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Nachhaltigkeitsbericht 2011 – 2012 Kurzfassung


© Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)

Was ist der Nachhaltigkeitsbericht? Der Nachhaltigkeitsbericht für Fastenopfer orientiert sich an den Vorgaben der Global Reporting Initiative. Sie schlägt ökonomische, gesellschaftlich-soziale und ökologische Indikatoren vor. Diese werden auf die Aktivitäten von Fastenopfer in der Schweiz angewendet und erlauben dadurch eine objektive Beurteilung der Nachhaltigkeit von Geschäftsaktivitäten von Fastenopfer.

Stefan Salzmann, Fachverantwortlicher Nachhaltigkeit «Für mich ist der Nachhaltigkeitsbericht eine Möglichkeit, Verbesserungs­ potential auch innerhalb einer bereits sehr fortschrittlichen Institution nach internationalen Richtlinien zu bestimmen und Verbesserungen auf hohem Niveau einzuleiten.»

Zahlen und Fakten Für Zahlen zum Budget und der Jahresrechnung soll an dieser Stelle auf den Jahresbericht im Internet verwiesen werden. Da ist für die Jahre 2011 und 2012 sowohl Erfolgsrechnung als auch Bilanz aufgeführt. An dieser Stelle werden Zahlen und Fakten erläutert, die für den Nachhaltigkeitsbericht zusätzlich erhoben worden sind. www.fastenopfer.ch/jabe_12 _ 46 Personen arbeiten im Durchschnitt 77%. Der Frauenanteil unter den Mitarbeitenden liegt bei 60% und in der Geschäftsleitung und im Stiftungsrat bei 22%. _ Das Verhältnis des kleinsten zum grössten Lohn beträgt 1:2.5 sowohl für Grund- als auch Maximallohn _ Papier ist die wichtigste Ressource für die Arbeit von Fastenopfer. Fundraising und Informationsmaterialien sind unerlässlich, um unsere Arbeit zu Gunsten benachteiligter Menschen im globalen Süden langfristig zu gewährleisten. Für die vergangenen Jahre wurde folgender durchschnittlicher Papierverbrauch registriert: 96.8 t _ Rund 87% davon sind Recycling oder Zeitungspapier _ Im Bürobetrieb wird nur mit FSC-Papier gearbeitet, welches das Label «Blauer Engel» trägt und mit ELCO-Briefumschlägen, die durch den Produzenten CO2-neutral hergestellt werden


_ Wasser: durchschnittlich pro Jahr 450m3, die hauptsächlich durch die Toilettenspülungen, die Dusche und die Geschirrspülmaschine verursacht werden. Umgerechnet bedeuten die 450 m3 pro MitarbeiterIn und Arbeitstag rund 55 Liter Wasser. Zum Vergleich: die Produktion von einem Kilo Reis braucht rund 3 000 Liter (virtuelles-wasser.de); in der Schweiz verbraucht jede Person pro Tag 162 Liter (WWF).

«Fastenopfer hat «Nachhaltigkeit» und trägt zu einer nachhaltigen Ent­ wicklung in allen Landesprogrammen

Fastenopfer schneidet in allen drei Kategorien – ökonomisch, gesellschaftlich-sozial und ökologisch – gut ab. Verbesserungspotential besteht für den Büro-Betrieb: So fehlen bislang ausformulierte Richtlinien zur Beschaffung von Büromaterialien und Mobiliar, Computer und Drucker, Getränke und Apéros. Nebst ökologischen Produktelabels (wie Bio Suisse) soll das Hauptaugenmerk auf einer sozial verträglichen Produktion (wie bei Max Havelaar) liegen. Diese Anforderungen erfüllt Fastenopfer bei den meisten Einkäufen schon heute, nun sollen sie auch schriftlich festgehalten werden. Die drei Hauptquellen für Treibhausgasemissionen der geschäftlichen Tätigkeiten von Fastenopfer sind: 1. Flugreisen, 2. Papierproduktion, 3. Nahrungsmittel. Um in diesen drei Bereichen die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, sind folgende Lösungen vorgesehen: _ Lösung 1: Flugreisen reduzieren oder kompensieren _ Lösung 2: Anteil Recycling-Papier hoch halten, kompensieren, Papierverbrauch im Büroalltag reduzieren _ Lösung 3: konsequent biologisch – lokal – saisonal oder fair gehandelt einkaufen

650 kg

1200 kg

CO2-Emissionen (pro Tonne Papier) 1200 kg

Entwicklungspolitik und Grundlagen als strategische Leitlinie gewählt

Stand der Dinge und Verbesserungspotential

weisse gestrichene Papiere weisse ungestrichene Papiere Recyclingpapiere Quelle: Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz (FUPS)

Susanne Schüepp, Bereichsleitung

© Uniterre

und Projekten bei. Dieser Bericht dient dazu, den Partnern zu zeigen, dass wir selber mit gutem Beispiel voran gehen: ohne Transparenz ist Nachhaltigkeit nicht zu erreichen!»

Diese Lösungen setzen teilweise auch die Strategie nach dem ersten Nachhaltigkeitsbericht 2008 fort. Sie sollen gemäss folgender Agenda für die kommenden Jahre umgesetzt und auch weiter verbreitet werden: 2014: Erarbeitung einer schriftlichen Beschaffungsrichtlinie für Fastenopfer, die alle Bereiche umfasst (ergänzend ein neues Kapitalanlagereglement) 2015: Gestalten einer gedruckten Version zur Verbreitung unter anderen NGOs und Versand an die Kirchgemeinden für multiplikative Wirkung Neuer Bericht zu den Jahren 2013 und 2014


Vergleich mit 2008 Der erste Nachhaltigkeitsbericht für Fastenopfer wurde im Jahre 2008 erstellt. Resultat der ersten Nachhaltigkeitsberichterstattung von Fastenopfer waren folgende 10 Forderungen:

Forderung 2008

Beurteilung 2012

Richtlinie zur CO2 Kompensation von Flugreisen über myClimate

In den Jahren 2011 und 2012 wurden alle Flüge für geschäftliche Tätigkeiten von Fastenopfer CO2 kompensiert

Senkung der allgemeinen Transportemissionen für Reisen und Transporte der Mitarbeitenden

Eine zahlenmässige Berechnung der Transportemissionen aller MitarbeiterInnen und benutzten Materialien eines Jahres konnte nicht genau berechnet werden. Für die vermehrte Nutzung von Bahn in der Schweiz erstattet Fastenopfer den Mitarbeitenden die Kosten für Bahnfahrten. Fastenopfer erlaubt seinen Mitarbeitenden innerhalb Europas den Zug zu nehmen, trotz längerer Reisezeiten und höheren monetären Kosten.

Umstellung der Stromversorgung auf ökologischen Strom

In den Jahren 2011 und 2012 hat Fastenopfer ökologischen Strom des ewl bezogen (Label: nature made)

Stromsparen am Arbeitsplatz

Bewegungsmelder für die Raumbeleuchtung halten den Strom für Beleuchtung gering. Computer versetzen sich nach 15 Minuten automatisch in den Ruhezustand

Pro verschicktes Mailing zahlt Fastenopfer einen Rappen in den Klimafonds ein

Für das Verschicken von Materialien werden Briefumschläge genutzt, welche CO2 neutral produziert worden sind.

Für Büromaterialien wird auf rezyklierbare und ökologische Alternativen umgestellt

Eine Beschaffungsrichtlinie ist in Erarbeitung.

Nahrungsmittel werden gemäss einer zu erstellenden Checkliste nach sozialen und ökologischen Kriterien bestellt

Eine Beschaffungsrichtlinie ist in Erarbeitung.

Papierwahl: Erhöhung des Anteils an verwendeten FSC / Blauer Engel gelabelten Papierressourcen

2011 und 2012 wurden durchschnittlich 87% Recycling- oder Zeitungspapierressourcen verwendet (der Anteil an Recycling-Papier für Publikationen und Informationsmittel konnte gegenüber 2008 erheblich gesteigert werden)

Berechnung eines sozio-ökologischen Fussabdruckes für Fastenopfer und Brot für Alle

Die Erstellung einer Richtlinie wurde begonnen. Eine Endfassung liegt bis heute nicht vor. Trotzdem hällt sich Fastenopfer bei der Beschaffung an hohe Standards: _ Computer werden wegen mangelnden Labels auf IT-Produkte bei den Produzenten bezogen, welche die höchsten Standards erfüllen (gemäss heutigem Wissensstand) _ Möbel mussten noch keine neuen beschafft werden _ Es werden fair gehandelte Nahrungsmittel eingekauft. Bei lokalen Produkten hängt die Auswahl der Nahrungsmittel von den Catering-Betrieben ab

Überprüfung der Anstellungsbedingungen des beauftragten Reinigungsinstitutes

Die Angestellten der Reinigungsfirma sind einem GAV unterstellt

Die ausführliche Version des Nachhaltigkeitsberichts 2011 – 2012 kann bestellt werden unter www.fastenopfer.ch/nhb.

Alpenquai 4 | 6002 Luzern | Telefon 041 227 59 59 | Fax 041 227 59 10 | mail@fastenopfer.ch | www.fastenopfer.ch | PC 60-19191-7

Nachhaltigkeitsbericht Fastenopfer 2011-12 - Kurzfassung  

Kurzfassung des Nachhaltigkeitsbericht von Fastenopfer.

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