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Viele Gründe für den Erhalt – Die Argumente des Bürgerbegehrens Begründung der Initiatoren des Bürgerbegehrens Joachim Behm, Beate Albert und Helmer Krane Das Haus der Sozialen Dienste (Altonaer Str. 22) soll abgerissen werden, um dort einen Neubau für eine KiTa mit drei U3 und einer Ü3-Gruppe zu errichten. Auch das Bürgerbegehren möchte KiTaPlätze schaffen. Aber aus Sicht des Bürgerbegehrens geht das sozialer und finanziell günstiger. Warum ein Erhalt sozial sinnvoll ist: Das Grundstück ist der falsche Standort für eine KiTa. Zum einen sind die Altonaer Straße und die sechs geplanten Elternparkplätze nicht geeignet für den Hol- und Bringverkehr, den die vorgesehenen 50 KiTa-Plätze erzeugten. Zum anderen liegen bereits fast alle KiTas im Innenstadtbereich. Eltern brauchen aber eine flächendeckende Versorgung mit Betreuungsplätzen. Ein Erhalt ist zudem sozial, weil in dem Gebäude bisher unter anderem der Kinderschutzbund, der Sozialverband und das Deutsche Rote Kreuz ihre Arbeitsräume hatten. Sie müssen das Gebäude wegen des Abrisses verlassen. Die von der Stadt gebotenen Alternativräume sind aber entweder ungeeignet – etwa weil es keinen barrierefreien Zugang oder die Möglichkeit für ein vertrauliches Gespräch gibt – oder die zu tragende anteilige Miete ist für die sozialen Vereine zu hoch. Ein Abriss schädigt das Ehrenamt in Bad Bramstedt. Zudem liegt das Haus an der denkmalgeschützten Altonaer Straße. Das 150 Jahre alte Haus selbst ist zwar nur einfach denkmalgeschützt, trotzdem gehört es zum historischen Stadtbild. Von Anfang an diente es als Armenhaus und Altersheim sozialen Zwecken. Ein Abriss schädigt das historische Stadtbild Bad Bramstedts. Warum der Erhalt finanziell sinnvoll ist: Der Plan der Stadt Abriss und Neubau sind mit 1,4 Mio. EURO angesetzt. Unter Abzug der bewilligten Fördermittel muss die Stadt einmalig 790.000 EURO zahlen. Hinzu kommen laufende Kosten von ca. 34.000 EURO (Angabe nicht abschließend, Verträge werden noch verhandelt) für die Alternativräume, die die Stadt für die sozialen Vereine anmietet bzw. die sie teilweise subventioniert. Hinzukommen die Zinslasten, weil die Stadt für Abriss und Bau einen Kredit aufnehmen muss. Bei einem KfW-Kredit in Höhe der Baukosten der Stadt, einer jährlichen Verzinsung von 1 % und einer Laufzeit von 30 Jahren sind das ca. 120.000 EURO Zinskosten. Die Alternative Alternativ bietet sich ein Ausbau der KiTa „Löwenzahn“ für drei U3-Gruppen an. Der Bau würde von einem privaten Investor finanziert werden, sodass für die Stadt keine Baukosten und somit auch keine Zinslasten anfielen. Zudem müsste die Stadt nicht für die Instandhaltung sorgen. Das Mietverhältnis würde für die Stadt geschätzt etwa 30.000 EURO an laufenden Kosten jährlich verursachen. Eine Nutzung zur Miete ist auch deswegen vorteilhaft, weil nicht vorausgesagt werden kann, ob die Stadt auch in Zukunft einen solchen Bedarf an U3-Plätzen haben wird. Des Weiteren ist es kein Gegenargument, dass die U3-Gruppen im Obergeschoss lägen. Auch in der KiTa in Hitzhusen sind die U3-Gruppen im Obergeschoss, ohne dass es Probleme gibt. Auch ist das Haus der Sozialen Dienste – entgegen Behauptungen – nicht „unbewohnbar“. Sollte es aber saniert werden müssen, schätzt die Stadt diese Kosten auf mindestens 315.000 EURO ein. Die laufenden Betriebskosten für das Haus, hängen von der wirtschaftlichen Nutzung des Gebäudes ab. Dürfen die sozialen Vereine die Räume weiter bewohnen, belaufen sich diese auf ca. 20.000 EURO pro Jahr. Wie sich aber u.a. die jeweiligen Umstände, Mietpreise oder Betriebskosten in den nächsten 50 Jahren entwickeln, ist nicht verlässlich vorhersagbar. Sollte trotz der zur Zeit immer noch freien Ü3Plätze in Bad Bramstedt ein Bedarf für eine weitere Ü3-Gruppe bestehen, können die alten Räume des „Wühlmäuse“-Hortes im Haus der Sozialen Dienste renoviert und dafür genutzt werden. Aus diesen Gründen ist ein Erhalt des Hauses der Sozialen Dienste sozial und finanziell richtig. Wenn sie dieses Anliegen unterstützen, füllen Sie den Abstimmungszettel bitte folgendermaßen aus: Bürgerentscheid 1: „Ja“ / Bürgerentscheid 2: „Nein“ / Stichfrage: „Erhalt des Hauses der Sozialen Dienste“.


BE2014HdSD-Begruendung