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DAVINCI JUNGHANS

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er Begriff „Skelett“ erklärt das Konstruktions-Prinzip der Häuser, denn die tragende Funktion wird hier von einem Holzgerüst – eben dem Skelett – übernommen. Die Last wird dabei nicht wie beim Massivbau oder der Holzverbundkonstruktion über ganze Wandscheiben abgetragen. Das heißt die Statik ist von der Raumbegrenzung völlig getrennt, die Raumplanung im Gebäude damit nahezu frei. Solche modernen Fachwerkhäuser haben – wie ihre traditionellen Vorgänger – Zwischenräume zwischen den Holzstützen. Diese „Gefache” werden im Fertigbau in Holzverbundbauweise oder mit großen Glasscheiben ausgefüllt, also „ausgefacht”. Im Hausinnern bestimmen die sichtbare Konstruktion, das Stützenraster und die Farbe des Holzskeletts

die Wirkung der Räumlichkeiten. Die Kosten für ein solches Haus liegen meist relativ hoch. Da die Konstruktion überall sichtbar bleibt, wird nur hochwertiges und teures Leimholz verwendet, das sich nicht verzieht oder reißt. Auch die großen Verglasungen sind nicht ganz billig. Hinzu kommt, dass die Häuser in kleinen Serien mit viel handwerklicher Arbeit gebaut werden. Die Mehrkosten pro Quadratmeter liegen in der Regel zwischen zehn und zwanzig Prozent gegenüber üblichen HolzFertighaus-Preisen. Skelett-Häuser sind immer in Rastermaßen geplant. Während bei manchen Firmen ein festes Raster zu Grunde liegt, ist es bei anderen frei wählbar. Für die Verbindung der Balken und Stützen gibt es unterschiedliche Systeme. Üblich ist die

MEISTERSTÜCK ÄSTHETIK 20.08.012

HUF ART 4 1/2-2014

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