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Architektur Felix Bard ou


Inhalt

TUB - Nahversorgung und Stätdisches Wohnen - Berlin

TUB - Urban Steel - Wohnungsbau - Berlin

HCU - Wohnkubus 6x6x6 - Weimar

NAK - Ausführungsplanung | zwei Projekte

NAK - Grundschule „Auf dem Hagen“ Empelde | Ronnenberg

Zeichnungen


Nahversorgung und Stätdisches Wohnen - Berlin Diese Arbeit stellt sich zur Aufgabe die provinziell anmutenden Supermarktbebauungen aus der Stadt zu verbannen und an deren Stelle eine robusten Stadtbaustein zu platzieren der einen Supermarkt, Büroflächen und Wohnungen beherbergt. Nach Aussage des ehemaligen Bausenators Geißler fehlen in Berlin rund 100.000 m² innerstädtische Grundfläche zum Wohnen. Die Bestandsaufnahme der überbaubaren Supermärkte innerhalb des Berliner S-Bahnrings ergibt eine Grundfläche von etwa 60.000 m².


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Erdgeschoss

Am Maybachufer 32-36 befinden sich zur Zeit ein Aldi- und ein Lidl -Supermarkt auf einem Grundstück mit 5000m². Dank der üppigen, quadratischen Parzelle ist an dieser Stelle eine typologische Studie entstanden. Die als Stützenbau ausgeführte Erdgeschosszone soll ein möglichst breites Spektrum an flexiblen Nutzungen schaffen. Frei von jeglichen Stützen ist der innen liegende Supermarkt. Nur durch ein Oberlicht belichtet bietet der Supermarkt 1296 m² Verkaufsfläche, kann aber auch bei einem Versorgungsüberangebot umgenutzt werden.


1. Obergeschoss

Das Dach des Supermarktes stellt gleichzeitig den Innenhof der darüber liegenden Wohngeschosse dar. Durch die benötigte Flexibilität des Erdgeschossen und der daraus resultierenden Anforderung der Stützenfreieheit, ist eine aufgelöste Tragstruktur entstanden die als Gewerbegeschoss dient. Das Loch in der Mitte dieses Stockwerks verbindet alle Ebenen.


3. Obergeschoss

4. Obergeschoss

Im ersten Wohngeschoss angekommen, kann der Bewohner über den Laubengang seine Wohnung erreichen. Die 45° Stellung der Fassade im Laubengang ermöglicht es neben der Erschließungsfläche, auch Aufenthaltszonen vor den Eingangsbereichen zu legen. Untypisch für Laubengänge, erreicht der Bewohner sein Zuhause über eine Tür die den Mittelpunkt seiner Wohnung markiert. Die Innenhoffassade ist durch das verspielte Vor- und Zurückspringen der Fensterschicht und der Balkone komplex und verweist auf den belebten Hof und dessen Nutzung.


Urban Steel - Wohnungsbau - Berlin Das betrachtete Grundstück stellt die Berolinastraße 7 in Berlin dar. Die Berolinastraße ist zum Einen ein von groß-maßstäblichen, Solitären Wohngebäuden der 60er Jahre dominierter Straßenzug, der parallel zur Karl-Marx-Allee verläuft. Zum Anderen rahmt sie ihren Namensstifter, das ehemalige Berolinahotel (heute Rathaus Mitte und das betrachtete Grundstück, städtebaulich ein.


Schwarzplan Textur 1:5000


4. Obergeschoss

Das geplante Gebäude ist programmatisch an die Idee des in den achtziger Jahren vorgesehenen Komplexzentrums angelehnt und bietet im Erdgeschoss eine öffentliche Nutzung: Eine Turnhalle, deren Notwendigkeit durch eine konkrete Bedürfnislage der angrenzenden Schule gegeben ist. Darüber erstreckt sich eine fünfgeschossige Wohnnutzung mit 10 Wohnungen pro Geschoss. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 45 und 160 m2. Alle Wohnungen sind stets stützenfrei und ihre Grundrisse lassen sich als frei bespielbar charakterisieren.


Ein umlaufender 2 m breiter Balkon, der vielerorts betreten werden kann, rahmt das Gebäude ein. Die eingestellten Wände der Grundrisse orientieren sich stets quer zur Fassade und lassen so maximalen Lichteintrag zu. Allen Wohnungen ist der Gegensatz aus kompakten dienenden Räumen und großzügigen, freien bedienten Räumen gemein. Die dienenden Räume sind stets streng funktional, dem Kern oder der Mittelachse des Gebäudes angegliedert. Das Gebäude äußert sich als äußerst transparentes Gebäude.


Die Kombination aus Stahl und Glas vermittelt eine Leichtigkeit, die dem System des Stahlbaus immanent ist. Eine ausschließlich auf Zug beanspruchte Fassade lässt sehr große Glasflächen unter Verwendung feinster Profle zu und entwickelt eine Transparenz, die der Lochfassade der umgebenden Plattenbauten der 60er Jahre entgegenwirkt und Hinweise auf die ebenfalls artfremde Grundrissform der Innenräume gibt.


Wohnkubus 6x6x6 - Weimar Der Kubus steht an einem leichten Hang an der Ilm in Weimar. Er bietet Platz für ein bis zwei Personen und misst jeweils 6 Meter in der Breite, in der Tiefe und in der Höhe. Das Entwurfsprinzip basiert auf sich überschneidenden Kuben. Die Differenz der Schnittflächen bilden die Wohnflächen, in den Eckpunkten befinden sich die Sanitärräume und der Treppenantritt.


Die Anordnung von opaken und transparenten Flächen ermöglicht es zu jeder Tageszeit ausreichend Licht in die Räume zu leiten, da sich die Fassade des Gebäudes geschossweise in jede Himmelsrichtung orientiert. Gleichzeitig entstehen durch die Versetzung der Kuben Balkon- und Terrassenflächen die das Gebäude nach außen öffnen.


Lagergebäude - Brandenburg Das etwa 1000 qm große Lagergebäude ist aus Betonfertigteilen in Sandwichbauweise geplant und weist einen hohen Sicherheitsstandard auf. Die Besonderheit des Eingeschossers liegt in der Gründung mit Schaumglasschotter und einem Flachdach, das aus ästhetischen Gründen keine Attika aufweist. Die Planung des Regenablaufs ist sehr aufwendig gestaltet, da die Fallrohre in der Wetterschalenebene liegen und die Rinne kaum Platz zwischen Decke und Fassade hat. Nachdem das Gebäude zwei mal ausgeschrieben wurde, entschied man sich, es in Poroton umzuplanen und somit Kosten zu sparen. Der Arbeitsaufwand betrug etwa 6 Monate.


Haus der Gesundheit - Berlin Das Gebäude ist ein Erweiterungsbau vom Unfallkrankenhaus Berlin Marzahn. Es handelt sich größtenteils um Räumlichkeiten für Schulungen und Seminare. Der zweigeschossige Betonbau ist in der Horizontalen zwei geteilt, wobei das komplette untere Geschoss aus vorgehängten Ziegeln geplant ist. Der obere Teil hebt sich klar ab, mit seinen vorgehängten Blechpaneelen und großen Fensteröffnungen. Der Platz zwischen Abhangdecke und Trapezblech im 2. Obergeschoss ist für die notwendigen Belüftungskanäle und Leitungen in dem Komplex. Auf der Straßen-abgewandten Seite ist eine Garage für Krankenwagen geplant. Im oberen Geschoss weist das Gebäude eine großzügige Terrasse für Gäste und Angestellte auf.


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Grundschule „Auf dem Hagen“ Empelde | Ronnenberg Eine neue Schule im Einklang mit der Umgebung und mit neuen Konzepten des Lehrens sind die Ziele des Entwurfes. Das geplante zweigeschossige Gebäude mit integrierter Sporthalle und zwei Innenhöfen entwickelt sich als kompaktes Volumen aus den -./0"12%&"'((()(*(3,,, umgebenden Schul- und Sportensembles der Marie-Curie-Schule heraus. Durch eine klare formale Sprache, sowie die Setzung auf dem Gelände beruhigt der Baukörper des Schulneubaus die heterogene städtebauliche Umgebung und lässt viel Raum für die erforderlichen Freiflächen.


Durch die beiden versetzt angeordneten Innenhöfe entstehen besondere Ein- und Ausblicke; sie erleichtern die Orientierung im Gebäude und bieten zugleich vielfältige Sichtbeziehungen und differenziert nutzbare und natürlich belichtete Flur- und Schaltbereiche. Durch die Höfe werden ruhige Freibereiche zum Lesen, Lernen und Verweilen geschaffen. Das Gebäude ist in konventioneller Bauweise mit Halbfertigteilen geplant. Die Ausformung des Baukörpers ergibt einen optimalen Hüllflächenfaktor, der den zu erwartenden Energieaufwand minimiert. Die verwendeten Materialien wie Ziegel, Beton und Holz gewährleisten ein ressourcenschonendes Gebäude.


Zeichnungen


2019

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