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DI Markus Liebeg, BSc

Heute schon trainiert? Alle reden von digitaler Transformation … und wie viele „tun es“? Einschlägigen Umfragen zufolge hat mehr als die Hälfte der österreichischen Unternehmer noch keinen Fahrplan durch das entscheidende Thema der Gegenwart und Zukunft! Das ist bemerkenswert und lässt darauf schließen, dass die Brisanz der Entwicklung unterschätzt wird. Wer unter den Unternehmern aber künftig Gewinner oder Verlierer sein wird, wird allein deren digitale Fitness bestimmen. Einsicht, Weitblick, Entschlossenheit, Agilität und Durchsetzungsvermögen werden den Unterschied ausmachen. Wenn die Digitalisierung ein Marathon ist, für den Ausdauer und mentale Stärke notwendig sind, geht es zunächst einmal darum, den ersten Schritt zu tun: Machen Sie die Digitalisierung zur Chefsache. Zweitens: Beginnen Sie mit einem digitalen Fitness-Check. Stellen Sie fest, auf welchem Stand Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter in Sachen Digitalisierung sind, welche Stärken und Schwächen bestehen. Drittens: Erarbeiten Sie auf dieser Basis Ihr individuelles Training, indem Sie die ersten Maßnahmen in den einzelnen Bereichen Ihres Unternehmens setzen. Viertens: Steigern Sie Ihren digitalen Fitnesslevel Schritt für Schritt. Warten Sie nicht länger und starten Sie mit Ihrer digitalen Agenda jetzt. Wir haben uns auf die Begleitung von kleinen und mittleren Unternehmen auf deren Weg in die digitale Zukunft spezialisiert. Nutzen Sie uns als Personal Coach, der Sie auf Ihrem aktuellen Stand abholt, Ihr Trainingsprogramm steuert und begleitet sowie laufende Fortschritts- und Erfolgskontrollen macht. Wenn wir Ihnen dann noch dabei helfen, Ihren Aufwand durch öffentliche Förderungen zu minimieren, haben Sie Ihr – virtuelles – Finisher-T-Shirt praktisch schon sicher.

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Get digital fit – Ihr Markus Liebeg

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Handelsverband klagt Amazon Angesichts der dramatisch zunehmenden Marktmacht von Amazon kämpft der österreichische Handelsverband um einen fairen Wettbewerb. Die aus seiner Sicht mutmaßlich wettbewerbswidrigen Amazon-Geschäftsbedingungen sollen auf dem Klagsweg ausgeräumt werden.

D

as Wachstum des Onlinehandels schreitet in Österreich in einem Tempo voran, von dem der stationäre Einzelhandel nur träumen kann. Allein im letzten Jahr sind die Umsätze um zehn Prozent gewachsen. Damit steigt auch die Marktkonzentration weiter. Denn trotz des Booms des Onlinehandels verzeichnet nur noch ein Bruchteil der 9.000 heimischen Onlineshops Umsatzzuwächse. Die zehn größten Webshops erwirtschaften mehr Umsatz als die folgenden 250. Allein Amazon erzielte im Jahr Vorjahr in Österreich einen Umsatz von rund 690 Millionen Euro. Dazu kommen weitere 700 Millionen Euro über den Amazon Marktplatz. Der Handelsverband hat angesichts dieser Dominanz und einiger fragwürdiger Geschäftsbedingungen von Amazon nun Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde eingelegt. „Mittlerweile wird bei uns fast jeder zweite Euro im E-Commerce bei Amazon ausgegeben“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Das Hauptproblem sei die Doppelrolle des Marktführers: „Amazon ist einerseits ein klassischer Online-Händler, andererseits aber auch der größte Marktplatz – sprich, andere Webshops können sich auf der Amazon-Plattform listen lassen.“ Als führender Marktplatz könne Amazon die Daten der gelisteten Händler einsehen, deren Preise unterbieten und langfristig 32 /// FAZIT JÄNNER 2019

das gesamte Geschäft an sich binden. All das laufe gänzlich an der österreichischen Volkswirtschaft vorbei, so Will. Amazon besitzt Kundendaten von 93 Prozent der heimischen Online-Kunden Mittlerweile haben bereits 93 Prozent aller österreichischen Online-Shopper zumindest einmal bei Amazon eingekauft. Dem Handelsverband bereiten aber nicht nur die Warenkörbe Sorgen, sondern auch der Umstand, dass fast alle Konsumentendaten bei einem US-Konzern liegen. Dank seines Marktplatzes verfügt Amazon zudem auch über die Daten aller dort gelisteten Händler – und das sind fast alle heimischen Webshops. Der Konzern kann diese nutzen, um etwa das Eigensortiment bzw. Eigenmarken wie „Amazon Basics“ dort zu stärken, wo andere Händler mit „Bestsellern“ erfolgreich sind, und damit letztere vom Markt verdrängen. Durch diese monopolartige Entwicklung sieht der Handelsverband verheerende Auswirkungen für die österreichische Volkswirtschaft, für den Handel und mittelfristig für alle 600.000 Handelsbeschäftigten. „Fast 60 Prozent aller Onlineumsätze fließen ins Ausland ab. Damit finanziert der österreichische Konsument rund 20.000 Arbeitsplätze im Ausland, was den heimischen Handel als Rückgrat der Wirtschaft, Beschäftigungsmotor und flä-

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Fazit 149  

Jänner 2019

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