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5/6 · 2014

S & S Branchen-Report

FACH SCHRIFTEN VERLAG

Schwimmbad & Sauna PROFI Der Branchen-Report: News, Messen, Firmen, Personen, Produkte

SCHWEIZER ABEND Aqua Solar-Infotagung in Basel Der Schweizer Großhändler Aqua Solar lud rund 20 seiner wichtigsten Lieferanten zu einer Hausmesse nach Basel. Neben spannenden Vorträgen präsentierte das Team um Dominik Graf eine spektakuläre Abendveranstaltung. Seite 10

Topras schult intensiv

Interbad am Start

Leidenfrost in Wien

Erst bei Jacuzzi, dann eine exklusive Verkaufsschulung in Berlin. Seite 14

In Hamburg informierte die Interbad über die aktuellen Messepläne 2014. Seite 16

Der Poolbauer lud seine Handelspartner zur Infoveranstaltung nach Wien. Seite 19

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PROFI

Editorial

Design und Herstellung in Schweden seit 1967

Es kann losgehen Die Voraussetzungen fĂźr eine erfolgreiche Poolsaison sind geschaffen. Der FrĂźhling startet durch, das Konjunkturbarometer des bsw liegt Ăźber Vorjahr und die AuftragsbĂźcher sind voll. Auch ansonsten geht die Branche gut vorbereitet in die Saison. Firmen wie Bayrol, Topras, Leidenfrost sowie die vier Roadshow-Partner schulen ihre Händler. Paradiso baut seinen Produktionsstandort im badischen Neuried weiter aus, Aquacomet tut das gleiche im ungarischen GyĂśr. Und der Schweizer Platzhirsch Aqua Solar setzt mit einer groĂ&#x;en Hausmesse fĂźr seine Kunden Zeichen. Und der Endverbraucher: Im ganzen FrĂźhjahr finden unzählige von regionalen Gartenmessen statt, die ihn dazu animieren, seinen Garten als erweiterte, heimische CocooningSphäre zu gestalten. Besonders eindrucksvoll war dies Ende März in Tulln zu besichtigen. Auf der Pool + Garden in der niederĂśsterreichischen Kleinstadt werden schon seit Jahren Mauern eingerissen und Pools, GartenmĂśbel, Naturteiche, Outdoor-KĂźchen und Hochbeete zusammengefĂźhrt. Alles, was eben zum Leben im Garten gehĂśrt.

Einbauteile aus Edelstahl fĂźr Pools “Made in Schwedenâ€?

Peter Lang

INHALT

BRANCHENNEWS Jacuzzi: Schulung fĂźr Topras-Mitglieder in Italien ......................... Bayrol: Neues Corporate Design auch im Internet und als App ........ BWT: Leichter Umsatzzuwachs ....................................................

4 5 6

UNTERNEHMEN & PRODUKTE Aqua Solar: GroĂ&#x;e Infotagung in Basel .......................................... Aquacomet: Ausbau der Produktion in Ungarn ............................... Topras: Teil 2 der Exklusivschulung in Berlin ................................ Interbad: Presseveranstaltung zur Messe im Oktober ...................... Future Pool: Josef Hartmann im Gespräch ..................................... Leidenfrost: Viele Neuheiten bei der Händlertagung in Wien ........... BAC: Der Vorteil von Rollschutz-Abdeckungen ............................... Trend-Pool: Händlerschulungen in ganz Deutschland ..................... Chemoform: Betriebsbesichtigung in KĂśngen und im Elsass ........... Roadshow: Schulung und Karneval in KĂśln.................................... Paradiso: Hausmesse und Produktionserweiterung ......................... Remko: Fachbeitrag zum Thema Luftentfeuchtung ........................

10 13 14 16 17 18 20 21 22 24 29 30

MESSEN & AUSSTELLUNGEN Nachbericht zur Pool + Garden in Tulln ......................................... 26

IMPRESSUM

bsw-INSIDE bsw-Jahrestagung: Awards und Kultur in Weimar ........................... 32 bsw inside: Schulungen und Veranstaltungen ................................ 34

Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG HĂśhenstraĂ&#x;e 17, 70736 Fellbach Tel.: 0711/5206-0/Redaktion -279 Telefax Redaktion und Anzeigen: 0711/5206-276 E-Mail: schwimmbad@fachschriften.de www.schwimmbad.de www.fachschriften.de www.naturpools.de GeschäftsfĂźhrer: Harald Fritsche, Wolfgang Kriwan Chefredakteur: Peter Lang, E-Mail: lang@fachschriften.de

Redaktion: Joachim Scheible, Barbara Stierle, Annika Vogel, Susan Carlizzino-Hoog (Ass.) Layout: GIEKWERBUNG, Beinsteiner Str. 47, 71384 Weinstadt Herstellung: Anja Groth (Ltg.) Anzeigenverkaufsleitung: Daniela Buchheim, E-Mail: buchheim@fachschriften.de Anzeigen: Julia Skora

Skimmer mit ‡+DOVLQGUHLYHUVFKLHGHQHQ/lQJHQ ‡ .UDJHQLQGHU+|KHYHUVWHOOEDU ‡gIIQXQJHQI U:DVVHU]XODXIhEHUODXI  XQG1LYHDXUHJOHU ‡)ODQVFKI U0RQWDJHLQGLH%HFNHQZDQG ‡JHUlXPLJHP)LOWHUNRUE

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Alle Ratschläge in diesem Heft sind sorgfältig erwogen und geprßft, eine Garantie kann aber nicht ßbernommen werden. Die Haftung von Autoren und Verlag fßr Personen-, Sachund VermÜgensschäden ist ausgeschlossen.

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PROFI

Branchennews

BAC: Neuer Musterständer verfügbar Jacuzzi-Schulung für Topras-Mitglieder Anfang Februar besuchte die Topras-Gruppe im Rahmen einer zweitägigen Schulung den Whirlpool-Spezialisten Jacuzzi im nordostitalienischen Valvasone. Die rund 30 Teilnehmer wurden von Giulia Coco und Bertram Kainz von Jacuzzi Deutschland kompetent durch die gut vorbereitete Veranstaltung geführt. Neben der schön gestalteten Ausstellung mit dem umfangreichen Produktportfolio erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in die Produktion und Qualitätskontrolle. Neben Funktionalität legt der italienische Markenhersteller großen Wert auf das Thema Design. Ein Beispiel hierfür sind die Ummantelungen, die namhafte Designer und Architekten wie Daniel Libeskind für die Portables von Jacuzzi entwarfen (im Bild). Die Schulung hinterließ bei den Topras-Mitgliedern einen positiven Eindruck, so dass einige die Aufnahme der Jacuzzi-Produkte in ihre Ausstellung planen. Die Firma Starke hatte als erster Topras-Partner Jacuzzi-Produkte in seiner Ausstellung präsentiert. Abgerundet wurde die Schulungsveranstaltung durch einen Besuch der „Villa Santi“ (im Bild), eines Weinkellers, der federführend für den Namen Prosecco steht und auch sonst eine große geschichtliche Bedeutung hat.

www.topras.de, www.jacuzzi.de

Bieri Alpha Covers (BAC) hat für seine Schwimmbad-Abdeckungen einen neuen Musterständer entwickelt. „Mit diesem Musterständer der gängigsten Abdeckungen machen wir es unseren Kunden, Schwimmbad-Fachhändlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sehr leicht, ihren Interessenten unsere ganze Angebotspalette vorzustellen“, so BAC-Geschäftsführer Torsten Blaser. Die Kollektion des Ständers besteht aus insgesamt acht Mustern, die alle wesentlichen Merkmale und Funktionen der jeweiligen Abdeckung darstellen. Zu den Mustern gehört die Schwimmfolienabdeckung Isola, einmal mit frontseitigem Schwimmrohr und einmal in der Ausführung mit frontseitiger Ausstoßhilfe. Weiterhin werden die Rollladenmodelle Rollmatic, als Variante in PVC sowie in der Ausführung Polycarbonat inklusive zweier neuer Profile, sowie die Modelle Alphatherm, Duotherm und Twist vorgestellt. Besonders kundenfreundlich: Die Rollladenpräsentation zeigt alle Standardfarben plus die Sonderfarben jedes Typs. Auch fehlen die Rollschutzabdeckungen nicht auf dem Musterständer. Bei den Modellen SwissTop, Multiversal und NovaTrend werden beide Varianten der Randverstärkung, also Hohlsaum und Keder (K-Modelle) jeweils auf einem Muster dargestellt. Das Abdeckungsmuster 7 ist das Schutznetz, wobei auf dem Musterständer beide Varianten der Netzabdeckung, Standard und mit verstärkter Randverstärkung, dargestellt werden. Muster 8 ist die aufblasbare Winterabdeckung für Außenschwimmbecken. Da das Grundmaß des Ständers nur einen Quadratmeter betrage, lasse er sich leicht in jeden Präsentationsraum integrieren, so Blaser. Entsprechend positiv sei die Resonanz der Kunden. Interessenten des Musterständers können sich direkt an BAC wenden.

www.bac.ag

Neuauflage der Lovibond-Broschüre

Vorerst keine DIN-Norm für Saunas In unserer letzten Ausgabe berichteten wir über ein geplantes Normierungsvorhaben von DIN für Saunaanlagen. Am 13. Februar fand dazu ein Gründungsausschuss in Berlin statt. Nach Aussage von Juliane Jung, Teamkoordinatorin beim DIN-Normenausschuss Sport- und Freizeitgerät (NASport) haben die Anwesenden der Sitzung vereinbart, das Normungsthema „Saunaanlagen“ solange zurückzustellen und den Arbeitsausschuss nicht zu gründen, bis ein erneuter Normungsantrag gestellt wird. www.nasport.din.de

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Das bekannte Nachschlagewerk „Pool & Spa Wasseraufbereitung und Analytik“ ist in einer aktuellen Version erschienen. Es richtet sich sowohl an den ambitionierten, privaten Schwimmbad- und Whirlpoolnutzer als auch an die Fachangestellten für die öffentlichen Bäderbetriebe. Behandelt werden Grundzüge der Wasseraufbereitung, Desinfektionsmittel und pH-Wert, Analysenverfahren sowie chemische und mikrobiologische Anforderungen. Besonderes Augenmerk wird dem Kapitel „Problemanalyse“ gewidmet.

www.tintometer.de


Bayrol: Wissen hautnah und per App

Lindner bei Capena

Unter dem Motto „Expertenwissen“ schult Bayrol im vierten Jahr in Folge seine Partner im Fachhandel. An fünf Standorten wurden bis zu 200 Personen aus etwa 130 Unternehmen auf die Saison vorbereitet. Die Bayrol-Experten aus Labor, Technik, Vertrieb und Marketing gaben ihr umfangreiches Wissen an die Teilnehmer weiter, damit diese das komplexe Thema Wasseraufbereitung ihren Kunden in leicht verständlicher Form nahebringen können. Neben der Mess-, Regel- und Dosiertechnik stand auch die Umsetzung des neuen Corporate Designs im Blickpunkt. Neben neuen Produktverpackungen erhielten die Fachhändler auch umfangreiche Printmedien für die Endkunden sowie für die Verkaufsräume. Im neuen Corporate Design erscheint seit März auch die Bayrol-Homepage – schlanker, aufgeräumter und mit modernster Technik. Die Poolpflegeprodukte wurden nach der neuen Kategorisierung „Basis“, „Komfort“ und „Problemlöser“ sortiert. Über die Funktion Händlersuche findet der Endkunde sofort den nächstliegenden Fachhändler. Ein besonderer Service für Endkunden ist die neue kostenlose Bayrol-App „Pool Expert“, mit der über Smartphone oder Tablet an jedem Ort hilfreiche Informationen rund um die Poolpflege abgerufen werden können. Neben der Errechnung des Wasservolumens enthält sie unter anderem die Möglichkeit, die aktuellen Wasserwerte einzugeben und gibt dann klare Vorschläge für eventuell durchzuführende Korrekturen mit Angabe der Produkte und Dosiermenge. Der Kunde kann zudem auch eine „Einkaufsliste“ für die benötigten Bayrol-Produkte zusammenstellen und abspeichern. Zusätzlich gibt die App Antworten und Tipps zu den gängigsten Problemen bei der Wasserpflege. Das komplette Sortiment wird zur einfachen Orientierung als OnlineKatalog mit Produktinformationen dargestellt. Eine weitere hilfreiche Funktion ist das Händlerverzeichnis mit Angabe des nächstgelegenen Händlers.

Eberhard Lindner ist seit 1. Februar als Verkaufsleiter bei Capena in Kirchheim bei München tätig. Der studierte Betriebswirt arbeitete u.a. bei Seko Deutschland, einem führenden Hersteller im Bereich Dosier-, Mess- und Regeltechnik. Zuletzt war Lindner Gebietsleiter Süddeutschland, Österreich und Schweiz bei Procopi Deutschland. Capena ist auf in Deutschland gefertigte Schalungssyteme spezialisiert.

www.bayrol.de

Daniel Georg bei Berndorf Bäderbau

Delvaux: Neuer Topras-Partner aus Luxemburg Mit der Firma Delvaux aus Itzig in Luxemburg kann der Topras-Qualitätsverband ein neues Mitgliedsunternehmen begrüßen. Damit hat die Topras inzwischen Fachbetriebe in neun europäischen Ländern. Vor 25 Jahren als Sanitäreinrichtungshaus von Jeannot Delvaux (im Bild) gegründet, zählt das Unternehmen aktuell 72 Mitarbeiter. Mit den Abteilungen „Nautilus“ für Luxusschwimmbäder, Wellnessmobiliar und Wellnessbäder und „Idros“ mit Sonderausstattung für Bad/Sanitär hat Delvaux sein Angebotsspektrum im Lauf der Jahre erweitert. „Die Ausrichtung auf das Premium-Segment und das gut ausgebildete Personal von Delvaux passen perfekt zur Philosophie der Topras“, wie Geschäftsführer Johannes Gunst betont. Der Unternehmenssitz befindet sich in einem alten Bauernhaus (im Bild), das von dem Innenarchitekten Laurent Biever eingerichtet und modernisiert wurde. Der Showroom erstreckt sich auf 750 m2. Für seine Schwimmbad- und Wellnesskunden bietet das Delvaux-Team individuelle, maßgeschneiderte Lösungen in allen denkbaren Materialien für den Innenbereich oder im Freien. Bei größeren Objekten unterstützt der Innenarchitekt Laurent Biever das Team. So entstehen aus dem Hause Delvaux nicht nur Schwimmbäder, Wellnesseinrichtungen oder Badezimmer, sondern ganze Areale neu gestalteter Räume der Badekultur.

www.delvaux.lu, www.topras.de

www.capena-swimmingpools.de

Berndorf Bäderbau verstärkt sein deutsches Vertriebsteam mit dem Dipl.-Ing. Daniel Georg. Damit wird erstmals ein Vertriebsmitarbeiter engagiert, der ausschließlich den Privat- und Hotelbeckenmarkt betreuen wird. In den letzten Jahren bediente Berndorf schwerpunktmäßig den kommunalen Markt mit Edelstahlbecken in Deutschland. Aus dieser Erfahrung heraus war die logische Konsequenz das Know-how auf Hotel- und Privatschwimmbecken umzulegen und dafür eine aktive Präsenz zu schaffen. Daniel Georg steht als kompetenter Ansprechpartner für Planer, Architekten, SchwimmbadFachhändler, Hoteliers und den privaten Bauherrn zur Verfügung. Berndorf Bäderbau und Daniel Georg unterstützen dabei die Kunden bereits in der frühen Phase der Projektentwicklung, um die bestmögliche und kundenindividuelle Realisierung der Poolprojekte zu erreichen.

www.berndorf-baederbau.com

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Schwimmbad & Sauna PROFI 5


PROFI

Branchennews

Bevo auf der Energiesparmesse Wels Der Großhändler Bevo zeigte sich mit einem breiten Angebot an stromsparenden Wärmepumpen, frequenzgesteuerten Umwälzpumpen und Unterwasser-Scheinwerfern auf der Energiesparmesse im oberösterreichischen Wels (26. Februar bis 2. März). Im Bild zu sehen sind Geschäftsführer Lothar Mair (re.) und Sohn Manuel. Die Energiesparmesse lockte insgesamt 93 500 Besucher an, davon waren rund 28 000 Fachbesucher. Der thematische Schwerpunkt lag auf den Bereichen Bau-, Heizungs- und Sanitärtechnik. Auch einige Schwimmbad-, Sauna- und Infrarothersteller waren in Wels vertreten.

www.bevo.at

Schomburg: Schwimmbadforum in Berlin

Compass Pools: Meeting in Auerbach Vom 2. bis 7. Februar konnte Compass Pools mit Geschäftsführer Franz Reps über 50 Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz zu seinem Info-Meeting in Auerbach und Bad Griesbach begrüßen. Auf dem Programm standen neue Technologien „Rund um den Pool“ wie das selbstreinigende „Vantage“-System, die Unterflurrollo-Variante „Beachline“ sowie die Hinterfüllung mit Isolierbeton. Alle Compass-Partner profitieren von einer erweiterten Produktpalette bei der Serie „Elegant“, die es ab sofort auch in den Längen 8,3 und 10 m gibt. Dazu kommt die neue, bei den Partnern sehr positiv aufgenommene Poolfarbe „Nova Graphite“. Zum Abschluss der Schulung ließen alle Teilnehmer den Tag bei einem geselligen Miteinander ausklingen.

www.compasspools.de

Für sein Schwimmbad-Forum hatte sich der Systembaustoffhersteller Schomburg eine tolle Location ausgesucht: Das Panorama 37 im Radisson Park Inn direkt am Alexanderplatz in Berlin. In bester Aussichtslage, hoch über den Dächern der Hauptstadt, wurde den Teilnehmern am 20. und 21. März 2014 ein breites Spektrum an Vorträgen rund um den Schwimmbadbau geboten. Dieses reichte von der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Bauen über die mangelfreie Ausführung im Zusammenhang mit Fliesenarbeiten bis hin zu rechtlichen Aspekten und Fragen der Haftung beim Schwimmbadbau. In weiteren, faktenreichen Vorträgen ging es unter anderem um Wasseraufbereitung und Hygiene, den Architekten als Schnittstellenmanager von der Planung bis zur Inbetriebnahme, die Schwimmbadsanierung im Denkmal sowie die Beckenabdichtungskontrolle mithilfe des elektrisch überprüfbaren Abdichtungssystem „Densare 2002“ von Schomburg. Im Rahmen des festlichen Abendessens am 20. März 2014 wurden außerdem die Preisträger des „Schwimmbads 2013“ präsentiert (Bild oben). Prämiert für ihre meisterlichen Verlegearbeiten in drei öffentlichen Bädern wurden die Fliesenlegerfachbetriebe Heidrich Fliesen (1. Platz), Fliesen Lepping (2. Platz) und Schmelzer (3. Platz). Der erste Platz war mit 10 000 Euro dotiert.

www.schomburg.de

BWT steigert Umsatz leicht Die österreichische BWT Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 ihren Umsatz um 1,1 Prozent auf 507,7 Millionen Euro erhöhen können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 23,1 Millionen Euro um rund 4 Prozent über dem Vorjahr. Das Konzernergebnis vor Minderheitsanteilen ging allerdings um 25 Prozent auf 10,8 Millionen Euro zurück. Der Vorstandsvorsitzende Andreas Weißenbacher betonte, man habe 2013 die größte Werbekampagne in Deutschland und Österreich gestartet und damit die Bekanntheit der Marke BWT bei den Endverbrauchern deutlich ausgebaut. Diese Marketingoffensive soll 2014 weiter intensiviert werden. Außerdem investiert BWT am Standort Mondsee in neue Produktions- und Logistikeinrichtungen, in Deutschland soll 2014 ein neues Werk zur Membranproduktion in Betrieb gehen.

www.bwt.at

6 Schwimmbad & Sauna PROFI 5/6-2014


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PROFI

Branchennews

Kerschbaumer: Beratung in allen Poolfragen Wer sich für den Bau eines Pools entscheidet, egal ob als privater oder öffentlicher Bauherr, sieht sich mit einer unüberschaubaren Zahl von Anbietern konfrontiert, deren Angebotspalette unterschiedlicher nicht sein könnte und deren Leistungen für einen Laien meistens nur schwer bis gar nicht vergleichbar sind. Wer in diesem Fall kompetenten Rat sucht, kann sich seit Juni 2013 auf das Technische Büro Dipl.-Ing. Helmut Kerschbaumer wenden. Das Büro sitzt in Wildon/Südsteiermark. Helmut Kerschbaumer verfügt über eine fundierte Ausbildung einerseits, wie auch über eine jahrelange Berufserfahrung in leitenden Positionen in der Schwimmbadbranche, was ihn zu einem ausgewiesenen Kenner der Materie macht. In seiner mehrjährigen Tätigkeit als Präsident der ARGE ÖVS, als Delegationsleiter des ÖVS auf Ebene der EUSA und in der CEN im Bereich Normung von Privatschwimmbecken auf europäischer Ebene konnte er sein Fachwissen einbringen und maßgeblich erweitern. Was kann das Technische Büro Dipl.-Ing. Kerschbaumer als herstellerunabhängiger Planer für Sie als Bauherr leisten? Im Mittelpunkt des Interesses stehen in erster Linie die Wünsche und Vorstellungen des Kunden. Herr Dipl.-Ing. Kerschbaumer kann bereits im Erstgespräch sehr rasch herausfiltern, welche Ansprüche ein Kunde hinsichtlich Ausstattung und Beschaffenheit des Pools bzw. der Wellnessanlage hat. Weiters kann sehr rasch abgeklärt werden, inwieweit die Kundenwünsche mit der Realität der Liegenschaft und dem vorhandenen Budget kompatibel sind. Dies führt zu einer punktgenauen Angebotseinholung bei denjenigen Herstellern, die am besten geeignet sind, die Kundenwünsche umzusetzen. Folgende weitere Serviceleistungen können auf Wunsch in Anspruch genommen werden: Angebotsvergleich und –bewertung, Unterstützung bei Preisverhandlungen und Auftragsvergabe, Baubegleitung, Rechnungskontrolle und Endabnahme. Auch bei auftretenden Problemen bestehender Pool- und Wellnessanlagen steht Herr Dipl.-Ing. Kerschbaumer schließlich in seiner Eigenschaft als allgemein zertifizierter und gerichtlich beeideter Sachverständiger gerne zur Verfügung.

www.di-kerschbaumer.at

Lebensgrundlage Wasser

Grünbeck erweitert Geschäftsleitung Die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH geht mit einer neu strukturierten, fünfköpfigen Führungsmannschaft in die Zukunft. Das Unternehmen habe auf das sich wandelnde Marktumfeld reagiert und Ende 2013 den ProzessmanagementExperten Dr. Bernd Vogl in die Geschäftsleitung berufen. Neben Dr. Vogl und den beiden Geschäftsführern Dr. Günter Stoll (Vorsitzender) und Peter Lachenmeir gehören der Geschäftsleitung weiterhin Edwin Bauermann-Roos (Vertriebsleiter) und Hermann Müller (Leiter Supply Chain Management) an.

Prof. Viktor Dulger, Gründer der Prominent-Gruppe, hat nach rund 20 Jahren eine Neuauflage seines Buches über die globale Trinkwassersituation aufgelegt. In kompakter, reich bebilderter Form führt der Autor, dessen Unternehmen sich seit Jahrzehnten mit Wasseraufbereitung und Dosiertechnik befasst, durch das komplexe Thema. Klimafolgen und Mythologie, Konsequenzen des Wassermangels für die gesellschaftliche Entwicklung bei steigender Weltbevölkerung bis hin zu Möglichkeiten, mit dem drohenden Wassermangel umzugehen, sind die zentralen Themenfelder. Das Thema wird von Viktor Dulger gut lesbar und mit spannenden Interviews aufbereitet. Am Schluss befindet sich ein umfangreicher Teil mit Tabellen und Infografiken, die das Thema auch optisch anspruchsvoll darstellen.

www.prominent.de

www.gruenbeck.de

DGfnB: Hersteller und Zulieferer nun im Vorstand vertreten Die Deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer (DGfnB) hat ihren Vorstand um einen Beisitzerposten erweitert. Künftig ist Thomas Kippels-Ohlhoff (Foto: Scheible) für die Belange der Hersteller, Anbieter und Zulieferer von Produkten für Schwimmteiche und Naturpools zuständig. Eine entsprechende Satzungsänderung segnete die Mitgliederversammlung der DGfnB am 21. März in München mit überwältigender Merhrheit ab. Als einziger Kandidat wurde Kippels-Ohlhoff schließlich mit ebenso großer Mehrheit auf den neu geschaffenen Posten gewählt. Der vor gut einem Jahr neu gewählte DGfnB-Gesamtvorstand besteht neben dem geschäftsführenden Vorstand, dem Schriftführer und dem Pressewart nunmehr aus sechs statt bisher fünf weiteren Beisitzern, die ihrerseits verschiedenen Arbeitskreisen vorstehen. KippelsOhlhoffs Aufgabe besteht darin, mittels Networking sowohl förderliche Synergieeffekte als auch Beziehungen zwischen der Industrie und den im DGfnB organisierten Unternehmen und Organisationen zu knüpfen. Zudem soll eine Materialdatenbank im Sinne einer „Positivliste“ für die Branche aufgebaut werden. www.dgfnb.de

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PROFI

Aqua Solar Infotagung in Basel

Ließ es sich nicht nehmen, seine Gäste in einem schottischen Kilt zu begrüßen: Aqua Solar-Inhaber und Dryden Aqua-Geschäftsführer Dominik Graf.

Schweizer Charme mit schottischer Note Am 6. Februar lud der Schweizer Großhändler Aqua Solar seine Handelspartner zu einer Infotagung mit Eventcharakter nach Basel. Neben einer Hausmesse mit den wichtigsten Lieferanten begeisterte die Veranstaltung mit einem exklusiven Abendprogramm. Traditionell gekleidet im schottischen Kilt präsentierten sich Dominik Graf und Dr. Howard Dryden am Abend des Aqua Solar-Kundenevents in Basel. Vorausgegangen war ein Tag mit einer exzellent organisierten Hausmesse des Schweizer Schwimmbad-Großhändlers, zu der rund 150 Kunden aus der ganzen Schweiz angereist waren. Auf 24 Messeständen zeigte sich ein Großteil der Hauptlieferanten mit ihren Produktneuheiten. Die Hausmesse wurde durch ein ganztägiges Vortragsprogramm in deutscher und französischer Sprache ergänzt. Den Start bei den stets gut besuchten Präsen-

tationen machte Armin Herger, Geschäftsführer von Speck Pumpen, der über die aktuellen und zukünftigen Effizienzbedingungen von Schwimmbadpumpen mit regelbaren Motoren referierte. Im Mittelpunkt des Vortrags von Dominik Graf stand das Wasseraufbereitungssystem „DAISY“ von Dryden Aqua, das aus drei integrierten Schritten zu einem nahezu bakterienfreien Badewasser führt und dabei den Einsatz von Chemie stark reduziert. Als Filtermedium wird das besonders wirksame „AFM“ benutzt, ein physikalisch-chemisch aktiviertes Glasgranulat, das in einer hoch-

modernen Anlage in Schottland produziert wird. Wie man technische Produkte heutzutage verkauft, machte Rolf Schöppner, Vertriebsleiter von Riviera Pool, in seinem unterhaltsamen Vortrag deutlich. Entscheidend sei die emotionale Begeisterung des Kunden für das Produkt, nicht eine Auflistung technischer Details. Schöppner fügte zugleich eine Auflistung von Dienstleistungen an, die den Sinn des Berufs Schwimmbadbauer in der heutigen Zeit ausmachten. Als vierter Referent erläuterte Juri Katz die aktuelle Entwicklung beim israelischen Unternehmen Maytronics, das vor allem für sei-

Die A-Cappella-

ne Poolreinigerlinie „Dolphin“ bekannt ist. Nach einem ausgefüllten Messetag mit vielen Gesprächen und stets gut besuchten Messeständen, nahmen rund 450 Personen die Einladung Aqua Solars zu einer exklusiven Abendveranstaltung an. Neben einem mehrgängigen Menü kamen die Gäste auch akustisch voll auf ihre Kosten. Zu echten Begeisterungsstürmen riss die international besetzte A-Cappella-Band „a-live“ das Publikum hin. Auch Anna Rossinelli, eine Schweizer SingerSongwriterin, überzeugte mit einem impulsiven Auftritt. Zu guter Letzt ließ die Band „Guajiro y su son“ den Abend mit kubanischem Sound entspannt ausklingen. Nach Aussage von Aqua Solar soll es in vier Jahren wieder eine Infoveranstaltung in großem Rahmen geben. Fotos: Philipp Dreier (S. 10), Peter Lang Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Band „a-live“ sorgte beim Publikum für Begeisterungsstürme.

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Mehr Informationen Aqua Solar AG, Industriering 66, CH-4227 Büsserach, Tel.: 0041/61/7899100, www.aquasolar.ch


Haben 2013 in Schottland eine hochmoderne Produktionsstätte für die „AFM“-Herstellung von Dryden Aqua eröffnet: Dominik Graf (li.) und Dr. Howard Dryden. Riviera Pool-Vertriebsleiter Rolf Schöppner konnte mit diesem Chart alle Zuhörer beruhigen: Das Leben eines Schwimmbadbauers ist ein sinnerfülltes.

Steht bei Dryden Aqua hoch im Kurs: Das Filtermaterial „AFM“ aus aktiviertem grünen Glas filtriert effizient und verhindert die Entstehung von Biofilm.

Zeigten ihr Portfolio an Beckenrandsteinen und Überlaufrinnen: (v.li.) Sindy Lenhardt, Regine und Sven Geyger.

Hugo Lahme-Geschäftsführer Hans-Joachim Wittwer mit der neuen Gegenstromanlage „Essence“.

Speck-Geschäftsführer Armin Herger hielt einen Vortrag über die neue Generation effizienter Schwimmbadpumpen mit regelbaren Eichenwald zeigte heiße

Motoren.

Edelstahltrends: (v.li.) Karine Müsch, Roswitha Steffens und Marc Hölter. weiter auf Seite 12 ➔

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PROFI

Aqua Solar Infotagung in Basel

Bayrol zeigte sich in der Schweiz mit eigenem Messestand

Reges Interesse des Schweizer Fachhandels an den Messe-

im typischen neuen Türkislook: Vertriebsleiter Ronald

ständen wie hier beim Filter- und Pumpenspezialisten Pentair

Koch (li.) und Marketing-Direktor Jürgen A. Koenig.

kennzeichnete die Infotagung von Aqua Solar.

Die nächste Generation spielt bereits erfolgreich auf der

Deutsch-holländisches Quartett: (v. li.) Henk Jan van der Hoff

Grando-Klaviatur: Frederick Granderath.

(Pomaz), Armin Herger (Speck), Roy Peeters (Pomaz) und Christoph Ott (Speck).

Aquacomet-Exportleiter Sandor Györi (li.) und Export Manager Endre Banyai stellten u.a. eine neue fernsteuerbare Abdeckung ohne Schiene vor. Traten mit weiblicher Unterstützung an: Vertriebsleiter Jens Stupien (li.) und Geschäftsführer Holger Greschner von SET Energietechnik. Behncke, deutscher Vertriebspartner von Dryden Aqua, stellte in Basel seine neue Steuerung vor: (v.li.) Markus Weber, Christian Ebert, Daniel Tiemann und Stephanie Behncke-Weber.

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Produktionserweiterung bei Aquacomet

Bauboom in Györ Der ungarische Hersteller Aquacomet baut die Produktion am Stammsitz in Györ weiter aus. Begonnen hatte die Firma einst mit Schwimmbadüberdachungen, inzwischen sind Fertigbecken ein weiteres Standbein. Das 1990 gegründete Unternehmen Aquacomet ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mit den beiden Produktfeldern Schwimmbadüberdachungen und Fertigbecken ist das Unternehmen international tätig, in Deutschland hat das Unternehmen eine eigene Niederlassung in München. Das kontinuierliche Wachstum wurde von einem ständigen Ausbau der Produktionsstätte im ungarischen Györ begleitet. Vor kurzem nahm Aquacomet eine weitere Halle für die Fertigung seiner Kunststoff-Pools in Betrieb. Die neue Fertigungsstätte hat eine Gesamtfläche von

2 800 m2 und ist 10 Meter hoch. Damit können die Becken auch mit dem Kran gut transportiert werden. Insgesamt vier hochmoderne Laminierkabinen wurden in die Halle integriert. Alle verfügen über eine Seitenabsaugung von 30 000 m3/h und sind temperiert, um die Produktionstemperatur von 20 Grad Celsius zu gewährleisten. Aquacomet nutzt in diesem Bereich Wärmerückgewinnung, so dass insgesamt 65 Prozent der verwendeten Energie wiederverwendet werden kann. Die neue Halle ist klimatisiert und verfügt zudem über Sozialräume für die Mitarbeiter.

Die neue Produktionshalle von Aquacomet ist mit modernster Technologie ausgestattet. Im Bild zu sehen sind die vier Laminierkabinen.

Die für die Wandstruktur erforderliche Spritztechnologie ist in einem hinter den Kabinen errichteten Servicekorridor untergebracht. In diesem Korridor erfolgt die Vorbereitung der Rohstoffe, und die Anlieferung des Harzes für die Produktion. Somit erfolgt in der Vorhalle nur die Lagerung der Fertigprodukte und die Vorbereitung der Produktionswerkzeuge. Mit dieser Aufteilung der Halle wird sichergestellt, dass die Werkzeuge immer sauber und staublos bleiben. Das Abschneiden der Poolränder und das Ausschneiden der Öffnungen der

Die superflache Überdachung „Horizont“ läuft auf einer 12 mm hohen Schienenbahn.

Einbauteile nach Wunsch des Bestellers bzw. das Polieren der Becken werden in einem abgesonderten, 500 m2 großen Teil der Halle durchgeführt.

Über den Horizont Im Bereich seiner Schwimmbadüberdachungen hat Aquacomet mit dem Modell „Horizont“ eine neue, superflache Überdachung entwickelt. Das Modell wird mit einer ganz flachen (12 mm) Schienenbahn ausgeliefert und verfügt über eine intelligente Arretierung. Die Höhe der einzelnen Segmente bewegt sich zwischen 245 und 560 mm. Durch ihre eckige Form passt sie optisch sehr gut zum heutigen Baustil. Die Verglasung besteht aus Polycarbonatplatten, die Frontwand enthält in der Grundausstattung eine 120 bis 180 mm große Klappe. Die Rückwand ist mit einer elastischen Gummilippe ausgeführt. Optional bietet Aquacomet das Modell auch mit Motorantrieb an. Fotos: Aquacomet Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen Aquacomet Kft., Nautilus Úszómedence Kft. H-9027 Györ, Körisfa u. 15., Tel.: 0036/96/517417, www.aquacomet.de

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Topras-Exklusivschulung

Auch der zweite Teil der Trainingsserie „Exklusiv mehr verkaufen“, der in Berlin stattfand, war wieder gut besucht.

Erkennen, wie der Kunde tickt Beim zweiten Teil des Trainings „Exklusiv mehr verkaufen“, lud die Topras etwa 25 Händler für zwei Tage nach Berlin. Dieses Mal ging es thematisch vor allem darum, den Kunden richtig zu verstehen, um ihn dann bei seinem Entscheidungsprozess zu unterstützen. Dafür muss man lernen, gut zuzuhören und zwischen den Zeilen zu lesen. Den Kunden lesen und verstehen was seine individuellen Bedürfnisse sind, darauf kommt es beim Verkaufen an. Trainer Jens Rockel startet in den zweiten Teil der Schulung „Exklusiv mehr verkaufen“ mit einer kleinen Auffrischung der Inhalte des ersten Teils und ging vor allem auf die

Führte auch beim zweiten Teil des Trainings professionell durch mögliche schwierige Situationen, die während eines Verkaufsgesprächs auftreten könnten, Jens Rockel (Orbis Personaltraining).

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Thematik der verschiedenen Farbtypen ein. Um die Wiederholung dynamisch zu gestalten und den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, wieviel sie tatsächlich behalten haben, fragte er einen Teil der Inhalte in Form eines Spiels ab. Dazu wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt, die gegeneinander antraten. Wer hier Lücken feststellen konnte, hat noch Zeit diese bis zum dritten Teil der Schulung, an deren Abschluss ein Test stattfindet, zu schließen. Außerdem waren einige wenige Teilnehmer dabei, die zum ersten Termin verhindert waren. Diese nutzten die Gelegenheit, sich auf den neuesten Stand zu bringen. Nach dieser lockeren Aufwärmübung ging es fließend in die Praxis der nicht immer leichten Einwandund Vorwandbehandlung über. Dabei ist zuallererst einmal wichtig, zu erkennen, ob es sich bei dem vom Kunden vorgebrachten Argument um einen Einwand oder einen Vorwand handelt. Erst dann gibt es je nach Kundentypus verschiedene Reaktionsmöglichkeiten, um diese zu entkräften. Oft sind erste Reaktionen des Verkäufers auf Einwände: Aggres-

sionen, Flucht oder einfach gar nicht zu reagieren – welche alle drei zu einem negativen Ergebnis führen. Jens Rockel zeigte den Teilnehmern Wege auf, wie sie Einwände des Kunden in Wünsche verwandeln, sie mit Geschichten behandeln oder durch Fakten ins Positive verändern können. Parallel dazu ließ er die Teilnehmer mit ihren eigenen Geschichten und Erfolgserlebnissen aus dem Arbeitsleben zu Wort kommen. So begleitete die ge-

samte Schulung ein reger Austausch von Erfahrungen aus der Branche. Sind die möglichen Einwände aus dem Weg geräumt, folgt logischerweise das Fixieren der besprochenen Fakten. Um die vorgestellten Praktiken zu üben, wurden die Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt, in denen sie diese auf Praxisbeispiele anwendeten. Im Anschluss stellten die jeweiligen Sprecher der Gruppen ihre Lösungen vor. Auch bei den Abschlusstechniken variieren

Alle Teilnehmer bearbeiteten fleißig die ihnen gestellten Aufgaben, welche später zu einem regen Austausch führten.


Spielten im selben Team: Jan Rambow, Benedetto Russo und Serkan Avcilar.

Fieberten mit ihren Teamkollegen beim Bowlen Christina Albiez, Oliver Wilkens (A1) und Markus Weber (Behncke). Auch Amadeus Veit und Johannes Gunst hatten ihren Spaß.

die Vorgehensweisen. An dieser Stelle angekommen, sollte dem Verkäufer, laut Rockel, bereits klar sein, welcher Farbtypus Kunde vor ihm sitzt und danach sollte er auch die Wahl der Abschlusstechnik treffen. Einem „Roten“ zum Beispiel würde man immer ein Angebot plus Alternative vorlegen, hier funktionieren Premiumangebote besonders gut. Während ein „Grüner“ mit einem Angebot inklusive persönlichem Anschreiben mehr als zufrieden

Beim Bowlen war auch reichlich Zeit für gute Gespräche, hier Dietmar Rogg (Schmalenberger) und Ursula Gunst (Topras).

ist, weil er in diesem Fall keine weitere Entscheidung als die Kaufentscheidung treffen muss. Ein gelber Kunde will nicht zu viel Informationen, dafür Bilder im

Angebot, bei ihm hat der Spaßfaktor Vorrang. Der blaue Kunde, wie könnte es anders sein, möchte selbstverständlich ein detailliertes Angebot mit möglichst vie-

len technischen Informationen. Klar, dass auch beim Nachfassen bei jedem Farbtyp eine andere Strategie greift. Außerdem sollte immer beachtet werden, dass die meisten Menschen Mischtypen sind, sonst wäre die Sache viel zu einfach. Weitere Themen auf der Agenda waren der Umgang mit Reklamationen am Telefon sowie die Email-Etikette. Zwei Tage randvoll mit nützlichen Informationen, da war das Abendprogramm, bestehend aus Essen und Bowlen, eine willkommene Zerstreuung. Spätestens auf der Bowlingbahn stand der Spaß im Vordergrund. Es wurde angefeuert, geklatscht und geflucht. Im dritten Teil der Trainingsreihe vom 10.-11. November in Hamburg geht es dann darum, wie man nach erfolgtem Abschluss Nachverkäufe erzielt. Am Ende dieses letzten Trainings findet der Abschlusstest statt, in dem die Inhalte aller drei Termine abgefragt werden. Fotos & Text: Annika Vogel vogel@fachschriften.de

Mehr Informationen Johannes Gunst mit seinen Topras-Lieferanten, die die Schulung in Berlin unterstützten: Behncke, Chemoform, Ideal Eichenwald, Prominent, Rollo Solar, Schmalenberger, SET, VPS.

Topras GmbH, Bahnhofstraße 19, 85591 Vaterstetten, Tel.: 08106/9958320, www.topras.de

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Pressekonferenz Interbad 2014

Die Interbad am Startblock Am 12. Februar gaben die Messe Stuttgart und die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen auf einer Pressekonferenz in Hamburg Details über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Interbad 2014 (21. bis 24. Oktober) in Stuttgart bekannt. „Wir wollen das Ergebnis von 2012 egalisieren oder vielleicht sogar toppen“, gab Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart die Zielmarke für die Interbad 2014 vor. 2012 waren erstmals über 500 Aussteller, 35 Prozent davon aus dem Ausland, nach Stuttgart gekommen. Auf Besucherseite zählte man 15 423 Personen aus 53 Ländern. Vor allem die Internationalität der Veranstaltung auf Aussteller- und Besucherseite soll weiter ausgebaut werden. Stand Februar lag der Anmeldestand bei 240 Ausstellern, 10 Prozent davon waren Neuaussteller. Ulrich Kromer sieht die Kompetenzen der Interbad auf drei Säulen gut aufgestellt: „Die Kombination aus öffentlichem und privatem Schwimmbad- und Saunabereich ist eine der Stärken der Interbad. Zudem steht sie mit ihrer hohen Dichte an Premiumanbietern für ausgezeichnete Qualität. Und nicht zu vergessen: Die Interbad zeigt das größte Saunaangebot weltweit.“ Zusammen mit dem Inhaber und Mitveranstalter der Interbad, der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, soll das Messeprofil weiter geschärft werden. Als Beispiel nannte Ulrich Kromer einige Sonderflächen, die sich an bestimmte Zielgruppen wendeten.

Gaben das Startsignal für die Interbad 2014 (v.li.): Dr. Christian Ochsenbauer, Ulrich Kromer und Rolf A. Pieper.

So soll die neue Sonderschau „creating atmospheres“ das Zusammenspiel von Licht, Wasser, Klima und Oberflächen in exklusiven Raumerlebnissen darstellen. Die Schau richtet sich insbesondere an Hoteliers, Architekten, Planer und private Bauherren. Die Sonderschau „My Gym: Der voll automatisierte Fitness-Club“ zeigt, wie ein Premium-Fitnessbereich zeitgemäß betrieben und zu einer lukrativen Angebotserweiterung für Wellness- und Bädereinrichtungen werden kann. Themen-Spas in Hotels stehen bei der in Zusammenarbeit mit der European Waterpark Association konzipierten Sonderschau „Resort Spa“ im Mittelpunkt. Mit dem „Interbad Innovation Award“ verleiht die Messe erstmals einen

Das Saunaangebot gehört zu den Stärken der Interbad.

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Publikumspreis für die gelungensten Neuheiten. Zum mittlerweile 65. Mal wird der Kongress für das Badewesen veranstaltet, wie Dr. Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der veranstaltenden Gesellschaft für das Badewesen betonte. Das ohnehin breite Spektrum der Veranstaltung wird diesmal noch um einen International Business Day in englischer Sprache erweitert. Dr. Ochsenbauer hob in seiner Präsentation den gesellschaftlichen Wert der öffentlich betriebenen Bäder hervor. Nicht zuletzt deshalb habe man als Verein den Begriff des „public value“ eingeführt, auf dem auch der auf der Interbad verliehene „Public Value Award“ basiert. Entgegen anderslautender Thesen sei die Beliebtheit der Bäder in Deutschland ungebrochen, so Dr. Ochsenbauer. Wohl gebe es Strukturveränderungen, etwa was den Besucherrückgang bei den Freibädern angehe. Die Hallenbäder und und verstärkt die Freizeitbäder (ohne Sportbecken) wiesen dagegen steigende Besucherzahlen auf. Trotz allem blieben die öffentlichen Bäder unter den gegebenen Bedingungen Zuschussbetriebe. Für die Zukunft komme es nach Aussage von Dr. Christian Ochsenbauer darauf an,

dass die öffentlichen Bäder professionell, betriebswirtschaftlich effizient und gemeinwohlorientiert gemanagt werden.

Sauna als sozialer Faktor Die aktuelle Situation auf dem Saunamarkt beleuchtete Rolf A. Pieper, der Geschäftsführer des Deutschen Sauna Bundes. Demnach war der öffentliche Saunamarkt im Jahr 2013 zu 36 Prozent in kommunaler und zu 64 Prozent in privatwirtschaftlicher Hand. Der Trend gehe eindeutig in Richtung Wellness- und Erlebnisorientierung, was zu einer weiteren Expansion der Saunabetriebsgrößen über 80 Garderobenschränke führe. Speziell sehr kleine Saunabetriebe werden laut Pieper dagegen in den nächsten zehn Jahren vom Markt verschwunden sein. In der Fläche biete der deutsche Saunamarkt ein in der Welt einzigartiges Angebot, so Pieper weiter. Besonders erfreulich entwickele sich auch der private Saunabereich: Dieser konnte seinen Marktanteil zwischen 2004 und 2011 von 26 auf 34 Prozent steigern. Als gemeinsame Marketingaktion der öffentlichen Saunabäder kündigte Rolf A. Pieper den „Tag der Sauna“ an, der ab 2014 jährlich am 24. September begangen werden soll. Das Motto in diesem Jahr lautet „Sauna verbindet“, womit die integrative, soziale Komponente des Saunabadens hervorgehoben werden soll. 26 Prozent aller Saunagänger, so Pieper, gingen aus Gründen der Geselligkeit und der Kommunikation in die Sauna – der Wellnessgedanke als Gegentrend zur Individualisierung und Vereinsamung in der Gesellschaft. Fotos: Peter Lang, Messe Stuttgart Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen Landesmesse Stuttgart GmbH, Messepiazza 1, 70629 Stuttgart, Tel.: 0711/18560-0, www.messe-stuttgart.de Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V., Haumannplatz 4, 45130 Essen, Tel.: 0201/87969-0, www.baederportal.com


Porträt Josef Hartmann Future Pool

Zwischen Pool und Rechenmaschine Josef Hartmann hat viel erlebt in der Schwimmbadbranche: Der Finanzfachmann stieg 1980 bei Bruno Kern ein, durchlief diverse Übernahmen und machte sich 1998 schließlich mit Future Pool selbstständig. Schwimmbad & Sauna zu Besuch in Aschaffenburg. Einen Filter zusammenbauen kann Josef Hartmann auch. Als sich der Finanzfachmann 1998 mit fünf Kollegen selbstständig machte und die Firma Future Pool gründete, wurde jede Hand in der Produktion gebraucht. Doch sein Metier ist die Welt der Zahlen, Jahresabschlüsse, Budgetplanungen etc. So fand er auch den Weg in die Schwimmbadbranche zur Bruno Kern GmbH in Mömbris. Kern war einer der ersten, die in Deutschland Schwimmbecken herstellten. Kurz bevor Josef Hartmann bei Bruno Kern im Finanz- und Rechnungswesen begann, wurde das Unternehmen von der ADT AG übernommen, die Akquisition lief rein kreditfinanziert. Für den damals 30-jährigen Hartmann gab es viel zu tun, ein Jahr saß er mit externen Wirtschaftsprüfern zusammen. Da Kern auch eine Produktions- und Vertriebsfirma in Italien hatte, lernte Josef Hartmann nicht nur das „Amerikanische Journal“ kennen, eine EDV-freie, manuelle Form der doppelten Buchführung, sondern entdeckte auch seine bis heute bestehende Liebe zu Südtirol. In die Nähe von Meran reist er jedes Jahr, auch wenn die Firma und seine Olivetti-Rechenmaschine schon lange nicht mehr existieren. Als die ADT AG in eine finanzielle Schieflage geriet, wurden Bruno Kern und der Badschrankhersteller Allibert in die Sommer-Allibert (Frankreich) eingegliedert. 1985 verkaufte Sommer-Allibert die Beteiligung Bruno Kern an die Zodiac SA. Die Zodiac Kern GmbH entstand. Zodiac war damals vor allem für die Herstellung von

Fallschschirmen und Schlauchbooten bekannt. Während die Folienfertigung von Kern nach Frankreich verlagert wurde, konnte die Filterproduktion in Deutschland gehalten werden. Eine wichtige Forderung von zwei Großkunden aus dem Versandhandel, wie sich Josef Hartmann erinnert. Die Akquisetour der Franzosen war damit nicht zu Ende: Das 1982 von einem führenden KernMitarbeiter gegründete Unternehmen Debes & Wunder (D&W) wurde 1995 ebenfalls Teil der Zodiac-Schwimmbadgruppe. Für den Finanzmann Josef Hartmann waren die 90er-Jahre, insbesondere die Nachwendezeit, eine Phase anhaltenden, zweistelligen Wachstums.

Future Pool gegründet Der Wendepunkt kam 1997: „Wir hatten ein schlechtes Jahr und von Frankreich wurden Personalentlassungen gefordert“, so Josef Hartmann. Veränderungen in dem Technologiekonzern ließen auch keine klare Zukunftsperspektive erkennen. Nach 18 Jah-

Josef Hartmann vor dem Firmensitz in Aschaffenburg.

ren bei Zodiac „mit viel Herzblut“, wagte Josef Hartmann noch einmal einen Neuanfang. Zusammen mit fünf Kollegen gründete er die Firma Future Pool in Aschaffenburg. Mit Peter Brückner (Entwicklung und Produktion), Verkaufsleiter und Prokurist Michael Bauer, Günter Zöller (Außendienst und Leiter Produktschulungen und Geschäftsführer Josef Hartmann sind heute noch vier Gründungsmitglieder als Gesellschafter dabei. „Die erste Zeit war hart, keiner hat auf uns gewartet und der Ärger bei Zodiac war groß“, erklärt Hartmann. Im Lauf der Zeit haben sich die Wogen geglättet, „inzwischen sind wir ein großer Kunde bei Zodiac“, so Hartmann. „Der heutige Erfolg von Future Pool wäre ohne meine Mitgesellschafter und die Mitarbeiter nicht denkbar“, hebt er hervor. Am Firmensitz in Aschaffenburg entstand eine ansehnliche Produktionsstätte. So werden die Aufstellbecken aus Stahlwand hausintern gefertigt, genau wie die Schiebehallen und Solarabsorber. Die Aufstellbecken und

die immer beliebter werdenden Styroporbecken sind inzwischen das Hauptgeschäft bei Future Pool. Bei den Schiebehallen besetzt man eine Nische, kann man doch sehr individuell auf Kundenwünsche eingehen. Unter der Technik-Marke „Infinity“ bietet man neben von Speck gefertigten Pumpen auch Wärmepumpen anderer Hersteller, Salzwasserelektrolysegeräte und das Wasserpflegemittel „Saness“ an. „Wichtig ist es, Allianzen zu gründen“, betont Hartmann, der neben seinen vier Mitgesellschaftern vor Jahren mit Adventis Pool einen strategischen Partner für das Unternehmen gewonnen hat. Da man sich mit den eigenen Produkten im Massenmarkt bewege, steht auch der Vertriebsweg über das Internet im Fokus. „Wir haben Kunden, die mit vernünftigen Preisen im Internet verkaufen“, sagt Josef Hartmann. Basis des Future Pool-Kundenstamms bleiben aber die rund 300 Schwimmbadfachhändler, etwa 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Export. Auch da zähle das Qualitätskriterium „Made in Germany“, wie Hartmann betont. In diesem Jahr geht Josef Hartmann in seine 34. Schwimmbadsaison. Ob es seine letzte wird, lässt der Unterfranke aus Kahl am Main offen. Er hat noch einen Vertrag bis zum Jahresende – Verlängerung nicht ausgeschlossen. Fotos: Peter Lang, Future Pool Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen An der Stahlwandproduktion: In guten Jahren fertigt Future Pool über 3 000 Aufstellbecken.

Future Pool GmbH, Daimlerstraße 6, 63741 Aschaffenburg, Tel.: 06021/797500, www.future-pool.de

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Premium Partner Infoday von Leidenfrost

Demonstrierten bei der Premium Partner-Tagung in Wien die Innovationskraft ihres Unternehmens: Lukas und Hans Poinstingl (re.).

Vorwärts zu neuen Poolebenen Am 28. Februar lud Leidenfrost seine Premium Partner nach Wien zu einem Informationstag mit anschließender Nachtwanderung im Tiergarten Schönbrunn. Die Veranstaltung unterstrich den Anspruch des Fertigpoolherstellers, sich als Vorreiter zu positionieren. Neue Produkte, eine erweiterte und effizientere Produktionsstätte in Eggenburg, der Ausbau des Händlernetzes, eine neue Betriebsanleitung und beträchtliche Investitionen in den Online-Bereich – die Aktivitäten des niederösterreichischen Fertigpoolherstellers Leidenfrost sind aktuell derart umfangreich, dass sie den Zeitrahmen eines einzigen Informationstages praktisch sprengten. Das Interesse der Premium Partner war groß und entsprechend zahlreich kamen die

Die Teilnehmer des Leindenfrost Premium PartnerTreffens sammelten sich zum Gruppenfoto im Foyer des Wiener Hotels Falkensteiner.

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Schwimmbadbauer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz nach Wien, um sich über den aktuellen Stand bei Leidenfrost zu informieren. Inzwischen ist das Händlernetz nach Aussage von Geschäftsführer Hans Poinstingl auf 23 Partner angewachsen, neu dazugekommen sind zuletzt die Firmen Poolbau Ketzer (Deutschland), Crystal Pool (Schweiz) und Popp aus Tschechien. Geschäftsführer Hans Poinstingl begann die Informationsveranstaltung mit einer aktuellen Be-

standsaufnahme des Bauprojekts „Leipo 3.0“ (vgl. letzte Ausgabe Profi S. 20), mit dem die Leidenfrost-Produktion hinsichtlich Effizienz, nachhaltigem Ressourceneinsatz und moderner Produktionsmethoden auf den neuesten Stand gebracht werden soll.

Von Avalos bis Flatline Das Leidenfrost-Poolportfolio wird in diesem Jahr ebenfalls Zuwachs bekommen. Bereits ab April lieferbar ist das Modell „Avalos 750. tsc“, mit der die bestehende Serie

um ein etwas kleineres Becken erweitert wird. Der elegante Allroundpool (in sechs Farben erhältlich) ist damit eine Alternative für kleinere Gärten. Ab September bringt Leidenfrost mit „Linea 770“ eine neue Beckenform mit zwei schlanken seitlichen Einstiegen und einer fix montierten Haltestange. Damit steht bei dem 7,7 Meter langen Becken die volle Schwimmfläche zur Verfügung. Die Massageanlage befindet sich ausschließlich im Stufenbereich. Das Becken ist ab Herbst lieferbar, genauso wie die neuen Einbauteile der Linie „flatLine“: Sie besteht aus dem PNTaster „flatLine“ aus Edelstahl, der Einströmdüse „flatFlow“ (ebenfalls aus V4A-Edelstahl) und der Gegenstromanlage „flatJet“.

Neuer Fuhrpark und Bedienungsanleitung Die Fallstricke bei der Poolanlieferung beleuchtete LeidenfrostDisponent Reinhard Rotter in seinem Vortrag. Er machte deutlich, welche hohen logistischen und rechtlichen Voraussetzungen für einen vorschriftsmäßigen Pooltransport nötig sind. Um die hohen Qualitätsanforderungen seiner Kunden zu erfüllen, investierte Leidenfrost in einen weiteren Ausbau seines Fuhrparks. Aktuell verfügt das Unternehmen über drei Sattelzugmaschinen, zwei davon mit Kranaufbau sowie drei teleskopierbaren Sattelaufliegern. Die Chauffeure, Monteure und Verlader von Leidenfrost werden ständig über Schulungen auf dem neuesten Stand gehalten. Selbstabholungen bleiben nach wie vor möglich, soweit geeignete Fahrzeuge vorhanden sind. Bei wichtigen Zukunftsthemen wie der Produktionsmodernisierung oder dem Qualitätsmanagement wird Hans Poinstingl seit 2010 von seinem Sohn Lukas unterstützt. Lukas Poinstingl zeich-


Die Referenten:

Reinhard Rotter

Prof. Peter Zellmann

Serkan Avcilar

(Leidenfrost)

(Freizeitforscher, IFT, Wien)

(Ideal Eichenwald)

net auch für die Erarbeitung der neuen, rund 70-seitigen Betriebsanleitung verantwortlich. Ähnlich wie beim Autokauf soll mit der neuen Betriebsanleitung dem Kunden ein Aufklärungsbuch und Nachschlagewerk in die Hand gegeben werden, mit dem er bestmöglich über die wichtigsten Details zu seinem Pool informiert und zu einer eigenen Fehleranalyse befähigt wird. Gleichzeitig sichert sich der Poolhersteller bzw. der Schwimmbadbauer damit ab, dass der Kunde über die sachgemäße Nutzung, Wartung und Pflege seiner Anlage in Kenntnis gesetzt wurde. Dies ist Voraussetzung für die Garantieleistung (30 Jahre auf Osmose und Dichtheit auf den Beckenkörper), die Leidenfrost allen Kunden gewährt. Am Schluss steht dann die Übergabe des Qualitätszertifikats an den Kunden. Voraussichtlich ab April erhalten alle Premium Partner eine Erstausstattung mit zehn Bedienungsanleitungen.

neuen Applikation vertraut gemacht. Leidenfrost investierte eine sechsstellige Summe in den Aufbau von „LEIPOmall“, das nur den Anfang einer umfangreichen Online-Strategie bildet, dem weitere Projekte in Kürze folgen werden. Wie bei der letzten Händlertagung, lud Leidenfrost auch in diesem Jahr externe Referenten rund um das Thema Schwimmbad und Wellness ein. Eichenwald-Produktionsleiter Serkan Avcilar, dessen Unternehmen insbesondere im Bereich Duschen, Leitern und anderer Edelstahlprodukte tätig ist, erläuterte die Un-

terschiede der gängigsten Edelstahlvarianten (V2A, V4A). Dabei wies Avcilar auf mögliche Korrossionsgründe hin und gab ausführliche Hinweise zur richtigen Pflege von Edelstahl.

Bequemes Bestellen per Tablet Ein weiteres neues LeidenfrostProjekt heißt „LEIPOmall“, das den Händlern den Bestellvorgang erleichtern soll. Ab sofort sind alle Pools und Ausstattungsmöglichkeiten bequem über das Tablet zu bestellen. Über die App „LEIPOmall“ ist das ganze Leidenfrost-Portfolio übersichtlich gegliedert online abrufbar. Die Premium Partner wurden von Hans und Lukas Poinstingl intensiv mit den Möglichkeiten der

Balance zwischen Arbeit und Freizeit Der Freizeitforscher Prof. Peter Zellmann vom Institut für Freizeitund Tourismusforschung in Wien spannte einen weiten Boden von der Industrie- in die heutige Dienstleistungsgesellschaft. Zell-

Hans Poinstingl stellte den Handelspartnern „LEIPOmall“ vor (oben), mit dem das Sortiment online bestellt werden kann.

mann zeigte dabei auf, wie grundlegend sich unser heutiger Lebensstil von dem vergangener Generationen unterscheidet. Hauptmerkmal: Bedingt durch eine höhere Lebenserwartung und die Verkürzung der Wochenarbeitszeiten ist die reine Arbeitszeit im Verhältnis zur Freizeit immer mehr geschrumpft, eine neue Balance zwischen Arbeit und Freizeit entstand (work leisure balance). Es kristallisierte sich eine Dienstleistungsgesellschaft heraus, in der das Thema Wellness einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Während das Gehalt weiter wichtig bleibt, spielen auch Faktoren wie die Wohnqualität und das Freizeitangebot heute eine immer stärkere Rolle. Das Thema Wohlbefinden, gerade auch in den eigenen vier Wänden, sich selbst und seinem Körper etwas Gutes tun, ist ein Freizeittrend mit steigender Bedeutung. Hier müsse auch die Schwimmbadbranche ansetzen, so Zellmann: Als Dienstleister mit empathischen Fähigkeiten, der die neuen Bedürfnisse seiner Kunden erkennen und umsetzen kann. Das Thema Wohlbefinden und Empathie kam dann auch für die Teilnehmer der Leidenfrost-Tagung nicht zu kurz: Nach einem spannenden Nachtausflug in den Tiergarten Schönbrunn (mit schlafenden Nilpferden und aktiven Kängurus), führte der Weg ins „Plachutta Grünspann“, ein Speiselokal mit schönem Biergarten, wo am reichhaltigen Buffet die kulinarischen Vorzüge Österreichs eindrucksvoll unterstrichen wurden. Und die Vorfreude auf die nächste Leidenfrost-Veranstaltung wuchs. Bei der nächsten Premium Partner-Tagung soll übrigens der beste LeidenfrostHändler ausgezeichnet werden. Ihm winkt als Hauptpreis ein Gratis-Pool von Leidenfrost. Fotos: Peter Lang, Leidenfrost Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen Die Teilnehmer testeten auf den Tablets gleich die Möglichkeiten des neuen Leidenfrost-Bestellsystems „LEIPOMall“.

Leidenfrost Pool GmbH Josef-Wimmer-Straße 1-4, A-3730 Eggenburg, Tel.: 0043/2984/2689, www.leidenfrost.at

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Bieri Alpha Covers Rollschutz-Abdeckungen

Immer sicher abgedeckt Bei seinen Rollschutz-Abdeckungen bietet Bieri Alpha Covers in den technischen Varianten neben Hohlsaum- auch Kedermodelle an. Die randaufliegenden Sicherheitsabdeckungen haben viele Vorteile für die Nutzer, darunter einen geringeren Wasserverbrauch.

Das Modell „Multiversal“ von BAC: RollschutzAbdeckungen schlagen sich

Das Unternehmen Bieri Alpha Covers AG (BAC) mit Standorten in der Schweiz und Deutschland ist nicht nur ein europaweit führender Hersteller und Lieferant für hochwertige Rollladen-Abdeckungen, Mehrschichtfolien, Schutznetze und aufblasbare Winterabdeckungen, sondern produziert zudem auch innovative Rollschutz-Abdeckungen. Unter Rollschutz versteht BAC eine randaufliegende Sicherheitsabdeckung, die höchste Sicherheit gewährleistet, zuverlässig die Verschmutzung des Wassers verhindert, zu einer deutlichen Wassereinsparung führt sowie maßgeschneidert angefertigt werden kann. Die Rollschutz-Abdeckungen unterstützen Schwimmbad-Bauer wie Schwimmbad-Besitzer durch ihren geringen Aufwand bei der Montage, die einfache Handhabung, die breiten Einsatzmöglichkeiten, die lange Lebensdauer und das gute PreisLeistungs-Verhältnis.

auch in der Energiebilanz positiv nieder.

nutzerfreundlich: Die Längsabspannung lässt sich auch noch später nachrüsten.

Neuentwicklung mit Keder-Technik

Beim Modell „Novatrend“ liegen die Alurohre in der Mitte unsichtbar unterhalb der Abdeckung und im Randbereich oberhalb und damit sichtbar.

Aus langlebigem Polyestergewebe Die von BAC vertriebenen Rollschutz-Modelle tragen die Namen „Multiversal“, „Swisstop“ und „Novatrend“. Dabei handelt es sich um Eigenkonzeptionen des innovativen Herstellers. Die Abdeckungen werden aus äußerst langlebigem, beidseitig PVC-beschichtetem Polyestergewebe Schweizer Herstellung gefertigt. Im längsseitigen Rand haben die Modelle einen sogenannten Hohlsaum eingearbeitet, der eine zusätzliche integrierbare Längsabspannung ermöglicht. Diese bietet den Vorteil einer perfekten Windsicherung. Besonders

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Detailaufnahme einer „Multiversal“ mit Hohlsaumtechnik.

Im vergangenen Jahr völlig neu entwickelt wurden die RollschutzModelle „Multiversal-K“, „Swisstop-K“ und „Novatrend-K“. Bei diesen Abdeckungen erweiterten die Experten von BAC ihr Produkt-Portfolio mit dem vor allem in der Schweiz sehr beliebten Bieri-Keder. Wo die bewährte BAC-Technik mit den innovativen Anfangs- und Endrohren sowie der Teleskoprohrtechnik der Hohlsaum-Rollschutz-Modelle zu Recht neue Maßstäbe im Bereich der Sicherheitsabdeckungen setzt, bietet die Ausführung mit längsseitigem Keder die Möglichkeit, Becken in speziellen Freiformen abzudecken, welche mit der HohlsaumTechnik nur bedingt realisierbar wäre. Zudem erlaubt diese Fertigungstechnik ein perfektes Abspannen auch bei seitlichen Leiterausschnitten. Fotos: BAC AG Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Im Vergleich dazu eine „Multiversal“ mit der Bieri-Keder-Technik.

Mehr Informationen Bieri Alpha Covers AG, Carl-Metz-Straße 3, 76275 Ettlingen, Tel.: 07243/9496000, www.bac.ag


Trend Pool Roadshow

Jochen Weinmann (re.) konnte in Stuttgart mit Thomas Lörcher und Lydia Eckstein von ASA Pooltechnik einen neuen Premium Partner begrüßen.

Trends für die Poolsaison Im Februar und März veranstaltete Trend Pool eine Roadshow für Schwimmbadhändler in fünf deutschen Städten. Schwimmbad & Sauna war beim Auftakt in Stuttgart dabei. Der Mömbriser Großhändler Trend Pool will mehr als nur Produkte verkaufen, betonte Geschäftsführer Jochen Weinmann auf der Schulungsveranstaltung in Stuttgart. Deswegen setze man auf eine umfangreiche Partnerschaft mit dem Fachhandel, zu der gemeinsame Marketingaktionen, Produktschulungen und Exklusivangebote gehörten. Das von Trend Pool initiierte Premium-Partner-Programm (vgl. letzte Ausgabe Profi S. 25) steht exemplarisch für den Anspruch von Trend Pool, mehr als ein klassischer Großhändler zu sein. Im Mittelpunkt der Roadshow stand eine intensive Produktschulung einiger Hauptlieferanten des Unternehmens sowie eine Vorstellung des Trend PoolEigenmarkenprogramms. In einer gemeinsamen Abendveranstaltung konnten die gesammelten Eindrücke dann in lockerer Runde vertieft werden.

ganz auf Poolabdeckungen spezialisiert. Bislang konnten 17 000 Abdeckungen in Europa installiert werden, wie Export-Manager Fabrice Dey erläuterte. Das Unternehmen produziert und vertreibt Oberflur- und Unterfluranlagen der Marken „Hydra Systeme“ und „Playa“. Während Letztere im preisgünstigen Segment angesiedelt ist, werden unter der Marke „Hydra Systeme“ neben Standardlamellen auch Rollladen mit

Premiumlamellen angeboten, die das GS-Siegel tragen. Oku-Vertriebsleiter Joachim Malkus stellte das Solar-Absorbersystem des bayerischen Familienbetriebs vor. Das TÜV-geprüfte Produkt aus HDPE lässt sich im Baukastensystem zusammenstellen, ist frostsicher und zu 100 Prozent chemikalien- und UV-beständig. OKU Obermaier ist insbesondere im Export (70%) stark und betreibt aktuell in Mexiko

Trend PoolGeschäftsführer Jochen Weinmann stellte u.a. die Eigenmarke „Trendstone“ vor.

Von Hayward bis Trendstone Bruno Rethoret vom US-Unternehmen Hayward präsentierte das aktuelle Sortiment an Poolreinigern wie den „AquaVac 500“ sowie die Wärmepumpenlinien „Energyline Pro“ und „Powerline“. Das französische Unternehmen Hydra Systeme aus Le Mans ist

seine größte öffentliche Anlage mit einer Absorberfläche von 2 200 m2. Trend Pool-Geschäftsführer Jochen Weinmann und der Vertriebsrepräsentant Antonio Flores hoben im Anschluss weitere Highlights aus dem Sortiment hervor. Flores ging auch auf die neuen Illuminatoren aus der „VarioLine“ (Polycarbonatgehäuse) und der „ExpertLine“ (V4A-Edelstahlgehäuse) ein, die sich sowohl im kommunalen als auch privaten Bereich einsetzen ließen und sich dank unterschiedlichster Blenden und Adapter auch zum Nachrüsten eigneten. Aus dem umfangreichen Eigenmarkenprogramm präsentierte Jochen Weinmann die Isolierschalstein-Serie „Trendstone“. Die Steine gibt es in zwei Größen sowie drei Rohdichten (30, 40, 50 gr/l). Durch die enorme Stabilität des Werkstoffs ist eine freistehende Montage bis zu 2 Metern Beckentiefe möglich. Über eine eigene Poolplaner-Software lässt sich im Beisein des Endkunden ein vollständiges Angebot mit Angabe der Beckenform, Folienauskleidung und Treppenausführung sowie dem kompletten Baustoffbedarf generieren. Weitere Eigenmarken von Trend Pool sind unter anderem das Steinprogramm „Trendgranit“ sowie die Salzwasserelektrolyse „Trendsalt“. Nach Abschluss der fünf Schulungsveranstaltungen zog Trend Pool-Geschäftsführer Jochen Weinmann ein positives Fazit: „Mit dem Leitsatz ‚Wir verkaufen mehr als nur Produkte‘ war die Roadshow ein voller Erfolg. Wir konnten bekannten und neuen Fachhandelspartnern Produkthighlights und unser Premium Partner Programm präsentieren. Das dazugewonnene Wissen können unsere Partner erfolgreich in der neuen Saison einsetzen. Weitere Roadshow-Veranstaltungen wird es Anfang 2015 geben.“ Fotos: Peter Lang Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen Die Teilnehmer der ersten Trend Pool-Roadshow-Veranstaltung in Stuttgart.

Weinmann GmbH, Trend Pool, Frankenstraße 6, 63776 Mömbris, Tel.: 06029/99303-0, www.trend-pool.de

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Chemoform AG neu entdecken n

Von Köngen bis Buhl Am 17./18. Februar 2014 lud die Chemoform AG Kunden aus ganz Europa zu einer zweitägigen Entdeckungsreise in ihre Werke in Köngen bei Stuttgart und im elsässischen Buhl bei Mühlhausen ein. In den letzten Jahren hat die Chemoform AG, die sich mit einer kompletten Palette von Produkten für Wasserpflege im Schwimmbadbereich einen Namen gemacht hat, viele neue Produkte und Konzepte auf den Markt gebracht. „Noch immer kennen uns viele unserer Kunden hauptsächlich als einen der größten Hersteller für Poolpflege und Poolreinigung. Unser Spektrum ist heute aber deutlich breiter und umfasst Produkte aus nahezu allen Bereichen des Pool- und Wellnessmarkts – sehr häufig sogar aus eigener Fertigung“, erklärt Vorstandsvorsitzender Cedrik Mayer-Klenk. Um dem entgegenzuwirken, lud das Unternehmen Kunden aus neun verschiedenen europäischen Ländern sowie Interessenten aus dem weit entfernten Phuket in Thailand zu einer Entdeckungsreise der Werke in Köngen und Buhl ein. Etwa 100 Personen folgten der Einladung. Nach einer

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offiziellen Begrüßung vor der Unternehmenszentrale in Wendlingen ging es per Bus in das nur wenige Kilometer entfernte Werk 2 in Köngen, in dem das Unternehmen einen Großteil seiner Poolpflege- und Wellnessprodukte entwickelt und fertigt.

Mike Eberhardt, Prokurist der Chemoform AG, führt durch das Werk in Köngen.

Technisch auf dem neuesten Stand Fachmännisch führte Mike Eberhardt die Gruppe durch die von Grund auf modernisierte Produktionsstätte. „Wir verfügen hier über eine der modernsten Flüssigproduktionsanlagen Europas“, erläutert er den Besuchern. Nach der Besichtigung aller Produktionsstufen und den Lagerräumen ging es mit dem Bus zur eigentlichen Leistungsschau zum jüngsten Standort des Unternehmens im elsässischen Buhl. Bei der Ankunft wurden die Teilnehmer mit einem Büffet aus typisch französischen Leckereien empfangen. Nach dieser Stärkung be-

Teil der Herstellung eines Stahlwandpools. Hier wird das Swimmingpool-Set von einem Mitarbeiter direkt verpackt.


Auch ein befüllter AzteckPool mit einer Verkleidung Produktshow vom

aus witterungsbeständigem

Zodiac Original-Pool

Holz- Polymer-Verbund ge-

über das Delphin

hörte zu den Ausstellungs-

Shop-in-Shop-Sys-

stücken.

tem bis zur im Bereich der Mess- und Regeltechnik neu konzipierten „Pool Control XXL Touch“.

Ulrich Pattberg mit Teilnehmern aus Phuket/Thailand beim kulinarischen Abschluss des gelungenen Tages.

gann der Rundgang durch die weitläufigen Werkshallen, in denen Stahlwandpools, Zodiac Original-Pools sowie Azteck-Pools mit einer Verkleidung Holz-Polymer-Verbund gefertigt werden.

Produktschau und neue Partner

Zum Rahmenprogramm gehörte auch ein Besuch bei dem weltberühmten Automuseum Schlumpf in Mühlhausen.

Abschluss der Besichtigung war eine Produktschau auf einer Fläche von 350 Quadratmetern. Hier wurde den Teilnehmern der Exkursion die gesamte Produktpalette des Unternehmens präsentiert und in Kleingruppen von Experten erläutert. Neben dem Shop-Konzept der Fachhandelsmarke Delphin, den verschiedenen Pools, teils sogar mit Wasser befüllt, wurden auch die Lö-

sungen für Mess- und Regeltechnik sowie Pflegemittel der Marke Chemoform präsentiert. Eine Fülle an Informationen für alle Teilnehmer, die beim abendlichen Rahmenprogramm mit Weinprobe und mehrgängigem Menü zu einem regen Austausch in entspannter Atmosphäre führte. Am nächsten Tag stellten sich weitere Partner wie die Firma DEL, die sich auf Abdeckungen spezialisiert hat, sowie die Firma Heissner, ein traditionsreiches Unternehmen für Lifestyle-Produkte rund um den Wassergarten, vor. Im Anschluss trat die Gruppe den Heimweg an und durfte auf dem Rückweg noch das Automuseum Schlumpf in Mühlhausen besichtigen. Eine gelungene Veranstaltung, die ihren Teilnehmern einen guten Überblick über die Produktpalette und Aktivitäten der Chemoform AG ermöglichte. Fotos & Text: Annika Vogel vogel@fachschriften.de

Mehr Informationen Chemoform AG, Heinrich-Otto-Straße 28, 73240 Wendlingen, Tel.: 07024/40480, www.chemoform.com

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Roadshow Köln

Mit einer Pappnasenaktion wurde der karnevalistische Part eingeläutet.

Roadshow zwesche Pappnas un Kölsch Eine Roadshow-Veranstaltung in Köln zur Karnevalszeit ist ein Spagat zwischen Seriosität und rheinischer Fröhlichkeit. Den veranstaltenden Firmen Behncke, Rollo Solar, Schmalenberger und Eichenwald gelang dies mit einer Mischung aus aktueller Information und einer spektakulären Karnevalssitzung in den Sartory-Sälen. Die Roadshow der vier freundschaftlich verbundenen Firmen Behncke, Schmalenberger, Rollo Solar und Eichenwald geht inzwischen ins sechste Jahr. Seit 2009 fanden 19 Veranstaltungen statt, wie Eichenwald-Vertriebsleiter Jürgen Treckmann zu Beginn der Veranstaltung am 13. Februar in Köln betonte. Das Konzept kombiniert aktuelle Informationen zu den Unternehmen, Produktschulungen und Erfahrungsaustausch mit dem Schwimmbadhandel. Auch für gute Unterhaltung ist stets gesorgt. Die diesmal von Eichenwald aus dem nahen Neuss organisierte Veranstaltung bot am Abend eine Karnevalssitzung der 1904 gegründeten Bürgergarde „Blau-Gold“ in den Sartory-Sälen, in denen seit über 60 Jahren Karnevalssitzungen abgehalten werden. Zuvor gab es eine kulinarische Stärkung im traditionsreichen Kölner Brauhaus „Päffgen“, das wie die Sartory-Säle im Kölner Friesenviertel liegt. Zuvor erwartete die Tagungsteilnehmer ein straffes Seminarprogramm: Den Anfang machte Dietmar Rogg, Geschäftsführer der Firma Schmalenberger (Marke: Fluvo), der das Produktspektrum des Unternehmens von Gegenstromanlagen über Unterwasserscheinwerfer bis hin zu Hydromassage umriss. Darüber hinaus stellte er die neue elektronische

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Steuerung für Attraktionspumpen bzw. Verdichter detailliert vor. Diese verfügt neben einem BusSystem über verschiedene digitale und analoge Ansteuerungsoptionen, unter anderem für sensitive Druckschalter zur Drehzahlregelung der Pumpenmotoren. Dietmar Rogg berichtete auch über den Fortschritt des firmeninternen Projekts „CO2-Reduktion“. Im vergangenen Jahr wurden aufgrund der energetischen Sanie-

rung der Produktionsgebäude und unter anderem durch den Einsatz eines Blockheizkraftwerks über 50 Prozent des Energiebedarfs eingespart. Gleichzeitig wird die Produktionsfläche in Tübingen um 1 400 m2 erweitert und die LED-Scheinwerferproduktion neu strukturiert. Das Bewusstsein für das enorme Marktpotenzial abseits des Poolbeckens wollte Eichenwald-Vertriebsleiter Jürgen Treckmann mit

seinem Vortrag schärfen. Er ermutigte die Schwimmbadbauer, die rein rationalen, technischen Aspekte des Verkaufens durch eine emotionalere Ansprache zu ergänzen. Unter dem Motto „Wir machen Ihren Garten schön“ sollte das Angebot um Gartenaccessoires, Kunst aus verrostetem Stahl (ein Megatrend!), Schwallduschen oder beleuchtete Handläufe ergänzt werden. Der große Erfolg der Wochenend-Garten-


Die Referenten:

Markus Weber

Alexander Behrens

Dietmar Rogg

Jürgen Treckmann

(Behncke)

(Rollo Solar)

(Schmalenberger)

(Eichenwald)

märkte sowie die Umsatzzuwächse der Bau- und Gartenmärkte im Bereich Hardware zeigten laut Treckmann, wohin die Reise gehe. Der Schwimmbadbauer müsse den Gartenkunden als neue Zielgruppe erschließen. Markus Weber, Geschäftsführer von Behncke, setzte einen

Schwerpunkt auf die Erläuterung des „Daisy“-Wasseraufbereitungssystems von Dryden Aqua, das Behncke in Deutschland exklusiv vertreibt. Die hohe Investitionsbereitschaft des schottischen Unternehmens in den letzten Jahren habe eine der modernsten Produktionsstätten für Glasfilter-

material (AFM) entstehen lassen. In Verbindung mit dem Flockungsmittel APF, einer Oxidation mit ACO und dem statischen Mischer ZPM sowie einer frequenzgesteuerten Pumpe können Schadstoffe dem Wasser bestmöglich entzogen und der Chlorverbrauch minimiert werden. Die neue Steuerung „Behncke Control 2.0“ steht nach Aussage von Markus Weber jetzt vor der Markteinführung. Das verwendete BUS-System wurde zuletzt auch mit Fluvo abgestimmt, so dass damit unter anderem bis zu vier Schwimmbad-Attraktionen angesteuert werden können. Für den Fachhandel hat Behncke inzwischen unter www.behncke-reseller.com ein eigenes Fachhandelsportal im Internet geschaffen, das völlig unabhängig von der Behncke-Homepage läuft.

Zum Abschluss der Schulung ging Vertriebsleiter Alexander Behrens auf betriebliche und produkttechnische Neuerungen bei Rollo Solar ein. Das rund 30 Jahre alte Unternehmen zieht in diesem Frühjahr in ein eigenes Verwaltungs- und Produktionsgebäude um, rund 4,5 Millionen Euro investierte Inhaber Roland Melichar in das Projekt. Insgesamt 7 000 m2 Fläche umfasst der Neubau, 4 000 m2 davon sind Nutzfläche. Sowohl die Produktion als auch die Büroräume des Spezialisten für Schwimmbadabdeckungen verfügen nun über die doppelte Raumkapazität gegenüber früher. In seinem Vortrag hob Alexander Behrens die Produkteigenschaften der beiden verwendeten Profilarten (PVC und Polycarbonat) hervor. Die Profile beider Materialien in den Varianten 13/60 und 15/80 wurden durch eine Erhöhung der Wandstärken verbessert. Dadurch konnte der Hagelschutz optimiert und damit den Forderungen der Versicherungen entsprochen werden. Die Profile sind in allen RAL-Farben erhältlich. Am 26. und 27. März fand die 20-ste Jubiläums-Roadshow in Starnberg bei München statt. Wir berichten darüber in unserer kommenden Ausgabe.

Am Ende des Seminars erhielten alle Teilnehmer ein Zertifikat aus Glas.

Viva Colonia! Ein stimmungsvolles Programm erlebten die RoadshowTeilnehmer am Abend in den Sartory-Sälen. Viele Kölner Originale wie Marc Metzger, Guido Cantz, De Höhner und die Bläck Fööss sorgten für musikalische und humoristische Einlagen der Spitzenklasse. Einige Impressionen des Abends haben wir in Bildform festgehalten. g

Fotos & Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen Behncke GmbH, Michael-Haslbeck-Straße 13, 85640 Putzbrunn, Tel.: 089/456917-0 www.behncke.com G. Eichenwald GmbH & Co. KG, Ruhrstraße 60, 41469 Neuss, Tel.: 02137/917870, www.eichenwald.de Rollo Solar Melichar GmbH, Im Farchet 17, 83646 Bad Tölz, Tel.: 08041/792650, www.rollo-solar.de Schmalenberger GmbH + Co. KG, Im Schelmen 9-11, 72072 Tübingen, Tel.: 07071/70080, www.fluvo.de

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Pool + Garden 2014 in Tulln

Start in die Poolsaison bei Traumwetter Frühlingshafte Temperaturen und ein breitgefächertes Angebot aus den Bereichen Pool, Wellness und Garten lockten fast 40 000 Besucher Ende März auf die Pool + Garden in Tulln. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Messeveranstalter und Aussteller mit der viertägigen Messe.

Die Sonne lachte und bot so den passenden Rahmen für den österreichischen Auftakt in die Schwimmbad-Saison, die traditionell mit der „Pool + Garden“ (27. bis 30. März) im niederösterreichischen Tulln eröffnet wurde. Viele namhafte Aussteller aus Österreich und dem benachbarten Ausland zeigten sich auf dem Messegelände, auf dem parallel auch die Lebensmittelmesse „Kulinar“ stattfand. Mit einem Besucherplus um 11 Prozent auf 39 263 Gäste (2013: 35 339) konnte sich der Messeveranstalter von der Attraktivität des Messekonzepts bestätigt fühlen. Die Kombination aus Pool, Wellness und Garten erwies sich abermals als zugkräftige Kombination. In den letzten Jahren sei der Messestandort Tulln mit 13 Veranstaltungen pro Jahr deutlich gewachsen, wie Messeleiter Thomas Diglas betonte. Deswegen plant die Messegesellschaft den Bau einer

Bei herrlichem Wetter fühlten sich die Besucher beim Gang über das Messegelände sehr wohl – ein Model wiederum machte es sich in einem Leidenfrost-Pool bequem.

neuen Halle, um die wachsende Nachfrage zu bedienen. Ende August wird mit der Internationalen Gartenbaumesse wieder Europas größte Blumenschau in Tulln zu Gast sein. Auch hier fin-

det die Poolbranche eine entsprechende Plattform. Bei der Pool + Garden war die Niederösterreichhalle komplett mit der Poolbranche belegt, dazu kamen weitere Aussteller in den anderen Hallen sowie etliche Firmen aus dem Bereich Naturpool. Ein stetig wachsender Bereich auf der Messe sind die Gartenmöbel, wie Thomas Diglas hervorhob. Dabei ist Teakholz, auch in

Verbindung mit Edelstahl, derzeit wieder im Trend. Auch Hochbeete waren in Tulln auf vielen Ständen zu sehen. Dem Thema Garten widmete die Messe eine eigene Sonderschau „Licht im Garten“. Hierzu wurde ein Nachtgarten angelegt. Als langjähriger Kooperationspartner war Schwimmbad & Sauna in Tulln wieder mit einem eigenen Messestand vertreten und präsentierte sein Zeitschriftenportfolio. Fotos & Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Mehr Informationen Messe Tulln GmbH, Messegelände, A-3430 Tulln, Tel.: 0043/2272/624030, www.messe-tulln.at

Leidenfrost-Geschäftsführer Hans Poinstingl zeigte in Tulln

Waren am Stand von „Die Bädermeister“ (DBM) vertreten:

eine Auswahl aktueller Fertigpools, darunter die Premiumlinie

Beatrix und Karl Binder von Pools & Wellness Binder, die seit

„Loft“ sowie die Modelle „Cayo 900“ und „Avalos 750.tsc“.

1980 für hochwertige Schwimmbadanlagen stehen.

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Zeigten ein neues Styropor-Poolbausystem in Tulln: Geschäftsführer Othmar Buzzi und Jürgen Auchholzer von ATU Pool & mehr.

Die Firma Grossmann mit Geschäftsführer Günter Grossmann und Bettina Hamberger ist auch schon seit 1980 im Schwimmbadbau in Österreich tätig und seit kurzem Sopra-Mitglied. Ihre hochwertigen Schwimmbadabdeckungen sind auch in Österreich sehr beliebt: (v.li.) Carsten, Boris und Karlheinz Fels von Paradiso.

Zeigte in Tulln nicht nur sein Sortiment an Whirlpools, sondern

Präsentierten viele Neuheiten, darunter einen neuen Antrieb

auch das All-in-one-Poolbausystem: Geschäftsführer Reinhard

für Überdachungen: Pool Partner-Geschäftsführer Erich

Wurth von Happy Pool.

Artner (re.) mit Richard Passecker. weiter auf Seite 28 ➔

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Pool + Garden 2014 in Tulln

Sind auf Schwimmbadüberdachungen ohne Bodenschienen

Gehört zu den Stammausstellern auf der Pool + Garden: Das

spezialisiert: Geschäftsführer Jörg Griengl (li.) und Prokurist

Amstettener Schwimmbad-Unternehmen Haider mit Ge-

Hubert Griengl vom Kärntner Unternehmen Abri.

schäftsführer Oliver Haider (re.) und Artur Jaroslawski.

Bei Kittenberger Erlebnisgärten konnte man Schwimmteiche

Herbert Ortbauer zeigte in Tulln sein Spektrum an Hoch- und

hautnah erleben. Im Bild Sonja und Hans Weinhappl.

Niedrigüberdachungen der Marke Poolcover.

Messetreff mit ÖVS, bsw und Schwimmbad & Sauna Rund 45 Jahre Erfahrung im Schwimmbadbau: Wolfgang Grabner führt das Familienunternehmen Cranpool in der dritten Generation.

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Traditionell lädt Schwimmbad & Sauna am Abend des ersten Messetages der Pool & Garden zu einem Buffet mit Umtrunk und Gesprächen. Die Veranstaltung, zu der viele Aussteller und Gäste gekommen waren, eröffnete Franz Lasser (re.), Prokurist der Messegesellschaft und ehemaliger Stadtamtsdirektor von Tulln. Dazu richteten (v. li) ÖVS-Präsident Hans Poinstingl, der extra angereiste bsw-Präsident Dietmar Rogg sowie Schwimmbad & Sauna-Chefredakteur Peter Lang Grußworte an die Aussteller. Allseits wurde das Messekonzept mit der Symbiose aus Poolbranche und Gartenunternehmen gelobt. Foto: Sabine Krenn/Leidenfrost


Neue Produktionshalle bei Paradiso

Freuten sich über eine gelungene Hausmesse und die Einweihung der neuen Produktionshalle: (v.li) Carsten, Boris und Karlheinz Fels.

Qualitätsorientiertes Wachstum Am 15. und 16. März startete Paradiso mit einer Hausmesse in die Poolsaison 2014. Gleichzeitig wurde der Öffentlichkeit erstmals die neue Produktionshalle am Stammsitz in Neuried-Altenheim präsentiert, mit der Paradiso seine Produktionskapazität deutlich ausbaut. Für Kunden und Gäste gab es Quiche Lorraine, Flammkuchen und ein Gläschen Cremant – wie immer, wenn Paradiso zur Hausmesse einlädt, schwingt auch kulinarisch mediterranes Flair durch die Ausstellungshallen. Der warme März tat ein übriges, um Vorfreude auf die kommende Poolsaison zu verbreiten. Die Besucher der Hausmesse konnten sich von den vielfältigen Möglichkeiten, ihren Pool mit einer Überdachung zu versehen, ein genaues Bild machen. Eine

Mit der neuen Produktionshalle kann Paradiso die gestiegene Nachfrage aus dem In- und Ausland besser bewältigen und

Vielzahl der von Paradiso angebotenen Modellvarianten standen zum ausführlichen Testen bereit – von den ganz flachen Überdachungen der Serie „Limone“ bis hin zu den höheren Modellen „Monza“, „Rimini“, „San Marino“ oder „Venezia“. Neben Kunststoff wie Polycarbonat verwendet Paradiso immer häufiger Sicherheitsglas für seine Überdachungen. Gerade qualitätsbewusste Kunden entschieden sich zusehends für dieses extrem robuste und langlebige

Material, wie die Geschäftsführer Karlheinz und Boris Fels betonten. Dazu kommen die bewährten Paradiso-Qualitätsmerkmale wie das Rollensystem ohne Bodenschienen und die leichte Bedienbarkeit durch eine Person.

Verdopplung der Produktionsfläche Um die stetig wachsende Nachfrage in Deutschland und den Exportmärkten zu bedienen, hat Paradiso im vergangenen Jahr mit der Erweiterung seiner Produkti-

onsstätte begonnen. An die bestehende Fertigungshalle wurde eine weitere Halle mit einer Fläche von 1 600 m2 hinzugefügt. Damit konnte die Produktionskapazität mehr als verdoppelt werden. Auch in ein neues 5-AchsCNC-Profilbearbeitungszentrum hat Paradiso investiert. Über 20 Profilvarianten bietet der Überdachungsspezialist an, wie Karlheinz Fels beim Gang durch die neue Produktionshalle betonte. Mit der Erweiterung der Kapazitäten kann Paradiso jetzt auch im Winter Aufträge frühzeitig bearbeiten und verfügt über zusätzliche Logistikflächen, um die fertiggestellten Überdachungen vor der Auslieferung an die Kunden zu lagern. Kaum eröffnet, war die neue Produktionshalle bereits voll mit Überdachungen, die in Kürze zur Montage bei den Kunden ausgeliefert werden. Wie bei Paradiso üblich, sind alle Überdachungen praktisch Unikate, die auf die spezifischen Kundenanforderungen zugeschnitten werden. So stand unter anderem auch eine superflache „Limone“ mit nur 18 Zentimetern Höhe in der Fertigung. Die Weichen für weiteres Wachstum sind bei Paradiso jedenfalls gestellt. Fotos: Peter Lang, Paradiso Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

zugleich Platz für seine fertiggestellten Überdachungen schaffen.

Mehr Informationen Paradiso Systeme GmbH Industriestraße 13, 77743 Neuried-Altenheim, Tel.: 07807/925825, www.paradiso.tv

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Remko und das Prinzip der Luftentfeuchtung

Prima Klima in der Wellnessoase Ruhe und Entspannung im eigenen Wellnessbereich genießen: Diesen Traum erfüllen sich Hausbesitzer heute immer häufiger. Dabei bedarf es jedoch einer durchdachten Ausstattung. So sollte unbedingt an die Installation eines speziellen Luftentfeuchters gedacht werden, um den ungetrübten Badespaß auch langfristig zu garantieren.

Je höher die Luftfeuchtigkeit in einem Haus ist, desto schneller treten Schäden auf. Dies können neben Schimmelbildung auch Korrosion, Fäulnis oder das Ablösen von Farbschichten sein. Das schadet nicht nur der Bausubstanz, sondern auch der Gesundheit. Denn bereits kurz nach Eintritt des Schadens befinden sich Schimmelpilzsporen in der Raumluft, die in die Atemwege gelangen können. Feuchteschäden in den eigenen vier Wänden sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der gängigste Weg, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, ist, durch das Öffnen eines Fensters ordentlich zu lüften. Dies führt jedoch dazu, dass mit der abgeleiteten, feuchten Luft auch die Wärme nach außen entweicht – aus wirtschaftlicher Hinsicht ist dies besonders im Winter nicht empfehlenswert. Diese Methode ist außerdem nur bei kleineren Feuchteproblemen geeignet.

Luftfeuchtigkeit muss reduziert werden In Wellnessbereichen ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass normales Fensterlüften nicht ausreicht und auch gar nicht gewünscht ist. Vielmehr sollte die überschüssige Feuchte mithilfe eines Luftentfeuchters aus dem geschlossenen Raum abgeführt werden. Bei der Auswahl des Geräts ist darauf zu achten, dass die Entfeuchtungsleistung dem Raumvolumen, der Größe und der Beschaffenheit des Beckens entspricht.

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Grundsätzlich stehen zwei unterschiedliche Gerätetypen auf dem Markt zur Verfügung: Sie arbeiten nach dem Adsorptionsprinzip oder dem Kondensationsprinzip. Ersteres kommt ohne den Einsatz von Kältemittel und Kompressor aus. Für die Entfeuchtung sorgt stattdessen ein sogenanntes Kieselgel, welches überschüssige Feuchte aufnehmen und abgeben kann. Da in den meisten Fällen jedoch Geräte mit Kondensation zur Anwendung kommen, konzentriert sich der Beitrag auf die Funktionsweise eines solchen Luftentfeuchters.

Der Begriff der relativen Luftfeuchtigkeit Der Begriff Luftfeuchtigkeit gibt den Anteil des Wasserdampfes in der Luft an. In Abhängigkeit von der Temperatur kann Luft nur eine bestimmte Höchstmenge an Wasserdampf aufnehmen. Das geläufige Maß für die Luftfeuchtigkeit ist die relative Luftfeuchte, die in Prozent angegeben wird (% r.F.). Sie gibt für die aktuelle Temperatur das Verhältnis des Wasserdampfgehalts zum maximal möglichen Gehalt an. Bei einer relativen Luftfeuchte von 50 Prozent enthält die Luft also die Hälfte der Wasserdampfmenge, die bei entsprechender Temperatur möglich wäre. Generell ermöglichen höhere Lufttemperaturen eine höhere Wasserdampfkonzentration in der Luft. Das heißt: Sobald Luft erwärmt wird, steigt ihre Aufnahmefähigkeit an maximal möglicher Wasserdampfmenge; die tatsäch-

Durch urch einen Luftentfeuchter zirkuliert ständig mit Wasserdampf angereicherte Luft. Bild oben: das Modell „SLE 80“. Ausschlaggebend sind: Wasseroberfläche des Beckens, Luft- und Wassertemperatur, Nutzungshäufigkeit und Einsatz einer Poolabdeckung. Bild rechts: das Modell „SLE 20“.

lich enthaltene Wasserdampfmenge bleibt dabei jedoch gleich. Das Resultat: Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Umgekehrt sinkt bei der Abkühlung der Luft die Aufnahmefähigkeit der maximal möglichen Wasserdampfmenge. Auch hier bleibt die tatsächlich in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge gleich. Dann steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Sinkt die Temperatur nun weiter ab, wird die Aufnahmefähigkeit der maximal möglichen Wasser-

dampfmenge so weit reduziert, bis sie der tatsächlich enthaltenen Wasserdampfmenge entspricht. Damit ist die sogenannte Taupunkttemperatur erreicht. Wird die Luft unter den Taupunkt abgekühlt, kondensiert der Wasserdampf und der Luft wird die Feuchtigkeit entzogen. Beobachten lässt sich dies bei einer kalten Wasserflasche in warmer Umgebungsluft: Sie beschlägt von außen, es bilden sich kleine Wassertropfen.


durch den Entfeuchtungsprozess freiwerdende Wärme wieder dem Raum zugeführt. So verbraucht der Luftentfeuchter nur circa 25 Prozent der Energie, die beim Prinzip „Heizen und Lüften“ aufgebracht werden müsste. Dies gilt auch für Geräte, die im Nebenraum installiert werden: Luftentfeuchter von Remkos SLN-Serie werden mit einem Luftkanal mit dem zu entfeuchtenden Raum verbunden. Es sind nur noch die Lüftungsschlitze im Badbereich zu sehen. Technisch unterscheidet sich die SLN-Serie nicht von der SLE-Serie.

Worauf es ankommt

Das Schema verdeutlicht in vereinfachter Art und Weise, wie ein Schwimmbad-Luftentfeuchter funktioniert.

Die mit Wasserdampf angereicherte Luft zirkuliert ständig durch den Luftentfeuchter. Dort wird sie entfeuchtet und verlässt anschließend leicht erwärmt wieder das Gerät, um erneut Wasserdampf aufzunehmen. Die Feuchtigkeit wird auf diese Weise nach und nach reduziert. Das anfallende Kondensat wird im Gerät gesammelt und abgeführt. Der genaue Ablauf dieses Kondensationsprinzips am Beispiel eines Schwimmbad-Luftentfeuchters Marke SLE von Remko: 1. Durch den integrierten Hygrostat (Feuchtemesser), der auf 60 % r. F. voreingestellt ist, wird das Gerät ein- und ausgeschaltet. 2. Der Umluftventilator saugt die

feuchte Raumluft über die im unteren Bereich der Frontplatte integrierten Ansaugöffnungen an.

Das passiert im Luftentfeuchter 3. Die feuchte Raumluft wird nun über einen Filter, Verdampfer und Kondensator transportiert. Am kalten Verdampfer wird ihr Wärme entzogen und bis unter den Taupunkt abgekühlt. Der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf schlägt sich als Kondensat oder Reif auf den Verdampferlamellen nieder. 4. Am Kondensator (auch Wärmetauscher) wird die abgekühlte und entfeuchtete Luft wieder erwärmt und über die oberen Aus-

blasöffnungen mit einer leichten Temperaturerhöhung von circa 5 °C über der Raumtemperatur wieder in den Raum zurückgeblasen. Die aufbereitete, trockenere Luft vermischt sich so kontinuierlich mit der Raumluft. 5. Durch die ständige Zirkulation der Raumluft wird die relative Luftfeuchtigkeit im Aufstellungsraum so bis auf den gewünschten Feuchtewert reduziert. 6. Abhängig von der Raumlufttemperatur und der eingestellten Luftfeuchtigkeit tropft das kondensierte Wasser – stetig oder nur während der Abtauphasen – in die Kondensatfalle und dann durch den integrierten Ablaufstutzen in den bauseits zu erstellenden Kondensatabfluss. Damit der Luftentfeuchter seine volle Leistung ausspielen kann, sind einige Kriterien zu beachten: Um eine optimale Luftzirkulation zu garantieren, sollte das Gerät so aufgehängt werden, dass die Luft ungehindert angesaugt und ausgeblasen werden kann. Zur Decke und zum Boden sind Mindestabstände einzuhalten, ebenso wie zu Heizkörpern oder anderen Wärmequellen. Fenster und Türen bleiben während des Betriebs geschlossen, damit sich der Energieaufwand ausschließlich auf das Raumvolumen beschränkt. Zusätzlich wird die

Die Entfeuchtungsleistung hängt ab von der räumlichen Beschaffenheit, der Raumtemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit und der Aufstellung des Geräts. Generell gilt: Je höher die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchte, desto höher ist auch die Entfeuchtungsleistung. Da es bei niedrigen Raumtemperaturen zu Eisbildung auf den Verdampferlamellen kommen kann, werden sie bei Bedarf passiv abgetaut, indem der Ventilator Raumluft über den Verdampfer zieht und dieser dadurch langsam abtaut. Während dieser Abtauphase wird der Entfeuchtungsvorgang zwar kurzzeitig unterbrochen, doch der dauerhafte Einsatz des Geräts wird so garantiert. Die Schwimmbad-Luftentfeuchter von Remko weisen eine Luftleistung von bis zu 750 m3/h bei einer Tagesentfeuchtungsleistung von maximal 100 Litern auf. Bei der Wahl des Gerätes sind in erster Linie folgende Faktoren zu bedenken: die Wasseroberfläche des Schwimmbades, die Luftund Wassertemperatur, die Nutzungshäufigkeit und der Einsatz einer Abdeckung. Die Auswahl sollte deshalb immer im Austausch mit qualifiziertem Fachpersonal getroffen werden. Fotos: Remko (klein), Bernhard Müller (groß) Text: Remko

Mehr Informationen Remko GmbH & Co. KG, Im Seelenkamp 12, 32791 Lage, Tel.: 05232/6060, www.remko.de

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bsw-Jahrestagung in Weimar

Dank für eine perfekt organisierte Jahrestagung: (v. li.) bswVizepräsident Bert Granderath, Ute Wanschura, Sike Reiss und bsw-Präsident Dietmar Rogg.

Poolbranche zwischen Goethe und Bauhaus Am 20. und 21. März trafen sich die bsw-Mitglieder zur Jahrestagung in Weimar. Stand der erste Tag ganz im Zeichen der Kultur, ging es am folgenden Tag unter anderem um die Themen Social-Media, die aktuelle Lage in der Branche und die Verleihung der bsw-Awards. Das Hotel Elephant, in der Thomas Mann seine „Lotte in Weimar“ übernachten ließ, die Bauhaus-Tradition, die Weimarer Verfassung von 1919 und natürlich unsere Nationaldichter Goethe und Schiller – wer Weimar bereist, begegnet an jeder Ecke deutscher Literatur, Architektur und Geschichte. So erging es auch den Teilnehmern der bswJahrestagung, die zur Einstimmung der Veranstaltung erst einmal die Weimarer Kulturstätten

zu Fuß erkundeten. Am Abend traf man sich dann im Elephantenkeller des gleichnamigen Hotels zum Abendessen. Eine schlechte Nachricht gab es gleich zu Beginn: Dieter C. Rangol, bswGeschäftsführer und einer der prägnantesten Branchenköpfe überhaupt, konnte aus gesundheitlichen Gründen die Reise nach Weimar nicht antreten. Doch dank moderner Social-Media-Kanäle war Rangol auch im Krankenstand stets in Echtzeit

über den Verlauf der Veranstaltung informiert. Präsident Dietmar Rogg und sein Vize Bert Granderath sprangen als Tagungsleiter und Referenten professionell in die Bresche. Ute Wanschura und Silke Reiss vom bsw hatten die Veranstaltung zudem perfekt vorbereitet und organisiert. Am zweiten Tag startete der offizielle Teil mit der Jahrestagung. Dietmar Rogg konnte zunächst einige neue bsw-Mitglieder be-

grüßen, darunter die Bieri Tenta AG aus der Schweiz, die Grossmann GmbH aus Österreich und die deutschen Schwimmbadbauer Merten Pool & Wellness, Swim & Sweat, Köppen Schwimmbadtechnik und MLZ Haustechnik. Im Anschluss berichtete Bert Granderath über die Aktivitäten des bsw-Marketingauschusses. Themen waren u. a. der neu installierte europäische Award der EUSA, der erstmals auf der Aquanale verliehen wurde, die Web

Diskussionsrunde zum Thema Nachwuchsgewinnung:

(V.re.) Marc Hölter, Jürgen Bergmann, Cedrik Mayer-Klenk und

(v.li) Claus Kissel, Michael Blechschmidt und Volker Geyer.

Matthias Schultze diskutierten über die Nachwuchsfrage.

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Bei der Stadtführung kamen die bsw-Mitglieder am Theater

Plädoyer für maßvollen Genuss: Goethes Zitat zu Wasser und

vorbei, in dem die Weimarer Verfassung verabschiedet wurde.

Wein begleitete die Abendveranstaltung im Elephantenkeller.

2.0-Aktivitäten des Verbandes sowie die Messeaktivitäten auf der ISH und der Aquatherm. Weiterer Punkt: Die bereits einmal durchgeführte Plakatkampagne des bsw soll 2015 mit einer größeren Anzahl an Teilnehmern wiederholt werden.

Social Media kurbelt Umsatz an Auch in Abwesenheit von Dieter C. Rangol wurde dessen Leibund Magenthema Social Media in der Jahrestagung viel Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu lud der Verband zwei ausgewiesene Praxisexperten ein, die in ihren Betrieben das Internet, Facebook, Twitter, Pinterest & Co seit langem erfolgreich als Marketing- und Kundengewinnungsinstrument einsetzen. Sowohl Matthias Schultze als auch Volker Geyer kommen aus der Malerbranche

und managen ihre Handwerksbetriebe mithilfe von Web 2.0. So widmet Matthias Schultze aus Hannover der Pflege seiner Social Media-Kanäle im Schnitt vier Stunden seiner täglichen Arbeitszeit, bei Volker Geyer sind es kaum weniger. Beide sind sich aber sicher, dass sich der zeitliche Aufwand lohnt und sie einen Großteil ihrer Neukunden online akquirieren. Volker Geyer, dessen Betrieb in Wiesbaden sich auf Wand- und Wohngestaltung spezialisiert hat, nannte sogar konkrete Zahlen. Demnach erzielt er 72 Prozent seiner Umsätze über das Internet, 27 Prozent davon über seine Social-Media-Kanäle, wobei sowohl Schultze als auch Geyger intensiv eigene Blogs pflegen. Beide Experten rieten den bsw-Mitgliedern davon ab, externe Agenturen mit dem Thema zu befassen. Dadurch ginge die un-

ternehmerische Identität verloren. „Nicht perfekt zu sein“, fördere die Glaubwürdigkeit, brachte es Geyger auf den Punkt.

Konjunkturlage top Dass die Schwimmbadbranche derzeit allen Grund zur Freude hat, zeigte Unternehmensberater Ulrich C. Heckner anhand der neuesten Zahlen des bsw-Konjunkturbarometers. Demnach sei die Stimmung in der Branche deutlich über den Werten des ifoGeschäftsklimaindexes, der auf den gleichen Erhebungskriterien beruht. Zwar gebe es deutliche regionale Unterschiede (vor allem der Süden geht wirtschaftlich voran), doch insgesamt berichteten eine Mehrzahl der Befragten, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert zu haben und auch mehr Kundenanfragen zu haben. Ulrich C. Heckner forderte die

Die Referenten:

Branche auf, sich zahlenmäßig noch stärker an der Erhebung zu beteiligen und das bsw-Konjunkturbarometer auf eine noch validere Grundlage zu stellen. Nicht nur in der Schwimmbadbranche ist das Thema Nachwuchsrekrutierung eine virulente Herausforderung. In einer Diskussionsrunde mit Lieferanten und Schwimmbadbauern war sich die Branche einig, dass guter Nachwuchs nicht zum Nulltarif zu haben ist. Claus Kissel betonte, man müsse als „Arbeitgeber sexy sein“, um junge Leute in einer Region mit faktischer Vollbeschäftigung für sein Unternehmen zu begeistern. Dazu gehörten auch Tugenden wie Freundlichkeit, sich Zeit zu nehmen und einen sauberen Arbeitsplatz anzubieten. Dass es in absehbarer Zeit keinen eigenen Ausbildungsberuf Schwimmbadbauer geben werde, müsse durch das Andocken an andere Ausbildungen und fachspezifische Zusatzausbildungen kompensiert werden. Dass die Branche über hohes Niveau verfügt, unterstrichen die auf der anschließenden Abendveranstaltung verliehenen bswAwards. Alle Sieger mit ihren preisgekrönten Objekten finden Sie ab S. 52 im Hauptteil. Fotos: Peter Lang, Ute Wanschura Text: Peter Lang, lang@fachschriften.de

Matthias Schultze – Maler-

Volker Geyer setzt in seinem

Ulrich C. Heckner erläuterte

meister aus Hannover und

Handwerksbetrieb voll auf

die neuesten Daten des bsw-

Social-Media-Experte.

Social-Media-Marketing.

Konjunkturbarometers.

Mehr Informationen Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V. (bsw), An Lyskirchen 14, 50676 Köln, Tel.: 0221/2716692, www.bsw-web.de

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bsw-inside Gut gelaunte Seminarteilnehmer: v.l. Ute Belka-Lüttgen (Belka Schwimmbadbau), Martin Platza (Procopi), Kathrin Heue (RE-HE Schwimmbadbau), Christoph Ott (Speck Pumpen), Beatrix Flacke (Bünger & Frese)

Verantwortung übernehmen, fair sein, flexibel agieren Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen. Was Hans Christoph von Rohr, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Klöckner Werke AG, einfach auf den Punkt bringt, ist in der Praxis nicht ganz so simpel umzusetzen. Wie man Menschen gewinnt und sie lenkt, ist eine Kunst für sich, die Businesscoach Martin Wiedemeyer von Inplace Development, www.inplace-development.com, im bsw-Seminar „Erfolgreich Führen“ vermittelt. Der beliebte Workshop fand bereits zum zweiten Mal statt. Und wieder waren sich die Teilnehmer einig: ein praxisnahes Training, das sich gelohnt und sogar Spaß gemacht hat – mit direkt umsetzbaren Tipps für den unternehmerischen Alltag. Deshalb setzt der bsw die Seminarreihe fort. Worauf es beim Führen im Wesentlichen ankommt, erklärt Martin Wiedemeyer an folgenden zehn Punkten. Sich auf andere einstellen: Geprägt durch Gene, frühes Umfeld und Erfahrungen entwickelt jeder Mensch seine Sicht der Dinge. Unsere Wahrnehmungsfilter interpretieren 93 Prozent der Informationen, von denen nur ein Bruchteil in unser Bewusstsein dringt – eine Hauptursache für viele Meinungsverschiedenheiten. Das Wissen darum hilft, toleranter zu werden, eigene Überzeugungen kritischer zu prü-

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fen und offen gegenüber anderen Meinungen zu sein. Eine Grundvoraussetzung, um als Führungskraft zu bestehen. Andere so behandeln, wie sie behandelt werden wollen: Was dem einen wichtig ist, ist dem anderen völlig egal. Jeder Mensch ist einzigartig. Doch es gibt vier Grundtypen. Wer sich mit der Typenlehre vertraut macht, weiß, wie sein Gegenüber tickt, auf was es ihm ankommt und wie sich eine gemeinsame Wellenlänge schaffen lässt. Andere so zu behandeln, wie sie gerne behandelt werden wollen, ist eine effektive Art zu kommunizieren – ohne unnötige Widerstände und Missverständnisse. Vertrauen aufbauen: Will man das Vertrauen eines Menschen gewinnen, muss man ihm glaubhaft vermitteln, dass man es gut mit ihm meint. Das erreicht man sicher dadurch, dass man die Bedürfnisse seines Gegenübers nach Sicherheit, Bindung und Selbstwert befriedigt. Wertschätzend sein: Wer führt, der lenkt seine Mitarbeiter, er bewegt sie. Bewegung bedeutet Veränderung. Und dazu lassen sich Menschen nur motivieren, wenn sie sich wertgeschätzt fühlen. Wertschätzend handeln heißt, den Grundstein für Motivation legen.

Wirkung erzielen: Um als Führungskraft seine Wirkung zu entfalten, bedarf es nicht nur fachlicher, sondern vor allem menschlicher Qualitäten. Dafür existiert kein Patentrezept, aber immerhin eine gute Basisanleitung, die sich in einem Zitat von Albert Schweitzer wiederfindet: „Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.“ Flexibel sein: Es gibt nicht den richtigen Führungsstil. Ob autoritär oder kooperativ – jeder Führungsstil hat seine Berechtigung. Eine gute Führungskraft führt situativ und entscheidet je nach individueller Lage, welcher Führungsstil angebracht ist. Feedback geben – Kritik empfangen können: Rückmeldung geben ist wichtig. So können sich Mitarbeiter weiterentwickeln. Damit Feedback nicht als Tadel, sondern als Geschenk aufgefasst wird, gibt es Feedback-Regeln. Wer sie beachtet, kann Botschaften konstruktiv rüberbringen, kommuniziert auf Augenhöhe und verwandelt Vorwürfe in Tipps und Ziele. Ebenso wichtig wie Feedback geben, ist Feedback empfangen zu können. Klug ist, wer die Kritik anderer ohne

Rechtfertigung aufnimmt, sie auf sich wirken lässt und sie als Chance begreift, besser zu werden. Integer sein: Das heißt, man steht für das, was man sagt und sagt, wofür man steht – walk what you talk. Integre Menschen zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie Verantwortung übernehmen, Unangenehmes selbst erledigen, Versprechen einhalten, Vertrauliches für sich behalten, Defizite offen ansprechen und über Abwesende nicht negativ sprechen. Positive Einstellung aufbauen: Wie wir nach innen fühlen, so wirken wir auch nach außen. Unser Gegenüber spürt instinktiv unsere Einstellung. Verantwortlich hierfür ist ein Bestandteil des Gehirns, die Spiegelneurone. Die Beobachtung und Einschätzung anderer Gefühlswelten mithilfe der Spiegelneurone ist keine bewusste Entscheidung, sie passiert automatisch. Es ist nur eine Frage des Trainings, wie wir diese Fähigkeit zu nutzen lernen, um den Zustand des anderen bewusst wahrzunehmen. Gesprächstechniken kennen: Wer weiß, welche Gesprächstechniken es gibt, und wann welche Fragen zum Ziel führen, kommuniziert effizienter und lenkt Gespräche in seine Richtung. Dabei hilft auch das aktive Zuhören, das Klarheit verschafft und die Grundbedürfnisse des Gesprächspartners befriedigt. Soweit die Theorie. Mit Leben werden die einzelnen Punkte im Workshop gefüllt. Die nächsten Führungskräftetrainings finden am 3. und 4. Juli in Hamburg sowie am 11. und 12. Dezember in Köln statt. Mehr Informationen und Anmeldeunterlagen unter www.bsw-akademie.de.

Redaktion: Dieter C. Rangol/Ute Wanschura Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V. An Lyskirchen 14, 50676 Köln Tel. (0221) 27166-90 · Fax (0221) 27166-99


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S & S Branchen-Report

FACH SCHRIFTEN VERLAG

Schwimmbad & Sauna PROFI Der Branchen-Report: News, Messen, Firmen, Personen, Produkte

bsw tagt in Weimar bsw-Awards, Messemarketing, Social Media und Kultur gab es beim bsw. Seite 32

MESSE TULLN Roadshow alaaf! Im Februar machte die Roadshow in Köln zur Karnevalszeit halt. Seite 24

Pool + Garden: Mehr Besucher gekommen

Paradiso baut an

Ende März traf sich die österreichische Pool- und Gartenbranche zur Messe im niederösterreichischen Tulln. Bei strahlendem Sonnenschein kamen fast 40 000 Besucher. Seite 26

Zur Hausmesse präsentierte Paradiso seine erweiterte Produktionsfläche. Seite 29

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