Page 1

vor Ort Ausgabe Nr. 197 | März 2012

Kamerun Glück im Unglück Seite 2 Tenali Von Kindern – für Kinder Seite 8 Dehli Neues Länder­­büro Seite 15


Franky beim Verbandwechsel: Er ist seit fast einem Jahr im Spital von Ayos um seine Buruli-Erkrankung zu behandeln.

Glück im Unglück Schon seit fast einem Jahr ist der elfjährige Franky im Spital. Er hat Buruli, eine heimtückische Krankheit, die vor allem Kinder befällt. Wird ihnen nicht rechtzeitig geholfen, werden sie ein Leben lang an ihren Verstümmelungen leiden. Nur mühsam kann Franky die Tränen zurückhalten, als ihm der Verband gewechselt wird. Seit Wochen muss er diese schmerzhafte Prozedur über sich ergehen lassen, zuerst am Bein, jetzt am Arm. Unter dem Verband verbirgt sich eine riesi-

2

Dossier

sie. Als Mutter von sieben Kindern bleibt ihr nicht viel Zeit, sich um jedes Einzelne zu kümmern. Die Familie lebt in einem abgelegenen Dorf in Kamerun, in der Nähe des Nyong-Flusses, wo der Vater mit seinem kleinen Boot fischen geht. Die Mutter erledigt die Arbeit auf dem Feld, die neben der Fischerei des Vaters die Familie knapp über die Runden bringt. Zudem muss sie Wasser und Feuerholz holen und nebenbei noch kochen: Alles zeitaufwendige Tätigkeiten in diesen kaum erschlossenen Gegenden.

Angst vor Ausgrenzung Aber es gab noch einen anderen Grund, warum sie mit Franky nicht mehr über diese Knötchen reden wollte. Sie weckten in ihr düstere Erinnerungen an früher, als sie noch im Dorf bei ihren Eltern wohnte. An die Familie, die am Rande des Dorfes in einer heruntergekommenen Hütte wohnte, deren Tochter auch solche Knoten gehabt hatte, welche ge, offene Wunde. «Es begann, als ich immer grösser wurden und das Kind kleine Knötchen am Arm und am Bein am Schluss entstellten und verkrüpspürte», erzählt er. Das ist mittlerweile pelten. Und wie man im Dorf darüber lange her. Über ein getuschelt hatte, dass Jahr. Zuerst dachte er, «Die Krankheit begann die Tochter gestohlen es seien Insektensti- mit kleinen Knötchen hätte, dass sie verhext che. Anders als Stiche sei, wie man mit dem an Arm und Bein.» verschwanden diese Finger auf die ganze Knötchen aber nicht. Im Gegenteil: Sie Familie gezeigt hatte und man sie imwurden grösser. Darum zeigte er sie mer mehr von der Dorfgemeinschaft seiner Mutter. «Das ist nichts», sagte ausgeschlossen hatte. Das alles wollte

Dossier

3


Frankys Mutter nicht. Sie wollte, dass die Knötchen verschwanden und niemand etwas darüber erfahren würde. Aber ihr Wunsch ging nicht in Erfüllung.

han­delt und geheilt werden. Das relativ fortgeschrittene Stadium bei Franky machte Operationen unumgänglich, denn das befallene Gewebe musste grossflächig entfernt werden. DenGlück im Unglück noch: sowohl Frankys Arm wie auch Frankys Knoten wurden grösser, bis ei- sein Bein konnten gerettet werden, ner sogar aufbrach und ein Geschwür und dank der mehrmonatigen Physiooffenlegte. Die Mutter legte Heilkräu- therapie im Anschluss an die Operatiter auf. Diese Therapie war erfolglos. onen wird er keine bleibenden SchäAber der Junge hatte Glück im Un- den davon tragen. Was bleibt, ist sein glück. Als eine TanHeimweh. Er zieht ein «Die Angst der tes zu Besuch war, Foto aus seiner HoAusgrenzung aus der erkannte diese gleich, sentasche. «Das ist was das sein konnte. Gemeinschaft sitzt tief.» meine Mutter. Ich bin Sie hatte die Plakate jetzt schon fast ein gesehen, worauf diese Wunden ab- Jahr im Spital, aber sie hat mich noch gebildet waren, und erinnerte sich an nie besucht.» Es ist seine Tante, die ein Informationstreffen im Dorf, wo je- ihn besucht, und die ihn bei sich aufmand über diese Krankheit einen Vor- nehmen wird nach seiner vollständitrag gehalten und gesagt hatte, dass gen Genesung. Sie weiss, dass der man damit ins Spital gehen solle, um Grund für Frankys Erkrankung kein sich behandeln zu lassen. Als sie Fran- Fehlverhalten von ihm ist, auch kein kys Wunde sah, war sie sich fast ganz Fluch und keine Hexerei. Die Mutter sicher: Das musste diese Krankheit aber konnte sie davon leider nie übersein. Buruli. Sie überredete die Eltern zeugen. Bei ihr sass die Angst vor der des Jungen dazu, dass sie ihn mitneh- Ausgrenzung aus der Dorfgemein­ men und ins spezialisierte Spital brin- schaft zu tief. gen durfte. Das war seine Rettung, denn der Verdacht der Tante bestätig- Dank den Aktivitäten von FAIRMED te sich dort. und Ihrer Spende gibt es für Franky eine Zukunft. Denn er hat die bestEin langer Heilungsprozess mögliche Betreuung erhalten, die eine Wird Buruli in einem frühen Stadium vollständige Genesung und die Weierkannt, kann die Krankheit mit einer terführung der Schule erlauben wird. mehrwöchigen Antibiotika-Therapie be­­­­­

4

Dossier

Oben: Burulikranke Kinder beim Fussballspiel in Ayos Links: Essensausgabe im Spital Rechts: Das Buruli-Referenzzentrum in Ayos, Kamerun

Dossier

5


Ein Interview mit Dr. Alphonse Um Boock, Leiter des Regio­­nal­büros Afrika

Ist Franky ein Einzelfall? Leider sind ja gerade Kinder besonders betroffen von dieser Krankheit, und es gibt nach wie vor die Vorstellung, dass diese Krankheit durch Hexerei oder einen Fluch hervorgerufen wird. Das verhindert dann, dass sie rechtzeitig erkannt und mit einfachen Methoden geheilt werden kann. Durch die Aufklärungs- und Informationskampagnen, die wir lanciert haben, hat sich die Situation deutlich verbessert, und die Früherkennungsraten konnten erfolgreich erhöht werden. Die meisten der Kinder gehen nach ihrer Genesung zurück zur Mutter. Ist dies aus irgendeinem Grund nicht möglich, bieten die grossfamiliären Strukturen, wie wir sie in ganz Afrika kennen, im-

6

Dossier

mer eine Möglichkeit, ein Kind gut unterzubringen. Darauf wird bei einer Spitalentlassung geachtet. Krankheit, Operationen, Schmerzen und Wegsein von der Familie: wie geht man in Ayos mit dieser schwierigen Situation für die Kinder um? Die Kinder in unserem Spital sind eingebettet in eine soziale Struktur, die sehr stützend ist. Die Behandlungen sind kostenlos, es wird für alles gesorgt. Aber viele Eltern können ihr Dorf und ihre restlichen Kinder nicht verlassen, um Besuche im Spital zu machen. Viele Dörfer sind einfach auch zu weit weg, so dass Besuche gar nicht möglich sind. Um den Kindern den Wiedereintritt in die Schule zu ermöglichen, haben wir eine spitalinterne Schule eingerichtet, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Kinder eingeht und Rücksicht auf die Rehabilitations- und Physiotherapiestunden nimmt. Sowohl die Lehrerin als auch das Spitalpersonal kümmern sich liebevoll um die Kinder, so dass sie sich aufgehoben und nicht einsam fühlen. Wenn man die Kinder hier beobachtet, sieht man trotz ihrer Krankheit auch sehr viel Fröhlichkeit: Sie spielen wie gesunde Kinder und haben viel Spass zusammen.

Was ist Buruli Ulcer? Buruli Ulcer (UB), auch «Buruli» genannt, wird durch ein der Lepra- und der Tuberkulose verwandtes Bakterium übertragen. Wie Lepra tötet die Krankheit nicht, aber sie verstümmelt. Und wie Lepra ist sie eine schleichende Gefahr: Wenn die Krankheit endlich erkannt wird, hat sie meist schon grossen Schaden angerichtet. Auf noch nicht bekannte Weise gelangt das Bakterium unter die Hautoberfläche, bevorzugt an den Beinen. Dort vermehren sich die Bakterien und zerfressen das Unterhautgewebe über Wochen und Monate hinweg, ohne dass die Erkrankten besondere Schmerzen spüren. Oft sind nur ein kleiner Knoten oder eine allgemeine Schwellung sichtbar. Letztlich stirbt die Haut über den entzündeten Bereichen ab und ein fürchterliches Geschwür wird sichtbar. Dies kann sich ohne Behandlung weiter ausbreiten. Die Folge sind schwere Verstümmelungen und Verwachsungen. In Westafrika besonders verbreitet, trifft die Krankheit meist Menschen in abgelegenen Gegenden mit schlechtem Zugang zu medizinischer Versorgung. In mindestens 70% der Fälle sind Kinder zwischen 2 und 15 Jahren betroffen.


15 200 Franken für Schulkinder in Indien Der Erfolg der Aktion war überwältigend und machte den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie viel mit einem gemeinsamen Engagement bewirkt werden kann, und wie man dabei gleichzeitig Spass haben und den Teamspirit stärken kann. FAIRMED kauft mit dem gesammelten Geld einen neuen Schulbus. So können noch mehr benachteiligKinder der Bezirksschule Oftringen beim Vorbereiten der Pasta für den Sponsorenlauf am 8. Dezember 2012.

Von Kindern – für Kinder Dank dem gemeinsamen Engagement zu Weihnachten 2011 von Schülerinnen und Schülern der Bezirksschule Oftringen können nun noch mehr benachteiligte Kinder in Tenali, Indien, eine qualitativ hochstehende Schule besuchen. Gesund und stark – das ist das Motto der Schule Oftringen. Ein Motto, das nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt wird. Dazu gehört auch das Vermitteln von Werten. «Uns geht es hier in der Bezirksschule gut. Wir sind uns aber auch bewusst, dass es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht», betonen die Schülerinnen und Schüler. Darum organisierten sie zusammen mit ihren Eltern und Lehrkräften, auch 2011 wieder eine Weihnachtsaktion.

8

Schauplatz

Gemeinsam planten die Schüler einen Sponsorenlauf mit anschliessendem Nachtessen. Das Geld soll einem Schulprojekt von FAIRMED zugutekommen. Am 8. Dezember war es dann soweit: Ein Parcours von 170 Metern wurde rund ums Schulhaus ausgesteckt und mit Kerzen ausgeleuchtet. In der klirrenden Kälte lief jedes Kind zehn Minuten seine Runden, angefeuert von den anwesenden Sponsoren und mit viel Herzblut.

te Kinder die FAIRMED-Schule in Tenali, Indien besuchen. Für viele von ihnen ist dies die einzige Möglichkeit, zu einem Schulabschluss zu kommen, der ihnen andere Perspektiven verschafft. Am 23. Dezember wurde der stolze Betrag von 15 200 Franken im Rahmen der Weihnachtsfeier der Schule FAIRMED übergeben. Ganz herzlichen Dank dafür!

FAIRMED an Schulen: Kostenlose Werkstattmodule für 5. – 6. Klässler zu den Themen Leben im Slum, Krankheit, Ausgrenzung und Hilfe zur Selbsthilfe FAIRMED stellt Schulen und Pfarreien kostenlose «Werkstattmodule» zur Verfügung, die Lehrkräften ermöglichen, 5. – 6. Klässern altersgerecht, spielerisch und multimedial Themen zu Entwicklungsfragen, Armut und Krankheit anzustossen. Dabei wird den Kindern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch gezeigt, dass sie mit ihrem Handeln dazu beitragen können, die Lebenssituation von benachteiligten Menschen zu verbessern. Die einzelnen Module können entweder gesamthaft (ca. 15 Lektionen) oder einzeln verwendet werden. Talon bitte ausschneiden und einsenden an FAIRMED, Aarbergergasse 29, 3000 Bern 7 Die DVD kann auch telefonisch oder per email bestellt werden: 031 311 77 97, info@fairmed.ch

Bestelltalon ❑ Ich möchte das kostenlose Unterrichtsmodul «Lepra – eine Werkstatt zum Thema Leben im Slum, Krankheit und Ausgrenzung und Hilfe zur Selbsthilfe» bestellen. Vorname / Name: Strasse/Nr.: PLZ/Ort: E-Mail:


Gebündelte Kräfte Im Oktober 2011 wurde René Stäheli, Geschäftsleiter von FAIRMED, einstimmig für eine weitere Periode von drei Jahren zum Präsidenten der Internationalen Vereinigung der Anti-Lepra Organisationen (ILEP) gewählt. Die ILEP verzeichnet heute 13 Mitglie- derorganisationen ermöglicht weltweit der aus zehn Ländern. Sie entstand aus die Aktivitäten der verschiedenen Ordem Bedürfnis der Leprahilfswerke, ih- ganisation in sämtlichen von Lepra bere Aktivitäten zu koordinieren und so troffenen Ländern zu koordinierend. weltweit schlagkräftig im Kampf ge- Durch die gemeinsame Absprache gen die Lepra wirken zu können. Da- können Doppelspurigkeiten vermiebei setzt sie auf einen ganzheitlichen den und die Ressourcen effizient eingesetzt werden. Ansatz, der auf mehrere Ebenen fokussiert, «Durch die Bündelung der Kräfte können In jedem der betroffedenn nur damit kann nen Länder ist jeweils den Menschen, die von Doppelspurigkeiten Lepra betroffen sind vermieden werden.» ein Mitglied zuständig für die Koordinatiund dadurch mit einer Vielfalt von Problemen zu kämpfen ha- on, den Informationsfluss und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten der ben, nachhaltig geholfen werden. Lepra-Bekämpfung. Die ILEP hat den «Gebündelt gegen Lepra zu kämpfen Status eines «Offiziellen Partners der ist heute noch genauso wichtig wie WHO» und setzt sich weltweit dafür während der Gründungszeit der Verei- ein, das Lepra trotz abnehmender Zahnigung, denn noch immer werden jedes len weiterhin einen gebührenden Platz Jahr über 200 000 neue Fälle pro Jahr auf der Gesundheitsagenda der betrofdiagnostiziert, und gesamthaft sind im- fenen Länder einnimmt. mer noch Millionen von Menschen von den Folgen einer Lepraerkrankung be- Die ILEP hat 8 Felder identifiziert, auf denen weiterhin Investitionen in die troffen», betont René Stäheli. Forschung getätigt werden sollten. Es Gemeinsam gegen Lepra handelt sich um Forschung auf dem Die Bündelung der Kräfte der Mitglie- Gebiet des Technologietransfers sowie

10

Projektportrait

Engagiert gegen Lepra: René Stäheli, Präsident ILEP und Geschäftsführer von FAIRMED.

zur Effizienzverbesserung, also von der Profilaxe über die Chemotherapie und Verhinderung von Behinderungen bis hin zu Stigmareduktion. Es gibt noch viel zu tun Neben den Forschungsaspekten ist es René Stäheli ein grosses Anliegen, dass die Erosion des Wissens dieser Krankheit gestoppt wird und Lepra weiterhin Thema in der Ausbildung des Gesundheitspersonals bleibt. «Medizinisches Personal, das Lepra nicht kennt, kann die Krankheit nicht erkennen und korrekt diagnostizieren. Dies birgt die Gefahr, dass Lepra auch an Orten wieder aufflackert, wo man sie schon unter Kontrolle wähnte» erläutert René Stäheli weiter. «Gesundheit und Würde sind verbriefte Menschenrechte und es braucht ei-

ne Organisation die sich weltweit für dieses Recht der Opfer der Lepra einsetzt.», ist er überzeugt. Die Mitglieder-Organisationen der ILEP haben sich in einer vielfach beachteten Kampagne dafür stark gemacht, dass eine Filmszene aus dem weltweit angelaufenen Animationsfilm «The Pirates! Band of the Misfits» (Aardman Animations) kurz vor Lancierung rausgeschnitten wurde, die Leprakranke in ungebührlicher Weise falsch darstellt. René Stäheli: «Das ist ein Beispiel dafür, wie viel gemeinsam erreicht werden kann.» Die Koordination der Aktivitäten, die Vernetzung und Zusammenarbeit der Partner, sowie der Austausch von Wissen und die Bündelung der Kräfte, wie auch ein offenes globales Auge auf die Entwicklung der Lepra, um rechtzeitig zu reagieren, bleiben auch in Zukunft die Kernthemen für die ILEP.

Projektportrait

11


12

Geschenktüten Set mit 2 Weintaschen 10x10x30 cm und 3 Geschenktaschen 15 x 15 x 20 cm 30.– Franken

Solitär Spiel Kautschuk-Holz, handgeschnitzt, 11 x 11 x 4 cm 55.– Franken

5-er Set Karten mit Couverts A6-Doppelkarten, handgemachtes Papier 15.– Franken

Schlüsselanhänger in Elefantenform, handgeschnitzt, Gummibaumholz, 5.5 x 3 cm 15.– Franken

Jutetasche rot-braun, mit Spiral­deko, 40 x 36 cm 28.– Franken

Holzdöschen in Diamantform, Gummibaumholz, 7.5 x 5.5 cm und 4 cm hoch, mit handgeschnitzter Rosette 35.– Franken

Shop

Für Spenden verwenden Sie bitte den separaten orangen Einzahlungsschein. Vielen Dank!

Heimarbeiter der Holzschnitzerei und der Papiersparte, Jute-Näherinnen und Angestellte der Textildruckerei in der geschützten Werkstatt in Hubli, Indien – sie alle sind wegen Lepra, anderen Krankheiten oder Unfällen behindert. Aber sie können dank dem Verkauf von handwerklichen Produkten zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen – dieses Jahr mit zwei neuen Angeboten. Mit einer Bestellung helfen Sie mit, dass die Behinderten weiter ihr Leben bewältigen können.

Sie können die gegenüber abgebildeten Artikel mit dem unten stehenden Einzahlungsschein bei uns bestellen. Der Erlös aus dem Verkauf fliesst in die Rehabilitationsprojekte von FAIRMED. Verpackung und Porto sind in den Preisen inbegriffen. Vielen Dank für Ihre Bestellung!

Ihr Einkauf hilft

bitte Produkte auf Einzahlungsschein anpassen.


Noch immer ist Lepra mit einem Stigma behaftet. In der Werkstätte von FAIRMED in Hubli, Indien, bekommen Behinderte und ehemalige Leprakranke die Möglichkeit, selber ihren Lebensunterhalt zu verdie­n en. Danke, dass Sie mit Ihrer Bestellung Leprabetroffenen zu einem neuen Leben verhelfen.

Die Behinderten-Werkstätte von Hubli – einige Fakten

• Gegründet 1976 von FAIRMED, gleichzeitig wie das «Hubli Hospital for the Handicapped» (Hubli-Spital für Behinderte) • Abteilungen: Nähatelier, Textildruck, Holzschnitzerei, Papierabteilung und Möbelschreinerei • Anzahl Angestellte: 120 Personen, wovon rund 20 Auszubildende und 40 Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter • Verkauf in Indien durch Fair-Trade Organisation in Delhi (MESH), Laden in Chennai, eigener Verkaufs-­ laden in Hubli, Export vor allem nach England, Deutschland und in die Schweiz. • Weitere Infos finden Sie unter www.rtuhubli.org.

Neues Länderbüro Die Räume sind bezogen, das Team zusammengestellt: Unter der Leitung von John Kurian George ist das neue FAIRMED-Länderbüro in Gurgaon, einem Vorort der indischen Mega-City Delhi nun bereit, die Arbeit aufzunehmen. In enger Zusammenarbeit mit dem FAIRMED-Hauptsitz in Bern wird sich das neue Team, bestehend aus gut vernetzten lokalen Experten, um Projektmanagement und -begleitung kümmern. Das Team führt einerseits eigene Projekte durch, andererseits überwacht und steuert es aber auch Projekte lokaler Organisationen und prüft die zweckgerechte Verwendung der Gelder. Eine neu gegründete Fundraising-Abteilung kümmert sich um das Spendensammeln vor Ort, denn heute ist es auch Einheimischen ein Anliegen, sich für die Benachteiligten in ihrem

Land einzusetzen. Damit fördert FAIRMED langfristig die Unabhängigkeit der Projektarbeit von westlicher Hilfe und die Eigenverantwortung im Land. Durch die enge Zusammenarbeit werden in optimaler Weise gegenseitige Lerneffekte in den Bereichen Fundraising, Projektmanagement und lokaler Gesundheitsförderung ermöglicht, so dass die Effizienz und Wirksamkeit der Massnahmen im Sinne der Begünstigten erhöht wird. Dadurch können auch Spenderinnen und Spender versichert sein, dass ihr Geld bestmöglich eingesetzt wird.

Aktuell

15


Neuer Online-Auftritt Die rasante technologische Entwicklung und der Durchbruch der Social Media machen auch vor FAIRMED keinen Halt. FAIRMED überarbeitete deshalb die bestehende Homepage grundsätzlich und kommuniziert nun auch über Facebook. Interaktiv und benutzerfreundlich! Mit einem Blick auf unsere neue Homepage erfahren Sie welche Themen aktuell sind, welche Kampagnen laufen und wofür wir uns einsetzen. Sie können sich darüber informieren, wie und von wem wir unterstützt werden. Im Weiteren bietet die neue Homepage verschiedene Wege, FAIRMED verstärkt zu unterstützen. Dazu zählen traditionelle Spenden und Patenschaften, aber auch neue Möglichkeiten, wie das FAIRschenken von Spenden, wo sie ein konkretes Produkt für ein afrikanisches Dorf auswählen und die Spende für jemand anders als Geschenk tätigen, das mittels einer Urkunde übergeben werden kann. Verfolgen Sie die Aktivitäten von FAIRMED auch auf Facebook. Sie unterstützen uns indem Sie unsere Seite unter Ihren Facebook-Freunden verbreiten. Impressum: Vierteljährliches Magazin von FAIRMED; Redaktion: Anna Opladen, Franziska Reich; Fotos: Simon B. Opladen, Liliane Eggli; Gestaltung: graphicarts, Bern-Liebefeld; Druck: Spühler Druck AG, Rüti ZH. Abonnement in Spenden ab 5.– Franken enthalten.

Aarbergergasse 29 CH-3000 Bern 7 Telefon +41 (0)31 311 77 97 Fax +41 (0)31 318 08 41 info@fairmed.ch www.fairmed.ch

FAIRMED vor Ort  

März 2012 Deutsch

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you