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AZB 9100 Herisau

Nr. 2 / 27. Februar 2008

Appenzeller

Freisinn FDP Wir Liberalen. Unter Freisinnigen Kopf des Monats

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Geits no? Brennpunkt

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Ausserrhoden FDP-Frauen

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7. Jahrgang. Erscheint monatlich.

Jungfreisinnige Kreuzworträtsel

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Offizielles Organ der FDP Appenzell A. Rh.

Inhalt

Libralismus als Chance Spannende Gedanken von Bundesrat Hans-Rudolf Merz an der Gründungsfeier der Jungfreisinnigen Ausserrhoden. Seite 5 Aktivitäten in den Gemeinden Die starke Verwurzelung der FDP begtinnt in den Gemeinden. Die Ortsparteien Gais, Heiden und Herisau waren in den letzten Wochen aktiv. Seite 6 2 × Nein Am 1. Juni gilt es über zwei Vorlagen abzustimmen, welche den Rechtsstaat aushebeln wollen. Die Maulkorbinitiative will dem Bundesrat im Abstimmungskampf das Reden verbieten und die Einbürgerungsinitiative verhindert ein korrektes Einbürgerungsverfahren. Seite 7, 11 Gesundheitspolitik Die Abstimmungsvorlage «Für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenkassenversicherung» bietet die Chance, einen Richtungsentscheid hin zu einem von Qualität, Transparenz und reguliertem Wettbewerb geprägten Gesundheitssystem zu fällen. Mit der Verankerung von Grundsätzen wie Qualität, Transparenz und Wahlfreiheit in der Verfassung werden die Bedürfnisse der Bevölkerung ernst genommen. Seite 18, 19

Der Vorstand der Jungfreisinnigen AR nahm stolz den Bundesrat in seine Mitte.

Jetzt ist der Nachwuchs auch getauft Das Licht der Welt haben die Jungfreisinnigen Ausserrhoden schon vor einigen Monaten erblickt. Mit der feierlichen Taufe im Kantonsratssaal und im Beisein von prominenten Gotten und Göttis ist ein nächster wichtiger Schritt vollzogen worden. Die Gästeliste konnte sich sehen lassen, denn immerhin wurde sie von Bundesrat Hans-Rudolf Merz angeführt. In seiner Ansprache (siehe Seite 5) drückte er gleichzeitig seine Freude und seine Erwartungen aus. Unter den mehr als 60 Gästen an der Tauffeier waren auch

Herausgeberin/Redaktion: Freisinnig-Demokratische Partei der Schweiz, Postfach 6136, 3001 Bern, T: 031 320 35 35, F: 031 320 35 00, E: info@fdp.ch, www.fdp. ch. Kantonalteil: Redaktion Appenzeller Freisinn, Scheidweghalde 4, 9107 Urnäsch, T: 078 614 80 77, F: 071 366 06 65, E: sekretariat@fdp-ar.ch, www.fdp-ar.ch. Layout/Druck: NZZ Print, Postfach, 8021 Zürich, T: 044 258 18 94, F: 044 258 18 99, E: print@nzz.ch, www.nzzprint.ch

Nationalrätin Marianne Kleiner, Ständerat Hans Altherr, Landammann Jakob Brunnschweiler, weitere Regierungsmitglieder, der Kantonsratspräsident und viele klingende Namen mehr vertreten. Nicht zuletzt konnte JFAR-Präsident Andrea Caroni Jungfreisinnige aus al-

len Kantonen der Schweiz begrüssen. Deren Präsidentin, Lena Schneller, freute sich, dass nun nur noch Appenzell Innerrhoden ohne Jungfreisinnige auszukommen glaubt.


Ausserrhoden

Der Liberalismus als Chance für die nächste Generation Auszüge aus der Rede von Bundesrat Hans-Rudolf Merz an der Gründungsversammlung der JFAR Der Liberalismus ist das Lebensgefühl mündiger, freier Männer und Frauen. In der ganzen Kultur unseres Landes ist der Freiheitsgedanke bekanntlich tief verankert; im Staat, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft. Aber jedes Zeitalter muss sich den Liberalismus neu aneignen und ihn nicht etwa neu erfinden. Liberalismus ist also kein Endzustand. Er wird auch nicht über die Geburt automatisch von Generation zu Generation weitergereicht. Nein! Der Freiheitsdrang steckt zwar vielen Menschen tief in den Knochen. Aber das genügt nicht. Es braucht die dauernde Auseinandersetzung mit dem Liberalismus. Und wir brauchen junge Stimmen, die unsere Überzeugungen wieder hinterfragen und weiterentwickeln. Die Politik braucht nämlich immerzu reformorientierte Kräfte. Sie

braucht Kämpfer sowohl gegen den Stillstand als auch die Polarisierung. Wer nicht an eine Zukunft denkt und glaubt, wird auch keine haben. Denn es gibt genug Bewahrer und Verharrer, die auf allen Gebieten Moratorien fordern, die sich nicht mit der Demografiefalle auseinandersetzen, denen der Schuldenberg kein Kopfzerbrechen bereitet, die sich mit der Verteilung der geringer werdenden Reichtümer begnügen oder die das Regelkorsett für Gesellschaft und Wirtschaft noch enger knüpfen wollen. Themen gibt es genug, an denen wir Liberalen arbeiten müssen. Hier ein paar Beispiele: – Wenn Technik und Informatik die totale Überwachung und den gläsernen Bürger ermöglichen, dann muss der Liberale den Schutz der Privatheit zur Seite stellen.

– Wenn Wissen und Technologie auszuufern drohen und nicht mehr bewältigbar scheinen, dann muss der Liberale für Bildung und Chancengleichheit sorgen. – Wenn Klima und Mobilität nicht mehr getraut wird, dann muss der Liberale die verträglichen Massnahmen aufzeigen. – Wenn Sicherheit und Rechtsstaat zu verstärken sind, dann muss der Liberale für menschengerechte Lösungen einstehen. – Wenn der soziale Bereich reformiert wird, dann muss der Liberale für Gerechtigkeit sorgen; er muss jene stärken, die den Schwachen helfen können, und den Erfolgreichen belohnen, nicht bestrafen. – Wenn der Staat übermässig wächst, dann muss ihn der Liberale auf Eigenverantwortung, Augen-

mass und Kernaufgaben zurückbinden. Vieles deutet darauf hin, dass mit dem Zerfall des Kommunismus, mit der Globalisierung der Wirtschaft und mit der Internationalisierung der Politik derzeit ein neues Zeitalter entsteht. Das muss die Stunde der Liberalen sein! Wir müssen unsere Werte an diese Entwicklungen legen, wir müssen unsere Werte sogar zum Massstab für diese Entwicklungen machen. Die eidgenössischen Wahlen haben gezeigt, dass wir inhaltlich auf dem richtigen Weg sind. Sie haben aber auch gezeigt, dass wir die Reform des Liberalismus in der neuen Zeit noch bei weitem nicht abgeschlossen haben. Eine faszinierende Herausforderung steht uns bevor. Eine Aufgabe ganz nach dem Geschmack freier, liberaler Geister.

Junge und freisinnige Impressionen aus dem Kantonsratssaal

Die besten Wünsche von Hanspeter Blaser, Präsident FDP Ausserrhoden.

Ständerat Hans Altherr ist einer der Göttis.

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Der Kantonsratssaal war der würdige Rahmen für die Gründungsfeier.

Jugendliche Frische muss keine Frage des Alters sein: Regierungsrat Jürg Wernli und Bundesrat Hans-Rudolf Merz.

Lena Schneller, Präsidentin Jungfreisinnige Schweiz, freut sich über den Familienzuwachs.

FDP

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Ausserrhoden

FDP Herisau mit dem Blick aufs Ganze

FDP Gais unter neuer Leitung

Die Mandatsträgerinnen und -träger der FDP Herisau haben sich mit der Parteileitung im Casino zum Brainstorming über die Legislaturperiode 2007 bis 2011 getroffen. Das Konzept «Blick aufs Ganze» ermöglichte die Erarbeitung eines politischen Programms für die Ortspartei zu einigen Schwerpunkten. Aus der grossen Palette der Legislaturplanung wurden Themen wie Aufwertung des Dorfzentrums, Förderung der Neuansiedlung von Be-

Die FDP Gais hat an ihrer Hauptversammlung Reto Pfändler als Nachfolger der zurücktretenden Präsidentin Silvia Lenz gewählt. Neu im Vorstand ist zusätzlich Ruedi Koller, der besonders auch wertvolle Positionen aus der Sicht des Gewerbes einbringen wird. Die Hauptversammlung war neben diesen Wahlen geprägt vom gesellschaftlichen Teil, in dem Monika

trieben, Weiterentwicklung integrativer, kostenstraffender Massnahmen im Sozialhilfebereich, bewusste Wahrnehmung und Hervorhebung des kantonalen Spitals und des psychiatrischen Zentrums als Standortvorteil sowie das Steuerklima genauer diskutiert. Die daraus resultierenden Details, Antworten, Bedürfnisse und Ansichten wird die FDP Herisau in ihre Parteiarbeit einbeziehen.

Freund die Klinik Gais – wo die Ortspartei Gastrecht genoss – näher vorstellte. Die Klinik ist eine wichtige Arbeitgeberin in der Gemeinde und gleichzeitig eine ausgezeichnete Imageträgerin weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Deshalb wird beidseitig die gute Zusammenarbeit betont, wie Monika Freund und der anwesende Gemeindepräsident Ernst Koller hervorhoben.

Vorstand FDP Heiden bleibt an Bord Die FDP Heiden hielt kürzlich ihre ordentliche Hauptversammlung ab. An der Spitze der Partei ändert sich nichts: Franz Betschon bleibt Präsident, der übrige Vorstand mit Jacqueline Rieser, Harold Seiler, Pe-

ter Niedermeier, Oliver Brosch und Rolf Niederer wurde von der Versammlung im Amt bestätigt. Die Anwesenden genehmigten gemäss Mitteilung der Partei auch die Rechnung 2007.

Agenda/Termine Teufen Donnerstag, 13. März 2008 19.30 Uhr Hauptversammlung, anschliessend Nominationsversammlung für Gemeinderat/GPK sowie Parolenfassung zu Proporz-Vorlage und Informationen zum Stand «Neues Alterszentrum» und «Betreutes Wohnen», Alterszentrum, Dachgeschoss

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