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OBERNDORF

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Herbst 2015

Einrichtungen Schule, Jungschar, Bauhof

Vereine Neuigkeiten & Aktivitäten

Wirtschaft Betriebe stellen sich vor

IS ArT G..R nicht .abe nst! umso

Sommerrückblick · Interviews · Veranstaltungen Regionale Spezialitäten · Gastrotipps und vieles mehr ...


editorial

OBERNDORF MAGAZIN

Willkommen zur Herbstausgabe!

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uhuuu, das erste „Radl“ ist geschafft. Stolz dürfen wir euch heute Nummer 4 des Oberndorf Magazins präsentieren. Bedanken möchten wir uns für viele feine Rückmeldungen und für tolle Zusammenarbeit auf vielen Ebenen. Als wir im Dezember 2014 mit der Erstausgabe starte­ ten wussten wir nicht, was uns erwartet. Gibt’s genug zu berichten? Gibt’s genug Firmen, die inserieren wollen? Firmen, die auf Werbung bzw. Marketing Wert legen oder uns durch ihr Inserat einfach in unserer Arbeit unterstützen wollen? Wird das Magazin ge­ lesen oder landet’s flott beim Altpapier? Fürs Erste können

Hannes Nothdurfter Redaktionsleitung

wir vieles positiv beantwor­ ten und starten im Dezember in unser zweites Jahr. Durch das persönliche Aus­ tragen können wir aktuell sein. Sobald die druckfrischen Magazine ankommen geht’s gleich ans Verteilen. Sollte wider Erwarten kein Magazin vor eurer Haustür landen, sind Exemplare direkt bei feiner­ werben, beim Oberndorfer Postpartner oder bei der Gemeinde erhältlich. Wirtschaftlich ist Oberndorf breit aufgestellt. Ein wichti­ ges Standbein ist jedenfalls der Tourismus, der uns mehr oder weniger alle betrifft. Mit Gernot Riedel, Geschäfts­ führer der „Kitzbüheler Alpen“ haben wir uns zum

Anna-Maria Schipflinger Redaktion

Tanja Hechenberger Redaktion

Sommergespräch getroffen. Gernot ist auch einer der Hauptinitiatoren des Spartan Race, das im Spätsommer Oberndorf bewegt hat und in aller Munde war. Aufgrund der überwiegend positiven Resonanz von allen Seiten steht einer Neuauflage 2016 so gut wie nix im Wege. Natürlich widmen auch wir dem Rennen eine Doppelseite mit dem Fokus auf die vielen teilnehmenden und vor allem mithelfenden Oberndorfer. Auch sonst hoffen wir, dass bei unseren Herbstthemen viel dabei ist, das interessiert und Freude beim Lesen berei­ tet. Einen traumhaften Herbst 2015 wünschen Anna, Tanja, Hannes und Steff

Stefan Feiner Herausgeber, Layout & Grafik


OBERNDORF MAGAZIN

4 Kids & More

Schulstart, Zahngesundheit, Jungschar

6 Sommer-Rückblick

mit Spartan Race Special und Interview mit Gernot Riedel

12 Hinter den Kulissen Das Team vom Bauhof 14 Sportler im Fokus

Hans Luftensteiner, Adrian Gosch

Land und Leute

16 Persönlich

Interview mit der Soko Kitz Gräfin Andrea L‘Arronge

Tradition, Vereinsleben, Feste und Spezialitäten

20 Aus der Region

Die besten Produkte aus Oberndorf

22 Gastro-Tipps 26 Vereine Schützen, Tennisclub, Fußballclub, Landjugend

30 Veranstaltungen

Oberndorf im goldenen Herbst

32 Tradition & Geschichte Die Zaggl Lisl, Tiroler Erbhöfe

36 Zahlenspiele

Zahlen & Fakten über Oberndorf

Spartan Race Special + Interview mit Gernot Riedel, Geschäftsführer der Ferienregion

38 Schlusslichter

Der „ODillion“, in eigener Sache

Oberndorf Magazin Nr. 4 · Herbst 2015 · HerausgebeR und Gestaltung: Werbegrafik Stefan Feiner, Oberndorf, www.feinerwerben.com Redaktion: Hannes Nothdurfter, Tanja Hechenberger, Anna Schipflinger · TITELBILD: Sportograf GmbH Co KG (Spartan Race) · www.sportograf.com Fotos: Hannes Nothdurfter, Tanja Hechenberger, Anna Schipflinger, Sabine Trabi, Hermann Rauter, Vereine, Kitzalps, shutterstock und lt. Bildnachweis


Kids & More

Oberndorf Magazin

Die Volksschule Oberndorf öffnete wieder ihre Pforten

22 Erstklassler hatten ihren ersten Schultag mit Klassenlehrerin VOL Barbara Bosin. Bereits im Frühjahr kamen die Kinder zwei Mal zur Probe in die Schule. Insgesamt gehen 78 Kinder in die Oberndorfer Schule. 51 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren werden im Kindergarten in drei Gruppen betreut. Auch in Hort und Kinderkrippe begann ein neues Jahr. Beide werden im Herbst in das neue Haus umziehen. Wir berichten in unserer nächsten Ausgabe.

Zahngesundheitsvorsorge „Lächeln ist die eleganteste Art dem Gegner die Zähne zu zeigen!“

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esunde Zähne – wichtig für die Entwicklung der Kinder und bis ins hohe Alter ein Stück Lebensqualität – sowie Eigenverantwortung und Bewusstsein für die eigene Mundgesundheit sind das Anliegen der Zahngesundheitsvorsorge des avomed in Tirol. Das Zahnprophylaxeprogramm betreut gezielt „vom 1. Milchzahn an“ bis zum 10. Lebensjahr die Tiroler Kinder. Ziel dieser intensiven Betreuung ist, dass die Kinder die erlernten Ver-

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haltensweisen über die Volksschule hinaus beibehalten und der Zahnstatus somit weiterhin sehr gut ist. Die Tiroler 6-jährigen Kinder haben österreichweit die gesündesten Zähne! Damit das auch so bleibt, dafür sorgt an Kindergarten und Volksschule Oberndorf schon seit Jahren Eva Salcher mit ihrem Team. Finanziert wird die viermal jährlich durchgeführte Zahnprophylaxe vom Land und den Krankenkassen, auch die Gemeinde leistet einen Beitrag.


OBERNDORF MAGAZIN

Kids & More

Katholische Jungschar Vielfältige Erlebnisräume für Kinder, Gemeinschaft und Miteinander

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ie Jungschar ist die Kinderorganisation der Katholischen Kirche und gleichzeitig die größte Kinderorganisation Österreichs. Allein in der Erzdiözese Salzburg sind rund 7.000 Kinder in Jungschargruppen beheimatet. Bei der Jungschar können Mädchen und Buben positive Gemeinschaftsund Lebenserfahrungen machen. Die Jung­ schar unserer Pfarre wird seit 2012 von Monika Widmoser, Helga Daxer und Cornelia Trixl ehrenamtlich geleitet. Neben der Sternsingeraktion in der Pfarre stehen vor allem die regelmäßigen Gruppentreffen mit Spiel und Spaß, tollen Ausflügen und JungscharLager im Vordergrund ihrer Arbeit. Jungschar- & Ministrantenlager 2015 41 Kinder – 20 Oberndorfer und 21 aus St. Johann – folgten Anfang August der Einladung von Herrn Kooperator Roman Eder zum Jungschar- und Ministrantenlager nach Thalgau, der Heimatgemeinde unseres Seelsorgers. Unterstützung bekam er von den Betreuerinnen der Jungschar. Als Quartier wurde von der Gemeinde Thalgau der Turnsaal der NMS zur Verfügung

Monika Widmoser, Helga Daxer und Cornelia Trixl mit Kooperator Roman Eder

gestellt, wo die Nächte im Schlafsack verbracht wurden. Am Programm standen Wanderungen, der Besuch des Salzburger Doms inkl. Glockenturm, die Salzburger Festung, die Basilika Mondsee, die Freibäder Mondsee und Thalgau. Mit Basteln, Spielen, Klettern, Singen, Grillen und einer Schnitzeljagd mit Tombola wurde es nicht langweilig. Der Tag begann jeweils mit einem gemeinsamen Morgenlob und endete mit einem Abendlob. Auf diesem Wege möchten sich Kinder und Betreuerinnen der Oberndorfer Jungschar bei Herrn Kooperator Roman

Eder für die Organisation bedanken. Sie freuen sich schon jetzt auf ein tolles JUNGSCHAR-LAGER 2016! Die Treffen in der Pfarre Oberndorf finden 14-tägig, jeweils am Montag von 15:00 bis 17:00 Uhr im Pfarrhof statt. Teilnehmen können Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. In der Oberndorfer Jungschargruppe sind derzeit gut 25 Kinder. Neuzugänge sind jederzeit herzlich willkommen. Die nächsten Treffen sind am 12. Oktober sowie am 9. und 23. November 2015. Anmeldungen bei Monika Widmoser unter 05352/67022.

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Sommer-Rückblick

Oberndorf Magazin

Sommer-Rückblick

Letztmals nach dem Rechten schaute Didi Unterberger beim heurigen Dorffest. Für seinen langjährigen Einsatz erhielt er einen gut gefüllten Geschenkkorb sowie lebenslang geltende Dorffestgutscheine. Sein Nachfolger als OK-Chef ist Andreas Bombek.

16 Kinder beschäftigten sich in der 2. Ferienwoche mit dem Programmieren von Robotern, dem Gestalten eines Zeichentrickfilms und dem Erstellen eines Computerspiels. Zum 4. Mal fand in Kooperation mit IFIT (Institut zur Förderung des IT-Nachwuchses) der Roboter Workshop statt.

Fünf Hitzewellen gab es im extrem heißen Sommer 2015. Große Unwetter blieben Gott sei Dank aus. Ein heftiger Hagelsturm am 19. Juli nahm das Kirchendach allerdings so unter Beschuss, dass einige Schindeln ausgetauscht werden mussten.

Wenig Autos frequentierten im Sommer die Rerobichlstraße. Die Baumaschinen hatten das Sagen. Die Straße wurde saniert und präsentiert sich in neuem Glanz sowie als 30er-Zone bis zum Ortsende von Oberndorf. Bis zur Reinache ist dann Tempo 50 gestattet.

Am 30. August konnte Tischlermeister Sepp Hofer über 1.000 bestens gelaunte Besucher bei einem Tag der offenen Tür anläßlich des 30-jährigen Firmenjubiläums empfangen. Ein Höhepunkt war die abschließende Verlosung eines Skiurlaubes.

Highlights des Sommers 2015 waren die lauen, fast durchaus trockenen Freitagabende mit den verschiedensten Aus- bzw. Aufführungen unserer Musikkapelle in Zusammenarbeit mit Vereinen und Wirten.

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Sommer-Rückblick

Das war mein Sommer 2015

Katharina Harasser Sechseinhalb Wochen, neun Flüge, über 6.000 km Autofahrt, beeindruckende Landschaften, komische Vögel (mit Flügeln, aber auch auf zwei Beinen) und andere einzigartige Tiere, außergewöhnliche Städte, unendliche Weiten – The United States of America.

Sepp Adelsberger Bei uns ist im Sommer Hochsaison, da heißt es „Einibeißen“ – heuer war ich zum Beispiel in der Rerobichlstraße beim Asphaltieren im Einsatz, da haben wir Temperaturen gehabt von über 200 Grad von unten und über 40 Grad von oben!

Marco Exenberger 2015 war meine bisher beste Streckenflugsaison (Foto von den Dolomiten, Flugzeit 9 Std. 17 Min., max. Höhe 3.921 m). Wenn bei uns das Wetter stimmt, pfeife ich auf Urlaub am Meer, das Fliegen ist das Schönste was es gibt, unsere Berge sind der beste Ort dazu!

Marion Aufschnaiter Ich habe heuer das E-Biken entdeckt und 1.000 km auf den Tacho gefahren. Dabei habe ich Bergziele erreicht, von denen ich in den Jahren zuvor nicht einmal zu träumen gewagt hätte.

Petra Klingler Die Ernte war in diesem Sommer sehr gut, deshalb bin ich viel auf‘m Heukran g‘sitzt ... außerdem waren wir oft beim Opa auf der Alm und sind im Bergsee schwimmen gegangen.

Peter Grander Diesen Sommer hatte ich aufgrund eines Jobwechsels die Möglichkeit, mir eine Auszeit zu gönnen. Ich habe die Kitzbüheler Alpen in vollen Zügen genossen, war oft Erster am Berg und hab herrliche Sonnenaufgänge erlebt. Ab 1. Oktober geht‘s voller Elan im neuen Job bei den Gletscherbahnen in Kaprun los!

Ortsvertretung:

Richard Ziepl, Tel. 0650/6143900

Bezirksvertretung: Walter Strobl, Tel. 0676/82828108

Hans Schweigkofler Vor fast 35 Jahren war ich zu meiner Studentenzeit in Irland, die Reise war sozusagen ein Revival – die Insel wird ihrem Ruf als ‚die Grüne Insel‘ auf jeden Fall gerecht – saftig grüne Landschaften, schroffe Felsen, angenehme Atlantikbrise – Erholung pur!


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on durchtrainierten Spartanern wurde Oberndorf am zweiten Septemberwochenende gestürmt. Kaiserwetter zur Premiere des Spartan Race in Österreich.

Dorf. Schwimmbad. Hartsteinwerk. Penzing bis Stangl­alm. Bichlach. Ache. Wiesenschwang. Nur einige der Hot Spots. Für uns leider unmöglich, alle heimischen Teilnehmer und die unzähligen Freiwilligen der Oberndorfer Vereine zu dokumentieren. Hier eine kleine Bilderserie, Impressionen der mit über 3.000 Teilnehmern größten Veranstaltung der Kitzbüheler Alpen, bei uns in Oberndorf – mit dem Fokus auf die Oberndorfer. Resonanz der Teilnehmer: Traumhafte Kulisse. Super Wetter. Top Organisation, besonders die freundlichen Volunteers wurden gelobt. Fotos: Hannes Nothdurfter, Sabine Trabi, Kitzalps


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Tourismus

Oberndorf Magazin

„Einfach bärig“, so der Slogan der touristischen „Kitzbüheler Alpen“. Zum Sommergespräch bat das Oberndorf Magazin den Geschäftsführer unserer Region, Gernot Riedel.

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ernot Riedel ist Geschäftsführer der Region St. Johann – Oberndorf – Kirchdorf – Erpfendorf. Unsere Region ist eine von vier Gesellschaften (Hohe Salve, Brixental, St. Johann in Tirol und Pillerseetal) der Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH. Kernaufgabe der Vereinigung ist es, die Marke Kitzbüheler Alpen mit positiven Inhalten aufzuladen und bekannt zu machen um den touristischen Anbietern in der Region Wettbewerbsvorteile im Verkauf zu verschaffen. Rasch stellt sich heraus, dass durch die aktuelle Struktur der Namensgebung auch immer wieder Probleme auftreten können. Wir fragen nach, was damit genau gemeint ist. Gernot Riedel: „Es gibt leider vielfältige Markenirritationen. Aus meiner Sicht ist eine Marke nur gut, wenn sie klar und eindeutig ist und wenn’s im Kopf dann Kino spielt und eine Begehrlichkeit entsteht. Deshalb ist „Kitzbüheler Alpen“ ein zweischneidiges Schwert – grundsätzlich ist’s ein positiver Begriff, es geht um die Region um Kitzbühel und es geht um Alpen. Nur: Der namensgebende Ort ist nicht dabei. Ebenso decken sich die Orte, die touristisch als Kitzbüheler Alpen zusammengeschlossen sind, nicht unbedingt mit der geografischen Lage der Kitzbüheler Alpen. Dann nämlich wären Orte wie Kitzbühel oder Jochberg klar mit dabei. Hier hat man also permanenten Erklärungsbedarf.“ Damit’s noch verwirrender wird – gibt’s noch unterschiedlichste Zusammenschlüsse von Bergbahnen, die sich oft nicht mit Namen anderer Marken decken. Die „Kitzbüheler Alpen All Star Card“ wird beispielsweise von vielen Skifahrern geschätzt. Seitens der darin beinhalteten Bergbahnen wird leider

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kein Cent in die gemeinsame Bewerbung dieser Marke investiert. Gernot Riedel: „Würden alle einzahlen, dann würde es die Marke mit Kraft erfüllen und wir wären rundum einzigartig.“ Bewusst machen möchte Gernot Riedel die positiven Seiten von Tourismus wie die Bergbahnen, Loipen, Spielplätze, Schwimmbäder oder Veranstaltungen, die natürlich auch von allen Einheimischen sehr gern genutzt und gelebt werden. Gleichzeitig weist er auch auf die Kehrseite der Medaille hin. Klar, keiner ist begeistert über verstopfte Straßen oder überlastete Infrastruktur. Es bleibt trotzdem die Frage: Wo wären wir ohne Tourismus, wie würde unser Ort dann ausschauen? Gernot Riedel: „Tourismus geht uns alle an und wir alle können vom Tourismus profitieren. Ob direkt als Vermieter oder Gastronom oder indirekt als Handwerksbetrieb, Bank oder in vielen, vielen weiteren Branchen.“ Immer wieder versucht Gernot zu erklären, dass wir uns – vor allem im Kopf – von vielem verabschieden müssen und uns mit Neuem anfreunden sollten. Wir unterhalten uns lang und ausführlich über Skigebiet und Bergbahn. Gernot Riedel: „Fakt ist, dass im Skitou­ rismus rundherum aufgerüstet wird. Kitzbühel hat in den letzten 10 Jahren um die 200 Millionen investiert. Was haben wir investiert? Das waren grossteils Notwendigkeiten, aber die haben uns nicht weitergebracht. Wichtig – für St. Johann genauso wie für Obern­dorf – ist unser Skigebiet als Leitinfra­struktur, die Symbolwirkung nach außen hat. Alles, was da oben stattfindet – davon wird auch Oberndorf profitieren, der Berg muss im Sommer und Winter auf Vordermann sein, sonst haben wir

ein touristisch existenzielles Problem. Grenzen (zwischen Orten oder Verbänden) existieren ja nur in unseren Köpfen, dem Gast ist das ja egal. Ich muss immer wieder vor Augen führen, dass wir uns selber nicht so wichtig nehmen. Rücksicht nehmen müssen wir darauf, was der Gast will und braucht. Das ist der Kern des Tourismus.“ Für Oberndorf ist es ein Vorteil, zwischen zwei sehr bekannten Orten zu liegen, findet Gernot. Der in Oberndorf urlaubende Gast hat extrem viele Möglichkeiten in und um Oberndorf. Gernot Riedel: „Mir geht’s darum, das bestmögliche Ergebnis für unsere Region, aber nicht für bestimmte Orte, zu bringen. Mir ist wichtig, dass wir jeden Euro im Optimalfall auch zu 100 % für die Region zurückkriegen. Betriebe, die investiert haben, sind ja erfolg­reich. Die gibt es in jedem Ort, die erfolgreichen Betriebe, natürlich sind auch in Oberndorf viele Vermieter top.“ Es gibt kaum wirklich schlechte Standorte, nur das falsche Konzept. Der TVB könne keinem Unternehmer die Eigenverantwortung abnehmen. Das eigene Produkt muss tip top in Ordnung sein. Gernot Riedel: „Eine Unterkunft beispielsweise kann und darf nicht den Charme der späten 70er versprühen. Die Vermieter müssen investieren und am Puls der Zeit sein.“ Der Erfolg des Tourismus wird ja oft ausschließlich in Nächtigungszahlen gemessen und das ist laut Gernot absolut falsch. Denn weniger Betten bedeuten zwangsläufig weniger Übernachtungen, was zählt ist aber die Wertschöpfung. Klar, das mit den Betten ist allerdings ein Kernproblem von Oberndorf. Gernot Riedel: „Oberndorf hat Betten


Spartan Race - World’s Best Obstacle Race. GF Gernot Riedel und Obmann Dieter Jöchler bei der Österreichpremiere in Oberndorf · Foto: Kogler, Bezirkblätter

verloren, der Nachfragedruck ist nicht mehr da. Der Ort war immer von Kleinvermietung geprägt, in diesem Bereich war der Rückgang aus verschiedensten Gründen sehr groß. Auch das Inter­ esse des Oberndorfers, zu vermieten, scheint gesunken zu sein. Das ist aber generelles Schicksal der Privatzimmervermietung in Tirol.“ Letztendlich geht es Gernot Riedel vorrangig um Auslastung. „Die Auslastung in der Region in den letzten Jahren ist sogar gestiegen.“ Gernot Riedels Wunsch an die Oberndorfer Vermieter: „Es gibt hier leider ein weinendes Auge. Das Internet wird vor allem in Oberndorf oft schwach oder unzureichend genutzt, sowohl im Marketingbereich als auch bei der Frei- bzw. Verfügbarkeitsmeldung. Ich möchte hier an alle Vermieter appellieren! Jeder Tag, der da länger gewartet wird ist ein verlorener Tag. Das Geschäft von heute passiert im Netz. Die Homepage ist wie ein Schaufenster, in welches täglich tausende Kunden reinschauen ... ob einer seine Ware bzw. seinen Betrieb präsentiert oder nicht entscheidet jeder selber.“ Vermieterbetreuerin Sabine Reitsma kommt auch direkt zum Vermieter und schaut, dass sie es mit ihm verbessert. Sie ist jederzeit für Hilfestellung und Unterstützung verfügbar. Alles findet in St. Johann statt, hört man immer wieder mal von Oberndorfern. Was sagst du dazu? Gernot Riedel: „60 % der Einnahmen unserer Region kommen direkt aus St. Johann und der Prozentsatz wird noch steigen aufgrund neuer Betten. Lang und Klang zum Beispiel wird sehr ge­ schätzt, allerdings zu 100 % aus dem St. Johanner Ortsbudget finanziert!“

Im Rahmen des TVB-Budgets stehen den Orten auch Mittel für örtliche Aufgaben zur Verfügung. Gernot Riedel: „Nicht jeder Ort muss sich alles selber leisten. Früher hatte ja jeder einen eigenen Lift, ein eigenes Hallenbad, … Klotzen statt kleckern – als Region muss man heute Schwerpunkte setzen. In St. Johann, da es das Zentrum unserer Region ist, wird halt vieles stattfinden können, was woanders nicht funktioniert.“ Wir reden noch über dies und jenes, kommen darauf, dass es im Tourismus nicht unbedingt die „einfachen Lösungen“ gibt, die Thematik ist komplex. Gernot Riedel: „Im Tourismus und im Tourismusmarkt ist – wie in vielen anderen Branchen – sehr viel Dynamik. Was gestern noch hochaktuell war, ist heute schon veraltet und morgen oft schon gar nicht mehr brauchbar. Die aktuell größte Veranstaltung in Oberndorf ist sicher das Spartan Race. Wir bringen schon Dinge her, die im Ort umsetzbar sind und mit denen der Ort sich identifizieren kann. Partytourismus zum Beispiel wird in Oberndorf nicht funktionieren, auch kein Kongresstourismus. Das Spartan Race ist ein punktueller Akzent, um neue Leute herzubringen sowie die Sommersaison zu verlängern. Es ist ein bewusstes Signal Richtung Oberndorf. Wir sind bereit, was zu tun, wenn’s realistisch ist.“

Aufgrund der Komplexität dieser Thematik gibt es in einer unserer nächsten Ausgaben Teil 2 des Interviews – wir bedanken uns für das informative Gespräch! Hannes Nothdurfter

Das Internet wird vor allem in Oberndorf oft unzureichend genützt.“

Gernot Riedel, Jahrgang 1969, maturierte 1989 und absolvierte im Anschluss den Tourismuslehrgang Klagenfurt 1991 mit Diplomprüfung. Seit 1993 ist er als Geschäftsführer von Tourismusorganisationen tätig, unter anderem beim TVB Fiss, bei Gasteinertal Tourismus und Wörthersee Tourismus. Als weitere Qualifikationen kann er einen Marketinglehrgang am MCI vorweisen. Zu seinen Hobbies zählen vor allem der Sport (Skifahren, Skitouren, Mountain­ biken, Wandern), sowie die Musik (Oberstufenprüfung am Landeskonser­ vatorium Klagenfurt im Fach Klarinette, Militärmusik Kärnten). Er ist Mitglied verschiedener Bands und wohnt mit seiner Lebensgefährtin in Maishofen.


Hinter den Kulissen

Oberndorf Magazin

Das Bauhof-Team W

as wäre Oberndorf ohne unsere Bauhofmitarbeiter – Jågg, Schnuggei, Engei und Peda!

gen und Friedhof, weiteres werden Gartenarbeiten an Grünanlagen und Wegen ausgeführt.

Früher konnte noch ein Gemeindearbeiter – der bei vielen noch bekannte und geschätzte Adelsberger „Helm“ Sepp – die anfallenden Arbeiten in unserem Dorf erledigen. Aufgrund der rasanten Siedlungsentwicklung und der damit einhergehenden Anforderungen an die Infrastruktur ist heute ein weit größeres Aufgabengebiet abzudecken. Unser Bauhofteam ist verantwortlich für Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an öffentlichen Einrichtungen wie Kindergarten, Krabbelstube, Hort, Volksschule und Schwimmbad, Spielplatz, Tennisplatz, Straßenbeleuchtun-

Insgesamt sind ca. 42 km Gemeindewege zu erhalten, da gibt es im Winter bei Streu- und Räumdiensten viel Arbeit, ein Arbeitstag kann schon mal starten, wenn Oberndorf noch schläft oder aufhören, wenn die letzten Feiernden ihren Heimweg suchen.

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Zu einer der Hauptaufgaben zählen Arbeiten rund um das Oberndorfer Wasser- und Kanalnetz. Dabei sind mehr als 25 km Schmutzwasserkanäle, sowie ca. 40 km Wasserleitungen instandzuhalten, es gibt 4 Kanalhebeanlagen. Das Oberndorfer Trinkwasser kommt zu ei-

nem kleinen Teil von einer Quelle unterhalb der Müllneralm ‚der ‚KoasarabergQuelle‘ – der Großteil wird aber aus Grundwasser gewonnen. Die Trinkwasserversorgung ist außerdem gesichert durch den Wasserverbund mit Kitzbühel, der Hochbehälter dafür steht zu Hasenberg und sichert die Versorgung der Ortsteile Hartsteinwerk, Schmiedboden, Hasenberg und das Gewerbegebiet weitere Hochbehälter: Dickat, Haslach, Adlern, Bichlhof. Drei Tiefbrunnen sind in Wiesenschwang, Eberhartling und Steinerbach platziert. Gab es vor Jahren verschiedene Lagerplätze in der Volksschule, in den Kellerräumen der Gemeinde oder im alten Feuerwehrhaus, so bietet nun der vor


fast 15 Jahren errichtete Bauhof in Wiesenschwang Platz zur Unterbringung der notwendigen Gerätschaften. Eine Werkstatt, Lagerräume, Büro sowie ein Aufenthaltsraum stehen zur Verfügung! Zum Fuhrpark des Bauhofs gehören vier Fahrzeuge: ein PKW Caddy, ein Pritschenwagen, ein Radlader und ein Traktor. Die Bauhofmitarbeiter rücken aus, wenn Not am Mann ist und stehen im Notfall - zB bei einem Wasserrohrbruch – fast rund um die Uhr zur Verfügung. Unsere Männer für alle Fälle haben verschiedene Berufe erlernt, üben aber weit mehr Tätigkeiten aus und haben einen umfangreichen Einsatzbereich!

Schnuggei – Matthäus Friedl seit 2003 im Dienst

Als Bauhofleiter und Wassermeister koordiniert er „sein“ Team, ist direkter Ansprechpartner für alle anfallenden Arbeiten. Neben Büroarbeiten, die die computerunterstützte Wassersteuerung mit sich bringt, hilft er aktiv mit, wo er gerade gebraucht wird.

Das Hauptbetätigungsfeld des gelernten Installateurs ist das Wasser. Schnuggei steht natürlich auch für alle weiteren Belange, die die Arbeit im Bauhof mit sich bringt, zur Verfügung.

Engei – Engelbert Gatterer seit 1999 im Dienst

Peda – Peter Edenhauser seit 2013 beim Bauhof

Sein Spezialgebiet ist das Kanalwesen. Zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes für das Kanalnetz Oberndorf/ St. Johann/Kirchdorf nimmt er sämtliche Schächte, Leitungen & Kanaldeckel (derer gibt es in Oberndorf fast 1.000!) auf, bewertet sie nach baulichem Zustand, saniert sie und tauscht sie aus.

Seit ca. 2 Jahren ist Peter im Bauhof im Einsatz. Es hat sich so ergeben, dass er meist dort zum Einsatz kommt, wo es um die Betreuung der Grünanlagen geht. Außerdem hilft er genauso überall dort mit, wo gerade Not am Mann ist.

Foto: Monika Sailer

Ein Bericht von Tanja Hechenberger

Jågg – Jakob Mühlbacher seit 20 Jahren im Dienst

Jupp – Josef Sailer Er war 26 Jahre lang bei der Gemeinde beschäftigt und genießt seit 2012 seinen wohlverdienten Ruhestand!

SAHID ein fleißiger Flüchtling aus Pakistan unterstützt seit geraumer Zeit unsere Männer vom Bauhof!


Sportler im Fokus

Oberndorf Magazin

Hans Luftensteiner

Dr. Adrian Gosch

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Hans Luftensteiner wurde mit der Luftpistole in der Klasse S3 bei der Österreichischen Meisterschaft mit der Tiroler Mannschaft Erster, sowie auch Bezirksmeister und Dritter bei der Landesmeisterschaft. In den Klassen „Sportpistole“ und „Standardpistole“ darf sich Hans seit Sommer 2015 Tiroler Meister nennen. „Der Schießsport fasziniert mich. Man muss 100 % konzentriert sein. Fehlt nur 1 %, dann ist’s schon vorbei“, so der ambitionierte Sportler.

Seine Erfolgsbilanz für 2015 kann sich sehen lassen! In seiner Altersklasse wurde er in Kitzbühel Tiroler Vizemeister im Sprint, 3. Platz bei den Tiroler Meisterschaften Olympische Distanz, Tiroler Vizemeister im Cross-Triathlon, 5. Platz Österreichische Meisterschaften Cross-Triathlon, 1. Platz SprintTriathlon Zell am See. In Walchsee hat er zuletzt in der Mitteldistanz die Age-Group EM-Qualifikation für 2016 geschafft. Sein Trainingspartner Andreas Hauser musste verletzungsbedingt in dieser Saison pausieren!

on einem nicht mehr ganz jungen, dafür umso sportlicheren Talent dürfen wir in der Herbstausgabe berichten.

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er einmal die Ziellinie überquert hat ist infiziert vom Triathlon! Für den Laien kaum vorstellbar – nicht so für Adrian.


Ihr Gutes Recht

Wem gehört der Grenzbaum?

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erbstzeit ist auch die Zeit des „Gaschtlns“ und damit auch des Schneidens von Bäumen und Sträuchern. Dabei stellt sich so manche rechtliche Frage, gerade wenn es um den Baum oder die Hecke an der Grundstücksgrenze geht. Laut Gesetz richtet sich das Eigentum an einem Baum danach, auf welchem Grund der Stamm aus dem Boden ragt und nicht nach der Lage der Wurzeln. Ragt nun ein Stamm genau auf der Grenze aus dem Boden, handelt es sich um den so genannten Grenzbaum. Ein solcher steht dann im Miteigentum der betroffenen Nachbarn. Diese können den Baum gemeinsam nutzen. Dabei wird sich im Normalfall jeder um seine Seite des Baums kümmern und die Früchte auf seiner Seite an sich nehmen. Jeder der Miteigentümer kann jedoch auch die Fällung des Baumes verlangen. Anders verhält es sich beim „Baum an der Grenze“, wenn also der Stamm auf einem Grund steht, Äste und Wurzeln aber in das Nachbargrundstück hineinwachsen. Hier kann der beeinträchtigte Nachbar zwar grundsätzlich keine Entfernung des Überhangs verlangen, jedoch können überhängende Äste und Wurzeln auf eigenem Grund selber entfernt werden. Dabei ist aber Vorsicht geboten. Der Baum oder Strauch darf keinen Schaden nehmen. Oft geht das nur, wenn ein Fachmann hinzugezogen wird. Überhängende Früchte dürfen dafür gepflückt werden, so lange man nicht auf den Baum steigt.

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Wenn durch den Überwuchs eine unzumutbare Beeinträchtigung wegen Entzug von Licht oder Luft entsteht und auch die zulässige Selbsthilfe keine Verbesserung mit sich bringt, dann besteht seit einiger Zeit die Möglichkeit, eine Klage gegen den Eigentümer des störenden Baums einzubringen. Es liegt nahe, dass gerade der Baum an der Grenze im Mittelpunkt nachbarschaftlicher Auseinandersetzungen steht. Erfahrungsgemäß kann das klärende Gespräch am Gartenzaun jedoch oft eine gerichtliche Auseinandersetzung verhindern.

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Persönlich

Lieber weniger und dafür g’scheit.

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Foto: Shanti


Oberndorf Magazin

Andrea L’Arronge Andrea L’Arronge – vielen besser bekannt als die „Gräfin“ von SOKO Kitz – kam am 7. April 1957 in München zur Welt und lebt nun schon seit geraumer Zeit am Rißberg in Oberndorf. Wir baten die Schauspielerin und Synchronsprecherin zum Interview. Von Anna-Maria Schipflinger

Frau L‘Arronge, wo haben Sie Ihre Kindheit verbracht? Ich hab‘ in München gelebt und auch wahnsinnig viel Zeit hier in Kirchberg verbracht, da meine Eltern dort eine Wohnung hatten. Als ich schon ein bisschen älter war, mit 15, war ich dann ein Jahr in Israel. Mein Vater war Kameramann beim Deutschen Rundfunk und hat im Auslandsstudio in Tel Aviv im Nahen Osten gearbeitet. Danach bin ich wieder nach München zurück. Wann und wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen? Das bin ich schon mit 8 Jahren. Meine Großmutter war Schauspielerin, meine Tante war Schauspielerin, mein Vater war wie gesagt Kameramann und da ist irgendwann eine Kinderagentin bei uns aufgetaucht und hat mich gefragt, ob ich mir nicht ein wenig Taschengeld verdienen will – und welches Kind hat damals zu so einer Frage schon „Nein“ gesagt? Dann ging‘s los, ziemlich rasch eigentlich. Bekamen Sie dann schon die ersten Rollen? Genau, die erste Geschichte war eine Werbung und dann ging’s wirklich mit kleinen Rollen los. Mit 10 habe ich eine der Hauptrollen in „Salto Mortale“ gespielt. Das war damals eine der berühmtesten Zirkusserien. Ein sogenannter Straßen­feger des Jahres 1967 – da waren die Straßen leer, wenn diese Serie im TV gelaufen ist. Wie heute bei einer Fußball-WM (lacht). Wie lange spielten Sie dort mit? Zwei Jahre. Wir haben mit dem Zirkus gelebt, sind damit rumgefahren. Das war eine tolle Erfahrung als Kind. Da war ich dann rettungslos verloren und hab gedacht, dass die Schauspielerei nur aus ganz viel Spaß und sonst nix besteht.

Woher kommt der Name L’Arronge? Das ist ein Hugenotten Name. Das waren damals evangelische Menschen, die verfolgt wurden und in der Bartholomeus Nacht – also ähnlich wie die Reichskristallnacht – sind alle geflohen. Viele aus Frankreich sind damals dann in Deutschland gelandet. Unter anderem in Berlin, dort sind die Wurzeln meiner Eltern. Seit wann sind Sie bei SOKO Kitz? Von Anfang an – seit 2001. Wie lange bleiben Sie noch dabei? Das steht in den Sternen. Momentan laufen die Verhandlungen für weitere zwei Jahre, ob die zustande kommen, werden wir im November erfahren. Was danach ist, kann ich nicht sagen. Dann bin ich schon über 60, da macht man dann wieder was anderes. Es wird kommen, wie’s kommen soll. Gibt es für Sie noch eine große „Wunschrolle“? Es gibt keine große Wunschrolle, sondern man wünscht sich als Schauspieler, dass man eine gute Rolle kriegt. Jede gute Rolle ist eigentlich eine Wunschrolle. Es gibt immer interessante Herausforderungen und die möchte man haben, ganz egal welche das sind. Haben Sie ein schauspielerisches Vorbild? Ja, als ich jung war, Romy Schneider. Ich hab‘ mit ihr auch viele Filme zusammen synchronisiert. Wenn sie sich selbst auf Deutsch synchronisiert hat, dann habe ich oft ihre Tochter oder ihre Freundin gesprochen. Ich hab‘ sie auch kennen gelernt, und Romy Schneider war auch sehr mit meiner Familie verbunden.


Persönlich

Oberndorf Magazin

Die zertifizierte Ayurveda-Spezialistin hat 2007 die Ölpflegeserie SHANTI ins Leben gerufen. www.shanti-cosmetics.com

Die Schauspielerin, Synchronsprecherin und Unternehmerin Andrea L‘Arronge in ihrer Wahlheimat Oberndorf.

Was ist Ihnen wichtig? Mein Privatleben ist mir sehr wichtig. Schönes Wohnen auch. Qualität – auch beim Essen und in der Kosmetik. So nach dem Motto „weniger ist mehr“. Das bedeutet „lieber weniger und dafür g’scheit“. Und das in allem, auch bei Kleidern oder Sonstigem. Ich bin kein großer Konsummensch. Man kann zum Beispiel sagen – bezogen auf Kitzbühel – meine Skischuhe sind ca. 20 Jahre alt, aber sie sind bequem. Auch im Hinblick auf die Umwelt ist das durchaus eine gesunde Sache. Früher hat man auch nicht alle fünf Minuten was Neues gekauft. Wenn man Qualität kauft, braucht man auch nicht so oft was Neues. Das ist beim Essen wieder was anderes, da muss man leider Geld dafür ausgeben, aber das ist etwas, wofür ich dann gerne Geld ausgebe, weil ich ja weiß, das ist mein Benzin. Je besser das ist, was ich in mich reintu‘, desto mehr Leistung kann ich bringen. Was verabscheuen Sie? Dumme Leute mit Hass und Neid.

Sie wohnen noch in Oberndorf, oder? Ja, am Rißberg. Was gefällt Ihnen an Ihrer Wahlheimat? Naja, das selbe wahrscheinlich wie euch allen – der Sonnenplatz, die Ruhe, die Weite im Blick – die man ja nicht in jedem Tal hat. Vor allem die Sonne von morgens bis abends, das ist was Wunderschönes. Und ein bisschen fernab vom Rummel in Kitzbühel. Wie gestalten Sie Ihr Leben außerhalb der Schauspielerei? Zum ersten hab ich eine kleine Firma für Naturkosmetik namens Shanti, und damit hab‘ ich den Rest der Zeit zu tun. Wir verarbeiten mittlerweile 55 Öle aus aller Welt auf der Basis von altem Wissen, ohne Konservierer. Das ist mein Baby und mein ganzer Stolz. Unsere Tochter ist schon erwachsen, die wird dieses Jahr 30. Die macht ihr eigenes Ding. Mein Mann und ich, ja, wir arbeiten zusammen und spielen gern Golf und fahren Ski. Alles was man halt hier gut machen kann. Werden Sie auch privat oft als Frau Gräfin angesprochen? Ununterbrochen. Hier in Kitzbühel ausschließlich. Ich glaube, manche haben auch Angst, meinen Namen falsch auszusprechen, da kommt Frau Gräfin einfach leichter über die Lippen. Aber das ist ja was Nettes (lacht).

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Eine kleine Schwäche? Ungeduld. Ihre Stärke? Ausdauer. Wenn ich was unbedingt will, kann ich lange hinterher sein. Was ist Ihr Lebensmotto? Shanti. Heißt auf Deutsch „Das höchste Glück, innerer Frieden“. Es ist kein Zufall, dass ich diesen Namen für meine Produkte gewählt habe. Denn das wollen wir ja alle für unser Leben finden. Wenn wir das gefunden haben, sind wir zufrieden und glücklich und da spielt Geld und alles andere auch keine Rolle. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Das alles ungefähr wenigstens so bleibt wie es ist. Dass man gesund bleibt, das ist schon mal das Wichtigste. Und die Zeiten verändern sich halt sehr. Dass man lernt, mit den veränderten Umständen zurecht zu kommen, wie zum Beispiel viele Asylanten und sicherlich nicht mehr die „fetten Jahre zu haben“… kleinere Brötchen backen. Sich besinnen auf‘s Wesentliche. Das sind meine Ziele. Vielen Dank für das nette Gespräch!


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GEHEIMTIPP Führendes Skigebiet bis 60 km Pisten

Gleich 13 Auszeichnungen in den verschiedenen Kategorien holte sich das Skigebiet in St. Johann in Tirol / Oberndorf bei der Bewertung durch skiresort.de und zählt nun zu den Geheimtipps für Skigebiete unter 60 Pistenkilometer

Foto: Gerhard Groger Gestaltung: SOFTCON.at

Genießen Sie auf insgesamt 43 Pistenkilometer unsere familienfreundlichen, breiten Abfahrten, umrahmt von der bezaubernden Perspektive auf das Bergmassiv des Wilden Kaisers. Für gute Laune bei kleinen Abenteurern sorgt diesen Winter die „Schneealmbande“, welche auf der Kanonen-Buckel-Piste ihr Unwesen treibt. Ebenfalls neu in diesem Winter ist die Beschneiung an den Eichenhofliften, welche schneesicheren Fahrspass für alle bringt.

at . n n a h o stj n e n h gba r e b . w ww 352 + 4 3 (0 )5 1 , T e l. : 2 g e w l, H o rn n in T ir o t. J o h a n S 0 8 3 A -6

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Aus der Region

Oberndorf Magazin

Die besten Produkte aus der Region

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Confiserie Greti

Rezept der Saison vom Sieglinde Gianmoena

Hauptplatz 2, 6380 St. Johann in Tirol Mobil +43 (0)664 911 07 15 schokolade6380@gmail.com • Falstaff Cafeguide 2015: Unter den besten Kaffees in Tirol, 5. Platz mit 88 Punkten (nominiert auch für 2016 – wir sind gespannt!) • Kräutertees und Liköre: Familie Haas/Auffach • Original Tiroler Prügeltorte: Familie Mader/Kramsach • St. Johanner Bauernhof-Eis: Familie Millinger/St. Johann • Kuchen, Kleinigkeiten & Cafe • Geschenke für jeden Anlass • Schokoladen von Valrhona, Confiserie Berger, Läderach, Wilder Kaiser Schokoladen, Rosi`s Alm Schokoladen, Dolfin, Coppeneur

MarillenSchokokuchen am Blech Einkaufsliste Zutaten für 4 bis 6 Personen: • 28 dag Butter • 28 dag Zucker • 6 Eier • 28 dag geschmolzene Schokolade • 24 dag Mehl • 1 Teelöffel Backpulver • ca. 1 kg Marillen So geht’s: 1. Eier trennen. Das Eiklar zu Schnee schlagen und mit 2 EL des Zuckers ausschlagen. 2. Die erweichte Butter mit dem restlichen Zucker verrühren, die Dotter nach und nach dazu rühren, bis die Masse schaumig wird. 3. Die geschmolzene Schokolade der Dottermasse beimengen. ACHTUNG: Die geschmolzene Schokolade darf nicht zu heiß sein! 4. Das mit Backpulver vermischte Mehl und den Schnee langsam mit dem Schneebesen unterheben. 5. Die Masse auf ein Blech streichen und mit Marillenhälften belegen. 6. Bei 180 Grad Ober-Unterhitze ca. 30 bis 40 Minuten backen. Gutes Gelingen!

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Gastrotipps

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Gasthaus Wiesenschwang Regionale Produkte & Spezialitäten der Jahreszeiten

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ie bereits 90-jährige Tradition des Gasthauses Wiesenschwang wieder aufleben zu lassen, ist das Anliegen der Geschwister Carolin und Sebastian Jentzsch.

Im gleichnamigen Ortsteil von Oberndorf gelegen, laden die gemütliche Lounge und Sonnenterrasse, der helle, freundliche Gastraum und das Stüberl zum Verweilen ein. Umgeben vom Wilden Kaiser und dem Kitzbüheler Horn ist jeder Gast gern gesehen und eingeladen, die abwechslungsreiche Kost mit Produkten aus der Region und den verschiedenen Spezialitäten der Jahreszeiten zu genießen. Das Gasthaus ist täglich – außer Dienstag – von 11:30 Uhr bis 23:00 Uhr geöffnet. Zum vielseitigen Angebot gehört wochentags ein Abo-Mittagessen für 7,00 Euro von 12:00 bis 14:00 Uhr.

Kontakt für Anfragen oder Reservierungen:

Gasthaus Wiesenschwang Bahnhofstraße 19, 6372 Oberndorf in Tirol Tel.: 05352/20205, E-Mail: wiesenschwang@gmx.at

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Oberndorf Magazin

Kramerwirt Das gemütliche Gasthaus in Oberndorf

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etra und Wolfgang mit Team bewirten bereits seit vier Jahren Einheimische, Gäste und alle, die gern gut und gemütlich essen und trinken im Oberndorfer Gasthaus Kramerwirt.

Wer eine traditionelle Speisekarte liebt is(s)t hier richtig. Außerdem werden täglich ab 17 Uhr frische Pizzen gebacken. Natürlich auch zum Mitnehmen. Viele Oberndorfer schätzen außerdem das ABOMenü beim Kramerwirt. Um € 6,90 kann man von Montag bis Samstag günstig und gut speisen und die Mittagspause genießen. Besonders beliebt sind Weihnachtsfeiern beim Kramerwirt. Warum? Die Kombination aus gutem Essen und Trinken sowie anschließendem Besuch in der stilvollen Bar nebenan kommt an. Bei Interesse empfehlen wir rechtzeitige Buchung! Das Gasthaus Kramerwirt hat auch im Oktober und November durchaus geöffnet! Im November 2014 wurde das Oberndorfer Preiswatten erfolgreich durchgeführt. Die nächste Auflage ist voraussichtlich am Samstag, 7. November mit Auslosung um 17:00 Uhr und Start um 18:00 Uhr. Freunde des traditionellen Kartenspiels können sich direkt vor Ort ab sofort bei Petra anmelden.

Gasthaus Kramerwirt Bahnhofstraße 1 · Tel. 05352/635 37 oder Tel. 0664/454 19 33 Öffnungszeiten: Montag – Samstag 10:00 – 14:00 Uhr und 17:00 – 22:00 Uhr, Sonntag ab 17:00 Uhr; die Bar ist bis 2:00 Uhr geöffnet

Das Paradies in den Kitzbüheler Alpen! Kreuzgasse 20 - 23 | Oberndorf in Tirol | Tel. 05352/62928 www.rosenhof-tirol.at | info@rosenhof-tirol.at

Gastrotipps


Gut zu Wissen

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Abenteuer Weinanbau in Oberndorf

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iese Kombination wirkt auf den ersten Blick exotisch. Dass dem nicht so ist zeigen Ruth und Manfred Heim.

reich läuft. Anleitungen und Tipps für einen professionellen Anbau holen sich Manfred und Ruth bei Hannes Jaklitsch, einem guten Freund und Weinhändler aus St. Johann in Tirol.

Die anfängliche Idee, eine mit Wein bewachsene Laube zu errichten, wird zum Abenteuer – die beiden wollen in Oberndorf den Weinanbau zum Leben erwecken! Tatsächlich gibt es seit 2011 den Tiroler Weinbauverband mit Sitz in Haiming. Gut möglich also, dass es den beiden gelingt, ein besonders edles Tröpfchen heranreifen zu lassen.

Das Terroir – darunter versteht man das Zusammenspiel von Boden, Höhenlage, Hangneigung, Ausrichtung zur Sonne, Sonnenscheindauer und Durchschnittstemperatur – scheint zu passen. Die Weinstöcke entwickelten sich prächtig – wäre da Ende Juli nicht der Hagel dazwischen gekommen!

Bereits 2014 pflanzten sie mit Hilfe von Freunden 500 Rebstöcke der Sorte Muscaris – eine bei uns noch nicht anerkannte, sehr witterungsbeständige deutsche Rebsorte – das dafür notwendige Klassifizierungsverfahren in Öster-

Läuft alles planmäßig, so können sich Ruth und Manfred vorstellen, bereits im Herbst 2016 den ersten „Sturm made in Oberndorf“ zu verkosten und im Jahr darauf, die ersten erlesenen Flascherl Wein. Wir werden sicher berichten!

Sabrina Friedl verstärkt das Reisebüro Sonnenschein-Team

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eit Anfang August 2015 verstärkt die junge Oberndorferin Sabrina Friedl das Team des Reisebüros Sonnenschein. Das „Reisegeschäft“ hat sie von der Pieke auf gelernt. Sie absolvierte die Lehrausbildung zur Reisebüroassistentin und drückte dafür in Wien die Schulbank. Mittlerweile hat die sympathische 19-jährige schon reichlich Erfahrung gesammelt.

Ihre Reiseberaterin: Sabrina Friedl Tel. 05352/64000-16 sabrina@sonnenschein-reisen.at

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Kürzlich lernte Sabrina auf einer Inforeise Hotels, Land und Leute der weniger bekannten Baleareninsel Menorca kennen und schätzen. Zu Sabrinas beliebtesten Reisezielen, die sie auch persönlich schon bereiste, gehören Rhodos, Fuerteventura, Kroatien, Malta, Amsterdam und Berlin. Gerne berät Sie die junge Reisebüroassistentin und freut sich auf Ihren Besuch oder Anruf.


VEREINE

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Josef Hager Schützenkompanie und Sportschützengilde

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ei den meisten Oberndorfer Feierlichkeiten im Lauf eines Jahres sind sie dabei, sie veranstalten das Ostereierschießen, das Dorf- und Vereinsschießen sowie das Gästeschießen. Die Schützenkompanie und die Sportschützengilde. Wer sie sind und was sie noch machen – das Oberndorf Magazin hat nachgefragt. Am 4. August 1978 kam es in der „Josef Hager Stube“ des Dorfwirts zur Gründungsversammlung der Schützenkompanie Oberndorf. Erster Hauptmann war Paul Landmann sen., der die Grundlage für den Aufbau der Kompanie schuf. Seit Juni 2004 hat Hauptmann Josef Strobl das Regiment, Oberleutnant Reinhard Jöchl ist sein Stellvertreter.

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Obmann ist Leutnant Hans Brandstätter. 59 Aktive zählt die Kompanie derzeit: 44 Schützen, 5 Marketenderinnen, 6 Jungschützen und 3 Jungmarketenderinnen. Die Geschichte des Schützenwesens ist so eng mit der Geschichte des Landes Tirol verwebt, dass man mit Recht behaupten kann: Ohne Schützen gäbe es Tirol in der heutigen Form wohl nicht. Die Verteidigung des geliebten Vaterlandes, der Heimat, der eigenen Familie war stets das höchste Ziel der Schützen. Heute haben die Schützen aber Gott Lob keine militärischen Aufgaben mehr zu erfüllen. Trotzdem schützen sie die traditionellen Tiroler Werte wie beispielsweise unsere Sprache, sie sind wichtige Teilnehmer an Feiertagen und

Festen. Sie geben Traditionen weiter, unbeirrt ob das jetzt gerade in ist oder nicht. Darin liegt ein besonderer Wert. Die Kompanie baute in Oberndorf beispielsweise auch den Fußsteig über die „Bischt“ zur Bergkapelle aus, welcher seither den Namen „Schützensteig“ trägt, um nur eine von unzähligen Aktivitäten der Schützen zu nennen. Herauszuheben ist auch das Herz Jesu-Feuer am Vorabend des Herz JesuSonntags am „Bauernpenzing“. Dieser Sonntag ist übrigens der Standestag der Kompanie, welcher immer in besonders würdiger Weise gefeiert wird. Neben dem gemeinsamen Kirchgang steht eine Heldenehrung beim JosefHager- Denkmal im Vordergrund, die Jahreshauptversammlung wird abgehalten. Erwähnenswert ist auch am Hei-


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ligen Abend der gemeinsame Kirchgang zur Stiftungsrorate für Scharfschützenhauptmann Josef Hager und seine Mitstreiter. Natürlich kommt bei den Aktivitäten die Gaudi auch nicht zu kurz. Schneidige Ausrückungen zu Schützenfesten und geselliges Beisammensein sind kennzeichnend für die gute Kameradschaft.

Hauptmann Josef Strobl Ehrenhauptmann Paul Landmann sen. Obmann, Leutnant Hans Brandstätter Schriftführer und Oberschützenmeister Jochen Brunner

Besonderes Jahr 2015: Bereits im Frühjahr wurde in Oberndorf der vor genau 100 Jahren erfolgten Kriegserklärung Italiens und dem damit notwendigen Einrücken der Standschützen gedacht. Anfang August wurde im Trentino eines von 75 geweihten Gedenkkreuzen auf 1255 m in Monte Rovere im Gemeindegebiet von Caldonazzo aufgestellt und der vielen Toten dieser schlimmen Zeit im Rahmen einer Gedenkfeier gedacht, auch Oberndorfer Schützen waren mit dabei. Neben der Schützenkompanie gibt es noch die Sportschützengilde Oberndorf. Die beiden Vereine sind in manchen Bereichen eigenständig, in anderen wiederum sehr miteinander verbunden. Jungschützen sind beispielsweise automatisch Mitglieder bei

VEREINE

beiden Vereinen. Wie bereits der Name sagt ist vor allem der Schießsport bei der Gilde wichtig, die von Oberschützenmeister Jochen Brunner geleitet wird. 28 Mitglieder zählt die Gilde, 14 davon sind Wettkampfschützen. Aktueller Gildenmeister ist Johannes Wörgartner, das Trio Jochen Brunner, Walter Resch und Michael Fleischhacker konnte einige Podiumsplätze in den Klassen Luftgewehr bzw. Luftpistole bei Bezirksmeisterschaften erreichen. Seit 1983 wird im Schützenheim geschossen, heuer wurde umgebaut. Der traditionelle Schießstand hat ausgedient. Ein elektronischer bringt die Schützen an den Puls der Zeit, genaueste Auswertungen sind nun einfach möglich. Ein großes Eröffnungsschießen ist für den Herbst noch eingeplant.

Kassier Klaus Treichl Oberleutnant und Hauptmann Stv. Reinhard Jöchl Bildungsreferent DI Christian Hopfensperger Fähnriche Hans Angerlechner, Manfred Tönig Spieß Christian Nothdurfter Schützenwirte Elfi Hauser, Hansei Unterberger Waffenmeister Hans Froindl

Beim Gedenkkreuz in Monte Rovere

Zeugwartin (Schneiderin) Margreth Jöchl Beirat Peter Edenhauser Internetbeauftragte und Schriftführerin-Stv. Sabine Trabi Marketenderin im Vorstand Kerstin Fischer Ehren-Oberschützenmeister Meinhard Tönig 1.Schützenmeister der Gilde Lukas Strobl 1.Schützenmeister der Gilde Walter Resch

Reinhard Jöchl, Schützenkönig 2014 Marco Aigner, Jochen Brunner

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VEREINE

OBERNDORF MAGAZIN

Tennisclub Sparkasse Oberndorf

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er Tennisclub Sparkasse Oberndorf war heuer bei der Tiroler Mannschaftsmeisterschaft mit 9 Teams vertreten. Ein Höhepunkt war der Aufstieg der Damenmannschaft in die zweithöchste Liga Tirols, die Landesliga B. Die Damen um Mannschaftsführerin Laura Hechenberger – Isabelle Bachler, Nina Hanel-Hinterseer, Lisa Deutschmann, Lisa Tscholl, Michaela Hofer, Julia Höck sowie Andrea und Verena Ritter – gestalteten die Meisterschaft souverän. Mit einer Mischung aus routinierten Spielerinnen und jungen Draufgängerinnen konnte man durch mannschaftliche Geschlossenheit überzeugen. Im Nachwuchsbereich gibt’s immer viel vom TCO zu berichten. Beispielsweise, dass die Bezirksmeisterschaft in Hopfgarten fast zur Oberndorfer Meisterschaft avancierte. Felix Hinterseer gewann vor Florian Geiler und Luca Götzhaber in der Klasse U10. Vizemeisterin des Bezirks in der Klasse U16 wurde Lisa Tscholl. Das Finalturnier der Tiroler Mannschaftsmeisterschaft wurde dieses Jahr in Oberndorf ausgetragen! Die U10 mit Tobias Jesacher, Felix Hinterseer und Luca Götzhaber holte den 3. Platz! Spaß machte den Youngsters mit Jugendwart Wolfgang Hautz ein exklusives Treffen mit Österreichs Topspieler Jürgen Melzer in Kitzbühel. Bei der Clubmeisterschaft 2015 duellierten sich Patrick Hinterseer und Michael Sommer um den Titel des Clubmeisters 2015, die Patrick für sich entscheiden konnte, sein Gegner konnte verletzungsbedingt im Finale leider nicht antreten. Den dritten Platz teilen sich Wolfgang Teplan und Memo Küstür. „Senior“ ist man im Tennis bereits ab 35 und somit darf sich Adrian Gosch über den Seniorentitel freuen. Im Doppelfinale konnte sich im Familienduell Vater gegen Sohn Patrick Hinterseer mit Partnerin – am Platz wie im echten Leben – Laura Hechenberger, gegen Ernst Hinterseer und Harald Jesacher durchsetzen.

Dritter Platz bei der Tiroler U10-Mannschafts-Meisterschaft

Die TCO Damenmannschaft

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Lehrlings InfoAbend

FussballClub

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PROGRAMM:

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19 Punkte aus 8 Spielen wurden bisher lukriert. Und das, obwohl sie bisher praktisch nur auswärts spielten. Bemerkenswert ist die derzeit hohe Punkteffizienz. Ähnlich wie das Nationalteam wurden viele Spiele mit einem Tor Unterschied gewonnen. Wir gratulieren zur bisherigen Leistung und zählen auf viele weitere Siege und ein erfolgreiches Frühjahr mit endlich wieder vielen Heimspielen im Bichlachstadion. Für eben diese Heimspiele ab April 2016 sucht der FCO noch jemanden, der sich nebenbei etwas dazuverdienen und das Buffet der neuen Anlage übernehmen möchte.

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Do., 15. Okt. 2015 · 19 Uhr

Per Redaktionsschluss Mitte September liegt die Kampfmannschaft des Oberndorfer Fußballclubs auf dem hervorragenden 2. Tabellenplatz der 2. Klasse Ost.

Wie die Kampfmannschaft bzw. die vielen Nachwuchsmannschaften des Oberndorfer FCs die Herbstsaison beendet haben, darüber berichten wir in der Winterausgabe.

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VEREINE

Landjugend & Jungbauernschaft

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gonga is“ im Jahre 1948 – damals wurde die Landjugend unter dem Obmann Josef Hauser gegründet. Mittlerweile zählt der Verein ca. 70 Mitglieder im Alter von 14 bis 35 Jahren. Jetziger Obmann ist Hannes Lindner zusammen mit Ortsleiterin Eva Maria Trixl. Die Landjugend hat sich die aktive Mitgestaltung des Ortes und des Dorflebens zur Aufgabe gemacht. Neben dem alljährlichen Kranzbinden und Maibaumaufstellen zählt auch das GaudiHornschlittenrennen zu den fixen Aktivitäten der Truppe. Schon beim ersten Dorffest in der Geschichte Oberndorfs, also im Jahre 1985, half die Landjugend tatkräftig mit. Soziales wird großgeschrieben – neben Spenden für wohltätige Zwecke werden jährlich die Senioren des Dorfes mit selbstgebackenen Süßigkeiten erfreut. Natürlich darf die Action nicht fehlen – deshalb finden viele Ausflüge und Aktivitäten statt – vom Go-Kart Fahren, bis hin zu Kulturreisen in die Ferne. Auch der Glaube und die Tradition kommen nicht zu kurz: viele Bräuche, wie zum Beispiel das Anklöpfeln und das Almererläuten werden am Leben erhalten. Beim Almererläuten treffen sich die Burschen und ziehen von Bauernhaus zu Bauernhaus, wo sie – umrahmt von Weisenbläsern – ihre Gstanzln und Gedichte darbieten. Wie wir wissen, basiert alles Leben der Erde auf intakter Natur – die Erhaltung des Bauernstandes und die Pflege der jetzigen Landwirtschaft liegt dem Verein sehr am Herzen. 2010 verbrachte die Landjugend 3 Tage am Horn für eine Bergmahd und holte sich durch dieses Projekt die Bezirks-Leistungsfahne und darauffolgend die Silbermedaille in den „Best of’s“ in Wien. Wir sagen Danke für euer Engagement und freuen uns auf viele weitere Aktionen und Projekte!

Der Ausschuss der Landjugend Oberndorf

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Veranstaltungen

OBERNDORF MAGAZIN

Herbstfest & Leonhardiritt Eintauchen in die gewachsene regionale Kultur des Tiroler Unterlandes

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um vierten Mal findet am Samstag, 10. Oktober 2015 das Oberndorfer Herbstfest statt. Schon der Name der Veranstaltung „Heristln tuat’s“ – regionale Mundart für „es herbstelt“ – weist auf den Grundsatz dieses Festes hin, nämlich „Regionalität“ zu vermitteln.

Regionale kulinarische Spezialitäten, die seit Jahrhunderten hier gegessen werden wie Kråpfn und Kiachln, Altbewährtes aus unserer Region wie Knödel oder Kerschnkoch, Wildspezialitäten. Neben dem Essen und Trinken sind alpenländisches Handwerk – wie es in dieser Gegend immer gebraucht wurde – und gute traditionelle Blasmusik das Grundgerüst dieser Veranstaltung. Dazu kommt natürlich am Beginn der Leonhardiritt des Norikerzuchtverbandes, der den Noriker als alte heimische Pferderasse von seiner schönsten Seite zeigt. „Heristln tuat’s“ ist eine Veranstaltung, die versucht, die gewachsene regionale Kultur dem Besucher zu vermitteln, kitschfrei und ohne Firlefanz. „Was den Einheimischen gefällt, gefällt auch den Gästen!“, so ein Motto dieses Festes. Als Gast will man Land und Leute der Urlaubsregion kennen lernen und dies kann man beim Oberndorfer Herbstfest.

Stolzer Obmann des Norikerzuchtvereins: Hans Angerlechner

10:30 Uhr: Leonhardiritt Festbetrieb im Dorfzentrum 10:45 Uhr: Platzkonzert der BMK Oberndorf 11:15 Uhr: Pferdesegnung vor der Kirche 13:30 Uhr: Es spielt die „Seinehånsa Inntåler- Besetzung“ Ab 17:30 Uhr: Festausklang mit dem „Vierafestl“ beim Kramerwirt

Norikerzuchtverein Wilder Kaiser: Das Norikerpferd hat in unserer Region seit Jahrhunderten einen hohen Stellenwert und ist ein Kulturträger unserer Heimat. Dieses edle Kaltblut, das seinen Ursprung in der römischen Provinz „Noricum“ hat, wurde im Alpenraum für alle anstehenden bäuerlichen Arbeiten, aber auch für Transportzwecke verwendet. Der Norikerzuchtverein Wilder Kaiser und Umgebung wurde im Jahr 2006 gegründet und hat seinen Sitz in Oberndorf. Im Jahr 2008 fand die Standartenweihe statt, Fahnengod war die Seniorchefin vom Penzinghof Christl Lindner. Seit 2011 findet der Oberndorfer Leonhardiritt statt, im Jahr 2013 erstmals in Kombination mit dem Herbstfest. Kutschenfahrten, die Teilnahme an verschiedenen Umzügen (Standartenreiten) sowie die Mitgestaltung von Festumzügen sind nur einige Aktivitäten des Vereins.

Jungbürger fahren zur Expo nach Mailand Jungbürgerausflüge haben eine gewisse Tradition in Oberndorf. Brüssel und Berlin hießen die Ziele in den vergangenen Jahren, heuer geht’s zur Expo nach Mailand. Die Weltausstellung (130 Teilnehmerländer) steht unter dem Motto „Feeding the planet. Energy for life“. 50 Teilnehmer – Jungbürger und Gemeinderäte – starten am 24. Oktober in der Früh mit einem Bus nach Italien. Auch die Firma Egger ist tritt auf der Weltbühne auf. Als offizieller Partner der Arbeitsgemeinschaft stattet EGGER den deutschen Pavillon mit dekorativen Holzwerkstoffen im Möbel- und Innenausbau aus. Ein Bericht folgt in der nächsten Ausgabe.

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Aus der Pfarre

Veranstaltungen

Katastrophenjahre in Tirol Erster Weltkrieg 1914–1918

Vortrag von Mag. Dr. Hermann J. W. Kuprian, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck. Mit einem „Treffpunkt Frauen“ will die Pfarre ab Herbst starten. Man trifft sich jeweils am zweiten Dienstag des Monats im Pfarrhof. Dienstag, 13. Oktober, 19:30 Uhr: Kurs über Aromaöle (Grundwissen) Referentin: Andrea Millinger Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr: Gestecke – Dekorieren mit Naturmaterialien Referentin: Eva Maria Trixl

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 20:00 Uhr, Gemeindesaal in der Volksschule Oberndorf Der Erste Weltkrieg war auch für die historische Region Tirol eine Urkatastrophe. Tausende Gefallene, unsägliches Leid unter der Bevölkerung, ein vielerorts zerstörtes Land und – am Ende – die Teilung Tirols im Vertrag von Saint-Germain.

Die Frauen des Pfarrgemeinderats zählen auf zahlreiche Teilnahme.

Dr. Kuprian zeichnet in seinem Vortrag ein Bild über die Soldaten und über den entbehrungsreichen Kriegsalltag der Menschen an der „Heimat­ front“. Er spricht über den tristen Alltag und das große Leid der Tiroler Bevölkerung und versucht auch ein objektives Bild über die damaligen militärischen und politischen Vorgänge zu geben.

Auch zum Familiengottesdienst wird herzlich eingeladen. Die nächsten Termine: Sonntag, 11.10. und Sonntag, 15.11. um 8:30 Uhr.

Das Schützenbataillon Rupert Wintersteller lädt herzlich zu diesem Vortrag ein und freut sich bei freiem Eintritt auf viele Besucher. Nach dem Referat besteht die Möglichkeit, Fragen an Dr. Kuprian zu stellen.

5. Offenes DorfschieSSen

Obst Pressen

DIE BEWERBE: Königsscheibe: Mit 5 Schuss wird der schönste Zehner ermittelt und der Gewinner wird als Schützenkönig 2015 gekürt Meisterscheibe: 10er-Serie, Ringwertung entscheidet Glücksscheibe: Beste 10er auf der Meisterscheibe Hager-Fassl: Jackpot-Schießen Mannschaftswertung Um Anmeldungen für Gruppen (Vereine, Firmen, Familien) wird gebeten Tel. 0664 116 80 33 oder per E-Mail: sg.oberndorf@chello.at Das Eröffnungsschießen mit der neuen elektronischen Schießanlage findet am Freitag, 30. Oktober 2015 von 16:00 bis 22:00 Uhr statt.

Die Obstpresse mit dem Abfüllsystem bag-inbox befindet sich im Bauhof Oberndorf und ist jeweils Montag und Dienstag bis voraussichtlich Ende Oktober 2015 geöffnet.

Weitere Termine: 31. Oktober, 5. bis 7. November und 13. November jeweils von 18:00 bis 22:00 Uhr sowie am 14. November von 14:00 bis 20:00 Uhr, Preisverteilung im Anschluss!

Telefonische Voranmeldung unter der Handynummer 0664 9504797 – besetzt täglich von 18 bis 19 Uhr – ist unbedingt erforderlich.

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Urgestein

OBERNDORF MAGAZIN

Zaggl Lisl Eine der ältesten und lebenserfahrensten Oberndorferinnen

Eisschiassn soll‘n jetzt die Jungen.”

Das „Hörhager Häusl“ stand früher einmal halb auf Zaggl/Wimmer Grund – vorm Neuwirt. Das Haus wurde nach einem Brand abgetragen.

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kloana Stotzen – håb die großen Gråskörb auf’m Buggl tragen miassn“ erinnert sich Zaggl Lisl an ihre von Arbeit geprägte Kindheit mit einem Lachen auf dem Gesicht und verrät uns gleichzeitig das Geheimrezept für ihr hohes Alter „Oiwei viel arbeiten, guat aufg’legt sein, oiwei ois ausreden, nit muffig sein, ganz normal leben halt!“ Man kann es kaum glauben, dass Lisl schon 92 Jahre ist und unlängst im Frühjahr eine große Operation hatte, von der sie sich erstaunlich schnell und gut erholte! Grund genug, um über sie zu berichten! Gut gelaunt öffnet sie die Eingangstüre ihres Hauses in der Josef-Hager-Straße, das sie zusammen mit ihrem Sohn Thomas bewohnt. Lisl hat ihre Wohnung im 1. Stock, das Treppensteigen macht ihr nix aus und hält sie fit. Tip Top ist alles gepflegt! Die große Rasenfläche hat sie bis zum letzten Jahr noch immer selbst gemäht. Die Blumen auf dem Balkon und vorm Haus stehen in voller Blüte!

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Lisl wurde am 5. Juni 1923 zu Mittermoosen in Fieberbrunn als Zweitälteste von 14 Kindern geboren, mit 14 Jahren kam sie zur Tante auf den Katzbergbauernhof im Winkl in St. Johann. Am Anfang hatte sie großes Heimweh, blieb aber doch 20 Jahre da, weil es ihr dort gut erging. Nachdem Lisl ihren Mann kennenlernte, heiratete sie ihn im Alter von 33 Jahren und brachte Sohn Thomas zur Welt. Die Schwiegereltern bauten 1954 in Oberndorf, das Haus wurde 1956 bezogen, die Schwiegereltern wohnten im Parterre, Lisl mit ihrer kleinen Familie im 1. Stock. Seit 1994 ist Lisl Witwe, ihr Gatte Thomas (Zaggl Tommal) verstarb unerwartet an den Folgen eines Herzinfarkts! „Mia håm so a guate Nåchbarschåft, da helfen alle zusammen“ bemerkt Lisl. Sie fährt mit ihrem Sohn Thomas zum Einkaufen, aber geht gern auch zu Fuß. Oft fährt sie noch mit dem Bus nach St. Johann. Früher wanderte sie viel. Da machte sie – zusammen mit ehemaligen Stammgästen oder einer ihrer besten Freundinnen „der Schlosser-Toni“ – nicht selten 20 km-Touren! „Mia hom

immer a Gaudi kob … zum Beispiel in da Bichloim mit da Zugin, da is an ganzen Nåchmittag Boarischer tånzt worden“. Lisl und die Schlosser-Toni kennen sich schon über 40 Jahre und waren Gründungsmitglieder des Eisschützenvereins Anfang der 70er-Jahre! „Owa Eisschiassn soll’n jetzt die Jungen!“ Bei Ausflügen des Pensionistenverbands ist Lisl gern dabei. Im August stand ein Tagesausflug nach Kaltern am Programm. „Die Italiener håm einfach den besten Cappuccino!“ erklärt sie. Bei Schlechtwetter gehört Sockenstricken zu einer der Lieblingsbeschäftigungen von Lisl – in allen Farben und Größen … „die Grünen sind für die Jaga“ … viele werden zu Weihnachten verschenkt. „I ku nit onascht … oiwei nur putzen mog i a nit, z’Mittag hau i mi a bois eini, nix toa is mir z’langweilig, am Nåchmittag tua i gern stricken und schau mir Sturm der Liebe im Fernsehen ån!“ Liebe Lisl, wir wünschen dir noch weiterhin so viel Elan, Gesundheit und Humor und bedanken uns für das Gespräch!


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Vorzeigebetrieb

DA WIRD JEDER GERN ZUM STUBENHOCKER! Während es draußen wieder kälter wird, machen wir’s uns drinnen so richtig gemütlich – in den Nordtiroler Bauernstuben à la Sepp Hofer ...

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er Umgang mit Holz zählt für ihn zur natürlichsten Sache der Welt, genauso wie die Hingabe zu „seinem“ Rohstoff, deshalb hat der Oberndorfer Meistertischler auch eine ganz spezielle Machart für Bauernstuben entwickelt und schöpft dabei aus Mutter Naturs voller Schatzkiste.

Wohnen wie zu Uropas Zeiten – ohne Chemie, Kunstfasern oder Strahlungen Zunächst einmal geht’s um’s richtige Holz: Und das sollte vor allem massiv sein! Doch auch die Oberflächenbehandlung muss passen: So werden Beizen und Laugen ausschließlich aus natürlichen Materialien verarbeitet und auch die Überzüge beziehen der Sepp und sein Team ausnahmslos von Mutter Natur (reines Bienenwachs, natürliche Ölen oder Wachse) ... Doch auch im Textilbereich spielt die Natürlichkeit eine große Rolle: Synthetische Stoffe werden allein schon wegen ihrer elektrostatischen Aufladung

und jahrelangen Ausdünstungen vermieden. Stoffbezüge und Bodenbeläge sollten deshalb immer aus natürlichen Fasern sein. Und bei der Erstellung des Kachelofens empfiehlt der Fachmann auf reinen Kalk zurückzugreifen. Und auch innerhalb der Hauselektrik gibt es einiges zu beachten: So kann man beispielsweise Elektrosmog verringern bzw. vermeiden, indem man Installationen ganz einfach abschirmt. Wer eine optimale Akustik in seinen vier Wänden

erzielen will, sollte auf offenporige Materialien und Oberflächenbehandlungen vertrauen und für die perfekten Licht- und Farbverhältnisse in den Stuben empfiehlt der Sepp unter anderem die Verwendung von Spezialfensterglas mit einer höheren Lichtdurchlässigkeit der Sonnenstrahlung – so wird’s richtig gemütlich. In diesem Sinne: Nicht’s wie rein in die gute Hofer-Stube!

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Tiroler Erbhof Wer genau hinschaut findet an vier Oberndorfer Bauernhäusern eine Plakette mit dem Tiroler Ar und dem Schriftzug „Erbhof“. Aber was ist ein Erbhof? Zur ehrenden Hervorhebung von Beispielen treuen Festhaltens an ererbtem bäuerlichem Besitz wurde vom Land die Bezeichnung „Erbhof” geschaffen und im Erhofgesetz verankert. Vereinfacht gesagt muss man eine 200-jährige Besitztradition innerhalb der engsten Familie vorweisen können. Hat man von Onkeln oder Tanten geeerbt oder gar gekauft ist die Bezeichnung „Erbhof“ nicht möglich. Die Vorbesitzer müssen über mehrere Generationen direkte Vorfahren sein. Bereits seit 1977 sind folgende Oberndorfer Bauern Erbhöfe: Foidl (Bild), Ruedl, Hof und Bergschmied.


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ZahlenSpiele Im Herbst 2015 dürfen wir euch interessante Zahlen und Fakten der Oberndorfer Bauern präsentieren.

Almwirtschaft

Grünlandwirtschaft

Milchwirtschaft

Im Sommer verbringen die meisten Kühe durchschnittlich 101 Tage auf der Alm, in den höheren Lagen wachsen auf 165 ha beste Bergkräuter, die die Almmilch zu einem besonderen, regionalen Lebensmittel machen. Von 47 Landwirten in Oberndorf treiben 25 Almbauern ihre Rinder jährlich auf die Alm. Jedoch sind es nur 7 Bauern, die eine Alm in Oberndorf haben.

Das Grünland in Oberndorf wird als Mähfläche zur Heu- und Silagebereitung und als Weidefläche genutzt. Wobei 22, also knapp unter der Hälfte, der 47 Oberndorfer Landwirte beim „Siloverzichtprogramm“ teilnehmen und ihre Tiere nicht mit Grassilage, sondern mit Heu und Gras als Grund­ futter füttern.

In Oberndorf werden jährlich 3.045.800 Liter Milch produziert. Davon werden 2.833.700 l, sprich 93%, für die Produktion von Milch­ produkten an Molkereien geliefert.

Flächenverteilung Oberndorfs 47 Bauern bewirtschaften ihre Betriebe mit 632 ha Grünland, 62 ha Weidefläche, 570 ha Mähfläche, 8 ha Acker und 716 ha Wald

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Rinderhaltung Die Rinderhaltung spielt in der Landwirtschaft Oberndorfs die bedeutendste Rolle. In der Gemeinde werden gesamt 1.352 Rinder gehalten. 182 Kälber, 502 Jungrinder, 5 Stiere, 663 Kühe.

Waldwirtschaft In Oberndorf beträgt die Fläche des Privatwaldes rund 716 ha, davon sind 185 ha Schutzwald (natürliche Lawinenverbauung, Schutz vor Murenabgängen, für Gebäude, Straßen und somit Menschen). Die Mehrheit im Privatwald bildet aber mit 529 ha der Wirtschaftswald, der genutzt wird.

Stand: 2012


OBERNDORF MAGAZIN

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Schlusslichter

Oberndorf Magazin

Ecclestone heiß auf Großen Preis der Alpen

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amit hat in der Welt der Formel 1 wohl niemand gerechnet: Der Rennkalender der Motorsportserie soll im nächsten Jahr erstmals um den Großen Preis der Alpen in Oberndorf erweitert werden.

Das teilte Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Spartan Race mit. „Das Spartan Race findet normalerweise auch nur in großen Städten wie München, Mailand oder Rom statt. Jedoch die Zeiten haben sich geändert. Wenn Spartan nach Oberndorf kommen darf, dann sollten wir erst recht da sein.“ „Außerdem bin ich schon länger auf der Suche nach neuen, anspruchsvollen Strecken“, erklärte Ecclestone gegenüber der britischen BBC. „Alle bisherigen Formel 1-Rennen fanden praktisch in der Ebene statt. Mit der Streckenfüh-

rung über die Oberndorfer Brücke und im Anschluss daran nach Haslach rauf können wir erstmals mit Bergwertungen punkten! Das zieht bei der Tour de France schon gut, warum also nicht auch bei uns. Ich und viele Motorsportfans sind schon gespannt, welche Autos sich am Berg durchsetzen werden. Durch das Rennen in Oberndorf bekommt die Formel 1 eine neue Qualität. Das ist wichtig für uns, denn die Rennen wurden in letzter Zeit immer noch langweiliger!“ Anschließend an die Pressekonferenz wurde die genaue Streckenführung abgestimmt. Laut Ecclestone soll die Strecke wie folgt verlaufen: Gestartet wird im Hartsteinwerk. Über die gesperrte B 161 geht‘s über die erste Schikane bei der Ortseinfahrt Oberndorf Süd runter bis zur Kirche, anschließend nach Wiesenschwang, Haslach, Steinerbach und wieder zurück zum HWK.

Die eine oder andere Engstelle wird verbreitert werden, ebenso müssen die ärgsten Löcher im Asphalt für das Rennen verschwinden. „Diese Straßensanierungen und -verbreiterungen machen wir auf unsere Kosten. Die Oberndorfer sollen auch was davon haben, dass wir ein ganzes Wochenende lang ihre Straßen blockieren und Gestank und Lärm verbreiten“, so der Formel-1-Zampano. Die Bauarbeiten sollen noch vor Weihnachten beginnen. Das Rennwochenende steht für Ende September 2016 im provisorischen Kalender.

Liebe Oberndorferinnen und Oberndorfer, liebe Gäste! Wir hoffen, unser Magazin ist gut angekommen. Einen goldenen Herbst wünscht das Team vom OBERNDORF MAGAZIN!

Der Redaktionsschluss für unsere nächste Ausgabe „Winter” ist am 27. November 2015. Verteilt wird das nächste OBERNDORF MAGAZIN Mitte Dezember 2015. Klasse statt Masse: Unsere Auflage beträgt 1.500 Stück. Diese Anzahl wird an Haushalte, in Geschäften, Gastronomiebetrieben und an öffentlichen Stellen sowohl in Oberndorf als auch in den Nachbarorten von uns persönlich und via Post verteilt.

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Inserenten erhalten unsere Mediadaten sehr gerne auf Anfrage. Kontakt: STEFAN FEINER E-Mail: stefan@feinerwerben.com Tel. 0650/7811125 www.feinerwerben.com Wir drucken nicht nur Ihre Einschaltung! Fotos, Text, Layout, Gestaltung … wir sind Profis bei der Erstellung oder Neukonzeptionierung.

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Oberndorf Magazin Nr. 4 – Herbst 2015  

Land und Leute, regionale Produkte, Wirtschaft, Vereinsleben und vieles mehr aus Oberndorf in Tirol.

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