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Freisinnig demokratische Partei der Gemeinde Lostorf

Aus dem Gemeinderat. Erfahrungen aus Erlinsbach.

Nachgefragt: Vandalismus.

Gratulationen. Werden Sie Lostorfer!

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Juni 2008

Nr.2/08

Liebe Leserinnen, liebe Leser Schon seit längerer Zeit beschäftigte uns im Parteivorstand und in der Gemeinderatsfraktion das Thema Vandalismus: Eine stetige Zunahme von Sachbeschädigungen und Verschmutzungen öffentlicher aber auch privater Plätze. Inzwischen hat sich auch der Gemeinderat des Problems angenommen, denn so kann es wirklich nicht weitergehen. Auf der Suche nach möglichen Massnahmen zur Bekämpfung aber auch nach Ursachen solcher Auswüchse habe ich viele Gespräche geführt. Dabei – und auch bei meiner anwaltlichen Tätigkeit im Bereich Strafrecht – sind mir einige Dinge besonders aufgefallen. Wirklich überproportional vertreten bei den „Vandalen“ sind männliche Jugendliche und junge Männer. Dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen. Unter anderem auch, weil die Vandalen von heute die Kriminellen von morgen sind. Und dazu werden sie nicht durch die Hormone, sondern durch die Erziehung und die Sozialisation. Es ist eine Herausforderungen für Eltern, ihre Kinder, insbesondere aber Knaben, zu Respekt vor anderen, Rücksichtnahme, Zurückhaltung und Fürsorglichkeit zu erziehen. Auch die Schule sollte im Interesse der ganzen Gesellschaft diese Bubenthematik aufgreifen. Wer aus falsch verstandener Männlichkeit davor die Augen verschliesst, verpasst eine Chance. Dr. Corinne Saner, Gemeinderätin

(Foto: Markus von Däniken)

Für einmal kein schöner Anblick: Zerstörte Dorfdekoration des Bastelteams

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Wir gratulieren Gabriela Lätt-Peter zur Nomination für die Kantonsratswahlen 2009 und drücken ihr jetzt schon die Daumen für den Wahlkampf! Der Vorstand FdP Lostorf-Mahren


Aus dem Gemeinderat An der Gemeinderatsitzung vom 2. Juni mussten wir die Demission von Regula Hitz als Gemeinderätin genehmigen. Sie hat, ohne unsere Meinung einzuholen, geheiratet und ihren Wohnort ins zürcherische Buchs verlegt! Mit Regula verliert die Fraktion nach einer nur dreijährigen Ratszugehörigkeit ein engagiertes und zu den Sitzungen immer bestens vorbereitetes Ratsmitglied. Für ihre aktive Mitarbeit in der Fraktion und im Gemeinderat danken wir Regula Berger-Hitz und wünschen ihr und ihrem Ehemann alles Gute und viel „Gfreuts“ in der gemeinsamen Zukunft. Die dadurch entstandene Vakanz wird mit Markus Howald als ordentlichem Mitglied behoben. Mathias Wermuth rückt zum 1. Ersatzmitglied auf und die FdP Lostorf muss in nächster Zeit ein zweites GR-Ersatzmitglied nachnominieren.

Am 21. April 2008 reichte die FdP-Fraktion eine dringliche Motion zum Thema Vandalismus in Lostorf ein. Damit wollen wir zeigen, dass wir nicht mehr untätig die markant zugenommenen Vandalenakte in privaten wie öffentlichen Bereichen hinnehmen wollen. Gleichzeitig erachten wir es als unumgänglich, aufzuzeigen, dass die grosse Mehrzahl unserer Jugendlichen mit diesen Vandalen nichts zu tun hat, und nicht durch ungerechtfertige Mutmassungen und Verdächtigungen beschuldigt werden darf. Der Gemeinderat wird mit unserer Motion aufgefordert, gesetzliche Grundlagen in Form eines Reglementes zu schaffen, damit griffige Massnahmen beschlossen werden können. An der Sitzung vom 5. Mai 2008 wurde unsere Motion als erheblich erklärt und eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag ein entspre-

chendes Reglement auszuarbeiten, eingesetzt. Dieses soll noch in diesem Jahr durch den Gemeinderat zur Genehmigung an eine Gemeindeversammlung weitergeleitet werden. In letzter Zeit mussten wir immer wieder feststellen, dass Einwohner aus den Nachbargemeinden, in unserem Werkhof ihren „Abfall“ unberechtigt entsorgen. Wir unterstützen die zuständige Kommission und verlangen im Werkhof sporadisch durchgeführte Kontrollen, eventuell durch Erfassung der Personalien und auch der Autonummern. Es darf nicht angehen, dass auf unsere Kosten Müll entsorgt wird. Missetäter werden mit einer Verzeigung rechnen müssen. Armando Pagani , Fraktionspräsident

Vandalismus nur in Lostorf? Nein, natürlich nicht. Vandalismus gibt es auch in anderen Gemeinden. Besonders gebeutelt war vor einiger Zeit Erlinsbach. Mit Markus von Arx, Gemeindepräsident von Erlinsbach, sprach Corinne Saner. jeweils jede Schuld von sich, auf frischer Tat ertappt werden konnte niemand.

Herr von Arx, Erlinsbach hat – wie auch Lostorf – Probleme mit Vandalismus. Welche Massnahmen haben Sie ergriffen? Wir haben Verschiedenes ausprobiert, mit unterschiedlichem Erfolg. Zuerst haben wir einen Versuch gemacht, dass die Mitglieder der Schulkommission Runden gedreht und die Jugendlichen angesprochen haben. Das zeigte sozusagen keine Wirkung. Die auf Beschädigungen angesprochenen Jugendlichen wiesen

Etwas enttäuschend war auch der Beizug des SecuritasBewachungsdienstes, der vor allem übers Wochenende sporadisch patrouillierte; ein Rückgang der Vandalenakte war nicht festzustellen, und dem SecuritasWächter gelang es nie, jemanden bei einer Missetat zu erwischen. Inzwischen hat die Gemeinde eine Privatperson für Rundgänge an bekannten „Tatorten“ engagiert. Diese Person ist mit Schutzhund unterwegs, vielleicht erzielt sie deshalb eine gewisse Wirkung. Leider hat sie zu wenig Kompetenzen und kann z.B. keine Ausweiskontrollen durchführen. Solche zusätzlichen Befugnisse könnten die Wirksamkeit vermutlich noch steigern.

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Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Videoüberwachung gemacht. An so überwachten Örtlichkeiten wurde nichts mehr beschädigt und kein Unrat mehr deponiert. Einen guten Eindruck hatten wir auch von der Jugendpolizei, welche wir zu Rate gezogen haben. Die Jugenpolizisten erscheinen in Zivil, gehen auf die Jugendlichen zu und wirken präventiv. Leider hat die JuPo viel zu wenig Leute. Kann auch der Einzelne etwas tun gegen Vandalismus? Die Sachbeschädigungen und Verschmutzungen dürfen nicht geduldet werden. Der Einzelne kann mit einer Anzeige beim zuständigen Polizeiposten einen Beitrag dazu leisten, den Tätern klar zu machen, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist. Corinne Saner


Nachgefragt In den letzten Wochen und Monaten haben sich im Dorf Vandalenakte und Verschmutzungen gehäuft. Kein schöner Anblick! Und gefährlich dazu! Auf dem Spielplatz kaputte Bierflaschen und Abfall. Zerstörte Osterdekoration. Beschädigter Grabschmuck auf dem Friedhof. Verdreckte Fassaden nicht nur auf der Gemeindeverwaltung. Wer sind die Täter? Und vor allem: was kann man dagegen tun? Corinne Saner begab sich auf Spurensuche und sprach mit Jugendanwalt Dr. Bruno Hug und Franziska Odermatt von der Jugendpolizei. Sind Mädchen und Buben an Vandalenakten gleichermassen beteiligt? Über 90 % der Sachbeschädigungen werden von Buben oder jungen Männern begangen. Am meisten Täter hat es im Alter zwischen 14 und 18.

Herr Hug, Sie sind leitender Jugendanwalt des Kantons Solothurn. Hat Vandalismus bei den Jugendlichen zugenommen? Zugenommen hat auf jeden Fall die Anzahl der Strafanzeigen. Das kann auch damit zusammenhängen, dass die Betroffenen nicht mehr einfach bereit sind, die Sachbeschädigungen hinzunehmen und vermehrt Anzeige erstatten. Zugenommen hat die Aufklärungsquote bei den Sachbeschädigungsanzeigen. Das hat damit zu tun, dass seit dem 1.1.2007 die Jugendpolizei im Einsatz ist. Diese kennt das Milieu und macht auf Anzeige hin Nachforschungen.

Was passiert mit einem Jugendlichen, den man bei Sachbeschädigungen erwischt hat? Die Jugendanwaltschaft eröffnet ein Verfahren gegen ihn. Kommt es zu einem Urteil, wird eine der Strafen gemäss Jugendstrafrecht ausgesprochen. Schüler, die zum ersten Mal vor der Jugendanwaltschaft stehen, werden in der Regel zu einer Arbeitsleistung verurteilt, Lehrlinge zu einer Busse oder zu einer Arbeitsleistung. Wenn der Täter älter ist als 15 kommt auch ein Freiheitsentzug in Frage. Ziel des Verfahrens ist vor allem auch, dass sich der Täter mit seiner Tat auseinandersetzt. Was sind Ihrer Meinung nach mögliche Ursachen für den Vandalismus?

lizei. Wir sind alles Angehörige der Kantonspolizei mit dem speziellen Aufgabenbereich „Jugend“. Etwa 50 % unserer Arbeit besteht aus Repression gegenüber Tätern, etwa 35 % besteht aus präventiven Massnahmen, der Rest ist Ausbildung. Was sehen Sie als Ursachen von Vandalismus? Frau Odermatt, Sie gehören zur Jugendpolizei. Was ist die JuPo und was macht sie? Bei der Jugendpolizei arbeiten 8 Personen, zwei Frauen und sechs Männer. Wir sind für den ganzen Kanton zuständig. Unsere Kompetenzen richten sich nach dem Gesetz über die Kantonspo-

Erfahrungsgemäss sind an Vandalenakten deutlich mehr Buben als Mädchen beteiligt. Oft begehen sie die Taten aus Langeweile, zum Abbau von Aggressionen oder vor dem Hintergrund einer Gruppendynamik in Kombination mit Alkohol und Drogen.

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Vielfach ist es Langeweile. Oft spielt auch der Alkoholkonsum eine grosse Rolle, vor allem wenn die Vandalenakte in der Gruppe verübt werden. In der Gruppe sind die Buben und jungen Männer auch anfällig für Imponiergehabe, welches schliesslich in Sachbeschädigungen endet. Welche Möglichkeiten sehen Sie zur Bekämpfung von Vandalismus? Wichtig ist, die Jugendlichen aus der Anonymität herauszunehmen. Als Erwachsener sollte man bei Vandalenakten nicht einfach wegschauen sondern die Polizei einschalten, damit der Jugendliche zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenn er über seine Tat Red und Antwort stehen und die Verantwortung übernehmen muss, ist das fast wichtiger als die Strafe, die am Ende des Verfahrens steht. Das Übernehmen der Verantwortung hält den Jugendlichen künftig am ehesten vor weiteren Straftaten ab. Corinne Saner

Was empfehlen Sie zur Bekämpfung von Vandalismus? Positive Erfahrungen konnten wir mit Videoüberwachungen feststellen. Präventiv wirkt auch, wenn Jugendlichen Grenzen aufgezeigt werden, wenn sie auf ihr negatives Verhalten angesprochen werden und erfahren, dass dies nicht toleriert wird. Deshalb sollten Feststellungen über Sachbeschädigungen der Polizei gemeldet und Strafanzeige erhoben werden. Je nach Alter der Täter nützt auch noch ein Gespräch mit deren Eltern Corinne Saner


Wir gratulieren ! Das FdP-Info gratuliert zum runden Geburtstag und wünscht den Geburtstagskindern alles Gute, viel Glück und Gottes Segen. Vom 17. Juni 2008. bis 25. August 2008 feiern:

am 27.6.2008 Gerosa-Bader Martin Belchenstrasse 10

am 9.8.2008 Capirone-Schnyder Madeleine Stöcklisrainstrasse 8

am 28.6.2008 Sauterel-Christen Thérèse Schulstrasse 46

am 20.8.2008 Graber-Gubler Pia Stöcklisrainstrasse 15

am 2.8.2008 Treichler-Lüscher Erika Gartenstrasse 7

am 21.8.2008 Mauerhofer-Sager Lisbeth Eihübelstrasse 17

am 4.8.2008 Hamed Künzler Verena Schulstrasse 30

70. Geburtstag:

60. Geburtstag:

am 6.8.2007 Bischoff-Vonmoos Manfred Sälistrasse 9

80. Geburtstag: am 22.6.2008 Gil Seijo Manuel Chälenwegli 1

am 20.6.2008 Moll-Frick Wanda Kirchmattstrasse 13

92. Geburtstag:

am 12.8.2008 Kaser-Dietschi Frieda Kirchmattstrasse 8

am 5.8.2008 Peier-Guldimann Klara Räckholdernstrasse 6

90. Geburtstag:

94. Geburtstag:

am 19.6.2008 Kohler-Wittmer Anna Kirchmattstrasse 18

am 30.6.2008 Peier-Peier Frida Altersheim Oasis, Trimbach

am 31.7.2008 Risch-Schuler Maria Winznauerstrasse 47

am 21.7.2008 Käser-Kaser Gottfried Hofmattstrasse 2

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Aus der Bürgergemeinde: Lostorfer Bürgerrecht zum Aktionspreis! Schweizer Bürger haben bis Ende August die Möglichkeit, das Lostorfer Bürgerrecht zum Aktionspreis zu erhalten. Über die Hintergründe dieser Aktion sprach Barbara Weilenmann mit Bürgergemeindepräsident Bruno Carotta. Weshalb macht die Bürgergemeinde eine Einbürgerungsaktion für Schweizer Bürger? Es gibt mehrere Gründe. Als Folge des neuen Bürgerrechtsgesetzes, gemäss welchem nur noch die effektiven Kosten verrechnet werden dürfen, haben sich die Kosten wesentlich geändert. Deshalb könnte der Erwerb des Bürgerrechts auch für Einwohner mit einem ausserkantonalen Bürgerrecht ein Thema sein. Zudem haben wir Interessierten in den letzten Jahren empfohlen, das neue Einbürgerungsgesetz abzuwarten und ihnen eine Aktion in Aussicht gestellt. Aber auch die Bürgergemeinde hat Interesse, stark in der Dorfgemeinschaft verankert zu sein. In Lostorf leben aktuell 580 Bürgerinnen und Bürger. Wir verlieren aber jährlich zwischen 10 und 15 Personen durch Wegzug oder Todesfall.

Das Redaktionsteam: Corinne Saner (cs) Armando Pagani (ap)

Wer glauben Sie, wird sich an der Aktion beteiligen? Alle diejenigen Einwohnerinnen und Einwohner von Lostorf, die stolz sind, hier zu wohnen und auch Wert darauf legen, das Bürgerrecht dieser Gemeinde zu besitzen. Ich denke da an Einwohner, die schon lange in Lostorf wohnen oder sogar in Lostorf geboren wurden und sich als 100% -ige Lostofer fühlen, jedoch Bürger eines Ortes sind, zu dem sie keine oder nur eine geringe Beziehung haben. Diesen Personen möchten wir die Möglichkeit geben Bürger Lostorfs zu werden. Was sind die Bedingungen für diese Aktion? Es gelten die gleichen Bedingungen wie für eine normale Einbürgerung, d.h. - Mindestens 2 Jahre in Lostorf wohnhaft; Barbara Weilenmann (bw) Druckerei: Quick-Print, Lostorf

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- Mindestens 6 Jahre wohnhaft im Kanton; - Kein Strafregistereintrag; - Keine Betreibungen; - Kein laufendes Strafverfahren Wie steht es mit Kosten und Fristen? Ein Gesuch kostet Fr. 300.-. Für eine Familie mit Kindern unter 18 Jahren braucht es nur 1 Gesuch. Kinder über 18 Jahre benötigen je ein separates Gesuch. Anmeldefrist ist bis Ende August 2008. Der administrative Akt sollte im Frühling/Sommer 2009 abgeschlossen sein. Anträge und Fragen sind zu richten an: Bruno Carotta, Präsident Bürgergemeinde, Kirchmattstrasse 22, 4654 Lostorf Tel. 062 298 22 30 Barbara Weilenmann

Besuchen Sie uns im Internet! www.fdp-lostorf.ch


Info 2008_06