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SAMSTAGSTHEMA

Samstag, 9. Februar 2013

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Einen Tag in der schwäbischen Prärie Die Gewinner unseres Leservorteils erleben einen Tag auf dem Anwesen von Willi Wolf: Reiten in Westernmanier, Alb-Büffel, Kutschfahrten und viel Spaß.

2 13 LESERVORTEILE

Mit den Alb-Büffeln auf Du und Du Unsere Gewinner erleben einen Ausritt auf Westernart mit dem schwäbischen Cowboy Willi Wolf Ein großer Erfolg war unser Leservorteil mit Willi Wolf und seinen Alb-Büffeln. Über 150 Zuschriften haben wir bekommen. Die Gewinner haben ihren Besuch in Meidelstetten in vollen Zügen genießen können. THOMAS LEBHERZ

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ünktlich und perfekt für das Winterwetter und den Ausritt in die Meidelstetter Prärie ausgestattet, fanden sich unsere Gewinner und ihre zahlreichen Begleitpersonen beim Stall „Willi Wolf“ in Meidelstetten ein.

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ehört und gelesen hatten sie schon einiges über den schwäbischen Cowboy und seine Alb-Büffel. Aber ihn und seine Büffel live zu erleben ist nochmal eine ganz andere Kategorie.

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it seinem typischen Cowboyhut, seinem Holzfällerhemd, Jeans und Cowboystiefel begrüßt er unsere Gewinner per Handschlag. Bevor es aber losgehen kann, treffen sich alle in Willi’s guter Stube über dem Stall, schließlich kann man ja nicht einfach aufsitzen und losreiten. Und vor allem, ohne eine ganz offizielle Begrüßung für alle gemeinsam, kann es ja nicht gehen.

tige Steigbügellänge persönlich ein, nachdem er den Reitern ihre Pferde zugeteilt hat. Und nach ein paar grundlegenden Erklärungen und Regeln für das Reiten in der Meidelstetter Prärie, geht es dann auch endlich los.

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m Gänsemarsch, ein Pferd hinter dem anderen, geht es aus dem Stall raus, begleitet von aufmunternden Blicken und guten Wünschen und nicht unbedingt ernst gemeinten Ratschlägen der Begleitpersonen. Für diese steht just in diesem Moment die Kutsche bereit, die die Kinder und die zurückbleibenden Erwachsenen mit auf eine bequeme, zwei-PferdestärkenTour, über die verschneite Alb mitnehmen.

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nter dem wachsamen Auge von Willi Wolf geht es für die Reiter die ersten Meter auf einem geteerten Weg in Richtung der nahegelegenen Wiesen und Wälder. Der anfängliche Pferde-Gänsemarsch ist schnell aufgehoben. Sofort, als sich der Weg auf der Wiese verliert, reiten viele nebeneinan- der her, mit den von Willi Wolf ausgebildeten Pfer-

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e sicherer das Reiten wird, desto mehr nehmen die entspannten Gespräche untereinander zu. Dabei kristallisiert sich eines heraus: Niemand konnte sich wirklich vorstellen, wie schön, erlebnisreich aber auch erholsam ein solcher Ausritt mit dem schwäbischen Cowboy ist. Und das sind keine Höflichkeitsfloskeln, es ist ehrlich gemeint.

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ber Stock und Stein, herumliegende Äste und Baumstämme, über verschneite Pfade und verrottendes Laub, tiefhängende Äste im Wald, Anhöhen hinauf und Anhöhen wieder hinunter, führt der Weg. Noch einen Hauch Wildwestromantik mehr bekommt der Ausritt, als man am Fuß steil aufragender Felsnadeln vorbei reitet. „Ist das nicht einzigartig, genial und das alles mehr oder weniger direkt vor unserer Haustür“, merkt Willi Wolf an und keiner vermag ihm zu widersprechen.

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it jeder weiteren Minute, die der Ausritt dauert, werden unsere Gewinner lockerer und sicherer, genießen die neue Freiheit auf dem Rücken ihrer Pferde. Die anfängliche große An-

Antwort: „Nein, bloß nicht.“ Ginge es nach dem Befinden unserer Gewinner, könnte es problemlos den ganzen Tag auf dem Rücken der Pferde durch die Meidelstetter Prärie gehen. „Wenn es bei diesem Wetter schon so toll und schön ist, wie muss es dann erst im Sommer sein“, fragen sich einige Teilnehmer inzwischen und können sich die Frage im selben Moment auch schon selbst beantworten. Und sieht man in ihre strahlenden Gesichter, weiß man genau, dass man sie alle, allerspätestens im Sommer, wieder in Meidelstetten auf dem Rücken eines Pferdes durch die Prärie reiten sehen wird.

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och irgendwann geht alles seinem Ende entgegen. Nach fast zwei Stunde in der Wildnis der schwäbischen Alb, über viele verschlungene Pfade und traumhaften, verzauberten Waldstückchen, ist es Zeit den Rückweg anzutreten. Das Bild das sich jetzt, nach knapp zwei Stunden im Sattel, lässt sich mit dem Bild zu Anfang des Ausritts nicht vergleichen. Von Unsicherheit und übertriebener Vorsicht ist nichts mehr zu merken. Der Ritt hat Mensch und Pferd auf positive Art und Weise zusammen-

Gute Stimmung herrschte nach dem Ausritt in Willi’s „guter Stube“ bei Kaffee und Fotos: Eibner selbst gemachten Schneckennudeln. gestreckt haben, geht es in die g u t e , w a r m e Stube des Anwesens zu einer heißen

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ann endlich, viele konnten es kaum noch erwarten, geht es zu den Pferden, die für unsere Gewinner schon bereit standen. Doch wer dachte, einfach aufsitzen und los gehts, der hatte

den ist das auch kein Problem. Nur „Pauline“ zeigt sich an diesem Morgen et-

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s p a n nung weicht zusehends der puren, reinen Freude und dem Genuss. Das merken auch die Pferde, die immer öfter liebevoll am Hals gestreichelt werden.

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uch die feuchte Witterung und der Wind, die an diesem Nachmittag vorherrschen, machen, im Gegensatz zum Start, niemand mehr etwas aus. Die Hüte, und fast jeder unserer Gewinner hatte einen mitgebracht, sind zum Schutz tief ins Gesicht gezogen, die Kragen der Mäntel hochgeschlagen. Das Gefühl, in einer Reitergemeinschaft irgendwo in den Weiten der USA unterwegs zu sein, scheint gar nicht mehr so abwegig zu sein. Auch, weil die Gegend, in der sich der Tross gegenwärtig bewegt, ein übriges dazu tut.

Vor allem die Kinder hatten viel Spaß, als es mit zwei Pferdestärken in einer Kutsche über die verschneite Alb ging. sich getäuscht. „Wer reiten will, der muss sich auch um sein Pferd kümmern“, ist die klare Anweisung von Willi Wolf. Dementsprechend bekommen unser Gewinner erstmal eine Bürste in die Hand gedrückt und dürfen die ihnen zugeteilten Pferde kräftig striegeln und sie dabei näher kennen lernen. Nach dem Striegeln und Bürsten ist das Satteln dran. Jedes Pferd hat seinen eigenen Sattel. Da hilft Willi Wolf tatkräftig mit, stellt für jeden die rich-

was zickig und eigenwillig und tritt ohne ihren Reiter vorzeitig den Heimweg an. Nach einer anfänglichen angestrengten Aufmerksamkeit auf das Reiten an sich, zeigen immer mehr lächelnde Gesichter, wie gut unsere Gewinner mit den ihnen zugeteilten ihren Pferden klarkommen, und wie viel Spaß es ihnen macht, einmal auf diese Art und Weise in der wilden Natur, rund um die Meidelstetter Prärie , unterwegs zu sein.

feln. Über die Zucht generell, die Fütterung, das Wesen der imposanten Tiere, ihr Leben in den Weiten rund um Meidelstetten, aber auch über die Vielfalt ihrer Vermarktungsmöglichkeiten. Und das alles sind Themen, bei denen der Redefluss von Willi Wolf kaum noch zu bremsen ist. Kein Scheu vor den imposanten Tieren zeigen die Kinder, die die Tiere sofort streicheln.

g e schweißt.

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tolz darauf, wie gut man mit den Pferden in der freien Natur klar gekommen ist, wie problemlos und harmonisch das Abenteuer verlaufen ist und wie viele neue, positive Erfahrungen man machen konnte, kommen langsam die Stallungen wieder in Sicht.

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ort angekommen, ist die Freude über die Heimkehr groß. Und freudestrahlend wird in vielen Details erzählt, wie der Ausritt war. Dann allerdings hat sich jeder Reiter wieder um sein Pferd zu kümmern. Das heißt: Absatteln, Pferd trocken reiben, Zaumzeug abnehmen und Hufe säubern.

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urde noch kurz vorher bei jeden Stopp einfach da angehalten wo man sich mit seinem Pferd gerade befand, schließen die Teilnehmer jetzt beim Anhalten zueinander auf. Die Führung der Pferde, die Einheit Mensch und Pferd, funktioniert mit den Tipps und unter der Aufsicht von Willi Wolf, von Mal zu Mal besser.

n der Zwischenzeit ist es auch den Angehörigen, die nicht mit bei der Tour in die Tiefen der schwäbischen Wildnis dabei waren, nicht langweilig geworden. Die Kinder durften sich frei auf dem Anwesen bewegen, in der Reithalle herumtoben und die Tiere besuchen. Und da gibt es neben den Alb-Büffeln auch noch Kaninchen, Hunde, Schweine und Katzen zu sehen.

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uf die Frage von Willi Wolf, ob denn schon jemand zurück möchte, ob es konditionelle Probleme gebe, folgt eine prompte

icht nur den Kindern, die an diesem Tag viel erlebt haben, fällt der Abschied schwer. Zufrieden sind die Kleinen erst, als ihnen ihre Eltern versprechen, dass man bald wieder einen Besuch bei den Alb-Büffeln machen

achdem die Pferde versorgt sind, die Reiter sich, nach den nichtalltäglichen Anstrengungen, ausgiebig gereckt und

Kurz vor dem Ausritt herrschte noch Anspannung und Nervosität. Das allerdings hatte sich schnell erledigt. Tasse Kaffee. Schon die relativ kurze Zeit des Ausritts hat ausgereicht, um aus ihnen eine Gemeinschaft werden zu lassen. Bei den Gesprächen kann man durchaus den Eindruck gewinnen, als würden sich die Teilnehmer schon seit Jahren kennen und sich regelmäßig in „Willi’s-Stall“ treffen.

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evor die Heimreise angetreten wird, gibt es eine Führung durch die Stallanlagen und reichlich Informationen, Fragen und Antworten zu seinen Büf-

wird. Und kaum einer der Reiter geht von dannen, bevor er sich persönlich von „seinem“ Pferd verabschiedet hat.

Info: Solche Ausritte und Besuche bei den Alb-Büffeln, wie bei unserem Leservorteil beschrieben, sind jederzeit bei Willi Wolf, unter der Telefonnummer (07387) 579 zu buchen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www: willi-wolf.de. Mehr Bilder zu unserem Leservorteil gibt es unter: www.swp.de/metzingen/bilder.

Albbüffel im Albbote  

Sehr schöner BEricht über die Albbüffel im Alboten.

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