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Rechts: Die Lüftungsnorm (DIN 1946-6) fordert ein Lüftungskonzept für alle Neubauten. Mit zentralen Lüftungsgeräten, die in fast jeder Nische Platz finden, leise und energieeffizient arbeiten, ist das kein Problem. Links: Auch als extrem platzsparende Variante zu haben: „ComfoAir 180 Kompakt-Lüftungssystem“ sorgt in Wohneinheiten mit bis zu 120 Quadratmetern für saubere Luft. (Zehnder)

legung nicht zu befürchten. Zudem sorgen spezielle Micro-Filter dafür, dass Pollen und Feinstäube nicht ins Haus gelangen – was für Allergiker eine große Entlastung ist. Bei regelmäßiger Wartung und Reinigung sind die Anlagen hygienisch absolut unbedenklich. Beides sollte einmal im Jahr vom Fachpersonal durchgeführt werden und Filter sollten zweibis viermal im Jahr gereinigt werden, was bei vielen Anlagen mühelos selbst zu bewerkstelligen ist. Reicht der für die Belüftung benötigte Luftwechsel auch für die Heizwärmeversorgung, kann auch über die Lüftungsanlage geheizt werden. Dann wird die Zuluft durch eine Wärmepumpe und elektrische Nachheiz-

elemente in den Luftauslässen auf die benötigte Temperatur gebracht. Bei sehr starker Kälte muss jedoch mit elektrischer Energie nachgeheizt werden. Vorteil ist aber, dass die Haustechnik ohne wasserführendes Heizsystem weniger aufwendig ist. INTELLIGENTE SYSTEME FÜR OPTIMALES RAUMKLIMA Luftqualität und Raumklima hängen von Sauerstoffgehalt, Luftfeuchtigkeit und Temperatur ab. Diese Komponenten sind widerum entscheidend für unser Wohlbefinden und manuell kaum steuerbar. Daher sind immer mehr Häuser auch mit Luftqualitätsmessern und intelligenter Regelung ausgestattet. So wird

Feuchteschäden und Schimmelbildung vorgebeugt. In manchen Fällen kommt es durch Lüftungsanlagen sogar eher zu trockener Luft. Doch normales Wohnverhalten produziert durch Kochen, Duschen und das Aufstellen von Zimmerpflanzen in der Regel genug Feuchtigkeit. Auch wer lieber die Fenster zum Lüften öffnet, muss nicht auf Komfort verzichten: Es gibt heute intelligente Systeme, die automatisch und über Fernsteuerung Fenster öffnen und – mithilfe von Luft-, Wind- und Regenfühler – diese rechtzeitig wieder schließen. So werden die Räume selbst bei Abwesenheit sicher gut gelüftet, ohne dass allzu viel Heizenergie verloren geht. ■ red/cm

Ab- und Zuluftöffnungen sind dezent in Wand und Boden eingelassen. Die Luftströmungen sind so gering, dass sie in wenigen Zentimetern Abstand nicht mehr spürbar sind. (Zehnder)

Grafik: Pluggit

Eine kontrollierte Lüftungsanlage sorgt für angenehm temperierte, dank zusätzlicher Filter pollenfreie Frischluft und viel Behaglichkeit. (BDH)

Wichtig sind die Abluftvorrichtungen in Feuchträumen wie Bad, Dusche, WC und Küche. Die aus der Abluft gewonnene Wärme wird den Wohnund Schlafräumen zugeführt. Dabei wird häufig ein Erdwärmetauscher eingesetzt: Er hat den Vorteil, dass im Winter nicht direkt kalte Außenluft angesaugt und im Sommer warme Luft über die Erdschicht gekühlt wird.

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