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McDonald’s Schweiz

Umweltbericht 2006

McDonald’s Schweiz 1


McDonald’s Schweiz Umweltbericht 2006

Validierung

Wir freuen uns, Ihnen den neuen Umweltbericht von McDonald’s Schweiz vorstellen zu dürfen. Nachdem die vier bisherigen Umweltberichte immer auch als gedruckte Versionen erhältlich waren, ist der aktuelle Bericht nur noch auf dem Internet publiziert.

Der Umweltbericht 2006 von McDonald’s Schweiz wurde durch uns überprüft. Dabei wurden die Aussagen und Daten im Bericht mittels Nachweisen und Audits auf der Basis von Stichproben vor Ort begutachtet. Es wurde überprüft, ob

Bei Bedarf kann dieser natürlich auch ausgedruckt werden.

– die wesentlichen Umweltaspekte als Grundlage für die Berichterstattung ermittelt wurden; – die Datenerhebungen in Bezug auf die Umweltrelevanzen angemessen und zuverlässig sind; – die Aussagen im Bericht verständlich und zutreffend sind und mit den erhobenen Daten übereinstimmen. Auf der Basis der überprüften Daten und Informationen bestätigen wir, dass der Umweltbericht 2006 inhaltlich sorgfältig erstellt wurde und die publizierten Informationen und quantifizierten Aussagen ein zutreffendes Bild der Realität vermitteln. SQS Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme, CH3052 Zollikofen

Dr. Markus Braun

2  Umweltbericht 2006  |  Littering


Inhalt

Managementstellungnahme

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Umweltstrategie und -ziele

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Unser Umweltleitbild Unsere Umweltstrategie Ziele und Massnahmen Berichterstattung Systemgrenzen des Berichtes

8 9 10 12 12

Firmenprofil Kennzahlen Handelspartner Mitarbeitende Franchising RMHC Kinderstiftung

Umweltmanagementsystem Enviroment Action Team (EAT) Aufbau des UMS Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus Schulung und interne Kommunikation Externe Kommunikation Controlling und Audits

Leistungen Ökobilanz Subbly Chain Logistik Restaurants Bauten Recycling-Abfall Littering Gesunde Ernährung Lebensmittelsicherheit Administration Umweltmeilensteine

13 14 15 16 17 18

19 20 21 22 22 23 24

25 26 29 32 36 40 41 44 45 46 47 47


Managementstellungnahme

4  Umweltbericht 2006  |  Managementstellungnahme


Martin Knoll

Chief Executive Officer Vor gut zwei Jahren hat McDonald’s Schweiz zum ersten Mal seinen voll­ständigen Umweltbericht im Internet veröffentlicht. Unter der Adresse www.environment.mcdonalds.ch können sich seither alle, die sich für unsere Umwelt­leistungen interessieren, mit den gewünschten Informationen versorgen. Die Besucherstatistik zeigt, dass unsere Site eine beliebte Informationsquelle ist. Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen die aktualisierte und überarbeitete Version präsentieren kann. Neben einer Fülle aktueller Daten zeigen wir, welche Umweltziele wir in den Berichtsjahren 2004 und 2005 erreicht haben, in welchen Bereichen wir weniger erfolgreich waren und was wir in Zukunft erreichen wollen. So sind wir zum Beispiel besonders stolz darauf, dass wir den spezifischen Energieverbrauch in unseren Restaurants erstmals deutlich haben senken können. Einen kleinen Rückschlag haben wir dagegen bei den Warentransporten hinnehmen müssen: Technische Probleme zwangen uns unser Experiment mit einem frittierölgetriebenen Lastwagen einzustellen. Trotzdem werden wir in Zukunft diesen Weg weiter verfolgen, zum Beispiel mit der Beimischung von Biodiesel und einem neuen, gasbetriebenen Lkw.

Diese und viele andere Beispiele aus dem vorliegenden Umwelt­bericht 2006 zeigen, dass wir uns für die Wirkungen verantwortlich fühlen, die unsere Geschäftstätigkeit auf die Umwelt hat, und dass wir uns dieser Verantwortung mit Mut zu innovativen Lösungen stellen. Mehr noch, wir übernehmen gerne die Führungsrolle in unserer Branche, wenn es darum geht Umwelt und Ressourcen zu schonen. Genauso wie um die ökologischen Auswirkungen unseres Ge­schäfts kümmern wir uns auch um die gesellschaftlichen Auswirkungen. So haben wir im vergangenen Jahr die Schweizer Beilage zum europäischen Sozialbericht von McDonald’s veröffentlicht. Und weil es zwischen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Wirkungen vielfältige Überschneidungen und Abhängigkeiten gibt, planen wir gesellschaftliche und ökologische Daten und Fakten in Zukunft in einem Bericht zu veröffentlichen. Wie schon vor zwei Jahren lade ich Sie auch diesmal wieder herzlich ein, sich eine eigene Meinung zu bilden über unser Umweltmanagement und unsere Haltung zur nachhaltigen Entwicklung. Treten Sie in Dialog mit uns; Ihre Anregungen und Ihre Kritik nehmen wir gerne entgegen.

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Stefan Bürki

Director Supply Chain Deshalb lernen unsere Mitarbeitenden in speziellen Aus- und Weiterbildungen, was für McDonald’s Umweltverantwortung bedeutet, welche Massnahmen unser Unternehmen zur Erreich­ ung der gesetzten Ziele ergreift und wie sie selbst Umweltverantwortung übernehmen können. Gemeinsam Umweltverantwortung wahrnehmen ist bei uns Prinzip. Es gilt nicht nur für unsere Mitarbeitenden, sondern auch für Lieferanten und Franchisenehmer; und sogar unsere Gäste beziehen wir ein. Viele unsere Massnahmen haben wir gemeinsam mit Lieferanten entwickelt und setzen sie auch gemeinsam mit ihnen um. Unsere Gäste ermuntern wir zum Beispiel, Getränkereste in die dafür vorgesehenen Behälter in den Restaurants zu füllen oder Abfälle ausserhalb unserer Restaurants korrekt zu entsorgen. Die Schwerpunkte unserer Umweltarbeit richten sich danach, wo unsere Wirkung auf die Umwelt am grössten ist. Darüber gibt uns die Ökobilanz Auskunft, die wir alle regelmässig erheben. Über die reinen Zahlen hinaus berücksichtigen wir die Erwartungen unserer Gäste und der allgemeinen Öffentlichkeit und sprechen mit Behördenvertretern und wichtigen Anspruchsgruppen. Neben dem vorliegenden vollständigen Umweltbericht im Internet haben wir erneut eine Kurzversion in Form eines Umweltfact­ sheets erstellt, welches für unsere Gäste in den Restaurants aufliegt. Dieser Flyer soll einer breiten Öffentlichkeit einen schnellen und unterhaltsamen Überblick über unsere Umweltleistungen geben und gleichzeitig einladen, sich im Internet über Details zu informieren. Ich wünsche allen Besuchern dieser Site viel Spass beim Surfen und interessante Einblicke in unsere Umweltaktivitäten.

6  Umweltbericht 2006  |  Managementstellungnahme


Umweltstrategie und -ziele

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Unser Umweltleitbild

Eigenverantwortung McDonald’s Schweiz übernimmt auch beim Schutz von Umwelt und Ressourcen seine Eigenverantwortung und strebt im Bereich der Systemgastronomie eine ökologisch führende Rolle an.

Nachhaltiges Management McDonald’s Schweiz berücksichtigt in seinen Entscheiden die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkun­ gen der eigenen Tätigkeiten. Wir respektieren die Umweltgesetzgebung und arbeiten kooperativ mit Behörden und anderen interessierten Kreisen zusammen. Das Management und alle Mitarbeitenden sind für die Umweltaspekte ihrer Tätigkeiten verantwortlich. Wir streben eine kontinuierliche Verbesserung unserer Umweltleistung an.

Kooperation McDonald’s Schweiz realisiert seine Umweltverantwortung und die abgeleiteten Massnahmen gemeinsam mit seinen Partnern und Lieferanten. In die Eigenverantwortung werden auch die Gäste mit einbezogen.

Umweltbezogene Schwerpunkte McDonald’s Schweiz richtet sein Engagement auf die prioritären Bereiche aus. Die Umweltrelevanz bestimmen wir anhand der periodisch durchgeführten Ökobilanz und dem Dialog mit Behörden und wichtigen Interessengruppen.

Innovation McDonald’s Schweiz strebt wirtschaftlich und ökologisch relevante Innovationen bei Produkten, Gebäuden, Geräten, Arbeits­ abläufen und Betriebsmitteln sowie in der Logistik an.

Information und Schulung der Mitarbeitenden McDonald’s Schweiz informiert die Mitarbeitenden über die umweltrelevanten Themen, die bisherigen Massnahmen und die weiteren Ziele. Die Mitarbeitenden werden in Fragen der Umweltverantwortung und den damit verbundenen Mass­ nahmen gezielt aus- und weitergebildet.

Kommunikation McDonald’s informiert seine Gäste sowie weitere Anspruchsgruppen periodisch über sein Umweltmanagement und pflegt mit diesen einen aktiven Dialog. Freigegeben im August 2005 McDonald’s Schweiz, Environment Action Team

8  Umweltbericht 2006  |  Umweltstrategie und -Ziele


Unsere Umweltstrategie

Wir messen und beurteilen unsere Umweltleistung regelmässig und suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten und Wegen, sie zu verbessern. Dabei setzen wir sowohl auf bewährte Konzepte als auch auf innovative Lösungen. Unser Umweltmanagement orientiert sich an den gesetzlichen Anforderungen von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie den Ergebnissen unserer Ökobilanz. Darüber hinaus berücksichtigen wir auch die Erwartungen unserer Gäste, unserer Partner und weiterer Anspruchsgruppen sowie wirtschaftliche Aspekte.

Oekobilanz Die betrachteten Parameter wirken sich gemäss Ökobilanz unterschiedlich stark auf die Umwelt aus. Von erheblicher Be­ deutung für die Umwelt, aber nicht direkt messbar, sind ausserdem das Littering sowie die Lärm- und Geruchsemissionen.

Grundsätzlich beschäftigen wir uns mit allen Umweltaspekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen bei der Herstellung der eingekauften Produkte, über die Logistik und die Restaurants bis hin zur Entsorgung. Für die kommenden Jahre haben wir folgende Schwerpunkte definiert: • effizienter Stromeinsatz • weitere Verbesserungen im Recyclingsystem • Einsatz gegen Littering • weitere Entwicklung der CO2-neutralen Logistik • Optimierung unseres Umweltmanagements • Optimierung der Kommunikation mit den Anspruchsgruppen • Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Auswahl und Beschaffung unserer Produkte und Verpackungen Je nach Sichtweise sind die einzelnen Umweltthemen von unterschiedlicher Bedeutung: Während Kunden und allgemeine Öffentlichkeit sich oft über unsere Verpackungen und die Abfälle äussern, ist aus Sicht der Ökobilanz der Betrieb unserer Restaurants (Stromverbrauch!) das wichtigste Thema unserer eigenen Prozesse. Die unterschiedlichen Sichtweisen spielen sowohl bei der Ausrichtung und Weiterentwicklung unserer Umweltstrategie als auch für unsere Umweltkommunikation eine wichtige Rolle.

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Ziele und Massnahmen

Jährlich bestimmen wir unsere Ziele und die entsprechenden Massnahmen im Umweltbereich. Bei wichtigen Projekten wie der Reduktion unseres Energieverbrauchs, der Umstellung der Recyclinglogistik und Anstrengungen gegen das Littering haben wir unsere Ziele erreicht. Wie der Tabelle über die Umweltziele von McDonald’s zu entnehmen ist, konnten wir andere nicht oder nicht vollständig realisieren. Insgesamt zeigt sich das folgende, überwiegend positive Bild:

Unsere bisherigen Ziele

Was wir 2004/2005 erreicht haben

Unsere neuen Ziele bis Ende 2007

Regionen Lausanne, Genf, Wallis, Ostschweiz und Tessin via Bahn/LKW beliefert; Bahnanteil der gefahrenen Transportkilometer stabil bei 49%

Bahnanteil stabil halten

Logistik HLS Kombiverkehr: Belieferung aller Restaurants in den Regionen Lausanne, Genf, Wallis, Ostschweiz und Tessin via Bahn/LKW

CO2-Ausstoss durch weiteren Einsatz CO2-neutraler Technische Probleme mit «Frittieröl-Truck» konnten Treibstoffe senken: bis 2005 zwei weitere «Frittieröl- nicht gelöst werden; Einstellung des Projektes Trucks»

CO2-Ausstoss senken durch: • Verwendung von Biodiesel (RME); durchschnittlicher Anteil bis 2007: 10% • Eco-Drive Kurse für alle Chauffeure • Ersatz des Dual-Fuel-Gaslastwagens durch reines Gasfahrzeug • Gesamt-LKW-Flotte mindestens Euro 3, 33% der LKWs Euro 5

Erreichung der Vorgaben zur CO2-Zielvereinbarung

Bisher planmässige Massnahmen-umsetzung

Erreichung der Vorgaben zur CO2-Zielvereinbarung

Zertifizierung ISO 14001

Zertifizierung ISO 14001:2004 erfolgreich bestanden

Jährliche Ueberwachungs-audits

Mittleren Stromverbrauch auf unter 1,2 kWh/GC senken

Mittlerer Stromverbrauch im ersten Berichtsjahr auf 1,17 kWh/GC und im zweiten Berichtsjahr auf 1,13 kWh/GC gesenkt

Mittleren Stromverbrauch auf unter 1,2 kWh/GC stabilisieren

Gewonnene Erkenntnisse in allen Restaurants umsetzen

Energie-Checkliste erstellt und in UMS implementiert

Jährliche Durchführung des Energiechecks in Restaurants. Weitere Erkenntnisse laufend in Checkliste einbauen

Installation eines automatischen Energiemanagement-Systems

Test in 8 Restaurants durchgeführt. Aufgrund zu kleiner Einsparungen wird auf ein Roll-out verzichtet

Vorbereitung auf die Strommarktöffnung in Zusammenarbeit mit der EnAW

Verbrauch und Belastung stabil

Repräsentative Abwasseranalysen durchführen und nach Bedarf Massnahmen einleiten

Mehrweggebinde für Öl, Coca-Cola-Sirup, Brot und Salat haben sich bewährt

Weiter Alternativen für Transport- und Serviceverpackungen evaluieren

Serviceverpackungen mehrheitlich von Foam auf Karton umgestellt, Plastikanteil aufgrund Salatverpackungen trotzdem stabil

Alle Foam- Verpackungen auf Karton umgestellt, Plastikanteil bei Serviceverpackungen auf unter 15% senken(PET-Flaschen ausgenommen)

Neue Recyclinglogistik: Einsparung von jährlich 400’000 Lieferwagen-km

Neue Recyclinglogistik eingeführt, Einsparung von 400’000 Lieferwagen-km realisiert, 26’000 km mit LKWs trotzdem nötig

Umsetzung des Projektes vollständig abgeschlossen

Recyclingsystem auf hohem Stand halten

Recyclingquote 2005 auf 41% gesunken

Recyclingquote auf 45% steigern

Laufende Prüfung neuer Verwertungsalternativen

Einführung PET- und Spielzeug-Recycling in allen Restaurants

Laufende Prüfung neuer Verwertungsalternativen

Energie

Wasser Verbrauch und Belastung optimieren

Verpackungen Alternativen für Transport- und Serviceverpackungen evaluieren

Abfall und Recycling

10  Umweltbericht 2006  |  Ziele und Massnahmen


Unsere bisherigen Ziele

Was wir 2004/2005 erreicht haben

Unsere neuen Ziele bis Ende 2007

Anti-Littering-Kampagne in Zusammenarbeit mit Pusch, BAFU auf nationaler Ebene weiterführen

Beteiligung an nationaler Kampagne «trash ist kultur», respektive am Aktionstag (Wahre Werte). «Clean Up Day» im 2005 von einem Drittel der Restaurants durchgeführt

Nationale Anti-Littering-Kampagne weiterführen

Dialog mit Städten fortsetzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten

Mithilfe bei der Erarbeitung des «Verhaltenskodex für Take-Away Anbieter und Eventveranstalter» vom Schweizerischen Städteverband

Unterstützung der Restaurant Verantwortlichen bei der Lösung lokaler Littering-Probleme

Anteil IP-SuisseRindfleisch 2005: 64%

Einführung des europaweit verwendeten MAAPIndikators; vertiefte Analyse des entsprechenden Ist-Zustandes durchführen und Ziele definieren

Littering

Rohprodukte Kontinuierliche Erhöhung des IP-Suisse-Anteils (Fleisch bis Ende 2004 zu 100%)

Anteil IP-Suisse-Weizen 2005: 100% Anteil IP-Suisse-Rapsöl 2005: 50% Sämtlicher Kaffee nach wie vor von Max Havelaar

Geruch Verbesserung diverser Absorptionssysteme

Kontinuierliche Optimierung der eingesetzten Absorptionssysteme

Ökobilanz 2004 und 2005 analysiert; Datenerhebung aufwändig

Ökobilanz weiterführen; Datenerhebung effizienter gestalten

Jährlich 20 Restaurantbesuche bei McGreen-Verantwortlichen

46 Restaurants besucht

Jährlich 20 Besuche bei McGreen-Verantwortlichen

Training der Verantwortlichen

Jährlicher McGreen-Tag mit guter Beteiligung durchgeführt, 23 Umwelt-Kurse (2h) für angehende Restaurant Assistenten

Training der Verantwortlichen durch McGreen Tag und Umwelt-Kurse

Kontinuierlich Luftfilter optimieren

Ökobilanzierung Ökobilanz weiterführen; Datenerhebung effizienter gestalten

Interne Kommunikation und Training

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Berichterstattung

Systemgrenzen des Berichts

Seit 1998 publizieren wir im Zweijahres-Rhythmus einen Umweltbericht. Im Jahr 2004 veröffentlichen wir unseren vollständigen Umweltbericht erstmals nur im Internet. Im Jahr 2006 verzichten wir erstmals auf eine gedruckte Broschüre. Unsere Faltblätter zum Thema «Umwelt» und «Littering» werden regelmässig überarbeitet und sind in jedem Restaurant erhältlich. Die Faltblätter werden allen Pressemappen beigelegt. Die Pressemappen sind auf Anfrage jedermann zugänglich.

Der vorliegende Umweltbericht 2006 bezieht sich auf die Berichtsperiode 2004 und 2005. Wir haben die Tätigkeiten sämtlicher 145 Restaurants in der Schweiz und Liechtenstein erfasst (Stand Ende 2005), dazu die Aktivitäten unseres Logistikpartners HLS, der Administration, des Recyclingsystems, unserer wichtigsten Partnerlieferanten und der mengenmässig wichtigsten inländischen landwirtschaftlichen Rohstoffproduzenten.

Im Jahr 2006 haben wir unseren ersten Corporate Reponsibility Bericht erarbeitet und veröffentlicht. Der Bericht ist als Schweizer Ergänzung zum Corporate Reponsibility Report 2005 von McDonald’s Europa konzipiert und kann als pdf heruntergeladen oder in gedruckter Form bei uns bestellt werden.

• Administration • Restaurants • Lieferanten • Logistik HLS • Recycling

McDonald’s Schweiz Corporate Responsibility Report 2005 Beilage (PDF 410 KB) Corporate Responsibility Report 2005 Supplément (PDF 409 KB) European Corporate Responsibility Report 2005 (PDF 3.6 MB) McDonald’s Worldwide Corporate Responsability Report 2006 McDonald’s Schweiz Umweltbericht 2004 Kurzfassung (PDF 1 MB) English (PDF 962 KB) Français (PDF 956 KB) McDonald’s Europe Environmental Report 2004 (PDF 1.7 MB) Wir planen, unseren Corporate Responsibility Report und den Umweltbericht in Zukunft in einem einzigen Format zusammenzufassen.

12  Umweltbericht 2006  |  Ziele und Massnahmen


Firmenprofil

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Kennzahlen

McDonald’s Schweiz ist eine Tochtergesellschaft von McDonald’s Inc. und betreibt in der Schweiz und in Liechtenstein 145 Restaurants (Stand Ende 2005). Rund 60 Prozent davon werden von Franchisenehmern oder Joint Partnern geführt, die übrigen von McDonald’s Schweiz selbst. Im Geschäftsjahr 2005 bediente McDonald’s rund 86,5 Millionen Gäste und erzielte dabei einen Nettoumsatz von 532,9 Millionen Franken.

Kennzahlen 2004 Umsatz CHF

530 Mio.

532,9 Mio.

Anzahl Gäste

86 Mio.

86,5 Mio.

100 Mio.

106 Mio.

In der Schweiz eingekaufte Waren CHF

Anteil Getreide IP-Suisse*

100 %

100 %

Anteil Rindfleisch IP-Suisse*

60 %

64 %

Anteil Rapsöl IP-Suisse*

33 % 

50 %

100 %

100 %

1,2 Mio.

1,2 Mio.

Anteil Kaffee Max Havelaar*

Recyclingkosten CHF Energiekosten CHF Abfallentsorgung CHF

Anzahl Arbeitsplätze

9 Mio.

9 Mio.

1,5 Mio.

1,5 Mio.

6800

6500

Anteil Teilzeitjobs

rund 70 %

Unterschiedliche Nationalitäten unserer Mitarbeiter

über 95

* Prozent in kg

14  Umweltbericht 2006  |  Firmenprofil

2005


Handelspartner

McDonald’s ist auf vielfältige Weise in die Schweizer Wirtschaft integriert und stellt ein wichtiger Partner der hiesigen Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie dar. Im Jahr 2005 haben wir bei Schweizer Lieferanten rund 106 Millionen Franken ausgegeben. McDonald’s Schweiz bezieht über 75% seiner Rohprodukte zur Zubereitung der Speisen und Getränke von Schweizer Produzenten, bezogen auf das Einkaufsvolumen. Ein bedeutender Anteil stammt aus umweltschonender Produktion nach den Richtlinien und Vorschriften der IP-Suisse.

Seit März 2003 verkaufen wir unseren Gästen ausschliesslich Kaffee mit dem Fair-Trade-Gütesiegel von Max Havelaar. Das Max Havelaar-Gütesiegel steht für fairen Handel gemäss internationalen Standards. Kleinbauernfamilien und Arbeiterschaften im Süden profitieren von stabilen Preisen und FairTrade-Prämien, von verbesserten Arbeitsbedingungen sowie vom Nutzen einer umweltschonenden Produktion. Die Einhaltung der internationalen Fair-Trade-Standards wird von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle kontrolliert. Weitere Informationen für die Schweiz unter www.maxhavelaar.ch.

IP-Suisse Für unsere Brötchen verwenden wir wenn immer möglich nur noch Getreide aus IP-Suisse-Produktion. Zudem stammt ein bedeutender Anteil unseres Rapsöls zum Frittieren und unseres Rindfleisches aus IP-Suisse-Produktion. Mehr zum Thema

McDonald’s Schweiz 15


Mitarbeitende

McDonald’s Schweiz beschäftigt rund 6’500 Mitarbeitende. Viele von ihnen schätzen die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten. Unseren Mitarbeitenden bieten wir praxisnahe Aus- und Fortbildung sowie gute Aufstiegschancen. Pro Jahr nutzten rund 1’000 Mitarbeitende das Weiterbildungsangebot in den firmeneigenen Schulungszentren.

«Als Studentin bin ich auf eine kontinuierliche und trotzdem flexible Neben­ verdienstmöglichkeit angewiesen. Bei McDonald’s habe ich ausgezeichnete Möglichkeiten meine Arbeitsstunden optimal meinem Stundenplan anzupassen. Das bedeutet, dass ich mein Arbeitspensum je nach Belastung der Universität erhöhen bzw. senken kann. Mit jedem Arbeitstag werde ich mit positiven Erfah­ r­un­gen aus dem multikulturellen Arbeits­ team bereichert, die für mein weiteres Leben sehr nützlich sind und sein werden.» Ljubica Ristic, Mitarbeiterin Restaurant Bern Bahnhof

16  Umweltbericht 2006  |  Firmenprofil

Als Arbeitgeber stehen wir zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir setzen uns aktiv ein für gute Arbeitsbedingungen und neue Ausbildungsformen im Gastgewerbe. Wir lösen auftretende Probleme partnerschaftlich mit allen Beteiligten und bereinigen gemachte Fehler gegenüber unseren Mitarbeitenden rasch und fair, sobald wir sie erkennen. McDonald’s bietet Stellen mit flexiblen Arbeitszeiten, vielfältigen Tätigkeiten und interessanten Karriereperspektiven. Ausund Weiterbildung werden gross geschrieben.


Franchising

Franchising ist seit der Gründung des Unternehmens ein wichtiges Standbein des nachhaltigen Erfolgs von McDonald’s. Weltweit führen Tausende von Franchisenehmern im Rahmen klarer vertraglicher Vereinbarungen ihr eigenes Restaurant unter dem Markennamen McDonald’s. Wer einen Franchise-Vertrag erwerben möchte, muss hohe Anforderungen erfüllen. Bewerbungen werden im Rahmen eines standardisierten Auswahlverfahrens eingehend geprüft, denn die Partnerschaften mit Lizenznehmern sind auf Langfristigkeit ausgelegt. McDonald’s vergibt Franchiserechte ausschliesslich an Einzelpersonen, die ihre gesamte unternehmerische Aktivität dem Betrieb eines oder mehrerer Restaurants widmen. Wer Franchisenehmer werden will, muss insgesamt rund eine Million CHF investieren.

Eric Rohner ist einer von vielen McDonald’s Franchisenehmern in der Schweiz. Als ehemaliger IKRK-Mitarbeiter führt er heute ein McDonald’s Restaurant in Delémont, zwei in La Chaux-deFonds und zwei in Neuchâtel. Er ist für rund 160 Angestellte verantwortlich. McDonald’s verpflichtet seine Franchisingpartner zur Einhaltung seiner Unternehmensgrundsätze. Dazu gehören die strengen Qualitätsnormen, alle Massnahmen zur Qualitätssicherung, die Umsetzung des Umweltschutzprogramms, ein ausgeprägtes soziales Engagement und eine hundertprozentige Gästeorientierung.

Im Jahr 2005 gab es 145 McDonald’s Restaurants in der Schweiz. Rund 60 Prozent dieser Restaurants werden von Franchisenehmern geführt. Mehr zu unseren Standorten: www.mcdonalds.ch > Restaurants > wo sind wir? Als Franchisegeber unterstützt McDonald’s seine Partner in allen Fragen der Systemgastronomie und stellt das gesamte Know-how zur Verfügung. Franchisenehmer profitieren von den nationalen Aktivitäten in den Bereichen Marketing, Markenwerbung und Promotionen für die McDonald’s-Produkte. Dank gemeinsamem Wareneinkauf kommen sie in den Genuss günstiger Konditionen bei höchster Qualität.

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RMHC Kinderstiftung

Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung gehört bei McDonald’s weltweit zur Unternehmensphilosophie. Mit unserem Engagement im Rahmen der Ronald McDonald Kinderstiftung unterstützen wir beispielsweise schwer kranke Kinder und deren Eltern. Die Schweizer Ronald McDonald Kinderstiftung wurde 1992 in Freiburg gegründet und untersteht der kantonalen Stiftungsaufsicht. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf den Betrieb von Ronald McDonald Häusern in der Nähe von Spezialkliniken. Dort können Eltern der kleinen Patienten ohne hohe Hotel- und Reisekosten untergebracht werden und während der oft langwierigen medizinischen Behandlungen in der Nähe ihrer Kinder sein. In den Ronald McDonald Häusern besteht zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. In der Schweiz gibt es mittlerweile drei Ronald McDonald Häuser, eines in Genf seit 1994, eines in Bern beim Inselspital seit 2001 und eines in St.Gallen seit 2005. Das Geld für den Bau und den Unterhalt eines Hauses stammt zu einem grossen Teil aus Spenden von den McDonald’s Restaurants sowie den Partnern und Lieferanten. Im Jahr 2005 kamen insgesamt 900’000 Franken zusammen. Das zweite Ronald McDonald Haus konnte unmittelbar gegenüber dem Berner Insel-Kinderspital eröffnet werden. Familien schwerkranker Kinder finden dort ein vorübergehendes Zuhause.

18  Umweltbericht 2006  |  Firmenprofil


Umweltmanagementsystem

McDonald’s Schweiz 19


Environment Action Team (EAT)

Die oberste Verantwortung für die Umweltleistung von McDonald’s Schweiz trägt Martin Knoll, CEO von McDonald’s Schweiz. Entscheide zu allen wichtigen Umweltthemen fällt das Environment Action Team (EAT). Im EAT vertreten sind vier Mitglieder der Geschäftsleitung (CEO, Leiter Development, Leiter Operations, Leiter Einkauf/Umwelt/Qualität), zwei Franchisenehmer, ein Joint Partner, die internen Environment Consultants sowie der externe Consultant für das Recyclingsystem. Damit sind alle Gruppen vertreten, die eine wirkungsvolle Umweltarbeit sicherstellen. Auf europäischer Ebene bildet das European Environment Board die Drehscheibe für die Erarbeitung, die Ueberwachung und die Steuerung von Umweltmassnahmen. McDonald’s Schweiz ist durch einen Environment Consultant im European Environment Board vertreten.

Das Environment Action Team unter dem Vorsitz des CEO Schweiz fällt Entscheide zu allen wichtigen Umweltthemen. Die Zusammensetzung des Teams stellt sicher, dass alle relevanten internen und externen Stellen vertreten sind.

20  Umweltbericht 2006  |  Umweltmanagementsystem


Aufbau des UMS

Unser Umweltmanagementsystem McGreen stützt sich auf sieben zentrale Elemente. Unser Umweltmanagementsystem (UMS) «McGreen» wird von zwei Environment Consultants betreut, die sich eine Stelle im Jobsharing teilen. Sie erarbeiten innovative Lösungen und unterstützen die zuständigen Personen in den Restaurants sowie in den anderen Unternehmensbereichen. Auf dem manchmal langen Weg von der Idee über den Entscheid bis zur erfolgreichen Umsetzung erarbeiten sie Grundlagen, informieren gezielt, motivieren die Teams und stehen bei Fragen unterstützend zur Seite. Zwei externe Fachleute unterstützen McDonald’s beim Betrieb des Recyclingsystems sowie bei der Weiterentwicklung des UMS und der Ökobilanzierung. Das Umweltteam von McDonald’s, bestehend aus den beiden Environment Consultants und dem Direktor Einkauf, Umwelt und Qualitätssicherung, erarbeitet und kontrolliert unter anderem die betrieblichen Umweltstandards und unterstützt deren Umsetzung. In allen Restaurants, unabhängig davon, ob sie von McDonald’s oder einem Franchisenehmer betrieben werden, ist eine Kader­ person für die Umsetzung von «McGreen» verantwortlich. Das Recyclingsystem betreiben, überwachen und finanzieren wir in enger Zusammenarbeit mit allen Restaurants und Franchisenehmern in einer eigenständigen Organisationseinheit. Zu den Aufgaben gehört neben Sensibilisierung, Information und Weiterbildung beim Umgang mit Abfällen und Reststoffen auch die rasche Lösung praktischer Probleme.

Umweltrechtskonformität Zur Sicherstellung der Einhaltung des Umweltrechts haben wir die komplexe Aufgabe in 5 Elemente aufgegliedert: • Die interne Umweltfachstelle ist verantwortlich für das Prüfen, Zusammenstellen und Kommunizieren der Bundes- und kantonalen Gesetze sowie für die Koordination deren Umsetzung. • Die Restaurantverantwortlichen sind verantwortlich für das Prüfen der kommunalen Vorschriften und für die Sicherstellung und Umsetzung sämtlicher Vorgaben in ihren Restaurants. • Die umweltrechtlichen Vorgaben werden, falls relevant und sinnvoll, in die operationelle Ausbildung der Mitarbeitenden integriert, beispielsweise mittels Stationschecklisten. • Interne Fachleute prüfen bei Audits auch die Einhaltung umweltrechtlicher Vorgaben. • Zur fachlichen Unterstützung werden jeweils externe Spezialisten in Umweltrechtsfragen beigezogen. Zur Unterstützung der Restaurantverantwortlichen haben wir 2004 ein einfaches und wirksames Verfahren erarbeitet das ihnen hilft, die lokalen Vorschriften zu kennen und umzusetzen. Bis zum 31. Dezember 2004 wurden alle Restaurants analysiert. Mit der Umsetzung sind wir mehrheitlich zufrieden. In einigen Fällen waren weitere Abklärungen nötig. Die Umsetzung dieses Prozesszyklus konnte per 31. März 2006 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem festgelegten, fünfstufigen Vorgehen macht McDonald’s Schweiz die notwendigen Schritte, um die Gesetzeskonformität sicherzustellen.

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Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus

Schulung und interne Kommunikation

Wie die Umweltthemen macht auch unser Umweltmanagement nicht an den Landesgrenzen halt: Im European Environment Board werden die gesamteuropäischen Mindestziele und Kriterien erarbeitet. McDonald’s Schweiz erfüllt diese Mindestanforderungen vollumfänglich. Das Environment Board ermöglicht auch den Erfahrungsaustausch über die Landesgrenzen hinweg und erleichtert die Verbreitung von Innovationen, die sich in einem Land bewährt haben, in andere Länderorganisationen. Vorbildliche Projekte werden vom European Environment Board ausgezeichnet. 2002 erhielt McDonald’s Schweiz eine Auszeichnung für sein Biogasprojekt, und zwei Jahre später wurden unsere beiden internen Umweltfachleute mit dem Preis «European Environmental Manager of the Year» ausgezeichnet.

Jährlich führen wir für die Umweltverantwortlichen aller schweizerischen McDonald’s Restaurants einen Informationstag durch, je einen halben Tag in französischer und in deutscher Sprache. Dort informieren wir über die erzielten Umweltleistungen, über anstehende Aufgaben und die neuen Ziele. An diesem McGreen Meeting zeichnen wir auch das Restaurant mit der besten Umweltleistung und/oder das interessanteste Umweltprojekt mit dem «McGreen Award» aus. In den Jahren 2004 und 2005 diskutierten wir unter anderem Neuerungen im Recyclingsystem, die Weiterentwicklung des Energiemanagements, neue umweltrechtliche Aspekte sowie Anstrengungen zur Vermeidung von Littering.

Unser Engagement zur sinnvollen Verwertung von organischem Abfall zeigen wir zusammen mit Energie Schweiz, unserem Partner Kompogas und einer Drittfirma mit dem Co-Sponsoring eines Heissluftballons. Während wir beispielsweise beim Produkteinkauf (wegen der landwirtschaftlichen Marktordnung) und bei der Güterlogistik (wegen des Nachtfahrverbots) spezifische Lösungen für die Schweiz entwickeln mussten, profitieren andere europäische McDonald’s-Firmen von unseren Erfahrungen beim Recycling, der Umweltberichterstattung und der Organisation des Umweltmanagements. Mittels internationaler Netzwerke und Veranstaltungen findet der Wissenstransfer auch über Europa hinaus statt. Mehr Informationen dazu enthält der im Sommer 2004 erschienene erste Umweltbericht von McDonald’s Europa, an dessen Entstehung McDonald’s Schweiz aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen aktiv mitgewirkt hat. Über soziale Themen berichtet auf europäischer Ebene der erste Corporate Responsibility Report 2005 von McDonald’s Europa. Schweizerische Themen und Daten ergänzt unsere schweizerische CR-Beilage.

22  Umweltbericht 2006  |  Umweltmanagementsystem

Anlässlich des McGreen Meetings 2006 in Luzern wurde das Restaurant-Team von La Chaux-de-Fonds Gare mit dem McGreen Award ausgezeichnet. Das Restaurant konnte neben sehr guten allgemeinen Umweltleistungen eine überdurchschnittliche Einsparung beim Stromverbrauch erzielen. Der Stromverbrauch hat bei McDonald’s den grössten Einfluss auf die Umwelt (siehe Ökobilanz). Im Rahmen der internen Ausbildung zum Restaurant-Assistenten geben unsere Umwelt-Consultants jährlich 10 bis 12 Umweltmanagement-Kurse zu je 2 Stunden. Jährlich besuchen etwa 200 Personen diese Kurse.


Externe Kommunikation: zusammen arbeiten und informieren

Lieferanten Die enge Zusammenarbeit mit unseren Hauptlieferanten schliesst auch Umweltthemen mit ein. Durch den frühzeitigen Einbezug in unsere Projekte und in die Kommunikation schaffen wir die Basis für unsere umfassende Qualitäts- und Umweltgarantie und ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung der gemeinsamen Umweltleistung entlang der gesamten Supply Chain. Der Informationsaustausch findet beim jährlichen Lieferantenmeeting, am McGreen-Tag oder und bei Treffen mit einzelnen Lieferanten statt. Im Berichtszeitraum arbeiteten wir speziell mit den Firmen Ospelt, Florin und Nutriswiss an Verbesserungen innerhalb des Umweltmanagementsystems. Die meisten unserer zehn Hauptlieferanten haben ihr Managementsystem nach ISO 9001 zertifizieren lassen, die Hälfte auch nach der Umweltmanagement-Norm ISO 14001. Eine besondere Stellung nimmt unser Logistikpartner HLS Logistik GmbH ein, mit dem wir eine besonders intensive Zusammenarbeit im Umweltbereich betreiben. HLS hat sich im Jahr 2005 nach ISO 14001:2004 zertifizieren lassen.

Unsere Gäste und weitere Ansprech- und Anspruchsgruppen Umfragen zeigen, dass unsere Gäste ähnliche Erwartungen an unser Umweltverhalten haben wie die breite Öffentlichkeit. In unseren Restaurants informieren wir seit vielen Jahren über die wichtigsten Umweltthemen wie Produktherkunft, Verpackungen, Recycling und korrektes Entsorgen von Abfällen. 2004 haben wir die Umweltberichterstattung erstmals in drei Versionen umgesetzt: Neben dem umfassenden Bericht im Internet und einer 20-seitigen Kurzfassung legten wir erstmals auch ein Infoblatt zum Umweltbericht in den Restaurants auf.

Den neuen Umweltbericht 2006 werden wir parallel zu dieser ausführlichen Internet-Version erneut in einer stark gekürzten Form im Restaurant auflegen. Anstelle einer gedruckten Kurzfassung bieten wir dieses Jahr neu einen PDF-Link, mit welchem die Internet-Version gesamthaft heruntergeladen werden kann. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem achtlosen Wegwerfen von Abfällen (Littering). Von 2000 bis zum Ende des Projekts im Jahr 2005 waren wir deshalb gemeinsam mit anderen Firmen Partner des «trash ist kultur»-Projekts von Pusch (Praktischer Umweltschutz Schweiz) und BAFU (Bundesamt für Umwelt). Gerade weil Littering letztlich nur von einer sehr kleinen Minderheit unserer Gäste verursacht wird, stellt das Problem eine besondere kommunikative Herausforderung dar. Wir setzen uns deshalb für eine Fortführung von «trash ist kultur» ein. Mit freundlichen Hinweisen an gut sichtbaren Stellen und einem optimalen Netz von Entsorgungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum tragen wir auch weiterhin aktiv dazu bei, dass immer mehr unserer Gäste verantwortungsvoll mit Abfall umzugehen wissen. Seit 2000 unterstützen wir die durch das BAFU und weitere öffentliche und private Partner getragene Kampagne von Pusch (www.aktionstag.ch) für einen lebenswerten öffentlichen Raum im Rahmen von «trash ist kultur» (www.trash-istkultur.ch). Wir pflegen Kontakte zu Behörden und Medien, zu Umweltorganisationen und zu anderen Nichtregierungsorganisationen, aber auch zu Schulen und Universitäten. McDonald’s Schweiz ist Mitglied der SGU (Schweizerische Gesellschaft für Umweltschutz), des Pusch (Praktischer Umweltschutz Schweiz) und der ÖBU (Schweizerische Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung) und beteiligt sich als eigene Gruppe an der Energie-Agentur der Wirtschaft. In den Jahren 2004 und 2005 hielten die Environment Consultants insgesamt 9 Vorträge an Universitäten und Fachhochschulen. Unser Bereich «Gäste-Service» beantwortete in Zusammenarbeit mit den Environment Consultants in der Berichtsperiode 69 Anfragen zum Thema Umwelt.

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Controlling und Audits

Umweltcontrolling und -audits sind Aufgabe unserer Environment Consultants: Sie besuchen die Restaurants und erheben die Daten zur Erstellung der Ökobilanz. Die Ergebnisse der Ökobilanz liefern uns Hinweise auf mögliche Verbesserungen; gleichzeitig können wir den Restaurants Rückmeldungen über ihre Leistungen im Umweltbereich und Anregungen für die Zukunft geben. Umweltaspekte sind aber auch in die allgemeinen Prüftätigkeiten integriert. So kontrollieren unsere Qualitätssicherungsauditoren auch den Zustand des Recyclings im jeweiligen Restaurant sowie das korrekte Führen des Umweltmanagementhandbuchs. Pro Jahr besuchen unsere Environment Consultants ungefähr 20 –25 Restaurants. Schwerpunkte dieser Besuche waren in den Jahren 2004/2005 hauptsächlich das Energiemanagement sowie auch das Littering und das Umweltrecht.

24  Umweltbericht 2006  |  Umweltmanagementsystem


Leistungen

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Ökobilanz

Ökobilanz Seit 1996 erfasst und analysiert McDonald’s seine Umweltdaten systematisch mit dem Instrument der Ökobilanz. So wissen wir, wie viel Strom, Öl, Gas, Verpackungsmaterial und andere Hilfsmittel wir verbrauchen, wie viele Kilometer wir auf Strasse und Schiene zurücklegen, welche Mengen von Abfällen und Abwasser anfallen und wo welche Emissionen entstehen. Die Ökobilanz stellt eine wichtige Basis für unser Umweltcontrolling dar. Um vergleichende Schlussfolgerungen zu ermöglichen, werden die Stoff- und Energieflüsse in der Ökobilanz nach der Methodik der Umweltbelastungspunkte (BUWAL 1997) gewichtet. So erkennen wir die ökologischen Prioritäten und können die Entwicklung unserer Umweltleistung messen.

Bezugsgrössen Es ist das Ziel von McDonald’s, seine Umwelteinwirkungen zu senken. Wir erfassen dazu unsere Ökobilanz und messen die Ergebnisse in Umweltbelastungspunkten (UBP). Das bisherige Wachstum von McDonald’s in der Schweiz hat auch zu einem Wachstum der gesamten Umwelteinwirkungen geführt. Um handlungsrelevante Auswertungen machen zu können, messen wir unsere Umweltleistung absolut und relativ, bezogen auf die Anzahl Guest Counts (GC). Ein GC entspricht einer Bestellung. Unsere Analysen zeigen, dass dies für uns die am besten geeignete Vergleichsbasis ist.

Systemabgrenzung In der Kern-Ökobilanz von McDonald’s Schweiz betrachten wir die eigenen Prozesse, also unsere Restaurants, die Logistik­ firma HLS und unsere Administration in Crissier. Zusätzlich betrachten wir die Herstellung und die Entsorgung von Verpackun­ gen, Spielzeugen (in Happy Meals), Reinigungsmitteln sowie unsere Recyclinglogistik. In allen Fällen berücksichtigen wir die Bereitstellung von Betriebsenergie (Strom, Heizung, Treibstoffe) und die Entsorgung von Abfällen (Kehrichtverbrennung/KVA) und Abwasser (Abwasserreinigung/ARA) mit schweizerischen Standarddaten. Als Strommodell verwenden wir das Schweizer Netz inklusive Importe. Für das Jahr 1998 betrachteten wir einmalig auch die Prozesse (Kernbilanzen) unserer wichtigsten Zulieferer, die Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Fleisch verarbeiten. Dies zeigte uns, dass die wichtigsten Zulieferer insgesamt nur knapp einen Fünftel der Umwelteinwirkungen im Verhältnis zum System McDonald’s ausmachen (vgl. Umweltbericht 2000).

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Datengrundlagen Zur Berechnung der Ökobilanz verwenden wir Informationen des Materialeinkaufs (zum Beispiel für Nahrungsmittel, Verpackungen, Kühlmittel, Reinigungsmittel) und der Logistik (vollständige Daten der zentralen Datenbanken bei HLS). Für die Restaurant-Daten zu Heizung, Wasserverbrauch/Abwasser und Abfall haben wir eine Stichprobe von zunächst acht (1996/97) und später 16 bis 23 Restaurants (ab 1998) definiert. Die Auswahl der Restaurants variiert über die Jahre. Die Gewichte der verschiedenen Rohstoffe wurden 2000/2001 detailliert kontrolliert und genauer erhoben. Den ökologisch äusserst relevanten Stromverbrauch haben wir bis zum Jahr 2000 in rund 50 bis 70 Prozent der Restaurants erhoben. Seit 2001 wird der Stromverbrauch zu 90 bis 95 Prozent erfasst. Alle diese Daten wurden für die sechs verschiedenen Restauranttypen in der Schweiz hochgerechnet. Die zentral erfassten Daten sind von guter Qualität, während hochgerechnete Daten ungenauer sind. Durch die Ausweitung der Stichprobe im Verlauf der Zeit entstehen Abweichungen, welche besonders beim Stromverbrauch und auch beim Abfall relevant sind. Die Sensitivitätsanalysen mit einer Gewichtung anhand des Eco-Indicator ‹99 ergaben ähnliche Ergebnisse wie nach der Methodik der Umweltbelastungspunkte (BUWAL 1997). Wird mit dem europäischen Strommix (UCTE) gerechnet, so wird der Stromverbrauch noch dominanter. Die Auswirkungen der Veränderungen am Strommarkt - kommende Liberalisierung, Stromdeklaration - sind noch nicht berücksichtigt.


Systemabgrenzung der Ökobilanz In der Ökobilanz erfassen wir die Restaurants, die Administration, die Logistik bei HLS und die Recycling-Logistik. Zusätzlich betrachten wir die Herstellung und Entsorgung von eingekauften Materialien, zum Beispiel von Verpackungen und Reinigungsmitteln. In der Ökobilanz 1998 betrachteten wir auch die Prozesse bei unseren sechs wichtigsten Lieferanten.

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Daten und Ergebnisse Materialflüsse 2000–2005 Gegenwärtig verwenden wir jährlich gut 50’000 Tonnen Produkte (Nahrungsmittel, Konzentrate und Wasser), etwa 6’000 Tonnen Transport- und Serviceverpackungen, Reinigungsmittel und weitere Materialien sowie 1 300 Tonnen fossile Energie für Transporte und Heizung (in Öl umgerechnet).

Für den Betrieb benötigen wir – hier nicht abgebildet – ausserdem etwa 330’000 m3 betriebliches Wasser und knapp 50 Millionen kWh Strom.

Ökobilanz 2005 Hier gewichten wir mit Hilfe der Methode der Umweltbelastungspunkte (UBP) die Umwelteinwirkungen aus unseren Prozessen, einschliesslich der Energiebereitstellung in den Kraftwerken und der Entsorgung unserer Abfälle und Abwässer. Den Strom berücksichtigen wir als «Schweizer Strom inklusive Importe». Die grösste Bedeutung hat der Stromverbrauch, vor allem in den Restaurants. Weniger relevant sind die Transporte, die Entsorgung der Abfälle, das Abwasser sowie die Herstellung unserer Verpackungen. Von geringerer Bedeutung sind die Kühlmittel-Emissionen.

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Ökobilanz 1998 bis 2005 (absolut) Seit wir die Ökobilanz erfassen, sind die Umwelteinwirkungen grundsätzlich mit der Geschäftstätigkeit angestiegen. Die Struktur der Umweltaspekte hat sich dabei nicht verändert.

Umwelteinwirkungen pro Guest Count Die Umweltbelastung pro Guest Count (ein GC entspricht einer Bestellung) war bis 2003 kontinuierlich angestiegen. Durch die Ausweitung unseres Angebots stieg auch der spezifische Stromverbrauch, was auch durch Verbesserungen in anderen Bereichen (Transporte und Verpackungen) nicht kompensiert werden konnte. In den Jahren 2004 und 2005 konnten wir durch unser Energiemanagement und weitere Verbesserungen (Verpackungen, Transporte) erstmals die Umwelteinwirkung pro Guest Count senken.


Supply Chain

Supply Chain In der Gastronomie ist Qualität das oberste Gebot. Massnahmen zur Gewährleistung einer einwandfreien Qualität erstrecken sich über die gesamte Lieferkette. Qualitätskontrollen beginnen beim Landwirt, setzen sich bei der Verarbeitung fort und enden schliesslich bei uns im Restaurant mit dem Verkauf an den Gast und der umweltgerechten Entsorgung der Reststoffe und Abfälle. Wir überwachen mit einem Qualitätssicherungs-Programm lückenlos die gesamte Lieferkette, um an jedem Punkt Qualität und Umweltverträglichkeit sicherzustellen. Wir legen die Anforderungen und Spezifikationen fest, nach denen unsere Lieferanten arbeiten. Die langjährige Zusammenarbeit mit Schweizer Landwirten und in ihrer Branche führenden Schweizer Nahrungsmittelherstellern garantiert, dass diese Anforderungen auch umgesetzt werden.

Produkt

Lieferant

Verarbeitung

Herkunft Rohstoff

Pommes Frites

Frigemo

Schweiz

Schweiz

Brötchen

Fortisa

Schweiz

Schweiz

Deluxe Potatoes

Frigemo

Schweiz

Schweiz

Rindfleisch

Bell

Schweiz

Schweiz

Schweinefleisch

Bell

Schweiz

Schweiz

Poulet für McNuggets

Ospelt

Schweiz

Ungarn, Polen

Sonstiges Poulet

Esca, Cargill

Deutschland, Ungarn, Frankreich

Deutschland, Ungarn, Frankreich, Holland

Salate

Eisberg

Schweiz

Schweiz, EU

Mineralwasser

Valser

Schweiz

Schweiz

Süssgetränke

Coca-Cola

Schweiz, EU

Schweiz, EU

Frittieröl

Florin, Nutriswiss

Schweiz

Schweiz

Die wichtigsten Lieferanten (Stand Dezember 2005)

von

McDonald’s

McDonald’s Agricultural Assurance Programme Im Jahr 2001 wurde europaweit das McDonald’s Agricultural Assurance Programme (MAAP) gestartet. Mit diesem Programm will McDonald’s in Europa für die Produktion seiner Rohstoffe nachhaltige und ethisch vertretbare Methoden in der Landwirtschaft gewährleisten. Die ersten Standards für Landwirtschaftsbetriebe wurden 2003 herausgegeben. Seitdem läuft die Umsetzung.

McDonald’s Agricultural Assurance Programme (MAAP) Das Programm umfasst sieben Grundsätze, die im Einzelnen die Standards der landwirtschaftlichen Produktion unserer Rohstoffe definieren: • Nachhaltiges Wirtschaften • Landwirtschaftliche Produktionsmethoden • Tierfreundliche Haltung von Nutztieren • Strenge Fütterungsvorschriften • Veterinärmedizinische Kontrollen • Rückverfolgbarkeit der Produktionskette • Nur Futtermittel ohne genetisch veränderte Organismen Das von McDonald’s Europa gestartete Programm MAAP setzt McDonald’s in der Schweiz unter anderem mit Hilfe von IPSuisse um. Die Anforderungen von IP-Suisse sind allerdings mit denjenigen von MAAP nicht genau deckungsgleich.

Schweiz

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IP-Suisse «McDonald’s steht voll zu IP-SUISSE und der Schweizer Landwirtschaft. Das Unternehmen setzt viele unserer Produkte ein und ist auch bereit, dafür den berechtigten Mehrpreis zu bezahlen. Dies ist ihm im heutigen Umfeld mehr als hoch anzurechnen! Es zeigt zudem, dass bei bestehendem Mehrwert (Ökologie, Zertifizierung, Kontrolle und Qualität) auch mit Schweizer Produkten eine erfreuliche Zusammenarbeit erreicht werden kann. Wir jedenfalls haben in der nun über siebenjährigen, sehr angenehmen Zusammenarbeit nur positive Erfahrung gemacht.» Niklaus Hofer, IP-Suisse

Die Vereinigung IP-SUISSE ist ein Zusammenschluss von Bauern und Bäuerinnen, die auf ihrem Familienbetrieb umweltschonend und tiergerecht produzieren. Von IP-Suisse-Mitgliedern beziehen wir seit 1999 den Weizen für unsere Brötchen. Seit 2002 stammt ein wachsender Anteil unseres Rindfleisches ebenfalls aus Betrieben, die ihre Tiere nach IP-Suisse-Richtlinien halten. IP-Suisse ist für McDonald’s Schweiz ein wichtiger Partner. Ein Teil des Rapsöls zum Frittieren kommt ebenfalls von IP-Suisse Betrieben.

IP-Suisse-Label Die Betriebe arbeiten integriert nach den IP-Suisse-Richtlinien. Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind erlaubt, werden aber je nach Pflanzenkultur spezifisch eingeschränkt. Für Getreide sind Fungizide, Insektizide und Wachstumsregulatoren verboten. In Rapskulturen sind Insektizide verboten. Bei der Tierhaltung gehen Labelvorschriften und gesamtbetriebliche Tierhaltungsvorschriften über die Minimalanforderungen der Tierschutzgesetzgebung hinaus. Gentechnik ist auf allen Stufen der Produktion, also auch im Futter, verboten. Quelle: WWF Schweiz

Weizen von IP-Suisse • Rückverfolgbarkeit bis zur Produktionsstelle • Verbot von Wachstumsregulatoren, Fungiziden und Insektiziden • Kein Einsatz von Herbiziden im Herbst • Einschränkung der Düngerabgaben (Phosphat/Nitrat) • Regelmässige Prüfung durch eine neutrale Kontrollstelle Weitere Informationen unter: www.ipsuisse.ch Für unsere Brötchen verwenden wir wenn immer möglich nur Getreide aus IP-Suisse-Anbau. Die Fortisa AG stellt in Zuchwil für McDonald’s die Brötchen her. Die Qualitätsanforderungen von McDonald’s gehören zu den strengsten in der Lebensmittelindustrie.

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Max Havelaar

Code of conduct

Alle unsere Kaffeegetränke tragen das Gütesiegel für fair gehandelte Produkte der Max Havelaar-Stiftung. Das Max Havelaar-Gütesiegel steht für fairen Handel gemäss internationalen Standards. Kleinbauernfamilien und Arbeiterschaften im Süden profitieren von stabilen Preisen und Fair-Trade-Prämien, von verbesserten Arbeitsbedingungen sowie vom Nutzen einer umweltschonenden Produktion. Die Einhaltung der internationalen Fair-Trade-Standards wird von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle kontrolliert.

Alle unsere Lieferanten müssen sich an den «McDonald’s Code of Conduct for Suppliers» halten. Darin sind die Anforderungen festgelegt, die wir an die Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten stellen. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird weltweit von externen Audit-Gesellschaften überprüft.

«Wir gratulieren McDonald’s Schweiz für den Mut, ihren Gästen als erste Gastrokette ausschliesslich Kaffee mit dem FairTrade-Gütesiegel von Max Havelaar anzubieten. Mit dem breiten Kaffeean­gebot tritt McDonald’s zudem den Beweis an, dass es Max Havelaar-Kaffee für jeden Geschmack gibt. Konsumentinnen und Konsumenten können zum Erfolg dieses Pilotprojekts in der Schweiz und damit zur Ausweitung des Fair-Trade-Angebots von McDonald’s auf ganz Europa beitragen. Damit immer mehr Kaffeebauern und ihre Familien ein menschenwürdiges Leben führen können.»

Qualität 8 Punkte, die Qualität garantieren • Hochwertige Grundnahrungsmittel, wenn immer möglich aus der Schweiz • Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung • Artgerechte Haltung und Fütterung von Tieren • Langjährige Partnerschaften mit Lieferanten • Strengste Auflagen bei der Lebensmittelsicherheit • Hygiene und Sauberkeit bis ins Restaurant • Unabhängige Kontrollen • Qualitätsstandards auf höchstem Niveau Weitere Informationen unter: www.mcdonalds.ch Gäste können sich in unseren Restaurants anhand der aufgelegten Broschüren über die Qualität und Herkunft unserer Produkte informieren.

Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) Seit März 2003 beziehen wir ausschliesslich Kaffee mit dem Max Havelaar-Gütesiegel. McDonald’s ist in der Schweizer Gastronomie einer der grössten Anbieter von Max HavelaarKaffee und einer der ganz wenigen, die ausschliesslich Max Havelaar-Kaffee im Sortiment führen. Weitere Informationen für die Schweiz unter www.maxhavelaar.ch

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Logistik

Logistik Der Anteil der Logistik an der gesamten Umweltbelastung konnte seit 2003 nochmals um 0,5 Prozent gesenkt werden. Ein Teil der Transporte des McDonald’s Recyclingsystems wurde in der Berichtsperiode in die Logistik des Verteilzentrums integriert. Von den rund 400’000 mit Kleinlastwagen gefahrenen Kilometer wurde ein kleiner Teil auf grosse LKWs umgelagert (rund 26’000 mit LKWs gefahrene Kilometer). Der restliche Anteil der Fahrten konnte gänzlich in die bestehende Logistik integriert werden. Diese Neuorganisition stellt in der Berichtsperiode die Hauptursache für die Senkung der Umweltbelastung bei der Logistik dar.

Der Bahnanteil an gefahrenen Transportkilometern ist in der Berichtsperiode mit 49 Prozent stabil geblieben. Alle Randregionen sind vollständig erschlossen. Ein weiterer Ausbau des Kombitransportes Schiene-Strasse wäre nicht mehr sinnvoll.

32  Umweltbericht 2006  |  Leistungen


Kombiverkehr «Herausragende Logistik braucht Innovation und Kontinuität gleichermassen. Beides zeichnet auch McDonald’s aus. Beispielsweise setzte das Unternehmen als eines der ersten beim Güterumschlag konsequent auf die Kombination von Bahn und Lastwagen. Das System wurde weiter entwickelt und heisst heute Cargo Domino. Seither hat McDonald’s das Transportvolumen mit der Bahn stetig erhöht, und heute werden sämtliche Randregionen in der Schweiz bedient. SBB Cargo durfte McDonald’s bei dieser Entwicklung unterstützen. Die langjährige Partnerschaft freut mich.» Daniel Nordmann, Leiter SBB Cargo

Seit 1996 setzt McDonald’s Schweiz auf den kombinierten Güterverkehr Schiene-Strasse. Die Randregionen wurden kontinuierlich erschlossen, und heute werden die Regionen Lausanne, Genf, Wallis, Ostschweiz und Tessin im Kombiverkehr beliefert. Gemäss unserer Zielvorgabe überqueren wir die Alpen nicht mehr mit Lastwagen.

Im Jahr 2005 konnten wir 49 Prozent aller Transporte (gemessen in Kilometern) mit der Bahn zurücklegen. 2005 wurden 2’656 Containertransporte ausgeführt. Rund 1 Mio km haben unsere Container mit der Bahn zurückgelegt. Dabei haben wir 240’000 Liter Dieseltreibstoff eingespart. Ein speziell für McDonald’s entwickeltes Transportsystem erlaubt dem Chauffeur, den Containerumschlag selbst zu bewerkstelligen.

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Alternative Treibstoffe Biogas Seit 2002 setzen wir einen Kenworth Dual-Fuel-Lastwagen ein, der je nach Leistungsbedarf mit einem variierenden DieselGasgemisch betrieben wird. Aufgrund unserer veränderten Bedürfnisse und besserer ökologischen Performance wird dieses Fahrzeug per Ende 2006 durch ein reines Gasfahrzeug von Mercedes-Benz ersetzt. Im Hinblick auf den Schadstoffaus­ stoss stellt dieser Lastwagen derzeit den neuesten Stand der Technik dar. McDonald’s lässt seine organischen Abfälle in Kompogas-Anlagen vergären. Das so entstandene Biogas wird auch ins Erdgasnetz eingespeist. Der neue Gaslastwagen soll in der Stadt Genf eingesetzt werden und bezieht sein Gas wiederum aus einer Erdgas-Tankstelle. Da das von uns produzierte Biogas etwa der für den Betrieb des Lastwagens benötigten Menge entspricht, fährt der Biogas Truck mit dem Biogas-Äquivalent aus den von uns vergärten Abfällen CO2-neutral. Der neue Gaslastwagen wird rund 10’000 Liter Diesel einsparen. Unser Biogas-Truck fährt unter Volllast CO2-neutral: Die organischen Abfälle unserer Restaurants lassen wir zu Biogas vergären. Der Bedarf unseres Biogas-Lastwagens entspricht etwa der Menge des produzierten Biogases. Der Dual-Fuel-Lastwagen wird per Ende 2006 durch ein reines Gasfahrzeug ersetzt.

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Altspeiseöl Ein Lastwagen wurde im Oktober 2003 so umgerüstet, dass er mit filtriertem Altspeiseöl fahren kann. Leider haben sich trotz intensiver Anstrengungen zuviele technische Pannen ergeben, so dass der Test abgebrochen werden musste.

Biodiesel Anstelle von Altspeiseöl verwenden wir für die in Oensingen stationierten und mit Diesel betriebenen 15 Lastwagen Biodiesel, auch Rapsmethylester (RME) genannt, in variablem Anteil. Je nach Jahrestemperatur kann der Anteil erhöht werden. Der aus Rapsöl hergestellte Biodiesel wird direkt dem Diesel beigemischt und verbrennt CO2-neutral.

Schwefelarmer Diesel Für die Transporte von der Bahn in die Restaurants und die verbleibenden Lastwagentransporte wird bereits seit 1996 ausschliesslich schwefelarmer Diesel mit einem Schwefelgehalt von maximal 10ppm verwendet. Mittlerweile ist diese Dieselqualität schweizweit als Standart vorgeschrieben.


Distributionszentrum

Transportverpackungen

Unser Verteilzentrum in Oensingen verfügt über rund 9’000 Palettenplätze. 2005 bezogen die McDonald’s Restaurants rund 36’000 Tonnen Ware aus dem Verteilzentrum. Mit der Inbetriebnahme des neuen, erweiterten Verteilzentrums Ende 2001, das wegen der wachsenden Anzahl Restaurants dringend benötigt wurde, ist der Energieverbrauch 2002 spürbar angestiegen. 2003 konnte der Energieverbrauch wieder leicht gesenkt werden und ist seither stabil.

Ausgeklügelte Transportverpackungen gewährleisten Produktqualität, Hygiene und eine effiziente Logistik. McDonald’s optimiert deshalb die Transportverpackungen ständig und sucht immer wieder nach neuen Lösungen. In den letzten Jahren konnten vor allem auch in ökologischer Hinsicht wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Die 250-Liter-Mehrwegboxen für Coca-Cola-Konzentrat werden in allen grösseren Restaurants eingesetzt. Sie ersetzen die sonst verwendeten 20-Liter-Einwegkartonboxen. In dazu geeigneten Restaurants wird das Frittieröl in so genannten Jumbolinos angeliefert. Diese 300-Liter-Mehrweggebinde ersetzen die bisherigen 10-Liter-Kartonboxen.

Die Anlage der Bell AG für die Produktion von Hamburger-Patties wurde in unmittelbarer Nähe zum Verteilzentrum gebaut. Damit entfallen Zwischentransporte, die Prozesse werden vereinfacht, und die Lebensmittelsicherheit kann noch besser gewährleistet werden. Die zweite Ausbaustufe des Verteilzentrums, in der ein neues Tiefkühllager entstehen soll, wird Ende 2006 abgeschlossen sein. Das neue Verteil- und Produktionszentrum ist am Verkehrsknotenpunkt in Oensingen optimal gelegen.

Transportverpackungen machen einen wichtigen Teil unserer Verpackungen aus. Deshalb versuchen wir, wo immer möglich, Mehrweggebinde einzusetzen. Salate, Brötchen, Frittieröl und Coca-Cola-Sirup werden ganz oder teilweise in Mehrweggebinden geliefert.

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Restaurants

Energieverbrauch Der Energieverbrauch wirkt sich auch gemäss den Ergebnissen der neuesten Ökobilanz am stärksten auf die Umwelt aus. Am meisten Energie verbrauchen unsere Restaurants. Der Energieverbrauch gehört deshalb zu den erfolgskritischen Faktoren des Umweltmanagements bei McDonald’s. Aufgrund der in den letzten Jahren erfolgten Optimierung der operationellen Prozesse und der von unseren internen Umweltberatern in den Restaurants vor Ort durchgeführten Audits hat sich der Energieverbrauch nun stabilisiert, und der spezifische Stromverbrauch konnte sogar gesenkt werden. Der Stromverbrauch in unseren Restaurants stellt immer noch die grösste Umweltbelastung unserer Kernbilanz dar und ist damit die wichtigste Herausforderung für unser Umweltmanagement. Der Gesamtenergieverbrauch (Strom, Öl und Gas) lag 2003 noch bei 57,5 Millonen kWh. Dieser Verbrauch konnte 2004 auf 57,3 Millionen kWh reduziert werden, stieg 2005 aber wiederum auf 59,2 Millionen kWh an (siehe Ökobilanz). Bezogen auf die Guest Counts (Bestellungen) konnten jedoch wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Lag der Gesamtenergieverbrauch pro Bestellung 2003 noch bei 1,46 kWh, so konnte er 2004 auf 1,40 kWh (4,1 Prozent) und 2005 sogar um weitere 2,8 Prozent auf 1,36 kWh pro Bestellung gesenkt werden. Mit dieser Senkung des spezifischen Gesamtenergieverbrauchs konnten wir ein lange anvisiertes Ziel erreichen. Die Reduktion ist hautpsächlich auf den Rückgang des Stromverbrauchs zurückzuführen. Da der Stromverbrauch mit 83 Prozent den Hauptanteil unseres gesamten Energieverbrauch ausmacht, konzentrieren wir uns in erster Linie auf Massnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs.

36  Umweltbericht 2006  |  Leistungen

Die Zusammenarbeit mit der EnAW (Energie-Agentur der Wirtschaft) führte bereits in der ersten Phase von 2001 bis 2004 zu positiven Ergebnissen und wurde per 1. August 2006 wieder aufgenommen. Das seit 2002 eingerichtete Backoffice für McDonald’s erlaubt uns, Ressourcenmanagement, Kontrollen, Beratungen und Trainingsmassnahmen effizient durchzuführen, bei Bedarf ohne grosse Zeitverzögerungen einzuschreiten und Verbesserungen zu implementieren.

«Mit McDonald’s arbeiten wir in den Bereichen Energie-Effizienz und Klimaschutz bereits seit dem Jahr 2002 zusammen. In dieser Zeit hat uns immer wieder beeindruckt, mit welcher Zielstrebigkeit McDonald’s für unsere Anliegen eintritt und auch bereit ist, die entsprechenden Kapazitäten und Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Resultate dürfen sich denn auch sehen lassen und werden durch die Energiebezugsrechnungen klar bestätigt: Die Energie-Effizienz hat sich bei den ins Programm integrierten Restaurants im Schnitt um 8 Prozent verbessert.» Stefan Krummenacher, Moderator EnAW


Von 2001 bis 2004 unterzog die EnAW rund zwei Drittel der Restaurants einem Energie-Audit. Die Resultate wurden den Restaurants unmittelbar mitgeteilt und die Erkenntnisse umgehend umgesetzt. Restaurants, die in das Audit einbezogen worden waren, verbrauchen in der Regel 8 Prozent weniger Energie als solche, in denen kein Audit durchgeführt wurde. Aufgrund dieser Erkenntis haben wir 2003 ein Selbstaudit eingeführt, dem sich jedes Restaurant zweimal jährlich unterziehen muss. In der Folge konnte der spezifische Stromverbrauch (kWh/Bestellung) im Jahr 2004, bezogen auf das Jahr 2003 um 1,1 Prozent und im Jahr 2005 (bezogen auf 2004) um 3,6 Prozent gesenkt werden.

Unsere Umweltberaterin konzentriert sich bei ihren jährlich rund 20 Restaurantbesuchen auf das Aufdecken von Energiesparpotenzialen. 2004 ist es uns erstmals gelungen, unseren Stromverbrauch zu reduzieren. Nun geht es darum, ihn auf dem aktuellen Niveau zu halten. Wir werden unsere Selbstaudits deshalb auch in Zukunft weiterführen. Ausserdem wollen wir die Kosten durch gezielte Einkaufsmassnahmen und die Vorbereitung auf einen offenen Strommarkt weiter senken. Zu diesem Zweck und um die Stablisierung des Stromverbrauchs zu gewährleisten, haben wir die Zusammenarbeit mit der EnAW wieder aufgenommen. Die Überprüfung von Energiemanagementsystemen im Jahr 2004 hat gezeigt, dass diese Systeme in der Schweiz zu wenig rentabel sind, da die damit erzielte Energiesparrate nur etwa 2 Prozent beträgt. Mit unseren Selbstaudits und internen Handbüchern verfügen wir erwiesenermassen über effiziente Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs. McDonald’s Schweiz hat sich deshalb entschlossen, im Moment auf den Einsatz von kostspieligen Energiemanagmentsystemen zu verzichten.

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Serviceverpackungen

Wasser und Reinigungsmittel

Unsere Serviceverpackungen müssen verschiedenen strengen Kriterien genügen. Sie sollen für optimale Frische unserer Produkte sorgen, hygienische und mechanische Beeinträchtigungen verhindern sowie die richtige Temperatur und Qualität garantieren. Sie sollen die ideale Verpackung für das Take-away sein und ausserdem unsere eigenen Vorgaben zur Umweltverträglichkeit erfüllen, also die Umwelt möglichst wenig belasten. McDonald’s entwickelt die Serviceverpackungen ständig weiter und berücksichtigt dabei den Stand der Technik und neu entwickelte Rohstoffe.

Das meiste Wasser in einem Restaurant wird zur Reinigung verwendet. Spezielle Dosiersysteme für die wichtigsten Reinigungsmittel erlauben deren möglichst sparsamen Einsatz.

Unsere Serviceverpackungen bestehen im Durchschnitt zu 80 Prozent aus Papier und Karton und zu 20 Prozent aus Kunststoff. Die Papier- und Kartonverpackungen bestehen zu 56 Prozent aus Recyclingfasern. McDonald’s setzte 2005 rund 2’100 Tonnen Serviceverpackungen ein, die 7 Prozent der Umwelteinwirkung von McDonald’s ausmachen. Praktisch alle Verpackungen aus geschäumtem Polystyrol wurden durch Kartonschachteln ersetzt, welche die gleichen Qualitätsmerkmale aufweisen.

38  Umweltbericht 2006  |  Leistungen

Vor allem die speziell für McDonald’s entwickelten Dosiersysteme helfen, Reinigungsmittel gezielt einzusetzen. Mit einem Minimum an Reinigungsmitteln kann so ein optimaler Effekt erzielt werden. Im Jahr 2006 haben wir in Zusammenarbeit mit dem Gewässerlabor Veritas in Zürich eine Untersuchung unserer Abwässer gestartet. Diese Analyse soll Aufschluss darüber geben, welche Belastung wir einer Abwasserreinigungsanlage übergeben und inwieweit diese im Rahmen normaler Einwohnergleichwerte für unsere Betriebe liegen. Praktisch alle Schweizer McDonald’s Restaurants wurden mit Urimat-Trockenpissoirs ausgerüstet. Dieses innovative System verhindert dank einem geruchsneutralen Siphon und gross dimensionierten Schwimmern jegliche Geruchsimmission. Mit dem Einbau der Urimat-Trockenpissoirs können jährlich gut 10 Prozent (ca. 28 Millionen Liter) am Gesamtverbrauch von frischem Trinkwasser eingespart werden.


Kühlmittel Kühlmittel werden in unseren Restaurants in unterschiedlichsten Apparaten eingesetzt. Für Tiefkühlkammern oder Eismaschinen beispielsweise sind solche Mittel technisch erforderlich. Im Jahr 2003 wurden alle Restaurants auf die eingesetzten Kühlmittel überprüft. Wo sinnvoll, wurden ältere FCKWs durch moderne ersetzt. Im Verlauf des Jahres 2006 werden alle Anlagen, die mehr als 3 kg Kühlmittel benötigen, mit dem obligatorischen Wartungsheft und den sogenannten «Vignetten» ausgestattet. Ausserdem mussten alle von uns beauftragen Wartungsfirmen ihre Fachbewilligung vorlegen. Ein Pilotversuch in einem dänischen McDonald’s Restaurant hat gezeigt, dass sämtliche Apparate gänzlich ohne FCKW betrieben werden können. Wir werden diese Resultate genau prüfen und daraus gegebenenfalls Massnahmen für die Schweiz ableiten. Zur Zeit bereitet sich McDonald’s Schweiz aber vorrangig auf den Ersatz von nicht mehr zeitgemässen Kältemitteln vor, der ab 2010 gesetzlich vorgeschrieben sein wird.

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Bauten

Die in der Umweltpolitik von McDonald’s festgeschriebenen Kriterien gelten auch für den Baubereich. Die Umweltbelastungen bei Bau, Renovationen und Betrieb halten wir durch kluge Planung gering. Sowohl Neubauten als auch Renovationen planen und realisieren wir in enger Zusammenarbeit mit Partnern, Behörden und Auftragnehmern unter konsequenter Berücksichtigung ökologischer Kriterien. Schweizer Holz als erneuerbarer Rohstoff vermindert die graue Energie, die in jedem Restaurant steckt. Die Modulbauweise reduziert die für Transporte nötigen Fahrten und die Belästigung der Anwohner während der Bauphase. Das Hauptaugenmerk unserer Bautätigkeit liegt zurzeit bei Renovationen bestehender Restaurants. Dabei suchen wir zusammen mit Nachbarn, Mitmietern, Behörden und anderen Anspruchsgruppen konsequent nach ökologisch optimierten Lösungen für das Energiemanagement, die Isolation und gemeinsame Lager- und Entsorgungslösungen. Auch die Verkehrsführung stimmen wir wo immer möglich auf die Bedürfnisse unserer Nachbarn ab. Die folgenden Elemente sind Bestandteil der Pflichtenhefte für die Planung und Realisation von neuen Restaurants sowie bei Renovationen: • sinnvolle Reduktion aller Umwelteinflüsse beim Bau und Betrieb • Verwendung schadstoffarmer und rezyklierbarer Baumaterialien • Einbezug von Umweltkriterien bei der Innen- und Aussenarchitektur • Konsequente Nutzung von Wärmerückgewinnung

40  Umweltbericht 2006  |  Leistungen

Abluft Die Filteranlagen zur Absorption von öl- und fetthaltiger Abluft sowie zur Vermeidung von Geruchsimmissionen werden laufend optimiert. Durch den Einsatz von drei Filtertypen unterschreiten die Emissionen die gesetzlichen Vorgaben um ein Vielfaches, was mit regelmässigen Messungen kontrolliert wird. Die Geruchsbelästigung in der Umgebung unserer Restaurants wurde dadurch weiter reduziert, was auch zu einer gesunkenen Zahl von Anwohnerbeschwerden geführt hat. Durch Wärmerückgewinnung aus der Abluft der Küche und der Kompressoranlagen der Kühlräume decken wir in unseren Restaurants rund 70 Prozent des Wärmebedarfs für Heizzwecke.

Isolation Zur Isolation unserer Gebäude setzen wir auf umweltverträgliche Materialien: Zellulose (aus alten Zeitungen) kombiniert mit Gips, entweder Naturgips oder hergestellt mit Kalk aus Kehrichtverbrennungsanlagen. Verbaut werden nur Fenster mit einem sehr guten Isolationswert von weniger als 1,1 W/m2. Wir können deshalb Anlagen für das Raumklima (Heizung, Lüftung) um ein Drittel kleiner dimensionieren als beim Einsatz konventioneller Materialien.


Recycling-Abfall

Abfallmanagement Unser Abfallmanagement, das dem anerkannten Grundsatz «vermeiden – vermindern – verwerten – entsorgen» folgt, gilt unverändert. Das 1991 eingeführte Recyclingsystem wurde seither laufend den aktuellen Anforderungen angepasst. 41 Prozent des anfallenden Abfalls kann durch unser eigenes Recyclingsystem einer sinnvollen Wiederverwertung zugeführt werden. Die restlichen 59 Prozent werden regional in Kehrichtverbrennungsanlagen zur Energieerzeugung genutzt. Im Rahmen unserer Umweltverantwortung überprüfen wir laufend unser Abfallmanagement und passen es neuen Gegebenheiten an. Ziel ist es, möglichst viele der bei unserer täglichen Arbeit anfallenden Wertstoffe einer sinnvollen Wiederverwertung zuzuführen.

Die übrigen 59 Prozent stammen vorwiegend aus dem Gästebereich. Dieser Teil besteht aus Papier, Kunststoff, Karton, Feuchtigkeit und einem geringen Anteil an Essensresten. Diese Mischfraktion zu trennen, lohnt sich angesichts der in der Schweiz fehlenden Verwertungsmöglichkeiten nicht und wird in den kommunalen Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt. Die energetische Verwertung gilt als ökologisch und ökonomisch sinnvollste Lösung. Zudem sind die Transportwege für diesen «Abfall» sehr kurz, weil es sich um regionale Anlagen handelt. Karton wird in Papier- oder Kartonfabriken zu neuem Karton aufgearbeitet. Verpackungsfolien werden nach einer Reinigung in Granulat umgewandelt und für neue Produkte aus Polyethylen wie Kehrichtsäcke, Filmspulen oder Computergehäuse verwendet.

Die Gäste können Getränkereste und Eiswürfel separat entsorgen. Die Reduktion von Wasser im Kehricht verbessert die Energieausbeute in den Kehrichtverbrennungsanlagen. In den Restaurants und im Verteilzentrum werden Karton, Verpackungsfolien (Polyethylen), organische Abfälle, gebrauchtes Frittieröl, Zeitungen, Beleuchtungskörper und PET-Flaschen getrennt gesammelt und für das Recycling bereitgestellt. Diese Wertstoffe werden zwei- bis dreimal wöchentlich abgeholt. Sie machen 41 Prozent der gesamten Abfallmenge aus.

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Biogas

Frittieröl – ein wertvoller Rohstoff

Die organischen Abfälle aus unseren Restaurants werden in Kompogas-Anlagen vergärt. Dabei entstehen Biogas sowie Kompost und Flüssigdünger. Biogas ist ein vielseitiger Energieträger. Er kann entweder als Treibstoff für Personen- oder Lastwagen eingesetzt werden oder wird zu Ökostrom. Das Verteilzentrum von McDonald’s betreibt in seiner Lastwagenflotte seit 2001 einen Kenworth Lastwagen, der mit Biogas betrieben wird.

Das gebrauchte Frittieröl (Rapsöl) ist sowohl ein wertvoller Energieträger als auch ein interessanter Rohstoff zur stofflichen Wiederverwertung. In der Berichtsperiode wurde das gebrauchte Frittieröl in zwei verschiedenen Kanälen wiederverwertet: Ein Teil ging in die Oleochemie und diente dort als Rohstoff für neue Produkte wie Zusatzstoffe für Autoreifen oder für Farben und Lacke. Ein anderer Teil wurde nach einem einfachen Reinigungsprozess direkt als Treibstoff in Lastwagen verwendet. Seit 2006 wird ein dritter Teil in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) direkt in Wärme und elektrische Energie umgewandelt, die ins Stromnetz eingespiesen wird.

Die Küchenabfälle werden zu Biogas vergärt. Das bei der Vergärung entstehende Biogas entspricht etwa der Menge, die ein Biogas-Lastwagen im Betrieb benötigt. Per Ende 2006 wird unser Kenworth Lastwagen durch einen hochmodernen Mercedes Gaslastwagen ersetzt werden. Dieser übernimmt die Feinverteilung der Bahncontainer in der Stadt Genf und zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Schadstoffausstoss aus.

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Recycling-Logistik Die Übernahme eines Teils der Recycling-Logistik durch unser Verteilzentrum in Oensingen hat sich bewährt. Von den rund 400’000 mit Kleinlastwagen gefahrenen Kilometer wurde ein kleiner Teil auf grosse LKWs umgelagert (rund 26’000 mit LKWs gefahrene Kilometer). Der restliche Anteil der Fahrten konnte gänzlich in die bestehende Logistik integriert werden. Mit dieser Neuorganisition konnte eine signifikante Verbesserung der Umweltbelastung in unserer Logistik erreicht werden. Durch die zentrale Sammelstelle in Oensingen können zudem die Verwertungsmöglichkeiten effizienter und umweltverträglicher gestaltet werden. Wiederverwertet werden Karton, Papier, Plastikfolien, Lampen, gebrauchtes Frittieröl, Küchenabfälle und PET-Flaschen. Die Bereitstellung der Wertstoffe erfolgt bei freistehenden Restaurants in speziell für McDonald’s entwickelten Recyclinghäuschen.

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Littering

Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfällen und Gegenständen, ist ein Gesellschaftsproblem. Seine negativen Auswirkungen sind augenfällig und wirken sich vor allem lokal aus. McDonald’s nimmt das Problem sehr ernst und arbeitet eng mit Behörden und weiteren interessierten Stellen zusammen.

«Littering – das achtlose Liegenlassen oder Wegwerfen von Abfällen – ist ein Ergebnis der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung, bei der die Menschen immer weniger Rücksicht nehmen auf ihre Mit- und Umwelt. Mit der Kampagne «trash ist kultur» versuchen Pusch, McDonald’s und weitere Partner die Wertschätzung für den öffentlichen Raum und die Umwelt zu steigern. Denn nur mit einer positiven Wertehaltung wird die Bevölkerung bereit sein, Massnahmen zu Gunsten der Umwelt mitzutragen.» Dr. Ion Karagounis, Geschäftsleiter, Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch

Unsere Anstrengungen gegen das Littering wurden auch in der Berichtsperiode intensiv fortgesetzt. So waren wir bei der im Jahr 2000 von Pusch (Praktischer Umweltschutz Schweiz) gestarteten Kampagne «trash ist kultur» von Anfang an dabei. Diese Aktion wird unter anderen auch vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und Bundesamt für Strassen (ASTRA) sowie von vielen Gemeinden und Kantonen, der SBB, Migros und Coop unterstützt. Der jährliche Höhepunkt dieser Kampagne ist der im Mai stattfindende «Clean Up Switzerland Day» im Rahmen des Aktionstages «Wahre Werte» (www.aktionstag.ch). Unsere Restaurants beteiligen sich aktiv an dieser Aktion, unterstützen Behörden, Schulen und andere Gruppierungen. Seit Beginn 2006 tragen die Take-away-Säcke Hinweise auf die Aktion. Mit Broschüren in allen unseren Restaurants ermuntern wir unsere Kunden zum korrekten Entsorgen von Abfällen.

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Ein umfangreicher Antilittering-Führer unterstützt die McDonald’s Restaurants mit Ideen und praktischen Beispielen. Diese Planungshilfe wird regelmässig auf Grund der gemachten Erfahrungen angepasst. Mehr als die Hälfte unserer Restaurants hat im Rahmen der Aktion «trash ist kultur» 2005 und 2006 am «Clean Up Switzerland Day» mitgemacht, welcher im Rahmen des Aktionstages «Wahre Werte» stattfindet. Mit Plakaten, die im Rahmen der Kampagne «trash ist kultur» entstanden sind, ermuntern wir unsere McDrive-Kunden zum korrekten Entsorgen. Die Restaurants in den Städten haben informative Kleber auf den Aussenmüllboxen angebracht, welche im Jahr 2006 erneuert wurden. Sämtliche Restaurants setzen Abfallpatrouillen ein. Diese leeren nicht nur die eigenen Abfallkübel, sondern, sofern mit der Gemeindebehörde vereinbart, auch die im Einzugsgebiet stehenden öffentlichen Abfallbehälter. Sie nehmen auch leichtfertig fortgeworfene Abfälle in Strassen, Trottoirs und Anlagen auf. Der Einsatz dieser Abfallpatrouillen wird mit den betroffenen Behörden koordiniert. Die Erfahrungen sind eindeutig: Wenn auf Strassen und Plätzen nichts herumliegt und die Abfallkörbe nicht überquellen, ist die Hemmschwelle für achtloses Wegwerfen viel höher. Im Jahr 2005 haben wir an der Erstellung des «Verhaltenskodex für Take-away-Anbieter und Eventveranstalter» des Schweizerischen Städteverbandes mitgearbeitet. Der Kodex soll mit allen Take-away-Betrieben einer Gemeinde angewandt werden und damit Richtlinien in den Bereichen Infrastrukur, Kommunikation, Entsorgung und Recycling sowie Abfallvermeidung festlegen. Wir sehen deshalb im praktischen Handeln mehr Erfolg als im Einführen von neuen Abgaben, Bussen und Vorschriften. Wir werden uns auch in Zukunft intensiv in enger Zusammenarbeit mit den Behörden für praktische Problemlösungen einsetzen. Zusätzlich informieren wir unsere Gäste laufend über Littering und bitten sie unmissverständlich darum, Abfallkübel zu benutzen und nichts achtlos wegzuwerfen. Gegen das so genannte Littering geht McDonald’s auch mit Abfallpatrouillen vor. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sammeln in einem festgelegten Umkreis eigene und fremde Abfälle ein. Dieser Einsatz für die Öffentlichkeit beansprucht ca. eine Mitarbeiterstunde pro Tag.


Gesunde Ernährung

Immer mehr Menschen machen sich bewusst, wie wichtig Ernährung und Lebensstil für unsere Gesundheit sind. Ausgewogenheit und Vielfalt sind Schlüsselbegriffe für eine gesunde Ernährung. Ebenso wichtig sind ein aktiver, körperbewusster Lebensstil und eine gute Balance zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch. Mit «GoActive» unterstützt McDonald’s seine Gäste auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil. Die Erweiterung unseres Angebots mit «salads plus» (grosse Salate als Hauptmahlzeiten, Fruit Bags, Jogurts) entspricht den Bedürfnissen unserer Gäste nach mehr Vielfalt und Ausgewogenheit. Dabei stehen wir in engem Kontakt mit Ernährungsfachleuten auf internationaler und nationaler Ebene und koordinieren unsere Informa­ tionsaktivitäten. Die Salate der neuen Produktelinie «salads plus» werden mehrmals täglich frisch zubereitet. Die Pouletbrust wird dann à la minute serviert.

«Das «salads plus»-Angebot von McDonald’s betrachten wir als einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung. Auf diese Weise erhält der Kunde die Möglichkeit, sein Menü wesentlich ausgewogener zu gestalten. So können auch Schnellgerichte den Ansprüchen einer gesunden Ernährung gerecht werden.»

Zwei junge Athletinnen aus dem Swiss Olympic Team setzen sich als Botschafterinnen für unser «GoActive»-Programm für einen ausgewogenen und gesunden Lebensstil ein. Ausserdem unterstützen und organisieren wir vielfältige Sportaktivitäten, zum Beispiel Eishockey. Als langjähriger Partner der Olympischen Spiele und der Fussball-WM und -EM setzt sich McDonald’s aktiv für den Breitensport ein. Mit Broschüren und Informationsblättern, die in allen unseren Restaurants aufliegen, sowie auf unserer Homepage informieren wir unsere Gäste detailliert über den Nährwertgehalt unserer Produkte (einschliesslich Kalorienangaben). Nach unserem Stand des Wissens informiert kein anderes Schweizer Restaurant seine Gäste derart detailliert über sein Speiseangebot wie McDonald’s. Bei uns kann sich jeder Gast seinen Speiseplan individuell nach seinen Bedürfnissen und seiner Lebensweise zusammenstellen.

Labelling Seit Juli 2006 gibt McDonald’s die Nährwerte der Produkte direkt auf dem Verpackungsmaterial an. Dank dieses neuen Informationssystems können die Gäste selbst beurteilen, ob sich ein bestimmtes Produkt für ihre tägliche Ernährung eignet oder nicht. Mit auf der Verpackung aufgedruckten Symbolen und farbigen Diagrammen will McDonald’s die Konsumenten darüber informieren, in welchem Umfang jedes Produkt zum täglichen Bedarf an u.a. Kalorien, Eiweiss, Fett und Kohlenhydraten beiträgt. Mehr dazu auf www.mcdonaldsmenu.info

Professor Dr. Paul Walter, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

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Lebensmittelsicherheit

Lebensmittelsicherheit ist für McDonald’s das A und O. Unsere Vorschriften zu Sauberkeit und Hygiene gehören zu den strengsten im Gastgewerbe und in der Nahrungsmittelindustrie.

«Die UFAG Laboratorien AG führt als unabhängiges Labor regelmässige Kontrollen der Rohstoffe und Fertigprodukte sowie Hygieneuntersuchungen in den Restaurants für McDonald’s durch. Im Jahr 2005 haben wir beispielsweise über 4’000 Proben auf rund 11’000 Parameter geprüft. Somit werden die grösstmögliche Sicherheit der Produkte und das hohe Qualitätsniveau gewährleistet. Wir freuen uns, McDonald’s bei der Sicherung seiner hohen Qualitätskriterien unterstützen zu dürfen.» Susanne Täuber, Prüfleitung UFAG Laboratorien AG

Wir setzen unsere Vorschriften mit rigiden Kontrollsystemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch. Unsere Zulieferbetriebe werden sowohl von McDonald’s selbst, als auch extern von international anerkannten Auditfirmen regelmässig überprüft.

Die Massnahmen zur Sicherstellung der Hygieneanforderungen gehen dabei zum Teil weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. Die Zulieferbetriebe verfügen über ein Qualitätsmanagement-System nach internationalen Standards, basierend auf dem HACCP-Konzept, das die spezifischen McDonald’s Richtlinien enthält. Die für McDonald’s hergestellten Produkte werden ständig durch unabhängige und akkreditierte Labors mikrobiologisch, sensorisch, chemisch und physikalisch getestet. Das Europäische Labor für Qualitätssicherung von McDonald’s prüft zudem mehrmals jährlich, ob die Produkte die vorgegeben Standards einhalten. Täglich werden Temperaturkontrollen an den Fleisch-Patties durchgeführt. Unser Selbstkontrollsystem «McSafety» (HACCP) umfasst alle kritischen Kontrollpunkte und garantiert vorbildliche Qualität. Auch entlang unserer Logistikkette ist ein HACCP System implementiert. Die internen und externen unabhängigen Audits sorgen für die Durchsetzung der strengen Vorschriften. Jedes unserer 145 Restaurants (Stand Ende 2005) verfügt über ein HACCP-System. Sämtliche Parameter, die für die Sicherheit unserer Gäste und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wichtig und notwendig sind, werden durch den siebenstufigen Prozess systematisch kontrolliert und dokumentiert. Beim Eintritt eines neuen Mitarbeiters wird besonderes Augenmerk auf die entsprechende Schulung gelegt. Die Einhaltung der Vorschriften wird durch interne Kontrollen mindestens einmal jährlich überprüft. Neben den staatlichen Kontrollen finden in jedem Restaurant viermal jährlich Kontrollbesuche unabhängiger Organisationen und Laboratorien statt. Dabei werden Roh- und Endprodukte mikrobiologisch geprüft und alle relevanten Installationen auf einwandfreie Funktionstüchtigkeit kontrolliert. Mit diesen Massnahmen stellen wir sicher, dass unsere Produkte immer von höchster Qualität sind und garantiert den von den Schweizer Behörden und den von uns festgelegten, weltweit gültigen Standards entsprechen.

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Administration

Unsere Umweltpolitik gilt auch für die zentralen Dienste und die Administration von McDonald’s. Die rund 90 Mitarbeiter der Administration von McDonald’s Schweiz sind für gut 2 Prozent der Umweltbelastung verantwortlich, die hauptsächlich durch die Reisetätigkeit verursacht wird. Seit 2002 konnten die mit dem Auto zurückgelegten Kilometer spürbar reduziert werden, und seit 2003 wird spürbar weniger geflogen als in den Vorjahren. Seit dem Jahr 2002 haben wir in der Administration die Umweltbelastung stetig senken können. Zwar stieg der Stromverbrauch gegenüber 2003 um 10 Prozent und der Gasverbrauch für Heizzwecke um 26 Prozent. Dagegen fuhren aber die Mitarbeitenden der Administration in der Berichtsperiode 10 Prozent weniger Auto, und der durchschnittliche Verbrauch konnte dank dem Einsatz neuerer Fahrzeuge von 8,7 auf 8,4 Liter pro 100 Kilometer reduziert werden. Damit konnten jährlich gegen 40’000 Liter Benzin und Diesel eingespart werden. Die Flugkilometer wurden in der Berichtsperiode gegenüber den Jahren 2002 und 2003 um 23 Prozent reduziert. Der gesamte Papierverbrauch stieg in der Berichtsperiode wieder um ein Drittel an; dabei betrug der Anteil an rezykliertem Papier im Jahr 2005 83 Prozent.

Umweltmeilensteine

Jahr

Meilenstein

1987

Alle Verpackungen ohne FCKW

1989

Ökologische Analyse eines McDonald's Restaurants, Einsatz von rezykliertem Papier und Karton in den Restaurants

1990

Schaffung der Umweltabteilung, eines Umweltleitbildes und des McGreen-Programms

1991

Aufbau eines eigenen Recyclingsystems, Ernennung eines Umweltverantwortlichen pro Restaurant

1992

Öko-Lastwagen: weltweit erster Einsatz von Katalysatoren für Dieselmotoren

1995

Erstes ökologisch konzipiertes Restaurant in Bulle, erste Gütertransporte mit der Bahn

1996

McGreen-Umweltmanagementsystem, Überarbeitung Umweltleitbild, erste Ökobilanzierung

1997

Restaurant mit Solaranlage in Burgdorf, aktive Mitarbeit am Projekt «Energie 2000»

1998

Erster Umweltbericht von McDonald's Schweiz

1999

Ausdehnung der Ökobilanz auf die wichtigsten Zulieferer, 28% der Güter im Kombiverkehr transportiert

2000

Zweiter Umweltbericht mit integrierter Ökobilanz

2001

Biogas-Lastwagen, Erschliessung des Wallis mit Kombiverkehr Schiene/Strasse

2002

Dritter Umweltbericht, Erschliessung des Tessin mit Kombiverkehr, damit keine Alpen überquerenden Strassentransporte mehr, 43% der Güter im Kombiverkehr transportiert, Urimat-Trockenpissoirs in allen Restaurants

2003

Umweltmanagement-Handbuch für Restaurants eingeführt, Kaffee mit Max Havelaar-Gütesiegel

2004

Vierter Umweltbericht, Senkung des relativen Stromverbrauchs

2005

Weitere Senkung des Stromverbrauchs und erstmals auch der gesamten relativen Umweltbelastung, überarbeitetes Umweltleitbild

2006

Erste Schweizer Corporate Responsibility-Berichterstattung, fünfter Umweltbericht

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Verantwortlich für den Inhalt McDonald’s Suisse Restaurants Sàrl, Crissier Redaktion Trimedia Communications AG, Zürich und Basel Entwicklung Web aseantic, Biel Fachliche Beratung E2 Management Consulting AG, Zürich Dr. Erich E. Waldner + Partner, Zürich Fotos Gerri Krischker, Zürich Andreas Zimmermann, Liestal Dieter Amsler, Schaffhausen Versionen und Sprachen Der Bericht im Internet ist in deutscher, französischer und englischer Sprache erschienen. Die Fact Sheets auf Deutsch, Französisch und Italienisch können bei McDonald’s Suisse Restaurants Sàrl angefordert werden. Massgebend ist jeweils die deutsche Fassung. Copyright McDonald’s Suisse Restaurants Sàrl. Die teilweise oder ganze Reproduktion der Fotos, Grafiken und Texte ist ohne Genehmigung von McDonald’s Suisse Restaurants Sàrl nicht erlaubt. Feedback und weitere Informationen McDonald’s Suisse Restaurants Sàrl Environment Case postale CH-1023 Crissier Tel.: +41 21 631 11 11 Fax: +41 21 631 12 15 E-Mail: environment@ch.mcd.com


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