{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade.

Page 78

Das Alter hat nichts mit dem Geburtsschein zu tun.

Gustav Peichl, auch bekannt als Ironimus, Architekt und Karikaturist, 1928–2019

Urbane Zukunft?

Das Kulturjahr 2020 kommt gerade ordentlich in Schwung. Und das mit über 90 Projekten, politischer Einhelligkeit, klaren Strukturen und dem Wunsch nach Erneuerung der Grazer Stadtidentität mit den Werkzeugen Kultur und Wissenschaft. Damit so etwas gelingen kann, braucht es ein starkes Team.

Fotos: Larry R. Williams, Johannes Gellner, Lex Karelly

Von Michael Petrowitsch

I

ch spreche mit Christian Mayer, Programmmanager und gleichzeitig schon mal die Hälfte des starken Teams. Aus einem mittelstarken schnellen Espresso entwickelt sich ein langes Gespräch über breite Aufgestelltheit und semiaristotelische Weitsicht. Womit wir beim Einstieg wären …

Ihr seid recht wenig für so eine Riesengeschichte. Im Vergleich zu anderen Festivals, wie etwa dem steirischen herbst, ist ja alles sehr schlank, geht das überhaupt? Es ist in der Tat sehr schlank aufgestellt! Für das Kulturjahr stehen zwei volle Stel78 /// FAZIT JÄNNER 2020

len zur Verfügung. Eine Stelle besetze ich und eine weitere zwei Mitarbeiterinnen je zur Hälfte. Zusätzlich steht jemand begleitend für das Marketing zur Verfügung. Außerdem sind wir Teil des Kulturamtes. Daher steht das ganze Knowhow, die Expertise etc. des Kulturamtes um Leiter Michael Grossmann dahinter. Es handelt sich ja um eine Förderstruktur, das heißt die Einreicherinnen und Einreicher bewarben sich um Förderung zur Realisierung ihrer Projektideen. Die Experten zur Abwicklung der Förderansuchen sitzen im Kulturamt. Es ist eine Gemeinschaftsarbeit. Weitere Abteilungen der Stadt kommen auch mit dem Kulturjahr in Berührung. Diese sind dann für Bewilligungen und andere

Christian Mayer im Gespräch mit Michael Petrowitsch

organisatorische Details zuständig. Ohne diesen Hintergrund ginge es wohl nicht so schlank. Im Vergleich zu 2003 bewegen sich die Projekte ja fast wie freie Radikale, gibt es Prioritäten in der Auswahl, wer wann drankommt? Das Kulturjahr ist in seiner Form völliges Neuland und damit eine neue Erfahrung für beide Seiten. Es folgt einer Förderstruktur, also sind die Einreicher zu 100 Prozent für die zeitliche Umsetzung der Projekte selbst verantwortlich. Mein Credo von vornherein war, dass sich das Kulturjahr in friedlicher Koexistenz in den normalen Veranstaltungsreigen des Jah-

Profile for Fazitmagazin

Fazit 159  

Jänner 2020

Fazit 159  

Jänner 2020

Advertisement