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Foto: IV-Stmk / Kanizaj

Kurz im Gespräch mit

Foto: Fischer

Gernot Pagger, GF IV Steiermark

WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl gratulieren Bianka Tengg zum Award.

Weizer Bäckermeisterin ist die „Nachfolgerin des Jahres“ M ehr als 25.000 Stimmen wurden im spannenden Online-Voting abgegeben, dann gab es eine Siegerin. Mit einem Stimmenrekord von 8.714 Stimmen geht der Sieg beim Follow me Award 2018 an die Nachfolgerin der Bäckerei Tengg in Weiz. Die Weizer Bäckermeisterin Bianka Tengg wurde zur „Nachfolgerin des Jahres“ gewählt und durfte sich am 26. November in der WKO Steiermark ihren „Follow me-Award 2018“ abholen. Die Bäckerei und das Cafe in Weiz sind ebenso wie der Stand am Kaiser-Josef-Platz in Graz der ganze Stolz der Nachfolgerin, erklärte sie bei der Ehrung: „Mein Großvater und Vater haben es geschafft, dass wir als Bäckerei weithin bekannt sind. Davon profitiere ich jeden Tag, weil ich mir über Werbung etwas weniger Gedanken machen muss.“ Das Geheimnis des Erfolgs liegt aber auch an der besonderen Qualität der Backwaren: „Unser Bauernbrot wird in fünf Stu-

fen über zwei Tage hergestellt: Wie viel Zeit drinnen steckt, schmeckt man. Und wir stellen damit sicher, dass alle Enzyme und Bakterien voll verbacken sind“, betont Bianka Tengg. Das Liefergeschäft möchte Tengg in Zukunft verändern: Die Umstellung auf Elektromobilität wird nacheinander bei den Lieferautos vollzogen, schon jetzt werden Elektro-Fahrräder eingesetzt. Ihr Tipp an Betriebsnachfolger: „Der gesellschaftliche Wandel wirkt sich oft überraschend auf bisher erfolgreiche Geschäftszweige aus. Man muss bereit sein, Bewährtes in Frage zu stellen und nicht an Überholtem festzuhalten.“ LR Barbara Eibinger-Miedl gratulierte: „Die Gewinner des Follow me Awards sind herausragende Beispiele, die zeigen, wie gut eine Betriebsnachfolge in der Praxis funktionieren kann, und damit Vorbilder für künftige Betriebsnachfolger.“

Die steirische Industrie eilt beim Export von Erfolg zu Erfolg, welche Bereiche wachsen besonders schnell? Drei Viertel der vor Ort erzeugten Industrieprodukte werden weltweit exportiert. Der Export trägt damit wesentlich zum Wohlstand in der Steiermark bei und sichert Arbeitsplätze. Alle industriellen Branchen sind international tätig – von der Elektro- und Elektronikindustrie über den Fahrzeugbau bis hin zum Maschinenbau. Vielfach haben Betriebe Exportquoten jenseits der 90-Prozentmarke.

Die Globalisierung hat ihr Ende noch längst nicht gefunden, wo liegen die Exportmärkte der Zukunft? Ungebrochen steigend bleibt die Bedeutung Asiens, allen voran Chinas und Indiens. Die steirische Industrie kann für die Bedürfnisse gerade dieser Länder, etwa in den Bereichen Infrastruktur, Energie oder Umwelt, die besten Technologielösungen bieten. Dasselbe gilt für viele lateinamerikanische Länder. Darüber hinaus gilt es, unsere angestammten Exportmärkte wie Deutschland oder die USA weiterhin erfolgreich zu bespielen. Der UK-Brexit und neue US-Zollbarrieren stehen am Horizont, wie stellt sich die Exportwirtschaft darauf ein? Die US-amerikanische Handelspolitik hat gezeigt, welch stabilisierende Rolle Freihandelsabkommen haben bzw. hätten. Auch die notwendige Neuordnung der innereuropäischen Wirtschafts- und Handelsrahmenbedingungen stellt uns vor Herausforderungen. Die Planungssicherheit wieder zu erhöhen, kann uns nur durch ein gemeinsames europäisches Agieren gelingen. Nicht auszumalen, wie schwierig unsere Position wäre, wären wir nicht Mitglied der EU. Internationalität ist ein Faktor, der Risiken erhöht. FAZIT JÄNNER 2019 /// 21

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Jänner 2019

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