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Das Nürnberger Familienmagazin AUSGABE 1 | 2012

INTELLIGENT MOBIL Wie sich Familien am liebsten fortbewegen

MEINE HELDEN  Vor wem zehn Nürnberger den Hut ziehen • ROLLE VORWÄRTS  Was Väter in der Elternzeit erleben Titelillustration: Teresa Wiechova


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Ansichtssache

Ausgabe 1 | 2012

„Am wichtigsten ist das gute Vorbild“ Mit Puppenbühne und wertvollen Tipps: Verkehrserziehung für Kinder von der Polizei

■ „Schau links, schau rechts, dann geh geradeaus“ – diesen Merksatz kennt wohl jedes Kind. Wie aber bereitet man die Kleinen ansonsten auf den Straßenverkehr vor? Klar ist: Verkehrserziehung fängt bereits bei Dreijährigen an und setzt sich fort bis ins junge Erwachsenenalter. Hauptkommissar Wolfgang Simmerlein von der Nürnberger Polizeipuppenbühne erklärt, dass für die Kleinen das aktive Üben an erster Stelle steht. Eltern, die ihre Sprösslinge häufig mit dem Auto fahren, tun ihnen damit nichts Gutes. „Es ist wichtig, Kinder in den Straßenverkehr einzubeziehen und bei den täglichen Wegen auf Gefahren hinzuweisen.“ Zudem sind Vorbilder gefragt. Dazu gehört, dass man den Gehweg benutzt, an der Bordsteinkante stehen bleibt und auch an Ampeln nach rechts und links schaut.

Die Nürnberger Polizei besitzt mit der Puppenbühne ein besonderes Instrument, um die Kleinsten an den Straßenverkehr heranzuführen. Zusammen mit zwei Kollegen, derzeit sind es Uli Egelkraut und Thomas Kurz, führt Simmerlein seit 25 Jahren in Kindergärten neu entwickelte Stücke rund um den Verkehr auf. „Wir staunen in den Nachbesprechungen, wie viel bei den Kindern hängen bleibt – auch bei Kindern, die nicht gut deutsch sprechen“, schildert der 57-jährige Familienvater den Erfolg der Puppen. So herrscht im Familienzentrum Bleiweiß helle Aufregung, als Autos bei Rot weiterbrausen und Igel Maxi den Ampelknopf nicht findet. Auch in dieser Kindereinrichtung wird auf Ausflügen der Umgang im Verkehr geübt. Spaziergänge im Dunkeln machen Vierjährigen klar, wie wichtig Leuchtstreifen sind

Mit Hilfe von Handpuppen erklären diese drei Polizisten den Kindern auf spielerische Art und Weise, wie sie sich richtig im Verkehr verhalten sollen (v. li.): Wolfgang Simmerlein, Uli Egelkraut und Thomas Kurz.

– und manch einer mag danach seine reflektierende Jacke gar nicht mehr ausziehen. In der Schule ist Verkehrserziehung fest im Stundenplan verankert. Mit Hilfe von Polizisten wird auf der Straße, auf dem Verkehrsübungsplatz oder im Klassenzimmer das richtige Verhalten geübt. In der vierten Klasse steht der Fahrrad-Führerschein an, bei den Älteren rücken zum Beispiel der Autoführerschein und die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr in den Mittelpunkt. Das Wichtigste bleibt aber das gute Vorbild von Erwachsenen – und das geht uns alle an. Text: Ruth Hager, Fotos: Polizeipräsidium  ■ Kontakt: Wolfgang Simmerlein, VPI Nürnberg-Verkehrserziehung und Polizeipuppenbühne, Telefon 09 11/65 83 – 14 71

SIE SUCHEN EINE TÄTIGKEIT, DIE SPASS MACHT? Dann bewerben Sie sich bei uns als Tagesmutter/-vater! Wir bilden Fachkräfte für Kindertagespflege aus und suchen Bewerber/innen mit pädagogischer Ausbildung (Erzieher/in, Kinderpfleger/in, Sozialpädagoge/in o.ä.). Kursdauer: 07.05. – 27.05.2012 Wir freuen uns auf BewerberInnen aus dem Stadtgebiet Nürnberg (bis 05.04.2012). Telefon: 35 39 36 www.tagespflegeboerse.de

Die Blaue Nacht

19. Mai 2012, ab 19 Uhr www.blauenacht.nuernberg.de

Hauptsponsoren:


Inhalt & Editorial

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Seite 11

Seite 14

Seite 23

FREUNDE UND DIE OMA

VERZICHT AUFS AUTO

UNGLAUBLICHE GEFÜHLE

SO SCHMECKT SPINAT

Welche Menschen für Carina Macaluso Helden sind

Was Planer Frank Jülich unter »intelligent mobil« versteht

Wie André De Geare die Zeit als Vollzeitvater erlebte

Warum Isidora Capalbo gern im Kindergarten kocht

INHALT

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ANSICHTSSACHE

ESSEN IST FERTIG

„Am wichtigsten ist das gute Vorbilld“ _____________ 2

Lieblingsrezept im Kindergarten St. Anton ________23

VON 0 AUF 100

WIRTSCHAFTSLEBEN

Umfrage: Meine Helden! ___________________________4/5

Intelligent mobil

Sparkasse setzt sich für Nachhaltigkeit ein, Testfahrer gesucht, Ökostrom tanken mit einer Karte, N-ERGIE setzt auf „mia“ ________________________24/25

Die Qual der Wahl ___________________________________ 6/7

TIPPS & INFOS

Glosse: Auto-Suggestion ______________________________ 7

Das finden wir famos: Projekt „Klasse 2000“, u.a. Blaue Nacht, Aida-Musical, DB-Museum, Mummpitz-Stück, Kindermuseum, »Goldenes Lenkrad« für Peugeot, neuer Leitfaden, Wander-Angebot, ReNatour-Reisen, Bündnis-Ticker __________26-28

Vergleichstest der Verkehrsmittel __________________8/9 »Wir sind auf das Auto angewiesen«: Interview mit Prof. Hans-Peter Krüger ________________________ 10 »Schneller, gesünder und billiger«: Interview mit Verkehrsplaner Frank Jülich ___________________ 11 Nightliner: „Die beste Erfindung in der Stadt“ ____12 Familie lebt autofrei aus Überzeugung _____________13 Täglich mit dem ICE nach München ________________13

REIZTHEMA Zwischen Dankbarkeit und „Nie wieder“: Die Erfahrungen von Vollzeitvätern ______________________ 1  4/19

FAMOS EXTRA Vier Seiten Übersicht zu den Partnern der Familienkarte ________________________15-18

GUT ZU WISSEN

Fit in den Frühling / Gute Bücher / Cremes für strapazierte Haus / Der richtige Kinderwagen / Umgang mit Alkohol und Zigaretten bei Jugendlichen ________________________________________20/21

RÄTSEL

Die verzweigte Welt der Züge __________________________22

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DRINNEN & DRAUSSEN

Besondere Kräuterbowle, Insektenhaus-Bau _____29

DAS PORTRAIT

ZAB-Gründer Thomas Röbke ______________________30

FINALE Wen Brigitte Wellhöfer adoptieren würde, famos(e) Freunde: Villa für junge Mütter, Impressum  _____________________________ 31

Wie setzt man „intelligent mobil“ bildlich um? Unsere famos-Illustratorin Teresa Wiechova erfand eine luftig-schöne Familienkutsche, mit der man flügelschlagend dem Stau in der Großstadt entkommen kann. Das famos-Titelbild zeigt: Intelligente Mobilität kann zauberhaft sein!  Foto: privat

gehören Sie zu denen, die täglich mit dem Rad zur Arbeit, in die Schule oder einfach so in die Stadt fahren? Dann können Sie sich für Ihr Umweltbewusstsein auf die Schulter klopfen, aber seien Sie sicher: Sie sind noch klar in der Minderheit. 45 Prozent nehmen in Nürnberg das Auto, während je 22 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß unterwegs sind. Es gibt Städte, in denen es ganz anders aussieht. Über 35 Prozent greifen etwa in Kopenhagen oder Münster zum Drahtesel. Aber auch bei uns soll sich etwas ändern – nicht zuletzt wegen des drohenden Klimawandels. Nur, wie soll das klappen? Per Gesetz? Über finanzielle Anreize? Oder durch pure Einsicht? Schwer zu sagen. Entscheidend dürfte sein, dass wir Menschen lernen, wirklich intelligent mobil zu sein. Konkrete Fingerzeige bekommen Sie in dieser famos-Ausgabe. Ganz bestimmt bedeutet es nicht, immer den bequemsten Weg per Pkw zu wählen, wobei manchmal das Auto auch sein muss. Na denn: Auf zu neuen Ufern! Der Frühling steht vor der Tür – die beste Zeit für große Ziele und gute Vorsätze. Viel Erfolg! Die famos-Redaktion


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Von 0 auf 100

Meine Helden! Freunde und die Oma

Carina Macaluso, 18. Sie besucht die Q12 im Dürer-Gymnasium, hat einen Bruder, ihr Vater ist Sizilianer, ihre Mutter Deutsche, will nach dem Abi als Aupair in die USA gehen und danach Medienwissenschaften studieren: Ich muss zu einem Helden eine persönliche Beziehung haben. Deshalb hab’ ich im ersten Moment an meine Freunde gedacht, die ich seit Kindergarten- und Grundschultagen kenne – sie sind sozusagen Helden jedermanns, mit denen ich viel erlebt habe. Da gibt es keine Barrieren, wenn wir diskutieren und miteinander lachen Bei ihnen kann ich sein, wie ich bin. Eine Heldin ist für mich vor allem meine Oma, die aus Sizilien nach Nürnberg kam und drei Söhne groß gezogen hat.

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■ Was macht jemand zum Helden? Herausragende Fähigkeiten, Eigenschaften oder Leistungen, heißt es. Sind aber körperliche Kräfte entscheidend oder eher geistige? Besonderer Mut kann ebenso wie Engagement für Ideale, Ideen und andere Menschen für Heldenruhm sorgen, wobei das Heroische ins Ironische abdriftet, wenn jemand sagt: „Du bist mir vielleicht ein Held!“ Wir fragten zehn Nürnberger(innen) zwischen 0 und 100 nach ihren Helden. Umfrage: Jo Seuß, Fotos: Klaus Gruber 

Papa und Yoda Ives Nill, 7. Er geht in die 2.Klasse der Jenaplanschule, hat einen Bruder, mag Mathe, Fußball, Legos, Basteln und Malen, wohnt in St. Johannis: Ein Held ist mein Papa, weil er durch die ganze Stadt gefahren ist, um mir einen Zauber-Würfel zu besorgen, den ich mir ganz arg gewünscht habe. Helden sind auch Meister Yoda und Luke in „Star Wars“-Filmen. Yoda ist ganz alt geworden und Luke hat irgendwie alle gerettet. Toll fand ich dass mir mein Freund Luis das Schachspielen beigebracht hat – er ist ein richtiger Held!

Trümmerfrauen, DDR-Bürger und Reporter Karl Hollfelder, 78. Schriftsetzer im Ruhestand, verheiratet, mehrfacher Vater und Großvater (drei Kinder, vier Enkel, zwei Urenkel), Zeit seines Berufslebens aktiver Gewerkschafter, wuchs in der Altstadt auf und wohnt seit langem in Langwasser: Meine Helden sind die Trümmerfrauen, die nach 1945 unter schwierigsten Wohn- und Lebensverhältnissen ihre Kinder ernährten, die Trümmer beseitigten und den Wiederaufbau in die Wege leiteten. Helden waren natürlich auch die DDR-Bürger, die 1989 unter größten Gefahren für Leib und Leben die Wende schafften und die deutsche Wiedervereinigung ermöglichten. Im Prinzip gibt es überall in der Welt Helden, wo sich Menschen von Machthabern befreien. Helden sind für mich auch Reporter und Fotografen, die unter Einsatz ihres Lebens aus Krisengebieten berichten.

Leute im freundeskreis Odysseus, retter & Werder Reiner Eismann, 59. Sozialpädagoge, Stadtteilkoordinator in Muggenhof und Hobbyhistoriker, verheiratet: Die richtigen Helden sind die antiken aus der griechischen Mythologie. Meine Nr. 1 ist der listenreiche Odysseus, der viel gedacht hat und neun Jahre von seiner zehnjährigen Irrfahrt bei Frauen verbracht hat. In der Neuzeit sind Helden für mich Menschen, die ohne Rücksicht auf sich ein anderes Leben retten. Ein Held kann auch ein Vorbild sein, wie zum Beispiel Ludwig Werder, nach dem die Werderau in Nürnberg benannt ist – er war ein Erfinder und Ingenieur, der den legendären Glaspalast in München und die Großhesseloher Brücke, aber auch Betten für alte Menschen entwickelt hat.

Anja Held, 35. Sekretärin in einer Steuerkanzlei, verheiratet, Tochter Amelie ist vier, stammt aus Mannheim, zwei Schwestern, seit 2005 in Nürnberg, wohnt in der Altstadt: In der Kindheit waren meine Eltern meine Hoffnung – sie waren sehr fürsorglich und haben uns Kinder richtig angeleitet, unseren Weg zu finden. Heute sind Helden für mich Leute, die füreinander da sind – in der Familie und im Freundeskreis. Mit dem Namen Held, meinem Geburtsnamen, bin ich sehr zufrieden – die Leute können ihn sich leicht merken. Komisch ist aber, dass ich oft gefragt werde, ob er mit d oder dt geschrieben wird.


Von 0 auf 100

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Mutige Vorbilder

Zwei in der Familie

Rudolf Ehras, 90,

Mel Bartholomä-Mühle, 33.

war bei der Deutschen Bahn tätig, verheiratet, eine Tochter, lebt seit 1954 in Zabo, großer Theaterfreund und seit 40 Jahren ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht: Unter Helden verstehe ich Vorbilder – und solche waren die Nazis nicht! Mit jüdischen Kindern und Familien haben wir uns im Geheimen getroffen. Mein Vater kaufte auch im jüdischen Schlüsselgeschäft Reichstaler ein, das heute Ellerwald heißt, wofür er aus der NSDAP ausgeschlossen wurde. Vorbilder sind nach dem Zweiten Weltkrieg der Bundespräsident Theodor Heuss gewesen und vor allem Helmut Schmidt, der spätere Bundeskanzler, wie er 1962 als Hamburger Innensenator beim Hochwasser überall präsent war.

freie Grafikerin und Illustratorin, verheiratet, wohnt in Worzeldorf und arbeitet in den Räumen der Erstbesten Werbeagentur in Fürth: Meine Helden sind in der Nähe, in meiner Familie. Zum einen ist es Hildegard, eine entfernte Verwandte, die meine Ersatzoma war. Sie hat mir viel über das Leben beigebracht, sogar das Bruchrechnen, und sie war immer für mich da. Und dann meine Mutter: Sie hat es geschafft, mich groß zu kriegen und ist für mich ein Vorbild. Und bei mir? „Das geheimnisvolle Nürnberg Buch“, das ich illustriert habe, war keine Heldentat, aber ich bin stolz auf das Buchprojekt und freue mich, dass es so vielen Leuten gefällt.

Eltern, Lateinlehrer, Opensänger und Lotti

Die Grünen in Nürnberg

Gisela Buddensieg, 91. gelernte Kosmetikerin, Ehrenmitglied der Grünen, stammt aus Oldenburg, Tochter eines SS-Offiziers und KZ-Leiters, vielgefragte Zeitzeugin, geschieden, drei Söhne, zu denen sie seit langem keinen Kontakt mehr hat, wohnt in St. Johannis: Meine Helden sind die Grünen in Nürnberg, denen ich seit über 30 Jahren angehöre. Sie sind meine Familie, die mich getragen und mir geholfen hat, als ich damals kurzfristig eine neue Wohnung brauchte. Sie kümmern sich heute noch um mich, rufen regelmäßig an und fragen, ob es mir gut geht. So bin ich noch immer mittendrin im Geschehen. Eine Heldin ist für mich zudem Tierschützerin Elisabeth Mederer von den Menschen für Tierrechte, mit der ich seit vielen Jahren befreundet bin.

Marina Kraft, 56, Sozialpädagogin im Loni-Übler-Haus, leitet den Mögeldorfer Kulturladen seit fünf Jahren mit, stammt aus dem Odenwald, Faible für Kindertheater und Männer-Forum, liiert: Meine Helden im Alltag sind meine Eltern, die seit 59 Jahren verheiratet sind, nie an Trennung gedacht haben und sich auf die Diamantene Hochzeit freuen – das imponiert mir sehr! Ein stiller Held war mein Lateinlehrer, der uns ab Februar 1967 unermüdlich und sanft die Sprache und die Philosophen beigebracht hat. Helden sind für mich auch alle Opersänger(innen) – sie bewundere ich für etwas, was ich überhaupt nicht kann. Und eine kleine Heldin war auch die nur 1,50 Meter große Schauspielerin Lotti Huber – sie durfte ich mal einen Tag begleiten – ein Highlight!

Innovative Gitarristen Peter Pelzner, 46. studierter Musiker und Gitarrist, spielt u.a. bei „Boom & the Ballroomshakers“, „The Old Dixie Bones“, „The House Rocking Nightcats“ und einem Trio mit Lilo Kraus und Chris Schmitt, ist liiert, wohnt in Eberhardshof: Naturgemäß sind alle meine Helden Musiker. Seit meiner Kindheit gehört der Folk-Blueser Lightnin’ Hopkins dazu, den ich durch Scheiben meines Vaters kennengelernt habe, der in einem Plattenladen arbeitete. Ganz wichtig sind die innovativen Gitarristen Charlie Christian und T-Bone Walker, die richtige Kumpels waren. Sie haben die elektrische Leadgitarre erfunden, die mit Hilfe eines Verstärkers so laut wie Blasinstrumente klang. Dadurch hat sich eine neue Ästhetik entwickelt. Als Kind hat mich zudem Odysseus beeindruckt – vor allem weil er schlau war. Diese Sagen lese ich heute noch gern.


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»Intelligent mobil«

Ausgabe 1 | 2012

Die Qual der Wahl Intelligent unterwegs zu sein, heißt vor allem: Welches Verkehrsmittel ist sinnvoll?

Mit Schwung und ohne Abgase an den Autos vorbei: Der Tretroller, mit dem hier der Fahrradhändler Frank Ober unterwegs ist, gehört zu den intelligenten Fortbewegungsmitteln in der Großstadt – besonders bei kürzeren Strecken.

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rei bis vier Wege legen wir durchschnittlich pro Tag zurück, die unterschiedlich weit sind. So stehen wir vor der Qual der Wahl des Fortbewegungsmittels. Klimawandel, Luftverschmutzung und Lebensqualität sind gute Gründe, um genau zu überlegen, wie wir von A nach B und später nach C kommen. Kosten, der Faktor Zeit, aber auch Bequemlichkeit, Sicherheit und nicht zuletzt Gewohnheiten spielen eine entscheidende Rolle. Mit dem Schwerpunkt-Thema „Intelligent mobil“ wollen wir ein Ausrufezeichen setzen und Impulse geben – damit sich gerade Familien vorbildlich verhalten. „Nürnberg – intelligent mobil“ – so hieß ein Projekt, das im Jahr 2000 auftauchte. Die Stadt wollte die Bürger zu einem „grundlegenden Umdenken im Mobilitätsverhalten“ animieren. Vor allem sollte der Verzicht aufs Auto schmackhaft gemacht werden. Zwölf Jahre später muss man feststellen: An vielen Hauptverkehrsadern herrscht weiter dicke Luft – und der Appell, verstärkt auf einen intelligenten Verkehrsmittelmix aus Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln und den Füßen zu setzen, verhallte ohne nachhaltigen Effekt. Noch immer ist fast die Hälfte der Nürnberger tagtäglich mit dem Auto unterwegs, was zwangsläufig Staus erzeugt. Ein paar Anstöße hat es dennoch gegeben. „Mit dem Rad zur Arbeit“ heißt eine Aktion im Sommer; die Mobilen Bürgerversammlungen brachten der Stadt sogar einen Verkehrspreis ein. Und seit 2010 gibt es mit der Kampagne „Nürnberg steigt auf!“ einen weiteren Anlauf, um das Fahrrad als Nullemissionsfahrzeug zu fördern. Broschüren wie „Vorfahrt fürs Rad“,

die der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Kooperation mit den Nürnberger Nachrichten herausgebracht hat, rühren zudem die Werbetrommel für den Drahtesel. Für Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly steht fest: „Verkehr ist nicht Selbstzweck, sondern Mittler zwischen den städtischen Grundfunktionen wie Wohnen, Arbeiten, Ausbilden, Versorgen und Erholen. Das hat zur Folge, dass es Transportbedürfnisse für Mensch und Ware gibt. Wie also damit umgehen? ,Intelligente Mobilität’ bedeutet im Allgemeinen, diese Bedürfnisse mit den geringst¬möglichen Belastungen für Mensch und Umwelt zu organisieren und für jeden Einzelnen, sich vor jeder Fahrt zu überlegen, welches Verkehrsmittel dafür am sinnvollsten ist.“

Im Alltag werden dennoch regelmäßig Kinder in einem 1,7 Tonnen schweren Offroader einen Kilometer meist vor die Schultür kutschiert oder es wird damit ein kleiner Einkauf um die Ecke erledigt. Das sei „extremer Luxus oder totale Dummheit“, findet Norbert Dischinger, Unternehmensberater und ein dreifacher Familienvater, der seit gut 20 Jahren aus Überzeugung auf ein eigenes Auto verzichtet. Bei der Frage „Welches Verkehrsmittel ist angemessen?“ spielen für ihn viele Aspekte eine Rolle. Kontakt zu anderen Menschen bekomme man nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, was aber auch nervig sein kann. Gesund ist das Radfahren, aber laut Statistik ist bei Unfällen die Verletzungsgefahr höher. Entspannend können Fußwege sein, aber sie kosten mehr Zeit.

Eine „Stadt der kurzen Wege mit vielfältigen Standortnutzungen“ hält Ulrich Maly für erstrebenswert. Da Mobilität ein Grundrecht sei, müsse die Kommune für die entsprechende Infrastruktur – „Bürgersteige, Radwege, Straßen, ÖPNV“ – sorgen. „Intelligente Mobilität“ heißt für den OB auch „multimodale Verkehrsabwicklung“, indem verschiedene Fortbewegungsmittel und Verkehrsträger miteinander kombinierten werden. 750 Norisbike-Leihfahrräder kann man seit 2011 in Nürnberg kostengünstig nutzen – und sogar 30 Minuten gratis mit dem VAG-Ticket. Eine Alternative zum eigenen Fahrzeug bilden Mietauto, Taxi und vor allem das Carsharing-Modell für Leute, die weniger als 10 000 Kilometer pro Jahr fah-ren. Neben größeren Organisationen werden das private Teilen eines Fahrzeugs und lokale Mitfahrbörsen zunehmend populär. Wobei Norbert Dischinger darauf verweist, dass intelligent mobil nicht völlig autofrei heißen muss – gerade hier prallen aber auch Grundsatzpositionen aufeinander. Klar ist: Bei jüngeren Großstadt-Bewohnern verliert der eigene Privatwagen deutlich an Stellenwert – und der demografische Wandel wird in Deutschland unausweichlich für sinkende Auto-Verkaufszahlen sorgen. Mit Blick auf die Bedeutung des „ökologischen Fingerabdrucks“, den jeder Mensch in seinem Leben hinterlässt, gelten Elektro-Autos und E-Bikes als Zukunftsmodelle. „Zumindest beim Radverkehr können sie eine Alternative zum Kfz im innerstädtischen Verkehr sein, sofern der Strombedarf aus regenerativen Energien gedeckt wird“, ist sich OB Maly sicher. Fraglich ist aber, ob man Leute in einer freiheitlichen Gesellschaft zum intelligenten Fortbewegen zwingen kann. Eine saftige City-Maut wie in London könnte


»Intelligent mobil«

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aber ein entscheidendes Argument zum Umsteigen auf andere Verkehrsmittel oder gar den Verzicht auf Fahrten sein, was in Nürnberg bisher abgelehnt wird. Ob aus Sicherheitsgründen eines Tages dem Mensch das Steuer via satellitengestützte Systeme aus der Hand genommen wird, gilt als emotionales wie juristisches Problem. Zumal in Deutschland „die Freude am Fahren“ (ohne generelles Tempolimit auf Autobahnen) nicht zuletzt wegen der wirtschaftlichen Bedeutung der Automobilbranche als eine Art Heiligtum gilt. Die Globalisierung der Wirtschaftskreisläufe bringt ebenfalls große Herausforderungen für eine intelligente Mobilität mit sich. Es scheint sinnvoll, Video-konferenzen via Internet zu führen, was teure Flugreisen reduziert. Klar ist, dass Düsenjets wegen der immensen Emissionen große Umweltsünder sind. Ein Flugzeug stößt eine Tonne C0² aus, wenn es 2710 Kilometer unterwegs war. Zum Vergleich: Eisenbahnen kommen sechs Mal und Reisebusse fast zwölf Mal weiterr

Intelligente Mobilität kann noch viele Schritte bedeuten: Busse und Straßenbahnen können durch Vorrangschaltungen plus Netzerweiterung und kostengünstige Tarife attraktiver gemacht werden. Der lückenlose Ausbau des Radwegenetzes macht das Radeln angenehmer. Perspektiven haben auch Fortbewegungsmittel für kurze Strecken (unter zwei Kilometern), wie Inline-Skates, Segways und vor allem Tretroller. Autohersteller werden wie Bahn AG und VAG/ VGN zunehmend zu Mobilitätsunternehmen, die eine breite Palette an Produkten, Angeboten und Vernetzungen haben, von Auto über Räder bis zum Rollator für Senioren und Rollstühle für behinderte Menschen.

Elektrische Motoren bieten ein großes Potenzial bei allen Fortbewegungsmitteln – sofern Stromerzeugung und Vertriebswege ökologisch gelöst werden. Eine Kardinalfrage wird in Nürnberg sein: Wohin sollen die öffentlichen Gelder fließen? In große Straßenprojekte wie den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs oder in neue Nahverkehrsprojekte und den Radwegebau? Man kann nur hoffen, dass die Entscheidungen dafür sorgen, dass wir Menschen künftig intelligent mobil sein Text: Jo Seuß, Fotos: Peter Roggenthin werden. ■ Weitere Infos zum Thema „Intelligent mobil“ gibt es im Internet u.a unter www.zukunftmobilitaet.net, www.klima-tour.de, www.adfcnuernberg.de, www.elektroauto-aktuell.de, www. nuernberg.de/internet/nuernberg_steigt_auf und www.carsharing.de

Über Intelligenz, Emotionen, Chauvis und Vorfahren im Verkehr

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Suggestion

ntelligenz und Mobilität schließen sich eigentlich aus, zumindest wenn man den Kommentaren männlicher Autofahrer über die mentalen Fähigkeiten der übrigen Verkehrsteilnehmer Glauben schenken darf. Das Phänomen der vermeintlich vielen Vollidioten entsteht dadurch, dass sich zwar jeder für einen kleinen Vettel hält, aber alle anderen ihr Fett'l wegbekommen, die sich die Strecke mit einem teilen müssen, ohne auf der selbigen bleiben zu wollen. Vom Chauffieren zum Echauffieren ist es für Chauvis jedenfalls nicht weit. Frauen sind da fahrnünftiger. Die haben nur selten Spaß an der Formel 1 und würden auch nie stundenlang im Kreis fahren, außer vielleicht um ein Schuhgeschäft herum ohne Parkplatz davor. Warum eigentlich intelligent mobil? Spielt Emotion nicht eine viel größere Rolle beim Verkehr? Es ist ja mehr als nur Mobilität, sonst würde man das Wort Verkehr wohl kaum sowohl für Fortbewegung als auch für die Fortpflanzung verwenden. Und wenn von Lastern die Rede ist, weiß man, dass der Verkehr zwar nicht unbedingt in Fahrt kommt, aber zumindest ein Grund genannt ist, warum er steht. Ja, wir Männer empfinden wahre Liebe zu unseren Fahrzeugen, zumindest zu denen, die wir eigenhändig und -sinnig steuern und für die wir Steuern zahlen. Vor allem, wenn sie neu sind, entwickeln wir ein neues erotisches Verhältnis, man kann auch neurotisches dazu sagen. Zeugen wir vielleicht nur deshalb eigene Nachfahren, damit wir sie mit eigenen Fahrzeugen vorfahren können? Heißen wir deshalb Vorfahren, weil wir mit heißen Reifen besser reifen? Jedenfalls möchten wir zuerst unserer Geliebten imponieren, dann unseren Kindern. Deswegen meiden wir Männer öffentliche Verkehrsmittel oder andere Vehikel, die wir nicht selber lenken dürfen. Denn wie stünden wir da, wenn wir beim Ankommen zugeben müssten, wir hätten einen fahren lassen. Dufte ist das jedenfalls nicht. 

Text: Oliver Tissot, Fotos: Peter Roggenthin

GLOS SE

Auto-

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»Intelligent mobil«

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Welches Verkehrsmittel ist das richtige? Auto, Fahrrad und die „Öffis“ beim Vergleichstest durch die Stadt

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obil sind wir jeden Tag. Und eigentlich müssten wir uns vor jeder Fahrt fragen, welches Verkehrsmittel dafür das richtige ist. Die famos-Redaktion machte die Probe

aufs Exempel: Die rund zehn Kilometer lange Strecke von Thon über den Hauptbahnhof bis zur Gaststätte Gutmann am Dutzendteich bewältigten Manuela Prill mit dem Auto,

Anja Bühling mit dem Fahrrad und Silke Roennefahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Abfahrt war um 16.08 Uhr – und es ging nicht nur um die Frage, wer gewinnt.

Fotos: Peter Roggenthin, Silke Roennefahrt, Anja Bühling, Manuela Prill

Test mit den Öffentlichen

Entspannt gleiten Langsamer, aber bequem: Unterwegs mit dem Nahverkehr ■ Hab ich’s gut! Muss mir weder Gedanken über die Parkplatzsuche machen noch mit steif gefrorenen Fingern den Fahrradlenker umklammern. Stattdessen sitze ich gemütlich in der warmen Straßenbahn, lasse die Bucher Straße an mir vorüber ziehen und hänge meinen Gedanken nach. Das ist heute gut möglich: Meine Mitfahrer in der Linie 4 plaudern mit gedämpfter Stimme, in meiner näheren Nachbarschaft stört kein Musikfan mit zu laut aufgedrehtem MP-3-Player den Frieden. Die Bahn rollt Richtung Hallertor, vorbei an hupenden

Autofahrern und frierenden Passanten. Aber leider haben wir gerade eben, nach nur elf Minuten Fahrt, pünktlich um 16.19 Uhr den Plärrer erreicht und ich muss umsteigen. Ein Pulk von Menschen lässt sich von der Rolltreppe in den Untergrund tragen. Schnell durch hier. Mit diesem Gedanken eilen wohl die meisten durch das wenig einladende Zwischengeschoss. Endlich, zwei Rolltreppen später, in der untersten Ebene angekommen, bringt

Test mit dem Fahrrad

Erster trotz Eis und Blockaden Mit dem Fahrrad kommt man flott voran, ist aber ständig in Alarmbereitschaft ■ Zunächst geht's einen schneefreien Fahrradweg lang, der allerdings plötzlich auf der zweispurigen Bucher Straße endet und die Pkw eng an mir vorbeirauschen lässt. Bis zum Friedrich-Ebert-Platz habe ich das richtige Tempo und komme gut über die Ampeln. In die Archivstraße abgebogen, muss ich absteigen: Ein Möbellaster blockiert den Fahrradweg. Ich umfahre ihn vorsichtig und radle über die Pirckheimerstraße zum Burgring. Auf dem Fahrradweg zum Rathenauplatz wird's eng. Schülergruppen schlendern plaudernd die

Straße entlang, der Radweg ist mit Eis und Schnee versperrt, dazwischen stehen Bäume. Ich muss langsam fahren, obwohl es bergab geht. Plötzlich kreuzt ein jüngerer Mann die Bahn, völlig versunken in ein Handygespräch. Er bekommt nichts von seiner Umgebung mit – auch mich nicht. Ich kann gerade noch ausweichen, schimpfe ihm hinterher. Auf dem eisigen Fahrradweg komme ich bis vor das Künstlerhaus, überquere die Fußgängerüberwege und lande bei der Hauptpost. Mit klammen

Test mit dem Auto

Schlaftabletten und rote Ampeln Immer wieder bremsen: Mit dem Auto durch die Stadt ■ Während ich auf eine Gelegenheit warte, mich in den Verkehr einzufädeln, schalte ich die Sitzheizung und das Radio ein. Passenderweise laufen gerade die warmen Klänge von „California Dreaming“. Ich düse los, weit komme ich allerdings nicht: Bereits am Nordring stoppt mich die erste rote Ampel. Den Friedrich-Ebert-Platz kann ich dagegen flott passieren. Auch die Burg lasse ich dank grüner Ampel schnell links liegen. Vom Burgberg bis zum Plärrer muss ich jedoch fünfmal stehen bleiben und ich darf fünfmal lesen, dass in der Familienkutsche vor mir „Niklas on

Tour“ ist. Ich hoffe insgeheim, dass er gerade nicht an Bord ist, denn Niklas Papa telefoniert eifrig mit dem Handy. Auch der Weg zum Hauptbahnhof gestaltet sich eher zähflüssig. Sind ausgerechnet heute so viele Schlaftabletten unterwegs? Und warum müssen eigentlich alle Paketfahrer immer in zweiter Reihe parken? Ich winke dem Golffahrer dankbar zu, der mich netterweise vor sich auf die linke Spur lässt. Ich fahre direkt ins Bahnhofsparkhaus, wo ich zum Glück problemlos einen Platz finde. Auf zur Post für das

Fingern mache ich mein Beweisfoto: 16.27 Uhr. Ich schwinge mich wieder aufs Rad, mein Allerwertester wird trotz SattelSchaffell immer kälter, die Nase läuft. Auch beim Weiterfahren in der Allersberger Straße stelle ich fest: Teilen sich Fußgänger und Radfahrer einen Weg, liegt der Schnee aufgehäuft auf der Radlerseite. In der Strauchstraße eiere


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mich die Macht der Gewohnheit ins Hintertreffen. Bis vor wenigen Wochen fuhren die Züge der U 2 und U 3 noch auf der rechten Bahnsteigseite ab, jetzt stoppen hier U1 und U 11, die auf dem Weg zum Hauptbahnhof zwei Mal anhalten. Das ist eine Station mehr als auf der schnelleren Verbindung übers Opernhaus – und für mich ein Zeitverlust in unserem kleinen Wettbewerb. Während Autofahrerin Manuela vermutlich gerade einen Parkplatz sucht und Radlerin Anja intensiv von einer heißen Sauna träumt, lasse ich mich, noch immer entspannt, mit dem Strom der Pendler in die Mittelhalle des Hauptbahnhofs spülen. Schnell noch für das Beweisfoto zur Hauptpost (es ist 16.32 Uhr), dann ab in die Linie 9, die mich zum Doku-Zentrum bringt. Die

Fahrt dauert zehn Minuten, genug Zeit eigentlich, um endlich ein bisschen Zeitung zu lesen. Doch jetzt lenken mich zwei Mitfahrer ab, Nachbarn sind’s, die sich fröhlich begrüßen. Gesprächsfetzen dringen herüber und stören meine Konzentration. Es geht um neue Gardinen und den Kaufhof-Ausverkauf. Bleibt doch nur der Blick durchs Fenster, wo schon der mächtige Torso der Kongresshalle auftaucht. Zu Fuß laufe ich ein kurzes Stück den Dutzendteich entlang und bin, als ich um 16.50 Uhr ankomme, die Letzte. Aber ums Gewinnen ging’s ja eigentlich nicht – und in punkto Bequemlichkeit und Entspannung liegen die Öffentlichen Verkehrsmittel an diesem Wintertag für mich eindeutig vorn! Text: Silke Roennefahrt 

ich über glitschiges Kopfsteinpflaster. An der Ampel Richtung Wilhelm-Spaeth-Straße stehe ich direkt neben Glascontainern am Straßenrand. Mein Blick sucht nach verstreuten Splittern. Über die Wilhelm-Spaeth-Straße geht's zum Platz der Opfer des Faschismus in die Schultheißallee. An den Ampeln: Stau. Der Fahrradweg ist vereist und kaum benutzbar. Viele Schüler von den angrenzenden Gymnasien drängeln sich vor der Bushaltestelle, es gibt kaum ein Durchkommen. Dann liegt der Dutzendteich vor mir. Noch die Ampel queren, den See entlang dem warmen „Wanner“ entgegen, der inzwischen ja offiziell Gutmann heißt. Ich schließe das Rad direkt vor der Tür ab und gehe hinein. 16.40 Uhr – noch keiner da! Ich bin Text: Anja Bühling Erste!

Beweisfoto. Um 16.28 Uhr ist es im Kasten. Um 16.30 werfe ich 50 Cent in den Automaten, ziehe mir eine Quittung und will rasch ausfahren. „Magnetstreifen falsch“, sagt das Display an der Schranke und spuckt mein Ticket wieder aus. Jetzt bekomme ich doch leichte Schweißausbrüche. Ich versuche es in alle Richtungen, die Fehlermeldung bleibt die Gleiche. Mit

einem U-Bahn Fahrschein wäre mir das nicht passiert, denke ich unwillkürlich und beneide für einen kurzen Moment Silke. Ach, ich Doldi, hab’ doch tatsächlich die Quittung und nicht das Parkticket in den Apparat gesteckt! Das hat mich sicher drei Minuten gekostet, gefühlt waren es zehn. Der Berufsverkehr hält sich noch in Grenzen, so komme ich auf der Münchner Straße zügig voran. Als ich an der vorletzten roten Ampel (war Nr. 15!) stehen bleiben muss, frage ich mich, ob wohl Silke vor mir in dem 65er Bus sitzt? Würden wir uns haarscharf verpassen? Nein, es ist Anja, die mit ihrem Rad zwei Minuten vor mir das Ziel erreicht hat. Ich bin Zweite – um 16.42 Uhr! 

Text: Manuela Prill

Kosten: 2,40 Euro (Einzelfahrt Preisstufe A) oder 2,16 Euro (Streifenkarte A) CO2-Verbrauch: ca. 760 g Wohlfühlfaktor: Note 2-3 (genügend Sitzplätze, es ist warm) Stressfaktor: Note 2 (man wird gefahren, keine Parkplatzsuche, Zeit zum Lesen oder Träumen)

Kosten für die Fahrt: ca. 1 Euro, (mit Wertverlust) CO2-Verbrauch: 0 g Wohlfühlfaktor: Note 2 (Bewegung tut gut, ist unabhängig, radeln hält fit, Kälte ist mit passender Kleidung nicht so schlimm) Stress: Note 3 (einige Hindernisse, Eis, versperrte Fahrradwege)

Kosten für die Fahrt: ca. 4 Euro (mit Wertverlust des Autos) CO2-Verbrauch: ca. 1190 g Wohlfühlfaktor: Note 2+ (warm, Radio, kein Umsteigen, niemand quatscht rein), Stress: Note 3-4 (moderater Verkehr, aber einige nervige Schlaftabletten)

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»Wir sind auf das Auto angewiesen« Verkehrspsychologe Hans-Peter Krüger über die Zukunft der Fortbewegungsmittel ■ Ob es um die Zukunft der Elektroautos geht oder um die Hintergründe wiederholter Geschwindigkeitsübertretungen: Als Verkehrspsychologe befasst sich Prof. Dr. Hans-Peter Krüger von der Universität Würzburg mit vielen Facetten der Mobilität. »famos« sprach mit ihm über Chancen und Grenzen der Fortbewegung. Herr Prof. Krüger, im Internetzeitalter scheint etlichen jungen Leuten ein schickes Smartphone wichtiger zu sein als ein fahrbarer Untersatz. Verliert das Auto allmählich seine Bedeutung als Statussymbol? Krüger: Also, ich kann keinen solchen Trend erkennen. Die Verkaufszahlen bei Kraftfahrzeugen sind ja immer noch hoch. Das hat jedoch weniger mit der Suche nach einem Prestigeobjekt zu tun. Das Auto ist in erster Linie ein Fortbewegungsmittel, auf das die Gesellschaft angewiesen ist. Das gilt sowohl für unsere Wirtschaft, die im hohen Maß vom Auto abhängig ist, als auch für den einzelnen Menschen, der mobil sein will oder muss.

gelegt. Und die Nürnberger VAG hat überdies zu Jahresbeginn die Preise kräftig erhöht. Sieht so eine sinnvolle Verkehrspolitik aus? Krüger: Angesichts ihrer finanziellen Lage ergreifen die Städte eben jeden Strohhalm. Sie brauchen schlicht und einfach das Geld, auch wenn jeder vernünftige Lokalpolitiker die Tickets wohl lieber günstiger anbieten würde. Doch die Kommunen sind Getriebene auf der Suche nach Einnahmequellen. Am leichtesten bringt man die Leute zum Umsteigen, wenn es keine Parkplätze gibt. Dann lassen sie das Auto stehen. Fehlt es dem ÖPNV vielleicht auch nur an Attraktivität? In der Straßenbahn muss ich ertragen, dass neben mit jemand Fastfood isst oder mich mit seiner Lieblings-

Aber das geht doch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Krüger: In der Stadt sind sie eine Alternative, auf dem Land weniger. Und vor allem sind in unserer älter werdenden Gesellschaft immer mehr Menschen auf das Auto angewiesen. So haben zum Beispiel Parkinson-Patienten zunehmend Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Denen kann ich nicht einfach sagen: Nehmt doch den Bus. Selbst Demenzkranke brauchen ihr Fahrzeug.

Krüger: Das Wort „Raser“ wird meiner Ansicht nach zu schnell verwendet. Wenn vor einer Schule nur Tempo 30 erlaubt ist und jemand ist mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs, dann ist er ja noch kein Raser. Und auch wenn es hierzulande auf Autobahnen kein generelles Tempolimit gibt: Deutsche Autofahrer sind nicht schlimmer als andere, Lichthupe und Drängeln kommen hier nicht häufiger vor als anderswo. Häufig sind es die Berufsfahrer, die zu schnell unterwegs sind oder sich nicht an Regeln halten. Und wenn man die befragt, dann stellt sich heraus, dass sie oft unter Termindruck standen. Demonstrativ zu schnell fahren vor allem junge Leute.

Und werden dann zum Risiko für die Allgemeinheit? Krüger: Zu diesem Thema wird es noch viele Diskussionen geben müssen. Wir wissen noch zu wenig darüber, wo die Grenze zur Fahruntüchtigkeit liegt und wir werden Verfahren entwickeln müssen, um das herauszufinden. Ich bin aber auch der Meinung, dass die Gesellschaft ein gewisses Risiko eingehen muss. Außerdem sind die Techniker gefragt, sie können Autos so bauen, dass sie sicherer sind. Das geht zum Beispiel über Assistenzsysteme oder eine automatische Notbremsung. Trotzdem bleibt die Schadstoffbelastung durch den Autoverkehr. Werden Elektroautos in näherer Zukunft eine Alternative sein? Krüger: In diesem Bereich tut sich ganz viel. Dennoch wird die Entwicklung langsamer sein, als wir glauben. Eine solche radikale Umstellung der Mobilität bringt nämlich etliche logistische Probleme mit sich. Schließlich müssen wir Europa mit einem Steckdosennetz überziehen, das ist nicht zuletzt auch mit erheblichen Kosten verbunden. Sollten wir deshalb nicht lieber auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs setzen? Krüger: Wie gesagt: Meiner Meinung nach ist der ÖPNV nur in der Stadt eine Alternative. Und im urbanen Bereich ist das auch ein sehr vernünftiger Weg. Diese Botschaft hören jedoch nicht alle. Auch in der Stadt werden noch viele Wege mit dem Auto zurück

musik beschallt, im Auto habe ich selbst das Steuer in der Hand und kann noch mit meiner schicken Karosse angeben... Krüger: Gerade in der Stadt spielt das keine allzu große Rolle. Das Auto ist hier Mittel zum Zweck und kein Statussymbol, anders als auf der Autobahn, wo man auch mal auf Gaspedal drücken kann. Warum sind dann trotzdem gerade in der Stadt so viele mit riesigen Geländewagen unterwegs? Krüger: Diese so genannten SUVs sind vor allem bei Frauen beliebt und das liegt, wie ich vermute, an ihrer subjektiven Schutzfunktion. Man sitzt höher, sieht deutlich mehr und fühlt sich einfach sicherer. „Wenn was passiert, bin ich nicht gleich tot.“ Das ist der Glaube, der dahintersteckt. Bei anderen Fahrern scheint das Auto die Risikobereitschaft dagegen regelrecht anzufachen. Oder was treibt notorische Raser an?

Die Videokonferenz ersetzt das Arbeitstreffen, elektronische Botschaften per E-Mail sind im Nu verschickt – wird ein Teil des Verkehrs irgendwann überflüssig? Krüger: Durch die neuen Techniken wird sicher eine ganze Menge an Mobilität überflüssig. Doch das gleicht nicht das aus, was durch den Internethandel dazu kommt. Er bringt eine extreme Belastung für unser Verkehrssystem mit sich. Früher haben wir unser Päckchen selbst nach Hause geholt, jetzt fährt dafür immer jemand los. Sie arbeiten in Würzburg, wohnen aber in Nürnberg. Wie geht es Ihnen als Pendler? Krüger: Die A 3 ist zwischen Nürnberg und Würzburg eine Art rollendes Lager. Eine Spur ist quasi eine reine Lkw-Spur. Aber ich fahre vorwiegend abends, da geht’s. Und ich habe keine großen Ansprüche an die Geschwindigkeit. Längere Strecken fahre ich lieber mit der Bahn, da kann ich arbeiten oder entspannen. Interview: Silke Roennefahrt, Foto: privat 


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Schneller, gesünder und billiger ■ Privat steigt er am liebsten aufs Rad, beruflich hat er mit sämtlichen Verkehrsmitteln in der Stadt zu tun: Frank Jülich ist Chef des Verkehrsplanungsamtes bei der Stadt Nürnberg. Wir sprachen mit ihm über Gegenwart und Zukunft der Mobilität in der Großstadt. Herr Jülich, intelligent mobil – geht das überhaupt? Jülich: Auf jeden Fall. Intelligent mobil, das heißt für mich, sich vor jeder Fahrt zu überlegen, mit welchem Verkehrsmittel der Weg am sinnvollsten zurück gelegt werden kann und dabei so oft wie möglich auf das Auto zu verzichten. „Multimodal“ ist sogar schon ein Trend bei jungen Leuten, sie sind nicht mehr so sehr aufs Auto fixiert, sondern suchen sich das jeweils passende Verkehrsmittel heraus. Das heißt, das Auto verliert seine Funktion als Statussymbol? Jülich: In der Tat, gerade jungen Leuten sind Smartphone und Laptop oft wichtiger als ein Auto. Sie machen auch deutlich später als früher den Führerschein. Trotzdem sind innerhalb der Stadt noch immer 58 Prozent aller Wege, die mit dem Auto zurück gelegt werden, kürzer als fünf Kilometer. Das bedeutet, es gibt in Sachen Werbung für andere Verkehrsmittel noch Nachholbedarf? Jülich: Da schlummert auf jeden Fall ein enormes Potenzial. Deshalb machen wir ja auch unsere Kampagne für den Radverkehr „Nürnberg steigt auf“. Mit Werbung allein ist es aber nicht getan, wir wollen das Radfahren in der Stadt attraktiver und sicherer machen. Das fängt mit überdachten Stellplätzen an und hört beim Winterdienst auf Radwegen noch lange nicht auf. Nur Radwege zu bauen, das reicht heute nicht mehr aus. Trotzdem dominiert in Nürnberg der Autoverkehr. Jülich: Das stimmt, nur elf Prozent aller Wege werden mit dem Fahrrad zurück gelegt. In Kopenhagen mit gleicher Größe wie Nürnberg sind es 38 Prozent und diese Stadt gilt international als eine der lebenswertesten Städte. Autofahrten haben in Nürnberg einen Anteil von 45 Prozent, den Rest teilen sich der öffentliche Nahverkehr und die Fußgänger. Warum klappt das in Dänemark besser? Am Wetter kann es ja nicht liegen. Jülich: Zum Umsteigen verlockt man die Menschen meistens nur aus eigennützigen Motiven. Die Mehrheit fährt dort nicht mit dem Rad, weil es die Umwelt schont, sondern weil es schneller, gesünder und billiger ist. Radfahren ist ein Stück Lebensqualität in der Stadt – und das haben die Kopenhagener offenbar verinnerlicht. Aber sie arbeiten auch seit 40 Jahren intensiv an

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Verkehrsplaner Frank Jülich über Strategien, die zur intelligenten Mobilität führen dieser Radverkehrskultur. Nur für das Gemeinwohl ändern wenige ihr Verhalten. Das sieht man schon bei der Tempo-30-Regelung. Vor der eigenen Haustür will sie jeder, ein paar Straßen weiter fahren die meisten lieber 50 Kilometer pro Stunde. Die Botschaft von der besseren Lebensqualität lässt sich wohl nur schwer vermitteln? Jülich: Hinter der Wahl des Verkehrsmittels steckt viel Psychologie, auch die Gewohnheit spielt eine große Rolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Leute für bestimmte Wege immer wieder dasselbe Verkehrsmittel nutzen. Das hindert etliche daran, für kurze Strecken das Rad zu nutzen oder mal in Straßenbahn oder Bus umzusteigen. Diese Fahrten sind ja auch gerade erst deutlich teurer geworden. Jülich: Das wünscht man sich natürlich anders, aber das Defizit ist immens groß, einen Teil davon muss man an die Nutzer weitergeben und leider wird dieser größer, wenn Bund und Freistaat sich weiter zurückziehen. Dafür planen wir ja auch weitere Verbesserungen mit dem Nahverkehrsentwicklungsplan. Verkehrlich und wirtschaftlich attraktiv sind die Straßenbahn durch die nördliche Altstadt mit Anbindung der Georg-SimonOhm-Hochschule, die Stadtbahn nach Kornburg und Fischbach und die Tramlinien in die Brunecker Straße und Richtung Erlangen – da erschließen wir neue Gebiete mit einem hochattraktiven Verkehrsmittel. Und was die Kosten betrifft, so darf man das ÖPNV-Ticket nicht nur mit den Ausgaben für den Sprit beim Auto vergleichen. Ein Kleinwagen kostet pro Monat rund 300 Euro, für rund 500 Euro bekomme ich eine Jahreskarte der VAG. Und ich kann sogar noch die Räder des Verleihsystems Norisbike täglich eine halbe Stunde lang kostenlos nutzen. Leider tun das erst 2800 von 60 000 Abo-Kunden. Dabei ist das die ideale Ergänzung – und wenn man weiß, wie es geht, ist das Ausleihen schneller erledigt als Zähneputzen. Und wo steht Nürnberg in 20 Jahren? Jülich: Ich glaube, dass die Dominanz des Autoverkehrs in der Stadt bis dahin deutlich abnehmen wird. Es wird mehr Radfahrer geben und auch das Carsharing ist aus meiner Sicht ein System mit Zukunft. Es wird aber weiter notwendigen Kfz-Verkehr geben, um das Funktionieren einer Großstadt gewährleisten zu können. Wie oft sind Sie noch mit dem Auto unterwegs? Jülich: Privat habe ich seit zwei Jahren kein Auto mehr. Gelegentlich nutze ich einen Dienstwagen, zuletzt für eine Abendveranstaltung in Buchenbühl. Auf mein Motorrad möchte ich allerdings nicht verzichten. Damit fahre ich, wenn ich mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen nicht weiterkomme. 

Interview: Silke Roennefahrt, Foto: Peter Roggenthin


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Mit Nachtschwärmern unterwegs im Nightliner

»Die beste Erfindung in der Stadt«

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achtschwärmer ab 18 Jahren bis weit in die 40er wissen, wie sie in Nürnberg nachts intelligent mobil sind: Mit dem Nightliner kommen sie sicher und zuverlässig nach Hause. Seit 1998 rollen inzwischen 27 Linien am Wochenende und vor Feiertagen vom Hauptbahnhof sternförmig in alle Richtungen – bis nach Erlangen, Fürth und Hersbruck. „famos“ ist mitgefahren. Es ist Sonntagnacht, Viertel vor eins. Trotz minus 18 Grad herrscht Hochbetrieb auf dem Bahnhofsvorplatz. An den Haltepunkten stehen rund 60 eingemummelte Personen. Die Linie N1 lenkt heute Torsten Wiesner (41). Mit dem Gelenkbus pendelt er stündlich bis fünf Uhr zwischen Hauptbahnhof und Buchenbühl. 22 Gäste lösen kurz vor eins eine Fahrkarte. Darunter ist Tobias Zintel (29), der den Nightliner mehrmals im Monat nutzt. Das Taxi sei zu teuer, darum greift er zum Angebot der VAG: „Da erlebt man schon was. Manchmal riecht es unappetitlich. Busfahrer Wiesner bestätigt das: „Naja, angenehm ist es nicht, wenn die Leute richtig besoffen sind und sich im Bus übergeben.“ Station für Station entschwinden ein bis zwei Personen in die Nacht. Kaum einer steigt zu, nicht einmal im Partyviertel von Klingenhof. „Wahrscheinlich ist es den Leuten zu kalt. Sonst ist mehr los“, sagt Busfahrer Wiesner, zwischen 3 und 4 Uhr werde das Ganze aber anders aussehen. Die N1 lässt Ziegelstein hinter sich und ist jetzt leer. Ohne Stopp an der Endhaltestelle Siedlungswerk Buchenbühl geht es zurück ins Zentrum. Um 1.35 Uhr ist der Bus wieder in Klingenhof. Gina Hildmann (44) aus der Gartenstadt steigt ein. Sie war „wie fast jede Woche“ in der Rockfabrik feiern. Den Nightliner hält sie für die „beste Erfindung in der Stadt“. Einerseits erlaube er das Trinken von Alkohol, andererseits sei er gerade für Eltern beruhigend, sagt die Mutter einer Tochter: „Man weiß, wie sein Kind heimkommt, und kann sicher sein, dass dies auch relativ ungefährlich ist, da der Bus ja auf Wunsch auch direkt in Haustürnähe hält.“ Mit zwölf Insassen erreicht die Linie N1 um 1.49 Uhr den Hauptbahnhof. Für den Busfahrer die erste Gele-

genheit zum Durchatmen. Nach zehn Minuten Frischluftschnappen und Smalltalk mit den Kollegen beginnt Runde zwei. Hildmann hat inzwischen einen Platz in der Linie N6 ergattert. Mit ihr strömen rund 50 weitere Nachtschwärmer in den Bus. Jeder Sitz ist besetzt und so langsam wird verständlich, was sie vorhin mit „der perfekten Freakshow“ gemeint hat. Busfahrer Thomas K. beweist eine Engelsgeduld mit den Fahrgästen und deren teils skurrilen Fragen. Eine Mittdreißigerin hängt um die Plastikabtrennung herum nach vorne zu Thomas K. gebeugt und fragt ihm Löcher in den Bauch zum Nightliner. Nach einiger Zeit drückt er der wissbegierigen Frau einen Streckenplan in die Hand: „Den nehmen Sie mit, dann sparen wir uns das nächste Mal die Diskussion.“ Die Frau lässt sich in ihren Sitz fallen und analysiert die Routen auf der plakatgroßen Übersicht. Trotzdem fragt sie weiter, was den Fahrer sichtlich nervt. Davon kriegt ein Jugendlicher in der Mitte des Busses nichts mehr mit. Er sitzt allein auf einem Klappsitz und taumelt, weil er zu viel getrunken hat. Der Kopf hängt nach vorn, die Papiertüte mit FastfoodEssen ist durchweicht. In der vierten Kurve wankt er wie ein nasser Sack vom Klappsitz. Zwei Passanten fangen ihn gerade noch auf und helfen ihm zurück auf den Platz. Der junge Mann kämpft wie ein Bobfahrer gegen die Fliehkräfte, bis er in der Südstadt austeigt. Um kurz vor drei erreicht der Bus die Endhaltestelle in Kornburg. Die letzten drei Fahrgäste werden in ein Taxi verfrachtet, der Nightliner auf Verschmutzungen überprüft, Thomas K. geht ein paar Schritte hin und her, bevor die Rückfahrt beginnt. Noch zweimal wird er in dieser Nachtschicht die Tour fahren. Um halb sechs wird er den Bus abstellen und nach Hause fahren. Danach geht‘s gleich ins Bett, denn schon am Montag wird er ab 4.30 wieder unterwegs sein – diesmal mit einem normalen Linienbus. (Weitere Infos unter www. vag-nightliner.de)  Text: Alexandra Haderlein, Fotos: Peter Roggenthin/Christof Heinze


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Autofrei aus Überzeugung Nordstadt-Familie mit drei Kindern schwört auf Fahrrad und Bahn

Sie schwören aufs Rad: Christian Mückl und Elisabeth Scherb mit ihren Söhnen Zachary, Leopold und Augustin.

■ Irgendwann haben sie ihren roten Opel Corsa quasi beerdigt. In einem Steinbruch bei Freunden im Nürnberger Land bekam die alte Mühle ihr Gnadenbrot und durfte als fahrbarer Untersatz die Arbeiter noch ein wenig auf dem Gelände herum kutschieren, bis sie schließlich ganz ihren Geist aufgab. „Das Auto war schon damals nicht mehr im sonnigsten Zustand“, erzählt Elisabeth Scherb. Also wurde es ausrangiert. Etwa acht Jahre ist das jetzt her, so genau weiß das auch ihr Mann nicht mehr. Ersatz gab es bis heute nicht. „Für viele mag das ungewöhnlich sein, für uns ist es ganz normal“, sagt Christian Mückl. Ideologische Gründe hatte diese Entscheidung nicht unbedingt. „Es hat sich einfach so ergeben“, erzählt Elisabeth Scherb. Sicher, am Anfang habe auch ihr aus-

geprägtes Umweltbewusstsein die Entscheidung gegen einen Kauf begünstigt, sagt die 45-Jährige. Doch heute gehört sozusagen das fehlende Auto zur Familie wie die Fahrräder im Hof. Das autofreie Leben ist längst zum Selbstläufer für die fünfköpfige Familie geworden. Das mag auch daran liegen, dass sie mit ihrer Wohnung in der Nordstadt eine gute Ausgangslage für alle Lebensbereiche hat. Der siebenjährige Augustin kann in seine Grundschule laufen, der zehnjährige Leopold nimmt das Rad zur Schule, wie auch sein großer Bruder Zachary. Der ist zwar schon 18, verspürt aber dennoch keine große Lust auf den Führerschein – obwohl ihn sein Großvater zahlen würde. Er fährt selbst bei Eiseskälte mit dem Rad. „Wir vermissen nichts“, sagt der 41-jährige Christian Mückl,

der als Student jahrelang als Taxifahrer unterwegs war. Auch Leopold und Augustin finden das Leben ohne Auto „ganz okay“. Die fahrradbegeisterte Familie kommt überall hin, ob nun zum Einkaufen oder zum FußballSpiel am Samstagmorgen. Die Sozialpädagogin fährt nur bei Eis und Schnee mit der U-Bahn zur Arbeit, der Redakteur nimmt bei jedem Wetter das Rad, um ins Büro zu kommen. „Wenn wir ein Auto bräuchten, dann hätten wir auch eins“, sagt Christian Mückl. Tun sie aber nicht – auch nicht für ihre Reisen. Dafür steigen sie dann in den Zug, um etwa auf Juist Urlaub zu machen oder fliegen wie letztes Jahr nach Griechenland. Und das ist vor allem Elisabeth Scherb ganz recht. „Mir wird im Auto ohnehin Text: Irini Paul, Foto: Anestis Aslanidis immer schlecht.“ 

Ärger gibt’s nur bei Verspätung ICE statt Auto: Familienvater Thorsten Paulus fährt täglich mit dem Zug nach München ■ Von montags bis freitags steigt Thorsten Paulus in Nürnberg um 6.58 Uhr in den ICE 827 nach München. Der 39-jährige Nürnberger lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen, im Süden Nürnbergs. Seit 2002 arbeitet der Versicherungskaufmann in der Landeshauptstadt. Dort bewohnte er zunächst eine kleine Bude, fuhr montags mit dem Auto hin und freitags zurück nach Franken. Das änderte sich erst, als 2006 die ICE-Trasse nach Nürnberg fertig wurde. Seither pendelt er. In einer Stunde und zehn Minuten soll er in München ankommen. Das läuft zwar nicht immer glatt, ist aber wesentlich schneller als mit dem Auto. Und das „Ticket für Vielfahrer“, wie die Deutsche Bahn die Bahncard 100 nennt, ist günstiger, auch wenn sie derzeit in der 2. Klasse einmalig 3990 Euro kostet. Sie gilt für ein Jahr und erlaubt es immer und überall in Deutschland in jeden Zug zu steigen. Rechnet man die Sprit- und Auto-Unterhaltskosten sowie die kurze Reisezeit, gilt der ICE auf dieser Strecke als alternativlos. Also ist Thomas Paulus auf die Bahn umgestiegen und pendelt täglich mit dem Zug und das eigentlich für seine

Familie, wie er sagt. Obwohl er morgens meistens aus dem Haus geht, bevor seine Söhne aufstehen und er abends oft erst heim kommt, wenn sie schon im Bett liegen. „Aber ich kann noch mit ihnen kuscheln, wenn sie es brauchen“, meint der Bahnfahrer. Ob die Familie unter der Pendelei leidet? Nun, seine Frau trägt das Pendlerleben mit. „Ärger gibt es nur, wenn der Zug sich abends verspätet.“ Und seine Söhne kennen es nicht anders. Sie werden nur nervös, wenn Papa auch am Wochenende im Anzug erscheint, denn das bedeutet: Papa geht arbeiten. Doch das ist tabu. Schließlich steht die freie Zeit ganz im Zeichen der Familie. Da nimmt Paulus mit seinen Söhnen auch mal den ICE nach Würzburg und wieder zurück, weil beide Eisenbahnfans sind. „Da könnte ich mir persönlich auch etwas anderes vorstellen als wieder Zug zu fahren, aber was tut man nicht alles für seine Kinder“, meint er lächelnd. Nach München

zu ziehen hat Thorsten Paulus nie erwogen. „Ich bezweifle, in München meiner Familie den Lebensstandard bieten zu können, den wir hier haben.“ Außerdem möchte der engagierte Badmintonspieler sein soziales Umfeld nicht missen: die langjährigen Freunde, die Familie, den Sportverein, die angenehme Nachbarschaft. Auch die fränkische Mentalität gefällt ihm. Dass er sich beruflich nicht nach Nürnberg umorientiert, begründet er damit, dass er sich in dem Unternehmen, in dem er schon gelernt hat, wohlfühlt und seinen Beruf liebt. Die Reisezeit nutzt er oft, um in aller Ruhe noch Dinge abzuarbeiten. „Wenn ich dann nach Hause komme, ist die Arbeit tatsächlich vorbei und ich kann mich meist ganz meiner Familie widmen.“ Text und Foto: Anja Bühling 


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Reizthema

Zwischen Dankbarkeit und „Nie wie Gemischte Gefühle: Vollzeitväter berichten über ihre Erfahrungen in der Elternzeit

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eiten ändern sich. Männer auch. Moderne Väter wollen längst mehr als nur der Ernährer ihrer Familie und der Erziehungsberechtigte ihres Kindes sein: Eine intensive Beziehung zum Nachwuchs hat oberste Priorität. Seit der Bundestag im Jahr 2007 das Elterngeld auf den Weg gebracht hat, bleiben die Väter gern zu Hause. Die meisten beschränken sich auf acht Wochen – die beliebten „Partnermonate“. Weniger als zehn Prozent der Nürnberger Papas kennen das volle Programm: neun und mehr Monate als Vollzeitvater, die voller gemischte Gefühle stecken und viel Stoff für ein Reizthema hergeben. Es waren nicht viele Tage, an denen Konrad H. (Name geändert) das Kind allein hüten musste. Wenn seine Tochter dann die Windel voll hatte, wusste der Nürnberger Jurist nur einen Weg. Noch heute, 30 Jahre später, erzählt er die Geschichte gern: Mit weit von sich gestreckten Armen hat er die Kleine ins Auto gesetzt, ist mit ihr 30 Kilometer weit in den Landkreis Fürth zu seinen Eltern gefahren um schließlich, dort angekommen, seiner Mutter wortlos das müffelnde Bündel hinzuhalten. Er konnte mit wenigen Handgriffen den Vergaser seines Käfers einstellen und wusste mit rhetorisch geschliffenen Reden zu brillieren, aber die Windeln seines Kindes zu wechseln, das schien dem Mann weder möglich noch nötig. DIETRICH LENZ (41) kennt derlei Aussagen. Der Blick, der kurz über die Cappuccino-Tasse blitzt, spricht Bände. Lenz ist gerade im Endspurt seiner Vater-Zeit angekommen. Dass er, so wie jetzt, völlig entspannt im Café sitzt, das gab es in den vergangenen Monaten kaum. Die erste Zeit war nahe am Horror. Nur noch Kind, kein eigenes Leben. „Nie wieder“, hatte er sich damals noch gedacht. Lenz erlebte es, allein mit einem fiebernden Kind zu sein. Er weiß, wie das Baby mit anhaltend spitzem Schrei selbst gestählte Nerven zum Flattern bringt. Und er kann Geschichten von ungezählten großen und kleinen Malheuren am Wickeltisch erzählen. Ober besser: er könnte. Er legt keinen gesteigerten Wert darauf. Schließlich sei das, was er gemacht hat – und so tiefgehend die Erfahrung für ihn persönlich auch war - , mittlerweile „völlig normal“, findet er. Doch oft genug bewegte er sich als Vollzeit-Vater so unauffällig wie ein Weißer unter Massai-Kriegern. Das fing bereits in der Arbeit an. Dietrich Lenz arbeitet für ein klinisches Forschungsinstitut im i ch Lenz & Nürnberger Süden, pflegt dort inr t e Ch ternationale Kontakte. Die spaDi nischen und französischen Kollegen, bei denen er sich abgemeldet hatte, wollten es nicht glauben. Wirklich? Du als Mann in Elternzeit? Und schickten viele Fragezeichen, aber auch eine Portion anerkennender Smileys hinterher. Frankreich gilt in

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punkto Aufgabenverteilung immer noch als Entwicklungsland. Babyzeit ist dort die größte Karriere-Bremse. Neuerdings denken französische Minister über einen VaterschaftsZwangsurlaub nach, um die Väter aus der Rolle der reinen Wochenend-Papis zu lösen. In Nürnberg blieben die Kollegen von Lenz cool. Und die Vorgesetzten öffneten ihm bereitwillig die Türen zu seiner neuen häuslichen Tätigkeit, obwohl er der erste seines Teams war, der überhaupt Elternzeit beantragt hat. Ähnlich wie Lenz in seiner Firma haben andere Väter gute Erfahrungen mit den Unternehmen Datev und GfK als Arbeitgeber gemacht. Hier herrscht ein familienfreundliches Klima, heißt es. „Die Nachfrage nimmt definitiv zu – der Elternzeitmann ist bei uns längst keine Ausnahme mehr“, bestätigt Bettina Baetzner von der Personalabteilung der GfK. „Dieser Trend wird anhalten. Die jungen Väter haben eine neue Erwartung was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft.“ Wie das Zentrum Bayern für Familie und Soziales meldet, ist zwar eine stetige Steigerung der Anträge zu spüren, doch Nürnberg liegt mit rund 24 Prozent Männeranteil immer noch unter dem bayerischen Durchschnitt von 30 Prozent. In der Nachbarstadt Erlangen kommt man immerhin an den bayerischen Mittelwert heran. Es könnte schneller gehen. In vielen Firmen haben pausierungswillige Männer noch immer Probleme, ihr Anliegen durchzusetzen. Je größer die Verantwortung und je höher der Arbeitnehmer auf der Karriereleiter steht, desto schwerer, wenn nicht gar unmöglich, ist ein Umsteigen in die Vaterzeit. Als Vorbild gelten mal wieder die Schweden: Über 70 Prozent der schwedischen Männer gehen in Elternzeit – vom Bauarbeiter bis zum Manager. Die Vaterzeit als Standard. Pekip, Säuglingsmassage, Musikgarten: Immer wieder war der Vollzeit-Vater Lenz allein unter Frauen. „Toll, dass du das machst“ – „Also mein Mann wäre dazu nicht bereit“ – kurz: Viel Anerkennung hat der 41-Jährige abbekommen, wenn er sich mit Töchterchen Charlotte in die Frauenrunden begeben hat. Aber bei Spaziergängen bekam er auch Skepsis auf der Frauen-Seite zu spüren: Wenn das Kind schrie, wussten andere Mütter gleich was es hat. „Der Vater ist dazu schließlich nicht in der Lage“, lacht Lenz. Einige Frauen ließen offen durchklingen, dass sie ihrem Mann diese Chance nicht geben würden. Lenz hat sie bekommen. Ratgeber-Literatur im Sinne von „Mein Kind kann alles lernen“ ließ er links liegen. Wenn er sich nicht mit seiner Frau

austauschte, las er den monatlichen Elternbrief kreises Neue Erziehung (ANE), den das Jugenda Nürnberg kostenfrei verschickt (www.jugendam de) oder fragte einen Freund um Rat. Das Gespräch mit einem Kumpel schätzt Be sehr. Der 33-Jährige Software-Entwickler ist M der Gruppe „Die neuen Väter“. In lockerer Rund die Teilnehmer einmal pro Monat zum Frühstü berger Zentrum Kobergerstraße. Zutritt nur fü Begleitung ihrer Kleinen. Der zwanglose Treff ist ein Befreiungsschlag. sammeln sich ja ständig irgendwo“, stellte Bar Jahren nach der Geburt von Kaya fest, „da störst - die wollen unter sich sein“. Was ist so neu an den neuen Vätern? „Wir sind anders als unsere Väter“, sagt Bartels. „Es ist sel lich, dass wir uns um die Kinder kümmern und s sorgen können und auch mal wollen“. Beim Papa-Treff geht es anders zu als in der M Bartels: „Wir unterhalten uns und lassen die Ki machen, gehen nicht dauernd dazwischen.“ Lac hinzu: „Da laufen die dann schon mal mit völlig tem Nutella-Mund herum.“ Die Neuen Väter übrigens jeden dritten Samstag im Monat. (Ko neuenvaeter@gmail.com) ANDRÉ DE GEARE (38) sitzt am Abend in daktion. Zwischen zwei Spät-Terminen bleibt de noch Zeit für eine Tasse Kaffee. Der Fotogr Nürnberger Nachrichten legt sein Smartphone a Tisch, streicht sanft über das Display und holt s die frisch gemachten Fotos von Töchterchen L Büro. Die Eineinhalbjährige fehlt ihm. Neun als Elternzeit-Vater liegen gerade hinter ihm. V die intensivste Zeit in seinem Leben. Höhen und Achterbahntempo. Zwischen dem Jubelschrei, als De Geare er in Elternzeit gehen kann, weil seine Fra ein attraktives Job-Angebot bekam un Nürnberger Presse ihm sofort grün bis zu jenem Moment, als er alle zahnenden Kind dastand, liegen fühlst dich plötzlich ganz allein m sigen Verantwortung“, erinnert sic Banalitäten des Alltags - etwa sc schen - wurden zur Herausforder machst du das?“ Nie war sein Res leinerziehenden daher so groß wie h Vor allem aber hat De Geare in der spürt, wie tief ihn die Anwesenheit des k chens immer wieder berührt hat. „Wenn m drin kurz Zeit ist, dann kommst Du sofort ins G für ein Vater will ich eigentlich sein und was für gerade? Kann ich meinem Kind wirklich alles ge will?“ Die Antworten auf die Fragen fand der B darin, dass er während der neun Monate auch selbst gearbeitet und Punkte in seiner Vergangen


famos extra

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Schul-/Schreibwaren

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Schreibwaren Kerl Schönweißstr. 28 · 45 56 76 10 % Nachlass auf Schulbedarf und Büroartikel

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NOA-Fahrradwerkstatt Siebenkeesstr. 4 · 81 00 97 96 10 % Rabatt auf Neuräder, Gebrauchträder, Reparatur-Service und Fahrradzubehör

ALPHA Buchhandlung Kornmarkt 6 · 226 84 48 10 % Rabatt auf alle vorrätigen Tonträger, Videos und DVDs

Schreibwaren Prucker Juvenellstr. 25 · 33 91 35 10 % Rabatt auf alle Schulbedarfsartikel (ausgenommen bereits reduzierte Ware)

Schreibwaren Zöllner Gudrunstr. 21 · 44 40 06 15 % Nachlass auf Schreibwaren und Schulbedarfsartikel; 15 % Nachlass auf Spielwaren

Essen & Trinken

Sportartikel

Bäckerei/Konditorei

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Bäckerei Gstatter Löwenberger Str. 137 · 83 42 70 10 % Rabatt auf unsere Bio-Backwaren sowie auf alle weiteren Gebäcke aus unserer Backstube

Diver`s Paradise Tauchsportartikel Alexanderstr. 25 · 45 37 91 10 % Rabatt auf Masken, Flossen und Zubehör (ausgenommen Sonderangebote)

Bäckerei Stephan Heckel GmbH In allen Nürnberger Filialen 649 43 36 10 % Rabatt auf alle von uns selbst hergestellten Produkte in all unseren Verkaufsstellen (ausgenommen Sonderangebote)

EVAS TEEPLANTAGE Vordere Sterngasse 20 · 22 35 56 10 % Rabatt auf alle Rooibos- und Früchtetees; 10 % Rabatt auf alle Gebäck- und Honigsorten; 10 % Rabatt auf Mono-Teekannen

IL NURAGHE Theresienplatz 7 · 24 35 53 10 % Rabatt auf Teigwaren und Gebäck

Catering ifi Catering Kohlenhofstr. 26 · 929 69 13 10 % Rabatt auf alle Vorschläge im Internet, Sparte „Menüs“ (angegebene Preise sind Nettopreise)

Restaurant/Café „Schlenkerla“ Beim Tiergärtnertor 3 · 22 54 74 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden jungen Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen

Australian Homemade Nürnberg Königstr. 2 · 242 51 38 10 % Rabatt auf Ice Cream und aus Ice Cream hergestellte Getränke sowie auf Waffeln

BRATWURST-GLÖCKLEIN im Handwerkerhof Am Königstor · 22 76 25 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden jungen Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen BRATWURST-HÄUSLE Rathausplatz 1 · 22 76 25 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden jungen Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen

Café im Kachelbau Michael-Ende-Str. 17 · 60 00 40 10 % Ermäßigung auf Speisen und Getränke

Café-Treff Mögeldorf Mögeldorfer Hauptstr. 58 · 544 12 65 Jedes alkoholfreie Getränk (0,2 l) warm oder kalt für Kinder 1 c (sonst ab 1,40 c)

GOLDENES POSTHORN Glöckleinsgasse 2 · 22 51 53 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden jungen Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen

Gasthof-Pension ZUM SCHWÄNLEIN Hintere Sterngasse 11 · 22 51 62 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden jungen Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen

InterCityHotel Nürnberg Eilgutstraße 8 · 247 89 01 25 % Nachlass für jedes Kind auf Speisen und Getränke im Hotelrestaurant

Pizza ella Reichstraße 12 · 46 62 14 10 % Ermäßigung auf Speisen und Getränke Restaurant ZEITLOS im Eckstein Burgstraße 1-3 · 214 25 91 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden jungen Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen

Lebensmittel/Kosmetik

RAUM + FORM Fürther Str. 96 · 322 47 77 10 % Rabatt auf HABA Möbel; 10 % Rabatt auf die Designmöbel-Kollektion

Blatt & Bohne Bayreuther Str. 29a · 587 46 48 10 % Rabatt auf alle Früchtetees; 10 % Rabatt auf Mila-Produkte

Imhof Die Vollkornbäckerei Dürrenhofstr. 29/Schlossstr. 32 46 45 95 20 % Rabatt auf alle unsere Brote

Video/Multimedia

Bernhard Spachmüller Ingenieurbüro für Kartografie O’Brien-Str. 3 · Schwabach (0 91 22)879 04 20 CD-ROM „Das Stadtplanwerk“ zum Preis von 12,90 c (statt 17,90 c). Bitte Bestellung unter „Familienkarte“ angeben

Ausgabe 1 | 2012

Familienkarte Nürnberg – wir machen mit!

Ringhotel Loew´s Merkur Pillenreuther Straße 1 · 99 43 30 1 alkoholfreies Getränk kostenlos für jeden Kunden unter 18 Jahren in Verbindung mit Speisen.

Straßaboh-Café im Historischen Straßenbahn-Depot St. Peter Schloßstraße 1 · 283 46 65 50 % Nachlass je Kind (bis 17 Jahren) auf ein alkoholfreies Getränk nach Wahl beim Familienbesuch


famos extra

2012 | Ausgabe 1

Trattoria del Nord Kleinreuther Weg 48 · 35 47 40 10 % Rabatt auf Speisen und Getränke beim Besuch von mindestens einem Elternteil mit einem Kind

Tiergarten Nürnberg Am Tiergarten 30 · 545 48 17 Familienkarte 1: 10 c (statt 11,50 c) Familienkarte 2: 18 c (statt 20 c)

Waldschänke im Tiergarten Noventa GmbH Am Tiergarten 8 · 543 01 20 10 % Rabatt auf Essen und Trinken „à la carte“

TM EVENTMARKETING Adam-Klein-Str. 158 · 974 51 80 Clownshow mit Luftballonaktionen für den Kindergeburtstag – ca. 70 bis 90 Minuten – für 99 c (statt 199 c); Clownshow, zusätzlich mit nostalgischer Popcornmaschine, inklusive Popcorn und Luftballons 179 c (statt 299 c); 30 % Rabatt auf den Verleih von Bierzeltgarnituren bei Selbstabholung

WÖRDERSEE HOTEL MERCURE Dürrenhofstr. 8 · 9 94 90 15 % Ermäßigung auf Speisen und alkoholfreie Getränke für Kinder bis 18 Jahre (ausgenommen Aktionen)*; Flying Lunch am Sonntag und SamstagsFamilienfrühstück kostenfrei für jedes Kind unter 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen*.*Kostenfreies Parken während Ihres Aufenthaltes und einem anschließenden Stadt- oder Einkaufsbummel.

VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg Südliche Fürther Str. 5 · 283 45 92 10 % Rabatt auf das Anmieten von Bussen und Bahnen der VAG (außer Oldtimer-MP Bus) für eine Party, ein Betriebsfest etc.

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – Jugendamt Dietzstr. 4 · 231 85 60 1 c Ermäßigung auf bis zu 2 Kurse je aus dem Pfingst- und Sommerferienprogramm

Erlebnispark Schloss Thurn Schlossplatz 4 · Heroldsbach (0 91 90)9 29 80 1,50 c Ermäßigung pro Person (regulär: Erwachsene 14,50 d, Kinder 12,50 d). Nicht gültig bei ermäßigten Preisen und Sonderveranstaltungen.

Megaplay Kinderspielparadies GmbH In der Alting 1 · Schwanstetten (0 91 70)94 62 93 Tageskarte Erwachsene 2,50 c (statt 3,50 d); Tageskarte Kinder 5,50 c (statt 6,50 d)

Miniatur Erlebniswelt Langenzenner Str. 10 Dietenhofen (0 98 24)92 31 19 20% Rabatt auf Familientickets

MINIGOLF-Anlage am Schießhaus Günthersbühler Str. 145 · 59 95 61 Erwachsene zahlen bei der Erstrunde 2 c (statt 3 d); Kinder 1 d (statt 2 d)

MINIGOLF-Anlage Luitpoldhain Ecke Bayernstr. /Münchener Str. Erwachsene zahlen bei der Erstrunde 2,50 d (statt 3,50 d); Kinder 1,50 c (statt 2,50 d) MINIGOLF-Anlage Marienberg Kilianstr. 195 · 213 38 06 Erwachsene zahlen bei der Erstrunde 2 c (statt 3 d); Kinder 1 c (statt 2 d)

Sommerrodelbahnen Pottenstein An der B 470 · Pottenstein (0 92 43)9 22 00 Erwachsene 1,50 c (statt 2 d); Kinder (bis 14 Jahre) 1 c (statt 1,50 d)

Spiel!Golf beim SV 1873 Nürnberg-Süd Wacholderweg 25 · 42 97 50 Eintritt für Erwachsene 3 c (statt 4,50 d), Kinder 2,50 c (statt 3,50 d), Familienkarte 10 c (statt 14 d)

ReNatour - natürlich Reisen Brunner Hauptstraße 26 · 89 07 04 Pro gebuchter Familienreise ab 500 c = 20 c Rabatt; ab 1000 c = 40 c Rabatt.

Claudia Koller Hugo-Haase-Str. 21 · 30 15 21 20 % Ermäßigung Mini-Seminar „Dein Hund spricht mit Dir!“ – Kinder und Familien im richtigen Umgang mit dem Familienhund kinderliebekunst Alte Schule · Achtelstr. 25 · Simmelsdorf (0 91 55)72 77 50 Wochenendkurse für Kinder für 54 c (statt 60 c); bei Kindergeburtstagen ist das Geburtstagskind frei

Magic-School – Schule für Täuschungskunst Rahm 27 · 55 46 51 10 % Preisnachlass auf alle Kurse und Workshops bezogen auf den aktuellen Buchungspreis am Buchungstag

Kino CINECITTA‘ Multiplexkino Gewerbemuseumsplatz 3 · 20 66 60 Eine Kids Popcorn gratis beim Kauf einer Kinokarte

Reisen CVJM Nürnberg-Gostenhof e.V. Glockendonstr. 10 · 26 20 32 10 % Preisnachlass auf Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und Familien

Hotel Hamburg 31 89 90 Hasstr. 3 · 10 % Rabatt auf den tagesaktuellen Zimmerpreis bei Einladungen zu Familienfeiern. Bitte Kartennummer bei Reservierung angeben. (Nicht gültig während Messen)

Reisebüro am Maxfeld 530 18 02 Bayreuther Str. 26 · Pro gebuchter Familienreise ab 500 c = 20 c Rabatt; ab 1000 c = 40 c Rabatt

Reiseland XL-Tours Bucher Str. 16 · 92 91 97 70 Pro gebuchter Familienreise ab 500 c = 20 c Rabatt; ab 1000 c = 40 c Rabatt

reiselinie.de touristik GmbH Flughafenstr. 100 · 36 78 90 Pro gebuchter Reise ab 400 c = 25 c Rabatt; ab 800 c = 50 c Rabatt

Tanzschule Rupprecht Harmoniestr. 8–10 · 55 68 60 10 % Nachlass auf alle Kinder- und Video-Clip-Dancing-Kurse

Führungen & Rundfahrten Feuerwehrmuseum auf der Feuerwache 3 Jakobsplatz 20 · Eingang über Zirkelschmiedsgasse · 231 63 00 Kostenfreier Eintritt ins Museum (sonst 1 c pro Erwachsener) jeden ersten Samstag im Monat

Akademie für Ballett und Tanz Welserstraße 88 · 510 59 59 15 % Nachlass für Tanz- und Ballettunterricht für Kinder

Delphin Schwimmschule Norikerstr. 19 · 4 94 16 10 % Rabatt auf alle Kinderkurse

Erlebnis

REISELUST Dombühler Str. 9 im REZ 255 87 89 Fernreisen: Pro gebuchter Familienreise ab 500 c = 20 c Rabatt, ab 1000 c = 40 c Rabatt. Bei Buchung einer Familienreise ein kostenloser Familientagesausflug (z.B. LamaTrekking)

Sport aktiv

Hobby

Freizeit, Reisen & Sport

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DJK Nürnberg-Eibach e.V. Pommernstr. 12 · 932 70 77 Erlass der Aufnahmegebühr; Beitragsfreiheit für die ersten drei Monate

ESV Flügelrad Nürnberg e.V. Finkenbrunn 145 · 480 11 82 Wegfall der Aufnahmegebühr; erster Monat beitragsfrei für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

FIGURA Fitness & Wellness für Frauen Frauentorgraben 39 · 2 29 16 10 % Rabatt auf die Mitgliedschaft; Kostenlose Kinderbetreuung`

Filo`s Power Treff Brandenburger Str. 65a · 632 39 30 10 % Rabatt auf alle Abos und 10er- bzw. 12er Karten

Innerer Diamant – Naturheilpraxis und Yogaschule Bulmannstr. 32 · 43 78 44 10 % Rabatt auf Yogaangebote

Flughafen Nürnberg GmbH Flughafenstr. 100 · 9 37 00 (Information) Flughafenrundfahrten jeden Sonntag um 14 Uhr und 15.30 Uhr für Kinder in Begleitung mindestens eines Elternteils kostenfrei (regulär: 3 c)

Historische Lochgefängnisse Rathausplatz 2 · 231 26 90 Familienkarte eins: 3 c Familienkarte zwei: 6 c

Touristinformation Hauptmarkt 18 · 233 61 35 Altstadtführung „Nürnberg erleben“ täglich (außer 24. Dezember) um 13.30 Uhr. 6 c pro Person (statt 7 c), Kinder bis 14 Jahren in Begleitung frei

VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg Südliche Fürther Str. 5 · 283 46 54 Oldtimer-Familienkarte: gültig für die Rundfahrt mit der historischen Linie 15 und für den Eintritt in das Historische Straßenbahndepot St. Peter für 2 Erwachsene und 4 Kinder bis 17 Jahren für 12,50 c

KWON, JAE-HWA Taekwon-Do Hainstr. 25 · 474 46 71 Entfall der Anmeldegebühr und des ersten Monatsbeitrages; 2x wöchentlich Familienstunden

NürnbergBad (Hallenbad Süd, Katzwang, Nordost Freibad Stadion, Naturgarten, West Hallenfreibad Langwasser) 231 46 30 Familienkarte eins: 4,50 c (statt 5,10 c) Familienkarte zwei: 7,50 c (statt 8,10 c)

Nürnberger Rückenschule Honigstr. 6 · 688 57 34 10 % Ermäßigung auf alle Kurse und Vorträge der Nürnberger Rückenschule

Sport:Park Fürth Am Schallerseck 35 · Fürth 936 46 90 14 % Nachlass auf alle Kurse im Kid`s & Teens Club + „Bounce“ D`s Dance Club

Sportverein 1873 Nürnberg Süd e.V. Maiacher Str. 4–10 · 424 94 86 Wegfall der Aufnahmegebühr; erster Monat beitragsfrei für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

SV Wacker -Jugendabteilung Kuhweiherweg 95 01 51/24 26 98 48 Wegfall der Aufnahmegebühr; erste drei Monate beitragsfrei

Handwerk Bau/Ausbau Elektro Scheid Äußere Bayreuther Str. 119, 95 19 80 10 % Rabatt auf Monteurstundensätze und Material

Francesco Ruo, Verlegung von Fliesen, Platten und Mosaik Kilianstraße 19 · 300 55 90 15 % Rabatt auf den Stundensatz 15 % auf Fliesen meines Fachhändlers (ausgenommen Sonderangebote) Keine Anfahrtskosten

Hill Trockenbau GmbH Reutlinger Straße 7 · 656 49 30 10 % Rabatt auf die Rechnungssumme

Schüttler Baubeschläge Schweiggerstr. 31 · 946 47 30 10 % Rabatt auf den Rechnungsbetrag

Friseur essanelle Ihr Friseur HairExpress In allen Nürnberger Filialen 0 18 05/52 95 30 20 % Rabatt auf Friseurdienstleistungen; 15 % Rabatt auf Verkaufsprodukte (außer Sonderpreise)


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Friseur Winter Obstmarkt 12 · 22 14 16 15 % Rabatt auf jeden Haarschnitt für Damen, Herren und Kinder

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Salon Gisela 36 11 47 Löbleinstr. 19 · 15 % Rabatt auf alle Friseurdienstleistungen und Verkaufsprodukte. Bitte Termin vereinbaren

Heizung/Sanitär Albert Plentinger Nachf. OHG Passauer Straße 25 · 40 21 76 10 % Nachlass auf alle Materialkosten

G. Nitz Heizungs- und Sanitärtechnik GmbH 445521 Geibelstr. 7 · 10 % Preisnachlass auf alle Materialkosten

HRS Heizungsbau – Rohrreinigung – Sanitär 35 87 00 Bartholomäusstr. 7-9 · 10 % Preisnachlass auf die Materialkosten bei Badsanierungen und Heizungserneuerung

Kondziolka Sanitär – Heizung – Kundendienst 480 34 06 Frauenlobstr. 3 · 10 % Rabatt auf generell alle Materialien; keine Anfahrtskosten

Reinhold Herold Sanitärtechnik GmbH 42 94 30 Landgrabenstr. 36 · 12 % Rabatt auf die Materialkosten; Keine Anfahrtskosten

Maler Thomas Back – Malermeister e.K. Reutleser Str. 73 · 30 66 59 10 % Nachlass auf Stundenlohn; 10 % Nachlass auf Materialkosten; 15 % Nachlass auf Laminat und Kork; 20 % Nachlass auf Tapeten

Schuhmacher

Kaiserburg Nürnberg Auf der Burg 13 · 244 65 90 1 c Ermäßigung (regulär: Erwachsene 5 c bzw. 6 c) auf den Eintrittspreis. Kinder bis 18 Jahren freier Eintritt

Kunsthalle Nürnberg Lorenzer Str. 32 · 231 28 53 Familienkarte eins: 4 c (statt 4,50 c) Familienkarte zwei: 8 c (statt 8,50 c)

museen der stadt nürnberg (Dürer-Haus, Dokumentationszentrum, Fembohaus, Museum Industriekultur, Spielzeugmuseum, Tucherschloss, Schwurgerichtssaal 600) 231 54 21 (Zentrale) 20 % Ermäßigung auf die Familienkarte 1 und 2 (gilt nicht bei Sonderausstellungen)

Museum 3. Dimension Nördlinger Tor · Dinkelsbühl 0 98 51/63 36 Familieneintritt mit 2 und mehr Kindern 22 c (statt 28 c), Einkind-Familie 20 c (statt 26 c)

Neues Museum 240 20 20 Luitpoldstr. 5 · Kostenlose Teilnahme (statt 2 c) an Kinderführungen. Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat um 11 Uhr für Kinder ab 6 Jahren. Kostenlose Teilnahme (statt 2 c) für Eltern an einem Rundgang durchs Museum während der Kinderführung.

Nicolaus Copernicus Planetarium 929 65 53 Am Plärrer 41 · Familienkarte eins: 8 c (statt 9 c) Familienkarte zwei: 12,50 c, (statt 13,50 c)

Stadtbibliothek Nürnberg In allen 16 Zweigstellen · 231 27 90 1 c Ermäßigung pro Karte bei Veranstaltungen für Erwachsene; 0,50 c Ermäßigung pro Karte bei Veranstaltungen für Kinder

Theater im Tiergarten Noventa GmbH (Waldschänke im Tiergarten) 543 01 20 Am Tiergarten 8 · 20 % Rabatt auf Theater und Menü

Theater Mummpitz 60 00 50 Michael-Ende-Str. 17 · 10 % Rabatt auf den gesamten Eintritt

Theater Pfütze e.V. Äußerer Laufer Platz 22 · 28 99 09 9 c (statt 11 c) für die Erwachsenenkarte für Mama und/oder Papa mit mindestens 1 Kind

Schröder’s Schuh- & Schlüsseldienst Virnsberger Str. 2–4 · 65 20 38 10 % Rabatt auf alle Leistungen

Schuhmacherei Bindergasse Bindergasse 6 Kostenlose Reparatur von Kinderschuhen (für Kinder bis 12 Jahre)

Sicherheit/Schlüsseldienst Alarm- und Schließsysteme Baum Ostendstr. 115 · 40 60 57 10 % Rabatt auf Schließzylinder, Schlösser, Beschläge, Kindersicherungen und mechanische Nachrüstprodukte. Elektronische Sicherheit auf Anfrage.

Kultur & Bildung Astronomie/Kunst/Kultur Fränkische Schweiz-Museum Am Museum 5 · PottensteinTüchersfeld · 0 92 42/16 40 Erwachsene: 2 c (statt 2,30 c); Kinder: 1,20 c (statt 1,50 c)

Deutscher Kinderschutzbund Dammstr. 4 · 26 96 54 Ermäßigung auf den Elternkurs „Starke Eltern – starke Kinder“® 45 c (statt 50 c). Bei Anmeldung als Paar 70 c (statt 80 c)

Erziehungsberatungsstellen der Stadt 231 38 86 Nürnberg, Johannisstr. 58 · Ermäßigung auf die Elternkurse „STARK“ und „Schwierige Kinder – Sorgenkinder“ pro Person 12 c (statt 15 c)

Evangelische Fachstelle Alleinerziehende eckstein 214 21 00 Burgstr.1–3 · Kostenfreie Kinderbetreuung für alle Veranstaltungen im Jahresprogramm „Angebote für Alleinerziehende und ihre Kinder“ (sonst 3 c pro Kind)

Evangelische Familienbildungsstätte 274 76 60 Leonhardstr. 13 · Kostenlose Teilnahme an den Einzelveranstaltungen zum Themenbereich Erziehung/ Familienleben (sonst ab 7 c)

SOS-Kinderdorf e.V. 92 98 30 Schweinauer Hauptstr. 31 · TripleP-Elterntraining: Ermäßigung der Kursgebühren für Einzelpersonen/ Elternpaare auf 80 c (statt 100 c)

Zoff & Harmonie – Familienbildung der kath. Stadtkirche 24 44 94 93 Vordere Sterngasse 1 · 30 % Ermäßigung auf zwei Veranstaltungen aus unserem Programm

Ausgabe 1 | 2012

Maximum Nachhilfe Wölckernstr. 10 · 430 09 96 10 % Rabatt auf die gebuchte Nachhilfe

Mini-Lernkreis Nachhilfe Sonnenstr. 7 · 766 15 28 12 % Rabatt auf alle gebuchten Lehrgänge

Prima Nachhilfe Breite Gasse 94 · 133 42 69 10 % Rabatt auf gebuchte Nachhilfe

Smart Academy Nachhilfe und Seminare Breite Gasse 77 · 235 82 72 10 % Rabatt auf den Nachhilfeunterricht

Weiterbildung Bildungszentrum Gewerbemuseumsplatz 1 231 31 47 10 % Ermäßigung auf ausgewählte Veranstaltungen

GRUNDIG AKADEMIE Beuthener Str. 45 · 409 05 01 10 % Rabatt auf alle Kurse aus dem Programm für berufsbegleitende Weiterbildung

Zentrum Kobergerstraße 36 16 26 Kobergerstr. 79 · 10 % Rabatt auf die Gebühr für Babygruppen (4 Wochen bis 4 Monate) nach Emmi Pikler

Zwergensprache 490 81 21 Maximilianstr. 25 · 10 % Rabatt pro Kind im Eltern-Kind-Kurs 10 % Rabatt pro Person im Workshop

Nachhilfe/Frühes Lernen Intelligenzknoten Färberstr. 20 · 132 52 50 10 % Rabatt auf die gebuchte Nachhilfe

Rund ums Auto ACR Nürnberg 350 68 35 Franzstr. 15 · 10 % Rabatt auf Autoradio, Multimedia, Navigation und Einparkhilfen. Ausgenommen mobile Navigation und reduzierte Ware

Autoservice Müller Franzstr. 15 · 350 68 72 10 % Rabatt auf die Arbeitsleistung und auf Verschleißteile

Koller+Schwemmer GmbH & Co. Röthensteig 21 · 36 10 30 15 % Nachlass auf Bosch-Ersatzteile

turmdersinne Westtor, Mohrengasse, 944 32 81 Ecke Kappengasse · 1 c Ermäßigung für jedes Familienmitglied (regulär: Erwachsene 6 c, Kinder 4 c); Familienkarte 14 c (statt 16 c); nicht gültig bei ermäßigten Preisen

Familienbildung Arbeiter-Samariter-Bund KV Nürnberg-Fürth e.V. Wodanstr. 25 · 94 97 90 15 % Rabatt auf die Kurse „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“, „Erste Hilfe“ und „Erste Hilfe bei Kindernotfällen“

Caritasverband Nürnberg e.V. Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, Tucherstr. 15 · 235 42 41 „Nürnberger Elterntraining“ N.E.T.: Einzelpersonen 20 c (statt 40 c); (Eltern-)Paare 30 c (statt 50 c)

Die Familienkarte wurde Anfang April 2010 zum dritten Mal an alle Familien versandt, in deren Haushalt mindestens ein Kind unter 18 Jahren lebt und deren Hauptwohnsitz Nürnberg ist. Sie gilt drei Jahre. Bitte beschriften Sie die Karte mit den Namen der Familienmitglieder, nur dann gilt die Karte für alle Familienmitglieder. Familien, die vom Versand nicht erfasst wurden, z. B. weil sie neu nach Nürnberg gezogen sind, können die Familienkarte im BürgerInformationsZentrum, Rathaus, Hauptmarkt 18, formlos beantragen. Mitzubringen ist der Ausweis und ein Nachweis über Ihr Kind/ Ihre Kinder (z. B. Geburtsurkunde, Anmeldebestätigung). Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit der Familienkarte Nürnberg! Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.familienkarte-nuernberg.de


Ausgabe 1 | 2012

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zuvertrauen – es hat gedauert, bis er das leichten Herzens konnte. „Jetzt weiß ich, dass es auch dazu gehört, Lina sich selbst zu überlassen und ihr die Chance zu geben, ihr eigenes Leben zu entdecken.“ Dietrich Lenz hat das Elternzeit-Ende noch vor sich. Seine Gefühle sind gemischt. Er freut sich darauf, wieder mal was „Erwachsenes“ zu machen, einerseits. Andererseits wird es auch für ihn ungewohnt sein, Charlotte nicht mehr täglich zu begleiten. Lenz wünscht sich, dass er die Gelassenheit, die ihn die Vaterzeit gelehrt hat, mit in den Job nehmen kann. Er denkt nicht, dass Charlotte verstärkt nach ihm fragen wird. „Meine Frau und ich, wir sind völlig gleichberechtigte Bezugspersonen geworden“, sagt er nüchtern. Dass aber die gemeinsame Vater-Tochter-Zeit eine solide Basis für eine lebenslang gute Beziehung zu Charlotte sein wird, das will er nur zu gern glauben. Text: Rurik Schnackig, Fotos: Anestis Aslanidis

Infos zur Elternzeit Das Gesetz schreibt vor, dass man beim Arbeitgeber sieben Wochen vor dem geplanten Beginn die Elternzeit beantragen soll. Wer sein Kind selbst betreut, hat Anspruch auf maximal drei Jahre. Die müssen nicht sofort genommen werden. Wenn der Arbeitgeber sein Einverständnis erteilt, können auch zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes bis zu zwölf Monate genommen werden. Für die Partnermonate, gemeinhin als „Vätermonate“ bezeichnet, gilt die Antragsfrist von sieben Wochen ebenso. Eltern sind frei in der Entscheidung, wer von ihnen in Elternzeit geht - sie können auch gleichzeitig betreuen. Die Partnermonate nehmen Väter häufig direkt nach der Geburt des Kindes. Während der Elternzeit stehen die Hauptpflichten des Arbeitsverhältnisses auf Pause. Das Arbeitsverhältnis bleibt jedoch bestehen und nach Ablauf der Elternzeit besteht ein Anspruch auf Rückkehr zum ursprünglichen Arbeitsplatz oder zu einem gleichwertigen. Experten raten, auch in der Elternzeit den Kontakt zur Firma zu halten. Das kann ein gelegentlicher Anruf sein, oder man lässt sich mit seiner Privat-Adresse in den E-Mail-Verteiler aufnehmen. Das signalisiert auch in der Auszeit Interesse am Job und zeigt: Ich bleibe am Ball. Elterngeld gibt es vom Staat für zwölf Monate – und zwar 67 Prozent des Nettoeinkommens. Nimmt der Partner auch Elternzeit, fließt der Zuschuss für 14 Monate. Die Aufteilung bleibt den Eltern überlassen. Der Mindestbetrag, der ausgezahlt wird, liegt bei 300 Euro, der Höchstbetrag bei 1800 Euro pro Monat. Wie die zuständige Behörde, das Zentrum Bayern Familie und Soziales Mittelfranken (Ecke Bärenschanzstraße/Roonstraße, Internet: www.zbfs.bayern.de) mitteilt, erhielten zuletzt 30 Prozent der Männer einen Betrag zwischen 1499 bis 1800 Euro während 88 Prozent der Frauen zwischen 300 und 999 Euro erhalten haben. (Weitere Infos im Internet unter www.bmfsfj.de) Text: rus

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Gut zu Wissen

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Interview zum thema Gesundheit

Sport, Schlaf und Sonne sind am wichtigsten AOK-Experte Stefan Schumann sagt, wie man fit in den Frühling kommt ■ Endlich ist der Winter vorbei. Trotzdem fühlt sich jeder Zweite erst mal schlapp, müde und lustlos. AOK-Experte Stefan Schumann sagt, wie man die Frühjahrsmüdigkeit am besten vertreiben kann. Ich friere leicht, trotz der nun wärmeren Temperaturen. Was kann ich dagegen tun? Schumann: Das wirkungsvollste Mittel ist Sport. Es bringt das Herz und den Kreislauf in Schwung. So wird wärmendes Blut in alle Körperteile gepumpt. Wer wenig Zeit hat, soll Bewegung in seinen Alltag einbauen und etwa häufig die Treppe statt den Aufzug nehmen. Auch Sauna-Gänge, Warm-Kalt-Wechselbäder sowie Wechselduschen trainieren die Blutgefäße, stärken das Immunsystem und gewöhnen den Körper an Temperaturschwankungen. Und natürlich sollte man sich warm anziehen, um die neu gewonnene Körperwärme nicht wieder zu verlieren. Morgens komme ich nicht richtig aus dem Bett. Wie werde ich endlich richtig fit? Infos bei der AOK- Ernährungshotline unter (09 11) 21 87 25 Interview: Martina Hildebrand, Foto: AOK

Schumann: Ein guter Nachtschlaf ist die Voraussetzung dafür, dass man sich tagsüber fit fühlt. Den Tagesablauf sollte man nach der Sonne richten. Früh ins Bett gehen und dafür früh aufstehen. Wer morgens länger liegen bleibt, bewirkt oft das Gegenteil und fühlt sich müde. Ein kurzes Nickerchen am Mittag kann man sich auch gönnen, um über den

Tag zu kommen. Wenn man sich vom warmen Bettlaken getrennt hat, ist der entscheidende Schritt schon getan. Kleine Tricks helfen, sich munter in den Tag zu bringen. Zehn Minuten Morgengymnastik bei geöffnetem Fenster regen unsere Lebensgeister an. Kühles Wasser ins Gesicht und flotte Musik helfen, den auf Nachtmodus eingestellten Kreislauf in Schwung zu bringen. Helle, frische Farben aus dem Kleiderschrank und Sonne bei ausgedehnten Spaziergängen tanken, bringen die Glückshormone auf Trab. Welcher Sport ist besonders geeignet? Schumann: Sportarten in der freien Natur wie Joggen, (Nordic) Walken und Radfahren sind besonders empfehlenswert. Im ersten Monat ist dabei nicht die zurückgelegte Strecke, sondern die Dauer entscheidend. So könnte Ihr Trainingsplan aussehen: In der ersten Woche starten Sie mit fünf bis zehn Minuten lockerem Laufen. In der zweiten bis dritten Woche steigern Sie Ihr Pensum auf zehn bis 15 Minuten. Die vierte Woche erhöhen Sie Ihr Zeitlimit auf 15 bis 20 Minuten. Nach zwei Monaten schafft man es dann locker, eine halbe Stunde moderat zu joggen. Kann ich mich auch mit Hilfe der Ernährung frühjahrsfit machen? Schumann: Viele ernähren sich besonders im Winter kalorien-, fettund kohlenhydratreicher als nötig. Der Körper benötigt jedoch Proteine und Vitamine. Das heißt: Süßes und Deftiges sind erst einmal tabu. Auf den Speiseplan gehören Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und mageres Fleisch. Am besten sind drei Mahlzeiten am Tag im Abstand von etwa vier bis fünf Stunden. Dann kann der Insulinspiegel sinken und die Zellen sind bereit für Nachschub.

Kosmetik

Bildung Per Link zu guten Büchern

Milde Klassiker und Gurkenscheiben

Im Internet gibt es Entscheidungshilfen ■ Bücher für Kinder gibt es jede Menge. Aber welche wirklich gut sind, merkt man oft erst beim Vorlesen oder wenn sie ungelesen im Regal stehen. Dabei gibt es gerade im Internet etliche gute Seiten, die Eltern Entscheidungshilfen in punkto Buch für den Nachwuchs geben. Schön und übersichtlich ist beispielsweise die Seite www.kinderbuch-couch.de. Dort kann man Bücher nach Altersstufen oder Themen suchen. Die Bücher werden mit ihren Covers sowie samt Inhaltsangabe und Bewertungen vorgestellt. Jedes Jahr wird der Jugendliteraturpreis verliehen. Doch nicht immer weiß man, welche Bücher wegen ihrer Geschichte oder Illustrationen einen Preis oder eine Nominierung erhielten. Auf der Seite www.djlp. jugendliteratur.org kann man im Archiv nachschauen, welche

Bücher jeweils ausgezeichnet wurden. Die Bücher sind dort mit der Jurybegründung vorgestellt. Eine andere gute Quelle ist die Liste „Die Besten 7“, die im Auftrag von Deutschlandfunk und Focus von einer Jury zusammengestellt wird. Die monatlich erscheinende Liste beinhaltet Literatur für Kinder und Jugendliche aus den Bereichen Belletristik, Lyrik, Sachbuch und Bilderbuch. Zu finden unter www. dradio.de Und zuletzt noch ein Tipp: www.buecherkinder.de, auf der eine Zusammenstellung verschiedener Bestenlisten mit Inhaltsbeschreibungen zu finden ist. Und unbedingt sollte man aber die Stadtbibliothek mit ihren Stadtteilfilialen besuchen. Dort sitzen nicht nur kompetente Mitarbeiter, die Buchempfehlungen geben können. Regelmäßig werden dort auch Lesungen für Kinder veranstaltet und Bücher vorgestellt.  

Text: Martina Hildebrand, Bilder: Silke Kaiser, LiliGraphie

Welche Cremes und Behandlungen gut für die strapazierte Haut sind ■ Unsere Haut ist von der kalten Jahreszeit noch sehr strapaziert. Welche Cremes sind am besten geeignet, um sie wieder geschmeidig zu machen? Soll man teure kaufen oder reicht ein Klassiker wie Bübchen, Vaseline, Penaten oder die gute, alte Nivea in der blauen Dose? AOK-Beratungsapothekerin Dr. Sonja Wunder rät: „In den kalten Monaten wurde die Haut stark strapaziert. Generell sollte man unparfümierte und milde Präparate verwenden. Bei stärkeren Problemen empfiehlt sich eine fundierte Beratung durch den Apotheker oder Arzt.“ Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aok.de/bayern. Darüber hinaus gilt es folgendes zu beachten: Peelings und Gesichtswasser mit Alkohol sollten bis zu den ersten wirklich war-

men Sonnenstrahlen im Schrank bleiben. Stattdessen freut sich die Haut über pflegende Feuchtigkeitsmasken. Auch Großmutters Schönheitsrezepte sind nach wie vor wirkungsvoll. Gurkenscheiben, möglichst in Bio-Qualität, versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, Masken mit Sahne oder Joghurt füllen die Wasser- und Fettdepots wieder auf. Wenn die kalte Jahreszeit zu Ende geht, heißt es weg mit den reichhaltigen Nährcremes, her mit glättender Feuchtigkeitspflege. Leichte Emulsionen mit Vitamin E schützen zusätzlich vor Umweltschäden.  

Text: Martina Hildebrand, Illustration: Teresa Wiechova


Gut zu wissen

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tipps für junge eltern

Im Zweifel ein gutes gebrauchtes Modell Neun wertvolle Tipps zum richtigen Kinderwagen ■ Kinderwagen können heute viel mehr als nur Babys transportieren. Manche von ihnen sehen so futuristisch aus, als wären sie vor allem zum Anschauen und Bestaunen gedacht. Hier ein paar Tipps, auf was man beim Kinderwagenkauf achten soll: Wer viel in unebenem Gelände unterwegs ist, braucht feststellbare, große Vorderräder. Manche haben sogar Räder zum Austauschen dabei. Denn in der Stadt tut man sich mit einem Cityflitzer mit schwenkbaren Vorderrädern viel leichter. Wohnen Sie in bergigem Gelände und müssen immer wieder mal hoch und runter schieben? Dann ist eine gute Handbremse am Wagen unerlässlich. Wenn der Kinderwagen oft ins Auto muss, dann sollte er nicht zu schwer und schnell zusammenzuklappen sein. Das heißt: Auf die Maße in offenem und zusammengeklapptem Zustand achten. Wer in einem oberen Stockwerk wohnt und keinen Fahrstuhl hat, für den könnte ein Wagen mit Trage-

tasche praktisch sein. Ansonsten ist eine Hartschale besser. Sie sind für die Babys oft besser zum Liegen und bieten mehr Platz. Ist der Kinderwagen praktisch? Das schickste Modell nützt nichts, wenn es für Einkäufe kaum Stauraum bietet.

Grundsätzlich gilt: Besser ein gebrauchtes, gutes Markenmodell als ein billiges Schnäppchen, dessen Nachteile sich dann erst im Gebrauch herausstellen. Text: Martina Hildebrand, Illustration: Teresa Wiechova 

Wenn der Kinderwagen möglichst lange genutzt werden soll, dann ist es gut, wenn er sich zum Buggy umbauen lässt und auch dazwischen noch viele Positionen zulässt. Viele Kinderwagen bieten eine Autoschale an; damit kann man praktischerweise das schlafende Baby gleich umbetten. Falls noch ein Geschwisterchen erwartet wird, ist es sinnvoll, wenn ein Kiddy-Board am Wagen befestigt werden kann. Am besten sollte man den Wagen zuvor ausprobieren, denn nur dann merkt man, ob etwa der Lenker hoch genug ist und das Baby sich darin wohl fühlt.

Frage & antwort

»Gespräche und immer wieder Gespräche«

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Zum Umgang mit Zigaretten und Alkohol von Jugendlichen

■ Ich glaube, dass mein 15-jähriger Sohn heimlich raucht. Immer wieder schnuppere ich Qualm an ihm, wenn er von Freunden nach Hause kommt. Am Wochenende scheint er auf Partys auch öfters ein Bier zu viel trinken. Wie gehe ich am besten mit der Situation um?

Andreas von Delius, leitender Psychotherapeut bei den Erziehungs- und Familienbildungsstätten der Stadt Nürnberg

■ Wie Sie sicher wissen, ist das Rauchen seit einiger Zeit erst ab dem 18. Geburtstag erlaubt. Das Trinken von Bier und Wein in der Öffentlichkeit ist nach wie vor erst ab dem 16.Lebensjahr zugelassen – für Verkauf und Weitergabe gilt die gleiche Grenze. Für diese Vorschriften gibt es gute Gründe: Die Risiken, seelisch oder körperlich abhängig zu werden bzw. Schaden zu nehmen, sind beispielsweise umso größer, je jünger die Betroffenen sind.

Wir Eltern sind daher gut beraten, uns auch daheim an diesen gesetzlichen Standards zu orientieren und können uns in etlichen Situationen durchaus darauf berufen. Andererseits können wir mit unseren Jugendlichen erfahrungsgemäß zu Hause nicht mehr alles nur über Vorschriften regeln. Hier hin zielt ja der zweite Teil Ihrer Frage. Gespräche und immer wieder Gespräche werden notwendig sein. Aber Jugendliche reden nun mal nicht besonders gern mit ihren Eltern über Probleme. Nehmen Sie Rauchgeruch und andere Hinweise daher als willkommene und legitime Einladungen, mit Ihrem Sohn über Ihre Befürchtungen, Ihre Erwartungen und die dahinterliegenden Argumente zu sprechen. Direkte Übereinstimmung ist sehr selten, und schon gleich gar nicht sofort zu erreichen. Der Versuch, unbedingt überzeugen zu wollen, das Gespräch erst mit einer Einigung beenden zu können, geht meist schief und behindert Ihre Chancen in der nächsten Unterhaltung ernster genommen zu werden.

Vertagen, und morgen oder beim nächsten Anlass noch einmal drüber reden, das hilft oft aus der Klemme. Angst wäre auch hier ein schlechter Ratgeber: Natürlich muss Ihr Sohn einige Erfahrungen selber machen, auch die schlechten, und er wird das, wie die meisten Jugendlichen, bewältigen, genau wie den einen oder anderen Streit mit Ihnen darüber. 

Illustration: Teresa Wiechova, Foto: Peter Roggenthin


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Rätsel

Ausgabe 1 | 20112

Die verzweigte Welt der Züge

Die Illustration des Rätsels stammt aus dem Buch WAS IST WAS Band 54 Die Eisenbahn von Ursula Bartelsheim, Joachim Breuninger, Stefan Ebenfeld, Rainer Mertens und Franziska Schubert (Breuninger) - DB Museum Nürnberg, TESSLOFF VERLAG, Illustration: Studio Inklink, Florenz, Frank Kliemt und Joachim Knappe, Veränderungen: Nelly Krug

■ Oben stehen jede Menge Wolkenkratzer, unten rollen die Züge: So stellt man sich den Verkehr der Zukunft in den Großstädten vor. Die Züge sind dabei auf mehreren Ebenen unterirdisch und verzweigt unterwegs. Das Ganze läuft rasant, umweltfreundlich, computergesteuert und futuristisch, wie diese Illustration zeigt. Doch im Vergleich zu Bild 1 gibt es fünf Veränderungen in Bild 2, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Schaut genau hin, dann werdet ihr sie entdecken!

1

2

Adresse, Auflösung & Gewinner Wer die fünf Veränderungen entdeckt hat, schreibt die Namen auf eine Postkarte und schickt die Lösung an: »famos« • c/o Bündnis für Familie Spitalgasse 22 • 90403 Nürnberg Man kann die Lösung auch per E-Mail post@ famos-nuernberg.de senden (nur eine Mail pro Person!). Bitte den Absender nicht vergessen. Einsendeschluss ist der 30. April 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Spaß und viel Glück beim Rätseln! Zu gewinnen gibt es wieder ein tolles Buchpaket des TESSLOFF-Verlags – folgende Gewinnpreise sind diesmal dabei: WAS IST WAS Band 54 Eisenbahn, WAS IST WAS Band 10 Fliegerei, WAS IST

WAS Junior Eisenbahn und WAS IST WAS DVD Autos. Auflösung des Rätsels aus der letzten Ausgabe Auch beim letzten Mal haben wir viele Einsendungen erhalten. Die meisten Teilnehmer fanden die richtige Lösung: Neben dem Handpuppen-Christkind auf der Lanzenspitze waren der Kaktus am Boden, die Obstschale, die weiße Kochmütze und der Weihnachtsbaum gesucht. Durch Losentscheid gehen die Buchpakete des TESSLOFF-Verlags an folgende fünf Gewinner: Jonas Kai Schlagberger (Nürnberg), Nicola Süß (Nürnberg), Heike Friedrich (Nürnberg), Tanja Drechsel (Nürnberg) und Florian Kuntze (Kornwestheim) Wir gratulieren herzlich! Die famos-Redaktion


Essen ist fertig

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Spinat kann sooo lecker schmecken! Köchin Isidora Capalbo ist die gute Seele des Kindergartens St. Anton ■ „Isidora, ich liebe dich! Du kochst sooo gut!“ Solche tollen Komplimente machen Herzklopfen. Vielleicht noch ein wenig mehr, wenn sie aus Kindermund kommen, wie in diesem Fall. Isidora Capalbo (37) weiß solche Sätze zu schätzen. Denn wenn Esser kritisch sind, dann sind es zumeist die Kinder: „Waaas?! Da ist Spinat drin?? Igitt! Nöö, Kartoffeln mag ich nicht. Wann gibt’s endlich mal Pommes???“ „Pommes gibt es hier bei uns überhaupt nicht“, antwortet Isidora, die gute Seele in der Küche des katholischen Kindergartens St. Anton, dann resolut. Auch Fastfood oder Vorgefertigtes aus der Mikrowelle kommt hier nicht auf die kleinen Tische. Nein, sie kocht täglich für 42 von insgesamt 66 Kindern, die die Einrichtung in Gostenhof besuchen. Und sie liebt ihren Job - so, wie die Kinder sie mögen! Damals, als ihre Töchter noch im Kindergarten waren, hat sie öfter ausgeholfen, wenn die Köchin krank war, ausreichend Erfahrung in der Gastronomie hat die gebürtige Kroatin. Als die letzte Köchin ging, rückte Isidora nach. Ein Kindergarten mit eigener Küchenkraft? Das ist nicht ganz alltäglich. In St. Anton schon. Wenn die Einrichtung in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert, dann gehört auch die Küche dazu. Damals, so erinnert sich Leiterin Susanne SteinerPüschel, „kochten hier noch Ordensschwestern.“ Dass auch heute noch der Platz am großen Herd besetzt ist, ist das Verdienst der emsigen Erzieherinnen – und großzügiger Geldgeber. „Wir haben uns das immer wieder hart erkämpft“, betont Steiner-Püschel. Allzu groß ist Isidoras Reich nicht. In der Mitte steht ein Tisch, darum herum Schränke, Spüle, ein mannshoher Kombi-Dampf-Herd und an einer Wand ein Regal, darin unter anderem Gläser mit Flocken, Rosinen, Nüssen und anderen Müsli-Zutaten. Die Kita-Kinder kommen aus 23 verschiedenen Nationen. Nicht ganz leicht, alle Geschmäcker zu berücksichtigen. Doch Isidora hat es geschafft. Wöchentlich dürfen die Kinder „Hitlisten“ mit ihren Lieblingsessen erstellen. Und die Köchin hat so viele Kochideen und blättert ohnehin gerne in Kochbüchern,

so dass sich die Gerichte nur selten wiederholen. Seit die Einrichtung an einem Coaching-Projekt für Mittagsverpflegung in Kitas teilgenommen hat, läuft ohnehin alles viel besser. Es gibt ein festes Konzept, in dem die einzelnen Komponenten festgelegt sind. Daran können sich auch die Eltern orientieren und die Rufe nach mehr oder weniger Fleisch, mehr oder weniger Nudeln oder sonst was sind seither sehr viel leiser geworden. Vielleicht ist in Einrichtungen wie St. Anton, bei der fast die Hälfte der Kinder einen finanziellen Zuschuss zum Mittagessen benötigt, ohnehin anderes manchmal wichtiger. Steiner-Püschel beobachtet etwa, dass es bei etlichen Kindern an den nötigen Kulturtechniken fehlt. Viele (auch ältere Kinder) haben ein Problem, mit Gabel oder Löffel richtig umzugehen. Manche tun sich tatsächlich mit dem Kauen schwer, weil die Eltern offenbar nicht so viel Mühe und Geduld darauf verwenden, dass die Kinder wirklich lernen, in Ruhe zu essen. „Man merkt, dass der Druck bei vielen Eltern groß ist, schnell wieder zu arbeiten. Und viele arbeiten wirklich viel.“ Das Geld reicht oft trotzdem nicht. Immer wieder kommen den Erziehern Geschichten zu Ohren, dass es ab Mitte des Monats nur noch Backerbsen und Suppe gibt. Gerade deshalb ist es Isidora sehr wichtig, dass den Kindern das tägliche Essen in der Kita nicht nur schmeckt, sondern sie es auch als schönes Gemeinschaftserlebnis begreifen. „Die gemeinsame Abendmahlzeit ist bei uns zu Hause in der Familie auch extrem wichtig. Wir sitzen zusammen und unterhalten uns, was wir am Tag so erlebt haben.“ Wenn die Kinder sich in ihren Kita-Gruppen mittags um den gedeckten Tisch setzen, ein Gebet sprechen und sich dann ihr Essen selbst nehmen dürfen, geht es vor allem um eines: zur Ruhe zu kommen und zu erleben, wie gut und wichtig solche Rituale sind. 

Text: Martina Hildebrand, Fotos: Hans-Joachim Winckler

Das Lieblingsrezept des Kindergartens Sankt Anton: Toni-Makkaroni mit Spinatsoße Zutaten (für etwa 8 Personen): 1 Zwiebel fein gehackt, 2 gepresste Knoblauchzehen, 1 EL Butter, 300 g Spinat (frisch oder tiefgekühlt), 200 g Kräuterfrischkäse, ½ Becher Sahne, Salz, Pfeffer, gem. Muskatnuss, 550 g Makkaroni Zubereitung: Zwiebel und Knoblauch in der Butter weichdünsten, den Spinat zugeben und mitdünsten. Langsam mit Kräuterfrischkäse und Sahne mischen und 20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis eine cremige Soße enstanden ist. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken. Makkaroni in Salzwasser bissfest kochen und abtropfen lassen. Mit der Soße mischen und servieren.

Wenn Isidora kocht, dann leuchten die Augen der Kinder im Kindergarten St. Anton. Vorgekochtes oder Tiefgekühltes kommt der liebenswerten Köchin nicht in den Topf - sie hat eine große Auswahl an Rezepten, darunter sind viele Lieblingsgerichte »ihrer« Kinder. Maneeshaa, Sarah, Bartosz und Marc jedenfalls schmecken die Käsespätzle, die Isidora gerade gekocht hat, hervorragend.


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Wirtschaftsleben

Ausgabe 1 | 2012

»Wir sorgen für die kommenden Generationen« Die Sparkasse Nürnberg setzt bereits seit Jahren auf Nachhaltigkeit – Das ökologische Handeln steht im Mittelpunkt – Kooperation bei Elektroautos ■ Die Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das

Matthias Benk, Vorstandsmitglied der Sparkasse Nürnberg (links), und Thomas Fösel, Geschäftsführer der impleaPlus, stellen die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Sparkassengebäudes am Königstorgraben vor. Foto: Sparkasse Nürnberg

momentan viele gern verwenden. Für die Sparkasse Nürnberg ist dieser Begriff seit Jahren schon eine Maxime ihres Denkens und Handelns – nicht nur ökonomisch betrachtet, sondern auch ökologisch. Ein Beispiel dafür ist die Generalsanierung des Hauptverwaltungsgebäudes in der Nürnberger Marienstraße. Es ist aktuell das größte energetische Projekt des Geldinstituts. Mit dem Ziel, die Energiekosten für dieses Gebäude radikal zu senken. Die Nachhaltigkeit spielt darüber hinaus schon länger eine zentrale Rolle bei der Sparkasse Nürnberg. Egal, ob es dabei um energiesparende Beleuchtungssysteme geht, um umweltschonende Nutzung von IT-Geräten oder insbesondere um die Beratung von Kunden etwa für energetisch sinnvolles Sanieren, Bauen und Investieren. Selbstverständlich bezieht das Unternehmen dabei seine Mitarbeiter mit ein. Wie beim Ideenwettbewerb „Durch und durch nachhaltig“. Über 600 Einsendungen dafür belegen, wie wichtig dieses Thema für die Mitarbeiter ist. Doch das ist nicht alles: Als Mitglied im Umweltpakt Bayern bezieht die Sparkasse Nürnberg die Menschen der Region in ihre Aktivitäten mit ein. Auftakt dafür ist die Aktion „Mehr Bäume für Nürnberg und das Nürnberger Land“ im Herbst gewesen. Allein im Stadtgebiet Nürnberg werden in den kommenden drei Jahren 190 neue Bäume gepflanzt. Eine Aktion, die nicht nur die Stadt grüner macht, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Gleiches gilt für die umweltschonende Versorgung mit Energie. Sämtliche Dachflächen werden hinsichtlich der Errichtung von Solaranlagen geprüft. Auf der Geschäftsstelle in Lauf wurde bereits die erste Anlage von den dortigen

Stadtwerken in Betrieb genommen. Gemeinsam mit der impleaPlus, einer Tochter der N-ERGIE, sind weitere Solardach-Projekte in Planung, so zum Beispiel auf dem Gebäude am Königstorgraben. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen geht sogar einen Schritt weiter: So zählen seit 2011 auch umweltschonende Elektroautos, gemietet von der impleaPlus, zum Fuhrpark der Sparkasse Nürnberg. „Denn auch dabei gehen wir mit gutem Beispiel voran“, sagt Vorstandsmitglied Matthias Benk. Eine Kooperation, die für Thomas Fösel richtungweisend ist: „Sowohl die neuen Elektroautos als auch die Photovoltaikanlage sind wichtige Element der umweltfreundlichen Energieerzeugung“, betont der Geschäftsführer der impleaPlus. „Das wird bestimmt nicht das letzte Projekt sein, das wir gemeinsam auf den Weg bringen.“ Text: Norbert Gstattenbauer 

Testfahrer gesucht! Sparkasse Nürnberg sucht Familien, die das „Stromos“-Elektromobil ausprobieren ■ Für einen Tag ein Elektromobil fahren? Kein Problem, denn die Sparkasse Nürnberg sucht dafür ab sofort Testfahrer-Familien. Genauer gesagt für ihre zwei neuen Elektroautos. Ihr Name: „stromos“ – E-Fahrzeuge auf der Basis des Kleinwagens Suzuki Splash. Die Elektromobile bieten Platz für eine vierköpfige Familie. Sie ergänzen seit 2011 den Fuhrpark des Geldinstituts. Wie sich die Elektromobile im Alltag verhalten, das können zwei Familien jetzt testen. Die Sparkasse Nürnberg verlost den „stromos“ für jeweils einen Tag an zwei Bewerber. Einfach E-Mail schreiben an: Text: -ng. testfahrer@sparkasse-nuernberg.de


Wirtschaftsleben

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Ökostrom tanken mit einer Karte Energieversorger der Region schließen sich zum Ladeverbund Franken+ zusammen – Besitzer von Elektrofahrzeugen sind dadurch noch mobiler ■ Mit einem Elektromobil durch die Region zu fahren – das wird jetzt noch einfacher: Die Energieversorger N-ERGIE, infra Fürth, die Stadtwerke Ansbach sowie die Stadtwerke Schwabach haben sich zum Ladeverbund Franken+ zusammengeschlossen. Eine Kooperation, die vorbildlich ist. Warum? Weil die Besitzer von Elektrofahrzeugen ab sofort mit nur einer Karte an den 16 bestehenden Tanksäulen in Ansbach und Fürth, Nürnberg und Schwabach Ökostrom für ihr Fahrzeug bekommen. Ermöglicht wird das durch eine Software-Umstellung

an den Ladesäulen. Mit ihr und der darauf abgestimmten Karte ist es gelungen, dass alle Kunden der vier Energieversorger Zugang zum Strom haben, der ihre Autos, Roller, Fahrräder oder Segways antreibt. Acht und damit die Hälfte der Ladesäulen des Verbunds stehen im Nürnberger Stadtgebiet. Betrieben werden sie von der N-ERGIE. Der Strom dafür stammt aus Wasserkraft. Denn: „Nur mit Ökostrom ist Elektromobilität wirklich nachhaltig und emissionsfrei“, erläutert Josef Hasler. Der Vorstandsvorsitzende der N-ERGIE freut sich über die Zusammenarbeit mit den benachbarten Energieversorgern und Stadtwerken: „Mit dem Ladeverbund Franken+ ermöglichen wir unseren Kunden, ihr Elektrofahrzeug sowohl in Nürnberg als auch in der Region zu laden. Ausflügen in die Region oder dem Pendeln mit dem Elektrofahrzeug steht damit nichts mehr im Weg.“ Bereits seit 2008 ist die Elektromobilität für die NERGIE ein zentrales Thema. Nach und nach begann

der Energieversorger innovative Fahrzeuge mit Elektroantrieb im eigenen Fuhrpark zu integrieren sowie eine bedarfsorientierte Pilotlade-Infrastruktur dafür auszubauen. So befinden sich die Ladesäulen der N-ERGIE für jedermann zugänglich auf öffentlichem Grund. Die Parkplätze davor sind durch die Stadt Nürnberg ausschließlich für Elektrofahrzeuge reserviert. Verantwortlich für die Umsetzung des Ladeverbunds Franken+ ist die EnergieAgentur Mittelfranken. Text: Norbert Gstattenbauer, Foto: N-ERGIE 

„mia“ ist nett, aber nicht niedlich Neues Elektronauto ergänzt die Fahrzeugflotte der N-ERGIE

■ E-Mobilität für Jedermann: emissionsfrei, praktisch und bezahlbar. Das ist die Zielsetzung bei der Entwicklung des neuen Elektroautos „mia“ gewesen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein

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zukunftsweisendes Stadtauto, abgasfrei und leise sowie mit einem großen, leicht zugänglichen Innenraum ausgestattet. Ab sofort ist die „mia“ auch in Nürnberg zu sehen: Die N-ERGIE hat ihre Fahrzeugflotte um mehrere Elektroautos dieses Typs ergänzt. Nett sieht sie aus mit ihren großen Kulleraugen. Niedlich ist „mia“ deswegen aber nicht. Dafür sorgt allein schon die komplexe Technik, die in ihr steckt. Angetrieben wird sie mit einem LithiumEisenphosphat-Akkumulator. Ein Speicher-System, das besonders gut geschützt ist gegen die Gefahr

einer möglichen Überhitzung. Die „mia“ verfügt über eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern. In knapp drei Stunden lässt sich der Akku an einer normalen Haushaltssteckdose wieder vollständig aufladen. Zum innovativen Konzept des Citymobils zählen zudem der zentrale Fahrersitz sowie Schiebetüren auf beiden Seiten mit Aussparungen im Fahrzeugboden. Folge: Der Fahrer kann problemlos sowohl nach links als auch nach rechts aussteigen ohne gleich auf der Fahrbahn zu stehen. Das ist flexibel Text: -ng., Foto: N-ERGIE und sicher für den Fahrer. 

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der 10. Mai 2012 Kontakt über: peter@roggenthin.de www.tiergarten.nuernberg.de


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Tipps & Infos

Gesund und munter zur Persönlichkeit Das Projekt »Klasse 2000« fördert beispielhaft Grundschüler ■ In der Reihe »Das finden wir famos« stellen wir besondere Einrichtungen, Projekte oder Initiativen vor.

eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln, die ihr Leben aktiv gestalten, sind sie weniger anfällig für Gefahren wie Sucht und Gewalt. Mehr als 800.000 Kinder wurden bisher schon erreicht; im vergangenen Jahr beteiligten sich 16.600 Klassen in allen Bundesländern. Eine wissenschaftliche Begleitung hat unterdessen auch die Wirksamkeit belegen können. Sechstklässler, die an dem Programm teilgenommen hatten, ha-

»Klaro« – das klingt offenherzig und freundlich. Egal ob Peter seinen Freund nach den Hausaufgaben fragt oder die Mutter ihre Kinder um eine Besorgung bittet: Die knappe Antwort ist gang und gäbe. Nicht ganz so selbstverständlich ist indes, dass Kinder frühzeitig ein Gespür entwickeln und begreifen, was »Gesundheit« bedeutet und was alles dazugehört. »Klaro, wissen wir das«, versichern Jungs und Mädchen treuherzig. Und doch hat es sich bewährt, das »Klaro« lebendige Gestalt angenommen hat: Im Rahmen des Projekts »Klasse 2000« kommt die Sympathiefigur für mehrere Stunden pro Schuljahr in den Unterricht der teilnehmenden Klassen. Und hat einiges im Gepäck: Zur Gesundheit, so erfahren die Kinder, gehört eben doch mehr als genug Obst und Gemüse zu essen und statt zu viel Süßes und immer eifrig Zähne zu putzen. Ausreichend Be- Gesundes Essen, Entspannung und viel Bewegung sind Eckpfeiler von „Klasse wegung, aber auch Entspannung sind 2000“ – inklusive Luftballons. ebenfalls angesagt – klaro. Aber damit nicht genug: Auch sich selbst zu mögen und Freunde zu ben erkennbar weniger geraucht oder Alkohol getrunken haben, Probleme und Konflikte lösen zu können, ja sogar und wussten besser Bescheid über Gesundheitsfragen als kritisch denken und auch einmal »Nein« sagen zu können, Gleichaltrige ohne »Klasse 2000«-Erfahrung. Das Prosind wichtige Faktoren. Klaro? gramm finanziert sich ausschließlich durch Spender - und »Klasse 2000« ist das bundesweit größte Programm zur das finden natürlich auch wir famos! Gesundheitsförderung an Grundschulen und wird in dieDem »Klasse 2000«-Vorhaben verpflichtet sehen sich sem Jahr bereits 20 Jahre alt. Das Herz der Initiative schlägt zahlreiche Lions-Clubs. Jetzt hat auch der Lions-Club in Nürnberg: Pädagogen und Mediziner am Klinikum Nürnberg-Franken aus dem Erlös seiner AdventskalenderNürnberg haben es entwickelt und laufend aktualisiert. Aktion 6600 Euro zur Verfügung gestellt - ganz speziell für Und hier ist auch der Trägerverein angesiedelt. Der Leitge- 30 Klassen in sozial benachteiligten Nürnberger StadtteiText: Wolfgang Heilig-Achneck, Foto: privat danke: Nur wenn Kinder gesund aufwachsen und sich zu len.

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»Aida – eine unsterbliche Liebe« Studenten führen Musical auf ■ Unter Leitung von Professor Wolfgang Pfeiffer und mit Peter Kirchner als Regisseur inszenieren Studenten der Friedrich-Alexander-Universität das Musical „Aida – eine unsterbliche Liebe“ nach der Musik von Elton John und dem Text von Tim Rice. Premiere ist am 27.April, 19.30 Uhr, in der Aula der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Regensburger Straße 160. Weitere Infos und Termine unter www.uni-musical.de

Der FunPark erwacht »Blindfische« spielen beim Saisonstart ■ Der Playmobil-FunPark startet am Samstag,

31. März, und Sonntag, 1. April, in die neue Saison. Unter dem Motto „Der FunPark erwacht“ heißt es raus aus dem Winterschlaf und kräftig abrocken mit den Gewinnern des Nürnberger Kindermusikfestivals 2011 „Die Blindfische“. Vormerken kann man sich auch das Osterwochenende: Am 8. und 9. April stürmen die Osterhasen den FunPark. Kleine Spürnasen können sich auf die Suche nach dem Glücks-Ei machen. Bei gutem Wetter erwartet alle FunPark-Fans außerdem eine lustige Osterhasenrallye. (Infos unter www. playmobil-funpark.de) „Zirndorf“ war übrigens die richtige Antwort bei der Playmobil-Verlosung in der letzten famos-Ausgabe. Tolle Sets haben gewonnen: Angelika Rackl (Nürnberg), Emil Behninger (Nürnberg), P. Reiter (Kammerstein), Tina Kana (Fürth), Louis Weber (Fürth) und Lara Müller (Gütersloh)

»satt? Kochen – essen – reden« Neue Austellung im DB-Museum ■ Die neue Ausstellung „satt? kochen - essen reden“ ist ab 19. April im Museum für Kommunikation, Lessingstraße 6, zu sehen ist. Gezeigt wird die Entwicklung von der Feuerstelle zum SterneRestaurant, inklusive Abendmahl und Kochshow. Die Schau über das Kochen und Essen im Wandel der Zeit läuft bis 9. September. Weitere Infos unter www.mfk-nuernberg.de.

Blaue Nacht ist »Meisterhaft!«

Jahreskarte als Geschenk

13. Auflage der Kulturveranstaltung läuft am 19. Mai

Wissenswertes zum Kindermuseum

■ Zum 13. Mal findet in Nürnberg am Samstag, 19. Mai, die Blaue Nacht statt – „die lange Nacht der Kunst und Kultur“. Ab 19 Uhr kann man bei einem ausgedehnten Spaziergang über 60 Kunst- und Kulturorte erleben. „Meisterhaft!“ lautet das Thema der 13. Auflage der Blauen Nacht. Man trifft auf alte (Albrecht Dürer) aber auch ganz junge, auf bekannte und (noch) unbekannte Meisterinnen und Meister aller möglichen Fächer.

■ Das Kinder- und Jugendmuseum im Kachelbau, Michael-Ende-Straße 17, ist ein Ort zum Spielen, Experimentieren, Forschen und Ausprobieren. Als spezielles Angebot für Familien gibt es die Jahreskarte, die man auch verschenken kann – sie kostet 75 Euro und gilt in der Regel für Eltern und Kinder. Im Museum befinden sich zwei Dauerausstellungen auf zwei Etagen und eine Sonderausstellungsfläche im Untergeschoss. In der Mitmachausstellung „Alltag der Urgroßeltern“ können Kinder kochen, Wäsche waschen, backen, ein- und verkaufen und vieles mehr. Die Ausstellung „Schatzkammer Erde“ bietet spannende Stationen zum Forschen und Experimentieren nach Herzenslust. Wechselnde Sonderausstellungen sind etwa zur Osterzeit „1, 2, 3… Küken aus dem Ei. Offener Betrieb für Familien: Samstag: 14 bis 17.30 Uhr, Sonntag und Feiertag, 10 bis 17.30 Uhr; Ferienöffnung siehe im Internet: www.kindermuseum-nuernberg.de (Buchung für Gruppen unter 09 11/600 04-0 – bitte 14 Tage vorher!)

Selbstverständlich bietet die Projektion an die Mauern der Kaiserburg wieder phantastische Eindrücke. 2012 ist es der bekannte Nürnberger Cartoonist und Grafiker Gerd Bauer. Spektakuläres findet auf dem Hauptmarkt mit einer 3D-Projektion an die Fassaden des Neuen Rathauses und der Frauenkirche statt. Staatstheater, Museum für Kommunikation, DB Museum und das türkische Theater O schließen sich diesmal zum »Kulturviereck Lessingstraße« zusammen und verwandeln sie in einen Kulturboulevard. Die Beiträge des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs stammen 2012 ausnahmslos von den angehenden „Meisterinnen und Meistern“, den Studierenden der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste, der ältesten Deutschlands, die 2012 ihren 350. Geburtstag feiert. Im Vorverkauf kostet das Einzelticket 10 Euro, das Fünf-Freunde-Ticket 45 Euro (beides plus Vorverkaufsgebühr). An der Abendkasse gibt es nur Einzelkarten für 13 Euro. Weitere Infos unter www.blauenacht.nuernberg. de (ab 19.April erfährt man dort das komplette Programm).


Tipps & Infos

2012 | Ausgabe 1

»Familien schaffen Zukunft«

Tiergarten feiert 100-Jähriges

■ Im Rennen um die besten Köpfe hat diejenige Region die Nase vorn, die Fachkräften nicht nur attraktive Karrierechancen, sondern auch ein familienfreundliches Umfeld bieten kann. In diesem Kontext steht die neu erschienene Broschüre „Familien schaffen Zukunft“. Das Profil als familienfreundlichste Wirtschaftsregion Deutschlands sei ein zentraler Faktor bei der Gestaltung unserer Heimat für Kreative, betont Michael Fraas, Wirtschaftsreferent und Geschäftsführer des Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“ der Metropolregion Nürnberg. Beim Wettbewerb „Mehrwert Familie 2010“ wurden Unternehmen ausgezeichnet, die vorbildlich Familienfreundlichkeit praktizieren. Die Publikation „Familien schaffen Zukunft – Unternehmenskultur als Standortfaktor“ kann unter www.metropolregionnuernberg.de heruntergeladen oder unter Telefon (0911) 231 29 98 bestellt werden.

■ Der Tiergarten feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Einstimmung findet am Sonntag, 25. 3., ein Thementag unter dem Titel „Tiergarten Nürnberg im Wandel der Zeit“ statt. Am 11. 5. 1912 wurde der Tiergarten damals am Dutzendteich eröffnet. Daher gibt es am 12. 5. ein großes Jubiläumsfest. Ein buntes Programm mit attraktiven Aktionen erwartet die Besucher. Tierpfleger berichten bei „Erzählcafés“ über ihre Tiere. Die bewegte TiergartenGeschichte wird mit der Ausstellung „100 Jahre Tiergarten“ zuerst im Naturkundehaus im April/Mai gewürdigt. Ab 24. 5. ist sie in der Ehrenhalle des Alten Rathauses zu sehen. Am 4. Mai findet ein Festakt mit geladenen Gästen im Historischen Rathaussaal statt. Vormerken kann man sich schon jetzt die Jubiläumswoche vom 11. bis 17. 5., die unter dem Motto „Tiergarten auf Tour“ in Nürnberg steht. Vom Luitpoldhain bis zum Tiergärtnertor gibt es an den sieben Tagen sieben Stationen. Anlässlich seines Jubiläums

Neuer Leitfaden für die Unternehmenskultur

Interessante Veranstaltungen von März bis Mai

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nimmt der Tiergarten am 19. 5. auch an der Blauen Nacht teil und präsentiert sich im Nürnberger Schmuckhof.

Mobil mit Kinderwagen

Familien sind bei der VAG gut aufgehoben ■ Bei der VAG fahren Sie überall auch mit dem Kinderwagen gut. Und für die kleinen Fahrgäste bis zum sechsten Lebensjahr ist das sogar kostenlos. An den U-Bahnhöfen Lorenzkirche, Plärrer und Röthenbach stehen zudem Wickelräume zur Verfügung. Durch die modernen NiederflurBusse wird das Ein- und Aussteigen mit einem Kinderwagen erheblich erleichtert. Dazu werden die Fahrzeuge seitlich abgesenkt. Abstellflächen für die Kinderwagen befinden sich im hinteren Teil der Busse. Dort befindet sich auch eine Signaltaste mit dem Kinderwagensymbol. Wird diese gedrückt weiß der Fahrer, dass jemand mit seinem Kinderwagen aussteigen möchte. Die Türen schließen dann nicht mehr automatisch: Das Aussteigen kann also in Ruhe erfolgen. Vergleichbares gilt für die Straßenbahnen.

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»Daniel« im Kachelbau Theater Mummpitz stellt im Mai eine neue Produktion vor

■ „Alles neu macht der Mai“, sagt das Sprichwort. Daran hält sich auch das Theater Mummpitz – mit seiner neuesten Produktion „Daniel“. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Inszeniert wird das Stück von Alex Byrne, dem Regisseur von „Johanna Holzschwert“. Premiere ist am 4. Mai um 19.30 Uhr im Theater Mummpitz im Kachelbau, Michael-Ende-Straße 17, danach steht es bis Mitte Mai auf dem Spielplan. Weitere Informationen: THEATER MUMMPITZ, Telefon (0911) 60 005 21, www.theater-mummpitz.de .

»Goldenes Lenkrad« für Peugeot Das neue Fahrzeug 3008 HYbrid4 wurde ausgezeichnet ■ Die Umwelt auch beim Autofahren so gut es geht zu schonen, das wünschen sich immer mehr Familien. Möglich ist das zum Beispiel mit dem neuen Peugeot 3008 HYbrid4. Das Auto erhielt 2011 das „Goldene Lenkrad“ – dies ist die höchste Auszeichnung in der Kategorie „Umwelt“ für das weltweit erste Serienfahrzeug mit DieselHybrid-Technologie. Der Preis belegt, dass dieses Fahrzeug die beste automobile Öko-Innovation des vergangenen Jahres ist. Zur Jury zählen Fachleute aus Automobil- und Umweltverbänden, Automobilklubs und der Politik. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Der Peugeot 3008 HYbrid4 spart dank seiner ausgefeilten Antriebstechnik bis zu 35 Prozent Kraftstoff und Emissionen im Vergleich zu ähnlichen Dieselfahrzeugen. Dabei

wirkt ein 120 kW (163 PS) starker Dieselmotor mit dem serienmäßigem FAPSystem an der Vorderachse, an den Hinterrädern ein 27 kW (37 PS) starker Elektromotor. Damit kann das innovative Konzept alle vier Räder antreiben. Der Verbrauch des 3008 HYbrid4 liegt im EU-Testzyklus bei 3,8 Litern Diesel auf 100 km. Der CO²-Ausstoß liegt bei nur 99 g/km, im reinen Elektrobetrieb fallen keine Emissionen an. Weitere Informationen bei Peugeot Fröhlich Center Nürnberg, GustavAdolf-Straße 135, Telefon (0911) 94 40 80, und Ostendstraße 154, Telefon (0911) 95 40 80, sowie über www.autohaus-froehlich.de.

Nürnberg ist UNICEF-Kinderstadt Wir sammeln Spenden für UNICEF-Projekte in Ostafrika, Kolumbien und im Sudan. Spendenkonto: Sparkasse Nürnberg Konto 11296746 BLZ 76050101

Wenn Sie ein solides Dach über dem Kopf für sich und Ihre Familie suchen, haben wir vielleicht das Passende für Sie. Fragen Sie uns – zum Ortstarif:

Stadt Nürnberg, Menschenrechtsbüro www.unicef.de/kinderstadtnuernberg

Servicehotline Vermietung:

Beratungshotline Verkauf:

Die WBG Nürnberg Gruppe ist die führende Unternehmensgruppe der Immobilienwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg.

Kinderstadt Gemeinsam für Kinder 2011-2012

www.wbg.nuernberg.de

Wir gestalten LebensRäume WBG Nürnberg Gruppe

»Geschenkt!« – gern geschehen! ■ Sieben Geschenke von famos-Mitarbeitern gab es in der Dezember-Ausgabe zu gewinnen. Durch Losentscheid haben gewonnen. Karin Maul (die Sachertorte), Familie Dischinger-Mögel (Eishockey-Partie), Klaus Pawlick (Familien-Foto), Günter Steltner (Heiße Schokolade), Ingeborg Kiechle (Tandem-Tour), Anita Lecek (Wichtelgeschenk) - zu haben ist noch die Lesung im Kindergarten!

Herzlichen Glückwunsch!

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Tipps & Infos

BÜNDNISTICKER Von der Pegnitz in die Fränkische Schweiz

■ In den Osterferien als Familie gemeinsam auf eine kleine Entdeckungsreise gehen – die DB Region Franken macht´s möglich. Genauer gesagt am 14. April von 10.15 bis 17.30 Uhr. Dabei erleben die Teilnehmer die faszinierende Welt des Naturparks Fränkische Schweiz – mit sprudelnden Quellen, malerischen Trockentälern, seltenen Pflanzen und versteckten Höhlen. Die abwechslungsreiche Wanderung startet in Neuhaus und führt nach Krottensee, Wanderführerin Daniela Reisch begleitet die Tour. Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung, Rucksack, Verpflegung und Taschenlampe sollten dabei sein. Einkehr im Grottenhof sowie Besichtigung der Maximiliansgrotte sind möglich. Die Strecke beträgt 13 Kilometer und ist nicht kinderwagentauglich. Mitwandernde Kinder sollten mindestens sechs Jahre alt sein. Kosten: Für alle, die umweltfreundlich mit der Bahn anreisen, ist die Wanderung gratis, sonst kostet sie pauschal 15 Euro für die ganze Familie. Anmeldung ist erforderlich – per Telefon unter (0170) 58 56 939. (Weitere Informationen: www.bahn.de und www.dienaturfuehrerin.de)

■ ■ ■ „Entgrenzte Arbeit – Entgrenzte Familien“ ■ ■ ■

TERMINE Immer wieder neu: BZ-Kurse über Albrecht Dürer

Herausforderungen für Politik, Arbeitswelt und Familienbildung, unter diesem Motto stand der jährliche Kongress des Bündnisses für Familie, das 11.Offene Forum. Fast 200 Fachleute aus Wirtschaft, Pädagogik und Kommunalpolitik beschäftigten sich mit den Anforderungen an räumliche und zeitliche Mobilität, die Familien heute viel abverlangt. Die spannenden Vorträge stehen zum Download unter http:// bff2-nbg.de/Materialien.996.0.html bereit.

■ ■ ■ „Weiterentwicklung der Kinder- und Familienstadt Nürnberg“ ■ ■ ■ Auch die Stadtverwaltung setzt sich mit dem Thema „Weiterentwicklung der Kinder- und Familienstadt Nürnberg“ auseinander: Auf einem Workshop für rund 50 Vertreter städtischer Dienststellen betonte Oberbürgermeister Ulrich Maly, was Familienfreundlichkeit für die Zukunftsfähigkeit der Stadt bedeutet. In kreativen Diskussionsrunden benannten die Teilnehmer Problemfelder, die es zu beackern gilt (z.B. die Aufwertung so manchen Wartebereichs in städtischen Ämtern), aber auch gute Konzepte, die durch die Kooperation im Bündnis für Familie schon entstanden sind, wie die Umgestaltung des Südstadtbads zu einer familienfreundlichen Einrichtung.

■ ■ ■ „Alt und Jung gemeinsam!“ ■ ■ ■ Das Miteinander der Generationen zu verbessern, das war schon immer ein Anliegen im Bündnis für Familie. „Alt und Jung gemeinsam!“ - unter diesem Motto steht ein Videoclip, den das Bündnis - gefördert durch die Sparda Bank - in diesem Frühjahr produzieren lässt. Im Herbst wird er auch in vielen Nürnberger Kinos zu sehen sein.

Damit der Urlaub zum Erlebnis wird ReNatour bietet tolle Reisen für Familien an

Der Weg ist das Ziel „Der Weg ist das Ziel“, sagte einst Konfuzius. Denn der Philosoph hatte erkannt: Was von einer Wanderung in Erinnerung bleibt, sind oft die kleinen Entdeckungen am Wegesrand. Deswegen lädt ReNatour interessierte Familien zu einer außergewöhnlichen Reise ein: Mit Bahn, Bus und Schiff geht es dabei nach Korfu und wieder zurück – interessante Zwischenhalte in Venedig und Bozen inklusive. So können die Teilnehmer das Unterwegssein ganz bewusst genießen und dabei auch die An- und Abreise als Teil ihres Urlaubs erleben. Die geplanten Termine dafür sind sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. Weitere Informationen unter www. renatour.de

Familien-Tour nach Costa Rica »Teens on Tour: Costa Rica« lautet das Motto einer spannenden Reise für Familien mit Kindern im Teenager-Alter in den Pfingstferien nach Costa Rica. Vom 26.5 bis 8.6. lernt man Land und Leute kennen, inklusive dem Geheimnis, warum hier das glücklichste Volk der Erde leben soll. Unter Leitung von Claudia Martin und Gerd Grashaußer gibt es ein spannendes Touren-Programm. Infos unter www.renatour. de/reise/142-teens-on-tour:-costa-rica/departures/ Fotos: Katharina Wieland, ReNatour 

URLAUB IN DER SONNE

Besondere Wander-Angebot für Familien der DB Regio Franken am 14.April

Ausgabe 1 | 2012

■ Der große Künstler Albrecht Dürer überrascht bis heute – sogar zu Themen wie Mode, Fotografie und Film. In Workshops, Vorträgen, Kursen und Führungen stellt das Bildungszentrum (BZ) der Stadt Nürnberg die Künstlerpersönlichkeit vor. Von der Fotoreise durch Italien bis zur Planung seines eigenen Nachrufs: Dürer bietet immer wieder neue Einblicke – und das für Groß und Klein. Drucken (fast) wie zu Dürers Zeiten: 24. März, 9.30 Uhr, Erwachsene und Kinder (ab neun Jahren) arbeiten wie einst der große Meister. Dürer und die Nachwelt: 18. April, 19.30 Uhr, Thomas Schauerte, Leiter des Dürer-Hauses und der Graphischen Sammlung Nürnberg, stellt Originale des Meisters vor. Akt wie Albrecht – ein Wochenend-Workshop: Termine: 12. Mai, 12.30 bis 17 Uhr, und 13. Mai, 10 bis 15.30 Uhr; in diesem Kurs erläutert der Künstler Thomas May die Proportionslehre von Albrecht Dürer anschaulich und zeigt ihre praktische Anwendung. Ort: Bildungszentrum Seminargebäude (Gewerbemuseumsplatz 2).

Kreativ sein – im Vischers Kulturladen ■ Auch im Frühjahr 2012 hat Vischers Kulturladen in Nürnberg wieder ein buntes Programm zu bieten. Hier ist eine kleine Auswahl:

Osterferien ■ Origami - Faltkunst aus Japan (für Kinder ab sechs Jahren): 10. April: 10 bis 13 Uhr. ■ Chinesische Kalligrafie (für Kinder ab neun Jahren): 11. April: 10 bis 12 Uhr. ■ Schlangenringe aus Silber für junge „Hexen“ (für Mädchen ab 12 Jahren): 12. April: 10 bis 13 Uhr. ■ Mineralien schleifen (für Kinder ab acht Jahren): 13. April: 10 bis 12 Uhr.

Pfingstferien ■ Chinesische Tierkreiszeichen (für Kinder ab acht Jahren): 29. Mai: 13 bis 16 Uhr. ■ Jongliermeister werden (für Kinder ab acht Jahren ): 29. und 30. Mai: 10 bis 13 Uhr. ■ Comics zeichnen (für Kinder ab acht Jahren) : 31. Mai und 1. Juni: 10 bis 13 Uhr. Weitere Informationen: Vischers Kulturladen, Telefon (0911) 231-4797, www.kuf-kultur.de/vischers


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2012 | Ausgabe 1

Den Frühling im Glas

Baut euch ein Insektenhaus!

Antialkoholische Kräuterbowle erfrischt Groß und Klein

Bastelanleitung gibt wichtige Tipps

■ Nach den ersten Spaziergängen in der Frühlingssonne bekommt man Lust, sich nicht nur ein paar Farbtupfer ins Haus zu holen, sondern auch die Natur zu schmecken. Ein ganz besonderes Rezept ist die Kräuterbowle, die für Groß und Klein gleichermaßen geeignet ist, da sie keinen Alkohol enthält. Dafür braucht man:  0,5 l Apfelsaft  0,5 l Wasser  eine Hand voll Gänseblümchenköpfe (nur von ungedüngten Wiesen)  je 4-5 kleine Stängel Gundermann, Löwenzahn- und Gierschblätter  4-5 Spitzen Zitronenmelisse  1 kleiner Stängel einer Taubnessel  je 1 kräftige Prise Galgant und Muskatnuss. So geht es: Die Blüten und Blätter kurz abbrausen, trocknen, mit den Gewürzen in ein Glasgefäß geben, mit Apfelsaft auffüllen und abdecken. Diese Mischung kühl stellen und 24 Stunden durchziehen lassen. Danach alles durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen und mit dem Mineralwasser mischen. Abgegossen sieht die Bowle wie normaler Apfelsaft aus. Der Geschmack aber ist – köstlich. Und zur Dekoration kann man noch ein paar Gänseblümchenköpfe hineingeben. Text: Martina Hildebrand, Foto: pixelio.de 

■ Endlich summt, brummt und krabbelt es draußen wieder. Habt ihr euch nicht schon öfter gewünscht, die kleinen Krabbler mal länger zu beobachten? Mit einem Insektenhaus könnt ihr das tun. Denn darin finden viele nützliche Insekten Unterschlupf, etwa Wildbienen, Schlupfwespen, Raubwanzen, Marienkäfer oder Florfliegen. Diese Insekten bekämpfen bei der Nahrungssuche dann die Schadinsekten in unseren Gärten. Lust bekommen, eines zu bauen? Das ist kinderleicht! Einfache Variante eines Unterschlupfes: Als Baumaterial lässt sich fast alles verwenden, was die Natur bietet und Hohlräume hat. Für ein einfaches „Hotel“ bindet man zum Beispiel ein Bündel von ca. 20 cm langen Schilf oder anderen hohlen Stäbchen zusammen, verschließt eine Seite fest mit Lehm und hängt es mit der offenen Seite nach vorn an einem sonnigen und geschützten Ort auf. Was auch funktioniert: Rote Ziegelsteine müssen auf der Rückseite mit Lehm abgedichtet werden und die Hohlräume können mit Strohhalmen gefüllt werden. In Tonblumentöpfe ziehen gerne Tausendfüßler ein, wenn man sie mit Holzwolle, Reisig oder Stroh füllt und kopfüber in Sträuchern oder Obstbäumen aufhängt. Damit die Füllung nicht herausfällt, wird sie mit feinem Maschendraht fixiert. Wer es etwas kunstvoller und aufwändiger gestalten möchte, baut eine Art kleines Regal und schafft darin viele Fächer, die ebenfalls unterschiedlich „gefüllt“ werden. Manche mit Reisig, andere mit Steinen oder mit Rindenstückchen. Das sieht zugleich sehr dekorativ aus. 



Text: Martina Hildebrand, Foto: pixelio.de

Gesundheit in besten Händen

Die Nachtbus-Linien fürs Wochenende und vor Feiertagen

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Das Portrait

Ausgabe 1 | 2012

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in politischer Mensch war Thomas Röbke immer – und er hat dabei stets an die Kraft von unten geglaubt. An die Macht der Bürger, die damit auch die Gesellschaft ein Stück verändern und den Finger in die Wunde des Systems legen können. Politiker ist Röbke trotz seines Studiums der Politik, Soziologie und Geschichte und trotz seiner Überzeugung nicht geworden: Er ist auf dem Boden geblieben, an der Basis. Eben dort, wo Veränderungen wirklich stattfinden können. Bei den Menschen, die sich für andere einsetzen – ehrenamtlich. „Das Ehrenamt weist auch immer auf Lücken im Sozialsystem hin“, sagt der 55-jährige Vater eines 15-jährigen Sohnes. Insofern sei bürgerschaftliches Engagement immer auch eine politische Aufgabe. Als Gründer des „Zentrums aktiver Bürger“ (ZAB) in Nürnberg schuf er 1997 eine ganz andere Form des

Ehrenamts. In Zeiten von Entlassungswellen in der Region, der Umorientierung der Schwerindustrie sollten die Betroffenen eine Aufgabe und eine Perspektive haben. „Dabei ging es nicht darum, dass sie nur ihre Aktivität einbringen, sondern auch eigene Ideen.“ Das ZAB, das ein Projekt des Instituts für Soziale und Kulturelle Arbeit (ISKA) ist, sei nur eine Art Plattform gewesen oder wie er es anders formuliert: „Ehrenamtliche malen die Bilder, Hauptamtliche stellen den Rahmen.“ Es war etwas völlig Neues in der Ehrenamtsarbeit. Es ging nicht um Posten, die besetzt werden mussten, sondern um Personen, die das einbrachten, was sie wollten und konnten. Da ist zum Beispiel die Handwerker-Truppe, die allein lebenden Senioren mit kleiner Rente die Küche einbaut oder in Altenheimen Hochbeete anlegt. Die Geschichtsgruppe untersucht Stadtteile und ihre Hi-

storie, ZAB-Mitarbeiter legten den Garten für die ISKA-Kindertagesstätte „Momo“ an und verschönerten mittlerweile bereits in über 40 Nürnberger Kindergärten die Welt der Kleinen. Sie helfen ehrenamtlich bei den Hausaufgaben in der Schule oder basteln in Kitas. Und auch die so genannten Familienpatenschaften wurden im ZAB als präventives und vor allem niedrigschwelliges Angebot für Familien in heiklen Situationen geboren. Wissenschaftlich fundiert war die Idee eines anderen bürgerschaftlichen Engagements freilich trotz aller praktischen Orientierung von Anfang an. Denn bei ISKA hatte Thomas Röbke Untersuchungen etwa zu interkultureller Arbeit oder zu einem sinnvollen und erfüllten Ruhestand erstellt. „Aus der Praxis kommen immer neue Themen der Aktiven“, sagt Röbke. Das ZAB ist ein Erfolgsmodell, von dem alle profitieren. Inzwischen hat sich Tho-

mas Röbke aus der ZAB-Leitung verabschiedet und ist heute Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (LBE) der ISKA – eine Infoplattform für Träger, Verwaltung, aber auch eine Fortbildungsstätte. Denn die Arbeit wird nicht weniger – im Gegenteil. „Es gibt viele, die sich engagieren wollen“, berichtet er. Doch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung werde dies alleine eben nicht genügen. Werden die Rentner von morgen so fit sein wie heute, um sich einbringen zu können? Und wird es sich eine Gesellschaft auf Dauer leisten können, auf Zivis zu verzichten, ohne ein verpflichtendes soziales Jahr einzuführen? Denn so engagiert die Ehrenamtlichen auch sein mögen – einen Sozialdienst können sie nicht durchgängig besetzen. „Das Ehrenamt hat auch seine Grenzen“, resümiert Thomas Röbke. An Freiwilligen allein darf die soziale Verantwortung eben doch nicht hängen. 

Text: Irini Paul, Foto: Peter Roggenthin


Finale

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IMPRESSUM

Frau Wellhöfer, welche drei Personen würden Sie adoptieren?

famos – das Nürnberger Familienmagazin Jahrgang 5 • Heft 18 • März 2012

■ BRIGITTE WELLHÖFER, 58, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Neben Zwillingsschwester Barbara, die in Spanien lebt, hat sie zwei ältere Brüder (Charly und Reinhardt) und eine „große“ Schwester. Geboren wurde die Grünen-Politikerin in München, aufgewachsen ist die Tochter von Eltern, die aus Schlesien stammen, in Coburg. Seit 1972 lebt die gelernte Krankenschwester in Nürnberg. Seit März 1990 ist sie Mitglied der Grünen, denen sie vorher aber schon als Parteilose nahe stand. Außer dem Engagement als Elternbeirätin an der Bismarckschule und am LabenwolfGymnasium profilierte sie sich vor allem als GEB-Vorsitzende für die Kindertagesstätten in Nürnberg. Seit 1996 gehört sie dem Stadtrat an, seit 1998 ist sie dort Fraktionsvorsitzende der Grünen. Brigitte Wellhöfer gilt als vielfältig interessierte Kommunalpolitikerin mit Herz, Hirn und dem Mumm, den großen Parteien auch mal Text: Jo Seuß, Foto: Die Grünen unbequeme Wahrheiten zu sagen.

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■ Urmel aus dem Eis, weil es ein sehr freches und kreatives Wesen ist. Die Figur stammt von der Augsburger Puppenkiste, an die ich viele gute Erinnerungen habe.

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Redaktion: Jo Seuß, Martina Hildebrand, Norbert Gstattenbauer, Walter Schatz (verantwortlich), Peter Roggenthin (Bild)

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■ Joan Baez, Folksängerin, weil sie eine faszinierende Frau und Sängerin ist – ihre Lieder haben mein persönliches und politisches Leben mit beeinflusst.

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Redaktion: „famos“ Spitalgasse 22, 90403 Nürnberg post@famos-nuernberg.de www.famos-nuernberg.de

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Vorstand: Hermann Imhof (1. Vorsitzender), Jo Seuß (Stellvertreter), Dr. Christian Boss, Nicole Hummel, Elisabeth Ries, Walter Schatz, Dr. Karl-Heinz Schrenker (Schatzmeister),

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Herausgeber: Verein für Familien in Nürnberg e.V. Geschäftstelle: Spitalgasse 22, 90403 Nürnberg Telefon: 09 11/2 31-73 59

Texte und Mitarbeit für diese Ausgabe: Karin Behrens, Andreas von Delius, Alexandra Haderlein, Ruth Hager, Irini Paul, Manuela Prill, Doris Reinecke, Silke Roennefahrt, Roy Schmidt, Rurik Schnackig, Maria SchreiberBuch, Oliver Tissot, Ingrid Wild-Kreuch

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Fotos und Illustrationen: Anestis Aslanidis , Klaus Gruber, Christof Heinze, Cornelia Krug, Peter Roggenthin, Teresa Wiechova, Hans-Joachim Winckler, NN-Archiv, www.pixelio.de, privat

■ Struppi, der Hund meiner Schwester, weil der ein ganz besonderer Vierbeiner ist – ein Straßenhund, der aus der Mülltonne gerettet wurde und bestimmt keinen Schönheitspreis gewinnt, aber man muss ihn einfach gern haben!

Titelbild: Teresa Wiechova

Famos(e) FREUNDE

Grafik & Layout: Michael Frœhlich designedition@online.de

Eine Villa für junge Mütter

Druck: Verlag Nürnberger Presse, Druckhaus Nürnberg GmbH & Co., Marienstraße 9–11, 90402 Nürnberg

■ In der Reihe „famos(e) Freunde“ stellen wir regelmäßig Einrichtungen oder Organisationen vor, die ebenfalls »Famos« heißen. Diesmal ist es eine Einrichtung für junge Mütter in Remscheid. Die schmucke Villa ist ein Blickfang: Walmdach, hübsche Fensterläden und ein gepflegter Garten zeichnen das 1930 errichtete Haus aus, in dem der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) in Remscheid seit 1997 eine besondere Einrichtung namens Famos führt. Die fünf Buchstaben stehen für „Frauen - allein erziehende Mütter – organisieren sich“. Die Diplompädagogin Anne Neuhann ist seit Anfang dabei, ihre 41-jährige Kollegin Regina Herzig stieß vor fünf Jahren zum sechsköpfigen Team, in dem sie die zweite Hauptamtliche ist. Der Auslöser für das Famos-Projekt war folgende Frage: Wohin können junge Alleinerziehende aus dem Frauenhaus des SkF gehen, wenn es noch erzieherischen Bedarf gibt? Die denkmalgeschützte Villa entpuppte sich als ideales Domizil für Mütter mit ein bis zwei Kindern. Die Frauen, die 18 Jahre alt sein müssen, stammen aus Problemfamilien – Hartz IV, Erziehungsdefizite, Schulabbruch, Gewalt- oder Drogenerfahrungen sind die Regel. Gemeinsam haben alle Bewohne-

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Auflage: ca. 100 000 Fachliche Beratung: Stadt Nürnberg, Referat für Jugend, Familie und Soziales Koordination: Karin Behrens, Stadt Nürnberg

Das Team des Appartementhaus Famos mit (vorne von links) Regina Herzig, Ingrid Keil, Anne Neuhann sowie (hinten von links) Stefanie Dorn, Ulrike Benger und Michaela Haas.

rinnen aber „den Willen, ihr Leben in die Hand zu nehmen“, sagt Regina Herzig. Damit dies gelingt, gibt es vom SkF-Team viel Hilfestellung, ob bei Behördengängen, Arztbesuchen oder Frühfördermaßnahmen für die Kinder. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Klärung der Lebenssituation und eine Zukunftsplanung. Eineinhalb bis zwei Jahre sind die Frauen in der Famos-Villa, wo individuelles Wohnen in einer Hausgemeinschaft angesagt ist. Vormittags gibt es Spielgruppen für die Kinder, die größeren besuchen den benachbarten Kindergarten. Die Frauen sollen gezielt fit gemacht werden für ein eigenständiges Leben. „Irgendwann müssen sie auch mal den Absprung

schaffen“, betont Herzig. Wenn Regeln verletzt werden und das Kindeswohl gefährdet ist, kann der Abbruch der Maßnahme die Folge sein. Mit verschiedenen Partnern kooperiert der SkF, zu denen Jugendämter (bis nach Köln), Familienberatungsstellen und die Gesellschaft für Berufliche Bildung gehören. Das Haus soll „ein guter Ort für allein erziehende Mütter“ sein, heißt es im Prospekt. Die Konfessionszugehörigkeit spielt übrigens keine Rolle. Text: Jo Seuß, Fotos: privat ■ Kontakt: SkF Projekt FAMOS, Wilhelmstraße 34, 42853 Remscheid, Telefon: 02191/420581

Anzeigen-Annahme und Anzeigen-Betreuung: Peter Roggenthin Adamstraße 37, 90489 Nürnberg Telefon und Fax: 09 11/941 31 98 Mail: peter@roggenthin.de Derzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4 Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe ist der 10. Mai 2012 »famos« erscheint wieder am Dienstag, 12. Juni 2012 NN_4c 03.01.2007 15:32 Uhr Seite 1

Die vorliegende Ausgabe von »famos« erscheint mit freundlicher Unterstützung durch: s Sparkasse Nürnberg


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