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Liberales aus der FDP-Landtagsfraktion

September 2009 Inhalt Seite 1

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Editorial

Heinz Herbert Karry-Stiftung

Interview zur Bundestagswahl

Naas direkt gewählt

Abgeordnete auf Tour

Das liberalste Polizeigesetz in Hessen TV-Tipps

Seite 2 Veranstaltungen

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Neuer Regierungspräsident in Darmstadt

Deutschlandtour 2009

Kunst im Plenargebäude

(Fortsetzung von Seite 1)

Interview zur Bundestagswahl FDP-Spende für Sportjugend

Interview zur Bundestagswahl

Abgeordnete auf Tour

FDP Hessen motiviert

Touristische Bedeutung von Jugendherbergen wächst

Hahn: Natürlich sind einige unserer Parteifreunde, die auch in wichtigen Funktionen sind, müde und urlaubsreif. Das kann man ja auch verstehen nach zwei Wahlkämpfen und der letzte Landtagswahlkampf war ja auch wirklich hart. Viele bereiten im Übrigen auch schon ihre Kommunalwahl vor, das ist nämlich die nächste Latte, die wir überspringen müssen. Aber ich glaube: Nach einem Urlaub ist die Motivation wieder da. Ich spüre es jedenfalls. Und was mich besonders freut ist, dass wir täglich neue Mitgliederwünsche haben. Wir werden bald die magische Zahl von 7000 Mitgliedern überspringen. Alles das zeigt – ich sag es mal flapsig–: Die liberale Truppe in Hessen ist motiviert.

„Das Reiseland Hessen ist etwas ganz besonderes und hat viel zu bieten – gerade auch für jüngere Besucher“, so Jürgen Lenders, tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Hans-Christian Mick, der jugendpolitische Sprecher.

Liebe Leserinnen und Leser, seit einem halben Jahr regiert die FDP in Hessen wieder. Dass die Liberalen erneut mitgestalten, spüren die Menschen und es ist gut für unser Bundesland. Hier nur einige Beispiele: Sei es der erste Spatenstich am Frankfurter Flughafen, die TaskForce zur A44, das neue Schulund Lehrerbildungsgesetz, die Vorbereitungen zur Einführung von islamischen Religionsunterricht, Integrations-Modellregionen oder das liberalste Polizeigesetz, das es in Hessen je gab: Unser Wort gilt! Im nächsten halben Jahr sorgen wir in Hessen endlich für ein besseres Nichtraucherschutzgesetz und für Anpassungen im Bereich des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Vor allem aber geht es bis zum 27. September darum, dass wir alle mithelfen, ein gutes Wahlergebnis zu erzielen: Damit wir auch im Bund den dringend nötigen Politikwechsel erreichen!

Ihr

Florian Rentsch FDP-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag

Jörg-Uwe Hahn (li.) und Wolfgang Gerhardt

Die FDP steht in den Umfragen gut da. Wie wird aus guten Umfragen jetzt ein gutes Wahlergebnis? Gerhardt: Durch engagierten Wahlkampf, der zuerst darin besteht, Fehler zu vermeiden, zweitens darin besteht, klare Botschaften an die Menschen zu vermitteln und drittens darin besteht, Charakter und Haltung und Überzeugung zu vermitteln. Denn die Menschen suchen Vertrauen. Ich glaube, dass wir dieses Paket wie schon bei der hessischen Landtagswahl auch für die Bundestagswahl in Hessen anbieten und gehe auch von einem deutlichen zweistelligen Wahlergebnis in Hessen aus. Sehen Sie das auch so, Herr Hahn? Hahn: Die hessische FDP hat in den letzten Jahren gezeigt, dass sie Wahlkämpfe gut und erfolgreich und insbesondere geschlossen gestal-

ten kann. Wir sind einer der FDPLandesverbände, die im Ranking auch ganz oben stehen und für die Bundespartei viele Stimmen holen. Das werden wir in unserer besonderen Art auch wieder machen. Wir werden unaufgeregt, aber sehr selbstbewusst auftreten. Ich denke, dass die Politik der hessischen CDU-FDP-Koalition eine Blaupause für die Bundespolitik sein kann, und ich bin mir sehr sicher, dass im nächsten deutschen Bundestag mehr als nur fünf hessische Liberale als Abgeordnete vertreten sein werden. Die Wahlkämpfer hier in Hessen haben ja viel geleistet (zwei Landtagswahlkämpfe und die Europawahl): Sind die Parteimitglieder trotzdem motiviert genug für die Bundestagswahl oder motivieren Sie sie jetzt noch mal zusätzlich?

Warum steht die FDP gerade jetzt, in Zeiten der Krise, so gut da? Gerhardt: Ich bin davon überzeugt, dass auch in kritischen Situationen nichts wirkungsvoller ist, als ein klarer Kurs, eine Erkennbarkeit der eigenen Positionen. Es geht darum, keine Angst zu haben, auch unangenehme Wahrheiten zu sagen, aber den Menschen auch eine Perspektive aufzuzeigen. Es ist genügend Geld da für eine Steuerreform, wenn man sie will. Der SPD-Finanzminister Oskar Lafontaine hätte genügend Geld gehabt, der SPD-Finanzminister Eichel hätte genügend Geld gehabt, der SPD-Finanzminister Steinbrück hätte genügend

Jürgen Lenders (li.) und Hans-Christian Mick bei der Stadtführung in Fulda

Um das zu zeigen, begaben sich die Beiden zusammen mit den Jungen Liberalen auf eine Jugendherbergstour durch Hessen. Insbesondere die Jugendherbergen in Hessen machten ein attraktives und preisgünstiges Angebot für junge Leute, betonten Lenders und Mick. Dies sollte durch das Programm der Tour gezeigt werden. Am 11. Juli ging es los. Fünf spannende Tour-Tage standen bevor: Von einer Segeltour auf dem nordhessischen Edersee, über eine Kulturführung im osthessischen Fulda bis hin zum Klettern im Hochseilgarten in Oberreifenberg im Taunus reichte die Palette. W

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im Hessischen Landtag


Baron neuer Regierungspräsident

Kunst im Plenargebäude

Liberale Stabsübergabe

Ruth Wagner stellte aus

Der Rahmen war entsprechend feierlich: Rund 950 Gäste waren in das Große Haus des Darmstädter Staatstheaters gekommen, um dabei zu sein: bei der Amtsübergabe im Regierungspräsidium Darmstadt.

„Als Politikerin macht sie Kunst, als Künstlerin denkt sie politisch“, so der Galerist Claus K. Netuschil am 24. Juni bei der Eröffnung der Kunstausstellung im Hessischen Landtag mit Werken von Ruth Wagner.

Veranstaltungen 2009 W

Wahlkampfveranstaltung Mit Dr. Wolfgang Gerhardt, Dr. Guido Westerwelle, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Heinrich Kolb und Mechthild Dyckmanns p Documenta Kassel p 16. September, 19 Uhr

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Wahlkampfveranstaltung Mit Dr. Wolfgang Gerhardt, Jörg-Uwe Hahn und Dr. Hermann Otto Solms p Gießen, Bürgerhaus Lich p 18. September, 19 Uhr

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Truck-Tour Bundestagswahl 2009 in Frankfurt Mit Dr. Wolfgang Gerhardt, Dr. Guido Westerwelle, Jörg-Uwe Hahn, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Heinrich Kolb, Mechthild Dyckmanns und Rainer Brüderle p Frankfurt, Hauptwache p 22. September, 17 Uhr

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Neuer Chef von Hessens größtem Regierungsbezirk wurde Johannes Baron (FDP). Er war zuvor Erster Stadtrat in Kelkheim im Taunus. Er bekommt sogar Anerkennung vom politischen Gegner: Ihm werden Sachkenntnis und Souveränität be-

scheinigt. Der 43-Jährige ist in Darmstadt der zehnte Regierungspräsident. Zugleich wurde Barons Vorgänger, Gerold Dieke, nach zehn Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Er habe „stilbildend“ gewirkt und habe es stets verstanden, auch in schwierigen Situationen „die Menschen mitzunehmen“, so der Landesvorsitzende der hessischen FDP, Jörg-Uwe Hahn, in seinem Grußwort. Innenminister Volker Bouffier ergänzte, der 66-Jährige habe sich Anerkennung und Respekt erwor-

Wahlkampfabschlussveranstaltung Mit Dr. Wolfgang Gerhardt, Jörg-Uwe Hahn und Florian Rentsch p Wiesbaden p 25. September, 18 Uhr Johannes Baron (li.) und Gerold Dieke

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ben: „Sie und Ihre Art haben der Behörde gut getan. Sie haben ihr ein Gesicht gegeben.“ Auch die personelle Verschlankung sei gut bewältigt worden. Baron warb um das Vertrauen der rund 1600 Mitarbeiter des Regierungspräsidiums. „Wer glaubt, alleine führen zu können, der liegt daneben.“ Als Ziel gab er vor, „das hohe fachliche Niveau der Mitarbeiter mindestens zu halten“. Nach dem Ende der Wirtschaftskrise würden Fachleute gebraucht für schnelle Genehmigungsverfahren. Allerdings könne auch er Einschnitte nicht ausschließen. „Ich kann nicht versprechen, dass nicht gespart werden muss.“ Auf sein Jobangebot angesprochen erzählte der FDP-Mann Baron in einem Interview: „Ich habe mir das recht zügig überlegt und mich noch am selben Tag entschieden“ als Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn bei ihm anfragte. Nur einen kleinen Haken hat die Entscheidung: Die neue Aufgabe als Regierungspräsident von Darmstadt bedeutet wegen potentieller Konflikte das Aus für Barons kommunalpolitischen Ämter. Die Aufgaben als FDPFraktionsvorsitzender im Kreistag Main-Taunus und in der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbands sind also passé. W

Netuschil bezog sich auf den Ausstellungstitel: „Zwischenwelten – zwischen den Welten 1999 2009“. Die Ausstellung, mit Bildern der letzten zehn Jahre, war die Erste im neuen Landtagsgebäude. Landtagspräsident Norbert Kartmann sagte: „Ich freue mich besonders, dass wir diese Premiere mit den Werken der ehemaligen Landtagsvizepräsidentin und Ministerin für Wissenschaft und Kunst begehen.“ Die Ausstellung ging bis zum 10. Juli. W


HessenDepesche

| September 2009

Heinz Herbert Karry-Stiftung

Neuer Vorsitzender

Dieter Posch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, ist zum neuen Vorsitzenden des Stiftungsrats der Heinz Herbert Karry-Stiftung gewählt worden. Zuvor hatte Ruth Wagner, Staatsministerin a. D., rund zehn Jahre den Vorsitz inne. Wagner bleibt Mitglied des Stiftungsvorstands. Heinz Herbert Karry war ab dem Jahr 1960 Mitglied im Hessischen Landtag, von 1968 bis 1970 Vorsitzender der FDP-Fraktion und von 1970 bis zu seinem Tod 1981 Minister für Wirtschaft und Technik sowie stellvertretender Ministerpräsident. Er hat sich politisch u.a.

für die Erweiterung des Frankfurter Flughafens eingesetzt. Der heimtückische Mord an Heinz Herbert Karry ist trotz eines Selbstbezichtigungsschreibens so genannter „Revolutionärer Zellen“ nie aufgeklärt worden. In Erinnerung an den ehemaligen Staatsminister des Landes Hessen verleiht die Heinz Herbert Karry-Stiftung alle zwei Jahre den Heinz Herbert Karry-Preis. Die Auszeichnung erhalten Persönlichkeiten, die sich um den Ausbau des freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaats verdient gemacht haben. In diesem Jahr würdigte die Jury die Verdienste des Vorstandsvorsitzenden der B. Braun Meldungen AG und ehemaligen DIHK-Präsidenten, Ludwig Georg Braun. Er bekam den Preis für sein breites Engagement in zahlreichen unternehmerischen, sozial- und gesellschaftspolitischen Bereichen der Bundesrepublik Deutschland. Herr Braun hat inzwischen das Stiftungspreisgeld dem Förderverein Kloster Haydau e.V. für den weiteren Rekonstruktionsausbau der Gartenanlage zur Verfügung gestellt. W

www.fdp-hessen.de FDP immer stärker in Kommunen

Direkt gewählt! Die Steinbacher Bürgerinnen und Bürger haben den FDPKandidaten Dr. Stefan Naas in der Stichwahl am 21. Juni 2009 mit 62,7 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. „Ich danke den Wählerinnen und Bürgern für ihr Vertrauen, für die guten Wünsche und die Unterstützung. Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, so Dr. Naas. „Direktwahlen sind Persönlichkeitswahlen. Es kommt immer öfter vor, dass gerade Liberale diese Persönlichkeitswahl für sich entscheiden“, so Hessens FDP-Chef JörgUwe Hahn. Die hessischen Liberalen stellen mit Wolfram Dette in Wetzlar einen Oberbürgermeister. Stefan Naas ist nunmehr der 10. direkt gewählte Bürgermeister der FDP in Hessen. Zuletzt wurde am 5. 7. 2009 Heinrich Vesper als Bürgermeister von Willingshausen mit hervorragendem Ergebnis wieder gewählt. Hahn sagte weiter: „Die FDP Hessen ist wieder eine erfolgreiche Kommunalpartei. Das zeigt sich auch daran, dass sie in den haupt-

amtlichen Magistraten wie in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Gießen, Hanau und Wiesbaden sowie in den Kreisen Hochtaunus, Main-Taunus und Werra-Meißner vertreten ist. Das Ziel der FDP Hessen ist es nunmehr, bei der Kommunalwahl im März 2011 erfolgreich zu sein und die Zahl der Ehrenamtlichen um 50 Prozent zu steigern“, so der FDP-Landesvorsitzende. W

TV-Tipps 2009 W

hr-Bürgersendung vor der Bundestagswahl Mit Dr. Hermann-Otto Solms p 15. September, 22.15 – 23.15 Uhr p im hr-Fernsehen

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hr-SpitzenkandidatenRunde vor der Bundestagswahl Mit Dr. Wolfgang Gerhardt p 22. September, 22.15 – 23.15 Uhr p im hr-Fernsehen

Das liberalste Polizeigesetz in Hessen Im Juni haben die Fraktionen von FDP und CDU den Entwurf für eines der modernsten Polizeigesetze in Deutschland (HSOG) in den Landtag eingebracht. „In langen, in der Sache schwierigen, aber vor allem gründlichen und zielorientierten Verhandlungen konnte die FDP eine Fülle neuer, beziehungsweise modifizierter Regelungen mit deutlich liberaler Handschrift kennzeichnen. Dadurch wird die Sicherheit in Hessen weiter gesteigert und gleichzeitig die Bürgerrechte geschützt und gesichert. So bekommen wir das liberalste Polizeigesetz, das es in Hessen je gegeben hat“, so der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Wolfgang Greilich. Die FDP hat die Herausforderung der veränderten Bedrohungslage durch terroristisch motivierte Straftaten mit großem Verantwortungsbewusstsein angenommen und sehr sorgfältig und verlässlich an praktikablen Lösungen gearbeitet. Der Einsatz von Kennzeichenlesegeräten wurde entsprechend

den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts geregelt. Der flächendeckende Einsatz bleibt dabei weiter unzulässig. Genauso dürfen Bewegungsbilder nicht erstellt werden. Die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen haben wir zeitlich befristet. Erstmals haben wir auf Landesebene Berufsgeheimnisträger unter besonderen Schutz gestellt. Die Überwachung von Telekommunikation an der Quelle („Quellen-TKÜ“) passt lediglich eine bereits bestehende Ermächtigungsgrundlage an technische Neuerungen an. Die Online-Durchsuchung ist und bleibt in Hessen weiter unzulässig. Des Weiteren ist nun auch bei Polizeimaßnahmen in Hessen der Kernbereich privater Lebensgestaltung in Hessen speziell berücksichtigt. Ist dieser betroffen, sind Überwachungsmaßnahmen unzulässig. Bestehen insoweit Zweifel muss ein Richter entscheiden. Zusätzliche Eingriffsmaßnahmen wurden unter Richtervorbehalt gestellt. W

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HessenDepesche

| September 2009

Deutschlandtour 2009

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Zeugnis für Große Koalition Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes hat das Klassenzimmer der FDP auch am Luisenplatz in Darmstadt halt gemacht. Hier hatten die Darmstädter Bürger Gelegenheit, der Bundesregierung für die Legislaturperiode ein Zeugnis auszustellen. Auch konnten sich die interessierten Bürger bei dem anwesenden Kandidaten zur Bundestags-

wahl, Herrn Christoph Hentzen, dem Bundestagsabgeordneten, Dr. Heinrich Kolb, und dem Fraktionsgeschäftsführer der FDP Fraktion im Hessischen Landtag, Herrn Leif Blum, über die Positionen der FDP informieren. W

v. l. n. r.: Leif Blum (MdL), Dr. Heinrich Kolb (MdB), Christoph Hentzen

FDP-Fraktion spendet für Sportjugendzentrum

Neuer Tischkicker Auf dem Hessentag war er sehr gefragt: der Tischkicker am Stand der FDP-Fraktion. Dabei hat sich gezeigt wie verbindend auch diese „Sportarena im Kleinen“ sein kann. Denn am Tisch standen sich immer mal wieder gemischte, fraktionsübergreifende Teams aus dem Hessischen Landtag und Besucher des Festes gegenüber. Der Tisch war der FDP-Landtagsfraktion von der Firma Gauselmann für die Zeit des Hessentags zur Verfügung gestellt worden. Fraktionsvorsitzender Florian Rentsch übergab am 22. Juni den Kicker an das Sportjugendzentrum Kuckucksnest in FrankfurtSachsenhausen: „Ich freue mich, dass wir Dank der Spende der Firma Gauselmann im Anschluss an den Hessentag wieder eine soziale Einrichtung in Hessen auswählen konnten, die den Tisch geschenkt bekommt.“ Der Leiter des Zentralbereichs Kommunikation der Firma Gauselmann, Herr Mario Hoffmeister, ergänzte den

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Wunsch, dass der Tischkicker auch an seinem neuen Platz verbinden möge. Der ebenfalls anwesende Vorsitzende der Sportjugend Frankfurt, Peter Benesch, sagte über die Spende: „Wir freuen uns sehr über den neuen Kicker. Unser alter Tisch war in die Jahre gekommen.“ Der Kicker soll im offenen Bereich des Kukkucksnestes stehen und zur pädagogischen Arbeit beitragen. Das Jugendzentrum bietet ein breit gefächertes Sportangebot, wie z.B. das angeleitete Konditions- und Fitnesstraining im Rahmen des Konzepts „Sport als Gewaltprävention“. Durch die Kombination des Sportangebots mit den Angeboten der offenen Jugendarbeit werden Jugendliche erreicht, die von den herkömmlichen Konzepten kaum angesprochen werden. W

v. l. n. r.: Florian Rentsch, Margarethe Bühler, Mario Hoffmeister und Peter Benesch

Geld gehabt. Er hat Milliarden Mehreinnahmen gehabt, die ausgegeben worden sind. Selbst für die nächsten Jahre rechnen wir mit über 100 Milliarden, eher über 120 Milliarden Mehreinnahmen. Die Zahlen, die herumgeistern, sind bisher reine Schätzungen, aber sie sind nicht die Ist-Zahlen der Haushalte. Und deshalb bleibt auch genügend Geld für eine Steuersenkung auf breiter Front. Die ist allemal besser als die branchenspezifischen Programme für alles und jedes. Warum bewirkt die Kritik der politischen Gegner bei vielen Wählern nichts? Im Gegenteil: Viele, das zeigen ja auch die Mitgliederzahlen, gehen zur FDP. Hahn: Ich glaube, dass viele Menschen, insbesondere Menschen, die selbstständig denken, die selbstständig fühlen, sich immer mehr von dieser Sozialdemokratisierung in der Bundespolitik abgestoßen fühlen. Ja, es ist ein gutes Gefühl, wenn man als FDP-Landesvorsitzender überall hinkommt und dann beglückwünscht wird nach dem Motto: ‚Ihr als Liberale zeigt wenigstens noch, dass es die soziale Marktwirtschaft gibt’. Und das höre ich aus Kreisen, die ich bis vor einigen Jahren noch als reine CDU-Wählerkreise hätte beschreiben können. Da kommen sehr, sehr viele von der Union Enttäuschte, von der sozialen Marktwirtschaft geprägte Persönlichkeiten, zunächst als Wähler zu uns. Ich merke es aber auch, teilweise kommen sie schon als Mitglieder zu uns. Das ist eine Folge davon, dass wir konsequent die Politik von Ludwig Erhard weiter fortsetzen und Angela Merkel jedenfalls jetzt in der großen Koalition diesen Kurs verlassen hat. Die FDP steht ja nicht nur für das Steuerkonzept, sondern sie steht ja für vieles andere mehr. Was sind denn weitere Kernbotschaften in ihrem Wahlkampf? Gerhardt: Für mich sind das eindeutig Bildung und Erziehung. Und internationale Politik, denn Deutschland muss sich daran erinnern, wie es aus der größten Katastrophe nach dem zweiten Weltkrieg herausgekommen ist. Das war das atlantische Bündnis, der europäische Weg und zweitens eine unbändige Willensanstrengung zu arbeiten und zu lernen. Das ist das Innovationspaket und auch der Weg zu sozialer Sicherheit. Man kann ja nicht nur das Geld anderer Leute verteilen, sondern man muss sich selbst Gedanken machen, wie wir wieder auf die Füße kommen nach den Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Aber auch schon vorher hatten wir ja nicht die überragenden Wachs-

tumsraten. Und da es in der Welt keine Stammplätze mehr gibt, geht das nur über Lernen und Arbeiten. Sie sind jetzt das erste Mal für den Wahlkreis Wiesbaden im Rennen und wieder die Nr. 1 der FDP in Hessen für die Bundestagswahl. Ergibt sich da aus Ihrer Sicht eine neue Situation für Sie? Gerhardt: Es gibt mir eine unglaubliche Motivation, für den Landesverband Hessen ein sehr, sehr gutes Bundestagswahlergebnis mit meiner Beteiligung zu erzielen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir in der Rangliste – und so ist das ja nun mal – als Landesverband wieder ganz vorne mitlanden würden. Es sieht aber auch gut aus. Jörg-Uwe Hahn hat einen formidablen Landtagswahlkampf geführt. Wir hatten ja ein fantastisches Landtagswahlergebnis und ich glaube, dass das Vertrauen hinübergetragen werden muss aus der Wählerschaft in eine Bundestagswahl. Deshalb habe ich eine Großfläche herstellen lassen, wie das Jörg-Uwe Hahn politisch gemacht hat, die heißt: ‚Mein Wort gilt auch nach der Wahl’. Abschlussfrage an den Landesvorsitzenden: Wie wird die Wahl ausgehen, mit was rechnen Sie? Hahn: Wahlen entscheiden sich, das haben wir in Hessen auch gelernt, immer erst in den letzten Wochen. Und es wird für die Bürgerlichen knapp werden, sie dürfen keinen Fehler begehen und ich habe Angst, dass die Union wieder Fehler begeht. Die Ministerpräsidenten, Herr Oettinger und Herr Böhmer, haben ja erst vor einigen Wochen wieder bewiesen, wie man mit unsinnigen Wortmeldungen in der Öffentlichkeit Verwirrung bei den Wählern stiften kann. Ich hoffe, dass meine Partei, die FDP, diesmal die Disziplin hat, einen engagierten Wahlkampf zu leisten, ohne dass es Angriffsflächen gibt. Ich hoffe, dass es eine stabile bürgerliche Mehrheit auch in Berlin gibt. Ich hoffe, dass wir dann endlich anfangen können, gemeinsam mit den mindestens fünf FDP-beteiligten Ländern – vielleicht kommt ja noch das ein oder andere Land in den nächsten Wochen dazu – eine Bundespolitik zu machen, die wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird, wo wieder klar wird, dass die Bürger die Bürger sind und nicht der Staat derjenige ist, der alles gebietet und für alles kassiert. W

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Florian Rentsch bei den Dreharbeiten für das RTL-Sommerinterview auf der Berger Straße in Frankfurt. RTL hat die Berger Straße zur „Wahlstraße“ auserkoren und sendet von dort immer wieder bis zur Bundestagswahl. Das Foto machte Marco Krause.

Impressum Herausgeber Wirtschafts- und Sozialpolitik Verlags GmbH Marktplatz 13 65183 Wiesbaden Telefon 06 11–999 06–14 Fax 06 11–999 06–35 Im Auftrag der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag Redaktion Marco Krause (V.i.S.d.P.) Jasmin Gruner Helene Servaty Schloßplatz 1–3 65183 Wiesbaden Telefon 06 11–35 05 76 Fax 06 11–35 05 79 presse-fdp@ltg.hessen.de Bildnachweis Archiv der FDP-Fraktion Fotolia Joko Rau Steffen Ebert Konzeption und Gestaltung Atelier für Gestaltung, P. Minn minn@atelier-minn.de Redaktionsschluss 19. August 2009

Das Interview führte DepescheRedakteur Marco Krause am 31. Juli mit Jörg-Uwe Hahn, dem Vorsitzenden der FDP Hessen, und Dr. Wolfgang Gerhardt, dem hessischen Spitzenkandidaten.

in Hessen

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09 2009 Hessen Depesche  

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