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Fairness BERICHT 2013


Fairness BERICHT 2013

Inhalt

Vorwort

Seite 5

Geschäftsmodell

Seite 6

Eigentümer

Seite 8

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Seite

Leitbild

Seite 11

Faire Veranlagung

Seite

13

Soziale Verantwortung

Seite

17

Lagebericht

Seite 20

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Seite

28

Gewinn- und Verlustrechnung 2013

Seite

30

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

Seite

32

Entwicklung des Anlagevermögens

Seite

35

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Seite

36

Bericht des Aufsichtsrates

Seite

37

Auszeichnungen

Seite 38

Mitgliedschaften

Seite 38

Kunden über fair-finance

Seite

9

39


Fairness Laut Wikipedia bedeutet Fairness anst채ndiges Verhalten sowie eine gerechte und ehrliche Haltung gegen체ber anderen Menschen. In Spiel und Sport bedeutet es, sich an die Spielregeln zu halten und ein anst채ndiges, gerechtes Spiel, ohne Doping und ohne Fouls zu f체hren. Regeln der Fairness setzen auf einen Konsens unter gleichberechtigten Menschen.


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Vorwort

Vor einigen Jahren hatte es den Anschein, dass Tugenden wie Angemessenheit, Ehrlichkeit und Authentizität im wirtschaftlichen Leben keinen Platz haben. Blindes und kurzfristiges Gewinnstreben dominierte zumindest die globale Wirtschaft. Erfreulicherweise haben mittlerweile in vielen Unternehmen „ethische Werte“ in Form von Corporate Social Responsabilty, Fair Trade, ökologischen Labels oder Diversity wieder Eingang gefunden. Eine Trendwende weg vom Streben nach kurzfristiger Gewinnmaximierung hin zu verantwortungsvollem Wirtschaften ist vielfach zu beobachten. In der Branche, in der fair-finance tätig ist, in der Welt der Banken, ist diese Entwicklung leider noch nicht angekommen. Einzelne und besonders grobe Vergehen von Bankmanagern werden zwar nun abgestraft, aber Profitstreben gehört unverändert zum guten Ton. Vielfach versuchen die Anbieter von Finanzprodukten vom Megatrend der Nachhaltigkeit zu profitieren und machen es für die Kunden und Konsumenten schwer, Etikettenschwindel von ehrlichen Angeboten zu unterscheiden. fair-finance bietet ein kundenorientiertes, mit klaren Produktvorteilen ausgestattetes Finanzprodukt und versucht gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Unsere Kundinnen und Kunden vertrauen darauf. Dieses Vertrauen ist zunächst nur ein Vorschuss, ein Kredit. Mit diesem Fairnessbericht wollen wir zeigen, dass wir dieses Vertrauen auch verdienen. Wir legen in diesem Bericht dar, was wir im Geschäftsjahr 2013 geleistet haben. Sie finden auf den folgenden Seiten also alle Zahlen und Fakten, die üblicherweise in einem Geschäftsbericht zu finden sind. Wir wollen aber auch unsere Vision, unser Geschäftsmodell in all seinen Ausprägungen und unsere Maßnahmen vorstellen, so dass beurteilt werden kann, ob wir das Vertrauen auch verdienen.

In jedem Fall war 2013 ein erfolgreiches Jahr für unsere Kundinnen und Kunden und für fair-finance. Das treuhändig verwaltete Kundenvermögen ist auf EUR 120 Millionen angewachsen und hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit einer Performance von 3,33 % haben wir wieder ein ausgezeichnetes Veranlagungsergebnis über dem Branchendurchschnitt erzielen können. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis liegt über dem Businessplan, so dass wir als erste Vorsorgekasse eine Gebührensenkung beschließen konnten und somit zukünftig nicht nur bei kurzer und mittlerer Beschäftigungsdauer, sondern auch bei langer Beschäftigungsdauer die geringsten Verwaltungsgebühren aller Anbieter von den Beitragszahlungen in Abzug bringen. Besonders stolz sind wir auf die Auszeichnung „Best Pension Fund in Austria“ welche wir auf europäischer Ebene bereits zum zweiten Mail in Folge erhalten haben. Wir wurden Klimabündnisbetrieb und haben für unseren fair-finance Anleihefonds das Österreichische Umweltzeichen erhalten. Ähnlich einem Sportler, ruhen wir uns nicht aus, sondern bleiben im Training. Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Mag. Markus Zeilinger Gründer und Vorstandsvorsitzender


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Geschäftsmodell Das von fair-finance auf Nachhaltigkeit, Transparenz, soziale Verantwortung sowie die Einbeziehung von Kundinnen und Kunden ausgerichtete Vorsorgeprodukt interpretiert den Begriff „Betriebliche Altersvorsorge“ neu. Vor allem deshalb, weil Fairness in alle Unternehmensbereiche implementiert wurde. Der zentralen Kundenforderung nach Sicherheit wird durch die einzigartige Zinsgarantie Rechnung getragen, die zusätzlichen Schutz gegen Kapitalmarktschwankungen und einen Ausgleich bzw. eine Abfederung des realen Kaufwertverlustes durch die Inflation bedeutet. Festgelegt wird die Garantiehöhe jährlich im stakeholder-orientierten Aufsichtsrat, wobei eventuelle Garantieleistungen nicht die Performance reduzieren, sondern ausschließlich zu Lasten des Unternehmensgewinnes gehen.

Geringste Verwaltungsgebühren einerseits und eine Beteiligung am Unternehmenserfolg andererseits stellen sicher, dass sich die Kontostände der einzelnen Anspruchsberechtigten bestmöglich entwickeln. Eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Vermögensveranlagung leistet einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft und sieht Geld als soziales Gestaltungsmittel. Die gemeinsam mit dem fair-finance Kundenbeirat und Experten entwickelte „Grundsätzliche Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung“ beinhaltet detaillierte Positiv- und Negativkriterien für Investitionsentscheidungen und regelt deren Anwendungen, wobei fairfinance im gesamten Veranlagungsprozess danach trachtet, den Einfluss als Investor im Sinne dieser Richtlinie geltend zu machen (Engagement).


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Die an fair-finance mit jeweils rund 25 % beteiligten Institute GLS Bank und oeco capital Lebensversicherung wurden in Bezug auf Nachhaltigkeit mehrfach ausgezeichnet. Starke Partner begleiten unseren Weg. Geschäftskontakte zu Kundinnen und Kunden werden genutzt, um soziale Ideen und Anregungen zu verbreiten, Kontakte herzustellen und Hilfestellung bei der Umsetzung zu bieten. Zentrale Drehscheibe ist der Betriebliche Sozialpreis, der seit 2008 von fair-finance organisiert und finanziert wird. Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden aber auch unterschiedliche soziale Themen näher bringen und damit gesellschaftliches Bewusstsein schaffen. Daher laden wir sie bei Auszahlung des Abfertigungsanspruchs ein, einen Teil des ihnen zustehenden Betrages zu spenden und sich über die Spendenprojekte mit sozialen Herausforderungen zu beschäftigen.

Als nachhaltig agierendes Unternehmen bemühen wir uns auch in unserem Büroalltag diesen wesentlichen Ansatz einfließen zu lassen. So stellt fair-finance allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Jahreskarte für die Wiener Linien zu Verfügung, nimmt auf deren Work-Life Balance Rücksicht, verwendet unter anderem Ökostrom, achtet auf schonungsvollen Umgang der Ressourcen, ist Klimabündnispartner und unterstützt ähnlich denkende Non-Profit-Organisationen durch die Mitgliedschaft.

Faires, nachhaltiges Agieren Im Sinne eines Social-Business Modells werden alle Entscheidungen nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien getroffen. Faires, nachhaltiges Agieren anstelle reiner Gewinnmaximierung ist die Grundlage unserer Arbeit.


Eigentümer Private

25 %*

25 %*

fair-finance Holding

Zukünftige Geschäftsfelder Entsprechend der Vision von fairfinance sollen nach dem erfolgreichen Aufbau der Vorsorgekasse weitere Geschäftsfelder im Bereich Finanzdienstleistung erschlossen und professionell entwickelt werden. Dabei sollen die Kompetenz und Erfahrung der Eigentümer zum Tragen kommen und Synergien realisiert werden. Es sollen Impulse für einen strukturellen Wandel im Sinne unserer Grundlagen und Werte gegeben, und der Markt positiv verändert werden. Konkrete Vorhaben oder Pläne für zukünftige Geschäftsfelder bestehen aktuell noch nicht.

Eichert Helmut (AR-Vorsitzender) Zeilinger Markus (Vorstandsvorsitzender & Gründer) Hörweg Günter (Vorstand) Richling Joachim Schiff Erich Puhr Johannes Just Werner Bernhard Erich Just Helmut (Erben) Achleitner Erich Popovic Viktor Huber Manfred Rohla Martin Hafenscher Kurt Deml Max Eichler Andreas Gassauer-Fleissner Christian Ladentrog Rainer Cottogni Birgit

50 %*

100 %

fair-finance Vorsorgekasse

* Beteiligungsverhältnisse gerundet


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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Jene Fairness, die wir nach außen unseren Kundinnen und Kunden bzw. der Gesellschaft entgegenbringen, kommt auch im Innenverhältnis den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber zum Ausdruck. So ist beispielsweise Vertrauensarbeitszeit Bestandteil einer eigenen Betriebsvereinbarung. Daraus resultierende individuelle Arbeitszeitmodelle stellen gerade für berufstätige Mütter und Väter eine große Erleichterung dar und erhöhen Zufriedenheit und Motivation. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten – sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene im Rahmen von Lehrgängen und Seminaren vermitteln Sicherheit, Teamgeist und fördern das Miteinander.

Die unterschiedlichen Qualitäten und Qualifizierungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine bewusst gewählte breite Altersstruktur – vom Lehrling bis 50+ führen zu einem sehr guten und verständnisvollen Arbeitsklima. Die Kommunikation wird transparent und offen bis hin zum „Chef“ geführt, dessen Tür allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer offen steht. Betriebsausflüge sowie gemeinsame Sport- und Freizeitaktivitäten stärken das „Wir-Gefühl“ im Unternehmen und schaffen Verständnis für die Situation des Anderen.

GLS GEMEINSCHAFTSBANK eG – Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2012, Europas „sustainable bank of the year“ 2013, Bank des Jahres 2013 laut n-tv

GLS Bank: Die GLS Bank ist die erste sozial-ökologische Universalbank der Welt – gegründet wurde sie 1974. Eine Genossenschaftsbank mit rund 30.000 Mitgliedern. Sie stellen durch ihre Mitgliedsanteile das notwendige Eigenkapital für die Vergabe von Krediten. Laut Satzung der GLS Bank ist das Ziel des Zusammenschlusses die gegenseitige Hilfe und nicht die Gewinnerzielung für das einzelne Mitglied oder für die Genossenschaft. Gelder werden nur in sinnvolle, nachhaltige Unternehmen investiert, rein spekulative Geschäfte sind ausgeschlossen. Die GLS Bank ist Mitglied in der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Hauptsitz ist in Bochum, weitere Filialen gibt es in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart. Der Mitarbeiterbestand beträgt 460 Personen. Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2013 EUR 3,24 Milliarden. www.gls.de

CONCORDIA VERSICHERUNG HOLDING AG/Oeco capital – Award 2013 als bester nachhaltiger Investor oeco capital Lebensversicherung/Concordia Gruppe: Die oeco capital Lebensversicherung ist heute zu 100 % eine Tochter der Concordia Versicherung Holding AG in Hannover. Sie ist damit Teil einer der ältesten privaten Versicherungsgesellschaften in Deutschland, deren Anfänge bis auf das Jahr 1864 zurückgehen. Beschäftigt werden 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die oeco capital ist der erste ökologische Lebensversicherer Deutschlands. In ihrer Satzung hat sich die Gesellschaft ausdrücklich zu einer umweltfreundlichen Kapitalanlagepolitik verpflichtet. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit handelt gewinn­ orientiert, hat aber nicht Gewinnmaximierung als oberstes Ziel. Ziel der oeco capital ist es, das Leben nicht nur zu versichern, sondern die Lebensqualität dauerhaft zu erhalten.

www.oeco-capital.de


fair-finance wird bei der Ausübung der Geschäfte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien im Sinne verantwortungsbewusster und nachhaltiger Entscheidungen anwenden und eine faire Partnerschaft mit Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leben. Wir lassen uns bei unserer täglichen Arbeit von nachfolgenden Ideen, Grundlagen und Werten leiten:


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Leitbild Wir sind FAIR gegenüber Kundinnen und Kunden Wir hören unseren Partnern gut zu und können so die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden erfüllen. Durch offene Kommunikation und konkrete Hilfestellungen schaffen wir Vertrauen. Unser Angebot ist einfach verständlich und enthält keine versteckten Klauseln. Wir weisen nicht nur auf Vorteile hin, sondern stellen auch Risiken und Nachteile dar. Bei allem was wir tun, zeigen wir Leistungsbereitschaft. Wir handeln aufrichtig und glaubwürdig. Als zuverlässiger Partner stehen wir zu unserem Wort. Wir wollen die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden auf höchstem Niveau weiter verbessern.

Wir leben gesellschaftliche VERANTWORTUNG Wir sind der heutigen und den zukünftigen Generationen gegenüber verantwortlich und tragen zur Bewahrung und Verbesserung ihrer Lebenschancen bei. Offen für alle, deren Ziel eine sozial gerechtere Gesellschaft und eine lebenswerte Umwelt ist, wollen wir gemeinsam die Welt verbessern und treten aktiv für unsere Werte ein. Wir bringen jeder Person, ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Respekt und Wertschätzung entgegen.

Wir streben nach wirtschaftlichem ERFOLG und UNABHÄNGIGKEIT Unser Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist Garant dafür, den in uns gesetzten Erwartungen und den übernommenen Verpflichtungen dauerhaft gerecht zu werden. Wir treffen alle Entscheidungen im Sinne unserer Werte, unabhängig von Konzernen oder Einzelinteressen. Diese Unabhängigkeit ist Grundlage für unser Handeln und die Voraussetzung für unseren Erfolg, an dem auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Kundinnen und Kunden Anteil haben. Erfolg macht uns stark.

Wir schätzen und fördern unsere MITARBEITERINNEN und Mitarbeiter Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ihre außerordentlichen fachlichen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten ein und entwickeln diese ständig weiter. Ideenreichtum, Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und Handeln wird durch einen offenen, teamorientierten und kooperativen Führungsstil unterstützt. Wir fordern Einsatz und fördern die Potenziale jedes Einzelnen. Wir sehen uns als Teil des Ganzen, denn nur gemeinsam kommen wir ans Ziel.

Wir sind VORBILD und suchen neue LÖSUNGEN Wir geben Impulse für einen strukturellen Wandel. Im Rahmen unserer Organisation wägen wir jede Entscheidung nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien ab und gewichten im Sinne unserer Grundlagen und Werte. Wir schaffen und betreiben professionell Finanzdienstleistung. Wir nutzen Geld als soziales Gestaltungsmittel, engagieren uns und fördern eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. Wir suchen Chancen und neue Lösungen und wollen wachsen, da unser Erfolg den Markt im Sinne unserer Werte positiv verändert. Wir schaffen Transparenz, stellen uns konstruktiver Kritik und versuchen laufend besser zu werden.


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Faire, Nachhaltige Veranlagung Die Unabhängigkeit von Vorgaben etwaiger Konzernmütter ermöglicht es fair-finance, fair und nachhaltig zu veranlagen. Unter Einhaltung der „Grundsätzlichen Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung“ kann Geld so als soziales Gestaltungsmittel eingesetzt werden und erzielt Lenkungseffekte am Finanzmarkt.


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Faire Veranlagung Grundzüge der Veranlagungspolitik Die Veranlagung der fair-finance Vorsorgekasse ist auf Sicherheit und Rentabilität ausgerichtet. Diesem Grundsatz entsprechen die Veranlagungsvorschriften des BMSVG (Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz), sowie die von der FMA (Finanzmarktaufsichtsbehörde) bewilligten Veranlagungsbestimmungen. Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG ist zur Depotbank bestellt und führt das Wertpapierdepot. fair-finance ist Mitglied der Einlagensicherungseinrichtung der Banken & Bankiers, welche gemäß BWG (Bankwesensgesetz) Ansprüche bis max. EUR 20.000 pro Anwartschaft absichert. Wir trachten danach, das uns anvertraute Vermögen zum größtmöglichen Kundennutzen, kostengünstig, ertragreich und risikobewußt zu investieren. Asset Management und Risikomanagement sind unsere Kernkompetenzen. Ziel ist es zumindest marktadäquate Veranlagungsergebnisse zu erzielen und eine jährliche Ertragsuntergrenze nicht zu unterschreiten. Relative Risiken aber auch spekulative Erwartungen sollen ausgeschlossen werden. Diese übergeordneten Zielsetzungen konnten seit Gründung der Gesellschaft in 2010 nicht nur kontinuierlich erfüllt, sondern deutlich übertroffen werden.

Portfolio-Eckdaten Vermögen 31.12.2013

EUR 119.952.917,43

Veranlagungsbeginn 25.06.2010 Performance 2013

3,33 %

3-Jahresperformance p.a. (2011-2013) 6,41 %

Die Freiheit, Veranlagungsentscheidungen unabhängig von Konzernmüttern zu treffen, führt nicht nur zu einer Kosten­ optimierung, sondern ermöglicht auch eine schnelle und marktbasierte Entscheidungsfindung. Das pragmatische und zugleich innovative Veranlagungskonzept von fair-finance verfolgt einfach und bestechend nur ein Ziel: Mit Sicherheit gute Renditen. Die ansehnliche Performance spricht für sich. Die Vermögensveranlagung von fair-finance wurde wiederholt prämiert und nach 2012 auch 2013 mit der Auszeichnung „Best Pension Fund in Austria“ durch Investment & Pensions Europe (IPE) gekrönt.

Entwicklung 30.06.2010-31.12.2013 in %


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Ausschlusskriterien bei der Auswahl von Investments Kriterium

Ausgeschlossen werden

Unternehmen Alkohol

Produktion und Handel von hochprozentigen alkoholhaltigen Getränken ab 5 % Umsatzanteil.

Ausbeuterische Kinderarbeit

Massive Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung), sowie systematische Umgehung von Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit, Bezahlung, Arbeitszeit). Errichtung bzw. Produktion von Grundkomponenten von Kernkraftwerken, Gewinnung von Uran und Produktion von Atomstrom. Nicht “dual use-Produkte“. Ausbeuterische Kinderarbeit entsprechend der Definition von UNICEF oder ILO durch das Unternehmen oder durch Zulieferer/Subunternehmer.

Bilanzfälschung

Erwiesene Bilanzfälschung sowie Beilhilfe zur Bilanzfälschung.

Biozide

Produktion von Bioziden, die laut Einstufung durch die WHO "extremely or highly hazardous" sind.

Verbrauchende Embryonenforschung

Nachweislich auf verbrauchende Forschung am menschlichen Embryo bzw. an entsprechenden embryonalen Stammzellen spezialisierte Unternehmen bzw. Spezialisierung auf diese Technologie ist wahrscheinlich.

Glücksspiel

Glücksspielaktivitäten und –produkte ab 5 % Umsatzanteil. Nicht Lotterien oder Gewinnspielbetreiber.

Grüne Gentechnik

Vornahme gentechnischer Veränderungen am Erbgut und Produktion entsprechenden Saatguts oder Tiere. Sowie Verwender und Händler ab 5 % Umsatzanteil.

Kontroverses Wettbewerbsverhalten

Gerichtliche Verurteilungen im Zusammenhang mit Wettbewerbsrecht sowie mit Praktiken wie z.B. Betrug, Insider-Geschäfte, Geldwäsche.

Korruption

Annahme oder Forderung von Bestechungsgeldern oder entsprechenden geldwerten Vorteilen sowie Bestechung oder der Bestechungsversuch Dritter.

Menschenrechte

Massive Verletzung von international anerkannten Normen, wie z.B. der UN Universal Declaration of Human Rights, durch das Unternehmen selbst oder durch Zulieferer/Subunternehmer.

Pornographie

Produktion von verunglimpfenden und erniedrigenden Darstellungen von Individuen bzw. von sexuellen Handlungen. Ferner der Handel ab 5 % Umsatzanteil.

Tabak

Produktion von allen Arten von Tabakprodukten. Ferner der Handel ab 5 % Umsatzanteil. Nicht Produktion und Handel von Bestandteilen und Zubehör.

Tierversuche

Zu Forschungszwecken durchgeführte Tests von Konsumgütern (z.B. Kosmetika, Waschmittel) mit lebenden Tieren, die das Risiko beinhalten, den Tieren Schaden bzw. Leid zuzufügen, sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Kontroverses Umweltverhalten

Massive Missachtung von Umweltgesetzen oder allgemein anerkannten ökologischen Mindeststandards durch das Unternehmen selbst oder durch deren Zulieferer/Subunternehmer. Insbesondere Errichter, Betreiber und spezialisierte Finanzierungsgesellschaften von kontroversen Projekten.

Waffen und Rüstung

Produktion von und Handel mit nach dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofes geächteten Waffen (-systemen) sowie sonstigen Rüstungsgütern. Nicht “dual use-Produkte“.

Arbeitsrechte

Atomenergie

Länder Arbeitsrechte

Massive Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung) bleibt unbestraft. Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit, Bezahlung, Arbeitszeit) fehlen oder werden systematisch ungeahndet umgangen.

Atomenergie

Anteil von Atomenergie an der gesamten Energieerzeugung über 10 % bzw. kein Beschluss für einen Atomausstieg. Ausgenommen Länder mit einem Anteil von max. 30 %, sofern Senkung des Anteils von mind. 1 % p.a. über einen Zeitraum von 3 Jahren vorliegt.

Ausbeuterische Kinderarbeit

Ausbeuterische Kinderarbeit bleibt entsprechend der Definition der UNICEF oder ILO unbestraft.

Geldwäsche

Keine ausreichenden Standards gegen Geldwäsche laut FATF (Financial Action Task Force on Money Laundring).

Klimaschutz

Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change ist nicht ratifiziert.

Konflikte und Kriege

Land befindet sich im „Krieg“ oder „eingeschränkten Krieg“.

Korruption

Der Wert des Heritage Freedom from Corruption-Index <70. Ausgenommen Länder mit Indexwert mind. 50, sofern sich Indexwert über 3 Jahren in Summe verbessert hat.

Menschenrechte

Massive Verletzung von international anerkannten Normen, wie z.B. der UN Universal Declaration of Human Rights bleibt unbestraft.

Religionsfreiheit

Religiöse Freiheit wird deutlich eingeschränkt.

Rüstungsbudget

Rüstungsbudget > 2,5 % des BIP (Brutto Inlands Produkt)

Todesstrafe

Verhängung oder Ausübung der Todesstrafe zulässig.

Totalitäre Regimes

Freiheitsstatus von Freedom House schlechter als mit Wert 1 (Bestnote) bewertet.

Unterdrückung

Laut Freedom House als "nicht frei" eingestuft.

Immobilien Produktions- oder Geschäftsstandorte von Unternehmen oder Institutionen, die gemäß den Ausschlusskriterien für Unternehmen ausgeschlossen sind.


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Nachhaltige Veranlagung Bei der Auswahl der Investments nimmt fair-finance eine besondere Verantwortung wahr. Alle Veranlagungsentscheidungen werden anhand der ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit, ausgedrückt in Sicherheit, Ertragskraft und Liquidität des Investments ebenso wie anhand der ökologischen und insbesondere der sozialen Dimension getroffen. Die vom fair-finance Kundenbeirat entwickelte „Grundsätzliche Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung“ beinhaltet detaillierte Positiv- und Negativkriterien für Investitionsentscheidungen und regelt deren Anwendung für Direktinvestitionen, Mandatsvergaben (fair-finance Fonds) und für die Auswahl von Publikumsfonds (Fremdfonds). Geld wird durch die bewusste Investitionsentscheidung zum sozialen und ökologischen Gestaltungsmittel. Lenkungseffekte müssen nicht nur durch Verbote und gesetzliche Regelungen erzielt werden, sondern entstehen aufgrund von Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt. Im gesamten Veranlagungsprozess trachtet fair-finance danach, den Einfluss als Investor im Sinne der Richtlinien geltend zu machen (Engagement). Das Nachhaltigkeitskonzept und dessen Umsetzung wurde von der ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik) geprüft und auch 2013 wieder mit dem Gold-Zertifikat ausgezeichnet.

Kundenbeirat Im Investmentprozess kommen dem Kundenbeirat zwei wesentliche Funktionen zu. Einerseits gibt der Kundenbeirat die Positiv- und Negativkriterien für die Auswahl der Emit-

tenten vor und definiert die Rahmenbedingungen für die Vermögensveranlagung. Andererseits kontrolliert der Beirat auch die Umsetzung und kann entsprechende Gutachten zur Nachhaltigkeit einzelner Emittenten in Auftrag geben. Sollte der Kundenbeirat mit den Entscheidungen des Vorstandes nicht einverstanden sein, stehen ihm gemäß Geschäftsordnung wesentliche Rechte, wie das Recht der Einbringung von Tagesordnungspunkten in den Aufsichtsrat, zu. Die ausgezeichneten Veranlagungsergebnisse und die erhaltenen externen Auszeichnungen geben auch Zeugnis über die gute Arbeit und die Bedeutung des Kundenbeirats.

Risikotragung und Verantwortlichkeit Um das Risiko einer möglichen Negativ- oder Minderperformance für den Anspruchsberechtigten durch Kapitalmarktschwankungen zu vermeiden, gewährt fair-finance die einzigartige Mindestzinsgarantie. Eventuelle Garantieleistungen sind im Businessplan von fair-finance aufwandswirksam berücksichtigt und schmälern ausschließlich das Betriebsergebnis und nicht, wie oftmals fälschlich angenommen, die Performance. Diese Form der erhöhten Risikotragung ist einzigartig in der Branche und steht im Widerspruch zu den Intentionen der Finanzbranche, jegliche Risiken an die Kunden zu überwälzen. Zur Absicherung der im Garantiefall eintretenden Zahlungsverpflichtungen bildet fair-finance eine bilanzielle Rücklage. Dieser zusätzliche Kapitalpolster in Millioneneurohöhe dient zweckgebunden der Sicherung der Ansprüche der Kundinnen und Kunden.

Portfolio

Wesentliche Charakteristika des Portfolios von fair-finance sind: π eine marktadäquate Asset Allokation (Gewichtung der Asset Klassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, usw.), welche eine Performance gewährleisten soll, die zumindest den Branchendurchschnitt nicht unterschreitet. π eine 100 % nachhaltige Veranlagung, die ein wesentlicher Treiber für die ausgezeichnete Performance ist. Die Auswahlentscheidung anhand der Nachhaltigkeitsgrundsätze führt zu einer intensiven Analyse der einzelnen Emittenten, Manager oder Fonds und somit zu einer qualitativen Verbesserung in Bezug auf das Risiko- und Ertragsprofil. π ein vergleichsweise hoher Anteil von Anleihen, die nach dem Held-to-Maturity-Prinzip (HtM) bewertet sind. Diese gesetzlich vorgesehene Bewertungsmöglichkeit führt dazu, dass entsprechend gewidmete Wertpapiere keinen Kursschwankungen unterliegen. Wesentlich bei Auswahl der HtM-Papiere ist die Bonität des Emittenten und die Kombination aus einer attraktiven Rendite und der Restlaufzeit der Anleihe. π die Unabhängigkeit von Vorgaben etwaiger Konzernmütter ermöglicht nicht nur ein rasches Agieren und Reagieren auf Marktentwicklungen, sondern fördert die Auswahl der jeweils besten Fondsmanager und Publikumsfonds.


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Wir leben gesellschaftliche VERANTWORTUNG So lautet einer der Leits채tze von fair-finance.


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Soziale Verantwortung Aus dieser Überzeugung heraus haben wir uns zwei Themen­ bereichen angenommen. Zum einen haben wir bereits 2008 mit dem Betrieblichen Sozialpreis eine soziale Initiative gestartet, deren Ziel es ist, soziales Engagement in österreichischen Unternehmen in Form von „best-practise Beispielen“ in einer Projekt-Datenbank abzubilden und anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. „Zum Nachahmen empfohlen“ sozusagen. Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre sozialen Projekte und Maßnahmen, die sie auf betrieblicher Ebene partnerschaftlich umsetzen, unserer 10-köpfigen Jury vorzustellen. Diese beurteilt die Einreichungen und wählt jene besten 3 Projekte aus, denen fair-finance EUR 10.000 an Preisgeld zur Verfügung stellt.

Unterstützt wird die Initiative von

Die Schirmherrschaft für dieses Projekt hat Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer übernommen.

juca Gesellschaftliche Verantwortung nehmen wir aber auch dadurch wahr, dass wir uns bevorzugt jenen sozialen Herausforderungen widmen, die in den Medien wenig bis keine Aufmerksamkeit bekommen. So wollen wir unseren Kundinnen und Kunden unterschiedliche soziale Themen näher bringen und damit gesellschaftliches Bewusstsein schaffen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Aufmerksamkeit besonders groß ist. Dann, wenn ein Auszahlungs­anspruch gegeben ist, informieren wir und laden jene Kundinnen und Kunden, die einen Verfügungsanspruch haben, ein, einen Teil des ihnen zustehenden Abfertigungsbetrages zu spenden. Dieser Spendenbetrag wird von fair-finance erhöht. Da ja gerade in Wien das Thema der Obdachlosigkeit ein stets präsentes ist, haben wir uns als erstes Projekt das Jugendhaus der Caritas der Erzdiözese Wien ausgesucht, in dem junge erwachsene Obdachlose dabei unterstützt werden, eigene Strukturen aufzubauen und neue Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entwickeln. Hinter den unterschiedlichen Tätigkeiten, wie Hausdienste, Reinigungsarbeiten, Fahrtendienste, Küchendienste oder die Mitarbeit im Projekt JU_CAN steht die Perspektive, sich selbst Chancen zu erarbeiten und aus eigenem Antrieb zu einer neuen Lebensqualität zu finden.


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Betrieblicher Sozialpreis: Preisverleihung am 3. Oktober 2013 in der Wirtschaftskammer Wien

KR Brigitte Jank

Präsidentin der WK Wien

BM Rudolf Hundstorfer

Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

1. Platz: Wiener Linien v.l.n.r. Mag. Rainer Ladentrog, Projektleiter Betrieblicher Sozialpreis, Mag. Alexandra Reinagl, kaufmännische Geschäftsführerin Wiener Linien, Mag. Michael Kiss, Leiter SOZIUS, Wiener Linien, DI Günter Steinbauer, Geschäftsführer Wiener Linien, BM Rudolf Hundstorfer, Mag. Markus Zeilinger, Vorstandsvorsitzender und Gründer fair-finance, Sponsor

Rudolf Hundstorfer

Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Corporate Social Responsibility als nachhaltige Unternehmens- und Organisationsstrategie kann einen wesentlichen Beitrag zu sozialem Ausgleich leisten. Die vorgestellten Projekte stellen ganz in diesem Sinne nicht nur Einzelengagement dar, sondern sind wichtige und wirkungsvolle Bausteine sozialer Nachhaltigkeit. Die Auszeichnung holt Unternehmen und Organisationen vor den Vorhang, die gesellschaftliche Verantwortung leben und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbinden, begleiten und unterstützen. Auch dieses Jahr zeichnen sich die nominierten Projekte durch herausragendes soziales Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen aus. So geht es beispielsweise um psychische und körperliche betriebliche Gesundheitsförderung, um Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Überbrückung von Notlagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder die Förderung eines konflikt­freien Arbeitsumfeldes. Die Projekte tragen dazu bei, ein diskriminierungsfreies, wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen und zu erhalten und somit auch die Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten zu steigern. Sie schaffen damit die Rahmenbedingungen für sinnstiftende Arbeit und gute Arbeitsbedingungen, die nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen, sondern auch den Unternehmen und Organisationen selbst. Auch wenn – nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl der vorbildlichen Projekte – nicht alle nominierten Unternehmen und Organisationen für ihre Projekte mit dem Betrieblichen Sozialpreis ausgezeichnet werden können, so ist doch eines sicher: Letztlich gewinnen alle!

2. Platz: Brau Union Österreich v.l.n.r. Mag. Rainer Ladentrog, Projektleiter Betrieblicher Sozialpreis, Dr. Gabriela Maria Straka, Leitung Kommunikation/PR Brau Union, Susanne Rief, Gesundheitsmanagement Brau Union, GD DI Dr. Markus Liebl, Generaldirektor Brau Union, BM Rudolf Hundstorfer, Mag. Markus Zeilinger, Vorstandsvorsitzender und Gründer fair-finance, Sponsor

3. Platz: Wiener Hilfswerk

Rudolf Hundstorfer

Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

v.l.n.r. Mag. Rainer Ladentrog, Projektleiter Betrieblicher Sozialpreis, Dr. Lisbeth Birmily, Human Ressource Management Wiener Hilfswerk, Dir. Helmut Lutz, Geschäftsführer Wiener Hilfswerk, Heidemarie Frühauf, Betriebsratsvorsitzende Wiener Hilfswerk, BM Rudolf Hundstorfer, Mag. Markus Zeilinger, Vorstandsvor­sitzender und Gründer fair-finance, Sponsor


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2013 Auszeichnung folgender projekte Die Videos zu den Siegerprojekten werden – wie auch alle anderen Einreichungen – auf www.sozialpreis.at zum „Nachahmen“ bereitgestellt.

1. Platz WIENER LINIEN – Beifahrer in Krisensituationen Die Wiener Linien haben mit SOZIUS ein Ersthelfersystem be­ stehend aus speziell ausgebildeten Laienhelfern geschaffen. Nach einem Unfall mit Personenbeteiligung oder wenn eine Fahrerin bzw. ein Fahrer tätlich angegriffen wird, ist in der Zentralstelle, in die die betroffene Mitarbeiterin bzw. der betroffene Mitarbeiter gebracht wird, der „diensthabende“ Laienhelfer schon vor Ort.

Er übernimmt die Erstbetreuung und, wenn vom Betroffenen gewünscht, auch die weitere Unterstützung. In schweren Fällen kann ein externer Psychologe hinzugezogen werden. Pro Jahr gibt es rund 170 Ersteinsätze und 30-50 Folgeeinsätze. Das System hat sich bewährt, weil die Schwelle, mit Psychologen zu sprechen oft „zu hoch“ ist.

2. Platz BRAU UNION – Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Österreich als Ziel Die Brau Union zahlt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Teil der Kosten psychologischer Beratung und evaluiert auf Wunsch den Arbeitsplatz – an allen österreichischen Standorten. Bereits seit 2005 hatte sich die Brau Union mit den Themen Sport, Bewegung und Ernährung der beruflichen Gesundheitsförderung gewidmet, die auch weiterhin einen „hohen

Stellenwert“ hat. 2011 hat man sich „einen Schritt weiter gewagt“ und sich der psychischen Gesundheit zugewandt. Nach einem Pilotprojekt mit Führungskräften, die in Vorträgen, mit Fragebögen und in Gesprächen mit Psychologen geschult wurden, erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Bio-Feedbackmessung, um festzustellen, wie gut der Stressabbau funktioniert. Nach und nach wurde das Projekt auf alle 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet.

3. Platz WIENER HILFSWERK – Zeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Das Wiener Hilfswerk hat sich mit anderen sozialen Einrichtungen zusammengeschossen, um ein Gesamtkonzept zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu erstellen und Synergien zu nutzen. Eines der größten Probleme war es, dass der große Anteil an Außendienstmitarbeitern oft über Angebote des Hilfswerks zu wenig informiert war. Die Geschäftsführung des Wiener

Hilfswerkes wollte nach einem Pilotprojekt zum Thema „Gesund am Arbeitsplatz“ im Jahr 2009 „mehr machen“, und so wurden gemeinsam mit der Caritas, Care System, ESRA und SMIR überbetriebliche Seminarangebote sowie Schulungen für Führungskräfte konzipiert. Die angebotenen Kurse, die das Führen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Stressbewältigung, aber auch Kochkurse und Pilates umfassen, finden kostenfrei in der Arbeitszeit statt.


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Faires Ergebnis Das betriebswirtschaftliche Ergebnis liegt über dem Businessplan, so dass wir als erste Vorsorgekasse mit Wirkung ab 2015 eine Gebührensenkung beschließen konnten.

Lagebericht des Vorstandes


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Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse Die Gesellschaft wurde mit Notariatsakt am 9. März 2010 gegründet und am 23. März 2010 mit der Nummer FN 343404 g im Firmenbuch eingetragen. Ebenfalls am 9. März 2010 wurde der Antrag auf Erteilung einer Spezialbankenkonzession von der Finanzmarktaufsicht (FMA) mit Bescheid GZ FMABV27 1000/0030-ABS/2009 bewilligt und der fair-finance Vorsorgekasse AG die Konzession zur Hereinnahme und Veranlagung von Abfertigungsbeiträgen und Selbständigenvorsorgebeiträgen gemäß § 1 Abs. 1 Z 21 BWG (Bankwesengesetz/Betriebliches Vorsorgekassengeschäft) erteilt. Sämtliche Anteile an der Gesellschaft werden von der fairfinance Holding AG (FN 304638 y) gehalten. Die fair-finance Vorsorgekasse AG ist Mitglied der Einlagen­ sicherungseinrichtung der Banken & Bankiers, der Wirtschaftskammer Wien und der als Verein organisierten Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen, der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), von respACT - austrian business council for sustainable develop-

ment , von CRIC–Verein für ethisch orientierte Investoren, des NPO-Instituts für interdisziplinäre Nonprofit Forschung an der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Klimabündnis Österreich.

Entwicklung der Branche Das Gesamtvermögen der Branche beträgt per Ende 2013 EUR 6,22 Milliarden (VJ: EUR 5,28 Mrd.). Laut Statistik der Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen wurden zum Ultimo 2013 für über 2,9 Millionen (VJ: 2,8 Mio.) unselbständig und selbständig Erwerbstätige laufende Beitragszahlungen zur Abfertigung Neu geleistet. Die laufenden Beitragszahlungen haben EUR 1,12 Milliarden (VJ: EUR 1,04 Mrd.) und die Auszahlungen EUR 314 Millionen (VJ: EUR 295 Mio.) betragen. Die Steigerungsraten der angeführten Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr entsprechen der systemimmanenten Entwicklung des Modells der Abfertigung Neu, welches 2003 eingeführt wurde.


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Unser Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2013 stellt das dritte volle Geschäftsjahr unserer Gesellschaft dar. Im März 2013 wurde das Vermögen von rund 30.000 Anspruchsberechtigten, vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jener Neukunden, die sich 2012 für einen Vertragswechsel zu unserer Gesellschaft entschieden haben, von den bisherigen Vorsorgekassen übertragen. Wir waren für diesen sprunghaften Anstieg der Verwaltungs- und Betreuungstätigkeit technisch und personell gut vorbereitet.

Vertrauen geschenkt. Auf Basis dieser Vertragsabschlüsse erwarten wir im März 2014 die Übertragung von etwa 20.000 Anspruchsberechtigten mit einem Übertragungsbetrag von knapp EUR 30 Millionen.

Per Jahresultimo 2013 ist die Anzahl der Beitrittsverträge mit Dienstgebern auf 946 (VJ: 481) und jene mit Selbständigen auf 1.456 (VJ: 853) angewachsen. Dies entspricht einem Wachstum von 97 % bei Verträgen mit Dienstgebern und 71 % bei Verträgen mit Selbständigen. Im Jahr 2013 haben wir EUR 66,61 Millionen (VJ: EUR 45,11 Mio.) für 89.780 (VJ: 37.531) Anspruchsberechtigte vereinnahmt. Die Einnahmen gliedern sich in laufende Beitragszahlungen in Höhe von EUR 23,77 Millionen (VJ: EUR 9,07 Mio.), Übertragungen von anderen BV-Kassen in Höhe von EUR 42,63 Millionen (VJ: EUR 20,59 Mio.) und Übertragungen von AltAbfertigung­sanwartschaften in Höhe von EUR 0,21 Millionen (VJ: EUR 15,45 Mio.) auf. Die Anzahl der beitragsfreien Anspruchsberechtigten beträgt zum Ultimo 2013 27.414 (VJ: 9.618) und jene der beitragspflichtigen Anspruchsberechtigten 62.366 (VJ: 27.913). EUR 3,91 Millionen (VJ: EUR 1,21 Mio.) wurden in 2013 an Leistungen ausbezahlt. Das verwaltete Vermögen der Veranlagungsgemeinschaft ist um 121 % angewachsen und beträgt zum Jahresende 2013 EUR 119,96 Millionen (VJ: EUR 54,27 Mio.).

Vermögensveranlagung

Der Marktanteil unserer Gesellschaft beträgt zum 31.12.2013 1,93 % (VJ: 1,03 %) auf Basis des Vermögens, 2,15 % (VJ: 1,00 %) auf Basis der beitragspflichtigen Anspruchsberechtigten und 2,12 % (VJ: 0,87 %) anhand der laufenden Beitragszahlungen 2013. Bezogen auf den Marktanteil konnten wir in 2013 die Valida MVK Plus (ehemals Siemens) Vorsorgekasse überholen.

Kennzahlen 2010 – aktuell Das Geschäftsjahr 2013 war entsprechend der jungen Geschichte unserer Gesellschaft von intensiver vertrieblicher Tätigkeit geprägt. Erfreulicherweise haben sich 2013 wieder 146 (VJ: 203) Dienstgeber für unser einzigartiges Angebot und für unser auf Fairness und soziale Verantwortung ausgelegtes Unternehmenskonzept entschieden und uns das

Das Jahr 2013 war von einer starken Aktienkursentwicklung geprägt. So legte der EUROStoxx50 im Jahresverlauf 18 % und der S&P500 sogar 29 % zu. Anleihen und Immobilien haben sich hingegen moderat entwickelt. Der österreichische Anleiheindex EFFAS Austria hat sogar mit -1 % das Jahr 2013 negativ geschlossen. Die Branche der Betrieblichen Vorsorgekassen konnte in 2013 auf Basis einer grundsätzlich der spezifischen Verpflichtungsstruktur entsprechend konservativen Vermögensveranlagung eine durchschnittliche Performance von 2,80 % (VJ: 4,30 %) erzielen. Obwohl wir hinsichtlich der Aktiengewichtung vorsichtig eingestellt waren, konnten wir vor allem aufgrund der stabilen Rendite des HtM-Portfolioanteils (Held-to-Maturity) von rund 4 % p.a. punkten. In Übereinstimmung mit unseren nachhaltigen Auswahlkriterien wurde in einem vergleichbaren Ausmaß in Staatsanleihen, Bankanleihen und Unternehmensanleihen mit höchster Bonität (Investment Grade) investiert. Erstmalig haben wir, wenngleich vorerst in geringem Ausmaß, in die Asset Klasse Wandelanleihen investiert. Unsere Zielsetzung, zumindest marktdurchschnittliche Veranlagungserträge zu erwirtschaften, konnten wir auch in 2013 mit 3,33 % (VJ: 6,23 %) Performance wieder erreichen. Da in den Monaten Juli bis Oktober 2013 die Performance unter der aliquoten von unserer Gesellschaft exklusiv garantierten Mindestverzinsung von 2,25 % p.a. lag, wurde bei 53 Auszahlungen die vertragliche Mindestzinsgarantieleistung erbracht. Erstmalig konnten sich somit einzelne Anspruchsberechtigte über die einzigartige Leistung von fair-finance freuen. Die erhöhte Sicherheit für Anspruchsberechtigte aufgrund der Mindestzinsgarantie ist ein wesentliches Produktmerkmal unserer Gesellschaft und bringt die Zielsetzung zum Ausdruck, Vorteile für Kunden zu schaffen und keinesfalls Risiken zum eigenen Vorteil an die Kunden zu übertragen.

Vermögen in Mio. EUR

Aktive Anspruchsberechtigte beitragsfreie Konten unberücksichtigt

Der Marktanteil unserer Gesellschaft wird somit in 2014 auf rund 2,8 % ansteigen. Ein Erfolg, auf den wir stolz und für den wir dankbar sind.

Marktanteile Aktive

90.000

160

2,80%

119,7

62.366

2,07%

54,3

27.913

1,04%

2010 2011 2012

376

5.572

0,01

8,8

0,02%

0,22%

2013 2014 März Ausblick


Asset Allokation zum 31.12.2013: Aktien nicht-EURO

Bargeld

Aktien EURO Wandelanleihen Anleihen nicht-EURO

Anleihen EURO Held-to-Maturity (HtM)

Anleihen EURO Tageswert

Performance:

FAIR-FINANCE ZINSGARANTIE π Eine Zinsgarantie entspricht dem wichtigsten Kundenbedürfnis nach Sicherheit π fair-finance bietet als einziger Anbieter eine Mindestzinsgarantie π Garantiehöhe ab 01.01.2014: 1,75 % p.a. Jährliche Festlegung durch den steakholder-orientierten Aufsichtsrat (nur drei von sieben Mitgliedern vertreten Eigentümerinteressen) π Garantie als echte Mehrleistung -> keine erhöhten Verwaltungskosten -> keine Sicherungskosten, kein externes Sicherungskonzept -> keine Minderperformance aufgrund marktadäquater Asset Allokation

Zinsgarantie = mehr Sicherheit


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Als eine der wichtigsten Entscheidungen und Maßnahmen des Geschäftsjahres im Bereich der Vermögensveranlagung kann die Mandatsvergabe und der Start des fair-finance bond Fonds mit Februar 2013 genannt werden. Nach einem umfangreichen Auswahlverfahren wurde die ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. als Partner ausgewählt. In den Fonds wurden jene direkt gehaltenen Anleihen eingebracht, die zum Tageswert bewertet wurden. Weiters wurden alle Positionen in Anleihepublikumsfonds verkauft und die Mittel dem neuen fair-finance bond Fonds zur Verfügung gestellt. Die Fondsperformance und auch die Risiko/ Ertragsrelation liegen erfeulicherweise über den Werten der Peergroup bei deutlich geringerer Gebührenbelastung. Der fair-finance bond Fonds wurde mit dem Österreichischen Umwelt­zeichen ausgezeichnet.

Personal und Organisation Der Mitarbeiterstand beträgt zum Jahresultimo 6 (VJ: 4) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter wird zum Bürokaufmann ausgebildet. Weitere 6 (VJ: 5) Personen sind bei der Muttergesellschaft beschäftigt, waren aber in 2013 im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages fast ausschließlich für unsere Gesellschaft tätig. Als Arbeitgeber baut fair-finance auf eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Teamarbeit, welche in einem Modell der Vertrauensarbeitszeit ohne individuelle Gehaltsanreizsysteme Niederschlag gefunden hat. Ein partnerschaftliches und faires Verhältnis mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern prägt die Unternehmenskultur. Im Sinne sozialer und ökologischer Verantwortung werden die Kosten der städtischen Verkehrs­mittel ersetzt, fördert fair-finance die persönliche und berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Fitness und das körperliche Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Herbst 2013 wurden in zwei mehrtägigen Workshops mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die organisatorischen Veränderungen und die Weichenstellungen aufgrund des wachsenden Bestandes und der wachsenden Mitarbeiteranzahl erarbeitet. Es wurde das Leitbild von fair-finance neu erstellt sowie die Stellenbeschreibungen und Prozesshandbücher angepasst. Die wesentlichen organisatorischen Veränderungen, wie die Schaffung eines dritten Vorstandsbereichs für Risikomanagement und Recht und die Schaffung einer Stabstelle Rechnungswesen werden Anfang 2014 umgesetzt.

Nachhaltigkeitsbericht In Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung ist fair-finance durch die Satzung der Gesellschaft zur Nachhaltigkeit verpflichtet. Neben einem auf fairen Kundennutzen ausgerichteten Produkt, einem auf soziale Verantwortung und Partnerschaft ausgerichteten Umgang mit Kundinnen und Kunden, mit Lieferanten und vor allem mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, setzt fair-finance im Sinne gesellschaftlicher unternehmerischer Verantwortung auf eine nachhaltige Vermögensveranlagung und auf Nachhaltigkeit in den allgemeinen unternehmerischen Entscheidungen.

Der Kundenbeirat als wesentliches Gremium der Mitgestaltung und Kontrolle durch die Kundinnen und Kunden hat im Geschäftsjahr 2013 drei Mal (VJ: 3) getagt. Dieses 24 Personen umfassende Gremium ist verantwortlich für die Weiterentwicklung der „Grundsätzliche Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung“, welche die Grundlage für die Titelselektion im Investmentprozess bildet. Die Nachhaltigkeit unserer Vermögensveranlagung wurde nach 2012 auch 2013 durch das ÖGUT-Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Zudem wurde eine externe Portfolioprüfung durch oekom research, eine der führenden Nachhaltigkeitsratingagenturen im deutschsprachigen Raum, durchgeführt. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit in den allgemeinen unternehmerischen Entscheidungen kann fair-finance auf verschiedene ressourcensparende Maßnahmen und auf die prioritäre Zusammenarbeit mit jenen Lieferanten und Geschäftspartnern verweisen, die der Unternehmensphilosophie am besten entsprechen. Gemeinsam mit dem Klimabündnis Österreich wurde der Klimastatus erhoben und zahlreiche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung erarbeitet. Unsere Gesellschaft wurde Ende 2013 als Mitgliedsbetrieb des Klimabündnis Österreich aufgenommen. Am 3. Oktober 2013 fand zum fünften Mal die Preisverleihung zum Betrieblichen Sozialpreis durch Herrn BM Rudolf Hundstorfer auf Einladung der Präsidentin Frau KR Brigitte Jank in der Wiener Wirtschaftskammer statt. Dieser Preis wurde von fair-finance ins Leben gerufen und soll nicht nur Anerkennung für die engagierten Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, sondern er soll vielmehr eine Ideenbörse darstellen und somit direkt zur Verbesserung der sozialen Situation in den Unternehmen und darüber hinaus beitragen. Das Projekt SOZIUS – Krisen­ interventionsteam der Wiener Linien wurde von der Jury als Sieger ausgezeichnet. In 2013 erreichte unser Spendenvolumen zu Gunsten des Projektes JUCA der Caritas Wien einen neuen Höhepunkt. Zudem konnten erstmalig in 2013 Anspruchsberechtigte einen Teil des Auszahlungsbetrages als Spende widmen, wobei dieser individuelle Spendenbetrag durch unsere Gesellschaft erhöht wurde.

Risikobericht Die Summe der einer betrieblichen Vorsorgekasse zugeflossenen Beiträge zuzüglich allfälliger übertragener Altabfertigungsanwartschaften sowie allfällige aus einer anderen betrieblichen Vorsorgekasse übertragene Anwartschaften, stellt einen gesetzlich garantierten Mindestanspruch der Anspruchsberechtigten dar (Kapitalgarantie). Darüber hinaus gewährt fair-finance eine Mindestzinsgarantie, welche vom Aufsichtsrat bisher mit 2,25 % p.a. festgelegt war. Ab dem 01.01.2014 wird der Mindestgarantiezinssatz 1,75 % p.a. betragen. fair-finance steuert das Veranlagungsrisiko durch Diversifikation und eine taktische Veränderung der Veranlagungsstruktur. Durch eine Reduktion volatiler, überbewerteter Anlagesegmente kann das Anlagerisiko reduziert und verändert werden. Trotz einer vorsichtigen und risikobewussten Veranlagungsstrategie können allgemeine Kursrisiken, die


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dem Geld- und Kapitalmarkt immanent sind, Verluste verursachen. Zur Abdeckung des möglichen Verlustpotenzials werden gesonderte Rücklagen dotiert. Die Zinsgarantierücklage beträgt zum 31.12.2013 EUR 1.349.414,03 (VJ: TEUR 612) und die Kapitalgarantierücklage EUR 126.956,89 (VJ: TEUR 9). Die Eigenkapitalquote unserer Gesellschaft beträgt somit mit 2,15 % voraussichtlich wieder den höchsten Wert aller Betrieblichen Vorsorgekassen. In Übereinstimmung mit den nachhaltigen Auswahlkriterien wurde in fundamental solide Staatsanleihen sowie in Bankund Unternehmensanleihen mit hoher Bonität und hoher Rendite investiert. Risikomindernd wirkt der mit 35 % (VJ: 38 %) vergleichsweise hohe Anteil Held-to-Maturity gewidmeter Wert­papiere (HtM) im Portfolio. Die operationellen, rechtlichen und technischen Risiken wurden laufend beobachtet. Mit Maßnahmen wie der Mandatsvergabe im Bereich Anleihemanagement sowie mit organisatorischen Weichenstellungen wurden Risiken wie das Schlüsselpersonenrisiko weiter reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Risiken zu Lasten der Anspruchsberechtigten schlagend geworden.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Es ist über keine Ereignisse zu berichten.

Jahresergebnis Das Geschäftsjahr 2013 wird mit einem Jahresverlust von EUR 1.136.444,17 (VJ: TEUR 1.249) nach Steuern und Rücklagenbewegung abgeschlossen. Das Jahresergebnis stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Planwert dar. Dies liegt in Mehreinnahmen aufgrund eines höheren durchschnittlichen Vermögens und höherer laufender Beiträge, letztendlich beides aufgrund eines höheren Kundenbestandes als zum Planungszeitpunkt absehbar, begründet. Der Jahresverlust ist durch die Kapitalausstattung der Gesellschaft gedeckt. Der Bilanzverlust beläuft sich nach Verrechnung mit dem Partizipationskapital auf EUR 2.976.868,03 (VJ: TEUR 2.315). Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Voraussichtliche Entwicklung

verbessern, wurde mit unserer Depotbank zu Jahresbeginn 2014 die Einbringung unseres gesamten Wertpapierbestandes in eine sogenannte Master-KAG vereinbart. Diese technische Lösung ermöglicht jederzeit einen Onlinezugriff auf das Portfolio und dessen Analyse anhand sämtlicher relevanter Steuerungsgrößen, wie dem Value at Risk (VaR) des Gesamtportfolios oder auch seiner Segmente (Asset Klassen). Zudem wurden Stressszenarien definiert, deren Simulation hilft, mögliche Auswirkungen von Ereignissen auf das Portfolio besser einschätzen zu können. Für das Veranlagungsjahr 2014 erwarten wir ein herausforderndes Marktumfeld. Wir teilen die Euphorie mancher Medien und Asset Manager hinsichtlich einer anhaltenden Aktienrally nicht und bleiben daher tendenziell bei Aktien untergewichtet. In Ermangelung attraktiver Renditen bei Anleihen bester Bonität erwarten wir aufgrund eingeschränkter Investitionsmöglichkeiten ein Absinken unserer HtM-Quote. Wir sind bemüht diesen Effekt durch eine angestrebte Darlehensvergabe auszugleichen. Ebenso sehen wir Immobilien aufgrund ihrer geringen Korrelation zu Anleihen und Aktien als geeignete Investments an. Die Gefahr von Kursverlusten bei einem Zinsanstieg erscheint gegeben, wenngleich wir entsprechende Zinsänderungen noch nicht für 2014 sehen. Die Gefahren für den Euro scheinen gebannt. Risiken, die von Schwellenländern und Ländern an der Peripherie ausgehen, sind für unser Portfolio von geringer Relevanz. Mit einem Mindestzinsgarantiesatz von 1,75 % für das Jahr 2014 bieten wir für unsere Kundinnen und Kunden eine attraktive Sicherheit, wie sie von kaum einem Finanzprodukt und jedenfalls von keiner anderen Betrieblichen Vorsorgekasse geboten wird. Das Geschäftsjahr 2014 wird wiederum von einer intensiven Beratungs- und Akquisitionstätigkeit geprägt sein, deren Ergebnis entsprechend der Kündigungsfrist für Beitrittsverträge erst im Folgejahr bestandwirksam wird. Aufbauend auf dem zwischenzeitlich beachtlichen Track-Record in Bezug auf das Veranlagungsergebnis und das Wachstum des Kundenbestandes erwarten wir auch für 2014 ein signifikantes Neugeschäft. Mit der personellen Entwicklung einhergehend will fairfinance auch das gesellschaftliche Engagement weiter ausbauen. Die Initiative „Betrieblicher Sozialpreis“ soll einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Für das Geschäftsjahr 2014, welches das vierte volle Geschäftsjahr unserer Gesellschaft darstellt, erwarten wir ein annähernd ausgeglichenes Jahresergebnis.

Mit Beginn 2014 steigt der Kundenbestand von knapp 62.000 aktiven Anspruchsberechtigten mit laufender Beitragszahlung auf etwa 82.000 Anspruchsberechtigte. Die genauen Zahlen stehen erst nach erfolgter Über­tragung der „Wechsler“ im März 2014 fest. Diesem Bestandswachstum wird mit einem weiteren Ausbau des Mitarbeiterstandes Rechnung getragen. Ebenso steigt das verwaltete Vermögen in Anbetracht der Übertragungen auf rund EUR 160 Millionen im März 2014 und wird gegen Ende des Jahres etwa EUR 175 Millionen erreichen. Um die Steuerbarkeit des Portfolios weiter zu

Mag. Markus Zeilinger Vorstandsvorsitzender

Günter Hörweg Mitglied des Vorstandes Wien, am 3. März 2014


Bilanz zum 31. Dezember 2013


28

Bilanz zum 31. Dezember 2013 31.12.2013

Aktiva

in EUR

31.12.2012 in TEUR

A. Anlagevermögen I.

Immaterielle Vermögensgegenstände 1.

II.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen

109.450,00

127

Finanzanlagen 1.

Beteiligungen

2.

Wertpapiere des Anlagevermögens

70,00 2.111.845,39

1.603

2.221.365,39

1.730

B. Umlaufvermögen I.

II.

Forderungen 1.

Forderungen gegenüber der Veranlagungsgemeinschaft

2.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

3.

Sonstige Forderungen

Kassenbestand, Guthaben bei Banken

C. Rechnungsabgrenzungsposten

9 81.315,51

66

3.546,43

2

399.843,25

865

484.705,19

942

24.813,34

21

24.813,34

21

184.672,31

14.568

56.928.084,94

32.443

D. Aktive der Veranlagungsgemeinschaft I.

Guthaben auf Euro lautend

II.

Guthaben auf ausländische Währung lautend

III.

Darlehen und Kredite auf Euro lautend

IV.

Darlehen und Kredite auf ausländische Währung lautend

V.

Forderungswertpapiere auf Euro lautend

VI.

Forderungswertpapiere auf ausländische Währung lautend

VII.

Beteiligungswertpapiere auf Euro lautend

VIII.

Beteiligungswertpapiere auf ausländische Währung lautend

IX.

Anteilscheine von Investmentfonds und AIF auf Euro lautend

50.573.074,16

5.109

X.

Anteilscheine von Investmentfonds und AIF auf ausländische Währung lautend

10.959.990,57

1.354

1.321.755,66

1.041

119.967.577,64

54.515

122.698.461,56

57.208

XI.

Anteilscheine von Immobilienfonds auf Euro lautend

XII.

Anteilscheine von Immobilienfonds auf ausländische Währung lautend

XIII.

Forderungen

XIV.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

XV.

Sonstige Aktiva

Total


29

Passiva

31.12.2013 in EUR

31.12.2012 in TEUR

A. Eigenkapital I.

Grundkapital

2.000.000,00

2.000

II.

Partizipationskapital

1.127.171,00

1.302

III.

Kapitalrücklagen 1.000.000,00

1.000

126.956,89

9

1.

gebundene

IV.

Gewinnrücklagen

V.

Rücklagen zur Erfüllung der Kapitalgarantie*

VI.

Rücklagen zur Erfüllung der Zinsgarantie**

1.349.414,03

612

Bilanzverlust***

-2.976.868,03

-2.315

2.626.673,89

2.608

61.223,,00

48

61.223,,00

48

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

22.516,61

22

Sonstige Verbindlichkeiten

20.470,42

15

42.987,03

37

119.947.913,46

54.431

19.664,18

84

119.967.577,64

54.515

122.698.461,56

57.208

VII.

davon Verlustvortrag EUR 2.315.140,86 (VJ: TEUR 1.414)

B. Rückstellungen 1.

Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten 1. 2.

davon aus Steuern EUR 3.011,34 (VJ TEUR 2) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.833,34 (VJ: TEUR 3)

D. Passiva der Veranlagungsgemeinschaft I.

Abfertigungsanwartschaften

II.

Verbindlichkeiten

III.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

IV.

Sonstige Passiva

Total

* Kapitalgarantierücklagen sind in Höhe von 0,1 % des Vermögens p.a. zu bilden, bis 1 % des Vermögens erreicht ist.

** Zinsgarantierücklagen sind in Höhe des halben Garantiezinssatzes bezogen auf das Vermögen zu halten. fair-finance bildet als einzige Vorsorgekasse Zinsgarantierücklagen.

*** Anfangsverluste der Jahre 2010 bis 2013 werden mit Erreichen des Break Even voraussichtlich 2014 laufend abgebaut.


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Gewinn- und Verlustrec A. Ergebnis der Veranlagungsgemeinschaft

* Im Jahr 2013 wurden in 53 Fällen Zinsgarantieleistungen erbracht

I.

Veranlagungserträge

II.

Garantien 1.

Kapitalgarantie

2.

Zinsgarantie*

III.

Beiträge

IV.

Kosten

V.

Auszahlungen von Abfertigungsleistungen

VI.

Ergebnis der Veranlagungsgemeinschaft

VII.

Verwendung des Ergebnisses der Veranlagungsgemeinschaft

B. Erträge und Aufwendungen der Betrieblichen Vorsorgekasse 1.

Verwaltungskosten

2.

Betriebsaufwendungen

** Die konsolidierten Personalaufwendungen für 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betragen EUR 647.656

3.

a)

Personalaufwand** - Gehälter - Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen - Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge - Sonstige Sozialaufwendungen

b)

Abschreibungen auf das Anlagevermögen

c)

Sonstige Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

Finanzerträge a)

4.

Zinserträge und sonstige laufende Erträge aus der Veranlagung der Eigenmittel und der nicht der Veranlagungsgemeinschaft zugeordneten Fremdmittel

Finanzaufwendungen a)

Abschreibungen auf sonstige Finanzanlagen die nicht den Veranlagungsgemeinschaften zugeordnet sind

b)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

5.

Sonstige Erträge

6.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

7.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

8.

Jahresfehlbetrag

9.

Veränderung von Rücklagen a)

Auflösung der Kapitalgarantierücklage

b)

Zuweisung zur Kapitalgarantierücklage

c)

Zulage zur Zinsgarantierücklage

10.

Verlustvortrag

11.

Ergebnisanteil des Partizipationskapitals

12.

Bilanzverlust


31

hnung 2013 1.1. – 31.12.2013

1.1. – 31.12.2012

in EUR

in TEUR

3.889.383,05

2.078

1.580,40

1

649,34 66.611.176,63

45.115

-1.072.563,96

-371

-3.912.975,44

-1.205 65.517.250,02

45.618

-65.517.250,02

-45.618

0,00

0

1.002.484,87

345

-104

-151.269,80

-2

-2.242,87

-32 0

-44.559,53 -84,40 -17.800,00 -1.201.936,97

-23 -1.417.893,57

144.014,45

-1.017

-1.178

99

-11.812,00 -1.212,74 8.990,40

139.980,11

6

-275.428,59

-728

-5.579,00

-1

-281.007,59

-729

1.580,40

1

-119.947,91

-8

-737.069,07

105

-855.436,58

-513

-520

-2.315.140,86

-1.414

474.717,00

348

-2.976.868,03

-2.315

Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Ab 2015 – mit Erreichen der Gewinnschwelle – erhalten die Anspruchsberechtigten von fair-finance voraussichtlich Gutschriften im Sinne der fair-finance Gewinnbeteiligung.


32

Anhang für das Geschäftsjahr 2013 Grundsätze Der Jahresabschluss 2013 wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches unter Berücksichtigung der spezifischen Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbstständigenvorsorgegesetzes (BMSVG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den in der Anlage 1 zu § 40 BMSVG enthaltenen Formblättern.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung des immateriellen Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen werden Abschreibungssätze zwischen 10 % und 33,3 % zugrundegelegt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.


33

Erläuterungen zur Bilanz Aktiva

Passiva

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind nachfolgend dargestellt.

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 beträgt EUR 2.000.000 und ist in 2.000.000 Stückaktien zerlegt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen. Die im Wertpapierbestand enthaltenen stillen Reserven betragen EUR 33.531,04.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28.11.2011 wurde der Vorstand ermächtigt, Partizipationskapital gemäß § 23 Abs. 4 und 5 BWG bis zur Nominale EUR 3.000.000 zu begeben. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand Gebrauch gemacht und im Berichtsjahr Nominale EUR 300.000 auf Namen lautende Partizipationsscheine begeben. Das nominelle Partizipationskapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.950.000.

Der Bestand am 31. Dezember 2013 setzt sich aus Renten und Rentenfonds zusammen. In der Direktveranlagung werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und aus sonstigen Forderungen. Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Wertpapierzinsen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Guthaben bei Banken in der Höhe von EUR 399.843,25 sind täglich fällig.

Gemäß den Bedingungen für das Partizipationskapital der fair-finance Vorsorgekasse AG nehmen die Inhaber der Partizipa­tionsscheine am Ergebnis des Geschäftsjahres der Gesellschaft teil. Der anteilige Jahresverlust des Geschäftsjahres 2013, in Höhe von EUR 474.717, wurde dem Partizipationskapital erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung zugewiesen. Die Zuweisung des anteiligen Verlustes erfolgte aufgrund des Verhältnisses des Nominales des gesamten gewinnberechtigten nominellen Partizipations­ kapitals zur Summe des gesamten nominellen Gesamt­ kapitals und Partizipationskapitals zum Bilanzstichtag 31.12.2013.

Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft Die Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft wurden unter Beachtung des § 30 BMSVG sowie der besonderen Veranlagungsbestimmungen des § 29 BMSVG veranlagt.

Zum 31. Dezember 2013 werden EUR 1.000.000 als gebundene Kapitalrücklage ausgewiesen. Der gebundenen Kapitalrücklage wurde das bei der Aktienausgabe erzielte Aufgeld zugewiesen. Die sonstigen Rückstellungen in der Höhe von EUR 61.223 setzten sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungsaufwendungen in der Höhe von EUR 20.900 sowie Rückstellungen in der Höhe von EUR 39.790 für Fremdleistungen und Rückstellungen für noch nicht konsumierte Urlaube von EUR 533 zusammen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einem Betrag von EUR 22.516,61 bestehen mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus Verbindlich­ keiten an das Finanzamt und der Wiener GKK für Steuern und Abgaben aus der Lohnverrechnung in der Höhe von EUR 7.844,68 und sonstigen Verbindlichkeiten in der Höhe von EUR 5.699,44. Gegenüber der Veranlagungsgemeinschaft besteht eine Verbindlichkeit aus der laufenden Verrechnung in der Höhe von EUR 6.926,30. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten.

Passiva der Veranlagungsgemeinschaft Die Abfertigungsanwartschaft wird mit EUR 119.947.913,46 ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten der Veranlagungsgemeinschaft bestehen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von EUR 19.664,18.


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Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Verwaltungskosten wurden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von 1,7 % zzgl. 0,3 % Inkassogebühr für die Sozialversicherungsträger aus den einbezahlten laufenden Beiträgen und in Höhe von 0,6 % aus dem Vermögen der Veranlagungsgemeinschaft entnommen.

Die Zusammensetzung des fair-finance Aufsichtsrates ist insofern besonders, als nur drei der sieben fair-finance Aufsichtsräte von Eigentümerseite entsandt werden, wodurch eine Stakeholder-Mehrheit in diesem Gremium besteht.

Die Betriebsaufwendungen bestehen aus Abschreibungen auf das Anlagevermögen, Personalaufwendungen, Rechts- und Beratungsaufwendungen, Aufwendungen für Wartungs- und EDV-Arbeiten, Miet- und Betriebskostenaufwendungen, Kosten für Fremdpersonal, Gebühren sowie anderen sonstigen Aufwendungen. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen EUR 18.500. Der überwiegende Teil der Sonstigen Betriebs-, Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen von EUR 1.201.936,97 (VJ: TEUR 1.017) entfällt auf die Verrechnung mit der Muttergesellschaft. Gegenstand der Leistungen ist die Organisation und Ausführung der für den Betrieb der Vorsorgekasse erforderlichen Tätigkeiten durch die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur (Büroräumlichkeiten, kaufmännische und technische Betriebsausstattung, etc.) und von Personalressourcen nach Maßgabe der Anforderungen seitens der Vorsorgekasse. Der Personalstand der Vorsorgekasse hat sich im Berichtszeitraum von 4 auf 6 Mitarbeiter erhöht.

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse Die Anteile an der fair-finance Vorsorgekasse Aktiengesellschaft werden zu 100 % von der fair-finance Holding gehalten. Der Jahresabschluss der fair-finance Vorsorgekasse Aktiengesellschaft wird in den von der fair-finance Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in 1080 Wien, Alser Straße 21, gem. § 237 Z14 UGB zu erstellenden Konzernabschluss einbezogen.

Im Geschäftsjahr tätige Mitglieder des Vorstandes: Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt zusammen: Mag. Markus Zeilinger, Wien, Vorsitzender des Vorstandes Günter Hörweg, Wien, Vorstandsmitglied

Im Geschäftsjahr tätige Mitglieder des Aufsichtsrates: Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2013 folgende Mitglieder an: Mag. Dr. Erich Schiff Vorsitzender (bis 21.11.2013) DI Mag. Dr. Helmut Eichert Vorsitzender (ab 21.11.2013) Mag. Claudia Kral-Bast Stellvertretende Vorsitzende Dipl. Ökonom Uwe Greff Aufsichtsratsmitglied Henning Mettler Aufsichtsratsmitglied Kerstin Schiefer, MA Aufsichtsratsmitglied Josef Wild Aufsichtsratsmitglied Angela Latin Aufsichtsratsmitglied (Betriebsrätin)

Sonstige ergänzende Angaben Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft im Jahr 2013 keine Bezüge. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt.

Staatskommissäre: Dr. Doris Brandtstätter ADir. Klaus Horvath

Mag. Markus Zeilinger Vorstandsvorsitzender

Günter Hörweg Mitglied des Vorstandes Wien, am 3. März 2014


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Entwicklung des Anlagevermögens Anschaffungskosten am 01.01.13

Zugänge

Abgänge

Anschaffungskosten am 31.12.13

Abschreibungen kumuliert

Buchwert am 31.12.13

Buchwert am 01.01.13

EUR

Abschreibungen (Zuschreibungen) des Jahres EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen

192.866,17

0,00

0,00

192.866,17

-83.416,17

-17.800,00

109.450,00

127.250,00

192.866,17

0,00

0,00

192.866,17

-83.416,17

-17.800,00

109.450,00

127.250,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

1. Beteiligungen

70,00

0,00

0,00

70,00

0,00

0,00

70,00

70,00

2. Wertpapiere

1.615.446,00

1.797.018,39 -1.275.975,00

2.136.489,39

-24.644,00

-11.812,00

2.111.845,39

1.602.614,00

1.615.446,00

1.797.018,39 -1.275.975,00

2.136.489,39

-24.644,00

-11.812,00

2.111.845,39

1.602.614,00

1.808.382,17

1.797.018,39 -1.275.975,00

2.329.425,56 -108.060,17 -29.612,00

2.221.365,39

1.729.934,00

II. Sachanlagen 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

III. Finanzanlagen


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Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk Bericht zum Jahresabschluss Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der fair-finance Vorsorgekasse AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahres­ abschluss und die Buchführung Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung

des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt. Prüfungsurteil Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Aussagen zum Lagebericht Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu erhalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 3. März 2014


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Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Ihm wurde regelmäßig vom Vorstand über die Geschäftslage sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle mündlich und schriftlich berichtet. Im Geschäftsjahr 2013 fanden vier Sitzungen statt. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und des Jahresabschlusses überzeugen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft und sich von deren Ordnungsmäßigkeit und sachlichen Unbedenklichkeit überzeugt. Der Aufsichtsrat hat sich somit dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen und den Jahresabschluss und den Lagebericht über das Geschäftsjahr 2013 einstimmig gebilligt. Der vorgelegte Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.

Die Buchführung, der Jahresabschluss 2013 samt Anhang sowie der Lagebericht wurden von der KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft und der darüber verfasste Prüfbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, weshalb der Jahresabschluss 2013 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurde.

Der Aufsichtsrat hat die Anlagen gem. § 63 Abs. 5 und 7 BWG zum Prüfungsbericht des Bank- und Abschlussprüfers entgegengenommen und nach Einsicht festgestellt, dass keine Beanstandungen vorliegen. Den Mitgliedern des Vorstandes sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat seinen Dank für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit aus. Wien, im März 2014

Für den Aufsichtsrat DI Mag. Dr. Helmut Eichert, Vorsitzender


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Auszeichnungen

Nach 2011 wurde fair-finance auch für 2012 wieder mit der höchsten Auszeichnung für die Nachhaltigkeit des Portfolios bedacht: Dem GOLD-Zertifikat der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik.

Das Serviceteam von fair-finance erreicht in einer von Telemark Marketing durchgeführten anonymen Befragung hinsichtlich Geschwindigkeit, Freundlichkeit und Kompetenz im Umgang mit e-mail- und Telefonanfragen den 2. Platz.

Auch 2013 konnte fair-finance an die Erfolge der Vorjahre anschließen und wurde erneut von Dr. Roger Emmett, Experte für Betriebliche Vorsorgeeinrichtungen, als beste Vorsorgekasse ausgezeichnet. www.emmett.at

Erneut konnte fair-finance nach 2012 auch 2013 den vom internationalen Fachmagazin IPE vergebenen Country Award als Best Pension Fund in Austria gewinnen.

Platz 1 im GrECo-Vergleich 2011-2013.

Umweltzeichen für den fair-finance bond Fonds.

Mitgliedschaften KLIMABÜNDNIS ÖSTERREICH – Größtes kommunales Klimaschutz-Netzwerk in Europa. ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik NPO-Institut für interdisziplinäre Nonprofit Forschung an der Wirtschaftsuniversität Wien (fair-finance ist förderndes Mitglied) BVK – Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen respACT – austrian business council for sustainable development CRIC – Verein für ethisch orientierte Investoren


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Kunden über fair-finance fair-finance dankt allen Kundinnen und Kunden für das Vertrauen … abz*austria ist eine NonProfit-Frauenorganisation, die sich seit ihrer Begründung im Jahr 1992 in Wien die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zur Aufgabe gemacht hat. Eine transparente Wertebasis liegt unserem Portfolio zu Grunde. Es war für uns daher naheliegend bei der Wahl unserer Vorsorgekasse einen Partner auszuwählen, der ebenfalls sozialen Mehrwert schafft und unsere Interessen vertritt. Besonders kundInnen-freundlich empfinden wir den regelmäßigen Newsletter, der uns über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden hält. Mag.a. Manuela Vollmann, Geschäftsführerin abz*austria

Für die Wienerberger-Gruppe hat Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln einen besonderen Stellenwert. Daher ist es uns als Arbeitnehmervertretung ein Anliegen, dass unsere Partner ähnlich denkende Unternehmen und Persönlichkeiten mit einer ausgeprägten Kundenorientierung sind. Das darauf aufbauende Modell der fair-finance ist transparent und bindet uns als Kunden vorbildlich ein. Wir freuen uns Teil dieser guten und nachhaltigen Idee zu sein. Karl Sauer, Chairman European Forum, Vorsitzender Zentralbetriebsrat von Wienerberger

Langfristiges Denken und Handeln sowie Menschlichkeit und Fairness sind in der STIWA Gruppe fest verankerte Unternehmenswerte. Wir freuen uns, mit fair-finance einen Partner mit gleichem Werteverständnis gefunden zu haben und schätzen das persönliche Engagement, die hervorragende Zusammenarbeit von Beginn an, den transparenten Informationsfluss sowie die laufende, vorbildliche Betreuung durch die Kundenberater. Mit Hilfe von fair-finance ist es uns als HR-Abteilung möglich, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein umfassendes Service zu allen Themen, die mit der Abfertigung Neu verbunden sind, anzubieten. Mag. Gerhard Hannerer, Leitung Personalabteilung STIWA Group

Der Grüne Erde Philosophie folgend, muss auch bei der Betrieblichen Vorsorge gesichert sein, dass es sich um nachhaltige und ethisch korrekte Anlageformen handelt. Natürlich wollen wir auch im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Geld gut verwalten und sind daher sehr zufrieden mit der Zinsgarantie von fair-finance und mit der in einem solchen Bereich notwendigen, sehr persönlichen Betreuung.Wir sind froh, dass wir in fair-finance einen Partner gefunden haben, der dieselbe Sprache spricht, wie wir. Mag. Kuno Haas, Geschäftsführer Grüne Erde

Fair handeln beginnt für SONNENTOR nicht nur in den Entwicklungsländern oder der sogenannten Dritten Welt. Jeder Biobauer, Mitarbeiter, Vertriebspartner, Ladner und Konsument ist ein wichtiger Teil des fairen Handels. Daher war es für uns wichtig, auch im Bereich der Mitarbeitervorsorge auf einen fairen Partner zu setzen. Mit fair-finance haben wir diesen Partner gefunden. Denn der Ansatz von fair-finance, nicht den Gewinn, sondern die Interessen der Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, deren Gelder nachhaltig zu veranlagen und dabei die gegenseitige Wertschätzung stets im Blick zu haben, lässt die Freude auch bei uns wachsen… Johannes Gutmann, Geschäftsführer und Gründer von Sonnentor

Als gesetzliche Interessenvertretung für über 450.000 niederösterreichische Beschäftigte stehen wir im Spannungsfeld, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das umzusetzen, wofür wir öffentlich eintreten. Mit fair-finance können wir diese Anforderungen erfüllen. Wir schätzen bei fair-finance die Transparenz und Klarheit, die wir auch als kritische Arbeitnehmer Arbeitnehmervertretung einfordern. Herbert Grurl, Vorsitzender des Betriebsrates AKNÖ

Als soziale Dienstleistungsorganisation, liegt dem Wiener Hilfswerk die verlässliche, hochqualitative und einfühlsame Pflege, Betreuung und Unterstützung der uns vertrauenden Menschen ganz besonders am Herzen. Hilfe zur Selbsthilfe ist uns ein wesentliches Anliegen. Der am Gemeinwohl orientierte geschäftspolitische Ansatz der fair-finance Vorsorgekasse hat uns überzeugt, sodass wir darauf vertrauen können, mit dem Wechsel zu fair-finance auch für unser wichtigstes Kapital, unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bestmögliche Sicherheit bieten zu können. Dir. Helmut Lutz, Geschäftsführer des Wiener Hilfswerks

Die IFN-Gruppe mit den Firmen Internorm, Schlotterer und Topic hat sich für den Umstieg zur fair-finance vor allem deshalb entschieden, weil diese MVK betriebswirtschaftliche Aspekte (gute Performance, Zinsgarantie, etc.), soziale Themen (z.B. Sozialpreis, etc.) und Nachhaltiges (z.B. entsprechendes Veranlagungsportfolio, etc.) gut miteinander kombiniert. Und das sind auch für uns Werte, die für uns zählen und unsere Mitarbeiter motivieren, wenn wir nachhaltige Produkte wie Fenster, Türen und Sonnenschutz herstellen, die unseren Kunden helfen Energie und Geld zu sparen und eine Wohnatmosphäre schaffen, in der man sich wohl fühlt. Prok. Mag. Johannes Broucek, Personalleitung Internorm / HR Internationales Fensternetzwerk Prokura der Internorm International und Bauelemente


fair-finance Vorsorgekasse AG Alser StraĂ&#x;e 21, 1080 Wien Telefon: +43 1 405 71 71 - 0 Fax: +43 1 405 71 71 - 71 E-Mail: office@fair-finance.at www.fair-finance.at www.sozialpreis.at Ă&#x2013;sterreichweiter Telefonservice zum Ortstarif: 0810 810 061

Umweltfreundlich (lt. Pa-Nr. VKI 920) produziert.


Fairnessbericht 2013