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V.l.n.r.:Team für eine „phantastische“ Ausstellung – Stadtamtsdirektor Wolfang Domian, Kunsthalle-Leiterin Susanne Leitner-Böchzelt, Bgm. Kurt Wallner, Gestalter Gotthard Fellerer, Kulturstadtrat Johannes Gsaxner und Kulturmanager Gerhard Samberger

Hoffnungs(t)raum – Phantastisch! Die Kunsthalle Leoben präsentiert von 5. Mai bis 17. September 2017 eine Reise durch die phantastische Kunst aus nationalen und internationalen Museen und Sammlungen, die in dieser Fülle und Komplexität noch nie zu sehen waren.

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schritt in seiner göttlichen Komödie die Schwellen zu Himmel und Hölle, und Jules Verne reiste mit einem Dampfschiff zum Mond.“

Vor hellrotem Hintergrund kommen die teils wunderlichen und bizarren Kunstwerke gut zur Geltung.

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n enger Kooperation mit dem Phantastenmuseum Wien zeigt die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle Leoben neue und differenziertere Zugänge zum Thema. Anhand zahlreicher Beispiele der internationalen sowie der heimischen Kunstszene wird ein Bogen gespannt, der die Kunst des Phantastischen eindrucksvoll darstellt und spannende Erklärungsversuche anbietet. Visionäre Weltbilder Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung in der Kunsthalle Leoben stellte der Gesamtgestalter der Ausstellung, Gott-

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hard Fellerer, die Frage in den Raum, welche Ideenfelder die Künstler bewegten, welche Einflüsse aus früheren Jahrhunderten sie beeinflussten und wie sie den „Hoffnungs(t)raum Phantastisch“ interpretieren. Dazu erläuterte er: „Schon immer kreisten die Gedanken der Menschen um Himmel und Hölle, um Sein und Nichtsein, um Tag und Nacht, das Diesseits und das Jenseits. Visionen und Phantasie beleben nach wie vor die Geister, und Künstler wie Hieronymus Bosch lassen uns auch heute noch an Hexenfesten und Höllenstürzen teilhaben. Dante Alighieri über-

Phantastischer Realismus Die Leiterin der Kunsthalle Leoben, Susanne Leitner-Böchzelt, erklärte ergänzend zu den Exponaten: „Vorrangig verbindet man mit dem Begriff phantastisch wohl jene Künstlerpioniere, die als Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus Weltgeltung erlangten, wie Ernst Fuchs, Wolfgang Hutter, Arik Brauer, aber auch Helmut Leherb und Friedensreich Hundertwasser.“ Aber auch die Arbeiten anderer wichtiger Vertreter der heute noch sehr lebendigen Kunstszene, die im weitesten Sinne als „phantastisch“ bezeichnet werden können, sind in der Ausstellung zu sehen, u. a. von Elisabeth von Samsonow, Gunter Damisch, Günter Brus, Anna Stangl und Wander Bertoni.

Neue Wege beschreiten Für Bürgermeister Kurt Wallner wird damit ein neuer Weg beschritten: „Seit 1998 haben fast 1,5 Millionen Besucher unsere kulturhistorischen

Ausstellungen besucht. Mit der Phantastenausstellung wagen wir uns auf eine spannende Spurensuche: Welche Ideenfelder bewegten diese Künstler, welche Einflüsse aus früheren Jahrhunderten beeinflussten sie und wie interpretieren sie den Hoffnungs(t) raum „Phantastisch“? Damit möchten wir zusätzlich zu den zahlreichen Stammkunden der Kunsthalle eine neue Zielgruppe ansprechen. Zu danken gilt es neben Gotthard Fellerer dem Phantastenmuseum Wien und den zahlreichen Leihgebern, den großzügigen Sponsoren sowie den für die Ausstellung Verantwortlichen vor Ort.“ „Die Ausstellung schlägt einen Bogen, ausgehend von uralten Menschheitsmythen bis hin zu Werken der Gegenwartskunst, die sich an das bekannt „Phantastische“ ankoppeln. Diese „Zeitreise“ wird anhand hochkarätiger Kunstwerke und historischer Knotenpunkte erlebbar gemacht, sie ist konzeptionell als virtueller Spaziergang angelegt, der alle Sinne anspricht“, spricht Kulturreferent GR Johannes Gsaxner einen wesentlichen Aspekt von „Hoffnungs(t)raum – Phantastisch“ an.

Fazit 133  

Juni 2017

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