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10 jahre famos

➜Den Namen „DreamBalloon“ kreierte Stefan Berzl, der etwas Amerikanisches wollte. Sie machten Werbung im FrankenFernsehen, in regionalen Radiosendern, Zeitungen und auf Hochzeitmessen. Doch die ersten vier Jahre seien „knallhart“ gewesen, geben die Berzls zu. Doch eines Tages kamen die Aufträge. Nicht nur Familien fanden den Weg in die Südstadt, Aufträge kamen auch von Geschäftsleuten für Präsentationen oder Neueröffnungen von Geschäftsilialen, was Empfehlungen mit sich brachte. Ein Renner sind derzeit Giant-Balloons, aus denen, über einer Tanzläche drapiert, 60 kleine Ballons herausfallen. Hoch im Kurs steht nach wie vor die Windel-Torte – ein mit Babyartikeln gefüllter, der zur Geburt oder Taufe verschenkt wird. Auch die 90 Zentimeter großen Zahlenballons zu Geburtstagen oder

famos

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Ausgabe 3/2017

Hochzeitsjubiläen und leuchtende LED-Ballons werden gerne gekauft. Überhaupt haben sich die Kundenwünsche in den vergangenen zehn Jahren verändert. „Heute werden Luftballons bei vielen Anlässen eingesetzt und sogar auf dem Friedhof sind sie nicht mehr selten“, weiß Melanie Berzl. Ein Fußballfan aus der Nachbarstadt hatte sich zum Beispiel zu seiner Trauerfeier weiße und grüne Ballons gewünscht. Mit ihrem Mann und drei Mitarbeiterinnen träumt Berzl vom Expandieren und einem zweiten Laden. „Aber das dauert wohl noch ein bisschen“, lacht sie. Doch auch diese Idee wird eine vornehmlich mit Helium gefüllte Idee werden, aber bestimmt keine Luftnummer. Text: Sabine Beck, Foto: Peter Roggenthin

Zehn visionäre Wünsche für 2027 Was sich in Nürnberg in den nächsten zehn Jahren alles famos zum Besseren verändern wird ➜ Mehr bezahlbarer Wohnraum

➜ Fahrrad ist die Nummer 1

➜ Viele neue Bäume

Nürnberg ist offensiv gegen die Bodenspekulanten vorgegangen und mit innovativen Wohnprojekten zur Modellstadt geworden. So können Familien und weniger Betuchte Wohneigentum auf Erbpacht erwerben, was unter dem Strich günstiger als Miete ist. „Wie in Wien“, jubeln die Medien über die neuen Projekte für bezahlbaren Wohnraum. Und das Miteinander der Generationen und Kulturen indet dort ebenfalls vorbildlich statt – auch dank EU-Fördermittel!

Lange hat es gedauert, doch das Kulturhauptstadtjahr 2025 brachte den entscheidenden Kick: Um alte und neue Kulturstätten schnell und umweltfreundlich ans Verkehrsnetz anzubinden, sind im ganzen Stadtgebiete durchgehende und extrabreite Radwege gebaut worden. Auf Kosten des Autoverkehrs, was in einem Bürgerentscheid mit großer Mehrheit 2022 beschlossen wurde. Heute sind alle glücklich – die Menschen fühlen sich „wie in Kopenhagen“, das Fahrrad rangiert für viele an erster Stelle.

Die Stadt des Friedens und der Menschenrechte hat sich zu einer immergrünen Metropole entwickelt. Der große Impuls kam 2018 bei der Kommunalwahl durch die Grünen. Inzwischen sind alle Haushalte als Baumpaten dabei: Über 200.000 neue Bäume wurden bereits geplanzt – Nürnberg wird immer grüner und die Luft immer besser!

➜ Genug Kita-Plätze ➜ Günstiger Nahverkehr Kinder bis zum Alter von zehn Jahren fahren bei der VAG umsonst, danach können Familien einen günstigen Familienpass nutzen. Dadurch steigt der Anteil der ÖPNV-Kunden rasant, die jährlichen Preiserhöhungen sind vorbei. Das entlastet die Innenstadt, weil weniger Menschen mit dem Auto fahren - zumal die U-Bahn-Linie 1 im Fünf-Minuten-Takt unterwegs ist.

Die Stadt hat ihr selbstgestecktes Ziel erreicht: Es gibt genug Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze, folglich müssen Eltern von Erstklässlern nicht mehr zittern, ob sie einen Betreuungsplatz ergattern, weil der Bedarf gedeckt wird. Dank staatlicher Zuschüsse ist die Betreuung für alle Familien kostenfrei, Qualität und Betreuungsschlüssel sind zudem hervorragend.

Famos 3 2017  

famos feiert 10. Geburtstag Familienfreundlichkeit im Pflegeberuf »Engagement für die Zukunft unserer Gesellschaft« „Hallo Luther“ statt Hel...

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