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Wirtschaft

Steuerspar-Tipps zum Jahresende I

n guter Tradition von Weihnachten und Silvester stehen unsere Steuertipps. Hier also ein paar Vorschläge, wie Sie noch heuer profitieren können.

de Vorauszahlungen geleistet haben, dann gilt es, bei gleicher Gewinnerwartung für 2018 zu überlegen, ob nicht auch heuer erneut diese Vorauszahlung geleistet werden sollte, da es ansonsten zu einer Nachversteuerung dieses Einmaleffektes kommt.

Tipp 1: Beherbergungsleistungen Starten wir gleich einmal damit, dass Sie schon vor Jahresende in den Steuerspargenuss kommen. Die Umsatzsteuer auf Beherbergungsleistungen ist per 1.11.2018 von 13 % auf 10 % gesenkt worden.

Unternehmer

Tipp 2: Tätigen Sie Investitionen noch im alten Jahr Wirtschaftsgüter, die bis zum Jahresende in Betrieb genommen werden, berechtigen zu einer Halbjahresabschreibung. Mit der Bezahlung können Sie sich aber bis zum nächsten Jahr Zeit lassen. Investitionen mit Anschaffungskosten bis 400,Euro (exklusive USt. bei Vorsteuerabzug) können sofort als geringwertige Wirtschaftsgüter abgesetzt werden. Um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag optimal zu nutzen, ist noch vor Ablauf des Jahres der erwartete steuerliche Jahresgewinn 2018 zu schätzen und die Höhe der Investitionen für den Gewinnfreibetrag zu ermitteln. Seit 2017 steht eine attraktivere, über Wohnbauanleihen hinausgehende Palette an Wertpapieren für Anschaffungen offen. Wichtig: 34 /// FAZIT JÄNNER 2019

Mag. Dr. Nadja Hubmann, Steuerberaterin Die Wertpapiere müssen am 31.12.2018 auf Ihrem Depot liegen! Bilanzierer haben durch Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen einen gewissen Gestaltungsspielraum bei der Gewinnermittlung 2018. Bei der Bewertung von unfertigen Arbeiten und Erzeugnissen unterbleibt der Ansatz des Gewinns. Einnahmen-Ausgaben-Rechner können ihren Gewinn durch Vorziehen von Ausgaben und Verschieben von Einnahmen steuern. Dabei ist allerdings zu beachten, dass regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben, die 15 Tage vor oder nach dem Jahresende bezahlt werden, steuerlich dem Jahr zuzurechnen sind, zu dem sie wirtschaftlich gehören. Sollten Sie bereits im vergangenen Jahr entsprechen-

Tipp 3: Überlegen Sie, ob Sie auf die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer verzichten Unternehmer mit einem Jahres-Nettoumsatz von bis zu 30.000,- Euro sind umsatzsteuerlich Kleinunternehmer und damit von der Umsatzsteuer befreit. Je nach anzuwendendem Umsatzsteuersatz entspricht dies einem Bruttoumsatz (inkl. USt) von 33.000,- Euro (bei nur 10%igen Umsätzen, wie z.B. Wohnungsvermietung) bis 36.000 Euro (bei nur 20%igen Umsätzen). Von der Berechnung der Kleinunternehmergrenze ausgenommen sind bestimmte steuerfreie Umsätze wie z.B. die aus ärztlicher Tätigkeit oder als Aufsichtsrat. Bei Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung darf keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden. Überdies geht der Vorsteuerabzug für alle mit den Umsätzen zusammenhängenden Ausgaben verloren. In vielen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, auf diese Steuerbefreiung zu verzichten, um dadurch in den Genuss des Vorsteuerabzugs für die mit den Umsätzen zusammenhängenden

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Fazit 149  

Jänner 2019

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