Wälder, stille Seen, beschauliche Orte, altes Mu ̈hlenhandwerk, mittelalterliche Kirchen und interessante Geschichten am Wegesrand – das ist Radeln im verwunschenen Schlaubetal. Die Radtour führt

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gemütlichen „Siehdichum“-Doppelzimmern, beobachten am nächsten Morgen die Graureiher-Kolonie etwas unterhalb der historischen Herberge und laufen weiter bis zum Wirchensee, dem Ziel des Schlaubetal-Wanderwegs. Die Ausflugslinie A400 bringt uns vom Wirchensee zurück nach Müllrose. Schlaubetal, wir kommen bestimmt mal wieder. So viel Wasser auf einem Fleck, so viele stille Winkel und wildromantische Uferplätze sahen wir selten zuvor in Deutschland!

Die Schlaube, größtes Bachtal in Deutschland

schmausen kann man bei ihm aber auch. Vom Fisch- bis zum Wildgericht. Kinder stehen auch auf Börners schnatternde Gänse oder Wollsäue, die so zahm sind, dass sie gestreichelt werden können. Ein Tier rettete der 70-Jährige mal nach einem Verkehrsunfall und zog es groß. Geschlachtet wird dieses liebenswerte Vieh natürlich nicht, beteuert der Märker. Zwischen Kupferhammer und Siehdichum begegnen wir Yoga- und Meditationslehrerin Brigitte Schäfer. Mit ihr be-

schreiten wir im Rhythmus unseres Atems den Pfad der Achtsamkeit (Bild unten). Nach den Übungen geht die Gruppe erholter, aber auch achtsamer durch das Schlaubetal. Die Yoga-Wanderungen mit Brigitte Schäfer haben sich schon bis Berlin herumgesprochen. Die Tour mit ihr ist eine wunderbare Art der Entspannung. Gleichzeitig werden alle Natur-Sinne geschärft. Wir folgen Ranger Mario und den Hinweistafeln mit dem großen blauen „S“. Im Forsthaus Siehdichum ist die Kaffeetafel schon gedeckt. Der Kirschkuchen ist ein Gedicht, die Käsetorte ein einziger Traum. Am Nachbartisch ordert ein Leipziger ein zweites Kuchenstück. Sein Kommentar: „Brandenburg ist doch ein schönes Land.“ Wir übernachten in den

vorbei, auf ausgebauten Radwegen, am Großen Müllroser See, an Müllroser und Ragower Mühle, Schervenzsee, am Forsthaus Schierenberg in Fünfeichen, am Wirchensee – einem Waldsee wie aus dem Bilderbuch, an der Schlaube-Quelle, durchs Oelsetal und über die Klingemühle. Das Heidereiterei- und Forstmuseum im lieblich anmutenden Dammendorf birgt spannende Geschichten zur 500-jährigen preußischen Forstge-

schichte. „Hier sieh dich um“ sagte seinerzeit der Neuzeller Abt Gabriel und erbaute an diesem malerischen Ort seinen Jagdsitz. Heute gibt dies Radlern Anlass zu Muße und Rast im Forsthaus Siehdichum. Verwunschene Orte, märchenhaft und doch wahr? Wer das Schlaubetal nicht erradelt hat, weiß davon nicht zu berichten. (Start/Ziel: Haus des Gas-tes, Erholungsort Müllrose, Gesamtlänge: 60 km, Anforderung: leicht bis mittel)

Der Schlaubetal-Wanderweg ist für „Deutschlands Schönster Wanderweg 2016” nominiert und geht als einziger Wanderweg für das Land Brandenburg ins Rennen. www.wandermagazin.de

Die Ausflugslinie A 400 nach Müllrose Tipps und Termine: E 16. Mai bis 27. August: „Müllroser Seekonzerte“ E 18. Juni: „Serenade am See“ Geführte Wanderungen: E 1. Mai: „Faszination Schlaubetal – mit der A400 das Schlaubetal erleben“: Abfahrt vom Bahnhof Jakobsdorf um 9.04 Uhr nach Kieselwitz. Von Kieselwitz aus führt Landschaftsführerin Angelika Fritz mit Witz und Charme durch das Schlaubetal. Einkehr im Forsthaus Siehdichum ist möglich. Die Wanderung endet an der Haltstelle Kupferhammer, 15.32 Uhr fährt die A400 zurück nach Müllrose bzw. bis Bahnhof Jakobsdorf. E 26. November: „Schlaubetaler Winterzauber mit Weihnachtsduft“ – einen Hauch winterliches Schlaubetal erleben. Begrüßung mit einem Glühwein um 11 Uhr im Haus des Gastes. Landschaftsführerin Marion Jäckel führt Sie um den Großen Müllroser See. Voranmeldungen in der SchlaubetalInformation zu beiden Wanderungen erforderlich. Ihre Urlaubsspezialisten für das Schlaubetal. Weitere Informationen unter Schlaubetal-Information im Haus des Gastes Kietz 7, 15299 Müllrose F/8 Tel. +49 33606 7729-0, Fax 772925 info@schlaubetal-tourismus.de www.schlaubetal-tourismus.de www.muellrose.de Von Herzen willkommen!


Limsdorf • Ranzig • Groß Lindow

Einfach „tierisch” gemütlich Zwei Plätze, eine Idylle – am Ranziger See und am Springsee Herausgepickt: Hundespaß auf dem Naturcampingplatz am Springsee

Den schönsten Blick aufs Wasser hat man von der Badewiese. Doch das lauschigste Plätzchen am Springsee liegt unterm „Liebesbaum“, einer Jahrhunderte alten Eiche, deren Äste bis ins Wasser ragen. Darunter kann einen keiner sehen – ideal für Verliebte! Schon so manches Paar ruderte vom Naturcampingplatz übern Springsee unters Eichen-Dach. Doch in erster Linie punktet das Camping-Domizil mit der traumhaften Lage inmitten eines 21-HektarWaldstücks am Springsee. Gäste können aktiv sein oder einfach mal in den Tag hinein leben. Oft sind mehrere Generationen einer einzigen Familie auf dem Platz – von der Oma bis zum Enkel. Und der Clou: Urlaub mit Hund ist hier extra erwünscht! Da-

Mit Käp’n Rost auf dem legendären Friedrich-Wilhelm-Kanal „Hier finden Gäste eine Naturkulisse, die beruhigt. Hier kann man abschalten vom Alltag“, verspricht der 37-jährige „Kapitän“ Michael Rost. Bis zu zwei Stunden dauern seine Touren vom Mühlenteich bis zur Schleuse Weißenspring und zurück. „Mit Landgang und Pause in Weißenspring“, informiert der gebürtige Groß Lindower. 52 Passagiere passen auf den Kahn, eine 40 Jahre alte „Hechtschute“. „Es ist ein früheres Arbeitsschiff, speziell geeignet für Fahrten in flachen Gewässern“, erklärt Michael Rost. Heute geht es mit superleisem Elektro-Motor durch die herrliche Land-

Berlin aus in einer guten Autostunde da. In punkto Schönheit in nichts nach steht dem Springsee übrigens das zweite von Silke Seidel betriebene Natur-Ressort: das Märkische Seecamp. Wildromantisch am glasklaren Ranziger See gelegen, hat es sich auch als Gewässer für Angler herumgesprochen. Hier geht’s fast familiär zu. Tipps: E selbst gebackene Brötchen und Brote sowie Waren des täglichen Bedarfs E Rad- und Bootverleih E Rad-/ Wanderkarten, Angelkartenverkauf E schöne Stellplätze direkt am Wasser E Vermietung: Bungalows, Ferienhäuser, Wohnwagen E Naturcamping Springsee: 250 Dauerstellplätze und 50 Touristenplätze E Märkisches Seecamp: 100 Dauerstellplätze, 30 Touristenplätze (geöffnet 1.4.-31.10.) Märkisches Seecamp Ranziger Hauptstraße 21a 15848 Tauche OT Ranzig E/9 Tel. +49 33675 59033, Fax 72172 info@maerkisches-seecamp.de www.maerkisches-seecamp.de

Unterwegs mit der „Hechtschute”

schaft. Das traditionelle Treideln – von Mensch oder Tier wurden Schiffe einst vom Ufer aus übers Wasser gezogen – findet nur noch einmal jährlich statt. Standard ist dafür

heute ein Imbiss mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen an Bord. Michael Rost organisiert auch Hochzeitsfahrten, Trauungen an Bord oder Taufen mit Gottesdienst. – Na dann, „Schiff ahoi“ auf dem Friedrich-WilhelmKanal, einer der ältesten und romantischsten Binnenwasserstraßen Deutschlands.

Die Hundefachwirtin Stefanie Wilke, erfolgreich mit ihrer Hundeschule Fürstenwalde, kommt auf den Campingplatz E Eingezäunte HUNDEBADESTELLE E 5.000 m² HUNDEAUSLAUF E Zusammenarbeit mit der HUNDESCHULE und Angebot von verschiedenen Kursen auf dem Campingplatz E Kleines Begru ̈ßungs-GESCHENK fu ̈r jeden Vierbeiner E GASSISERVICE buchbar E Verleih von mobilen ZÄUNEN E Campingshop mit Hundenahrung, auch tiefgeku ̈hlte BARFPRODUKTE – Viel Gelände zum GASSI gehen Termine: E regelmäßige Erlebnisspaziergänge E 24. Juni: erste Hunderallye (Mit kleinem Snack fu ̈r Zwei-und Vierbeiner, Teilnehmergebu ̈hr 20 Euro) Anmeldung für Angebote und Kurse: Naturcampingplatz am Springsee Am Springsee 1 15859 Storkow OT Limsdorf D/8 Tel. +49 33677 440, Fax 62093 info@springsee.de www.springsee.de

Herausgepickt: E Der Bau des Friedrich-Wilhelm-Kanals begann 1662, sechs Jahre später wurde die erste künstliche Wasserstraße zwischen Oder und Spree im Beisein des brandenburgischen Kurfürsten eingeweiht. Tipps: E Touren von Ostern bis Oktober: Mi.-Fr. ab 17 Uhr, Sa., So., Feiertage 14 und 17 Uhr, Fr. um 21 Uhr (ab September 19 Uhr) – Mondscheinfahrt E Gäste bitte vorher telefonisch anmelden: Tel. + 49 173 2065804 E Sonderfahrten E Reiseunternehmen & Busgesellschaften willkommen Fahrgastschifffahrt Treidelfähre Rost Michael Rost,15295 Groß Lindow G/8 Tel. +49 33609 38533 und Mobil +49 173 2065804 michael.rost@treidelkahn.de www.treidelkahn.de

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„Ich habe nichts so gern wie fröhliche Menschen.” (Theodor Fontane)

mit Familien mit Hunden erlebnisreiche gemeinsame Ferientage erleben können, haben die Betreiber die Gegebenheiten entsprechend hergerichtet und sich ganz spezielle Angebote für „Hund und Herrchen” ausgedacht. In die Quere kommt sich auf dem weitläufigen Areal keiner. Dafür findet man Biotope wie die Springquelle. In der Nähe bezaubert auch das Seerosenfließ. Pedalritter starten Richtung Scharmützelsee oder Spreewald. Auf dem See selbst können Gäste sogar übers Wasser laufen. Das ist kein Scherz, sondern dank witziger Schwimmschuhe tatsächlich möglich. Andere beliebte Fortbewegungsmittel auf dem See sind Paddelboot und Kanu. Heute sind Gäste von


Königs Wusterhausen

Bahnhofs-Moderne trifft 50er Jahre – das ist das Credo des neuen „Bus-Stop“ gleich hinterm Gleis an der Storkower Straße. An der Snack-Bar gibt’s nicht nur Hot-Dog-Klassiker, amerikanische Donuts und Muffins, sondern handgemachtes „Florida“-Eis. Hocker, Tresen und Accessoires erinnern an Bistros und US-Dielen aus alten Tagen. Bedient werden Gäste u. a. von Anne, die perfekt hierher passt. Zweimal war sie schon selbst in Übersee. Die herzerfrischende Märkerin hat eine Menge US-Feeling mit übern großen Teich gebracht. Über so viel Freundlichkeit ist mancher hierzulande erst mal baff. Übrigens: Der Kaffee kommt aus einer originalen „Rocket“-Kaffeemaschine und ist definitiv einer der besten in Brandenburg. Schauen Sie doch demnächst mal rein. Es lohnt sich wirklich. Anne freut sich auf Ihren Besuch! Open: Mo.-Fr. 6-20 Uhr!

Tel. +49 3375 211055 www.busstop-diner.com Tipp: E Besuchen Sie die HarleyStation gleich vis-à-vis! Sie ist in Brandenburg nicht nur Branchenprimus, sondern der einzige Anbieter von Motorrädern des amerikanischen Mutterkonzerns HarleyDavidson.

Der Traum von Freiheit… …kann in KW wahr werden – bei einer Ausfahrt mit Janine oder einer Wochenend-Harley-Tour rg 1 in Brandenbu r. N n o ti ta -S y e Die Harl – alles Originale e ll e d o -M n so d e Harley-Davi ieren” lassen ch ts u „k 40 verschieden n e e ll A rkische Trike durch Mä m e in e f u a h ic S

t, der e Ausfahrt gerüste Das Trike ist für ein n… (o.) Gast kann aufsitze Frau Janett (u.) d un Dirk Rosenthal

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Besucher lieben diesen typischen Factory-Style im 50er-JahreLook, den Hauch Amerika, den der Vertragshändler-Standort am Bahnhof in Königs Wusterhausen versprüht. Sie schauen, schnuppern, probieren… „Beliebt ist der Verleih übers Wochenende“, erklärt Dirk Rosenthal, Inhaber der Harley-Station. Gäste starten mit den Maschinen besonders gern Richtung Seenland und Spreewald. Und wer sich nicht selber traut? Mitarbeiterin Janine „kutschiert”

auf Wunsch jeden Gast, der mal ein, zwei Stunden das Gefühl einer Harleyfahrt erleben möchte, auf einem Trike. So bringen der Chef und sein Team echtes Harley-Feeling nach Brandenburg. „Den amerikanischen Traum auf der märkischen Allee” – erklärt er schmunzelnd die Firmenphilosophie. „Eigentlich verkaufen wir ein Lebensgefühl. Die Harley-Davidson gibt es gratis dazu.“ Die außergewöhnliche Kompetenz und Freundlichkeit der Harley-Truppe hier in

KW hat sich herumgesprochen. Nicht nur aus Brandenburg und Berlin, sondern aus ganz Deutschland kommen HarleyFans, wenn sie sich endlich ihren Traum erfüllen wollen und ihre Harley kaufen. Tipps: E Trike-Ausfahrten mit Janine Die dreirädrigen Harleys ermöglichen Neueinsteigern eine sichere Tour. E Verleih übers Wochenende – auf Wunsch mit Hol- und Bringservice E Tuning, Spezialaufbauten, alle Reparaturen an Harleys E Gutscheine für Harley-Touren E Sicherheitstraining mit Fahrschulen E Café-Restaurant „Mr. Burns“ E Besonderes Flair in der Harley-Station erleben – mit Blick auf die Bahnhofsgleise: Fernzüge und S-Bahnen fahren immerzu ein und aus. Güterwaggons rangieren. Harley-Station Storkower Straße 36 / Güterbahnhof 15711 Königs Wusterhausen C/7 Tel. +49 3375 211055 info@harley-station.de www.harley-station.de


Königs Wusterhausen

In Königs Räder-Reich Von Sportrad bis E-Bike: Zu Besuch in Sebastian Königs beeindruckender Velo-Welt Navis und Rucksäcke, Helme und Knieschützer, Trekking- und Crossbikes: In dieser beeindruckenden Velo-Welt werden wir sicher finden, was wir suchen: Ein neuer Drahtesel soll es diesmal sein – Zubehör inklusive. Im Geschäft von „Fahrrad-König“ fühlen wir uns gleich gut aufgehoben – wie in einem Räder-Meer. In Puncto Fahrrad scheint es hier nichts zu geben, was es nicht gibt. Damen-, Herren und Kinderräder aller Größen, dazu superleichte Carbon-Rennräder. Vom Sportass bis zum „Sonntagsfahrer“ dürfte hier jeder fündig werden.

Tipp für Paddler! Über Dahme und Notte Der Bootsverleih befindet sich am Ende der Bahnhofstraße, nahe der Schleuse. Dort sind Kajaks und Canadier-Boote erhältlich und herrliche Ausflüge auf den Gewässern im Dahme-Seen-Land möglich. Touren führen auf dem Nottekanal (ohne Motorbootverkehr) nach Mittenwalde, zum Motzener See oder zum Mel-

Mit Booten durch KW lensee. In die andere Richtung geht es durch den Königs Wusterhausener Hafen über die Staabe zum Krimnick- und Krüpelsee oder auf der Dahme zum Zeuthener See, Seddinsee, Oder-Spree-Kanal und Krossinsee.

Entsprechende Tipps hat er immer parat. Da wäre etwa das Dahme-Seenland mit seinen rund 70 Seen: „Wir schätzen beispielsweise den Motzener See.“ Zu Sebastian Königs Empfehlungen gehören aber auch Dahme- und Hofjagdweg. Und wie sieht das ideale Rad-Reisewetter des Chefs aus? „Für mich wären es lockere Bewölkung, plus 22 Grad und leichter Rückenwind.“ Königs Service: E Beratung und Probefahren E Verleih, Hol- und Lieferservice E Reparaturen im 24-h-Service E Kompletter Aufbau von Rädern E Rennräder aus superleichtem Carbon E Individuelle Anpassung Fahrrad-König GmbH Cottbuser Straße 45a A/7 15711 Königs Wusterhausen Tel. +49 3375 295818 Fax +49 3375 295820 info@fahrrad-koenig.de www.fahrrad-koenig.de Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-18.30 Uhr, Sa. 9-13 Uhr

Weitere kleinere und größere Tourvorschläge finden Sie unter www.dahme-seen.de Öffnungszeiten: tägl. 10-18 Uhr, vom 1.6.-31.8. bis 20 Uhr Bootsverleih „Königsboot” Schlossstraße 5-6 15711 Königs Wusterhausen A/7 Tel. +49 152 26168897 www.koenigsboot.de

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Mit Elektro-Rad bis zur Ostsee Doch der Verkauf ist das Eine. TopWerkstatt, 1-A-Beratung und Verleih eine ganz andere Sache. Auch hier ist man im Räder-Reich an der Cottbuser Straße goldrichtig. In der Werkstatt mit fünf Montageplätzen geht es immer rucki- denbetreuung. Per Gesäßabdruck auf ei- beiter die optimale Sattelbreite. Die auszucki. Reparaturen erledigen die Mecha- nem Wellpappe-Streifen ermitteln Mitar- gewählten Sättel passen sich der natürlichen Tretbewegung an. Das schont nicht niker meist binnen 24 Stunden. nur den Allerwertesten, sondern ist auch Mitten im Biker-Paradies entdecken ausgesprochen rückenfreundlich. Auch wir Chef Sebastian König (im Bild). Geradank des „Popo-Meters“ ist der Kunde de erklärt er Urlaubern aus Thürinhier wirklich König. gen ein E-Bike. Mal eben fix in den Kein Wunder, dass Sebastian König Spreewald oder an den idyllischen mittlerweile sogar internationales PubliKöthener See radeln? Kein Prokum begrüßt. Beispielsweise im Vorjahr, blem. Die 250-Watt-Flitzer lassen als sich ein Schweizer Ehepaar für fünf Distanzen schrumpfen. „E-Bikes haWochen Räder lieh. „Die Eidgenossen laben nichts mit Rentner-Rädern zu tun. gen mit ihrem Wohnschiff am TeupitMan schafft einfach größere Strezer See und erkundeten die Gecken“, so „Fahrrad-König“ Sebastigend.“ Zur Stammkundschaft zählt an. Ein Kunde fuhr mit Motor-Unteraber auch ein Erzgebirgler, der stützung sogar schon mal bis zur sein Velo jedes Jahr in Königs Ostsee. Zu bedienen sind die ElektroWusterhausen checken lässt. Räder übrigens kinderleicht. Bei einer Auf Wunsch bringt Sebastian Tour Richtung Scharmützelsee haKönig Leihräder übrigens auch ben wir es selbst schon getestet. zu Hotels und Pensionen. An einiBereits seit zwei Jahren sorgt eine ganz besondere Offerte des Hau- „Königs-Wusterhausen ist vielleicht mehr gen Unterkünften bzw. touristises für Aufsehen: als irgendein anderer Ort, nur Potsdam schen Dreh- und Angelpunkten stehen seine Velos schon, u. a. ausgeschlossen, mit der am Tropical Islands. Viele schöne Das „Popo-Meter” Lebens- und Regierungsgeschichte Touren kennt der radelnde GeDabei handelt es sich um keinen Werbegag, sondern um ein König Friedrich Wilhelms I. verwachsen.” schäftsmann natürlich von eige(Theodor Fontane) nen Ausflügen mit der Familie. Messgerät zur ganzheitlichen Kun-


Kallinchen

Kallinchen – natürlich schön Die Perle am Motzener See ist ein Paradies für Wasserratten und Campingfreunde Der Strand am Camping- und Caravanplatz am Motzener See Der Motzener See liegt nah dran an der Hauptstadt, nur eine knappe Autostunde vom Alexanderplatz entfernt. Das kristallklare Wasser lockte bereits vor mehr als 100 Jahren viele stressgeplagte Berliner vor die Tore der Stadt. Kein Zufall, dass sich ausgerechnet in Kallinchen – dem Ausflugs- und Erholungsort am Westufer des Sees – schon Ende des 19. Jahrhunderts der erste FKK-Club Deutschlands gründete, der bis heute besteht! Mitglieder und Gäste des Vereins „Allgemeine Körperkultur (AKK) Birkenheide“ verfügen auf einem traumhaft schönen Wald- und Heidegelände über einen 775 Meter langen Uferstreifen mit mehreren kleineren Nacktbadestellen samt komfortablen Stegen und Ausstiegsmöglichkeiten. Bade- und Campingtradition Heutzutage kommen nicht mehr nur Berliner, sondern Urlauber aus allen Himmelsrichtungen nach Kallinchen am Motzener See. Sie schätzen die naturnahe Idylle und was hier für Ferien- und Badegäste alles auf die Beine gestellt wurde. Da locken der Sport- und Freizeitpark am Strandbad. Das Strandbad verfügt über Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, ein große Liegewiese, ein Mehrzweckgebäude inklusive Cafeteria und bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport und Spiel: von Beachvolleyball, Großschach über Tischtennis und Minigolf bis Wasserrutsche und Kinderspielplatz. Die Ausleihe von Wassertretern, Ruderboo-

den ein Insidertipp. Der schattige, baumbestandene, ebene und naturbelassene Platz für die Camper mit 120 Stell- und 40 Touristikplätzen hat viel zu bieten: Spiel-, Volleyball- und Grillplatz, ein schmucker Aufenthaltsraum mit TV, Billard und Spielen sowie einen Waschmaschinenraum.

Tretboote ermöglichen Seefahrten

Strandbad ten, Kajaks, Solarbooten und Fahrrädern rundet das Angebot ab. Besonders das Elektroboot für bis zu zwölf Passagiere erfreut sich größter Beliebtheit. Der Zugang zu Strandbad, Umkleiden, Toiletten und mittlerweile auch zum See ist barrierefrei. Nur 400 Meter vom Strandbad entfernt liegt der Drei-Sterne-Campingplatz „Am Motzener See“. Bei Campingfreun-

Herausgepickt: „Blaue Flagge” P Strandbad und Campingplatz liegen direkt am Ufer des Motzener Sees, wo seit 2004 ununterbrochen die „Blaue Flagge“ weht. Dieses begehrte Umweltsymbol wird seit 1987 für jeweils ein Jahr an vorbildliche Sportboothäfen, Badestellen und Strände an Binnenseen in mehr als 50 Staaten von der Stiftung für Umwelterziehung in Kopenhagen vergeben. Termine 2016: P 6. Juni: MotzenSeeLauf P 21./22. Mai: Challenge P 28. August: Kallinchen-Triathlon P 21. Juni: Sommerfest P 10. September: Baumfest P 4. Dezember: Weihnachtsmarkt Mehr Informationen: Gemeinde Kallinchen 15806 Zossen, Ortsteil Kallinchen A/8 Hauptstraße 21, Tel. +49 33769 50215 info@kallinchen.de, www.kallinchen.de

Ihre Gastgeber vor Ort (Auswahl) K Tourismusinformation Sport- & Freizeitpark „Am Strandbad Kallinchen” 15806 Zossen Ortsteil Kallinchen Tel. +49 33769 51350 info@kallinchen.de www.kallinchen.de K Teltow-Fläming-Ring Motor Erlebnis & Fun Park Straße zur Försterei Tel. 033769 202010 info@tf-ring.de, www.tf-ring.eu K Campingplatz Kallinchen am Motzener See Seestraße 17 Tel. 033769 50381 info@camping-kallinchen.de www.camping-kallinchen.de K Campinggaststätte Seeblick Tel. 033769 205804 www.camping-kallinchen.de K Allgemeine Körperkultur Birkenheide e. V. Haidchenweg Tel. 033769 50267 info@akk-birkenheide.de www.akk-birkenheide.de K Hotel & Restaurant Alter Krug Hauptstraße 15 Tel. 033769 898-0 info@alter-krug-kallinchen.de www.alter-krug-kallinchen.de K Ferienwohnungen Monika Biesenack Hauptstraße 10 Tel. 033769 50248 K Ferienhaus Wilke Seestraße 40 Tel. 033769 50907 1 Ferienhaus, 3 Betten K Ferienwohnung am See Hauptstraße 11 Tel. 033769 8990  www.alter-krug-kallinchen.de

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K Frühstückspension Birgit Milde Hauptstraße 14 Tel. 033769 50277 www.pension-milde.de K Fischerei am Strand Peter Sombert Tel. 033769 50925

Für das Elektroboot sind Vorbestellungen zu empfehlen

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Strand am Campingplatz


Kallinchen

Ein Gasthof wie aus dem Bilderbuch Mit der Familie herrliche Ferientage am Motzener See erleben dup Paddling vereinbart. Der Chef des Hauses frönt selbst seit Jahren diesem Sport, schwört auf den Erholungswert und das Training fast jeden Muskels. „Es gibt nichts Besseres, um sich von anstrengender Arbeit zu erholen. Naturerlebnis inklusive“, erklärt Hinrichs. Seine Tipps für die ersten wackligen Versuche sind Gold wert. Beim Abendessen werden dann tollkühne Pläne für längere Paddling-Touren geschmiedet, die vom Wirt angeboten werden, hausgemachtes Picknick inklusive. Vielleicht schon am kommenden Wochenende?

Samstag früh: Die Sonne lacht, der erste Sommertag. Da muss man raus, die Stadt hinter sich lassen. Badesachen geschnappt, Rucksack gepackt und los geht’s! Richtung Kallinchen am Motzener See. Eines der saubersten Badegewässer in Brandenburg, noch dazu inmitten von Wäldern, Feldern, kleinen Dörfern. Angekommen, aahhh! Direkt vor der Nase der Alte Krug – ein Gasthof wie aus dem Bilderbuch. Man fühlt sich in Kindertage versetzt. Im schönen schattigen Biergarten jetzt den großen Durst löschen, was Leichtes essen und dann nichts wie an den Strand! Marco Hinrichs zaubert mit seinem Team für die Gäste

nachtungsgäste, auch solche, die einen längeren Urlaub planen, eingerichtet. Am Badestrand angekommen, geht es mit dem Papa um die Wette in die Fluten. Puh, 19 Grad, ganz schön frisch. Kreischen, spritzen, rangeln, Wasser schlucken, uusten… lachen. Halb so schlimm. Gegen Abend wird es ruhig am See. Mit dem Wassertreter geht es noch mal raus, ganz entspannt, die letzten Sonnenstrahlen genießen. Und sich schon mal ausmalen, was es zum Abendessen geben wird. Die Mama hat derweil einen

Beim Paddling auf dem Motzener See

Hotel & Restaurant Alter Krug Hauptstraße 15 15806 Kallinchen A/8 Tel. +49 33769 898-0, Fax 898-15 info@alter-krug-kallinchen.de www.alter-krug-kallinchen.de

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Freundlich und unaufgeregt ist die Atmosphäre. Dazu passen die unkomplizierten, aber sorgfältig zubereiteten Gerichte aus der Küche von Wirt Marco Hinrichs. Er legt Wert auf gute, frische Zutaten möglichst aus der Umgebung, oft in Bioqualität. Klassiker wie Schnitzel und Zander haben auf der Karte genauso ihren Platz, wie die Gemüsepfanne und Nudeln mit Tomatensoße. Auch vegane Wünsche werden gern erfüllt, solange Küche und Keller es hergeben. „Fleischlos essen mag ich selbst gerne “, erklärt der Wirt. Nach dem Essen ist sich die Familie einig: Hier bleiben wir das Wochenende. Kein Problem, der Alte Krug ist mit 14 behaglichen Zimmern und einer Ferienwohnung mit Zugang zum See auf Über-

Termin in der hauseigenen Wellnessoase bei Heilpraktikerin und Massagetherapeutin Claudia Hinrichs. Am nächsten Tag versteckt sich die Sonne. Nun ja, den See kann man schließlich auch auf dem schönen Uferweg umrunden. Am Nachmittag haben die Männer Lust aufs Abenteuer: Die großen Boards vor dem Haus sind ihnen schon gestern aufgefallen. Mit Marco Hinrichs haben sie ein Probierstündchen für das Stan-

Im Reich von Fischer Sombert (im Bild rechts), gleich neben dem Strandbad am Seerundweg

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Königs Wusterhausen • Prieros

Eine Idylle am See Das Waldhaus Prieros bietet Ruhe, erstklassige Küche, ein Fontanegericht und Historie

Kiefernwälder, Pferdekoppeln und traumhaft schöne Seen: Prieros ist eine Idylle vor den Toren Berlins. Die Hektik dieser Welt scheint hier ganz weit weg zu sein. Mitten in dieser Landschaftskulisse liegt das „Waldhaus Prieros“ wildromantisch am Streganzer See. Das Drei-SterneSuperior-Hotel erwartet Gäste in einem herrlichen Mischwald mit historischer Villa und 7 individuellen Hotelhäusern. Überkandidelt geht’s hier aber nicht zu, eher leger. Im Sommer entspannt man auf der großen Liegewiese, springt ins kühle Nass oder dreht eine Runde mit dem Ruderboot. Im Winter knistert drinnen der Kamin und draußen das Lagerfeuer. Bei unserer Stippvisite fiel uns die hervorragende Küche auf. Das flotte Kü-

chenteam zaubert Leckereien wie Wildgulasch mit Semmelknödeln oder Streganzer Fischsuppe auf die Teller – denn Fischund Wildgerichte sind die Spezialität des Hauses, natürlich mit regionalen Produkten und Fisch aus den Seen ringsum. Auch internationale Gerichte und sogar ein Gericht zu Ehren Fontanes findet man auf der Karte. Hoteldirektor Alexander Karl schwört auf den guten alten Sonntagsbraten…

2001 fing er im Haus als Restaurantfachmann an, heute kennt er das Hotel-Ensemble aus dem Effeff. Dazu gehört auch die bewegte Historie des Hauses. „In den 1920er Jahren für einen Mode-Fabrikanten erbaut, genoss hier in den 50er Jahren DDR-Präsident Wilhelm Pieck die Sommerfrische“, blickt Alexander Karl in die Chronik. Interessierte Gäste erfahren von den Mitarbeitern auf Wunsch alles über diese Zeit. Das restaurierte „Pieck-Zimmer“ steht heute als Tagungsraum zur Verfügung. Die Frage, ob er die Idylle immer noch genießt, beantwortet Alexander Karl schnell. „So oft es geht, bin ich selbst im Wald unterwegs, beispielsweise auf unserem Naturlehrpfad.“ Dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen – wer könne das schon von sich behaupten ?

Erholung pur

Tourist-Information

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Tourismusverband Dahme-Seen e.V. Bahnhofsvorplatz 5 15711 Königs Wusterhausen Tel. +49 3375 252025, Fax 252028 info@dahme-seen.de www.dahme-seen.de Öffnungszeiten der Touristinformation Montag bis Freitag 6.30-18 Uhr Samstag 9-13 Uhr von April bis September auch Sonntag 9-13 Uhr

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Tipp: Alle Ferienmagazine gibts auch in der Tourist-Information (s. links)

Der 3-Sterne-Naturcampingplatz bietet preiswerte Übernachtungen im Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil und Bungalow – auch für Dauercamper. Bei schönem Wetter kann man sich auf der Kegelbahn

„Nur essen, worauf Ihr lebhaften Appetit habt, sonst lieber gar nichts.“ (Theodor Fontane) Tipps: E Restaurant die ganze Woche geöffnet EBootshaus, Steganlage, Sauna E Leihräder von „Rad-König“ (s. S. 49) E Bett & Bike Gastbetrieb E Arrangements: „Tour de Prieros“ (Drei Tage mit Rad und Picknickkorb) E „Winterliches Brandenburg“ zum Sonderpreis E Hochzeiten, Familien- & Firmenfeiern E Heimatmuseum & Biogarten im Ort Hotel Waldhaus Prieros Am Waldhaus 1, 15754 Heidesee Ortsteil Prieros B/8 Tel. +49 33768 999-0, Fax 50252 kontakt@hotel-waldhaus-prieros.de www.hotel-waldhaus-prieros.de Ein Hotel der Germania Fluggesellschaft mbH

und dem Volleyballplatz ver-gnügen. Kinder haben auf dem Spielplatz ihre eigene Welt. Naturnahes Angeln, Wandern, Radfahren sowie ein Boots- und Elektrofahrradverleih bereichern das Freizeitangebot.

Campingplatz D66*** Am Schmöldesee bei Prieros Urlauberstraße • PF 63 15754 Heidesee OT Gräbendorf B/8 Tel. +49 33768 50253, Fax 20048 campingD66@ReFan.de www.CampingplatzD66.de


Waldow • Bestensee • Rangsdorf

Mit Speed auf dem Spreewaldring Kart-Center garantiert Adrenalin und Abenteuer pur

Klasse fanden wir bei unserem Besuch, dass es auch Doppelsitzer sowie Fahrzeuge mit Spezialausstattung für körperlich beeinträchtigte Gäste gibt. Wer den Bleifuß nach ein paar satten Runden vom Gas

Naturcamping in Bestensee

Seehotel Berlin-Rangsdorf Am Strand 1 · 15834 Rangsdorf www.see-hotel-berlin.de info@see-hotel-berlin.de Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Telefon +49 (0) 3 37 08 - 92 88 - 0 Privathotels Dr. Lohbeck GmbH & Co. KG Barmer Straße 17 · 58332 Schwelm

Spreewaldring Kart-Center GmbH Waldhaus 1 15910 Schönwald OT Waldow B/10 Tel. +49 35477 4040, Fax 389 info@kart-center.de, www.kart-center.de

Am östlichen Ortsrand in einem geschlossenen, landschaftsschutzrechtlich besonders geschützten Waldgebiet, am Rande des „Naturpark Dahme-Heideseen”, liegt der ganzjährig geöffnete Campingplatz Tonsee (FKK) – eingebettet von zwei glasklaren Tonseen mit eigenem Badestrand. Das 5 Hektar große Areal mit modernen Sanitäranlagen bietet ideale Möglichkeiten für die aktive Erholung von naturverbundenen Menschen und Anhängern der Freikörperkultur. Für die gastronomische Versorgung (Imbissangebot) sorgt das Team des Platzes. Im Hauptgebäude gibt es attraktive und preiswerte Ferienwohnungen.

Die Campingplatzanlage Kiessee liegt zwischen zwei idyllisch gelegenen Seen mit weitläufigen Badestränden und bewaldeten Flächen (Größe 10 Hektar). Sie bietet Stellplätze ganzjährig an. Stromund Frischwasseranschlüsse sowie teilweise vorhandene Abwasseranschlüsse gehören zum Standard. Ein beheiztes Sanitärhaus sichert auch im Winterhalbjahr den Betrieb. Die gastronomische Versorgung ist ganzjährig gewährleistet. Campingplatzverwaltung Fa. Manfred Prosch Motzener Str. 68, 15741 Bestensee Tel. +49 33763 65005, 63253 A/8 www.camping-bestensee.de

Tipps E Da das Kart-Center oft stundenweise vermietet ist, empfiehlt es sich, die Verfügbarkeit der Strecke telefonisch zu erfragen: Tel. +49 35477 4040.

Auszeit am See Der ideale Ort zum Übernachten, Schlemmen, Feiern und Tagen Das Hotel Feiern und tagen • 48 komfortable Zimmer & Suiten,teilweise mit Balkon zum See • Insel Falkenstein: schwimmende Event-Location für Hochzeiten, • Restaurant mit Seeblick (120 Plätze) und Seeterrasse Firmen- und Familienfeiern • hauseigene Konditorei • 6 Tagungsräume bis zu 400 Personen • 4 vollautomatische Bowlingbahnen • Arrangements für Feierlichkeiten und Tagungen

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Fahrspaß mit Speed, Stopps in Boxengassen, coole Leute an der Strecke. Dazu abends Flutlicht und ein Catering vom Feinsten. Auf dem Spreewaldring Schönwald-Waldow können Besucher dem Affen mal so richtig Zucker geben. Da heißt es: Alltag adé. Auf der anspruchsvollen 800-Meter Kart-Piste geht’s aber nicht nur um Raserei, sondern um Geschicklichkeit und Gefühl für die Maschinen. Mit neun Pferdestärken und 270 Kubikzentimetern Hubraum kann man es immerhin auf Tempo 80 bringen.

gungen für Auto und Motorrad bietet. Kommen Sie, staunen Sie, schnallen Sie sich an. Selbst Besucher aus Dubai, Australien und Malaysia genossen hier schon den einzigartigen Spreewald-Kart-Kick!

nimmt, der wird sich auch im Bistro „KartInn“ wohlfühlen. Zu den vielen Leckereien gehört u.a. Hausgemachtes aus dem Spreewald. Von der Sonnenterrasse aus kann der Blick über die gesamte Kartstrecke schweifen. Schon allein das ist ein Erlebnis. Firmen und Vereine kommen immer öfter, um hier Events zu feiern. Die Veranstaltungspalette reicht aber auch von Kindergeburtstag bis Rockkonzert. Egal, ob mit 5 oder 500 Gästen: Von DJ bis Lagerfeuer ist hier alles möglich. Freaks können nach telefonischer Absprache natürlich auch mit ihrem SuperMoto oder Pocket Bike auf der Bahn trainieren. Quasi gleich nebenan befindet sich übrigens das Motodrom, ein 2,7 Kilometer langer Straßenrundkurs, der sportlichen Fahrern realistische Trainingsbedin-

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Lübbenau / Spreewald

Abtauchen mit Pinguinen! Einzigartiger Badespaß für Mensch und Tier in Lübbenau Erst kommen „Volti“ und „Luise“, einen Moment später „Ronald“ und „Lausi“ angetappst. Wenn Tierpflegerin Laura Schäfer mit ihrem kleinen Plasteeimer voller Heringe erscheint, gibt es für die Humboldt-Pinguine kein Halten mehr. Punkt 15.30 Uhr ist Fütterungszeit im „Spreewelten“-Bad Lübbenau. Voller Vorfreude, aber ganz diszipliniert nehmen die tierischen Frackträger dann auf den Steinen einer beheizten Plattform Platz. Nur „Balduin“, einer der 27 Spaßbad-„Bewohner“, ist wieder mal zu spät dran. Dafür nimmt er eine Abkürzung durch den Pool. Platsch. Wieder mal typisch „Balduin“, der Frechdachs. In Europa einzigartig, können Badegäste in Lübbenau mit echten Pinguinen planschen. „Getrennt sind Mensch und Tier nur durch eine Glaswand“, erklärt Laura Schäfer. Dann stellt sie vorm Spreewälder Bade-Publikum ihre Schützlinge namentlich vor. Die (flugunfähigen) Vögel scheinen dieses Ritual zu kennen. Sie warten geduldig ab, bis Laura Schäfer Heringe per Hand füttert. „Das ist so eine Art Leibgericht unserer Pinguine, gefolgt von Sprotten“, sagt „Spreewelten“-Marketingchef Steven Schwerdtner.

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Nach der Mahlzeit zieht’s „Balduin“ & Co. zurück ins Schwimmbecken. Auf der anderen Seite des Pools drücken Kinder ihre Nasen an der Glaswand platt. Die Pinguine reagieren fast auf jede Handbewegung, aber auch auf bunte Spielgeräte. „Unsere agilen Freunde sind außergewöhnlich neugierig auf Menschen“, berichtet Laura Schäfer.

Tipp: Urlaub im „Abteil Miss Marple” Wer in Lübbenau originell logieren will, der ist im „Spreewelten-Bahnhof“ genau richtig. 11 Künstler gestalteten das frühere Empfangsgebäude extravagant. Beispielsweise das Zimmer „Spreewaldexpress – Abteil Miss Marple“ (Foto). Die Unterkunft suggeriert dem Gast, er würde im alten Orientexpress reisen. Auf dem Komfortsitz am Fenster können Gäste

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Die zehn aus ihren Eiern geschlüpften Jungtiere sieht sie als Zeichen dafür, dass sich die Tiere in Lübbenau sehr wohl fühlen. Bereits zum dritten Mal in Folge sei der komplette Nachwuchs „durchgekommen“. „Um diese Quote beneidet uns so mancher Zoo“, sagt Laura Schäfer stolz. Gemeinsam mit einer Kollegin könne sie die geselligen kleinen Zweibeiner individueller betreuen als viele Tierparks. Gleich zwei mit Salzwasser gefüllte Wasserbecken seien nicht unbedingt Standard in deutschen Zoos. „Die angewandte Filtertechnik entspricht der gleichen Qualität jener im Ozeaneum Stralsund“, so Axel Kopsch, Badleiter und Prokurist der Spreewelten GmbH. Die großen Bassins seien zudem an die natürliche Lebensform der ursprünglich aus Peru und Chile stammenden Vögel angepasst. Die Steinlandschaft ringsum bestehe aus original Lausitzer Granit. Doch alle Tiere können nicht in Lübbenau bleiben, seufzt Laura Schäfer. „Dann müssten wir hier jährlich

tatsächlich Züge an- und abfahren sehen. Geheimnisumwittert erscheint das in hellen Farbtönen gestaltete „Feenzimmer“, in dem Stimmen des Waldes säuseln und

anbauen“, schmunzelt die 27-jährige ausgebildete Tierpflegerin. Im Vorjahr trat der Pinguinnachwuchs die Reise in eine neue Heimat, den Zoo „Seoul Grand Park“ in Südkorea, an. Davor siedelten einige der Jungtiere in den Tierpark BerlinFriedrichsfelde über. 2015 ging die Reise für einige Pinguine ins Aquarium eines russischen Zoos. Zu den Attraktionen der faszinierenden „Spreewelten“ zählen aber auch zwei 118-Meter-Rutschen, Wellenbad und Strömungskanal sowie 14 Saunen, Hamam und Rasul. Schwitzen können Gäste hier beispielsweise auf einer Holzschaukel oder im „Salzstollen“, den Besucher wie ein Gradierwerk empfinden. Das Mikroklima kommt Atemwegen und Haut zugute. Besuchermagnet ist eine 200 Jahre alte Spreewaldscheune, die aus Burg nach Lübbenau

eine Baumskulptur direkt am Schlafgemach die Träume derer bewacht, die sich auf das Abenteuer einlassen. Im Quartier „Zwischen Wasser und Himmel“ entsteht durch parallele Spiegelwände die Illusion, das Doppelbett sei ein auf einem Fließ gleitender Spreewaldkahn. Neben den 11 außergewöhnlichen Zimmern bietet das alte Gemäuer auch Tourist-Info, Radverleih, Reisebüro und DB-Fahrkartenver-

umgesetzt wurde. Wo früher mal Traktoren standen, entspannen sich jetzt Saunagäste. Zweimal täglich heißt es in den „Spreewelten“: Showtime! Die Rede ist von Überraschungs-Aufgüssen, wie „Lord of the Dance“. Zur Performance zählten aber auch schon spanische Tänze, Hardrock-Einlagen und „Alien“-Gastauftritte. Für die individuellen Aufguss-Spektakel legen sich die Mitarbeiter übrigens persönlich ins Zeug. Dass die „Spreewelten“-Schwitzbäder sogar im Sommer gut besucht sind, wundert hier keinen. Erstens lade die „Spreewald-Landschaft“ im Außenbereich zum Relaxen ein. „Zweitens empfinden Gäste plus 30 Grad Lufttemperatur als regelrecht angenehm, wenn sie aus einer 90Grad-Sauna kommen“, lacht Saunameister Daniel Kendziora. Pinguin-„Mutter“ Laura Schäfer aus Cottbus hat indes gerade kein Ohr fürs Thema Sauna. Sie versorgt noch ein Tier, das bei der Fütterung zu kurz kam, mit Sprotten. „Wir gewöhnen die Tiere langsam daran, dass wir sie füttern. Sonst würden sie ihren Eltern noch ewig am Rockzipfel hängen“, lacht die sympathische Spreewälderin. Über ihre außergewöhnliche Arbeit in einem Freizeitbad befragt, antwortet sie kurz und knapp: „Ich hab' den besten Job der Welt!“

Spreewelten GmbH Alte Huttung 13 03222 Lübbenau C/12 Tel. +49 3542 894160 Fax +49 3542 894166 info@spreeweltenbad.de www.spreeweltenbad.de www.facebook.com/spreeweltenbad

kauf. Für Gäste der Pension „Spreewelten” gibt es Sonderkonditionen für den Radverleih und das Spreewelten-Bad. Spreewelten Bahnhof Lübbenau Bahnhofstr. 3d, 03222 Lübbenau Tel. +49 3542 889977 www.pension.spreewelten.de www.spreewelten.de www.spreeweltenbad.de C/12


Teichland • Neuendorf • Radusch

Von Aussichtsturm bis Zauberteppich … und mittendrin die Rodel-Bahn – lohnendes Ziel für Klassenfahrten, Ausflügler und Radwanderer Weitere Abenteuer-Tipps: E Sommer-Rodelbahn – 903 Meter E 112 Meter Reifentubingstrecke E 18-Loch Minigolf-Anlage E Talstation mit Kinderspielplatz E 2-Meter große Wasserbälle E Klettergarten mit Klettergiraffe und Kletterfelsen mit Wasserfall E Zauberteppich E Hängebrücke E Waldteich E Irrgarten E Aussichtsturm E Götterhain, geologische Uhr E Pension mit Frühstücksraum Öffnungszeiten ErlebnisPark: Sommersaison (1.4.-31.10) – Mo.-So. 10-19 Uhr; Wintersaison (1.3.-31.3. und 1.11.-30.12.) – Mi.-So. 12-17 Uhr

Götterhain, Aussichtsturm

Impressum Ferienmagazin „Seenland Oder-Spree” 2016/2017 Herausgeber: Große Verlag Das Ferienmagazin Anschrift: Bahnhofstraße 7 A 15711 Königs Wusterhausen Funk +49 172 3130783 Tel. +49 3375 277960 Fax +49 321 21271175 info@ferienmagazin.de www.ferienmagazin.de Redaktion: Rainer Große (v.i.S.d.P.), Dorle und Erich Bernig, Anna Große, Kerstin Große Texte: Jens Rümmler (www.ruemmlerjens.de), Manfred Mohr (www.agentur-zeesen.de), Rainer Große, Holger Becker, Inserenten

Grafik/Layout: Anna Große, Rainer Große, Herbert Thiele Vignetten/Illustrationen: Lisa Große, Peter Isensee, Andreas Mücke (Fontane-Karikaturen) Bildbearbeitung: Jan Scheffler, print professional Karten: © Ferienmagazin 2016; Trescher Verlag GmbH (S. 18) Fotos: Titelfoto: © Fotalia/ Ints Innenteil: Inserenten, Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V., Johannes Müller, Rainer Große (3, 7, 9, 15, 19, 23, 26, 27, 36, 39, 40, 44, 46, 47, 48, 49, 50, 55), Manfred Mohr, Jens Rümmler, Jan Scheffler, Lisa Große, Beate Wetzel, Steffen Herre (4), Janina Briesemeister (6), Jürgen Fiehne, Andreas Prinz, Johannes Müller (8), Amt Lebus (10), Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH/Toma Babovic, Andreas Beetz (11), Heimatverein MS, Strandhotel Buckow, Marius Jünemann (12), © Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin, MH Gärten der Welt, OleBader@sandwichpicker. com (13); www.kosmonautenzentrum.de (15),

Volker Weinhold 2014 (17), Rennbahn Hoppegarten, Sorge, Manthe, Gemeinde Hoppegarten (20), Skotniki (21), Manfred Kurth, Heimatverein, Manfred Jagnow, Rainer Bergholz (22), Somone Uthleb (23), Diana Bergmann, Kathrin Klippstein (24), © Comoran pictures (25), Fotoatelier Arnhardt (27), Bad Saarow Kur GmbH (30), © Beate Waetzel (31, 53), Wolfgang Uhl, Horst Brandshagen (33), Tourist-Information Storkow, André Emmerich (34), Archiv Gemeinde Golzow (35), Bundesarchiv, Bild 183-B0114-0008001 Foto: o. Ang I 14. Januar 1963 , Foto: Alexander Binder (35), Sielmann-Stiftung (36), P. Beck, J. Jürgens, Bildwerbung Lars Busam, S. Augustin, N. Schmidt, J. Jürgens (37), Stadt Beskow, MTZ (40), Sandra Ziesig (41), Bernd Geller, Andreas Tauber, TI Neuzelle (42), FOTOGRAFISCH-Juliane Mostertz (55), Wolfgang Schalow,Uwe Schlüter, Michael Pestel und Inga Kleinschmidt,, Manfred Schürmann, Edda Bräunling, Detlev Grunert, Anne Kaastsch, Jana Zahn, Samantha Dietmar/www.lalu-creation.com, Wolfgang Schalow, Scheitzenbach, Hoffmann, Manthe, Ulrich

Herausgepickt: Auf zur Klassenfahrt der besonderen Art! E Angesprochen sind Schulen und Schulklassen, aber nicht nur die. „Wir bieten gemeinsam mit Vattenfall die Kombination aus Wissenswertem über die Energiegewinnung und abwechslungsreichen Stunden im ErlebnisPark Teichland auch für Firmen und interessierte Gruppen an“, erklärt Geschäftsführer Steffen Dubrau. Auf Erst- bis Achtklässler und andere Wissbegierige warten zunächst Tagebautouren oder Kraftwerksführungen. Danach geht es in den ErlebnisPark an der Bärenbrücker Höhe unweit des Braunkohletagebaus Cottbus-Nord. Dort kann man nach dem Wissensdurst auch den Hunger stillen und die Attraktionen für Groß und Klein ausprobieren.

ErlebnisPark Teichland Zum Erlebnispark 1 03185 Teichland OT Neuendorf F/12 Tel. +49 35601 909023 info@erlebnispark-teichland.de www.erlebnispark-teichland.de Für Navigationsgeräte: Ort: Teichland Straße: Zum Schießplatz

Simmat, Karsten Nitsch, Lutz Kittner, Thomas Grünholz, Toma Babovic, Krusche, Marc Bernot, Frank Sorge, Anne Kaatsch, Edda Bräunling, Anett Rietz, Enrico Mevius, Lena Schmidt, Dietmar Seidel, Naturparkarchiv Dahme-Heideseen, Sorge, Hermann Kaiser, Peter Tiedt, Uwe Schlüter, Gabriele Mahlkow, Lutz Werner, Giselher Eder, Kay Nöthel, Dirk Hertam, J. Möbius, K. Knoch, M. Lewin Auflage: 60.000 Druck: Druckerei Vetters, Radeburg, www. druckerei-vetters.de Es gilt die Anzeigenpreisliste „Mediadaten 2010/11”. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Für den Inhalt der Anzeigen zeichnen die Inserenten verantwortlich.

Bitte beachten: Terminen im Heft sind Änderungen vorbehalten. Karten erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit, sie dienen der Anschaulichkeit. Verteilung der Ferienmagazine: kostenlos Nur bei Bestellungen über www.ferienmagazin.de wird eine Schutzgebühr von 1,50 Euro erhoben. Mehr Infos: www.ferienmagazin.de

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Besucher kommen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen – Familien, Kindergarten- und Schulklassen, Radler vom nahen „Gurkenradweg” oder der „Niederlausitzer Bergbautour”, Gäste, die hier Kindergeburtstage und Abenteuer erleben wollen. Mittendrin die beliebte Sommer-Rodel-Bahn, mit der vor sechs Jahren die Freiluft-Unterhaltung für die ganze Familie in der Niederlausitz-Gemeinde Teichland ihren Anfang nahm. Das Rodelvergnügen komplettieren inzwischen Monsterroller (Rollerfahrten über Geländestrecken), Tubingbahn (Talfahrten mit Reifen), Elektro Racer (elektrisches Kinderfahrzeug), Bungee Trampolin (für gefahrlose Sprünge) und andere Angebote wie das Eisstockschießen, dank einer Kunststoff-„Eis“bahn sommers wie winters möglich. * Wer es gemächlicher mag, für den lohnen ein Blick auf die geologische Uhr, ein Spaziergang auf dem Pfad der kleinen Götter oder ein Test der Höhentauglichkeit auf der Hängebrücke. Alle, die anstrengendere Wege nach oben bevorzugen, werden vom Kletter-Anfänger bis zum Profi an der 16 Meter hohen „Giraffe“, einem internationalen WettkampfKletterfelsen, fündig. * Etwas Besonderes lässt sich das Erlebnis-Park-Team stets Ostern, zum Kindertag und beim Sommersaison-Ausklang am 31. Oktober einfallen. Da ist eine komplette Osterhasenfamilie zu Besuch, werden im Park Ostereier gesucht. Die Kinder feiern ihren Tag mit einer MottoParty inklusive Feuerwehr. Und zu Halloween sorgen Dutzende Kürbisgesichter für das passende Ambiente.


Hornow

Glück zum Essen Schokolade von Felicitas lässt Genießerherzen höher schlagen lerei gleich selbst als Chocolatier probieren. Die Auswahl an verschiedenen Kursen ist groß: Von einer Schokoladen-Verkostung bis zum vierstündigen Pralinenseminar kann sich der Interessierte mehr oder weniger intensiv mit Schokolade beschäftigen. Auf den 1.000 Quadratmetern neu erbauter Veranstaltungsfläche findet sich auch ein Tagungs- und Veranstaltungsraum, ausgestattet mit moderner Technik, eingerichtet in warm-weichen Farbtönen. Im gemütlichen Schoko-Kino läuft regelmäßig ein Film mit Hintergrundwissen zur Schokolade, zu den belgischen Firmengründern und Felicitas. Der Hingucker im Café sind die großen Lampen in Form einer Kakaobohne. Durch die weiten Glasscheiben fällt der Blick direkt ins Grüne. Auf dem Tisch dampft hauseigene Trinkschokolade, auch die Torten und das Eis kommen aus der eigenen Konditorei. Mit Streichelzoo und Spielwiese wird ein Ausflug ins SchokoLadenLand auch für die Kleinsten zum unvergesslichen Erlebnis.

Pralinenseminar

Goedele Matthyssen und Peter Bienstman (im Bild oben) können stolz sein. Ihr SchokoLadenLand Felicitas erinnert ein wenig an Schokoladenmanufakturen im belgischen Brügge, einer europäischen Hochburg in Sachen Pralinen und Schokolade. In ihrer Hornower „Werkstatt“ liegt ein Hauch Nostalgie in der Luft. Frauen mit Kopfhauben ähneln Schokoladenmädchen. Mit einem Lächeln auf den Lippen wiegen sie belgische SchokoRohmasse ab, zaubern in filigraner Handarbeit die Schokoladenspezialitäten.

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Mitmach-Schauwerkstatt Es ist eine belgisch-brandenburgische Erfolgsgeschichte: Seit 1992 kommt aus dem idyllisch gelegenen Hornow das Glückselixier Nummer 1: Schokolade. Frische Pralinen, ausgefallene Schokoladenfiguren und individuelle Gestaltung mit viel Liebe zum Detail lassen die Her-

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zen von Schokoladenfans höher schlagen. Ziel aller Gäste ist das neue SchokoLadenLand, eine Erlebniswelt rund um Schokolade. Hier reihen sich in antik anmutenden Holzregalen verschiedenste Schokoladenfiguren aus Vollmilch-, Zartbitter- oder weißer Schokolade aneinander. Egal ob Osterhase, Weihnachtsmann, Sportler, Wildschwein oder Hochzeitspaar: alle bestehen aus bester belgischer Roh-Schokolade und sind in Handarbeit gefertigt. In der Pralinentheke stehen feinste Pralinen ordentlich hinter Glas sortiert, rote und weiße

Schleifenbändchen zieren liebevoll verpackte Geschenkesets. Es gibt sogar Porzellantassen mit einem eigens für Felicitas gezeichneten Schokoladenmädchen. Die Mitmach-Schauwerkstatt ist das Herzstück des SchokoLadenLands. Hier kann man sich beim Erlebnis Schokoma-

Herausgepickt: E Mitmach-Schauwerkstatt E individuelle Schokoladengestaltung nach Wunsch in der Schauwerkstatt vor Ort E Pralinenseminare E Schokoladen-Workshops E Werksverkauf E Schoko-Kino E Felicitas-Café E hauseigene Konditorei und Eisproduktion E Kindergeburtstage, Schokomalerei E Auch für Tagungen, Firmen- oder Familienfeiern buchbar E Streichelzoo und Spielewiese

Confiserie Felicitas & SchokoLadenLand Dorfstraße 15, 03130 Hornow Tel. +49 35698 80555 49 info@confiserie-felicitas.de D/0 www.confiserie-felicitas.de Gruppenanfragen: event@confiserie-felicitas.de Ganzjährig geöffnet: Mo. bis Sa. 8-18 Uhr So. 14-18 Uhr (nicht geöffnet an Brandenburger Feiertagen)


Das Ferienmagazin

Viele Leserbriefe erreichen uns das Jahr über. Am meisten freuen wir uns, wenn die Ferienmagazine als verlässlicher Reisebegleiter bei Lesern gut ankommen.

Post ans Ferienmagazin

Erst schmökern, dann starten…

Im Oberlausitz-Heft wird u. a. der Saurierpark in Bautzen (s. auch Rückseite) beschrieben. Vom Seenland aus nur ein Katzensprung – unser Tipp: ein Ausflug lohnt sich!

Wer im Osten Deutschlands Neues entdecken, sich dabei erholen oder gut unterhalten will, für den lohnt sich ein Blick ins Ferienmagazin.

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Toll, diese Dinos!

Sagenhafter Saurierpark: Staunen im neuen „Mitoseum“ Gerade plaudern wir noch voller Vorfreude über Urzeitechsen, Dinos & Co., da stockt uns plötzlich der Atem. Was für ein Gigant steht da vor uns. Der Riese ist offenbar ein Vorbote des spektakulären Saurierparks: 22 Meter hoch und über 70 Meter lang, noch größer als die Dinosaurier im „Gehege“ der Urzeitechsen dahinter. „Mitoseum“ heißt der kolossale elliptische Bau (s. Zeichnung oben) – es ist das neue Eingangsgebäude des Saurierparks. Mitoseum leitet sich von Mitose, der Zellteilung, ab. Deren sechs Phasen sind am Bau ablesbar – für uns im Moment noch eine Vision am Computer, in Kleinwelka bereits im Bau und im Sommer 2016 Wirklichkeit. Eine weite Galerie wirkt wie ein überdimensioniertes Café mit Panoramablick. Vorn steht der erste riesige Dino. Hat der sich nicht gerade bewegt? 15 Meter ist das Urviech

groß. Vor runden 65 Millionen Jahren starb es aus. Was für ein spannender Mix aus Wissensvermittlung, Historie und Gaudi! Jetzt geht’s aber in den Saurierpark mit seinen über 200 Urzeittieren. Erst durchs Revier, dann in die geheimnisumwitterte „Forschungsstation“, die hier „Vergessene Welt“ heißt. Erst vibriert die Erde, dann brüllt uns ein Dino an. Gott sei Dank nur aus der versteckten Tonbox. Mal sehen, welche Überraschungen da noch auf der Lauer liegen. Wir sehen immer wieder Kids mit

GPS-Gerät und Kopfhörer am Ohr. Es handelt sich um den neuen Audioguide, mit dem kleine Gäste die Dino-Welt noch besser entdecken können. Beim Rundgang lauschen Mädchen und Jungen dem Hörspiel mit „Fossilia“ und de-

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ren Onkel, „Professor Erdbuddler“. Der ist der Experte schlechthin und erklärt seiner Nichte an 21 Saurierpark-Stationen Details und Szenen, die man ohne Guide gar nicht so beachtet. Beispielsweise den hungrigen Allosaurus, der sich an einen jungen Barosaurus heranwagt. „Coole Idee mit der witzigen Fossilia und ihrem schlauen Onkel“, findet der kleine Bastian. Das GPS erkennt übrigens alle Orte im Park, sobald man sich dorthin bewegt. Wir haben’s selber ausprobiert. Sie auch Umschlagseite 4! Tipps: E Riesenrutsche auf Augenhöhe mit den Dinos E Darstellung von 130 Dinosaurierarten, darunter ein 15 Meter großer Brachiosaurus E 8-Meter-Kletterwand, Wasserspiel mit 6 Meter hohem Geysir, Wissensrallye E Angebote für Kitas, Schulen und Familien E An der Kasse Hörspiel-Parkführer für Kinder und Erwachsene (3 Euro / auch für zwei Besucher gleichzeitig) Saurierpark Saurierpark 1 OT Kleinwelka, 02625 Bautzen Tel. +49 35935 3036 C/3 info@saurierpark.de, www.saurierpark.de www.facebook.de/saurierpark Öffnungszeiten Saison: 25.3.-31.10. 2016

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In unserem Freizeitpark bei Dresden werden die Giganten der Urzeit wieder lebendig. Begegnen Sie dem riesigen Brachiosaurus, dem Furcht erregenden Tyrannosaurus und vielen weiteren Arten. Außerdem warten abenteuerliche Kletterattraktionen, eine Ausgrabungsstätte, die Vergessene Welt und viele aufregende Spielwelten auf alle Entdecker. Demnächst eröffnen wir unser außergewöhnliches Eingangsportal – das Mitoseum. Dieses ist der Zellteilung nachempfunden und überrascht mit neuen Attraktionen. Sie dürfen gespannt sein!

Über 200 Saurier Kletterfelsen Riesenrutsche Kletterurwald Saurierpark 1, 02625 Bautzen OT Kleinwelka A4 Dresden – Görlitz, Abfahrt Salzenforst Telefon: 035935 3036 · E-Mail: info@saurierpark.de Anfang April – Ende Oktober täglich 9 – 18 Uhr. (Juli/August: 9 – 19 Uhr)

facebook.de/ saurierpark

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